Bader
Babenhausen GmbH
Frankfurt
am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.09.2020 bis zum 31.12.2020
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2020
EUR |
1.9.2020
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
72.261,53 |
|
| I.
Sachanlagen |
72.261,53 |
|
| B.
Umlaufvermögen |
3.396.179,24 |
25.000,00 |
| I.
Vorräte |
2.351.245,00 |
|
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
962.458,88 |
|
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
50.000,00 |
|
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
82.475,36 |
25.000,00 |
| Aktiva |
3.468.440,77 |
25.000,00 |
Passiva
|
|
31.12.2020
EUR |
1.9.2020
EUR |
| A.
Eigenkapital |
657.200,62 |
25.000,00 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
455.000,00 |
|
| III.
Jahresüberschuss |
177.200,62 |
|
| B.
Rückstellungen |
356.939,79 |
|
| C.
Verbindlichkeiten |
2.454.300,36 |
|
| Passiva |
3.468.440,77 |
25.000,00 |
Anhang
Vorbemerkung
Die Bader Babenhausen GmbH hat ihren Sitz in
Frankfurt am Main. Nach Gründung der Gesellschaft mit
Gesellschaftsvertrag vom 12. September 2019 und
Änderung des Gesellschaftervertrages am 2. Juli 2020
ist die Gesellschaft in das Handelsregister beim
Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 116740 eingetragen.
Die Gesellschaft erwarb mit Kaufvertrag vom 14. Juli
2020 im Rahmen eines Asset Deals vom Insolvenzverwalter der
insolventen Bader GmbH Gehäusebau, Babenhausen, und
der insolventen Bader GmbH, Senden, (insolvente
Bader-Gruppe alt) verschiedenste
Vermögensgegenstände, insbesondere
Anlagevermögen und Vorratsvermögen sowie
Kundenverträge und den Geschäftsbetrieb zum 1.
September 2020. Die Gesellschaft nahm damit den
Geschäftsbetrieb zum 1. September 2020 nach ihrer
Gründung auf (Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September
2020 bis 31. Dezember 2020).
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der vorliegende Jahresabschluss der Bader
Babenhausen GmbH wurde auf der Grundlage der
Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB)
und unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des
GmbHG aufgestellt.
In Bezug auf die Rechnungslegung der Gesellschaft
für die Berichtsperiode waren die Vorschriften
für kleine Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267
Abs. 1 HGB maßgebend. Die Gesellschaft macht
bezüglich der Berichterstattung im Anhang von den
größenabhängigen Befreiungen des § 288
Abs. 1 HGB Gebrauch.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB
angewendet.
Zum Zwecke der erhöhten Klarheit von der Bilanz
sowie von der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Vermerke
und Erläuterungen weitgehend im Anhang dargestellt.
Aufgrund der Gründung der Gesellschaft in der
Berichtsperiode stellt das Geschäftsjahr vom 1.
September 2020 bis 31. Dezember 2020 ein
Rumpfgeschäftsjahr dar. Somit entfallen
Vergleichsangaben zum Vorjahr.
Die Wertangaben im Anhang wurden auf Tausend Euro
(T€) gerundet.
B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses
waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden maßgebend:
Das
Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Die
Abschreibungen erfolgen über die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der
linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibung auf
Zugänge erfolgt zeitanteilig.
Geringwertige Anlagegüter sind alle
selbständig nutzbaren, beweglichen
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder
Herstellungskosten von € 250,00 netto und zu T€ 1
netto, die im Wirtschaftsjahr angeschafft wurden. Diese
werden in einem jahresbezogenen Sammelposten
zusammengefasst und über fünf Jahre mit jeweils
20 % abgeschrieben.
Die Bestände an
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu
Anschaffungskosten, einschließlich
Anschaffungsnebenkosten, oder niedrigeren Tageswerten
bewertet.
Die
fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden unter
Berücksichtigung des
gleitenden Durchschnittspreises zu Herstellungskosten
gemäß § 255 Abs. 2 HGB unter
Berücksichtigung retrograd ermittelter Abwertungen auf
Basis des Fertigstellungsgrads und des kalkulierten bzw.
voraussichtlichen Verkaufspreises bewertet.
Das mit Kaufvertrag vom 14. Juli 2020 erworbene
Vorratsvermögen wurde mit Abschlägen vom
Insolvenzverwalter erworben und in der
Lagerbuchhaltung / Materialwirtschaft des ERP-Systems
zu historischen Anschaffungskosten übernommen. Bei
Verbrauch und Bestandbewertung dieser Teile des
Vorratsvermögens wurden die Vorräte zu
Anschaffungskosten gemäß Kaufvertrag vom 14.
Juli 2020 bewertet bzw. wertberichtigt.
Die
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der
Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine
Kreditrisiko wurde im Rumpfgeschäftsjahr keine
Pauschalwertberichtigung erfasst. Grundsätzlich sind
alle wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen mit Kunden, die nicht verbundene Unternehmen der
Bader Holding GmbH, Hamburg, und somit
Schwestergesellschaften der Gesellschaft sind, in
Zusammenhang mit der seit Beginn des
Rumpfgeschäftsjahres bestehenden Factoringfinanzierung
mit der Coface Finanz GmbH, Mainz, gegen Forderungsausfall
durch die Euler Hermes Deutschland, Hamburg, unter
Selbstbehalt versichert.
Der
Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten
sind zum Nennwert angesetzt.
Die
Steuerrückstellungen und sonstigen
Rückstellungen sind in der Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die sonstigen
Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren
Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.
Die
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
In den Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von
T€ 50 enthalten.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
betreffen vollumfänglich Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind
Forderungen gegen die Alleingesellschafterin in Höhe
von T€ 17 enthalten.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im
folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen
dargestellt:
Art der Verbindlichkeit
|
bis 1 Jahr
|
Über 1 Jahr
|
davon über 5 Jahre
|
Stand
31.12.2020
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferung und Leistungen
|
325 T€
|
0 T€
|
0 T€
|
325 T€
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
823 T€
|
0 T€
|
0 T€
|
823 T€
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
1.306 T€
|
0 T€
|
0 T€
|
1.306 T€
|
Gesamt
|
2.454 T€
|
0 T€
|
0 T€
|
2.454 T€
|
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen branchenübliche
Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von T€ 623 und
Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 200.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der
Alleingesellschafterin in Höhe von T€ 406
enthalten.
D. Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in
Höhe von T€ 651. Davon bestehen Verpflichtungen
gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von
T€ 480.
Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft ist zur Sicherung des Darlehens der
Raisin Bank AG, Frankfurt am Main, über den
Darlehensbetrag von T€ 2.500 an die Bader Holding
GmbH, Hamburg, dem Darlehensvertrag als Schuldbeitretende
beigetreten. Der Schuldbeitritt erfolgte bis zu einem
Höchstbetrag von T€ 2.500.
Die Gesellschaft erwarb mit Kaufvertrag vom
Insolvenzverwalter der Bader Baltic Metall GmbH,
Grevesmühlen, Bader GmbH, Senden, Bader GmbH
Gehäusebau, Babenhausen, Alvo GmbH, Senden,
(insolvente Bader-Gruppe alt) und anderen
Drittgläubigern, insbesondere Leasinggebern dieser
insolventen Bader-Gruppe alt, verschiedenste
Vermögensgegenstände, im Wesentlichen
Vorratsvermögen. Aus diesem Erwerbsvorgang wurde,
neben dem Kaufpreis, darüber hinaus für eventuell
bestehende Eigentumsvorbehalte sowie ähnliche Rechte
und Ansprüche fremder Dritter keine Risikovorsorge
getroffen.
Die Gesellschaft hat für die
Mietkaufverbindlichkeiten ihrer Schwestergesellschaft, der
Bader Asset GmbH, gegenüber NordLeasing eine
Mithaftungserklärung abgegeben, wonach die Bader Asset
GmbH (Mieter) und die Gesellschaft (Mithafter) für die
Pflichten aus dem Mietkaufvertrag gesamtschuldnerisch
haften. Zum 31. Dezember 2020 belaufen sich die
Mietkaufverbindlichkeiten der Bader Asset GmbH
gegenüber NordLeasing auf T€ 2.259.
Mitarbeiter
Während des Rumpfgeschäftsjahres waren
durchschnittlich 85 Arbeitnehmer beschäftigt.
Konzernzugehörigkeit
Die Bader Babenhausen GmbH, Frankfurt am Main, wird
in den Konzernabschluss der Bader Holding GmbH, Hamburg
(kleinster und größter Konsolidierungskreis),
einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen
Bundesanzeiger veröffentlicht.
sonstige Berichtsbestandteile
Babenhausen, 30. Juni 2021
gez. Tobias Höhnlein
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 23.08.2021 festgestellt.
|