Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 49950
Eingetragen
20.7.2000
Branche
Geld- und WertdiensteAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Institute für Factoring-Geschäfte
Gegenstand
Die in § 1 Absatz 1a Satz 2 Nummern 1, 2 und 3 KWG genannten Finanzdienstleistungen: 1. die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung); 2. die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung); 3. die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung) 4. die Erbringung von Family Office-Dienstleistungen für anspruchsvolle Vermögensträger, die eine qualitativ hochwertige Betreuung ihrer komplexe strukturierten Vermögen erwarten. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Dr. Kolrep
seit 29.1.2026
Prokura
Andreas Rhein
seit 8.5.2025
Prokura
Stefan Krause
seit 8.5.2025
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Ulrich Reitz
seit 23.6.2015
Prokura
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FOCAM AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 210,12 785,60
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 223.465,60 411.405,33
b) andere Forderungen 277.417,43 120.242,19
500.883,03 531.647,52
3. Forderungen an Kunden 906.014,51 842.889,90
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 119.562,66 506.813,36
5. Beteiligungen 9.100,00 9.100,00
6. Immaterielle Anlagewerte 10,00 1.253,00
7. Sachanlagen 118.616,45 89.143,45
8. Sonstige Vermögensgegenstände 170.778,84 160.087,99
9. Rechnungsabgrenzungsposten 27.400,05 20.649,58
1.852.575,66 2.162.370,40

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute
a) täglich fällig 11.226,06 6.820,55
2. Sonstige Verbindlichkeiten 708.226,28 386.334,84
3. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 518.978,07 523.741,80
4. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 1.018.883,00 1.018.883,00
b) Kapitalrücklage 563.852,21 563.852,21
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklagen 68.200,00 68.200,00
d) Bilanzverlust 1.036.789,96- 405.462,00-
614.145,25 1.245.473,21
1.852.575,66 2.162.370,40

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Zinserträge aus Kredit - und Geldmarktgeschäften 3.337,20 1.434,58
2. Zinsaufwendungen 187,50 0,00
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00 4.697,79
b) Beteiligungen 40.425,00 80.850,00
40.425,00 85.547,79
4. Provisionserträge 6.017.896,81 5.683.023,86
5. Provisionsaufwendungen 1.547.807,29 1.598.444,30
4.470.089,52 4.084.579,56
6. Sonstige betriebliche Erträge 87.508,89 97.079,51
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 3.171.707,75 2.852.367,78
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 333.047,17 246.568,85
3.504.754,92 3.098.936,63
- darunter: für Altersversorgung Euro 70.828,48 (Euro 30.044,52)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.708.876,75 1.583.861,28
5.213.631,67- 4.682.797,91-
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 29.330,50 24.185,27
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 2.020,00 27.776,87
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 13.418,10 0,00
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 630.390,96- 466.118,61-
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 575,47
13. Sonstige Steuern 937,00 0,00
14. Jahresfehlbetrag 631.327,96 465.543,14
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 405.462,00- 10.081,14
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen 0,00 50.000,00-
17. Bilanzverlust 1.036.789,96- 405.462,00-

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Registerinformationen

Firma: FOCAM AG
Sitz: Frankfurt am Main
Registergericht: Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 49950
BAFin: VII I (11 77 83)

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) beachtet.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Muster der Formblätter für den Jahresabschluss der Kreditinstitute.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit den Erträgen verrechnet worden.

Das Anlagevermögen enthält nur Gegenstände, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Die Wertansätze erfolgten unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden. Zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine weiteren wertaufhellenden Tatsachen bekannt geworden. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert wurden.

Die Wertpapiere sind der Liquiditätsreserve zugeordnet und werden wie Umlaufvermögen gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wird in jedem Fall mit dem Umrechnungskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen der Einzelposten der Bilanz

Forderungen wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Forderungen gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

täglich fällig bis zu drei Monaten Mehr als drei Monate bis ein Jahr Mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren Mehr als fünf Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 224 277 0 0 0
Forderungen an Kunden 0 906 0 0 0
sonstige Forderungen 0 73 66 32 0

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden wie Umlaufvermögen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Der Bilanzausweis entspricht dem niedrigeren Wert, der sich aus dem Börsen- bzw. Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt.

Von den Wertpapieren waren am Bilanzstichtag

nicht börsennotiert börsennotiert
TEUR TEUR
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 120

Zum Stichtag werden von der Gesellschaft folgende Anteile i.S.v. § 285 Nr. 11 HGB gehalten:

Firma Sitz Stammkapital Beteiligung
Latifundium Management GmbH Wielenbach TEUR 25 35 %

Die Latifundium Management GmbH wird im Jahr 2023 einen voraussichtlichen Jahresüberschuss erwirtschaften.

Die Anteile an der Gesellschaft sind grundsätzlich dazu bestimmt, dem Geschäftsbetrieb der FOCAM AG auf Dauer zu dienen. Die Beteiligung ist mit dem Anschaffungswert ausgewiesen.

Die immateriellen Anlagewerte sowie die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungssätze wurden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer des betreffenden Vermögensgegenstandes bestimmt.

Die Gesellschaft führt die Geschäftstätigkeit in angemieteten Büroräumen aus. Der Restbuchwert der im Sachanlagevermögen enthaltenen Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 93.

Die Zugänge im abgeschlossenen Geschäftsjahr werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über 250 EUR bis 800 EUR werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen zwei Darlehen (TEUR 38), Forderungen aus Provisionserträgen (TEUR 57) sowie Kaution und Steuererstattungsansprüche (in Summe TEUR 52) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

täglich fällig bis zu drei Monate mehr als drei Monate bis ein Jahr
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 0 708 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten vor allem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 477) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt, Lohn- und Kirchendsteuer und soziale Sicherheit (TEUR 223).

Die Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 513 berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

TEUR
Tantiemen und Boni 441
Noch nicht genommener Urlaub 14
Berufsgenossenschaft 0
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 57
Aufbewahrungskosten 1
Sonstige 5

Das gezeichnete Kapital betrifft das eingezahlte Grundkapital und ist in 1.018.883 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt.

Die Kapitalrücklage setzt sich aus Restbeträgen von Aufgeldern (§ 272 Abs. 2 Nr.1 HGB) zusammen und beträgt TEUR 564.

Finanzielle Verpflichtungen ergaben sich am Bilanzstichtag aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 446.

IV. Erläuterungen der Einzelposten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge beliefen sich auf TEUR 6.018 Sie verteilen sich wie folgt:

TEUR
Asset Allocation Management und Fondsmanagement 2.078,0
Beratung 3.939,3
Bestandsprovisionen 0,7

Nach geographischen Kriterien ergibt sich folgende Aufteilung:

TEUR
Inland 5.183,2
Luxemburg 844,8
Schweiz/Lichtenstein -10,0

Alle übrigen Erträge sind im Inland erwirtschaftet worden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen verrechnete Sachbezüge, Erträge aus Versicherungsentschädigungen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz.

Im Bilanzausweis sind keine nennenswerten Aktiva und Passiva in Fremdwährung enthalten. Aus der Währungsumrechnung ergeben sich Erträge in Höhe von TEUR 0,8 und Aufwendungen in Höhe von TEUR 0,4.

V. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr wurden neben den Mitgliedern des Vorstandes durchschnittlich dreiundzwanzig Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.013.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr TEUR 56.

Mitglieder des Vorstandes sind die Herren:

Christian Freiherr von Mauchenheim genannt Bechtolsheim, Dipl.-Kfm., Georgenthal

Andreas Rhein, Dipl.-Kfm., Frankfurt am Main

Michael Jänsch, Dipl.-Bankbetriebswirt, Langenhagen (bis zum 31.12.2023)

Mitglieder des Aufsichtsrates sind die Herren:

Prof. Dr. Jörg-Engelbrecht Cramer, Privatier, München

Dr. Peter Nussbaum, Leiter der Verwaltung des fürstlichen Vermögens Fürstentum Liechtenstein, München

Dr. Christoph-Marc Pressler, Alleinvorstand der Holler-Stiftung, München

Christoph Braun, Gesellschafter und Geschäftsführer der Monti Investment GmbH, Bad Soden

Zum Abschlussstichtag belief sich das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für auf das Geschäftsjahr entfallende Dienstleistungen auf TEUR 42.

Das als Aufwand erfasste Honorar entfiel zu TEUR 21 auf die Abschlussprüfungsleistungen und zu TEUR 21 auf andere Bestätigungsleistungen.

Der angefallene Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 631 soll nach dem Vorschlag des Vorstandes auf neue Rechnung vorgetragen werden.

VI. Nachtragsbericht

Der Vorstand der FOCAM AG ist nach dem Beschluss zum genehmigten Kapital vom 1. Juli 2021 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Juni 2026 von derzeit 1.018.883,00 Euro um nominal bis zu 300.000,00 Euro durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von auf Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlage zu erhöhen.

Der Vorstand hat aufgrund dieser Ermächtigung am 19. Dezember 2023 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von 1.018.883,00 Euro um nominal bis zu 300.000,00 Euro auf bis zu 1.318.883,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 300.000 neuen auf den Namen lautende Stückaktien zum Ausgabebetrag von 5 Euro je Aktie - das heißt um einen Gesamtbetrag von bis zu 1.500.000,00 Euro zu erhöhen.

Der Aufsichtsrat hat diesem Vorgehen in seiner Sitzung am 9. November 2023 zugestimmt. Die Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres 2024 gewinnbezugsberechtigt.

Das gezeichnete Kapital wurde von 1.018.883 Stücke/EUR um 186.021 Stücke/EUR auf 1.204.904 auf den Namen lautende Stückaktien erhöht. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte per 12. März 2024.

Die Kapitalrücklage setzt sich aus Restbeträgen von Aufgeldern (§ 272 Abs. 2 Nr.1 HGB) zusammen und beträgt nach der Kapitalerhöhung TEUR 1.308 (TEUR 563 zzgl. 744 TEUR).

Nach durchgeführter Kapitalerhöhung mit Eintragung im Handelsregister vom 12. März 2024 stellt sich die Kapitalstruktur der Gesellschaft per 31. März 2024 wie folgt dar:

2024e 2023 Veränderung
Eigenkapital 1.550 659 135,2%
Eigenkapitalquote 55% 35% 57,8%

Alle Betragsangaben in TEUR.

 

Frankfurt am Main, den 7. Mai 2024

Christian Freiherr von Bechtolsheim

Andreas Rhein

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand Vorjahr + Zugang - Abgang Stand lfd. Jahr
I. Finanzanlagen 9.100,00 0,00 9.100,00
0,00
II. Immaterielle Anlagewerte 29.134,60 0,00 29.134,60
0,00
III. Sachanlagen 382.451,06 50.887,87 431.918,93
-1.420,00
Summe Anlagevermögen 420.685,66 50.887,87 470.153,53
-1.420,00
Aufgelaufene Wertberichtigung
Stand Vorjahr + AfA lfd. Jahr - Abgang Stand lfd. Jahr
I. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
0,00
II. Immaterielle Anlagewerte 26.223,60 1.243,00 29.124,60
1.658,00
III. Sachanlagen 289.608,61 26.751,87 318.639,48
2.279,00
Summe Anlagevermögen 315.832,21 27.994,87 347.764,08
3.937,00
Restbuchwerte
Stand lfd. Jahr Stand Vorjahr
I. Finanzanlagen 9.100,00 9.100,00
II. Immaterielle Anlagewerte 10,00 2.911,00
III. Sachanlagen 113.279,45 92.842,45
Summe Anlagevermögen 122.389,45 104.853,45

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft

I. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die FOCAM AG ist in drei Geschäftsbereiche gegliedert:

Vermögensverwaltung und Vermögensberatung von liquidem Privat- und Geschäftsvermögen

Asset Management

Beratung und Fondsmanagement, z.B. von Publikumsfonds

Family Office

Strategische Beratung, Reporting und Controlling großer Familienvermögen.

II. Wirtschaftsbericht und Lage der Gesellschaft - wachsenden Zahl geopolitischer Krisenherde (Ukraine, Naher Osten, Taiwan etc.)

Auch wenn das Jahr 2023 von einer Fortsetzung der geopolitischen Krisen geprägt war, konnten die Erträge der FOCAM signifikant gesteigert werden. Dem stand allerdings ein deutlich erhöhter Personalaufwand aufgrund weiterer Aufstockungen der Mitarbeiteranzahl entgegen. Diese im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Gesellschaft getätigten Zukunfts-Investitionen konnten sich nicht im Zeitraum entsprechend auf der Erlösseite widerspiegeln. Aus den hierdurch entstandenen Verschiebungen der Aufwands- und Ertragsrelationen resultierte zwangsläufig ein negatives Gesamtjahresergebnis.

Dies führte zum Jahresende zur der Diskussion über die für die Gesellschaft wichtige Frage einer Aufrechterhaltung des Standortes Hannover im Unternehmen. Letztendlich wurde entschieden den Standort aufzugeben, mit der Konsequenz, dass mit einigen Mitarbeitern Aufhebungsvereinbarungen geschlossen wurden. Mit der Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen wurden bereits gegen Jahresende begonnen.

Die Verbesserung der Beratungsleistungen durch die Integration zusätzlicher Software-Programme zur Unterstützung vermögensstruktureller Fragestellungen sowie die Optimierungen im Reporting- und Controlling der Vermögensbuchhaltung zur Kundenbetreuung, auch onlinebasiert, hat sich in 2023 weiter fortgesetzt.

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Konjunkturelles Umfeld und gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen (Quelle: Kapitalmarkt Ausblick 2024_ Ulrich Reitz Chief Investment Officer, Januar 2024)

Das Börsenjahr 2023 verlief trotz vieler wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen besser als erwartet. Sinkende Inflationsraten und die wachsende Hoffnung auf baldige geldpolitische Lockerungen durch die Notenbanken bescherten den meisten Aktien- und Rentenmärkten im vierten Quartal einen beeindruckenden Schlussspurt, so dass auch auf Jahressicht erfreuliche Zuwächse erzielt wurden.

Das Jahr 2023 zeigt einmal mehr, dass die klassischen Wachstums- und Börsenprognosen der Investmentbanken zum Jahreswechsel nicht überbewertet werden sollten. War sich die deutliche Mehrheit der Auguren zu Beginn des vergangenen Jahres noch sicher, dass die US- Wirtschaft in eine Rezession abgleiten würde und dem US-Aktienmarkt dementsprechend kein Potenzial zugetraut wurde, verzeichnete der S&P 500 mit einem Plus von 20 % in Euro eines der stärksten Jahre der jüngeren Vergangenheit. Auch die vor einem Jahr häufig zu hörende Prognose, dass die Notenbanken bald mit Zinssenkungen beginnen würden, wurde von der Realität widerlegt. Zahlreiche Studien belegen, dass es auch in der Vergangenheit keine signifikante Korrelation zwischen Börsenprognosen und der tatsächlichen Entwicklung an den Märkten gab.

Die internationalen Aktienmärkte waren im Jahr 2023 von einer bemerkenswerten Polarisierung geprägt. Während sich in China die Hoffnungen auf eine rasche Konjunkturerholung nach der Abkehr von der Null Covid-Politik als verfrüht erwiesen und die Aktien unter Druck hielten, feierte die US-Technologiebörse Nasdaq den stärksten Kursanstieg seit 1999. Die durch den Siegeszug des Chatbots ChatGTP ausgelöste Begeisterung über die Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz, kräftig wachsende Unternehmensgewinne sowie zuletzt deutlich fallende Zinsen am Rentenmarkt bescherten den "Magnificent Seven" (Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, NVIDIA, Tesla) weit überproportionale Kursgewinne. Vom Trend sinkender Zinsen profitierten nicht zuletzt auch die europäischen Börsen, allen voran der deutsche Leitindex Dax, der auf Euro-Basis sogar mit dem amerikanischen Leitindex S&P 500 gleichziehen konnte

Die Polarisierung zeigte sich aber nicht nur auf regionaler oder sektoraler Ebene, sondern auch im Vergleich hoch kapitalisierter Aktien (Large Caps) mit Titeln geringerer Marktkapitalisierung (Small Caps), die die stärkste Underperformance gegenüber Large Caps seit 2007 aufwiesen. So notierten der Euro Stoxx Small-Index und der Russell 2000-Index als Vertreter des US-Small-Cap-Segments Ende Oktober noch im Minus, bevor auch sie in der anschließenden Rallye in positives Terrain vorstoßen konnten.

Deutliche Divergenzen prägten auch das Bild im Rohstoffsektor: Spürbaren Preisrückgängen bei Industriemetallen und Rohöl stand ein Plus von knapp 10 % bei Gold (in Euro) gegenüber. Während die Industrierohstoffe die schwierige konjunkturelle Lage im verarbeitenden Gewerbe widerspiegeln, profitierte Gold einerseits von den zuletzt gesunkenen Zinsen, andererseits aber auch von den vielfältigen politischen Gefahrenherden, die die Weltwirtschaft in Atem halten. Massive Goldkäufe in China und Indien deuten darauf hin, dass diese Länder in einer Zeit, in der das globale Machtgefüge in Frage gestellt wird, ihre Goldreserven als Alternative zur Weltreservewährung US-Dollar verstärken. Auch die Rentenmärkte erlebten nach einem radikalen Kurswechsel einen positiven Jahresabschluss: Nachdem bis Ende Oktober steigende Renditen und fallende Kurse das Bild geprägt hatten, sanken die Renditen im November und Dezember um mehr als 100 Basispunkte (10-jährige US-Staatsanleihe) und damit so stark wie zuletzt im Jahr der Lehman-Pleite 2008. Es profitierten alle Laufzeitsegmente und alle Ratingklassen, insbesondere aber High Yield-Anleihen, deren Wertentwicklung von der robusten US-Konjunktur beflügelt wurde.

Geschäftsverlauf der FOCAM AG

Die Betreuung komplexer Vermögen hat im zurückliegenden Jahr einen hohen Stellenwert eingenommen. Insbesondere die ganzheitliche Beratung sowie kundenspezifische Analysen und Studien waren stark nachgefragt. Auch in der Vermögensverwaltung spiegeln sich diese Erwartungen an das Management wider. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, sind immer wieder strukturelle Veränderungen notwendig.

Im Jahr 2023 konnten wir das betreute Kundenvolumen im Segment Vermögensverwaltung um +9% steigern. Im Bereich der Beratung stieg das betreute Volumen um 5%. Das Segment Family Office ist volumenseitig um rund 7% gegenüber dem Vorjahr gesunken. In Summe ist das betreute Gesamtvolumen in 2023 gegenüber dem Vorjahr um +6% gestiegen.

Ertragsseitig hat die FOCAM im Segment Vermögensverwaltung einen Anstieg von +8% zu Buche stehen. In den Bereichen Beratung und Family Office haben wir in Summe einen Anstieg der Erträge (nach Abzug ausgekehrter Provisionszahlungen) von 21% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Im Segment Fondsmanagement ist das betreute Volumen gegenüber dem Vorjahr um 17% gestiegen. Unseren Fonds haben die positiven Marktveränderungen von rd. 37 Mio.EUR, auf das Jahr gesehen, solide steigen lassen. Positiv haben sich im Segment ebenfalls die Anteilszukäufe (in Summe p.a. 37 Mio.EUR) haupttragend beim Capital Growth Fund (neu 2 Anteilsklassen) sowie die Neu Auflage des FOCAM Modular Solution S (2 Anteilsklassen) ausgewirkt.

Größere Kapitalabflüsse unserer Kunden werden weiterhin für Investitionen außerhalb des liquiden Vermögens verwendet. Die Erträge im Bereich Fondsmanagement stiegen in Summe um 8% gegenüber dem Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2023 konnten die Erlöse abzüglich der Provisionsaufwendungen und Rückvergütungen an Kunden um +9% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Personalaufwand hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr um +13% erhöht. Die Verwaltungsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 8% gestiegen.

Der Jahresfehlbetrag für das Jahr 2023 beträgt TEUR -631 Unter Berücksichtigung des Vorjahresergebnisses von TEUR -405 (nach der Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 50), ergibt sich in 2023 ein Bilanzverlust von TEUR -1.037.

2. Lage der FOCAM AG

a) Ertragslage

Die FOCAM AG erwirtschaftete ein positives operatives Ergebnis. Die Ertragslage stellt sich anhand der wichtigsten geschäftlichen Eckdaten wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
Provisionsergebnis 4.470 4.086 9,4%
Vermögensverwaltung 2.159 2.000 7,9%
Managementgebühren 2.079 1.961 5,8%
Bestandsprovisionen 0 0 0,0%
Investmentberatung 1.396 1.419 -1,6%
Family Office 438 355 23,4%
Rückvergütung an Kunden -54 -51 5,9%
Provisionsaufwendungen -1.548 -1.598 -3,1%

Alle Betragsangaben in TEUR.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -631 (Vorjahr Jahresfehlbetrag von TEUR -405) resultiert aus dem Anstieg des Provisionsergebnisses um +9%, dem gegenüber der Anstieg der Aufwendungen in den Bereichen - Personalkosten um weitere +13% als auch bei den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen um weitere +8% im Vergleich zum Vorjahr entgegenwirkte.

Das EBIT der Gesellschaft beläuft sich damit für das Geschäftsjahr auf ein Minus von TEUR 630.

b) Finanzlage

Im Berichtsjahr 2023 war die Liquiditätssituation der Gesellschaft stets geordnet und die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 stellen sich die entsprechenden Positionen wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
Guthaben und Forderungen bei Kreditinstituten 501 532 -5,8%
Wertpapiere 120 507 -76,3%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -11 -7 57,1%
610 1.032 -40,9%

Alle Betragsangaben in TEUR.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR -370 (Vorjahr TEUR -114). Dies resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Personalkosten.

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve haben sich von TEUR 507 im Vorjahr um TEUR 387 auf TEUR 120 zum Bilanzstichtag verringert. Im Bereich der Wertpapiere wurden Verkäufe getätigt im Rahmen des Liquiditätsmanagements.

c) Vermögenslage

Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist auf Grund des wiederholten Jahresfehlbetrags nicht mehr ausreichend gewesen, um die von der BaFin geforderte Eigenkapitalanforderung nach Art. 11 IFR zu erfüllen. Diesbezüglich wurde in Dezember 2023 eine bereits im Juli 2021 genehmigte Kapitalerhöhung eingeleitet. Per 31. Dezember 2023 sieht die Kapitalstruktur wie folgt aus:

2023 2022 Veränderung
Eigenkapital 614 1.245 -50,7%
Eigenkapitalquote 33,2% 57,6% -42,4%

Alle Betragsangaben in TEUR.

d) Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat zum 31.12.2023 eine bestehende Niederlassung in Weilheim. Die Niederlassung dient der Betreuung der Kunden im Bereich Süddeutschland.

B. Risiko- und Prognoseberichterstattung

I. Risikomanagementsystem - ausklingende Corona-Maßnahmen, sowie der Krieg in der Ukraine - Auswirkungen und Folgen

Um den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen gerecht zu werden und zusätzlich dem Kunden optimale Geschäftsbesorgung zu garantieren, verfügt die FOCAM AG über ein, der Unternehmensgröße angemessenes, Risikomanagementsystem.

Auf Unternehmensebene erfolgte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den Vorstand die Festlegung von Zielen und Inhalten. Zusätzlich wurde die bestehende Struktur des Risikomanagementsystems geprüft und als weiterhin dem Unternehmensziel adäquat erachtet. Diese ist in der Risikostrategie verankert.

Auf der Ebene des jeweiligen Risikos wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die durch den Vorstand definierte Struktur in mehreren Schritten durchgeführt. 1) Im ersten Schritt erfolgt nach der Identifizierung eines spezifischen Risikos durch den jeweiligen Risikoinhaber in Zusammenarbeit mit dem Vorstand, 2) die Formulierung einer angemessenen Risikostrategie/Maßnahmenkatalog. 3) Durch die Implementierung wird versucht, die Risiken entweder zu vermeiden, zu begrenzen oder zu versichern. 4) Das Risiko wird durch den Risikoinhaber überwacht (z.B. Soll-Ist-Vergleich oder Benchmarking). 5) Sofern die angestrebten Resultate nicht erzielt werden können, werden im nächsten Schritt die Maßnahmen angepasst (Self- Assessment).

II. Wesentliche Risiken

Für das Geschäftsjahr 2023 wurden folgende wesentlichen Risiken durch den Vorstand erkannt und überwacht:

Externe Risiken (Reputation, Wettbewerb, Marktrisiko, Produktentwicklung und rechtliche Entwicklungen

Strategische Risiken (Produkte im Vertrieb, Investitionen, Standorte, Beteiligungen und Informationsmanagement)

Operative Risiken (Kapazitäten, Kunden - Beratungsfehler/Bruch der Anlagerichtlinien/Anlagerisiken)

Personalrisiken (Management/Personalausfall, Integrität, Qualifikation, Fluktuation, Transaktionsdatenverarbeitung)

Finanzielle Risiken (Liquidität, Eigenkapitalverzehr, Zahlungsfälligkeit, Wertpapierkursrisiken)

Technische und sonstige Risiken (Datensicherung, Datenzugriff durch Dritte, Schäden durch höhere Gewalt, Systemfehler, Lizenzmissbrauch, etc.)

Die Risiken werden im jährlich stattfindenden Business-Object-Risk-Meeting diskutiert, erläutert und beurteilt. Ein Großteil der Risikogruppen werden durch Versicherungen und Auslagerung bestimmter Prozesse begrenzt bzw. ausgeglichen.

Daneben wurden im Geschäftsjahr die folgenden Risikoarten überwacht und beurteilt.

Adressausfallrisiken

2023 2022 Veränderung
Forderungen an Kreditinstitute 501 532 -5,8%
Forderungen an Kunden 906 842 7,6%
Aktien und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 119 507 -76,5%
Beteiligungen 9 9 0,0%
Sonstige Vermögensgegenstände 171 160 6,9%
1.706 2.051 -16,8%

Alle Beträge in TEUR.

Unsere Forderungen gegenüber Kreditinstituten umfassen im Wesentlichen Kontokorrent- und Festgeldguthaben sowie Forderungen aus dem Fondsmanagement. Das Ausfallrisiko stufen wir als sehr gering ein.

Die offenen Forderungen gegenüber Kunden wurden im ersten Quartal 2024 nahezu vollständig (> 90 %) beglichen. Vor dem Hintergrund der langfristig vertrauensvollen Zusammenarbeit stufen wir das Ausfallrisiko auch künftig als gering ein.

Die Emittenten-Risiken bei den festverzinslichen Schuldverschreibungen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind überschaubar und werden regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund des operativen Provisionsergebnisses und der Liquiditätsreserve unseres Instituts sowie einer regelmäßigen Überwachung der Liquiditätslage unserer Gesellschaft ergaben sich keine wesentlichen Liquiditätsrisiken.

Marktpreisrisiken

Die auf Vermögenswerten basierenden Erträge aus der Vermögensberatung, -verwaltung und dem -management können aufgrund der Entwicklung an den Kapitalmärkten schwanken, so dass hier ein geringes, aber branchenübliches Risiko für den Erfolg der FOCAM AG besteht. Die Marktpreisrisiken (im Monatsdurchschnitt + 30 TEUR // positiv) konnten im Laufe des Jahres durch positive Marktveränderungen und Portfolioumschichtungen reduziert und ergeben sich aus starken Kursschwankungen und Zinsänderungen. Auswirkungen für die von uns im Anlagebuch gehaltenen Wertpapiere werde unten dem Punkt Finanzinstrumente beschrieben. Risiken aus Fremdwährungen oder aus Zinsänderungen waren und sind auch derzeit nicht erkennbar.

Operationale Risiken

Operationale Risiken insbesondere der Bereiche Personal und EDV werden aufgrund organisatorisch getroffener Maßnahmen als gering bis mittel eingestuft. Diese Risiken könnten als Risiken für die Kunden schlagend werden.

Zur Berechnung von Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der Schadenshöhen wurden historische Simulationen, eingetretene Schadensfälle sowie Erfahrungswerte herangezogen. Für den Betrachtungszeitraum wurden 12 Monate zugrunde gelegt.

Die Summe der potentiellen Risiken war im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Risikodeckungsmasse abgedeckt. Nach dem bilanziellen Stichtag wurden keine weiteren Risiken erkannt.

In den einzelnen Risikogruppen gab es Verschiebungen, die in der Summe zu einem leichten Rückgang führten. In den Bereichen, in denen Risikoeinschätzungen sich erhöht haben, wurden Maßnahmen eingeleitet, die das Risikopotential eingrenzen. Die freie Risikodeckungsmasse weist eine Erhöhung aus.

III. Risikobericht über eigene Finanzinstrumente

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die FOCAM AG ihre Finanzanlagen in einem diversifizierten, sehr defensiv ausgerichteten Portfolio investiert. Im Fokus stehen Erträge aus Fondsausschüttungen und potentiellen Kursgewinnen.

Per Ende 2023 bestand das Portfolio aus folgenden Werten: 48% Liquidität und der Rest ist als sonstiger Fondsbestand mit 52% ausgewiesen. Das Engagement in einem offenen Immobilienfonds, der sich in der Liquidationsphase befindet, beläuft sich auf 6% des Wertpapiervermögens. (Quelle: Vermögensreport, Anlagestruktur gläsern (Übersicht) per 31.12.2023)

Wie in den Vorjahren notieren alle gehaltenen Wertpapiere in Euro, so dass Währungsrisiken vermieden werden.

Durch das hauseigene Portfoliomanagement werden die wertpapierspezifischen Risiken regelmäßig überwacht. Änderungen in der Allokation oder Selektion wurden nach Rücksprache mit dem Vorstand durchgeführt.

IV. Chancenbericht

Die FOCAM AG stellt sich der Nachfrage nach unabhängiger und ganzheitlicher Beratung und investiert daher weiterhin in den Ausbau der eigenen Kompetenz. Die wahrnehmbare Leistungsfähigkeit und Qualität im Asset Management, die sich u.a. unabhängigen Bewertungen und Peergroup- Vergleichen niederschlägt, wird personell und strukturell ergänzt. Die Dienstleistungspalette im Bereich Family Office wird insbesondere durch weitere Investitionen in Reporting- und Controlling Systeme unterstützt. Das Angebot in den Asset-Klassen Private Equity, Real Estate sowie Land- und Forstwirtschaft wird auch künftig Teil der ganzheitlichen Beratung der FOCAM sein.

Die FOCAM unterstützt den generationsübergreifenden Dialog innerhalb der Unternehmerfamilien und bietet für diesen vertraulichen Austausch die notwendige Diskretion. Fragen der nachhaltigen Unternehmensführung stehen dabei ebenso im Fokus wie auch der Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensteilen. Den Unternehmerfamilien steht zusätzlich die Kompetenz des Wirtschaftsbeirates der FOCAM zur Verfügung.

Unsere bestehenden Mandanten und im laufenden Jahr hinzukommende Neukunden zielen primär auf eine bankunabhängige Vermögensberatung der FOCAM AG ab. Die Professionalität und Entlastung, die wir besonders beim Vermögensmanagement und im Bereich Reporting und Controlling bieten, festigt die bestehenden Verbindungen. Hierbei wirken sich unsere umgesetzten Verbesserungen in der Systemanwendung positiv aus. Dennoch muss auch erwähnt werden, dass einerseits ein starkes Wettbewerbsumfeld besteht und auf der anderen Seite die Akquisition von vermögenden Personen und Institutionen häufig mit einem gewissen Margendruck einhergeht. Gleichzeitig besteht ein hohes und wachsendes Beratungs- und Informationsbedürfnis.

Wir sehen das Angebot der FOCAM für anspruchsvolle Kapitalanleger weiterhin als sehr attraktiv an und halten an dieser beratungsintensiven, auf langjährige Beziehung angelegten Investmentphilosophie, unverändert fest. Eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung wird erwartet und daher rechnen wir auf das Gesamtjahr betrachtet mit einer Erhöhung des Geschäftsvolumens. Die Geschäftsentwicklung hängt allerdings nicht zuletzt von der weiteren Entwicklung der geopolitischen Auseinandersetzung, deren Auswirkungen für die Unternehmen und damit einhergehende Entwicklung an den Kapitalmärkten ab. Die FOCAM sieht sich für die daraus abgeleitete Beratungsnachfrage gut positioniert.

V. Prognosebericht

Dank eines fulminanten Starts in das neue Börsenjahr 2024 markierten führende Aktienindizes wie der S&P 500 oder der EuroStoxx 50 in den vergangenen Wochen neue Allzeithochs. Bemerkenswert ist dabei, dass die Höchststände erzielt wurden, obwohl die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die Federal Reserve und die Europäische Zentralbank, die die Börsen im letzten Quartal 2023 beflügelt hatten, zumindest im Falle der US-Notenbank spürbar gedämpft wurden.

Dass die Aktienmärkte trotz des Gegenwinds von der Zinsseite vielfach zweistellige prozentuale Kursgewinne verbuchen konnten, lag vor allem an der robusten US-Konjunktur, die entgegen den Erwartungen vieler Ökonomen auch zu Beginn des zweiten Quartals keine Anzeichen einer deutlicheren Abkühlung zeigte. Damit stabilisierten sich auch die Aussichten für die angeschlagene Wirtschaft im Euroraum, die traditionell stark von ihren Exportmärkten abhängt. Hilfreich war zudem, dass aus China nach langer Durststrecke dank geld- und fiskalpolitischer Unterstützung erstmals wieder etwas freundlichere Konjunkturdaten gemeldet wurden.

Auffällig ist die Stärke des Goldpreises, der trotz zuletzt wieder steigender Zinsen seine bisherigen Höchststände aus den Jahren 2020 bis 2023 deutlich übertreffen konnte. Neben anhaltenden Käufen durch Notenbanken der Schwellenländer, unter anderem der People's Bank of China, dürfte hier auch das weiterhin sehr angespannte geopolitische Umfeld eine wichtige Rolle spielen.

Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf gehen wir davon aus, dass sich der Aufwärtstrend, der die Leitindizes seit November 2023 geprägt hat, nicht mit der bisherigen Dynamik fortsetzen wird. Das Erreichen des von der Fed und der EZB angestrebten nachhaltigen Inflationsziels von 2% bleibt aufgrund struktureller Faktoren ein schwieriges Unterfangen, wie sich zuletzt in den USA wieder gezeigt hat.

Vor diesem Hintergrund erscheint uns auch das von vielen Investoren herbeigesehnte "Goldilocks"-Szenario (moderates Wirtschaftswachstum bei sinkenden Inflationsraten und Zinsen) zu optimistisch. Vielmehr gehen wir davon aus, dass die Schwankungsintensität der Aktienmärkte wieder zunehmen wird, solange unterstützende Impulse von der Zinsseite ausbleiben.

Mit der durchgeführten Kapitalerhöhung zeigt das Unternehmen eine solide Bilanzstruktur auf. Unterschiedliche Maßnahmen zur Anpassung von Aufwandspositionen führen bereits jetzt zu einer signifikanten Verbesserung der Kostenstruktur. Ziel bleibt es zudem, die Anzahl der Mandate auch in 2024 weiter zu steigern

Vor dem Hintergrund der getroffenen Kosteneinsparungen und aufgrund der erwarteten Marktentwicklung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein ausgeglichenes Jahresergebnis.

 

Frankfurt am Main, den 7. Mai 2024

FOCAM AG

Der Vorstand

Christian Freiherr von Bechtolsheim

Andreas Rhein

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Focam AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Focam AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Focam AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 13. Mai 2024

WEDDING & Cie. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Johannes Wedding, Wirtschaftsprüfer

Oliver Robbe, Wirtschaftsprüfer

Niederschrift der ordentlichen Hauptversammlung der FOCAM AG am 27. Juni 2024 um 12:45 Uhr

in den Geschäftsräumen der FOCAM AG, Untermainkai 26, 60329 Frankfurt am Main

TOP 2 Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzergebnisses

Der Vorsitzende erklärte, dass Vorstand und Aufsichtsrat vorschlagen, den Bilanzverlust in Höhe von € 1.036.575,66 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Vorsitzende erfragte, ob es zu diesem Punkt noch Wortmeldungen gebe und ob gegen eine offene Abstimmung per Handzeichen bei allen folgenden Beschlussgegenständen Einwendungen bestünden. Die Hauptversammlung war einstimmig mit einer offenen Stimmabgabe durch Handzeichen für sämtliche Beschlussgegenstände einverstanden.

Sodann forderte der Vorsitzende zur Stimmabgabe auf.

Die Abstimmung ergab bei einer Präsenz von 1.204.904 Stimmen und hiervon 1.204.904 stimmberechtigten Stimmen folgendes Ergebnis:

 

1.204.904 Ja-Stimmen,

 

Keine Nein-Stimmen,

 

Keine Stimmenthaltungen.

Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt. Er stellte fest, dass der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für die Verwendung des Bilanzergebnisses einstimmig angenommen wurde.

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere wurden alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz oder Satzung erforderlich war.

Wie in den Vorjahren gab es auch im vergangenen Jahr neben den ordentlichen Sitzungen regelmäßig Telefonate zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates und dem Vorstand, in welchen ein reger Gedankenaustausch stattfand. Auch wurde über diverse Themen unterrichtet und beraten.

Themen und Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in fünf ordentlichen Sitzungen sowie einer außerordentlichen Sitzung ausführlich mit allen wichtigen Geschäftsvorgängen und prüfte dabei insbesondere die jeweilige Risikolage. Außerdem kam es während des Berichtsjahres zu insgesamt vier Beschlussfassungen im Umlaufverfahren. Die Beratungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats bezogen sich insbesondere auf folgende Punkte:

Feststellung Jahresabschluss 2022

Durchführung der Kapitalerhöhung durch genehmigtes Kapital

Übertragung von FOCAM-Aktien durch einen Aktionär

Einstellung von zwei neuen Mitarbeitern (Family Office und Asset Management)

Verabschiedung des Budgets für 2024

Zustimmung zur Aufnahme eines 5-wöchigen Darlehens

Aufhebung des Dienstvertrages von M. Jänsch

In der Sitzung vom 16.5.2023 wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 vom Aufsichtsrat einstimmig gebilligt und damit auch festgestellt. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Ergebnisverwendung für 2023. Er schlägt der Hauptversammlung vor, dass der Bilanzverlust in Höhe von 405.462,- € auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023

Der Entwurf zum Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugesandt. Nach eingehender Diskussion hat der Aufsichtsrat das Ergebnis der Prüfung zur Kenntnis genommen. Einwendungen gab es nicht, so dass der Aufsichtsrat den Jahresabschluss in seiner Sitzung vom 13.5.2024 billigen konnte. Damit war der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands, für das Geschäftsjahr 2023 von einer Dividendenzahlung abzusehen, hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der FOCAM AG für ihr Engagement und die gute Arbeit im Geschäftsjahr 2023.

 

München, den 13. Mai 2024

Der Aufsichtsrat:

Prof. Dr. Jörg-Engelbrecht Cramer, Vorsitzender

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