Volksbank eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Niehe seit 13.4.2023 | Prokura |
Frank Bertke seit 2.7.2021 | Vorstandsmitglied |
Jan-Bernd Saalfeld seit 8.7.2020 | Prokura |
Herbert Lammers seit 21.5.2007 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Volksbank eGLöningenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet. Der Mitgliederbestand konnte in 2023 um 79 Mitglieder erhöht werden. Neben der Hauptstelle in Löningen besteht eine weitere Filiale in Lindern. Das Geschäftsgebiet der Volksbank eG umfasst das "Alte Amt Löningen" und die direkt angrenzenden Gemeinden. Die Volksbank eG hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Wir nutzen darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken und Raiffeisenbanken. Der Mitarbeiterbestand hat sich in 2023 leicht erhöht. Zum Bilanzstichtag waren 28 Vollzeitbeschäftigte (inkl. 2 Vorstandsmitglieder), 17 Teilzeitbeschäftigte und 7 Auszubildende beschäftigt. Die Bank gehört der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR-Institutssicherung GmbH, die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken e.V. (SE-BVR) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die SE-BVR ist ein zusätzlicher genossenschaftlicher Schutz. Der zuständige Prüfungsverband ist der Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. Folgende wesentliche Veränderungen unserer Geschäftstätigkeit sind im Geschäftsjahr 2023 vorgekommen: In 2023 wurde die Projektierung des Windparks weiter vorangetrieben. Hierzu wurde eine weitere Gesellschaft, die "Windpark Überhäsiges Viertel Projekt GmbH", gegründet. Hier ist unser Mitarbeiter Jens Niehe Geschäftsführer. Weiterhin wurde in 2023 die Einführung von echten Wertpapierpensionsgeschäften beschlossen. Hierzu wurde eine Rahmenvereinbarung mit der DZ BANK AG getroffen; erste Geschäfte wurden bereits durchgeführt. B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen In 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Die Inflationsrate verminderte sich zwar im Vergleich zum Vorjahr (6,9 %) auf 5,9 % im Jahresdurchschnitt; der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin hoch. Aufgrund des kräftigen Anstiegs der Verbraucherpreise gingen die privaten Konsumausgaben in 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Auch der Staatskonsum sank um deutliche 1,5 %. Damit trugen die Konsumausgaben wesentlich zum Rückgang des BIP bei. Auch von den Bruttoanlageinvestitionen ging ein geringer negativer Impuls (-0,1 %-Punkte) aus; Hauptgrund waren hier die nachlassenden Bauinvestitionen. Die Im- und Exporte sanken in 2023. Da die Importe jedoch stärker zurückgingen als die Exporte, wirkte sich der Außenhandel positiv auf das BIP aus. In 2023 kam es erneut zu einem Finanzierungsdefizit des Staates, welches jedoch mit 2,1 % geringfügig geringer ausfiel als noch im Vorjahr (2,5 %). Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich zwar auf 5,7 %; damit befand sie sich aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Erwerbstätigenzahl stieg um 300.000 auf einen neuen Rekordwert von 45,9 Mio. Menschen. Die Inflationsrate hat sich in 2023 wieder etwas verringert. Im Jahresdurchschnitt lag diese bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie; bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. In der regionalen Wirtschaft spielt die Landwirtschaft nach wie vor eine wichtige Rolle. Der Gesamtumsatz der Industrieunternehmen im Landkreis Cloppenburg reduzierte sich in 2023 geringfügig um 0,5 % auf 7,7 Mrd. EUR. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 %-Punkte auf 4,0 %, befindet sich damit aber weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Branchenbezogene Entwicklung Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahr 2023 an den Finanzmärkten. Auch weitere geopolitische Unsicherheiten belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die US-Notenbank Fed beendete im Juli 2023 ihren geldpolitischen Straffungskurs bei einem Leitzinskorridor von 5,3 % bis 5,5 %. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte den Leitzins in 2023 in sechs weiteren Zinsschritten um 200 Basispunkte auf 4,5 % für die Einlagefazilität. Sowohl Fed als auch EZB wollen dieses Niveau beibehalten, bis die Inflation den Zielwert von 2,0 % wieder erreicht. Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Nach einem Auf und Ab im Jahresverlauf erbrachte die zehnjährige Bundesanleihe zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf; dabei profitierte der Euro von den stärkeren Zinserhöhungen gegenüber der Fed. Im Verlauf des Jahres blieb der Euro anfällig und reagierte insbesondere auf Veränderungen der geopolitischen Lage und das Zinsverhalten der EZB. Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Im Verlauf des Jahres gab es, bedingt durch diverse Unsicherheiten, ein Auf und Ab. Zum Jahresende legte der DAX nochmal kräftig zu und beendete das Jahr bei 16.751,64 Punkten, was auf Jahressicht ein Plus von 20,3 % bedeutete. In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Die bilanziellen Kundenforderungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 2,6 % auf 777 Mrd. EUR. Die Kundeneinlagen betrugen Ende 2023 860 Mrd. EUR, was einen geringen Rückgang von 0,2 % bedeutete. Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Mrd. EUR konstant. Die Brutto-Bilanzsumme der dem Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. angehörenden Genossenschaftsbanken ist in 2023 (Stand: Ende März 2024) um 2,3 % auf 39,2 Mrd. EUR gestiegen. In 2023 beruhte das Wachstum vornehmlich auf den gestiegenen Kundenforderungen (+4,8 %). Auf der Passivseite erhöhten sich die Kundeneinlagen nur geringfügig um 0,5 %. Das wirtschaftliche Eigenkapital konnte um 9,0 % auf 11,8 % der Brutto-Bilanzsumme gesteigert werden. Das Zinsergebnis konnte in 2023 mit 2,02 % der durchschnittlichen Bilanzsumme deutlich gesteigert werden. Der Provisionsüberschuss verringerte sich leicht auf 0,62 %. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich auf 1,54 %. Insgesamt konnte ein deutlich erhöhtes Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,16 % gegenüber 0,92 % im Jahr 2022 erwirtschaftet werden. Aufgrund eines positiven Bewertungsergebnisses von 0,05 % erhöhte sich auch das Betriebsergebnis nach Bewertung auf 1,22 %; der Jahresüberschuss beträgt 0,35 %. 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung / dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung / dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Für das Geschäftsjahr 2023 hatten wir hierfür einen Zielwert von 0,93 % festgelegt. Diese finanzielle Leistungskennzahl stellt auf das ordentliche Betriebsergebnis vor Bewertung ab, das mit dem im Abschnitt Ertragslage ausgewiesenen Betrag nicht vollständig übereinstimmt, da betriebsneutrale Erträge und Aufwendungen bei der Ermittlung unberücksichtigt bleiben. Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit / Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. In unserer Geschäfts- und Risikostrategie haben wir für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 jeweils einen Zielwert unterhalb von 60,0 % definiert. Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir als Indikator für die Generierung von Erträgen und die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts. Für das Geschäftsjahr 2023 haben wir in diesem Zusammenhang ein Wachstum von jeweils 3,0 % bei den Kundenkrediten und den Kundeneinlagen angestrebt. Für das Geschäftsjahr 2024 wurden diese Zielwerte auf 5,0 % bei den Kundenkrediten und 2,0 % bei den Kundeneinlagen erhöht bzw. gesenkt. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR (Capital Requirements Regulation). Für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 wurde in unserer Geschäfts- und Risikostrategie hierzu ein Zielwert von 17,0 % festgelegt Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten. Daneben haben wir bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren definiert, die die Entwicklung unserer Bank maßgeblich beeinflussen. Hierzu zählen das "Einhalten der aufsichtsrechtlichen Normen", das an den Beanstandungen in den Prüfungsberichten gemessen werden kann, oder die Mitarbeiterzufriedenheit, die anhand von Krankheitstagen und der Betriebszugehörigkeit gemessen werden kann. Konkrete Zielwerte für nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung haben wir aufgrund unserer Betriebsgröße bisher nicht herangezogen; die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dienen derzeit nur zu unserer Information. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Unser Betriebsergebnis vor Bewertung (ohne Berücksichtigung von betriebsneutralen Erträgen und Aufwendungen) verbesserte sich von 3.656 TEUR auf 4.612 TEUR. Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung / dBS betrug 1,11 %, gegenüber 0,92 % im Vorjahr. Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 54,0 % (Vorjahr: 57,9 %). Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 15,9 %; dies entspricht einem Rückgang von 1,0 %-Punkten gegenüber dem Vorjahr. Die genannten bedeutsamsten Leistungsindikatoren haben sich in Bezug auf unsere Erwartungen überwiegend positiv entwickelt. Sowohl das BE vor Bewertung / dBS (Prognose: 0,93 %), als auch die CIR (Prognose: 56,8 %) übertrafen die Erwartungen. Lediglich die Gesamtkapitalquote hat sich entgegen der Erwartungen von 17,1 % negativ entwickelt. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erfüllten unsere Erwartungen.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 18,4 Mio. EUR auf 426,9 Mio. EUR erhöht. Ursächlich für den Anstieg auf der Aktivseite waren die Forderungen an Kunden und auf der Passivseite die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Anstieg liegt damit über der Prognose des Vorjahres (2,4 %). Die außerbilanziellen Geschäfte haben sich im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich reduziert. Ursächlich für den Rückgang sind die verringerten unwiderruflichen Kreditzusagen (-18,9 %).
Im Geschäftsjahr 2023 konnte das Kundenkreditgeschäft um 7,9 % auf 353,7 Mio. EUR gesteigert werden. Die prognostizierten 3,0 % konnten damit deutlich übertroffen werden. Das Kundenkreditgeschäft macht damit rund 82,8 % der Bilanzsumme aus. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäfts liegt weiterhin im Bereich der Privatkunden, die 42,1 % des gesamten Kreditvolumens (bezogen auf die Kreditzusage oder höhere Inanspruchnahme = Risikovolumen) ausmachen. Die Kreditvergabe an Firmenkunden betrifft schwerpunktmäßig Finanzierungen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Weitere Schwerpunkte liegen im Baugewerbe sowie im gewerblichen Grundstücks- und Wohnungswesen. In der Größenklassengliederung des Kreditvolumens machen die Kredite mit einer Gesamtzusage ab 2,5 Mio. EUR einen Anteil von 15,7 % aus. Der Anteil der ungesicherten Kredite belief sich am Bilanzstichtag auf 21,1 % der gesamten Risikovolumina. Die Wertpapieranlagen haben sich um 7,7 % auf 30,9 Mio. EUR erhöht. Wertpapierkäufe wurden ausschließlich dem Anlagevermögen zugeordnet, sodass sich dieses auf 22,6 Mio. EUR (+22,0 %) erhöhte. Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve verringerten sich hingegen um 18,4 % auf 8,3 Mio. EUR. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich in 2023 wieder deutlich reduziert. Der Bilanzposten hat sich um 27,7 % auf 26,9 Mio. EUR verringert. Der Rückgang ist vor allem auf die verringerten Termineinlagen bei der DZ BANK AG zurückzuführen und steht im Zusammenhang mit der Finanzierung des Kreditwachstums.
Auch in 2023 haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöht. Der Bilanzposten erhöhte sich um 13,8 % auf 90,7 Mio. EUR. Der Anstieg ist größtenteils auf die Zunahme der zweckgebundenen Mittel zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden konnten in 2023 nur geringfügig erhöht werden (+1,3 %); damit wurde das prognostizierte Wachstum von 3,0 % nicht erreicht. Hierbei war bei den täglich fälligen Sichteinlagen sowie bei den Spareinlagen ein Rückgang zu verzeichnen, während die Termineinlagen stark anstiegen. Der Anteil der Kundeneinlagen an der Bilanzsumme machte am Bilanzstichtag 67,1 % aus, nach 69,2 % am 31. Dezember 2022. Der Schwerpunkt der Kundeneinlagen liegt im kurzfristigen Bereich.
Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft konnten um 12 TEUR auf 134 TEUR gesteigert werden (+9,5 %). Die Vermittlungserträge konnten - nach einem Rückgang im Jahr zuvor - in 2023 wieder gesteigert werden und belaufen sich auf 1.339 TEUR, was einen Zuwachs von 10,5 % bedeutet. Die größten Positionen sind hier weiterhin die Kreditvermittlungs- und Immobilienprovisionen. Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr konnten auch im Geschäftsjahr 2023 weiter gesteigert werden. Nach Erträgen von 1.135 TEUR im Vorjahr konnten im Geschäftsjahr 2023 Erträge in Höhe von 1.240 TEUR erwirtschaftet werden. Hintergrund der Entwicklung sind höhere Stückzahlen und gegenüber dem Vorjahr gestiegene Kundenvolumen. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Der Zinsüberschuss konnte entgegen unserer Prognose (6,4 Mio. EUR) um 20,4 % auf 7.628 TEUR kräftig gesteigert werden. Die Steigerung ist vor allem auf die deutliche Erhöhung der Zinserträge (GuV-Posten 1, +35,1 %) zurückzuführen. Der absolute Anstieg der Zinsaufwendungen viel dagegen geringer aus, sodass der Zinsüberschuss insgesamt gesteigert werden konnte. Den Schwerpunkt der Provisionserträge bilden weiterhin die Erträge aus dem Zahlungsverkehr und der Kontoführung sowie die Vermittlungserträge. Der Provisionsüberschuss konnte auch in 2023 nur geringfügig (+0,2 %) auf 2.325 TEUR gesteigert werden. Die Prognose von 2,3 Mio. EUR wurde damit bestätigt. Die Verwaltungsaufwendungen haben sich insgesamt um 9,0 % auf 5.256 TEUR erhöht und liegen damit deutlich über den prognostizierten 4,8 Mio. EUR. Dabei haben sich insbesondere die Personalaufwendungen erhöht (um 11,8 % auf 3.387 TEUR). Ursächlich hierfür sind zum einen tarifliche Steigerungen und leistungsbezogene Erhöhungen sowie die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie. Die anderen Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf 1.870 TEUR, was eine Steigerung von 4,2 % zum Vorjahr bedeutet. Wesentliche Veränderungen in den Einzelposten sind insgesamt nicht vorgekommen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung konnte insgesamt um 766 TEUR auf 4.539 TEUR gesteigert werden. Ohne Berücksichtigung betriebsneutraler Erträge und Aufwendungen erhöhte sich das Betriebsergebnis vor Bewertung um 957 TEUR auf 4.612 TEUR und liegt damit deutlich über unserer Prognose von 3,8 Mio. EUR. Nach einem hohen negativen Bewertungsergebnis im Vorjahr ist das Bewertungsergebnis in 2023 mit 492 TEUR wieder positiv. Das positive Ergebnis ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die im Jahr 2022 gebildete Rückstellung aus der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches (IDW RS BFA 3 n. F.) in Höhe von 499 TEUR wieder vollständig aufgelöst werden konnte. Andererseits hat sich im Bewertungsergebnis die Auflösung von Vorsorgereserven nach § 340f HGB in Höhe von 500 TEUR ausgewirkt. Als nennenswerte Aufwendungen in diesem Zusammenhang sind die Bildung von Einzelwertberichtigungen (325 TEUR) sowie die Zuführung zu den Pauschalwertberichtigungen bzw. -rückstellungen nach Maßgabe von IDW RS BFA 7 in Höhe von 271 TEUR zu nennen. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 1.211 TEUR (+21,1 %) und der Einstellung von 1.450 TEUR in den Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB verbleibt ein Jahresüberschuss von 2.370 TEUR, nach 1.447 TEUR im Vorjahr. b) Finanzlage Kapitalstruktur Unsere Kapitalstruktur zeigt keine besonderen Auffälligkeiten und ist mit einem Anteil von 67,1 % an der Bilanzsumme maßgeblich gekennzeichnet durch das Kundeneinlagengeschäft. In unserem Hause bestehen aktuell keine Fremdwährungspositionen. Ein System entsprechend den Vorgaben der MaRisk zur Messung, Analyse, Steuerung sowie Begrenzung der Risiken ist im Einsatz. Finanzierungsmaßnahmen werden ausschließlich über die DZ BANK AG abgeschlossen. Das Förderkreditgeschäft wird mit der DZ BANK AG und der Landwirtschaftlichen Rentenbank betrieben. Dieses bildet auch den wesentlichen Posten bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Restlaufzeiten sind überwiegend langfristig strukturiert. Außerbilanzielle Verpflichtungen von wesentlicher Bedeutung bestehen in Form einer möglichen Leistungsverpflichtung gegenüber dem Garantieverbund der Sicherungseinrichtung des BVR in Höhe von 956 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr gab es hier keine nennenswerten Veränderungen, weitere wesentliche Verpflichtungen bestehen mit nachstehender Ausnahme nicht. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit dem Neubau des Büro- und Wohngebäudes an der Tabbenstraße 18 begonnen. Die Investitionen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 1.752 TEUR. Zum Bilanzstichtag bestanden hieraus noch finanzielle Verpflichtungen (Bestellobligo) in Höhe von 597 TEUR. Das Objekt wurde im 1. Quartal 2024 fertiggestellt. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr 2023 insbesondere Investitionen in den Fuhrpark der Bank in Höhe von 181 TEUR getätigt. Liquidität Die Liquiditätslage stellt sich wie folgt dar: Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine weitgehende Unabhängigkeit von Entwicklungen am Kapitalmarkt. Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 141,7 % aus. Zum Bilanzstichtag lag diese Kennzahl bei 143,0 %. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten über die DZ BANK AG. Vor diesem Hintergrund sehen wir die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen als jederzeit gesichert an. Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. Die Mindestreserveverpflichtungen wurden in 2023 jeweils erfüllt. c) Vermögenslage Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist insbesondere geprägt von den erwirtschafteten Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Eigenkapital insbesondere durch Zuführungen zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals (Passivposten 11 und 12) an der Bilanzsumme hat sich im Vorjahrsvergleich wieder leicht erhöht (von 10,65 % auf 11,08 %). Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtsrechtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Die relevanten Vorgaben des Kreditwesengesetzes (KWG) sowie der Capital Requirements Regulation (CRR) wurden in 2023 vollständig eingehalten. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (= Jahresüberschuss nach Steuern / Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,56 % (Vorjahr: 0,35 %). Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:
Die Wertpapieranlagen bestehen vollständig aus Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapieren (Aktivposten 5). Aktien und nicht festverzinsliche Wertpapiere sind weiterhin nicht im Bestand. Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 sind überwiegend dem Anlagevermögen (73,2 %) zugeordnet und werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Hierdurch konnte auf Abschreibungen in Höhe von 1.650 TEUR verzichtet werden. Die Bewertung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Im Wertpapierbestand sind zu 80,8 % festverzinsliche und zu 19,2 % variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils Buchwerte und somit ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) von Emittenten mit guter Bonität (Investmentgrade) enthalten. Vom gesamten Wertpapierbestand entfallen 6,0 Mio. EUR auf öffentliche Emittenten, 22,4 Mio. EUR auf Wertpapiere von Kreditinstituten und 2,5 Mio. EUR auf Wertpapiere von Nichtbanken. Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden überwiegend von inländischen Emittenten aufgelegt. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Neu erworbene Wertpapiere wurden vollständig dem Anlagevermögen zugeordnet. Bei den Anlagen wird weiterhin auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet. Umwidmungen von Wertpapieren wurden nicht vorgenommen. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und unsere operative Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr und im Vergleich zu anderen ähnlich großen Kreditgenossenschaften sowie im Hinblick auf die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen im Geschäftsjahr 2023 als gut. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereich, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region, setzte sich fort. Beim Kreditgeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung deutlich übertroffen, im Gegensatz dazu lag die Entwicklung des Einlagengeschäftes unter unseren Erwartungen. Das betreute Kundenvolumen (bestehend aus Kundenkredit- und Kundenanlagevolumen; jeweils als bilanzwirksame Geschäfte, als auch in Form von Vermittlungen an genossenschaftliche Verbundpartner) konnte um 6,4 % auf 818,6 Mio. EUR gesteigert werden. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im aktuellen Geschäftsjahr 2024 vollständig eingehalten wurden. Für erkennbare akute Risiken in den Kundenforderungen sind Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko haben wir durch den Abzug von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Zusätzlich bestehen Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Unsere Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich unsere operative Ertragslage aufgrund des kräftig gestiegenen Zinsüberschusses bei einem fast unveränderten Provisionsüberschuss und gestiegenen Verwaltungsaufwendungen verbessert. Das Betriebsergebnis vor Bewertung lag deutlich oberhalb unserer Erwartungen. Durch ein positives Bewertungsergebnis von 492 TEUR hat sich die Ertragslage weiter verbessert. Positiv auf das Bewertungsergebnis haben sich vor allem die Auflösung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung aus der verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs (IDW RS BFA 3 n.F.) in Höhe von 499 TEUR sowie die Auflösung von Vorsorgereserven nach § 340f HGB in Höhe von 500 TEUR ausgewirkt. Demgegenüber standen Zuführungen zu den Einzelwertberichtigungen bzw. auch zu den Pauschalwertberichtigungen bzw. -rückstellungen gemäß IDW RS BFA 7. Weiterhin wurde dem Fonds für allgemeine Bankrisiken ein Betrag von 1.450 TEUR zugeführt. Zusätzlich ist bei der Beurteilung der Ertragslage zu berücksichtigen, dass durch die Bewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens nach dem gemilderten Niederstwertprinzip Kurswertabschreibungen in Höhe von 1.650 TEUR vermieden wurden. C. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem und -prozess Unsere Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit der Bank abgeleiteten Teilstrategien für unsere wesentlichen Geschäftsaktivitäten. Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt. Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 5 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt. Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategieüberprüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf. Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die Vermeidung von Risiken, sondern die Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils entsprechend unserer Risikopräferenz. Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und -managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können. Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtssystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können. Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit nutzen wir die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit sowohl das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive). In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbestand die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In diesem wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen, wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft, in einem adversen Szenario berücksichtigt. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen. Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtsrechtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert. Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv. Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Die bankintern festgelegte Warngrenze für die LCR beträgt 125,00 %. Die LCR betrug zum 31. Dezember 2023 142,96 %. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die bankintern festgelegte Warngrenze für die NSFR beträgt 120,00 %. Die NSFR betrug zum 31. Dezember 2023 124,46 %. In der ökonomischen Perspektive werden vierteljährlich neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 12 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert; dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entsprechen den Anforderungen des Artikels 435 CRR Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert. Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk. Risiken Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor. Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko Das Adressenausfallrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und / oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft und im Eigengeschäft sowie weitere Kreditrisiken, wie beispielsweise das Kontrahentenrisiko (jeweils einschließlich des Länderrisikos). Das Adressenausfallrisiko im Kunden- und im Eigengeschäft stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Im Rahmen der Risikoinventur werden mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage beurteilt. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwenden wir vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitig Maßnahmen einleiten. Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in verschiedene Anlageklassen und eine Beschränkung auf gute Bonitäten. Gemäß unserer Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung. Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die identifizierten Risikokonzentrationen, implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert. Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht. Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen ermitteln wir im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG). Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken können Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken umfassen. Das Zinsrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Im Rahmen der Risikoinventur werden mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage beurteilt. Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der derzeit noch auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Die Ermittlung erfolgt mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control. Aufgrund der Basis des vorliegenden historischen Zeitraums wurden allerdings Unschärfen bei der Angemessenheit dieses Modells festgestellt, die zu einer Risikounterschätzung führen. Diesen begegnen wir derzeit mittels Aufschlägen auf das ermittelte Risiko, die wir, abgeleitet aus den EBA-Frühwarnindikatoren, über eine Ad-hoc-Verschiebung von Zinsstrukturkurven ermitteln. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungsrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Wir erachten das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts. Im Rahmen der Risikoinventur werden mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage beurteilt. In der ökonomischen Perspektive betrachten wir verschiedene szenariobasierte Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), die die potenziell kumulierten Liquiditätslücken abbilden, und stellen diese dem jeweils zu berücksichtigenden Liquiditätsdeckungspotenzial (LDP) gegenüber. Maßgeblich für unsere Steuerung ist das Stressszenario basierend auf der Kombination aus "institutseigenen" und "marktweiten" Ursachen. Aus der Gegenüberstellung ermitteln wir, wie lange wir potenziell auftretende Liquiditätsabflüsse durch Liquidierung des Liquiditätsdeckungspotenzials abdecken können. Den Zeitraum, für welchen die Zahlungsfähigkeit des Instituts unter Stressbedingungen sichergestellt wird, bezeichnen wir als Überlebenshorizont (ÜLH). Zur Begrenzung von Abrufrisiken sind Strukturlimite implementiert. Die Berücksichtigung des Refinanzierungskostenrisikos in der ökonomischen Perspektive erfolgt vierteljährlich unter Berücksichtigung historischer Schwankungen des Refinanzierungsspreads. Operationelles Risiko Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Das operationelle Risiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Im Rahmen der Risikoinventur werden mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage beurteilt. Wir haben eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen. Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden. Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich einer Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare; die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten wird i. d. R. durch die Rechtsabteilung unseres zuständigen Prüfungsverbandes abgedeckt. Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein periodischer Wert mittels Expertenschätzung ermittelt, welcher mit Hilfe des Moduls ZINSMANAGEMENT unter VR-Control verbarwertet wird. Basis dieser Expertenschätzung ist insbesondere die jährliche Analyse der Schadensfalldatenbank der historischen Schadensfälle inklusive der Bestimmung einer Eintrittswahrscheinlichkeit und eines möglichen Schadenspotenzials. Weitere Risiken Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Immobilienrisiko, dem Reputationsrisiko und dem Vertriebsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und ggf. anlassbezogen. Im Rahmen der Risikoinventur beurteilen wir mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein. Darüber hinaus bewerten und analysieren wir Nachhaltigkeitsrisiken, die sich als Umwelt- (Environment), Sozial- (Social) oder Risiken der Unternehmensführung (Governance) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Die Nachhaltigkeitsrisiken wirken sich dabei risikoartenübergreifend auf alle zuvor genannten Risiken aus. Gesamtbild der Risikolage Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenslage des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen. Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Im Einzelnen aggregierten sich die Risiken zum 31. Dezember 2023 wie folgt: Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel betrugen 43,4 Mio. EUR. Die Risikodeckungsmasse aus Eigenmitteln belief sich auf 47,9 Mio. EUR. Die gesamte Risikodeckungsmasse betrug 59,7 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung der Abzugsposten verblieb im Risikoszenario ein Risikodeckungspotenzial in Höhe von 51,2 Mio. EUR, aus dem Limite über insgesamt 29,5 Mio. EUR vergeben waren. Die Auslastung der Limite belief sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt 67,3 %. Für die verschiedenen Risikoarten waren im Risikoszenario die folgenden Limite vergeben; die jeweilige Auslastung ist in der Klammer vermerkt:
Im Stressszenario belief sich das vergebene Limit auf 40,0 Mio. EUR; die Auslastung betrug 79,9 %. Chancenbericht Den dargestellten Risiken stehen allerdings auch Chancen gegenüber. Unsere Chancen sehen wir insbesondere in einer weiteren Intensivierung der bestehenden Kundenbeziehungen durch die Weiterentwicklung unserer Beratungs- und Betreuungskonzepte. Hierdurch sollen eine umfassende und bedarfsgerechte Beratung und damit eine Steigerung der Erträge erreicht werden. Wir verstehen uns als regionaler Ansprechpartner unserer Kunden und Mitglieder in allen Finanzangelegenheiten. Als solcher sehen wir es als Chance der Bank, sowohl unsere Firmenkunden bei ihren Investitionsvorhaben als auch unsere Privatkunden bei der Realisierung ihrer Wünsche und sonstigen Finanzierungswünsche als verlässlicher Partner zu begleiten. Neben Neuinvestitionen sehen wir Chancen in der Finanzierung von Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen im Bestandsgeschäft. D. Prognosebericht Auf Basis unserer für die Jahre 2024 bis 2028 erstellten Eckwert- und Kapitalplanung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 die folgende voraussichtliche Entwicklung: Bei erwartet rückläufigen und durch große Unsicherheit gekennzeichneten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir für 2024 von einem Wachstum des Geschäftsvolumens in Höhe von 4,2 % aus. Bei den Kundenforderungen erwarten wir aufgrund der abgeschwächten Investitionsneigung und einer geringeren Konsumneigung einen Anstieg von 5,0 %. Beim Einlagengeschäft planen wir mit einem Wachstum von 2,0 %. Für das Jahr 2024 erwarten wir moderate Zinssenkungen am Geld- und Kapitalmarkt. Für das Zinsergebnis ist die Entwicklung positiv. Der Zinsüberschuss wird nach unserer Planung mit 8,1 Mio. EUR etwas höher ausfallen als im Jahr 2023. Den Provisionsüberschuss planen wir für 2024 mit 2,4 Mio. EUR und im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme auf dem Niveau des Vorjahres. Die Verwaltungsaufwendungen erwarten wir mit insgesamt 5,6 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau. Für das Betriebsergebnis vor Bewertung rechnen wir mit 5,0 Mio. EUR. Die Kennzahl BE vor Bewertung / dBS als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität wird sich nach unserer Eckwertplanung im Geschäftsjahr 2024 auf 1,15 % belaufen. Die CIR als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit / Effizienz oder Produktivität unserer Bank erwarten wir in 2024 mit 52,6 %. Wegen der recht günstigen Kundenstruktur wird sich der Aufwand aus der Bewertung der Kundenforderungen nach unserer Einschätzung nicht wesentlich auf das Betriebsergebnis auswirken. Im Bereich der Wertpapiere gehen wir von einem neutralen Bewertungsergebnis aus. Bei den stillen Lasten aus den im Anlagevermögen geführten Wertpapieren erwarten wir eine weitere Reduzierung. Der Krieg in der Ukraine sowie der Nahostkonflikt und dessen volkswirtschaftliche Folgen können die vorgenannten Zahlen allerdings beeinflussen. Diese könnten sich negativ auf das Provisions- und Bewertungsergebnis sowie auf das Geschäftswachstum und das Wachstum der Kundenkredite und -einlagen auswirken. In welcher Höhe es hier zu einer Korrektur gegenüber unserer Planung kommen wird, lässt sich nicht abschließend abschätzen. Langfristig gehen wir, trotz der aktuellen schwierigen Rahmenbedingungen, von einer stabilen Ertrags- und Vermögenslage der Bank aus, die es uns ermöglicht, die Eigenmittel entsprechend dem Wachstum zu stärken. Für die Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR als bedeutsamsten Leistungsindikator für die Kapitalausstattung erwarten wir nach unserer Kapitalplanung für 2024 einen Wert von 16,2 % und somit leicht oberhalb der Quote zum 31.12.2023. Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nach dem Schluss des Berichtszeitraums nicht eingetreten.
Löningen, 28. März 2024 Volksbank eG Der Vorstand: Herbert Lammers Frank Bertke 1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Volksbank eG, LöningenGenossenschaftsregisternummer 150011 beim Amtsgericht OldenburgAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Volksbank eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die entsprechend IDW RS HFA 22 als strukturierte Finanzinstrumente bezeichneten Vermögensgegenstände wurden, soweit sie lediglich Zinsänderungs- und Emittentenrisiken enthalten, als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert und bewertet. Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig, aufgelöst. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe des als Steuerungsgröße im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von 12 Monaten ohne eine Anrechnung von Bonitätsprämien in einer vereinfachten Methodik berücksichtigt. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen "Forderungen an Kreditinstitute" und "Forderungen an Kunden" ausgewiesenen Geschäfte sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und andere Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Nicht beanspruchte Kreditzusagen (Kreditlinien) werden berücksichtigt, soweit ungeachtet vertraglicher Kündigungsrechte mit einer Inanspruchnahme ernsthaft zu rechnen ist. Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen sowie Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Wertpapiere Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Bei Wertpapieren des Anlagevermögens, die von vornherein dazu bestimmt sind, bis zum Ende der Laufzeit gehalten zu werden, und die zu Kursen über pari erworben wurden, wurde das Agio in analoger Anwendung von § 340e Abs. 2 HGB sofort in voller Höhe abgeschrieben. Für die Bewertung der Wertpapiere wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Sofern für Wertpapiere kein aktiver Markt bestand, wurde der beizulegende Wert mit Hilfe anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um die Risikokostenbarwerte im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden ausschließlich Kontoführungsgebühren und Postenentgelte angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden. Die Erträge im Zusammenhang mit der Auflösung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft" (GuV 14) erfasst. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu den Anschaffungskosten bilanziert. Treuhandvermögen Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte wurden zu den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten bewertet. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Aktive latente Steuern Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Belastung aus Einlagen mit Zinszuschlägen und steigender Verzinsung sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Treuhandverbindlichkeiten Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen wurden unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre in Höhe von 1,83 %, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Bei den Rückstellungen für die laufenden Pensionsverpflichtungen wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt. Zur Berücksichtigung des erhöhten kurzfristigen Anpassungsbedarfes aufgrund aufgelaufener Inflationseffekte wurden die laufenden Leistungen zudem fiktiv um 3,00 % erhöht. Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,75 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ermittelt (Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Als Rechnungsgrundlage wurden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt. Nach Ablauf des zweistufigen Tarifvertrages erfolgt die Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2,00 %. Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Eventualverbindlichkeiten und anderer Verpflichtungen wurden mit dem Nennwert bzw. in der Höhe der zugrunde liegenden Verbindlichkeit angesetzt. Für die latenten Kreditrisiken wurden auf Basis der erwarteten Verluste Rückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen Negative Zinsen auf finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Verwendung des Jahresergebnisses Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung von Vorwegzuweisungen zu den Ergebnisrücklagen aufgestellt. Dabei wurden die nach der Satzung erforderlichen Mindestzuführungen erfüllt. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
D. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 26.907.458 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Forderungen an Kunden In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 6.540.384 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 7.418.320 fällig. Im folgenden Posten sind enthalten:
Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet. Zu den Finanzanlagen gehörende Wertpapiere des Anlagevermögens, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden (§ 285 Nr. 18 HGB), bestehen beim Aktivposten 5 mit einem Buchwert (ohne Zinsabgrenzung) in Höhe von EUR 15.967.910 und einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 14.317.675. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB von nicht untergeordneter Bedeutung:
*) Jahresabschluss zum 31.12.2022 für das Rumpfgeschäftsjahr 22.09.2022 bis 31.12.2022. **) Gründung der Gesellschaft im Jahr 2023; Eröffnungsbilanz Bei der Gesellschaft unter Buchstabe c) handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die Gesellschaft unter Buchstabe b); bei der Gesellschaft unter Buchstabe d) handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die Gesellschaft unter Buchstabe c). Mit dem unter Buchstabe b) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Treuhandvermögen Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Sachanlagen Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 367.632 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 408.905 enthalten. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1 (Vorjahr: EUR 2) enthalten. Aktive latente Steuern Latente Steuern sind nicht bilanziert. Den passiven Steuerlatenzen bei den Sachanlagen stehen höhere aktive Steuerlatenzen (insbesondere aus der Bewertung der Kundenforderungen) gegenüber, die in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurden. Nachrangige Vermögensgegenstände In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
Restlaufzeitenspiegel für Forderungen Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 74.326.767 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Treuhandverbindlichkeiten Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 415.995 (Vorjahr: EUR 312.294) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind:
Eigenkapital Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt und sind nicht erkennbar. Latente Risiken einer Inanspruchnahme sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Beträge unter dem Posten 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge und Zinsaufwendungen Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen (GuV 1) und unter den Zinsaufwendungen (GuV 2) erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 328 erhöht (Vorjahr: EUR 363 vermindert). Provisionserträge Provisionserträge (GuV 5) aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, wurden insbesondere aus der Vermittlung von Immobilien und Krediten erzielt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) betreffen mit EUR 8.226 (Vorjahr: EUR 12.208) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. F. Sonstige Angaben Vorstand und Aufsichtsrat Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 13.511. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Gesamtbezug eines früheren Vorstandsmitglieds betrug EUR 33.636. Für ein früheres Mitglied des Vorstands besteht zum 31. Dezember 2023 eine Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 418.002. Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 299 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 2.102.999. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 2.628; diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen aus begonnenen Investitionsvorhaben (Bestellobligo) in Höhe von EUR 596.519 sowie in Form einer möglichen Leistungsverpflichtung gegenüber dem Garantieverbund der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 955.740. Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Personalstatistik Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 7 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
Mit Satzungsänderung vom 07.12.2020 wurde die Nachschusspflicht der Mitglieder zum 01.01.2022 ausgeschlossen. Die Satzungsänderung sowie die Streichung der Nachschusspflicht wurden am 11.02.2021 im Genossenschaftsregister eingetragen. Die Bekanntmachung des Wegfalls der Nachschusspflicht durch das Registergericht erfolgte am 18.10.2023.
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. Raiffeisenstraße 26 26122 Oldenburg Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf Bertke, Frank, Bankleiter (Marktbereich) Lammers, Herbert, Bankleiter (Marktfolgebereich) Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf Schute, Klaus, - Vorsitzender -, technischer Leiter, angestellt, hs tumbler GmbH Kessen, Alfred, - stellvertretender Vorsitzender -, Geschäftsführer, angestellt, Wernsing Feinkost GmbH Thyen, Manfred, selbstständiger Landwirt Ludmann, Sabine, Steuerberaterin, Partnerin bei STFK Schwegmann + Partner mbB Rechtsanwalt Steuerberater Wirtschaftsprüfer (seit 23.08.2023) Bolte, Franz, selbstständiger Landwirt (bis 23.08.2023) Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.369.754,22 - nach den im Jahresabschluss mit EUR 1.900.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 469.754,22) - wie folgt zu verwenden:
Löningen, 7. März 2024 Volksbank eG Der Vorstand Herbert Lammers Frank Bertke Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Volksbank eG, Löningen Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank eG, Löningen (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: Bewertung der Forderungen an Kunden a) Sachverhalt und Problemstellung Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 353,7 Mio. EUR. Dies entspricht 82,8 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen jeweils unter Abzug von Risikovorsorgen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1,5 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 25,1 Mio. EUR. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben zunächst beurteilt, ob die Systeme bzw. Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. Unsere Prüfungshandlungen umfassten alle für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Bereiche. In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt. Auf Basis der Erkenntnisse der Aufbau-, Prozess- und Funktionsprüfungen haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt, um Kreditengagements zu identifizieren, bei denen es Anhaltspunkte für ein akutes Ausfallrisiko gibt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile und die Gesamtzusage berücksichtigt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen sowie den Verfahren der Risikoerkennung enthalten. Rückstellungen für die verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) a) Sachverhalt und Problemstellung Mit den Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sowie den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden auf der Passivseite gehören wesentliche Teile der Bilanz zu den Finanzinstrumenten des Zinsbuchs der Bank. Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 konnte die im Vorjahr gebildete Rückstellung in Höhe von 0,5 Mio. EUR vollständig aufgelöst werden. Der Ertrag aus der Auflösung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Erträgen aus der Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft enthalten. Der Bewertung von Rückstellungen einschließlich der hierbei zugrundeliegenden Annahmen und Parameter liegen in einem hohem Ausmaß Einschätzungen, Annahmen und Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher war dieser Sachverhalt für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuch) haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Zinsbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträge, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft sowie der zugrundeliegenden Annahmen für Geschäfte mit unbestimmter Zins- bzw. Kapitalbindung. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der Buchwerte der Finanzinstrumente sowie die Verwendung der steuerungsrelevanten Zinskurve zur Diskontierung nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt. Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen und plausibilisiert. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sind im Anhang im Abschnitt B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im Internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortliche Wirtschaftsprüferin Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Witter.
Oldenburg, 24. Juli 2024 Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. Grüterich, Wirtschaftsprüfer Witter, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse; dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheidet in diesem Jahr Herr Klaus Schute aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl des ausscheidenden Mitglieds des Aufsichtsrats ist zulässig. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Löningen, 18. Juli 2024 Der Aufsichtsrat Klaus Schute, Vorsitzender Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023("Länderspezifische Berichterstattung")Die Volksbank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Volksbank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 10.126. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 35,7. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 5.031. Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 1.200 und betreffen laufende Steuern. Die Volksbank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die ErgebnisverwendungDie Vertreterversammlung vom 06.08.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 2.369.754,22 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen