Wabtec FRG GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philippe Nogues-Cubelles seit 22.4.2025 | Geschäftsführer |
Magda Salomé Pais Fernandes de Matos seit 14.3.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BECORIT GmbHRecklinghausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023BECORIT GmbH, RecklinghausenAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 2023BECORIT GmbH, Recklinghausen
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023ALLGEMEINE ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN (1) Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der BECORIT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. (2) Registerinformation Die Gesellschaft ist unter der Firma BECORIT GmbH mit Sitz in Recklinghausen im Handelsregister des Amtsgerichts Recklinghausen unter der Nummer HRB 4250 eingetragen. (3) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Methoden der Bilanzierung und Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurden unter den liquiden Mitteln Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 328 saldiert. Die Saldierung wurde zur korrekten Darstellung der Vermögenslage des Vorjahres korrigiert. Hieraus resultieren folgende Anpassungen des Vorjahres im Vergleich zum veröffentlichten Jahresabschluss:
Außerdem erfolgt abweichend zum Vorjahr der Ausweis des Sicherheitseinbehalts zur Factoring-Vereinbarung unter den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 523). Eine Anpassung des Vorjahres erfolgt in diesem Fall nicht. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei der Errechnung der Herstellungskosten für die selbsterstellten Anlagen werden Gemeinkosten anteilig berücksichtigt. Gebäude werden linear abgeschrieben. Es wird eine Nutzungsdauer von 10 - 40 Jahren zugrunde gelegt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 % p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten enthalten. Verwaltungskostenanteile werden ebenfalls in angemessenem Umfang berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt und erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 HGB gebildet. Mit der Gründung eines Contractual-Trust-Arrangements (CTA) im Jahre 2011 erfolgte eine Neuordnung der Finanzierung von Pensionszahlungen bei der Gesellschaft. Die übertragenen Vermögenswerte werden treuhänderisch durch die Willis Towers Watson GmbH, Reutlingen, gehalten und dienen ausschließlich der Finanzierung der Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft. Gemäß dem Treuhandvertrag hat sich die Gesellschaft verpflichtet, dem Treuhänder von der Gesellschaft als Versicherungsnehmer zur Deckung der Versorgungsansprüche abgeschlossene Lebensversicherungsverträge (Rückdeckungsversicherungen) als Treuhandvermögen abzutreten. Der Aktivwert dieser Versicherungen beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.280. Weiterhin werden von der Gesellschaft Fondsanteile als Vermögensmittel in das CTA eingebracht. Die Anlage des Treuhandvermögens ist vom Treuhänder nach Weisung der Gesellschaft bei einem von der Gesellschaft bestimmten Kreditinstitut oder einer von der Gesellschaft bestimmten Kapitalanlage- bzw. Investmentgesellschaft zu investieren. Zum 31. Dezember 2023 gehörten FONDAK Inhaber - Anteile A mit einem Wert von TEUR 3.874 und AGIF - Allianz RCM Europe Equity Growth im Wert von TEUR 5.259 sowie ein Treuhandkonto bei der Landesbank Baden-Württemberg im Wert von TEUR 1.199 zum Treuhandvermögen. Zum 31. Dezember 2023 betragen die Anschaffungskosten dieser Wertpapiere TEUR 3.802. Das Deckungsvermögen der Gesellschaft wurde mit den betreffenden Pensionsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Ein die Altersversorgungsverpflichtungen übersteigender Zeitwert der als Deckungsvermögen dienenden Vermögensgegenstände wird ggf. als gesonderter Posten aktiviert. Die Zeitwerte des Deckungsvermögens wurden anhand der am Bilanzstichtag gültigen Börsenkurse und Marktpreise der zugrunde liegenden Wertpapiere bestimmt. Gemäß § 285 Nr. 25 Halbsatz 1 HGB ergaben sich nachfolgende Wertansätze zum Bilanzstichtag: Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens TEUR 7.281 Beizulegende Zeitwerte des verrechneten Deckungsvermögens TEUR 12.612 Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtungen TEUR 14.309 In Höhe von TEUR 5.488 bestehen somit grundsätzlich abführungsgesperrte Beträge, die jedoch durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt sind. Zum 31. Dezember 2023 besteht ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von TEUR 1.698 (Vorjahr: TEUR 3.671 passiver Unterschiedsbetrag), der als solcher in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen ist. Die Pensionsverpflichtungen wurden auf Grundlage der „Richttafeln 2018G" von Dr. Heubeck unter Berücksichtigung eines Durchschnittszinssatzes nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) sowie zukünftiger Renten- und Gehaltssteigerungen ermittelt. Bei der Bewertung für das Jahr 2023 wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method), ein Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %) gem. RückAbzinsV, zukünftige Einkommenssteigerungen von jährlich 3,30 % (Vorjahr: 3,00 %) sowie zukünftige Rentenerhöhungen von jährlich 2,25 % (Vorjahr: 2,25 %) angenommen. Der Zinssatz berechnet sich entsprechend der gesetzlichen Regelung aus dem Durchschnitt der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB bezogen auf den Zinssatz berechnet aus dem Durchschnitt der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,75 %) beträgt TEUR 188. Die Rückstellungen für Jubiläen wurden mit dem Barwert unter Anwendung der PUC - Methode (projected unit credit method) angesetzt. Für das Jahr 2023 wurde ein Zinssatz von 1,75 % (Vorjahr: 1,44 %) und ein Gehaltstrend von 3,3 % (Vorjahr: 3,0 %) angenommen. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden Organschaft nur auf der Ebene des Organträgers gebildet. In Fremdwährungen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr werden, soweit sie nicht im Rahmen von Devisentermingeschäften abgesichert worden sind, mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Nicht gesicherte Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden imparitätisch mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls oder mit dem niedrigeren bzw. höheren Mittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Devisentermingeschäfte durchgeführt. (4) Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist als Anlage zum Anhang dargestellt. (5) Forderungen Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 39.057 enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.811 (Vorjahr: TEUR 3.178) sowie Forderungen in Höhe von TEUR 34.717 (Vorjahr: TEUR 36.852) aus Cash-Pooling. Zudem ist eine Forderung gegen die Gesellschafterin aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 294) enthalten. (6) Stammkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 3.232.760 und wird wie folgt gehalten:
(7) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Verpflichtungen aus Gewährleistungen TEUR 94, ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 752, Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 130, Umsatzbonus für Kunden TEUR 213, Rückstellungen für Personalkosten TEUR 470 sowie Rückstellungen für Abfindungen TEUR 130. (8) Verbindlichkeiten Sämtliche ausgewiesene Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 26.435 enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 15.780 (Vorjahr: TEUR 24.331). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 2.296 (Vorjahr: TEUR 5.425) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden überwiegend durch den Verkauf von Bremsbelägen für Schienenfahrzeuge erzielt. Sie gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
(10) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Hervorzuheben sind bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 2.567 (Vorjahr: TEUR 2.366) für konzerninterne Weiterbelastungen, TEUR 1.019 (Vorjahr: TEUR 1.062) Instandhaltungsaufwand für Grundstücke und Gebäude und TEUR 469 (Vorjahr: TEUR 1.180) Instandhaltungs- und Erhaltungsaufwand für den Maschinenpark. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne i. H. v. TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 21) enthalten, während bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kursverluste i. H. v. TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 72) erfasst wurden. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Vorjahr außergewöhnliche Aufwendungen für Abfindungen i. H. v. TEUR 222 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen befinden sich periodenfremde Erträge i. H. v. TEUR 370 (Vorjahr: TEUR 14) aus der Auflösung von Rückstellungen. (11) Zinsen und ähnliche Erträge/ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 1.304 (Vorjahr: Aufwand TEUR 3.102) und verrechnete Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 263). SONSTIGE ANGABEN (12) Zusammensetzung der Organe und deren Gesamtbezüge Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch die folgenden Personen vertreten:
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge seitens der Gesellschaft bezieht, kann auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet werden. (13) Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt
(14) Haftungsverhältnisse Es bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse. (15) Außerbilanzielle Geschäfte, Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 270, davon aus Leasingverträgen für Fahrzeuge von TEUR 94, EDV-Leasing von TEUR 152 und Leasingverträge für QS-Messgeräte von TEUR 24 bis Vertragsende. Zu Finanzierungszwecken und zur Verbesserung von Liquidität und Finanzstruktur sowie zur Überwälzung des Kreditrisikos hat die Gesellschaft zum Stichtag im Rahmen von Factoring-Verträgen Forderungen verkauft. Der Verkauf der Forderungen findet monatlich statt. Der Gesamtbetrag der zum 31. Dezember 2023 verkauften Forderungen beläuft sich auf TEUR 5.092 (Vorjahr: TEUR 5.342). Bei der BECORIT GmbH verbleiben gemäß Factoring-Vertrag lediglich die Risiken aus den diesen Forderungen zugrundeliegenden Grundgeschäften. (16) Abschlussprüferhonorar Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen betreffend das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 78. Des Weiteren beträgt das Honorar für sonstige Prüfungsleistungen TEUR 25. (17) Konzernabschluss Die Gesellschaft ist verbundenes Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB zur Wabtec Corporation, Wilmerding, USA, und ihren mittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen. Die BECORIT GmbH wird in den Konzernabschuss der Wabtec Corporation, 1001 Air Brake Avenue, Wilmerding, PA 14158/USA, als größten Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss ist unter www.wabtec.com/investor/annual abzurufen. Des Weiteren wird der Abschluss der BECORIT GmbH in den Konzernabschluss der Faiveley Transport Italia Spa., Via Volvera, 51, 10045 Piossasco TO - Italy als kleinster Konsolidierungskreis mit einbezogen. Dieser Abschluss ist unter www.registroimprese.it abzurufen. (18) Nachtragsbericht Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse eingetreten, die von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind. Ergebnisverwendung: Im Rahmen des GAV vom 23. November 2012 wird vereinbarungsgemäß der Jahresüberschuss 2023 i. H. v. TEUR 7.881 an die Organträgerin abgeführt.
Recklinghausen, 28. Oktober 2024 BECORIT GmbH Der Geschäftsführer Daniel Gradl Entwicklung des AnlagevermögensBECORIT GmbH, Recklinghausen
Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 - 31. Dezember 20231. Darstellung des Geschäftsverlaufs der BECORIT GmbH im Geschäftsjahr Die BECORIT GmbH gehört seit dem 1. Dezember 2006 zur Wabtec Corporation, Wilmerding, USA. Innerhalb des Konzerns arbeitet die BECORIT GmbH als Unternehmen zur Herstellung und zum Vertrieb von Reibbelägen für den Schienenverkehr und Industrieanwendungen selbständig. Am 21. November 2012 wurde bis auf Widerruf für die nachfolgenden Geschäftsjahre ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Wabtec FRG Holdings GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, als alleiniger Gesellschafterin abgeschlossen. 1.1. Branchenentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 war für die BECORIT GmbH nach wie vor von der zwar erwarteten, jedoch nicht erfolgten Nachfrageerholung auf ein Niveau von vor der Corona-Zeit und zum anderen von den Unsicherheiten im Zuge des Russland- Ukraine-Krieges und der daraus resultierenden Folgen auf den Beschaffungsmarkt geprägt. Durch politisch getriebene Themen wie beispielsweise das Deutschland-Ticket wurde die gesamte Branche zusätzlich darin bestärkt, ein entscheidender Akteur auf dem Wege der Mobilitätswende und hinsichtlich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sein zu können. Es wird davon ausgegangen, dass der weltweite Schienenverkehr den Umsatz in den nächsten Jahren (2025-2027) ausgehend vom Jahr 2021 um 18,7 % steigern wird.1 Auf nationaler Ebene sind die Fahrgastzahlen im gesamten ÖPNV-Bereich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 9 % gestiegen, dennoch waren noch immer knapp 8 % weniger Fahrgäste unterwegs als vor Beginn der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Dieser Trend spiegelte sich auch im Umsatz wider, der zwar um 19 % angestiegen ist, aber noch nicht das Niveau der Vor-Corona-Zeit erreicht hat.2 Die negativen Folgen des Russland-Ukraine-Krieges äußerten sich hingegen insbesondere durch Unsicherheiten bei der Energieversorgung und den dadurch resultierenden Preisschwankungen sowie durch Preissteigerungen im Beschaffungsmarkt.
1
Quelle: Branchenauswertung „Statista“, Stand Mai 2024 1.2. Umsatzstruktur Der Umsatz der BECORIT GmbH beläuft sich im Zeitraum 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 57.124. Die Umsatzerlöse setzen sich zu 27 % aus Inlands- und zu 73 % aus Auslandsumsätzen zusammen. Dabei entfallen 95 % auf den Schienenbereich und 5 % auf den Bergbau- und Industriebereich. Die Umsatzverteilung zwischen dem Schienen- und dem Bergbau- und Industriebereich hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. 1.3. Marktlage Laut dem Verband der Bahnindustrie in Deutschland ist der Branchenumsatz von 2019 bis einschließlich 2023 trotz Covid-19-Pandemie stetig gewachsen. 3 Auch während der Pandemie konnte die Bahnindustrie ihre Lieferketten stabil halten. Bis 2025 soll der Bahnmarkt in Westeuropa jährlich um ca. 2 % wachsen, wie aus der Studie der Beraterfirma Roland Berger hervorgeht.4 Die Wettbewerbsstruktur in Europa verändert sich durch die fortschreitende Liberalisierung des Eisenbahnmarktes, der neben großen Systemanbietern überwiegend durch mittelständige Zulieferunternehmen der Bahnindustrie geprägt wird. Mit der Initiative „Europäischer Green Deal“ der EU-Kommission wird die Bahn als nachhaltiges Verkehrsmittel gefördert. Dieser soll Europa bis 2050 zu dem ersten klimaneutralen Kontinent führen. Die EU fördert daher den Ausbau des deutschen Schienenverkehrsnetzes mit EUR 1,7 Mrd. über die nächsten fünf Jahre.5 Die BECORIT GmbH verfolgt das Ziel, zu den führenden Reibbelagherstellern für Schienenverkehr in Deutschland und Europa zu gehören. Die BECORIT GmbH leistet hier ihren Beitrag durch eine nachhaltige und klimafreundliche Produktpalette. Mit den Futurepads bieten wir bereits Reibbeläge, die den Anforderungen der EN 15328 gerecht werden. (siehe 4.2. Forschung und Entwicklung)
3
Quelle: „Umsatz der deutschen Bahnindustrie von 2005 bis zum Jahr 2023“, Statista
Stand Mai 2024 1.4. Produktion Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 entfielen, bezogen auf den Umsatz, 61 % (Vorjahr: 63 %) auf die Produktion von Klotzsohlen/ Scheibenbremsbelägen und 5 % (Vorjahr: 5 %) auf die Produktion im Bergbau/ Industriebereich. 34 % (Vorjahr: 32 %) des Umsatzes entfielen auf den Verkauf von Handelsware. 1.5. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt TEUR 2.884 (Vorjahr: TEUR 1.468) in den Standort Recklinghausen investiert, hervorzuheben sind die Investitionen in die PV-Anlage (TEUR 1.181), das CNC-Bearbeitungszentrum (TEUR 450), die Pressenautomation in Halle 5 (TEUR 72) und die Pressenautomation in Halle 5 (TEUR 46). Diese befinden sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 teilweise noch unter den geleisteten Anzahlungen. Der Restbetrag verteilt sich auf diverse, kleinere Anschaffungen. 1.6. Personelle Verhältnisse Zum 31. Dezember 2023 waren bei der BECORIT GmbH 124 Personen (Vorjahr: 136) beschäftigt einschließlich zwei Auszubildenden und zwei Geschäftsführern. Davon waren 92 Mitarbeiter (Vorjahr: 99) im gewerblichen Bereich und 32 Mitarbeiter (Vorjahr: 37) als Angestellte tätig. 1.7. Umweltschutz In einigen Teilbereichen wurden bereits diverse Effizienz- und Optimierungsmaßnahmen durchgeführt. So konnte bereits durch den Umbau der Absauganlagen und dem Aufbau einer neuen Filteranlage der jährliche Energieverbrauch durch Strom reduziert werden. Eine weitere größere Investition in den Umweltschutz ist eine Photovoltaikanlage, dessen Bauphase im Jahr 2023 begonnen hat und noch nicht abgeschlossen ist. Durch die Photovoltaikanlage wird nachhaltiger Strom selbst produziert, der größtenteils für den Betrieb der neu installierten Elektroöfen genutzt wird. 1.8. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der BECORIT GmbH innerhalb der Wabtec Group sind Umsatz und EBIT. Geschäftsentwicklung der BECORIT GmbH Die BECORIT GmbH konnte die Umsatzerlöse deutlich um 20,2 % auf TEUR 57.124 steigern. Bei einer gleichbleibenden Verteilung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen ist dies insbesondere auf den gestiegenen Bedarf der Kunden aufgrund des Verbrauchs der Lagerbestände sowie des gestiegenen Markengeschäfts zurückzuführen. Trotz des leicht überproportional gestiegenen Materialaufwands im Verhältnis zur Gesamtleistung (Umsatzerlöse abzgl. Bestandsveränderung) konnte eine deutliche Erhöhung des Rohertrags im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Die Reduzierung im Personalaufwand aufgrund der geringeren Anzahl der Mitarbeiter sowie die Einsparungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die im Wesentlichen auf deutlich geringere Instandhaltungskosten zurückzuführen sind, führen bei einer gegenläufig leicht erhöhten Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen zu einem deutlich um TEUR 3.982 auf TEUR 5.816 gesteigerten EBIT. Die Abschreibungen sind trotz des o. g. hohen Investitionsvolumens aufgrund der späteren Inbetriebnahme nur leicht angestiegen. Aufgrund des gesteigerten EBIT's sowie einem positiven Finanzergebnis konnte insgesamt ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung i. H. v. TEUR 7.881 (Vj.: TEUR -1.654) erzielt werden. Vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung der erzielten Umsatzerlöse und der deutlichen positiven Entwicklung des EBIT ist das abgelaufene Geschäftsjahr als zufriedenstellend zu bezeichnen. 1.9. Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche und für die Geschäftstätigkeit und den Geschäftserfolg der Gesellschaft bedeutsame nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind die Schaffung neuer und die Erhaltung bzw. der Ausbau von bestehenden Kundenbeziehungen durch ein ausgeprägtes Qualitätsmanagement-System, die Förderung und Entwicklung des vorhandenen Humankapitals unter der Berücksichtigung der bestehenden Arbeitnehmerbelange sowie das Umweltmanagement. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf für das Jahr 2023, gemessen an den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, insgesamt zufrieden. 2. Darstellung der Lage der BECORIT GmbH 2.1. Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus Sachanlagen und Forderungen im Verbundbereich. Das Anlagevermögen ist insgesamt im Vergleich zum Vorjahr: um TEUR 945 auf TEUR 15.462 aufgrund der o. g. Investitionen trotz laufender Abschreibungen i. H. v. TEUR 1.775 (Vorjahr: TEUR 1.706) erhöht. Die geringe Steigerung der Abschreibungen ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass ein Großteil des Investitionsvolumens zum Stichtag noch nicht in Betrieb genommen wurde und dementsprechend unter den Anlagen im Bau ausgewiesen wird. Die Vorräte haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 2.398 auf TEUR 5.128 reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf die deutliche mengenmäßige Reduzierung der Halb- und Fertigteile zurückzuführen. Durch die neuen Prozesse im Forderungsmanagement konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nochmals um TEUR 2.646 auf TEUR 3.423 reduziert werden. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 1.267 auf TEUR 39.057 betrifft im Wesentlichen den Cash-Pool und steht im Zusammenhang mit dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Eigenkapitalquote beträgt 47,5 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 43,8 %). Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen auf TEUR 1.822 (Vorjahr: TEUR 2.846) ist im Wesentlichen bedingt durch die Inanspruchnahme der Rückstellung für Freistellung und Abfindung, die Reduzierung der Rückstellung ausstehende Eingangsrechnung sowie die Auflösung der Reklamationsrückstellung. Die Reduzierung der Pensionsrückstellung um TEUR 1.973 auf TEUR 1.698 ist hauptsächlich auf die Wertsteigerung der Wertpapiere im CTA-Vermögen, welche mit der Rückstellung saldiert wird, zurückzuführen. Abweichend zum offengelegten Vorjahresabschluss werden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten des Vorjahres nicht mit den Liquiden Mitteln verrechnet, sondern passivisch ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Aufgrund der Tilgung der Kontokurrentverbindlichkeit bestehen zum 31. Dezember 2023 keine offenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Überleitung wurde im Anhang erläutert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind um TEUR 1.153 auf TEUR 3.798 angestiegen. Dies steht im Zusammenhang mit einer Veränderung im Zahlungsmanagement und der konsequenten Ausnutzung der mit den Lieferanten vereinbarten Zahlungsziele. Die Reduktion der Verbindlichkeiten im Verbundbereich um TEUR 4.852 auf TEUR 26.435 ist hauptsächlich auf Zahlungen der offenen Verbindlichkeiten an den Gesellschafter zurückzuführen. Das Working Capital (Umlaufvermögen abzüglich der Verbindlichkeiten) ist durch den oben erläuterten Abbau der Vorräte sowie der gleichzeitig stärkeren Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Verhältnis zur Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gesunken und beläuft sich auf TEUR 18.925 zum 31. Dezember 2022 (im Vorjahr: TEUR 22.876). 2.2. Finanzlage Die Zahlungsmittel, einschließlich des unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesenen Cash-Pool-Guthabens (TEUR 34.736, Vorjahr: TEUR 36.870), decken 113 % (Vorjahr: 100 %) der Verbindlichkeiten. Das Anlagevermögen ist zu 200 % (Vorjahr: 213 %) durch Eigenkapital gedeckt. Insbesondere durch den in Kapitel 2.3 erläuterten Umsatzanstieg erwirtschaftete die Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr höhere, positive Operative Cash-Flows (vereinfachter Cash-Flow aus Ergebnis vor Steuern und vor Ergebnisabführung (Vorjahr: Ergebnis vor Steuern und vor Verlustübernahme) zuzüglich Abschreibungen von TEUR 9.848 (Vorjahr: TEUR 484). 2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse liegen mit TEUR 57.124 über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 47.512), was im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahreszeitraum eine Steigerung von 20,2 % bedeutet. Die benannte Steigerung ist auf das Wachstum im Markengeschäft zurückzuführen. Die Prognose aus dem Lagebericht des Vorjahres konnte damit realisiert werden. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatzerlösen inklusive der Bestandsveränderung) hat sich von 59 % auf 61 % erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf steigende Preise im Rohstoffsegment zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand zu Umsatzerlösen inklusive Bestandsveränderung) hat sich von 18 % auf 15 % verringert. Grund dafür ist im Wesentlichen die gesunkene Mitarbeiteranzahl im Vergleich zur Vorperiode. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.864 konnten im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 872 reduziert werden. Dies konnte hauptsächlich durch die Reduzierung der Instandhaltungskosten für Maschinen auf TEUR 711 realisiert werden, da die Umstrukturierung des neuen Produktionslayouts nahezu abgeschlossen worden ist. Neben den Instandhaltungskosten für Maschinen (TEUR 469) bilden die Kosten für die Konzernumlage (TEUR 2.566), die Instandhaltungskosten für Gebäude (TEUR 1.019) sowie die EDV-Kosten (TEUR 319) wesentliche Positionen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das EBIT beläuft sich auf TEUR 5.816 und liegt somit deutlich über Vorjahresniveau (TEUR 1.834). Der überdurchschnittliche Anstieg des EBIT ist im Wesentlichen auf den höheren Umsatz zurückzuführen. Zusätzlich sind die Materialaufwendungen im Vergleich zum Umsatz unterproportional gestiegen. Dieser Effekt wird durch die negative Bestandsveränderung teilweise kompensiert, während sowohl bei den Personalaufwendungen (TEUR -500) als auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR -872) eine Reduzierung erzielt werden konnte. Skaleneffekte bei Materialbeschaffung und der höhere Deckungsgrad der Fixkosten sind hier hervorzuheben. Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 ergibt sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Das Ergebnis vor Ergebnisabführungsvertrag konnte aufgrund der dargestellten Effekte auf TEUR 7.881 (Vorjahr: TEUR -1.654) deutlich gesteigert werden. Da die EBIT-Prognose wie geplant eingetroffen ist, bewertet die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 als zufriedenstellend. Vor dem Hintergrund des schwachen Konsumklimas und gesättigter Märkte konnte BECORIT trotzdem ein positives Umsatzwachstum erzielen. 3. Voraussichtliche Entwicklung sowie wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Wesentliche Chancen sieht die BECORIT GmbH vor allem in den nachfolgenden Faktoren: Die eigene Entwicklungskompetenz zu stärken, um den Anforderungen und Problemstellungen der Schienenfahrzeugkunden nach neuen Produkten gerecht zu werden. Das Ziel der BECORIT GmbH ist einen hohen technischen Stand in den Bereichen Anwendungs- und Prüftechnik sowie Qualitätssicherung zu bieten. Insbesondere sind hier hervorzuheben:
Außerdem sieht das Unternehmen Chancen, Produkte im Segment der Umweltverträglichkeit (u. a. Lärm, Emissionen, Nachhaltigkeit, Recycling) verstärkt am Markt platzieren zu können. Bahngesellschaften fokussieren zunehmend die Themen Nachhaltigkeit und Emissionen ihrer Fahrzeugflotten, woraus sich neue Anforderungen, Herausforderungen und Potentiale für unsere Produkte ergeben. Durch die Strategie Carbon Neutral 2026 soll die Marktposition der BECORIT GmbH in diesen Bereichen gefestigt werden. Die Risiken der BECORIT GmbH werden hauptsächlich durch folgende Faktoren bestimmt: Die geopolitischen Risiken nehmen weiter zu. Während der Russland-Ukraine-Krieg noch nicht beendet ist, kommt es in Asien zu immer neuen Spannungen zwischen China und Taiwan, und im Nahen Osten drohen weitere neue Eskalationen. Je nach weiterem Verlauf sind negative Effekte auf die Weltwirtschaft nicht auszuschließen, die insbesondere Deutschland als Exportnation treffen könnten. Dies könnte den Absatzmarkt der BECORIT GmbH negativ beeinflussen. Bislang konnten die steigenden Energiepreise durch Energiesparmaßnahmen (siehe Punkt 1.7) kompensiert werden. Darüber hinaus wurde im Jahre 2023 eine Photovoltaik- Anlage auf dem Werksgelände in Betrieb genommen, sodass die Abhängigkeit vom schwankenden Energiemarkt weiter minimiert werden kann. Die Beschaffungsmarktrisiken der BECORIT GmbH sind prinzipiell durch operative Risiken gekennzeichnet. Insbesondere der hohe Anteil der Materialkosten an den Gesamtkosten stellt durch die steigende Inflation und die weltweiten Krisen ein gewisses Risiko dar. Darüber hinaus sind keine nennenswerten Umsatzeinbußen zu erwarten. Durch die im Absatz 1.1 erwähnte Wachstumsrate des Gesamtmarktes und den wiederkehrenden Umsätzen des Sekundärmarktes wird das Absatzrisiko weitestgehend reduziert. Als ein Ertragsrisiko wird der Fachkräftemangel gesehen bzgl. steigender Lohn- und Gehaltskosten. Vakanzen bleiben lange unbesetzt, und die Anspruchshaltung von potentiellen Bewerbern steigt. Um nicht an Produktivität einbüßen zu müssen, wird in Digitalisierung und Automatisierung investiert. Durch die sinkenden Absatzzahlen der LL-Sohlen (Low Noise/Low Friction) wird sich der Anteil an unserem Produktmix weiter in Richtung anderer Produkte verschieben. Der Fokus für die Zukunft liegt hier insbesondere auf der Nutzung von schadstoffärmeren, organischen Reibbelägen. Diese sind bereits durch neue europäische Zulassungsanforderungen für neu zuzulassende Zuggenerationen vorgeschrieben. Durch die derzeit ausgeprägte Ungewissheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Folgen der geopolitischen Unsicherheiten sowie der konjunkturellen Auswirkungen unterliegt die Einschätzung des Ausmaßes der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer erhöhten Unsicherheit. Die Zinsentwicklung zeigt bisher kaum Auswirkungen, da keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen. Die angestrebte Transformation in ein robustes, zukunftsträchtiges Unternehmen wurde im Geschäftsjahr 2023 weiter vorangetrieben. Ein weiterer positiver Ausblick in Richtung Zukunft ergibt sich aus dem bisherigen Auftragsbestand Anfang September 2024 i. H. v. ca. EUR 20 Mio. Damit ist die Auslastung für die weiteren 6 Monate im Voraus gesichert. Auf Basis des Auftragsbestands erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 57.000 und unter Berücksichtigung der stetigen Fortentwicklung der Produktionsprozesse ein EBIT, das deutlich über dem Geschäftsjahr 2023 liegt und TEUR 10.000 übertreffen wird. Tendenziell erwarten wir ein weiteres Wachstum im Markenbereich. Wir arbeiten fortgesetzt daran, unsere projektbezogenen Prozesse weiter zu stabilisieren und somit Risiken zu minimieren sowie die Kundenzufriedenheit und damit die Kundenbeziehung zu erhöhen bzw. zu intensivieren. Hierzu zählt auch weiterhin die Förderung des Humankapitals. Die Umweltbelange werden durch die o. g. Maßnahmen rund um die Photovoltaik-Anlage weiter fokussiert. Diese Prognosen für die Entwicklung der Geschäftsfelder basieren auf unseren Erwartungen zu Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldentwicklungen sowie dem Umsetzungserfolg von geplanten Maßnahmen. Die zukünftige Entwicklung unterliegt allerdings der Unvorhersehbarkeit. 4. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB 4.1. Risikomanagementziele und -methoden Hinsichtlich der Vermeidung von Risiken, beschäftigt sich das Unternehmen im Rahmen eines Überwachungssystems im Wesentlichen mit dem frühzeitigen Erkennen von möglichen Risiken in den Bereichen Absatz, Beschaffung und Produktion. Risiken im Zusammenhang mit den Finanzinstrumenten erstrecken sich vor allem auf den Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ein Kreditmanagementsystem ist im Einsatz. Durch Überwachung von Kreditlinien und Anwendung des Risikoüberwachungssystems sichert das Unternehmen Zahlungsausfallrisiken ab. Da die Verträge mit Kunden überwiegend in EURO abgeschlossen werden, unterliegen die im Jahresabschluss ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten keinen wesentlichen Währungsrisiken. 4.2. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung der Produkte Scheibenbremsbeläge und Bremsklotzsohlen sind das Ergebnis der Aktivitäten eines eigenen Forschungs- und Entwicklungsbereiches. Die Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung belaufen sich für das Wirtschaftsjahr 2023 auf TEUR 1.732 (Vorjahr: TEUR 1.685). Damit beträgt die Forschungsquote 3,1 % (Vorjahr: 3,5 %). Die BECORIT GmbH sieht sich als Lieferant für alle bedeutenden europäischen Schienengesellschaften und Schienenbremsenhersteller. Aufgrund dieser Tatsache ist eine kontinuierliche, mit dem jeweiligen Kunden abgestimmte typen- und materialspezifische, zukunftsorientierte Produktentwicklung erforderlich. Einen besonderen Schwerpunkt für die Forschung und Entwicklung sieht die Gesellschaft in den neuen europäischen Zulassungsanforderungen durch EN 15328 für neu zuzulassende Zuggenerationen, welche nach speziellen Prüfszenarien homologierte Reibmaterialien hierfür zwingend erfordern. Die BECORIT GmbH hat die zugelassenen Materialien und arbeitet bereits an der Erweiterung des Portfolios. Besonderes Augenmerk liegt hier auf Blue und Green Line. Unter Blue Line führt die BECORIT GmbH organische Beläge, die weitgehend ohne schädliche Materialien wie Kupfer oder Zink auskommen soll. Hierdurch sollen gesundheitsschädliche Emissionen auf ein Minimum reduziert werden, was gerade in Flussgebieten der Natur zugutekommt. Des Weiteren wurde begonnen, die Partikelemissionen zu simulieren. Unter Green Line führt die BECORIT GmbH Sinterbelege, die die organischen Beläge speziell für Metro/Regionalbahnen ersetzten. Durch den geringen Abrieb der Sinterbelege können auch hier die Feinstaubemissionen reduziert werden, was besonders in Tunneln für den Umweltschutz von Vorteil ist. Zum 31. Dezember 2023 waren im Entwicklungsbereich einschließlich Anwendungs- und Prüftechnik 16 Mitarbeiter (Vorjahr: 16) beschäftigt. Das Ziel der Forschung und Entwicklung ist auch in Zukunft neue Produkte zu entwickeln und somit den weiteren Unternehmenserfolg sicherzustellen. Die Organisationsstruktur des Entwicklungsbereichs der BECORIT GmbH ist sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht vergleichbar zum Vorjahr. 4.3. Zweigniederlassungen Es bestehen keine Zweigniederlassungen i. S. d. § 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
Recklinghausen, 28. Oktober 2024 BECORIT GmbH Der Geschäftsführer Daniel Gradl Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BECORIT GmbH, Recklinghausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BECORIT GmbH, Recklinghausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BECORIT GmbH, Recklinghausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 29. Oktober 2024 HLB AUDITTEAM DORTMUND AG Gregor Solfrian, Wirtschaftsprüfer Tobias Bröhmer, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung unseres Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts der BECORIT GmbH, Recklinghausen, zum 31. Dezember 2023 in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. |
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