Perspect Energie eG
Selbe AdresseElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Corinna Hambruch seit 18.1.2024 | Vorstandsmitglied |
Jens Knoop seit 27.1.2023 | Vorstandsmitglied |
Cord-Otto Wegener seit 7.2.2017 | Vorstandsmitglied |
Hans-Henning Kohrs seit 11.12.2015 | Vorstandsmitglied |
Mathias Dettmer seit 11.12.2015 | Vorsitzender des Vorstands |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 50.00% | |
| 16.67% | |
| 15.55% | |
| 11.28% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Raiffeisen Centralheide eGSoltauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023A. LageberichtI. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die Rahmenbedingungen für die Weltkonjunktur haben sich positiv entwickelt. Die Energiepreise sind wieder gesunken, die Aussicht auf eine stetige Expansion hat sich mit der Abkehr der Null-Covid-Politik in China verbessert und Lieferengpässe behindern wirtschaftliche Aktivitäten nicht mehr so stark wie im vergangenen Geschäftsjahr. All dies hat dazu beigetragen, dass die Weltkonjunktur wieder Tritt gefasst hat. Jedoch bremst die Straffung der Geldpolitik mit der Konsequenz von deutlich höheren Finanzierungskosten das Ausgabenniveau. Auch die restriktive Finanzpolitik führt da-zu, dass die Expansion der Weltwirtschaft eher moderat ausfällt. Der Anstieg der Weltproduktion Anfang 2023 hat sich zwar beschleunigt, allerdings rechnet man im Jahr 2023 lediglich mit einem Anstieg von 2,8% und im Folgejahr mit 3 %. Die nicht- energetischen Rohstoffpreise haben sich im ersten Quartal 2023 entspannt, zuletzt lag das Preisniveau auf dem von Ende 2020. Die Preise für Stahl und Kupfer haben sich, trotz Öffnung der chinesischen Wirtschaft, nicht nachhaltig erhöht. Auch die Nahrungsmittelpreise haben sich spürbar ermäßigt, auch wenn Sie, insbesondere Mais, weiter auf einem historischen Höhepunkt liegen. Der Ölpreis ist seit Juni tendenziell rückläufig und lässt in den Jahren 2023 und 2024 einen sinkenden Rohölpreis vermuten. Das Preisniveau am europäischen Gasmarkt ist gesunken, allerdings muss man sich auf knappe Verfügbarkeiten einstellen, sodass im Prognosezeitraum wieder höhere Notierungen real erscheinen. (Quelle: Institut für Weltwirtschaft, Kiel (IFW) Kieler Konjunkturberichte - Weltwirtschaft im Sommer 2023) Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland stieg im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 %. Die Wirtschaftsleistung nahm damit deutlich schwächer zu als 2021 (+2,6 %), trotz der auch 2022 noch andauernden Erholung vom Coronakrisenjahr 2020. Die allgemeine Teuerung zog kriegsbedingt weiter an. Die Inflationsrate war mit 7,9 % so hoch wie seit über 70 Jahren nicht mehr. (Quelle Jahresbericht Agrarwirtschaft DRV 2022) Die aktuelle Konjunkturprognose des Bundesverbandes der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) geht davon aus, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands 2023 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um 0,1 % steigen wird und damit im Wesentlichen stagniert. Die Verbraucherpreise dürften sich im Jahresdurchschnitt um 6,0 % verteuern. Für 2024 wird bei einem Rückgang der Inflationsrate auf 3,5 % ein BIP-Zuwachs um 1,5 % prognostiziert. Allerdings zeigen aktuelle Risikoprognosen in der Gesamtwirtschaft, dass sich die Energie- und Rohstoffpreise im Zuge steigender geopolitscher Spannungen wieder erhöhen werden. Ein Szenario wäre, dass die Belebung der Weltwirtschaft ausbleibt und Investitionen und der Verbraucherkonsum wegen Unsicherheiten und Kaufkraftverlusten zurückgehen. Das preisbereinigte BIP Deutschland könnte dann im laufenden Jahr zurückgehen. (Quelle: BVR Volkswirtschaft Kompakt Ausgabe 06 - 2023) Auch im Rahmen der industriellen Entwicklung in Deutschland deuten die Daten zu den Auftragseingängen und der Industrieproduktion auf eine moderate konjunkturelle Grunddynamik hin, nachdem es zum Ende des ersten Quartals zu einer merklichen Abkühlung gekommen war. Trotz der eingetrübten Stimmung in den Unternehmen deutet die jüngste Stabilisierung der Nachfrage auf eine allmähliche Erholung der Industriekonjunktur für die zweite Jahreshälfte 2023 hin. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2023) Die weltweite Getreideernte lag in 2022 mit 2,16 Mrd. t zum ersten Mal seit vier Jahren unter dem Vorjahresniveau (- 45 Mio. t). Grund für das niedrige Ergebnis waren insbesondere trockenheitsbedingt deutlich niedrigere Maiserträge in den USA und Europa. Dass die Erntemenge insgesamt nicht stärker gesunken ist, ist vor allen Dingen auf die Rekordernte in Australien zurückzuführen. Dadurch konnten die Ausfälle in anderen Regionen zum Teil aufgefangen werden. Die weltweite Nachfrage sank aber nicht in dem Maße wie das Angebot (2,17 Mrd. t, - 16 Mio. t). Daher fällt die Bilanz zum Ende des Kalenderjahres 2022 insgesamt negativ aus. Diese Entwicklung führte zum fünften Mal in Folge zu einem Rückgang der Endbestände (578 Mio. t, - 27 Mio. t). Dies betraf sowohl den Mais als auch den Weizen. Beim Mais erreichten die Endbestände mit 298 Mio. t den drittniedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre, beim Weizen fielen die Endbestände auf 267 Mio. t und damit den niedrigsten Wert seit fünf Jahren. Mehr als die Hälfte der Weizen- und zwei Drittel der Maisvorräte sind in China gebunden und stehen dem Weltmarkt nicht zur Verfügung. In der EU wurde 2022 mit 267 Mio. t ein insgesamt enttäuschendes Ergebnis eingefahren. (Quelle Jahresbericht Agrarwirtschaft 2022) Die Gesamtbilanz der deutschen Getreideernte wird durch das schlechte Ergebnis beim Körnermais nach unten gedrückt. Das Gesamtergebnis der Ernte 2022 inkl. Körnermais beläuft sich auf rund 43,2 Mio. t und damit 2 % mehr gegenüber dem Vorjahr. (Quelle: Erntebericht 2022, BMEL) Der Energiemarkt im Jahr 2022 war von den Auswirkungen des russischen Krieges gegen die Ukraine geprägt. Der Beginn der Auseinandersetzung brachte den Energiemarkt in erhebliche Unruhe, der in der Folgezeit beschlossene Boykott von russischer Energie ließ die Preise explodieren und schürte die Sorgen vor Versorgungsengpässen. In der Folge entschied sich die Bundesregierung, der Kohleverstromung wieder mehr Raum zu schaffen und die Laufzeit der letzten Atomkraftwerke um einige Monate zu verlängern. Gleichzeitig wurde mit einer erneuten Novellierung des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) der rechtliche Rahmen für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen. Aufgrund dessen sind zwischenzeitlich auch die Preise bei Düngemitteln extrem angestiegen. Die Energiekosten haben die Herstellung von Mineraldüngern so sehr verteuert, dass einige Hersteller die Produktion deutlich reduziert und zwischenzeitlich sogar eingestellt haben. Die für den westeuropäischen Markt verfügbare Menge an Mineraldüngern ist deshalb sehr knapp. Seit Spätherbst 2022 sinken die Preise zwar wieder, viele Landwirte üben dennoch Kaufzurückhaltung und hoffen auf bessere Konditionen im kommenden Frühjahr. Trotz deutlich gestiegener Kosten war 2022 für die Milcherzeuger ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr. Die Erzeugerpreise erreichten nach den Berechnungen des Bundesinformationszentrum Landwirtschaft Rekordwerte und lagen im Bundes- und Jahresdurchschnitt bei knapp über 53 ct/kg. Dies bedeutet eine Steigerung um nahezu 17 Cent oder 47 % gegenüber dem Vorjahr. Zum Jahresende wurde im Bundesdurchschnitt die 60-Cent-Marke beim Milchpreis erreicht. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Anlieferungen bis Mitte 2022 hinter dem Vorjahr zurückblieben und die Weltmarktpreise für Butter und Magermilchpulver sehr hoch waren. Bis zum Juli 2023 sind die durchschnittlichen Auszahlungspreise in Deutschland für konventionelle Milch auf 40,7 ct/kg gefallen. Die sinkende Nachfrage und die unter anderem deshalb erheblich gegenüber dem Vorjahr sinkenden Preise für Milchprodukte auf den nationalen und internationalen Märkten haben zu stark fallenden Erzeugermilchpreisen im ersten Halbjahr 2023 in Deutschland geführt. Der deutsche Rinderbestand blieb nahezu konstant. Zum Stichtag der nationalen Viehzählung am 3. November 2022 wurden in Deutschland rund 11,0 Mio. Rinder gehalten. Das waren knapp 42.700 Tiere bzw. 0,4 % weniger als im November 2021. Gemäß Statistischem Bundesamt wurden zum Mai 2023 rund 10,9 Mio. Tiere gezählt. Die Zahl der rinderhaltenden Betriebe ist im gleichen Zeitraum um 1,4 % auf 129.367 Betriebe gesunken. Das Angebot an Rindfleisch sowohl in Deutschland als auch der EU wird sich 2023 weiterhin knapp entwickeln, was perspektivisch ein gutes Preisniveau für Schlachttiere erwarten lässt. Allerdings dämpfen weiterhin hohe Futter- und Prozesskosten eine positive Entwicklung des Sektors. (Quelle Jahresbericht Agrarwirtschaft 2022 und Statistisches Bundesamt Rinder Mai 2023) Die Zahl der in Deutschland gehaltenen Schweine lag zum Zeitpunkt der Novemberzählung bei 21,3 Mio. Tieren, was einer Reduzierung von 10,2 % oder 2,43 Mio. Tiere zum Vorjahr entspricht. Mit diesem vierten deutlichen Rückgang in Folge sank der Schweinebestand auf einen neuen Tiefstwert. Die Zählung zum Mai 2023 ergab laut Statistischem Bundesamt einen Bestand von 20,7 Mio. Tieren. Neben den Beständen war auch die Zahl der schweinehaltenden Betriebe weiterhin rückläufig. So wurden 16.900 schweinehaltende Betriebe und damit 10,1 % (- 1.900 Betriebe) weniger als im Vorjahr gezählt. (Quelle Jahresbericht Agrarwirtschaft 2022 und Statistisches Bundesamt Schweine Mai 2023) Geschäftstätigkeit der Genossenschaft Die Raiffeisen Centralheide eG betreibt satzungsgemäß den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Energie und den Einzelhandel in Raiffeisenmärkten. Für das Agrargeschäft stehen neun Standorte für den Bezug landwirtschaftlicher Bedarfsartikel und den Absatz von Getreide und Kartoffeln zu Verfügung. Daneben werden sechs Tankstellen mit Shops, neun Automatentankstellen und drei Raiffeisenmärkte betrieben. Die Leistungen werden Mitgliedern der Genossenschaft und auch Dritten angeboten. Entwicklung bei der Raiffeisen Centralheide eG Das Umsatzvolumen konnte nochmals deutlich gesteigert werden. Der Zuwachs beträgt insgesamt 15,4 %. Alle Umsatzbereiche haben ihren Beitrag an dieser Entwicklung. Im Einzelnen ergaben sich nachstehend dargestellte Veränderungen: Umsatz
Die wertmäßige Umsatzsteigerung bei landwirtschaftlichen Artikeln lag bei rund 18,8 Mio. EUR. In der Menge ergab sich ein leichter Rückgang um 1.300 t. Die Ergebnisse der Warengruppen sind sehr differenziert: Bei Futtermitteln wurde die Menge des Vorjahres nicht erreicht, bei Düngemitteln konnte hingegen eine deutliche Steigerung in der Menge um 5.000 t (+ 13,8 %) erreicht werden, der Wert-Umsatz erreichte einen Zuwachs um rund 1,7 Mio. EUR. Bei Speise- und Verarbeitungskartoffeln ergab sich ein leichter Rückgang in der Menge um 951 t (- 1,1 %), der Wertumsatz wurde hingegen um rund 4,8 Mio. EUR gesteigert. Das Geschäft mit Pflanzkartoffeln war bei stabilen Wertumsätzen in der Menge um 12,8 % rückläufig. Bei Getreide incl. Ölsaaten ergab sich sowohl in der Menge (+ 5.000 t) als auch im Umsatz (+ 7,1 Mio. EUR) ein deutlich positives Ergebnis. Das Umsatzfeld "Energie" mit den Bereichen Brenn- und Treibstoffe verlief im Berichtsjahr sehr zufriedenstellend. Bei Brennstoffen wurde das Ergebnis des Vorjahres übertroffen. In der Menge wurde ein Anstieg um 2,0 Mio. Mengeneinheiten erreicht. Der Umsatz wurde um 5,1 Mio. EUR gesteigert. Auch die Entwicklung bei Treibstoffen hat sich positiv entwickelt. Bei konstanter Treibstoffmenge konnten die Erlöse um 6,6 % auf 79,2 Mio. EUR gesteigert werden. Die Umsätze an den Tankshops konnten um 3,4 % auf 5,2 Mio. EUR ausgeweitet werden. Der Einzelhandel in unseren Raiffeisen-Märkten hat die gute Entwicklung aus den Vorjahren auch im Geschäftsjahr mit einem Umsatzanstieg um 300 TEUR bestätigt. Beschaffung Bei der Beschaffung von landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln und Energieprodukten haben wir auf die bewährten Lieferanten aus den Vorjahren zurückgegriffen. Der Einkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen erfolgt bei unseren Mitgliedern und Kunden. Zur Qualitätssicherung unserer Handelswaren sind seit vielen Jahren Qualitätssicherungssysteme implementiert. Die Aufrechterhaltung wird durch regelmäßige interne und externe Audits nachgewiesen. Investitionen Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen und dem Sachanlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2022/23 in Summe auf 0,7 Mio. EUR nach 2,8 Mio. EUR im Vorjahr. In Kirchboitzen wurde das Grundstück der dortigen Automatentankstelle erworben. Ein Tankwagen, eine Sattelzugmaschine und zwei Silo- Auflieger wurden aus Leasingverträgen übernommen. Die weiteren wesentlichen Zugänge bildeten Ersatzinvestitionen für Tankstellen, in Geschäftsausstattung sowie für das landwirtschaftliche Warengeschäft. Bei den Finanzanlagen ergaben sich Zugänge von 0,2 Mio. EUR. An unser Beteiligungsunternehmen Solitio GmbH wurden weitere Ausleihungen gegeben. Finanzierungsmaßnahmen Die Aufnahme von langfristigen Finanzierungen war im Geschäftsjahr nicht erforderlich. Mit unseren Hausbanken wurden Kreditverträge für die Erntefinanzierung der Vorräte abgeschlossen. Personal- und Sozialbereich Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalbestand durch Neu-Besetzung von Stellen im kaufmännischen Bereich leicht angestiegen. Unsere Auszubildenden werden in den Berufsfeldern Groß- und Außenhandel sowie Einzelhandel ausgebildet. Daneben bieten wir ein berufsbegleitendes Studium mit dem Studiengang Management und Agrarhandel zum Abschluss Bachelor of Arts an. Alle Geschäftsbereiche werden durch entsprechend ausgebildete, langjährige Mitarbeiter mit Führungsverantwortung geleitet. Zur Fort- und Weiterbildung werden aus allen Geschäftsbereichen unserer Genossenschaft Mitarbeiter durch entsprechende Maßnahmen gefördert. Umweltschutz Die Führung unseres Geschäftsbetriebes erfolgt unter Beachtung der aktuellen Umweltschutzbedingungen. Die Anlagen werden von internen und externen Sachverständigen in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben unterliegen wir der staatlichen Aufsicht durch das Gewerbeaufsichtsamt und die Aufsichtsbehörden des Landkreises. Die möglichen Risiken sind durch eine Umwelthaftpflichtversicherung ausreichend abgeschirmt. Beurteilung der Entwicklung durch den Vorstand Nach dem Ende der Corona-Pandemie läuft neben dem landwirtschaftlichen Geschäft auch das Geschäft an den Tankstellen und in den Raiffeisenmärkten wieder normal. Allerdings hat die Inflationsentwicklung dafür gesorgt, dass die Kunden preisbewusster einkaufen. Diese Entwicklung ist besonders in den Raiffeisenmärkten spürbar. Der Markt für landwirtschaftliche Artikel, insbesondere der Getreidemarkt, zeichnete sich durch wiederum hohe Volatilitäten aus. Gleichzeitig gab es im Jahr 2022 eine trockene Ernte und dementsprechend einen deutlichen Rückgang im Bereich der Dienstleistungen; in diesem Fall handelt es sich um Erlöse für Trocknungskosten. Die Erfassungsmenge bei Getreide und Ölsaaten konnte im Vergleich zum Vorjahr um 5.000 t gesteigert werden. Bei den Kartoffeln hat sich die Menge stabilisiert und durch höhere Preise konnten wir auch das Ergebnis in der Abteilung verbessern. Den Mengenrückgang bei Futtermitteln sehen wir als moderat, wenn man den deutlichen Rückgang der Tierzahlen betrachtet. Dadurch fehlen allerdings Frachtkosten im Bereich der Dienstleistungen. Die Aufstellung im Fuhrpark bleibt weiter zu beobachten. Stabilität und weiteres Wachstum sorgen für eine positive Entwicklung der Raiffeisen Centralheide. Die Entwicklung der Mengen passen zum gesellschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umfeld. Mengenrückgänge bei Futtermitteln und Pflanzkartoffeln werden durch gestiegene Mengen in den Bereichen Düngemittel, Brennstoffe und Getreide mehr als ausgeglichen. Der Energiebereich mit den Umsatzbereichen Brenn- und Treibstoffen steht unter dem Einfluss politischer Entscheidungen. Das Brennstoffgeschäft war von den Unsicherheiten bei der Einführung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beeinflusst. Trotzdem konnten wir im Geschäftsjahr Steigerungen bei Mengen und Umsätzen erzielen. Bei Treibstoffen wurde bei nahezu gleichbleibender Menge ein Umsatzzuwachs erreicht. Insgesamt sind die gehandelten Mengen um 611 t auf nunmehr rund 390.000 t und der Umsatzwert um 30 Mio. EUR auf 224 Mio. EUR angestiegen. Die Personalkosten unterlagen den tariflichen Steigerungen und Anpassungen im Bereich der Altersvorsorge. Sie sind insgesamt um 8,3 % gestiegen. Die Abschreibungen haben sich entsprechend der Planungen entwickelt. Der Betriebsaufwand stand unter dem Einfluss steigender Preise bei Material- und Lohnkosten. Unter Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren bewegen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit rund 6,2 Mio. EUR in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Wir haben Maßnahmen getroffen, um gerade bei Dünger, Getreide und Pflanzenschutz die Marktentwicklung bei der Bewertung zu berücksichtigen. Der Krieg in der Ukraine und Vorstöße der Gesetzgebung auf europäischer und deutscher Ebene sind aktuell nicht einzuschätzen. Das Jahresergebnis übertraf unsere Planungen deutlich. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2022/2023 war geprägt durch die stark schwankenden Marktpreisentwicklungen, die auf außergewöhnliche Brancheneinflüsse in den Geschäftsbereichen zurückzuführen ist. So führten, wie bereits erläutert, insbesondere die zunächst steigenden und danach stark sinkenden Marktpreise in verschiedenen Geschäftsbereichen zu niedrigen Roherträgen und auch Umsatzerlösen. Diese Entwicklungen waren zum Zeitpunkt der Erstellung der Planungsrechnungen nicht vorhersehbar und haben daher zu Abweichungen von dem zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/23 prognostizierten Ergebnis geführt. II. Darstellung der Lage der Gesellschaft Vermögens- und Finanzlage
1 Sachanlagen lt. Bilanz/ Gesamtkapital lt.
Bilanz
2 Eigenkapital lt. Bilanz / Gesamtkapital lt.
Bilanz
Das Anlagevermögen hat sich in Summe um rund 1,1 Mio. EUR vermindert. Den Anlagenzugängen in Höhe von knapp 1,0 Mio. EUR standen Abschreibungen von 2,0 Mio. EUR sowie Abgänge zu historischen Anschaffungskosten von knapp 0,4 Mio. EUR gegenüber. Die Vorräte konnten deutlich reduziert werden. In den Warenbereichen Düngemittel und Pflanzenschutzmittel ergaben sich verminderte Bestandsmengen. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind in Summe um nahezu 2,0 Mio. EUR auf 14,2 Mio. EUR zurückgegangen. Die liquiden Mittel sind dagegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,9 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR angewachsen. Das Eigenkapital hat sich nominell von 14,3 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote ist von 28,1 % auf 31,0 % deutlich angestiegen. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Lieferantenrechnungen wurden regelmäßig innerhalb der Skontofrist beglichen. Die Rückführung der Bankverbindlichkeiten erfolgte planmäßig. Ertragslage
Die Umsatzerlöse erreichten im Vergleich zum Vorjahr mit einer Steigerung um 30,0 Mio. EUR bzw. 15,4 % einen neuen Höchstwert. Die Erlöse der beiden Haupt- Umsatzbereiche Landwirtschaft und Energie waren maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt. Bezüglich der Umsatzentwicklung in den einzelnen Produktbereichen verweisen wir auf die Erläuterung unter der "Entwicklung bei der Raiffeisen Centralheide eG". Das Rohergebnis des Vorjahres wurde um 429 TEUR gesteigert. Die Roherträge aus dem Warengeschäft konnten leicht ausgebaut werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge mit 916 TEUR liegen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Planmäßige Abschreibungen wurden in Höhe von 2,0 Mio. EUR vorgenommen. Der Personalaufwand war von steigenden Aufwendungen für Löhne und Gehälter durch die Besetzung neuer Stellen sowie von Tariferhöhungen geprägt. Daneben haben sich die Aufwendungen für Altersversorgung auf das Ergebnis ausgewirkt. In Summe erhöhte sich der Aufwand um 652 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 6,2 Mio. EUR. Kostensteigerungen bei Ausgangsfrachten und EDV-Aufwendungen standen geringeren Aufwendungen aus der Forderungsbewertung gegenüber. Das Finanzergebnis hat sich deutlich verbessert. Nach einem Überschuss im Vorjahr in Höhe von 164 TEUR, konnte das Ergebnis mit 337 TEUR mehr als verdoppelt werden. Die Belastung mit Ertragsteuern liegt mit 687 TEUR unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen Steuern beinhalten Grund- und Kfz-Steuern und weisen einen nahezu unveränderten Wert aus. Die Planungsrechnung für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde, wie zuvor erläutert, durch das erfreulicherweise realisierte Ergebnis deutlich übertroffen. III. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Das unternehmerische Zielsystem stellt die Grundlage bei der Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken dar. Die festgelegten strategischen Ausrichtungen bestimmen maßgeblich die Art und Weise, wie mit Risiken und Chancen umgegangen wird. Die Genossenschaft hat die Risiken und Chancen im Unternehmen und dessen Umgebung aufgenommen und bewertet. Zur Steuerung und Überwachung werden Controlling- Instrumente eingesetzt, die unter anderem ein Meldewesen bei Überschreitung von festgelegten Wertgrenzen beinhalten. Die Bestandsaufnahme wird jährlich aktualisiert. Eine umfassende Berichterstattung über die Chancen und Risiken wird vorgenommen. Für allgemeine Betriebsrisiken besteht ausreichender Versicherungsschutz. Die Forderungen an Kunden und Mitglieder werden regelmäßig kritisch überwacht. Die Kundenforderungen werden zu einem großen Anteil durch das Bankeinzugsverfahren reguliert. Bei Neukunden erfolgt eine systematische Bonitätsabfrage. Daneben bestehen eindeutige Regelungen zur internen Kommunikation bei Zahlungsschwierigkeiten bei Bestandskunden. Das Forderungsmanagement wird durch ein effizientes Mahnwesen bei Überschreitung von Zahlungszielen abgerundet. Eine Kreditversicherung für bedeutende Risiken ergänzt das Forderungsmanagement. Die Beteiligungsunternehmen werden durch Zwischenbilanzen, Jahresabschlüsse sowie durch persönliche Auskünfte analysiert. Die Überwachung der wirtschaftlichen Verhältnisse erfolgt weiterhin durch die Teilnahme an den jeweiligen Gesellschafterversammlungen. Die Genossenschaft ist branchenüblichen Marktpreisrisiken, vor allem bei Getreide, Düngemitteln sowie Brenn- und Treibstoffen ausgesetzt, die ihren Ursprung im Angebots- und Nachfrageverhalten der Marktteilnehmer haben. Zur Verringerung von Warenrisiken sowohl in der Bestandsführung als auch in der Vermarktung sowie von Transportrisiken wurden OS-Systeme eingeführt. Die Zertifizierungen erfolgen durch namhafte Zertifizierungsunternehmen. Innerbetriebliche Audits mit unseren Mitarbeitern und interne Schulungen werden regelmäßig durchgeführt. Die Genossenschaft hat zur Aufrechterhaltung ihrer Lieferfähigkeit und zur Absicherung gegen Marktpreisänderungsrisiken für die Umsatzträger Getreide, Ölsaaten, Kartoffeln, Futtermittel, Düngemittel und Treibstoffe branchenüblich umfangreiche Ein- und Verkaufskontrakte abgeschlossen. Der Sicherungszeitraum beträgt bis zu 18 Monate. Diese Kontrakte mit Kunden und Lieferanten werden, wie in der Branche üblich, als Sicherungsinstrumente eingesetzt. Die Kontrakte werden EDV-technisch in der Warenbuchhaltung geführt, sodass deren Gesamtumfang und Erfüllungsgrad jederzeit mit aktuellem Stand abrufbar ist. Der unsaldierte Nominalwert der am Bilanzstichtag offenen Positionen - bewertet mit dem jeweiligen Basispreis des Vertrages - beträgt insgesamt 39,4 Mio. EUR, davon entfallen 20,8 Mio. EUR auf schwebende Einkaufskontrakte. Die Einkaufskontrakte (Grundgeschäfte) werden grundsätzlich mit den Verkaufskontrakten (Sicherungskontrakte) zu Bewertungseinheiten (Makro Hedges, Portfolio Hedges) zusammengefasst. Auf die Bildung von Bewertungseinheiten wird, wie im Vorjahr bei einzelnen Getreidesorten verzichtet bzw. ist nicht möglich. Sofern negativen Marktwerten aus der Bewertung schwebender Sicherungskontrakte positive Preiseffekte aus den Grundgeschäften (Einkaufskontrakte) gegenüberstehen, werden diese nicht bilanziert. Für den umgekehrten Fall wird entsprechend verfahren. Für ungesicherte Positionen werden im Bedarfsfall Drohverlustrückstellungen gebildet. Die zukünftigen Zahlungsströme der Sicherungsgeschäfte gewährleisten mit hoher Wahrscheinlichkeit den Ausgleich gegenläufiger Preisänderungseffekte bei den Grundgeschäften. Die Überwachung der Wirksamkeit (Effektivität) dieser Sicherungsbeziehungen ist Bestandteil des Risikomanagementsystems unserer Genossenschaft. In die monatliche Ermittlung des Vermarktungsrisikos für bedeutsame Produkte fließen neben den eigenen Vorräten (bewertet mit dem aktuellen Marktpreis) auch Kontraktmengen (bewertet mit dem gewogenen durchschnittlichen Ein- bzw. Verkaufspreis) ein. Chancen und Risiken wirken sich hierdurch unmittelbar im kurzfristigen Erfolgsstatus aus. Akute und latente Risiken sind durch Rückstellungen und Wertberichtigungen hinreichend abgesichert. Bestandsgefährdende oder andere bedeutsame Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Darüber hinaus bestehen Chancen in der weiteren Entwicklung des Agribusiness über Beteiligungen. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Die Planungsrechnung lässt im laufenden Geschäftsjahr 2023/24 einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,7 Mio. EUR erwarten. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass insbesondere aufgrund des Ukraine-Kriegs und den daraus resultierenden Unwägbarkeiten sowohl auf dem Energiemarkt wie auch den landwirtschaftlichen Märkten Prognosen zu der Branchen- und der zukünftigen Ertragsentwicklung mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind. Deshalb sind auch erhebliche Abweichungen im Ist gegenüber unserer Planung nicht auszuschließen. Die Getreideernte in 2023 liegt in unserem Erfassungsgebiet in der Menge etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Durch die negativen Witterungseinflüsse während der Vegetations- und Erntephase gibt es allerdings große Qualitätsprobleme. Die Braugerste fällt in diesem Jahr aufgrund von Schwärzepilzen und Auswuchs vermutlich komplett aus. Auch Brotgetreide ist so gut wie nicht vorhanden. Als Reaktion auf die sehr volatilen Märkte verkaufen wir möglichst kurzfristig größere Mengen. Auf diesem Weg wollen wir unser geplantes Ergebnis erreichen. Im Bereich Kartoffeln rechnen wir mit einem schwierigen Jahr. Schorf, Wurmfraß und in diesem Jahr auch die Braunfäule, sind die qualitativen Probleme. Die Mengensituation ähnelt dem Vorjahr sehr. Preislich befinden wir uns auf einem etwas höheren Niveau, das sich bisher durch alle Verwertungsrichtungen zieht. Trotz der schwer einzuschätzenden Situation erwarten wir ein Ergebnis, dass sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegt. Nach wie vor erwarten wir aus den Bereichen Energiehandel und Tankstellen stabile Erträge. Die Umsätze an unseren Tankstellen entwickeln sich weiter positiv und wir gehen von einem leichten Mengenwachstum aus. Die Roherträge hängen sehr stark an den volatilen Märkten und wir erwarten für dieses Jahr eine leichte Verbesserung zum Vorjahr. Der Markt für Brennstoffe hat sich auf einem Niveau um 15 Millionen Liter stabilisiert. Diskussionen um Klimaschutz und auch die Energiewende werden zukünftig einen negativen Einfluss haben. Diese Entwicklung ist jedoch sehr stark durch die Politik getrieben und somit ganz schwer einzuschätzen. Die hitzige Diskussion um das Heizungsgesetz hat allerdings das Gegenteil bewirkt und einige Kunden haben in neue Heizöl- oder Gasheizungen investiert. Die Raiffeisenmärkte haben im vergangenen Geschäftsjahr ihr Planergebnis gut erfüllt. Wir erwarten eine Fortsetzung dieser Entwicklung. Die rasanten Entwicklungen im Bereich der IT lassen weitere Investitionen erwarten. Nach Umzug unseres ERP-Systems in die Cloud werden wir in diesem Geschäftsjahr komplett auf einen digitalen Rechnungseingang und eine entsprechende Rechnungsverarbeitung umstellen. Im Laufe des Geschäftsjahres sollen auch die Aktivitäten im Onlinehandel für den Großhandelsbereich starten. Hierfür muss jedoch noch entsprechende Kompetenz gefunden werden. Die Kostensituation bleibt durch die Fortführung der Abschreibungen und des Investitionsplanes auf höherem Niveau. Hinzu kommen deutlich höhere Energiekosten, denn ab dem 1. Januar 2024 haben wir neue Stromverträge abgeschlossen, die Umstellung auf ein höheres Preisniveau bei der Gasversorgung ist bereits per 1. Januar 2023 erfolgt. V. Forschung und Entwicklung Die Aktivitäten im Bereich der Pflanzkartoffelzucht sind auf unser Beteiligungsunternehmen Nordkartoffel Zuchtgesellschaft mbH übertragen. Die Tätigkeiten der Neu- und Erhaltungszucht von Pflanzkartoffeln werden von der Böhm-Nordkartoffel-Agrarproduktion GmbH & Co. OHG durchgeführt. Die Forschung im Bereich der Biotechnologie erfolgt durch die Tochtergesellschaft der Nordkartoffel Zuchtgesellschaft mbH, die Böhm-Nordkartoffel Agrarproduktion GmbH & Co. OHG.
Soltau, 19. Oktober 2023 Raiffeisen Centralheide eG Der Vorstand Dettmer Bostel Knoop Kohrs Wegener Laue B. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag des Vorstandes zum Ergebnisverwendungsvorschlag entspricht unter Berücksichtigung der Beschlüsse, die im Rahmen der Generalversammlung, die über die Feststellung und Ergebnisverwendung beschließt, den Vorschriften der Satzung. Soltau, 19. Oktober 2023 Hammann (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 1. Bilanz zum 30. Juni 2023Aktivseite
Passivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023
3. AnhangA. Allgemeine Angaben Die Raiffeisen Centralheide eG mit Sitz in Soltau ist registriert beim Amtsgericht Lüneburg und eingetragen unter der Registernummer GnR 100013. Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften der Satzung aufgestellt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Auf Bauten wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Für Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens wurden die Abschreibungen planmäßig teils linear, teils degressiv vorgenommen. In Vorjahren erhaltene Zuschüsse wurden von den Anschaffungskosten abgesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Daneben besteht ein Wertabschlag auf Bauten gemäß § 253 Abs. 4 HGB (in der bis 28. Mai 2009 geltenden Fassung) in Höhe von unverändert TEUR 180 zur Risikovorsorge. Die Nutzungsdauern orientieren sich jeweils an den steuerlichen AfA-Tabellen, sofern dem nicht betriebswirtschaftliche Belange entgegenstehen. Die Finanzanlagen wurden grundsätzlich mit Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgte eine Wertkorrektur auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ausleihungen wurden mit dem Nennwert bzw. abzüglich Tilgungsbeträge angesetzt. Die Vorräte wurden in der Regel mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In einzelnen Fällen waren Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert erforderlich. Daneben besteht ein Wertabschlag gemäß§ 253 Abs. 4 HGB (in der bis 28. Mai 2009 geltenden Fassung) in Höhe von unverändert TEUR 250. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennwert abzüglich Wertabschläge angesetzt. Die bei den Forderungen erkennbaren Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Forderungsbestandes gebildet. Unverändert besteht gemäß § 253 Abs. 4 HGB (in der bis 28. Mai 2009 geltenden Fassung) ein Wertabschlag von TEUR 800. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck" nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Sie wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet. Der Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,8 %. Künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen wurden bei der Bewertung mit einer jährlichen Steigerung von unverändert jeweils 2,3 % p. a. berücksichtigt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 248. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind gebildet worden. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses nach § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. C. Entwicklung des Anlagevermögens
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt:
*) Jahresabschluss für das
Rumpfgeschäftsjahr per 30. Juni 2022
In den nachstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen sind:
Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere solche für personalrechtliche Verpflichtungen, unterlassene Instandhaltungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften enthalten. Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit:
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:
Von den Verbindlichkeiten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsregelungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum 30. Juni 2023 Steuerlatenzen. Die bilanzpostenbezogene Ermittlung ergab keine passiven steuerlichen Latenzen. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:
Die Haftungsverhältnisse von TEUR 657 betreffen zwei Bürgschaften gegenüber einem Kreditinstitut für die Ausreichung von Darlehen an ein Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht. Aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse der Begünstigten wird mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nach § 251 HGB derzeit nicht gerechnet. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos aus unseren variablen kurzfristigen Finanzierungen haben wir eine Zinssicherungsvereinbarung (Zinssatzswap) über 3 Mio. EUR für den Zeitraum vom 30. September 2019 bis 29. März 2029 abgeschlossen. Die nach einem bankeigenen Modell vorgenommene Bewertung zum 30. Juni 2023 ergab einen positiven Marktwert von TEUR 180. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
In dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von EUR 102.204,00 (Vorjahr EUR 116.557,00) enthalten. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde bzw. außerordentliche Erträge und Aufwendungen enthalten: Saldierter Ertrag aus der Forderungsbewertung 218 TEUR In den nachfolgend aufgeführten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind Erträge aus verbundenen Unternehmen enthalten:
J. Sonstige Angaben ErgebnisverwendungsvorschlagZur Verwendung des Ergebnisses schlägt der Vorstand vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.433.833,42 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 26.985,68 sowie nach den im Jahresabschluss in Höhe von EUR 1.000.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in Rücklagen - (Bilanzgewinn EUR 460.819,10) wie folgt zu verwenden:
Es bestehen nach § 285 Abs. 3a HGB folgende, nicht in der Bilanz enthaltene finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:
Der Fuhrpark ist teilweise geleast. Die Verträge haben Restlaufzeiten von bis zu 48 Monaten. Die Belastungen aus den Leasingverpflichtungen betragen in 2023/24 TEUR 181 und insgesamt TEUR 371. Die Liquidität und die Eigenkapitalquote werden verbessert. Risiken können sich aus der Laufzeit der Verträge ergeben. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 51 geringfügig Beschäftigte und 7 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. Karl-Wiechert-Allee 76 a 30625 Hannover Mitglieder des Vorstands
Mitglieder des Aufsichtsrats
Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an:
Soltau, den 19. Oktober 2023 Raiffeisen Centralheide eG Der Vorstand: Dettmer Bostel Knoop Kohrs Wegener Laue Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Raiffeisen Centralheide eG, Soltau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisen Centralheide eG, Soltau, (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit§ 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen. Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu er- teilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 1. Dezember 2023 Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. Peters, Wirtschaftsprüfer Büchsenschütz, Wirtschaftsprüfer |
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