WAREMA Renkhoff GmbHLiquidiert

97828 Marktheidenfeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 2525
Eingetragen
10.12.1984
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
ist die geschäftliche Betätigung im Bereich, der Herstellung und des Vertriebs von Jalousien und Rolläden, von Markisen, anderen Sonnelschutz-Produkten sowie von Bedarfsgegenständen aus Metall, Holz, Kunststoff und sonstigen Stoffen, der Verkauf von Werbematerial und -methoden jeder Art sowie technische und kaufmännische Dienstleistungen an gleichartige und sonstige Industriezweige. Die Gesellschaft kann andere Unternehmen erwerben, pachten, veräußern oder verpachten, sich an Unternehmungen im Inund Ausland beteiligen sowie alle Geschäfte betreiben, die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft und ihrer Unternehmen zu fördern. Die Gesellschaft führt das von der Firma Warema Renkhoff GmbH & Co. in Marktheidenfeld betriebene Handelsgeschäft fort.

Historie

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Management

NameRolle
Harald Freund
seit 26.1.2007
Geschäftsführer
Gerhard Mader
seit 26.1.2007
Geschäftsführer
Edelbert Hammer
seit 19.11.2002
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

WAREMA Renkhoff GmbH

Marktheidenfeld

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Inhaltsverzeichnis

1. Bilanz zum 31. Dezember 2007

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2007

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2007

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007

5. Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

6. Bericht des Aufsichtsrats

Bilanz zum 31. Dezember 2007

Aktiva

31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 1.635.973,00 663
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 444.395,02 382
2. technische Anlagen und Maschinen 3.848.916,51 3.149
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.232.922,30 4.721
4. geleistete Anzahlungen 367.998,42 9.894.232,25 178 8.430
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 789,95 1
11.530.995,20 9.094
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.573.613,03 15.728
2. unfertige Erzeugnisse 2.150.137,35 2.158
3. fertige Erzeugnisse 20.303.890,97 42.027.641,35 17.513 35.399
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.917.620,89 22.854
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.991.553,78 2.010
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.457.608,61 31.366.783,28 7.034 31.898
III. Flüssige Mittel 26.078.345,26 15.857
99.472.769,89 83.154
C. Rechnungsabgrenzungsposten 316.525,47 369
11.320.290,56 92.617

Passiva

31.12.2007 31.12.2006
EUR EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.800.000,00 5.800
II. Kapitalrücklage 7.009.766,19 7.010
III. Gewinnrücklagen 15.000.000,00 15.000
IV. Bilanzgewinn 8.628.819,54 36.438.585,73 239 28.049
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 22.582.017,00 21.762
2. Steuerrückstellungen 3.028.245,00 391
3. sonstige Rückstellungen 25.231.600,00 50.841.862,00 21.242 43.395
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen 10.271.330,69 9.550
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.807.299,50 5.284
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 131.498,61 421
4. sonstige Verbindlichkeiten 5.829.714,03 24.039.842,83 5.918 21.173
davon aus Steuern EUR 1.033.836,05; Vj. TEUR 1.531
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 108.937,64; Vj. TEUR 0
111.320.290,56 92.617

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2007

2007 Vorjahr
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 290.871.536,32 257.253
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.783.084,26 293.654.620,58 2.573 259.826
3. sonstige betriebliche Erträge 5.489.651,36 5.277
299.144.271,94 265.103
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 136.334.346,69 122.375
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.655.879,85 12.869
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 76.494.574,11 72.383
b) soziale Abgaben 14.321.660,76 13.581
c) Aufwendungen für Altersversorgung 2.117.179,70 2.234
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.983.068,00 4.365
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 37.520.300,86 -286.427.009,97 33.760 -261.567
12.717.261,97 3.536
8. Zinsen und ähnliche Erträge 1.054.079,21 495
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -98.238,22 955.840,99 -142 353
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 13.673.102,96 3.889
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.283.367,92 -253
12. Jahresüberschuss 8.389.735,04 3.636
13. Vorabausschüttung - -3.500
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 239.084,50 103
15. Bilanzgewinn 8.628.819,54 239

Anhang für das Geschäftsjahr 2007

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von großen Kapitalgesellschaften sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden aktiviert und planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger oder außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten des Produktionsbereichs einschließlich linearer Abschreibungen.

Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend degressiv mit steuerlich höchstzulässigen Sätzen abgeschrieben; der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Geringwertige Anlagegegenstände werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten bewertet. In die Herstellungskosten werden die direkten Kosten sowie anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen einbezogen. Die Bewertung der Erzeugnisse erfolgt entsprechend ihrem durchschnittlichen Fertigungsgrad retrograd mit Abschlägen auf die Netto-Verkaufspreise. Für Risiken durch verminderte Verwertbarkeit werden ausreichende Abschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken und allgemeine Kreditrisiken werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angemessen berücksichtigt.

Pensionsverpflichtungen werden nach dem steuerrechtlichen Teilwertverfahren mit einem Rechnungszinsfuß von sechs Prozent ermittelt.

Die Rückstellungen für Steuern und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken bzw. ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Stichtagskursen im Zeitpunkt der Buchung der Geschäftsvorfälle bestimmt.

Forderungen in fremder Währung werden mit dem Kurs im Anschaffungszeitpunkt oder dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag, Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Kurs im Anschaffungszeitpunkt oder dem höheren Kurs am Abschlussstichtag bewertet.

Als derivative Finanzinstrumente setzt die Gesellschaft in geringem Umfang Währungsoptionsgeschäfte zur Steuerung des Währungsrisikos im Zusammenhang mit USD-Lieferverkehr ein. Die Optionsgeschäfte werden über ein Kreditinstitut, das über eine hohe Bonität verfügt, abgewickelt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der nachfolgenden "Entwicklung des Anlagevermögens 2007" dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 16 (Vj. TEUR 53) Forderungen gegen Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 4.758 (Vj. TEUR 4.575). In diesem Betrag ist ein Guthaben aus der Pensionsrückdeckungsversicherung von TEUR 3.327 (Vj. TEUR 3.193) sowie der aktivierte Barwert des Körperschaftsteuerguthabens mit TEUR 1.404 (Vj. TEUR 1.356) enthalten.

Entwicklung des Anlagevermögens 2007

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2007 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2007
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 2.961 1.428 15 77 4.327
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 491 88 - - 579
2. technische Anlagen und Maschinen 19.958 2.119 113 172 22.018
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.162 3.805 3 2.829 18.141
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 178 368 -131 47 368
37.789 6.380 -15 3.048 41.106
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1 - - - 1
40.751 7.808 - 3.125 45.434

 

Abschreibungen
Vortrag 01.01.2007 Abschreibungen des Geschäftsjahres Auflösung aufgrund Abgang Stand 31.12.2007
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 2.298 464 71 2.691
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 109 26 - 135
2. technische Anlagen und Maschinen 16.809 1.520 160 18.169
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.441 2.973 2.506 12.908
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
29.359 4.519 2.666 31.212
III. Finanzanlagen
Beteiligungen - - - -
31.657 4.983 2.737 33.903
Buchwert
31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 1.636 663
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 444 382
2. technische Anlagen und Maschinen 3.849 3.149
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.233 4.721
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 368 178
9.894 8.430
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1 1
11.531 9.094

Gewinnrücklagen

Der Ausweis betrifft ausschließlich ungebundene Gewinnrücklagen.

Bilanzgewinn

EUR
Stand am 31. Dezember 2006 239.084,50
Gewinnausschüttung -
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 239.084,50
Jahresüberschuss 2007 8.389.735,04
Stand am 31. Dezember 2007 8.628.819,54

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen sind nach dem steuerlichen Teilwertverfahren anhand der aktuellen "Heubeck-Richttafeln 2005G" ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft enthalten im wesentlichen Beträge für Garantie- und Personalverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen bzw. Gutschriften.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr mit anderen Konzerngesellschaften.

Haftungsverhältnisse

2007 2006
TEUR TEUR
Wechselobligo 150 189
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen zugunsten verbundener Unternehmen 15.792 1.434

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Form des zeitlich unbefristeten Mietvertrages für die Betriebsstätte in Marktheidenfeld mit der Muttergesellschaft. Die Jahresmiete hierfür beträgt derzeit rd. TEUR 4.900. Daneben bestehen Mietverträge für die Niederlassungsbüros und Außenlager mit einem Jahresaufwand von zusammen rd. TEUR 1.160.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2007 2006
TEUR TEUR
Aufgliederung nach Regionen
Inland 260.211 221.757
Ausland 30.661 35.496
290.872 257.253

Sonstige betriebliche Erträge

Dieser Posten enthält periodenfremde Erträge in Form von Buchgewinnen aus Sachanlageabgängen, der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen zu Forderungen u. ä. in Höhe von insgesamt TEUR 911 (Vj. TEUR 796).

Personalaufwand

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ergibt sich wie folgt:

2007 2006
Gewerbliche Arbeitnehmer 962 869
Angestellte 901 874
Auszubildende 71 72
1.934 1.815

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Posten enthält periodenfremde Aufwendungen aus Buchverlusten von Sachanlagenabgängen u. a. in Höhe von insgesamt TEUR 86 (Vj. TEUR 142).

Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen sind TEUR 0 (Vj. TEUR 3) Zinsen von verbundenen Unternehmen enthalten.

Sonstige Angaben

Geschäftsführer

Wolfgang Mittmann, Marktheidenfeld

Edelbert Hammer, Marktheidenfeld

Gerhard Mader, Karbach

Harald Freund, Karbach

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr TEUR 531. Für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 574. An laufenden Renten werden TEUR 22 p. a. bezahlt.

Aufsichtsrat

Angélique Renkhoff-Mücke, Marktheidenfeld (Vorsitzende)

Günther Bachmann, Stadtprozelten (stellvertretender Vorsitzender)

Helmut Nürnberger, Marktheidenfeld

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 3.

Konzernzugehörigkeit

Die WAREMA Renkhoff GmbH ist ein Tochterunternehmen der WAREMA Renkhoff Holding AG, Marktheidenfeld. Der Konzernabschluss der Muttergesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichtes Würzburg (HRB 4528) hinterlegt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, vom Bilanzgewinn EUR 5.000.000,00 auszuschütten und den Restbetrag von

EUR 3.628.819,54 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Marktheidenfeld, den 25. März 2008

WAREMA Renkhoff GmbH

gez. Edelbert Hammer

gez. Wolfgang Mittmann

gez. Gerhard Mader

gez. Harald Freund

Lagebericht der WAREMA Renkhoff GmbH für das Geschäftsjahr 2007

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2007 ihren Aufschwung fortgesetzt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg im Vorjahresvergleich real um 2,5 % (Vorjahr 2,9 %) ohne Berücksichtigung der Kalendereffekte.

Alle Wirtschaftsbereiche trugen positiv zum Wachstum bei. Ein kräftiges Plus verzeichnete insbesondere das Produzierende Gewerbe (mit einem Anstieg der Bruttowertschöpfung von 5,2 %). Die Wirtschaftsleistung des Baugewerbes verbesserte sich um 1,7 %. Die Wachstumsimpulse kamen sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland. Die ungebrochene Nachfrage des Auslands nach deutschen Waren und Dienstleistungen bescherte dem Export einen Zuwachs von 8,3 %. Als Wachstumstreiber erwiesen sich erneut die Ausrüstungsinvestitionen. Die Bauinvestitionen stiegen demgegenüber lediglich um 2,0 %. Die Konsumausgaben trugen mit 0,2 %-Punkten zum BIP-Wachstum bei, was jedoch ausschließlich dem Anstieg der staatlichen Konsumausgaben um 2,0 % zu verdanken war.

Die deutsche Bauindustrie zieht für das zweite Jahr in Folge eine positive Jahresbaubilanz. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe lagen 2007 um nominal 8,4 % über dem Vorjahresniveau (real: 3,4 %) und zogen zum Jahresende sogar noch einmal kräftig an. Bei den Bauinvestitionen war im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um nominal 8,3 % zu verzeichnen, wobei der Wirtschaftsbau auch in 2007 der Motor des Aufschwungs war. Die Investitionen im Öffentlichen Bau stiegen um 14,3 %, im Wohnungsbau um 6,7 % gegenüber Vorjahr. Allerdings ging der Auftragseingang im Wohnungsbau im Jahr 2007 bereits um 5,5 % zurück. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe lag im Jahresdurchschnitt bei 714.000 Personen, was einem Zuwachs von 0,5 % entspricht. Für 2008 erwartet der Hauptverband eine Stabilisierung der Beschäftigung auf dem Vorjahresniveau bei einem Umsatzplus von nominal 3,0 %.

Die Auftragseingänge des Baugewerbes (Hochbau/Rohbau) per Dezember 2007 im rollierenden 12-Monatsvergleich zeigt folgende Tabelle:

Wohnungsbau Wirtschaftsbau Öffentlicher Bau
Westdeutschland -6,4 % 13,3 % 6,1 %
Ostdeutschland -0,1 % 8,4 % 8,3 %
Insgesamt -5,5 % 12,4 % 6,7 %

Die weiterhin positive Entwicklung im Wirtschaftsbau wirkte sich auch unmittelbar auf die Auftragseingänge bei WAREMA aus und sorgte speziell im Objektgeschäft für ein starkes Wachstum. Die Entwicklung im privaten Wohnungsbau, die im ersten Halbjahr von Überhängen aus 2006 geprägt war und in der zweiten Jahreshälfte dramatische Rückgänge zu verzeichnen hatte, beeinflusste vor allem den Rollladenumsatz bei WAREMA. Hier ließen die hohen Auftragsbestände und auch noch positiven Auftragseingänge ab April deutlich nach.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die WAREMA Renkhoff GmbH generierte im Geschäftsjahr 2007 Umsätze in Höhe von 290,9 Mio. EUR (Vj. 257,3 Mio. EUR). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies insgesamt eine Steigerung von 13,1 %. Die Inlandsumsätze erhöhten sich dabei deutlich. Die Exportquote verminderte sich von 13,8 % auf 10,5 %. Dies ist allerdings systematisch bedingt, da die Exportabteilung seit 01.01.2007 auf die WAREMA International GmbH ausgegliedert wurde.

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen ergibt sich eine Gesamtleistung von 293,7 Mio. EUR (Vj. 259,8 Mio. EUR).

Der Start in das Geschäftsjahr 2007 erfolgte, was den Auftragsbestand betraf, auf sehr hohem Niveau. Dieser hohe Auftragsbestand konnte das gesamte Berichtsjahr aufgrund der guten Auftragseingänge gehalten werden. Vor allem das Objektgeschäft trug zu dieser positiven Entwicklung bei.

Produktion

Trotz der enormen Belastung durch die Bautätigkeiten zur Kapazitätserweiterung in Marktheidenfeld, wodurch unsere Produktionsbereiche große Einschränkungen erfuhren, wurde das Jahr reibungslos und ohne Qualitätsverluste für unsere Kunden abgewickelt.

Durch den Neubau einer Fertigungshalle wurden viele Produktionsprozesse neu strukturiert. Die Prozessabläufe in der Mechanischen Bearbeitung konnten durch die Anbindung an das neu geschaffene Hochregallager optimiert werden. Ebenso in den Bereichen Pulverbeschichtung und Endmontage konnten im Zuge dessen Verbesserungen umgesetzt werden. Der innerbetriebliche Transport konnte deutlich reduziert und entlastet werden, womit gleichzeitig Qualitätsverbesserungen verbunden sind.

Zusätzlich wurden permanente Optimierungsmaßnahmen, die aus der Zusammenarbeit von Arbeitsplanung, Entwicklung, Zentraleinkauf und Fertigung resultieren, umgesetzt. Beispielsweise konnten Pulvereinsparungen durch Verbesserungen im Prozessablauf zwischen der Mechanischen Bearbeitung und der Pulverbeschichtung erzielt werden.

Beschaffung

Wegen des hohen Materialanteils in den einzelnen Produkten und den hohen Qualitätsanforderungen bleibt die Beschaffung auch weiterhin ein strategisch wichtiges Thema.

Die Warengruppen Aluminium, elektrische Antriebe und Textilien bilden bei der Beschaffung nach wie vor die größten Positionen, wobei Aluminium in seinen unterschiedlichen Ausprägungen mittlerweile die Hälfte des gesamten Beschaffungsvolumens ausmacht.

Aufgrund der haussierenden Rohstoffbörsen (insbesondere Aluminium) war in 2007 keine Reduzierung der Preise möglich. Die Preiserhöhungen blieben jedoch moderat. Eine weitere Senkung der Einstandspreise gelang erneut im Bereich Steuerungskomponenten.

Das in 2008 startende neue Rollladenprogramm nahm auch aufgrund des eng gesteckten Terminplanes einen großen Teil der Kapazität im Einkauf in Anspruch.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Erstellung der neuen Markisen-Stoffkollektion.

Um den steigenden Anforderungen der Märkte gerecht zu werden, wurden weitere Lieferanten und Stoffqualitäten aufgenommen.

Die boomende Wirtschaft sowie die unerwartet hohen Auftragseingänge waren die größte Herausforderung an die Sicherstellung der Materialverfügbarkeit. Sie konnte trotz des schwierigen Umfeldes jederzeit gewährleistet werden.

Durch personelle Verstärkungen werden die kompetente Unterstützung der Entwicklung bei den anstehenden Produktinnovationen, die Ausweitung des Lieferantenportfolios sowie weitere Preissenkungen sichergestellt.

Forschung & Entwicklung

Im Fokus des Jahres 2007 stand die Entwicklung eines neuen Vorbau-Rollladen-Programms incl. eines neuen Vorbau-Raffstores. Es handelt sich hierbei um ein durchdachtes und innovatives Konzept. Im gleichen Plattformkonzept wurde der Vorbauraffstore konsequent weiterentwickelt, der jetzt als einziger im Markt auch mit Abdunkelungslamellen angeboten wird. Die Investition in dieses Programm beinhaltet ebenfalls neue Fertigungseinrichtungen, um die hohen Produktivitäts- und Qualitätsanforderungen erfüllen zu können.

Weiterhin wurde das Rolloprogramm durch Objektrollos abgerundet, die nahezu in jeder Einbausituation eine maßgeschneiderte Lösung bieten können.

Im Markisenbereich wurde die Kassettenmarkise 680 deutlich aufgewertet. Insbesondere ein umfangreiches und neuartiges Zubehörangebot steigern die Attraktivität dieser Markisen.

Das Jahr 2008 wird gekennzeichnet sein durch viele Produktentwicklungen, die zur R+T 2009 serienreif sein werden. Auch auf dieser Messe ist es wieder unser Ziel, neue und innovative Produkte zu zeigen. Um diesem Anspruch als Marktführer gerecht zu werden, wird im Jahr 2008 stark in den Bereich F&E investiert. Hierbei werden sowohl personelle Ressourcen aufgebaut als auch in Maschinen zur Musterbearbeitung und einen effizienten Prototypenbau investiert.

Investitionen

Bei WAREMA Renkhoff GmbH wurden insgesamt 7,8 Mio. EUR (Vj. 3,9 Mio. EUR) in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte investiert.

Zur Aufrechterhaltung des hohen Produktionsstandards investierte WAREMA in Fertigungs- und Betriebsmittel aller Produktbereiche. Weiterhin wurden Investitionen in der Pulverbeschichtungsanlage getätigt, um den aktuellen Umweltschutzaspekten Rechnung zu tragen und Energie einzusparen.

Zusätzlich investiert das Unternehmen in ein WAREMAspezifisches ERP-System. Hierbei handelt es sich um ein EDV-System zur integrierten Angebots-, Auftrags-/Objekt-, Produktions- und Versandabwicklung einschließlich der Abbildung von den individuell nach Kundenwunsch konfigurierten Produktvarianten. Mit der Investition in ein weiteres, für die Belange von WAREMA konzipiertes CRM-System, erhält WAREMA die Möglichkeit, die Kommunikation mit dem Kunden übersichtlich zusammenzuführen und allen kundenrelevanten Abteilungen die gleiche Sicht auf wichtige Kundeninformationen zu verschaffen.

Mitarbeiter

Die positive Entwicklung der im Jahr 2007 spiegelt sich deutlich in der Zahl zusätzlicher Arbeitsplätze wider. Mit einem Plus von über 100 Mitarbeitern war in dem Berichtsjahr ein sehr starker Zuwachs zu verzeichnen. Neueinstellungen wurden in allen Gesellschaften und Bereichen durchgeführt. Einen Schwerpunkt bildete der Fertigungsbereich.

Die generelle Verknappung auf dem Arbeitsmarkt war auch für die WAREMA Gruppe deutlich spürbar. So erschwerte die Arbeitslosenquote von unter 3 % auf dem regionalen Arbeitsmarkt des Stammsitzes die Mitarbeitersuche erheblich. Ähnlich schwierig stellte sich die Situation im Segment der Techniker und Ingenieure dar. Es bedurfte daher großer Anstrengungen und verursachte erhebliche Aufwendungen, um offene Stellen zu besetzen.

Doch nicht nur in die Deckung des unmittelbaren Bedarfs wurde investiert. WAREMA erhöhte im vergangenen Jahr das Angebot an Ausbildungsplätzen und Stipendien für Hochschüler mit dem Ziel, auch mittelfristig über eine genügend große Zahl an qualifizierten Fachkräften zu verfügen.

Allerdings ist auch im Ausbildungsmarkt eine zunehmende Knappheit an qualifizierten Jugendlichen festzustellen. Als zentrale Maßnahme des Ausbildungsmarketings wurde deshalb 2007 zum ersten Mal ein "Tag der Ausbildung" durchgeführt, in dem die gesamte Bandbreite an Berufen und Studiengängen - eingebettet in ein attraktives Rahmenprogramm - vorgestellt wurde. Die Resonanz bei Schülern, Eltern und weiteren Interessenten war enorm und übertraf die Erwartungen. Die Veranstaltung soll daher zukünftig in zweijährigem Rhythmus wiederholt werden.

Neben der Ausbildung gewinnt die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer mehr an Bedeutung. Mit der Einführung von Gruppenarbeit wird der Qualifikationsstand jedes einzelnen Mitarbeiters transparent; dies ermöglicht eine zielgerichtete, kontinuierliche Personalentwicklung, von der Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen profitieren.

Speziell im Angestelltenbereich entstanden durch die Umsetzung von ERA und Gruppenarbeit neue, anspruchsvolle Anforderungen an die Führungskräfte aller Ebenen. Durch ein umfangreiches Trainingsprogramm, das im 2. Halbjahr 2007 startete, werden die Führungskräfte bei der Erfüllung dieser Aufgaben maßgeblich unterstützt.

In Würdigung des erfolgreichen Geschäftsjahres 2007 beteiligte die WAREMA Renkhoff GmbH ihre Mitarbeiter durch eine außenplanmäßige Sonderzahlung am Jahreserfolg.

Auch im kommenden Jahr beweist WAREMA soziales Engagement und plant im Sommer 2008 am Standort Marktheidenfeld erstmals eine Ferienaktion für Mitarbeiterkinder. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, bietet WAREMA eine qualifizierte Ferienbetreuung für Kindergartenkinder sowie ein umfangreiches Ferienprogramm für Schulkinder an.

Umweltschutz

Umweltschutz und Unweltmanagement haben einen hohen Stellenwert bei WAREMA. Nach der wiederholten Auszeichnung von WAREMA Renkhoff GmbH mit dem ÖKOPROFIT Zertifikat im Jahr 2006, wurde auch im zurückliegenden Jahr das Umweltmanagementsystem lückenlos weitergeführt. Dies beinhaltet die kontinuierliche Pflege der Abwasser- und Abfallberichte sowie die detaillierten Aufzeichnungen aller Gefahrenstoffe im Gefahrstoffkataster.

Weitere Maßnahmen zur Entlastung der Umwelt wurden in den unterschiedlichsten Bereichen von WAREMA auch im Jahr 2007 umgesetzt. So wurde im Bereich Entlackung eine Quarzstaubabsaugung über dem Wirbelbett zur Verringerung von Quarzstaubpartikeln in der Luft sowie ein Wärmetauscher mit einer Leistung von 480 kW eingerichtet. Durch den Aufbau von weiteren Fotovoltaikanlagen nun auch bei WAREMA Sonnenschutztechnik in Limbach-Oberfrohna werden mit Sonnenergie nun 280.000 kWh jährlich gewonnen. Durch die Abdichtung der alten Tore zur LKW-Beladung werden Schadstoffausstoße verringert und darüber hinaus Heizkosten eingespart.

Die Zielsetzung für die kommenden Jahre liegt darin, weitere Wege zur Energieeffizienz und zur Energieeinsparung aufzuzeigen, das lückenlose Umweltschutzmanagement weiter zu betreiben und kontinuierlich auf dem bereits hohen Niveau zu halten. Weitere Schritte zur Erreichung dieses Ziels sind bereits vorgesehen und werden im kommenden Jahr umgesetzt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der WAREMA Renkhoff GmbH stellt sich anhand der Bilanzstruktur wie folgt dar:

Aktiva

31.12.2007 31.12.2006
Mio. Euro % Mio. Euro %
Immaterielle Vermögensgegenstände 1,6 1,4 0,7 0,8
Sachanlagen 9,9 8,9 8,4 9,1
Anlagevermögen 11,5 10,3 9,1 9,9
Vorräte 42,0 37,7 35,4 38,2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31,4 28,2 31,9 34,4
Flüssige Mittel 26,1 23,5 15,8 17,1
Umlaufvermögen 99,5 89,4 83,1 89,7
Abgrenzungsposten 0,3 0,3 0,4 0,4
Gesamtvermögen 111,3 100,0 92,6 100,0

Passiva

31.12.2007 31.12.2006
Mio. Euro % Mio. Euro %
Gezeichnetes Kapital 5,8 5,2 5,8 6,3
Rücklagen 22,0 19,8 22,0 23,8
Bilanzgewinn 8,6 7,7 0,2 0,2
Eigenkapital 36,4 32,7 28,0 30,3
Pensionsrückstellungen 22,6 20,3 21,8 23,5
Langfristiges Fremdkapital 22,6 20,3 21,8 23,5
Übrige Rückstellungen 28,2 25,3 21,6 23,3
Erhaltene Anzahlungen 10,3 9,3 9,6 10,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7,8 7,0 5,3 5,7
Übrige Verbindlichkeiten 6,0 5,4 6,3 6,8
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 52,3 47,0 42,8 46,2
Fremdkapital 74,9 67,3 64,6 69,7
Gesamtkapital 111,3 100,0 92,6 100,0

Die Erhöhung des Gesamtvermögens betrifft im Wesentlichen die Flüssigen Mittel. Ursächlich hierfür ist ein im Geschäftsjahr 2007 positiv erzielter Cash Flow. Demgegenüber stehen auf der Passivseite die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des erwirtschafteten Jahresergebnisses sowie der Anstieg der sonstigen Rückstellungen, die hauptsächlich aus Personalverpflichtungen resultieren.

Die Eigenkapitalquote in Relation zur Bilanzsumme beläuft sich auf 32,7% (Vj. 30,3 %). Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist aufgrund des hohen Finanzmittelbestandes zum Bilanzstichtag sehr gut.

Ertragslage

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der WAREMA Renkhoff GmbH liegt im Geschäftsjahr 2007 mit 13,7 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr.

Ein guter Vorlauf beim Auftragsbestand und konstant hohe Auftragseingänge über das ganze Geschäftsjahr 2007 sorgten bei der Gesellschaft dafür, dass sehr gute Umsatzzahlen erwirtschaftet werden konnten. Der Vorjahreswert und auch die Umsatzplanung konnten dabei deutlich übertroffen werden. Die Gesamtkosten, und hier insbesondere die wesentlichen Bereiche Material und Personal, haben sich im Verhältnis zu den Umsatzsteigerungen nur unterproportional entwickelt. Dies ist erfreulich, da gerade im Materialbereich mit erhöhten Rohstoffpreisen zu kämpfen war und im Personalbereich die Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter am Ergebnis verbucht wurde. Aufgrund der Auslagerung des Exportbereiches gab es durch den Wegfall des Vertriebspersonals auch eine Entlastung im Personalbereich, während die Vertriebskosten anstiegen.

Insgesamt konnte die WAREMA Renkhoff GmbH damit auch vor dem Hintergrund der positiven konjunkturellen Entwicklung der Baubranche das zweite Jahr in Folge ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Als Jahresüberschuss 2007 konnte ein Betrag von 8,4 Mio. EUR (Vj. 3,6 Mio. EUR) ausgewiesen werden.

Risikomanagement

Im Geschäftsjahr 2007 lag der Schwerpunkt neben der Fortführung der bewährten Systematik des WAREMAeigenen Risikomanagementsystems im Wesentlichen auf der stärkeren Berücksichtigung der internationalen Ausrichtung der Gruppe und den damit einhergehenden Risiken.

In Folge dessen wurde die Risikoübersicht der WAREMA Renkhoff GmbH, welche der Geschäftsleitung monatlich zur Risiko-Kontrolle dient, um eine getrennte Darstellung der Kennzahlen nach nationalen und internationalen Aktivitäten für relevante Risikobereiche erweitert.

Im Forderungsmanagement und zur Absicherung von Ausfallrisiken arbeitet WAREMA seit Anfang 2005 erfolgreich mit einer Kreditversicherung zusammen.

Um Währungsrisiken zu vermeiden strebt WAREMA eine Fakturierung in EURO an. Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Unternehmens resultieren auch Geschäfte in Fremdwährungen. Die sich daraus ergebenden Wechselkursrisiken werden durch geeignete Finanzinstrumente abgesichert.

Die erfolgreiche Einführung des WAREMA Qualitätsmanagements dient zur Effizienzsteigerung sowohl bei einzelnen Abläufen als auch bei den gesamten Geschäftsprozessen. Um die hohen Marktanforderungen an Qualitätsstandards zu erfüllen und Marktanteile langfristig zu sichern, wurde in der WAREMA Gruppe im Berichtsjahr beispielsweise die Gemeinschaftszertifizierung eingeführt sowie ein neues QM-Handbuch erstellt. Ebenso wurden bei WAREMA geprüfte Qualitätsfachkräfte ausgebildet und entscheidende Projekte zur Qualitätssteigerung mit den Lieferanten durchgeführt. Weitere organisatorische und technische Maßnahmen zur Sicherung der Qualität der Produkte werden im nächsten Geschäftsjahr umgesetzt.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Auch wenn die gesamtwirtschaftlichen Konjunkturerwartungen für 2008 zuletzt nach unten korrigiert wurden und sich die Baukonjunktur abgeflacht hat, befindet sich die deutsche Wirtschaft auch weiterhin in einem soliden Aufschwung. Die deutsche Bauwirtschaft geht von einem Umsatzwachstum für das Baugewerbe von insgesamt 2,1 % aus. Als Triebfeder des Bauaufschwungs wird hierbei überwiegend die Baunachfrage der gewerblichen Wirtschaft gesehen. Ebenso sind im öffentlichen Bau bedingt durch die bessere Finanzlage der Gebietskörperschaften Zuwächse zu erwarten.

Trotz der leicht positiven Prognosen im Wohnungsbau für 2008 ist aufgrund der zeitlichen Verzögerung für die Auftragslage speziell im Rollladenbereich in diesem Jahr noch keine spürbare Verbesserung zu erwarten. Mit einer Entspannung der Situation wird daher erst ab 2009 gerechnet. Allerdings besteht bis dahin ein erhöhtes Risiko von sinkenden Absatzpreisen aufgrund von Überkapazitäten und Verdrängungswettbewerb.

Bedingt durch das anhaltende Wachstum des Wirtschaftsbausektors ist im Objektbereich eine hervorragende Entwicklung festzustellen, wovon unmittelbar auch WAREMA als Anbieter für Sonnenschutztechnik profitiert. Dies verschafft WAREMA aufgrund ihres hohen Marktanteils sehr gute Wachstumschancen. Die steigenden Auftragseingänge im Objektbereich Inland bergen jedoch das Risiko einer zunehmenden Abhängigkeit von diesem Sektor. Rückläufige Entwicklungen im Objektbereich würden sich direkt auf die Auftragssituation des Unternehmens auswirken. Diese Abhängigkeit vom nationalen Markt gilt es zu reduzieren und durch die Stärkung von Exportaktivitäten abzuschwächen.

Dafür hat die Unternehmensgruppe eine mittelfristige Internationalisierungsstrategie verabschiedet von der im Wesentlichen die Gesellschaft profitieren soll. Diese beinhaltet die Intensivierung der Aktivitäten in Europa durch weiteren Ausbau von ausländischen Vertriebsgesellschaften, z. B. Gründung der WAREMA France S.A.R.L., und die Realisierung von Beteiligungen. Starke Kooperationspartner sollen uns mit ihren Markt-, Sprach- und Kulturkenntnissen die vorhandenen Umsatzpotentiale erschließen. Die von WAREMA definierten Exportregionen in Übersee, z. B. China und Dubai, profitieren vom enormen Wachstum der Bauwirtschaft sowie dem wachsenden Energieproblem in diesen Regionen. Das Thema Ressourcen effizientes Bauen führt zu Akzeptanz von Doppelglas- und Verbundfensterkonzepten mit unseren Sonnenschutzprodukten. Marken- und Produktpiraterie und das bestehende Preisniveau auf diesen Märkten müssen genau beobachtet werden.

Investitionen in neue, innovative Produkte und Konzepte dienen der Sicherung und dem Ausbau von Marktanteilen. Einen weiteren Schwerpunkt legt WAREMA auf die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten. Um die Marktposition weiterhin zu stärken, bedarf die Vermarktung des neuen Rollladen-Programms in den nächsten Jahren besonderer Anstrengungen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die Produktionserweiterung, die im vergangenen Jahr realisiert wurde. Auch das Angebot an Steuerungssystemen soll in den kommenden Jahren noch stark ausgeweitet werden. Die hierzu notwendigen Maßnahmen im Bereich Steuerungen werden konsequent und intensiv verfolgt und umgesetzt.

Ein potenzielles Risiko besteht für WAREMA Renkhoff GmbH aufgrund von anstehenden Tarifverhandlungen. Als tariflich gebundenes Unternehmen muss WAREMA die eventuellen Mehrkosten im Personalbereich bei Tarifabschlüssen berücksichtigen.

Ein weiteres grundlegendes Risiko besteht in den drastischen Erhöhungen bei den Rohstoffpreisen. Angesichts der zunehmenden Rohstoffverknappung und der starken Nachfrage, insbesondere aus den Wachstumsregionen Asiens, werden sich die Preise auch weiterhin auf hohem Niveau bewegen. Hier ist auch in Zukunft ein aktives und intensives Materialmanagement gefragt, um den Preiserhöhungen entgegenzuwirken und das Beschaffungspreisniveau möglichst konstant zu halten.

 

Marktheidenfeld, 25. März 2008

WAREMA Renkhoff GmbH

gez. Edelbert Hammer

gez. Wolfgang Mittmann

gez. Gerhard Mader

gez. Harald Freund

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der WAREMA Renkhoff GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Augsburg, den 28. März 2008

Diplom-Kaufmann

Max Zimmermann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2007 entsprechend der ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag zukommenden Aufgaben regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Dabei wurden in mehreren Sitzungen alle Vorgänge, die seiner Zustimmung bedürfen, sowie die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung und Unternehmensentwicklung der Gesellschaft eingehend besprochen. Große Investitionsvorhaben wurden im einzelnen beraten.

Der Aufsichtsrat wurde monatlich umfassend über die zeitnahe Umsatz- und Ergebnisentwicklung durch schriftliche und mündliche Berichte informiert.

Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hat allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Einsicht vorgelegen.

Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Jahresabschluss der WAREMA Renkhoff GmbH zum 31. Dezember 2007 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007 von Diplom-Kaufmann Max Zimmermann, Wirtschaftsprüfer, Augsburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden ist.

Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen und stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss hat der Aufsichtsrat gebilligt.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag der Geschäftsführung für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung, den leitenden Mitarbeitern und der gesamten Belegschaft für die erfolgreiche Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 

Marktheidenfeld, den 31. März 2008

Angélique Renkhoff-Mücke, Vorsitzende

Der Aufsichtsrat

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