Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 63816
Vorher
Elektro-Radio-Fernsehen- Funk GmbH
Eingetragen
9.7.1991
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen HaushaltsgerätenEinzelhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Der Vertrieb von Elektro-, Haushalts- und Unterhaltungsgeräten aller Art, der Vertrieb von Küchen und deren Montage, die Montage von Elektro-, Schwachstrom- und Sicherheitsanlagen, die Durchführung von Elektroinstallationen sowie sämtliche damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sascha Carsten Kolb
seit 10.7.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SCK Capital Holding GmbH
80.00%
20.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SCK Capital Holding GmbH
Germany
160.000 €
80.00%
EURONICS Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
40.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FUNK GmbH

Merzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024

Bilanz zum 30. September 2024

AKTIVA

30.09.2024 30.09.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4,00 4,00
II. Sachanlagen 383.616,75 459.100,08
III. Finanzanlagen 12.225,84 12.554,84
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.756.484,48 2.101.534,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.524.371,80 1.508.946,34
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 635.286,28 277.623,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.923,17 0,00
D. Aktive latente Steuern 31.606,25 89.665,51
4.347.518,57 4.449.099,09

PASSIVA

30.09.2024 30.09.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 804.263,78 800.000,00
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 267.581,57 4.263,78
1.271.845,35 1.004.263,78
B. Rückstellungen 586.138,88 524.247,81
C. Verbindlichkeiten 2.489.534,34 2.920.587,50
4.347.518,57 4.449.099,09

Gewinn- und Verlustrechnung 2023/24

2023/24 Rumpfgeschäftsjahr 01.04. - 30.09.2023
EUR EUR
1. Rohergebnis 5.020.899,35 -2.242.889,79
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.146.766,76 -1.047.967,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -442.338,94 -224.287,22
- davon für Altersversorgung: EUR 11.965,24 (Vorjahr: EUR 117.371,80)
-2.589.105,70 -1.272.254,25
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -107.559,64 -65.350,39
-107.559,64 -65.350,39
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.918.446,89 -899.150,72
5. Erträge aus Beteiligungen 7.250,81 1.336,02
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 706,09 349,94
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24.480,32 -8.800,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / erstattete Steuern vom Einkommen und Ertrag -119.480,13 6.091,39
9. Ergebnis nach Steuern 269.783,57 5.111,78
10. sonstige Steuern -2.202,00 -848,00
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 267.581,57 4.263,78

Anhang

der FUNK GmbH

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft ist unter der Firma FUNK GmbH mit Sitz in Merzig-Besseringen im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Nummer HRB 63816 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2023 bis 30. September 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anwendung der §§ 238-288 HGB sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB.

2. Grundsätze der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei oder fünf Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um lineare, planmäßige Abschreibungen vermindert Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 15 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 800,00, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zugegangen sind, werden als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben. Der bestandsmäßige Abgang erfolgt fiktiv im Zugangsjahr der Anschaffung.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen bewertet; das Niederstwertprinzip wird beachtet. Soweit erforderlich, werden Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt.

Die Bewertung bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zu Nennwerten. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Der Bestand der liquiden Mittel wird mit Nominalwerten bewertet.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab.

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden nach dem bilanzorientierten Konzept latente Steuern gebildet. Die sich aus temporären Abweichungen ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet Ein verbleibender passiver Saldo wird in der Bilanz unter dem Posten "Passive latente Steuern" angesetzt. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird unter dem Posten "Aktive latente Steuern" angesetzt.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Abweichung gültig sein wird. Zum 30. September 2024 wurde hierbei ein Steuersatz von 15 % zugrunde gelegt, da die Latenz ausschließlich Gewerbesteuer betrifft. Die latenten Steuern werden aufgelöst, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist.

Die Währungsumrechnung erfolgt nach § 256a HGB.

3. Erläuterungen zur Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

a. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen ergibt sich aus dem Anlagespiegel, der Teil dieses Anhangs ist.

Es bestehen Forderungen in Höhe von EUR 0 (Vj. EUR 16.016,01) an die Gesellschafter.

Es bestehen ausschließlich aktive latente Steuern aufgrund gewerbesteuerlicher Verlustvorträge. Im Berichtsjahr haben sich die Salden der steuerlichen Latenzen wie folgt geändert:

in EUR
Stand am 30.09.2023 89.666
Auflösung im laufenden Geschäftsjahr 58.060
Stand am 30.09.2024 31.606

In der Höhe der aktiven latenten Steuern besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 192), Kosten für Personalaufwendungen (TEUR 100) und Kosten für die Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen (TEUR 72).

Die Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

In EUR davon mit einer Restlaufzeit in EUR
Gesamt 30.09.2024 bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 305.237,69 305.237,69 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.633.648,89 1.633.648,89 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 368.112,62 88.000 280.112,62 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 182.535,14 182.535,14 0,00 0,00
In Summe 2.489.564,10 2.209.421,50 280.112,62 0,00

4. IV. Sonstige Angaben

a. Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe

Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung.

Der Geschäftsführung gehörten an:

Herr Jörg Jenner, Merzig, Kaufmann (bis 31.03.2024)

Herr Sascha Kolb, Mettlach, Kaufmann

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht vorgenommen.

b. Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter gliedert sich wie folgt nach Gruppen:

kfm. Angestellte 39
techn. Mitarbeiter 12
Aushilfen 7
Gesamt 58

c. Haftungsverhältnisse / finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft belaufen sich auf ca. EUR 3,2 Mio. und betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen.

d. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 267.581,57 nicht auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Angaben wegen mangelnder Vergleichbarkeit der Vorjahrszahlen

Aufgrund der im vorangegangenen Geschäftsjahr erfolgten Umstellung des Geschäftsjahres auf den 30. September liegt im Vergleichszeitraum ein Rumpfgeschäftsjahr vor (31. März 2023 - 30. September 2023). Der verkürzte Betrachtungszeitraum führt dazu, dass die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen, insbesondere in der Gewinn- und Verlustrechnung, beeinträchtigt ist.

 

Merzig-Besseringen, den 23. November 2024

Sascha Kolb, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses:

Der Jahresabschluss wurde per Gesellschafterbeschluss am 3. Februar 2025 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.10.2023 Zugänge Abgänge 30.09.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.979,80 0,00 0,00 14.979,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 511.291,88 0,00 0,00 511.291,88
526.271,68 0,00 0,00 526.271,68
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 39.759,19 3.400,05 0,00 43.159,24
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.305.489,17 38.959,86 31.284,88 1.313.164,15
1.345.248,36 42.359,91 31.284,88 1.356.323,39
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.000,00 0,00 0,00 2.000,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 10.225,84 0,00 0,00 10.225,84
12.225,84 0,00 0,00 12.225,84
1.883.745,88 42.359,91 31.284,88 1.894.820,91
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.10.2023 Zugänge Abgänge 30.09.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.976,30 0,00 0,00 14.976,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 511.291,38 0,00 0,00 511.291,38
526.267,68 0,00 0,00 526.267,68
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 35.166,69 741,05 0,00 35.907,74
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 851.002,16 106.663,86 20.881,88 936.784,14
886.168,85 107.404,91 20.881,88 972.691,88
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.412.436,53 107.404,91 20.881,88 1.498.959,56
NETTOBUCHWERTE
30.09.2024 30.09.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,50 3,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
4,00 4,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 7.251,50 4.592,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 376.380,01 454.487,01
383.631,51 459.079,51
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.000,00 2.000,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 10.225,84 10.225,84
12.225,84 12.225,84
395.861,35 471.309,35

Lagebericht

der Funk GmbH

A. Geschäftsmodell und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

I. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Funk GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Merzig. Die Gesellschaft betreibt zwei Elektrofachmärkte an den Standorten Merzig und Konz sowie ein Küchenstudio und Servicewerkstätten am Standort Merzig.

Aufgabe des Unternehmens ist der Vertrieb innovativer Produkte sowie das Angebot aller Dienstleistungen um diese Produkte, von der Beratung über Lieferung und Montage bis zur After Sales Betreuung in Form von Reparaturen und Zusatzdienstleistungen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete im 3. Quartal 2024 eine Entwicklung von + 0,2% im Vergleich zum vorherigen Quartal. Im 2. Quartal 2024 war die Wirtschaftsleistung noch geringfügig rückläufig, nahmen im 3. Quartal 2024 vor allem die staatlichen und die privaten Konsumausgaben zu. Außerdem erschweren steigende Preise sowie der anhaltende Fachkräftemangel die ökonomischen Rahmenbedingungen zusätzlich.

Für das Jahr 2024 prognostizieren die Wirtschaftsinstitute einen Rückgang des BIP von 0,2% gegenüber dem Jahr 2023. Die führenden Institute nennen als zentrale Gründe dafür, dass sich die Industrie und der Konsum wesentlich langsamer erholen als prognostiziert wurde.

Die Inflationsrate in Deutschland lag im September 2024 bei 1,6%. Im August und Juli lag die Inflationsrate noch bei knapp 2%. Damit verliert die Preissteigerungsrate zwar an Momentum, befindet sich aber immer noch auf einem hohen Niveau im Vergleich zu vorherigen Jahren.

Die Zahl der Erwerbstätigen sank im 3. Quartal 2024 um 45:000 Personen auf 46,1 Mio Personen.

(Quellen: destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024)

2. Branchenentwicklung Deutschland

Der Home Electronic Markt Index, kurz Hemix als Zusammenfassung für den gesamten privaten Home Electronics Markt verzeichnet in den ersten 3 Quartalen 2024 einen Umsatzrückgang von rund 2,7% auf 31,1 Mrd. Euro.

Der Markt für private genutzte IT-Produkte verlor mit -9,9% auf 4,2 Mrd. am stärksten. Im Bereich der klassischen Unterhaltungselektronik verringert sich der Markt um -8% auf 5,0 Mrd.

Im Bereich der Elektro-Hausgeräte ging der Umsatz nach jahrelangem Wachstum bei Großgeräten um - 1,5% auf 7,0 Mrd. Euro nach unten und bei Kleingeräten gab es einen regelrechten Boom um +5% auf 5 Mrd. Euro.

(Quelle: gfu Consumer & Home Electronics)

B. Geschäftsverlauf

I. Vermögenslage

VERMÖGENSSTRUKTUR

30.09.2024 30.09.2023 Veränderung
T€ % T€ % T€
Langfristig gebundenes Vermögen 395,8 9,2 471,3 10,6 ./. 75,5
Mittel-/kurzfristig gebundenes Vermögen 3.916,1 90,1 3.888,1 87,4 + 28
Rechnungsabgrenzungsposten, Steuerlatenzen 31,6 0,7 89,7 2,0 ./. 58,1
Gesamtvermögen 4.347,5 100,0 4.449,1 100,0 ./. 101,6
KAPITALSTRUKTUR
Eigenkapital 1.271,8 29,2 1.004,3 22,6 + 267,5
Langfristiges Fremdkapital 0,00 0,0 0,00 0,0 0,0
Kurz-/mittelfristiges Fremdkapital 3.075,6 70,8 3.444,8 77,4 ./. 369,2
Gesamtkapital 4.347,5 100,0 4.449,1 5.074,0 ./. 101,6

Das langfristige Anlagevermögen ist aufgrund von planmäßigen Abschreibungen und geringeren Investitionen im Vergleich zum Vorjahr auf 395,8 T€ zurückgegangen. Das kurz- und mittelfristig gebundene Vermögen ist mit einem leicht Plus von 28 T€ nahezu unverändert.

Die Kapitalstruktur ist durch den Anstieg des Eigenkapitals und den Rückgang des kurz- und mittelfristigen Fremdkapitals geprägt. Die Veränderung des Eigenkapitals ergab sich im Wesentlichen durch die Thesaurierung des Jahresüberschusses. Die Eigenkapitalquote konnte um 6,6 %-Punkte auf jetzt 29,2% gesteigert werden. Im kurz- und mittelfristigen Fremdkapital haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduziert, hier konnten wir unsere Verbindlichkeiten um 369,2 T€ abbauen. Zusammengefasst kann die Vermögenslage als stabil bezeichnet werden.

II. Ertragslage

01.10.2023 bis 30.09.2024 01.04.2023 bis 30.09.2023 Ergebnisänderung ggü. dem Vorjahr
T€ T€ T€
Rohertrag 4.762,5 2.217,7 2.544,8
+ sonstige betriebliche Erträge 258,4 25,1 233,3
- Personalaufwand 2.589,1 1.272,3 1.316,8
- Abschreibungen 107,5 65,3 42,2
- sonstiger betrieblicher Aufwand 1.918,4 899,1 1.019,3
= EBIT 405,9 6,1 399,80
+ Finanzerträge 8,0 1,7 6,3
- Finanzaufwand 24,5 8,8 15,7
= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 389,4 ./. 1,0 390,4
- Ertragsteuern 119,5 ./. 6,1 125,60
- sonstige Steuern 2,2 0,8 1,4
= Jahresergebnis 267,7 4,3 263,4

Eine Vergleichbarkeit der Werte ist aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres nur begrenzt gegeben. Die Ertragslage des Geschäftsjahres ist durch teilweise gegenläufige Sondereffekte beeinflusst. In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Ertrag aus einer Versicherungserstattung (Geschäftsführer-Ausfallversicherung) enthalten. Gegenläufig sind in die Personalkosten überdurchschnittlich erhöht, da für einen Teil des Geschäftsjahres die Bezüge für zwei Geschäftsführer gezahlt wurden.

Die Geschäftsführung schätzt die Entwicklung der Ertragslage als zufriedenstellend ein.

III. Finanzlage

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 468 T€. Unter Berücksichtigung des Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (- 2 T€) und der Finanzierungstätigkeit (- 109 T€ ) ergab sich ein Anstieg der liquiden Mittel auf 635 T€.

Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt gewährleistet, alle wesentlichen Zahlungsverpflichtungen wurden fristgerecht erfüllt.

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung, Interpretation und Optimierung des Rohertrages (bzw. der Rohertragsquote) insgesamt sowie je Filiale und den unterschiedlichen Segmenten. Das EBIT gibt zusätzlich Aufschluss hinsichtlich der Ausgaben und Kosten. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgen monatlich.

Der Rohertrag ist um 2,54 Mio € im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den längeren Betrachtungszeitraum zum ersten vollen Geschäftsjahr nach dem Rumpfgeschäftsjahres zurückzuführen.

Das EBIT hat sich von 6,1 T€ auf 405,9 T€ deutlich verbessert und kann von nun an, ohne Sondereffekte (Auflösung der Pensionsrückstellung im Vorjahr und Rumpfgeschäftsjahr) der letzten 2 Berichtsperioden jetzt wieder als normal gewertet werden.

C. Prognoseberichterstattung

Die Deutsche Bundesbank prognostiziert aufgrund der Auswirkungen der Krisen der vergangenen Jahre für die Jahre 2024-2026 eine geringe Erholung der deutschen Wirtschaft mit allmählich nachlassender Inflation. Nachdem das reale BIP seit Beginn des Ukraine Kriegs nicht mehr gewachsen ist, legt es in 2024 kalenderbereinigt um 0,3% zu. In den Jahren 2025 und 2026 soll es um 1,1% bzw. 1,4% ansteigen. Die Konsumausgaben sollen im Jahr 2024 um 0,7 % steigen. Für das Folgejahr 2025 wird ein Anstieg von 1,8 % erwartet.

Die Arbeitslosigkeit soll im Jahr 2024 auf 5,9 % ansteigen. Im Folgejahr 2025 soll sie etwas zurückgehen und sich auf einem Niveau von 5,6 % bewegen.

Der Handelsverbandes Deutschland (HDE) prognostiziert für den stationären Handel für das laufende Jahr 2024 real im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzminus von 0,1% (nominal +1,2%), der Umsatz im Online- Handel soll real um 1 % wachsen (nominal +2%). Gesamt wächst der deutsche Einzelhandel 2024 um nominal 1,3%; real um 0,0%.

(Quelle: Deutsche Bundesbank Deutschland-Prognose: Deutsche Wirtschaft fasst langsam wieder Tritt - Perspektiven bis 2026; HDE Handelsverband Deutschland Newsletter "Kerndaten zum Umsatz im Einzelhandel")

Die Geschäftsleitung prognostiziert auf Basis der bestehenden 3-Jahres Planung für das Geschäftsjahr 2024/25 und folgende eine positive Entwicklung. Die zugrunde liegende Planung wird dabei kontinuierlich fortgeschrieben. Die Omnichannel Strategy zur Steigerung der Kundenzufriedenheit wird weiter ausgebaut und soll wesentlich zur positiven Umsatz- und Rohertragsentwicklung beitragen.

Gleichzeitig führt die Fortführung der Maßnahmen zur Optimierung der Organisationsabläufe und Strukturen zur Ausschöpfung von Wirtschaftlichkeitspotenzialen. Dies in Verbindung mit den erzielbaren Kostenreduktionen soll sich positiv auf das EBIT des Unternehmens auswirken.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnen wir mit einem Umsatzniveau auf Höhe des Geschäftsjahres 2022/2023 und einem Rohertrag in einer Bandbreite von 4,5 - 4,7 Mio €. Beim EBIT rechnen wir mit einer leichten Steigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2023/2024.

D. Chancen- und Risikobericht

Wesentliche Risiken sind rückläufige Konsumfreude aufgrund verschiedener Faktoren wie steigende Inflationsraten sowie Kriegs- und Existenzängste. Hierdurch könnte es zu Umsatzrückgängen und in Folge auch zu Rückgängen beim Jahresergebnis kommen.

Trotz dieser von uns nicht beeinflussbaren Unwägbarkeiten stehen wir der künftigen Entwicklung zuversichtlich gegenüber. Gründe hierfür sind die teilweise sinkenden Onlineumsätze bei gleichzeitig steigenden stationären Umsätzen. Dies bestätigt, dass der stationäre Handel weiterhin seine Berechtigung hat. Unsere beiden Standorte Merzig und Konz sind auf dem neusten Stand sowohl bzgl. Ladenbau als auch bzgl. Digitalisierung vieler Unternehmensabläufe. Die fortsetzende Digitalisierung und die dadurch vereinfachten und schnelleren Prozesse ermöglichen auch unter Berücksichtigung des zunehmenden Fachkräftemangels eine Konzentration auf unsere Kundenbedürfnisse sowohl stationär als auch online.

Rechtliche Risiken bestehen weiterhin vor allem im Rahmen des Datenschutzes durch die Europäische- Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die im Zusammenhang mit dem Onlinegeschäft und der immer komplexer werdenden IT-Struktur öffentlich zunehmenden Diskussion um mögliches Fehlverhalten im Umgang mit Kundendaten.

Möglichen informationstechnologischen Risiken begegnen wir mit dem Einsatz moderner Hard- und Software nach aktuellen Sicherheitsstandards, die den Anforderungen des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) genügen. Das Hosting der Warenwirtschaft im Rechenzentrum der Euronics Genossenschaft einhergehend mit hohen Sicherungs- und Sicherheitsstandards, die Sicherung der Kassensysteme gegen einen Internetausfall sowie die Redundanz der wichtigsten EDV-Systeme an beiden Standorten reduzieren dieses Risiko.

Zur Begrenzung des Zinssatzänderungsrisikos werden grundsätzlich nur Festzinssatzgeschäfte abgeschlossen. Ausgenommen hiervon sind variable Zinsen, die bei Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie anfallen.

Aufgrund der verwendeten Zahlungsmethoden besteht ein sehr geringes Zahlungsausfallsrisiko.

Auf Lieferantenseite besteht eine gewisse Abhängigkeit von der Euronics Deutschland eG aufgrund unserer Mitgliedschaft in dieser Einkaufsgenossenschaft. Wir stufen dieses Risiko jedoch als gering ein. Auf Beschaffungsseite kann es zu weiteren Lieferschwierigkeiten bei Herstellern aus stark betroffenen Regionen kommen.

Wir betrachten die oben aufgeführten Risiken insgesamt als beherrschbar und können derzeit keine Risiken ausmachen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Merzig-Besseringen, den 23. November 2024

Sascha Kolb, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Funk GmbH, Merzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Funk GmbH, Merzig, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Funk GmbH, Merzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 9. Dezember 2024

Förderer, Keil und Partner GmbH
Wirtschaftsprüffungsgesellschaft

Thomas Salz, Wirtschaftsprüfer

Philipp Stalter, Wirtschaftsprüfer

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