Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 12455
Vorher
RHD Entsorgung GmbH
Eingetragen
26.2.2014
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungSammlung gefährlicher AbfälleBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der Abfallbewirtschaftung
Gegenstand
Der Gütertransport, die Vermittlung und der Verkauf von Recyclingmaterial und die Abfallentsorgung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Debuck
seit 30.7.2025
Prokura
Simon Mevissen
seit 30.7.2025
Prokura
Stefan Höninger
seit 31.7.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schmidt Umweltservice GmbH

Gelsenkirchen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.491,00 1.682,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 212.114,00 37.832,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.352.335,00 3.072.283,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 90.400,00 673.854,00
6.656.340,00 3.785.651,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 37.740,50 12.881,35
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 266.566,00 9.945,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 79.400,00 8.874,50
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 32.000,00
383.706,50 63.700,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.449.717,02 2.556.127,67
2. Sonstige Vermögensgegenstände 519.926,32 725.590,00
3.969.643,34 3.281.717,67
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 323.825,56 401.253,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.515,09 10.924,75
11.358.032,49 7.543.249,29

PASSIVSEITE

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.552.475,34 958.029,75
III. Jahresüberschuss 171.859,46 594.445,59
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 96.241,05 375.142,03
2. Sonstige Rückstellungen 316.175,00 586.069,00
412.416,05 961.211,03
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.374.392,39 1.828.660,58
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.323.628,91 3.011.771,14
3. Sonstige Verbindlichkeiten 498.260,34 164.131,20
9.196.281,64 5.004.562,92
11.358.032,49 7.543.249,29

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
2021
1. Rohergebnis 9.342.308,09 6.763.585,30
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.877.291,63 -1.924.256,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -689.358,11 -493.040,43
- davon für Altersversorgung: € 33.330,66 (Vorjahr: € 34.981,11)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -960.565,49 -435.821,71
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 -4.553,20
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.393.792,24 -3.004.498,44
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.694,66 5.578,17
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -132.826,93 -18.064,61
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -106.849,56 -290.379,77
- davon aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern: € 0,00 (Vorjahr: € 14.819,00)
8. Ergebnis nach Steuern 187.318,79 598.548,59
9. Sonstige Steuern -15.459,33 -4.103,00
10. Jahresüberschuss 171.859,46 594.445,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firmenname: Schmidt Umweltservice GmbH
Sitz der Gesellschaft: Duisburg
Registergericht: Gelsenkirchen
Register-Nr.: HRB 12455

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 264 ff. HGB) sowie des § 42 GmbHg erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Zur Deckung des Ausfallrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 34 (Vorjahr: T€ 13) und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von T€ 29 (Vorjahr: T€ 22) gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 404.760,03 (Vorjahr: € 450.858,62).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 140.578,60 (Vorjahr: € 102.916,58).

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von € 116.150,00 (Vorjahr: € 172.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen im Personalbereich € 203.343,00 (Vorjahr: € 215.790,00) aus der Rechtsberatung € 46.000,00 (Vorjahr: € 62.100,00) und für Verpflichtungen aus Fremdleistungen € 63.435,00 (Vorjahr: € 304.797,00) gebildet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 11.150,26 (Vorjahr: € 6.383,51).

Art der Verbindlichkeiten Restlaufzeiten
bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
mehr als 5 Jahre
Gesamtbetrag
gegenüber Kreditinstituten 539.824,63 3.175.507,48 2.659.060,28 6.374.392,39 *
aus Lieferungen und Leistungen 2.323.628,91 0,00 0,00 2.323.628,91
sonstige Verbindlichkeiten 461.755,34 36.505,00 0,00 498.260,34 *
3.325.208,88 3.212.012,48 2.659.060,28 9.196.281,64

* Sicherungsübereignung und Eigentumsvorbehalt

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 384.855,75 (Vorjahr: € 32.383,45) enthalten.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 270,00 (Vorjahr: € 1.450,00) enthalten.

Sonstige Angaben

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 194.032,06 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Es handelt sich hierbei um die Mitübernahme einer Bürgschaft. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, ergeben sich aus einem Mietvertrag in Höhe von T€ 254.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter einschließlich des Geschäftsführers betrug 61 (Vorjahr: 58). Die Anzahl der kaufmännischen Mitarbeiter betrug 13 (Vorjahr: 10). Die Anzahl der gewerblichen Mitarbeiter betrug 47 (Vorjahr: 47).

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den Geschäftsführer Tom Schmidt durchgeführt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs 2022 sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB eingetreten:

Die Schmidt Umweltservice GmbH wurde Alleinnutzerin des Grundstücks Oberhauser Straße 15 mit ca. 40.000 qm. Hierdurch wurde die Kapazität im Bereich der Entsorgung und des Recyclings erheblich gesteigert. Daneben eröffneten sich Investitionsmöglichkeiten, die das zukünftige Ergebnis positiv beeinflussen werden.

Eine Gesellschafterin erhöhte ihre Beteiligung auf 50 %. Auch hieraus werden positive Effekte für die zukünftige Entwicklung erwartet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

In die anderen Gewinnrücklagen werden der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von € 1.552.475,34 und der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 171.859,46 eingestellt.

 

Duisburg, den 28. September 2023

gez. Tom Schmidt, Geschäftsführer

gez. Stefan Höninger, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde von der Gesellschafterversammlung am 17. Oktober 2023 festgestellt.

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Bilanzposten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
Zugang
Abgang
Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.092,10 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.860,71 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.905,00 216.224,62 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.944.972,23 3.784.487,87 238.377,67 627.120,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 673.854,00 -583.454,00 0,00 0,00
Gesamt 4.664.684,04 3.417.258,49 238.377,67 627.120,00
Bilanzposten des Anlagevermögens AK- und HK Abschreibungen
Stand 31.12.2022
Stand 01.01.2022
Zugang
Abgang
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.092,10 1.090,10 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.860,71 1.178,71 191,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 258.129,62 4.073,00 41.942,62 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.118.202,43 872.689,23 918.431,87 25.253,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 90.400,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 8.470.684,86 879.031,04 960.565,49 25.253,67
Bilanzposten des Anlagevermögens Abschreibungen Bilanzwert
Stand 31.12.2022
Stand 31.12.2022
Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.090,10 2,00 2,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.369,71 1.491,00 1.682,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 46.015,62 212.114,00 37.832,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.765.867,43 6.352.335,00 3.072.283,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 90.400,00 673.854,00
Gesamt 1.814.342,86 6.656.342,00 3.785.653,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Die Schmidt Umweltservice GmbH wurde im Jahr 2014 gegründet und ist unter HRB 12455 beim Amtsgericht Gelsenkirchen eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung aller im Rahmen Abfall- und Kreislaufwirtschaft anfallenden Leistungen aller Art sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art. Das Unternehmen bietet seinen Kunden aus dem gewerblichen und industriellen Bereich sowie Kommunen und Privatkunden alle Dienstleistungen rund um die Entsorgung aus einer Hand. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entsorgung von Abfällen und Wertstoffen, die bei Gewerbe- und Industriekunden anfallen. Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb findet jährlich eine Prüfung durch eine unabhängige Überwachungsgesellschaft statt.

1. Gesamtwirtschaftliche- und Branchenentwicklung

Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft im Geschäftsjahr 2022 weiterhin stark beeinflusst; weitere negative Einflüsse waren der Ausbruch des Ukraine-Krieges und die daraus stark steigende Inflation.

Die kriegerische Situation in der Ukraine hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung der internationalen Rohstoffmärkte. Hiervon sind auch die Absatzmärkte für Wertstoffe direkt betroffen. Da sich unter anderem auf Grund der Ukrainekrise die Nachfrage nach Primärrohstoffen erhöht hat, ist auch mit einer steigenden Nachfrage nach Sekundärrohstoffen zu rechnen. Jedoch haben sich die Erwartungen steigender Preise für Sekundärrohstoffe über das Kalenderjahr 2022 nur teilweise bestätigt. Das Wirtschaftswachstum wurde auf Grund von hohen Energiepreisen und schwächerer Kaufkraft gebremst.

2. Geschäftsverlauf

In dem Bereich der regionalen Entsorgung im Ruhrgebiet / Nordrhein-Westfalen konnte bei den Industrie-, Handel- und Gewerbekunden eine deutliche Steigerung verzeichnet werden. Die Umsatzzahlen sind gegenüber dem Vorjahr um 9% gestiegen. Für den Großteil der Kunden wurde auf Transport- und Entsorgungsleistungen eine Energiekostenpauschale erhoben, welche die Treibstoffmehraufwendungen in Teilen abfedern konnte. Negative Auswirkungen hatte in der zweiten Jahreshälfte der Preisverfall im Bereich des Altpapiermarktes, hierdurch kam es zu einem spürbaren Umsatzrückgang.

Die außerordentlichen Auftrags- und Umsatzimpulse im Jahr 2021 durch die tragische Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurden weitgehend durch eine erfolgreiche Neukundengewinnung kompensiert. Negative Auswirkungen hatten im ersten Geschäftshalbjahr 2022 die deutlichen Preisanpassungen bei den Fremddienstleistungen aufgrund der Energie- und Wirtschaftskrise. Diese Kostensteigerung konnte bei unseren Kunden nur bedingt aufgefangen werden. In der zweiten Jahreshälfte wurde versucht, durch Nachverhandlungen mit den Fremddienstleistern aufgrund fallender Entsorgungskosten das Delta wieder zu schließen. Durch ein strukturiertes Forderungsmanagement gelingt es, die Überwachung der Zahlungsziele bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistung zu verbessern. Weitere Optimierungen sind hier für die Zukunft vorgesehen.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Schmidt Umweltservice GmbH konnte 2022 die Umsatzerlöse von 12.455 TEUR auf 13.546 TEUR steigern und einen Jahresüberschuss von 172 TEUR erwirtschaften. Das Vorjahresergebnis von rd. 594 TEUR konnte bedingt durch die widrigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Krisen-Jahres 2022 nicht ganz erreicht werden. Gründe dafür waren die gestiegenen Kosten insbesondere in den Bereichen Fremdleistungen, Energie, Kraftstoffe und Personal. Zu berücksichtigen ist hierbei auch, dass sich durch die hohen Investitionen aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von 436 TEUR im Jahr 2021 auf 961 TEUR im Berichtsjahr 2022 mehr als verdoppelten.

Die Fremdleistungen der Schmidt Umweltservice GmbH haben sich aus den genannten Gründen deutlich erhöht. Personal-, KFZ- sowie Sachkosten unterlagen ebenfalls den negativen Auswirkungen der Ukraine-Krise.

Auf Grund des positiven Ergebnisses ist das Eigenkapital auf 1.749 TEUR gestiegen. Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind hingegen gesunken. Das Anlagevermögen ist auf 6.656 TEUR und das Umlaufvermögen auf 4.677 TEUR gestiegen. Die Liquidität war durch Innenfinanzierung, Darlehen sowie ausreichende Kontokorrentlinien jederzeit gewährleistet.

Die Anzahl der Beschäftigten der Schmidt Umweltservice GmbH ist im Jahr 2022 mit durchschnittlich 61 Mitarbeitern (Vorjahr 58) leicht gestiegen. Der Bedarf an LKW-Fahrern ist weiterhin hoch. Die Deckung dieses Bedarfs ist mit Blick auf den angespannten Personalmarkt in der Logistikbranche ein wichtiger erfolgsentscheidender Faktor. Der Stand an Fahrern wurde über das Jahr 2022 konstant gehalten bzw. ausgebaut.

Im Bereich der Verwaltung kam es im Jahr 2022 zu wenigen Veränderungen.

4. Umweltschutz

Das ganzheitliche Schließen von Stoffkreisläufen ist ein zentraler Schlüssel für nachhaltiges Wirtschaften und damit auch für das Erreichen der Klimaziele. Die Schmidt Umweltservice GmbH ist mit der Sammlung und Trennung von Abfällen und Wertstoffen ein wichtiger Teil dieses Kreislaufes und betreibt hierdurch aktiven Umweltschutz.

5. Voraussichtliche Entwicklung und ihre wesentlichen Chancen und Risiken

Die Schmidt Umweltservice GmbH erwartet auch im Jahr 2023 eine erneut deutliche Umsatzsteigerung auf ca. 16.000 TEUR. Die Planung der Geschäftsführung geht von einem Jahresüberschuss über dem Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahres aus.

Die wesentlichen Kunden setzten auch 2023 auf uns als zuverlässigen Entsorgungspartner. Im Geschäftsfeld der stationären Entsorgung von Industrie-, Handels- und Gewerbekunden werden die in Jahr 2022 neu gewonnenen Kunden weiter ausgebaut.

Gleichwohl ist man sich anhaltenden Risiken besonders in Bezug auf das eigene Personal bewusst. Besonders der Fachkräftemangel und die unsicheren Zukunftsprognosen aufgrund der aktuellen Kriegs- und Wirtschaftsentwicklung können den Unternehmenserfolg gefährden. Das Unternehmen versucht präventiv mit einem engen Monitoring und Maßnahmenplänen dem entgegenzuwirken, um die Risiken zu minimieren.

Insgesamt geht die Geschäftsleitung daher trotz der wirtschaftlichen nicht einfachen Rahmenbedingungen von einem sehr zufriedenstellenden Verlauf des Geschäftsjahres 2023 aus. Das Recycling von Rohstoffen hat durch die aktuelle Rohstoffkrise noch stärker an Bedeutung gewonnen und lässt die Schmidt Umweltservice GmbH optimistisch in die Zukunft blicken. Die Schmidt Umweltservice GmbH ist aus Sicht der Geschäftsleitung mit einem diversifizierten Kundenportfolio, einer sehr guten Marktstellung im Bereich Entsorgung im Rahmen der Brand- und Wasserschadenregulierung, der projektbezogenen Baustellenentsorgung als auch einem breiten Dienstleistungsportfolio im regionalen stationären Entsorgungsgeschäft sehr gut aufgestellt. Aufgrund dieses Leistungsangebots und der eingeschlagenen strategischen Stoßrichtungen erwartet die Geschäftsleitung, die Marktposition im Jahr 2023 in einer sich konsolidierenden deutschen Kreislaufwirtschaft weiter organisch ausbauen zu können.

 

Duisburg im September 2023

gez. Tom Schmidt, Geschäftsführer

gez. Stefan Höninger, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schmidt Umweltservice GmbH, Duisburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schmidt Umweltservice GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegen, den 10. Oktober 2023

DR. GEHRE-TREUHAND-GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Waldschmidt, Wirtschaftsprüfer

gez. Saßmann, Wirtschaftsprüfer

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