IT Security Club GmbH
Selbe AdresseVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Oberle seit 20.7.2021 | Prokura |
Oliver Christof Winzenried seit 25.10.2006 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WIBU-SYSTEMS AktiengesellschaftKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023WIBU-SYSTEMS Aktiengesellschaft, Karlsruhe1. Das Unternehmen 1.1 WIBU-SYSTEMS Aktiengesellschaft in Kürze Die WIBU-SYSTEMS AG wurde 1989 gegründet und hat Ihren Sitz in Karlsruhe. Es ist ein mittelständisches Unternehmen, einer der führenden Anbieter von Lösungen zum Schutz und zur Lizenzierung von digitalen Produkten. Der Firmenslogan "Perfection in Protection, Licensing and Security" bringt die Kernkompetenzen zum Ausdruck: • Protection: Darunter verstehen wir den Schutz Ihres geistigen Eigentums vor Produktpiraterie, Nachahmung und Reverse Engineering. Das Produkt-Know-how in Software, Firmware und sensiblen Daten wird durch proprietären und wohldurchdachten Einsatz symmetrischer und asymmetrischer Verschlüsselung geschützt. • Licensing: Softwarehersteller und Hersteller intelligenter Geräte können durch Lizenzierung definieren, welche Funktionen im Produkt der Anwender nutzen kann und wie er dafür bezahlt. Das Einbinden in die Geschäftsprozesse und CRM-, ERP- und E-Commerce-Systeme und eine Vielzahl an schlüsselfertigen Lizenzmodellen eröffnet neue Geschäftschancen der Digitalisierung. • Security: Der Integritätsschutz verhindert Manipulation und Cyberangriffe und stellt so sicher, dass die Software oder die Geräte so funktionieren, wie sie sollen. Sowohl der Programmcode als auch Parameter und Daten, beispielsweise 3D-Druckdaten oder KI-Modelle, werden geschützt. In Zusammenarbeit mit Organisationen wie Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Medien), VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) und Standardisierungsgremien wie der SD Card Association, der OPC Foundation sowie Forschungseinrichtungen wie dem FZI, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der SmartFactoryKL und Fraunhofer Instituten kümmert sich WIBU-SYSTEMS um IT-Sicherheit mit preisgekrönten neuen Technologien. Ende 2023 waren deutlich über 140 Mitarbeiter in der Gruppe beschäftigt, davon 124 am Hauptsitz und Gründungsort Karlsruhe. 1.2 Strategie und Marktposition Unverändertes Ziel von WIBU-SYSTEMS ist es, die Marktposition und Technologie im Bereich Schutz und Lizenzierung digitaler Produkte weiter auszubauen. Dabei soll mittelfristig ein globaler Anteil von 25% des Weltmarkts erreicht werden. Dies ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, dass durch das Projekt Wibu 2025 erreicht werden soll, an dem intensiv gearbeitet wird. Globale Expansion, Einsatz in mehr und mehr Anwendungen, in denen die Software die Funktionalität von Geräten bestimmt, und die Digitalisierung treiben unser Geschäft. Höchste Qualität wird in allen Bereichen angestrebt. Flexible Lizenzierung zur Umsetzung neuer Geschäftsmodelle unserer Kunden inklusive Geschäftsprozessintegration, Security, d. h. höchste Sicherheit des Schutzes und Reliability, also Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Produkte sind im Fokus neben optimaler Beratung und Kundenservice. WIBU-SYSTEMS öffnet sich für neue Geschäftsmöglichkeiten und strategische Partnerschaften und entwickelt gleichzeitig Technologien. Neue Geschäftsfelder wie Schutz und Lizenzierung von 3D-Druckdaten für die additive Fertigung und Schutz von KI-Modellen kommen hinzu. Die Erweiterung unserer Lösung für industrielle Umgebungen erleichtert es Unter¬nehmen aus den Bereichen Automotive, Automation, Energie, Industrie, Medizin, Umwelt und Transport, Maßnahmen gegen Spionage und Cyberangriffe zu ergreifen. 1.3 Unternehmerische Verantwortung Verantwortliches Handeln bedeutet für WIBU-SYSTEMS, seine Kunden bestmöglich zu unterstützen, zukunftsweisende Lösungen zu finden, seine Mitarbeiter mit dem Unternehmen voranzubringen und insgesamt hohen ethischen Werten gerecht zu werden. Damit schafft das Unternehmen Mehrwert für Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und die Gesellschaft.WIBU-SYSTEMS wird die nachhaltige Entwicklung als richtungsweisendes Prinzip ihrer Strategie als inhabergeführtes und finanziell unabhängiges Unternehmen beachten, im Gegen¬satz zu börsennotierten Wettbewerbern, die starken Zwängen ausgeliefert sind und kurzfris¬tigen Zielen mehr Beachtung schenken. Kooperationen in Forschung und Entwicklung mit anderen Unternehmen und Hochschulen, teilweise mit Förderung durch BMWK und BMBF, generieren Mehrwert über das eigene Unternehmen hinaus. Die Beschäftigung von Schwerbehinderten und die Förderung der Jugend gehören auch dazu. Beispiele -auch aus den vergangenen Jahren- sind die Unterstützung der Kindertagesstätte "Pasos Pequenitos" in Honduras mit der Aktion Goethe kidz4kidz, sowie weitere Projekte der nph Deutschland, wie die Aktion "1000 Schulen für die Welt" und das Canisius¬haus der Kirchengemeinde "Unsere liebe Frau" in Karlsruhe. 1.4 Mitarbeiter Im technologiegetriebenen Geschäft der WIBU-SYSTEMS AG sind innovative und hochmotivierte Mitarbeiter zwingend erforderlich. Mit spannenden und zukunftsgerichteten Aufgaben sowie flexiblen Arbeitszeiten, kontinuierlicher Weiterbildung, Erfolgsbeteiligung, Kantine, JobRad und JobTicket sowie attraktiver Altersvorsorge versucht WIBU-SYSTEMS gute Mitarbeiter zu halten und in der schwierigen Situation auf dem Ar¬beitsmarkt neue Mitarbeiter zu gewinnen, eine zunehmende große Herausforderung für das Unternehmen. Unsere WIBU-Academy wird konsequent ausgebaut hinsichtlich des Schulungsangebots für unsere Mitarbeiter weltweit sowie für Kunden. 1.5 Forschung und Entwicklung Die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und Lösungen ist die Basis des Erfolgs von WIBU-SYSTEMS. Nur mit kontinuierlichen Produkt- und Prozessinnovationen kann das Unternehmen langfristig profitabel wachsen. Dies ist wichtig wegen einem zunehmenden Preisdruck, ausgelöst von asiatischen Anbietern, und aufgrund von erweiterten Lösungen, die primär von den beiden Hauptwettbewerbern aus den USA und Frankreich kommen. WIBU-SYSTEMS gehört zu den Pionieren im Bereich Softwarelizenzierung und Schutz: 1991 erster automatischer Schutz für Windows Anwendungen ohne Quellcodemodifikation, 1993 der erste Dongle als PCMCIA-Karte, 2001 erster öffentlicher Hacker's Contest, 2009 erste Lösungen für den SmartPhone- und Industrie-Bereich mit Vorstellung der CmCards. WIBU-SYSTEMS wurde dafür unter anderem mit dem 1. Platz des Sicherheitspreises Ba¬den-Württemberg 2011 ausgezeichnet. Im Oktober 2014 gewann WIBU-SYSTEMS zusam¬men mit KIT und FZI den höchstdotierten deutschen IT-Sicherheitspreis der Horst Goertz Stiftung. Im Jahr 2017 wurde erfolgreich ein globaler Hacker's Contest mit dem neuen Blurry Box Softwareschutzverfahren abgeschlossen und der SIIA Codie Award 2017 in den USA in der Rubrik "Best Content Rights and Entitlement Solution" gewonnen. In 2023 wurde WIBU-SYSTEMS beim renommierten TOP100-Wettbewerb als Top-Innovator ausgezeichnet .CodeMeter bietet einen skalierbaren Softwareschutz mit einer großen Auswahl an Secure Elements. Anwender verwenden Hardware-Einheiten mit integrierter Smartcard-Komponente (USB-Dongles, sichere Speicherkarten, ASICs oder Module für interne Montage) genauso wie CmActLicense, unsere softwarebasierte Aktivierungslösung, welche die Lizenz an den Fingerabdruck des Zielcomputers bindet, oder CmCloudContainer, ein neuartiger Lizenzcontainer, der an einen Benutzer gebunden ist und auf den CodeMeter Cloud-Server zugreift. Sowohl hardware- als auch softwarebasierte Lösungen ermöglichen ihnen "herstellerunabhängige" Lösungen, Speicher für Tausende von Lizenzen, treiberlosen Support, Remote-Update und Multi-Plattform-Unterstützung wie für Windows, Linux, macOS, .NET, Java, Android, VxWorks, QNX, CODESYS, Automation Studio. Das besondere Schutzniveau ergibt sich aus folgenden Faktoren: modernste Verschlüsselungstechnologien (AES, RSA, ECC, SHA) und patentierte Integration. Darüber hinaus macht es CodeMeter License Central einfach, mit Software Umsatz zu generieren durch die Implementierung neuer Geschäftsmodelle mit einem strategischen Ansatz. Hersteller erreichen eine Vereinfachung ihrer Logistik und Senkung ihrer Betriebskosten durch Lizenzierung und Integration in weltweit führende CRM-, ERP- und E-Commerce-Plattformen. Die bewährte Technologie WibuKey beweist Kontinuität und Verantwortung gegenüber langfristigen Kundenbeziehungen. Die WibuBox ist für USB-Schnittstellen und als ASIC erhält¬lich. 1.6 Wirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte . Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 1.7 Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse sind um 0,13% gestiegen. Dieser gleichbleibende Umsatz ist unbefriedigend aber in der aktuellen Situation dennoch ein gutes Ergebnis, das nur durch ein intensives weltweites Marketing, sowie persönliche Kundengespräche vor Ort und auf Messen und Konferenzen erreicht werden konnte. 1.8 Beschaffung Um die Logistik an die wachsenden Anforderungen unserer Geschäftsentwicklung und die Kundenbedürfnisse anzupassen, haben wir ein durchgängiges Warenwirtschaftssystem für Beschaffung und Produktion. Die Preise an den Beschaffungsmärkten sind in 2023 weitgehend unverändert. Die erforderliche langfristige Produktionsplanung und erhöhte Lagerbestände an Komponenten sichert uns Produktionsfähigkeit und günstige Einkaufskonditionen auch in schwieriger Lage, erhöht je¬doch auch das Risiko. Im Jahr 2023 entspannten sich die Lieferzeiten bei elektronischen Bauelementen. Die generell kurze Verfügbarkeit mancher Komponenten stellt für WIBU-SYSTEMS eine große Herausforderung und ein großes Risiko dar. Der Bestand an Fertigprodukten sowie Halbfertigprodukten und Komponenten ist mit rund 3,7 Mio. € um ca. 16% gestiegen. 1.9 Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 269 T€ nach 562 T€ im Jahr 2022. Diese waren primär für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Investitionen für den Neubau der WIBU-SYSTEMS Firmenzentrale waren keine mehr erforderlich. Die Personalaufwendungen in die Forschung und Entwicklung sind gestiegen. Um unsere notwendigen Weiterentwicklungen zeitnah realisieren zu können und um unsere technologische Position halten zu können, ist es im Geschäftsjahr 2024 erneut notwendig, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zu erhöhen. 1.10 Umweltschutz Im Neubau, der 2021 bezogen worden ist, setzen wir Energie sehr nachhaltig ein. Neben einer Photovoltaikanlage mit 80kWp Leistung und der Fernwärme mit einem sehr hohen Anteil regenerativer Energie erreichen wir mit modernster Steuerungstechnik eine hohe Energieeffizienz durch intelligente Beschattung, Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung und auch dynamisches Lastmanagement, beispielsweise für die 20 E-Ladesäulen auf den Firmenparkplätzen. Die Produktion arbeitet weitgehend abfallfrei, verwendete Materialien sind umweltverträglich. Bei Kunststoff wird nur ABS und Polycarbonat-Material verwendet und kein PVC. Im Bereich Produktion und Einkauf werden ausschließlich RoHS-konforme Materialien eingekauft. Alle erforderlichen Maßnahmen bezüglich des ElektroG wurden durchgeführt und abgeschlossen, d. h. Registrierung bei der Stiftung EAR sowie Verträge mit Entsorgungsunternehmen und Garantiegebern. Bestimmungen wie die Chemikalienverordnung REACH, China RoHS und weitere werden systematisch beobachtet und rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergriffen. Ein System zur Erstellung von FMDs (Full Material Description) wurde installiert und aktuali¬siert. Es ist damit zu rechnen, dass hierfür und für neue kommende Regeln für Produkt- und Prozess-Zertifizierungen in Zukunft immer wieder ein nicht unerheblicher zusätzlicher Aufwand entsteht. 1.11 Wichtige Vorgänge im Berichtsjahr Die im Mai 2001 gegründete WIBU-SYSTEMS USA, Inc., ist eine 100%ige Tochter der deutschen WIBU-SYSTEMS AG. Die Verkäufe aus Deutschland in die USA sanken im Jahr 2023 um 17%. Die im Januar 2005 gegründete WIBU-SYSTEMS (Shanghai) Co., Ltd, mit einem registrierten Stammkapital von 420.000 € ist ebenso eine 100%ige Tochter der WIBU-SYSTEMS AG und nutzt inzwischen eine eigene Büroimmobilie im Yangpu-Distrikt in Shanghai. Die Restnutzungszeit der Immobilie liegt bei über 30 Jahren. Die Verkäufe aus Deutschland nach China sanken im Jahr 2023 erheblich um 19,5% gegenüber 2022.Im Oktober 2018 wurde in Tokio die japanische Tochtergesellschaft WIBU-SYSTEMS K.K. gegründet. Sie ist ebenso eine 100%ige Tochter der WIBU-SYSTEMS AG. Im Jahr 2023, dem fünften Jahr der vollen Geschäftstätigkeit, wurden die Einkaufsumsätze aus Deutschland um 0,6% gesteigert. Die Renovierung der Bestandsimmobilie in der Rüppurrer Straße 52-54 wurde fortgesetzt, konnte aber noch nicht abgeschlossen werden und demzufolge die Büroräume noch nicht vermietet werden. Die laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Partnern und teilweiser Förderung wurden plangemäß fortgesetzt. Es wurden die Weichen gestellt für die "Next Generation" Produkte sowie Schutz für KI-Anwendungen sowie ersten Vorbereitungen für Post Quantum Cryptography, die gehärtete Verfahren implementiert, um die Sicherheit unserer Lösungen langfristig zu erreichen. 1.12 Nachtragsbericht Wir verweisen auf unsere Angaben im Anhang. 2. Darstellung der Lage 2.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich um rund 11% auf 45.301 T€ erhöht. Das kurzfristige Fremdkapital ist geringer als das Umlaufvermögen. Das Eigenkapital erhöhte sich um 22,2% auf 22.241 T€ und beträgt 49,1% vom Gesamtkapital. Das langfristige Fremdkapital beträgt 5.117 T€, überwiegend Bankdarlehen für die Immobilieninvestition, die ab 2020 in Anspruch genommen werden. 2.2 Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist um 12,5% auf 4.174 T€ gesunken. Der Grund für den positiven Cashflow waren das erzielte Periodenergebnis, die Abschreibungen sowie die Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen. Wir waren immer in der Lage, unsere Zah¬lungsverpflichtungen zu erfüllen. 2.3 Ertragslage Im Lagebericht 2022 wurde hinsichtlich der Prognose für 2023 von einem leicht rückläufigem Jahresüberschuss ausgegangen, was leider eingetroffen ist. Insgesamt waren wir mit dem Geschäftsverlauf unter den gegebenen Umständen aber zufrieden.Bei gleichbleibendem Umsatz ergab sich für das Jahr 2023 ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 4.916 T€ nach 5.485 T€ im Vorjahr. Die Aufwendungen für Perso¬nal und in Höhe von 10.271 T€ sind um rund 3,6% gegenüber dem Vor¬jahr 2022 (9.915 T€) gestiegen. Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis durch die Neubildung von Gewährleitungsrückstellungen. 3. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 3.1 Konjunkturelle Aussichten Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent).Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 3.2 Wirtschaftliche Gefährdungspotentiale und Risiken Das Unternehmen ist in einem Wachstumsmarkt tätig. Die Volatilität dieser Märkte sowie die kurzen Innovationszyklen erfordern permanente Aufmerksamkeit und ein Risikomanagement. Wechselkursrisiken machen Preisreduktionen in einigen Märkten erforderlich. Angriffe auf die Sicherheit unserer Lösungen, primär aus asiatischen Ländern, erzwingen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und kontinuierliche F&E-Anstrengungen zur weiteren Erhöhung der Sicherheit unserer Lösungen. Wettbewerber aus China bieten Lösungen zu extrem niedrigen Preisen an. Unsere beiden direkten globalen Wettbewerber Revenera (früher Flexera Software Inc.) und Thales (Ge-malto / SafeNet) sind größer und könnten aggressiver gegen uns operieren. Security ist in aller Munde. Cyberangriffe, aber auch die zunehmende Digitalisierung in Industrie 4.0 oder dem Internet der Dinge, erfordert Schutzsysteme wie die von WIBU-SYSTEMS. Gleichzeitig entsteht aber mit Märkten, die große Stückzahlen erwarten lassen, auch das Risiko, dass andere Unternehmen in das Geschäft mit Security einsteigen werden.Um unsere Lösungen für neue Anforderungen zu erweitern, sei es im Bereich der Cloud-basierten Lizenzierung mit Einbindung in Geschäfts- und Vertriebsprozesse oder im Bereich industrieller Automatisierungssysteme oder im Medizingeräte- und Automotive-Segment, in dem höchste Produkt- und Entwicklungsprozessqualität und Qualifizierungen gefordert werden, sind kontinuierliche hohe Aufwendungen in Forschung und Entwicklung erforderlich, ohne im Voraus genau abschätzen zu können, ob hier entsprechende Erfolge erzielt werden können.Viele Patente erschweren unser Geschäft zusätzlich. Mit verstärkten eigenen Patentanmeldungen hoffen wir jedoch, auch dafür gerüstet zu sein. Ansprüche sogenannter Patent Trolls stellen ein schwer abschätzbares hohes Risiko dar, wie auch Patente direkter Wettbewerber sowie Anbieter in überlappenden Bereichen. Kunden erkennen mittlerweile den Wert der Software-realisierten Funktionen in Ihren Produkten und melden selbst auch Innovationen zu Schutz und Lizenzierung an. Wir haben unsere Patentüberwachung intern und mit externen Patentanwälten intensiviert.Lange Lieferzeiten bei vielen elektronischen Komponenten sowie die hohen Mindestauftragsmengen bleiben ein Risiko. Hohe Lagerbestände sind erforderlich, um Lieferfähigkeit zu sichern. Die Engpässe im Chipbereich werden auch bei uns zu steigenden Einkaufspreise führen. Die rechtlichen Bestimmungen in verschiedenen Ländern bezüglich EMV-, Umwelt- sowie Zollbestimmungen sowie erhöhte Anforderungen an Qualität und Prozesse von Industriekunden kommen erschwerend hinzu. Durch intensive Mitarbeit in Verbänden und Austausch mit den Behörden versuchen wir, die Risiken in Grenzen zu halten. Rechtssicherheit für die Zukunft gibt es aber nicht. Die zunehmenden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie die politischen Unsicherheiten erhöhen unser Risiko. Komponenten für die Produktion möglicherweise nicht zu erhalten oder selbst neuen Exportrestriktionen zu unterliegen könnte dramatische Folgen haben. Durch eine vorsichtige und vorausschauende Wahl der Komponenten und Partner, versuchen wir die Risiken zu minimieren. Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem eingerichtet, welches auch die Risikosteuerung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten umfasst. Dies stellt einen integralen Bestandteil der Geschäftsführung dar, welches laufend weiterentwickelt wird. Das Risikomanagementsystem zielt primär auf die Erkennung und Vermeidung von Risiken ab. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezüglich Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei dem Unternehmen bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, Risikobewertung und Risikobewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken zu minimieren. Deutsche Konjunktur Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robusten Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck. Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden. Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 3.3 Chancen Der Erfolg unseres Unternehmens wird entscheidend davon abhängen, ausreichend Mitarbeiter und Fachkräfte gewinnen zu können. Mit unserer Investition in Karlsruhe werden wir ausreichend attraktive Arbeitsplätze haben, die unsere Chancen verbessern. Daneben arbeiten wir intensiv am globalen Ausbau. Die folgenden Faktoren gelten unverändert: • Ein weiteres Anziehen der Märkte. Wir sehen hier speziell im Bereich Industrie 4.0, Additive Manufacturing (3D-Druck) und Internet of Things (IoT) ein gigantisches Potential. • Vertrauenswürdige Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Unsere Protection Suite AxProtector Python ermöglicht sowohl den Know-how-Schutz als auch den Schutz vor Manipulation für Programmcode und KI-Modelle. • Technologische Führerschaft und Entwickeln neuer innovativer Lösungen mit einem perfekten Team an Spezialisten für Schutz, Lizenzierung und Security von Software in der Breite. Dokumentenschutz und Authentifizierung runden die Palet¬te ab. • Ermöglichen neuer Geschäftsmodelle und innovativer Nutzung des Internets, Unterstützung neuer Wachstumsmärkte wie SOA (Service Oriented Architecture), SaaS (Software as a Service), Cloud Computing und dem Embedded Bereich.Insbesondere Embedded Systeme, die sich in medizinischen Geräten, Maschinensteuerungen, Spielautomaten und in Steuerungen in kritischen Infrastrukturen in Smart Grids, Verkehr und Logistik sowie Haustechnik befinden, benötigen neben dem Know-how-Schutz und dem Schutz vor Nachbau auch einen Schutz vor Manipulation, sog. Integritätsschutz. Hier haben viele Regierungen weltweit bereits Cyber-Abwehrzentren gegründet, um einen sicheren Betrieb der Infrastrukturen zu erreichen. Hier entsteht ein interessanter Markt mit neuen Anwendungen für die Produkte von WIBU-SYSTEMS.Unsere Chancen nutzen wir hier durch internationale Kooperationen, Mitarbeit in Standardisierungsgremien wie USB Implementers Forum, SD Card Association und OPC Foundation, Trusted Computing Group, TCG sowie aktive Mitarbeit beim Industrial Internet Consortium, IIC. Unsere aktive Mitarbeit im BITKOM sowie beim VDMA und bei der Geschäftsstelle Industrie 4.0 sowie intensiven Austausch mit der Politik in Deutschland, Europa und China unterstützen unsere Chancen zusätzlich.Zusätzliche Mitarbeiter an entscheidenden Stellen ermöglichen es uns, schnell genug die Anforderungen des Marktes zu realisieren. Den notwendigen Raum für neue Arbeitsplätze und Labore haben wir durch eine große Investition in den Standort Karlsruhe mit einem Neubau und einem House of IT-Security geschaffen. Innovationen sind unser Treiber, da wir nicht billiger sein können als die Marktbegleiter in Amerika oder Asien. Die Auszeichnung als Top Innovator 2023 im Top 100 Wettbewerb hat unser Engagement bestätigt. Unsere Aktivitäten im Bereich der Künstlichen Intelligenz, im Cloud Computing und bei Post Quantum Cryptography unterstreichen dies zusätzlich.Wir danken unseren Mitarbeitern für den Einsatz und das Engagement im Sinne der WIBU-SYSTEMS AG. 4. Prognose Für 2024 rechnen wir mit einem kleinen Umsatzanstieg. Dabei gehen wir von einem moderaten Umsatzzuwachs sowohl im Direktgeschäft als auch bei unseren Tochtergesellschaften in China, Japan und in den USA aus. Mit einem Anstieg der Personalkosten durch zusätzliche Mitarbeiter erwarten wir einen ähnlichen Jahresüberschuss wie 2023 . Für 2025 ist eine Prognose schwierig, da die Nachfrageseite hohe Unsicherheiten aufweist und der Engpass bei Fachkräften bestehen bleiben wird. Wir planen dennoch ein weiteres Wachstum und Erfolge aus unserer Wachstumsstrategie. Hin¬sichtlich des Jahresüberschusses kann man somit, auch unter dem Gesichtspunkt von stei¬genden Kosten und Unsicherheiten, nicht von einer Erhöhung ausgehen.
Karlsruhe, den 07.08.2024 Oliver Winzenried Vorstand BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023WIBU-SYSTEMS Aktiengesellschaft, KarlsruheA. Erläuterungen und ergänzende Angaben zur Bilanz und GuV I. Allgemeine Angaben zur Bilanz Der Jahresabschluss der WIBU-SYSTEMS AG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Das Anlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Soweit es sich um abnutzbares Anlagevermögen handelt, wurden die Anschaffungs- und Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Falls der beizulegende Wert unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegt, wurde dieser herangezogen. Fremdkapitalzinsen blieben unberücksichtigt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden aufgrund der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und pro rata temporis linear oder degressiv vorgenommen. Die degressive Abschreibung wurde für bewegliche Anlagegüter gewählt, da diese Methode den Werteverzehr aufgrund der hohen Auslastung besser abbildet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis Euro 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Von der Möglichkeit der Poolabschreibung für Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von Euro 150,01 bis Euro 1.000,00 wurde kein Gebrauch gemacht. Nach handelsrechtlichen Vorschriften sind Rückdeckungsversicherungen wie in der Steuerbilanz mit dem Aktivwert anzusetzen, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wird. Die Summe der Aktiv- und Zeitwerte der Rückdeckungsversicherung zum 31.12.2023 beträgt insgesamt Euro 1.097.839,83 (Vorjahr: Euro 1.034.921,66). Dabei beträgt der Wert der nicht verpfändeten Rückdeckungsversicherung Euro 293.286,36 (Vorjahr: Euro 274.192,55) und der Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung (Deckungsvermögen) Euro 804.553,47 (Vorjahr: Euro 760.729,11). Hierbei betragen die Zinserträge aus der verpfändeten Rückdeckungsversicherung Euro 13.579,51 (Vorjahr: Euro 10.929,08). Eine entsprechende Saldierung des Deckungsvermögens mit der Pensionsrückstellung wurde vorgenommen. Das Vorratsvermögen wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurde der steuerlich niedrigste zulässige Wert herangezogen. Fremdkapitalzinsen blieben unberücksichtigt. Sofern sich zum Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Werte ergaben, wurden diese angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Das latente Ausfallrisiko sowie das Mahnkosten- und Zinsrisiko werden durch eine aktivisch gekürzte Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 v. H. des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestandes berücksichtigt. Die Einzelwertberichtigungen wurden unter Zugrundelegung der Bonität und der Sicherheiten je nach Lage des Einzelfalles gebildet. Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren grundsätzlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Zahlungen, die erst in zukünftigen Geschäftsjahren zu Aufwendungen führen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt DM 550.000,00 (entspricht Euro 281.210,53). Es ist eingeteilt in 110.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von jeweils DM 5,00 (entspricht Euro 2,56). Die Aktien lauten auf den Namen und sind nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragbar. Bei der Gewinnrücklage handelt es sich um die gesetzliche Rücklage. Zum 31.12.2023 ergibt sich bei der Pensionsrückstellung ein Erfüllungsbetrag in der Handelsbilanz mit Euro 1.304.354,00 (Vorjahr: Euro 1.288.133,00). Grundlage für die Ermittlung war die "Projected Unit Credit Method" (PUC-Methode), ein Rechnungszins mit 1,82 % p. a., ein Rententrend mit 2,00 % p. a. sowie die "HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln". Weitere Trends sind mit 0,00 % p. a. berücksichtigt. Der Zeitwert des saldierungsfähigen Deckungsvermögens (resultierend aus der Rückdeckungsversicherung) beträgt Euro 804.553,47 (Vorjahr: Euro 760.729,11), so dass sich eine Pensionsrückstellung nach Saldierung mit dem Deckungsvermögen mit Euro 499.800,53 (Vorjahr: Euro 527.403,89) ergibt. Nach § 253 Absatz 6 HGB muss ein sogenannter Unterschiedsbetrag in Form der Differenz - zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und - dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz ermittelt werden.
Rechnungszinssatz: 1,82% p. a. 1,74% p.a. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von Euro 8.602,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Zusage- und Personendaten sowie sonstige bewertungsrelevante Parameter und Rechnungsgrundlagen sind unverändert gegenüber dem vorliegenden versicherungsmathematischen Gutachten für die Handelsbilanz zum 31.12.2023. Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung zum 31.12.2023 beträgt Euro 29.219,00 (Vorjahr: Euro 28.967,00). Dem stehen Zinserträge aus dem Deckungsvermögen mit Euro 13.579,51 (Vorjahr: Euro 10.929,08) gegenüber. Hierbei kam es ebenfalls zu einer entsprechenden Saldierung. Die Steuerrückstellungen beinhalten Ertragsteuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags; dabei wurden -soweit es sich um Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr handelt- Preissteigerungen einbezogen und Abzinsungen vorgenommen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wurde vom Abzinsungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Beim passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag angefallen sind, aber Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Fremdwährungspositionen (Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssige Mittel) werden zum Devisenmittelkurs am Buchungstag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden kurzfristige Positionen in Fremdwährungen zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Sofern zu Fremdwährungspositionen Sicherungsgeschäfte bestehen (§ 254 HGB), erfolgt der Ansatz zum Sicherungskurs. II. Angaben zu Einzelposten der AKTIVA Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind, wie im Vorjahr, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. III. Angaben zu Einzelposten der PASSIVA Die Rückstellungen (nach Saldierung nach § 246 Abs. 2 HGB) für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von Euro 499.800,53 (Vorjahr: Euro 527.403,89) haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Weiterhin besteht eine Rückstellung mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von Euro 502.695,00 (Vorjahr: Euro 447.263,00); davon betreffen Euro 487.695,00 (Vorjahr: Euro 432.263,00) Pensionsverpflichtungen gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Es wurden u. a. sonstige Rückstellungen für Prozessrisiken, Gewinnbeteiligungen, Urlaubsverpflichtungen, Gewährleistungen sowie ausstehende Rechnungen in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet. Vom Wahlrecht der Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht.
Im Vorjahr hatten Euro 224.131,00 (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) bzw. Euro 35.230,68 (sonstige Verbindlichkeiten) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren, also insgesamt Euro 259.361,68. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. IV. Allgemeine Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren zugrunde gelegt. Die Gliederung entspricht § 275 Abs. 2 HGB. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Zuschüsse für Entwicklungen in Höhe von insgesamt Euro 1.190.759,83 (Vorjahr: Euro 1.368.719,77) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 5.468,13 (Vorjahr: Euro 7.116,03), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 3.285,22 (Vorjahr: Euro 35.185,10). Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden Aufwendungen berücksichtigt, die von besonderer Größenordnung sind. Hierbei handelt es sich um einen Betrag in Höhe von Euro 2.890.000,00 (Vorjahr: Euro 200.000,00), der für mögliche Gewährleistungen als Rückstellung berücksichtigt wurde sowie um einen Betrag in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 1.600.000,00), der für mögliche Prozesskosten als Rückstellung berücksichtigt wurde. Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung zum 31.12.2023 beträgt Euro 29.219,00 (Vorjahr: Euro 28.967,00). Dem stehen Zinserträge aus dem Deckungsvermögen mit Euro 13.579,51 (Vorjahr: Euro 10.929,08) gegenüber. Hierbei kam es ebenfalls zu einer entsprechenden Saldierung. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen Abschreibungen auf Ausleihungen gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von Euro 50.915,98 sind vorübergehende Wertminderungen. Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:
B. Sonstige Angaben Die WIBU-SYSTEMS AG mit Sitz in 76137 Karlsruhe, Zimmerstraße 5, ist beim Registergericht Mannheim unter der Nummer HRB 107315 eingetragen. Mitteilungspflicht gemäß § 20 AktG Der Gesellschaft wurde von der Buchheit Consulting GmbH & Co. KG mitgeteilt, dass sie eine Beteiligung von mehr als dem vierten Teil der Aktien hält. Verbundene Unternehmen Die Gesellschaft ist zu 100 % an der WIBU-SYSTEMS USA Inc. (incorporiert in Washington/USA) beteiligt. Die Angabe von Eigenkapital und Jahresüberschuss unterbleibt gemäß § 286 (3) S. 1 Nr. 2 HGB. Die Gesellschaft ist ebenfalls zu 100 % an der WIBU-SYSTEMS (Shanghai) Co., Ltd. in Shanghai/China beteiligt. Die Angabe von Eigenkapital und Jahresüberschuss unterbleibt ebenfalls gemäß § 286 (3) S. 1 Nr. 2 HGB. Weiterhin ist die Gesellschaft zu 100 % an der WIBU-SYSTEMS K.K. in Tokio/Japan beteiligt. Die Angabe von Eigenkapital und Jahresüberschuss unterbleibt ebenfalls gemäß § 286 (3) S. 1 Nr. 2 HGB. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht An der House of IT-Security GmbH ist die WIBU-SYSTEMS AG zu 40 % beteiligt (Stammkapital insgesamt Euro 25.000,00). Die Höhe des Eigenkapitals der Gesellschaft beträgt Euro 8.113.413,33 zum 31.12.2023. Die Angabe des Jahresüberschusses unterbleibt gemäß § 286 (3) S. 2 HGB. An der IT Security Club GmbH ist die WIBU-SYSTEMS AG seit 01.01.2023 zu 50 % beteiligt (Stammkapital insgesamt Euro 25.000,00). Die Höhe des Eigenkapitals der Gesellschaft beträgt Euro -787.002,80 zum 31.12.2023. Die Angabe des Jahresüberschusses unterbleibt gemäß § 286 (3) S. 2 HGB. Die Ausleihungen gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von Euro 120.000,00 wurden mit Euro 120.000,00 wertberichtigt. Dabei wird von einer dauernden Wertminderung ausgegangen. Genossenschaftsanteile Im Jahr 2017 erfolgte der Erwerb von Geschäftsanteilen an der Open Source Automation Development Lab eG (OSADL eG) in Höhe von Euro 1.000,00. Beschäftigte Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 101 Angestellte. Davon waren 93 in Vollzeit und 8 in Teilzeit bzw. im geringfügigen Arbeitsverhältnis beschäftigt gewesen. Weitere Angaben Die Gesellschaft hat zur allgemeinen Währungssicherung Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Der zum Bilanzstichtag vorliegende Devisenterminkontrakt besteht im Wesentlichen in Zusammenhang mit bestehenden Einkaufskontrakten als schwebendes Geschäft. Das Nominalvolumen der Kaufwährung in USD betrug zum Bilanzstichtag 560.000,00. Der Zeitwert des Devisengeschäftes betrug zum 31.12.2023 Euro 3.165,94; eine Gewinnrealisierung wurde aufgrund des Realisationsprinzips nicht vorgenommen. Der Zeitwert wurde ermittelt auf der Basis von Marktdaten am Bilanzstichtag für die gültigen Terminbewertungskurse anhand derer ein Barwert abdiskontiert mittels einer laufzeitabhängigen Verzinsung berechnet wurde (Barwertmethode). Auf dem Grundvermögen sind Euro Mio. 12 Grundschulden eingetragen; die dadurch gesicherten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten valutieren mit Euro 5.410.563,00. Gesellschaftsorgane Zum Alleinvorstand war im Geschäftsjahr Oliver Winzenried, Dipl.-Ing., bestellt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 an: Herr Marcellus Buchheit (Vorsitzender), Dipl.-Informatiker, Frau Elke Winzenried (stellvertretende Vorsitzende), Dipl.-Verwaltungswirtin, und Frau Anne-Lise Buchheit, Dipl.-Kauffrau. Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von Euro 21.931.617,11 wie folgt zu verwenden: - Ausschüttung einer Dividende von insgesamt Euro 1.320.000,00 - Vortrag des Restbetrages von Euro 20.611.617,11 auf neue Rechnung. Nachtragsbericht Auf Grund der weiterhin anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen durch den Angriff Russlands auf die Ukraine und den damit verbundenen wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland ist zu erwarten, dass es auch weiterhin zu Lieferengpässen und zu steigenden Rohstoffpreisen kommen kann. Gegebenenfalls kann es auch durch den Nahostkonflikt zu Beeinträchtigungen kommen. Derzeitig ist unser Unternehmen von den vorgenannten negativen Beeinträchtigungen nur abgeschwächt betroffen. Wie sich diese Umstände jedoch auf unser Unternehmen weiterhin auswirken werden, ist derzeit quantitativ nur sehr schwer zu greifen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, über die nicht bereits berichtet wurde, sind nicht bekannt.
Karlsruhe, den 07.08.2024 Oliver Winzenried Vorstand BestätigungsvermerkIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die WIBU-SYSTEMS AG, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WIBU-SYSTEMS AG, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WIBU-SYSTEMS AG, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 07.08.2024 CL
Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH & Co.
KG
Dr. Michael Ohmer, Wirtschaftsprüfer Ingo Teine, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Jahr 2023des Wibu-Systems AGIm Geschäftsjahr 2023 gab es keine außergewöhnlichen Vorkommnisse, die über das übliche Geschäft der Wibu-Systems AG hinausgehen. Im Rahmen seiner gesetzlichen und unternehmerischen Verpflichtungen hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und intensive Diskussionen die Aktivitäten des Vorstands begleitet und gebilligt. Die Geschäftsführung hat durch die Vorlage aktueller Monats- und Quartalsergebnisse laufend den Aufsichtsrat über den augenblicklichen Stand des Unternehmens informiert. Erforderliche Abstimmungen wurden jeweils einstimmig beschlossen. Zusammensetzung des AufsichtsratsDem Aufsichtsrat gehörten im Jahr 2023 unverändert an: • Marcellus Buchheit (Vorsitzender des Aufsichtsrats), • Elke Winzenried (stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats), • Anne-Lise Buchheit (Mitglied des Aufsichtsrats). Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner auf drei Mitglieder beschränkten Größe keine Ausschüsse gebildet. Es fanden im Jahre 2023 keine Wahlen statt. Erfolgte Sitzungen des Aufsichtsrats im Jahr 2023
Im Jahre 2023 fanden am 13. Juni, 21. August, 21. September und 12. Dezember Aufsichtsratssitzungen statt, in denen der Vorstand ausführlich über die Lage der Wibu-Systems AG informiert hat. Alle Sitzungen des Aufsichtsrats haben ähnliche Tagesordnungen mit stets folgenden Themen: • Information über das vergangene und das laufende Geschäftsjahr der Wibu-Systems AG, der Wibu- Systems USA, der Wibu-Systems (Shanghai) Co Ltd, der Wibu-Systems K.K., der House of IT-Security GmbH sowie der IT Security Club GmbH. Hier hat der Vorstand im Detail über den Geschäftsverlauf (Umsatz, vorläufiger Gewinn, Veränderungen, Probleme usw.) berichtet. • Aktivitäten im laufenden Jahr. Hier werden aktuelle Marketingaktivitäten, Arbeitsgemeinschaften und Forschungsprojekte besprochen. • Personalsituation: Veränderungen bei den Mitarbeitern • Produkte: Einführung neuer Produkte, Probleme mit bestehenden • Patentsituation: Wie ist der Stand bei bestehenden Anmeldungen, welche neuen Patente werden angemeldet? • Bericht der Wibu-Systems USA • Bericht der Wibu-Systems (Shanghai) Co Ltd. • Bericht der Wibu-Systems K.K. • Bericht der House of IT-Security GmbH • Bericht der IT Security Club GmbH • Verschiedenes Bei Bedarf wurden vom Vorstand weitere aktuelle Themen auf die Tagesordnung einer bestimmten Sitzung gesetzt, Details können aus den entsprechenden Protokollen entnommen werden. Der Vorstand hat stets ausführlich und offen den Aufsichtsrat zu diesen Themen informiert. Umsatz- und Gewinnsituation wurden mit Detailzahlen belegt. Vorschläge und Ideen von einzelnen Aufsichtsrats- mitgliedern wurden offen aufgenommen und besprochen. Abstimmungen zu bestimmten Entscheidungen fielen in aller Regel einstimmig aus, da sie ausführlich besprochen wurden. Corporate GovernanceDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und ist im Prüfbericht, Anhang 3, abgedruckt. Die Vergütungen wurden im Dezember 2023 an die Aufsichtsratsmitglieder ausgezahlt. RechnungslegungAls Abschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft für das Jahr 2023 erneut die CL Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH & Co KG gewählt. Der Aufsichtsrat bestätigte die Wahl und hat dieser Firma den Prüfungsauftrag erteilt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss der Wibu- Systems AG zum 31. Dezember 2023 sowie den zusammengefassten Lagebericht geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Wibu-Systems AG wurde der vollständige Prüfbericht am 9. August 2024 übergeben. Am heutigen 13. August 2024 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die entsprechenden Vorlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung ausgehändigt. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat auf der Bilanzaufsichtsratssitzung zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat nach eigenen Prüfungen von Jahresabschluss sowie zusammengefasstem Lagebericht der Gesellschaft keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand aufgestellten Abschluss gebilligt. DanksagungDer Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den großartigen Einsatz, der gewährleistete, dass die Wibu-Systems AG auch im Geschäftsjahr 2023 ein innovatives, in ihrem Geschäftsbereich global technisch führendes, finanziell gesundes und weltweit wachsendes Unternehmen war.
Karlsruhe, 13. August 2024 Für den Aufsichtsrat Marcellus Buchheit, Vorsitzender ErgebnisverwendungsbeschlussGewinnverteilungsbeschluss Die Hauptversammlung beschließt, bei einem Jahresüberschuss von 4.916.285,80 € den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 21.931.617,11 € wie folgt zu verwenden: a) Ausschüttung einer Dividende von 12,00 € je Stückaktie auf das dividendenberechtigte Grundkapital von 281.210,53 € (550.000,- DM), also insgesamt 1.320.000,00 € b) Vortrag des Restbetrages von 20.611.617,11 € auf neue Rechnung, c) die Dividende ist am 04.11.2024 fällig und zahlbar.
Karlsruhe, den 13.08.2024 WIBU-SYSTEMS AG Marcellus Buchheit, Vorsitzender des Aufsichtsrates Anlagespiegel
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