OEKOBIT Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Marx seit 20.5.2022 | Geschäftsführer |
Sebastian Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH) Schmidt seit 15.2.2012 | Geschäftsführer |
Christoph Josef Spurk seit 28.9.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OEKOBIT GmbHFöhrenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022Ein erfolgreiches Geschäftsjahr für die ÖKOBIT GmbH und die OEKOBIT-Unternehmensgruppe - mit Gegensätzen, wie sie größer kaum sein könnten - ist abgeschlossen. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat seit Februar 2022 weitreichende und unvorhergesehene Auswirkungen auf Europa und Deutschland. Die politische und freiheitliche Ordnung wird seitdem geschlossen auf EU-Ebene verteidigt. Die wirtschaftlichen, sozialen und energiepolitischen Herausforderungen der einzelnen Mitgliedsländer sind demgegenüber unterschiedlich tangiert, mit der Folge sehr unterschiedlicher Reaktionen im jeweiligen Land. Für Deutschland im Speziellen bedeutet dies, dass wegen der zu diesem Zeitpunkt bestehenden hohen Importabhängigkeit von russischem Erdgas erhebliche Anstrengungen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit erforderlich geworden sind. Die im März 2022 erstmals aktivierte Frühwarnstufe des Notfallplans Erdgas für die Bundesrepublik Deutschland des BMWK wurde durch die Ausrufung der Alarmstufe am 23. Juni 2022 verschärft. Die Ausrufung des Notfallplans erfolgte, um eine Gasmangellage und das Herunterfahren der Versorgung von Wirtschaft und Privathaushalten zu verhindern. Die ÖKOBIT GmbH, als ein Biogasanlagenbauer der ersten Stunde mit heute mehr als 23 Jahren erfolgreicher Branchentätigkeit und Sitz in Deutschland, stellte die politische Weichenstellung im Heimatmarkt schon häufig vor Herausforderungen. Der Markthochlauf für Biogas war von 2004 bis 2013 ein deutsches Erfolgsmodell und könnte heute einen noch größeren Beitrag zu Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Preisstabilität bieten. Politisch wurden und wird den Potentialen von Biogas bzw. Biomethan jedoch weiterhin nur geringe Aufmerksamkeit geschenkt. Zusätzlich geht es darum dem Anlagenbestand von mehr als 9.800 Anlagen in Deutschland eine Fortführungsperspektive zu geben, erzielte Potentiale für Klimaschutz zu erhalten, Netz- und Preisstabilität zusammen mit Versorgungssicherheit zu gewährleisten. In diesem Marktumfeld erzielte die ÖKOBIT GmbH im Geschäftsjahr 2022 ca. 89 % der Gesamtleistung in ausländischen Märkten der EU. Dies zeigt, dass die Potentiale von Biogas innerhalb der EU erkannt wurden und ÖKOBIT hier ein etablierter Anlagenbauer ist. Das von der EU im Mai 2022 verabschiedete Programm REPowerEU wird weitere Dynamik bei der Transformation der europäischen Energieversorgung unter den Aspekten Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Unabhängigkeit und diversifizierte Energieversorgung entfalten. Die Mitgliedsländer sind aufgefordert, die jeweiligen länderspezifischen Zielvorgaben für die einzelnen Energiesektoren festzulegen. Dieser Festlegung folgt anschließend regelmäßig die gesetzgeberische Umsetzung und Flankierung der Vorhaben durch geeignete unterstützende Maßnahmenpakete, wie z. B. Förderprogramme oder steuerliche Anreizsysteme. Diese Etappen wurden und werden in den jeweiligen Mitgliedsländern der EU eigenständig umgesetzt und führen letztlich dazu, dass Ländermärkte mit unterschiedlichsten Ausprägungen im Bezug zu den wirtschaftlichen und damit letztlich auch technischen Anforderungen entstehen. Wir tragen dieser Dynamik Rechnung, indem wir die Ländermärkte regelmäßig evaluieren und unser vertriebliches Engagement auf die identifizierten Zielmärkte fokussieren. Die ÖKOBIT GmbH als Biogasanlagen-Hersteller und -Planer der ersten Stunde zählt mit zwischenzeitlich über 290 nationalen und internationalen Projekten seit der Gründung im Jahr 2000 zu den gefragtesten Biogasexperten und Komplettanbietern der Branche. ÖKOBIT entwickelt, plant und baut, automatisierte, intelligente, inputflexible Biogas- und Biomethananlagen, die optimal mit den individuellen Standort- und Prozessbedingungen der Auftraggeber korrespondieren. Der seit Jahren beständige Ausbau der eigenen Fertigungskapazitäten, der technischen und planerischen Leistungsfähigkeit und der Wertschöpfungstiefe ermöglichen uns heute auf individuelle und komplexe Projektanforderungen einzugehen. Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern neue Konzepte und Ideen zum Erfolg führen können und sich damit weitere neue Geschäftschancen etablieren lassen. Im Rahmen des weiteren Ausbaus und Wachstums wurden die Geschäftsaktivitäten des Servicebereiches in Frankreich vollständig im Zuge einer Veräußerung (Transfer unter dem franz. Rechtsbegriff des "fonds de commerce") von der agrogaz france SAS an die agrogaz service SAS übertragen. Innerhalb der Unternehmensgruppe wurde die greentec electric GmbH neu gründet und hat ihre Geschäftstätigkeit im Bereich Infrastruktur aufgenommen. 1. Gesamtwirtschaft und BranchenentwicklungFür 2022 kann zusammenfassend festgehalten werden, dass sich die ÖKOBIT GmbH positiv von der allgemeinen Markt- und Branchenentwicklung unter den jeweiligen landesspezifischen wirtschaftlichen Entwicklungen entkoppeln konnte. Die ÖKOBIT GmbH profitierte im Jahr 2022 zusammen mit Ihrer 100%igen Tochtergesellschaft agrogaz france SAS von einem hohen Auftragsbestand und einer ganzjährig ununterbrochenen Projektrealisierung. In etwa 78 % der Leistung der ÖKOBIT GmbH werden in Frankreich erzielt. Dies ist eine Erhöhung um ca. 11 %-Pkt. gegenüber dem Vorjahr. Im September 2023 erfolgte nach etwa halbjähriger Wartezeit in Frankreich die finale Veröffentlichung eines Dekrets zur Anpassung der Vergütung. Das Dekret kann als weiterhin positives Signal an den weiteren Neubau von Biogas- und Biomethanlagen gewertet werden und trägt der Kostenentwicklung im Bereich Errichtungs-, Finanzierungs-, und Betriebskosten Rechnung, indem es eine Erhöhung der Einspeisevergütung von bis zu 18 % ermöglicht. Die Marktdynamik nimmt seitdem wieder spürbar zu. Dabei werden Projektstarts, Vergabeentscheidungen und Neuanfragen von Markteilnehmern im gleichen Maße an uns herangetragen. In Deutschland beträgt für 2022 nach Angaben des Fachverbandes Biogas der Zuwachs beim Anlagenbestand 77 Anlagen und erreicht damit einen Gesamtbestand in Höhe von 9.876 Stück. Die jährliche Veränderung saldiert den Neubau von Anlagen mit der Stilllegung von Altanlagen. Die Marktentwicklung verharrt damit seit mehr als 10 Jahren auf weiterhin niedrigem Niveau (Mittelwert Wachstum Anlagenanzahl ca. 1,4 %/Jahr) mit einem geringen Zubau von landwirtschaftlichen Kleinanlagen und einer bisher nicht wirtschaftlichen Fortführungsperspektive für Altanlagen, gepaart mit einer hohen vergütungs- und genehmigungsrechtlichen Komplexität. Im belgischen Markt kann ÖKOBIT seit Jahren Aufträge generieren und Anlagen realisieren. Dies wird auch weiterhin so erwartet. Neben vertrieblichen Aktivitäten in Griechenland und im Kosovo, können auch zahlreiche Anfragen und ein erstes Projekt im polnischen Markt verzeichnet werden. Anfragen aus anderen Ländern sind stark zunehmend und werden nach interner Potentialeinschätzung betreut. 2. GeschäftsverlaufUmsatz- und Auftragsentwicklung Die ÖKOBIT GmbH profitierte 2022 bei der Auftragsabwicklung von einem soliden Auftragsbestand und den bereits im Bau befindlichen Projekten in Frankreich, Belgien und Deutschland. Der Auftragsbestand der ÖKOBIT GmbH inkl. der 100%igen Tochtergesellschaft agrogaz france SAS beträgt zum Jahresende 2022 ca. 38 Mio. €. Dazu kommt ein Volumen von ca. 15 Mio. €, welches noch baulich im Folgejahr fertigzustellen ist. Im Jahr 2022 konnten die Gesellschaften Neuaufträge in Höhe von knapp 27 Mio. € generieren. Leistungsprogramm Als Generalunternehmer für die Planung und Errichtung von Biogas- und Biomethananlagen bieten wir unseren Kunden in allen Phasen ihres Bauvorhabens konzeptionelle und technisch hochwertige Leistungen an. Schlüsselfertig, hochleistungsfähig und wartungsarm, diese Anforderungen an unsere Produkte setzen funktional und wirtschaftlich internationale Standards auf höchstem Niveau. Unsere Biogastechnik bietet eine inputflexible und skalierbare Technologie mit innovativem Engineering, praxiserprobten Konzepten und präzise aufeinander abgestimmten Komponenten, beginnend von der Gaserzeugung bis hin zur Gasverwertungs- und/oder -veredelungseinrichtung. Das Rückgrat unserer Anlagen ist das in unserem Hause entwickelte Prozessleitsystem. Dieses System der Anlagensteuerung bietet mit dem Systembaustein SMARTCONTROL einzigartige Möglichkeiten zur Schaffung intelligenter Biogasanlagen. Beschaffung Bei der Beschaffung der eingesetzten Komponenten legen wir höchste Qualitätsmaßstäbe an und setzen auf bewährte, langjährige Lieferanten und Subunternehmer. Im Rahmen unserer Auftragskalkulationen werden Preisentwicklungen vorausschauend berücksichtigt. Im Jahr 2022 kam es trotz des Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine für die Gesellschaft zu keinen wesentlichen Versorgungsengpässen bei der Materialbeschaffung. Zur Bevorratung mit wichtigen Komponenten und Materialien wurden weiterhin Flächen angemietet und entsprechende Finanzmittel zur Bevorratung bereitgestellt. Investitionen In 2022 wurden Investitionen von T€ 991,1 getätigt, die im Wesentlichen aus dem Finanzmittelbestand finanziert wurden. Personal Im Jahresdurchschnitt 2022 waren einschließlich der Geschäftsführung und Auszubildenden 59 Mitarbeitende beschäftigt. Ertragslage Der Anlagenbau ist durch langfristige Fertigungsprozesse gekennzeichnet, deren Zeitraum vom Auftragseingang bis zur Endabnahme mindestens mehrere Monate, in der Regel aber mehrere Jahre umfasst. Der Zeitpunkt der Fertigstellung einer Anlage und damit die Gewinnrealisierung wirkt sich unmittelbar auf die Ertragslage aus. Die Gesamtleistung konnte gegenüber dem Vorjahr um 26,8 % gesteigert werden. Ebenfalls konnte das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr (T€ 6.077,7) um T€ 1.146,3 auf T€ 7.224,0 gesteigert werden. Unter Berücksichtigung höherer Personalkosten und sonstiger betrieblicher Aufwendungen wurde ein Jahresüberschuss von T€ 288,1 (Vj. T€ 553,8) erzielt. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahresstichtag um T€ 1.195,9 bzw. 22,8 % auf T€ 6.439,9 gestiegen. Ausschlaggebend war dafür im Wesentlichen der Anstieg des Anlagevermögens sowie der Vorräte. Dagegen ging der Finanzmittelbestand zurück. Die Eigenkapitalquote liegt bei einer gestiegenen Bilanzsumme bei 19,1 % (Vj. 18,0 %). Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um T€ 995,8, vorwiegend in den Bereichen Lieferungen und Leistungen sowie verbundene Unternehmen. Insgesamt sind die Vermögensverhältnisse geordnet und solide finanziert. Finanzlage Die Finanz- und Liquiditätslage ist ebenfalls geordnet und solide. Der Brutto-Cashflow des Geschäftsjahres beträgt T€ 473,9. Der Mittelbedarf des Investitions- und Finanzierungsbereichs wurde sowohl durch Fremdfinanzierungen als auch durch vorhandene Finanzmittel gedeckt. Sämtliche Verpflichtungen wurden jederzeit fristgerecht unter Nutzung der Skontierungsmöglichkeiten erfüllt. 3. Forschung und Entwicklung Wir sind an mehreren Forschungs- und Pilotprojekten in den Bereichen Biogas / Erneuerbare Energien beteiligt. Hierbei arbeiten wir eng mit renommierten Prüf- und Forschungsinstituten, Laboratorien, Fachhochschulen, Universitäten und Fördergebern zusammen. 4. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDie Europäische Union hat mit dem European Green Deal und dem Maßnahmenpaket Fit for 55 die Grundlage für den energetischen Umbau Europas für die nächsten Jahrzehnte gelegt. Diese werden laufend konkretisiert und nachgeschärft, um die angestrebten Ziele zu erreichen. Die Mitgliedsstaaten der EU haben im Zuge der Energiekrise und der Evaluierungen zur Versorgungssicherheit erkannt, dass nur Energie, die selbst erzeugt wird, auch Unabhängigkeit in Verbindung mit den neuen Rahmenbedingungen, wie z. B. Preis- und Versorgungssicherheit gewährleisten kann. Der Einsatz fossiler Energie soll dabei weiter reduziert werden. Dazu hat die EU den European Green Deal im Jahr 2022 an mehreren Stellen nachgeschärft und in einzelnen Sektoren und Bereichen für die bisherigen Ausbaupfade eine nochmalige Erhöhung der Ausbauziele festgelegt. Für die Unternehmen der Biogasbranche in Europa bieten aktuell nur wenige Länder ein Marktpotential durch gesicherte staatliche Vergütungssysteme. Die Prozesse im Rahmen des Programms REPowerEU sind angestoßen, erste Zielkorridore definiert und Gesetzgebungsverfahren angestoßen. Wie bereits mehrfach in der Vergangenheit im inländischen Markt erlebt, tritt eine wesentliche Nachfrageerhöhung und Marktbelebung allerdings erst dann ein, wenn die wesentlichen genehmigungsrechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen feststehen. So lange besteht weiterhin eine unternehmerische Abhängigkeit von wenigen Märkten. Die European Biogas Association hat dazu mit dem Statistical Report 2023 aus Dezember 2023 die stattgefundenen Entwicklungen und vorhandenen Potenziale für Biogas und Biomethan veröffentlicht. In Summe gehen die Expertenmeinungen weiterhin davon aus, dass bis zum Jahr 2030 mindestens eine Verdopplung der Biogas- und Biomethanproduktionskapazitäten möglich ist, was weitere Geschäftschancen eröffnet. Im Ausblick bis zum Jahre 2050 wird sogar das Potential für eine Verfünffachung gesehen. Für den italienischen Markt wurden neue Ausbaukorridore und Förderprogramme für den Neubau von Biomethananlagen und den Umbau von Bestandsanlagen festgelegt, weshalb mit einer Marktbelebung gerechnet wird. Wir sind mit mehreren Partnern im Austausch, um hier unser Angebot als Anlagenbauer zu offerieren. ÖKOBIT hat seit Mitte 2022 mit eigenem Vertriebspersonal die Marktbearbeitung des polnischen Markts begonnen. Aktuell sind im Rahmen der Projektrealisierung für unsere Kunden die inflationsbedingten Kostensteigerungen, die höheren Energiekosten und die Erhöhung des allgemeinen Zinsniveaus bei der Projektfinanzierung zu berücksichtigen. Dies hat sich im Jahr 2022 entsprechend ausgewirkt, indem Projektstarts sich in Summe um mehrere Monate verzögert haben. Das aktuelle Absinken der Zinsniveaus für Projektfinanzierungen mit entsprechender Bodenbildung und die Erhöhung der Einspeisevergütung führen aktuell aber zur Auflösung dieser Zurückhaltung. Unser Unternehmen führt regelmäßige Kostenanalyse- und Vergleichsrechnungen durch, um auch nachhaltig die wirtschaftliche Ertragskraft zu optimieren. Durch ein operatives Controlling und konsequentes Forderungsmanagement können potentielle Risiken und Verbesserungspotentiale zeitnah erkannt und, soweit erforderlich, Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch ausreichende Rückstellungen abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht erkennbar. 5. AusblickFür das Jahr 2023 gehen wir von einer Reduzierung der Gesamtleistung bei gleichzeitiger positiver Entwicklung der Auftragseingänge über Vorjahresniveau aus. Die Reduzierung der Gesamtleistung resultiert im Wesentlichen aus den Folgen der bereits erwähnten Anpassung der Vergütung im französischen Markt und den daraus resultierenden zeitlichen Verschiebungen bei den Projektstarts. Die Nachfrage nach Biogasanlagen von ÖKOBIT in Deutschland, Belgien, Frankreich, Polen und im weiteren Ausland ist gegeben. Wir erwarten hier eine weitere Nachfragesteigerung. Den deutschen Markt sowohl für den Anlagenneubau als auch für Anlagenerweiterungen und -ertüchtigungen im Rahmen des EEG erwarten wir weiterhin auf niedrigem Niveau. Ausgenommen davon sind die bereits angestoßenen Referenzprojekte mit Realisierung neuer Wertschöpfungsketten. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die langfristigen Marktpreise für Biomethan, Biogas, Strom, Wärme und THG-Quoten den Marktteilnehmern Geschäftschancen am Energiemarkt außerhalb bisheriger staatlicher Förder- oder Vergütungssysteme bieten können. Von Industrieunternehmen sehen wir weiterhin ein Interesse an Biogasprojekten, um eine unabhängige und verlässliche energetische Standortversorgung zu etablieren. Die zusätzliche Einbeziehung von THG-Quoten kann dabei gleichzeitig die Umsetzung betrieblicher CO 2 -Reduktionsziele ermöglichen. Die weiteren Gesellschaften der ÖKOBIT-Gruppe haben die Unterstützung im Beratungs-, Planungs- und Genehmigungs-Bereich weiter ausgebaut. Perspektivisch versprechen wir uns von diesem ganzheitlichen Konzept eine Zunahme an Projektrealisierungen, auch im Bereich Neuanlagenbau.
Föhren, den 15.12.2023 gez. Christoph Spurk gez. Sebastian Schmidt gez. Michael Marx - Geschäftsführung - HANDELSBILANZAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
3. Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der ÖKOBIT GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die gesetzlichen Gliederungsschemata gem. § 266 Abs. 2 und 3 bzw. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden gem. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um folgende Posten erweitert: - In Arbeit befindliche Aufträge - Erhöhung des Bestands an in Ausführung befindlichen Aufträgen. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei den Vorjahreszahlen wurden € 2.148.295,03 von den "Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren" in die "Aufwendungen für bezogene Leistungen" umgegliedert. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Ausleihungen zum Nennwert - Beteiligungen zu Anschaffungskosten Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs-, die in Arbeit befindlichen Aufträge und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten wurden mit den Einzelkosten sowie angemessenen Teilen der Gemeinkosten berücksichtigt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Von den Vorräten wurden die erhaltenen Anzahlungen offen abgesetzt, da diese im Zusammenhang mit den in Arbeit befindlichen Aufträgen stehen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie das gezeichnete Kapital sind zu Nennwerten bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferung und Leistung sind erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Aufwand gebildet, der den folgenden Geschäftsjahren zuzuordnen ist. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022 (Anlage I/4) zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022 (Anlage I/4) zu entnehmen. 2. Angabe zu Forderungen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 564.716,48 (Vj. € 275.614,58) enthalten, die innerhalb eines Jahres fällig sind. 3. Guthaben bei Kreditinstituten Zu Gunsten eines Kreditinstituts wurde eine Tagesgeldkonto, das zum Abschlussstichtag mit € 100.517,41 valutierte, verpfändet. 4. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten nachstehende Posten:
5. Angabe zu Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betragen € 3.191.143,20) (Vorjahr: € 1.595.540,64). Verbindlichkeiten in Höhe von € 305.281,38 haben eine Laufzeit von 1 bis 5 Jahren und betreffen neben Darlehen gegenüber Kreditinstituten von € 170.775,00 ausschließlich die sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen in vollem Umfang Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 171.000,00 durch Sicherungsübereignungen von Kraftfahrzeugen und Maschinen besichert. 6. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Zur Besicherung des von einem Kreditinstitut gestellten Avalkreditrahmens, der zum Abschlussstichtag in Höhe von € 399.432,58 valutierte, wurde ein gesonderter Zessionsvertrag (Globalzession) vereinbart. Die Gesellschaft hat zur Besicherung eines von einem Versicherungsinstitut eingeräumten Avalrahmens eine Rückbürgschaft in Höhe von T€ 80,0 gegenüber einem Kreditinstitut abgegeben. Die Inanspruchnahme des Avalrahmens zum 31.12.2022 valutierte mit € 881.150,31. Die Gesellschaft hat zur Besicherung von Kontokorrent- und Avalkreditlinien zwei nahestehenden Unternehmen gegenüber einem Kreditinstitut ein Bankguthaben von € 100.510,51 verpfändet. Die Inanspruchnahme des Kontokorrent- und Avalrahmens zum 31.12.2022 valutierte mit jeweils € 0,00. Mit einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen ist auf Grund der gegenwärtigen Bonität nicht zu rechnen. IV. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (ohne Auszubildende) waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
3. Vergütung der Geschäftsführer Auf die Angaben gem. § 285 Satz 1 Nr. 9 HGB wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 554 p.a. sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen. 6. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten, vorbehaltlich des Ukraine-Krieges (vgl. auch die Ausführung im Lagebericht), keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. 7. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr zum 31.12.2022 schließt mit einem Jahresübersschuss in Höhe von T€ 288,1 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Unterschrift der Geschäftsführung
Föhren, den 29.11.2023 gez. Christoph Josef Spurk gez. Sebastian Schmidt gez. Michael Marx Anlagenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSBei dem vorstehenden Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die ÖKOBIT GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ÖKOBIT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ÖKOBIT GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen