Institute für Factoring-Geschäfte
VELOX GmbHLiquidiert
Brandstwiete 1, 20457 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Schneider seit 4.10.2018 | Geschäftsführer |
Nadia Kursawe seit 20.1.2011 | Prokura |
Hans-Peter Winkelmann seit 1.3.2004 | Prokura |
Robert Zeppelin seit 17.4.2002 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VELOX GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht 2017VELOX GmbHGeschäft und Rahmenbedingungen Die VELOX GmbH wurde 1993 gegründet und ist ein führendes europäisches Unternehmen im Bereich der Distribution von Rohstoffspezialitäten mit ihren vier Bereichen Kunststoffen, Composite, Additive und C.A.S.E. Die Zentrale befindet sich in Hamburg. Darüber hinaus gibt es Niederlassungen in 18 Staaten Europas einschließlich der Türkei. VELOX bietet ein umfangreiches Angebot an Spezialprodukten und verfügt über detaillierte Erfahrungen auf den einzelnen Märkten. Durch eine enge Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten und weltweiten Bezugsquellen ist die VELOX bestens aufgestellt, die sich ständig ändernden Kundenwünsche zu erfüllen. Mit unserer Fokussierung auf Rohstoffspezialitäten und unserem ausgewogenen Produkt Mix sind wir auch im Jahr 2018 gut aufgestellt und werden am Wachstum partizipieren.
In 2017 sanken unsere Umsatzerlöse um 25,1 Mio. €. Zurückzuführen ist das in erster Linie auf den Rückgang in dem Bereich Kunststoff. Aufgrund der Abwicklung des Barex-Geschäfts sind die Umsätze 2017 gesunken. Der Umsatzanteil des Barex-Geschäftes ist von 37,9 % in 2016 auf 12,8 % in 2017 gesunken. Die Rohmarge ist aufgrund der niedrigen Margen im Barex-Geschäft auf 12,0 % (Vorjahr: 13,8 %) gesunken. Aufgrund des gesunkenen Rohergebnisses ist das Ergebnis auf 1,1 Mio. € gesunken und liegt trotzdem über den Erwartungen. Finanzlage und Investitionen Die in Anspruch genommenen Kredite zur Finanzierung der Warenbestände betrugen durchschnittlich 1,2 Mio. €. Lieferungen innerhalb Europas werden in Landeswährung oder Euro abgerechnet. Importe von außerhalb Europas werden überwiegend in USD abgeschlossen. Kursrisiken im Ein- und Verkauf werden grundsätzlich durch Devisentermingeschäfte gesichert. Lieferungen werden im Wesentlichen kreditversichert oder werden auf Akkreditivbasis abgewickelt. Die Zahlungsbereitschaft war 2017 jederzeit gesichert. Personal Der Mitarbeiterbestand entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mio. € im Wesentlichen bedingt durch die Steigerung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital ist von 10,5 Mio. € auf 11,4 Mio. € deutlich gestiegen. Dies übersteigt die langfristigen Vermögenswerte um 1,8 Mio. €. Schließlich sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 1,0 Mio. € auf 16,2 Mio. € gestiegen. Aus dem Jahresabschluss 2017 ergeben sich folgende Kennzahlen:
Chancen und Risiken (Risikobericht) Durch unsere internationale Tätigkeit ist die VELOX GmbH einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Um diesen Risiken gerecht zu werden, wird das Risikomanagement der VELOX-Gruppe in erster Linie durch die Planungs- und Controllingprozesse des konzerninternen Regelwerks sowie das Berichtswesen unterstützt. Potentiellen Risiken wurden durch ständige Beratung interner und externer Fachleute Rechnung getragen. Um finanzielle Auswirkungen möglichst gering zu halten, werden Versicherungen abgeschlossen. Der Absatz ist von Schwankungen der Verkaufspreise abhängig. Durch das breitgefächerte Angebot wird das Preisrisiko verringert. Je nach Marktsituation können die Einkaufspreise für Rohstoffe stark schwanken. Teilweise wird es nicht zu umgehen sein, gestiegene Rohstoffkosten über Preisanpassungen weiterzubelasten. Soweit möglich, werden sowohl mit Kunden als auch mit Lieferanten fristenkongruente langfristige Verträge abgeschlossen. Die geplanten Umsätze in 2018 erfordern die weitere Bereitstellung von Kreditlinien, die uns von den Poolbanken bis auf weiteres zugesagt wurden. Warenein- und -verkäufe werden häufig in Fremdwährungen getätigt. Aufgrund unserer Abhängigkeit von einigen Lieferanten, die außerhalb der europäischen Währungsunion sitzen, könnte eine weitere Abwertung des Euro nachteilig für unsere Wettbewerbsfähigkeit sein. Um Währungsrisiken zu verringern, werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Unserer Lieferant für Barex-Produkte hat Ende 2014 beschlossen, die Produktion einzustellen. Langfristige Lieferverpflichtungen gegenüber unseren Kunden, vorwiegend aus dem medizintechnischen Bereich, wurden 2015 und 2016 einmalig abgewickelt. Die Produktion wurde 2016 endgültig eingestellt. Hierdurch haben wir in 2016 Umsätze in Höhe von 54,0 Mio. € erzielen können, die einen Deckungsbeitrag in Höhe von 8,4 Mio. € erzielt haben. Aus der Struktur der Abwicklung wurden im Jahr 2017 weitere Umsätze ohne nennenswerte Beiträge erzielt. Diese Umsätze werden sich voraussichtlich noch bis zum Jahr 2020 ziehen. Eine Distributionsvereinbarung für ein Nachfolgeprodukt ist bereits unterzeichnet. Das im Jahr 2012 angeschaffte Composite-Geschäft ist in 2017 im Umsatz unter und im Deckungsbeitrag leicht unter Plan. Die Verkaufszahlen haben sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im Geschäftsjahr fing die Neuausrichtung des Bereichs an zu greifen. Durch Änderungen in der Produktpalette und Verkauf in neue Anwendungen konnte die Marge verbessert werden. Für das Geschäftsjahr 2018 wird in diesem Segment mit einer Verbesserung gerechnet. Aufgrund geplanter Maßnahmen gehen wir von einer Verbesserung der Deckungsbeiträge aus, so dass wir auf eine Wertkorrektur des Bilanzansatzes für unsere Beteiligungsgesellschaften sowie der Ausleihungen verzichtet haben. Das Eigenkapital ist infolge des Jahresüberschusses von 10.532,0 T€ auf 11.446,8 T€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 41,4 % (Vorjahr: 40,9 %). Im Anlagevermögen sind immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 244,3 T€ und Finanzanlagen enthalten, die auf den im Zuge des Erwerbs des europäischen Composite-Geschäftes der AZELIS-Gruppe bezahlten Goodwills entfällt. Im Geschäftsjahr wurden positive Deckungsbeiträge in diesem Segment erwirtschaftet. Für 2017 ergab sich in dem Composite-Bereich ein Deckungsbeitrag -nach direkt zurechenbaren Kosten- in Höhe von 814,7 T€. Für 2018 prognostizieren wir eine Verbesserung in diesem Segment. Aufgrund unserer 5-Jahres-Planung der Entwicklung des Composite-Geschäftes ergibt sich für den Goodwill in Höhe von insgesamt 1.292,4 T€, der in den unter den Finanzanlagen bilanzierten Ausleihungen an verbundene Unternehmen enthalten ist, kein Wertberichtigungsbedarf. Die von uns erwartete Entwicklung setzt voraus, dass die für uns notwendige Liquidität auch weiterhin durch die Bereitstellung hinreichender Kreditlinien durch die Poolbanken gesichert wird. Zurzeit verhandeln wir regelmäßig mit den Poolbanken die weitere Finanzierung unserer Gesellschaft. Bisher wurde der Rahmen einmal jährlich festgelegt. Bei den überwiegenden Konzerngesellschaften lag das Ergebnis weit über den geplanten Ergebnissen. Diese Ergebnisverbesserungen resultieren im Wesentlichen aus besseren Margen im Composite-Geschäft. Prognosebericht Die Aussichten für das Jahr 2018 sind verhalten optimistisch. Wir planen für das Jahr 2018 einen Umsatz von rd. 126,0 Mio. €, was einem Anstieg gegenüber 2017 von 7,4 % entspricht. Circa 13,0 % der geplanten Umsätze für 2018 betreffen Barex-Produkte. Tatsächlich haben wir im 1. Quartal 2018 32,8 Mio. € umgesetzt und liegen damit deutlich über dem Vorjahresquartal. Bereinigt um das Barex-Sonder-Geschäft erwarten wir einen Umsatz in annähernd gleicher Höhe. Für das Jahr 2018 planen wir mit einem positiven Ergebnis. Das Composite-Geschäft im Konzern wird aufgrund der veränderten Produktpalette und neuer Anwendungen in 2018 an Fahrt aufnehmen. Darüber hinaus wird durch eine gezielte Weiterentwicklung der Produktpalette mit weiteren Spezialitäten langfristig die Durchschnittsmarge angehoben werden. Für 2018 erwarten wir einen langsamen Anstieg des Umsatzes im Composite-Geschäft von circa 4 %. Die Auswirkungen der Fusion eines unserer Lieferanten mit einem Konkurrenten können wir noch nicht abschätzen. Besondere Chancen sehen wir in dem in den letzten Jahren aufgebauten systematischen Vertrieb in Europa. Die von uns seit Jahren verfolgte kostenintensive Strategie des Aufbaus einer Paneuropäischen Vertriebsstruktur wird konsequent weiterverfolgt. Um unsere Ziele zu stützen, arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen und forcieren den Vertrieb innovativer Produkte europaweit. Mit dem bereits etablierten Netzwerk in Europa sind wir ein erstklassiger Partner für Rohstoffspezialitäten und damit attraktiv für neue Lieferanten. Nachtragsbericht Die Bereitstellung der für uns notwendigen Kreditlinien durch die Poolbanken ist bis auf Weiteres gesichert. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Hamburg, 4. Mai 2018 VELOX GmbH Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die VELOX GmbH ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Registernummer HRB 54281 eingetragen. Die VELOX GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 wurde unter Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und der Schulden entspricht den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB. Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurde die Bilanz um die Posten Forderungen gegen Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert. Gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde die Bilanz innerhalb des Anlagevermögens um die Posten "Kraftfahrzeuge" und "sonstige Finanzanlagen" erweitert. Vermögensgegenstände oder Schulden in fremder Währung wurden zu Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht eine entsprechende Korrektur nach § 256 a HGB erforderlich war. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zugänge an geringwertigen Vermögensgegenständen mit einem Wert bis zu 410,00 € wurden im Geschäftsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Innerhalb der Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen und die sonstigen Finanzanlagen mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Ausleihungen in fremder Währung sind mit dem Wechselkurs zum 31. Dezember 2017 bewertet. Das Vorratsvermögen wurde mit den Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht zum Stichtag ein niedrigerer beizulegender Wert zu berücksichtigen war. Das Vorratsvermögen ist durch eine Warenversicherung gesichert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu Nominalwerten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen für Einzelrisiken angesetzt. Forderungen in fremder Währung sind mit dem Wechselkurs zum Stichtag bewertet. Eine Pauschalwertberichtigung wurde nicht vorgenommen. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Nominalwerten ausgewiesen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Kassenbestände wurden ebenfalls zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungen wurden mit dem Stichtagskurs bewertet. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und werden, soweit ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, mit dem Barwert ausgewiesen. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. C. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt. Zur besseren Darstellung des Anlagevermögens wurden geringwertige Wirtschaftsgüter, die noch im Bestand sind, sowohl bei den historischen Anschaffungskosten als auch bei den historischen Abschreibungen ergänzt.
Die in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen Goodwills in Höhe von 408 T€ werden über 15 Jahre abgeschrieben. Der Zeitraum der Abschreibungen entspricht der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Produktentwicklungskosten in Höhe von 96,5 T€ werden über 10 Jahre abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen um Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen resultiert aus der Kapitalrückzahlung bei der VELOX CMS S.R.O. und Kapitalerhöhungen bei der VELOX Composites GmbH, bei der VELOX Poland Sp.z.o.o. sowie aus dem Erwerb der restlichen Anteile an der VELOX SPECIALITIES S.R.L. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen dienten im Wesentlichen der Finanzierung der im Jahr 2012 erworbenen Handelssparte Verbundwerkstoffe in diversen europäischen Ländern und des laufenden Geschäfts. Im Geschäftsjahr 2017 wurden ein Großteil der Ausleihungen zurückgezahlt. Die Entwicklung in diesem Bereich ist weiterhin stagnierend. Langfristig wird davon ausgegangen, dass eine Erholung der Märkte abzusehen ist. Bei den Beteiligungen handelt es sich um den 10 %-igen Anteil an der BIT-SERV GmbH, den im Jahr 2013 erworbenen Anteil in Höhe von 50 % an der VELOX CHINA COMPANY LIMITED, den im Jahr 2015 erworbenen Anteil in Höhe von 23,2 % an der Advanc3D Materials GmbH, den im Vorjahr erworbenen Anteil in Höhe von 19,5 % an der SAS SETUP PERFORMANCE und den im Vorjahr erworbenen Anteil in Höhe von 9,5 % an der Kemgo Inc. Der Anteil an der Advanc3D Materials GmbH wurde durch die Ausgabe neuer Anteile auf 16,2 % gesenkt. Bei den sonstigen Finanzanlagen handelt es sich um Genossenschaftsanteile. Bei dem Vorratsvermögen wurden Abschläge zur Einhaltung des Niederstwertprinzips in Höhe von 124,7 T€ vorgenommen. Zum 31. Dezember 2017 wurden 53,3 % (Vorjahr: 61,8 %) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoringvertrages verkauft. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital beträgt 11.446,8 T€ (Vorjahr: 10.532,0 T€) und setzt sich wie folgt zusammen:
In der Gesellschafterversammlung vom 4. September 2017 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 mit der Bilanzsumme von 25.799.319,53 € und dem Jahresüberschuss von 3.854.002,62 € festgestellt. Darüber hinaus wurde beschlossen, das Jahresergebnis 2016 auf neue Rechnung vorzutragen. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellung betrifft im Wesentlichen Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.004,8 T€ beinhalten im Wesentlichen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Zur Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten schloss die Gesellschaft mit der Commerzbank AG und der Hamburger Volksbank eG eine Sicherheiten-Treuhandvereinbarung. Der Gesellschaft wurde per 31. Dezember 2017 eine Kreditlinie in Höhe von insgesamt 15,0 Mio. € eingeräumt. Haftungsverhältnisse Es bestehen am Stichtag Eventualverbindlichkeiten der VELOX GmbH gegenüber Lieferanten der ausländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 821,7 T€. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 3.007,3 T€. Sie betreffen im Wesentlichen Raummieten und PKW-Leasing. D. Angaben Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Zur besseren Darstellung der Auswirkung von Fremdwährungsdifferenzen wurden die Kurserträge mit den Kursaufwendungen saldiert. 1. Umsatzerlöse In den Umsatzerlösen des Vorjahres sind einmalige Erträge aus dem Verkauf von Barex-Produkten in Höhe von 54.010,2 T€ (Geschäftsjahr: 15.065,0 T€) ausgewiesen. Die finale Abwicklung des Barex-Sonder-Geschäfts wird voraussichtlich mit abnehmenden Umsätzen bis 2020 erfolgen. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres werden einmalige Erträge aus der Auflösung der Pensionsrückstellung in Höhe von 859,3 T€ im Zusammenhang mit der Übertragung der Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds ausgewiesen. 3. Materialaufwand In den Materialaufwendungen des Vorjahres sind einmalige Aufwendungen aus dem Einkauf von Barex-Produkten in Höhe von 45.602,2 T€ (Geschäftsjahr: 14.673,0 T€) ausgewiesen. Für die finale Abwicklung des Barex-Sonder-Geschäfts fallen Materialaufwendungen in Höhe der Umsätze bis voraussichtlich 2020 an. 4. Personalaufwand Die Personalaufwendungen des Vorjahres enthalten einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Auslagerung der Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds in Höhe von 862,4 T€. 5. sonstige betriebliche Aufwand In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres sind Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen für drohende Verluste aus derivativen Geschäften in Höhe von 90,9 T€ enthalten. 6. Zinserträge und Zinsaufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen des Vorjahres sind Aufwendungen in Höhe von 1.049,2 T€ im Zusammenhang mit der Auslagerung der Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds enthalten. E. Sonstige Angaben Geschäftsführung
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Beschäftigte Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt des Geschäftsjahres 93 Arbeitnehmer ohne Auszubildende (Vorjahr: 94). Darüber hinaus wurden vier Auszubildende beschäftigt. Anteilsbesitz Die VELOX GmbH ist zum 31. Dezember 2017 gemäß § 285 Nr. 11 HGB mit über 20 % an den folgenden Gesellschaften beteiligt:
Finanzinstrumente Die Gesellschaft sichert Kursrisiken aus Warenein- und -verkäufen in Fremdwährungen durch Devisentermingeschäfte ab. Zum 31. Dezember 2017 bestanden folgende offene Devisentermingeschäfte und Swaps:
Die offenen Devisentermingeschäfte in Höhe von insgesamt 1.367.925,66 € stehen im Zusammenhang mit Wareneinkaufskontrakten. Durch die Bewertung der Devisentermingeschäfte mit dem Wechselkurs zum 31. Dezember 2017 ergibt sich ein beizulegender Zeitwert von insgesamt -19.277,29 E. Dieser sind in Höhe von -16.831,76 € aufgrund der Bildung von Bewertungseinheiten nicht bilanziert worden. Die zukünftigen positiven und negativen Zahlungsströme und Marktwertveränderungen der Grund- sowie der Sicherungsgeschäfte werden sich innerhalb der nächsten drei Monate in voller Höhe ausgleichen, da die wesentlichen Parameter der Sicherungsgeschäfte (u.a. Betrag, Fälligkeit und Währung) mit den Verbindlichkeiten übereinstimmen. Der übrige Teil in Höhe von -2.416,12 € wurde in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Devisenswaps in Höhe von insgesamt 1.156.727,21 € wurden zur Minderung von Wechselkursschwankungen abgeschlossen. Die beizulegende Zeitwerte der Derivate betragen insgesamt -1.285,89 €. Dieser Betrag wird in Höhe von -1.579,41 € unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen und in Höhe von 123,52 € unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In Höhe von -2.070,09 € wurden aufgrund der Bildung von Bewertungseinheiten keine Derivate bilanziert. Die Zinsswaps standen im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten aus nachrangigen Darlehen. Durch die Rückzahlung der Nachrangdarlehen sind die Zinsswaps ungedeckt. Der beizulegende Wert der Zinsswaps beträgt -38.220,00 €. Dieser Betrag wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft stellt einen Konzernabschluss nach IFRS zum 31. Dezember 2017 auf. Abschlussprüferhonorare Für das Geschäftsjahr 2017 berechnete die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH für Abschlussprüferleistungen ein Gesamthonorar in Höhe von 66.000,00 E. Darüber hinaus wurden 13.732,07 E für sonstige Leistungen berechnet. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2017 in den Gewinnvortrag einzustellen.
Hamburg, 4. Mai 2018 Die Geschäftsführung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde am 27. August 2018 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VELOX GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VELOX GmbH. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung hin. Danach setzt die von der Gesellschaft erwartete Entwicklung voraus, dass die für die Gesellschaft notwendige Liquidität auch weiterhin durch die Bereitstellung hinreichender Kreditlinien durch die Poolbanken gesichert wird.
Hamburg, 11. Mai 2018 NPP
Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Sven Ole Raap, Wirtschaftsprüfer Stephan Buchert, Wirtschaftsprüfer |
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