WIKA Beteiligungs-SE
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Heidinger seit 24.11.2023 | Prokura |
Joachim Wolf seit 24.11.2023 | Geschäftsführer |
Wolfgang Schneider seit 22.1.2021 | Prokura |
Martina Mischitz seit 22.1.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-SE & Co. KGKlingenbergKonzernabschluss zum 31. Dezember 2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Klingenberg am MainA. Darstellung des Geschäftsverlaufes 1. Gesamtwirtschaftliche Situation 2022 Zu Beginn des Jahres 2022 waren die Konjunkturprognosen der führenden Wirtschaftsinstitute durchweg positiv. In Europa und Amerika wurden fast alle wirtschaftlichen und sozialen Einschränkungen, die im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie implementiert worden waren, schrittweise wieder aufgehoben. Dadurch zogen die Konsumausgaben und auch die Investitionsgüternachfrage an. Die Wirtschaftsforscher vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, rechneten zum Jahreswechsel für 2022 mit einem deutlichen Anstieg der Weltwirtschaft um 4,5 %. Doch dann kam der 24. Februar 2022: Der durch den Angriff Russlands auf die Ukraine und die im Anschluss gegen Russland verhängten Sanktionen ausgelöste Schock traf auf eine Weltwirtschaft, die sich von der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Krise noch nicht vollständig erholt hatte. Die Reduzierung bzw. das Ausbleiben russischer Rohstofflieferungen erhöhten die bereits beträchtlichen Risiken für die Preisstabilität. Darüber hinaus wurde die Produktion durch große Probleme in den Lieferketten behindert. Unsicherheiten über die weitere Entwicklung belasteten Investitionsentscheidungen und Konsumklima. Nach den Analysen der Konjunkturforscher vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, stieg das globale Bruttoinlandsprodukt 2022 deshalb nur um 3,2 %. Wegen der Nähe zum Kriegsgebiet und der hohen Abhängigkeit von russischen Energielieferungen war Europa und insbesondere Deutschland von der Krise besonders stark betroffen. Die Verknappung der Gaslieferungen aus Russland führte dazu, dass sich die europäischen Erdgaspreise im Vergleich zu 2021 zeitweise mehr als verzehnfachten. Auch die Ölpreise verdoppelten sich im März 2022 gegenüber März 2021. Beides traf Deutschland und den Industriesektor überproportional. Die hohen Energiepreise belasteten die Kaufkraft der privaten Haushalte und dämpften den privaten Konsum. Mit 7,9% für das Gesamtjahr 2022 lag die Inflationsrate auf dem höchsten Niveau seit vielen Jahrzehnten. Als Gegenmaßnahme wurden von der EZB die Zinssätze mehrfach deutlich erhöht, was im gewerblichen Bereich die Kosten für Investitionen verteuerte. Gegen Ende des Jahres waren erste Entspannungssignale zu erkennen: Zum einen sanken die Großhandelspreise für Gas und Strom deutlich, zum anderen zeichnete sich ab, dass die Energieversorgung während des Winters gesichert sein wird. Insgesamt stieg das Wirtschaftswachstum in Deutschland und Europa schwächer als im Vorjahr. Zu einer Rezession kam es aber im Jahr 2022 noch nicht. In den USA stiegen die Energiepreise 2022 zwar weniger stark wie in Europa, trotzdem waren auch hier sehr hohe Inflationsraten zu verzeichnen. Dort hatte die monetäre Straffung bereits zu einem Einbruch der Bauinvestitionen geführt und auch die bislang stärkste Stütze der Konjunktur, der private Konsum, geriet zunehmend unter Druck. Das reale Bruttosozialprodukt nahm 2022 nur noch um 1,9% zu, nach 5,9% im Vorjahr. Chinas Null-COVID-Strategie wurde mit dem Auftreten der hochinfektiösen Omikron-Variante noch strenger, was zu größeren Lockdowns führte. Dies beeinträchtigte die Wirtschaftstätigkeit und die weltweiten Lieferketten. Im Dezember entschied sich die Regierung dann aber dazu, auf großflächige Mobilitätsbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen weitgehend zu verzichten, mit der Folge erhöhter Infektions- und Krankenquoten. Mit einem Wachstum des realen Bruttosozialprodukts um 2,9% war das Jahr 2022 insgesamt eines der schwächsten der letzten Jahrzehnte. Tabelle: Reales Bruttoinlandsprodukt 2021 und 2022 in ausgewählten Regionen
Quelle: IfW, Kiel (Stand: Dezember 2022) 2. Konzernstruktur Wichtige Bausteine für eine erfolgreiche Entwicklung des WIKA-BV-Konzerns sind die großen Produktionsstandorte in Deutschland, der Schweiz, Polen, China, Italien, Indien, Kanada und den USA. Die weltweite Präsenz wird unterstützt durch ein Netzwerk von kleineren Produktionseinheiten sowie den lokal tätigen Vertriebsgesellschaften. Der WIKA-BV-Konzern hat im Berichtsjahr sein Servicegeschäftssegment strategisch durch Akquisitionen erweitert. Im Vereinigten Königreich wurde das Angebot an Kalibrierleistungen durch die Akquisition der Tyneside Standards Ltd. ausgebaut. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Vorjahr mit 16 Mitarbeitern ca. 1,2 Mio. EUR Umsatz. In Dänemark wurde das Kalibriergeschäft der Dansk Process Calibration im Zuge eines Asset Deals übernommen. In Spanien erfolgte die Akquisition der Calibracion Asistencia Tecnica S.L., einer Servicegesellschaft, die im Vorjahr mit 15 Mitarbeitern ca. 0,9 Mio. EUR Umsatz erwirtschaftete. Im November 2022 erfolgte die Gründung der WIKA Instruments Ireland Ltd. zur besseren Bearbeitung des irischen Marktes nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Die Gesellschaft hat zu Beginn des Jahres 2023 das Geschäft operativ aufgenommen. Zum 1.1.2022 wurde die Senseor SAS, Frankreich in den WIKA BV-Konzern integriert. Die Senseor SAS hat Zustandsüberwachungssysteme für Schaltanlagen mit drahtloser Datenübertragung entwickelt. Sie erwirtschaftete 2021 mit 17 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Darüber hinaus wurden Beteiligungen an zwei Gesellschaften erworben: Mit einem Anteil von 34% an der Oxensis Ltd, Vereinigtes Königreich, wurde in ein Unternehmen investiert, das Produkte mit dem Messprinzip der optischen Druckmesstechnik entwickelt. Außerdem wurde ein Anteil von 25,67% an der Loriot AG, Schweiz erworben. Damit stärkt WIKA weiter sein Kerngeschäft auch mit IOT-Lösungen. Aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges und der in diesem Zusammenhang verhängten Sanktionen hat sich der WIKA-BV-Konzern entschieden, sein Geschäftsaktivitäten in Russland bis auf weiteres einzustellen. Bestehende Aufträge wurden unter Einhaltung der Sanktionen bis zum 31.3.2023 noch abgewickelt, neue Aufträge werden derzeit nicht mehr angenommen. . 3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Vorjahr war das geschäftliche und wirtschaftliche Umfeld des WIKA-BV-Konzerns im ersten Quartal noch von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie nachteilig beeinflusst worden. Im Berichtsjahr haben sich, insbesondere in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und den damit zusammenhängenden Maßnahmen, die Lieferkettenprobleme der Weltwirtschaft verstärkt. Dies führte dazu, dass viele Unternehmen ihre Sicherheitsbestände zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit deutlich erhöhten. Auch die Kunden des WIKA-BV-Konzerns erhöhten ihre Bestellvolumen, was zu höheren Umsätzen führte. Gegenläufig gab es im Russland-Geschäft deutliche Umsatzrückgänge. Aufgrund der oben dargestellten Entwicklungen stieg der Umsatz des WIKA-BV-Konzerns im Geschäftsjahr 2022 insgesamt um 11,2% auf 977,5 Mio. EUR (Vorjahr: 879,2 Mio. EUR). Die Effekte aus der Veränderung von Wechselkursen bei der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften haben sich im Berichtsjahr mit 5,9% umsatzerhöhend ausgewirkt. Dies hatte seine Ursache vor allem in der Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro. Die Erweiterung des Konsolidierungskreises trug mit 1,0 % zum Umsatzwachstum des WIKA-BV-Konzerns bei. Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten und Effekten aus der Veränderung des Konsolidierungskreises lag das operative Umsatzwachstum des WIKA-BV-Konzerns im Vergleich zum Vorjahr bei 4,4%. Regional liegen die Umsatzschwerpunkte des WIKA-BV-Konzerns in Europa, Asien und in Amerika. In allen Regionen verzeichnete der WIKA-BV-Konzern eine positive Geschäftsentwicklung. In Amerika konnte das Umsatzvolumen mit 25,3% überproportional gesteigert werden. Hier wirkte sich die Umrechnung der in US-Dollar gebuchten Umsätze in die Konzernwährung aufgrund des schwächeren Euros besonders aus. Außerdem führten die steigenden Preise für Öl- und Gas wieder zu verstärkten Investitionen in dieser Branche. In Asien war das Wachstum des WIKA-BV-Konzern mit 5,3% schwächer als erwartet. Die wirtschaftliche Schwäche im Immobiliensektor in China führten zu rückläufigen Umsätzen bei Steuerungslösungen für mobile Arbeitsmaschinen. In allen anderen Produktbereichen erzielte der WIKA-BV-Konzern in Asien durchweg gute Wachstumsraten. In Europa wuchs der WIKA-BV-Konzern um 5,7%. Deutlich rückläufige Umsätze im Russland-Geschäft standen hier einer guten Umsatzentwicklung in anderen Märkten gegenüber. Tabelle: Umsatzentwicklung nach Absatzmärkten
Bei Betrachtung der Umsatzentwicklung nach Sparten hat der Bereich Druck mit 51,2% weiterhin den größten Umsatzanteil (Vorjahr: 48,1%). Im Bereich "Sonstiges" sind insbesondere Umsätze mit Füllstands-, Durchfluss- und Kraftmessgeräten sowie mit Steuerungslösungen für mobile Arbeitsmaschinen enthalten. Tabelle: Umsatzentwicklung nach Sparten
Der Auftragsbestand des WIKA-BV-Konzerns lag zum Jahresende 2022 deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der verschärften Lieferkettenproblematik wurden im Verlauf des Jahres bei unseren Kunden die Sicherheitsbestände erhöht. Dadurch stieg die Nachfrage der Kunden nach WIKA-Produkten stark an. Die Auftragseingänge der einzelnen Monate waren regelmäßig höher als die Umsätze. Gegen Ende des Jahres hat sich das Volumen der Auftragseingänge etwas normalisiert. 4. Investitionen Im Berichtsjahr lagen die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (ohne Geschäfts- und Firmenwerte) und Sachanlagen bei 33,8 Mio. EUR (Vorjahr: 27,3 Mio. EUR). Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr Geschäfts- und Firmenwerte im Zusammenhang mit Akquisitionen in Höhe von 6,2 Mio. EUR gebildet (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Ein Schwerpunkt der Investitionen betraf den Neubau eines Produktionsstandortes in Columbus, Ohio. Mit dem Neubau der Fabrik mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern reagiert der WIKA-BV-Konzern auf die steigende Nachfrage nach Produkten der Kraftmesstechnik. Der neue Standort wird für die Entwicklung und Herstellung moderner Kraft- und auch Drucksensoren optimiert. Operativ lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des WIKA-BV-Konzerns im Berichtsjahr auf Ersatzinvestitionen sowie auf gezielten Erweiterungsinvestitionen zur Ausdehnung des Produktprogramms. Wesentliche Erweiterungsinvestitionen in Technische Anlagen und Maschinen gab es vor allem bei den beiden polnischen Tochtergesellschaften sowie bei der WIKA Schweiz. 5. Finanzierungsmaßnahmen Das Management von Liquiditäts-, Zins-, Wechselkurs-, und Kontrahentenrisiken wird für den WIKA-BV-Konzern durch das zentrale Finanzmanagement ausgeführt. Das Finanzmanagement hat das Ziel der Sicherung der Liquidität in der Muttergesellschaft sowie in den Tochtergesellschaften. Zur Optimierung der Finanzströme im Konzern führen einige ausgewählte Gesellschaften ein Cash Pooling durch. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Berichtsjahr auf 8,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR) verringert. Die liquiden Mittel beliefen sich auf 151,2 Mio. EUR (Vorjahr: 175,9 Mio. EUR). Der WIKA-BV-Konzern verfügt somit über eine angemessene und solide Finanzierungsstruktur. Ein weiteres Ziel des Finanzmanagements ist es, Wechselkursrisiken zu minimieren. Die Kursentwicklungen werden regelmäßig beobachtet und überwacht. Wesentliche Kurssicherungsgeschäfte bestanden im Berichtsjahr mit dem US-Dollar, dem polnischen Zloty und dem russischen Rubel. Das Kontrahentenrisiko wird insoweit gering gehalten, als nur Banken mit einwandfreier Bonität als Geschäftspartner herangezogen werden. 6. Personalbereich Zum 31.12.2022 betrug die Anzahl der Mitarbeiter im WIKA-BV-Konzern 7.184 (Vorjahr: 6.944). Dies bedeutet einen Anstieg um 240 Mitarbeiter. Aufgrund des erhöhten Umsatzvolumens wurde insbesondere die Anzahl der Mitarbeiter in den Produktionseinheiten in Polen (+106) an die gestiegene Nachfrage angepasst. Auf Basis der Entscheidung, das Geschäft des WIKA-BV-Konzerns in Russland vorübergehend einzustellen, wurde die Mitarbeiterzahl in Russland um 85 verringert. Akquisitionen in Spanien, Frankreich und im Vereinigten Königreich trugen zu einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl um 49 bei. Tabelle: Mitarbeiter nach Regionen
7. Umweltschutz Nachhaltige Unternehmensführung ist im WIKA-BV-Konzern fest verankert. Zielstellung des WIKA-BV-Konzerns ist es dabei, umweltfreundliche und energiesparende Fertigungsprozesse einzusetzen sowie WIKA-Produkte von umweltschädlichen Materialien freizuhalten. Bereits heute erfüllt der WIKA-BV-Konzern alle nationalen und internationalen Umweltgesetze. Auch in der Fertigung wird kontinuierlich neben höchster Qualität, auf Energieeinsparungen geachtet. Neue Gebäude berücksichtigen beispielsweise Energieeffizienzkriterien. Die Reduzierung des Ressourcenverbrauches wird durch Umwelt-KAIZEN-Aktivitäten forciert, wobei der Fokus aktuell insbesondere auf Energiethemen liegt. Eine regelmäßigen Überwachung erfolgt durch das Energiekennzahlencontrolling, das regelmäßig verfeinert wird. Durch die Zertifizierung nach ISO 14001 wird die Legal Compliance des Unternehmens in Bezug auf umweltrechtliche Regelungen dauerhaft sichergestellt. Aktuelle Gesetzes-änderungen werden zeitnah bearbeitet, um die Gesetzeskonformität frühzeitig sicherzustellen. Die gewonnenen Erfahrungen werden sukzessive auch auf die Tochtergesellschaften ausgeweitet. Derzeit sind Produktionsgesellschaften in Deutschland, Brasilien, China, Italien, Polen, und der Schweiz nach ISO 14001 zertifiziert. Im Jahre 2024 wird der WIKA-BV-Konzern den ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen und damit seinen Weg zu einem weitestgehend nachhaltigen Unternehmen aufzeigen. 8. Forschung und Entwicklung Der WIKA-BV-Konzern verfolgt mit seinen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten kontinuierlich das Ziel, bestehende Produkte zu verbessern oder neue Einsatzmöglichkeiten zu eröffnen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Neuentwicklung von Produkten. Damit stärkt der WIKA-BV-Konzern seine Technologieführerschaft und baut damit seine Marktposition weiter aus. Darüber hinaus steht die Weiterentwicklung der Fertigungsprozesse im Fokus der Aktivitäten in Forschung und Entwicklung. Im Rahmen der im WIKA-BV-Konzern gelebten KAIZEN-Philosophie bilden dabei die Verkürzung der Durchlaufzeiten, die Steigerung der Produktivität und die Vermeidung von Fehlern durch kontinuierliche Verbesserung das Zentrum der Aktivitäten. B. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 1. Ertragslage Der Umsatz des WIKA-BV-Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 um 11,2% auf 977,5 Mio. EUR (Vorjahr: 879,2 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 21,9 Mio. EUR um 53,3% über Vorjahresniveau. Dies lag an deutlich gestiegenen Kurserträgen aus der Währungsumrechnung sowie an höheren Erträgen aus der Veräußerung von Kundenstämmen an ein nahestehendes Unternehmen. Generell sind die Einkaufspreise im Berichtsjahr aufgrund der hohen Inflation und vor allem der Energiekostenentwicklung massiv gestiegen. Nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine waren extreme Preisausschläge nach oben für Rohmaterialien wie Nickel/Edelstahl und Messing zu verzeichnen. Gleichzeitig gab es auch eingeschränkte Verfügbarkeiten in Europa z.B. für technische Gase, die folglich auf anderen Kontinenten beschafft werden mussten. Die Verfügbarkeit für Halbleiter war nach wie vor sehr problematisch. Zum Jahresende hat sich in manchen Bereichen eine leichte Verbesserung bei den Lieferzeiten gezeigt, die aber nach wie vor noch immer deutlich über den Lieferzeiten der Vorjahre liegt. Durch das vorausschauende Lieferanten- und Beschaffungsmanagement des WIKA-BV-Konzerns war die Lieferfähigkeit des WIKA-BV-Konzerns immer sichergestellt. Die Materialaufwendungen lagen im Verhältnis zur Gesamtleistung (Summe der Posten 1. bis 3. der Konzerngewinn- und -verlustrechnung) lagen im Berichtsjahr mit 44,8% etwas über dem Niveau des Vorjahres (43,9%). Die Personalkosten sind im Berichtsjahr von 285,3 Mio. EUR auf 324,7 Mio. gestiegen. Darin spiegelt sich zum einen der höhere Personalbestand wider, zum anderen haben in vielen Ländern die hohen Inflationsraten auch zu einer entsprechenden Anpassung der Löhne und Gehälter geführt. Der Anteil der Abschreibungen an der Gesamtleistung lag mit 3,3% unter dem Vorjahresniveau (3,5%). Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung belief sich auf 13,8% und lag damit über dem Vorjahresniveau (11,9%). Einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben die realisierten und unrealisierten Kursverluste aus der Währungsumrechnung, die gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen sind. Darüber hinaus waren auch inflationsbedingte Kostensteigerungen für die Entwicklung verantwortlich. Das operative Ergebnis (Summe der Posten 1. bis 8. der Konzerngewinn- und -verlustrechnung) verringerte sich aufgrund der genannten Sachverhalte um 15,8% von 88,7 Mio. EUR auf 74,7 Mio. EUR. Das Finanzergebnis (Summe der Posten 9. bis 13. der Konzerngewinn- und -verlustrechnung) war gegenüber dem Vorjahr auf niedrigem Niveau rückläufig und verringerte sich von -5,2 Mio. EUR auf -6,4 Mio. EUR. Der WIKA-BV-Konzern erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von 45,5 Mio. EUR (Vorjahr: 61,2 Mio. EUR), das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 25,7%. Aufgrund der geopolitischen Rahmenbedingungen war die ursprünglich im Vorjahr prognostizierte Ergebnisverbesserung nicht zu erreichen. Insgesamt hat der WIKA-BV-Konzern die schwierigen Herausforderungen des Berichtsjahres aber gut gemeistert. 2. Vermögens- und Finanzlage Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um 10,3 Mio. EUR auf 263,0 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 252,6 Mio. EUR). Den Zugängen zum Sachanlagevermögen und zum immateriellen Vermögen in Höhe von 39,9 Mio. EUR (Vorjahr: 27,3 Mio. EUR) stehen Buchwertabgänge von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR) und Abschreibungen von 32,5 Mio. EUR (Vorjahr: 31,0 Mio. EUR) gegenüber. Ferner beeinflussten Wechselkursentwicklungen und Konsolidierungskreiseffekte die Entwicklung der Restbuchwerte. Die Finanzanlagen belaufen sich auf 13,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,8 Mio. EUR). Die Erhöhung steht in Zusammenhang mit der Bildung von Geschäfts- und Firmenwerten im Rahmen der Akquisition von Beteiligungen. Der Vorratsbestand erhöhte sich deutlich um 27,1% auf 194,7 Mio. EUR (Vorjahr: 153,2 Mio. EUR). Vor dem Hintergrund der angespannten Situation auf den Beschaffungsmärkten wurde der Vorratsbestand zur Sicherstellung der Versorgung von Produktion und Kunden in Teilbereichen weiter gezielt erhöht. Auch die gestiegenen Einkaufspreise trugen zur wertmäßigen Erhöhung des Vorratsbestandes bei. Die Umschlagshäufigkeit ging entsprechend auf 5,0 (Vorjahr: 5,7) zurück. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen stieg in Zusammenhang mit der Geschäftsentwicklung auf 181,6 Mio. EUR an (Vorjahr: 166,7 Mio. EUR). Das Eigenkapital des WIKA-BV-Konzerns erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 524,2 Mio. EUR (Vorjahr: 481,1 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote lag mit 59,8% weiterhin auf hohem Niveau (Vorjahr: 60,0%). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gesellschafterdarlehen gemäß der HGB-Bilanzierungsregeln unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Der Cashflow aus laufender Tätigkeit betrug 49,6 Mio. EUR (Vorjahr: 93,8 Mio. EUR). Die Investitionen des laufenden Jahres wurden aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert. Insgesamt stellt sich die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des WIKA-BV-Konzerns weiterhin gut dar. Der Konzern kann auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. C. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken 1. Risikomanagement Chancen und Risiken, die für den WIKA-BV-Konzern oder einzelne Konzerngesellschaften von Bedeutung sein könnten, werden kontinuierlich durch die Geschäftsleitung sowie durch das operative Management in den Konzerngesellschaften beobachtet und im Hinblick auf Risikosicherung und -prävention bewertet. Dabei ist sichergestellt, dass die Risiken schon bei der Entstehung und Entwicklung einem laufenden Monitoring durch die Geschäftsleitung unterliegen. Im Rahmen des Risikomanagements informieren die Konzerngesellschaften und Produktionsbereiche jährlich in Risikoinventuren über den aktuellen Status ihrer Risikosituation. Dabei werden die einzelnen Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet und klassifiziert. Zu den Risiken werden Maßnahmen zur Risikosteuerung aufgeführt. Die Ergebnisse werden zusammengefasst und direkt an das Management berichtet. Die Beurteilung der Chancen und Risiken fließen in die strategischen Zielsetzungen des Managements ein. Dies wird ergänzt durch das Reporting und Controlling in den Zentralbereichen des Konzerns, welches über detaillierte Kennzahlenübersichten auf Monatsbasis verfügt. Hierzu werden die eingeführten Verfahrensanweisungen sowie die Reporting- und Controllingsysteme kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. In den Ergebnisverantwortungsbereichen sind Kennzahlensysteme vorhanden, welche Analysen durchgängig über die jeweiligen Organisationsbereiche ermöglichen. Darüber hinaus gibt es für ausgewählte Themenkreise ein Maßnahmenreporting, um schnell auf aktuelle Sachverhalte reagieren zu können. Risiken werden nur eingegangen, wenn sie kalkulierbar sind und die Chancen zur Steigerung des Unternehmenserfolgs überwiegen. Die Kursentwicklungen der für den WIKA-BV-Konzern wesentlichen Fremdwährungen werden regelmäßig beobachtet und überwacht. Zur Absicherung von Währungsrisiken bestanden im Berichtsjahr Devisentermingeschäfte. Die Darlehensaufnahmen werden zu marktüblichen Zinssätzen abgeschlossen. Ausfallrisiken für den Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht, ein effizientes Mahnverfahren durchgeführt wird und die Kunden in definierte Risikoklassen eingestuft werden. In diesem Zusammenhang werden entsprechende Kreditlimite festgelegt. Alle für das Forderungs- und Kreditmanagement relevanten Regelungen wurden in einer für alle Konzerngesellschaften gültigen Verfahrensanweisung zusammengefasst. Im Beschaffungsbereich liegt der Schwerpunkt des Risikomanagements im Bereich der Versorgungssicherheit. Dazu hat WIKA ein hohes Sicherheitsbestandsniveau definiert. Das Unternehmensziel, die Lieferzuverlässigkeit zu unseren Endkunden zu steigern, führt entlang der Lieferkette auch zu erhöhten Anforderungen gegenüber den Lieferanten. Der WIKA-BV-Konzern wählt seine Lieferanten sorgfältig aus. Der Gefahr von Lieferantenausfällen auf Grund von Insolvenz wird dadurch begegnet, dass für wesentliche Beschaffungsgüter grundsätzlich immer zwei Lieferanten ausgewählt werden. 2021 wurde das bestehende Konzept noch um ein teilebasiertes Risikomanagement ergänzt. Dabei wird die Auswirkung eines fehlenden Kaufteils auf mögliche Umsatzverluste auf der Kundenseite ermittelt und entsprechend risikobehaftete Teile identifiziert. Anschließend werden Maßnahmen zur Risikoreduzierung definiert. Zusätzlich ist ein Risikomanagement-Tool im Einsatz, das uns mit Adhoc-Meldungen und "Alerts" informiert, wenn ein Risiko in Zusammenhang mit einem unserer Zulieferer entsteht, z.B. durch Naturkatastrophen, Insolvenz oder Elementarschäden. Der Geschäftsablauf des WIKA-BV-Konzerns setzt eine gut funktionierende IT-Infrastruktur voraus. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall der IT-Systeme könnte zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. Durch das an allen wesentlichen Standorten eingeführte, weltweit einheitliche ERP-System hat der WIKA-BV-Konzern in den vergangenen Jahren die Prozesse stetig verbessert, die Transparenz im Konzern erhöht und die globalen IT-Kosten optimiert. In den kommenden Jahren steht nun ein Releasewechsel auf die neueste Version des ERP-Systems an. Der WIKA-BV-Konzern ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, die sich in der Zukunft ergeben könnten bzw. derzeit anhängig sind. Dazu gehören u.a. Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz. Der Ausgang solcher Verfahren ist nicht vorhersehbar. Aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder von Vergleichen können Aufwendungen entstehen, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind. Allgemeine Risiken der betrieblichen Geschäftstätigkeit sind durch ein internationales Versicherungsprogramm in ausreichendem Umfang abgedeckt. Für alle trotz der ergriffenen Maßnahmen absehbaren und bis zum Stichtag begründeten Risiken ist im Konzernabschluss 2022 in angemessenem Umfang bilanzielle Vorsorge getroffen worden. Die Gesamtbewertung der Risikolage des WIKA-BV-Konzerns führt zu dem Ergebnis, dass die Risiken begrenzt sind. Der Fortbestand des WIKA-BV-Konzerns wird als sicher gesehen. 2. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 2.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose Die Wirtschaftsforscher vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, rechneten zum Jahreswechsel für 2023 mit einem nur geringen Anstieg der Weltwirtschaft um 2,2 %. Die Zinserhöhungen zur Eindämmung der Inflation und die geringere Kaufkraft insbesondere durch die gestiegenen Energiepreise zeigen zunehmend ihre dämpfende Wirkung. Es wird erwartet, dass große Volkswirtschaften wie die USA in eine Rezession geraten und einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts verzeichnen werden. In Deutschland wird eine Stagnation der Wirtschaft erwartet. Die Aussichten für die Konjunktur haben sich - bei hoher Unsicherheit - zuletzt etwas aufgehellt. Der Rückgang der Energiepreise und die hohe Wahrscheinlichkeit einer sicheren Energie- und Gasversorgung auch im Jahr 2023 lassen die Worst-Case-Szenarien unwahrscheinlicher erscheinen. In China wird allgemein wieder ein höheres Wirtschaftswachstum erwartet. Die Aufhebung der Covid-19-Restriktionen wird den Konsum der Privathaushalte anstacheln und sollte auch zu einer Entspannung der Lieferkettenprobleme führen. Andererseits belasten die notwendigen Anpassungen im chinesischen Immobiliensektor sowie eine nachlassende Exportnachfrage weiter die konjunkturelle Entwicklung. Insgesamt erwarten die Wirtschaftsforscher vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, für China ein Wachstum von 4,6% für 2023. Dagegen wird in Indien weiter mit einem hohen Wachstum gerechnet. Tabelle: Prognose des realen Bruttoinlandsprodukts 2023 in ausgewählten Regionen
Quelle: IfW, Kiel (Stand: Dezember 2022) 2.2 Strategie des WIKA-BV-Konzerns 2023 stehen die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Erhöhung der Kundenzufriedenheit weiterhin im Mittelpunkt der strategischen Aktivitäten des WIKA-BV-Konzerns. Der WIKA-BV-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, die Erwartungen der Kunden hinsichtlich Lieferperformance und Produktqualität zu übertreffen. Durch Analyse der Kundenbedürfnisse insbesondere in definierten Zielmärkten sollen Umsatzpotentiale erkannt und Innovationsprozesse angestoßen werden. Durch diese Innovationsprozesse erwartet der WIKA-BV-Konzern deutliche Wachstumsimpulse in den kommenden Jahren. Ein wesentliches Ziel ist es, die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum des WIKA-BV-Konzerns zu schaffen. Hierzu wurden strategische Ziele für das Jahr 2023 definiert: Integration von Produkten der Kraftmesstechnik in das WIKA-Produktprogramm, Verbesserung der Profitabilität in ausgewählten Produktbereichen, Entwicklung innovativer IoT-Lösungen für unsere Kunden, Implementierung digitaler Vertriebslösungen und Ausweitung des E-Business sowie die Etablierung eines globalen Talentmanagements, sind die Themen, die ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Außerdem beschäftigen wir uns intensiv mit der Entwicklung und Implementierung einer globalen Produktionsstrategie für die gesamte WIKA-Gruppe. Daneben liegt der Schwerpunkt der strategischen Ziele auf einer Intensivierung der Entwicklungstätigkeiten. Der WIKA-BV-Konzern will einen Prozess implementieren, um für erkannte Kundenbedürfnisse spezifische WIKA-Lösungen zu entwickeln und bereitzustellen. Außerdem sollen die Neuentwicklungen den Kunden in kürzerer Zeit als bisher zur Verfügung gestellt werden. Das Umsatzpotenzial der planmäßig im Jahr 2025 neu auf den Markt zu bringenden Produkte soll mehr als doppelt so groß sein wie das durchschnittliche Potenzial aller Neuprodukte aus 2021 und den beiden Jahren davor. Dadurch sollte sich ein Beitrag zum Gesamtwachstum von rund drei Prozentpunkten einstellen. Das wäre deutlich mehr als in den zurückliegenden Jahren. 2.3 Ausblick auf die Geschäftsentwicklung des WIKA-BV-Konzerns 2023 Bei der Erstellung der Planung für das Geschäftsjahr 2023 ist der WIKA-BV-Konzern von einem weiteren deutlichen Umsatzwachstum ausgegangen. Diese Erwartung basiert auf dem hohen Auftragsbestand zum Jahresende 2022. Andererseits wurde berücksichtigt, dass sich die Zinserhöhungen der Zentralbanken im Jahresverlauf voraussichtlich dämpfend auf die Investitionsbereitschaft insbesondere ab dem zweiten Halbjahr auswirken werden. Auf dem Beschaffungsmarkt erwartet der WIKA-BV-Konzern, dass sich die Verfügbarkeit von Vormaterialien im Vergleich zu 2022 verbessern wird, auch wenn die Lieferzeiten noch immer deutlich über dem Niveau von 2020 liegen werden. Die weiterhin hohe Kerninflationsrate wird die Beschaffungskosten weiter negativ beeinflussen und auch die Lohnerhöhungen werden zu Kostenbelastungen führen. Der WIKA-BV-Konzern erwartet insgesamt, seinen Konzernjahresüberschuss weiter zu steigern, es wird aber davon ausgegangen, dass die Ergebnisverbesserung unterproportional zur Umsatzentwicklung verläuft.
Klingenberg am Main, 24. April 2023 gez. Alexander Wiegand, Geschäftsführer der WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs GmbH KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022WIKA ALEXANDER WIEGAND BETEILIGUNGS- UND VERWALTUNGS-GMBH & CO. KG, KLINGENBERG A. MAINAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022WIKA ALEXANDER WIEGAND BETEILIGUNGS- UND VERWALTUNGS-GMBH & CO. KG, KLINGENBERG A. MAINAllgemeine Hinweise Die WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Klingenberg am Main, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter der Nummer HRA 5161 registriert. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Einzelne Angaben zu Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir zur Klarheit in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Klingenberg/Main (kurz: WIKA BuV), sowie sämtliche - mit Ausnahme der unten aufgeführten - inländischen und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die WIKA BuV unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Im Einzelnen wurden folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:
Folgende Unternehmen wurden aufgrund gemeinsamer Führung im Wege der Quotenkonsolidierung gemäß § 310 HGB anteilig in den Konzernabschluss einbezogen:
In 2022 wurde die folgende Gesellschaft in den Konzernabschluss der WIKA BV erstmalig einbezogen:
Im Geschäftsjahr 2022 wurde folgende Gesellschaft entkonsolidiert:
Folgende Tochterunternehmen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil ihr Jahresergebnis in der Summe weniger als 3 % des Konzernergebnisses ausmacht:
Folgende assoziierte Unternehmen wurden in 2022 gemäß § 312 HGB im Konzernabschluss der WIKA BuV erfasst:
Die WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG macht im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB zur Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch. Die WIKA Mobile Control GmbH & Co. KG hat gemäß § 264b HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf die Aufstellung eines Lageberichts und Anhangs zu verzichten. Die KSR Kuebler Niveau-Messtechnik GmbH hat darüber hinaus gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf die Aufstellung eines Lageberichts zu verzichten. Folgende inländische Tochtergesellschaften machen im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB zur Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch:
Folgende inländische Tochtergesellschaften machen gemäß § 264 Abs. 3 HGB im Geschäftsjahr 2022 von der Möglichkeit Gebrauch, auf die Aufstellung eines Anhangs zu verzichten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemein Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen wurden auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Abschlüsse wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen nach der linearen Methode. Soweit zulässig wird für Altzugänge weiterhin die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum zwischen zwei und zehn Jahren abgeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer erfolgt entsprechend der Einschätzung über die voraussichtliche Bestandsdauer der erworbenen operativen Einheiten und damit des Nutzens für den Konzern. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs-, bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Dabei wurden die Werte mit Hilfe der Lifo-Methode unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergaben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Liquiden Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben zu den Beträgen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Latente Steuern wurden in Höhe der sich in zukünftigen Geschäftsjahren ergebenden steuerlichen Effekte bilanziert. Sie ergeben sich aus Anpassungen auf die konzerneinheitliche Bewertung gemäß § 300 Abs. 2 S. 2 HGB i. V. m. § 274 HGB sowie aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB. Von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 2 HGB zur Aktivierung latenter Steuern im Einzelabschluss wurde Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Steuersätze zwischen 0% und 34% zugrunde gelegt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, wurden mit diesen Schulden verrechnet. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen betrifft die zur Anschaffung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens erhaltenen Zuschüsse. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt analog zu den planmäßigen Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegenstände über deren jeweilige Nutzungsdauer. Die Rückstellung für Pensionen werden zu den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten mit einem Rechnungszinsfuß von 1,78 % (Vorjahr 1,87 %) bewertet. Bei der Ermittlung der Zinssätze wurde das Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ausgeübt. Für den Jahresabschluss 2022 wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck für die Erstellung der versicherungsmathematischen Gutachten angewendet. Die Fluktuation wurde mit Werten zwischen 0 % und 6,3 % und der Rententrend wurde mit 0 % bis 1,0 % bzw. 6,12 oder 9,27 % alle 3 Jahre angenommen. Die Bestimmung der Parameter erfolgte differenziert nach der geeigneten Gruppen der jeweils Versorgungsberechtigten. Die Auswirkungen durch Zinssatzänderungen werden im Zinsaufwand ausgewiesen. Die Pensionsrückstellung im Zusammenhang mit verpfändeten Rückdeckungsversicherungen bei der Zurich Deutscher Herold LV wurden erstmalig als versicherungsgebundene Altersversorgungszusagen eingestuft. Infolgedessen erfolgt die Bewertung analog wertpapiergebunden Zusagen und der Rückstellungswert entspricht dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs. Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, um alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre diskontiert. Die Bewertung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen erfolgte nach einem Barwertverfahren unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Grundsätze. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 0,35 % bzw. 0,40 % bzw. 0,42 % (Vj. 0,29 %), eines Gehaltstrends von 5,2 % für 2023, 3,3 % für 2024 sowie 3,1 % für Folgejahre und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Jubiläumsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Zinsfußes von 1,44 % nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren, einer Fluktuation zwischen 0,00 % und 5,68 %, einen Gehaltstrend zwischen 5,20 % für 2023, 3,3 % für 2024 sowie 3,2 % für Folgejahre sowie den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Währungsumrechnung Im vorliegenden Konzernabschluss kommt die Umrechnung zu Stichtagskursen und zu Periodendurchschnittskursen zur Anwendung. Dabei wurden sämtliche Bilanzposten mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Periodendurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Ausgenommen hiervon wurden in der Bilanz die Beteiligungen und das Eigenkapital, deren Umrechnung historische Kurse zugrunde gelegt wurden, sowie die Bestandsveränderungen und die latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung, die mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet wurden. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für sämtliche im Rahmen dieses Konzernabschlusses konsolidierten Gesellschaften erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt zu dem die Gesellschaft Tochterunternehmen wurde. Die passivischen Unterschiedsbeträge werden, soweit sie auf während der Konzernzugehörigkeit, aber vor der Erstkonsolidierung erfolgten Gewinnthesaurierungen bei den Tochterunternehmen beruhen, als Gewinnrücklagen ausgewiesen. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und über zwei bis sieben Jahre abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Im Geschäftsjahr wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Ansprüche aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen und Investmentfondsanteilen mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen bzw. Rückstellungen aus Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Folgende Verrechnungen wurden vorgenommen:
Die Zeitwerte der Investmentfondsanteile wurden anhand der Marktpreise zum Bilanzstichtag ermittelt. Die Investmentfondsanteile wurden zur Sicherung der Altersteilzeitguthaben an die Mitarbeiter der Gesellschaft verpfändet. Steuerabgrenzungsposten Zur Anpassung der Steuerbelastung aus den Einzelabschlüssen an das Konzernergebnis wurde ein aktiver Steuerabgrenzungsposten in Höhe von EUR 11,8 Mio. (Vj.: EUR 12,7 Mio.) gebildet, der zusammen mit den aus nationalen Einzelabschlüssen übernommenen aktiven Steuerabgrenzungsposten nach § 274 Abs. 2 HGB in Höhe von EUR 13,7 Mio. (Vj.: EUR 13,3 Mio.) sowie den aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge von EUR 1,0 Mio. (Vj.: EUR 2,0 Mio.) unter den latenten Steuern auf der Aktivseite ausgewiesen ist. Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichem auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den sonstigen Vermögensgegenständen, Rückstellungen für Pensionen und sonstigen Rückstellungen. Sie wurden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Auf der Passivseite sind Passive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB in Höhe von EUR 9,8 Mio. (Vj.: EUR 7,9 Mio.) ausgewiesen. Die Entwicklung der latenten Steuern stellt sich in 2022 wie folgt dar:
Eigenkapital Im ausgewiesenen Konzernbilanzgewinn von EUR 209,0 Mio. (Vj.: EUR 171,0Mio.) ist ein Konzern-Gewinnvortrag in Höhe von EUR 171,0 Mio. (Vj.: EUR 121,4 Mio.) enthalten. Rückstellungen für Pensionen Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zu der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von EUR 0,5 Mio. (Vj.: EUR 0,8 Mio.). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen, Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen und Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 122,1 Mio. (Vj.: EUR 113,1 Mio.) enthalten. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Periodenfremde und außergewöhnliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.223 enthalten. Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich hauptsächlich um Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagevermögen (TEUR 180) und um Auflösungen nicht verbrauchter Rückstellungen (TEUR 513). Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.682 enthalten. Sie entfallen im Wesentlichen auf Aufwendungen aus der Abschreibung und Anpassung von Einzelwertberichtigungen bzw. Pauschalwertberichtigung von zweifelhaften Forderungen (TEUR 1.118). Verrechnungen Im Berichtsjahr wurde der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem Marktwertzuwachs für die Pensionsverpflichtungen bestehenden Zweckvermögen verrechnet. Der aus der Verrechnung der Pensionsverpflichtungen resultierende Saldo ist im Zinsaufwand ausgewiesen.
Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente Der Konzern hat für das Jahr 2022 innerhalb eines Rahmenvertrags für Termingeschäfte insgesamt TUSD 6.000 auf Termin verkauft. Die Absicherungen beziehen sich auf die eingehenden USD-Zahlungen aus den USA (Forderungen des Konzerns) und bilden demnach eine Bewertungseinheit. Die Fremdwährungsrisiken aus Bilanzpositionen sowie aus schwebenden Geschäften und aus antizipativen Transaktionen (vor Sicherung) werden mit den gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Messung der Wirksamkeit erfolgt über die Critical Term Match-Methode. Die Höhe des abgesicherten Risikos beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 261. Des Weiteren hat die Gesellschaft für das Jahr 2022 ein Termingeschäft über TPLN 48.864 abgeschlossen. Die Absicherung bezieht sich auf Zahlungsverpflichtungen in PLN und bildet demnach eine Bewertungseinheit. Die Fremdwährungsrisiken aus antizipativen Transaktionen (vor Sicherung) werden mit gegenläufigen Devisensicherungsinstrumenten zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Messung der Wirksamkeit erfolgt über die Critical Term Match-Methode. Der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf TEUR 533. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Bestellobligo aus Investitionen in Höhe von TEUR 1.667 (VJ.: TEUR 131), aus Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 16.505 (Vj.: TEUR 16.733), sowie Verpflichtungen aus Wartung in Höhe von TEUR 1.052 (Vj.: TEUR 1.170). Honorare für die Abschlussprüfer Gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurden die nachfolgenden Gesamthonorare vom Konzernabschlussprüfer an die WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs- GmbH & Co. KG sowie anderen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen in Rechnung gestellt bzw. als Rückstellung im Konzernabschluss berücksichtigt:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres Mit Notarvertrag vom 4. April 2023 ist die WIKA Beteiligungs GmbH als Kommanditistin aus der Gesellschaft ausgetreten und stattdessen die WIKA Beteiligungs SE eingetreten. Die Eintragung ins Handelsregister ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch ausstehend. Beirat Prof. Dr. jur. Roderich C. Thümmel, Rechtsanwalt (Vorsitzender) Dr. Michael Wiegand, Rechtsanwalt (stellvertretender Vorsitz) Anand Sharma, Unternehmensberater Dr. Peter Köhler, Unternehmensberater Torben Duer, Freiberufler Die Beiratsbezüge gemäß § 285 Nr. 9a HGB betrugen im Berichtsjahr TEUR 103. Geschäftsführung Bezüglich der Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in analoger Anwendung Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Kapitalflussrechnung Die Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte im Geschäftsjahr nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Klingenberg am Main, 24. April 2023 Alexander Wiegand, Geschäftsführer der WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs-GmbH
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Klingenberg a. Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Klingenberg a. Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 24. April 2023 Rödl
& Partner GmbH
Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer Appel, Wirtschaftsprüfer |
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