Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 14024
Vorher
WIKA Temperatur Material GmbH
Eingetragen
20.12.2016
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Planung, Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Leitsystemen für Anlagen der Energieverteilung mit Hard- und Software sowie Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Produkten und Komponenten für derartige Anlagen und Systeme

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Heidinger
seit 24.11.2023
Prokura
Joachim Wolf
seit 24.11.2023
Geschäftsführer
Wolfgang Schneider
seit 22.1.2021
Prokura
Martina Mischitz
seit 22.1.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Celbar GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-SE & Co. KG

Klingenberg

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Klingenberg am Main

A. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Gesamtwirtschaftliche Situation 2022

Zu Beginn des Jahres 2022 waren die Konjunkturprognosen der führenden Wirtschaftsinstitute durchweg positiv. In Europa und Amerika wurden fast alle wirtschaftlichen und sozialen Einschränkungen, die im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie implementiert worden waren, schrittweise wieder aufgehoben. Dadurch zogen die Konsumausgaben und auch die Investitionsgüternachfrage an. Die Wirtschaftsforscher vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, rechneten zum Jahreswechsel für 2022 mit einem deutlichen Anstieg der Weltwirtschaft um 4,5 %.

Doch dann kam der 24. Februar 2022: Der durch den Angriff Russlands auf die Ukraine und die im Anschluss gegen Russland verhängten Sanktionen ausgelöste Schock traf auf eine Weltwirtschaft, die sich von der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Krise noch nicht vollständig erholt hatte. Die Reduzierung bzw. das Ausbleiben russischer Rohstofflieferungen erhöhten die bereits beträchtlichen Risiken für die Preisstabilität. Darüber hinaus wurde die Produktion durch große Probleme in den Lieferketten behindert. Unsicherheiten über die weitere Entwicklung belasteten Investitionsentscheidungen und Konsumklima. Nach den Analysen der Konjunkturforscher vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, stieg das globale Bruttoinlandsprodukt 2022 deshalb nur um 3,2 %.

Wegen der Nähe zum Kriegsgebiet und der hohen Abhängigkeit von russischen Energielieferungen war Europa und insbesondere Deutschland von der Krise besonders stark betroffen. Die Verknappung der Gaslieferungen aus Russland führte dazu, dass sich die europäischen Erdgaspreise im Vergleich zu 2021 zeitweise mehr als verzehnfachten. Auch die Ölpreise verdoppelten sich im März 2022 gegenüber März 2021. Beides traf Deutschland und den Industriesektor überproportional. Die hohen Energiepreise belasteten die Kaufkraft der privaten Haushalte und dämpften den privaten Konsum. Mit 7,9% für das Gesamtjahr 2022 lag die Inflationsrate auf dem höchsten Niveau seit vielen Jahrzehnten. Als Gegenmaßnahme wurden von der EZB die Zinssätze mehrfach deutlich erhöht, was im gewerblichen Bereich die Kosten für Investitionen verteuerte. Gegen Ende des Jahres waren erste Entspannungssignale zu erkennen: Zum einen sanken die Großhandelspreise für Gas und Strom deutlich, zum anderen zeichnete sich ab, dass die Energieversorgung während des Winters gesichert sein wird. Insgesamt stieg das Wirtschaftswachstum in Deutschland und Europa schwächer als im Vorjahr. Zu einer Rezession kam es aber im Jahr 2022 noch nicht.

In den USA stiegen die Energiepreise 2022 zwar weniger stark wie in Europa, trotzdem waren auch hier sehr hohe Inflationsraten zu verzeichnen. Dort hatte die monetäre Straffung bereits zu einem Einbruch der Bauinvestitionen geführt und auch die bislang stärkste Stütze der Konjunktur, der private Konsum, geriet zunehmend unter Druck. Das reale Bruttosozialprodukt nahm 2022 nur noch um 1,9% zu, nach 5,9% im Vorjahr.

Chinas Null-COVID-Strategie wurde mit dem Auftreten der hochinfektiösen Omikron-Variante noch strenger, was zu größeren Lockdowns führte. Dies beeinträchtigte die Wirtschaftstätigkeit und die weltweiten Lieferketten. Im Dezember entschied sich die Regierung dann aber dazu, auf großflächige Mobilitätsbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen weitgehend zu verzichten, mit der Folge erhöhter Infektions- und Krankenquoten. Mit einem Wachstum des realen Bruttosozialprodukts um 2,9% war das Jahr 2022 insgesamt eines der schwächsten der letzten Jahrzehnte.

Tabelle: Reales Bruttoinlandsprodukt 2021 und 2022 in ausgewählten Regionen

Region 2022 2021
Deutschland +1,9 % +2,6 %
Euroraum +3,4 % +5,3 %
USA +1,9 % +5,9 %
China +2,9 % +8,6 %
Indien +6,5 % +8,3 %
Weltwirtschaft +3,2 % +6,1 %

Quelle: IfW, Kiel (Stand: Dezember 2022)

2. Konzernstruktur

Wichtige Bausteine für eine erfolgreiche Entwicklung des WIKA-BV-Konzerns sind die großen Produktionsstandorte in Deutschland, der Schweiz, Polen, China, Italien, Indien, Kanada und den USA. Die weltweite Präsenz wird unterstützt durch ein Netzwerk von kleineren Produktionseinheiten sowie den lokal tätigen Vertriebsgesellschaften.

Der WIKA-BV-Konzern hat im Berichtsjahr sein Servicegeschäftssegment strategisch durch Akquisitionen erweitert. Im Vereinigten Königreich wurde das Angebot an Kalibrierleistungen durch die Akquisition der Tyneside Standards Ltd. ausgebaut. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Vorjahr mit 16 Mitarbeitern ca. 1,2 Mio. EUR Umsatz. In Dänemark wurde das Kalibriergeschäft der Dansk Process Calibration im Zuge eines Asset Deals übernommen. In Spanien erfolgte die Akquisition der Calibracion Asistencia Tecnica S.L., einer Servicegesellschaft, die im Vorjahr mit 15 Mitarbeitern ca. 0,9 Mio. EUR Umsatz erwirtschaftete.

Im November 2022 erfolgte die Gründung der WIKA Instruments Ireland Ltd. zur besseren Bearbeitung des irischen Marktes nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union. Die Gesellschaft hat zu Beginn des Jahres 2023 das Geschäft operativ aufgenommen.

Zum 1.1.2022 wurde die Senseor SAS, Frankreich in den WIKA BV-Konzern integriert. Die Senseor SAS hat Zustandsüberwachungssysteme für Schaltanlagen mit drahtloser Datenübertragung entwickelt. Sie erwirtschaftete 2021 mit 17 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 1,0 Mio. EUR.

Darüber hinaus wurden Beteiligungen an zwei Gesellschaften erworben: Mit einem Anteil von 34% an der Oxensis Ltd, Vereinigtes Königreich, wurde in ein Unternehmen investiert, das Produkte mit dem Messprinzip der optischen Druckmesstechnik entwickelt. Außerdem wurde ein Anteil von 25,67% an der Loriot AG, Schweiz erworben. Damit stärkt WIKA weiter sein Kerngeschäft auch mit IOT-Lösungen.

Aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges und der in diesem Zusammenhang verhängten Sanktionen hat sich der WIKA-BV-Konzern entschieden, sein Geschäftsaktivitäten in Russland bis auf weiteres einzustellen. Bestehende Aufträge wurden unter Einhaltung der Sanktionen bis zum 31.3.2023 noch abgewickelt, neue Aufträge werden derzeit nicht mehr angenommen. .

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Vorjahr war das geschäftliche und wirtschaftliche Umfeld des WIKA-BV-Konzerns im ersten Quartal noch von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie nachteilig beeinflusst worden. Im Berichtsjahr haben sich, insbesondere in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und den damit zusammenhängenden Maßnahmen, die Lieferkettenprobleme der Weltwirtschaft verstärkt. Dies führte dazu, dass viele Unternehmen ihre Sicherheitsbestände zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit deutlich erhöhten. Auch die Kunden des WIKA-BV-Konzerns erhöhten ihre Bestellvolumen, was zu höheren Umsätzen führte. Gegenläufig gab es im Russland-Geschäft deutliche Umsatzrückgänge. Aufgrund der oben dargestellten Entwicklungen stieg der Umsatz des WIKA-BV-Konzerns im Geschäftsjahr 2022 insgesamt um 11,2% auf 977,5 Mio. EUR (Vorjahr: 879,2 Mio. EUR). Die Effekte aus der Veränderung von Wechselkursen bei der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften haben sich im Berichtsjahr mit 5,9% umsatzerhöhend ausgewirkt. Dies hatte seine Ursache vor allem in der Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro. Die Erweiterung des Konsolidierungskreises trug mit 1,0 % zum Umsatzwachstum des WIKA-BV-Konzerns bei. Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten und Effekten aus der Veränderung des Konsolidierungskreises lag das operative Umsatzwachstum des WIKA-BV-Konzerns im Vergleich zum Vorjahr bei 4,4%.

Regional liegen die Umsatzschwerpunkte des WIKA-BV-Konzerns in Europa, Asien und in Amerika. In allen Regionen verzeichnete der WIKA-BV-Konzern eine positive Geschäftsentwicklung. In Amerika konnte das Umsatzvolumen mit 25,3% überproportional gesteigert werden. Hier wirkte sich die Umrechnung der in US-Dollar gebuchten Umsätze in die Konzernwährung aufgrund des schwächeren Euros besonders aus. Außerdem führten die steigenden Preise für Öl- und Gas wieder zu verstärkten Investitionen in dieser Branche. In Asien war das Wachstum des WIKA-BV-Konzern mit 5,3% schwächer als erwartet. Die wirtschaftliche Schwäche im Immobiliensektor in China führten zu rückläufigen Umsätzen bei Steuerungslösungen für mobile Arbeitsmaschinen. In allen anderen Produktbereichen erzielte der WIKA-BV-Konzern in Asien durchweg gute Wachstumsraten. In Europa wuchs der WIKA-BV-Konzern um 5,7%. Deutlich rückläufige Umsätze im Russland-Geschäft standen hier einer guten Umsatzentwicklung in anderen Märkten gegenüber.

Tabelle: Umsatzentwicklung nach Absatzmärkten

in Mio. EUR 2022 2021
Europa 357,8 338,7
Amerika 313,7 250,4
Asien/Australien 284,2 269,8
Afrika 21,8 20,3
Summe 977,5 879,2

Bei Betrachtung der Umsatzentwicklung nach Sparten hat der Bereich Druck mit 51,2% weiterhin den größten Umsatzanteil (Vorjahr: 48,1%). Im Bereich "Sonstiges" sind insbesondere Umsätze mit Füllstands-, Durchfluss- und Kraftmessgeräten sowie mit Steuerungslösungen für mobile Arbeitsmaschinen enthalten.

Tabelle: Umsatzentwicklung nach Sparten

in Mio. EUR 2022 2021
Druck 500,8 422,7
Temperatur 120,9 104,0
Sonstiges 355,8 352,5
Summe 977,5 879,2

Der Auftragsbestand des WIKA-BV-Konzerns lag zum Jahresende 2022 deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der verschärften Lieferkettenproblematik wurden im Verlauf des Jahres bei unseren Kunden die Sicherheitsbestände erhöht. Dadurch stieg die Nachfrage der Kunden nach WIKA-Produkten stark an. Die Auftragseingänge der einzelnen Monate waren regelmäßig höher als die Umsätze. Gegen Ende des Jahres hat sich das Volumen der Auftragseingänge etwas normalisiert.

4. Investitionen

Im Berichtsjahr lagen die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (ohne Geschäfts- und Firmenwerte) und Sachanlagen bei 33,8 Mio. EUR (Vorjahr: 27,3 Mio. EUR). Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr Geschäfts- und Firmenwerte im Zusammenhang mit Akquisitionen in Höhe von 6,2 Mio. EUR gebildet (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).

Ein Schwerpunkt der Investitionen betraf den Neubau eines Produktionsstandortes in Columbus, Ohio. Mit dem Neubau der Fabrik mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern reagiert der WIKA-BV-Konzern auf die steigende Nachfrage nach Produkten der Kraftmesstechnik. Der neue Standort wird für die Entwicklung und Herstellung moderner Kraft- und auch Drucksensoren optimiert.

Operativ lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des WIKA-BV-Konzerns im Berichtsjahr auf Ersatzinvestitionen sowie auf gezielten Erweiterungsinvestitionen zur Ausdehnung des Produktprogramms. Wesentliche Erweiterungsinvestitionen in Technische Anlagen und Maschinen gab es vor allem bei den beiden polnischen Tochtergesellschaften sowie bei der WIKA Schweiz.

5. Finanzierungsmaßnahmen

Das Management von Liquiditäts-, Zins-, Wechselkurs-, und Kontrahentenrisiken wird für den WIKA-BV-Konzern durch das zentrale Finanzmanagement ausgeführt.

Das Finanzmanagement hat das Ziel der Sicherung der Liquidität in der Muttergesellschaft sowie in den Tochtergesellschaften. Zur Optimierung der Finanzströme im Konzern führen einige ausgewählte Gesellschaften ein Cash Pooling durch.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Berichtsjahr auf 8,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR) verringert. Die liquiden Mittel beliefen sich auf 151,2 Mio. EUR (Vorjahr: 175,9 Mio. EUR). Der WIKA-BV-Konzern verfügt somit über eine angemessene und solide Finanzierungsstruktur.

Ein weiteres Ziel des Finanzmanagements ist es, Wechselkursrisiken zu minimieren. Die Kursentwicklungen werden regelmäßig beobachtet und überwacht. Wesentliche Kurssicherungsgeschäfte bestanden im Berichtsjahr mit dem US-Dollar, dem polnischen Zloty und dem russischen Rubel. Das Kontrahentenrisiko wird insoweit gering gehalten, als nur Banken mit einwandfreier Bonität als Geschäftspartner herangezogen werden.

6. Personalbereich

Zum 31.12.2022 betrug die Anzahl der Mitarbeiter im WIKA-BV-Konzern 7.184 (Vorjahr: 6.944). Dies bedeutet einen Anstieg um 240 Mitarbeiter. Aufgrund des erhöhten Umsatzvolumens wurde insbesondere die Anzahl der Mitarbeiter in den Produktionseinheiten in Polen (+106) an die gestiegene Nachfrage angepasst. Auf Basis der Entscheidung, das Geschäft des WIKA-BV-Konzerns in Russland vorübergehend einzustellen, wurde die Mitarbeiterzahl in Russland um 85 verringert. Akquisitionen in Spanien, Frankreich und im Vereinigten Königreich trugen zu einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl um 49 bei.

Tabelle: Mitarbeiter nach Regionen

2022 2021
Europa 4.165 4.067
Asien/Australien 1.361 1.242
Amerika 1.415 1.401
Afrika 243 234
Summe 7.184 6.944

7. Umweltschutz

Nachhaltige Unternehmensführung ist im WIKA-BV-Konzern fest verankert. Zielstellung des WIKA-BV-Konzerns ist es dabei, umweltfreundliche und energiesparende Fertigungsprozesse einzusetzen sowie WIKA-Produkte von umweltschädlichen Materialien freizuhalten.

Bereits heute erfüllt der WIKA-BV-Konzern alle nationalen und internationalen Umweltgesetze. Auch in der Fertigung wird kontinuierlich neben höchster Qualität, auf Energieeinsparungen geachtet. Neue Gebäude berücksichtigen beispielsweise Energieeffizienzkriterien. Die Reduzierung des Ressourcenverbrauches wird durch Umwelt-KAIZEN-Aktivitäten forciert, wobei der Fokus aktuell insbesondere auf Energiethemen liegt. Eine regelmäßigen Überwachung erfolgt durch das Energiekennzahlencontrolling, das regelmäßig verfeinert wird.

Durch die Zertifizierung nach ISO 14001 wird die Legal Compliance des Unternehmens in Bezug auf umweltrechtliche Regelungen dauerhaft sichergestellt. Aktuelle Gesetzes-änderungen werden zeitnah bearbeitet, um die Gesetzeskonformität frühzeitig sicherzustellen. Die gewonnenen Erfahrungen werden sukzessive auch auf die Tochtergesellschaften ausgeweitet. Derzeit sind Produktionsgesellschaften in Deutschland, Brasilien, China, Italien, Polen, und der Schweiz nach ISO 14001 zertifiziert.

Im Jahre 2024 wird der WIKA-BV-Konzern den ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen und damit seinen Weg zu einem weitestgehend nachhaltigen Unternehmen aufzeigen.

8. Forschung und Entwicklung

Der WIKA-BV-Konzern verfolgt mit seinen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten kontinuierlich das Ziel, bestehende Produkte zu verbessern oder neue Einsatzmöglichkeiten zu eröffnen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Neuentwicklung von Produkten. Damit stärkt der WIKA-BV-Konzern seine Technologieführerschaft und baut damit seine Marktposition weiter aus.

Darüber hinaus steht die Weiterentwicklung der Fertigungsprozesse im Fokus der Aktivitäten in Forschung und Entwicklung. Im Rahmen der im WIKA-BV-Konzern gelebten KAIZEN-Philosophie bilden dabei die Verkürzung der Durchlaufzeiten, die Steigerung der Produktivität und die Vermeidung von Fehlern durch kontinuierliche Verbesserung das Zentrum der Aktivitäten.

B. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

1. Ertragslage

Der Umsatz des WIKA-BV-Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2022 um 11,2% auf 977,5 Mio. EUR (Vorjahr: 879,2 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 21,9 Mio. EUR um 53,3% über Vorjahresniveau. Dies lag an deutlich gestiegenen Kurserträgen aus der Währungsumrechnung sowie an höheren Erträgen aus der Veräußerung von Kundenstämmen an ein nahestehendes Unternehmen.

Generell sind die Einkaufspreise im Berichtsjahr aufgrund der hohen Inflation und vor allem der Energiekostenentwicklung massiv gestiegen. Nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine waren extreme Preisausschläge nach oben für Rohmaterialien wie Nickel/Edelstahl und Messing zu verzeichnen. Gleichzeitig gab es auch eingeschränkte Verfügbarkeiten in Europa z.B. für technische Gase, die folglich auf anderen Kontinenten beschafft werden mussten. Die Verfügbarkeit für Halbleiter war nach wie vor sehr problematisch. Zum Jahresende hat sich in manchen Bereichen eine leichte Verbesserung bei den Lieferzeiten gezeigt, die aber nach wie vor noch immer deutlich über den Lieferzeiten der Vorjahre liegt. Durch das vorausschauende Lieferanten- und Beschaffungsmanagement des WIKA-BV-Konzerns war die Lieferfähigkeit des WIKA-BV-Konzerns immer sichergestellt. Die Materialaufwendungen lagen im Verhältnis zur Gesamtleistung (Summe der Posten 1. bis 3. der Konzerngewinn- und -verlustrechnung) lagen im Berichtsjahr mit 44,8% etwas über dem Niveau des Vorjahres (43,9%).

Die Personalkosten sind im Berichtsjahr von 285,3 Mio. EUR auf 324,7 Mio. gestiegen. Darin spiegelt sich zum einen der höhere Personalbestand wider, zum anderen haben in vielen Ländern die hohen Inflationsraten auch zu einer entsprechenden Anpassung der Löhne und Gehälter geführt.

Der Anteil der Abschreibungen an der Gesamtleistung lag mit 3,3% unter dem Vorjahresniveau (3,5%).

Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung belief sich auf 13,8% und lag damit über dem Vorjahresniveau (11,9%). Einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben die realisierten und unrealisierten Kursverluste aus der Währungsumrechnung, die gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen sind. Darüber hinaus waren auch inflationsbedingte Kostensteigerungen für die Entwicklung verantwortlich.

Das operative Ergebnis (Summe der Posten 1. bis 8. der Konzerngewinn- und -verlustrechnung) verringerte sich aufgrund der genannten Sachverhalte um 15,8% von 88,7 Mio. EUR auf 74,7 Mio. EUR.

Das Finanzergebnis (Summe der Posten 9. bis 13. der Konzerngewinn- und -verlustrechnung) war gegenüber dem Vorjahr auf niedrigem Niveau rückläufig und verringerte sich von -5,2 Mio. EUR auf -6,4 Mio. EUR.

Der WIKA-BV-Konzern erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von 45,5 Mio. EUR (Vorjahr: 61,2 Mio. EUR), das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 25,7%. Aufgrund der geopolitischen Rahmenbedingungen war die ursprünglich im Vorjahr prognostizierte Ergebnisverbesserung nicht zu erreichen. Insgesamt hat der WIKA-BV-Konzern die schwierigen Herausforderungen des Berichtsjahres aber gut gemeistert.

2. Vermögens- und Finanzlage

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um 10,3 Mio. EUR auf 263,0 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 252,6 Mio. EUR). Den Zugängen zum Sachanlagevermögen und zum immateriellen Vermögen in Höhe von 39,9 Mio. EUR (Vorjahr: 27,3 Mio. EUR) stehen Buchwertabgänge von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR) und Abschreibungen von 32,5 Mio. EUR (Vorjahr: 31,0 Mio. EUR) gegenüber. Ferner beeinflussten Wechselkursentwicklungen und Konsolidierungskreiseffekte die Entwicklung der Restbuchwerte.

Die Finanzanlagen belaufen sich auf 13,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,8 Mio. EUR). Die Erhöhung steht in Zusammenhang mit der Bildung von Geschäfts- und Firmenwerten im Rahmen der Akquisition von Beteiligungen.

Der Vorratsbestand erhöhte sich deutlich um 27,1% auf 194,7 Mio. EUR (Vorjahr: 153,2 Mio. EUR). Vor dem Hintergrund der angespannten Situation auf den Beschaffungsmärkten wurde der Vorratsbestand zur Sicherstellung der Versorgung von Produktion und Kunden in Teilbereichen weiter gezielt erhöht. Auch die gestiegenen Einkaufspreise trugen zur wertmäßigen Erhöhung des Vorratsbestandes bei. Die Umschlagshäufigkeit ging entsprechend auf 5,0 (Vorjahr: 5,7) zurück.

Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen stieg in Zusammenhang mit der Geschäftsentwicklung auf 181,6 Mio. EUR an (Vorjahr: 166,7 Mio. EUR).

Das Eigenkapital des WIKA-BV-Konzerns erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 524,2 Mio. EUR (Vorjahr: 481,1 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote lag mit 59,8% weiterhin auf hohem Niveau (Vorjahr: 60,0%). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gesellschafterdarlehen gemäß der HGB-Bilanzierungsregeln unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind.

Der Cashflow aus laufender Tätigkeit betrug 49,6 Mio. EUR (Vorjahr: 93,8 Mio. EUR). Die Investitionen des laufenden Jahres wurden aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.

Insgesamt stellt sich die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des WIKA-BV-Konzerns weiterhin gut dar. Der Konzern kann auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.

C. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

1. Risikomanagement

Chancen und Risiken, die für den WIKA-BV-Konzern oder einzelne Konzerngesellschaften von Bedeutung sein könnten, werden kontinuierlich durch die Geschäftsleitung sowie durch das operative Management in den Konzerngesellschaften beobachtet und im Hinblick auf Risikosicherung und -prävention bewertet. Dabei ist sichergestellt, dass die Risiken schon bei der Entstehung und Entwicklung einem laufenden Monitoring durch die Geschäftsleitung unterliegen.

Im Rahmen des Risikomanagements informieren die Konzerngesellschaften und Produktionsbereiche jährlich in Risikoinventuren über den aktuellen Status ihrer Risikosituation. Dabei werden die einzelnen Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet und klassifiziert. Zu den Risiken werden Maßnahmen zur Risikosteuerung aufgeführt. Die Ergebnisse werden zusammengefasst und direkt an das Management berichtet. Die Beurteilung der Chancen und Risiken fließen in die strategischen Zielsetzungen des Managements ein.

Dies wird ergänzt durch das Reporting und Controlling in den Zentralbereichen des Konzerns, welches über detaillierte Kennzahlenübersichten auf Monatsbasis verfügt. Hierzu werden die eingeführten Verfahrensanweisungen sowie die Reporting- und Controllingsysteme kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. In den Ergebnisverantwortungsbereichen sind Kennzahlensysteme vorhanden, welche Analysen durchgängig über die jeweiligen Organisationsbereiche ermöglichen. Darüber hinaus gibt es für ausgewählte Themenkreise ein Maßnahmenreporting, um schnell auf aktuelle Sachverhalte reagieren zu können.

Risiken werden nur eingegangen, wenn sie kalkulierbar sind und die Chancen zur Steigerung des Unternehmenserfolgs überwiegen.

Die Kursentwicklungen der für den WIKA-BV-Konzern wesentlichen Fremdwährungen werden regelmäßig beobachtet und überwacht. Zur Absicherung von Währungsrisiken bestanden im Berichtsjahr Devisentermingeschäfte. Die Darlehensaufnahmen werden zu marktüblichen Zinssätzen abgeschlossen.

Ausfallrisiken für den Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht, ein effizientes Mahnverfahren durchgeführt wird und die Kunden in definierte Risikoklassen eingestuft werden. In diesem Zusammenhang werden entsprechende Kreditlimite festgelegt. Alle für das Forderungs- und Kreditmanagement relevanten Regelungen wurden in einer für alle Konzerngesellschaften gültigen Verfahrensanweisung zusammengefasst.

Im Beschaffungsbereich liegt der Schwerpunkt des Risikomanagements im Bereich der Versorgungssicherheit. Dazu hat WIKA ein hohes Sicherheitsbestandsniveau definiert. Das Unternehmensziel, die Lieferzuverlässigkeit zu unseren Endkunden zu steigern, führt entlang der Lieferkette auch zu erhöhten Anforderungen gegenüber den Lieferanten. Der WIKA-BV-Konzern wählt seine Lieferanten sorgfältig aus. Der Gefahr von Lieferantenausfällen auf Grund von Insolvenz wird dadurch begegnet, dass für wesentliche Beschaffungsgüter grundsätzlich immer zwei Lieferanten ausgewählt werden. 2021 wurde das bestehende Konzept noch um ein teilebasiertes Risikomanagement ergänzt. Dabei wird die Auswirkung eines fehlenden Kaufteils auf mögliche Umsatzverluste auf der Kundenseite ermittelt und entsprechend risikobehaftete Teile identifiziert. Anschließend werden Maßnahmen zur Risikoreduzierung definiert. Zusätzlich ist ein Risikomanagement-Tool im Einsatz, das uns mit Adhoc-Meldungen und "Alerts" informiert, wenn ein Risiko in Zusammenhang mit einem unserer Zulieferer entsteht, z.B. durch Naturkatastrophen, Insolvenz oder Elementarschäden.

Der Geschäftsablauf des WIKA-BV-Konzerns setzt eine gut funktionierende IT-Infrastruktur voraus. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall der IT-Systeme könnte zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. Durch das an allen wesentlichen Standorten eingeführte, weltweit einheitliche ERP-System hat der WIKA-BV-Konzern in den vergangenen Jahren die Prozesse stetig verbessert, die Transparenz im Konzern erhöht und die globalen IT-Kosten optimiert. In den kommenden Jahren steht nun ein Releasewechsel auf die neueste Version des ERP-Systems an.

Der WIKA-BV-Konzern ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, die sich in der Zukunft ergeben könnten bzw. derzeit anhängig sind. Dazu gehören u.a. Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz. Der Ausgang solcher Verfahren ist nicht vorhersehbar. Aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder von Vergleichen können Aufwendungen entstehen, die nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind.

Allgemeine Risiken der betrieblichen Geschäftstätigkeit sind durch ein internationales Versicherungsprogramm in ausreichendem Umfang abgedeckt.

Für alle trotz der ergriffenen Maßnahmen absehbaren und bis zum Stichtag begründeten Risiken ist im Konzernabschluss 2022 in angemessenem Umfang bilanzielle Vorsorge getroffen worden. Die Gesamtbewertung der Risikolage des WIKA-BV-Konzerns führt zu dem Ergebnis, dass die Risiken begrenzt sind. Der Fortbestand des WIKA-BV-Konzerns wird als sicher gesehen.

2. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023

2.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose

Die Wirtschaftsforscher vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, rechneten zum Jahreswechsel für 2023 mit einem nur geringen Anstieg der Weltwirtschaft um 2,2 %. Die Zinserhöhungen zur Eindämmung der Inflation und die geringere Kaufkraft insbesondere durch die gestiegenen Energiepreise zeigen zunehmend ihre dämpfende Wirkung. Es wird erwartet, dass große Volkswirtschaften wie die USA in eine Rezession geraten und einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts verzeichnen werden. In Deutschland wird eine Stagnation der Wirtschaft erwartet. Die Aussichten für die Konjunktur haben sich - bei hoher Unsicherheit - zuletzt etwas aufgehellt. Der Rückgang der Energiepreise und die hohe Wahrscheinlichkeit einer sicheren Energie- und Gasversorgung auch im Jahr 2023 lassen die Worst-Case-Szenarien unwahrscheinlicher erscheinen.

In China wird allgemein wieder ein höheres Wirtschaftswachstum erwartet. Die Aufhebung der Covid-19-Restriktionen wird den Konsum der Privathaushalte anstacheln und sollte auch zu einer Entspannung der Lieferkettenprobleme führen. Andererseits belasten die notwendigen Anpassungen im chinesischen Immobiliensektor sowie eine nachlassende Exportnachfrage weiter die konjunkturelle Entwicklung. Insgesamt erwarten die Wirtschaftsforscher vom Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel, für China ein Wachstum von 4,6% für 2023. Dagegen wird in Indien weiter mit einem hohen Wachstum gerechnet.

Tabelle: Prognose des realen Bruttoinlandsprodukts 2023 in ausgewählten Regionen

Region 2023
Deutschland 0,0 %
Euroraum +0,5 %
USA 0,4 %
China +4,6 %
Indien +7,4 %
Weltwirtschaft +2,2 %

Quelle: IfW, Kiel (Stand: Dezember 2022)

2.2 Strategie des WIKA-BV-Konzerns

2023 stehen die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Erhöhung der Kundenzufriedenheit weiterhin im Mittelpunkt der strategischen Aktivitäten des WIKA-BV-Konzerns. Der WIKA-BV-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, die Erwartungen der Kunden hinsichtlich Lieferperformance und Produktqualität zu übertreffen. Durch Analyse der Kundenbedürfnisse insbesondere in definierten Zielmärkten sollen Umsatzpotentiale erkannt und Innovationsprozesse angestoßen werden. Durch diese Innovationsprozesse erwartet der WIKA-BV-Konzern deutliche Wachstumsimpulse in den kommenden Jahren.

Ein wesentliches Ziel ist es, die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum des WIKA-BV-Konzerns zu schaffen. Hierzu wurden strategische Ziele für das Jahr 2023 definiert: Integration von Produkten der Kraftmesstechnik in das WIKA-Produktprogramm, Verbesserung der Profitabilität in ausgewählten Produktbereichen, Entwicklung innovativer IoT-Lösungen für unsere Kunden, Implementierung digitaler Vertriebslösungen und Ausweitung des E-Business sowie die Etablierung eines globalen Talentmanagements, sind die Themen, die ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Außerdem beschäftigen wir uns intensiv mit der Entwicklung und Implementierung einer globalen Produktionsstrategie für die gesamte WIKA-Gruppe.

Daneben liegt der Schwerpunkt der strategischen Ziele auf einer Intensivierung der Entwicklungstätigkeiten. Der WIKA-BV-Konzern will einen Prozess implementieren, um für erkannte Kundenbedürfnisse spezifische WIKA-Lösungen zu entwickeln und bereitzustellen. Außerdem sollen die Neuentwicklungen den Kunden in kürzerer Zeit als bisher zur Verfügung gestellt werden. Das Umsatzpotenzial der planmäßig im Jahr 2025 neu auf den Markt zu bringenden Produkte soll mehr als doppelt so groß sein wie das durchschnittliche Potenzial aller Neuprodukte aus 2021 und den beiden Jahren davor. Dadurch sollte sich ein Beitrag zum Gesamtwachstum von rund drei Prozentpunkten einstellen. Das wäre deutlich mehr als in den zurückliegenden Jahren.

2.3 Ausblick auf die Geschäftsentwicklung des WIKA-BV-Konzerns 2023

Bei der Erstellung der Planung für das Geschäftsjahr 2023 ist der WIKA-BV-Konzern von einem weiteren deutlichen Umsatzwachstum ausgegangen. Diese Erwartung basiert auf dem hohen Auftragsbestand zum Jahresende 2022. Andererseits wurde berücksichtigt, dass sich die Zinserhöhungen der Zentralbanken im Jahresverlauf voraussichtlich dämpfend auf die Investitionsbereitschaft insbesondere ab dem zweiten Halbjahr auswirken werden.

Auf dem Beschaffungsmarkt erwartet der WIKA-BV-Konzern, dass sich die Verfügbarkeit von Vormaterialien im Vergleich zu 2022 verbessern wird, auch wenn die Lieferzeiten noch immer deutlich über dem Niveau von 2020 liegen werden. Die weiterhin hohe Kerninflationsrate wird die Beschaffungskosten weiter negativ beeinflussen und auch die Lohnerhöhungen werden zu Kostenbelastungen führen. Der WIKA-BV-Konzern erwartet insgesamt, seinen Konzernjahresüberschuss weiter zu steigern, es wird aber davon ausgegangen, dass die Ergebnisverbesserung unterproportional zur Umsatzentwicklung verläuft.

 

Klingenberg am Main, 24. April 2023

gez. Alexander Wiegand, Geschäftsführer der WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs GmbH

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

WIKA ALEXANDER WIEGAND BETEILIGUNGS- UND VERWALTUNGS-GMBH & CO. KG, KLINGENBERG A. MAIN

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 276.246.330,12 261.478.441,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.390.117,02 21.771.219,63
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.642.944,48 8.633.994,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.125.460,43 12.925.562,17
3. Geleistete Anzahlungen 621.712,11 211.663,33
II. Sachanlagen 242.584.040,88 230.878.527,52
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 141.664.951,41 135.467.126,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 78.035.830,81 75.137.937,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.907.777,82 12.317.735,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.975.480,84 7.955.728,84
III. Finanzanlagen 13.272.172,22 8.828.694,26
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23,49 31,74
2. Beteiligungen 9.238.835,68 1.629.675,34
3. Sonstige Beteiligungen 3.897,60 9.008,45
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 53.419,76 50.485,10
5. Sonstige Ausleihungen 3.975.995,69 7.139.493,63
B. UMLAUFVERMÖGEN 567.992.187,27 511.093.178,53
I. Vorräte 194.726.528,01 153.168.974,85
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 87.756.388,15 66.015.492,07
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 26.800.076,87 24.054.554,64
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 75.203.739,22 58.627.823,85
4. Geleistete Anzahlungen 4.966.323,77 4.471.104,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 221.488.755,43 181.633.419,58
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 181.603.417,42 166.774.500,18
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 39.738,40 14.116,11
3. Sonstige Vermögensgegenstände 39.845.599,61 14.844.803,29
III. Wertpapiere 593.600,09 347.478,01
Sonstige Wertpapiere 593.600,09 347.478,01
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 151.183.303,74 175.943.306,09
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.864.792,34 4.949.543,02
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 26.520.260,52 23.932.419,38
876.623.570,25 801.453.582,34

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 524.240.757,40 481.086.468,44
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 101.000,00 101.000,00
II. Kapitalrücklage 293.057.819,25 293.057.819,25
III. Gewinnrücklagen 150.251,21 150.251,21
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 19.244.567,62 13.981.831,70
V. Bilanzgewinn/-verlust 208.911.514,82 170.971.184,73
VI. Nicht beherrschende Anteile 2.775.604,50 2.824.381,55
- davon Anteil am Konzernjahresüberschuss:EUR 285.821,54 (Vorjahr: EUR 247.536,51)
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 900.694,47 640.095,78
C. RÜCKSTELLUNGEN 81.854.787,90 78.491.542,67
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.864.688,48 10.820.022,58
2. Steuerrückstellungen 5.083.170,61 5.593.806,79
3. Sonstige Rückstellungen 64.906.928,81 62.077.713,30
D. VERBINDLICHKEITEN 257.597.142,48 231.771.085,32
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.264.779,07 6.377.445,92
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.136.183,63 16.904.227,18
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 86.122.236,09 73.200.204,63
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.469,43 6.552,08
5. Sonstige Verbindlichkeiten 145.067.474,26 135.282.655,51
- davon aus Steuern: EUR 6.216.815,12 (Vorjahr: EUR 8.829.152,23)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.433.344,34 (Vorjahr: EUR 3.534.126,12)
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.275.584,92 1.558.239,07
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 9.754.603,08 7.906.151,06
876.623.570,25 801.453.582,34

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 977.548.248,71 879.245.219,10
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 10.068.754,68 4.695.722,24
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.154.977,43 1.292.263,75
4. Sonstige betriebliche Erträge 21.855.925,78 14.256.384,73
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 7.812.564,95 (Vorjahr: EUR 8.851.650,04)
5. Materialaufwand -443.606.013,78 -388.756.122,19
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -397.338.260,20 -356.590.531,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -46.267.753,58 -32.165.591,10
6. Personalaufwand -324.658.872,14 -285.326.983,77
a) Löhne und Gehälter -267.851.915,79 -235.917.477,77
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -56.806.956,35 -49.409.506,00
- davon für Altersversorgung: EUR 7.617.124,09 (Vorjahr: EUR 6.585.103,03)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -32.518.341,81 -31.001.291,99
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -136.100.599,36 -105.682.950,14
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 7.506.342,58 (Vorjahr: EUR 13.888.546,67)
9. Betriebsergebnis 74.744.079,51 88.722.241,73
10. Erträge aus Beteiligungen 2.607,17 88.358,43
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.453.465,01 628.261,03
- davon aus Abzinsungen: EUR 1.095,33 (Vorjahr: EUR 29.490,53)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -38.732,22
13. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -1.839.234,42 -263.155,54
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.058.523,06 -5.593.721,76
- davon aus Aufzinsungen: EUR 896.075,50 (Vorjahr: EUR 729.707,18)
15. Finanzergebnis -6.441.685,30 -5.178.990,06
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17.908.495,91 -18.211.157,18
- davon aus latenten Steuern: EUR -1.813.650,20 (Vorjahr: EUR -3.665.865,66)
17. Ergebnis nach Steuern 50.393.898,30 65.332.094,49
18. Sonstige Steuern -4.916.010,41 -4.136.182,09
19. Konzernjahresüberschuss 45.477.887,89 61.195.912,40
20. Gutschrift auf Gesellschafterkonten -7.319.052,73 -11.341.231,01
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 163.433.626,93 109.775.272,33
22. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn -218.505,07 -285.821,54
23. Konzernbilanzgewinn 201.373.957,02 159.344.132,18

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

WIKA ALEXANDER WIEGAND BETEILIGUNGS- UND VERWALTUNGS-GMBH & CO. KG, KLINGENBERG A. MAIN

Allgemeine Hinweise

Die WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Klingenberg am Main, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter der Nummer HRA 5161 registriert.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Einzelne Angaben zu Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir zur Klarheit in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Klingenberg/Main (kurz: WIKA BuV), sowie sämtliche - mit Ausnahme der unten aufgeführten - inländischen und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die WIKA BuV unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Im Einzelnen wurden folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesellschaft Sitz Kapitalanteil
in %
WIKA-Meßgerätevertrieb, Ursula Wiegand GmbH & Co. KG Wien, Österreich 100,0
WIKA-Meßgerätevertrieb, Ursula Wiegand GmbH Wien, Österreich 100,0
Ambit Austria GmbH Ansfelden, Österreich 80,0
Benney Transfer Technology Pty. Ltd. Echuca, Australien 100,0
WIKA Australia (Pty.) Ltd. Rydalmere, Australien 100,0
WIKA do Brasil Indústria eComércio Ltda. Ipéro, Brasilien 100,0
WIKA Instruments Canada Ltd. Edmonton, Kanada 100,0
WIKA Instruments Ltd. Edmonton, Kanada 100,0
WIKA Instruments Botswana (Pty) Ltd. Gardenview, Botswana 100,0
exITed Consulting AG Hitzkirch, Schweiz 100,0
KFG Group AG Baar, Schweiz 100,0
Refco Manufacturing Ltd. Hitzkirch, Schweiz 100,0
WIKA Schweiz AG Hitzkirch, Schweiz 100,0
Ambit Schweiz AG Wetzikon, Schweiz 80,0
Ambit AG Winterthur, Schweiz 80,0
Ambit Group AG Wetzikon, Schweiz 100,0
WIKA Instrumentation (Suzhou) Co. Ltd. Suzhou, China 100,0
WIKA International Trading (Shanghai) Co. Ltd. Shanghai, China 100,0
Shanghai KSR Kuebler Automation Instrument Co. Ltd. Shanghai, China 100,0
Xuzhou WIKA Electronics Control Technology Co. Ltd. Xuzhou, China 50,0
WIKA Information Technology Ltd. Shanghai, China 50,0
T-S-T Trennmembran-System-Technik GmbH Alzenau, Deutschland 100,0
WIKA Mobile Control GmbH & Co. KG Ettlingen,Deutschland 100,0
WIKA Mobile Control Verwaltungs GmbH Klingenberg/Main, Deutschland 100,0
sensyMIC GmbH Klingenberg/Main, Deutschland 100,0
IMB Beteiligungs GmbH Deutschland 100,0
IMB Industrielle Messtechnik GmbH & Co. KG Deutschland 100,0
WIKA GmbH Deutschland 100,0
Celbar GmbH Deutschland 100,0
KSR Kuebler Niveau-Messtechnik GmbH Deutschland 100,0
Ambit Deutschland GmbH Deutschland 80,0
Georgii Automation GmbH Hüttlingen,Deutschland 100,0
Instrumentos WIKA S.A.U. Sabadell, Spanien 100,0
Calibracion Asistencia Tecnica S.L. Barcelona, Spanien 100,0
Tempre Service S.a.r.l. Herblay, Frankreich 100,0
Senseor S.A.S. Mougins, Frankreich 100,0
WIKA Instruments S.a.r.l. Herblay, Frankreich 100,0
DH Kubler S.A.S. Herblay, Frankreich 100,0
WIKA Tech S.A.S. Bourget-du-Lac, Frankreich 100,0
WIKA Hongkong Ltd. Hongkong 100,0
WIKA Electronics Control Technology Co. Ltd. Hongkong 50,0
Micro Precision Products Pvt. Ltd. Haryana, Indien 100,0
WIKA Italia S.r.l. & C.S.a.s. Arese, Italien 99,90
Euromisure Sas di Wika Italia S.r.l. Pieve San Giacomo, Italien 99,99
Gayesco Europe S.r.l. & C.S.a.s. Italien 99,90
WIKA Instruments Italia S.r.l. Montegaldella,Italien 100,0
WIKA Instruments (Pty) Ltd. South Africa Windhoek, Namibia 100,0
WIKA Nederland B.V. Echt, Niederlande 100,0
WIKA Instruments Ltd. Auckland, Neuseeland 100,0
WIKA Polska sp.z.o.o. sp.k. Wloclawek, Polen 100,0
WIKA Polska sp.z.o.o. SGF sp.k. Wloclawek, Polen 99,99
Sami Europe S.r.l. Arges, Rumänien 100,0
AO WIKA Mera Moskau, Russland 100,0
WIKA Instrumentation Pte. Ltd. Singapur, Singapur 100,0
Ambit Asia Pacific Pte. Ltd. Singapur, Singapur 80,0
WIKA Instruments Ltd. Redhill, Großbritannien 100,0
Tyneside Standards Ltd. Jarrow, Großbritannien 100,0
WIKA Instrument LP Lawrenceville, USA 100,0
UNAM Corporation Lawrenceville, USA 100,0
WIKA Holding LP Lawrenceville, USA 100,0
WIKA Management Inc. Lawrenceville, USA 100,0
Refco Manufacturing (US) Inc. Lockport, USA 100,0
Mensor LP San Marcos, USA 100,0
WIKA Sensor Technology LP Worthington, USA 100,0
WIKA Mobile Control LP Chambersburg, USA 100,0
Phase IV Engineering Inc. Boulder, USA 62,10
Vermont Investments (Pty.) Ltd. Denver, Südafrika 100,0
WIKA Instruments (Pty.) Ltd. Denver, Südafrika 100,0

Folgende Unternehmen wurden aufgrund gemeinsamer Führung im Wege der Quotenkonsolidierung gemäß § 310 HGB anteilig in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesellschaft Sitz
Xuzhou WIKA Electronics Control Technology Co. Ltd. Xuzhou, China
WIKA Information Technology Ltd. Shanghai, China
WIKA Electronics Control Technology Co. Ltd. Hongkong

In 2022 wurde die folgende Gesellschaft in den Konzernabschluss der WIKA BV erstmalig einbezogen:

Gesellschaft Sitz
tecsis (Shenzhen) Sensor Co. Ltd. Barcelona, Spanien
Senseor S.A.S. Mougins, Frankreich
Tyneside Standards Ltd. Jarrow, Großbritannien

Im Geschäftsjahr 2022 wurde folgende Gesellschaft entkonsolidiert:

Gesellschaft Sitz
KFG Level AG Baar, Schweiz
Heinrich Kübler AG Baar, Schweiz

Folgende Tochterunternehmen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil ihr Jahresergebnis in der Summe weniger als 3 % des Konzernergebnisses ausmacht:

Gesellschaft Sitz Kapitalanteil
in %
Sami Instruments USA Llc Houston, USA 100,0
Calibration Dynamics Ltd. Andover, Großbritannien 100,0
EDC International Ltd. Berkshire, Großbritannien 100,0
DH-Budenberg Ltd. Brosgrove, Großbritannien 100,0
TC Fluid Control Ltd. Swanley Kent, Großbritannien 100,0
Automatic Systems Laboratories Ltd. Redhill, Großbritannien 100,0
WIKA Service (Pty) Ltd. Johannesburg, Südafrika 49,0

Folgende assoziierte Unternehmen wurden in 2022 gemäß § 312 HGB im Konzernabschluss der WIKA BuV erfasst:

Gesellschaft Sitz Kapitalanteil
in %
Crealytica AG Zürich, Schweiz 49,0
Loriot AG Thalwil, Schweiz 25,67
Qolaris AG Sursee, Schweiz 49,0
E2S Power AG Freienbach, Schweizn 40,0
Kyma S.r.l. Triest, Italien 22,0
Oxsensis Ltd. Oxfordshire, Großbritanien 34,0

Die WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG macht im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB zur Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch.

Die WIKA Mobile Control GmbH & Co. KG hat gemäß § 264b HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf die Aufstellung eines Lageberichts und Anhangs zu verzichten.

Die KSR Kuebler Niveau-Messtechnik GmbH hat darüber hinaus gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf die Aufstellung eines Lageberichts zu verzichten.

Folgende inländische Tochtergesellschaften machen im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB zur Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch:

Gesellschaft Sitz
Georgii Automation GmbH Hüttlingen, Deutschland
KSR Kuebler Niveau-Messtechnik GmbH Zwingenberg, Deutschland
IMB Beteiligungs GmbH Mosbach, Deutschland
IMB Industrielle Messtechnik GmbH & Co. KG Mosbach, Deutschland
Ambit Deutschland GmbH Großheubach, Deutschland
sensyMIC GmbH Klingenberg/Main, Deutschland
WIKA Mobile Control GmbH & Co. KG Klingenberg/Main, Deutschland
WIKA Mobile Control Verwaltungs GmbH Klingenberg/Main, Deutschland
T-S-T Trennmembran-System-Technik GmbH Alzenau, Deutschland
WIKA GmbH Klingenberg/Main, Deutschland
Celbar GmbH Klingenberg/Main, Deutschland

Folgende inländische Tochtergesellschaften machen gemäß § 264 Abs. 3 HGB im Geschäftsjahr 2022 von der Möglichkeit Gebrauch, auf die Aufstellung eines Anhangs zu verzichten

Gesellschaft Sitz
Georgii Automation GmbH Hüttlingen, Deutschland
KSR Kuebler Niveau-Messtechnik GmbH Zwingenberg, Deutschland
IMB Industrielle Messtechnik GmbH & Co. KG Mosbach, Deutschland
Ambit Deutschland GmbH Großheubach, Deutschland
sensyMIC GmbH Klingenberg/Main, Deutschland
T-S-T Trennmembran-System-Technik GmbH Alzenau, Deutschland
WIKA GmbH Klingenberg/Main, Deutschland
Celbar GmbH Klingenberg/Main, Deutschland

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemein

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen wurden auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Abschlüsse wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen nach der linearen Methode. Soweit zulässig wird für Altzugänge weiterhin die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum zwischen zwei und zehn Jahren abgeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer erfolgt entsprechend der Einschätzung über die voraussichtliche Bestandsdauer der erworbenen operativen Einheiten und damit des Nutzens für den Konzern.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs-, bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Dabei wurden die Werte mit Hilfe der Lifo-Methode unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergaben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Liquiden Mittel werden zum Nennwert ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben zu den Beträgen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Latente Steuern wurden in Höhe der sich in zukünftigen Geschäftsjahren ergebenden steuerlichen Effekte bilanziert. Sie ergeben sich aus Anpassungen auf die konzerneinheitliche Bewertung gemäß § 300 Abs. 2 S. 2 HGB i. V. m. § 274 HGB sowie aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB. Von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 2 HGB zur Aktivierung latenter Steuern im Einzelabschluss wurde Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Steuersätze zwischen 0% und 34% zugrunde gelegt.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, wurden mit diesen Schulden verrechnet.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen betrifft die zur Anschaffung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens erhaltenen Zuschüsse. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt analog zu den planmäßigen Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegenstände über deren jeweilige Nutzungsdauer.

Die Rückstellung für Pensionen werden zu den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten mit einem Rechnungszinsfuß von 1,78 % (Vorjahr 1,87 %) bewertet. Bei der Ermittlung der Zinssätze wurde das Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ausgeübt. Für den Jahresabschluss 2022 wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck für die Erstellung der versicherungsmathematischen Gutachten angewendet. Die Fluktuation wurde mit Werten zwischen 0 % und 6,3 % und der Rententrend wurde mit 0 % bis 1,0 % bzw. 6,12 oder 9,27 % alle 3 Jahre angenommen. Die Bestimmung der Parameter erfolgte differenziert nach der geeigneten Gruppen der jeweils Versorgungsberechtigten. Die Auswirkungen durch Zinssatzänderungen werden im Zinsaufwand ausgewiesen. Die Pensionsrückstellung im Zusammenhang mit verpfändeten Rückdeckungsversicherungen bei der Zurich Deutscher Herold LV wurden erstmalig als versicherungsgebundene Altersversorgungszusagen eingestuft. Infolgedessen erfolgt die Bewertung analog wertpapiergebunden Zusagen und der Rückstellungswert entspricht dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs.

Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, um alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre diskontiert.

Die Bewertung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen erfolgte nach einem Barwertverfahren unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Grundsätze. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 0,35 % bzw. 0,40 % bzw. 0,42 % (Vj. 0,29 %), eines Gehaltstrends von 5,2 % für 2023, 3,3 % für 2024 sowie 3,1 % für Folgejahre und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die Jubiläumsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Zinsfußes von 1,44 % nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren, einer Fluktuation zwischen 0,00 % und 5,68 %, einen Gehaltstrend zwischen 5,20 % für 2023, 3,3 % für 2024 sowie 3,2 % für Folgejahre sowie den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Währungsumrechnung

Im vorliegenden Konzernabschluss kommt die Umrechnung zu Stichtagskursen und zu Periodendurchschnittskursen zur Anwendung. Dabei wurden sämtliche Bilanzposten mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Periodendurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Ausgenommen hiervon wurden in der Bilanz die Beteiligungen und das Eigenkapital, deren Umrechnung historische Kurse zugrunde gelegt wurden, sowie die Bestandsveränderungen und die latenten Steuern in der Gewinn- und Verlustrechnung, die mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet wurden.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für sämtliche im Rahmen dieses Konzernabschlusses konsolidierten Gesellschaften erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt zu dem die Gesellschaft Tochterunternehmen wurde.

Die passivischen Unterschiedsbeträge werden, soweit sie auf während der Konzernzugehörigkeit, aber vor der Erstkonsolidierung erfolgten Gewinnthesaurierungen bei den Tochterunternehmen beruhen, als Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Die im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und über zwei bis sieben Jahre abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 181.603 166.775
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.130 645
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 40 14
Sonstige Vermögensgegenstände 39.846 14.854
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 750 753
221.489 181.634

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Im Geschäftsjahr wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Ansprüche aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen und Investmentfondsanteilen mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen bzw. Rückstellungen aus Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet.

Folgende Verrechnungen wurden vorgenommen:

Anschaffungskosten
in TEUR
Zeitwerte
in TEUR
Erfüllungsbetrag
in TEUR
Verrechnung von Pensionsverpflichtungen
- Sonstige Vermögensgegenstände 25 25
- Rückstellungen für Pensionen 25
Verrechnung von Altersteilzeitverpflichtungen
- Sonstige Ausleihungen 297 285
- Sonstige Rückstellungen 360

Die Zeitwerte der Investmentfondsanteile wurden anhand der Marktpreise zum Bilanzstichtag ermittelt. Die Investmentfondsanteile wurden zur Sicherung der Altersteilzeitguthaben an die Mitarbeiter der Gesellschaft verpfändet.

Steuerabgrenzungsposten

Zur Anpassung der Steuerbelastung aus den Einzelabschlüssen an das Konzernergebnis wurde ein aktiver Steuerabgrenzungsposten in Höhe von EUR 11,8 Mio. (Vj.: EUR 12,7 Mio.) gebildet, der zusammen mit den aus nationalen Einzelabschlüssen übernommenen aktiven Steuerabgrenzungsposten nach § 274 Abs. 2 HGB in Höhe von EUR 13,7 Mio. (Vj.: EUR 13,3 Mio.) sowie den aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge von EUR 1,0 Mio. (Vj.: EUR 2,0 Mio.) unter den latenten Steuern auf der Aktivseite ausgewiesen ist. Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichem auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den sonstigen Vermögensgegenständen, Rückstellungen für Pensionen und sonstigen Rückstellungen. Sie wurden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet.

Auf der Passivseite sind Passive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB in Höhe von EUR 9,8 Mio. (Vj.: EUR 7,9 Mio.) ausgewiesen.

Die Entwicklung der latenten Steuern stellt sich in 2022 wie folgt dar:

Stand zum 31.12.2021
TEUR
Veränderung
TEUR
Stand zum 31.12.2022
TEUR
Aktive latenteSteuern 23.932 2.588 26.520
Passive latente Steuern 7.906 1.849 9.755

Eigenkapital

Im ausgewiesenen Konzernbilanzgewinn von EUR 209,0 Mio. (Vj.: EUR 171,0Mio.) ist ein Konzern-Gewinnvortrag in Höhe von EUR 171,0 Mio. (Vj.: EUR 121,4 Mio.) enthalten.

Rückstellungen für Pensionen

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zu der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von EUR 0,5 Mio. (Vj.: EUR 0,8 Mio.).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen, Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen und Gewährleistungsverpflichtungen gebildet.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 122,1 Mio. (Vj.: EUR 113,1 Mio.) enthalten.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesichert Gesamt 31.12.2022 31.12.2021
1. Verbindlichkeiten mit Kreditinstituten 153 561 7.551 8.265 8.265
Vorjahr 419 5.958 0 6.377 6.377
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.136 0 0 0 18.136
Vorjahr 16.904 0 0 0 16.904
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85.891 206 26 0 86.123
Vorjahr 73.199 1 0 0 73.200
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6 0 0 0 6
Vorjahr 7 0 0 0 7
5. Sonstige Verbindlichkeiten 143.866 1.201 0 0 145.067
Vorjahr 143.483 800 0 0 135.283
- davon aus Steuern 6.808 0 0 0 6.808
Vorjahr 6.217 0 0 0 6.217
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.100 0 0 0 5.100
Vorjahr 4.433 0 0 0 4.433
Gesamt 248.052 1.968 7.577 8.265 257.597
Vorjahr 225.012 6.759 0 6.377 231.771

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2022
TEUR
% 2021
TEUR
%
- nach Sparten
Druck 500.870 51,2 422.771 48,1
Temperatur 120.887 12,4 103.983 11,8
Sonstiges 355.791 36,4 352.491 40,1
977.548 100,0 879.245 100,0
- nach Absatzmärkten
Europa 357.818 36,6 338.682 38,5
Amerika 313.713 32,1 250.411 28,5
Asien/Australien 284.200 29,1 269.778 40,7
Afrika/Naher OSten 21.817 2,2 20.374 2,3
977.548 100,0 879.245 100,0

Periodenfremde und außergewöhnliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.223 enthalten. Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich hauptsächlich um Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagevermögen (TEUR 180) und um Auflösungen nicht verbrauchter Rückstellungen (TEUR 513).

Periodenfremde Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.682 enthalten. Sie entfallen im Wesentlichen auf Aufwendungen aus der Abschreibung und Anpassung von Einzelwertberichtigungen bzw. Pauschalwertberichtigung von zweifelhaften Forderungen (TEUR 1.118).

Verrechnungen

Im Berichtsjahr wurde der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem Marktwertzuwachs für die Pensionsverpflichtungen bestehenden Zweckvermögen verrechnet. Der aus der Verrechnung der Pensionsverpflichtungen resultierende Saldo ist im Zinsaufwand ausgewiesen.

Pensionen EUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.124
Sonstige betriebliche Erträge 373
Saldo aus der Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen aus Pensionsverpflichtungen -4.751

Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern hat für das Jahr 2022 innerhalb eines Rahmenvertrags für Termingeschäfte insgesamt TUSD 6.000 auf Termin verkauft. Die Absicherungen beziehen sich auf die eingehenden USD-Zahlungen aus den USA (Forderungen des Konzerns) und bilden demnach eine Bewertungseinheit. Die Fremdwährungsrisiken aus Bilanzpositionen sowie aus schwebenden Geschäften und aus antizipativen Transaktionen (vor Sicherung) werden mit den gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Messung der Wirksamkeit erfolgt über die Critical Term Match-Methode. Die Höhe des abgesicherten Risikos beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 261.

Des Weiteren hat die Gesellschaft für das Jahr 2022 ein Termingeschäft über TPLN 48.864 abgeschlossen. Die Absicherung bezieht sich auf Zahlungsverpflichtungen in PLN und bildet demnach eine Bewertungseinheit. Die Fremdwährungsrisiken aus antizipativen Transaktionen (vor Sicherung) werden mit gegenläufigen Devisensicherungsinstrumenten zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Messung der Wirksamkeit erfolgt über die Critical Term Match-Methode. Der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf TEUR 533.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Bestellobligo aus Investitionen in Höhe von TEUR 1.667 (VJ.: TEUR 131), aus Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 16.505 (Vj.: TEUR 16.733), sowie Verpflichtungen aus Wartung in Höhe von TEUR 1.052 (Vj.: TEUR 1.170).

Honorare für die Abschlussprüfer

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurden die nachfolgenden Gesamthonorare vom Konzernabschlussprüfer an die WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs- GmbH & Co. KG sowie anderen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen in Rechnung gestellt bzw. als Rückstellung im Konzernabschluss berücksichtigt:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 111
Gesamthonorar 111

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Mit Notarvertrag vom 4. April 2023 ist die WIKA Beteiligungs GmbH als Kommanditistin aus der Gesellschaft ausgetreten und stattdessen die WIKA Beteiligungs SE eingetreten. Die Eintragung ins Handelsregister ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch ausstehend.

Beirat

Prof. Dr. jur. Roderich C. Thümmel, Rechtsanwalt (Vorsitzender)

Dr. Michael Wiegand, Rechtsanwalt (stellvertretender Vorsitz)

Anand Sharma, Unternehmensberater

Dr. Peter Köhler, Unternehmensberater

Torben Duer, Freiberufler

Die Beiratsbezüge gemäß § 285 Nr. 9a HGB betrugen im Berichtsjahr TEUR 103.

Geschäftsführung

Bezüglich der Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in analoger Anwendung Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022 2021
Gewerbliche (direkte) Arbeitnehmer 3.342 3.025
Angestellte (indirekte) 3.722 3.739
7.065 6.764
Auszubildende 88 43
7.153 6.807

Kapitalflussrechnung

Die Aufstellung der Kapitalflussrechnung erfolgte im Geschäftsjahr nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 151.183 175.943
Kurzfristige Verbindlichkeit, die zur Finanzdisposition stehen -148 -248
Gesamt 151.035 175.695

 

Klingenberg am Main, 24. April 2023

Alexander Wiegand, Geschäftsführer der WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs-GmbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Änderungen des Konsolidierungskreises
EUR
Zugänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.342.347,26 1.271.267,83 242.015,93 204.817,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 94.296.138,37 1.422.989,07 2.299.521,23 6.154.216,02
3. Geleistete Anzahlungen 211.663,33 5.098,13 0,00 452.857,91
156.850.148,96 2.699.355,03 2.541.537,16 6.811.891,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 207.564.147,89 3.870.678,53 179.578,59 7.569.678,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 203.317.212,81 2.087.335,38 1.686.365,44 10.153.173,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.832.807,43 1.215.465,92 441.825,40 3.831.515,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.955.728,84 -148.852,71 433,00 11.539.135,52
472.669.896,97 7.024.627,12 2.308.202,43 33.093.502,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 31,74 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 1.889.329,03 0,00 0,00 9.484.199,89
3. Sonstige Beteiligungen 47.740,67 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 50.485,10 962,73 0,00 1.971,93
5. Sonstige Ausleihungen 7.139.493,63 145.434,07 -4.436.414,30 1.127.482,29
9.127.080,17 146.396,80 -4.436.414,30 10.613.654,11
638.647.126,10 9.870.378,95 413.325,29 50.519.047,80
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 423.234,69 43.547,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 47.907,26 0,00
471.141,95 43.547,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 992.406,80 2.682.121,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.511.008,15 5.451.284,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.358.665,78 418.270,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 775.739,13 -8.595.224,68
6.637.819,86 -43.547,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8,25 0,00
2. Beteiligungen 1.127.926,55 0,00
3. Sonstige Beteiligungen 5.110,85 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
1.133.045,65 0,00
8.242.007,46 0,00
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.680.760,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 104.172.864,69
3. Geleistete Anzahlungen 621.712,11
168.475.337,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 220.873.798,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 220.184.363,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.381.218,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.975.480,84
508.414.861,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23,49
2. Beteiligungen 10.245.602,37
3. Sonstige Beteiligungen 42.629,82
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 53.419,76
5. Sonstige Ausleihungen 3.975.995,69
14.317.671,13
691.207.870,68
Abschreibungen
Stand am 1.1.2022
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Änderungen des Konsolidierungskreises
EUR
Zugänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.708.353,13 1.063.718,40 223.055,26 3.533.632,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 81.370.576,20 1.421.460,91 2.299.521,23 4.955.845,92
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
135.078.929,33 2.485.179,31 2.522.576,49 8.489.478,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 72.097.021,83 1.617.049,08 170.627,11 6.208.936,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 128.179.275,29 1.746.507,35 1.211.651,55 14.038.425,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.515.072,33 983.263,38 359.756,81 3.781.501,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
241.791.369,45 4.346.819,81 1.742.035,47 24.028.862,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 259.653,69 0,00 0,00 747.113,00
3. Sonstige Beteiligungen 38.732,22 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
298.385,91 0,00 0,00 747.113,00
377.168.684,69 6.831.999,12 4.264.611,96 33.265.454,81
Abschreibungen
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 490.943,45 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
490.943,45 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 884.787,37 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.944.765,08 -82.561,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.248.714,12 82.561,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
6.078.266,57 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
0,00 0,00
6.569.210,02 0,00
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.037.816,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert 90.047.404,26
3. Geleistete Anzahlungen 0,00
148.085.220,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.208.846,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 142.148.533,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.473.441,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
265.830.821,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
2. Beteiligungen 1.006.766,69
3. Sonstige Beteiligungen 38.732,22
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00
1.045.498,91
414.961.540,56
Buchwerte
Stand am 31.12.2022
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.642.944,48 8.633.994,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.125.460,43 12.925.562,17
3. Geleistete Anzahlungen 621.712,11 211.663,33
20.390.117,02 21.771.219,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 141.664.951,41 135.467.126,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 78.035.830,81 75.137.937,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.907.777,82 12.317.735,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.975.480,84 7.955.728,84
242.584.040,88 230.878.527,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23,49 31,74
2. Beteiligungen 9.238.835,68 1.629.675,34
3. Sonstige Beteiligungen 3.897,60 9.008,45
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 53.419,76 50.485,10
5. Sonstige Ausleihungen 3.975.995,69 7.139.493,63
13.272.172,22 8.828.694,26
276.246.330,12 261.478.441,41

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

TEUR 2022 Vorjahr
1. Periodenergebnis 45.478 61.196
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 33.265 31.174
3. + Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 3.450 15.520
4. + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1.394 5.228
5. - Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (57.462) (54.487)
6. + Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 16.478 18.085
7. + Konsolidierungskreis-/Wechselkursänderungen 3.653 13.439
8. + Zinsaufwendungen/Zinserträge (Saldo) 4.605 4.965
9. + Ertragsteueraufwand 17.908 18.211
10. - Ertragsteuerzahlungen (19.168) (19.509)
11. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 10) 49.603 93.825
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (658) (23)
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 278 1.334
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (33.094) (26.580)
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 3
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (10.613) (5.667)
17. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis und für sonstige Geschäftseinheiten (5.046) (1.700)
18. + Erhaltene Zinsen 1.449 627
19. Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 12 bis 18) (47.684) (32.005)
20. - Ein-/Auszahlungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens (Saldo) (2.713) (2.044)
21. - Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von (Finanz-) Krediten (21.933) (29.073)
22. - Gezahlte Zinsen (2.705) (745)
23. - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter (369) 0
24. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 20 bis 23) (27.720) (31.862)
25. -/+ Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 11, 19, 24) (25.800) 29.958
26. + Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.140 0
27. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 175.695 145.737
28. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 25 bis 27) 151.035 175.695

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2022



Anteilseigner des Mutterunternehmens
EUR Kapitalanteile der Kommanditisten Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Stand zum 1. Januar 2021 101.000,00 293.057.819,25 150.251,21 -9.122.196,69
Einlagen/Entnahmen
Konzernjahresüberschuss
Gutschrift Gesellschafterkonten
Übrige Veränderungen 23.104.028,39
Stand zum 31. Dezember 2021 101.000,00 293.057.819,25 150.251,21 13.981.831,70
Einlagen/Entnahmen
Konzernjahresüberschuss
Gutschrift Gesellschafterkonten
Übrige Veränderungen 5.262.735,92
Stand zum 31. Dezember 2022 101.000,00 293.057.819,25 150.251,21 19.244.567,62
Anteilseigner des Mutterunternehmens
EUR Konzernbilanzgewinn Summe
Stand zum 1. Januar 2021 121.402.324,88 405.589.198,65
Einlagen/Entnahmen 0,00
Konzernjahresüberschuss 60.910.090,86 60.910.090,86
Gutschrift Gesellschafterkonten -11.341.231,01 11.341.231,01
Übrige Veränderungen 23.104.028,39
Stand zum 31. Dezember 2021 170.971.184,73 478.262.086,89
Einlagen/Entnahmen 0,00
Konzernjahresüberschuss 45.259.382,82 45.259.382,82
Gutschrift Gesellschafterkonten -7.319.052,73 -7.319.052,73
Übrige Veränderungen 5.262.735,92
Stand zum 31. Dezember 2022 208.911.514,82 521.465.152,90
Nicht beherrschende Anteile
EUR vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
Stand zum 1. Januar 2021 2.298.194,22 -2.557,91 475.826,63
Einlagen/Entnahmen
Konzernjahresüberschuss 285.821,54
Gutschrift Gesellschafterkonten
Übrige Veränderungen -356.239,23 123.336,30
Stand zum 31. Dezember 2021 2.298.194,22 120.778,39 791.648,17
Einlagen/Entnahmen
Konzernjahresüberschuss 218.505,07
Gutschrift Gesellschafterkonten
Übrige Veränderungen -372.376,14 105.094,02
Stand zum 31. Dezember 2022 1.569.578,85 225.872,41 980.153,24
Nicht beherrschende Anteile
EUR Summe Konzerneigenkapital
Stand zum 1. Januar 2021 2.771.462,94 408.360.661,59
Einlagen/Entnahmen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 285.821,54 61.195.912,40
Gutschrift Gesellschafterkonten 0,00 -11.341.231,01
Übrige Veränderungen -232.902,93 22.871.125,46
Stand zum 31. Dezember 2021 2.824.381,55 481.086.468,44
Einlagen/Entnahmen 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 218.505,07 45.477.887,89
Gutschrift Gesellschafterkonten 0,00 -7.319.052,73
Übrige Veränderungen -267.282,12 4.995.453,80
Stand zum 31. Dezember 2022 2.775.604,50 524.240.757,40

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Klingenberg a. Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der WIKA Alexander Wiegand Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH & Co. KG, Klingenberg a. Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 24. April 2023

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer

Appel, Wirtschaftsprüfer

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