Thomas Loesche Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Vockerodt seit 30.11.2023 | Geschäftsführer |
Rüdiger Nikolaus Kleusch seit 27.7.2023 | Prokura |
Rüdiger Zerbe seit 27.7.2023 | Prokura |
Hubert Johann Wilhelm Benger seit 27.7.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GAF German Asset Finance GmbH (vormals: Kirchmann GmbH)DüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231. Grundlagen des Unternehmens und Rahmenbedingungen Grundlagen des Unternehmens Die GAF German Asset Finance GmbH (nachfolgend: GAF) ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der Loesche GmbH, Düsseldorf. Sie ist nicht über einen Ergebnisabführungsvertrag mit dieser verbunden und bildet mit dieser keine Organschaft. Die GAF wurde in 2012 als Vorratsgesellschaft gegründet und 2013 von der Loesche GmbH erworben. Die Gesellschaft erhielt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im August 2023 die Erlaubnis zum Betreiben des Factoring gem. § 1 Abs. 1a Nr. 9 KWG und des Finanzierungsleasinggeschäftes gem. § 1 Abs. 1a Nr. 10 KWG. Die GAF wird ihre aktive Geschäftstätigkeit im Laufe des Jahres 2024 mit ersten Vertragsabschlüssen aufnehmen. Die Gesellschaft bietet den Kunden der Loesche-Gruppe, deren Lieferanten und Dienstleistern sowie Unternehmen der Maschinen- und Anlagenbranche sowohl standardisierte als auch individuell konzipierte Finanzierungsmodelle an. Neben dem Factoring- und Leasinggeschäft betreibt GAF auch das Mietkaufgeschäft und in ausgewählten Fällen das Mietgeschäft. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 500 TEURO und ist vollständig eingezahlt. Daneben wurde die Gesellschaft mit Kapitalrücklagen von ca. 68 Mio. EURO ausgestattet, die vollständig eingezahlt bzw. durch Sacheinlagen erbracht wurden. Zum 31. Dezember 2023 werden die Gesellschaftsanteile ohne Veränderung zum Vorjahr zu 100% von der Loesche GmbH Düsseldorf gehalten. Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden nicht durchgeführt. Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen. Rahmenbedingungen • Gesamtwirtschaftliche Einordnung Das ökonomische Umfeld des Jahres 2023 war durch eine weltweite konjunkturelle Abkühlung geprägt. Ursache sind vor allem die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, welcher zunächst einen Energiepreisschock ausgelöst hat. Den daraufhin stark steigenden Inflationsraten wurde weltweit durch eine deutliche Steigerung der Leitzinsen entgegengetreten. Zur Senkung des Inflationsdrucks war ein Abkühlen der Konjunktur der gewünschte Effekt der geldpolitischen Maßnahmen. Trotz weiterer geopolitischer Krisenherde sank der Inflationsdruck zuletzt deutlich auf 2,9 Prozent zum Jahresende 2023 im Euroraum. In Anbetracht der ökonomischen Tragweite der geopolitischen Krisen, der Inflation und deutlichen Zinserhöhungen der Notenbanken, konnte die deutsche Volkswirtschaft im vergangenen Jahr nicht mehr wachsen. Insbesondere die Industrie leidet, da neben der schwachen weltweiten Nachfrage, der erhöhten Zinsen auch der Euro zinsbedingt schwach ist. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). (Quellen: BDL-RS 7-01-2024 vom 25. Januar 2024 / PM Statistisches Bundesamt Nr. 019 vom 15. Januar 2024) • Leasing- und Factoringmarkt Das im Jahr 2023 reduzierte Wachstum der Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland von etwa 0,7 Prozent strahlte auch auf die Leasing-Branche aus. Die Investitionen in Deutschland leiden unter den gegenwärtigen makroökonomischen Rahmenbedingungen. Bei den realen Bruttoanlageinvestitionen war im Jahr 2023 nochmals ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 0,7 Prozent zu verzeichnen. Damit liegen sie seit nunmehr drei Jahren um mehr oder weniger durchgehend gut 2,5 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die realen Ausrüstungsinvestitionen legten im Jahr 2023 um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Die Investitionen der Leasing-Wirtschaft werden besonders durch das Mobilien-Leasing geprägt. Dessen Volumen erhöhte sich im Jahr 2023 auf 73,60 Milliarden Euro (+26,3 Prozent). Dies lag vorrangig am Pkw-Geschäft, welches teilweise durch einen Sondereffekt beeinflusst wurde. Positiv war die Dynamik beim Mietkauf, wo das Volumen auf 11,39 Milliarden Euro anstieg (+8,4 Prozent). Die Leasing-Quote der Mobilien (26,7 Prozent) stieg im vergangenen Jahr spürbar an. Von überragender Bedeutung für die Leasing-Branche ist weiterhin der Bereich Pkw, der für mehr als die Hälfte des Anschaffungswerts der Leasing-Objekte steht. Am aktuellen Rand zeigt sich weiterhin eine positive Dynamik in der Objektgruppe Luft-, Schienen- und Wasserfahrzeuge und den Objektgruppen Fahrräder & E-Roller, Baumaschinen und Agrartechnik. Einen Rückgang des Leasing-Geschäfts gab es lediglich in der Objektgruppe Immaterielle Wirtschaftsgüter. Unter Berücksichtigung der Preissteigerungen war auch das Leasing-Geschäft mit Produktionsmaschinen rückläufig. (Quelle: IW Leasing-Marktbericht vom 01.03.2024) Die Factoring-Quote entwickelte sich trotz Branchenwachstum leicht rückläufig und beträgt im Jahr 2023 nun 9,3 Prozent. Mit dem erneuten Wachstum des Factoring-Umsatzes erweist sich die Branche gerade auch in schwierigen Zeiten als Stabilisator und zuverlässiger Partner im Finanzierungsmix der Unternehmen. Die Factoring-Branche hat nicht nur beim Umsatzvolumen eine weitere Bestmarke erreicht, sondern auch ihre Stabilisator-Funktion insbesondere auf dem deutschen Markt untermauert. Zurückzuführen ist das Umsatz-Wachstum der Factoring-Branche im Berichtsjahr hauptsächlich auf das nationale Factoring (plus 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Die generierten Umsätze im internationalen Factoring-Geschäft bleiben hingegen hinter den erreichten Zuwächsen der letzten Jahre (minus 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Im Export-Factoring konnte der Umsatz des Vorjahres mit 102,8 Mrd. Euro (plus 0,1 Prozent) bestätigt werden. Beim Import-Factoring-Volumen hingegen verzeichnete die Branche einen Rückgang von rund 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der Umsatz betrug im Berichtsjahr 5,8 Mrd. Euro. Nach wie vor dominieren die Schwerpunktbranchen "Handel, Handelsvermittlung" (Platz 1) und "Gesundheitswesen" (Platz 2), in 2023 stieg die Ernährungsbranche auf Platz 3 auf. (Quelle: DFV Factoringverband-Pressemitteilung vom 23.04.2024) 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Aufbaus der GAF Geschäftsverlauf Die Tätigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr war ausschließlich auf das Inland beschränkt und konzentrierte sich primär auf den Aufbau der Gesellschaft und Schaffung der Aufbau- und Ablauforganisation. Die GAF konnte gemeinsam mit den Vertriebsabteilungen der Loesche-Gruppengesellschaften erste interessierte Kunden ansprechen und Finanzierungsstrukturen für zukünftiges Neugeschäft entwickeln. Diese Geschäfte werden sich erst in 2024 und danach materialisieren. Auf die Darstellung von Kennzahlen des Neugeschäftes wird daher für dieses Geschäftsjahr verzichtet. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Die Gesellschaft war bis Mitte des Berichtsjahres eine Vorratsgesellschaft; die genannten Vorjahreswerte haben daher nur eine bedingte Aussagekraft. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug in 2023 TEURO -248 (Verlust), im Vorjahr TEURO 1 Gewinn. Der Jahresfehlbetrag (im Vj. Überschuss) beläuft sich auf TEURO -248 (Vorjahr TEURO 1). Die Entwicklung des Jahresergebnisses ist in den Vorlaufkosten der Aufnahme der Geschäftstätigkeit als Finanzdienstleistungsinstitut begründet. Die Ertragsseite wird von den Zinserträgen aus der Anlage freier Liquidität bestimmt. Das ausgewiesene Eigenkapital beträgt TEURO 68.229 (Vorjahr TEURO 32). Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich und lag zum Jahresende bei TEURO 68.532 (Vorjahr TEURO 32). Die Entwicklungen des Eigenkapitals und der Bilanzsumme sind durch die Stammkapitalerhöhung und die Zuführungen in die Kapitalrücklagen induziert. Die Eigenkapitalquote vor Ergebnisabführung oder -verrechnung beträgt unverändert zum Vorjahr ca. 99%; mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit wird diese auf ein signifikant niedrigeres Niveau durch Aufnahme von Fremdmitteln zur Refinanzierung des Aktivgeschäftes sinken. Die Vermögens-, Finanzlage und Ertragslage ist geordnet. Die laufenden Kosten des Geschäftsbetriebes werden über Eigenmittel und aus dem laufenden Cash Flow finanziert. Aufbau der GAF Ab Juli 2023 bereitete das Loesche-Projektteam den Start der neuen Gesellschaft vor. Mit Erhalt der Erlaubnis Ende August 2023 wurde der Aufbau der Gesellschaft mit der Schaffung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie des internen Kontrollsystems intensiviert. Allen Auflagen und Vorgaben der BaFin konnte vollumfänglich entsprochen werden, so auch der Stellung eines zweiten Geschäftsleiters. Die wesentlichen Gründungsarbeiten konnten im Geschäftsjahr abgeschlossen werden. Die GAF ist ordentliches Mitglied der Branchenverbände BDL Bundesverband Deutsche Leasing-Unternehmen und DFV Deutscher Factoring-Verband. 3. Risikobericht Aus dem Leasing- und Factoringgeschäft werden sich unterschiedliche Risiken ergeben, denen wir durch Prüfung, Begrenzung der Einzelrisiken und fortlaufende Überwachung Rechnung tragen werden. Die GAF hat im Geschäftsjahr begonnen, ein System zur Risikosteuerung und -kontrolle (Risikomanagement) zu implementieren, das ein Teil der Risikorichtlinien innerhalb des Organisationshandbuches der GAF ist. Die Richtlinie Risikosteuerung ist zusammen mit der Risikostrategie die zentrale Dokumentation der Vorgaben zum Risikomanagement. Dort werden die möglichen Risiken, denen die GAF ausgesetzt ist, beschrieben und die Risiken nach ihrer Bedeutung bewertet. Operationelle Risiken, Liquiditäts-, Adressausfall-, Korrespondenten- und Marktpreisrisiken werden für die beiden Geschäftszweige Leasing und Factoring in unterschiedlicher Ausprägung die wesentlichen Risiken sein. Operationelle Risiken wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht evident. Aufgrund der mit ca. 70 Mio. EURO soliden Eigenmittelausstattung zeichnete sich für das Geschäftsjahr kein Liquiditätsrisiko ab. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Gespräche mit Banken für die Einrichtung von Refinanzierungslinien aufgenommen, um in einem ersten Schritt neben der Nutzung der Kapitalrücklagen für Refinanzierungszwecke auch Lombardkredite für das Neugeschäft des Folgegeschäftsjahres 2024 nutzen zu können. Die Adressausfallrisiken setzen sich zusammen aus den Bonitätsrisiken der Leasingkunden, Factoring-Debitoren und den Veritätsrisiken der Anschlusskunden, d.h. den Risiken, nicht existente, nicht rechtswirksam eingegangene oder überhöhte Forderungen von z.T. betrügerischen Anschlusskunden anzukaufen. Das Forderungsausfallrisiko werden wir im Wesentlichen durch eine Warenkreditversicherung bei einer führenden Kreditversicherungsgesellschaft abdecken. In der Folge werden wir weitestgehend nur Forderungen erwerben, die durch die Kreditversicherung gedeckt sind. Veritätsrisiken entstehen durch fehlende oder eingeschränkte Rechtsbeständigkeit der von unseren Kunden erworbenen Forderungen sowie durch unterlassene Zahlungs- bzw. Scheckweiterleitung. Dem Risiko werden wir mit einem vertieften Neukundenaudit unter Berücksichtigung bonitätsbezogener Kriterien begegnen. Die weitere permanente Überwachung laufender Geschäftsbeziehungen anhand von Abschlüssen und unterjährigen Auswertungen, regelmäßigen Saldenbestätigungen und Außenprüfungen bei den Anschlusskunden wird eine weitere risikominierende Tätigkeit sein. Korrespondentenrisiken im Factoring werden wir dann konkret berücksichtigen, wenn wir das Exportfactoring aufnehmen sollten. Das Marktpreisrisiko umfasst das Währungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und im Leasinggeschäft das Restwertrisiko aus der Objektverwertung. Für den Fall des Abschlusses von Finanzierungsverträgen in Fremdwährung wird das Währungsrisiko hier durch laufzeitkongruente Refinanzierungen in der jeweiligen Fremdwährung sowie Termin- oder Swap-Geschäften zur Absicherung der Marge oder von Steueransprüchen in Fremdwährung minimiert. Wir erwarten für 2024 wieder sinkende Zinsen in allen Laufzeitbändern. Das Zinsänderungsrisiko wird durch die fristenkongruente Refinanzierung und durch die in den Vertragsklauseln verankerte Möglichkeit der Zinsanpassung vor Vertragsaktivierung minimiert. Das Restwertrisiko wird durch verschiedene Maßnahmen minimiert, wie z.B. entsprechend hohe Anzahlungen, Rückkaufvereinbarungen mit Herstellern oder Lieferanten, Besicherungen über Kautionen und vergleichbare Mittel. Die GAF steht als Finanzdienstleistungsinstitut unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank, Hauptverwaltung Düsseldorf, bzw. ab dem Folgejahr dem Kompetenzzentrum Finanzierungsleasing, Factoring und Kreditdienstleister der Deutschen Bundesbank, HV Rheinland-Pfalz/Saar. Sämtliche vorgeschriebene Anzeigepflichten, organisatorische Pflichten und gesetzliche Bestimmungen werden von der GAF im notwendigen Umfang rechtzeitig erfüllt. 4. Ausblick Im Gefolge der krisenbedingten Abschwächung im Jahr 2023 haben sich auch die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft für das Jahr 2024 eingetrübt. Im Jahr 2023 bremsten rückläufige Konsumausgaben das Wachstum der deutschen Wirtschaft. Im Jahr 2024 dürften eine sinkende Inflation und steigende Einkommen zu einer verhaltenen Erholung führen. Der Sachverständigenrat erwartet in seinem Jahresgutachten 2023/2024, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2024 um 0,7 % steigt. Für die Verbraucherpreisinflation prognostizierte er eine jahresdurchschnittliche Rate von 2,6 % für 2024. (Quelle: Jahresgutachten 2023/2024 aus Nov. 2023) Das Bundeswirtschaftsministerium revidierte im April 2024, mehrere Monate nach dem Sachverständigenrat, seine eigenen konjunkturellen Erwartungen für das laufende Jahr 2024 leicht nach oben, auf +0,3 %, und liegt damit noch signifikant unter den Erwartungen des Sachverständigenrates. Im weiteren Jahresverlauf sieht es jetzt Zeichen für eine leichte konjunkturelle Aufhellung und dafür, dass sich die Wirtschaft langsam aus der Schwächephase herausbewegt. (Quelle: PM BMWK vom 24.04.2024) Die IW-Verbandsumfrage lässt jedoch ein schwaches Investitionsjahr 2024 erwarten. Dies deckt sich auch mit den Einschätzungen der meisten Konjunkturprognosen für Deutschland. Etwa drei Viertel der Verbände geht von rückläufigen Investitionen aus, die insb. für das Leasinggeschäft mit Investitionsgütern das Risiko der Stagnation oder eines nur sehr geringen Wachstums bergen. (Quelle: IW Leasing-Marktbericht vom 01.03.2024) Die zukünftige Entwicklung auf internationaler Ebene hängt unter anderem von der Inflationsentwicklung und den außenpolitischen Besonderheiten ab, welche die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland aber auch weltweit beeinflussen. National bleibt abzuwarten, ob und wie die Themen unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Energiewende und ausufernde Bürokratie nachhaltig angegangen werden. Für 2024 sehen Experten eine weitere Zunahme an Unternehmensinsolvenzen voraus - ein Trend der sich bereits im ersten Quartal ganz deutlich im Vergleich zu den letzten Jahren bestätigt. Die Konjunkturerwartungen der Mitgliedsunternehmen des DFV - Deutsche Factoring-Verband - sind daher für 2024 eher zurückhaltend und werden mit einer durchschnittlichen Gesamtnote (in Schulnote) von 2,6 bewertet (Vorjahr 2,5). (Quelle: DFV-Pressemitteilung vom 23.04.2024) Wesentliche Risiken für das Geschäftsmodell der GAF erkennen wir aus dem zuvor beschriebenen generellen Ausblick zur Zeit nicht, außer den durch die aktuellen Krisenherde in der Ukraine und dem Nahen Osten induzierten potentiellen ökonomischen Friktionen. Die vorgenannten Faktoren erhöhen signifikant die Unsicherheit der volkswirtschaftlichen Prognosen und somit die Unternehmensplanungen unserer Gesellschaft. Unsere Gesellschaft strebt für das Jahr 2024 einen moderaten Aufbau des Leasing- und Factoring- Neugeschäftes mit einem unteren bis mittleren, zweistelligen Millionenbetrag im Rahmen unserer initialen Geschäftsplanung an. Daneben hat der weitere Ausbau und die Stabilisierung der neu etablierten Aufbau- und Ablauforganisation zusammen mit den Auslagerungsunternehmen Priorität. Für das Jahr 2024 erwarten wir ein positives Jahresergebnis auf niedrigem Niveau. 5. Nachtragsbericht Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Düsseldorf, 14. Mai 2024 Die Geschäftsführung Hubert W. Benger Oliver Vockerodt Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Registerinformationen zum Unternehmen
2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen Die Gesellschaft hat mit Bescheid vom 21. August 2023 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Erlaubnis erhalten, als Finanzdienstleistungen das Factoring (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG) und das Finanzierungsleasing (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG) zu erbringen. Daher ändern sich die Bilanzierungsmethoden gegenüber dem Vorjahr aufgrund § 340 (4) HGB. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 265, 268-274a, §§ 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252- 256a HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde darüber hinaus nach den besonderen Vorschriften der §§ 340 ff. HGB für Finanzdienstleistungsinstitute in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden daher gem. § 340a HGB abweichend von den o.g. Vorschriften für die Bilanz das Formblatt 1 RechKredV und die GuV das Formblatt 3 RechKredV Anwendung. Die Struktur wurde auf die Anforderungen einer Leasing- und Factoringgesellschaft hin angepasst. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegeben Größenkriterien um eine kleine Kapitalgesellschaft. Aufgrund von § 340a Abs. 1 HGB können keine größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch genommen werden. Deshalb wurden die für große Kapitalgesellschaften in Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Regelungen angewendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der vorgenannten Änderungen gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten. 3. Angaben zur Bilanz Umlaufvermögen Forderungen an Kreditinstitute Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen an Kunden Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Anlagevermögen Finanzanlagen Die Finanzanlagen in Schuldverschreibungen und AIF-Fondsanteilen - Wertpapiere des Anlagevermögens - sind zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sachanlagen Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag keine Investitionen in eigene Sachanlagen getätigt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in voller Höhe gegenüber dem Gesellschafter und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie resultieren aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. Rückstellungen Die Rückstellungen umfassen alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Rückzahlungsbzw. Erfüllungsbetrages bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Zum Bilanzstichtag bestand kein Anlass der Bildung sonstiger Rückstellungen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Die Einzahlungen und Sacheinlagen in die Kapitalrücklagen sind voll eingezahlt bzw. wurden vollständig erbracht. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Tätigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr war ausschließlich auf das Inland beschränkt. Zinsergebnis Die Zinserträge resultieren ausschließlich aus der Anlage freier Mittel in Form von Tages- oder Festgeldern bei Banken. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der sonstige betriebliche Aufwand beinhaltet im Wesentlichen die Rechts- und Steuerberatungskosten im Rahmen der Erlaubnisbeantragung als Finanzdienstleister, Kostenumlagen für Dienstleistungen der Konzerngesellschaften, Jahresabschlusskosten, Gebühren sowie Beratungshonorare. 5. Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:
Auf die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer wurde im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsorgan Die Gesellschaft hat keinen Aufsichtsrat oder Beirat, der als Aufsichtsgremium fungiert. Die Überwachung der Geschäftsführung obliegt gemäß § 46 Nr. 6 GmbHG der Ge-sellschafterversammlung, die insbesondere gemäß der Satzung der Gesellschaft zu bestimmten Entscheidungen der Geschäftsführung ihre Zustimmung erteilen muss. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft keine Mitarbeiter (Vorjahr: 0). Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt EUR 12.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00 - im Vorjahr bestand keine Prüfungspflicht). Konzernzugehörigkeit Der Abschluss der GAF German Asset Finance GmbH GmbH wird in den Konzernabschluss der Loesche GmbH, Düsseldorf, einbezogen. Nachtragsbericht Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Düsseldorf, 14. Mai 2024 Die Geschäftsführung Hubert W. Benger Oliver Vockerodt Anlagenspiegel
III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Wir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der GAF German Asset Finance GmbH, Düsseldorf in der Fassung der Anlagen 1 bis 4 den folgenden unter dem 17. Mai 2024 unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GAF German Asset Finance GmbH, Düsseldorf: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GAF German Asset Finance GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - und den Lagebericht geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen, deren Art und Umfang im Einklang mit den gesetzlichen und berufsständischen Anforderungen stehen, kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Bilanzposten ordnungsgemäß bewertet, insbesondere die Rückstellungen angemessen sind und dass die Anzeigevorschriften beachtet wurden. Unseres Erachtens erfüllen die Geschäftsführer die Anforderungen gemäß § 25c KWG. Die Strukturen der Gesellschaft ermöglichen es der Geschäftsleitung, die ihr zugedachten Aufgaben ordnungsgemäß wahrzunehmen. Wesentliche Beanstandungen im Zusammenhang mit Berichtsinhalten, die über die nach § 321 Abs. 1 S. 3 HGB vorgeschriebenen Berichtsinhalte hinausgehen, haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben. Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt III. unter "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.
Düsseldorf, den 17. Mai 2024 FRTG
AG
Wolfgang Hohl, Wirtschaftsprüfer Dirk Rohde, Wirtschaftsprüfer
Protokoll einer Gesellschafterversammlung der GAF German Asset Finance GmbH, DüsseldorfAlleinige Gesellschafterin der GAF German Asset Finance GmbH, Düsseldorf, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 68366, ist die Loesche GmbH, Düsseldorf. Die Geschäftsführung der GAF German Asset Finance GmbH hat der Gesellschafterin den Abschlussprüfungsbericht der FRTG AG, Düsseldorf, vom 17. Mai 2024 vorgelegt. Der Abschlussprüfungsbericht enthält den festzustellenden Jahresabschluss in Anlagen 1 bis 3 und schliesst mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers. Der Bericht ist diesem Protokoll beigefügt. Unter Verzicht auf die Einhaltung aller Form- und Fristvorschriften für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung treten die Unterzeichnenden zu einer Gesellschafterversammlung der GAF German Asset Finance GmbH, Düsseldorf zusammen und beschließen wie folgt:
Damit ist die Gesellschafterversammlung beendet.
Düsseldorf, den 05.06.2024 Loesche GmbH Dr. Thomas Loesche Rüdiger Zerbe Anlage: Abschlussprüfungsbericht der FRTG AG, Düsseldorf, vom 17. Mai 2024 |
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