Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 5597
Eingetragen
7.8.1981
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Personenkraftwagen und PersonenkraftwagenmotorenHerstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern
Gegenstand
Betrieb einer Manufaktur für Hochleistungsfahrzeuge, Bau von RUF-Neufahrzeugen ab der Rohkarosserie, Umbau, Leistungssteigerung, Veredelung von Fahrzeugen und Motorenbau; weiter Restauration von Oldtimern sowie Service, Reparatur und Unfallinstandsetzung von Sportwagen und anderen Fahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Estonia Ines Ruf
seit 13.4.2021
Geschäftsführer
Alois Ruf
seit 20.5.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
27.730 €
88.91%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ruf Automobile GmbH

Pfaffenhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.353.813,18 4.424.063,05
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 165.348,00 251.333,00
3.519.161,18 4.675.396,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 219.318,00 234.185,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.608.595,00 1.231.757,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.134.853,00 932.764,00
2.962.766,00 2.398.706,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.564,59 38.564,59
Summe Anlagevermögen 6.520.491,77 7.112.666,64
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.814.409,90 5.083.581,21
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 7.261.426,42 5.138.599,29
3. fertige Erzeugnisse und Waren 3.453.898,33 2.194.703,25
4. geleistete Anzahlungen 272.368,78 142.712,47
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.908.406,55- 5.626.599,48-
13.893.696,88 6.932.996,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.041.964,45 1.920.610,73
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.689,81 5.186,43
3. Forderungen gegen Gesellschafter 630.128,52 622.964,43
4. sonstige Vermögensgegenstände 3.103.465,43 2.478.427,40
4.782.248,21 5.027.188,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.613.806,44 5.488.236,88
Summe Umlaufvermögen 23.289.751,53 17.448.422,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.941,18 16.335,41
29.827.184,48 24.577.424,66

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 31.190,00 31.190,00
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Gewinnvortrag 4.993.475,99 1.444.278,99
IV. Jahresüberschuss 3.752.915,04 3.549.197,00
Summe Eigenkapital 11.777.581,03 8.024.665,99
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 212.255,00 222.410,00
2. Steuerrückstellungen 2.164.194,26 669.725,00
3. sonstige Rückstellungen 1.349.986,96 1.204.831,45
3.726.436,22 2.096.966,45
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62.280,55 87.190,52
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.898.017,12 9.766.321,11
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 599.845,75 1.882.841,36
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 603.831,22 397.597,41
5. sonstige Verbindlichkeiten 265.861,93 1.144.636,20
13.429.836,57 13.278.586,60
D. Rechnungsabgrenzungsposten 12.007,35 11.520,38
E. Passive latente Steuern 881.323,31 1.165.685,24
29.827.184,48 24.577.424,66

6. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir am 06. Februar 2025 dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss der Ruf Automobile GmbH, Pfaffenhausen, zum 31. Dezember 2023 und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ruf Automobile GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss Ruf Automobile GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht Ruf Automobile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gestzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt , um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gestzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gestzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gestzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

München, den 06.02.2025

VEDA WP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Roland Weigl, Wirtschaftsprüfer

Anhang zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Ruf Automobile GmbH hat ihren Sitz in Pfaffenhausen.

Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Memmingen unter der Nummer HRB 5597 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 - 256a und 264 - 288 HGB) in der Fassung des Bilanzrechtmodernisierungsgesetzes (BilMoG), zuletzt geändert durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG), und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft unterliegt den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 i.V.m. § 267 Abs. 4 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Von den Erleichterungsvorschriften der §§ 276, 286 und 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen beibehalten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden soweit sie selbst geschaffen sind mit den Herstellungskosten und soweit sie entgeltlich erworben sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Die Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs.8 Satz 1 HGB wurde berücksichtigt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten ggf. vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear nach den üblichen Nutzungsdauern der Anlagegüter.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden analog der steuerlichen Vorschriften auf fünf Jahre abgeschrieben.

Soweit zum Bilanzsichtag eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwendbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Die Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Einzelrisiken sind erforderlichenfalls durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten ausgewiesen. Fremdwährungsguthaben werden mit dem Devisenkassa-Mittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlußstichtag entstandenen und bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die Dotierung erfolgte mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzins abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Der sich aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes ergebende Aufwand wird im Personalaufwand und somit im operativen Ergebnis erfasst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassa-Mittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Im Jahresabschluss wurden passive latente Steuern aus der Aktivierung von Entwicklungskosten mit aktiven latenten Steuern, welche aus Verlustvorträgen resultieren, verrechnet.

Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden vor Saldierung für einzelne Bilanzpositionen.

Stand 01.01.2023 Veränderung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR
Aktive latente Steuern 15.493,91 -1.306,81 14.187,10
Passive latente Steuern 1.181.179,15 -285.668,74 895.510,41

Die Steuerquote beträgt 26,675%. Die latenten Steuern wurden miteinander saldiert.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten aktivierte Aufwendungen, die im Rahmen der Entwicklung neuer Produkte angefallen sind. Die Gesamtaufwendungen der Forschungs- und Entwicklungskosten im Geschäftsjahr betragen TEUR 686 und davon wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 290 im Geschäftsjahr aktiviert. Die Aktivierungsquote der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt demnach 63%. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr i.H.v. TEUR 1.360 vorgenommen.

Der Restbuchwert der aktivierten Entwicklungskosten i.H.v. TEUR 3.354 unterliegt zum Bilanzstichtag der Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.

Die Entwicklung der Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist in dem beigefügten Bruttoanlagenspiegel dargestellt. Bei den technischen Anlagen erfolgten in 2023 keine außerplanmäßige Abschreibungen.

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023 - Handelsrecht

Ruf Automobile GmbH

Pfaffenhausen

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.634.063,05 289.750,13 6.923.813,18
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 392.527,00 392.527,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.026.590,05 7.316.340,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 363.767,94 363.767,94
2. technische Anlagen und Maschinen 5.056.892,42 690.409,45 5.747.301,87
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.310.068,08 315.821,38 1.625.889,46
Sachanlagen 6.730.728,44 1.006.230,83 7.736.959,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.564,59 38.564,59
Finanzanlagen 38.564,59 38.564,59
13.795.883,08 1.006.230,83 15.091.864,04
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.210.000,00 1.360.000,00 3.570.000,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 141.194,00 85.985,00 227.179,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.351.194,00 1.445.985,00 3.797.179,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 129.582,94 14.867,00 144.449,94
2. technische Anlagen und Maschinen 3.825.135,42 313.571,45 4.138.706,87
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 377.304,08 113.732,38 491.036,46
Sachanlagen 4.332.022,44 442.170,83 4.774.193,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
Finanzanlagen
6.683.216,44 1.888.155,83 8.571.372,27
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.353.813,18
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 165.348,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.519.161.18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 219.318,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.608.595,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.134.853,00
Sachanlagen 2.962.766,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 38.564,59
Finanzanlagen 38.564,59
6.520.491,77

Anteile an verbundenen Unternehmen werden wie folgt gehalten:

Anteil am Kapital Eigenkapital zum 31.12.2023 Ergebnis 2023
in % in EUR in EUR
Ruf Service Zentrum GmbH, Pfaffenhausen 100,0 435.762,44 28.768,63
Ruf Vertriebs GmbH, Pfaffenhausen 50,0 115.092,72 -11.280,21

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden, soweit diese Vorräte betreffen, offen zu TEUR 3.908 (Vj. TEUR 5.627) von diesen abgesetzt. Im Berichtsjahr wurde der nicht offen absetzbare Teil der erhaltenen Anzahlungen zu TEUR 11.898 (Vj. TEUR 9.766) als Verbindlichkeit ausgewiesen.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1.201,8 (Vj. TEUR 601,4) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Pensionsrückstellungen werden für das Geschäftsjahr 2023 nach der PUC-Methode berechnet. Bei der Bewertung wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,82% p.a. angesetzt.

Dabei wurden kein Gehaltssteigerungstrend und kein Rentensteigerungstrend berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit Hilfe der neuen "Richttafel 2018 G" von Klaus Heubeck.

Bei Anwendung des durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen sieben Jahre von 1,74% hätte die Pensionsrückstellung einen um TEUR 1 höheren Rückstellungsbedarf ergeben. In Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB ist dieser Unterschiedsbetrag als ausschüttungsgesperrt zu betrachten.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen mit TEUR 571 (Vj. TEUR 478) auf Urlaubsansprüche und mit TEUR 725 (Vj. TEUR 673) auf Gewährleistungsverpflichtungen

Über die Restlaufzeiten gibt folgender Verbindlichkeitsspiegel Aufschluss:

Art Bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31 TEUR 31 TEUR 0 TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 TEUR 11.898 TEUR 0 TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 600 TEUR 0 TEUR 0 TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 604 TEUR 0 TEUR 0 TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten 266 TEUR 0 TEUR 0 TEUR
Gesamt 1.501 TEUR (Vj. 3.454 TEUR) 11.898 TEUR (Vj. 9.822 TEUR) 0 TEUR (Vj. 0 TEUR)

Bei den kurzfristigen Bankverbindlichkeiten ist trotz der Laufzeit aufgrund regelmäßiger Darlehensprolongationen davon auszugehen, dass sie dem Unternehmen längerfristig zur Verfügung stehen. Ein Teilbetrag von TEUR 105 wurden durch Sicherungsübereignungen der Photovoltaik-Anlage und einer Zession der Einspeisevergütung abgegeben.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhalten gegenüber des Gesellschafterin Ruf Beteiligungs GmbH Forderungen i.H.v. EUR 6.689,81 (Vj. EUR 5.186,43).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten gegenüber der Gesellschafterin Ruf Beteiligungs GmbH Verbindlichkeiten i.H.v. EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern i.H.v. EUR 68.982,28 (Vj. EUR 62.095,52) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit i.H.v TEUR 752,39 (Vj. TEUR 1.321,07).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00) Erträge aus Währungsumrechnung enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind EUR 32,22 (Vj. 751,49) Aufwendungen aus Währungsumrechnung enthalten.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten solche für Altersversorgung i.H.v. EUR -229,91 (Vj. EUR -1.168,37).

Die Zinserträge beinhalten EUR 27,78 (Vj. EUR 17,79) an verbundenen Unternehmen.

Die Zinsaufwendungen beinhalten EUR 1.539,90 (Vj. EUR 1.298,60) aus verbundenen Unternehmen.

In den Zinsaufwendungen sind EUR 3.723,00 (Vj. EUR 4.054,00) aus der Abzinsung enthalten.

4. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus bestehenden Pacht-, Miet- und Leasingverträgen hat die Gesellschaft finanzielle Verpflichtungen i.H.v. TEUR 1.654, davon bis zu einem Jahr i.H.v. TEUR 340.

Ausschüttungssperre

Der Unterschiedsbetrag aus der Anpassung des Zinssatzes der Bewertung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.308 ist ausschüttungsgesperrt (§253 Abs. 6 HGB).

Es besteht außerdem eine Ausschüttungssperre aufgrund von aktivierten selbst geschaffenen immaterillen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 2.460.183,51.

Die Ausschüttungssperre beträgt somit insgesamt EUR 2.460.491,51

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden neben den Geschäftsführern durchschnittlich 75 (Vorjahr 75) Mitarbeiter beschäftigt, davon waren durchschnittlich 12 (Vj. 10) zu ihrer Ausbildung und 5 (Vj. 5) Aushilfen beschäftigt. Damit ergibt sich eine Arbeitnehmerzahl i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB von 64 (Vj. 65).

Geschäftsführung

Herr Alois Ruf, KfZ-Meister, Pfaffenhausen

Frau Estonia Ines Ruf, Pfaffenhausen

Von der Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4 HGB hinsichtlich der Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird Gebrauch gemacht

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten gewesen wäre, haben sich nicht ereignet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Pfaffenhausen, den 21. September 2024

Alois Ruf

Estonia Ruf

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Inhaltsverzeichnis

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

a. Beschreibung des Unternehmens

b. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

c. Umsatz- und Auftragsentwicklung verbunden mit wichtigen Vorgängen des Geschäftsjahres

B. Darstellung der Lage

a. Vermögenslage

b. Finanzlage

c. Ertragslage

C. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

a. Chancen

b. Risiken

D. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

a. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Insgesamt betrachtet konnte der internationale Pkw-Weltmarkt im Jahre 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnen, auch wenn der Markt durch eine gedämpfte gesamtwirtschaftliche Nachfrage und einem verhaltenen Wirtschaftswachstum beeinflusst wurde.

Die Neuzulassungen in Europa, sowie der Absatz in den USA nahmen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu (14% bzw. 12%). China konnte ebenfalls erneut ein deutliches Wachstum vermelden, hier erhöhte sich die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 11%.

b. Beschreibung des Unternehmens

Der Name RUF steht seit mehr als 80 Jahren für Kompetenz im Umgang mit dem Automobil und seit nun mehr als 50 Jahren als renommierte Manufaktur für Hochleistungsfahrzeuge.

Weitere Kernbereiche des Unternehmens sind Umbauten, Leistungssteigerungen, sowie Veredelungen von Porsche Fahrzeugen, aber auch deren originalgetreue Restaurierung. Nicht zuletzt werden auch fachgerechte Reparaturen und Wartungen an RUF- und Porsche Fahrzeugen durchgeführt.

Mit einer nach wie vor hohen Exportquote spielen die Auslandsmärkte für die Ruf Automobile GmbH eine bedeutende Rolle.

c. Umsatz- und Auftragsentwicklung verbunden mit wichtigen Vorgängen des Geschäftsjahres

Trotz leicht gesunkenen Umsätzen im Bereich der Restaurierungen, sowie im Teilevertrieb, konnte das Ergebnis auf gleichem Niveau wie im Vorjahr gehalten werden, da die Umsätze im Gebrauchtfahrzeughandel und bei den Serviceleistungen stiegen. Nach wie vor ist die Auftragslage der Neufahrzeuge sehr gut.

Außerdem sind die Bestände der fertigen und unfertigen Erzeugnisse deutlich um TEUR 3.382 gestiegen, wodurch sich die Gesamtleistung ebenfalls erhöhte.

B. Darstellung der Lage

a. Vermögenslage

Das Anlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 592, weitestgehend hervorgerufen durch die Abschreibung der Entwicklungskosten des CTR Anniversary (CTR 4).

Im Umlaufvermögen erhöhten sich die fertigen Erzeugnisse um TEUR 1.259. Die erhaltenen Anzahlungen im Umlaufvermögen reduzierten sich um TEUR 1.718, die offen abgesetzt werden konnten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich leicht um TEUR 245.

b. Finanzlage

Das Eigenkapital des Unternehmens erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.753. Die Eigenkapitalquote lag bei 39,49% der Bilanzsumme (VJ 32,65%), während die Fremdkapitalquote 60,51 % betrug. Die Geschäftsleitung plant die Eigenkapitalquote weiter zu erhöhen.

Die Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 1.629.

Die Verbindlichkeiten insgesamt blieben nahezu unverändert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um TEUR 25, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöhten sich um TEUR 2.132, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um TEUR 1.283 und die sonstigen Verbindlichkeiten sanken ebenfalls um TEUR 879. Die Zins- und Tilgungsverpflichtungen wurden vertragsgemäß erfüllt. Obwohl die Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 31 eine Laufzeit von unter einem Jahr aufweisen, ist aufgrund der laufenden Prolongationen gesichert, dass diese der Gesellschaft auch langfristig zur Verfügung stehen.

Die Liquiditätslage des Unternehmens war im Berichtsjahr sehr gut. Die Kreditlinien waren ausreichend. Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.

c. Ertragslage

Trotz erhöhten Personalaufwendungen (TEUR 602), deutlich erhöhten Materialaufwendungen (TEUR 6.670) und erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 453) konnte durch die gesteigerte Gesamtleistung ein um TEUR 204 höherer Jahresüberschuss von TEUR 3.753 erwirtschaftet werden. Die Materialaufwandsquote - bezogen auf die Umsatzerlöse - stieg auf 68,45 % (VJ 58,4%).

C. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

a. Chancen

2023 wurde weiterhin mit dem Bau und der Auslieferung der bestellten Fahrzeuge fortgefahren. Die Produktion und Auslieferung erfolgte plangemäß, auch wenn im Einzelfall aufgrund geringerer Verfügbarkeit und Lieferengpässen bei einzelnen Lieferanten Verzögerungen nicht vermieden werden konnten.

Das Porsche Service Zentrum, eine 100-%-ige Tochter der Ruf Automobile GmbH, hat sich im Jahre 2023 zufriedenstellend entwickelt. Zwar stiegen die Personalaufwendungen und der Materialeinsatz, trotzdem konnte das Ergebnis dank ebenfalls gestiegener Umsatzerlöse nahezu verdoppelt werden. Auch weiterhin findet es große Nachfrage bei Bestands- aber auch Neukunden, sodass das Unternehmen stets voll ausgelastet ist.

Die Finanzierungsstruktur wird auch im laufenden Geschäftsjahr fortgeführt.

b. Risiken

Risikofrüherkennung ist für das Unternehmen von großer Bedeutung, da für die Ruf Automobile GmbH das Risikomanagement ein entscheidender Erfolgsfaktor ist, bei dem Risiken auf allen Unternehmensebenen identifiziert und Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden. Entsprechend dem Risikoprofil setzen wir dabei unterschiedliche Instrumente ein, die stetig weiterentwickelt werden.

Nachfolgend ein Überblick über das Risikomanagementsystem und die als wesentlich eingestuften Risiken:

Forschungs- und Entwicklungsrisiken

Es besteht durch unvorhergesehene technische Probleme, unerwartete Herstellungsengpässe bei Lieferanten und unerwartete extreme Preiserhöhungen in der Entwicklung der neuen Projekte die Gefahr, dass ursprünglich kalkulierte Kosten überschritten werden oder Entwicklungsziele nicht zu den festgelegten Zeitpunkten erreicht werden können.

Liquiditätsrisiko

Die unter Forschungs- und Entwicklungsrisiken genannten Risiken können auch zu Liquiditätsengpässen führen, wenn beispielsweise durch Verzögerung der Fertigstellung erwartete Liquidität erst wesentlich später als geplant eingeht.

Personal

Im Personalbereich bestehen Risiken, die sich grundsätzlich aus Fachkräfte- und Nachwuchsmangel, Fluktuation, Qualifikation und/oder Motivation ergeben können. Diesen Anforderungen begegnen wir mit entsprechenden Maßnahmen in der Werbung und im Unternehmensauftritt der RUF Automobile GmbH als Arbeitgeber sowie in der Personalentwicklung.

Unser Ziel ist die Rekrutierung des für die Unternehmensentwicklung notwendigen Fachpersonals sowie dessen langfristige Bindung an das Unternehmen. Es wird daher besonderen Wert auf die Ausbildung gelegt. Im Jahre 2023 wurden in verschiedenen Ausbildungsberufen insgesamt 12 Auszubildende beschäftigt, im Jahre 2024 stiegt die Anzahl auf 14.

Besondere Risiken im Bereich der Personalbeschaffung und -entwicklung sind für die Gesellschaft derzeit nicht erkennbar.

Forderungsausfallrisiken

Forderungsausfälle stellen grundsätzlich ein latentes Risiko dar, welche einer ständigen Überwachung und Analyse bedürfen. Des Weiteren ist festzuhalten, dass der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens nicht von einigen wenigen Kunden abhängt, vielmehr verfügt die Gesellschaft über eine Vielzahl sehr bedeutender Kunden, so dass in der Gesamtschau betrachtet das Forderungsausfallrisiko begrenzt ist.

Materialbeschaffung und Zulieferer

Trotz langjähriger Zusammenarbeit mit wichtigen Zulieferfirma und die erforderlichen und erfolgten vertraglichen Bindungen, können gegenwärtigen Risiken bei der Materialbeschaffung und der Beschaffung von für die Produktion erforderlichen Komponenten, nicht ausgeschlossen werden.

Die Gesellschaft hat ihr Augenmerk daraufgelegt, dass erforderliche Verträge rechtzeitig und mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf geschlossen werden um die für die Produktion erforderlichen Waren vorrätig zu haben.

Trotz dieser sehr antizipativen Planung zur Material- und Komponentenbeschaffung kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch zeitliche Verzögerung der Bereitstellung von Material Risiken für die Gesellschaft entstehen können.

Neben den dargestellten Risiken bestehen aus heutigem Wissensstand keine Risiken mit bestandsgefährdendem Charakter.

D. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

Gesamtausblick (Voraussichtliche Entwicklung nach § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB)

Trotz konsequenter Fortführung von Abschreibungen des Anlagevermögens der dort aktivierten Anschaffungs- und Herstellkosten und weitere Forschungs- und Entwicklungskosten für verschiedene Projekte soll die bisherige Gesamtleistung beibehalten werden. Die Kostenstruktur der kommenden Geschäftsjahre soll dabei im Wesentlichen unverändert bleiben, wodurch sich ein etwa höherer Jahresüberschuss für 2024 ergeben wird.

Bei einem überdurchschnittlich hohen Auftragsbestand sind eine ausreichende Auftragsreichweite und somit der Fortbestand der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 gewährleistet.

Durch die bestehenden und in Angriff genommenen Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden weiterhin genügend Kunden begeistert werden können, um den Fortbestand des Unternehmens zu garantieren.

Betreffend der Aktivierungsquote der Forschungs- und Entwicklungskosten wird auf den Anhang verwiesen.

Vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine besonderen Geschäftsvorfälle eingetreten.

 

Pfaffenhausen, den 21. September 2024

Alois Ruf, Geschäftsführer

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 14.574.935,53 13.033.237,27
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.862.627,03- 3.329.879,86-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 686.476,04- 617.112,24-
4.549.103,07- 3.946.992,10-
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.888.155,83- 1.669.130,57-
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.052.363,67- 2.602.538,54
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.543,54 21.029,04
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.493,66- 12.702,26-
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.371.427,15- 1.269.539,98-
8. Ergebnis nach Steuern 3.758.935,69 3.553.403,36
9. sonstige Steuern 6.020,65- 4.206,36-
10. Jahresüberschuss 3.752.915,04 3.549.197,00

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