Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 20771
Vorher
Agrartechnik Vertrieb GmbH
Eingetragen
28.1.2009
Branche
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenVermietung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Handel mit Landmaschinen, Landgeräten, Kommunal- und Gartenmaschinen sowie Ersatzteilen und Zubehör; Handel mit gebrauchten Landmaschinen, Landgeräten, Kommunal- und Gartenmaschinen sowie Zubehör und Geräten; Vermietung von Maschinen; Durchführung von Inspektionen und Reparaturen an neuen und gebrauchten Land-, Kommunal- und Gartenmaschinen, Fahrzeugen und Geräten; Führung von Handelsvertretungen und Depots für Hersteller von Fahrzeugen, Landmaschinen und Geräten, Kommunal- und Gartenmaschinen sowie Ersatzteilen und Zubehör

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Thannbichler
seit 10.4.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
90.00%
Claas Vertriebsgesellschaft mbH
10.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
630.000 €
90.00%
Claas Vertriebsgesellschaft mbH
Germany
70.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CLAAS Südostbayern GmbH

Töging a. Inn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 330,00
0,00 330,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 26,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 74.262,00 120.055,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 191.658,00 194.419,00
265.920,00 314.500,00
265.920,00 314.830,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.978,93 26.649,60
2. Unfertige Leistungen 678.564,19 717.837,20
3. Waren 30.902.143,20 20.741.912,66
4. Geleistete Anzahlungen 1.462.152,57 8.285.397,28
33.061.838,89 29.771.796,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.336.509,66 4.646.245,60
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 376.676,80 31.513,74
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 324.024,38 408.499,63
4. Sonstige Vermögensgegenstände 98.009,36 110.397,83
6.135.220,20 5.196.656,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 19.731,48 3.579.939,03
39.216.790,57 38.548.392,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.994,36 16.917,24
Summe Aktiva 39.494.704,93 38.880.139,81

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 700.000,00 700.000,00
II. Kapitalrücklage 3.800.000,00 3.800.000,00
III. Verlustvortrag -3.579.913,28 -4.986.178,53
IV. Jahresüberschuss 1.648.407,07 1.406.265,25
2.568.493,79 920.086,72
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 150.333,27 78.536,68
2. Sonstige Rückstellungen 1.945.942,05 1.603.667,53
2.096.275,32 1.682.204,21
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 152.006,82 68,52
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.642.310,59 7.537.556,47
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.860.935,04 1.793.174,42
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.972.225,07 17.695.516,59
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.995.960,47 7.028.086,22
6. Sonstige Verbindlichkeiten 596.539,37 1.716.578,07
- davon aus Steuern EUR 267.216,49 (Vj. EUR 677.126,17)
34.219.977,36 35.770.980,29
D. Rechnungsabgrenzungsposten 609.958,46 506.868,59
Summe Passiva 39.494.704,93 38.880.139,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 85.194.953,14 77.399.779,11
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -39.273,01 185.998,29
3. Sonstige betriebliche Erträge 659.173,89 607.154,77
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -72.273.119,93 -65.704.628,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -425.455,47 -344.674,20
5. Personalaufwand: -72.698.575,40 -66.049.303,06
a) Löhne und Gehälter -5.436.548,55 -5.417.562,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.177.990,44 -1.128.393,25
- davon für Altersversorgung EUR 0,00 (Vj. EUR 5.524,53)
-6.614.538,99 -6.545.955,32
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -121.399,53 -134.566,92
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.885.390,31 -3.665.571,56
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.656,89 4.038,28
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -730.006,88 -301.190,33
- davon an verbundene Unternehmen EUR 725.964,25 (Vj. EUR 260.833,75)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -107.586,63 -65.089,06
11. Ergebnis nach Steuern 1.681.013,17 1.435.294,20
12. Sonstige Steuern -32.606,10 -29.028,95
13. Jahresüberschuss 1.648.407,07 1.406.265,25

Anhang des Geschäftsjahres 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die CLAAS Südostbayern GmbH mit Sitz in Töging a. Inn ist beim Amtsgericht Traunstein unter HRB 20771 im Handelsregister eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen der §§ 264 ff HGB und der Vorschriften des Gesetzes der Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erfolgt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Eine Anzahl Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden von der Bilanzposition "Technischen Anlagen und Maschinen" in die Bilanzposition "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" umgegliedert. Auswirkungen auf die Höhe der Buchwerte hatten die Umgliederungen nicht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Es wird ausschließlich linear abgeschrieben, wobei die Abschreibungen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt worden sind. Selbstständig nutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten von mehr als EUR 250 werden aktiviert und über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von weniger als EUR 250 werden sofort abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten der Ersatzteile wird das vereinfachte Bewertungsverfahren der Bewertung mit dem Durchschnittspreis angewandt. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Eine Einbeziehung von Verwaltungskosten und Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten erfolgt nicht.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nominalwert (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Den Risiken im Forderungsbestand wird durch Einzelwertberichtigungen sowie durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Nettoforderungen Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält die Auszahlungen des Geschäftsjahres, die Aufwendungen für die Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Schulden und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nominalwert (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einzahlungen des Geschäftsjahres, die zu Erträgen in der Zeit nach dem Bilanzstichtag führen.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

In der Position Waren sind die Nettobestände der Maschinen und Ersatzteile aktiviert. Unter den unfertigen Leistungen sind noch abzurechnende Serviceleistungen und noch nicht komplettierte Maschinen aktiviert. TEUR 1.462 der geleisteten Anzahlungen (gesamt TEUR 1.740 Nominalwert) sind an einen Gesellschafter im Beteiligungsverhältnis geleistet worden.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 377; i. VJ TEUR 32) und die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 324; i. VJ TEUR 408), sind solche aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Im Gesamten betrifft die Höhe von Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 475 (i. VJ. TEUR 418).

Unter den flüssigen Mitteln sind die Kassenbestände und Bankguthaben erfasst.

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen; es wird das Wahlrecht nach § 274 HGB ausgeübt. Somit wird der Überhang der aktiven, über die passiven latenten Steuern, nicht ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Verlustvorträgen sowie temporären Differenzen im Bereich der Personalrückstellungen. Es wäre ein Steuersatz von 27,41 % anzuwenden gewesen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Beträge für Personal (TEUR 1.142), sowie für ausstehende Rechnungen und Projektkosten (TEUR 487), drohende Verluste sowie Garantien (TEUR 218) und Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 50).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Darlehensgewährung (TEUR 17.941; VJ TEUR 17.588) und dem Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 32; VJ TEUR 107).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 9.996; i. VJ TEUR 7.028).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben insgesamt TEUR 27.937 (i. VJ. TEUR 24.674) betragen. TEUR 17.941 (i. VJ. TEUR 17.646) sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind wie im Vorjahr in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber einem Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (in Klammern die Vorjahresangaben) und sind wie folgt gesichert:

in TEUR RLZ RLZ
Bilanzposten < 1 J. 1 - 5 J. Gesamt Sicherheiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 152 0 152 Sicherungsübereignungen
(0) (0) (0)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.642 3.642
(7.538) (7.38)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 1.861 1.861 Eigentumsvorbehalte
Leistungen (1.793) (1.793)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 17.972 17.972
Unternehmen (17.696) (17.696)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit 9.996 9.996 Eigentumsvorbehalte
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (7.028) (7.028)
Sonstige Verbindlichkeiten 597 597
(1.716) (1.716)
Summe Verbindlichkeiten 34.220 0 34.220
(35.771) (0) (35.771)

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden durch Kunden vorausbezahlte Leistungen passiviert, die nach dem Stichtag zu erfüllen sind.

Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen werden wie folgt fällig:

TEUR (i. VJ)
- bis zu einem Jahr 1.152 (1.054)
- zwischen einem und fünf Jahren 2.696 (2.374)
- mehr als fünf Jahren 1.307 (1.210)
Summe 5.155 (4.638)
Davon an Beteiligungsunternehmen 408

Sonstige Haftungsverhältnisse zum 31. Dezember 2023 bestehen nicht.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden im Bereich des Landtechnikhandels mit TEUR 82.612, der Landtechnikvermietung mit 386 TEUR, der Servicedienstleistungen mit TEUR 1.939 und übriger Dienstleistungen mit TEUR 258 erzielt. Auf Umsätze an Kunden im Inland entfällt ein Anteil von TEUR 77.676; im Umfang von TEUR 7.519 wurden Umsätze mit ausländischen Kunden, davon TEUR 5.912 aus Ländern der EU generiert.

In dem Posten sonstige betriebliche Erträge sind im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen, und des geldwerten Vorteils aus der PKW-Nutzung (249 TEUR) enthalten. Im Gesamtbetrag sind im Umfang von TEUR 203 Erträge enthalten, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind - im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (180 TEUR) bzw. Wertberichtigungen (TEUR 23).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Kosten für Betrieb und Verwaltung, einschließlich Energiekosten, Mieten, Pachten und Versicherungsbeiträge sowie Vertriebs- und Werbekosten. Periodenfremde Aufwendungen sind im Umfang von TEUR 27 aus der Abschreibung von Forderungen sowie aus Verlusten aus Anlagenabgängen enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ist ein Betrag aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von TEUR 3 (i. Vj TEUR 2) enthalten.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war Herr Markus Thannbichler, Kaufmann.

Unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung verzichtet.

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 89 Mitarbeiter/-innen im Unternehmen beschäftigt. Davon waren:

Angestellte Mitarbeiter/-innen 52
Gewerbliche Mitarbeiter/-innen 37

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der BayWa Aktiengesellschaft, München (Kapitalanteil 90%) und wird in deren Konzernabschluss einbezogen, der nach den International Financial Reporting Standards aufgestellt, wird. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023 der BayWa Aktiengesellschaft werden im Bundesanzeiger veröffentlicht und werden am Sitz in München sowie als Download unter www.baywa.com erhältlich sein.

Für die Jahresabschlussprüfung 2023 der CLAAS Südostbayern GmbH sind TEUR 25, für weitere Steuerberatungskosten TEUR 7, in den sonstigen Aufwendungen enthalten.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.

 

Töging a. Inn, 08.03.2024

CLAAS Südostbayern GmbH

Der Geschäftsführer

Markus Thannbichler

Entwicklung des Anlagevermögens für das Jahr 2023 (Bruttodarstellung)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.748,96 0,00 0,00 0,00 16.748,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 525.000,00 0,00 0,00 0,00 525.000,00
Summe 541.748,96 0,00 0,00 0,00 541.748,96
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.810,50 0,00 0,00 0,00 1.810,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 926.835,72 17.662,36 3.500,00 -290.223,32 650.774,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 684.981,24 57.203,17 84.021,70 290.223,32 948.386,03
Summe 1.613.627,46 74.865,53 87.521,70 0,00 1.600.971,29
Summe Anlagevermögen 2.155.376,42 74.865,53 87.521,70 0,00 2.142.720,25
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.418,96 330,00 0,00 0,00 16.748,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 525.000,00 0,00 0,00 0,00 525.000,00
Summe 541.418,96 330,00 0,00 0,00 541.748,96
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.784,50 26,00 0,00 0,00 1.810,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 806.780,72 32.664,36 3.500,00 -259.432,32 576.512,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.562,24 88.379,17 81.645,70 259.432,32 756.728,03
Summe 1.299.127,46 121.069,53 85.145,70 0,00 1.335.051,29
Summe Anlagevermögen 1.840.546,42 121.399,53 85.145,70 0,00 1.876.800,25
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 330,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Summe 0,00 330,00
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 26,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 74.262,00 120.055,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 191.658,00 194.419,00
Summe 265.920,00 314.500,00
Summe Anlagevermögen 265.920,00 314.830,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die CLAAS Südostbayern GmbH vertreibt und vermietet als Full-Liner exklusiv das komplette CLAAS Produktprogramm sowie Produkte von führenden namhaften Herstellern der Landtechnikbranche. Das Vertriebs- und Servicegebiet umfasst den südöstlichen Teil Oberbayerns und das komplette Gebiet Niederbayern (ausgenommen Landkreis Kelheim). In diesem Gebiet erfolgt die Betreuung der verkauften neuen und gebrauchten Landmaschinen an sieben Standorten. Firmensitz der Gesellschaft ist Töging a. Inn. Die CLAAS Südostbayern GmbH betreibt in jeder Niederlassung sowohl ein Ersatz- und Verschleißteillager sowie je eine Werkstatt. Das Service- und Vertriebsnetz wird durch teilweise vertraglich gebundene Partnerhändler ergänzt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Der Fachverband Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) meldet für das Jahr 2023 Branchenerlöse aus deutscher Produktion von EUR 12,5 Euro und liegt somit auf Vorjahres-Niveau.

Gute Erzeugerpreise in nahezu allen landwirtschaftlichen Segmenten, insbesondere für Milch und Weizen, befeuerten die Einkommenssituation und damit die Techniknachfrage von Landwirten und Lohnunternehmern aus allen Erdteilen. Aufträge aus Russland und der Ukraine, die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine weggebrochen sind, konnten in Summe durch Aufträge aus Süd- und Nordamerika sowie Westeuropa mehr als kompensiert werden. Dabei haben sich die Engpässe in den globalen Lieferketten deutlich entspannt. Ab dem 4. Quartal 2022 konnte bei vielen Herstellern die Produktion deutlich stabilisiert und sogar ausgebaut werden, sodass sich fortan die Händlerlager füllten und diese Entwicklung in der Folge zu einem verlangsamten Bestellverhalten führte. Die weltweiten Märkte für Landtechnik werden dabei von einer digitalen Innovation in nahezu sämtlichen Produktsegmenten als auch von einer Strategie zur Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung befeuert (Pressemeldung VDMA agrar- Presseportal 27.02.2023).

Für das Gesamtjahr 2023 konnte ein Umsatzvolumen aus deutscher Produktion von EUR 12,5 Milliarden (VDMA) erzielt werden. Die Landtechnikindustrie bewegt sich damit weiterhin auf Spitzenniveau. Volle Auftragsbücher der Branche im Frühjahr 2023 führten bei Auftragsbeständen in der Industrie von ca. 7 Monaten zu neuen Höchstständen. Inzwischen sind die Auftragsbücher noch gut gefüllt, lagen aber im Vorfeld der AGRITECHNICA per 09/2023 bei 4 Monaten. Die deutsche Landtechnikbranche, die insgesamt eine Exportquote von 75 % aufweist, profitiert dabei von einer weltweiten Nachfrage in nahezu allen Techniksegmenten (Pressemeldung VDMA, agrar-Presseportal 26.09.2023; Artikel landw. Wochenblatt Ausgabe 40/23; Seite 40).

Dabei konnte der Umsatz im 1. Halbjahr 2023 aller Landmaschinen- und Traktorenhersteller bereits im zweistelligen Prozentbereich auf über EUR 6 Mrd. gesteigert werden (Pressemeldung VDMA, agrar- Presseportal 26.09.2023). Vor dem Hintergrund hoher Auftragsbestände, haben sich die Umsätze im Geschäftsjahr 2023 z.T. sehr positiv entwickelt, da die Lieferungen nach Verzögerungen in der Produktion in vielen Produktsegmenten erst im Jahr 2023 vorgenommen werden konnten und somit zu einer Sonderkonjunktur führten.

Bei den einzelnen Produktmärkten gab es ein heterogenes Bild: So konnte der Markt für Mähdrescher im Zeitraum 01.10.2022 bis 30.09.2023 mit 1.485 Einheiten ein sattes Plus von 23,9% (Vorjahr 1.199 Einheiten) aufgrund der beschriebenen Produktionsausweitung verzeichnen.

Der Traktorenmarkt im Segment > 44 PS ist nach VDMA-Angaben per Dezember 2023 mit 2,7 % im Plus (Markt im Vorjahr: 24.303 Traktoren). Bei selbstfahrenden Feldhäckslern hat sich der Markt in der lfd. Saison dagegen deutlich schwächer gezeigt und liegt mit Minus 20,9 % unter dem Vorjahr (2021/2022: 526 Einheiten). Der Gesamtmarkt für Großballenpressen sank leicht um 4,9% auf 444 Einheiten. Die Verkäufe von Rundballenpressen nahmen sogar um ca. 20,5% auf 1.521 Einheiten ab (Vorjahr 1.913 Einheiten). Der Gesamtmarkt für Futtererntemaschinen reduzierte sich um 4,2% auf 17.098 Einheiten (Vorjahr 18.098 Einheiten).

Nach der offiziellen Schätzung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) ist die Ernte 2023 durchschnittlich, jedoch mit deutlich größeren regionalen Ertrags- und Qualitätsschwankungen als in anderen Jahren. Die Getreideernte (ohne Körnermais) ist mit 38 Mio. Tonnen um 4,1% geringer als im Vorjahr. Gegenüber dem sechsjährigen Durchschnitt ergibt sich eine Abnahme um 2,1 %.

Die anfängliche Frühjahrs- und Sommertrockenheit bis Ende Juli sowie die darauffolgende langanhaltende Regenperiode hat regional zu deutlichen Ertragseinbußen beim Getreide (bundesweit -4,1%) insbesondere beim Weizen (-6,0%) verursacht, während Wintergerste gegenüber dem Vorjahr um 4.9 % zulegen konnte.

Die Preisturbulenzen am Weltgetreidemarkt (Erntebericht 2023, Seite 16) haben sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Nach den außergewöhnlich hohen Preisen von bis zu 350 €/t Weizen im Vorjahr getrieben durch Handelshemmnisse und Spekulationen infolge des russischen Angriffskrieges liegen die Erzeugerpreise im Jahr 2023 deutlich über dem langjährigen Mittel aber ca. 25 - 30 % unterhalb des Vorjahres. Die Getreideanbaufläche der Saison 2023 wurde im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % reduziert.

Die Milchpreise haben sich im Geschäftsjahr vom Hoch im vergangenen Jahr deutlich reduziert und liegen per November 2023 bei 45,40 EUR/100 kg (-12,7%). Die Investitionsbereitschaft der Landwirte verbleibt bei insgesamt moderaten Erzeugerpreisen und gesunkenen Inputpreisen auf einem befriedigenden Niveau.

2. Unternehmensentwicklung

2.1. Geschäftsverlauf

Die Investitionsbereitschaft bei landwirtschaftlichen Betrieben war im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend. Der Marktanteil bei selbstfahrenden Häckslern liegt mit 70,2 % um 23,9% hinter dem Rekord- Niveau vom Vorjahr. Mit 52,6 % im Mähdrescherbereich liegt der Marktanteil deutlich über Vorjahr, aufgrund der Lieferschwierigkeiten aus 2022. Der Marktanteil bei Futtererntemaschinen erfuhr mit 14,1 % gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 3%. Das Geschäft mit Traktoren verzeichnet im Auftragseingang (Stückzahlen) im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Rückgang. Es wird daran gearbeitet den Typen-Mix noch nach oben auszubauen. Aufgrund des hohen Auftragseingangs im Jahr 2022 und der nun vorhandenen Lieferfähigkeit liegt der Marktanteil mit 7,9% um 2,3% über Vorjahr. Der Auftragseingang im Non-CLAAS Bereich liegt insgesamt um 5% hinter Vorjahr. Deutliche Rückgänge sind bei der Transporttechnik, Brennholzaufbereitung und Lader zu verzeichnen. Positiv entwickelt haben sich Bestell- und Pflegegeräte, Pflanzenschutzgeräte und Flüssigdung-Tankwagen.

Der Umsatz liegt deutlich über Vorjahresniveau. Insbesondere der Umsatz mit Neumaschinen konnte aufgrund der verbesserten Lieferfähigkeit deutlich gesteigert werden. Auf der Grundlage von durchschnittlichen Erntebedingungen konnten in allen Niederlassungsgebieten mit dem konsequent kundenorientierten Serviceangebot (24h Ersatzteil- und Werkstattservice an 365 Tagen) der Werkstattumsatz (Arbeitsleistung) leicht gesteigert werden. Die Ersatzteilumsätze konnten deutlich angehoben werden. Der Umsatz im Gebrauchtmaschinengeschäft liegt hingegen deutlich unter Vorjahr.

Die CLAAS Südostbayern GmbH baute ihre Vertriebs- und Servicepräsenz im gesamten Vertriebsgebiet weiter aus. Speziell die Niederlassungen Töging und Langenisarhofen entwickelten sich auch im Geschäftsjahr 2023 hinsichtlich Marktdurchdringung und Serviceleistungen positiv.

Auch die Niederlassungen Obersöchering, Ettenkofen und Arnstorf konnten sich zum Vorjahr deutlich steigern.

Die Verbesserung der Umsatzerlöse haben zu einem positiven Jahresergebnis von TEUR 1.648 beigetragen. Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss verbessert. Es wird dadurch ein positives Eigenkapital von TEUR 2.568 ausgewiesen. Die BayWa AG stellt eine Kreditlinie zur Verfügung, die so ausgestattet ist, dass die Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt gesichert ist.

2.2. Ertragslage

Der Umsatz der CLAAS Südostbayern GmbH stieg im Geschäftsjahr 2023 um 10 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf TEUR 85.195.

Der Umsatzanstieg erfolgte überwiegend aus Neumaschinen. Bei Gebrauchtmaschinen war ein Umsatz- Rückgang zu verzeichnen. Zudem konnte in der Werkstatt-Dienstleistung eine leichte Umsatz-Steigerung und im Ersatzteil-Bereich eine deutliche Umsatz-Steigerung erzielt werden.

Das Rohergebnis lag um TEUR 972 über Vorjahresniveau. Ausschlaggebend hierfür war ganz wesentlich der Umsatzanstieg.

Die Personalkosten bewegen sich mit TEUR 6.614 über Vorjahresniveau (TEUR 6.546). Neben gestiegenen Lohnkosten basiert die Erhöhung vor allem auf höhere Prämien und Provisionen sowie der gezahlten Inflationsausgleichsprämie.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr etwas gesunken.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen liegen über Vorjahr (TEUR +220). Erkennbar gestiegene Kosten bei Fuhrpark, Werbung, Reisekosten, Grundstücksaufwendungen. Kostenreduzierung bei sonstigen Dienstleistungen verbundener Unternehmen gegenüber Vorjahr.

Das Zinsergebnis liegt mit TEUR - 706 deutlich unter Vorjahr und resultiert aus dem gestiegenen Zinsniveau.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuer beträgt TEUR 2.462, der Jahresüberschuss TEUR 1.648.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag zum Bilanzstichtag mit TEUR 39.495 leicht über dem Vorjahreswert (TEUR 38.880).

Das Eigenkapital war zum Bilanzstichtag positiv und liegt bei TEUR 2.568.

4. Finanzlage

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit EUR -4,0 Mio. (im Vorjahr EUR 1,1 Mio.) deutlich negativ. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Vorratsbestands zurückzuführen.

Die Mittelausstattung der Gesellschaft ist über eine Kreditlinie des Gesellschafters BayWa AG sowie über Einkaufsfinanzierungen sichergestellt.

Das Finanzmanagement der CLAAS Südostbayern GmbH ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Geschäftsleitung schätzt die Finanzlage des Unternehmens als stabil ein.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:

Umsatzentwicklung

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Ergebnis vor Steuern (EBT).

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahl "Umsatz" und "Auftragsbestand", die Erlöse aus den Segmenten Neumaschinen und Gebrauchtmaschinen sowie die Erlöse aus dem Mietgeschäft, dem Ersatzteil- und Servicegeschäft herangezogen. Für den verbesserten Geschäftsverlauf (Umsatzanstieg um TEUR 7.795) ist die Steigerung im Bereich Neumaschinen sowie bei Ersatzteilen verantwortlich.

Insbesondere das EBIT ist deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Jahresüberschuss sowie das EBT sind durch den gestiegenen Zinsaufwand belastet aber dennoch gegenüber dem Vorjahr merklich verbessert. Es wird auf die Ausführungen zur Ertragslage verwiesen.

Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Marktanteile der Maschinen zu nennen. Hierbei ist die CLAAS Südostbayern GmbH bei Häckslern mit 70,2 % Marktanteil führend. In einem stark Rückläufigen Markt für Großballenpressen lag der Marktanteil bei 13,3 %. Im Segment Teleskoplader ist der Marktanteil von 13,7 % auf 8,7 % gesunken. Bei Futtererntemaschinen liegt man mit 14,1 % deutlich hinter Vorjahr. Das Segment Traktoren ist mit einem Marktanteil von 7,9 % auf dem richtigen Weg, jedoch noch ausbaufähig und zum Teil der Liefersituation geschuldet. Der Marktanteil mit 52,6 % bei Mähdreschern liegt deutlich über Vorjahr.

Darüber hinaus liegt der Fokus auf der Zufriedenheit der Kunden. In jedem Jahr wird von der Firma CLAAS eine Vielzahl an Daten erhoben und ausgewertet. In den vergangenen drei Jahren wurden der CLAAS Südostbayern GmbH in allen Leistungsbereichen jeweils über 80 % der Kundenzufriedenheit bescheinigt, was eine überdurchschnittliche Quote anzeigt.

6. Personalbereich

Zu den Bilanzstichtagen waren beschäftigt:

31.12.2022 31.12.2023
Angestellte Mitarbeiter 50 59
Gewerbliche Mitarbeiter 35 37
Auszubildende 31 34
Gesamt 116 130
Davon
Vollzeit 104 111
Teilzeit 12 19

Wie in der Vergangenheit kam der Mitarbeiterentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut eine große Bedeutung zu. Am 31. Dezember 2023 waren im Unternehmen insgesamt 130 Mitarbeiter beschäftigt, davon 34 Auszubildende. Die Ausbildungsquote lag damit erneut deutlich über dem Branchendurchschnitt. Zum 1. September 2023 wurden neun weitere Auszubildende im Unternehmen eingestellt.

Gut geschulte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein einzigartiger Wettbewerbsvorteil für die CSOB. Im Jahr 2023 konnten rund 230 Schulungstage durchgeführt werden.

7. Forschung und Entwicklung

Die CLAAS Südostbayern GmbH betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

C. Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Durch unser Risikomanagement wollen wir Risiken rechtzeitig transparent machen. Die direkte Verantwortung zu Früherkennung, Steuerung und Kommunikation liegt bei dem Geschäftsführer, der kaufmännischen Leitung und den Vertriebs- und Bereichsleitern. Die Kommunikation mit dem Geschäftsführer über risikorelevante Faktoren erfolgt regelmäßig und berücksichtigt mögliche Schäden sowie Eintrittswahrscheinlichkeiten.

Die Liquidität wird laufend überwacht und gesteuert. Debitoren werden ständig beobachtet und analysiert. Forderungsrisiken werden durch leistungsnahe Zahlungen oder durch Zahlungssicherheiten abgesichert.

Prüfungskriterien, Inkasso und Verantwortlichkeiten sind verbindlich geregelt und werden konsequent angewandt. Wertberichtigungen tragen dem Ausfallrisiko angemessen Rechnung.

Dem Vorratsmanagement sowohl zum Neu- und Vorführmaschinenbestand wie auch zum Gebrauchtmaschinenbestand gilt ein besonderer Fokus. Gleiches gilt für die Ersatzteilbestände.

Die Geschäftsprozesse werden zeitnah und detailliert gesteuert, dokumentiert und überwacht. Dies gilt insbesondere auch für das Bestandsmanagement, das auch im Jahr 2023 einen hohen Stellenwert eingenommen hat.

Rechtsstreitigkeiten, Schadensersatzforderungen sowie laufende Prozesse mit erheblichem Einfluss auf die Ertrags- und Vermögenslage sind nicht anhängig oder angedroht.

Die Finanzierung erfolgt über den Hauptgesellschafter. Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft nicht ausgeschöpfte Kreditlinien in Höhe von rd. EUR 4,8 Mio. bei dem Hauptgesellschafter. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass durch den Hauptgesellschafter die Finanzierung der Gesellschaft als gesichert angesehen werden kann. Basierend auf den fortfolgend dargestellten Chancen sowie Ergebniserwartungen der Gesellschaft wird von einer positiven Entwicklung der Gesellschaft ausgegangen.

Die wesentlichen Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit resultieren vor allem aus der regionalen Wettbewerbsintensität, den klimatisch bedingten unterschiedlichen Ernteerträgen und Erntebedingungen sowie geschäftsbeeinflussenden agrarpolitischen Entscheidungen. Die Chancen und Risiken werden durch intensive Marktbeobachtung gesteuert. Hier ist vor allem die räumliche Nähe zu den Kunden von großer Bedeutung, um Nachfrageschwankungen und verändertes Kundenverhalten auf den Absatzmärkten frühzeitig zu erkennen.

Unsere Chancen zur Umsatzsteigerung liegen im Ausbau des Traktoren-, Pressen und Teleskopladerbereichs sowie des Non-Claas-Segments bei Holzrücke-Maschinen, Transporttechnik und Anbaugeräten (Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflanzenschutz und Düngerstreuer, etc.). Überarbeitete Produktreihen bei Traktoren werden zu weiteren Umsatzzuwächsen führen. Dies unterstützt die neu geschaffene Position eines Verkaufsleiters Traktor und Digitales, der das Segment "Systemtechnik und e-Farming" verantwortet.

Eine anhaltende Unsicherheit stellt weiterhin die Eskalation im Russland- und Ukraine- Konflikt dar. Im vergangenen Geschäftsjahr 2023 hat sich jedoch gezeigt, dass die Unsicherheit die Landtechnikbranche weit weniger hart getroffen hat als andere Branchen.

Mit den Partnern Fliegl, Amazone und Krpan konnten wir im Bereich Transporttechnik, Pflanzenschutzgeräte und Forsttechnik weiter in das Segment der bäuerlichen Kundschaft vordringen und unsere Stellung als Full-Liner für den Landwirt ausbauen.

Ein gewisses Risiko besteht in der Fluktuation unserer Mitarbeiter. Aufgrund des hohen Qualifikationsniveaus in unserem Unternehmen muss ständig mit einem Abwerben von Leistungsträgern durch Wettbewerber gerechnet werden. Die wichtigsten Aufgaben sind hierbei also die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Weiterentwicklung unserer Organisation.

Da der Hauptlieferant gleichzeitig auch Minderheitsgesellschafter ist und mit den übrigen Lieferanten Händlerverträge bestehen, sind die Risiken auf der Beschaffungsseite begrenzt. Aufgrund der überwiegenden Handelstätigkeit werden langfristige Preisänderungsrisiken an die Kunden weitergegeben. Kurzfristige Preisänderungsrisiken bestehen im Handelsbereich nicht, da Bestellungen der Kunden auf Basis der aktuellen Lieferkonditionen der Lieferanten verhandelt werden könnten.

Aus der Analyse der derzeit erkennbaren Einzelrisiken sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die - für sich genommen oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Gesellschaft im Berichtszeitraum und darüber hinaus gefährdet haben bzw. gefährden könnten.

D. Niederlassungen

Vertrieb und Service wurde von der Gesellschaft an folgenden Standorten angeboten:

Töging a. Inn (Firmensitz), Erlstätt, Obersöchering, Arnstorf, Ettenkofen, Langenisarhofen und Hutthurm.

Ergänzt wurde diese Struktur durch diverse Vertriebs- und Servicepartner.

E. Prognosebericht

Für das Gesamtjahr 2023 meldet der VDMA ein Umsatzvolumen aus deutscher Produktion von erneut mehr als EUR 12 Milliarden. Die Landtechnikindustrie bewegt sich damit weiterhin auf Spitzenniveau.

Der allgemeine Geschäftsklimaindex per Dezember 2023 für die Landtechnikindustrie in Europa ist weiter gesunken und hat einen tiefen Rezessionsbereich erreicht. Im Dezember sank der Index von -40 Punkten auf -48 Punkte (auf einer Skala von -100 bis +100). Während erneut mehr als die Hälfte der Befragten die aktuelle Geschäftslage als ungünstig einschätzt, rechnen mittlerweile sogar zwei Drittel mit einem Umsatzrückgang in den kommenden sechs Monaten. Auf der anderen Seite ist das Vertrauen in alle europäischen Märkte zwar nach wie vor negativ, doch zeigt derselbe Indikator einige leichte Verbesserungen auf diesen Märkten. Ermutigt werden die Hersteller möglicherweise durch die Tatsache, dass die Auftragseingänge unter anderem aus Europa im vergangenen Monat etwas weniger negativ ausfielen. Mit Blick auf das kommende Jahr 2024 sind die Hersteller jedenfalls nicht allzu pessimistisch. Für das Gesamtjahr 2024 rechnen die Umfrageteilnehmer mit einem durchschnittlich nur leichten Umsatzrückgang (-5 % im Median und -2 % im arithmetischen Mittel).

Die Einkommensentwicklung der Landwirte ist angesichts wieder deutlich gesunkener Getreide- und Milchpreise bei den Marktfrucht- und Futterbaubetrieben sowie ebenfalls deutlich gesunkener Inputpreise insgesamt weiterhin stabil, aber mit abnehmender Tendenz. Aus heutiger Sicht werden in diesen Marktbereichen weiter stabile bis leicht rückläufige Preise erwartet, sodass die Investitionsbereitschaft im Bereich Landtechnik der Landwirte und Agrarbetriebe für 2024 eher stagnieren bzw. leicht abnehmen wird. Investitionsdämpfend werden sich insbesondere bei der kapitalintensiven Lohnunternehmer-Branche das derzeit deutlich gestiegene Preisniveau auf allen Landtechnikmärkten sowie das deutlich gestiegene Zinsniveau auswirken, sodass notwendige Anschaffungen oftmals in die Zukunft verschoben werden.

Eine eher rückläufige Tendenz erwarten auch die im "LandBauTechnik" Verband organisierten Landmaschinen-Fachbetriebe in der Umfrage per September 2023. Hier erklärt der Verband im Branchenbarometer II/2023, dass lediglich 3 % der Fachbetriebe steigende Umsätze, aber 45% Umsatzverluste und 52 % der Fachbetriebe eine stagnierende Entwicklung erwarten. Im Bereich After Sales werden dagegen stabile und steigende Umsätze erwartet. Eine wieder leicht positive Entwicklung im Investitionsverhalten zeigt der Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar der Marktforschungsgesellschaft "produkt & markt" per 09/2023.

Wir gehen im Geschäftsjahr 2024 für CLAAS Südostbayern GmbH von einer Seitwärtsbewegung im Umsatz und einer guten Rohertragsrentabilität auf Vorjahresniveau aus. Weiterhin liegt ein besonderer Fokus auf dem Management der Vorräte und Forderungen, um eine weitere Verbesserung des Kapitalumschlages zu erreichen.

 

Töging a. Inn im März 2024

CLAAS Südostbayern GmbH

Markus Thannbichler, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CLAAS Südostbayern GmbH, Töging a. Inn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CLAAS Südostbayern GmbH, Töging a. Inn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CLAAS Südostbayern GmbH, Töging a. Inn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

München, den 11. März 2024

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