Comline AktiengesellschaftLiquidiert

44227 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 14570
Eingetragen
15.12.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
die Beratung, der Vertrieb und die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen im Bereicht der Informations- und Kommunikationstechnologie .

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Bialkowski
seit 23.4.2012
Prokura
Andrea Galle
seit 23.4.2012
Prokura
Bettina Pischke
seit 28.6.2010
Prokura
Stephan Schilling
seit 5.1.2004
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Comline Aktiengesellschaft

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

der Comline AG

Die Berichterstattung ergibt sich aus § 289 HGB. Alle Währungszahlen sind in Euro, Vorjahreszahlen sind jeweils in Klammern angegeben. Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und der Jahresüberschuss.

A. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Entwicklung von Gesamtwirtschaft, Branche und Comline generell.

Für die Weltkonjunktur zeichnet sich eine Verlangsamung ihrer Dynamik ab. So startete die industrielle Erzeugung nur schwach ins vierte Quartal 2018. Der Welthandel entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gedämpft Angesichts der Indikatoren und der derzeitigen Ballung globaler Risiken hat die Weltbank ihre Wachstumsprognose für die globale Konjunktur zuletzt nach unten korrigiert. Insgesamt gehen die internationalen Organisationen in ihren letzten Prognosen von einer weniger dynamischen, aber weiterhin merklich aufwärtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft aus.

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr preisbereinigt in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld und trotz der Produktions- und Absatzstörungen bei den Pkw-Herstellern solide um 1,5 % gewachsen. Die Impulse kamen rechnerisch ausschließlich von der Binnenwirtschaft. Die Ausfuhren nahmen angesichts der geringeren Dynamik der Weltwirtschaft langsamer zu als im Vorjahr wie auch weniger zu als die von der starken Binnenwirtschaft nachgefragten Einfuhren. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben wurden spürbar ausgeweitet, aber weniger deutlich als im Vorjahr. Unterstützung erhält die Binnenkonjunktur Anfang des Jahres durch die spürbare Entlastung bei Steuern und Abgaben sowie die Erhöhung der monetären Sozialleistungen. Die Konjunktur dürfte daher auch zu Jahresbeginn aufwärtsgerichtet bleiben. (https ://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2019/20190115-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-des-letzten-jahres.html)

Vom Arbeitsmarkt kamen zum Jahresende 2018 weiterhin positive Nachrichten. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften bleibt in vielen Sektoren, so auch im 1T-Sektor, sehr hoch. Landesweit gesehen bleibt die Stärkung der Wirtschaftskraft strukturschwacher Regionen eine Herausforderung.

Für 2019 und die kommenden 3 Jahre wird ein annähernd gleichbleibendes Wachstum des B1Ps von knapp 1,8 % erwartet, zudem soll die Inflationsrate um 0,5 % auf 1,4 % sinken. Einflussfaktoren sind steigende Exporte und die Erholung der Automobilbranche. Zudem führt die weiterhin expansive Geldpolitik bei gleichbleibend niedrigem Leitzins zu einer Festigung der Binnenwirtschaft. Demgegenüber wird die Kapazitätsausweitung durch den demografischen Wandel weiterhin gebremst, welche bisher mit einer steten Zuwanderung relativ aufgefangen werden konnte.

Die Digitalbranche in Deutschland ist auf Wachstumskurs. Laut Prognosen des Bundesverbands wird der Markt für IT-Produkte, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in diesem Jahr um 1,5 Prozent auf 168,5 Milliarden Euro zulegen - trotz Handelskonflikten und Brexit. Die Umsätze stiegen 2018 um 2 Prozent auf 166 Milliarden Euro.

Voraussichtlich würden demnach bis Ende des Jahres rund 1.2 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt sein. Das wäre ein Plus von 40.000 Jobs und ein Zuwachs um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2018 hatte die IT-Branche nach Berechnungen des Bitkom 36.000 neue Stellen geschaffen. Die Digitalisierung sei ein zugkräftiger Job-Motor und ein Garant für mehr Arbeitsplätze, sagte Bitkom-Präsident Berg. Vor allem die Bereiche Software und IT-Dienstleistungen seien die Wachstumsmotoren, hier entstünden mit Abstand die meisten Jobs, Gehemmt wird das Wachstum durch anhaltenden Fachkräftemangel. Demnach waren Ende 2018 laut Berechnungen des Bitkom insgesamt 82.000 Stellen für 1T-Experten unbesetzt. Bietet die Branche ohnehin teils sehr gute Gehälter so ist laut Berg mit besserer Bezahlung allein das Problem nicht zu beheben, um die Fachkräfte im Land zu halten.

Am Stärksten dürfte nach Schätzungen des Bitkom weiter die Informationstechnik wachsen, hier wird ein Plus um 2,5 Prozent auf 92,2 Milliarden Euro erwartet. Allein das Software-Segment werde um 6,3 Prozent auf 26 Milliarden Euro zulegen, das Hardware-Geschäft ist dagegen mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 25,4 Milliarden Euro leicht rückläufig. Der Markt für IT-Dienstleistungen legt um 2,3 Prozent auf 40,8 Prozent zu, Die Unterhaltungselektronik schreibt allerdings das zweite Jahr in Folge rote Zahlen und schrumpft 2019 voraussichtlich um 5 Prozent auf 9 Milliarden Euro. (Bitkom zit. nach Heise online, 11.01.2019)

Im Gesundheitswesen ist die Vielfalt an Themen wie auch der Handlungsbedarf enorm. Nach dem Referentenentwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG), auch als "E-Health-Reparatur-Gesetz" bekannt, sollen zukünftig alle Versicherten über ihre mobilen Endgeräte Zugriff auf ihre Akten erhalten, während alle gesetzlichen Krankenkassen bis 2021 verpflichtet werden, ihren Versicherten eine digitale Akte zur Verfügung zu stellen. Neben den gesundheitspolitischen Kernthemen ist zudem auch eine Regulierung im Bereich Big Data zu erwarten. Die Comline ist auf eine weitere Verzögerung des Rollouts der dafür notwendigen Telematik-Infrastruktur (TI) eingestellt und sieht sich in der strategischen Ausrichtung und der Positionierung ihres Leistungsportfolios bestätigt.

Die Comline AG schließt das Geschäftsjahr 2018 mit dem zweithöchsten Umsatz sowie dem zweitbesten Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Die Steigerung von Umsatz und Ergebnis lagen im Vergleich zum sehr guten Vorjahr im einstelligen Prozentbereich.

Die Gesamtleistung ist von 15,3 Mio. Euro im Vorjahr um 914 TEUR (+6,0%) auf 16,2 Mio. Euro gestiegen und profitierte von den Steigerungen über alle Umsatzarten. Der im relativen Vergleich zum Vorjahr am Gesamtumsatz enthaltene etwas höhere Anteil der mit Fremdleistungen behafteten Umsatzarten (Freelance und Handel in Summe +1,2%) verschlechterte leicht die Produktivität. Umsatz und Kosten stiegen im selben Verhältnis (jeweils + 5,6%). Insgesamt führten die Steigerungen zu einem um 52 Tsd. Euro besseren EBT in Höhe von 2.281 Tsd. Euro (VJ 2.229 Tsd. Euro). Der Jahresüberschuss wird mit 1.504 Tsd. Euro (VJ 1.471 Tsd. Euro) ausgewiesen.

Der Auftragsbestand zum 31.12.2018 beträgt 4,8 Mio. Euro (VJ 5,2 Mio. Euro). Die Auftragseinangsstatistik ist möglicherweise von mehrjährigen Auftragserteilungen beeinflusst.

Der Personalaufwand steigerte sich von 9,5 Mio. Euro im Vorjahr um 0,3 Mio. Euro (+2,9%) auf 9,8 Mio. Euro. Gemessen an der Gesamtleistung fiel der Personalaufwand von 62,0% auf 60,2%.

Die Mitarbeiterzahl (ohne Studenten) stieg im Vergleich zum Vorjahr um drei auf 132 zum 31.12.2018. Trotz erhöhten Ressourceneinsatzes in der Produktweiter- & -neuentwicklung und mit Unterstützung zusätzlicher externer Dienstleister ist es gelungen, mit deutlich erhöhter Auslastung der Mitarbeiter in der Auftrags- und Projektarbeit (75% im Jahresdurchschnitt, VJ 69%) die Kundenaufträge vertragsgemäß abzuwickeln.

Comline verfügt über einen gesunden Mix an fachlichem und technologischem Knowhow und stellt dieses auch für die Zukunft durch regelmäßige Weiterbildungen sicher. Die helic Produktpalette wurde um die Komponenten @web und @app auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst. Damit bleibt helic die Grundlage für die Ausrichtung auf Lizenzgeschäft und produktrelatierte Dienstleistungen. Der Branchenfokus wird dabei beibehalten. Große Individual-Projektierungen in den Branchen nutzen dabei ebenfalls das fachliche und technologische Knowhow.

B. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz in 2018 betrug 16,1 Mio. Euro (VJ 15,3 Mio. Euro). Der Umsatz besteht zu 62,9% (VJ 63,7%) aus Dienstleistungen, zu 36,6 % (VJ 35,9%) aus Lizenzen und zu 0,5 % (VJ 0,4%) aus Handelsgeschäft. Im Berichtsjahr sind die Umsätze aus Lizenzverkäufen im Vergleich zum Vorjahr um 7,6%, die Umsätze mit Dienstleistungen um 4,3% gestiegen. Der Handelsumsatz hat auf niedrigem Niveau zugenommen. Der Fokus im Vertrieb liegt auf dem Lizenz-und Dienstleistungsgeschäft.

Investitionen

Neben Investitionen in Microsoft- sowie weitere hausintern genutzte Softwarelizenzen wurde Arbeitsplatz- und Test-Hardware erneuert sowie in den bisher als Squash-Court genutzten Bereich investiert, der zu einem zweigeschossigen Lounge-Bereich umgebaut wurde. Die Serverlandschaft und die Datensicherungskomponenten wurden technologisch auf dem neusten Stand gehalten.

Finanzierung

Die Gesellschaft finanziert sich aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. Der Cash-Bestand reicht aus, die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten zu bedienen, er betrug am Stichtag inklusive Kassenbestand 2.871 Mio. Euro (VJ 3.768 Mio. Euro), die Summe der Verbindlichkeiten belief sich inkl. erhaltener Anzahlungen i.H.v. 587 Tsd. Euro auf 1.250 Tsd. Euro (VJ 1.047 Tsd. Euro) und stieg somit um 203 Tsd. Die Gesellschaft zahlte im Berichtsjahr eine Dividende in Höhe von 1.75 Euro je Stückaktie auf das dividendenberechtigte Kapital, insgesamt 1.750.000 Euro.

Personal- und Sozialbereich

Die Comline AG beschäftigt überwiegend hochwertig ausgebildetes Personal, in der Regel mit Hochschulabschluss oder vergleichbare Ausbildung. Die Fluktuation war wie im Vorjahr unauffällig und verlief unter Branchendurchschnitt. Die Comline AG bildet ständig mehrere Auszubildende aus und übernimmt diese bei Eignung in den Betrieb. Von den zehn zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigten Auszubildenden belegen vier einen dualen Studiengang.

Die Comline AG hat einen Betriebsrat.

Die Comline AG hat einen internen Sicherheitsbeauftragten und einen bestellten externen Datenschutzbeauftragten.

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Die Umstellung auf die DSGVO der Comline AG zum Stichtag am 25.05.18 verlief reibungslos.

Mit der hesolvis GmbH. einer Tochtergesellschaft der arondIT GmbH, der Mehrheitsaktionärin der Comline AG, wurde die Zusammenarbeit weiter intensiviert. Die hesolvis GmbH hat sich als wichtiger Channel-Partner etabliert, der eigene sowie ausgewählte Comline-Produkte vermarktet.

Die Zusammenarbeit im Finanz-. Marketing- und Personalbereich mit der StatSoft (Europe) GmbH, einer weiteren Tochtergesellschaft der arondiT GmbH, wurde ausgebaut. Comline hat begonnen, StatSoft-Produkte bei eigenen Kunden einzusetzen. Ende Dezember 2018 kam mit der StatSoft Polska Sp. Z.O.O. eine weitere Tochtergesellschaft der arondIT GmbH hinzu.

Büroflächen.

Die angemieteten Flächen in Dortmund, Hauert 6 und 8 werden eigengenutzt.

Rechtsstreitigkeiten.

Es gab keine Rechtsstreitigkeiten mit Kunden oder Lieferanten.

C. Lage des Unternehmens

Vermögenslage

Die Gesellschaft weist zum Stichtag ein Eigenkapital in Höhe von 2.838,4 Tsd. Euro (VJ 3.084,5 Tsd. Euro) aus. Die darin enthaltene gesetzliche Gewinnrücklage beträgt 100 Tsd. Euro und ist in voller Höhe bedient.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.250 Tsd. Euro sind durch die liquiden Mittel in Höhe von 2,9 Mio. Euro gedeckt, langfristige Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die Forderungen betrugen zum Stichtag 1.504 Tsd. Euro (VJ 1.152 Tsd. Euro), die Vorräte stiegen um 112 Tsd. Euro und beliefen sich auf 305 Tsd. Euro (VJ 193 Tsd. Euro).

Der Bestand der Vorräte ergibt sich wie im Vorjahr gemäß § 268 Abs. 5 HGB aus dem Ausweis der erhaltenen Anzahlungen i.H.v. 587 Tsd. Euro (VJ 490 Tsd. Euro) zum 31.12.2018 auf der Passivaseite innerhalb der Verbindlichkeiten. Dieser Ausweis ist darauf zurückzuführen, dass bei aktivischer Kürzung der Bestände um die erhaltenen Anzahlungen ein negativer Bilanzposten auf der Aktivaseite entstanden wäre, der gemäß § 268 Abs. 5 HGB nicht zulässig ist. Die Erhöhung der Vorräte ergibt sich aus einem höheren Lagerbestand an Fertigerzeugnissen (+44 Tsd. Euro) sowie aus der Erhöhung angearbeiteter Leistungen (+68 Tsd. Euro) zum 31.12.18.

Finanzlage

Die Finanzlage der Comline AG ist als sehr stabil zu bezeichnen. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen. Geldanlagen werden aufgrund der gegenwärtigen Zinsstruktur nicht getätigt. Ansonsten legt die Gesellschaft gut die Hälfte der Barmittel im Tagesgeldverfahren an, der Rest wird als frei verfügbare Liquidität vorgehalten. Spekulative Geldanlagen werden nicht in Betracht gezogen. Der Cash-Flow im engeren Sinne betrug 1.689 Tsd. Euro (VJ 1.620 Tsd. Euro).

Ertragslage

Bei einer Gesamtleistung von 16.218 Tsd. Euro (VJ 15.304 Tsd. Euro) wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.503.893 Euro (VJ 1.470308 Euro) erwirtschaftet. Die Umsatzrentabilität hat mit 14,1% vor Ertragssteuern im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 %-Punkte abgenommen. Die Umsatzrendite nach Steuern betrug 9,3 % (VJ 9,6 %).

Rating

Die Rating-Agentur D & B bewertet die Comline AG wie in den Vorjahren mit 2A1. Hierbei bedeutet 2A die Kategorie der Eigenkapitalgröße und 1 ein minimales Ausfallrisiko. Der Bonitätsindex von Creditreform beträgt ebenfalls unverändert 146 und bedeutet "ausgezeichnete Bonität".

D. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken

Sollte sich der Handelsstreit an den weltweiten Märkten wie der verstärken oder der Brexit ungeregelt, weiter verspätet oder zu Lasten der Union verlaufen, und sich da durch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen/Produkten negativ beeinflussen. Daraus können dann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Bedingt durch mögliche Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie insgesamt steigende eigene Kosten in Verbindung mit zunehmendem Kostendruck beim Kunden und damit einher gehendem zurückhaltenden Investitionsverhalten besteht die Herausforderung der Comline AG, auch in Zukunft auf branchenspezifische Veränderungen entsprechend zu reagieren. Mögliche Strömungen werden intensiv beobachtet, insbesondere die Strukturveränderungen im Gesundheitswesen (Fusionen. Servicegesellschaften, Gesellschafterstrukturen). Des Weiteren stellt die Zusammenarbeit mit Kernsystemherstellern eine wichtige Komponente bei der Vermarktung von Comline-Produkten dar und bedarf daher eines besonderen Umgangs. In der Finanzwirtschaft kann die Behandlung des Themas Digitaler Finanzbericht (DiFin) bei Banken zu weiterer Verunsicherung und Zurückhaltung fuhren.

Die zukünftige Gewinnung neuer Mitarbeiter bleibt ein mögliches Wachsturnshemmnis, Ressourcenaufbau eine weitere große Herausforderung.

Mithilfe der Einstellung eines zusätzlichen Recruiters soll die erfolgreiche Anwerbung neuer geeigneter Mitarbeiter vorangetrieben werden.

Grundsätzlich stellen Technologiewandel und daraus resultierende veraltete Komponenten oder Frameworks ein mögliches Risiko dar. Für die Unterstützung der digitalen Transformation beim Kunden braucht es dazu beständige Qualifikationen der Mitarbeiter auf hohem Niveau.

Zudem ist der erfolgreiche Fortbestand der in der Vergangenheit eingegangenen Allianzen mit Multiplikatoren in den jeweiligen Märkten in die Risikobetrachtung miteinzubeziehen.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

Chancen

Comline steht in guten Auftragsbeziehungen zu den Kernsystemherstellern insbesondere der Krankenkassen, der Sparkassen und der Volksbanken. Durch diese guten Partnerbeziehungen werden Aufträge sowohl in diesen Häusern selbst als auch bei deren Kunden als chancenreich bewertet.

Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens wird als positiv beurteilt. Ein Ziel ist organisches Wachstum über die Platzierung von Produkten in unterschiedlichen Märkten. Mit Investitionen in Strukturen zur Optimierung der Produktentwicklung soll der Ausbau von Produktumsätzen in vorhandenen und neuen Branchen unterstützt werden.

Die Herausforderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen liegt in der Effizienzsteigerung insbesondere in den Prozessen vom und zum Versicherten. Mit der Entwicklung von Online-Prozessen unter Anwendung neuer Techniken resp. Technologien in den vergangenen Jahren ist Comline sehr gut aufgestellt. In diesem Bereich liegen die Chancen in der Ausflächung auf möglichst viele Kassen und in der Zusammenarbeit mit den Kernsystemherstellern, Die Vernetzung der verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens wird durch die Digitalisierung weiter zunehmen. Comline baut in diesem Bereich das Produkt-und Leistungsportfolio auf Basis der Online-Prozesse weiter aus und sieht neue Chancen, auch im Sektor der Leistungserbringer Fuß zu fassen. In den weiterhin möglichen Fusionen von Krankenkassen sieht Comline eher Chancen (für zusätzliche Projektierungen) als Risiken.

Für die Produktlösungen der Comline AG für die automatische Bilanzverarbeitung unter Anwendung des Produktes helic Analyzer und seiner Zusatzmodule konnten auch in 2018 neue Kunden gewonnen und der Umfang der bestehenden Produktnutzung weiter ausgeweitet werden. Für die Legitimationsdatenerfassung - und verarbeitung mit helic ID wurden dank des Abschlusses strategischer Partnerschaften neue Zielgruppen erschlossen und damit das Absatzpotenzial deutlich erhöht.

Der Trend zu strategischen Digitalisierungsprojekten im IHK-Markt hält weiterhin an. In der Rolle eines maßgeblichen Partners hat die Comline AG viele IHKs in der Digitalisierung von Geschäftsprozessen weiter vorangebracht. Daraus resultieren Produkterweiterungen, neue Produkte sowie Ausbauprojekte rund um das Produkt helic IHK und darüber hinaus. Für die Zukunft bieten sich weitere Chancen, insbesondere auch im Rahmen der gelebten Kooperation mit dem Stammdienstleister der IHKs.

E. Berichterstattung nach §289 Abs. 2 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresschluss

Es sind keine besonderen Ereignisse eingetreten.

Voraussichtliche Entwicklung

Die Ausrichtung auf Produktlizenzmieten wurde in den letzten Jahren konsequent verfolgt und führt zu weiter steigenden wiederkehrenden Umsätzen. Die in den Branchen aufgebauten Netzwerke erweisen sich dabei als immer tragfähiger und eröffnen sowohl die Entwicklung neuer Produkte als auch größerer Individualrealisierungen. In Ausschreibungsprozessen agiert Comline situativbedingt mit oder ohne Partner gemeinsam am Markt. Wurde in vergangenen Jahren regelmäßig die notwendige Stärkung des Vertriebs betont, sollen zukünftig vermehrt vertriebsstrategischen Partnerschaften genutzt werden, um weitere Branchen zu erschließen. Wesentlich ist daneben die Nutzbarkeit vorhandener Produktkomponenten für diese Branchen (Cross Selling).

Die Planung für 2019 enthält einen Umsatz knapp über Vorjahresplan. Aufgrund des Aufbaus von Ressourcen und der notwenigen Investitionen in die Produkte liegt der geplante Jahresüberschuss unter dem sehr guten Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die Liquidität soll auf dem Niveau von 2018 liegen. Diese Aussagen basieren auf dem detaillierten Unternehmensplan für 2019. Inwiefern sich mglw. Auswirkungen eines ggfs. harten Brexit für das Unternehmen ergeben. kann derzeit noch nicht endgültig beurteilt werden.

Investitions- und Finanzplanung

Investitionen werden in 2019 erforderlich, um das Niveau der Planzahlen in den Folgejahren zu halten. Das Hauptaugenmerk hierfür liegt im Ressourcenaufbau sowie Investments in der Optimierung von Strukturen, Prozessen und Produkten.

Entwicklung einzelner Geschäftsfelder

Es wird erwartet, dass alle Geschäftsbereiche ihre Marktposition festigen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten wachsen. Stärkeres organisches Wachstum wird durch die Erschließung neuer Märkte angestrebt. Normale Erweiterungen in neue Geschäftsfelder werden durch operative Maßnahmen entwickelt, größere können durch Aufbau anderer Marktnischen und Akquisitionen erreicht werden.

Forschung und Entwicklung

Der Erhöhung des Produktanteils am Gesamtumsatz folgend gewinnt die projektbezogene wie auch die geschäftsbereichsübergreifende Softwareentwicklung sowie die Pflege und die Weiterentwicklung bestehender Produkte weiterhin an Bedeutung. Die Aufwendungen hierfür sind in den Personalkosten enthalten. Selbsterstellte Software wird nicht aktiviert.

Bestehende Zweigniederlassungen

Es gibt derzeit keine Zweigniederlassungen.

Bericht über Risikomanagementziele und -methoden

Zur Früherkennung von Risiken werden für die einzelnen operativen Einheiten monatlich alle erforderlichen Führungszahlen und Business-Informationen ermittelt und beurteilt. Es gibt kurzfristige Forecast-Prozesse und mittel- und langfristige Pipeline-Verfahren, die insgesamt ein Frühwarnsystem für mögliche ungünstige Geschäftsverläufe bilden. Wöchentlich werden Forecasts und Geldfluss analysiert, monatlich werden die Führungszahlen für alle Geschäftsbereiche besprochen. Dies schließt jeweils die Beurteilung der Perspektive aufgrund bestehender Chancen, möglicher Projekt-Risiken und notwendiger Aktivitäten ein. Entwicklungsgefährdende Risiken liegen im Ausfall wichtiger Personen.

Im IT-Bereich und in den operativen Bereichen gibt es Notfallpläne für die denkbaren Störungen. Datensicherungsmedien werden regelmäßig ausgelagert.

Es besteht eine hohe Sicherheit gegenüber unbefugten Zugriffsversuchen auf alle wichtigen Unternehmensdaten.

Zur Begegnung von langfristigen Risiko-Szenarien durch Wegfall von Märkten oder Teilmärkten werden ständig alternative Absatzgebiete ermittelt und beurteilt.

Es gibt eine umfassende Risiko-Inventur mit entsprechenden Beurteilungen und Maßnahmenkatalogen für jeden Einzelfall, beschränkt auf beherrschbare Risikopotentiale. Die gesamte Risiko-Inventur wird mindestens jährlich einmal pro Bereich überprüft und erforderlichenfalls angepasst.

Soziale Unternehmensverantwortung (CSR)

Die Themen Nachhaltigkeit und Integration von Flüchtlingen sind bei der Comline AG ein wesentlicher Bestandteil ihrer Corporate Social Responsibility (CSR). Seit 2017 engagiert sich die Comline AG zudem als Co-Sponsor besonders für Projekte, die den Zugang zu sauberem Wasser unterstützen und die Hygiene in den ärmsten Regionen der Welt verbessern sollen, um somit die Zukunftsmöglichkeiten der Kinder dort zu verbessern. Dazu spendet die Comline AG jährlich einen festen Betrag an die "Neven Subotic Stiftung".

Neben vermögenswirksamen Leistungen werden über die gesetzliche Verpflichtung hinaus Kindergartenzuschüsse als Sozialleistung gewährt. Zudem zahlt die Comline AG Zuschüsse zur betrieblichen Krankenversicherung bzw. übernimmt die Beiträge abhängig von der Tarifwahl komplett. Die Erfassung von Arbeitszeit sowie der Ausgleich von Mehrarbeit werden durch eine Betriebsvereinbarung geregelt.

F. Schlusserklärung nach § 312 Abs. 3 Aktiengesetz

Der Vorstand erklärt, dass die Comline AG bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat. Im Berichtszeitraum wurden Maßnahmen auf Veranlassung eines verbundenen Unternehmens weder getroffen, noch unterlassen.

 

Dortmund, den 01. März 2019

gez. Stephan Schilling, Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

31.12.2018 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN   575.160,00 359.957,00
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 185.141,00   30.768,00
II. SACHANLAGEN 390.019,00   329.189,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 390.019,00   329.189,00
B. UMLAUFVERMÖGEN   4.680.118,20 5.114.269,61
I. VORRÄTE 305.042,10   193.355,93
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 1.504.264,47   1.152.889,77
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 8.208 (Vj. EUR 6.953)      
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 95.937,84   57.040,52
III. LIQUIDE MITTEL 2.870.811,63   3.768.023,91
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   98.974,54 75.427,92
    5.354.252,74 5.549.654,53

PASSIVA

     
  31.12.2018 Vorjahr
  EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL   2.838.406,96 3.084.513,68
I. GRUNDKAPITAL 1.000.000,00   1.000.000,00
II. GEWINNRÜCKLAGEN 100.000,00   100.000,00
III. GEWINNVORTRAG 234.513,68   513.805,48
IV. JAHRESÜBERSCHUSS 1.503.893,28   1.470.708,20
B. RÜCKSTELLUNGEN   1.173.134,93 1.151.700,97
C. VERBINDLICHKEITEN   1.249.679,77 1.046.858,63
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   134.224,71 104.578,70
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 134.224,71 (VJ: EUR 104.578,70      
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   93.031,08 266.581,25
    5.354.252,74 5.549.654,53

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2018 BIS 31. DEZEMBER 2018

2018 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis   14.245.190,77 13.565.935,07
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 8.356.040,91   8.142.894,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.409.410,75   1.344.661,11
  9.765.451,66   9.487.555,25
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 185.409,35   149.739,72
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.013.753,48   1.698.863,89
    11.964.614,49 11.336.158,86
    2.280.576,28 2.229.776,21
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -   -
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -   - 652,00
- davon an verbundene Unternehmen EUR 652 (Vj. EUR 689)      
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 767.392,93   - 749.292,89
8. Ergebnis nach Steuern   1.513.183,35 1.479.831,32
9. Sonstige Steuern   - 9.290,07 - 9.123,12
10. Jahresüberschuss   1.503.893,28 1.470.708,20

Anhang

Jahresabschluss der Comline AG auf den 31.12.2018

I. Allgemeine Angaben

Die Comline AG hat ihren Sitz in Dortmund. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter HRB 14570 eingetragen.

Bei der Comline AG handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG).

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2018 sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (BilMoG) für mittelgroße Kapitalgesellschaften über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung beachtet worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände und Schulden werden unter Berücksichtigung des Anschaffungskostenprinzips, des Realisationsprinzips und des Imparitätsprinzips bewertet.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben unverändert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten aktivisch abgesetzt. Entsteht hierdurch eine negative Bilanzposition erfolgt der Ausweis auf der Passivseite.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßige lineare Abschreibung beträgt, für Software und Lizenzen, je nach Nutzungsdauer, 3 bis 5 Jahre.

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung unterschiedlicher Nutzungsdauern, bewertet.

Die Zugänge werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen sowohl die einzeln zuzuordnenden Anschaffungskosten als auch die nachträglichen Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der interne Aufwand für die Konfiguration der eigen genutzten EDV- Hardware wird als zusätzliche Anschaffungskosten aktiviert.

Die Abgänge werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Abgangs ausgebucht.

Planmäßige Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt vorgenommen:

Betriebs und Geschäftsausstattung linear/ 13 Jahre
Schließanlage Gebäude linear/ 10 Jahre
Netzwerkkomponenten linear/ 7 Jahre
Einbauten linear/ 5 Jahre
EDV- Hardware linear/ 3 Jahre
Fahrzeuge linear/ 6 Jahre
Andere Anlagen linear/ 5 Jahre

Vorräte

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten und angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen.

Die unfertigen Leistungen werden zu Werten ohne Berücksichtigung von Fremdkapitalzinsen angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden grundsätzlich von den Beständen gekürzt. Entsteht hierdurch ein negativer Bilanzposten auf der Aktivseite, der gemäß § 268 Abs. 5 HGB nicht zulässig ist, erfolgt der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen auf der Passivseite innerhalb der Verbindlichkeiten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden bekannte Einzelrisiken, im Bedarfsfall, durch Wertberichtigungen berücksichtigt Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen und eine Pauschalwertberichtigung auf die restlichen Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel

Der Ansatz der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden auf der Grundlage der neuen Fassung des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs.1 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (Durchschnitt der letzten sieben Jahre gem. § 253 Abs.2 HGB). Altersversorgungsverpflichtungen sind nicht vorhanden.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt

Haftungsverhältnisse

Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind zeitanteilig abgegrenzt.

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf das beigefügte Anlagengitter.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Krankenkassen aufgrund von Arbeitgeberaufwendungen auf Basis des Aufwendungsausgleichs- bzw. des Mutterschutzgesetzes.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Absatz 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Schlussbilanz abgegrenzt, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 1.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

Rückstellungen

Rückstellungen für Steuern sind in Höhe von 18.101 € ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen betragen insgesamt 1.155.034 €. Die Rückstellungen für Personal i. H. v. 918.508 € weisen im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub, Mitarbeiterboni und Mehrarbeit auf. Die verbleibenden Rückstellungen i. H. v. 236.526 wurden im Wesentlichen für die Erstellung des Jahresabschlusses, Archivierung, Gewährleistung, Aufsichtsratsvergütungen und für ausstehende Rechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Verbindlichkeiten Betrag 2018 Betrag Vj RLZ
TSD- Euro TSD-Euro
- aus L+L 140,1 134,3 < 1 J
- aus erh. Anz. 587,1 490,3 < 1 J
- gg. verb. Unternehmen 134.2 104,6 < 1 J
- sonstige 388,3 317,7 < 1 J

Es sind Steuern vom Einkommen und Ertrag i. H. v. 767.393 € angefallen.

IV. Finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind: Aus eingegangenen Mietverträgen bestehen am 31.12.2018 zum nächstmöglichen Termin zur Vertragsbeendigung noch Verpflichtungen i.H.v. 2.518.096 €.

Aus eingegangenen Lizenzverträgen bestehen am Bilanzstichtag Verpflichtungen von insgesamt 519.220 € gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zum 31. Dezember 2018 bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen über Fahrzeuge i.H.v. 333.479 €.

V. Angaben zur Vermittlung zusätzlicher Informationen über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

Die Gesellschaft hat im Rahmen von Sale-and-lease-back-Geschäften die Rechte an in Vorjahren entwickelten Produkten verkauft.

Im Rahmen dieser Sale-and-lease-back-Geschäfte zahlt die Gesellschaft für Lizenzrechte monatliche Lizenzgebühren.

Für das Berichtsjahr ist hierfür innerhalb des Materialaufwandes ein Betrag i.H.v. 756.751 € ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten hat sich wie folgt entwickelt:

Angestellte: 2013 2014 2015 2016 2017 2018
  133 142 136 129 127 134

Die Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt ergibt sich entsprechend der Ermittlung nach § 267 Abs. 5 HGB wie folgt:

134 Angestellte (davon 25 Teilzeitbeschäftigte)
11 Auszubildende.

Somit waren im Prüfungszeitraum durchschnittlich insgesamt 134 Arbeitnehmer gemäß § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt.

Verbundene Unternehmen

Name: arondIT GmbH
Sitz: Reichsstraße 78, 58840 Plettenberg
Mehrheitsaktionär der Comline AG: 95%
Stammkapital: 25.000,00 EUR
Es besteht eine Beteiligung der arondIT GmbH im Sinne § 20 AktG.
Name: hesolvis GmbH
Sitz: Hauert 8, 44227 Dortmund
Gesellschafter: 100 % arondIT GmbH
Stammkapital: 25.000,00 EUR
Name: StatSoft (Europe) GmbH
Sitz: Poßmoorweg 1, 22301 Hamburg
Gesellschafter 100 % arondIT GmbH
Stammkapital: 25.564,60 EUR
Seil 18.12.2018:  
Name: StatSoft Polska Sp. z.o.o.
Sitz: Kraszewskiego 36, 30-110 Kraków, Poland
Gesellschafter: 51 % arondIT GmbH
Stammkapital: 100.000 PLN

Mitglieder der Organe der Gesellschaft

Vorstand:

Herr Stephan Schilling, Diplom- Informatiker, Vorstand

Die Angabe der Höhe der Bezüge des Vorstandsmitgliedes unterbleibt. Von der Schutzformel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Mitglieder des Aufsichtsrates:

Herr Otto Prange. Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater (Vorsitzender)

Herr Dr. rer. pol. Stephan Peters, Mitglied des Vorstands der Rhenus SE & Co. KG (stellv. Vorsitzender)

Herr Prof. Dr. Norbert Klusen, ehem. Vorsitzender des Vorstandes der Techniker Krankenkasse

Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf 33.750 €.

 

Dortmund, den 01.03.2019

gez. Stephan Schilling, Vorstand

Anlagenspiegel (Beilage zum Anhang)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2018 Zugänge davon Zinsen für FK Abgänge Umbu-
chungen
BP- Anpassung Stand 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände              
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 500.127,68 182.427,89 0,00 0,00 0,00 0,00 582.555,57
II. Sachanlagen              
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.856.454,81 218.184,46 0,00 44.944,84 0,00 0,00 2.029.694,43
  2.356.582,49 400.612,35 0,00 44.944,84 0,00 0,00 2.712.250,00
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2018 Geschäftsjahr (Zugang) Zuschrei-
bungen
Abgänge Umbu-
chungen
Stand 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 469.359,68 28.054,89 0,00 0,00 0,00 497.414,57
II. Sachanlagen            
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.527.265,81 157.354,46 0,00 44.944,84 0,00 1.639.675,43
  1.996.625,49 185.409,35 0,00 44.944,84 0,00 2.137.090,00
Buchwert
31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 185.141,00 30.768,00
II. Sachanlagen    
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 390.019,00 329.189,00
  575.160,00 359.957,00

Der Bestätigungsvermerk wurde zum vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht erteilt und betrifft nicht die vorliegende, unter Inanspruchnahme der Offenlegungserleichterungen des § 327 HGB verkürzte Fassung.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Comline AG, Dortmund

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Comline AG, Dortmund - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vorn 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Comline AG, Dortmund für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Wir haben keine sonstigen Sachverhalte festgestellt, auf die hinzuweisen wäre.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 01. März 2019

gez. Hendrik Ansink, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates 2018

der Comline AG

Die Comline AG kann auf ein erneut erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Wie in den Vorjahren konnten Umsatz und Ergebnis in 2018 erneut gesteigert werden.

Im Bereich Gesundheitswesen bleiben neben der Informationslogistik und Prozessautomatisierung auf Basis der helic-Suite die Ergänzung von Funktionen für die Bestandsführungssysteme der Krankenkassen sowie deren Beratung Kerngeschäft der Comline AG. Mit der Entwicklung von Online-Prozessen unter Anwendung neuer Techniken und Technologien verhilft die Comline gesetzlichen Krankenkassen zu Effizienzsteigerungen, insbesondere in den Prozessen vom und zum Versicherten. Die Vielfalt an Themen in diesem Bereich wie auch der Handlungsbedarf sind groß.

Comline begleitet Fusionsprozesse einzelner Kassen und verfügt über Softwaremodule, die sowohl Datenmigrationen und Fusionen unterschiedlicher Systeme erleichtern als auch eine bestmögliche Kundenpflege ermöglichen. Neben den gesundheitspolitischen Kernthemen ist zudem auch eine Regulierung im Bereich Big Data zu erwarten. Die Comline AG ist auf sich ändernde Rahmenbedingungen eingestellt und sieht sich in der strategischen Ausrichtung und der Positionierung ihres Leistungsportfolios bestätigt.

Neben der Intensivierung der Zusammenarbeit mit Kernsystem-herstellern stärkt die Zunahme des Lizenzverkaufs sowie die Erhöhung von (wiederkehrenden) Software-Mieten die Basis für die nächsten Jahre.

Im Bereich Financial Services verfügt die Comline AG mit dem Produkt helic Analyzer über Lösungen für die automatische Verarbeitung von Bilanzen, GuVs und BWAs, mit helic ID über Lösungen zur automatisierten Erfassung von Legitimationsdaten.

Mit der Vermarktung des Produktes helic Analyzer und seiner Zusatzmodule konnten auch in 2018 neue Kunden gewonnen und der Umfang der bestehenden Produktnutzung weiter ausgeweitet werden. Für das Produkt helic ID wurden dank des Abschlusses strategischer Partnerschaften neue Zielgruppen erschlossen und damit das Absatzpotenzial deutlich erhöht.

Im Bereich Government bietet Comline mit dem Produkt helic IHK und dessen Produkterweiterungen Lösungen bei Projekten rund um die Thematik Digitalisierung von Geschäftsprozessen. In der Rolle eines maßgeblichen Partners hat die Comline AG viele IHKs bei strategischen Digitalisierungsprojekten erfolgreich begleitet. Sich hieran anschließende Ausbauprojekte sowie gelebte Kooperationen mit weiteren Stammdienstleistern der IHKs weisen den Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

Aufsichtsrat und Vorstand haben Marktveränderungen sowie die strategische Ausrichtung eingehend erörtert. Der Bekanntheitsgrad der Marke helic hat stark zugenommen, helic-Produkte haben sich in Kundenkreisen mehr und mehr durchgesetzt. Die helic Produktpalette als Grundlage für die Ausrichtung auf Lizenzgeschäft und produktbezogene Dienstleistungen wurde um die Komponenten @web und @app ergänzt.

Auch in Zukunft konzentriert sich die Comline AG mit Hilfe ihrer Mitarbeiter-Kompetenzen, die sich durch ein hohes Maß an technologischem und fachlichem Knowhow auszeichnen, auf den Bereich Gesundheitswesen als Marktführer in diversen Segmenten. Der Bereich Finanzdienstleistung wird als zweite wesentliche Säule kontinuierlich aufgebaut. Dazu dienen insbesondere die Kooperationen mit den wesentlichen Kern-banksystemanbietern. Im Bereich Öffentliche Hand soll die Marktführerschaft im Segment IHKs weiter ausgebaut werden.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand kontinuierlich über die aktuelle Lage informiert. Auf Basis eines umfangreichen monatlichen Management-Reportings wurde dem Aufsichtsrat sowohl ein Bild der einzelnen Bereiche wie auch das des Gesamtunternehmens vermittelt. Dadurch war eine schnelle Reaktion auf Veränderungen im Geschäftsverlauf möglich. Dazu gehörte auch die sorgfältige Beobachtung und Einschätzung von Veränderungen in der Kundenstruktur und des Auftragsbestandes. Nennenswerte Abweichungen von den Planzahlen wurden ausgiebig erörtert und Strategien geprüft, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Dem Aufsichtsrat wurden alle Vorgänge und Angelegenheiten vorgelegt, die seiner Zustimmung bedürfen. Er stand mit dem Vorstand im laufenden Kontakt und erörterte mit ihm die Unternehmensziele und Perspektiven für die Sicherung und Stärkung der Positionen der Comline AG in den unterschiedlichen Bereichen.

Auf Basis der umfänglichen Informationen und Gespräche hat der Aufsichtsrat die Führung der Geschäfte der Comline AG permanent verfolgt und überwacht. Er hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und zustimmungspflichtige Geschäfte genehmigt.

Im Geschäftsjahr 2018 fanden vier Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Erörtert wurden der Geschäftsverlauf, die strategische Positionierung sowie Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken und die Erschließung neuer Aktionsfelder. Ferner ging es um die Kosten- und Ertragsentwicklung, die Investitions- und Finanzplanung für 2019, Personal-Management und Recruiting sowie die Liquiditätslage und die Kapitalstruktur.

Gemäß des Beschlusses der Hauptversammlung vom 09. Mai 2018 hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Consul GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Frankfurt am Main den Auftrag erteilt, den Jahresabschluss der Gesellschaft unter Einbeziehung der Buchführung sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 zu prüfen und über das Prüfungsergebnis Bericht zu erstatten.

Die beauftragten Wirtschaftsprüfer haben den Jahresabschluss und den Lagebericht der Comline AG für das Geschäftsjahr 2018 geprüft und mit dem uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Jahresabschluss, Lagebericht und der Bericht des Wirtschaftsprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses haben den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen in seiner Sitzung am 21. März 2019 eingehend geprüft und mit dem Vorstand erörtert. Der verantwortliche Prüfer stand für Informationen und Auskünfte zur Verfügung.

Nach den Erkenntnissen des Aufsichtsrates ist der Vorstand in der Lage, mit dem bestehenden Informationssystem die Entwicklung des Unternehmens und aufkommende Risiken frühzeitig zu erkennen.

Aus der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes durch den Aufsichtsrat haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat stimmt der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage und der künftigen Entwicklung der Comline AG - wie sie vom Vorstand im Lagebericht dargestellt wurde - zu und tritt dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer aufgrund seiner eigenen Erkenntnisse bei.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 durch Beschluss vom 21. März 2019 einstimmig festgestellt.

Im Rahmen der Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31.12.2018 hat der Abschlussprüfer den vom Vorstand nach § 312 Abs. 1 Aktiengesetz für das Geschäftsjahr 2018 aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) geprüft und im Ergebnis bestätigt, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Der Aufsichtsrat hat den aufgestellten Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Abhängigkeitsberichtes, wonach die Comline AG bei jedem Rechtsgeschäft mit verbundenen Unternehmen nach den Umständen, die dem Vorstand im Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, angemessene Gegenleistungen erhalten hat.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Comline AG, dem Betriebsrat und dem Vorstand für die im Jahr 2018 geleistete Arbeit.

 

Dortmund, den 21. März 2019

Otto Prange (AR-Vorsitzender)

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5 nahegelegene Organisationen

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