Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 209338
Vorher
Mondstein 331. GmbH
Eingetragen
3.1.2014
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenReparatur und Instandhaltung von SchienenfahrzeugenVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Beratung und Übernahme von Managementfunktionen sowie Vermittlung von Aufträgen und Erbringung von Dienstleistungen aller Art für andere Unternehmen, die den Kauf und Verkauf sowie die gewerbliche Überlassung von Lokomotiven und Schienenfahrzeugen zum Gegenstand haben sowie Vermietung, gewerbsmäßige Überlassung, Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung von Lokomotiven und Schienenfahrzeugen sowie Erbringung von anderen Dienstleistungen in diesem Zusammenhang.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Christian Kern
seit 29.9.2022
Geschäftsführer
Thorsten Priebe
seit 27.10.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ELL BidCo Société à responsabilité limitéeLUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ELL BidCo Société à responsabilité limitée
Luxembourg
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ELL Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

A. Unternehmenszweck

Die ELL Germany GmbH mit Sitz in München ist unter der Registernummer HRB209338 beim Handelsregister München eingetragen.

Zweck des Unternehmens ist die Vermietung, gewerbsmäßige Überlassung, Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung von Lokomotiven und Schienenfahrzeugen sowie Erbringung von anderen Dienstleistungen in diesem Zusammenhang, die überwiegend von der Schwestergesellschaft ELL GmbH & Co KG (Sitz: Gräfelfing) angeschafft wurden. Die ELL GmbH & Co. KG erhält für die Bereitstellung der Lokomotiven an die Schwestergesellschaft ein Leistungsentgelt.

B. Forschung und Entwicklung

Bedingt durch das Geschäftsmodell und den Unternehmenszweck ist die Gesellschaft nicht (oder nur im eingeschränkten Ausmaß) im Bereich Forschung und Entwicklung tätig.

2. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die ELL Germany GmbH blickt auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück. Die Geschäftstätigkeit konnte nach abklingen der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ausgedehnt werden. Dies spiegelt sich in den Umsatzerlösen und im Jahresergebnis wider. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 betrug 76,4% (Vj.: 65,6%). Der Trend der letzten Jahre setzt sich fort und mehr Personen nutzen den Zug als Verkehrsmittel. Beim Güterverkehr wird ein kleines Wachstum für 2024 prognostiziert.1

B. Geschäftsverlauf und Lage

I. Ertragslage

Die Ertragspositionen haben sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr 2022 wie folgt entwickelt:

Veränderung
Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
TEUR %
Umsatzerlöse 80.276,69 72.600,09 7.676,60 10,57%
Betriebsergebnis 5.748,09 5.420,20 327,89 6,05%
Finanzergebnis 919,15 -16,97 936,12 k. A.%
Steuern -1.148,90 -1.910,60 761,70 -39,87%
Jahresüberschuss 5.518,34 3.492,63 2.025,71 58,00%

Die Umsatzerlöse sind aufgrund von An- und Vermietungen im Geschäftsjahr 2023 nahezu proportional (+10,57%) zum Anwuchs der Flotte der ELL-Gruppe, die von 181 Lokomotiven zum Jahresende 2022 auf 201 Lokomotiven (+ 11,05%) zum Jahresende 2023 angewachsen ist, weiter angestiegen. Die neuen Lokomotiven werden erst in 2024 voll umsatzwirksam. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2023 (TEUR 382, Vj,: TEUR 786) war vor allem darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr sonstige Erträge aus Versicherungsvergütungen gebucht wurden. Der Materialaufwand (TEUR 72.527, Vj.: TEUR 63.655) ist aufgrund der Erhöhung der Anzahl der Lokomotiven und der vorgesehenen laufenden Inspektionen überproportional angestiegen. Die Erhöhung des Personalaufwandes ist auf die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter zurück zu führen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen auf TEUR 827 (Vj.: TEUR 2.904), vor allem aufgrund einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung für wahrscheinlich in Österreich nachträglich fällig werdende Vertragsgebühren.

1 Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2975/umfrage/transportleistung-der-eisenbahnen-im-gueterverkehr-in-deutschland/

Das Betriebsergebnis und das Jahresergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr 2022 aufgrund der oben angeführten, verringerten sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich. Nennenswerte Zinsaufwendungen (TEUR 4, Vj.: TEUR 17) fielen in 2023 wie im Vorjahr 2022 nicht an. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in der Höhe von TEUR 924 (Vj.: TEUR 0) sind aufgrund der nun durchgeführten Verzinsung von Intercompany-Forderungen gestiegen . Die Ertragssteueraufwendungen von TEUR 1.149 (Vj.: TEUR 1.911) sind aufgrund von Auflösungen der Steuerrückstellungen gegenüber dem Vorjahr 2022 gesunken. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 571 (Vj.: 0) an Ertragssteuerrückstellungen aufgelöst, die nicht das Wirtschaftsjahr 2023 betroffen haben.

II. Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft von TEUR 22.306 (Vj.: TEUR 16.787) erhöhte sich durch das Ausbleiben von Ausschüttungen um den Jahresgewinn in Höhe von TEUR 5.518. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr 2022 von 65,6% auf 76,4% gestiegen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt rd. TEUR -1.170 (Vj. : TEUR 2.538), der Cashflow aus Investitionstätigkeit rd. TEUR -208 (Vj.: TEUR -65). Der frei verfügbare Finanzmittelbestand der Gesellschaft beträgt am Bilanzstichtag rd. TEUR 2.430 (Vj.: TEUR 3.808).

III. Vermögenslage

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von rd. 2,0 Mio. EUR aus (Vj.: 1,9 Mio. EUR). Darin berücksichtigt sind Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vj.: 1,2 Mio. EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen rd. 22,7 Mio. EUR (Vj.: 18,4 Mio. EUR). Die Veränderungen der Konzernforderungen ist im Wesentlichen durch die konzerninterne Dienstleistungsverrechnung und die Liquiditätssteuerung innerhalb der ELL-Gruppe verursacht. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vj.: 1,3 Mio. EUR) erhöhten sich geringfügig aufgrund von höheren Kautionen.

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vj.: 1,7 Mio. EUR) haben sich aufgrund des der Auflösung und Verwendung von Vorjahresrückstellungen verringert. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vj.: 3,8 Mio. EUR) verringerten sich, wobei die erwarteten Aufwendungen für die Nachzahlung von Vertragsgebühren aus dem letzten Jahr bereits teilweise verwendet wurden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 1,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr Vj.: 2,8 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr gesunken und sind wie im Vorjahr ausnahmslos kurzfristig. Die hohe Verminderung resultiert aus einer StichtagsbetrachtungI.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen blieben mit 0,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr Vj.: 0,0 Mio. EUR) von untergeordneter Bedeutung.

C. Finanzielle Leistungsindikatoren

Letztendlich wird der Return on Investment (Eigenkapitalrendite) als finanzieller Leistungsindikator für die ELL-Gruppe (und somit auch für die ELL Germany GmbH) herangezogen. Da sich die Unternehmensgruppe jedoch weiterhin in der Phase der Expansion befindet, wird dieser nicht laufend aktiv überprüft und es werden andere Leistungsgrößen wie die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis als Maßstab für die laufende Messung des Erfolgs des Unternehmens herangezogen. Die aktuelle gesamtwirtschaftliche Situation bedingt zudem die Priorisierung anderer Indikatoren wie die laufende Liquiditätssteuerung (verbunden mit dem Zahlungsverhalten von Kunden und gegenüber Lieferanten) sowie eine verstärkte Überwachung der Kostenstruktur.

D. Gesamtaussage

Die ELL Germany GmbH ist ein weiterhin expandierendes Unternehmen, dessen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als sehr gut eingeschätzt wird.

Die Umsatzentwicklung zeigt im Jahr 2023 gegenüber den Vorjahren weiterhin eine sehr positive Tendenz. Die Finanzierung der Gesellschaft ist auch unter Berücksichtigung der langfristig orientierten Gesellschafter, überwiegend durch die Eigenkapitalquote von rd. 76%, weitestgehend sichergestellt. Die Finanzierung der Lokomotiven erfolgt ausschließlich durch die Muttergesellschaft, die ELL BidCo S.a.r.l., Die finanziellen Mittel zur Anschaffung der Lokomotiven werden als Bareinlage der ELL GmbH & Co KG zur Verfügung gestellt. Diese vermietet die Lokomotiven an die ELL Germany GmbH, die ihrerseits an den Endkunden vermietet.

3. Zweigniederlassungsbericht

Das Unternehmen unterhält neben dem Sitz in München keine weiteren Zweigniederlassungen.

4. Prognosebericht

Die ELL-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2023 ihr neunjähriges Bestehen feiern. In diesem relativ kurzen Zeitraum ist es gelungen, die ELL-Gruppe als einen der bedeutendsten Anbieter für den Lokomotiventyp "Vectron" zu etablieren. Gemeinsam mit den Schwestergesellschaften ELL GmbH & Co. KG und ELL Austria GmbH ist es der Gesellschaft gelungen, innerhalb weniger Jahre mehr als 200 Lokomotiven auf dem Markt zu platzieren und die für das Kundenangebot notwendigen Infrastrukturen und Leistungsangebote zu schaffen.

Im Lagebericht des Vorjahres 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2023 einen leichter Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zu 2022, bei einem stabilen Jahresergebnis, prognostiziert. Diese Umsatzentwicklung ist in 2023 eingetreten und sogar übertroffen worden. Das Jahresergebnis für 2023 ist durch die positive Geschäftsentwicklung gegenüber dem Vorjahr 2022 gestiegen.

Die Nachfrage nach dem von der ELL-Gruppe angebotenen Dienstleistungspaket ist weiterhin hoch. Der Lieferplan sieht den Zugang von 40 Lokomotiven bis 31.12.2024 vor, dies entspricht einer Ausweitung der Flotte um 20%. Durch diese Zugänge, die volle Umsatzwirkung der Anschaffungen des Vorjahres und zu einem geringeren Anteil durch vertraglich vereinbarte Preiserhöhungen für Bestandslokomotiven, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen weiteren Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr 2023. Mieterwechsel, eine zirka doppelt so hohe Anzahl an zur Revision fälligen Lokomotiven und Umbauten an Bestandslokomotiven haben dämpfende Wirkung auf das Umsatzwachstum. Insgesamt wird ein Umsatzwachstum von mehr als 10% erwartet. Durch hohen Inflationsdruck auf der Kostenseite erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr 2023 ein stabiles Jahresergebnis.

5. Chancen- und Risikobericht

A. Technische Chancen und Risiken

Eine Gefährdung der Vertragserfüllung durch die Gesellschaft könnte vorliegen, wenn betriebsbereite Lokomotiven oder Ersatzteile nicht lieferbar bzw. nicht rechtzeitig lieferbar sein sollten. Die möglichen Auswirkungen, insbesondere finanzieller Art, dieser Risiken sind jedoch durch die Liefervereinbarungen begrenzt und werden individuell bei Vertragsabschluss durch das Management bewertet.

Mittlerweile konnte sich die "Vectron" (mit der ELL-Gruppe als einem der Hauptplayer) im Markt etablieren und es liegen hinreichend Erfahrungswerte vor, um sicherzustellen, dass bei diesem Lokomotiventyp keine wesentlichen Serienmängel vorliegen. Die Lokomotiven konnten durch die enge Zusammenarbeit der ELL-Gruppe mit Siemens stetig verbessert werden, sodass noch höhere Verfügbarkeitsquoten sichergestellt werden konnten. Das ausgeprägte Know-how der (Service-) Techniker der ELL-Gruppe, das umfangreiche (und stetig wachsende) Ersatzteillager der Schwestergesellschaft ELL GmbH & Co. KG, sowie eine gute Zusammenarbeit mit dem Hauptlieferanten, der Siemens-Gruppe, ermöglichen eine rasche Inbetriebsetzung bei Ausfällen.

Aufgrund der Kalkulierung einiger Lokomotiven als Ersatzlokomotiven für Revisionsarbeiten besteht ein geringes Risiko eines Umsatzausfalls.

B. Wirtschaftliche Chancen und Risiken

Risiken

Markt- und Liquiditätsrisiken sind die derzeit wesentlichen Geschäftsrisiken der ELL Germany GmbH.

I. Marktrisiko

In den kommenden Jahren werden einige der (langfristig abgeschlossenen) Mietverträge der Gesellschaft mit Drittkunden auslaufen. Prinzipiell ist aber, nicht zuletzt aufgrund ökologischer Aspekte, sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr, ein Anstieg des Schienenverkehrs wahrzunehmen.

II. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Gesellschaft oder der Konzern Schwierigkeiten hat, den Verpflichtungen im Zusammenhang mit seinen finanziellen Verbindlichkeiten nachzukommen, die durch die Bereitstellung von Barmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten beglichen werden. Der Ansatz zur Verwaltung der Liquidität besteht darin, sicherzustellen, dass immer ausreichend Liquidität zur Verfügung steht, um den Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nachzukommen, dies sowohl unter normalen als auch unter Stressbedingungen, ohne inakzeptable Verluste zu erleiden oder den Ruf zu schädigen. Die Mutter, ELL BidCo S.a.r.l., konnte in den vergangenen Jahren auf ein stabiles Finanzierungsfundament in Form einer Kombination aus Kreditverbindlichkeiten der Banken und Eigenkapital zurückgreifen.

Liquiditätsengpässe können unter anderem durch den Ausfall wichtiger Kunden, unerwartete Preissteigerungen bei wichtigen Lieferanten, Nichteinsatzfähigkeit der Lokomotiven oder steigende Kreditzinsen bzw. eingeschränkte Verfügbarkeit von Refinanzierungsmöglichkeiten entstehen.

Die Gesellschaft verfügt über ein Risk-Management-System um solche Risiken rechtzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können. Aus gegenwärtiger Sicht ist unter anderem aufgrund des derzeit vorhandenen Kundenstocks, von Rahmenvereinbarungen mit wichtigen Lieferanten, der technischen Reife der Lokomotiven, den langfristigen Beziehungen zu den finanzierenden Banken und dem generell als positiv zu bewertenden Branchenumfeld mit keinen existenzgefährdenden Liquiditätsengpässen zu rechnen.

III. Fremdwährungsrisiko

Fremdwährungsrisiken können sich aus den Leistungsverpflichtungen mit Geschäftspartnern in Ländern außerhalb des Euroraumes ergeben. Da sowohl die Kunden- als auch die Lieferantenbeziehungen fast ausschließlich in EUR bestehen, kann das Fremdwährungsrisiko jedoch als sehr geringfügig angesehen werden.

IV. Zinsrisiko

Künftige Veränderungen im Zinsniveau können grundsätzlich zu höheren Finanzaufwendungen führen. Da die Gesellschaft jedoch über eine hohe Eigenkapitalquote verfügt, ist dadurch das Zinsänderungsrisiko begrenzt.

V. Geopolitische Risiken aus dem Russland-Ukraine-Krieg

Die Invasion Russlands in die Ukraine hat in vielen Branchen Liefereinschränkungen ausgelöst. Bislang war die Gesellschaft weder bedeutsam direkt noch indirekt betroffen. Sollte die Auseinandersetzung länger andauern oder sich ausweiten, könnten sich zudem auch Auswirkungen auf den Absatz ergeben. Es besteht die Gefahr einer weiteren Verschärfung der Konfliktsituation und entsprechender Sanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland sowie möglicher Vergeltungsmaßnahmen Russlands. Sanktionen mit Bezug auf den Kapitalmarkt und den Import und Export von Gütern und Rohstoffen könnten zu schwer abschätzbaren Auswirkungen führen.

Chancen

Der durch ökologische Faktoren bedingte Trend zur Verlagerung des Güterverkehrs und des Personenfern- und -nahverkehrs in Richtung Bahn schafft mittel- und langfristig ein voraussichtlich günstiges Branchenumfeld für die Gesellschaft.

Die Flexibilität und die Qualität des Lokomotivtyps Vectron sowie des von der Gesellschaft sowie der ELL-Gruppe angebotenen Leitungspakets stellen besondere Chancen in einem generell positiven Marktumfeld dar.

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation sowie der voraussichtlichen Entwicklung ergibt, dass für die Gesellschaft keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind auch - mit Ausnahme der vorstehenden Sachverhalten - keine Risiken und Chancen erkennbar, welche die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage wesentlich beeinflussen. Allerdings kann die tatsächliche Entwicklung wesentlich von den aufgestellten Planungen und Prognosen abweichen, was gegebenenfalls entsprechende Reaktionen erfordern würde.

 

28. Juni 2024

ELL Germany GmbH, München

Christian Kern

Thorsten Priebe

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A Anlagevermögen
I Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene ähnliche Rechte 15.435,00 22.148,00
II Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 353.764,00 215.401,00
369.199,00 237.549,00
B Umlaufvermögen
I Vorräte
fertige Erzeugnisse und Waren 145,48 0,00
II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.955.055,73 1.902.699,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.658.282,56 18.371.120,87
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.791.547,84 1.267.906,57
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 593 (Vj. TEUR 412)
- davon aus Steuern TEUR 1.196 (Vj. TEUR 855)
26.404.886,13 21.541.726,88
II Guthaben bei Kreditinstituten 2.429.872,11 3.807.892,41
28.834.903,72 25.349.619,29
C Rechnungsabgrenzungsposten 602,56 334,63
D Aktive latente Steuern 1.500,48 11.339,50
AKTIVA 29.206.205,76 25.598.842,42

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A Eigenkapital
I Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II Gewinnvortrag 16.762.454,97 13.269.820,27
III Jahresüberschuss 5.518.343,41 3.492.634,70
22.305.798,38 16.787.454,97
B Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 671.196,33 1.726.228,79
2. Sonstige Rückstellungen 3.524.635,11 3.799.318,46
4.195.831,44 5.525.547,25
C Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.116.333,49 2.821.336,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.797,07 8.498,82
- davon aus Lieferungen und Leistungen TEUR 0 (Vj. TEUR 8)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 902.445,38 288.005,06
- davon aus Steuern TEUR 22 (Vj. TEUR 36)
2.032.575,94 3.117.840,20
D Rechnungsabgrenzungsposten 672.000,00 168.000,00
PASSIVA 29.206.205,76 25.598.842,42

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 80.276.689,05 72.600.088,21
2. Sonstige betriebliche Erträge 382.134,66 785.897,40
- davon aus Währungsumrechnung € 897,24 (Vj. € 0,00)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 726.432,20 870.932,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 71.800.761,19 62.784.016,38
72.527.193,39 63.654.948,54
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.240.380,23 1.133.072,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 239.624,44 201.794,76
- davon für Altersversorgung: € 5.034,17 (Vj. € 10.437,00) 1.480.004,67 1.334.867,24
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 76.195,64 72.407,14
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 827.340,73 2.903.560,34
- davon aus Währungsumrechnung € 149,24 (Vj. € 649,85)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 923.617,82 252,75
- davon aus verbundenen Unternehmen € 920.323,41 (Vj. € 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.465,00 17.220,87
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.148.898,69 1.910.599,53
- davon latenter Steueraufwand € 9.839,02 (Vj. € 0,00)
- davon latenter Steuerertrag € 0,00 (Vj. 8.909,26)
10. Ergebnis nach Steuern 5.518.343,41 3.492.634,70
11. Jahresüberschuss 5.518.343,41 3.492.634,70

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen und Jahresabschluss

Die ELL Germany GmbH, MünchenSitz in , Lochhamer Schlag 5 ist im Handelsregister B des Amtsgerichts in München unter der Nummer HRB209338 eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256 a HGB sowie die aufgrund der Rechtsform der Gesellschaft anzuwendenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der § 264 ff. HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet. Die wesentlichen betrieblichen Anlagen der Gesellschaft (Lokomotiven) werden weitestgehend, zur Entlastung der Bilanz und einhergehender Verbesserung der Eigenkapitalquote infolge reduzierter Bilanzsumme, zum Teil mittel- bzw. langfristig, angemietet. Die entsprechenden Aufwendungen werden im Materialaufwand unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewendet.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 8 Jahren) bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgen auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen bzw. anderer branchenüblichen Abschreibungstabellen, bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren.. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungskosten bewertet. Gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens wurden gemäß § 240 Abs. 4 HGB mit gewogenen Durchschnittswerten angesetzt. Wertberichtigungen auf die Vorräte waren nicht vorzunehmen.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen wurden einzeln bewertet. Bei Bedarf wurden entsprechend dem Niederstwertprinzip Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Aktive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Vom Wahlrecht der Aktivierung der aktiven latenten Steuern wurde Gebrauch gemacht.

Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um bestehende und erkennbare Risiken sowie zukünftige Verpflichtungen abzudecken. Sofern Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen, werden diese gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durch die Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre zum Bilanzstichtag 31.12.2023 abgezinst. Zukünftige Preis und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Vom Wahlrecht der Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Grundsätze der Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren für Forderungen (Niederstwertprinzip) bzw. höher lagen für Verbindlichkeiten (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus beiliegendem Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Restlaufzeit der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände mit Ausnahme von im Posten sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesenen Kautionen in Höhe von EUR 592.600,33 (Vj.: EUR 412.473,15) beträgt wie im Vorjahr bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen und weisen wie im Vorjahr ausnahmslos eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden verzinst. Forderungen gegen Gesellschafter bestanden wie im Vorjahr nicht.

In Höhe der aktiven latenten Steueransprüche von EUR 1.500,48 (Vj.: EUR 11.339,50) besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB und ergeben sich aus Bewertungsunterschieden für Rückstellungen für Personalkosten. Sie setzten sich aus Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag zusammen und betragen insgesamt ca. 25% der Bemessungsgrundlage.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend im Geschäftsjahr bezogene, aber noch nicht abgerechnete Fremdleistungen, Gebührenstrafen und Energiekosten sowie Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern und die Verpflichtungen aus Jahresabschlussprüfung und Steuerberatung für das Geschäftsjahr 2023.

Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahreine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf und sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstanden überwiegend aus Dienstleistungen und sind daher nicht mit Eigentumsvorbehalt besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestanden wie im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

4. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 80.277 (Vj. TEUR 72.600) und stammen überwiegend aus dem Leistungsentgelt für die Vermietung von Lokomotiven an Drittkunden sowie aus weiterverrechneten Instandhaltungskosten. Nach §285 Nr.4 HGB entfallen von den Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 32.382 auf Deutschland (Vj. TEUR 26.433), TEUR 46.501 auf andere EU-Staaten (Vj. TEUR 43.649) und TEUR 1.394 auf Drittstaaten (Vj. TEUR 2.519).

Erträge und Aufwendungen nach § 285 Nr.31 und Nr. 32 HGB

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für 2023 enthielten keine Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung. Die sonstigen betrieblichen Erträge für 2023 enthalten i.H.v. TEUR 571 Auflösungen aus Steuerrückstellungen und TEUR 217 teilweise Auflösungen im Vorjahr gebildeter Rückstellung für eine Gebührenstrafe.

5. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

Für die aus der Finanzierung der Lokomotiven der ELL-Gruppe bestehenden Kreditverbindlichkeiten (Zum 31. Dezember 2023: rd. 571 Mio. EUR) hat die ELL Germany GmbH ihre Bankguthaben verpfändet, die Forderungen zu Sicherungszwecken übertragen sowie eine Garantie abgegeben. Die Haftungsverhältnisse bestehen zugunsten verbundener Unternehmen.

Die Verpflichtungen aus zugunsten verbundener Unternehmen bestellten Sicherheiten für ausgereichte Darlehen sind nicht zu passivieren. Die verbundenen Unternehmen haben bis dato alle Raten fristgerecht an die betreffenden Kreditinstitute zurückgezahlt, sodass davon auszugeben ist, dass diese ihrer Verpflichtungen auch weiterhin vertragsgemäß erfüllen werden. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft wird daher nicht gerechnet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen mit Dritten bestanden Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 i.H.v. rd. EUR 6,1 Mio., davon TEUR 1.842 mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, TEUR 4.285 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren, und EUR 0,00 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verpflichtungen betreffen angemietete Lokomotiven sowie Büro- und Lagerflächen.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 15 (Vj.: 13) Mitarbeiter. Es handelt sich wie im Vorjahr ausschließlich um Angestellte.

Konzernverhältnisse

Die ELL Bidco S.ŕ r.l., Luxemburg, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis ("ELL-Gruppe") auf, in den die ELL Germany GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens einzusehen.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch die Geschäftsführer:

- Herrn Christian Kern, CEO, Wien, Österreich

- Herrn Thorsten Priebe, CTO, Eschweiler, Deutschland

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen lagen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor.

Abschlussprüferhonorar

Die Aufwendungen für Honorare an unseren Abschlussprüfer betrugen für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 37 (Vj. TEUR 34) und entfallen ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Gesellschaft eine i. S. d. § 285 Nr. 33 HGB besondere Bedeutung haben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.518.343,41 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 16.762.454,97 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

30. Juni 2024

ELL Germany GmbH, München

Christian Kern

Thorsten Priebe

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 11.09.2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 127.785,99 0,00 0,00 127.785,99
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 536.490,40 207.845,64 11.135,94 733.200,10
GESAMT 664.276,39 207.845,64 11.135,94 860.986,09
ABSCHREIBUNGEN
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 105.637,99 6.713,00 0,00 112.350,99
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 321.089,40 58.346,70 0,00 379.436,10
GESAMT 426.727,39 65.059,70 0,00 491.787,09
Buchwerte Stand 31.12.2023
EUR
Buchwerte Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 15.435,00 22.148,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 353.764,00 215.401,00
GESAMT 369.199,00 237.549,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ELL Germany GmbH, München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der ELL Germany GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ELL Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS " unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 24. Juli 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jarraß, Wirtschaftsprüfer

Kratz, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.