Mainzer Stadtwerke AG

Rheinallee 41, 55118 Mainz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 651
Vorher
Stadtwerke Mainz, Aktiengesellschaft
Eingetragen
24.6.1971
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens von Amts wegen berichtigt: Die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, die Entsorgung, der öffentliche Nahverkehr, der Bäderbetrieb, der Betrieb eines Hafens, der Betrieb der städtischen Fernmeldeanlagen, das Erbringen von Kommunikationsdienstleistungen jeglicher Art, die Baulandentwicklung, die Entwicklung und gewerbsmäßige Vermarktung der eigenen Immobilien sowie der Betrieb der Straßenbeleuchtung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Behrens
seit 25.3.2026
Prokura
Kerstin Stumpf
seit 16.4.2024
Vorstandsmitglied
Miriam Verena Ludes
seit 1.2.2019
Prokura
Daniel Gahr
seit 22.3.2017
Vorstandsmitglied
Eivind Dugstad
seit 12.1.2016
Prokura
Jörg Olaf Heinrich
seit 7.5.2013
Prokura
Stephan Wilhelm Krome
seit 15.8.2005
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mainzer Stadtwerke AG

Mainz

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Gesellschaftliche Grundlagen

Die Mainzer Stadtwerke AG (MSW) wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 2. Juni 1971 gegründet und am 24. Juni 1971 in das Handelsregister eingetragen.

Gesellschafter sind die Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mit beschränkter Haftung, Mainz, sowie die Stadt Mainz. Der Zweck der MSW ist die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, die Entsorgung, der öffentliche Nahverkehr, der Betrieb eines Hafens, der Betrieb der städtischen Fernmeldeanlagen, das Erbringen von Kommunikationsdienstleistungen jeglicher Art, die Entwicklung und gewerbsmäßige Vermarktung der eigenen Immobilien, der Betrieb des Stadtbades sowie der Betrieb der Straßenbeleuchtung.

Im Geschäftsjahr 2023 umfassten die Aktivitäten der MSW vor allem die Konzernführung (inklusive Beteiligungen), die Wassergewinnung, die Verpachtung des Wassernetzes und die Immobilienverwaltung. Ein Großteil der Tätigkeiten im Geschäftsbereich "Versorgung" wird von Tochtergesellschaften erbracht, insofern wird das Jahresergebnis maßgeblich durch deren Ergebnisse geprägt.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den globalen Krisen. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Einbruch im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nicht fort. Insgesamt hat sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 etwas verschlechtert. Zwei wichtige Indikatoren für die gesamtwirtschaftliche Situation sind die Entwicklung der Exporte und des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Exporte sanken im Jahr 2023 um rund 1,4 % 1 im Vergleich zum Vorjahr (i.Vj. Anstieg 14,3 %). Eine ähnliche Entwicklung ist bei der Wirtschaftsleistung festzustellen. Diese sank im Geschäftsjahr (preisbereinigt) im Vergleich zu 2021 um 0,3 % 2 (i.Vj. Anstieg 1,9 %).

Die MSW bewegt sich in einem relativ stabilen Marktumfeld und ist nicht so stark wie Unternehmen anderer Branchen von der Entwicklung der Realwirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland abhängig. Die Rahmenbedingungen für die MSW ergeben sich vor allem auch aus den Vorgaben der Bundesnetzagentur hinsichtlich der anzuerkennenden Kosten und Effizienzwerte im Rahmen der Genehmigungsverfahren für die Sparten Strom- und Gasnetzbetrieb. Der Ukraine-Krieg und die Energiepreiserhöhungen hatten allerdings auch weiterhin Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der MSW-Gruppe. Hierzu haben wir zu den einzelnen Geschäftsbereichen sowie im Ausblick die entsprechenden Aussagen getroffen.

Entwicklung im Geschäftsbereich Versorgung

Operativer Betrieb der Strom- und Gasnetze

Für den Geschäftsverlauf eines Strom- und Gasnetzbetreibers sind Entwicklungen im energiewirtschaftlichen Umfeld von hoher Bedeutung. Gesetzgebung und Rechtsprechung prägen die regulatorischen Rahmenbedingungen. Zusätzlich beeinflussen Entscheidungen der Regulierungsbehörden den Erfolg des Unternehmens nachhaltig. Zu den wichtigsten Gesetzen und Verordnungen zählen das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), die Anreizregulierungsverordnung (ARegV), die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV), die Gasnetzentgeltverordnung (GasNEV), das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G).

Die grundsätzliche Struktur der Anreizregulierung, welche auf die Reduzierung der Netzentgelte bzw. auf einen Abbau etwaiger Ineffizienzen ausgelegt ist, bleibt unverändert. Die kontinuierliche Senkung der Erlöse führt gleichzeitig zur permanenten Fortführung des bereits bestehenden Kostendrucks. Hinzu kommt eine Reihe neuer Aufgaben. Das Gelingen der Energiewende, der Mobilitätswende und nicht zuletzt der Klimawende (Umlenken im Klimaschutz) hängt im Wesentlichen von leistungsstarken Verteilnetzbetreibern ab. Hierbei ist besonders die weiter fortschreitende Integration von EEG- und KWK-Anlagen sowie von Ladeinfrastruktur für die zunehmende Elektromobilität zu nennen.

Das Netzgebiet des Stromnetzbetriebes erstreckt sich von Sprendlingen-Gensingen (Rheinhessen) bis Biebesheim (Hessen) und umfasst 19 unmittelbar versorgte Kommunen in Rheinland-Pfalz und Hessen sowie die Stadt Mainz.

Das Netzgebiet des Gasnetzbetriebs erstreckt sich von Wackernheim bis Nauheim und umfasst dabei acht unmittelbar versorgte Kommunen in Rheinland-Pfalz und Hessen sowie die Stadt Mainz.

Die im Rahmen der Netznutzung Strom durchgeleitete Strommenge belief sich im Berichtsjahr auf rund 2.995 GWh (i.Vj. 3118 GWh). Davon wurden 2.376 GWh (i.Vj. 2.484 GWh) an Lastgangkunden und 619 GWh (i.Vj. 634 GWh) an Lastprofilkunden abgesetzt. Die Reduzierung der Lastprofilmenge wird u.a. in den auf Grund des Ukraine-Krieges hervorgerufenen Preissteigerungen, den damit verbundenen Appellen zum Energiesparen sowie dem verstärkten Zubau von Photovoltaikanlagen begründet.

Bei der Netznutzung Gas konnten im Berichtsjahr insgesamt 2.873 GWh (i.Vj. 3.216 GWh) Gas durchgeleitet werden. Davon wurden 1.614 GWh (i.Vj. 1.878 GWh) an Lastgangkunden sowie 1.259 GWh (i.Vj. 1.338 GWh) an Lastprofilkunden abgegeben. Die Mengenschwankungen im Gasabsatz sind zum Teil witterungsbedingt und ebenso haben die durch den Ukraine-Krieg hervorgerufenen Preissteigerungen und Appelle zum Energiesparen zu einem weitergehenden Absatzrückgang bei Teilen der Bevölkerung geführt.

Energieerzeugung

Einen hohen Stellenwert ordnen wir weiterhin der kommunalen konventionellen und erneuerbaren Stromerzeugung zu.

Die Kraftwerke der KMW haben im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 1,0 Mrd. kWh weniger Strom erzeugt als im Vorjahr (1,7 Mrd. kWh). Mit diesem Rückgang liegt die Erzeugung insgesamt unter den prognostizierten Erwartungen. Die Erzeugung erfolgte überwiegend im Gas- und Dampfheizkraftwerk (KW 3). KW 3 war im Geschäftsjahr 2.363 Stunden in Betrieb (i.Vj. 4.142 Betriebsstunden). Der Dampfteil von Kraftwerk 2 wurde im Rahmen des Netzreserveregimes eingesetzt und im Übrigen stand die Gasturbine von Kraftwerk 2 zur Besicherung der Regelenergieerzeugung bereit. Kraftwerk 5 mit seinen 10 Gasmotoren wurde entsprechend der Marktsituation im Regelenergiemarkt vermarktet. An Brennstoffen wurden 1,9 Mrd. kWh (i.Vj. 3,0 Mrd. kWh) Erdgas zur Stromerzeugung eingesetzt.

Im Jahr 2023 war Kraftwerk 5 bis auf geplante Stillstände jederzeit betriebsbereit. Aufgrund der hohen Flexibilität konnte die Anlage gut im Regelenergiemarkt platziert werden. Durchschnittlich kamen die einzelnen Motoren auf 800 Betriebsstunden bei 280 Starts. Dies erhöht die Flexibilität der Fernwärmeerzeugungsanlagen.

Die Tochtergesellschaften Mainzer Erneuerbare Energien GmbH (MEE), Rheinhessen Solar GmbH, RIO Windkraft GmbH & Co. KG, Windpark Rheinhessen I GmbH & Co. KG sowie die fünf Gesellschaften des Windparks Heimersheim betreiben zusammen derzeit 24 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 63,9 MW sowie Photovoltaikanlagen mit einer insgesamt installierten Leistung in Höhe von rund 30,3 MWp. Von der Solarpark Tutow II GmbH & Co. KG, der Solarpark Elmenhorst GmbH & Co. KG (Tochtergesellschaften der MEE) sowie der MEE werden zudem Solarparks mit einer installierten Leistung von 56,6 MWp betrieben. Weiterhin betreibt die pfalzwind GmbH, an der die MEE 50 % der Anteile hält, insgesamt 53 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 87,25 MW.

Die MEE betreibt zum Bilanzstichtag zwölf Wasserkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt ca. 7,5 MW und erzeugt im Grundlastbetrieb pro Jahr ca. 18,7 Mio kWh CO 2-freien Strom.

Vertrieb

Der Gesellschaftszweck der Mainzer Stadtwerke Energie und Service GmbH (vormals: Mainzer Stadtwerke Vertrieb und Service GmbH) (MSES) ist der Vertrieb von Strom, Gas, Wasser und Wärme sowie energienaher Produkte.

Insgesamt lag das Nettokundenwachstum sowohl im Strom- als auch im Gas-Vertrieb über Plan. Im Commodity-Geschäft (Strom und Gas für Haushalte und Geschäftskunden) konnte im Jahr 2023 die Kundenzahl gesteigert werden auf 17.900 Strom- und Gaskunden in Belieferung (2022: 16.600 Strom- und Gaskunden in Belieferung). Die Absatzentwicklung war geprägt von außergewöhnlich milden Temperaturen. Der Absatz für Strom beläuft sich 2023 auf 75.000 MWh (2022: 75.000 MWh). Der Gasabsatz sank trotz Kundenwachstum, v.a. temperaturbedingt, auf 124.000 MWh (2022: 124.800 MWh).

Wärmeversorgung

Das Kalenderjahr 2023 war gegenüber dem Vorjahr von einer milderen Witterung sowie aufgrund der energiepolitischen Lage durch extreme Einsparbemühungen der Kunden geprägt. Die Fernwärmeeinspeisung der Mainzer Fernwärme GmbH betrug insgesamt 439.141 MWh (i.Vj. 451.367 MWh). Die Fernwärmeabgabe lag mit 375.389 MWh um rund 6 % unter der Vorjahresabgabe (398.733 MWh).

Die Erzeugung der Fernwärme zur Versorgung des zentralen Fernwärmenetzes erfolgte im Jahr 2023 zu rund 87 % (i.Vj. rund 89 %) aus den Anlagen der KMW bzw. der Entsorgungsgesellschaft Mainz mbH (EGM) auf dem Gelände Ingelheimer Aue. Die Fernwärme-Eigenerzeugung in Höhe von rund 1,0 % (i.Vj. 0,8 %) diente zur Abdeckung der Spitzenlasten bzw. erfolgte aus wirtschaftlichen Gründen der KMW während der Stillstandzeiten des KMW-Kraftwerkes. Aus der Klärschlammverbrennung konnten im Berichtsjahr rund 12,2 % (i.Vj. 10,7 %) des Fernwärmebezugs gedeckt werden.

Von der Mainzer Wärme PLUS GmbH (MWP) an der die Tochtergesellschaft Mainzer Energie und Service GmbH (MSES) (vormals: MSVS) 100 % der Anteile hält, wird die Berliner Siedlung in Mainz-Hechtsheim und der Ortsteil Lerchenberg mit Wärme versorgt. Zudem liegt ein Augenmerk auf Neuanschlüssen im Heiligkreuzviertel (HKV).

Wasserversorgung

Mit der MN besteht ein Vertrag über den Verkauf von Wasser.

In der Wassergewinnung konnten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 15,3 Mio (i.Vj. EUR 15,8 Mio) erzielt werden. Der Wasservertrieb erfolgt durch die MN bzw. die MSES. Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit der Hessenwasser GmbH & Co. KG ein Liefervertrag von Trinkwasser im Versorgungsgebiet Wiesbaden und Umgebung abgeschlossen. In diesem Bereich wird darüber hinaus verstärkt nach Kooperationsmöglichkeiten gesucht.

Der Verkauf von Trinkwasser an Letztverbraucher belief sich im Geschäftsjahr auf 14,3 Mio m³ (i.Vj. 14,6 Mio m³).

Immobilien

Die Immobilienprojekte sind weitestgehend zufriedenstellend verlaufen.

Zur Restrukturierung des Mainzer Zollhafens wurde durch die Stadt Mainz am 8. Dezember 2014 der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan gefasst. Mit der Bekanntmachung des Bebauungsplans "Neues Stadtquartier Zoll- und Binnenhafen (N 84)" ist dieser am 12. Juni 2015 in Kraft getreten. Im Jahr 2023 wurde ein weiteres Baufeld im Rahmen eines Bieterverfahrens vermarktet. Insgesamt wurden bis zum Bilanzstichtag 25 Baufelder veräußert. Die Gesamtprojektdauer ist bis zum Jahr 2028 angesetzt.

In den Geschäftsjahren 2012 und 2013 wurden Grundstücke auf dem Heiligkreuz-Viertel in Weisenau erworben. Das Areal wird für eine Wohnnutzung entwickelt. Ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren wurde durchgeführt und 2017 rechtskräftig abgeschlossen. Die ehemaligen IBM-Produktionsgebäude wurden mittlerweile abgebrochen. Lediglich ein Produktionsgebäude, die Fa. Sensitec, wurde erhalten, und nach einem umfangreichen Umbau bis 2035 an den Nutzer vermietet. Zwei weitere Bestandsgebäude (Büro und Rechenzentrum) sind langfristig gewerblich vermietet. Im Geschäftsjahr wurden Erträge aus Vermietung von EUR 2,0 Mio (i.Vj. EUR 1,9 Mio) erzielt. Zudem wurden zwei weitere Baufelder im Heiligkreuz-Viertel veräußert (insgesamt zum Bilanzstichtag: zwölf Baufelder) und die erforderliche Infrastruktur zur Erschließung des Quartiers weitestgehend realisiert, so dass die Anlagen funktionsfähig und benutzbar sind (bis auf Grünflächen und Endausbau).

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Der weltweite Ausbruch des Corona-Virus im Jahr 2020 hat den Alltag und insbesondere auch das Mobilitätsverhalten der Menschen deutlich verändert.

Gemäß Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) haben sich die ÖPNV-Fahrgastzahlen im bundesweiten Durchschnitt auch durch die Einführung des Deutschlandtickets zum 1. Mai 2023 im Laufe des Jahres 2023 weiter erholt.

Die Gesamtbetriebsleistung beträgt im Jahr 2023 12,5 Mio. Wagenkilometer (i. Vj. 12,7 Mio. km), davon entfallen 2,2 Mio. km (i. Vj. 2,3 Mio. km) auf den Straßenbahnbetrieb und 10,3 Mio. Wagenkilometer (i. Vj. 10,4 Mio. km) auf den Omnibusbetrieb. 9,9 Mio. km (i. Vj. 10,4 Mio. km) wurden durch die Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH und 2,6 Mio. km (i. Vj. 2,3 Mio. km) durch Sub-Unternehmer geleistet.

Die Verkaufsstatistik für das Jahr 2023 ist aufgrund der Verwerfungen durch die Corona-Pandemie sowie des seit Mai angebotenen Deutschlandticket nur bedingt aussagekräftig.

Auf Empfehlung des VDV wurde wie in den Vorjahren die statistische Nutzungshäufigkeit für Zeitkarten unter Pandemie-Gesichtspunkten sowie der Einführung des Deutschlandtickets für 2023 angepasst. Durch die Anpassung auf Basis der VDV-Empfehlung ergibt sich für 2023 eine Fahrgastzahl von 50,6 Mio. (i. Vj. 49,3 Mio.) und somit eine Steigerung von etwa 3 % im Vergleich mit dem Jahr 2022. Damit liegt die Nutzung des ÖPNV im Jahr 2023 bei ca. 90 % des Wertes des Jahres 2019.

Breitband

Die Mainzer Breitband GmbH (Mainzer Breitband) ist Betreiber eines öffentlichen Telekommunikationsnetzes für die Region Rhein-Main mit Schwerpunkten in Mainz, Wiesbaden und im Kreis Groß-Gerau. Sie bietet ihren Kunden umfassende Telekommunikationsdienstleistungen und Lösungen deutschlandweit an. Für die Erbringung der Dienstleistungen betreibt die Mainzer Breitband eine glasfaserbasierte Telekommunikationsinfrastruktur. Das Glasfasernetzwerk umfasste zum Jahresende 214 km (Vj. 201 km) und 381 Gebäudeanschlüsse (Vj. 357 Gebäudeanschlüsse). Alleinstellungsmerkmale sind der lokale Fokus, modernste Technologie und die Nähe zu den Kunden.

Das Produktportfolio umfasst die Kernbereiche Internet, Standortvernetzungen sowie W-LAN für Veranstaltungen und auf öffentlichen Plätzen. Die glasfaserbasierten Internetanschlüsse sind für Geschäftskunden eine optimale Lösung, um eine sichere Verbindung ins Internet herzustellen mit garantierter Bandbreite und flexibler IP-Adressierung. Die glasfaserbasierten Ethernet Verbindungen basieren auf modernster MPLS Technologie und Verbindungen können in der Region und zu anderen Metropolen bereitgestellt werden. In den größten Veranstaltungsräumen in Mainz werden Netzwerke für die Veranstalter nach deren individuellen Bedürfnissen aufgebaut und betrieben. Das öffentliche "M-Hotspot" in Mainz wird von der Mainzer Breitband betrieben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Mainzer Breitband ihren Kundenstamm wie geplant weiter ausbauen. Die meisten Schulen in Mainz wurden an das Glasfasernetz angeschlossen und konnten von Hochleistungs-Internetanschlüssen profitieren.

Bäderbetrieb

Die MSW verpachtet das Taubertsbergbad mit Pachtvertrag vom 22. Dezember 2017 an die Tochtergesellschaft Mainzer Stadtbad GmbH (MSB).

Die Gesamtbesucherzahlen liegen für das Jahr 2023 unter den Besucherzahlen aus dem Vorjahr. Gründe hierfür waren der Beginn der Sanierung des Stadtbades und die damit verbundene Schließung des Sportbadbereiches im Juni 2023. Im September wurde nach Ende der Freibadsaison die Traglufthalle aufgebaut. Die monatlichen Besucherzahlen lagen hier deutlich unter dem Durchschnitt der Sportbadbesucher.

Zur Unterstützung des operativen Betriebs hat die MSB den Dienstleistungsvertrag mit der Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen mbh & Co. KG (GMF), Neuried, weitergeführt. Die GMF verfügt über eine 30-jährige Erfahrung im Betrieb von Schwimmbädern.

Wesentliche Vorgänge im Geschäftsjahr

Die Mainzer Wärme GmbH (als übertragender Rechtsträger) wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2023 auf die MSES (als übernehmender Rechtsträger) verschmolzen.

Weitere wesentliche Vorgänge im Geschäftsjahr 2023 liegen nicht vor.

B. Bericht gemäß § 6b Absatz 7 Satz 4 EnWG

Die MSW ist zu einer im Elektrizitäts- und Gassektor tätigen Gruppe von Unternehmen, d. h. einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen i. S. d. § 3 Nr. 38 EnWG, verbunden. Die MSW ist Gesellschafterin der unmittelbar beteiligten Gesellschaften MN sowie mittelbar der ÜWG Stromnetze GmbH & Co. KG. Die genannten Gesellschaften betreiben ein Energieversorgungsnetz oder besitzen an einem Energieversorgungsnetz als Eigentümer Verfügungsbefugnis. Die MSES betreibt seit Oktober 2016 schwerpunktmäßig in Mainz und der näheren Umgebung den Strom- und Gasvertrieb.

Unter Berücksichtigung der Vorgaben durch das EnWG werden bei der MSW zusätzliche Tätigkeitsabschlüsse für die Elektrizitäts- und Gasverteilung erstellt.

Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen 2023 erfüllt die MSW die Berichtspflicht nach § 6b EnWG. In der Rechnungslegung führt die MSW gemäß § 6b des EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Für Elektrizitäts- und Gasverteilung erstellt die MSW darüber hinaus eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung.

Grundsätzlich werden die Kosten und Erlöse direkt den Servicebereichen zugordnet, die für die Elektrizitäts- und Gasverteilung tätig sind. Sofern dies nicht möglich ist oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand realisierbar war, erfolgt eine sachgerechte Aufteilung mittels Schlüsselung.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nebst Kennzahlen

(1) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 13,1 Mio auf EUR 833,3 Mio erhöht.

Das Anlagevermögen ist insgesamt um EUR 5,1 Mio auf EUR 692,3 Mio gestiegen.

Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen betragen nach Abzug der Investitionszuschüsse EUR 14,9 Mio (i.Vj. EUR 13,9 Mio). Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von EUR 9,6 Mio (i.Vj. EUR 9,3 Mio) sowie Abgänge zu Restbuchwerten in Höhe von EUR 0,2 Mio (i.Vj. EUR 0,3 Mio) gegenüber.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (in Summe EUR 466,6 Mio, i.Vj. EUR 466,4 Mio) sind leicht angestiegen. Zum Bilanzstichtag werden EUR 20,1 Mio (i.Vj. EUR 20,4 Mio) Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden Darlehen in Höhe von EUR 0,3 Mio getilgt.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,0 Mio auf EUR 139,2 Mio.

Die Vorräte verminderten sich um EUR 2,9 Mio auf EUR 15,8 Mio. Hierunter sind ausschließlich Grundstücke des Umlaufvermögens ausgewiesen. Der Rückgang betrifft vor allem den Abgang von Grundstücken und den damit zusammenhängenden aktivierten Erschließungskosten im Heiligkreuz-Viertel.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um EUR 35,5 Mio auf EUR 102,5 Mio. Folgende Entwicklung gab es in diesem Posten:

31.12.2023 31.12.2022 Abweichung
EUR Mio EUR Mio EUR Mio
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10,2 0,7 9,5
Forderungen gegen die Gesellschafter 2,1 0,2 1,9
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 76,5 54,9 21,6
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,2 0,2 0,0
89,0 56,0 33,0
Sonstige Vermögensgegenstände 13,5 11,1 2,4
102,5 67,1 35,4

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus dem konzerninternen Cash Pooling (EUR 86,7 Mio, i.Vj. EUR 67,3 Mio) und Forderungen aus den Gewinnabführungen (EUR 17,7 Mio, i.Vj. EUR 4,8 Mio), die v.a. mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 9,5 Mio, i.Vj. EUR 1,0 Mio sowie Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen (EUR 21,4 Mio, i.Vj. EUR 17,9 Mio) saldiert werden. Die Sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Ertragsteuerforderungen (EUR 13,3 Mio, i.Vj. EUR 8,3 Mio).

Die liquiden Mittel verminderten sich aufgrund der vorgenommenen Tilgungen sowie der Zahlungen im Rahmen der Cash Pooling Vereinbarungen um EUR 25,5 Mio auf EUR 20,9 Mio.

Das Eigenkapital stieg um EUR 32,6 Mio auf EUR 360,0 Mio an. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 43,2 % (i.Vj. 39,9 %). Der Anstieg des Eigenkapitals ergibt sich aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von EUR 38,6 Mio sowie gegenläufig aus den im Geschäftsjahr vorgenommenen Ausschüttungen in Höhe von EUR 6,0 Mio.

Die empfangenen Ertragszuschüsse verringerten sich im Wesentlichen aufgrund der ratierlichen Auflösung um EUR 0,4 Mio auf EUR 1,7 Mio.

Die Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,6 Mio auf EUR 40,5 Mio. Hierbei ist vor allem der Anstieg der Rückstellung für künftige Erschließungskosten im Heiligkreuz-Viertel um EUR 1,0 Mio auf EUR 18,7 Mio zu nennen.

Die Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag EUR 410,9 Mio (i.Vj. EUR 438,2 Mio). Die Anleihen erhöhten sich insbesondere aufgrund der Neuausgabe einer Anleihe von EUR 40,0 Mio (EUR 101,0 Mio, i.Vj. EUR 60,3 Mio). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Wesentlichen aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Tilgungen gesunken (EUR 116,0 Mio, i.Vj. EUR 150,3 Mio). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken gegenüber dem Vorjahr leicht von EUR 1,2 Mio auf EUR 0,9 Mio. Gegenüber der Gesellschafterin Stadt Mainz bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 60,1 Mio (i.Vj. EUR 60,2 Mio), die in Höhe von EUR 60,0 Mio aus einem gewährten Darlehen resultieren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen um EUR 7,0 Mio auf EUR 77,9 Mio. Bei den verbundenen Unternehmen sind die im Saldo als Verbindlichkeiten ausgewiesenen Posten gegenüber der ÜWG, MSB, MEE, MWP und Mainzer Fernwärme zu nennen (EUR 77,9 Mio, i.Vj. EUR 49,5 Mio). Gegenläufig wurden im Vorjahr in Summe Verbindlichkeiten gegenüber MN und MW ausgewiesen (EUR 20,3 Mio).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen (EUR 53,8 Mio, i.Vj. EUR 94,6 Mio) sind im Wesentlichen aufgrund der niedrigeren Verbindlichkeit aus Cash Pooling gegenüber der Zollhafen Mainz (EUR 53,6 Mio, i.Vj. EUR 94,6 Mio) gesunken.

(2) Finanzlage

2023 2022
EUR Mio EUR Mio
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -1,6 1,0
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 16,3 5,1
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -11,1 -16,3
3,6 -10,2
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -45,0 -34,8
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -41,4 -45,0

Der Finanzmittelfonds beträgt EUR -41,4 Mio (i.Vj. EUR -45,0 Mio) und setzt sich aus liquiden Mitteln von EUR 20,9 Mio (i.Vj. EUR 46,4 Mio) und Netto-Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Cash Pooling von EUR 62,3 Mio (i.Vj. EUR 91,4 Mio) zusammen.

Der operative Cash Flow beträgt EUR -1,6 Mio gegenüber EUR 1,0 Mio im Vorjahr. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem gegenüber dem Vorjahr geringeren um Abschreibungen, Zins- und Beteiligungsergebnis korrigiertem Jahresergebnisses (EUR 9,0 Mio, i.Vj. EUR 22,3 Mio), dem ein geringerer negativer Saldo aus der Veränderung der Forderungen/sonstigen Aktiva und der Verbindlichkeiten/sonstigen Passiva (EUR -12,7 Mio, i.Vj. EUR -24,2 Mio) gegenübersteht.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt EUR 16,3 Mio (i.Vj. EUR 5,1 Mio). Aus dem regulären Investitionsverhalten in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände liegt der Mittelabfluss über dem Niveau des Vorjahres (EUR 14,9 Mio, i.Vj. EUR -13,9 Mio). Der Einzahlungsüberschuss aus dem Saldo der Einzahlungen aus Ergebnisabführungen für Vorjahre, Dividenden, erhaltenen Zinsen und aus Entnahmen sowie den Auszahlungen aus Verlustübernahmen für Vorjahre beträgt EUR 31,1 Mio gegenüber EUR 15,6 Mio im Vorjahr.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf EUR -11,1 Mio gegenüber EUR -16,3 Mio im Vorjahr und resultiert aus Einzahlungen aus Ausleihungen bzw. Darlehen (EUR 40,0 Mio, i.Vj. EUR 60,0 Mio), Tilgungszahlungen (EUR 35,0 Mio, i.Vj. EUR 67,0 Mio), Zinszahlungen (EUR 10,1 Mio, i.Vj. EUR 6,3 Mio) sowie den Ausschüttungen an die Gesellschafterin in Höhe von EUR 6,0 Mio (i.Vj. EUR 3,0 Mio).

(3) Ertragslage

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis beträgt rund EUR 5,4 Mio (i.Vj. EUR 14,3 Mio) und liegt damit unter dem Niveau des Vorjahres.

Bei den Umsatzerlösen ist ein Rückgang um EUR 8,3 Mio auf EUR 66,3 Mio zu verzeichnen. Hier sind im Wesentlichen die geringeren Erlöse aus der Immobiliensparte zu nennen (EUR 29,5 Mio, i.Vj. EUR 38,1 Mio). Durch Verkäufe im Heiligkreuz-Viertel wurden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 17,2 Mio (i.Vj. EUR 26,7 Mio) erzielt. Die Erlöse aus Verpachtung der Wassernetze sowie der Hafenanlagen sind hingegen leicht angestiegen (EUR 15,8 Mio, i.Vj. EUR 15,5 Mio).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von EUR 0,6 Mio auf EUR 4,4 Mio gestiegen.

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 2,8 Mio auf EUR 29,0 Mio gestiegen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sanken von EUR 21,3 Mio auf EUR 18,5 Mio und die Bezugskosten stiegen im Wesentlichen aufgrund höherer Aufwendungen für den Strombezug (EUR 8,8 Mio, i.Vj. EUR 3,6 Mio) von EUR 4,9 Mio auf EUR 10,5 Mio. Die in den Aufwendungen für bezogene Leistungen enthaltenen Aufwendungen für die Konzessionsabgabe Wasser sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (EUR 4,7 Mio, i.Vj. EUR 4,5 Mio).

Der Personalaufwand verminderte sich um EUR 0,3 Mio auf EUR 7,4 Mio. Der Rückgang resultiert trotz Tariferhöhungen aus dem etwas geringeren Personalbestand sowie der ertragswirksamen Anpassung der Pensionsrückstellungen (Ertrag EUR 0,9 Mio, i.Vj. EUR 0,3 Mio).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen erhöhten sich auf EUR 9,6 Mio (i.Vj. EUR 9,3 Mio). Der Anstieg ist vor allem auf die Investitionstätigkeiten der MSW zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von EUR 15,8 Mio auf EUR 16,4 Mio angestiegen.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus (EUR 7,1 Mio, i.Vj. EUR -5,2 Mio) verschlechtert.

Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis ist von EUR 16,8 Mio auf EUR 46,3 Mio stark angestiegen. Hier gab es im Wesentlichen die nachfolgenden Entwicklungen:

Gewinnabführung MN: EUR 14,2 Mio, i.Vj. EUR 14,5 Mio

Gewinnabführung MEE: EUR 8,3 Mio, i.Vj. EUR 3,9 Mio

Gewinnabführung MFW: EUR 11,8 Mio, i.Vj. EUR 4,0 Mio

Ausschüttung KMW: EUR 24,0 Mio, i.Vj. EUR 14,0 Mio

Verlustübernahme MVG: EUR 21,4 Mio, i.Vj. EUR 17,7 Mio

Nach Verschmelzung der MW auf die MSES betrug die Gewinnabführung in 2023 EUR 2,1 Mio. Im Jahr 2022 betrug der Ergebnisbeitrag der MSES (vormals: MSVS) EUR -0,5 Mio (MSES) und der MW EUR 7,8 Mio.

Im Vorjahr war zudem eine Abschreibung auf die Anteile an der insertEFFECT GmbH in Höhe von EUR 0,9 Mio enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Geschäftsjahr werden Aufwendungen aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von EUR 5,6 Mio (i.Vj. Ertrag EUR 0,9 Mio) ausgewiesen. Diese resultieren aus den laufenden Steueraufwendungen (EUR 5,6 Mio, i.Vj. EUR 5,5 Mio) und latenten Steueraufwendungen (EUR 6,6 Mio, i.Vj. Erträge EUR 2,9 Mio) denen periodenfremde Steuererträge (EUR 6,6 Mio, i.Vj. EUR 1,7 Mio) gegenüberstehen.

Jahresüberschuss

Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 38,6 Mio gegenüber EUR 24,5 Mio im Vorjahr, der über dem prognostizierten Ergebnis liegt. Wesentliche Gründe für die Abweichung zum Plan sind das um EUR 35,1 Mio bessere Beteiligungsergebnis dem das um EUR 7,0 Mio geringere Betriebsergebnis, das um EUR 1,4 Mio schlechtere Zinsergebnis sowie die entsprechend höheren Ertragssteuern (EUR 7,6 Mio) gegenüberstehen.

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden EUR 19,6 Mio (i.Vj. EUR 15,6 Mio) in die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen investiert. Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen beliefen sich auf EUR 0,2 Mio (i.Vj. EUR 1,0 Mio). Insgesamt fielen die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen gegenüber der Planung (EUR 34,4 Mio) geringer aus.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2023 wurden 72 (i.Vj. 77) Mitarbeiter/innen bei uns beschäftigt.

Für zukünftige Pensionsverpflichtungen wurden EUR 11,1 Mio zurückgestellt. Anspruchsberechtigt sind im Wesentlichen Mitarbeiter/innen, die vor Gründung der AG (1971) beschäftigt wurden, sowie Vorstände, ehemalige Vorstände und deren Hinterbliebene.

D. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risikomanagement

Oberstes Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Werts des Unternehmens. In einem marktwirtschaftlich geprägten Umfeld bedeutet dies, Chancen zur Erhaltung und Ausweitung der Geschäftstätigkeit wahrzunehmen. Wir sind uns bewusst, dass hiermit Risiken verbunden sind. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine Abwägung der eingegangenen und einzugehenden Chancen und Risiken mit dem Ziel, optimale Ergebnisse und damit eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts zu realisieren.

Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu identifizieren, diese zu analysieren und zu bewerten. Beim Erkennen neuer Risiken wird festgelegt, ob diese selbst getragen oder auf Dritte übertragen werden können.

Das Risikomanagementsystem ist im Unternehmen organisatorisch verankert. Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, erkannte Risiken an den jeweiligen Vorgesetzten zu kommunizieren. Die Durchgängigkeit der Information bis zum Vorstand wird über geeignete Mechanismen sichergestellt. Das erforderliche Überwachungssystem beinhaltet geeignete organisatorische Sicherungsmaßnahmen, die Interne Revision und weitere Kontrollen.

Unterstützt wird das Risikomanagementsystem durch das Controlling sowie weitere Informationssysteme der verschiedenen Organisationseinheiten.

Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung

Zu den Risiken für die Geschäftstätigkeit der MSW und ihrer Tochter- und Beteiligungsunternehmen zählen (Aufzählung in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutsamkeit):

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Nachfrage nach unseren Leistungen ist zumindest in einem begrenzten Rahmen auch abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Wirtschaftliches Wachstum fördert die unserer Strategie zugrunde liegenden Megatrends in den für uns relevanten Märkten. Gesamtwirtschaftliche Schocks wie zum Beispiel Wirtschafts- und Finanzkrisen können sich insofern negativ auf unser Geschäft auswirken.

Aktuell sind hier die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die Energiepreisentwicklung zu nennen.

Im Bereich Wärmeversorgung sind als Risiko im Wesentlichen der Preisanstieg am Energiebeschaffungsmarkt (Strom, Gas, Öl, CO2-Zertifikate) und der Preisabschlag am Wärmeabsatzmarkt (Heizungen auf Öl-, Gas- und regenerativer Basis) zu sehen. Die schon vor dem Ukraine-Krieg stark anziehenden Preise für Erdgas und CO2 sind mit Ausbruch des Krieges noch stärker angestiegen. Es wird darüber hinaus auch weiter mit stark steigenden Preisen im Bereich der Materialbeschaffung und sogar Knappheiten gerechnet.

Regulatorische und politische Risiken

Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler oder europäischer Ebene können Risiken für unser Geschäft zur Folge haben.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte mit Beschluss vom 13. März 2019 (I R 18/19) dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Frage vorgelegt, ob die für den steuerlichen Querverbund maßgebende Regelung des § 8 Abs. 7 KStG mit dem europäischen Beihilferecht vereinbar ist. Der BFH ging dabei davon aus, dass dies nicht der Fall ist. Eine Bestätigung dieser Sichtweise durch den EuGH hätte signifikante Folgen für den Fortbestand des Querverbundes. Das Verfahren wurde durch Klagerücknahme im Januar 2020 inzwischen beendet, so dass es nicht zu einer EuGH-Entscheidung kommen wird. Auch wenn damit die unmittelbare Gefahr einer nachteiligen Rechtsprechung zunächst gebannt ist, wird die Diskussion um die beihilferechtliche Zulässigkeit der Querverbunds-Regelungen weitergehen. Entscheidend wird sein, wie sich Finanzverwaltung und EU-Kommission nun zu der Thematik positionieren. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat mitgeteilt, dass es weiterhin zum Querverbund steht und die bisherige Praxis weiterführen wird.

Projektrisiken

Mit der Modernisierung der Energieversorgung sind hohe Investitionsvolumina, aber auch eine Vielzahl hochkomplexer Projekte verbunden. Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen, Verzögerungen in der Umsetzung oder notwendige Anpassungen, während der häufig mehrjährigen Laufzeiten können zu Projektrisiken führen, die durch die vernetzten Produktionsstrukturen auch geschäftsfeldübergreifende Auswirkungen haben können. Auch können Preissteigerungen bei bezogenen Leistungen beziehungsweise Leistungen für Baumaßnahmen negative Auswirkungen haben. Wir tragen dem durch ein intensives Monitoring der Projekte Rechnung.

Rechtliche und vertragliche Risiken

Rechtliche Risiken bestehen unter anderem in Form von Schadensersatzansprüchen sowie aus Rechtsstreitigkeiten. Diese betreffen vielfach Bauprojekte und Immobilien oder Umweltangelegenheiten.

Beschaffungsrisiken

Je nach Marktsituation können die Einkaufspreise für Rohstoffe, Energie und Transportleistungen schwanken. In Abhängigkeit von der Markt- und Wettbewerbssituation ist es dabei kurzfristig nicht oder nur eingeschränkt möglich, Kostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben, mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Margen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zinspreisrisiken aus dem operativen Geschäft werden unter anderem durch originäre und derivative Finanzinstrumente abgesichert. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos von langfristigen Krediten hat die MSW Zinsswapgeschäfte abgeschlossen. Es handelt sich hierbei um synthetische Festzinsdarlehen, d.h. Payer Swaps mit einem variabel verzinsten Darlehen, wodurch das Zahlungsprofil eines Festzinsdarlehens entsteht. Die Swap-Verträge wurde mit der Bank geschlossen, die auch zugleich Darlehensgeberin ist. Die wesentlichen Konditionen, Bezugsbeträge und Laufzeiten stimmen überein, so dass die Konnexität der Geschäfte gegeben ist. Das letzte Geschäft endet im Jahr 2027.

IT-Risiken

Unzureichendes IT-Management kann zu schwerwiegenden Geschäftsunterbrechungen führen. Wir setzen eine Vielzahl von Methoden und Mitteln ein, um diese Risiken zu minimieren. Für wesentliche operative Systeme haben wir einen IT-Dienstleister als Spezialisten eingesetzt. Infrastrukturrelevante Systeme sind zudem aus Cybersecurity Gesichtspunkten zusätzlich geschützt. Den wirtschaftlichen Risiken aus Cyberangriffen begegnen wir zudem durch Versicherungen. Die Unternehmensgruppe wurde am 10. Januar 2018 gemäß der international führenden Norm für Informationssicherheitsmanagementsysteme ISO/IEC 27001:2015 zertifiziert.

Technikrisiken

Das Angebot und die Qualität der Leistungen hängen in hohem Maße auch von der Verfügbarkeit und der Zuverlässigkeit der eingesetzten Produktionsmittel, zugekauften Vorleistungen sowie der Leistungsqualität von Partnern ab. Hierzu führt die MSW einen intensiven Qualitätsdialog mit den relevanten Lieferanten und Geschäftspartnern.

Betriebsrisiken

Unsere Tätigkeit als Versorger basiert auf einem technologisch komplexen, vernetzten Verteil- und Produktionssystem. Dem Risiko von Betriebsstörungen begegnen wir generell mit systematischer Wartung und dem Einsatz qualifizierter Mitarbeiter sowie mit kontinuierlicher Qualitätssicherung und Verbesserung der Prozesse.

Compliance-Risiken

Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und anerkannten regulatorischen Standards ist Aufgabe und Verpflichtung jedes Mitarbeiters der MSW bzw. deren Tochtergesellschaften. Die Sicherstellung regelkonformen Verhaltens unterstützt der Compliance-Bereich der MSW unter anderem durch präventive Maßnahmen wie Schulungen. Die MSW unterstützt ihre Mitarbeiter bei der Einhaltung von Regeln und Standards durch direkte Ansprechpartner, Schulungen und anlassbezogene Mitarbeiterinformationen.

Das Risikomanagement ist umfassend in unseren betrieblichen Prozessen implementiert. Es wird regelmäßig überprüft und, soweit erforderlich, zielführend weiterentwickelt.

Personalrisiken

Damit sich die Unternehmensgruppe Mainzer Stadtwerke im Wettbewerb behaupten kann, ist die Personalkostenstruktur in Relation zu der der Wettbewerber von entscheidender Bedeutung.

Unsere Beschäftigten und ihre Fähigkeiten und Kompetenzen sind für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften von zentraler Bedeutung. Es ist uns wichtig, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen, sie an das Unternehmen zu binden und ihre Weiterentwicklung zu fördern, insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit einhergehenden "Rentenwelle" in den nächsten Jahren.

Die Aus- und Weiterbildung hat daher einen hohen Stellenwert und umfasst Maßnahmen und Lernangebote zur Entwicklung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen sowie zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Die Lern- und Austauschformate reichen von Seminaren und Workshops über digitale Trainings bis hin zu individuellem Coaching, Mentoring und Mediation.

Im Rahmen der Nachwuchsförderung bieten wir ein 15-monatiges Traineeprogramm sowie die berufliche Erstausbildung an. In den folgenden Berufen bildet die Unternehmensgruppe junge Menschen aus: Anlagenmechaniker(in), Berufskraftfahrer(in), Elektroniker(in) für Betriebstechnik, Elektroniker(in) für Energie- und Gebäudetechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Industriekaufleute, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker(in), Zweiradmechatroniker(in), Kfz-Mechatroniker(in) und Mechatroniker(in).

Die strategische Bedeutung von Personalentwicklung und Lernen sowie der Unternehmens- und Führungskultur zeigt sich auch in der Verankerung der Themen in der im Jahr 2019 entwickelten Dachstrategie der Unternehmensgruppe. Es ist unser Anspruch, ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben und die Weiterentwicklung unserer Beschäftigten zu fördern. Wir weiten unsere Lernangebote auf unterschiedlichen Ebenen aus: Übergeordnete, strategisch bedeutsame Kompetenzen, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialkompetenzen, Führung, rollenspezifische Angebote, fachliche Weiterentwicklung. In diesem Rahmen bieten wir in 2024 unter anderem Formate zu Kooperativer Kommunikation, Resilienz und digitale Tools zur Zusammenarbeit an. Um unsere Unternehmens- und Führungskultur weiterzuentwickeln, bieten wir zudem Austauschformate für Führungskräfte sowie ein unternehmensinternes Hospitationsprogramm, um die vielfältigen Arbeitsplätze innerhalb der Unternehmensgruppe kennenzulernen, an.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben zu fördern und Beschäftigte mit Betreuungs- und Pflegeaufgaben verstärkt zu unterstützen. Im Jahr 2021 wurde zur Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort eine Betriebsvereinbarung "Flexible Arbeitswelt" abgeschlossen, in der die Möglichkeiten zum Arbeiten im Homeoffice und für mobiles Arbeiten geregelt sind. Durch die Kooperation mit Mainzer Kindertagesstätten, können für Mitarbeiterkinder Kindergarten- und Krippenplätze zur Verfügung gestellt werden.

Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützen wir die Gesundheit unserer Beschäftigten zum Beispiel durch verschiedene Sportangebote wie Yoga- und Rückenkurse. Grippeschutzimpfungen sowie Aktionen und Beratung zu gesundheitsrelevanten Themen wie gesunde Ernährung und der Umgang mit Stress werden regelmäßig angeboten.

Bewertung der derzeitigen Risikoposition

Die in der MSW und ihren Tochtergesellschaften eingerichteten Risikomanagementsysteme mit der Bewertung der entsprechenden Risikoszenarien und den bereits ergriffenen Steuerungsmaßnahmen führen insgesamt zu dem Ergebnis, dass sowohl im Berichtsjahr als auch für die Zukunft keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Die MSW definiert Risiken in jeweils fünf Risikoklassen nach vermuteter Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Wesentliche Risiken bestehen hiernach ab einer erwarteten Schadenshöhe von mindestens EUR 5,0 Mio pro Jahr und Vorfall. Derzeit bestehen unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit in der MSW und ihren Tochterunternehmen keine bestandsgefährdenden Risiken.

Wesentliche Chancen und Ausblick

Immobilienprojekte

Nach den derzeitigen Planungen liefern die eingangs genannten Immobilienprojekte vor Finanzierungskosten einen positiven Ergebnisbeitrag.

Bei dem Projekt "Mainzer Zollhafen" wird im Jahr 2024 das Augenmerk auf die Vermarktung weiterer Wohnbaufelder auf der sog. Nordmole im Nordteil des Plangebiets gelegt.

Im Heiligkreuz-Viertel rechnen wir im Jahr 2024 mit der Vermarktung von einem weiteren Baufeld.

Operativer Betrieb der Strom- und Gasnetze

Die Regulierung der Netzentgelte durch die BNetzA sieht weitere staatlich verordnete Entgeltsenkungen vor. Die MN rechnet im Zuge der Anreizregulierung in den Energiesektoren mit weiteren Entgeltabsenkungen. Aufgrund dessen muss die Strategie der Netzbewirtschaftung fortlaufend und frühzeitig angepasst werden, um das Risiko auch als die Chance zu nutzen. Aus diesem Grunde wurden die Investitions- und Instandhaltungsbudgets unter Kosten-, Nutzen- und Risikoaspekten allokiert. Ziel ist dabei die langfristige Optimierung der Netzkosten und die Sicherung der Netzrendite.

Die wesentlichen offenen Rechtsstreitigkeiten der MN betreffen die Festlegung der Eigenkapitalzinssätze der vierten Regulierungsperiode, die Festlegung von kalkulatorischen Nutzungsdauern von Erdgasleitungsinfrastrukturen (KANU) sowie die EK- und FK-Verzinsung des Kapitalkostenaufschlag (KKAuf) der Sparten Strom und Gas.

Der operative Netzbetrieb muss perspektivisch mit veränderten und stärker schwankenden Lastflüssen durch den Ausbau des EEG und dem Ausbau der E-Mobilität sowie einem starken Nachfrageanstieg nach Anschlusskapazität für Rechenzentren mit einer höheren Grundauslastung der Betriebsmittel umgehen. Dies erfordert neben einem systematischen Netzausbau auch optimierte responsive Betriebsabläufe unter Einsatz moderner Informations- und Automatisierungstechnik.

Unser Ziel ist es, weitere Konzessionsgebiete im Bereich Strom und Gas zu erhalten.

Stromerzeugung

Im Bereich der konventionellen Stromerzeugung wurden im Geschäftsjahr Ergebnisse deutlich unter dem Vorjahresergebnis erzielt. Für das Geschäftsjahr prägend war die Preisentwicklung an den Energiemärkten nach einem Vorjahr, welches stark durch den Ukrainekrieg beeinflusst war. Dies wirkte entsprechend auf die Fahrweise der Kraftwerke. Einerseits wurden die gasbefeuerten Anlagen aufgrund gesunkener Clean Spark Spreads (CSS) aus dem Markt gedrängt, andererseits konnten im Vorjahr abgeschlossene Terminpositionen erfolgreich aufgelöst werden. Hinzu kamen häufige Redispatcheinsätze der Kraftwerke 3/5 bzw. Netzreserveeinsätze von KW 2.

Aufgrund des milden Winters 2023/24 und des Verbrauchsrückgangs in der Industrie sind die Gasspeicher mit einem Füllstand von rund 75 % Ende Januar noch sehr gut gefüllt. Entsprechend sind die Gaspreise am Spotmarkt auf unter 30 Euro / MWh gefallen. Das liegt immer noch rund 50 % über dem Preisniveau vor dem Ukrainekrieg, aber erheblich unter der Preisspitze von fast 300 Euro / MWh mitten in der Gas-Krise.

Das Jahr 2023 war bezüglich der Wind- und Solarproduktion ein überdurchschnittlich gutes Jahr. Insgesamt wurden rund 260 TWh erneuerbarer Strom produziert und damit rund 7,2 % mehr als im Vorjahr. Der Anteil lag damit bei 56 %. Da im Jahr 2023 der Zubau von neuen Wind- und Solaranlagen kräftig zulegte, dürfte der Trend sich weiter fortsetzen.

Der Rückgang der Industrienachfrage betrifft nicht nur die Primärenergie Gas, sondern genauso auch die Stromerzeugung auf Basis von Gas. Aufgrund des Nachfragerückgangs, der hohen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und den immer geringeren Risikoaufschlägen aus der Gaskriese ist der Clean Spark Spread (CSS) im Laufe des Jahres 2023 immer weiter abgesunken. Das GuD-Kraftwerk 3 lief insofern weniger als 2.500 h. KMW erwartet aufgrund der niedrigen CSS im Terminmarkt eine Fortsetzung dieses Trends in den nächsten Jahren. Ende Januar 2024 handelte der CCS für das Jahr 2025 für Base-Produkte bei rund -6,5 Euro / MWh und für Peak-Produkte bei 2,8 Euro / MWh.

Am 5. Februar 2024 einigten sich die Regierungsparteien über Kernelemente einer Kraftwerksstrategie. Dies gab das Bundeswirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung bekannt. Konkret haben sie sich darauf verständigt, dass neue Kraftwerkskapazitäten im Umfang von bis zu 4 mal 2,5 GW als H2-ready-Gaskraftwerke im Rahmen der Kraftwerksstrategie kurzfristig ausgeschrieben würden, die ab einem 2032 festzulegenden Datum zwischen 2035 und 2040 vollständig auf Wasserstoff umgestellt sein sollen. Diese Kraftwerke würden laut den Angaben "an systemdienlichen Standorten stehen". Die erste Ausschreibung im Rahmen der Kraftwerksstrategie soll im 2ten Halbjahr 2024 erfolgen.

Wasserstofffähige Kraftwerke werden aus Sicht KMW einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Hierbei entscheidend ist, dass die Vorhaltung von Erzeugungskapazitäten in Zukunft entsprechend vergütet wird. Insofern bereitet sich KMW planungs- und genehmigungstechnisch darauf vor, ein solches Kraftwerk zu errichten und wird sich an der geplanten Ausschreibung voraussichtlich beteiligen. Zusätzlich wurden umfangreiche Maßnahmen zur Altlastensanierung des Baufelds angestoßen. Diese werden voraussichtlich im Mai 2024 abgeschlossen sein. Aus marktwirtschaftlicher Sicht ist aktuell der Betrieb einer solchen Anlage aufgrund der Erlöse, die an der EEX erzielbar sind, nicht wirtschaftlich.

KMW hat im Jahr 2023 etwa 85 % der im Jahr 2024 geplanten Produktion durch Termingeschäfte abgesichert. Die Planungen für das Jahr 2024 zeigen im Vergleich zum Jahr 2023 ein deutlich niedrigeres Jahresergebnis. Durch die nochmals stark gesunkenen Preise im 1. Quartal 2024 lagen die erzielten Deckungsbeiträge unter dem Planungsniveau.

Neben dem Betrieb unserer Bestandsanlagen widmen wir uns mit der Gründung der PIONEXT-Gesellschaften in 2019 sowie der damit verbundenen Teilnahme an Projektausschreibungen auch wieder der Akquise und Entwicklung von neuen Projekten im Bereich Wind und Solar. Für die Bestandsanlagen im erneuerbaren Energie Bereich erwarten wir aufgrund geringerer Vermarktungspreise für 2024 Umsatzerlöse und Ergebnisse auf einem geringeren Niveau als 2023.

Vertrieb

Aus heutiger Sicht werden insbesondere zwei Entwicklungen das zukünftige Vertriebsgeschäft prägen, die weltweite und politische Ursachen haben: Die Entwicklung der Beschaffungs- und Absatzmärkte vor dem Hintergrund des Umbaus der Energieversorgung in Verbindung mit volatilen Preisentwicklungen und die deutlich beschleunigten und geforderten Anstrengungen zur Eindämmung des Klimawandels und damit Umbau der Energieversorgungsszenarien, v.a. Wärmeversorgung.

Die Energiebeschaffung ist ein stark risikobehafteter Kostenfaktor für Energievertriebe. Grundlegend wird es sein, konsistente Beschaffungsstrategien gezielt für Absatzportfolien zu entwickeln und diese fortwährend an den Marktgegebenheiten zu spiegeln. Die Zuverlässigkeit der Marktzugänge spielen dabei eine große Rolle. Das Risikomanagement insbesondere im Rahmen der Fahrplanstrukturierung muss professionell und mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet erfolgen. Auch das daran anschließende Pricing erfordert entsprechende Kompetenzen.

Die Beschaffungs- und insbesondere Strukturierungsrisiken steigen bei volatilen Märkten. Neben dem Strukturierungsrisiko an sich kann das Einpreisen dieser Risiken zu im Marktvergleich weniger attraktiven Produkten und damit rückläufigen Akquisen bzw. erhöhten Churn-Raten führen. Insbesondere in Zeiten sinkender Märkte wird hier ein Risiko gesehen. MSES hat bereits die Kompetenzen im Bereich Beschaffung und Pricing verstärkt und wird dies gegebenenfalls weiter ausbauen. Zudem wurde die Beschaffungsstrategie angepasst.

Der Umbau der Energieversorgungsszenarien wird mittel- bis langfristig dazu führen, dass der Gasabsatz für Energieerzeugungsanlagen zurückgeht und damit das Marktpotential für Erdgasprodukte sinkt.

Öffentlicher Personennahverkehr

Im Zuge der Umsetzung des neuen Nahverkehrsgesetzes in Rheinland-Pfalz können sich Zahlungsströme von Landesförderungen, Entscheidungswege und Mitwirkungsmöglichkeiten verändern.

Die Bundespolitik hat zum 1. Mai 2023 die Einführung des Deutschlandtickets beschlossen. Die Gegenfinanzierung des Deutschlandtickets ist nach wie vor nicht dauerhaft gesichert, somit besteht das Risiko, dass der Verlust der Verkehrsunternehmen deutlich steigt. Die Ausgleichsleistungen sind bisher nur für das Jahr 2023 und weitestgehend für das Jahr 2024 geregelt. Der Ausgleichsmechanismus erfolgt auf Basis von Verkaufszahlen aus dem Jahr 2019 und reicht voraussichtlich nicht zur Schließung der Finanzierungslücke aus.

In Zusammenhang mit der Einführung des Deutschlandtickets soll sich auch die gesetzliche Grundlage für Ausgleichsleistungen für den Ausbildungsverkehr ändern. Das Landesgesetz über den Ausgleich von Preisermäßigungen bei der Beförderung von Personen mit Zeitfahrausweisen des Ausbildungsverkehrs (AVerkAusglG) tritt zum 31. Dezember 2024 außer Kraft und soll durch eine landesgesetzliche Neuregelung ersetzt werden. Durch die Einführung des Deutschlandtickets sanken schon ab dem Jahr 2023 die Ausgleichsleistungen.

Auch die gesetzlichen Regelungen zu Erstattungen nach dem Schwerbehindertengesetz sowie der Förderung von Durchtarifierungsverlusten wurden in der Vergangenheit durch Bund und Länder bereits mehrfach angepasst, meist zu Ungunsten der MVG. Vor allem auf Länderebene kann es hier eventuell zu weiteren Anpassungen kommen.

Auf Grund des hier beschriebenen Umfelds hat die MVG Einsparvorschläge erarbeitet, mit der MSW abgestimmt und gemeinsam die Mittelfristplanung bis zum Jahr 2028 angepasst.

Die Auswirkungen des militärischen Angriffs Russlands auf die Ukraine und die dadurch ausgelösten Sanktionen gegenüber Russland haben weiterhin erhebliche Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa.

Als Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs ist die MVG vor allem durch die steigenden Material- und Kraftstoffpreise, aber auch durch die Energiepreise betroffen. Insbesondere bei den Bauprojekten, aber auch bei Ersatzteilen für z.B. Busse und Straßenbahnen, kann es durch das Ansteigen von Lieferzeiten zu Verzögerungen kommen. Auch kann es sein, dass es auf Grund der schwierigen und unkalkulierbaren Versorgungslage für Lieferanten bei Ausschreibungen höhere Risikozuschläge angesetzt werden, die zu höheren Angeboten führen, die für die MVG ggf. nicht mehr wirtschaftlich und finanzierbar sein könnten.

Breitband

Im Jahr 2024 wird das Netz der Mainzer Breitband planmäßig weiter ausgebaut. Weitere 70 Gebäudeanschlüsse sind geplant. Der Ausbau erstreckt sich auf fast alle Mainzer Stadtteile, einschließlich der angrenzenden rechtsrheinischen hessischen Gebiete. Kundenverträge werden mit Laufzeiten von zwei bis fünf Jahren abgeschlossen und stützen so die langfristige Ertragssituation. Weitere Mitarbeitereinstellungen sind im Bereich Netzbetrieb erforderlich.

Wärmeversorgung

Die Aktivitäten in der Wärmeversorgung sowie im Wärme-Contracting werden in den kommenden Jahren weiter intensiviert. Die Investitionen bestehen im Wesentlichen in Anschlüssen neuer Fernwärmekunden und dem damit einhergehenden Ausbau des Fernwärmenetzes, unter anderem durch die weitere Anbindung des Zoll- und Binnenhafens sowie des Heilig-Kreuz-Areals.

Die MSW und die Stadt Mainz erarbeiten derzeit den sogenannten "Wärmemasterplan 2.0". Ziel ist die Erstellung eines Konzepts zur Erreichung der Klimaneutralität in Mainz, was unter anderem den Ausbau des Fernwärmenetzes und den Anschluss von Neukunden erforderlich macht.

Wasserversorgung

Im Bereich der Wasserversorgung wird in den kommenden Jahren mit einem konstanten und stabilen Geschäftsumfeld gerechnet.

Bäderbetrieb

Das Ziel des Bäderbetriebs ist es, für alle Bürger mittelfristig wieder ein attraktives Stadtbad zu schaffen, das zuverlässig die Bedürfnisse einer breiten Öffentlichkeit und des Schul- und Vereinssports abdeckt. Das Geschäftsmodell basiert im Wesentlichen auf der mit der Stadt Mainz geschlossenen Kooperationsvereinbarung, welche eine Bezuschussung der defizitären Bereiche Sport- und Freibad einerseits und der Sanierung und Attraktivierung des Bades andererseits, garantiert.

Die Arbeiten zur Sanierung der Sauna wurden im Sommer 2018 gestoppt. Aufgrund der immer neu zu Tage getretenen massiven baulichen Mängel in der Gebäudesubstanz erscheint die Sanierung der Sauna in der ursprünglich geplanten Form nicht wirtschaftlich. In Anbetracht der engen Verzahnung aus Dach, Fassade und Innenausbau von Sauna und ehemaligem Erlebnisbad ist nun vorgesehen, die Restarbeiten aus dem Saunabereich in das Gesamtsanierungsprojekt zu integrieren.

Vor dem Hintergrund der in den vergangenen Geschäftsjahren gemachten Erfahrungen mit dem Bad und der Substanz des Gebäudes wurde die ursprünglich geplante Erneuerung von Sportbad, Erlebnisbad und Sauna auf den Prüfstand gestellt. Die Geschäftsführung ist überzeugt davon, dass Sauna und Erlebnisbad in ihrer ursprünglichen Größe und Ausstattung dauerhaft nicht wettbewerbsfähig sind. Gemäß dem neuen Konzept wird das Erlebnisbad selbst entfallen. Stattdessen sollen die bestehenden Bereiche Sport- und Freibad sowie Sauna im Rahmen der Sanierung und Attraktivierung des Taubertsbergbades zu einem Freibad und Familienbad und einem Wellnessbereich bestehend aus Sauna und Gastronomie erweitert werden. Mit den Sanierungsarbeiten wurde im Sommer 2023 begonnen, die Arbeiten werden über das Jahr 2024 weitergeführt und voraussichtlich Ende 2025 abgeschlossen. Bis dahin erfolgt der Betrieb auf dem Freibadgelände, im Winter mit einer Traglufthalle über dem Mehrzweckbecken, um auch weiterhin den Betrieb aufrechterhalten zu können.

Prognose

Der Jahresüberschuss ist die zentrale Steuerungskennzahl der MSW. Bezogen auf das Geschäftsjahr wird im Wirtschaftsplan für das Jahr 2024 für die MSW von einem deutlich geringeren Jahresüberschuss von ca. EUR 6,8 Mio ausgegangen.

Für das Jahr 2024 sind Investitionen (vor Zuschüssen) von ca. EUR 54,6 Mio geplant. Hiervon entfallen ca. EUR 26,1 Mio auf die Wassergewinnung und das Wassernetz sowie ca. EUR 18,6 Mio auf das Stadtbad.

Einige der im Lagebericht gemachten Angaben enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf Grundlage unserer Erwartungen und Einschätzungen über künftige uns betreffende Ereignisse formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse abweichen oder schlechter ausfallen als beschrieben.

E. Erklärung nach § 312 AktG

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstattet, da im Berichtsjahr kein Beherrschungsvertrag bestand. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

 

Mainz, den 14. Juni 2024

Mainzer Stadtwerke AG

Vorstand

Daniel Gahr Vorstandsvorsitzender

Kerstin Stumpf stellvertretende Vorstandsvorsitzende

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_044_51.html
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a

  Anhang 31.12.2023 31.12.2022
    TEUR TEUR
A. Anlagevermögen (1)    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (2) 625 797
II. Sachanlagen   204.907 199.648
III. Finanzanlagen (3) 486.763 486.795
    692.295 687.240
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte (4) 15.803 18.674
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
(5) 102.544 67.090
III. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten
  20.900 46.441
    139.247 132.205
C. Rechnungsabgrenzungsposten (6) 1.750 746
    833.292 820.191

P a s s i v a

  Anhang 31.12.2023 31.12.2022
    TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital          
I. Gezeichnetes Kapital (7) 185.000   185.000  
abzüglich Nennbetrag
eigene Anteile
  4.880 180.120 4.880 180.120
II. Gewinnrücklagen (8)   155.510   132.593
III. Bilanzgewinn (9)   24.337   14.650
      359.967   327.363
B. Empfangene Ertragszuschüsse (10)   1.697   2.139
C. Rückstellungen (11)   40.483   38.883
D. Verbindlichkeiten (12)   410.885   438.176
E. Rechnungsabgrenzungsposten     351   401
F. Passive latente Steuern (13)   19.909   13.229
      833.292   820.191

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  Anhang 2023 2022
    TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse (15) 66.258 74.588
2. Verminderung des Bestands an
unfertigen Leistungen
  -2.878 -1.942
3. Sonstige betriebliche Erträge (16) 4.418 639
4. Gesamtleistung   67.798 73.285
5. Materialaufwand (17) 29.006 26.246
6. Personalaufwand (18) 7.402 7.662
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
(19) 9.568 9.333
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (20) 16.400 15.765
9. Betriebliche Aufwendungen   62.376 59.006
10. Betriebsergebnis   5.422 14.279
11. Beteiligungsergebnis (21) 46.275 16.761
12. Zinsergebnis (22) -7.098 -5.234
13. Abschreibungen auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens
  0 -11
14. Finanzergebnis   39.177 11.516
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (23) 5.631 914
16. Ergebnis nach Steuern   38.968 24.881
17. Sonstige Steuern   364 355
18. Jahresüberschuss   38.604 24.526
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   14.650 16.907
20. Ausschüttung   6.000 3.000
21. Einstellungen in gesetzliche Rücklage   1.931 1.227
22. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen   2.649 10.907
23. Einstellung in die andere Rücklage nach § 58 Abs. 2 AktG   18.337 11.649
24. Bilanzgewinn   24.337 14.650

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Registerinformationen

Firma Mainzer Stadtwerke AG
Sitz der Gesellschaft Rheinallee 41, 55118 Mainz
Zuständiges Registergericht Amtsgericht Mainz
Handelsregisternummer HRB 651

II. Allgemein

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften, des Aktiengesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden.

Die in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen.

Die Bilanz wurde nach § 266 HGB gegliedert. Das Gliederungsschema der Bilanz ist gem. § 265 Abs. 5 und 6 HGB um Besonderheiten in der Versorgungswirtschaft erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas werden die Posten Gesamtleistung, Betriebliche Aufwendungen und Betriebsergebnis ausgewiesen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Im Fall einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind wie folgt:

Jahre
Software 3 - 5
Sonstige Rechte 1 - 40

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Im Fall einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Bei den Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen sind neben den Einzelkosten auch Gemeinkosten im handelsrechtlich zulässigen Umfang berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die Nutzungsdauer der beweglichen Anlagegüter bemisst sich grundsätzlich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer; die Abschreibung erfolgt pro rata temporis.

Jahre
Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten 7 - 80
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 29 - 50
Bauten auf fremden Grundstücken 33
Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 10 - 50
Verteilungsanlagen 15 - 50
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 15 - 20
Technische Anlagen und Maschinen 8 - 50
Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 25

Für die Gebäudeabschreibung angeschaffter Gebäude wurden die Grundsätze des § 7 EStG analog angewendet. Die Nutzungsdauer der beweglichen Anlagegüter wird grundsätzlich nach den steuerlichen Abschreibungstabellen festgelegt; die Abschreibung erfolgt pro rata temporis. Für die vor dem 31. Dezember 1979 zugegangenen beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens wurde aus steuerlichen Gründen (§§ 254, 279 Abs. 2 HGB a.F.) die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Die Gesellschaft hat bei der BilMoG Erstanwendung von dem nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB vorgesehenen Wahlrecht zur Fortführung der damaligen Wertansätze unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht. Die degressive Abschreibung dieser Vermögensgegenstände, deren Restbuchwerte sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt TEUR 27 belaufen, wird fortgeführt.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Bundes- und Landeszuschüsse für bestimmte Investitionen werden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt.

Bis zum 31. Dezember 2002 und ab dem 1. Januar 2007 erhaltene Baukostenzuschüsse für Hausanschlüsse und Straßenlängsleitungen werden passivisch unter den empfangenen Ertragszuschüssen ausgewiesen. Nach dem 31. Dezember 2002 erhaltene Baukostenzuschüsse wurden aufgrund eines in 2003 ergangenen BFH-Urteils in Ausübung des durch dieses Urteil bzw. durch eine entsprechende Stellungnahme des IDW gewährten Wahlrechts in den Jahresabschlüssen 2003 bis 2006 aktivisch in Form eines Wertberichtigungspostens vom Anlagevermögen abgesetzt. Die empfangenen Ertragszuschüsse werden weiterhin in Höhe von 5 % p. a. über die Umsatzerlöse aufgelöst.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten und im Falle einer dauerhaften Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Genossenschaftsanteile und die Ausleihungen sind zum Nennwert bilanziert. Die in Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen und Abwertungen wurden bei allen Vermögensgegenständen beibehalten. Entfällt der Grund für eine dauerhafte Wertminderung, erfolgt eine Zuschreibung.

2. Umlaufvermögen

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Im Fall einer Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Grundstücke, die zur Vermarktung vorgesehen sind, werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Verkaufspreisen bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko wird in einer Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt und aktivisch bei den Forderungsbeständen abgesetzt.

Bei Vorliegen einer Aufrechnungslage nach § 387 BGB werden Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, miteinander saldiert.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen erfasst, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Weiterhin wurde vom Wahlrecht des § 250 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und der Unterschiedsbetrag (Disagio), der sich aus dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag ergibt, in den Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen. Dieser wird planmäßig über die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit abgeschrieben.

4. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben nach § 8a ATG ist die Gesellschaft verpflichtet, die Wertguthaben aus Langzeitkonten gegen das Risiko ihrer eigenen Insolvenz abzusichern. Zur Sicherung dieser gesetzlichen Vorgabe hat die Gesellschaft Wertpapiere gekauft und an einen Treuhänder übertragen. Die Bewertung dieses Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert aufgrund der jeweiligen Marktwerte. Dieser wird mit dem Erfüllungswert der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

5. Eigenkapital

Das Eigenkapital ist vollständig eingezahlt und wird zum Nennwert ausgewiesen.

6. Empfangene Ertragszuschüsse

Der Posten beinhaltet erhaltene Baukostenzuschüsse für Hausanschlüsse und das vorgelagerte Verteilnetz, die in Höhe von 5 % p. a. über die Umsatzerlöse aufgelöst werden.

7. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und nach den Heubeck'schen Richttafeln 2018 G errechnet und mit dem Erfüllungsbetrag unter Anwendung der Projected-unit-credit-Methode angesetzt. Für das Geschäftsjahr 2023 wird bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen ein von der Bundesbank herausgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % p.a. bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren angewendet. Es wurden zudem Gehalts- und Pensionstrends in Höhe von jeweils 2,0 % p. a. berücksichtigt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 91. Zwar unterliegt der Betrag grundsätzlich der Ausschüttungssperre, aufgrund ausreichend frei verfügbarer Rücklagen kommt diese jedoch nicht zum Tragen.

Gegenüber den Arbeitnehmern der MSW besteht aufgrund der arbeitsvertraglichen Regelungen zudem eine mittelbare Pensionsverpflichtung im Zusammenhang mit dem Sanierungsbeitrag zur Zusatzversorgungskasse Darmstadt, die nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB zu einem Passivierungswahlrecht führt. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde, wie in Vorjahren, auf eine Passivierung wegen der eingeschränkten Möglichkeiten bei der Ermittlung des Rückstellungsbetrags verzichtet. Der seit dem 1. Januar 2009 geltende Umlagensatz zum Sanierungsgeld beträgt 2,3 %. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich eine Verpflichtung aus Sanierungsgeld in Höhe von TEUR 92 (i. Vj. TEUR 89). Der Wert des umlagepflichtigen Entgelts beträgt TEUR 4.007.

Die Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Zahlungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangen zehn Geschäftsjahren und im Falle sonstiger Rückstellungen aus den vergangen sieben Geschäftsjahre ergibt, abgezinst.

Bei der Rückstellung für noch ausstehende Erschließungskosten im Heiligkreuz-Viertel (HKV) werden für die bereits verkauften Baufelder, die noch zu erbringenden Erschließungskosten zurückgestellt. Zur Ermittlung des Erfüllungsbetrags der Rückstellung werden die geplanten Aufwendungen bis Projektende anteilig den verkauften Baufeldern zugeordnet. Die prozentuale Zuordnung (Schlüssel) je Baufeld ermittelt sich anhand der erzielten Erlöse zum Verkaufszeitpunkt. Zum Zeitpunkt des Verkaufs wird der Schlüssel für das Baufeld festgelegt und nicht mehr verändert.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der MSW nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei den Organtöchtern bestehen, an der die MSW als Gesellschafterin beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von 26,68 % (i. Vj. 26,68 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergibt sich in Summe eine passive latente Steuer.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um entgeltlich erworbene Nutzungsrechte.

(3) Finanzanlagen

31.12.2023 2023
Name und Sitz der Gesellschaft Anteil
am Kapital
Eigen-
kapital
Ergebnis
% TEUR TEUR
Verbundene Unternehmen
Mainzer Netze GmbH, Mainz (MN) 1 100,00 262.099 -
Mainzer Erneuerbare Energien GmbH, Mainz (MEE) 2 100,00 46.315 -
Solarpark Tutow II GmbH & Co. KG, Mainz 3 100,00 25.018 5.433

Solarpark Elmenhorst GmbH & Co. KG, Mainz 3

100,00 19.318 4.723
evb Energieversorgungs-Betriebsgesellschaft mbH (evb), Lindenschied 2 100,00 6.976 -
RIO Windkraft GmbH & Co. KG, Mainz 4 100,00 1.729 540
ÜWG Engineering GmbH, Groß-Gerau 5 95,00 165 3
Mainzer Stadtbad GmbH, Mainz 100,00 304 -
RIO Energie Verwaltungs-GmbH, Mainz3 100,00 133 12
Mainzer Stadtwerke Energie und Service GmbH (MSES), Mainz2 100,00 1.056 -
Mainzer Breitband GmbH, Mainz2 100,00 25 -
Gonsbachterrassen GmbH, Mainz 100,00 - -5
KIM GmbH, Mainz2 100,00 24 -
Mainzer Wärme PLUS GmbH, Mainz 6 100,00 1.720 -
Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH, Mainz (MVG) 7 97,22 48.858 -
MVGmeinRad GmbH, Mainz 8 97,22 975 -
Mainzer Verkehrs-Service GmbH, Mainz (MVS) 8 97,22 25 -
Überlandwerk Groß-Gerau GmbH, Groß-Gerau (ÜWG) 95,00 40.419 3.428

Die MSW ist bei keiner der o.g. Personenhandelsgesellschaften persönlich haftende Gesellschafterin.

31.12.2023 2023
Name und Sitz der Gesellschaft Anteil
am Kapital
Eigen-
kapital
Ergebnis
% TEUR TEUR
Verbundene Unternehmen
Mainzer Fernwärme GmbH, Mainz 9 66,67 51.252 -
Windpark Mockenberg GmbH & Co. KG, Mainz 10 66,66 3.552 285
Windpark Rheinhessen I GmbH & Co. KG, Mainz 2 66,66

3.155

287
Windpark Bornheim GmbH & Co. KG, Mainz 2 66,66 2.727 361
Windpark Heimersheim GmbH & Co. KG, Mainz 2 66,66 2.664 327
Windpark Wingertsberg GmbH & Co. KG, Mainz 2 66,66 2.697 356
Windpark Erbes-Büdesheim GmbH & Co. KG, Mainz 2 66,66 2.571 347
Rheinhessen Solar GmbH, Mainz 11 66,66 223 28
Umspannwerk Lonsheim GmbH & Co. KG, Mainz 12 66,66 3 -
Infrastruktur Kruckow GmbH & Co. KG, Mainz 13 57,00 - -
Wohnen und Energie Mainz GmbH 14 50,00 2.022 -11

Die MSW ist bei keiner der o.g. Personenhandelsgesellschaften persönlich haftende Gesellschafterin.

31.12.2023 2023
Name und Sitz der Gesellschaft Anteil
am Kapital
Eigen-
kapital
Ergebnis
% TEUR TEUR
Beteiligungen
Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG, Mainz (KMW) 50,00 356.323 82.483
pfalzwind GmbH, Ludwigshafen 15 50,00 38.284 12.089
Mainz Worms Energiebündnis GmbH, Mainz 16 50,00 99 -9
Mainzer Hafen GmbH, Mainz 50,00 62 3
RIO Energieeffizienz Verwaltungs-GmbH, Mainz 50,00 55 2
Mainzer book-n-drive Carsharing GmbH, Mainz 17 50,00 53 11
insertEFFECT GmbH, Nürnberg 50,00 0 64
Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG, Mainz 49,90 67.689 10.525
RIO Energieeffizienz GmbH & Co. KG, Mainz 49,80 4.829 481
EnergieTechnik Rhein-Main GmbH (ETech), Groß-Gerau 18 31,66 1.201 284
PIONEXT GmbH, Alzey 1 33,33 85 20
PIONEXT Asset GmbH & Co. KG, Alzey 1 33,33 12.034 1.111
PIONEXT Service GmbH & Co. KG, Alzey 19 33,33 243 -501
PIONEXT Windpark Schellweiler GmbH & Co. KG, Alzey 5 33,33 3.170 661
Frankenbach Container Terminals GmbH, Mainz 20 25,20 25 0
ÜWG Stromnetze GmbH & Co. KG, Groß-Gerau 4 23,85 29.744 1.522
Count + Care GmbH & Co. KG, Mainz 2 25,10 11.001 1.308
COUNT + CARE Verwaltungs-GmbH, Mainz 2 25,10 27 2
ÜWG Stromnetze Verwaltungs GmbH, Groß-Gerau 4 23,85 39 1
Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH, Bodenheim
und Guntersblum (WVR)
3,23 41.302 3.627
beka GmbH, Köln 0,47 1.285 110

Die MSW ist bei keiner der o.g. Personenhandelsgesellschaften persönlich haftende Gesellschafterin.

(4) Vorräte

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Unfertige Leistungen 55 0
Grundstücke des Umlaufvermögens 15.748 18.674
15.803 18.674

Bei den Grundstücken des Umlaufvermögens handelt es sich um Grundstücke zur Vermarktung und die dazugehörigen Erschließungskosten.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.208 733
Forderungen gegen die Gesellschafterin 2.065 171
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 76.490 54.894
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 227 182
88.990 55.980
Sonstige Vermögensgegenstände 13.554 11.110
102.544 67.090

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.903 1.415
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -9.469 -724
Forderungen aus Gewinnabführung 17.721 4.760
Kurzfristige Finanzforderungen (Cash Pooling) 86.713 67.309
Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme -21.378 -17.866
76.490 54.894

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betreffen, wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen verrechnet mit Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr vollständig aus Lieferungen und Leistungen.

(6) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht in Höhe von TEUR 1.436 (i. Vj. TEUR 534) aus einem Disagio sowie sonstigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 314 (i. Vj. TEUR 211).

( 7 ) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der MSW in Höhe von TEUR 185.000 ist eingeteilt in 1.265 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 146.245,06 je Aktie.

Am 21. Dezember 2007 wurden eigene Anteile von der Gesellschafterin, der Stadt Mainz, mit der Absicht, die Anteile auf Dauer zu halten, im Wert von TEUR 25.000 erworben. Es handelt sich hierbei um 76 stimmrechtslose Stückaktien (6,0 %). Der Erwerbspreis betrug EUR 328.947,00 pro Aktie. Der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt TEUR 4.880.

Mit Wirkung zum 13. Januar 2011 hat die Stadt Mainz 1.110 Stückaktien (87,8 %) an der MSW auf die Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mit beschränkter Haftung, Mainz, übertragen.

Das Grundkapital wurde mit Wirkung zum 11. Juli 2014 um TEUR 80.000 auf TEUR 180.000 über die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln ohne Ausgabe neuer Aktien erhöht. Der für die Kapitalerhöhung erforderliche Betrag wurde aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 3.204 und aus der Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 76.796 entnommen.

Mit Einbringungsvertrag vom 4. Dezember 2017 wurde das Taubertsbergbad mit Wirkung zum 1. Januar 2018 gegen Ausgabe von 19 nennwertlosen Stückaktien zu einem Gesamtbetrag von TEUR 5.000 von der Stadt Mainz in die MSW eingelegt. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte zum 28. Juni 2019. Die Stadt Mainz hält zum Bilanzstichtag 79 Stückaktien (6,2 %).

( 8 ) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen bestehen aus der gesetzlichen Rücklage in Höhe von TEUR 17.122 (i. Vj. TEUR 15.191) sowie den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 138.388 (i. Vj. TEUR 117.402). In den anderen Gewinnrücklagen ist wie im Vorjahr der Differenzbetrag in Höhe von TEUR 20.120 zwischen dem Kaufpreis der eigenen Anteile in Höhe von TEUR 25.000 und dem Nennbetrag der eigenen Anteile in Höhe von TEUR 4.880 abgesetzt worden.

( 9 ) Bilanzgewinn

2023 2022
TEUR TEUR
Vortrag zum 1. Januar 14.650 16.907
Jahresüberschuss 38.604 24.526
Ausschüttung der Dividende Vorjahr und eingestellter Betrag aus der Kapitalrücklage -6.000 -3.000
Einstellungen in gesetzliche Rücklage -1.931 -1.227
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -2.649 -10.907
Einstellung in andere Rücklagen nach § 58 Abs. 2 AktG -18.337 -11.649
Bilanzgewinn am 31. Dezember 24.337 14.650

(1 0 ) Empfangene Ertragszuschüsse

Der Posten "Empfangene Ertragszuschüsse" wird mit 5 % pro Jahr ertragswirksam aufgelöst. Der jährliche Auflösungsbetrag wird unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Berichtsjahr ergaben sich Erträge aus der Auflösung in Höhe von TEUR 442.

(1 1 ) Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.148 11.856
Steuerrückstellungen 2.745 2.066
Sonstige Rückstellungen 26.590 24.961
40.483 38.883

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 525 (i. Vj. TEUR 476), Sanierungs- und Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 480 (i. Vj. TEUR 480), allgemeine Risiken aus der Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 5.500 (i. Vj. TEUR 5.500) sowie ausstehende Erschließungskosten in Höhe von TEUR 18.690 (i. Vj. TEUR 17.670).

( 1 2 ) Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
davon
bis zu einem über einem über fünf Gesamtbetrag
Jahr Jahr Jahre 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anleihen 1.034 100.000 100.000 101.034 60.259
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
36.847 79.162 44.105 116.009 150.341
Erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen
219 0 0 219 234
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
939 0 0 939 1.212
Verbindlichkeiten gegenüber der
Stadt Mainz (Gesellschafterin)
33 60.000 20.000 60.033 60.183
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
77.909 0 0 77.909 70.886
Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
53.823 0 0 53.823 94.567
Sonstige Verbindlichkeiten 919 0 0 919 494
(davon aus Steuern) (273) (0) (0) (273) (0)
  171.722 239.162 164.105 410.885 438.176

Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten mit TEUR 204.821 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betrafen die Anleihen mit TEUR 60.000, davon TEUR 60.000 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 113.355, davon TEUR 49.260 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren, sowie die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mainz in Höhe von TEUR 60.000, davon TEUR 40.000 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 21.982 durch Bürgschaften der Stadt Mainz besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren mit TEUR 60.000 (i.Vj. TEUR 60.000) aus Darlehensverbindlichkeiten. Die Darlehensverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 60.000, davon TEUR 20.000 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Daneben bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 124 (i.Vj. TEUR 227), denen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 91 (i.Vj. TEUR 44) gegenüberstehen und mit diesen verrechnet werden. Diese haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (Cash Pooling) 97.815 64.003
Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme 60 8.310
Forderungen aus Gewinnabführung -20.121 -5.306
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -854 -1.534
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.009 5.413
77.909 70.886

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in Höhe von TEUR 53.038 (i. Vj. TEUR 94.648) Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Cash Pooling, in Höhe von TEUR 784 (i. Vj. TEUR 59) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 140) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Zinsswap-Geschäfte (Portfolio-Hedge) durchgeführt. Der Nominalwert aller zum Bilanzstichtag laufenden Zinsswap-Geschäfte beträgt EUR 3,5 Mio. Die wesentlichen Konditionen von Grund- und Sicherungsgeschäft stimmen überein. Aufgrund der allgemeinen Zinsentwicklung haben die Zinsswap-Geschäfte am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert in Höhe von TEUR 46. Diese Werte ergeben sich aus den von den Banken mitgeteilten Wiederbeschaffungskosten. Die Marktwerte der Zinsswaps wurden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des jeweiligen Kontrakts auf Basis aktueller Zinsstrukturkurven ermittelt. Die Laufzeit der bestehenden Swap-Kontrakte endet spätestens im Jahr 2027. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung ist aufgrund der Bildung von Bewertungseinheiten nicht erforderlich. Zur Feststellung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die "Critical Terms Match-Methode" verwendet. Die Bilanzierung sämtlicher Bewertungseinheiten erfolgt nach der "Einfrierungsmethode".

Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Darlehen bestehen nicht.

(1 3 ) Passive latente Steuern

In dem Posten Passive latente Steuern sind die passiven Steuerlatenzen (TEUR 25.170) mit aktiven Steuerlatenzen (TEUR 5.261) gemäß § 274 Abs. 1 HGB saldiert worden. Der kombinierte unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 26,68 %. Die aktiven Steuerlatenzen beruhen im Wesentlichen auf Abweichungen bei der Bewertung im Bereich der Rückstellungen (Abweichung: TEUR 17.793; aktive latente Steuern: TEUR 3.279) sowie aus übernommenen aktiven Steuerlatenzen der Organgesellschaften (TEUR 2.326). Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Ausgliederung des Strom- und Gasnetzes sowie des Straßenbeleuchtungsnetzes auf die MN, die handelsrechtlich zum Teilwert und steuerlich zum Buchwert erfolgte. Der Unterschiedsbetrag beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 68.237. Im Vorjahr wurden die passiven latenten Steuern (TEUR 16.551) mit den aktiven latenten Steuern (TEUR 3.322) unter dem Posten Passive latente Steuern in Höhe von TEUR 13.229 saldiert ausgewiesen.

(1 4 ) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Commerzbank hat auf Kreditlinie der MSW für die MEE ein Aval in Höhe von TEUR 100 (i. Vj. TEUR 100) herausgelegt. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft nicht zu rechnen.

Zur Absicherung von Kredit- und Leasingverpflichtungen der MEE in Höhe von EUR 30,5 Mio. hat die MSW harte Patronatserklärungen mit engem Sicherungszweck zu Gunsten der MEE abgegeben. Die Restschuld dieser Verpflichtungen zum Bilanzstichtag beträgt EUR 11,7 Mio.

Für das Vorhaben des Tochterunterunternehmens ÜWG, Geothermie-Bohrungen durchzuführen, wurde eine Patronatserklärung zu Gunsten der ÜWG abgegeben. Die Haftung aus der Erklärung beträgt bis zu EUR 10,0 Mio.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Patronatserklärungen wird nicht gerechnet, da sowohl die MEE als auch die ÜWG in der Lage sind, ihre Zahlungsverpflichtungen aus den bestehenden Eigen- und Fremdmitteln zu bestreiten.

Zur Absicherung von nachträglichen Kosten zur Umsetzung von Anordnungen oder Auflagen der zuständigen Gewerbeaufsichtsbehörden zum Schutz des künftigen Plangebiets N84 vor Immissionen aus dem Betriebsgelände der Schott AG, Mainz hat die MSW eine gesamtschuldnerische Konzernbürgschaft gemeinsam mit der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien, in Höhe von EUR 9,0 Mio. für die Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG, Mainz abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage derzeit nicht zu rechnen.

Darüber hinaus besteht eine weitere Bürgschaft für die Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH zur Absicherung von Zuschüssen für die Nachrüstung von 96 Dieselbussen mit einem Abgasnachbehandlungssystem in Höhe von EUR 1,0 Mio. Diese ist zur Sicherung eventueller Rückforderungsansprüche des Zuschussgebers und befristet bis zum Jahr 2024. Mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der sachgerechten Verwendung der Zuschüsse derzeit nicht zu rechnen.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 1,4 Mio. aus Bestellobligo, die innerhalb des nächsten Geschäftsjahres fällig sind.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1 5 ) Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Wasserversorgung 30.223 30.490
Sonstige Umsätze 36.035 44.098
66.258 74.588

Die im Inland erzielten Umsatzerlöse enthalten mit TEUR 442 (i. Vj. TEUR 468) Erträge aus der Auflösung der empfangenen Ertragszuschüsse. Die sonstigen Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Vermietung in Höhe von TEUR 12.331 (i. Vj. TEUR 11.405), aus Grundstücksverkäufen in Höhe von TEUR 17.152 (i. Vj. TEUR 26.655) sowie aus periodenfremden Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 415 (i. Vj. TEUR 691).

(1 6 ) Sonstige betriebliche Erträge

2023 2022
TEUR TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2 3
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 25 70
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 4 0
Sonstige periodenfremde Erträge 507 148
Periodenfremde Erträge 538 221
Weiterberechnete Schadensfälle 121 84
Übrige Erträge 3.759 334
4.418 639

(1 7 ) Materialaufwand

  2023 2022
  TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren
10.531 4.929
Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.475 21.317
  29.006 26.246

Der Materialaufwand enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 170 (i. Vj. TEUR 3.130).

(1 8 ) Personalaufwand

2023 2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 6.011 5.687
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters-
versorgung und für Unterstützung
1.391 1.975
(davon für Altersversorgung) (431) (1.049)
7.402 7.662

( 19 ) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

2023 2022
TEUR TEUR
Planmäßige Abschreibungen 9.568 9.333
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 0
9.568 9.333

(2 0 ) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 2022
TEUR TEUR
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 197 285
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 26 126
Periodenfremde Aufwendungen 223 411
Dienstleistungen von Konzerngesellschaften 6.800 6.671
Übrige Aufwendungen 9.377 8.683
16.400 15.765

(2 1 ) Beteiligungsergebnis

2023 2022
TEUR TEUR
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 37.842 23.165
Erträge aus Beteiligungen 29.896 20.918
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -21.438 -26.417
Abschreibungen auf Finanzanlagen -25 -903
Verluste aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 0 -2
46.275 16.761

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen die MN, die MEE, die evb, die MSES, die Mainzer Breitband und die Mainzer Fernwärme. Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen die MVG und die KIM.

Die Erträge aus Beteiligungen entfallen mit TEUR 3.000 (i. Vj. TEUR 3.000) auf verbundene Unternehmen.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 25 betreffen die Anteile an der Gonsbachterrassen GmbH.

(2 2 ) Zinsergebnis

2023 2022
TEUR TEUR
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 251 266
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.241 507
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.590 -6.007
-7.098 -5.234

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens entfallen in Höhe von TEUR 251 (i. Vj. TEUR 266) auf verbundene Unternehmen und Beteiligungen. In den Zinsaufwendungen werden Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.124 (i. Vj. TEUR 723) und in den Zinserträgen werden Erträge in Höhe von TEUR 3.318 (i. Vj. TEUR 421) an bzw. von verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 206 (i. Vj. TEUR 218) enthalten, die sich aus der Bewertung der Pensions- sowie Jubiläumsrückstellung ergaben.

(2 3 ) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten in Höhe von TEUR 6.680 latente Steuererträge (i. Vj. TEUR 2.901) und in Höhe von TEUR 6.647 periodenfremden Steuerertrag (i. Vj. TEUR 1.714).

VI. Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne von § 6b Abs. 2 EnWG wurden im Geschäftsjahr 2023 getätigt mit

der MN, der kaufmännische und technische Dienstleistungen in Höhe von TEUR 1.562 (i. Vj. TEUR 1.562) berechnet wurden und von der kaufmännische und technische Dienstleistungen in Höhe von TEUR 31.624 (i. Vj. TEUR 26.884) belastet wurden. Die aufgrund des Pachtvertrags der MN in Rechnung gestellten Beträge belaufen sich auf TEUR 15.459 (i. Vj. TEUR 15.170) einschließlich Konzessionsabgaben und vereinnahmten und passivierten Baukostenzuschüssen und Hausanschlussbeiträgen.

Weitere Geschäfte mit verbundenen Unternehmen oder assoziierten Unternehmen fallen nicht aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeiten heraus.

VII. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeitenden nach § 267 Abs. 5 HGB stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter 74 75
davon geringfügig beschäftigt 2 4
Vorstandsmitglieder 2 2
76 77

2. Konzernbeziehungen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der obersten Konzernmuttergesellschaft, der Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH, Mainz, (ZBM) einbezogen. Die ZBM als oberstes Mutterunternehmen erstellt einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, der das Unternehmensregister führende Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt wird (Handelsregister 43019, geführt beim Handelsregister des Amtsgerichtes Mainz). Dadurch wird die MSW gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 ff. HGB aufzustellen, befreit.

3. Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder

Die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 634 (i. Vj. TEUR 634).

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind TEUR 9.167 (i. Vj. TEUR 9.815) zurückgestellt.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 61 (i. Vj. TEUR 55).

4. Organe der Gesellschaft

a) Aufsichtsrat

Sylvia Köbler-Gross, Stadtratsmitglied, Vorsitzende

Frank Vierheller, Betriebsratsvorsitzender, Arbeitnehmervertreter, Erster stellvertretender Vorsitzender

Alexandra Gill-Gers, Stadtratsmitglied, Zweite stellvertretende Vorsitzende

Özcan Dogan, Arbeitnehmervertreter

Sabine Flegel, Stadtratsmitglied

Nino Haase, Oberbürgermeister (Mitglied seit 24.03.2023)

Ludwig Holle, Stadtratsmitglied (Mitglied seit 07.03.2024)

Martin Kinzelbach, Stadtratsmitglied

Walter Koppius, Diplom Handelslehrer

Marcel Kühle, Stadtratsmitglied

Arne Kuster, Stadtratsmitglied

Prof. Dr. Felix Leinen, Mathematikprofessor

Dr. Eleonore Lossen-Geißler, Stadtratsmitglied

Ernat Mujanovic, Arbeitnehmervertreter

Kornelia Müller, Arbeitnehmervertreterin

Markus Oferath, Arbeitnehmervertreter

Tupac Orellana, Stadtratsmitglied

Tabea Rößner, Stadtratsmitglied

Harald Schindler, Arbeitnehmervertreter

Hannsgeorg Schönig, Stadtratsmitglied

Norbert Solbach, Stadtratsmitglied (bis zum 04.03.2024)

Claudia Voggeneder, Arbeitnehmervertreterin

b) Vorstand

Daniel Gahr, Vorsitzender

Dr. Tobias Brosze (bis zum 31. März 2024), Stellvertretender Vorsitzender

Kerstin Stumpf (seit dem 1. April 2024), Stellvertretende Vorsitzende

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach dem Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

6. Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mit beschränkter Haftung, Mainz, hat uns am 17. Januar 2011 gemäß § 20 Abs. 1 bis 4 AktG mitgeteilt, dass ihr sowohl mehr als der vierte Teil der Aktien als auch eine Mehrheitsbeteiligung an der Mainzer Stadtwerke AG gehören.

Die Stadt Mainz hat uns mitgeteilt, dass ihr weder der vierte Teil der Aktien noch eine Mehrheitsbeteiligung an der Mainzer Stadtwerke AG gehören.

7. Abschlussprüferhonorar

Die Gesellschaft macht hinsichtlich der Angabe des Honorars des Abschlussprüfers von der Erleichterung gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch und verweist diesbezüglich auf den Konzernanhang der Zentrale Beteiligungsgesellschaft der Stadt Mainz mbH, Mainz, zum 31. Dezember 2023.

8. Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand hat von der Ermächtigung des § 58 Abs. 2 AktG Gebrauch gemacht und EUR 18.336.558,79 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Des Weiteren schlägt er der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 24.336.558,79 eine Dividende in Höhe von EUR 6.000.000,00 an die Gesellschafter auszuschütten, EUR 1.378.000,00 in die gesetzliche Rücklage einzustellen, weitere EUR 10.958.558,79 in die anderen Gewinnrückrücklagen einzustellen und den verbleibenden Betrag in Höhe von EUR 6.000.000,00 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mainz, den 14. Juni 2024

Mainzer Stadtwerke AG

Vorstand

Daniel Gahr Vorstandsvorsitzender

Kerstin Stumpf stellvertretende Vorstandsvorsitzende

1 Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
2 Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
3 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die MEE
4 Hierbei handelt es sich um eine unmittelbare Beteiligung und eine mittelbare Beteiligung über die MEE
5 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die ÜWG
6 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die MSES
7 Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag
8 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die MVG
9 Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
10 Hierbei handelt es sich um eine unmittelbare und mittelbare Beteiligung über die MEE
11 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die MEE
12 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die Windparks Heimersheim
13 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über Solarpark Tutow II
14 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die MEE und um eine mittelbare Beteiligung über die MSES
15 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die MEE
16 Jahresabschluss zum 31.12.2022
17 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die MVG
18 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die ÜWG
19 Hierbei handelt es sich um eine mittelbare Beteiligung über die PIONEXT Asset
20 Jahresabschluss zum 30.06.2022

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
31.12.2023
  TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutzrechte und Software
3.554 0 228 22 3.348
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte mit
         
a) Geschäfts-, Betriebs- und
anderen Bauten
138.915 -6 14 177 139.072
b) Bahnkörper und Bauten
des Schienenwegs
587 0 0 0 587
2. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte mit Wohnbauten
1.455 0 0 0 1.455
3. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte ohne Bauten
19.286 28 0 0 19.314
4. Bauten auf fremden Grundstücken 6.741 0 0 0 6.741
5. Erzeugungs-, Gewinnungs- und
Bezugsanlagen
55.439 1.053 0 2.041 58.533
6. Verteilungsanlagen 264.974 4.198 733 6.575 275.014
7. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und
Sicherungsanlagen
6.362 0 0 0 6.362
8. Technische Anlagen und Maschinen,
die nicht zu Nr. 5 bis 7 gehören
26.330 110 99 377 26.681
    -37 I      
9. Betriebs- und Geschäftsausstattung,
Fuhrpark, Werkstatteinrichtungen,
Kommunikationsanlagen
2.662 94 20 88 2.824
10. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
15.628 14.090 36 -9.280 15.737
    -4.665 I      
  538.379 19.567 902 -22 552.320
    -4.702 <I      
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 405.795 243 0 0 406.038
2. Ausleihungen an verbunden Unternehmen 20.366 0 250 0 20.116
3. Beteiligungen 67.145 0 0 0 67.145
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein          
Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen          
und Genossenschaftsanteile 28 0 0 0 28
  493.334 243 250 0 493.327
  1.035.267 19.810 1.380 0 1.048.995
    -4.702 I      
  Kumulierte Abschreibungen
  01.01.2023 Abschreibungen
des
Geschäftsjahres
Abgänge Umbu-
chungen
31.12.2023
  TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutzrechte und Software
2.757 194 228 0 2.723
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte mit
         
a) Geschäfts-, Betriebs- und
anderen Bauten
63.705 2.186 15 0 65.876
b) Bahnkörper und Bauten
des Schienenwegs
7 0 0 0 7
2. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte mit Wohnbauten
1.348 20 0 0 1.368
3. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte ohne Bauten
722 0 0 0 722
4. Bauten auf fremden Grundstücken 2.654 196 0 0 2.850
5. Erzeugungs-, Gewinnungs- und
Bezugsanlagen
43.460 1.426 0 0 44.886
6. Verteilungsanlagen 202.379 4.353 573 0 206.159
7. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und
Sicherungsanlagen
5.061 235 0 0 5.296
8. Technische Anlagen und Maschinen,
die nicht zu Nr. 5 bis 7 gehören
17.493 821 99 0 18.215
9. Betriebs- und Geschäftsausstattung,
Fuhrpark, Werkstatteinrichtungen,
Kommunikationsanlagen
1.902 137 5 0 2.034
10. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
0 0 0 0 0
  338.731 9.374 692 0 347.413
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.137 25 0 0 4.162
2. Ausleihungen an verbunden Unternehmen 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen 2.402 0 0 0 2.402
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein          
Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen          
und Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0
  6.539 25 0 0 6.564
  348.027 9.593 920 0 356.700
  Restbuchwerte
  31.12.2023 31.12.2022
  TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutzrechte und Software
625 797
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte mit
   
a) Geschäfts-, Betriebs- und
anderen Bauten
73.196 75.210
b) Bahnkörper und Bauten
des Schienenwegs
580 580
2. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte mit Wohnbauten
87 107
3. Grundstücke und grundstücksgleiche
Rechte ohne Bauten
18.592 18.564
4. Bauten auf fremden Grundstücken 3.891 4.087
5. Erzeugungs-, Gewinnungs- und
Bezugsanlagen
13.647 11.979
6. Verteilungsanlagen 68.855 62.595
7. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und
Sicherungsanlagen
1.066 1.301
8. Technische Anlagen und Maschinen,
die nicht zu Nr. 5 bis 7 gehören
8.466 8.837
9. Betriebs- und Geschäftsausstattung,
Fuhrpark, Werkstatteinrichtungen,
Kommunikationsanlagen
790 760
10. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
15.737 15.628
  204.907 199.648
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 401.876 401.658
2. Ausleihungen an verbunden Unternehmen 20.116 20.366
3. Beteiligungen 64.743 64.743
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein    
Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
5. Sonstige Ausleihungen    
und Genossenschaftsanteile 28 28
  486.763 486.795
  692.295 687.240

I = Investitionszuschüsse

Tätigkeitsabschlüsse gemäß § 6b Abs. 3 EnWG Bilanz zum 31. Dezember 2022

A k t i v a

Elektrizitäts-
verteilung
31.12.2023
Elektrizitäts-
verteilung
31.12.2022
Gas-
verteilung
31.12.2023
Gas-
verteilung
31.12.2022
Anhang TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen (1)        
I. Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
  0 0 0 0
II. Summe Sachanlagen   4 4 3 3
III. Summe Finanzanlagen   0 0 0 0
    4 4 3 3
B. Umlaufvermögen          
I. Vorräte (2) 0 0 0 0
  (3)        
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
  54 0 72 0
  (4)        
III. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten
  142 279 123 241
    196 279 195 241
C. Rechnungsabgrenzungsposten (5) 12 4 12 4
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus
Vermögensverrechnung
(6) 0 0 0 0
    212 287 210 249
Andere
Aktivitäten
außerhalb
des
Elektrizitäts-
und Gas-
sektors
Andere
Aktivitäten
außerhalb
des
Elektrizitäts-
und Gas-
sektors
Gesamt Gesamt
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen        
I. Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
625 797 625 797
II. Summe Sachanlagen 204.900 199.641 204.907 199.648
III. Summe Finanzanlagen 486.763 486.795 486.763 486.795
  692.288 687.233 692.295 687.240
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte 15.803 18.674 15.803 18.674
II. Forderungen und sonstigeVermögensgegenstände 102.418 67.090 102.544 67.090
III. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten
20.635 45.921 20.900 46.441
  138.856 131.685 139.247 132.205
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.726 737 1.750 746
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus
Vermögensverrechnung
0 0 0 0
  832.870 819.655 833.292 820.191

P a s s i v a

Elektrizitäts-
verteilung
31.12.2023
Elektrizitäts-
verteilung
31.12.2022
Gas-
verteilung
31.12.2023
Gas-
verteilung
31.12.2022
Anhang TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital          
I. Gezeichnetes Kapital (7) 200 200 200 200
abzüglich Nennbetrag
eigene Anteile
  0 0 0 0
III. Gewinnrücklagen   0 0 0 0
IV. Bilanzgewinn   0 0 0 0
    200 200 200 200
B. Empfangene Ertragszuschüsse (8) 0 0 0 0
C. Rückstellungen (9) 12 6 10 5
D. Verbindlichkeiten (10) 0 81 0 44
E. Rechnungsabgrenzungsposten (11) 0 0 0 0
F. Passive latente Steuern (12) 0 0 0 0
    212 287 210 249
Andere
Aktivitäten
außerhalb
des
Elektrizitäts-
und Gas-
sektors
Andere
Aktivitäten
außerhalb
des
Elektrizitäts-
und Gas-
sektors
Gesamt Gesamt Gesamt Gesamt
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 184.600 184.600 185.000   185.000  
abzüglich Nennbetrag
eigene Anteile
4.880 4.880 4.880 180.120 4.880 180.120
III. Gewinnrücklagen 155.510 132.593   155.510   132.593
IV. Bilanzgewinn 24.337 14.650   24.337   14.650
  359.567 326.963   359.967   327.363
B. Empfangene Ertragszuschüsse 1.697 2.139   1.697   2.139
C. Rückstellungen 40.461 38.873   40.484   38.883
D. Verbindlichkeiten 410.885 438.050   410.885   438.176
E. Rechnungsabgrenzungsposten 351 401   351   401
F. Passive latente Steuern 19.909 13.229   19.909   13.229
  832.870 819.655   833.292   820.191

Tätigkeitsabschlüsse gemäß § 6b Abs. 3 EnWG Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  Anhang Elektrizitäts-
'verteilung
MN
Elektrizitäts-
verteilung
MN
Gasverteilung
MN
Gasverteilung
MN
    2023 2022 2023 2022
    TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse          
a. Umsatzerlöse aus DL   432 432 374 374
b. Restliche Umsatzerlöse   0 0 0 0
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen          
Leistungen und fertigen Erzeugnissen   0 0 0 0
3. Sonstige betriebliche Erträge   0 0 0 0
4. Gesamtleistung   432 432 374 374
5. Materialaufwand   2 1 2 1
6. Personalaufwand   232 225 201 195
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen
  1 1 1 1
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   197 204 170 177
9. Betriebliche Aufwendungen   432 432 374 374
10. Betriebsergebnis   0 0 0 0
11. Beteiligungsergebnis   0 0 0 0
12. Zinsergebnis   0 0 0 0
13. Abschreibungen auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens
  0 0 0 0
14. Finanzergebnis   0 0 0 0
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag   0 0 0 0
16. Ergebnis nach Steuern   0 0 0 0
17. Sonstige Steuern   0 0 0 0
18. Jahresüberschuss   0 0 0 0
  Andere
Aktivitäten
außerhalb
des
Elektrizitäts-
und Gas-
sektors
Andere
Aktivitäten
außerhalb
des
Elektrizitäts-
und Gas-
sektors
Gesamt Gesamt
  2023 2022 2023 2022
  TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse        
a. Umsatzerlöse aus DL 1.934 1.866 2.740 2.672
b. Restliche Umsatzerlöse 63.518 71.916 63.518 71.916
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen        
Leistungen und fertigen Erzeugnissen -2.878 -1.942 -2.878 -1.942
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.418 639 4.418 639
4. Gesamtleistung 66.992 72.479 67.798 73.285
5. Materialaufwand 29.002 26.244 29.006 26.246
6. Personalaufwand 6.969 7.242 7.402 7.662
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen
9.566 9.331 9.568 9.333
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.033 15.384 16.400 15.765
9. Betriebliche Aufwendungen 61.571 58.201 62.376 59.006
10. Betriebsergebnis 5.422 14.278 5.422 14.279
11. Beteiligungsergebnis 46.275 16.761 46.275 16.761
12. Zinsergebnis -7.098 -5.234 -7.098 -5.234
13. Abschreibungen auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens
0 -11 0 -11
14. Finanzergebnis 39.177 11.516 39.177 11.516
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.631 914 5.631 914
16. Ergebnis nach Steuern 38.968 24.880 38.968 24.881
17. Sonstige Steuern 364 355 364 355
18. Jahresüberschuss 38.604 24.525 38.604 24.526

Erläuterungen zu den Tätigkeitsabschlüssen für Dienstleister gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 31. Dezember 2023

I. Allgemein

Mit den ersten Binnenmarktrichtlinien aus den Jahren 1996 und 1998 begann die Öffnung der Energiemärkte in der Europäischen Union (EU). Diese Richtlinien wurden in Deutschland mit dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vom 24.04.1998 und dem ersten Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsrechts vom 20.05.2003 in deutsches Recht umgesetzt. Mit dem Inkrafttreten des zweiten Gesetzes zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts vom 07.07.2005 (BGB Jahrgang 2005 Teil I Nr. 42 vom 12.07.2005, S. 1970 ff) am 13.07.2005 wurden in Deutschland die Binnenmarktrichtlinien für Elektrizität und Erdgas vom 26.06.2003 umgesetzt.

Mit der letzten Gesetzesänderung wurde u. a. eine einheitliche Regelung zur Trennung der Rechnungslegung (buchhalterisches Unbundling) für Elektrizitäts- und Gasverteilungsunternehmen geschaffen.

Die Verpflichtung zur Führung getrennter Konten erfasst nach § 6b Abs. 3 EnWG u. a. folgende Aktivitäten:

Elektrizitätsverteilung

Gasverteilung

Die Unbundling-Konzeption der Mainzer Stadtwerke AG (folgend MSW) basiert für die Gewinn- und Verlustrechnung auf entsprechend strukturierter Kostenstellen. Die Verteilung der Erlöse und Aufwendungen erfolgt, wenn möglich direkt, sollte dies nicht möglich sein, dann erfolgt eine indirekte Zuordnung gemäß sachgerechter Schlüsselungen.

Zur Gewährleistung einer höheren Transparenz wurde innerhalb der MSW folgende Gliederung gewählt:

Elektrizitätsverteilung

Gasverteilung

Andere Aktivitäten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors

Der Jahresabschluss der MSW wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen aus dem Jahresabschluss der MSW.

III. Zuordnung nach Tätigkeiten in der Bilanz und Verlustrechnung

Die Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten aus der Bilanz bzw. der Ertrags- und Aufwandsposten aus der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte zu den Tätigkeiten direkt, soweit dies aufgrund wirtschaftlicher, vertraglicher oder sonstiger Kriterien möglich war.

In den Fällen, in denen nur ein mittelbarer Sachbezug zu den Aktivitäten vorliegt oder die weitere Aufteilung der Konten nur mit unvertretbar hohem Aufwand verbunden wäre, wurde die Zuordnung im Wesentlichen durch Schlüsselung auf Basis sachgerechter Bezugsgrößen vorgenommen.

Der zweistufige Umsatzerlösschlüssel wurde ermittelt, indem in einem ersten Schritt die Umsatzerlöse der identifizierten Dienstleitungskostenstellen zu den Gesamtumsatzerlösen der MSW ins Verhältnis gesetzt wurden. In einem zweiten Schritt wurden dann die spartenbezogenen Umsatzerlöse zu den Umsatzerlösen für die identifizierten Dienstleistungskostenstellen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich folgender Schlüssel:

Dienstleistungskostenstelle
2023
Schlüssel in % 4,31
Elektrizitätsverteilung Gasverteilung
2023 2023
Schlüssel in % 15,76 13,65

Der zweistufige Personalschlüssel wurde ermittelt, indem in einem ersten Schritt die Anzahl der Mitarbeiter der identifizierten Dienstleitungskostenstellen zu den Gesamtanzahl der Mitarbeiter der MSW ins Verhältnis gesetzt wurden. In einem zweiten Schritt wurden dann die spartenbezogenen Personalaufwendungen zu den Gesamtpersonalaufwendungen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich folgender Schlüssel:

Dienstleistungskostenstelle
2023
Schlüssel in % 57,14
Elektrizitätsverteilung Gasverteilung
2023 2023
Schlüssel in % 3,14 2,72

Der zweistufige Aufwandsschlüssel wurde ermittelt, indem in einem ersten Schritt die Materialaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen der identifizierten Dienstleitungskostenstellen zu den Gesamtaufwendungen der MSW ins Verhältnis gesetzt wurden. In einem zweiten Schritt wurden dann die spartenbezogenen Materialaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu den Gesamtaufwendungen für die identifizierten Dienstleistungskostenstellen ins Verhältnis gesetzt. Daraus ergibt sich folgender Schlüssel:

Dienstleistungskostenstelle
2023
Schlüssel in % 4,31
Elektrizitätsverteilung Gasverteilung
2023 2023
Schlüssel in % 11,63 10,07

Der GuV-Aufwandsschlüssel wurde ermittelt in dem in einem ersten Schritt die noch zu verteilenden Materialaufwendungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Personalaufwendungen der identifizierten Dienstleitungskostenstellen zu den Gesamtaufwendungen für die identifizierten Dienstleistungskostenstellen ins Verhältnis gesetzt wurden. In einem zweiten Schritt wurden dann die prozentuale Verteilung der Aufwendungen der identifizierten Dienstleistungskostenstellen ermittelt. Daraus ergibt sich folgender Schlüssel:

Elektrizitätsverteilung Gasverteilung
2023 2023
Schlüssel in % 11,63 10,07
Materialaufwand Personalaufwand Sonstige
betriebliche
Aufwendungen
2023 2023 2023
Schlüssel in % 0,41 53,94 45,65

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens ist der Bilanz zu entnehmen. Entsprechend der identifizierten Dienstleistungskostenstellen erfolgte die Zuordnung des genutzten Anlagevermögens direkt. In einem nächsten Schritt wurde die Aufteilung des Anlagevermögens auf die Aktivitäten der jeweiligen Sparte anhand des Umsatzerlösschlüssels vorgenommen und stellt sich wie folgt dar: Elektrizitätsverteilung TEUR 4 (i.Vj. TEUR 4); Gasverteilung TEUR 3 (i.Vj. TEUR 3); "Andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" TEUR 692.288 (i.Vj. TEUR 687.233).

(2) Vorräte

Die Vorräte betreffen zum Verkauf gehaltene Grundstücke und wurden direkt und vollständig den Aktivitäten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors zugeordnet.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände konnten im Wesentlichen den Aktivitäten direkt zugeordnet werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgte in Höhe von TEUR 7 (i.Vj. TEUR 28) direkt, ebenso wie die damit saldierten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 94). In Höhe von TEUR 2.907 (i.Vj. TEUR 9.107) wurden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit Hilfe des zweistufigen Aufwandsschlüssels zugeordnet. Der Bilanzielle Ausgleichsposten, der dem Ausgleich der Tätigkeitsbilanz dient, ist der folgenden Bilanzposition zugeordnet.

Elektrizitäts-
verteilung
31.12.2023
Elektrizitäts-
verteilung
31.12.2022
Gas-
verteilung
31.12.2023
Gas-
verteilung
31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
B.II. Forderungen gegen
verbundenen Unter-
nehmen
54 (-81) 72 (-44)
(i.Vj. Verbindlichkeiten)
davon Kapitalausgleichposten 45 (-72) 64 (-44)

(4) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden indirekt mit Hilfe des zweistufigen Umsatzerlösschlüssels auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche aufgeteilt.

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten wurden indirekt mit Hilfe des zweistufigen Umsatzerlösschlüssels auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche aufgeteilt.

(6) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag wurde auf Basis des zweistufigen Personalschlüssels verteilt.

(7) Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde direkt den Tätigkeiten zugeordnet.

(8) Empfangene Ertragszuschüsse

Die Zuordnung dieses Postens erfolgte direkt auf Grundlage des zugehörigen Anlagevermögens.

(9) Rückstellungen

Die Rückstellungen für Berufsgenossenschaften, Jahresabschlusskosten und Archivierungskosten (in Summe TEUR 127; i.Vj. TEUR 136) wurden auf Basis des zweistufigen Umsatzerlösschlüssels verteilt. Die Rückstellungen für Resturlaub, Überstunden, Jubiläumszuwendungen, Gleitzeitguthaben und Prämienzahlungen (TEUR 502; i.Vj. TEUR 453) wurde der zweistufige Personalschlüssle verwendet. Alle anderen Rückstellungen (TEUR 38.083; i.Vj. TEUR 38.259) konnten den "Anderen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" direkt zugewiesen werden.

(10) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten konnten im Wesentlichen den Aktivitäten direkt zugeordnet werden und betrafen die "Anderen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors".

(11) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde den "Anderen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" direkt zugeordnet.

(12) Passive latente Steuern

Die Passiven latenten Steuern wurden den "Anderen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" direkt zugeordnet.

V. Erläuterungen zur GuV

(13) Umsatzerlöse

Direkte Zuordnung nach den zugrunde liegenden Vertragsbeziehungen.

(14) Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnissen

Die Bestandsveränderungen wurden den Tätigkeiten direkt zugeteilt.

(15) Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen wurden den Tätigkeiten direkt zugeteilt.

(16) Sonstige betriebliche Erträge

Sämtliche Erträge wurden den Tätigkeiten direkt zugeordnet.

( 17) Materialaufwand

Die Materialaufwendungen wurden indirekt mittels des GuV-Aufwandsschlüssels den Tätigkeiten zugordnet.

(18) Personalaufwand

Die Personalaufwendungen wurden indirekt mittels des GuV-Aufwandsschlüssels den Tätigkeiten zugordnet.

(19) Abschreibungen

Die Abschreibungen wurden direkt zugeordnet.

( 20) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden indirekt mittels des GuV-Aufwandsschlüssels den Tätigkeiten zugordnet.

(21) Zinsergebnis

Zinserträge und -aufwendungen wurden im Wesentlichen verursachungsgerecht den Aktivitäten direkt zugeordnet.

(22) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Steuern vom Einkommen und Ertrag wurden verursachungsgerecht den Aktivitäten direkt zugeordnet.

(23) Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern wurden den Aktivitäten direkt zugeordnet.

 

Mainz, den 14. Juni 2024

Mainzer Stadtwerke AG

Vorstand

Daniel Gahr

Kerstin Stumpf

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mainzer Stadtwerke AG, Mainz

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mainzer Stadtwerke AG, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mainzer Stadtwerke AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Gasverteilung" und "andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Frankfurt am Main, den 14. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marc Krizaj, Wirtschaftsprüfer

ppa. Xandra Schulte, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats der Mainzer Stadtwerke AG

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 sowie der Lagebericht wurden von der zum Abschlussprüfer bestellten PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, geprüft. Der Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB zum Jahresabschluss und zum Lagebericht wurde ohne Einschränkung erteilt.

Darüber hinaus wurde vom Vorstand der Bericht gemäß § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht") aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Bericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Jahresabschluss, Lagebericht und Abhängigkeitsbericht wurden vom Aufsichtsrat geprüft und darüber hinaus in der Aufsichtsratssitzung am 04. Juli 2024 mit dem Abschlussprüfer erörtert. Der Abschlussprüfer hat über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für Fragen zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund der Berichte des Vorstands und in seinen Sitzungen während des Geschäftsjahres durch Erörterungen über die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft seiner gesetzlichen Prüfungs- und Überwachungspflicht entsprochen.

Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen und auch seinerseits keine Einwendungen erhoben.

Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht.

Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzergebnisses stimmt der Aufsichtsrat zu.

 

Mainz, im Juli 2024

Der Aufsichtsrat

Sylvia Köbler-Gross Vorsitzende

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 01. Juli 2024 festgestellt.

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