Hella Pagid GmbHLiquidiert
45356 Essen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Noel Wilhelm Caillat-Grenier seit 19.1.2024 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hella Pagid GmbHEssenVerkürzter Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2020 bis zum 31.05.2021LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis 31. Mai 2021GeschäftstätigkeitDie Hella Pagid GmbH, Essen, ist ein Joint Venture der TMD Friction Gruppe und der Hella Gruppe. Geschäftsgegenstand der Hella Pagid GmbH ist der Vertrieb von Bremsenkomponenten im freien Kfz-Ersatzteilhandel. Das Sortiment umfasst knapp 9.000 gelagerte Artikel in den Produktgruppen Bremsbeläge, Bremsscheiben sowie Bremshydraulik. Die Distribution findet dabei über die globale Handelsorganisation der Hella GmbH & Co. KGaA an freie Kraftfahrzeugteilehändler statt. Hella Pagid ist weltweit mit Ausnahme von Großbritannien mit seinem Leistungsangebot präsent. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und Situation der Branche in den letzten MonatenDas vergangene Jahr war geprägt von der Corona Pandemie und den damit verbundenen Herausforderungen politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Natur. Wie viele andere Branchen war auch für die Automobilbranche das Jahr 2020 ein rückläufiges Jahr. Von den drei größten Wirtschaftsräumen war Europa derjenige, der den stärksten Rückgang der Neuzulassungen im Pkw Segment zu verzeichnen hatte. Der Absatz ging um ca. ein Viertel auf knapp 12 Millionen Fahrzeuge zurück. Der zweitgrößte Markt, die USA, schrumpften um knapp 15 % gegenüber dem Vorjahr auf gut 14,5 Mio. Zulassungen. China als der größte Absatzmarkt verzeichnete ein moderates Minus von gut sechs Prozent. Die letzten Monate zeigten bereits wieder deutliche Erholungstendenzen. 1
Pkw-Zulassungen 2020, Quelle: VDA (Jan. 2021) Der Ausblick für 2021 ist aufgrund der bereits vorhandenen positiven Stimmung in China, insbesondere aber basierend auf schwachen Vorjahreszahlen optimistisch ausgeprägt. Der Weltmarkt dürfte um neun Prozent wachsen, so die Schätzungen des VDA. Das "Vor-Corona-Niveau" wird damit aber noch nicht erreicht werden. 2 Belegt wird das positive Momentum durch die Zahlen des ersten Quartals 2021. Hier lag der weltweite Absatz bei 16,9 Millionen Fahrzeugen, was einem Wachstumsplus von 15 Prozent entspricht, noch aber deutlich unter dem Vergleichszeitraum im Jahr 2019 liegt (-9 Prozent). 3 Getrübt werden die Aussichten von der aktuellen Halbleiterkrise, die aus strategischer Sicht von den Automobilherstellern eigenverschuldet ist. Wurden zu Beginn der Corona Krise Aufträge im großen Maß storniert, so fehlen jetzt die Produktionskapazitäten auf der Halbleiterherstellerseite, die diese anderen Sektoren zugeordnet haben. Da der Aufbau neuer Produktionskapazitäten in der Regel mehrere Monate, zum Teil gar Jahre dauert, ist mit einer Erholung vorerst nicht zu rechnen. Branchenkenner gehen von einer angespannten Lage bis in das nächste Jahr hinein aus. Die Unternehmensberatung Alix Partners zeigte kürzlich in einer Studie auf, dass in diesem Jahr wegen des Halbleitermangels weltweit 3,9 Millionen Fahrzeuge weniger gebaut werden dürften als geplant. 4 Der Ersatzteilmarkt zeigte sich in vergangenen globalen Krisen stets deutlich robuster als die Erstausrüstung. 5 In der Finanzkrise in den Jahren 2007 bis 2009 zum Beispiel sank das Bruttoinlandsprodukt der USA um vier Prozent, die Fahrzeugverkäufe fielen um über 40 % bei Neuwagen und über 20 % bei Gebrauchtwagen, der Ersatzteilmarkt hingegen musste nur eine Abschwächung von einem Prozent hinnehmen. In Deutschland sank das Bruttoinlandsprodukt um fünf Prozent, der Ersatzteilmarkt um 3,8 %. Die Lücke hier ist zwar erheblich enger, dies begründet sich aber durch die hohen staatlichen Subventionen für die Abwrackprämie, die zu einem Anstieg der Neuwagenverkäufe geführt hat. Die Corona Krise weist wesentliche Unterschiede zu vorherigen Krisen auf, die einen erheblichen, zumeist negativen, Einfluss auf den automobilen Ersatzteilmarkt haben. Durch vermehrtes mobiles Arbeiten und Home Office sowie Kontaktbeschränkungen im beruflichen und privaten Umfeld befanden sich deutlich weniger Fahrzeuge auf den Straßen, Ballungsgebiete waren selbst im verbleibenden Berufsverkehr nahezu Stau frei. Damit einhergehend gab es weniger Unfälle und somit einen geringeren Bedarf an Ersatz- und Verschleißteilen. Dies hatte zur Konsequenz, dass das Werkstattgeschäft drastisch zurück gegangen ist. Zum einen durften nur systemrelevante Fahrzeuge (Polizei, Taxi, gewerblich genutzte Transporter) repariert werden, zum anderen kam die Zurückhaltung vieler Nutzer bei geplanten Inspektionen und Reparaturen. Bedingt durch Ausgangssperren und Restriktionen beim stationären Einzelhandel fiel der damit verbundene Verkehr sowohl bei Verbrauchern als auch beim Handel entsprechend niedriger aus. Lediglich Lieferdienste und durch den gewachsenen Online Handel bedingte Logistikfahrten verbuchten einen deutlichen Zuwachs. 6 Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020/21Nach zwei, Corona bedingt, sehr schwachen Umsatzmonaten waren die Vorzeichen zum Start des Geschäftsjahres im Juni 2020 wenig optimistisch. Die erste Welle der Pandemie hat global zu erheblichen Rückgängen in vielen Wirtschaftszweigen geführt, die Prognosen waren zumindest für 2020 zurückhaltend. Den Szenarien vieler Experten trotzend, hat sich der Ersatzteilhandel glücklicherweise schneller erholt als erwartet. Davon profitierte auch die Gesellschaft, die ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr relativ stabil halten konnte. Zum Halbjahr lag man lediglich leicht unter fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bis zum Jahresende drehte sich das Vorzeichen und der Umsatz konnte um sechs Prozent gegenüber Vorjahr gesteigert werden. Nahezu in allen Regionen konnte ein Umsatzwachstum erzielt werden, lediglich in Skandinavien und in den Ländern, die sehr schwer von der Pandemie betroffen waren, wie zum Beispiel Südafrika, Mexico und einzelne Länder in Südostasien konnten die Vorjahreszahlen nicht erreicht werden. In der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres konnte die positive Entwicklung nicht vollends bestätigt werden, zum einen ist dies saisonal bedingt, zum anderen flachte die Nachfrage im letzten Quartal entgegen der Erwartungen der Geschäftsführung merklich ab bzw. gab es Versorgungsprobleme in Bezug auf Produktions- und Transportkapazitäten auf dem Weltmarkt. So wäre das Geschäftsjahr vermutlich hinsichtlich des Umsatzes und des Ergebnisses besser ausgefallen, wenn es nicht zu Beginn des Jahres 2021 zu Turbulenzen in der globalen Lieferkette gekommen wäre. Eine kaum da gewesene Container- und Frachter Knappheit führte zu Versorgungsengpässen und Preisverwerfungen im Logistikbereich quer über den Erdball. Durch die sehr gute Auftragslage erreichten insbesondere die chinesischen Hersteller von Belagträgerplatten und Bremsscheiben ihre Kapazitätsgrenze, so dass es für die Abnehmerseite neben den logistischen Verspätungen zusätzlich zu Produktionsengpässen kam. Diese Herausforderungen, begleitet von stark gestiegenen Rohstoffpreisen, insbesondere im Stahlbereich werden die Gesellschaft auch in den nächsten Monaten weiter begleiten. ErtragslageDie wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie der operativ erzielte Cash Flow. Die Umsatzerlöse konnten gemessen an der ursprünglichen und konservativen Planung für das Geschäftsjahr, die insbesondere für das Jahr 2020 Corona bedingte Umsatz- und Ergebnisrückgänge berücksichtigt hatte, die Erwartungen deutlich übersteigen. Damit einhergehend, aber nicht ausschließlich, überstieg das EBIT die Zielvorgabe. Eine strenge Kostendisziplin ermöglichte es der Gesellschaft, verkaufsfördernde Maßnahmen zur Umsatzsteigerung bzw. zur Umsatzsicherung während der Corona Lockerungsphasen zu initiieren, ohne dass das Ergebnis zusätzlich belastet wurde. Das Working Capital und hier insbesondere das Bestands-Management war eine der größten Herausforderungen in dem von Corona Verwerfungen charakterisierten Geschäftsjahr. Zum einen herrschte eine gewisse Nervosität hinsichtlich der Umsatzentwicklung vor, zum anderen galt es bei aufkommender Belebung den Kunden eine hohe Verfügbarkeit der Produkte zu gewähren. Zuvor genannte Herausforderungen in der globalen Lieferkette erschwerten die Situation zusätzlich. Durch die Schließung unseres Lagers in Shanghai und den damit verbundenen Abverkaufsmaßnahmen konnte zusätzlich Mittel freigesetzt werden. Letztlich konnte ein positiver operativer Cash Flow in Höhe von 863 TEUR erzielt werden (Vorjahr: 1.570 TEUR). Das operative Ergebnis lag auf dem Niveau des Vorjahres bei 1.423 TEUR (Vorjahr: 1.409 TEUR). Die erhöhten Logistikkosten, insbesondere zum Ende des Geschäftsjahres, konnten den positiven Rückenwind aus den höheren Umsätzen nicht vollends ins Ergebnis übertragen. Die Materialquote ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und landet bei 69,6 % (Vorjahr: 69,3 %). Dies begründet sich primär bedingt durch die gestiegenen Einkaufspreise in der absatzstärksten Produktgruppe, den Bremsbelägen. Bei der zweit stärksten Produktgruppe, den Bremsscheiben kompensierte der verhältnismäßig schwache USD die gestiegenen Einkaufspreise. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge und abzüglich Materialaufwand) ist fast identisch und betrug im Geschäftsjahr 10.189 TEUR (Vorjahr: 10.181 TEUR). Die Personaldecke der Gesellschaft hat sich gegenüber dem letzten Jahresabschluss nahezu unverändert gezeigt. Die im vorherigen Geschäftsjahr gestartete Kurzarbeit wurde noch im ersten Quartal fortgeführt, ab September musste diese nicht weiter in Anspruch genommen werden. Die Personalaufwendungen liegen knapp 3 % über dem Vorjahr und beliefen sich auf 1.426 TEUR (Vorjahr: 1.387 TEUR). Die Gesellschaft konnte das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von 852 TEUR (Vorjahr: 971 TEUR) abschließen. Die Reduzierung gegenüber Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Steueraufwand (-194 TEUR), abgemildert durch ein verbessertes Finanzergebnis (+61 TEUR). Die Abschreibungen auf Sachanlagen lagen auf Vorjahresniveau. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2.145 TEUR auf 15.489 TEUR verringert. Der wesentliche Grund liegt in der vollständigen Rückzahlung der Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2.500 TEUR, die Barreserve verringerte sich um 1.732 TEUR. Die aktive Steuerlatenz reduzierte sich um 411 TEUR auf 2.548 TEUR. Rückstellungen aus Vorjahren konnten um 1.260 TEUR reduziert werden. Das Eigenkapital hat sich in Höhe des Jahresüberschusses um 852 TEUR erhöht. Die (Netto-) Vorräte liegen mit 4.626 TEUR durch den Abverkauf von Altteilen aus dem Bremssattelgeschäft in Höhe von 821 TEUR unter dem Vorjahresniveau (5.867 TEUR). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich mit 1.241 TEUR auf 6.799 TEUR. Die Hella Pagid GmbH verfügt über ausreichende finanzielle Mittel in Form von Bankguthaben in Höhe von 1.408 TEUR. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2020/2021 Mitte Juli 2021 belief sich der Bestand an liquiden Mitteln auf gut 2,6 Mio. EUR. Unter der Prämisse der gleichbleibenden bzw. budgetierten Geschäftsentwicklung zeigt der mittelfristige operative Cashflow-Forecast weiterhin eine leichte Überdeckung der Einnahmen über die Ausgaben. Ein restriktives Liquiditätsmanagement ermöglicht eventuelle Schwankungen im Working Capital abzufedern. Die Gesellschaft finanzierte sich durch Darlehen der Gesellschafterin Hella GmbH & Co. KGaA sowie der TMD Friction Services GmbH. Diese Darlehen wurden im Laufe des Geschäftsjahres vollständig zurückgezahlt. Die Gesellschaft weist zum 31. Mai 2021 ein positives Eigenkapital in Höhe von 6.427 TEUR aus. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 41,5 % (Vorjahr: 31,6 %). Die Aktivierung der aktiven latenten Steuern aus den Vorjahren führt zu einer partiellen Ausschüttungssperre der zum 31. Mai 2021 vorhandenen frei verfügbaren Eigenkapital-Komponenten (Jahresüberschuss zuzüglich Gewinnvortrags TEUR 6.377; Vorjahr.: TEUR 5.525) abzüglich des zur Ausschüttung gesperrten Betrages (TEUR 2.548; Vorjahr.: TEUR 2.959). Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte zum Stichtag 18 Angestellte (inkl. Werkstudenten und Praktikanten). Der Geschäftsführer ist vom Gesellschafter TMD entsendet und nicht bei ihr angestellt. Finanzinstrumente Wesentliche Finanzinstrumente der Gesellschaft sind Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen in Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen. Zur Vermeidung finanzieller Risiken und zur frühzeitigen Erkennung möglicher Ausfall- und Liquiditätsrisiken erfolgt eine kontinuierliche Überwachung über EDV-Systeme. Umwelt- und Energiemanagement Einen weiteren wesentlichen Bestandteil der verantwortlichen Unternehmensführung stellt das aktive Umwelt- und Energiemanagement dar, das immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Gesellschaft betreibt das Umweltmanagement mit hoher Verantwortung und verfolgt ambitionierte Ziele bei der Energiereduzierung und bei der strikten Einhaltung von Recycling-Vorschriften. Zusammen mit Schwestergesellschaften aus dem TMD-Konzern wurde im November 2016 die Erstzertifizierung nach den Standards ISO 14001 (Umwelt) und ISO 50001 (Energie) erfolgreich abgeschlossen und im Folge-Audit im November 2020 bestätigt. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Allen Unkenrufen zu Beginn der Pandemie zum Trotz hat sich die globale Wirtschaft schneller wieder erholt als erwartet, auch wenn es Branchen gibt, wie z.B. der Tourismus oder die Unterhaltungsbranche, die noch einige Zeit benötigen werden, um wieder in gewohnten Sphären zu agieren. Die weltweiten Lockerungen, insbesondere in Regionen, in denen nach wie vor oder wieder steigende Inzidenzen vorherrschen, verstärken das Bild der Aufbruchstimmung und vermitteln den Eindruck der Resistenz und Stärke gegenüber der Pandemie. Der automobile Sektor, sei es die Erstausrüstung oder der Ersatzteilmarkt, hat Anfang 2020 zu Beginn der Krise schnell Horrorszenarien entworfen, die einer Apokalypse glichen. Erfreulicherweise haben viele Unternehmen aus diesem Sektor bereits wieder das Vor-Corona Niveau erreicht oder gar übertroffen. Im deutschen Wahljahr 2021 kommen Themen wie Tempolimit und Umweltschutz wieder vermehrt auf die Agenda, auch wenn sie in den Augen einiger weniger Wirtschafts- und Automobilbranchenvertreter als Job Killer gelten. 7 Immer mehr Automobilhersteller kündigen den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor an, es scheint ein regelrechter Wettbewerb zu entstehen, wer früher vollständig auf elektrischen Antrieb umgestellt hat. Aus Umweltgesichtspunkten ist dieser Schritt grundsätzlich zu begrüßen, nun muss die Politik, die diese Entwicklung vehement fordert, den Beweis erbringen, dass sie infrastrukturell genauso schnell nachziehen kann. Die fortschreitende Elektrifizierung der Fahrzeuge inklusive dem Autonomen Fahren wird über kurz oder lang auch den Ersatzteilmarkt beeinflussen. Die Auswirkungen reichen von gering bis sehr hoch je nach Produktgruppe und Region oder Land. Durch eine höhere Anzahl an autonom fahrenden Fahrzeugen sinkt vermutlich die Kollisionshäufigkeit, Ersatzteile aufgrund von Unfällen werden somit seltener nachgefragt. Bei den Verschleißteilen sollte eine Verlagerung von den mechanischen hin zu den elektronischen Teilen erfolgen. Des Weiteren wird sich die Marktstruktur weiter ändern bzw. entwickeln. Erstausrüster drängen genauso in den Ersatzteilmarkt wie neue Teilnehmer, z.B. Flotten oder Versicherungen, die eine attraktive Kundengruppe dank der hohen Potentiale darstellen. Dazu kommt die weiterwachsende Digitalisierung, die in vielen Ländern schon stark ausgebaut ist, in Deutschland aber - und das hat Corona mit voller Brutalität gezeigt - noch Nachholbedarf besteht. Letztlich gilt es, die Werkstätten und Endverbraucher so einzubinden, dass der Lieferant vor dem Betreten des Fahrzeughalters in die Werkstatt bereits weiß, was er zu liefern hat. Zu den neuen, digitalen Entwicklungen zählen unter anderem digitale Zwillinge. Das bedeutet, Fahrzeuge und ihre Teile werden virtuell abgebildet und ermöglichen so kontinuierlichen Datenaustausch. Hinzukommen ein automatisiertes Bestands-Management, selbstoptimierende Produktion und Internet of Things (IoT). Die Digitalisierung ermöglicht es neuen Akteuren wie Online-Händlern, Versicherungen, Automobilclubs oder Online-Plattformen, die Nische zwischen Werkstatt und Endkunden mit innovativen Geschäftsmodellen zu füllen. Aktuell dominieren wenige, große Digital-Unternehmen - in erster Linie Amazon und Google - den IoT-Markt und erschweren es anderen Akteuren in der Wertschöpfungskette ihren Platz zu verteidigen. In den kommenden Jahren ist das Eintreten neuer Marktteilnehmer zu erwarten, was den Wettbewerbsdruck weiter verschieben wird und den Handlungsbedarf für etablierte Aftermarket-Akteure deutlich erhöht. 8 ChancenKrisen können bewusst und unbewusst neue Opportunitäten hervorbringen. Oftmals werden in solchen Zeiten die bestehenden Geschäftsbeziehungen auf den Prüfstand gestellt. Wer ist und bleibt ein verlässlicher Partner, der nach gemeinsamen Lösungen sucht und sie aufzeigt? Nicht selten ist ein Vertrauensverlust oder Performanceverlust eines Partners die Chance für einen anderen Lieferanten. Dieses Momentum ist in den Krisenzeiten stärker ausgeprägt und es gilt, dies zu erkennen und zu nutzen. Schnelligkeit und Verlässlichkeit sowie ein für den Kunden attraktives Gesamtpaket hinsichtlich der Produkte, der Preise und des Service Levels können Türen öffnen, die zuvor geschlossen waren. Durch eine zunehmende Professionalität der Kunden in Bezug auf ihr Lieferantenmanagement können sich auch bei bestehenden Kunden Möglichkeiten ergeben, Alternativlieferanten zu ersetzen. Ein attraktives Produktsortiment als Vollausrüster sowie flexible logistische Lösungen sind heutzutage die Grundvoraussetzungen, um in einem hart umkämpften Markt bestehen zu können. Dies trifft auf Hella Pagid ohne wesentliche Einschränkungen zu. RisikenDie aktuelle Containerknappheit stellt die Weltwirtschaft vor riesige Herausforderungen. Freie Plätze auf den Containerschiffen haben sich zu einem Lotteriespiel entwickelt, nicht selten gehen gebuchte Kapazitäten ohne Ankündigung verloren, weil andere mehr dafür bezahlen. Die Frachtraten, insbesondere aus China heraus, explodieren auf allen Routen. Nicht selten liegen die Transportkosten für die Verschiffung nach Europa über 10.000 USD pro Container. Das ist eine Verfünffachung gegenüber der Vor-Corona-Zeit. Dazu kommen Verzögerungen in den Häfen im Zielgebiet. Manche Reedereien entscheiden kurzfristig und in Abhängigkeit von verfügbaren Entladefenstern, welcher Hafen als nächstes angefahren wird, insbesondere in Europa, wo gleich mehrere Nordseehäfen dicht beieinander liegen. Des Weiteren laufen viele Produktionen in China an der Kapazitätsgrenze, was die Lieferzeiten weiter beeinträchtigt. Dies bedeutet höhere Investments in Lagerbestände, die nicht immer in Relation zu der aktuellen Nachfrage steht. Durch fehlende bzw. erst später generierte Einnahmen auf der Gegenseite kann es zu einer angespannteren Liquiditätssituation führen. Neben den logistischen Herausforderungen beeinträchtigen steigende Rohstoffpreise und schwankende Wechselkurse die Profitabilitätsziele in einzelnen Produktgruppen. Entsprechende Maßnahmen hinsichtlich der Währungssicherung sind implementiert, können aber nicht alle Entwicklungen vollumfänglich abdecken. Hinsichtlich Covid-19 bleibt die Unsicherheit, welche Auswirkungen neue Wellen und daraus resultierende mögliche Lockdowns haben können. Aktuell führen steigende Inzidenzen nicht zwangsläufig zu neuen Beschränkungen, allerdings können Quarantäne Bestimmungen zu einem temporären Arbeitskräftemangel führen. Mitte Juli befanden sich ca. eineinhalb Millionen Briten aufgrund von nachgewiesenem Erstkontakt mit covid-19 Infizierten in Zwangsquarantäne. Alle bedeutenden Risiken werden kontinuierlich überwacht. Derzeit sind keine Risiken bekannt, welche die wirtschaftliche Stabilität der Gesellschaft insgesamt gefährden könnten. Die aktuelle Struktur der Unternehmung erlaubt bis zu einem gewissen Maß eine schnelle Kostenflexibilisierung bzw. -anpassung an die Umsatzentwicklung. Ausblick Die Herausforderung der Digitalisierung in Konkurrenz zu neuen Markteilnehmern betrifft in erster Linie die Kunden von Hella Pagid, den Großhandel. Hella Pagid als Lieferant ermöglicht eine schnelle und schlanke Abwicklung der Produktversorgung. Hier gilt es zusammen mit den involvierten Partnern die Geschwindigkeit in der Abwicklung weiter zu erhöhen und mögliche Schwachpunkte zu eliminieren. Dafür arbeiten wir mit unseren Vertriebspartnern weiterhin hart für eine höhere Transparenz und fördern die digitale Vernetzung in die Zielsysteme. Ersatzteile für die Pkw-Bremse gehörten nicht zwingend zu den klassischen Produkten, die über E-Commerce Plattformen nachgefragt werden. Auch hier ist ein Wandel zu erkennen, zum einen bedingt durch mehr verfügbare Zeit in den Lockdown-Phasen, die den privaten Schrauber wieder zu seinem Fahrzeug führte. Zum anderen bestellen immer mehr Werkstätten über Plattformen wie Kfzteile24.de oder Autodoc.de die benötigten Produkte. Hella Pagid hat bereits früh damit begonnen, die Produktinformationen, inklusive 3D-Produktfotos, digital zur Verfügung zu stellen, und konnte seinen Umsatz mit E-Commerce Plattformen im Kalenderjahr 2020 mehr als verfünffachen. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Eigenmarken werden weiter auf dem Vormarsch bleiben, insbesondere bei sich weiter konsolidierenden und somit wachsenden Kunden(gruppen). Es wird erwartet, dass der Anteil an Private Label Produkten im europäischen Ersatzteilmarkt im Jahr 2025 zwischen 20 und 30 % liegen wird. In den USA ist die Entwicklung schon deutlich weiter, hier liegt der Anteil bereits heute zwischen 40 und 50 %. 9 Dieser Entwicklung begegnet Hella Pagid weiterhin mit attraktiven Akquisitionspaketen und oder flexiblen Liefermodellen, sowie mit fortlaufender Social Media Kommunikation hinsichtlich seiner OE-DNA und der Herausstellung der Sicherheitsrelevanz für die Produktgruppe. Eine Herausforderung für das kommende Geschäftsjahr liegt darin, zum einen weitere Kunden zu akquirieren und zum anderen die letzten Akquisitionen in ein nachhaltiges und wachsendes Geschäft zu entwickeln. Regional- und produktspezifische Projekte wie die Sortimentsausweitung speziell für den nord- und mittelamerikanischen Markt, die grundsätzlich andere Spezifika aufweisen als die Applikationen für den europäischen Fahrzeugpark, werden in Zukunft den Wachstumspfad begleiten und insbesondere dafür sorgen, eine angemessene Risikodiversifikation im Kundenportfolio zu etablieren. Die Planung sieht für das nächste Geschäftsjahr, aufgrund des zeitlichen Versatzes der Umsatzgenerierung in den Vertriebskanal im abgelaufenen Geschäftsjahr, eine stabile Umsatzgröße von knapp 34 Mio. EUR und in den folgenden Jahren ein Wachstum von gut sechs Prozent vor. Das operative Ergebnis verbessert sich mit steigenden Umsätzen aufgrund der Skaleneffekte, herausfordernd bleibt die Situation am Frachtmarkt, die entsprechend eingepreist ist. Der Cashflow ist insbesondere im kommenden Geschäftsjahr nur leicht positiv, da nach wie vor erhöhte Investments in die Bestände aufgrund der Containerknappheit und zur Wahrung des Service Levels prognostiziert werden.
Essen, den 23.07.2021 Hella Pagid GmbH Die Geschäftsführung Lars Brylka, Geschäftsführer
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https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/210119-Europ-ischer-Pkw-Markt-bricht-2020-um-ein-Viertel-ein.html
Verkürzte Bilanz zum 31. Mai 2021Aktiva
Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis 31. Mai 2021
VERKÜRZTER ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021Allgemeine AngabenDie Hella Pagid GmbH hat ihren Sitz in Essen und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Essen unter der Registernummer HR B 24217. Die Hella Pagid GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der TMD Friction Holding SAS U, Creutzwald, Frankreich, sowie der Hella GmbH & Co. KGaA, Lippstadt. Im Joint Venture Vertrag zwischen den Gesellschafterinnen wurden u.a. der Geschäftszweck der Gesellschaft sowie die Rechte und Pflichten der Gesellschafter definiert. Geschäftsgegenstand der Hella Pagid GmbH ist der Vertrieb von Bremsenkomponenten im freien Kfz-Ersatzteilhandel. Das Sortiment umfasst Artikel in den Produktgruppen Bremsbeläge, Bremsscheiben sowie Bremshydraulik. Die Distribution findet dabei über die globale Handelsorganisation der Hella GmbH & Co. KGaA, Lippstadt, an freie Kraftfahrzeugteilehändler statt. Die Hella Pagid GmbH ist weltweit mit Ausnahme von Großbritannien mit seinem Leistungsangebot präsent. Die Hella Pagid GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020/2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt; die Beträge werden in tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Bilanzierung und Bewertung im Jahresabschluss zum 31. Mai 2021 erfolgte unter Fortführungsgesichtspunkten (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen und erfolgen im Zugangsjahr zeitanteilig. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der im Sachanlagevermögen erfassten Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen zwischen drei und zehn Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 250 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von über EUR 250 bis einschließlich EUR 1.000 werden in einen jahresspezifischen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear gewinnmindernd aufgelöst. Bei den Vorräten werden Handelswaren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand werden zum Nennwert bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden für Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerrechtlichen Wertansätzen, insofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, sowie für steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Körperschaft- und Gewerbesteuersätze zugrunde, soweit diese durch den Bundestag und den Bundesrat beschlossen wurden. Es erfolgt eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern. Von dem Wahlrecht einer unsaldierten Erfassung gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB wird dementsprechend kein Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. In Fremdwährungen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr findet das Anschaffungskostenprinzip sowie das Realisations- und Imparitätsprinzip Anwendung. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Zur Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagenspiegel, der Bestandteil des Anhangs ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie sonstige Forderungen aus Pfandguthaben. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsergebnis besteht, resultieren wie zum 31. Mai 2020 ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Zum Bilanzstichtag 31. Mai 2021 bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin Hella GmbH & Co. KGaA, die als Teil der Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen werden, in Höhe von TEUR 780 (Vj.: TEUR 644). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktive latente Steuern Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein Aktivüberhang von TEUR 2.548 (Vj.: TEUR 2.959). Die aktiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen einen nur in der Steuerbilanz aktivierten immateriellen Vermögensgegenstand des Anlagevermögens, der dort über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird, sowie bewertete körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge. Eigenkapital Alle Geschäftsanteile sind voll erbracht und wurden zum 31. Mai 2021 in gleichen Teilen von der TMD Friction France S.A.S., Creutzwald, Frankreich, sowie der Hella GmbH & Co. KGaA, Lippstadt, gehalten. Das gezeichnete Kapital beläuft sich auf TEUR 50. Grundsätzlich unterliegt zum Abschlussstichtag 31. Mai 2021 der Betrag des Überhangs der aktiven über die passiven latenten Steuern (TEUR 2.548) der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB. Damit ergibt sich das maximale Ausschüttungsvolumen der Gesellschaft zum 31. Mai 2021 aus den frei verfügbaren Eigenkapital-Komponenten (Jahresüberschuss zuzüglich Gewinnvortrag TEUR 6.377; Vj.: TEUR 5.525) abzüglich des ausschüttungsgesperrten Betrages (TEUR 2.548; Vj.: TEUR 2.959). Damit können zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 3.829 (Vj.: TEUR 2.566) an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die zu erwartenden Aufwendungen für Umsatzboni (TEUR 291; Vj.: TEUR 746), Pfandverpflichtungen (TEUR 2.161; Vj.: TEUR 2.132) sowie für ausstehende Rechnungen inkl. Marketingaufwendungen (TEUR 1.164; Vj.: TEUR 1.973). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Diese resultieren mit TEUR 2.611 (Vj.: TEUR 2.478) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und mit TEUR 0 (Vj.: TEUR 2.537) aus der Darlehensfinanzierung durch die Gesellschafterin Hella GmbH & Co. KGaA (TEUR 0) sowie durch die TMD Friction Services GmbH (TEUR 0). Gegenüber der Gesellschafterin Hella GmbH & Co. KGaA bestehen außerdem zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr von TEUR 553 (Vj.: TEUR 993). Damit bestehen zum 31. Mai 2021 insgesamt Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Hella GmbH & Co. KGaA, die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen werden, in Höhe von TEUR 553 (Vj.: TEUR 2.262). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 27 (Vj.: TEUR 3). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestanden weder zum Bilanzstichtag noch zum 31. Mai 2020. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.161 (Vj.: TEUR 754). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von TEUR 411 (Vj.: TEUR 317). Sonstige AngabenZusammensetzung des Organs Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2020/2021 wie folgt zusammen: Lars Brylka, Geschäftsführer Hella Pagid GmbH, Köln Es besteht kein Anstellungsverhältnis zwischen der Hella Pagid GmbH und dem Geschäftsführer der Gesellschaft. Herr Brylka übt seine Geschäftsführertätigkeit für die Gesellschaft hauptberuflich aus. Anzahl der Arbeitnehmer
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Konzernabschlüsse Die Hella Pagid GmbH wird als assoziiertes Unternehmen unter Anwendung der at-equity - Methode in den nach IFRS-Grundsätzen erstellten Konzernabschluss (größter sowie kleinster Konsolidierungskreis) der Hella GmbH & Co. KGaA, Lippstadt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Hella GmbH & Co. KGaA ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und kann im Internet unter www.hella.com abgerufen werden. Die Hella Pagid GmbH wird ebenso als assoziiertes Unternehmen unter Anwendung der at-equity - Methode in den Konzernabschluss (größter sowie kleinster Konsolidierungskreis) der Nisshinbo Holdings Inc., Tokyo, Japan, einbezogen. Dieser wird im japanischen EDINET (Electronic Disclosure for Investors Network) unter der Nummer E00544 veröffentlicht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind, haben sich aus Sicht der Geschäftsführung nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31.05.2021 nicht ergeben. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis 31. Mai 2021 von TEUR 852 mit dem Gewinnvortrag von TEUR 5.525 zum Bilanzgewinn von TEUR 6.377 zusammenzufassen und diesen auf neue Rechnung vorzutragen.
Essen, den 23. Juli 2021 Hella Pagid GmbH Die Geschäftsführung Lars Brylka Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis 31. Mai 2021
Bescheinigung In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss - bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung und verkürztem Anhang - wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir mit Datum vom 30. Juli 2021 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hella Pagid GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hella Pagid GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hella Pagid GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2020 bis zum 31. Mai 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 30. Juli 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Frank Pattusch, Wirtschaftsprüfer ppa. Andreas Seifert, Wirtschaftsprüfer" UMLAUFBESCHLUSS / CIRCULAR RESOLUTION
TMD Friction France (Clement de Valon) HELLA GmbH & Co. KGaA (Stefan van Dalen) (Nadja Hanuschkiewitz) Der Jahresabschluss zum 31.05.2021 wurde am 30.11.2021 festgestellt. |
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