VOSS Immobilien + Service GmbH + Co. KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
David Maximilian Jaschke seit 19.8.2025 | Prokura |
Valesca Blau seit 17.5.2023 | Prokura |
Roland Wolfgang Weiss seit 28.12.2022 | Geschäftsführer |
Matthias Georg Johann Urban seit 7.10.2021 | Geschäftsführer |
Carsten Klaus Peter Beissel seit 6.8.2019 | Prokura |
Manfred Pesch seit 10.6.2014 | Prokura |
Frank Müller seit 16.11.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VOSS Holding GmbH + Co. KGWipperfürthKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31.12.2021VOSS Holding GmbH + Co. KGWipperfürthAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1.2021 bis 31.12.2021VOSS Holding GmbH + Co. KGWipperfürth
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021VOSS Holding GmbH + Co. KG1. Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis Die VOSS Holding GmbH + Co. KG hat ihren Sitz in Wipperfürth und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Köln in Abteilung A unter der Nr. 16573 eingetragen. Die Konsolidierung der VOSS Gruppe erfolgte auf der Grundlage der Einzelabschlüsse der einzelnen Gesellschaften. Dabei wurden die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften nach den jeweils maßgeblichen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen angesetzt. Eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist im Wege einer Überleitungsrechnung erfolgt. Für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften bis auf die VOSS Exotech Automotive Private Ltd. und die VOSS Automotive India Private Ltd. entsprach das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Die Kapitalkonsolidierung der bis 2009 in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde gemäß § 301 HGB a. F. unverändert nach der Buchwertmethode vorgenommen. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31.12.1997. Für Neuzugänge ab 2010 wurde gemäß § 301 HGB n. F. der Zeitwert angesetzt. Dabei sich ergebende Unterschiedsbeträge wurden auf stille Reserven im Sachanlagevermögen verteilt bzw. als Firmenwert gemäß § 309 HGB ausgewiesen. Zum 31.12.2021 ergab sich hieraus ein aktivischer Wert von 11.621 TEUR. Passive Unterschiedsbeträge wurden in dem Posten Gewinnrücklagen unter dem Eigenkapital ausgewiesen, da sie aufgrund von Gewinnthesaurierungen zwischen dem Entstehen des Mutter-Tochter-Verhältnisses und dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entstanden sind. Zum 31.12.2021 betrug dieser Konsolidierungsausgleichsposten 6.543 TEUR. Die im Anlagevermögen und Vorratsvermögen enthaltenen Zwischengewinne wurden erfolgswirksam eliminiert. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden verrechnet. Die Währungsumrechnung erfolgte nach der modifizierten Stichtagsmethode. Dabei erfolgte die Umrechnung der Aktiv- und Passivposten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum taggenauen Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Währungsdifferenzen aus der Schulden- und Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden ergebniswirksam erfasst. In den Konzernabschluss wurden folgende Unternehmen nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung gemäß § 300 ff. HGB einbezogen:
Die VOSS Automotive Components (Shaanxi) Co. Ltd, Shaanxi (China) wurde erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht in den Konzernabschluss eingeflossen ist die fka Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH, Aachen. Die Beteiligung an dieser Gesellschaft beträgt 24,3 %. Die Nichteinbeziehung erfolgte in Anwendung des § 311 Abs. 2 HGB. Das Jahresergebnis 2021 betrug 670 TEUR und das Eigenkapital zum 31.12.2021 betrug 12.885 TEUR. Gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 4 HGB werden die VOSS Automotive GmbH, Wipperfürth, die VOSS Fluid GmbH, Wipperfürth und die VOSS Automotive Valves and Actuators GmbH, Gründau von ihren Offenlegungspflichten befreit. Gleiches gilt für die Offenlegung der VOSS Immobilien + Service GmbH + Co. KG, Wipperfürth, der VOSS Service GmbH & Co. KG, Zossen und der VOSS Holding GmbH + Co. KG, Wipperfürth in Anwendung des § 264b HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des § 264a HGB i. V. m. §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 HGB wurden beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear oder degressiv vorgenommen. Die Regelungen des § 6 Abs. 2 und 2a EStG wurden im Inland direkt und im Ausland im Rahmen einer Überleitungsrechnung angewendet. Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte wurden über einen Zeitraum von 10 und 15 Jahren linear abgeschrieben. Bei diesen 3 Firmenwerten lassen die Art und Weise der Geschäftsausübung diese Abschreibungsdauer erwarten. Die ausgewiesene Beteiligung wurde zu Anschaffungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden mit den Konzernanschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Konzernherstellungskosten angesetzt. Hierbei werden die handelsrechtlichen Pflichtbestandteile berücksichtigt. Mit Gängigkeits- und Reichweitenabschlägen sowie unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung wurden eventuell bestehenden Risiken Rechnung getragen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden in angemessenem Umfang einzelwertberichtigt. Daneben wurden zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die Bewertung der sonstigen Wertpapiere erfolgte zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren berechnet. Die Berechnung der Rückstellung für die Hinterbliebenenversorgung erfolgte nach der sogenannten kollektiven Methode. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die sonstigen Rückstellungen wurden zu ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Grundlage für die Währungsumrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten war der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls, soweit nicht aufgrund veränderter Wechselkurse zum 31.12.2021 Forderungsabwertungen oder Verpflichtungshöherbewertungen erforderlich waren. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgte in Anwendung des § 256a S. 2 HGB bereits eine Realisierung von Kursgewinnen. Es wurden Fremdwährungssicherungsgeschäfte zu Absicherungszwecken und zur Risikominimierung abgeschlossen. Derivative Finanzinstrumente wurden zum Bilanzstichtag zu Marktwerten bewertet. Soweit sich zum Bilanzstichtag ein negativer Marktwert ergab, wurde dieser in Form einer Drohverlustrückstellung passiviert. Die latenten Steuern wurden getrennt nach den Rechtsvorschriften des § 274 HGB und § 306 HGB ermittelt. 3. Angaben zum Konzernabschluss 3.1 Angaben zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter dieses Anhangs zu entnehmen. Geschäfts- oder Firmenwert Die in der Bilanz ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten einen entgeltlich erworbenen Geschäftswert aus dem Einzelabschluss einer konsolidierten Tochtergesellschaft in Höhe von 569 TEUR. Vorräte Aufgrund von Bewertungsvereinfachungsverfahren ergeben sich Unterschiedsbeträge zwischen Buchwert und Marktpreis am Bilanzstichtag in Höhe von 2.182 TEUR. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis eines Zinsfußes von 1,87 %, zukünftiger Gehaltsteigerungen von 3,5 % und zukünftiger Rentensteigerungen von 2,0 % ermittelt. Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Rückdeckungsversicherungen gesichert, die zu fortgeführten Anschaffungskosten / dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Zum Bilanzstichtag wurde eine Verrechnung von 2.838 TEUR vorgenommen. Es erfolgte dementsprechend eine Verrechnung von Zinsaufwendungen und Zinserträgen von 89 TEUR. Die unsaldierte Pensionsrückstellung beträgt 38.824 TEUR. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB (Ausschüttungsgesperrter Betrag) beläuft sich auf 2.765 TEUR. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen das Gesellschafterdarlehenskonto der Gesellschafterin der VOSS Holding GmbH + Co. KG. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage). Passive Rechnungsabgrenzungsposten Diese Position enthält Versicherungserstattungen aus der Betriebsunterbrechungsversicherung in Höhe von 1.552 TEUR aufgrund eines Flutschadens am Standort Wipperfürth für Folgejahre sowie Erlösabgrenzungen für das Jahr 2022. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag errechneten sich aktive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB in Höhe von 754 TEUR, diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um 283 TEUR erhöht. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Auf die Aktivierung von Latenten Steuern gemäß § 274 HGB wurde verzichtet. Die diesbezüglichen zukünftigen Steuerentlastungen betragen 23.341 TEUR. Sie ergeben sich im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz bei Forderungen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Bei der Berechnung wurde jeweils der landesspezifische Steuersatz verwendet. Dieser beträgt im Durchschnitt ca. 30 % (Vorjahr 25 %). 3.2 Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Von den Umsatzerlösen entfielen auf den Bereich:
Hiervon wurden im
realisiert. Bestandsveränderungen In den Bestandsveränderungen sind Verschrottungen von Beständen in Höhe von 950 TEUR aufgrund eines Flutschadens am Standort Wipperfürth enthalten. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungskurseffekte in Höhe von 9.468 TEUR (Vorjahr: 8.904 TEUR) enthalten. Aus der Auflösung von Rückstellungen sind aperiodische Erträge in Höhe von 6.058 TEUR (Vorjahr: 3.254 TEUR) ausgewiesen. Des Weiteren sind folgende außergewöhnliche Erträge aufgrund des Flutschadens am Standort Wipperfürth enthalten: Sachversicherung (15.000,00 TEUR), Elektronikversicherung (500 TEUR), Betriebsunterbrechungsversicherung (4.167 TEUR) und Kraftfahrzeugversicherung (65 TEUR). Materialaufwand Punkt a) des Postens enthält außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 908 TEUR aufgrund eines Flutschadens am Standort Wipperfürth. Personalaufwand Der Posten enthält 2.287 TEUR (Vorjahr: 2.622 TEUR) Aufwendungen für Altersversorgung sowie außergewöhnliche Aufwendungen aufgrund eines Flutschadens am Standort Wipperfürth in Höhe von 6.600 TEUR. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungskurseffekte in Höhe von 8.970 TEUR (Vorjahr: 10.440 TEUR) enthalten sowie außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 13.917 TEUR aufgrund eines Flutschadens am Standort Wipperfürth. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Position enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 815 TEUR (Vorjahr: 940 TEUR). Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Position enthält Steueraufwand aufgrund einer Betriebsprüfung für den Zeitraum 2016-2018 in Höhe von 9.107 TEUR. 4. Sonstige Angaben 4.1 Haftungsverhältnisse Das Wechselobligo betrug 10.578 TEUR. 4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Bestellobligo betrug ca. 149.646 TEUR. Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zurzeit Verpflichtungen in Höhe von 4.752 TEUR p. a.. 4.3 Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt 351 TEUR, davon für Abschlussprüfungsleistungen 220 TEUR, und für Steuerberatungsleistungen 131 TEUR. 4.4 Derivate Zur Absicherung von zukünftigen Fremdwährungskäufen und -verkäufen sind Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen worden. Hierdurch sollen die Wechselkursrisiken im Geschäftsjahr 2022 reduziert werden. Drohverlustrückstellungen wurden in Höhe von 375 TEUR gebildet. Es bestanden zum Bilanzstichtag folgende nicht bilanzierte Sicherungsgeschäfte:
Der Stichtagswert wurde jeweils mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag errechnet. 4.5 Angaben zur Komplementärgesellschaft Die persönlich haftende Gesellschafterin ist die VOSS Geschäftsführungs-GmbH. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 50.000,00 DM (25.564,59 EUR). 4.6 Organmitglieder Das Geschäftsführungsorgan der VOSS Geschäftsführungs-GmbH bestand im Geschäftsjahr 2021 aus folgendem Mitglied: Herr Dr. Thomas Röthig (Geschäftsführer) - einzelvertretungsberechtigt - Die VOSS Holding GmbH + Co. KG hat einen Beirat mit folgenden Mitgliedern:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Beirats betrugen für 2021 571 TEUR. 4.7 Angaben zu Mitarbeitern/-innen In 2021 wurden durchschnittlich 6.307 Mitarbeiter/-innen (Vorjahr: 5.955) beschäftigt (ohne Auszubildende). Diese gliedern sich wie folgt:
4.8 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Die Auswirkungen aus dem Krieg in der Ukraine sind nicht absehbar. Auf Grund der bestehenden internationalen Lieferketten werden sicherlich alle für uns relevanten Länder von den Auswirkungen betroffen sein. Es muss mit steigenden Material- und Frachtkosten gerechnet werden. Das Risiko im Hinblick auf die Weitergabe der Preiserhöhungen ist gegeben. Der Krieg wird auch Auswirkungen auf die Währungs- und Zinspolitik haben, auch hier sind die Folgen nicht prognostizierbar. Anlage 1 zum Anhang: Konzernanlagegitter 2021
Anlage 2 zum Anhang: Konzernverbindlichkeitenspiegel
nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021VOSS Holding GmbH + Co. KG, Wipperfürth
Rundungsdifferenzen sind technisch bedingt und wurden nicht eliminiert.
Wipperfürth, den 21. Juni 2022 VOSS Holding GmbH + Co. KG gez. Dr. Thomas Röthig Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die VOSS Unternehmensgruppe ist Partner des Fahrzeug- und Maschinenbaus für die Lösungen im Fluid Management und in der Leitungs- und Verbindungstechnik in Fluid-Systemen. Mit Kundennähe und Innovation auf hohem Niveau hat sich VOSS zu einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe entwickelt. Unter dem Dach der VOSS Holding GmbH + Co. KG sind die VOSS Automotive GmbH, die VOSS Fluid GmbH, die VOSS Immobilien + Service GmbH + Co. KG, die VOSS Automotive Valves and Acuators GmbH, die VOSS Service GmbH & Co. KG, die VOSS Werkzeugtechnik GmbH und fünfzehn Auslandsgesellschaften vereint. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden gestaltet und optimiert VOSS Fluid Management Systeme in aktuellen und zukünftigen Systemen. Es gehört zur VOSS Tradition die Kunden mit schnellen, stabilen Lösungen und grundlegenden Innovationen zu überzeugen und den Stand der Technik in Fahrzeugsystemen zu prägen. Der Automotive-Bereich bietet ein umfangreiches Portfolio an effizienten Systemlösungen für die internationale Nutzfahrzeug- und Pkw-Industrie sowie für den Offroad-, Fahrzeug- und Motorenbau. Das Portfolio beinhaltet Pneumatik-, Kraftstoff- und Hydrauliksysteme, Abgastechnik (SCR), Thermomanagement, Niederdruck-Ventiltechnik und neue Technologien (z. B. Lösungen für Brennstoffzellen oder auch Sensoranwendungen). Im Maschinenbaubereich ist VOSS führender Anbieter hydraulischer Verbindungstechnik und ein international gefragter Systempartner. Zum Produktportfolio gehören unter anderem Schneidringverschraubungen, Weichdichtungs- und Bördelverschraubungen, Rohrumformungssysteme, Flanschverbindungen, konfektionierte Rohr- und Schlauchleitungen, Hochdruckventile sowie ergänzendes Zubehör. 2. Umweltbericht Im Rahmen des Energie- und Umweltmanagement erfolgte unter der organisatorischen Führung der VOSS Fluid GmbH in 2021 am Wipperfürther Standort eine erfolgreiche Rezertifizierung gemäß ISO 14001:2015 durch die TÜV Nord Cert GmbH und ebenso ein Überwachungsaudit gem. ISO 50001:2018. Für die Wipperfürther Gesellschaften der VOSS Gruppe wurde in 2021 mit der Umstellung des Bezuges elektrischer Energie aus zertifiziert regenerativen Energiequellen ein weiterer großer Schritt in Richtung CO 2 -neutrale Produktion unternommen. Dieser Weg wird in 2022 fortgesetzt mit der Leistung von Ausgleichsabgaben für die derzeit noch nicht vermeidbaren CO 2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der CO 2 Neutralität leisten am Standort Wipperfürth ein Blockheizkraftwerk, eine Photovoltaikanlage sowie eine Absorptionskälteanlage. 2022 wird das erste Jahr sein, indem die CO 2 -Neutralität für die direkt beeinflussbaren CO 2 -Emissionen am Standort Wipperfürth erreicht wird. Für alle anderen Gesellschaften der VOSS Gruppe im In- und Ausland wird die CO 2 Neutralität bis spätestens 2030 angestrebt. Die VOSS Gruppe betrachtet den Umweltschutz als wichtigen Bestandteil der Unternehmensführung und als Grundlage für den langfristigen Unternehmenserfolg. Dieser Verpflichtung wird die Geschäftsführung auch in der Zukunft nachkommen und das strategische Ziel der CO 2 -Neutralität durch umfangreiche Maßnahmen unterstützen. 3. Forschung und Entwicklung 2021 war der Unternehmensbereich Automotive geprägt von zahlreichen Neuanfragen im Kontext der Thermomanagementventile und -module. Dazu wurden Projekte aufgesetzt zur Entwicklung eines "Baukastensystems" mit verschiedenen Integrationsstufen von diversen Komponenten, inklusive Anteilen von mechatronischen Steuerungen. Diese Produkte sollen 2022 als Showcase für interessierte Kunden in ein Demonstratorfahrzeug verbaut werden. Die Arbeiten liefen in Partnerschaft mit der neuen VOSS Organisationseinheit VOSS Automotive Valves and Actuators GmbH (VAVA GmbH), einer Tochtergesellschaft der VOSS Automotive GmbH. Lkw-Ventile mit speziellen Funktionen stellen eine besondere konstruktive Herausforderung dar, zu der erste mechatronische Konzepte entwickelt wurden. Weiterhin wurden für Lkw-Anfragen und Musterphasen im Thermomanagement vielfältige neue Materialkombinationen für extrudierte Hybridrohre, bestehend aus mehreren Materialien, dargestellt. Dafür wurden neue große Stecker- und Rohrabmessungen realisiert, und die Extrusionstechnologie im Polymer Technikum (PTC) wurde beginnend 2021 durch Investitionen in Richtung dieser Lkw-Produktabmessungen erweitert. Batterieelektrische Lkw's von OEM's wurden mit Muster-Leitungssätzen mit diversen neuen Komponenten und Steckverbindern beliefert. Die Integration der Firma VAVA GmbH (ehemals Henzel Automotive GmbH) in den VOSS Konzern hat über Synergien der Testlabore, Einführung eines gemeinsamen Produkt-Datenmanagementsystems und Nutzung gemeinsamer Ressourcen für Ventil- und Modulprojekte im Thermomanagement einen erfreulichen Verlauf genommen. Gemeinsam mit der VOSS Fluid GmbH wurden mehr als 30 Projekte im Produktprogramm Wasserstoff bearbeitet, meist konfektionierte Leitungen im Niederdruckbereich, sowohl auf der Anodenseite von Brennstoffzellen (H2 führende Leitungen) als auch Wasser-Glykol führende Leitungen in Thermomanagement-Fluidkreisläufen zur Kühlung der Brennstoffzellen. Besonders permeationsfeste Materialien und Materialkombinationen, druckfeste Kunststoffrohre mit einer Schnellverbindungstechnik bis 30 bar wurden als Entwicklungsprojekte gestartet. Ein "Onboard Wägesystem" für LKW-Achsgewichtskontrolle wurde mit einer integrierten Bluetooth Schnittstelle und kabellosen Datenübertragung an eine dafür programmierte Smartphone-App sowie durch die Entwicklung einer VOSS Sensorik mit Potenzial zu einer sehr präzisen Genauigkeitsklasse applikationsreif entwickelt. Die aktuell fehlende Gesetzgebung zum verpflichtenden Einsatz dieser Technologie lässt allerdings nicht den erhofften breiten Markteinsatz in den kommenden zwei Jahren erwarten. In der Vorentwicklung konnten die Produktfelder "Wärmetauscher für Elektroniken" und "Schnelladen von Batterien und deren Kühlung" weiter ausgebaut werden, mit Funktionsmustern zum Kühlen verschiedener Hochleistungsbausteine auf einer Fahrzeugelektronik zum autonomen Fahren sowie einer Direkt-Immersionskühlung. Diese Projekte laufen in Kooperation mit Partnern aus der Industrie und Universitäten. In den Auslandsgesellschaften des Automotive Bereiches, werden intensiv Applikationsentwicklungen in den Bereichen SCR, Thermomanagement als auch für andere Fluid führende Leitungssysteme vorangetrieben. In Abhängigkeit der lokalen Kundenbedarfe werden auch neue Produktansätze verfolgt, unter anderem im Thermomanagement. Im Unternehmensbereich der Fluid konzentrierten sich die Entwicklungstätigkeiten im Jahr 2021 auf die Optimierung der bestehenden Produktpalette und die Entwicklung von kundenspezifischen Produkten. Das Produktprogramm VOSSLok40, ein System mit einer neuen Umformtechnologie, das im Erdgas- (CNG/LNG) und Wasserstoffbereich (CH2, LH2) sowie in der Chemie- oder Nahrungsmittelindustrie Anwendung findet wurde konsequent weiterentwickelt. Die VOSSLok40-Umformmaschine wurde in 2020 mit Internetanschluss und Datenverarbeitung ausgerüstet, das Portfolio wurde in 2021 ausgebaut, insbesondere für zöllige Größen (imperial size), vor allem für CNG und H2 Anwendungen in China und Nordamerika. Da die Nachfrage im Bereich der Wasserstoffanwendungen in 2020/21 merklich zugenommen hat, wurde in 2021 entschieden, zur Erweiterung des Produktportfolios für den Transport und die Speicherung von Wasserstoff im Hochdruckbereich (350 bar / 700 bar), dass VOSS Fluid Produktprogramm zusätzlich um H2 Hochdruckventile zu erweitern, um als Systemanbieter, der das komplette Hochdruckrouting übernimmt, am Markt auftreten zu können. Die Marktentwicklung im H2 Markt, erforderte ein schnelles Handeln, um die sich bietenden Möglichkeiten in einem sich entwickelnden Markt nutzen zu können. Hierzu wurde mit der HypTec GmbH ein Unternehmen gefunden und in 2022 anteilig (60% der Gesellschaftsanteile) akquiriert, dass ein vollstufiges Produktprogramm bei H2 Hochdruckventilen abbildet und zudem über Testeinrichtungen für Wasserstoffhochdrucktanks und -komponenten verfügt. Im Bereich P2P wurden weitere individuelle Kundenlösungen projektiert. Die Vielfältigkeit in dieser technischen Anwendung erfordert maßgeschneiderte technische Konzepte, die projektbezogen umgesetzt werden. Mit den Produktprogrammen aus VOSSLok40 und P2P sollen neue Wachstumsfelder erschlossen werden. Die Produktpalette wurde in 2020 um VOSSPlug ergänzt, das in 2021 weiterentwickelt und bei ersten Pilotkunden getestet werden konnte. Mit diesem Schnellkupplungssystem für Schlauchleitungen kann ein platzsparender Einbau von Schlauchleitungen realisiert werden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieses Systems ist die Zeitersparnis bei der Montage. Weiterhin wurde in der Entwicklung auch ein neues Produktmanagement spezifisch ausgerichtet auf Schlaucharmaturen aufgesetzt. Ziel ist es, auf Basis der Kundenforderungen und Rückmeldungen zum Produkt, den Ausbau dieses Produktspektrums abzuleiten und umzusetzen. Im vierten Quartal 2021 wurden im Rahmen der in 2021 entwickelten Strategie "Route 26" der VOSS Fluid zwei Geschäftsfelder aufgesetzt, die die Marktaktivitäten ausbauen und Produkte weiterentwickeln sollen. Das ist zum einen das in Umsatz und Struktur deutlich größere Geschäftsfeld Hydraulik, dessen Ziel es ist, mit der in 2021 neu eingerichteten Key Account Manager (KAM) Struktur die Kundenanforderungen klarer herauszuarbeiten und in dem Bereich der Arbeitshydraulik P2P als Systemgeschäft mit innovativen Lösungen und neuen Komponenten, die die Kunden benötigen, weiter voranzutreiben, um den Kunden einen weiteren Mehrwert zu liefern. Ziel des zweiten und neuen Geschäftsfeldes Fluid Transport und Speicherung, ist es, VOSS Fluid in den neuen Marktsegmenten rund um die Gasspeicherung und den Transport unter hohen Drücken und hohen Dichtigkeitsanforderungen als wichtigen Zulieferer und VOSSLok40 als bedeutendes System/Plattform zu etablieren. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der VOSS Gruppe beliefen sich in 2021 auf 22,2 Mio. Euro. Daraus errechnet sich eine Entwicklungskostenquote in Relation zum Umsatz von 3,1 %. Im Bereich der Entwicklung waren in 2021 228 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 225 Mitarbeiter). 4. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nicht unterhalten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltweite konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 belastet durch die Auswirkungen der weiterhin bestehenden Corona-Krise. Gemäß den Angaben des IWF stieg das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in 2021 dennoch um 2,9 % (Vorjahr -4,6 %). In der Eurozone stieg das BIP um 5,2 % (Vorjahr -6,4 %), weltweit um 5,9 % (Vorjahr -3,1 %). Diese Erholung im Vergleich zum Vorjahr konnte trotz der weltweiten Rohstoffknappheit sowie steigender Preise bei Rohstoffen und Energie erzielt werden. In Europa setzte die EZB ihre expansive Geldpolitik, verbunden mit einem historisch niedrigen Zinsniveau, fort. Die Nutzfahrzeugproduktion > 6t stieg in Europa gemäß LMC in 2021 um 16,8 % (Vorjahr -19,1 %), die Produktion der PKW fiel um 5,0 % (Vorjahr -23 %) gemäß VDA. In der Hydraulikbrache kam es laut VDMA im Vergleich zum Vorjahr zu einer konjunkturellen Steigerung in Deutschland von 22,7 % und weltweit von 11,7 %. 2. Geschäftsverlauf Im Kontext mit den oben angeführten Rahmenbedingungen konnte die VOSS Gruppe ihre Umsatz- und Ergebnisplanungen für 2021 deutlich übertreffen. Die konjunkturelle Entwicklung übertraf die Planungsannahmen deutlich. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2020 von 618,5 Mio. Euro auf 727,7 Mio. Euro und liegt damit auch deutlich über der Planung 2021. Der Cashflow 2021 war aufgrund des überproportionalen Anstiegs der Vorräte und Kundenforderungen sowie der Kostenbelastungen aus der Flut rückläufig im Vergleich zur Planung 2021. Umsatz und Ergebnis waren in 2021 am Wipperfürther Standort stark durch die Flutkatastrophe im Juli 2021 beeinflusst, die fast das gesamte Betriebsgelände der Wipperfürther Gesellschaften erfasste und zu massiven und nachhaltigen Schäden an Gebäuden und Maschinen sowie zu einem mehrwöchigen Produktionsausfall (siehe auch 3,c)) führte. Es wird auch in Zukunft noch mit Folgeschäden aus der Hochwassersituation zu rechnen sein. Dass in 2021 trotzdem ein sehr gutes Ergebnis erreicht werden konnte, ist u.a. darauf zurückzuführen, dass es nach der Flut Kompensationszahlungen für entstandene Sach- und Ergebnisschäden seitens der Versicherung gegeben hat. Im Automotive Bereich wurde die allgemeine positive konjunkturelle Entwicklung in Europa durch Engpässe im Materialbereich negativ beeinflusst. Vor allem die Knappheit an Halbleitern weltweit, führte zu Produktionsausfällen und der Umsetzung von kurzzeitigen Werksschließungen bei den OEM's. Die Auswirkungen der Halbleiterkrise war in allen Regionen zu spüren, jedoch mit unterschiedlicher Tragweite. Die Auswirkungen der Corona Pandemie führten im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zur Kurzarbeit wie in 2020. Die einzelnen Gesellschaften im Automotive Bereich entwickelten sich wie folgt: Trotz der Auswirkungen aus der Corona Pandemie, kam es in Brasilien zu einer spürbaren wirtschaftlichen Erholung, die aus dem fundamentalen Nachholbedarf der Vorjahre resultierte. Das Produktionsvolumen an Nutzfahrzeugen stieg gegenüber 2020 um 63 %, die Pkw - Produktion erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 13 %. Auf Basis eines deutlichen Umsatzzuwachs konnte auch das Vorjahresergebnis übertroffen werden. Die chinesische Wirtschaft nahm in den ersten Monaten noch den konjunkturellen Schwung aus dem Vorjahr mit. Im weiteren Verlauf des Jahres schwächte sich das Wachstum jedoch ab. Lokale Lockdowns in China wirkten sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung aus, sie hatten gleichzeitig eine nicht unerhebliche Auswirkung auf den globalen Wirtschaftsverkehr. Die Produktion an Nutzfahrzeugen reduzierte sich gegenüber 2020 um 20 %, die Pkw Produktion in diesem Zeitraum verringerte sich um 1,3 %. Der Umsatz entwickelte sich gestützt durch den Anlauf neuer Projekte und Kunden auf Vorjahresniveau, das Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zu 2020 durch eine bessere Ertragsqualität. Das in China in 2021 gegründete Joint Venture befindet sich im Aufbau. Die operative Geschäftstätigkeit wird in 2022 aufgenommen. Indien war im ersten Halbjahr noch stark von der Pandemie geprägt. Eine wirtschaftliche Erholung setzte erst in der zweiten Jahreshälfte ein. Die Nutzfahrzeugproduktionsvolumen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 47 %, das Produktionsvolumen von Pkw reduzierte sich jedoch leicht um 3,3 %. Im Vergleich zum Vorjahr konnte, durch neue Projekte als auch die gestiegenen Produktionsvolumen im Nutzfahrzeugsegment, der Umsatz signifikant gesteigert werden. Damit wurde auch das Ergebnis der beiden indischen Gesellschaften verbessert. In Japan kam es auch trotz Corona-Einschränkungen zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung, wodurch die Planumsätze überschritten wurden. Die Produktionszahlen für Nutzfahrzeuge stiegen um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig reduzierte sich aber das Produktionsvolumen bei Pkw's um 4,9 %. Der Ausbau des Geschäftsfeldes Nutzfahrzeuge führte zum Umsatzanstieg. Mit dem Umsatzwachstum verbesserte sich auch das Ergebnis. Die Entwicklung der polnischen Gesellschaft war gekennzeichnet vom positiven Wirtschaftstrend, diese wurde aber durch die Halbleiterkrise eingebremst. Einige Projekte liefen nicht im geplanten Umfang/Zeitraum an. Dennoch konnte der Umsatz leicht gesteigert werden, jedoch blieb das Ergebnis hinter dem Vorjahr zurück. Der Hochlauf des Werkes in Bulgarien konnte erfolgreich umgesetzt werden. Vor dem Hintergrund der anlaufenden Projekte lagen Umsatz und Ergebnis über dem Vorjahr. Auf Basis einer starken Nutzfahrzeugkonjunktur in Nordamerika konnte der Umsatz als auch das Ergebnis der US-Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die positive Ergebnisentwicklung wurde auch durch Einmaleffekte unterstützt. Der Umsatz wurde auch durch Projektanläufe im Nutzfahrzeugbereich geprägt, gleichzeitig stieg aber auch der Umsatz im Pkw-Geschäft an. Das Geschäft mit montierten Leitungen zeigt gleichfalls eine positive Entwicklung. Das Produktionsvolumen von Nutzfahrzeugen legte um fast 12 % zu, die Stückzahlen im Pkw Segment blieben mit -0,2 % nahezu auf Vorjahresniveau. Die Gesellschaft in Südkorea konnte bei der Umsatzentwicklung nicht ganz die Plan-Erwartungen erfüllen. In 2021 wurde die Henzel Automotive GmbH in die VOSS Automotive Valves and Actuators GmbH (VAVA GmbH) umbenannt. Die VAVA GmbH wurde stark von der Halbleiterkrise getroffen. Die geplanten Stückzahlen wurden nicht erreicht. Zu der Halbleiterkrise kam eine geringere Produktion der Fahrzeuge hinzu, für die in das Seriengeschäft geliefert wird. Umsatz als auch Ergebnis blieben hinter den Erwartungen zurück. Die VOSS Werkzeugtechnik GmbH konnte den Planumsatz nicht erreichen und verfehlte auf Grund dessen auch das Ergebnisziel. Der Geschäftsumfang der VOSS Service GmbH & Co. KG entwickelte sich entsprechend der Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften der VOSS Automotive GmbH. Der Fluid Bereich konnte seine Marktposition behaupten, dies spiegelt sich auch an neu gewonnenen Projekten wider, die ab 2022 zu Umsatz werden. Die VOSS Fluid GmbH hat in ihrem klassischen Geschäft mit DIN-Verbindern im deutschen und europäischen Markt ihre Marktposition daher bestätigt. Der Auftragseingang zeigte in 2021 ein deutlich ansteigendes Niveau, das Auftragsbuch für 2022 weist einen Höchststand aus. Allerdings ist nicht klar abzusehen, wie stabil sich die Konjunktur in 2022 entwickeln wird. Im Wachstumsfeld P2P konnte der Planumsatz in 2021 nicht erreicht werden, dennoch wurde der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Es wurden besonders im Bereich P2P diverse Projekte für weiteres Wachstum gewonnen. Der Fluid Umsatz in China ist in 2021 gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Wesentlichen Anteil am Umsatzwachstum hatten Automotive OEM's und neue lokale chinesische Kunden. Die Gesellschaften in Spanien und Frankreich konnten ebenso ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Die Ergebnisse entwickelten sich entsprechend der Umsatzsteigerung und lagen über dem Vorjahresniveau. Auf Grund der rückläufigen Umsätze bei Schlaucharmaturen, der geringen Auslastung und den damit verbundenen steigenden Verlusten wurde in 2020 beschlossen, das Fertigungswerk für Schlaucharmaturen in Italien (Osnago) in 2021 zu schließen und das Geschäft zur VOSS Fluid GmbH in Wipperfürth zu verlagern. Das Projekt wurde in 2021 umgesetzt und abgeschlossen. Der Umsatz bezogen auf das Restgeschäft nach der Verlagerung stieg in 2021 an. Das Ziel der Eingrenzung der Verluste in Osnago wurde erreicht. Das geplante Umsatzwachstum für 2021 im Geschäftsbereich Fluid mit Schlaucharmaturen konnte umgesetzt werden. Im Bereich der VOSS Immobiliengesellschaft entwickelten sich Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau. Erwähnenswerte Immobilienerwerbe bzw. Bautätigkeiten wurden in 2021, neben flutbedingten Reparaturen, nicht durchgeführt. Der VOSS Gruppe gehörten im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 6.307 Mitarbeiter/-innen an (Vorjahr 5.955), davon in Deutschland 1.392 Mitarbeiter/-innen (Vorjahr 1.398) sowie 4.915 Mitarbeiter/-innen in den Auslandsgesellschaften (Vorjahr 4.557). 3. VFE Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Vermögenslage Die Vermögenslage der VOSS Gruppe stellt sich auch in 2021 unter Berücksichtigung der Auswirkungen aus der weltweiten Corona-Pandemie und der Flut in Wipperfürth als gut dar. Das Anlagevermögen, das Vorratsvermögen und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Das Vorratsvermögen beträgt Ende 2021 137,7 Mio. Euro und liegt damit deutlich über dem Vorjahresniveau (106,0 Mio. €). Der gestiegene Umsatz und eine vorausschauende Eindeckung mit Vormaterial auf Grund der Rohstoffknappheit und zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit sind die Hauptgründe hierfür. Der Forderungsbestand aus Warenlieferungen liegt aufgrund der Umsatzsteigerungen deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote liegt zum 31.12.2021 bei 72,0 % und damit leicht über dem Vorjahresniveau (70,6 %). Die Bilanzsumme beträgt 690,1 Mio. Euro (Vorjahr 608,0 Mio. €). b) Finanzlage Die Liquiditätssituation stellt sich auch in 2021 unverändert gut dar. Die Gesellschaften der VOSS Gruppe waren jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Trotz der Auswirkungen von Corona und der Flut sowie der getätigten Investitionen blieb die Liquiditätssituation stabil. Die Finanzierung der VOSS Gruppe erfolgt weiterhin fast ausschließlich aus dem erwirtschafteten Cashflow. Kreditlinien stehen in ausreichendem Maße zur Verfügung. Diese werden jedoch momentan nicht in Anspruch genommen. Die Geldanlage erfolgt kurz- bzw. mittelfristig in Form von risikoarmen Termingeldern, Anleihen bzw. im Rahmen des internen Konzern Cash Managements. Darüber hinaus werden keine Finanzinstrumente mit besonderer Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens eingesetzt. Die gute Liquiditätssituation verschafft der VOSS Gruppe den erforderlichen Handlungsspielraum für weiteres zukünftiges Wachstum. c) Ertragslage Die Ertragslage der VOSS Gruppe entwickelte sich besser als in der Planung 2021 erwartet, was in erster Linie den stark gestiegenen Umsätzen geschuldet ist. Die Ertragslage war in 2021 durch die Auswirkungen der Flutkatastrophe in Wipperfürth belastet. Die entstandenen Schäden an Gebäuden und Maschinen sind jedoch zu Teilen durch entsprechende Versicherungen gedeckt. Neben direkt entstandenen Kosten werden durch zu tätigende Folgeinvestitionen Ergebniseffekte erst mit Zeitverzug eintreten. Der Umsatz sowie auch das Ergebnis stiegen im Vergleich zu 2020 deutlich an und lagen auch über der Planung 2021. Im Bereich der Rohstoffe kam es zu erheblichen Preissteigerungen auf der Einkaufsseite, die bestehende Materialknappheit führte gleichzeitig zu erhöhten Frachtkosten. Die Preise für Messing und Stahl stiegen in 2021 stark an, wobei sich der Messingpreis im 4. Quartal stabilisieren konnte. Die Preise für Kunststoffgranulate stiegen ebenfalls an, das Preisniveau stabilisierte sich im 2.Halbjahr, aber weitere Preissteigerungen sind absehbar. Diese Preissteigerungen konnten durch die Anhebung der Verkaufspreise nur teilweise kompensiert werden. Aufgrund dieser Entwicklungen stieg die Materialeinsatzquote von 43,0 % im Vorjahr auf 46,0 % in 2021. Bei den Gemeinkosten ergaben sich folgende Entwicklungen: Der Personalaufwand stieg von 188,0 Mio. Euro auf 203,0 Mio. Euro in 2021 an. Hauptgrund für diesen Anstieg ist der Wegfall der Kurzarbeitszuschüsse, die im Vorjahr im Rahmen der Corona-Pandemie gezahlt wurden. Neben den tariflichen Lohnerhöhungen wirkten sich auch die gestiegenen Resturlaubstage und Gleitzeitkontenstände, aufgrund der erforderlichen Mehrarbeit resultierend aus der Flut, belastend auf die Personalkosten aus. In den Auslandsstandorten kam es im Rahmen der Vorbereitung neuer Projekte zu weiteren Personalzuwächsen. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen flutbereinigt (19,7 Mio. €) von 14,8 Mio. Euro auf 18,3 Mio. Euro in 2021. Hierin enthalten sind Währungskurseffekte in Höhe von 9,5 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen flutbereinigt (13,9 Mio. €) mit 106,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (106,5 Mio. €). Hierin enthalten sind Währungskurseffekte in Höhe von 9,0 Mio. Euro. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung der VOSS Gruppe dienen, sind die Umsatz-, Ergebnis- und die Cashflow-Entwicklung. Die Umsatzentwicklung der VOSS Gruppe verlief im Geschäftsjahr 2021 wie folgt: Umsatz 2020 = 618,5 Mio. Euro Umsatz 2021 = 727,7 Mio. Euro Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 17,7 %. Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2021 ist im Vergleich zum Vorjahr wie folgt: Konzernjahresüberschuss 2020 = 30,2 Mio. Euro Konzernjahresüberschuss 2021 = 56,6 Mio. Euro Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite für 2021 in Höhe von 7,8 % (Vorjahr 4,9 %). Die Summe der Cashflows (zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds) entwickelte sich in 2021 wie folgt: Summe der Cashflows 2020 = 13,6 Mio. Euro Summe der Cashflows 2021 = 7,4 Mio. Euro 5. Gesamtaussage Trotz eines für die VOSS Gruppe sehr schwierigen Marktumfeldes, bedingt durch die weiterhin bestehenden Probleme aus der Corona-Pandemie, der Halbleiterkrise, steigenden Rohstoffpreisen sowie die dramatischen Folgen der Flutkatastrophe, konnten Umsatz und Ergebnis gesteigert werden. Kostenbelastungen aus der Flut konnten durch Zahlungen der Versicherung abgemildert werden. Der weiterhin positive Cashflow unterstreicht die positive Entwicklung. Die wirtschaftliche Lage der VOSS Gruppe kann trotz der widrigen Rahmenbedingungen als gut bezeichnet werden. Das Finanzmanagement der VOSS Gruppe ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist mit optimaler Skontonutzung zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. In 2021 kam es zu keinen nennenswerten Ausfällen bzw. Insolvenzen bei Kunden oder Lieferanten. Die Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel bzw. Warenbestände ausreichend gedeckt. Die gute Eigenkapitalausstattung und die zur Verfügung stehenden liquiden Mittel bieten die notwendige Basis für weiteres Wachstum. Auf dieser Grundlage wurden auch in 2021 die notwendigen Maßnahmen umgesetzt, um weiteres Wachstum auch in den kommenden Jahren zu gewährleisten. Neben der Sicherstellung der personellen Ressourcen gehören hierzu auch die erforderlichen Investitionen und Ausrüstungen. Darüber hinaus wurde in 2021 ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner in China gegründet. Das Unternehmen wird seine operative Tätigkeit im ersten Quartal 2022 aufnehmen. III. Prognosebericht Die Prognosen für das weltwirtschaftliche Wachstum für 2022 lagen gemäß IWF Prognose vom 19.04.2022 bei 3,6 % für 2022. Für Deutschland bzw. die Eurozone erwartet der IWF Wachstumsraten von 2,1 % bzw. 2,8 %. Die Prognose für die USA lag bei 3,7 %, für China bei 4,4 %. Der VDMA erwartet in der Hydraulikbranche ein Umsatzwachstum von 6,0 % in Deutschland und 5,7 % weltweit. Aufgrund des Krieges in der Ukraine sind diese bereits nach unten korrigierten Prognosen weiterhin risikobehaftet, im Hinblick auf die Lieferketten und die weitere Entwicklung der Weltkonjunktur. Die dynamischen Rahmenbedingungen, die mögliche Ausweitung der Sanktionen gegenüber Russland und zusätzliche Unsicherheitsfaktoren, wie mögliche Produktionsausfälle in China in Folge der Null-Covid-Strategie, könnten weitere Anpassungen der Prognosen in den kommenden Monaten erforderlich machen. Darüber hinaus dürften sich die Auswirkungen des Ukraine Krieges weltweit in weiter steigenden Teuerungsraten, vor allem bei den Energiepreisen, zeigen. Insbesondere die Inflation wird zu höheren Tarifabschlüssen führen. Die zu erwartenden hohen Lohn- und Gehaltssteigerungen werden in Ergänzung zu den bereits gestiegenen und voraussichtlich weiter steigenden Energie- und Materialpreisen nicht voll umfänglich an den Markt weitergegeben werden können. Ergänzend bleibt die Frage nach den mangelnden Transportkapazitäten offen. Darüber hinaus müssen die weiteren Reaktionen der EZB in Bezug auf Zinsen und steigende Inflation beobachtet werden. Aufgrund der Folgen dieser Entwicklungen ist ein Einbruch der Konjunktur und eine Ergebnisbeeinträchtigung zu befürchten. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein leicht positiver Konjunktureffekt eingeplant, welcher aber zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht mehr haltbar ist. Das bei VOSS geplante Wachstum wird im Automotive Bereich getragen, durch Hochläufe als auch Anläufe von Pkw Projekten, weiteren Nutzfahrzeugprojekten als auch den generellen konjunkturellen Auswirkungen. Aktuell sind viele Projekte in der Angebotsphase, hiervon auch ein Großteil durch die Akquisition der VAVA GmbH. Diese Projekte werden das weitere Wachstum in den kommenden Jahren prägen. In Brasilien wird auf Basis gewonnener Projekte, vor allem im Nutzfahrzeugbereich, sowie einer positiven konjunkturellen Entwicklung mit einer Umsatz- und Ergebnissteigerung gerechnet. In China wird von einer schwächeren Konjunktur ausgegangen, insbesondere im Nutzfahrzeugbereich wird mit erheblichem Rückgang der Produktionsvolumina gerechnet. Neu gewonnene Projekte werden diesen Rückgang nicht kompensieren können. Neue Aufträge kommen vor allem aus dem Thermomanagementbereich. Der Ausbau der Nutzfahrzeugaktivitäten wird gleichfalls vorangetrieben. Der Preisdruck der Kunden hat deutlich zugenommen, es laufen mit allen wichtigen Kunden Preisverhandlungen. Der Umsatz wird deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen, das Ergebnis wird entsprechend schwächer ausfallen. Das Joint Venture wird seine Geschäftsaktivität aufnehmen. Es wird im ersten Jahr mit einem negativen Ergebnis auf Grund von Anlaufverlusten gerechnet. In Japan wird ein Umsatzwachstum erwartet, welches durch steigende Umsätze aus der Pneumatik als auch den Gewinn von neuen Kunden geprägt wird. Auf Basis des erhöhten Umsatzes wird auch eine Ergebnissteigerung erwartet. In Indien wird es auf Grund der konjunkturellen Erholung und Anlauf neuer Programme zu einem Umsatzanstieg kommen. Das bestehende SCR Geschäft wird weiterwachsen, neben dem Bestandsgeschäft aus der Pneumatik. Neue Projekte im Kraftstoffbereich werden gleichfalls erwartet. Das Ergebnis der indischen Gesellschaften wird deshalb zulegen. Die koreanische Gesellschaft befindet sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau, wesentliche Umsatzveränderungen werden erst mittelfristig erwartet. In Nordamerika wird mit einer positiven konjunkturellen Entwicklung gerechnet. Neben einem Wachstum des Basisgeschäfts im Nutzfahrzeugbereich werden auch im Pkw Segment mit SCR Applikationen Wachstumsimpulse gesehen. Ergänzend wird auch der Landwirtschaftsbereich mit einem leichten Wachstum beitragen. In Summe wird eine Umsatzsteigerung erwartet, das Ergebnis wird in etwa auf dem um Einmaleffekte bereinigten Vorjahresniveau liegen. Bei der VAVA GmbH wurde im Rahmen der Planung 2022 mit einer Umsatzerholung und einer entsprechenden Verbesserung der Ergebnissituation gerechnet. In der aktuellen Situation des Ukraine Krieges, lassen sich die Planungsannahmen nicht mehr aufrechterhalten. Die Produktion bei einem Hauptkunden wurde bereits auf Grund fehlender Komponenten temporär eingestellt. Unsicherheiten ergeben sich darüber hinaus aus der Halbleiterkrise. Materialpreiserhöhungen werden die Ertragsfähigkeit belasten. In Polen wird der aktuelle Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet, das Ergebnis wird jedoch schwächer ausfallen als im Vorjahr. In Bulgarien wird noch mit steigendem Umsatz gerechnet, das Ergebnis wird aber nicht an das Vorjahr anknüpfen. Wesentlich ist dabei der Rückgang in der Bruttomarge. Die VOSS Werkzeugtechnik GmbH wird beim Umsatz einen Zuwachs ausweisen gekoppelt mit einer Ergebnisverbesserung. Die strategische Ausrichtung des Automotive Geschäftsbereich bis 2030 wird in 2022 erarbeitet. Schwerpunkte der Strategie werden neben Pneumatik und SCR das Thermomanagement darstellen. Auf Basis der Marktentwicklung der Trends werden weitere Anwendungsfelder eruiert und bewertet. Im Fluid Bereich werden positive Wachstumsimpulse im P2P Bereich erwartet, die sich nicht konjunkturell, sondern durch die Umsetzung bereits gewonnener Projekte begründen. Aus diesem Grund wird der Ausbau der Aktivitäten im P2P Bereich wie in 2021 auch in 2022 weiter vorangetrieben. Die Serienproduktion im P2P Bereich in Polen ist aufgebaut und in Betrieb genommen worden. Um langfristig schlagkräftig zu werden, sind weitere Investitionen in Maschinen zur Generierung kurzer Durchlaufzeiten und vor allem Prozessverbesserungen notwendig. Mit der verstärkten Fokussierung auf das P2P Geschäft, VOSSLok40 sowie Prozesstechnologie und Wasserstoff, der dazu erweiterten nationalen und internationalen Präsenz des Vertriebsnetzes sowie der Ergänzung des Produktprogramms wird auch in 2022 die Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert. Besonders neue Märkte, etwa im Bereich CNG/LNG, Wasserstoff (H2/LH2) und Prozesstechnologie aber auch die klassischen Märkte werden systematisch bearbeitet. Auch die P2P-Projekte in der Schienentechnik, Windenergie, bei Wasserstoffcontainern und -fahrzeugen entwickeln sich positiv und die VOSS Fluid GmbH entwickelte sich zu einem aufstrebenden Player in dieser Branche. Für 2022 wird die Integration der Anfang 2022 anteilig akquirierten Firma HypTec GmbH sowie der Aufbau des Führungsteams für die VOSS Fluid GmbH eine wichtige und bestimmende Aufgabe sein. Alle Auslandsgesellschaften der Fluid planen für 2022 ebenfalls ein Wachstum, wobei auch in den Tochtergesellschaften dem P2P-Bereich eine wichtige Bedeutung beigemessen wird. Der Ausbau des China Geschäfts soll weiterhin zum Wachstum des Geschäftsbereichs Fluid beitragen. In 2021 wurde die Fluid Strategie "Route 26" erstellt, verabschiedet und die Umsetzung gestartet. Sie ist die Basis für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Der geplante Umsatz 2022 der VOSS Gruppe liegt leicht über dem Vorjahresniveau, das geplante Ergebnis jedoch deutlich unter dem des Vorjahres. Wesentliche Gründe hierfür sind neben den steigenden Personalkosten, die Kostensteigerung auf der Material- und Energieseite sowie die Preisforderungen von Seiten der Kunden. Insbesondere signifikante Materialpreissteigerungen im Geschäftsbereich der Fluid werden sich ergebnisbelastend auswirken. Die Margen aus steigenden Umsätzen können die Preis- und Kosteneffekte nicht ausgleichen. Die Umsätze in den ersten drei Monaten liegen leicht unter Planniveau. Der Auftragsbestand für das zweite Quartal liegt auch global bereits unter Plan. Die Cashflow Planung 2022 liegt deutlich unter dem Niveau von 2021. Die Investitionsplanung 2022 liegt mit 57,9 Mio. € um 25,5 Mio.€ über dem Investitionsniveau des Vorjahres. Neben Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen wird auch weiterhin in Kapazitätserweiterungen investiert. Neben den Investitionen, die dem operativen Geschäft dienen, sind am Wipperfürther Standort auch Investitionen geplant, die vor künftigen Hochwasserereignissen schützen sollen, auch wenn eine komplette Schadensvermeidung durch Naturereignisse nicht möglich sein wird. Darüber hinaus wird in Wipperfürth eine Photovoltaikanlage auf dem Werksgelände installiert, um ergänzend zu dem bestehenden Blockheizkraftwerk den CO 2 -Fußabdruck weiter zu verbessern. Auch in Indien sollen die ersten Photovoltaikanlagen aufgebaut werden. Im Automotive Bereich in China wurde in 2022 der Beginn eines neuen Produktionsstandortes geplant, resultierend aus den Flächenbedarfen von Seiten der Behörden. Dieser Neubau verschiebt sich jedoch. In Indien wird in eine weitere Gebäudeerweiterung investiert, um das künftige Wachstum zu ermöglichen. Im Fluid Bereich erfolgen Investitionen vor allem im Bereich P2P und Wasserstofftechnologie, in Kapazitätserweiterungen in Polen und Wipperfürth sowie in Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen im Werk Wipperfürth. Die Entwicklungsaktivitäten der Geschäftsbereiche Automotive und Fluid werden sich in 2022 auf die wesentlichen Projekte gemäß der jeweiligen Strategie konzentrieren sowie auf die Fortführung der laufenden Projekte. Im Bereich der VOSS Immobiliengesellschaft sind keine größeren Bauprojekte in 2022 geplant. Die Investitionen beschränken sich in erster Linie auf Umbau- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen bestehender Gebäude und Anlagen. Der weiterhin schwer abschätzbare zukünftige Verlauf der Corona Pandemie sowie der Krieg in der Ukraine und die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Folgen lassen aktuell keine abschließende Prognose für 2022 zu. Die Dynamik dieser Entwicklungen verlangt weiterhin kurzfristiges Handeln. IV. Chancen- und Risikobericht Die Auswirkungen und mögliche Entwicklungen der Corona-Pandemie stellen auch in 2022 ein großes Risiko für die Weltwirtschaft dar. Mögliche Auswirkungen der weiter verschlechterten Schuldensituation durch die Corona-Pandemie vieler Staaten im EU-Bereich sowie die weitere Entwicklung der Inflation und der Nullzinspolitik der EZB sind nur schwer einschätzbar. Die Auswirkungen aus dem Krieg in der Ukraine sind nicht absehbar. Auf Grund der bestehenden internationalen Lieferketten werden alle für uns relevanten Absatzländer betroffen sein. Nach dem Beginn des Ukraine Krieges informierte bereits ein Großkunde über fehlende Komponenten aus der Ukraine, diese führen schon zu temporären Produktionsstillständen. Hierdurch ist direkt das Werk in Bulgarien betroffen als auch die VAVA GmbH in Gründau. In der weiteren Lieferkette betrifft es gleichfalls das Werk in Wipperfürth. Der Krieg hat gleichzeitig Auswirkungen auf die Währungs- und Zinspolitik. Auch hier sind die Folgen nicht prognostizierbar. Es muss ergänzend mit steigenden Material- und Frachtkosten gerechnet werden. Das Risiko im Hinblick auf die Weitergabe der Preiserhöhungen ist gegeben. Neben diesen die Konjunktur dämpfenden Effekten ergeben sich auch Risiken im Hinblick auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden als auch der finanziellen Stabilität der Lieferanten. Steigende Materialkosten einhergehend mit einer Materialknappheit bei verschiedenen Granulaten, wurden bereits vor dem Ukrainekrieg erwartet. Der weitere Anstieg der Materialkosten hat sich im I. Quartal 2022 bestätigt und wird sich voraussichtlich im Jahresverlauf fortsetzen. Der Margendruck wird weiter zunehmen und es wird versucht, diesen durch Verkaufspreissteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Inwieweit unsere Lieferanten Komponenten aus der Ukraine beziehen, können wir aktuell noch nicht abschließend beantworten. Der Geschäftsbereich der Automotive wird seine Aktivitäten im Bereich des Thermomanagements intensivieren. Durch den Zukauf des Ventilspezialisten VAVA GmbH, konnten bereits weltweit viele neue Projekte aufgegriffen werden. Gleichzeitig werden auch die Projekte mit Verbrennungsmotoren weiterverfolgt. Neben der bekannten SCR Technologie werden gleichfalls Projekte im Kraftstoffbereich bearbeitet. Beide Applikationen sorgen auch im Nutzfahrzeugbereich für weiteres Wachstum, neben der Gewinnung neuer Kunden in der Pneumatik. Alle beschriebenen Anwendungen werden lokal in den verschiedenen Märkten bearbeitet, so dass ein globales Wachstum in den kommenden Jahren geplant ist. Im Geschäftsbereich der Fluid setzt sich die Entwicklung einiger Kunden und Wettbewerber hin zu Systemanbietern mit eigenem Komplettprogramm und eigener Marke fort und wird den Wettbewerb weiter intensivieren. Vor allem die großen Wettbewerber ergänzen damit ihr Produktprogramm mit dem Ziel die Marktposition auszubauen. Es ist u.a. ein verstärktes Agieren ausländischer Wettbewerber auf dem deutschen Markt erkennbar. Im Geschäftsumfeld der Wasserstoffkomponenten und -systeme ist die VOSS Fluid GmbH gut positioniert, u.a. durch P2P in EU und China und durch den Zusammenschluss mit der HypTec GmbH. Chancen liegen in der Akquisition von wichtigen Pilotprojekten, insbesondere bei großen H2-Systemlieferanten. Weiterhin liegen im Ausbau des internationalen Testgeschäfts Chancen, die die Fluid Gruppe aufnehmen, ausbauen und in ein weiterführendes Seriengeschäft umsetzen kann. Diese Testmöglichkeiten werden daher nicht nur in Europa, sondern auch in China angeboten. Ergänzend ergeben sich Chancen im Umfeld der Wasserstofftechnik mit den Testeinrichtungen bei HypTec. Die Verbesserung der Termintreue wird als sehr wichtig angesehen. In der Ausnahmesituation, in der sich der Markt befindet, ist dies jedoch schwierig und nur mit höchsten Anstrengungen zu erreichen. Die Optimierung der Lagerbestände mit einer Analyse der Dispositionsprozesse der VOSS Fluid GmbH und weiteren Wertstromprojekten wird auch in 2022 weiter forciert. Neben den erheblichen Risiken aus der Pandemie und dem Ukraine Krieg und der nachfolgenden Verknappung und immensen Teuerung von Rohstoffen und Energie kann es durch die Krise und Marktlage auch Chancen geben, die sich aus der fehlenden Lieferfähigkeit oder finanzieller Schwäche von Wettbewerbern ergeben können. Währungsrisiken aus Umsätzen in Fremdwährungen bestehen in Deutschland fast ausschließlich gegenüber unseren Tochtergesellschaften in Polen, USA, China und Japan und einigen wenigen Kunden in Großbritannien. Währungsrisiken auf der Beschaffungsseite bestehen in Deutschland nur in geringem Umfang, da die Zukäufe überwiegend in Euro getätigt werden. Erwähnenswerte Risiken im Ausland bestehen in den USA sowie in Indien in erster Linie im Zukauf in Euro. In China und in Polen liegen die Risiken sowohl im Zukauf wie auch im Verkauf in Euro. Die bestehenden Währungsrisiken werden durch Sicherungsgeschäfte bzw. wenn möglich durch Kompensationsgeschäfte auf der Einkaufsseite minimiert. Überwacht und gesteuert werden diese Risiken für die gesamte VOSS Gruppe im Rahmen eines zentralen Währungsmanagements in der VOSS Automotive GmbH in Deutschland. Das Ausfallrisiko bei Kundenforderungen wird durch ein kontinuierliches internes Forderungsmanagement überwacht, gesteuert und minimiert. So konnten nennenswerte Forderungsausfälle in der Vergangenheit vermieden werden. Das Risiko von Insolvenzen auf der Kunden- wie auch auf der Lieferantenseite wird in 2022 weiter steigen, wenn die Spannungen und die oben genannten Rahmenbedingungen anhalten. Eine Kreditversicherung besteht nicht. Risiken aufgrund langer Zahlungsziele und damit einhergehender Forderungsbestände bestehen weiterhin in unserer Tochtergesellschaft in China. Des Weiteren existiert ein internes Risikomanagement-System, welches strategisch als Instrument zur Erkennung und Bewertung von potenziellen Risiken eingesetzt wird. Mit dem Aufzeigen der Risiken werden gleichzeitig Maßnahmen definiert, die dazu dienen, das Risiko zu minimieren. Dies geschieht im Hinblick auf die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch im Hinblick auf die Risikohöhe. Die Risikobeurteilung wird turnusmäßig überprüft. Darüberhinausgehende Risiken, die den Bestand der VOSS Gruppe gefährden könnten, sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nicht erkennbar. Die VOSS Gruppe hat die finanzielle Tragfähigkeit, die oben beschriebenen Risiken im Jahr 2022 zu bewältigen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VOSS Holding GmbH + Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der VOSS Holding GmbH + Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der VOSS Holding GmbH + Co.KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hagen, den 21. Juni 2022 wbs
Wilhelm Braune GmbH
gez. R. Pfeil, Wirtschaftsprüfer gez. A. Eicken, Wirtschaftsprüfer |
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