EMH Energy Management Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Klüpfel seit 28.1.2025 | Geschäftsführer |
Christian Hasenstab seit 5.12.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KION Battery Systems GmbHKarlstein-DettingenJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht1 Grundlagen des UnternehmensDie KION Battery Systems GmbH (KBS) wurde 2019 als paritätisches Joint Venture der KION Group AG (KION) und der BMZ Holding GmbH (BMZ) zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien für Flurförderzeuge gegründet. Mit einer Produktionsstätte in Karlstein am Main wird die stark wachsende Nachfrage insbesondere in der Region EMEA bedient. Das aktuelle Produktportfolio beinhaltet 24-Volt Lithium-Ionen-Batterien für elektrische Lagergeräte (WH), 36-, 48- und 80-Volt Lithium-Ionen-Batterien für Gegengewichtsstapler (CB) sowie Ersatzteilgeschäft und Servicedienstleistungen. Benötigte Rohstoffe umfassen überwiegend Batteriezellen, Halbleiter und Microchips sowie Kabel und Metallbauteile. Halbleiter und Microchips werden weltweit, Batteriezellen überwiegend aus dem asiatischen Raum, Kunststoffgranulate hauptsächlich aus der EU und Metalle sowie Nichteisenmetalle aus Deutschland oder der EU bezogen. Die KION Group AG ist Exklusivkunde der KBS mit seinen Produktionswerken in der Region EMEA, hauptsächlich in Deutschland, Tschechien, Frankreich, Italien und Polen. KION gehört neben Toyota Industries und Jungheinrich zu den umsatzstärksten Herstellern von Flurförderzeugen weltweit. 2 WirtschaftsberichtDas Geschäftsjahr 2023 war insbesondere geprägt durch hohe Inflation, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie weiterhin hohe Energiekosten, Engpässe in den Beschaffungsmärkten und steigende Material- und Personalkosten. Die deutsche Wirtschaft konnte das Niveau des BIP-Wachstum von +1,8 % in 2022 nicht halten und weist für 2023 einen Rückgang von -0,1 % des BIPs im Vergleich zum Vorjahr auf. Weiter stieg die Arbeitslosenquote innerhalb Deutschlands ggü. 2022 um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 %. 2.1 Geschäftsverlauf 2023Die Bewältigung der weltweiten Lieferengpässe verursachte zusätzlichen Aufwand, dennoch haben sich die Lieferketten der KBS als widerstandsfähig erwiesen, sodass Unterbrechungen vermieden werden konnten und eine Just-in-Sequence Lieferfähigkeit von 98 % gewährleistet wurde. Zudem konnten die Auslieferungen von Lithium-Ionen-Batterien gegenüber 2023 um 56% gesteigert werden. Um den steigenden Stückzahlen im Bereich der Lithium-Ionen-Batterien zukünftig gerecht zu werden, wurde während dem aktuellen Geschäftsjahr insbesondere in den Ausbau der Belegschaft investiert. 2.2 Lage der Gesellschaft2.2.1 VermögenslageDie Bilanzsumme hat sich von 103,8 Mio. € im Jahr 2022 auf 121,6 Mio. € zum Bilanzstichtag 31.12.2023 erhöht. Diese Veränderung ist auf der Aktivseite insbesondere durch einen höheren Vorrats- und Kassenbestand begründet. Auf der Passivseite erhöhten sich im Wesentlichen die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und Rückstellungen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen sind 2023 insbesondere durch Anschaffung maschinengebundener Werkzeuge bei Lieferanten begründet, sodass insgesamt eine Erhöhung der Sachanlagen um 0,4 Mio. € zu verzeichnen ist. Zur Verhinderung von Lieferengpässen, im Besonderen bei Batteriezellen, hält KBS zum Bilanzstichtag 31.12.2023 Vorräte i.H.v. 87,4 Mio. € und bewegt sich auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr mit 82,4 Mio. €. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,7 Mio. € haben sich gegenüber 0,1 Mio. € im Vorjahr erhöht aufgrund gestiegenen Absatzes. Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich ebenfalls aufgrund gestiegenen Absatzes erhöht von 0,6 Mio. € auf 3,7 Mio. €. Die sonstigen Vermögensgegenstände befinden sich mit 0,8 Mio. € auf Vorjahresniveau von 0,9 Mio. €. Die liquiden Mittel stiegen zum Stichtag auf 15,3 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €) aufgrund eines aktiven Cash Managements und gesteigertem Absatz. Die sonstigen Rückstellungen sind mit 3,3 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) gestiegen, insbesondere aufgrund gestiegener Rückstellungen für Gewährleistung aus gesteigertem Absatz, Personalkosten und Urlaub sowie Rechnungsvorerfassung. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich gegenüber Vorjahr auf 78,8 Mio. € aufgrund von erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen zur Absicherung von Zellbestellungen für Batteriekäufe von 47,7 Mio. € im Vorjahr auf 60,3 Mio. € und bestehen ausschließlich gegenüber dem Gesellschafter KION Group AG. Die Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen ausschließlich gegenüber dem Gesellschafter BMZ Holding GmbH und resultieren hauptsächlich aus der Gesellschaft gewährtem Darlehen einschließlich Zinsen. Sie reduzierten sich gegenüber Vorjahr auf 18,3 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich mit 9,2 Mio. € in 2023 ggü. dem Vorjahr (6,5 Mio. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich gegenüber Vorjahr um 0,2 Mio. € auf 0,1 Mio. € vorrangig aufgrund reduzierter Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern. 2.2.2 ErtragslageDie Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr bei 184,2 Mio. € (Vorjahr 106,5 Mio. €). Gründe für die Erhöhung ggü. Vorjahr sind eine gesteigerte Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien im CB-Bereich sowie die nun ganzjährig bedienbare Nachfrage an WH Lithium-Ionen Batterien nach dem Produktionsbeginn in 2022. Die Rohergebnisquote (Rohergebnis im Verhältnis zu Umsatzerlösen) reduziert sich mit 18,5% ggü. 21,7% im Vorjahr aufgrund von Material- und Bestandsveränderungen bei gestiegenem Umsatz. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 116 MitarbeiterInnen (Vorjahr 94 MitarbeiterInnen) beschäftigt. Ursächlich für den Anstieg der Mitarbeiterzahlen war der weitere Aufbau von Personal in allen Funktionsbereichen. Die Personalintensität (Personalkosten im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) verbessert sich in 2023 auf 4,7% ggü. 6,0% im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 12,4 Mio. € (Vorjahr 7,2 Mio. €) und die EBITDA-Marge (Betriebsergebnis vor Abschreibungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) lag bei 6,6% (Vorjahr: 6,4%). Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragssteuern (EBIT) der Berichtsperiode lag bei 10,0 Mio. € (Vorjahr 5,8 Mio. €). Die EBIT-Marge (Betriebsergebnis im Verhältnis zu Umsatzerlösen) lag im Berichtsjahr mit 5,3% auf Vorjahresniveau (Vorjahr 5,2%). Die Gesamtkapitalrentabilität (Betriebsergebnis im Verhältnis zur Bilanzsumme) liegt bei 8,2% (Vorjahr 5,6%). 2.2.3 FinanzlageDie Liquidität war im gesamten Geschäftsjahr 2023 und in den ersten Monaten des Folgejahres gesichert. Die Gesellschafter KION Group AG und BMZ Holding GmbH haben eine Finanzierungszusage, die der Höhe nach auf bis zu 50,0 Mio. € beschränkt ist, bis zum 7. Januar 2025 gewährt. Zum Bilanzstichtag wurden davon insgesamt 35,6 Mio. € abgerufen; im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Tilgung von insgesamt 7,5 Mio. € und es gab keine weitere Inanspruchnahme aus der Finanzierungzusage. Darüber hinaus haben die Gesellschafter den Rangrücktritt ihrer Ansprüche aus dem Darlehensverhältnis, inklusive Zinsansprüche, erklärt. Zur Verhinderung drohender Lieferengpässe wird ein strategischer Zellbestand gehalten, der durch erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen finanziert ist. Die durchschnittliche Umschlagshäufigkeit der Vorräte steigt in 2023 und liegt bei 2,2 (Vorjahr 1,6). Die durchschnittliche Umschlagshäufigkeit der Forderungen (Days Sales Outstanding) liegt 2023 bei 7,1 Tage (Vorjahr 1,7 Tage). Die Gesellschaft war damit jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 2.3 GesamtaussageDie KION Battery Systems GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatz von 184,2 Mio. € (+73% ggü. Vorjahr) und einer positiven EBIT-Marge in Höhe von 5,3% (+0,1%-Pkte ggü. Vorjahr) insgesamt erfolgreich im Sinne der Vorgaben der Gesellschafter abgeschlossen. Die für 2023 erwartete Steigerung des Umsatzes im zweistelligen %-Bereich wurde erreicht und die Erwartung einer EBIT-Marge auf Vorjahresniveau wurde übertroffen. Von der Gesellschaft eingeleitete Maßnahmen konnten die Folgen des Kriegs in der Ukraine, durch globale politische Unsicherheiten ausgelöste Störungen in den Lieferketten sowie steigenden Material-, Energie- und Logistikkosten entgegenwirken und eine Belastung des Geschäftsergebnis vermeiden. Die Geschäftsführung verfolgt konsequent den Ausbau der Organisation sowie die effiziente Gestaltung von Abläufen, um das weitere Wachstum der Gesellschaft zu sichern und die von den Gesellschaftern erwarteten EBIT-Werte zu erreichen. 2.4 Nichtfinanzieller Leistungsbericht2.4.1 Entwicklung der BelegschaftKBS beschäftigte 2023 durchschnittlich 116 Mitarbeiter. Zum Jahresende waren 123 Mitarbeiter für die KBS beschäftigt, 21 mehr als vor einem Jahr. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die KBS ggü. Vorjahr ein Mitarbeiterwachstum von 22%. 2.4.2 DiversitätDie KBS versteht sich als ein Unternehmen mit interkultureller Kompetenz und pflegt Geschäftsbeziehungen im internationalen Umfeld. Weiter profitiert die KBS von einer multikulturellen Belegschaft. Per 31.12.2023 betrug der Anteil weiblicher Beschäftigter 25%; der Anteil der Beschäftigten älter als 50 Jahre lag bei 23%. 2.4.3 Gesundheitsförderung und ArbeitsschutzDie Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten hat für KBS einen hohen Stellenwert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermeidung von Unfällen und arbeitsbedingten Krankheiten sowie der langfristigen Erhaltung der individuellen Arbeitsfähigkeit. Aus diesem Grund hat KBS mit den Vorbereitungen für die Erlangung der ISO 45001:2018 im Jahr 2024 begonnen. Zusätzlich zu der Betonung der Arbeitssicherheit in unseren vierteljährlichen ASA-Sitzungen, hat KBS einen HSE-Ausschuss mit Vertretern aus jeder Abteilung ins Leben gerufen, um die Kommunikation von HSE-Themen zu verbessern, das Bewusstsein der Mitarbeiter für die Bedeutung von HSE zu schärfen und sie zu ermutigen, HSE-Bedenken oder Verbesserungsvorschläge an das Management zu kommunizieren. Letzteres ist ein neuer Schwerpunkt im Jahr 2023 - die stärkere Einbindung der Beschäftigten und ihr Feedback zu GSU-Themen. Im Rahmen der Rezertifizierung der ISO 9001:2015 und des Zertifizierungsprozesses für unser integriertes Managementsystem (ISO 14001:2015 und ISO 45001:2018) haben wir dokumentierte Verfahren für arbeitssicherheitsrelevante Prozesse (LOTO, elektrische Sicherheit, sicherer Gabelstaplerbetrieb usw.) ausgearbeitet, um Standardrichtlinien für sichere Arbeitspraktiken zu schaffen. Die Mitarbeiter werden regelmäßig zu berufsspezifischen GSU-Themen geschult. 3 Forschungs- und EntwicklungsberichtDurch die weltweit anhaltende schwierige Versorgunglage für Rohmaterialien und Fertigungskapazitäten in der Elektronik, liegt das aktuelle Augenmerk im Bereich der Serienprodukte, wie auch für Neuentwicklungen, auf einer ausgeprägten Second und Third Source Strategie. Damit einhergehend werden Nachhaltigkeitsthemen adressiert. Vor allem einsatzoptimierte Verfahrensansätze auf Basis der Kunden- und Batteriedaten, welche durch die Forschungsthemen wie deep learning gestützt werden, aber auch Technologieanalysen im Bereich der Batteriezellen werden intensiv verfolgt . Durch die tiefere Integration der Batteriesysteme in das Fahrzeug, bei ganzheitlicher Antriebsstranganalyse, werden neben direkten Kundenvorteilen, wie Ergonomie, Performance usw., ebenfalls die Rohstoffeinsätze zu Beginn der Produktlebensphase minimiert. Abgerundet werden die Entwicklungsaktivitäten durch effiziente Produktfreigabestrategien. 4 Prognosebericht4.1 Erwartetes gesamtwirtschaftliches UmfeldFür das kommende Geschäftsjahr erwartet die KBS, dass Lieferketten als auch Second Source Strategien weiter optimiert werden. Des Weiteren wird eine Stabilisierung bei Preissteigerungen von Rohstoffen und Transportkosten erwartet. Eine Normalisierung des aktuellen Inflationsgeschehens werden angenommen und tragen zu einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung bei. Wir erwarten für 2024 den Umsatz im mittleren zweistelligen %-Bereich steigern zu können bei einer EBIT-Marge leicht über Vorjahresniveau. 4.2 Erwartetes branchenbezogenes UmfeldDie Logistikbranche weist, wie bereits im Vorjahr, ein verstärktes Wachstum auf, sodass die KBS von einem wachsenden Markt profitiert und eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gesichert wird. Dabei zeigen die Marktveränderung der letzten zwei Jahre auf, dass ein globales bzw. europäisches Sourcing für die steigenden Materialbedarfe erforderlich ist, um Engpässe in den Bereichen Elektronik, Stahl sowie Frachtkapazitäten und -kosten entgegenzuwirken. Weiter lässt sich ein Trend der Batteriefertigung in Richtung Deutschland, bzw. Europa feststellen, wodurch aktuell diverse strategische Kooperationen im Bereich Elektronik, Batterien und Rohstoffe, z.B. in Form von Beteiligungen oder langfristiger Rahmenlieferverträge, entstehen. Potenziell könnten sich zukünftig Zelllieferanten in Europa ansiedeln. Aus produktspezifischer Sicht lässt sich ein zunehmender Wettbewerb in Richtung Energiekosten feststellen, wobei auch neue Applikationen und Entwicklungssprünge in diversen Technologiebereichen, wie z.B. IoT, das Marktgeschehen beeinflussen. 5 Chancen- und Risikobericht5.1 RisikoberichtDie größte Gefahr für unser Unternehmen ist, dass es aus politischen Gründen, zu einer Verknappung der Rohstoffe und Transporte für die Batterieherstellung kommt. Weiterhin ist grundsätzliche Herausforderung, dass es durch die steigende Nachfrage von Elektrofahrzeugen zu einer kurzzeitigen Verknappung und einer preislichen Erhöhung von Rohstoffen für die Batterieherstellung kommen kann und damit auch zu steigenden Preisen für das Gesamtsystem. Eine weitere Gefahr ist, dass weitere politische Maßnahmen ergriffen werden, die die Entsorgung bzw. das Recycling von Batterien betreffen, auch wenn diese zum aktuellen Zeitpunkt nur indirekt unser Unternehmen betreffen würden. Dennoch sehen wir das Risiko gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich an. Der Wechselkurs des Euros gegenüber den US-Dollar ist zum aktuellen Zeitpunkt schwer kalkulierbar, grundsätzlich müssen wir bzw. die KION Group, als weltweit aufgestelltes Unternehmen, immer die Gefahren des Wechselkursrisikos betrachten. Um Risiken in der Finanzierung und der Liquidität rechtzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können ist ein Controlling mit entsprechendem Berichtswesen und wöchentlicher Liquiditätsplanung und -analyse eingerichtet. Ein monatliches Kennzahlen Reporting ist etabliert, dass die finanzielle Performance aufzeigt und dem Management und den Gesellschaftern als Entscheidungsgrundlage vorliegt. 5.1.1 Branchenspezifische RisikenDie Unternehmensbranche der KBS ist von einer Vielzahl nationaler und internationaler rechtlicher Vorgaben betroffen (Umweltschutzgesetze, Handelsgesetze, Sozialgesetze etc.), welchen Änderungen unterliegen, die umzusetzen sind. Derzeit wird z.B. der europäische Rechtsrahmen für Batterien angepasst, um die Herstellung, Nutzung und Wiederverwertung - also den Produktlebenszyklus - nachhaltiger zu gestalten. Diese Änderungen können unseren Geschäftserfolg potenziell positiv oder negativ beeinflussen, indem der Produktabsatz oder der Geschäftsbetrieb mit potenziellen neuen Auflagen beeinflusst wird. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass sich die weltweiten rechtlichen Faktoren für die Produktion und Nutzung von Lithium-Ionen-Batterien kurz- und mittelfristig positiv entwickeln werden, die Beeinflussung durch neue Gesetze aber steigen wird, die Bedingungen beim Rohstoffabbau zu verbessern (z.B. verbesserte Arbeitssicherheit, keine Kinderarbeit, Renaturierung von Abbauflächen etc.). Insgesamt stufen wir das Schadensausmaß als gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich ein. 5.1.2 Operative RisikenEine Herausforderung, die in der heutigen Zeit fast alle Unternehmen betrifft, ist das Akquirieren qualifizierter Arbeitskräfte. Dies betrifft unser Unternehmen umso mehr, da wir weiterhin eine signifikante Wachstumsphase durchleben, die in einer hohen Nachfrage an neuen qualifizierten Mitarbeitern resultiert. Erschwerend stellt die Lithium-Ionen Technologie im Vergleich zu anderen Technologien eine sehr junge Technologie dar. Dieser Herausforderung treten wir mit geeigneten Maßnahmen wie attraktiven Gehältern, einem angenehmem Arbeitsumfeld und Karrieremöglichkeiten entgegen. Von hervorgehobener Bedeutung ist ebenfalls der weitere Aufbau unseres Wissensmanagements, damit neue Mitarbeiter kurzfristig eingearbeitet werden können und das Know-how von Mitarbeitern, die unser Unternehmen potenziell verlassen könnten, in unserem Unternehmen zu konservieren. Insgesamt stufen wir das Schadensausmaß als gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit als potenziell möglich ein. 5.1.3 BeschaffungsrisikenBeschaffungstechnisch stellen die generelle Verfügbarkeit von Teilen, Komponenten und Frachtkapazitäten, als auch steigende Einkaufspreise von Rohstoffen (besonders zur Zellherstellung), Energie, Transport sowie Vor- und Zwischenprodukten potenzielle Risiken dar. Dies gilt insbesondere für die Bereiche von Halbleitern, Kunststoff und Metall. Um die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen dieser Risiken zu minimieren, wurden von der KBS Maßnahmen zur Stabilisierung der Lieferketten ergriffen. Dies geschah beispielsweise durch enge Abstimmungen mit Kernlieferanten und der Erhöhung von Sicherheitsbeständen für kritische Materialien, bereits zu Beginn 2021. Zudem wurden zusätzliche Beschaffungsquellen für sehr kritische Teile, wie Halbleiter, über den (Zwischen-)Händler- und Distributorenmarkt, auf- und ausgebaut. Weiter werden Einzelteile, welche aufgrund ihres Volumens, Gewichts oder der hohen Umschlaghäufigkeit einer hochfrequenten Anlieferung unterliegen, soweit möglich, regional bis überregional beschafft, um die logistischen Aufwendungen für Lagerhaltung und Transport zu minimieren. Parallel beschäftigt sich die KBS mit dem Aufbau und der Qualifizierung von strategisch wertvollen Lieferanten. Die KBS erwartet, dass die genannten Risiken sich ebenfalls auf das Geschäftsjahr 2024 erstrecken und durch den weiter anhaltenden Ukrainekrieg, aber gleichermaßen auch durch die politische Konfliktsituation im Nahen Osten ausgelöste von Lieferketten über den Seeweg intensiviert, werden können. Um den unvorhersehbaren Auswirkungen des Kriegsgeschehens entgegenzuwirken, weitet die KBS ihren Dialog mit betroffenen Lieferanten aus, während das Handelspartnernetz erweitert wird. Insgesamt stufen wir das Schadensausmaß als mittel und die Eintrittswahrscheinlichkeit als möglich ein. 5.1.4 ProduktionsrisikenQualitätsprobleme oder mögliche Störungen von Betriebsabläufen am Standort resultierend aus einem stark steigenden Absatz stellen primäre Produktionsrisiken dar. Weiter können diese durch Sekundärrisiken der vorgenannten Beschaffungsrisiken auftreten. Um weitere Produktionsrisiken zu minimieren, setzt die KBS auf vorbeugende Instandhaltung, Aktivitäten im Bereich des Arbeitsschutzes und den gezielten Aufbau von Kontakten zu externen Lieferanten. Die Qualitätssicherung nimmt für die KBS einen hohen Stellenwert ein und erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette, um potenzielle Qualitätsrisiken zu reduzieren. Dies erfolgt beispielsweise durch festgelegte Qualitätsmaßstäbe, intensive Prüfungen und Audits sowie engen Kunden- und Zuliefererkontakt. Insgesamt stufen wir das Schadensausmaß als gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich ein. 5.1.5 Finanzwirtschaftliche RisikenSollten sich Turbulenzen an den Finanzmärkten oder nachhaltige Eintrübungen der Zukunftserwartungen ergeben und dadurch die Konjunktur abschwächen, könnte dies die wirtschaftliche Situation unseres Kunden KION und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für unser Unternehmen Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsrisiken entstehen. Dennoch erwarten wir aktuell keine direkten Auswirkungen auf unser Unternehmen, da es seitens unseres Kunden KION ein Trend von verbrennungsmotorisch betriebenen Flurförderfahrzeugen wie auch mit Bleibatterien betriebenen Elektrofahrzeugen, hin zu Lithium-Ionen-Batterien gibt und wir daher erwarten, dass ein vermeintlicher Absatzrückgang über eine steigende Ausrüstungsquote mit Lithium-Ionen-Batterien abgefangen werden kann. Potenzielle Lieferengpässe bei unserem Kunden KION sind nahezu auszuschließen, da die Lieferketten stabilisiert wurden und die 2nd Source Strategie weiterhin vorangetrieben wird. Seitens der Gesellschafter der KION Battery Systems GmbH besteht eine Finanzierungszusage, die der Höhe nach auf bis zu 50,0 Mio. € beschränkt ist, bis zum 7. Januar 2025. Darüber hinaus werden die Konditionen einer fortgeführten Finanzierung der Gesellschaft bis Ende 2024 finalisiert. Insgesamt stufen wir das Schadensausmaß für die finanziellen Risiken als gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich ein. 5.2 Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den in den Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, langfristige, fest verzinsliche Finanzverbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Währungsrisiken bestehen hauptsächlich bei der Warenbeschaffung durch Kursschwankungen beim US-Dollar. Es findet eine enge Überwachung der Zahlungsströme in US-Dollar statt; US-Dollar-Bedarfe werden am Kapitalmarkt beschafft. 5.3 ChancenberichtUm den stetig steigenden Bedarf an modernen Lithium-Ionen-Batterien optimal zu bedienen, wurde der Produktionsbetrieb am Standort von Ein-Schicht auf Zwei-Schicht erweitert und neue Produktanläufe sind in Planung bzw. in der Umsetzung. Zielsetzung hierbei ist es Kundenbedürfnisse auch zukünftig zu befriedigen, wobei die KBS tendenziell auf das Know-how des Mitgesellschafters BMZ im Bereich der Lithium-Ionen-Technologie zurückgreifen kann. Die internen Abteilungen befinden sich im weiteren Ausbau, sodass interne Geschäftsprozesse und -abläufe optimiert werden können. Trotz des Facharbeitermangels profitiert die KBS vom Standort Deutschland und konkret von der Rhein-Main-Region, da das Bildungsniveau in Deutschland hoch und die sozio-kulturellen Faktoren sich mit denen des Unternehmens decken. Dies ermöglicht der KBS sowohl ein stetiges und qualitatives Mitarbeiterwachstum als auch die Herstellung eines qualitativ hochwertigen Produktes, dass einer kontinuierlichen Weiterentwicklung unterliegt. Neben dem Mitarbeiterzuwachs sind steigende Umsätze zu vermerken, die Potenziale im Rahmen eines größeren Markteintritts in Nordamerika und weiteren Ländern, in denen bereits jetzt unsere Gesellschafter durch anderweitige Aktivitäten präsent sind, bieten. Die Politik steht der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien weltweit i.d.R. positiv gegenüber. Dies betrifft primär den Einsatz von Batterien bei Elektroautos, führt aber auch zu einem positiven Gesamtbild gegenüber unserem Unternehmen, da Emissionen durch unsere Produkte reduziert werden. Ebenso sorgt die Aufbereitung von Batterien und die damit verbundene nachhaltige und mehrmalige Nutzung unserer Produkte für ein positives Image des Unternehmens. Zudem wird der weitere Aufbau des Life Cycle Managements unserer Batterien dazu führen, dass Kosten reduziert und unsere Wettbewerbsfähigkeit gesteigert wird. Die Neuzertifizierung der ISO 14001 und die Rezertifizierung der ISO 9001 legten den Grundstein für weitere Zertifizierungen, sodass die ISO 45001 Zertifizierung den nächsten Meilenstein des Unternehmens setzt. In 2024 gilt es die Außenwirkung und die Prozesse des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. 5.4 GesamtaussageTrotz des bestehenden globalen politischen Umfeldes lässt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein positives Resümee für die KBS ziehen, dass durch die steigenden Mitarbeiter- und Umsatzzahlen belegt wird. Weiter setzt die KBS durch ihre Produkte und Entwicklungen positive Signale in die Richtung Nachhaltigkeit, die durch den weiteren Aufbau des Life Cycle Managements der Batterien intensiviert werden soll. In Kombination mit der Einführung der Portfolioerweiterung um eine Value-Line (36 Volt Batterien im niederen Preissegment) werden aktuelle, als auch zukünftige Anforderungen der Industrie und nachhaltige Anforderungen zukünftiger politischer und gesellschaftlicher Richtlinien sowie Markterwartungen bedient. Insgesamt rechnet die KBS auch für 2024 mit einer positiven Entwicklung des Geschäftsgeschehens, dass durch weitere Investitionen in die internen Strukturen nachhaltig gesichert wird.
Karlstein am Main, den 15. März 2024 gez. Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die KION Battery Systems GmbH, Karlstein-Dettingen, (im Folgenden kurz "Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Karlstein-Dettingen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter der Nummer HRB 15392 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. des HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Zugängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens wurden die Abschreibungen pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG mit Anschaffungskosten zwischen € 250,01 und € 800,00 werden handelsrechtlich als Zugang im Anlagevermögen erfasst, im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Zugang respektive Abgang sowohl bei den Anschaffungskosten als auch bei den Abschreibungen ausgewiesen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden als laufender Aufwand erfasst. Die jeweiligen Abschreibungen erfolgen wie folgt:
Geleistete Anzahlungen auf das Anlagevermögen werden zum Nennbetrag angesetzt. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Quartalsweise erfolgt ein Preistest mit entsprechender Anpassung an gleitende Durchschnitte. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bzw. Verkaufspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Flüssige Mittel Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Aktive und passive latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des Ansatzwahlrechts. Rechnungsabgrenzungsposten Für Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind, werden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert und ist voll eingezahlt. Rückstellungen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenterminkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwert- bzw. Höchstwertprinzips bewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (siehe Anlage zum Anhang). Forderungen Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr 2020 durch die Einzahlung in Höhe von T€ 1.975 gebildet. Sonstige Rückstellungen Die ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 3.318 enthalten Garantierückstellungen (T€ 1.939), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 387), personal- und urlaubsbezogene Rückstellungen (T€ 634) und Rückstellungen für Jahresabschlusskosten (T€ 60). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber Gesellschafter und resultieren aus der Gesellschaft gewährtem Darlehen einschließlich Zinsen in Höhe von T€ 18.384 (Vorjahr: T€ 23.399), aus geleisteten Anzahlungen in Höhe von T€ 60.301 (Vorjahr: T€ 47.700) sowie aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 139 (Vorjahr: T€ 0) Das Darlehen besteht als Rahmenkredit in Höhe von bis zu T€ 25.000. Die Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen ausschließlich gegenüber Gesellschafter und resultieren aus der Gesellschaft gewährtem Darlehen einschließlich Zinsen. Das Darlehen besteht als Rahmenkredit in Höhe von bis zu T€ 25.000. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Passive latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27,2% zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Korrektur von unrealisierten Fremdwährungseffekten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Die Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen entfällt, da Umsatzerlöse vorrangigst aus der Produktion von Lithium-Ionen Batterien und deren Verkauf an den Exklusivkunden KION erfolgen. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 51 enthalten. V. Sonstige Angaben Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, auf welche die KION GROUP AG, Frankfurt am Main, Deutschland, unmittel- oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten die Miete für die Büro- und Produktionsräume sowie Leasing von Kraftfahrzeugen. Dem Risiko einer langfristigen Vertragslaufzeit stehen Vorteile in Form von höherer Planungssicherheit sowie einer Minimierung der Kapitalbindung entgegen.
Die Zahlungen verteilen sich auf die folgenden Jahre:
Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse über die gemäß § 251 HGB zu berichten wäre. Organe Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an: • Christian Hasenstab, Mainaschaff, Elektroingenieur • Tobias Zierhut, Höchberg, Diplombetriebswirt (ab 2. Mai 2023) • Dr. Carsten Harnisch, Sapelfeld, Maschinenbauingenieur (bis 2. Mai 2023). Die Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 116 Mitarbeiter (Vorjahr: 94 Mitarbeiter) beschäftigt.
Konsolidierungskreis KION GROUP AG, Frankfurt am Main, ist das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen der KION GROUP AG, Frankfurt am Main, Deutschland, einzusehen und wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Shandong Heavy Industry Group Co., Ltd., Jinan, Volksrepublik China, ist das Unternehmen, das den weltweiten Konzernabschluss für den größten Kreis an verbundenen Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist nicht öffentlich erhältlich. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr zurückgestellte Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 60 und betrifft ausschließlich die Abschlussprüfungsleistungen. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Karlstein-Dettingen, 15.03.2024 gez. Christian Hasenstab gez. Tobias Zierhut Anlagespiegel
BestätigungsvermerkAn die KION Battery Systems GmbH, Karlstein-Dettingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KION Battery Systems GmbH, Karlstein-Dettingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KION Battery Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 15. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
gez. Guido Tamm, Wirtschaftsprüfer gez. Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 23. Mai 2024 festgestellt und genehmigt. |
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