Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 4808
Eingetragen
23.3.1992
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenEinzelhandel in eigenem Namen mit Motorenkraftstoffen, Freie TankstellenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
der Groß- und Einzelhandel mit Mineralölen und Brennstoffen, Schmier- und Treibstoffen, der Umschlag und die Lagerung dieser Waren und der Handel mit erneuerbaren Energien. Ferner alle mit den vorgenannten Tätigkeiten im Zusammenhang stehenden Nebengeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Steffen Dix
seit 8.9.2022
Prokura
Stefan Plöchinger
seit 18.11.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stefan Plöchinger
Zirndorf
778.100 €
77.59%
C******** P*********
225.000 €
22.41%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rosa GmbH

Zirndorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

der Firma Rosa GmbH

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Rosa GmbH ist ein mittelständisches Energiehandelsunternehmen in Familienbesitz. Zentrale Geschäftsbereiche sind der Handel mit Heizöl, Kraftstoffen, Schmierstoffen, Holzpellets und Brennstoffen, der Transport und die Lagerung dieser Waren sowie der Betrieb von Tankstellen.

Hauptsitz der Gesellschaft ist Zirndorf, die Niederlassung Hirschmann befindet sich in Hersbruck.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 zeigte sich die deutsche Wirtschaft stabil. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag um 0,3% unter dem Vorjahr. Neben dem Einfluss verschiedener, auch geopolitischer Rahmenbedingungen, werfen die Daten auch ein Schlaglicht auf die Folgen der Energiepolitik der Bundesregierung. Problematisch sind auch die gesunkenen Bauinvestitionen.

Der Energieverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2023 insgesamt auf ein historisches Tief gefallen. Gegenüber dem Vorjahr wurde ein weiterer Rückgang um 7,9% ermittelt. Vor allem die energieintensiven Industriezweige wie Chemie und Metall verzeichneten Produktionsrückgänge, was spürbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch hatte.

Der Arbeitsmarkt blieb robust. Die Arbeitslosenquote sank durch eine starke Nachfrage nach Arbeitskräften in verschiedenen Sektoren auf 4,8%. Der Fachkräftemangel blieb eine Herausforderung.

Die Inflation war 2023 ein zentrales wirtschaftliches Thema, getrieben durch Lieferkettenprobleme, steigende Energiepreise und erhöhte Produktionskosten. Die Europäische Zentralbank reagierte mit Zinserhöhungen, um die Inflation einzudämmen.

Das Verbraucherverhalten war schwankend, beeinflusst durch die hohe Inflation und Unsicherheiten auf den Energiemärkten. Der private Konsum wuchs moderat um 2%, unterstützt durch staatliche Entlastungsmaßnahmen und eine stabile Beschäftigungslage. Dennoch blieben die Haushalte vorsichtig bei größeren Ausgaben.

2.2 Ölmarkt

Mineralöl als Energieträger behielt unverändert seinen Spitzenplatz im deutschen Energiemix. Der Anteil lag mit 35,9% sogar etwas über dem Vorjahr 2022.

Die Heizölpreise lagen im Jahr 2023 meist deutlich unter dem Preisniveau des Vorjahres.

Zu Beginn des Jahres sanken die Ölpreise, unterstützt durch ein ausgewogenes Verhältnis von globaler Nachfrage und Angebot. Die Entscheidungen der OPEC+, die Fördermengen nicht wesentlich zu ändern, führten zu moderaten Preisschwankungen. Im Februar stabilisierte sich der Preis wieder, als geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, zunahmen und die Unsicherheit auf den Märkten wuchs.

Ab Mitte März brachen die Ölnotierungen dann wieder ein, ausgelöst durch zwei US-Bankenpleiten und die Notübernahme der Credit Suisse. Mit den Turbulenzen im Bankensektor und der Stimmung auf den Finanzmärkten rutschten die Ölnotierungen auf den tiefsten Stand seit Ende 2021 ab.

Anfang April beschloss die OPEC+, den Ölausstoß ab Mai um zusätzliche 1,6 Mio. Barrel pro Tag zu verringern. Zudem senkte Saudi-Arabien das Tagesangebot zusätzlich um eine Million Barrel.

Im Juli setzte sich ein Aufwärtstrend an den Ölbörsen durch. Wichtige Produzenten versuchten weitgehend mit der Drosselung ihrer Mengen das Angebot stärker zu verknappen und dadurch das höhere Preisniveau zu festigen.

Im Herbst standen Angebotsengpässe einer robusten Nachfrage gegenüber. Mitte September wurden für Brent-Rohöl die höchsten Preise seit 10 Monaten erreicht, um dann von 97 US-Dollar pro Barrel in den Folgemonaten bis Dezember auf unter 75 US-Dollar pro Barrel zurückzufallen.

Im Oktober geriet Israel durch Angriffe der Hamas in eine Kriegssituation. Die Ölbörsen preisten Ende Oktober Risikoprämien ein. Eine OPEC+-Konferenz im Oktober sieht für das erste Quartal 2024 weitere Drosselungen der Fördermengen vor.

2.3 Geschäftsverlauf

Für unser Unternehmen verlief das Geschäftsjahr 2023 erfolgreich.

Im Wärmemarkt konnten wir sowohl beim konventionellen Energieträger Heizöl als auch beim erneuerbaren Energieträger Holzpellets Absatzzuwächse verzeichnen.

Unser Absatz von Heizöl lag im Geschäftsjahr 2023 mit +1,1% leicht über dem Vorjahresniveau. Hier konnten wir durch gezielte Expansion und sowohl vertriebliche als auch logistische Optimierungen trotz des gesunkenen Gesamtmarktes einen Mengenzuwachs erzielen. Zum 1. Februar 2023 haben wir das in Heidenheim ansässige Unternehmen Glossner Heizöl übernommen. Im September folgte die Integration des Heizölhandels der RLH Agrar in Markt Erlbach.

Der Heizölverbrauch war im Jahr 2023, vor allem beeinflusst durch das Wetter, vermindert. Laut Messungen des Deutschen Wetterdienstes war 2023 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Endverbraucher haben aufgrund der hohen Temperaturen weniger geheizt und hatten daher einen geringeren Heizölbedarf. Ein weiterer Grund für den Rückgang der Heizölverbräuche im Vergleich zum Vorjahr liegt auch im Kaufverhalten der Industrie. In 2022 wechselten viele Industriebetriebe und Kraftwerke angesichts der hohen Gaspreise von Gas zu Heizöl, um Prozesswärme und Energie zu erzeugen. Da die Gaspreise 2023 deutlich niedriger waren als im Vorjahr, nutzten viele Unternehmen wieder Gas statt Heizöl.

Die positive Marktentwicklung bei Holzpellets setzte sich auch im Jahr 2023 fort. Mit 3,71 Millionen Tonnen hergestellten Pellets wurde ein Rekordwert in Deutschland erreicht. Auch dank steigender Werkskapazitäten hat sich der Preis für Pellets nach dem krisenbedingten Hoch in 2022 wieder auf einem niedrigeren Niveau eingependelt.

Wir haben im Geschäftsjahr 2023 unsere Transportkapazitäten und Vertriebsaktivitäten bei Holzpellets stark ausgebaut und konnten unsere Absatzmengen deutlich um +69,8% steigern.

Auch im Kraftstoffmarkt konnten wir Mengenzuwächse verzeichnen. Unser Absatz von Dieselkraftstoffen lag +3,0% über dem Vorjahreswert, trotz gesunkener Dieselverbräuche im Gesamtmarkt. Die hohen Niederschlagsmengen in 2023 schränkten vor allem die Dieselnachfrage ein. Viele Landwirte hatten besonders im Spätsommer und Herbst Schwierigkeiten ihre Ernte einzufahren, da die Felder teils komplett aufgeweicht waren. Diese Einschränkungen der landwirtschaftlichen Arbeiten reduzierte die Dieselnachfrage. Laut dem Deutschen Wetterdienst war der Herbst 2023 der niederschlagsreichste seit 20 Jahren. Zudem ging auch die Industrienachfrage für Diesel in 2023 zurück. Der Produktionsindex im produzierenden Gewerbe war in 2023 rückläufig. Außerdem lag die Fahrleistung von LKW auf Autobahnen in 2023 jeden Monat unter den Vorjahreswerten.

Seit Februar 2023 schlagen wir den erneuerbaren Kraftstoff KlimaDiesel HVO100 im eigenen Tanklager um und konnten dieses Produkt seitdem auch in Kleinmengen ausliefern.

Unsere Benzinmengen konnten wir mit +27,1% sowohl im Direktvertrieb an den eigenen Tankstellen als auch in der Tankstellenversorgung deutlich steigern.

Der Absatz von Schmierstoffen ging um -6,8 % zurück und entsprach damit der Entwicklung des deutschen Gesamtmarktes.

Im Einzelnen entwickelten sich die Absatzmengen in den Produktgruppen wie folgt:

Produkt Absatzentwicklung 2023 Branchendurchschnitt 2023 Absatzentwicklung 2022 Branchendurchschnitt 2022
Heizöl EL + 1,1 % - 5,3 % + 5,3 % + 2,5 %
Diesel + 3,0 % - 3,6 % + 8,4 % - 0,9 %
Benzin + 27,1 % + 2,5 % + 0,3 % + 3,8 %
Schmierstoffe - 6,8 % - 6,8 % + 5,3 % - 3,2 %
Holzpellets + 69,8 % + 6,2 % + 4,2 % + 6,4 %

(Quelle Gesamtmarkt: amtliche Mineralöldaten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Wir weisen ein EBIT von T€ 2.105 (Vorjahr: T€ 5.591) sowie ein EBITDA von T€ 3.091 (Vorjahr: T€ 6.373) aus. Unsere Vermögensstruktur zum 31. Dezember 2023 ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 20,8 % (Vorjahr: 16,5 %) gekennzeichnet. 5,4 % (Vorjahr: 5,7 %) der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum 31. Dezember 2023 einen Anteil von 57,5 % (Vorjahr: 63,1 %). Flüssige Mittel umfassen einen Anteil mit 16,2 % (Vorjahr: 12,3 %). Unsere Kapitalstruktur zum 31. Dezember 2023 ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 32,8 % (Vorjahr: 28,0 %) gekennzeichnet. 66,1 % (Vorjahr: 71,0 %) der Bilanzsumme entfallen auf kurzfristiges Fremdkapital. Das Anlagevermögen ist mit 162,3 % (Vorjahr 176,0 %) durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von T€ 1.921 (Vorjahr: T€ 2.358) getätigt. Diesen Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von T€ 986 (Vorjahr: T€ 782) gegenüber. Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit bildeten der Fuhrpark sowie erworbene Kundenstämme und Firmenwerte. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte über den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir einen ordentlichen Cashflow in Höhe von T€ 2.861 (Vorjahr: T€ 4.971) erzielen. Die Zahl unserer Mitarbeiter ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Zum Jahresende waren insgesamt 104 Mitarbeiter (Vorjahr: 93) in unserem Unternehmen tätig.

2.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft verwendet Umsatzerlöse und EBIT als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren. Sowohl die Umsatzerlöse (-12,9 %), als auch das EBIT (-3.486 T€) waren durch die deutlich günstigeren Ölpreise niedriger als im Vorjahr.

3. Bericht über die zukünftige Entwicklung, sowie Chancen und Risiken

3.1 Chancen- und Risikobericht

Die Rosa GmbH handelt hauptsächlich mit Mineralölprodukten. Bei der Absicherung unserer Risiken gab es keine Änderungen, da die mit unseren Tätigkeiten verbundenen Risiken gleichgeblieben sind.

Durch den Ausbau und die Weiterentwicklung unserer monatlich vom Controlling erstellten Berichte und dem Vergleich mit der Planung, sind wir jederzeit in der Lage operative Korrekturmaßnahmen einzuleiten.

Neben interner Erkennung und Überwachung spezifischer Risiken wird durch entsprechende versicherungstechnische Absicherung das Gefährdungspotential durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit minimiert. Versicherungen bestehen unter anderem für Fahrzeuge, Betriebshaftpflicht, Umwelthaftpflicht sowie Umweltschaden.

Die bisherigen Maßnahmen zur Arbeitssicherheit werden entsprechend fortgeführt sowie stetig überprüft und verbessert, um Gefährdungen auszuschließen bzw. zu minimieren. Darüber hinaus sind ein externer Gefahrgutbeauftragter sowie beauftragte Personen im Unternehmen bestimmt, um das eigene Personal regelmäßig zu schulen und zu unterweisen. Wichtiger Bestandteil in diesem Bereich sind unter anderem die regelmäßigen Schulungen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung gemäß Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz und ADR. Die durchgeführten Trainings und Kontrollsysteme dienen dazu, bestehende Gefahrenpotentiale frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen diese Gefährdungen zu reduzieren. Geschäftsleitung und Mitarbeiter sind auf die Einhaltung von Normen und Geschäftsgrundsätzen verpflichtet. Die bestehenden Kontrollsysteme hierfür werden aktiv umgesetzt und laufend angepasst.

Bedeutende gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen sind derzeit neben der weiteren Entwicklung des Ukraine-Krieges die Entwicklung der Inflation und der Zinssituation sowie die Arbeitsmarktsituation. Für den Energiesektor ist darüber hinaus hauptsächlich die Entwicklung der Energiewende von großer Bedeutung.

Das Jahr 2023 hat einmal mehr gezeigt, wie stark der Energiemarkt von politischen Rahmenbedingungen abhängt. Es zeigte sich aber auch, dass unser Unternehmen mit seinen unterschiedlichen Standbeinen gut aufgestellt ist und vielversprechende Zukunftschancen hat. Soll die Energiewende gelingen, kann auf keinen nachhaltigen Energieträger verzichtet werden, weder auf CO 2 -neutrale Elektronen, noch Moleküle oder Festbrennstoffe. Unser Unternehmen ist in allen Segmenten vertreten.

Der Heizölverbrauch wird seit Jahren im Rahmen verschiedener Studien, wie der des Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x), als langfristig rückläufig prognostiziert. Eine erhöhte Energieeffizienz im privaten und gewerblichen Verbrauch, insbesondere durch den Austausch älterer Heizungsanlagen sowie durch Energieeffizienzmaßnahmen, werden zu sinkenden Verbräuchen führen. Dem steht eine erwartungsgemäß steigende Wohnfläche pro Einwohner gegenüber. Im Ergebnis wird ein moderater Rückgang erwartet. Die politische und öffentliche Einstellung gegenüber fossilen Energieträgern wie Heizöl wird sich auch in Zukunft weiterhin verschärfen. In diesem Bereich sind zudem weiter steigende steuerliche Kosten für die Verbraucher, wie durch die CO 2 -Abgabe, zu erwarten. Dadurch steigt die Bereitschaft, auf andere Energieträger umzusteigen. Darüber hinaus dürfen nach aktueller Rechtslage langfristig neue Ölheizungen nur in Verbindung mit der zusätzlichen Nutzung erneuerbarer Energien verbaut werden. Wir arbeiten deshalb am Einsatz von Biofuels zu Heizzwecken, um einen erneuerbaren Anteil im Heizöl selbst anbieten zu können.

Im Markt für Holzpellets wird durch technologischen Fortschritt und staatliche Förderungen ein stetiges Wachstum erwartet, das sich allerdings in Zukunft langsamer entwickeln wird als in den letzten Jahren gewohnt. Durch den weiteren Ausbau unserer eigenen Logistik für Holzpellets werden wir auch in diesem Segment noch leistungsfähiger werden.

Für den Dieselabsatz, hauptsächlich getragen durch den hohen Bedarf im gewerblichen Bereich, wird in den nächsten Jahren eine stabile Nachfrage erwartet. Selbiges gilt für den AdBlue-Bedarf. Mögliche Risiken in diesem Kundensegment liegen im Bonitätsbereich. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im PKW-Segment infolge verschärfter Emissionsrichtlinien sowie der staatlichen Unterstützung der Elektromobilität bleibt abzuwarten, wie sich der Dieselabsatz in diesem Segment entwickeln wird. Für die nächsten Jahre wird erwartet, dass sich Mengenverschiebungen von Diesel in Richtung Benzin ergeben werden, auch im Hinblick auf die zunehmende Menge an Hybridfahrzeugen mit Benzinmotor. Durch politische Eingriffe oder Gesetzesänderungen zu Gunsten anderer Mobilitätsenergien können sich allerdings entsprechende Verschiebungen ergeben.

In Zukunft wird sich auch der verwendete Kraftstoff selbst ändern - weg vom rein fossilen Diesel, hin zu synthetischen Kraftstoffen. Zum Thema eFuels engagieren wir uns stark und sind Mitglied in mehreren Organisationen, die die Herstellung und Vermarktung synthetischer, flüssiger Kraft- und Brennstoffe vorantreiben. Mit KlimaDiesel HVO100 konnten wir bereits in 2022 einen alternativen, erneuerbaren Kraftstoff im Markt einführen und unseren Kunden eine Lösung für klimaschonenden Verkehr anbieten. Seit 2023 haben wir dieses Produkt im eigenen Tanklager eingelagert und liefern auch Kleinmengen aus. Für 2024 ist die Einführung als Tankstellenprodukt für den öffentlichen Verkauf vorgesehen. Einziges Hindernis hierfür war bislang die fehlende rechtliche Erlaubnis.

Das Marktverhalten der seit Jahren schrumpfenden Anzahl an Wettbewerbern ist weiterhin aggressiv. Unsere Lieferantenstrukturen sowie die Markenvertriebspartnerschaft mit TotalEnergies sind gefestigt. Aufgrund der stabilen Lage der Gesellschaft und der aus unserer Sicht bestehenden Vorteile gegenüber dem Wettbewerb werden wir auch in den nächsten Jahren eine positive Entwicklung verzeichnen. Anpassungen von Strukturen und Prozessen werden auch weiterhin notwendig sein. Der deutsche Heizölhandel, der traditionell mittelständisch geprägt ist, steht vor weiteren Herausforderungen und Bereinigungen.

Neben dem Ausbau neuer Geschäftsbereiche ergeben sich auch im herkömmlichen Energiehandel weiterhin Möglichkeiten, das Unternehmen weiterzuentwickeln. Ziel unseres Unternehmens bleibt weiterhin ein stabiles Wachstum.

Die finanzielle Unabhängigkeit unseres Unternehmens ermöglicht es uns, kurzfristig auf Veränderungen im Markt zu reagieren. Wir sind durch unsere Flexibilität und kurze Entscheidungswege zudem in der Lage, schnelle Entscheidungen zu treffen. Dies können wir als Vorteil gegenüber dem Wettbewerb und in der zukunftsorientierten Ausrichtung des Unternehmens nutzen.

Ein wichtiger Teil des künftigen Unternehmenserfolges liegt in der kontinuierlichen Optimierung der Beschaffung, den dazugehörigen Beschaffungsstrategien sowie der Risikominimierung und -überwachung.

Die Nutzung von Informationstechnologie kennzeichnet unsere Geschäftstätigkeit. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden entsprechend mit Softwarelösungen unterstützt und abgebildet. Durch die fortlaufende Überprüfung und Überwachung dieser Prozesse werden Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert. Umfassende Vorkehrungen in der Datenverarbeitung wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz sowie Notfallpläne sichern diese Prozesse. Ein Datenschutzbeauftragter überwacht zudem die Einhaltung der Datenschutzstandards.

3.2. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Grundsätzlich wird beim Management der Finanzdispositionen und bei Geldanlagen eine konservative Risikopolitik verfolgt. Neben den aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten zählen die Guthaben und die Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten und die Finanzanlagen zu den eingesetzten Finanzinstrumenten.

Zur Absicherung gegen Bonitätsrisiken spielt das Forderungsmanagement, insbesondere die Forderungssicherung, eine tragende Rolle. Im Rahmen der bestehenden Unternehmenspolitik wird der überwiegende Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen durch Kreditausfallversicherungen gesichert. Des Weiteren werden Erstlieferungen im Neukundengeschäft ausschließlich gegen Bar-, Karten- oder Vorkasse-Zahlung durchgeführt. Diese Abwicklung findet ebenso Anwendung bei Bestandskunden mit entsprechenden Bonitätsauffälligkeiten.

Zinsschwankungen werden aufmerksam beobachtet.

Aufgrund des hohen Anteils der inländischen Kunden an den gesamten Umsatzerlösen und der Fakturierung in Euro gegenüber ausländischen Kunden, bestehen keine Währungskursrisiken.

Die Liquiditätsrisiken werden durch wöchentliche Listen abgestimmt und kontrolliert, einerseits durch Aufstellungen bei eventuellen Limitüberschreitungen und dementsprechenden Erhöhungen der Warenkreditversicherungen sowie wöchentliche Mahnläufe für Privat- und Gewerbekunden. Gemahnte Kunden werden automatisch gesperrt und können erst nach Zahlung wieder mit Aufträgen erfasst werden.

3.3. Prognosebericht

Die turbulente Entwicklung des Energiemarktes der letzten Jahre, hauptsächlich ausgelöst durch die Covid-Pandemie 2020, hat sich fortgesetzt. Die durch den russischen Einmarsch in die Ukraine ausgelöste Unsicherheit hinsichtlich der globalen Energieversorgung hat sich etwas beruhigt. Sofern die Rezession nicht tiefer ausfällt als erwartet, wird es mehrere Jahre dauern, bis das Angebot stärker als die Nachfrage wächst und die Lagerbestände wieder auf ein ausreichendes Niveau gebracht werden können. Dies gilt insbesondere, falls die russischen Energieexporte weiter sinken als prognostiziert. Was das Öl betrifft, wird das globale Angebot zwar zunehmen, ist jedoch 2023 mit etwa 1,7 Mio. Barrel pro Tag langsamer gewachsen als im Vorjahr mit 4,5 Mio. Barrel pro Tag. Dies liegt vor allem an den größeren Ausfällen Russlands und dem begrenzten Wachstumspotenzial der OPEC. Trotz der Behauptungen, die Schieferöl-Revolution in den USA sei vorbei, gehen Experten von einem Anstieg der Ölproduktion um 0,7 Mio. Barrel pro Tag allein aus den USA aus, ergänzt durch Wachstum in Norwegen, Brasilien, Kanada und Guyana.

Die zum 1. Januar 2021 eingeführte CO 2 -Abgabe wurde inzwischen von den Kunden akzeptiert. Die ersten zwei Stufen sind eingepreist, die für 2023 geplante Erhöhung wurde ausgesetzt. Zum 1. Januar 2024 wird diese nachgeholt.

Einige Automobilhersteller haben angekündigt, zukünftig nicht mehr in die Neuentwicklung von Verbrennungsmotoren zu investieren, was den Markt vor neue Herausforderungen stellt. Ob dies durch die Entscheidung der Regierung verändert wird, den geplanten Ausstieg aus Verbrennern bis 2035 anzupassen und synthetische Kraftstoffe mit Null-Emissionen auch nach 2035 zuzulassen, bleibt abzuwarten.

Die Debatte über ein mögliches Verbot von Ölheizungen hat sich ebenfalls entspannt, da solche Heizungen auch nach 2026 in Kombination mit erneuerbaren Energien installiert werden dürfen.

Einer unserer wichtigsten Erfolge der letzten Jahre ist die Einführung der erneuerbaren Dieselalternative KlimaDiesel HVO100. Dieser Kraftstoff besitzt die gleichen Eigenschaften wie herkömmlicher Diesel, bringt jedoch eine CO 2 -Reduktion von bis zu 90 % mit sich. Die Förderung und Weiterentwicklung alternativer, CO 2 -neutraler Kraftstoffe gestalten wir aktiv mit. Die Erweiterung unseres Portfolios um alternative, CO 2 -arme Brenn- und Kraftstoffe ergibt langfristig interessante Perspektiven.

Wir sehen unsere Zukunft in einem breit aufgestellten Sortiment an Energie- und Serviceangeboten. Neue Energien werden analysiert und bei Eignung in unser Portfolio integriert. Zusätzlich bieten wir umfangreiche Serviceleistungen an und verbessern unsere Leistungen in den bestehenden Geschäftsfeldern stetig. Wir sehen weiterhin Potenzial für Wachstum und steigende Absätze.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir durch unsere gestärkte Marktposition von stabilen Absatzmengen aus. Wie sich die derzeitige Situation entwickelt, wird maßgeblich davon abhängen, ob und in welchem Umfang eine Lösung für den Konflikt in der Ukraine gefunden wird und welche Auswirkungen dies auf den Markt hat.

Vor diesem Hintergrund rechnet die Geschäftsführung mit konstanten Umsatzerlösen und mit einem EBIT auf dem Niveau des Jahres 2023.

 

Zirndorf, den 15. September 2024

gez. Stefan Plöchinger, Geschäftsführer

gez. Christian Plöchinger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.383.816,57 6.473.945,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 402.586,50 107.271,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 215,50 2.729,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 402.371,00 104.542,00
II. Sachanlagen 6.881.230,07 6.266.673,57
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.878.482,57 1.947.346,57
2. technische Anlagen und Maschinen 58.659,00 62.161,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.933.561,50 3.720.338,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.527,00 536.828,00
III. Finanzanlagen 100.000,00 100.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 100.000,00
B. Umlaufvermögen 28.032.088,03 32.753.074,16
I. Vorräte 1.902.514,20 2.237.033,42
1. fertige Erzeugnisse und Waren 1.902.514,20 2.237.033,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.381.069,59 24.771.455,14
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.703.190,07 23.291.593,81
2. Forderungen gegen Gesellschafter 100.780,13 89.967,89
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 54.212,78 223.444,80
4. sonstige Vermögensgegenstände 522.886,61 1.166.448,64
III. Wertpapiere 0,00 898.154,42
1. sonstige Wertpapiere 0,00 898.154,42
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.748.504,24 4.846.431,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.172,03 15.435,03
Aktiva 35.424.076,63 39.242.454,26

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.603.051,19 10.979.342,26
I. Gezeichnetes Kapital 2.100.000,00 2.100.000,00
II. Kapitalrücklage 37.362,93 37.362,93
III. Gewinnvortrag 7.841.979,33 4.636.234,07
IV. Jahresüberschuss 1.623.708,93 4.205.745,26
B. Rückstellungen 1.661.501,97 1.874.074,92
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 378.278,00 413.992,00
2. Steuerrückstellungen 732.943,97 879.832,92
3. sonstige Rückstellungen 550.280,00 580.250,00
C. Verbindlichkeiten 22.134.623,47 26.389.037,08
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 110.528,00 257.896,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.632.905,75 25.794.640,87
3. sonstige Verbindlichkeiten 391.189,72 336.500,21
davon aus Steuern 69.212,74 63.758,64
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 3.425,42
D. Passive latente Steuern 24.900,00
Passiva 35.424.076,63 39.242.454,26

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 330.251.381,22 379.275.846,84
2. sonstige betriebliche Erträge 234.371,69 209.109,69
3. Materialaufwand 318.830.001,47 364.667.496,13
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 318.641.195,44 364.539.046,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 188.806,03 128.449,33
4. Personalaufwand 5.320.181,61 4.971.917,93
a) Löhne und Gehälter 4.385.003,49 4.040.717,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 935.178,12 931.200,40
davon für Altersversorgung 56.931,18 58.465,16
5. Abschreibungen 986.171,37 781.754,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 986.171,37 781.754,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.303.587,11 3.516.943,94
7. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 104.432,75 131.365,51
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 112.838,88 59.262,35
davon Erträge aus Abzinsung 640,00
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 34.335,75
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.742,89 18.315,79
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 3.911,81 4.182,37
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 575.355,10 1.426.307,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 24.900,00
12. Ergebnis nach Steuern 1.668.984,99 4.258.513,85
13. sonstige Steuern 45.276,06 52.768,59
14. Jahresüberschuss 1.623.708,93 4.205.745,26

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Rosa GmbH, Sitz: Zirndorf, Handelsregister Fürth, HRB 4808 (§ 264 Abs. 1a HGB).

Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Bilanz wurde nach § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung entspricht § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Von dem Wahlrecht gemäß § 265 Abs. 7 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren, bewertet.

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von grundsätzlich zehn Jahren abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Für bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens kam die lineare Abschreibung nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer zur Anwendung (§ 253 Abs. 3 HGB).

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Der Warenbestand wurde durch körperliche Bestandsaufnahme ermittelt und nach dem gewogenen Durchschnitt bewertet. Bewertungsvereinfachungsverfahren gemäß § 256 HGB kamen nicht zur Anwendung. Besondere Risiken, die auf Grund des strengen Niederstwertprinzips eine zusätzliche Wertkorrektur erfordert hätten, waren nicht erkennbar.

Die allgemeinen Risiken im Forderungsbestand wurden durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Daneben wurden in erforderlichem Umfang Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt.

Pensionsrückstellung

Die erteilten Pensionszusagen wurden auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018 G und unter Beachtung der Vorschriften des § 253 Abs. 1 und 2 HGB bewertet. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) angewendet. Für die Berechnung wurden als grundlegende Annahmen ein Zinssatz in Höhe von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 % p.a.) gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung, ein Rententrend in Höhe von 0,00 % p.a. und ein Gehaltstrend in Höhe von 0,00 % p.a. angenommen.

Die Rückdeckungsansprüche aus der Lebensversicherung wurden mit dem durch Bescheinigung der Versicherung nachgewiesenen Bilanzwert angesetzt.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden: 798.691,00 (Vorjahr: 771.707,00)
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte: 633.674,00 (Vorjahr: 585.887,00)
verrechnete Aufwendungen: 14.290,62 (Vorjahr: 13.561,96)
verrechnete Erträge: 58.613,02 (Vorjahr: 56.066,59)

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Absatz 6 HGB beträgt € 11.346,00 (Vorjahr: € 51.401,00), (Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz). In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

Es ergibt sich für die einzelnen Bestandsgruppen folgendes Ergebnis:

Aktive Ausgeschiedene Rentner beendet Summe
Anzahl Verpflichtungen 2 2 1 0 6
Erfüllungsbetrag 579.846,00 € 218.845,00 € 213.261,00 € 0,00 € 1.011.952,00 €

Rückstellungen

Die "Steuerrückstellungen" und die "sonstigen Rückstellungen" erfassen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gemäß § 249 Abs. 1 HGB. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden nicht.

Abweichungen

Grundsätzliche Abweichungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr liegen nicht vor.

Angaben zur Bilanz

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 im Einzelnen wie im Anlagenspiegel dargestellt entwickelt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres wurden in eine gesonderte Spalte aufgenommen (§ 284 Abs. 3 HGB).

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Umbuchungen
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 161.279,60 0,00 0,00 0,00 161.279,60
2. Geschäfts- oder Firmenwert 255.500,00 330.000,00 0,00 0,00 585.500,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 416.779,60 330.000,00 0,00 0,00 746.779,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grundstücken 3.482.255,78 0,00 0,00 0,00 3.482.255,78
2. technische Anlagen 70.042,12 0,00 0,00 0,00 70.042,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 8.810.519,23 1.580.102,37 643.667,37 536.828,00 10.283.782,23
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 536.828,00 10.527,00 0,00 -536.828,00 10.527,00
Summe Sachanlagen 12.899.645,13 1.590.629,37 643.667,37 0,00 13.846.607,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
Summe Finanzanlagen 100.000,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00
Summe Anlagevermögen 13.416.424,73 1.920.629,37 643.667,37 0,00 14.693.386,73
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EURO
Zugänge
EURO
Abgänge
EURO
Stand 31.12.2023
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 158.550,10 2.514,00 0,00 161.064,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 150.958,00 32.171,00 0,00 183.129,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 309.508,10 34.685,00 0,00 344.193,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grundstücken 1.534.909,21 68.864,00 0,00 1.603.773,21
2. technische Anlagen 7.881,12 3.502,00 0,00 11.383,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 5.090.181,23 879.120,37 619.080,87 5.350.220,73
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.632.971,56 951.486,37 619.080,87 6.965.377,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 6.942.479,66 986.171,37 619.080,87 7.309.570,16
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023
EURO
Stand 31.12.2022
EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 215,50 2.729,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 402.371,00 104.542,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 402.586,50 107.271,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grundstücken 1.878.482,57 1.947.346,57
2. technische Anlagen 58.659,00 62.161,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 4.933.561,50 3.720.338,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.527,00 536.828,00
Summe Sachanlagen 6.881.230,07 6.266.673,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 100.000,00
Summe Finanzanlagen 100.000,00 100.000,00
Summe Anlagevermögen 7.383.816,57 6.473.945,07

Die aktivierten, entgeltlich erworbenen Geschäfts- bzw. Firmenwerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von grundsätzlich 10 Jahren linear abgeschrieben. Ihre Nutzungsdauer ist durch langfristig bestehende wichtige Absatzmärkte sowie die Stabilität und Bestandsdauer der Branche begründet.

Art der Forderung zum
31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Euro bis 1 Jahr
Euro
über 1 Jahr
Euro
aus Lieferungen und Leistungen 19.703.190,07 19.703.190,07 0,00
gegen verbundene Unternehmen 54.212,78 54.212,78 0,00
gegenüber Gesellschaftern 100.780,13 100.780,13 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 522.886,61 522.886,61 0,00
Summe 31.12.2022 20.381.069,59 20.381.069,59 0,00

Die frühere Geschäftsführung erhielt im Geschäftsjahr 2023 Gesamtbezüge (Pensionen) in Höhe von € 27.612,00 (Vorjahr: € 27.612,00). Die für diese Personengruppe gebildete Rückstellung für laufende Pensionen beträgt € 213.261,00 (Vorjahr: € 228.172,00; § 285 Nr. 9 b HGB).

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Urlaubsrückstellungen (158 T€), Überstundenrückstellungen (216 T€) sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (119 T€).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Aufgliederung sowie Art und Form der Sicherheiten sind nachfolgend dargestellt (§ 285 Nr. 1, 2 HGB).

Art der Verbindlichkeit zum
31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
Euro bis 1 Jahr
Euro
über 1 Jahr
Euro
gegenüber Kreditinstituten 110.528,00 110.528,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 21.632.905,75 21.632.905,75 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 391.189,72 391.189,72 0,00
Summe 31.12.2022 22.134.623,47 22.134.623,47 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Pfandrechten in Form von Grundschulden, Sicherungsübereignungen einzelnen KfZ`s und globaler Abtretung der Ansprüche gegenüber Drittschuldner mit Anfangsbuchstaben A bis Z der Zweigniederlassung in Hersbruck gesichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Die Salden der latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern ergeben sich hauptsächlich im Rahmen von Pensionsrückstellungen (§ 285 Nr. 28 HGB). Passive latente Steuern im Bereich von steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenstände.

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 28,08 % (15,0% für KSt, 5,5% für SolZ und 12,25% für GewSt) zugrunde gelegt.

Eine sich insgesamt ergebene Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine bilanzierte passive latente Steuer.

Aktive latente Steuern
TEUR
Passive latente Steuern
TEUR
Saldo
TEUR
31.12.2022 0 0 0
31.12.2023 0 -25 -25
Veränderung 0 -25 -25

Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2023
T€
Erlöse Heizöl 150.628
Erlöse Diesel 150.511
Erlöse Benzin 20.125
Erlöse Schmierstoffe 2.812
Erlöse Sonstiges 6.175
Gesamt 330.251

Die Umsatzerlöse wurden hauptsächlich im Inland erwirtschaftet.

Sonstige betrieblichen Erträge

Die sonstigen betriebliche Erträge enthalten periodenfremde Erträge (T€ 32), Erträge aus Auflösung von Rückstellungen (T€ 9), Investitionszuschüsse (T€ 35), Versicherungsentschädigungen (T€ 10), verrechnete Sachbezüge (T€ 66), Anlagenabgängen (T€ 30), Erträge aus der Herabsetzung von Pauschalwertberichtigung (T€ 15) sowie übrige betriebliche Erträge (T€ 37).

Sonstige Angaben

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3 a HGB) kommen vor allem die Mietverträge für die Grundstücke sowie Leasinggebühren in Höhe von 286.836,26 € aus laufenden Leasingverträgen in Betracht.

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Stefan Plöchinger, Groß- und Außenhandelskaufmann, Zirndorf, einzelvertretungsberechtigt sowie von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, und Christian Plöchinger, Betriebswirt, Zirndorf, einzelvertretungsberechtigt sowie von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar i. H. von T€ 13 berechnet (§ 285 Nr. 17 HGB)

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB wurden in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 durchschnittlich beschäftigt (§ 285 Nr. 7 HGB):

2023 2022
Arbeitnehmer 104 93
Geschäftsführer 2 2

Die Gesellschaft (Mutterunternehmen) ist an der Heldrich Mineralöle GmbH, Bahngelände 11a, 91217 Hersbruck mit Sitz in 91217 Hersbruck, beteiligt (§ 285 Nr. 11 HGB). Die Höhe des Anteils am gezeichneten Kapital beträgt € 100.000,00 (100,0 %). Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 1.623.708,93 € auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Rosa GmbH, Zirndorf

Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB

 

Zirndorf, den 15. September 2024

gez. Stefan Plöchinger, Geschäftsführer

gez. Christian Plöchinger, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rosa GmbH, Zirndorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rosa GmbH, Zirndorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rosa GmbH, Zirndorf, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fürth, den 29. November 2024

Dr. Schwarz - Harrer - vom Ende GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Walter Schwarz, Wirtschaftsprüfer

gez. Christian vom Ende, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.