Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 746032
Vorher
111616 Opco (Germany) GmbH
Eingetragen
18.7.2013
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareBildentwicklung, -bearbeitung und Erbringung sonstiger fotografischer DienstleistungenGroßhandel mit Foto- und optischen Erzeugnissen
Gegenstand
Verkauf und Vertrieb von Scannern und Software zur Aufzeichnung, Speicherung, Verarbeitung und Wiedergabe von Informationen und sonstigen damit im Zusammenhang stehenden Produkten und Zubehör sowie die Erbringung dazugehöriger Dienstleistungen und Wartungsleistungen; Verkauf und Vertrieb von Sofortbildstationen und dazugehöriger Software sowie die Erbringung dazugehöriger Dienstleistungen und Wartungsleistungen; und Verkauf und Vertrieb von Fotopapier für Großlabore und andere Kunden und die Erbringung dazugehöriger Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Helena Babic
seit 24.7.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kodak Alaris Holdings LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kodak Alaris Holdings Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kodak Alaris Germany GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktivseite

31/3/2024 31/3/2024 31/3/2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251,001.34 228,818.49
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 677,583.47 569,424.19
2. Geleistete Anzahlungen 0.00 65,366.55
677,583.47 634,790.74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12,034,326.98 6,802,680.00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28,306,990.91 32,664,099.98
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1,082,573.42 923,593.41
41,423,891.31 40,390,373.39
III. Guthaben bei Kreditinstituten 212,133.28 1,161,973.86
42,313,608.06 42,187,137.99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3,991,801.17 2,313,916.65
46,556,410.57 44,729,873.13

Passivseite

31/3/2024 31/3/2024 31/3/2023
A. Eigenkapital EUR EUR EUR
I. Gezeichnetes Kapital 25,000.00 25,000.00
II. Kapitalrücklage 4,443,786.11 4,443,786.11
III. Gewinnvortrag 5,302,429.23 6,416,122.15
IV. Jahresüberschuss 5,619,808.90 6,386,307.08
15,391,024.24 17,271,215.34
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9,276,032.00 9,707,342.00
2. Steuerrückstellungen 794,439.00 535,597.75
3. Sonstige Rückstellungen 3,980,969.01 2,542,341.25
14,051,440.01 12,785,281.00
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 111,791.07 0.00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 430,025.58 1,092,066.45
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12,061,834.63 9,070,950.65
4. Sonstige Verbindlichkeiten 144,255.55 409,729.96
12,747,906.83 10,572,747.06
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4,366,039.49 4,100,629.73
46,556,410.57 44,729,873.13

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 114,296,037.56 100,591,827.93
2. Sonstige betriebliche Erträge
- Erträge aus der Währungsumrechnung 95,512.46 203.950,44
- übrige 41,037.90 153,124.05
136,550.36 357,074.49
114,432,587.92 100,948,902.42
3. Materialaufwand:
Aufwendungen für bezogene Waren 85,528,440.83 73,966,027.54
4. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 9,321,940.31 8,751,038.14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1,868,176.14 3,728,791.09
- davon für Altersversorgung EUR 197.362,08 (i.Vj. EUR 2.132.324,22)
11,190,116.45 12,479,829.23
5. Abschreibungen auf Sachanlangen 137,999.50 106,394.85
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 111,433.73 177,885.91
- übrige 10,577,669.84 9,966,517.15
10,689,103.57 10,144,403.06
6,886,927.57 4,252,247.74
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.195.336,30 (i.Vj. EUR 254.357,74)
- Erträge aus der Abzinsung 20,644.00 245,568.02
- übrige 1,217,176.72 3,778,637.74
1,237,820.72 4,024,205.76
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen EUR 36.004,11 (i.Vj. EUR 24.243,54)
- Aufwendungen aus der Abzinsung 103,628.00 4,361.00
- übrige 193,571.66 95,113.34
297,199.66 99,474.34
7,827,548.63 8,176,979.16
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,207,739.73 1,790,672.08
10. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 5,619,808.90 6,386,307.08

(STUTTGART, HRB 746032)

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Inhaltsverzeichnis

A. Allgemeine Angaben

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

2. Bewertungsmethoden

3. Bewertung einzelner Posten

4. Währungsumrechnung

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3. Flüssige Mittel

4. Latente Steuern

5. Eigenkapital

6. Rückstellungen

7. Verbindlichkeiten

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2. Sonstige betriebliche Erträge

3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

4. Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

D. Sonstige Angaben

1. Personal

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

3. Haftungsverhältnisse

4. Nicht in der Bilanz enthaltende Geschäfte (Factoring)

5. Geschäftsführung

6. Honorar des Abschlussprüfers

7. Nachtragsbericht

A. Allgemeine Informationen

Die Kodak Alaris Germany GmbH ("Gesellschaft" oder "Unternehmen") ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 746032).

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Der Jahresabschluss der Kodak Alaris Germany GmbH wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens, der Kodak Alaris Holdings Limited, Hemel Hempstead, Großbritannien, einbezogen und kann beim zuständigen örtlichen Handelsregister eingesehen werden. Die Kodak Alaris Holdings Limited stellt sowohl den Konzernabschluss für den größten als auch für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben, sind die Posten der Aktivseite nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Die Gesellschaft setzt in entsprechender Ausübung des Wahlrechts gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB die Unterdeckung einer mittelbaren Pensionsverpflichtung als Rückstellung an.

Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungsmethoden sind unverändert geblieben.

2. Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach dem Grundsatz der Vorsicht, dabei sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden.

Gewinne sind berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden (mit Ausnahme der Anwendung des § 256a HGB), Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind unverändert geblieben.

3. Bewertung einzelner Posten

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3-10 Jahren unter Orientierung an den amtlichen AfA-Tabellen linear abgeschrieben (HGB). Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Die Bewertung der Waren erfolgte grundsätzlich mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Anschaffungskosten beruhen auf dem Grundsatz des gewogenen Durchschnitts und umfassen die Aufwendungen für den Erwerb der Vorräte sowie sonstige Kosten, die anfallen, um sie an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Abwertungen werden für überschüssige, veraltete oder schwer verkäufliche Vorräte auf der Grundlage von Änderungen der Kundennachfrage, technologischen Entwicklungen oder anderen wirtschaftlichen Faktoren vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt, wobei alle bekannten spezifischen Risiken berücksichtigt werden.

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen des nächsten Geschäftsjahres abgegrenzt.

Das Stammkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen Laufzeit von 10 Jahren von 1,83 % (2023: 1,79 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit durchschnittlich 2,50 % (2023: 2,50 %), erwartete Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze mit 2,50 % (2023: 2,50 %) sowie erwartete Rentensteigerungen mit 2,15 % (2023: 2,15 %) berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 171 TEUR.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die Jubiläumsrückstellungen werden nach der modifizierten Teilwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018G" von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer angenommenen Laufzeit von sieben Jahren von 1,80% (2023: 1,50%) verwendet. Die Fluktuation wurde unverändert zum Vorjahr mit einer Rate von 3,00% (2023: 3,00%) berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2013 einen passiven Unterschiedsbetrag aus einem Asset Deal (mit der Kodak GmbH) in Höhe von 959 TEUR angesetzt und löst diesen über 10 Jahre linear ertragswirksam auf. Zum 31. März 2024 beträgt der Saldo 0,00 EUR, da die letzte Auflösung im Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgte (31. März 2023: Passiver Unterschiedsbetrag in den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 40 TEUR).

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag für Erträge des nächsten Geschäftsjahres abgegrenzt.

4. Währungsumrechnung

Monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs und wird im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage zum Anhang). Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind vermerkt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 28.307 TEUR (2023: 32.664 TEUR) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 255 TEUR (2023: 245 TEUR) gegen andere Kodak Alaris Tochtergesellschaften enthalten. Des Weiteren sind darin Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 28.052 TEUR (2023: 32.419 TEUR) enthalten, die sonstige Vermögensgegenstände betreffen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 1.083 TEUR (2023: 924 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Körperschaftsteuer in Höhe von 34 TEUR (2023: 315 TEUR), Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von 585 TEUR (2023: 0,00 EUR), Forderungen aus dem Ankauf von Rechnungen durch ein Factoring-Unternehmen in Höhe von 383 TEUR (2023: 528 TEUR) und Mietkautionen in Höhe von TEUR 81 (2023: TEUR 81). Ein Betrag in Höhe von 81 TEUR (2023: 0,00 EUR) hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Teile der sonstigen Vermögensgegenstände sind zur Besicherung von Konzerndarlehen verpfändet. Vgl. hierzu auch die Erläuterungen zu D. Sonstige Angaben.

3. Flüssige Mittel

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zur Bersicherung von Konzerndarlehen erpfändet. Vgl. hierzu auch die Erläuterungen zu D. Sonstige Angaben.

4. Latente Steuern

Die Bilanzierung eines Überhangs aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des entsprechenden Wahlrechts. Aktive latente Steuern ergeben sich aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionen, Rückstellungen im Personalbereich sowie des Firmenwerts aus der SPS Akquisition. Passive latente Steuern ergeben sich aus der Fremdwährungsbewertung kurzfristiger Verbindlichkeiten. Dem Steuersatz liegt ein Gewerbeertragsteuersatz in Höhe von 14,70% zugrunde, der Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15,00% sowie der Solidaritätszuschlag von 5,50%.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Kodak Alaris beträgt 25 TEUR. Alleingesellschafterin ist die Kodak Alaris Holdings Limited, Hemel Hempstead, Großbritannien.

Die Kapitalrücklage beträgt 4.444 TEUR und resultiert aus der teilweisen Umwandlung eines Gesellschafterdarlehens mit Gesellschafterbeschluss vom 1. Oktober 2013. Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:

TEUR
Jahresüberschuss 5.620
Gewinnvortrag 5.302
Bilanzgewinn 10.922

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. März 2024 in Höhe von 10.922 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Rückstellungen

Die Gesellschaft hat die Versorgungsverpflichtungen von der Kodak Unterstützungsgesellschaft mbH in die Alte Leipziger Lebensversicherung übertragen. Das Aktivvermögen der Unterstützungskasse reicht insgesamt nicht vollständig zur Deckung der Versorgungsverpflichtungen zum 31. März 2024 aus. Im Falle einer Liquidation des Alte Leipziger Fonds zum 31. März 2024 würden noch offene Pensionsverpflichtungen für die Gesellschaft verbleiben. Die Gesellschaft hat daher Pensionsverpflichtungen in Höhe von 6.926 TEUR (2023: 8.820 TEUR) berücksichtigt (fiktiver Erfüllungsbetrag der Verpflichtung nach § 253 Abs. 1 HGB abzüglich Deckungskapital). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt dabei insgesamt 30.890 TEUR (2023: 32.296 TEUR und der Wert des Deckungsvermögens 23.964 TEUR (2023: 23.476 TEUR). Zinserträge in Höhe von 518 TEUR (2023: 815 TEUR) wurden mit Zinsaufwendungen in Höhe von 601 TEUR (2023: 574 TEUR) verrechnet, wovon TEUR 21 (2023: 246 TEUR) unter den Zinserträgen und TEUR 104 (2023: 4 TEUR) unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen werden.

Seit dem 31. März 2023 erfolgt die Bewertung der Pensionsrückstellungen nach dem IDW- Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021. Danach erfolgt bei nicht versicherungsgebundenen, rückgedeckten Pensionszusagen eine kongruente Bewertung von Pensionsrückstellung und Rückdeckungsversicherungsanspruch nach dem Passivprimat. Damit bemisst sich die Bewertung des leistungskongruenten Teils des Deckungsvermögens nach den Parametern der Rückstellung.

Darüber hinaus wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB Pensionsverpflichtungen aus Deferred Compensations mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von 425 TEUR (2023: 503 TEUR) mit Deckungsvermögen in Höhe von 325 TEUR (2023: 379 TEUR) verrechnet.

Andere Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2.251 TEUR (2023: 763 TEUR) wurden gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Deckungsvermögen besteht hier nicht.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 1.166 (2023: TEUR 1.080), Kundenrabatte in Höhe von TEUR 1.173 (2023: TEUR 442), abgegrenzte Rechnungen in Höhe von TEUR 1.307 (2023: TEUR 953), Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 49 (2023: TEUR 51) und Abfindungsrückstellungen in Höhe von TEUR 286 (2023: TEUR 0).

7. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 12.062 TEUR (2023: 9.071 TEUR) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.03.2024 31.03.2023
TEUR TEUR
Verbindlichkeit Umsatzsteuer 0 192
Verbindlichkeit Lohnsteuer 124 120
Kunden-Rabatte 0 42
Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern 18 14
Negativer Geschäfts- oder Firmenwert 0 40
Verbindlichkeit Sozialversicherung 2 2
Debitoren mit Sollsalden 0 0
GESAMT 144 410

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 124 TEUR (2023: 312 TEUR) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 2 TEUR (2023: 2 TEUR).

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023/2024 Umsatzerlöse im Inland in Höhe von 112.390 TEUR (2023: 99.034 TEUR). Kodak Moments erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 77.827 TEUR (2023: 67.853 TEUR), das Filmgeschäft in Höhe von 14.643 TEUR (2023: 14.629 TEUR) und Alaris in Höhe von 19.920 TEUR (2023: 16.552 TEUR). Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden keine sonstigen Umsatzerlöse ausgewiesen.

Die Gesellschaft stellte der Kodak Alaris Limited im Geschäftsjahr 2023/2024 außerdem Verwaltungsgebühren in Höhe von 1.906 TEUR in Rechnung (2023: 1.558 TEUR).

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine (2023: 57 TEUR) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind; sie resultierten im Vorjahr aus der Auflösung von Rückstellungen.

3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Steuererträge für Vorjahre in Höhe von 154 TEUR (2023: 0 TEUR).

4. Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Geschäftsjahr 2023/2024 fielen keine Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung an.

Im Vorjahr (2022/2023) waren in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen durch die erstmalige Anwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 Erträge aus der Neubewertung des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 3.511 TEUR enthalten. Dadurch sind die Zinserträge des Vorjahres deutlich höher als im Geschäftsjahr 2023/2024.

D. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beträgt:

Abteilung 2023/2024 2022/2023
Alaris 59 53
Kodak Momente und Film 46 40
Andere 4 18
Mitarbeiter insgesamt 109 111

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen von insgesamt 1.248 TEUR, davon aus Leasingverträge in Höhe von 305 TEUR sowie Immobilienmietverträge in Höhe von 943 TEUR.

3. Haftungsverhältnisse

Zum 31. März 2024 war das Unternehmen Garant für die nicht in Anspruch genommene revolvierende Gruppen-Kreditfazilität, die vom alleinigen Anteilseigner von KAHL bereitgestellt wurde. Die unten aufgeführten Vermögenswerte waren Gegenstand der Sicherheitsvereinbarungen für die Fazilität.

31. März 2024 31. März 2024
Verpfändete Vermögenswerte TEUR TEUR
Ein von der Gesellschaft zugunsten des Board of the UK Pension Protection Fund eingeräumtes Pfandrecht an ihren Bankkonten. 212
Die Gesamtheit der dem Unternehmen geschuldeten Forderungen ist wie folgt an den britischen Rentensicherungsfonds (The Board of the UK Pension Protection Fund) verpfändet: 41.343
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.034
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.307
Sonstige Vermögenswerte (Factoring) 383
Körperschaftsteuerforderungen 34
Umsatzsteuerguthaben 585
Verpfändetes Sachanlagevermögen 251
Verpfändete Vorräte 678
Insgesamt 42.484

Nach der Übernahme der Kodak Alaris Holding Limited am 1. August 2024 wurde die bestehende, nicht in Anspruch genommene revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 50 Mio. USD, bei der das Unternehmen als Bürge fungierte, gekündigt. Das Unternehmen wurde mit Wirkung zum 1. August 2024 eine der Darlehensparteien einer neuen 3-jährigen revolvierenden Kredit-, Forderungskauf-, Sicherheits- und Garantievereinbarung mit einer maximalen Kapazität und einem revolvierenden Vorschussbetrag von 80 Mio. USD.

Die Geschäftsführung des Unternehmens ist zuversichtlich, dass die Gruppe über ausreichende Liquidität verfügt, um alle Verpflichtungen für den Zeitraum bis zum 31. März 2026 zu erfüllen.

4. Nicht in der Bilanz enthaltende Geschäfte (Factoring)

Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zum Zweck der kurzfristigen Bereitstellung von Liquidität an eine Factoring-Gesellschaft übertragen. Dabei wird das Delkrederisiko und damit das wirtschaftliche Eigentum an die Factoring-Gesellschaft übertragen. Durch das Factoring verminderten sich zum 31. März 2024 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.917 TEUR und erhöhten sich die flüssigen Mittel bzw. die Forderungen gegen verbundene Unternehmen abzüglich eines Einbehalts, der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen ist (383 TEUR). Dem stehen die Finanzierungskosten dieser Maßnahme gegenüber.

5. Geschäftsführung

Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Name Titel
Steven James Meyers (bis 30.9.2024) Geschäftsführer der Abteilung Kodak Moments
Nicoletta Assaro Zongrone (bis 30.9.2024) Geschäftsführerin der Abteilung Kodak Moments
Jürgen Franz Krüger (bis 5. April 2024) Geschäftsführender Direktor des Bereichs Alaris
Nicole Petra Ellsäßer (bis 3. April 2024) Geschäftsführerin der Abteilung Kodak Moments
Helena Babic Geschäftsführerin der Abteilung Kodak Moments
Gabriele Ess (seit 21. Mai 2024) Global HR Manager
Markus Roland Fleischer (seit 21. Mai 2024) Alaris Cluster Sales Director

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer belaufen sich im Geschäftsjahr auf 569 TEUR.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses 2024 beträgt 137 TEUR. Darüberhinausgehende Leistungen wurden nicht in Anspruch genommen.

7. Nachtragsbericht

Am 1. August 2024 schloss der einzige Anteilseigner von Kodak Alaris Holdings Limited (KAHL), der Vorstand des Pension Protection Fund ("PPF"), den Verkauf seiner 100%igen Beteiligung an KAHL an KO Holdco Limited durch einen Aktienkaufvertrag mit Wirkung zum 1. August 2024 ab.

Nach der Übernahme von KAHL wurde die bestehende, nicht in Anspruch genommene Finanzierungsfazilität in Höhe von 50 Millionen US-Dollar, bei der das Unternehmen als Bürge fungierte, aufgelöst. Das Unternehmen wurde mit Wirkung vom 1. August 2024 eine der Darlehensparteien eines neuen 3-jährigen revolvierenden Kredit-, Forderungskauf-, Sicherungs- und Garantievertrags mit einer maximalen Kapazität und einem revolvierenden Vorschussbetrag von 80 Mio. USD.

 

Stuttgart, 18. März 2025

Markus Roland Fleischer

Helena Babic

Gabriele Ess

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01/04/2023 Zugänge Abgänge Stand 31/03/2024
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 675,622.53 160,182.35 0.00 835,804.88
Abschreibungen
Stand 01/04/2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Änderungen der Abschreibungen i.Zsg. mit Abgängen Stand 31/03/2024
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 446,804.04 137,999.50 0.00 584,803.54
Buchwerte
Stand 31/03/2024 Stand 31/03/2023
EUR EUR
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251,001.34 228,818.49

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens: Segmente und Geschäftsbereiche

1.2 Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.3 Lage

2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

3. Nachtragsbericht

4. Prognosebericht

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikobericht

5.2 Chancenbericht

5.3 Gesamtaussage

6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Kodak Alaris Germany GmbH ("die Gesellschaft" oder "Unternehmen"), Stuttgart, ist zu 100% eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Kodak Alaris Holdings Limited, Hemel Hempstead, Großbritannien, die ihrerseits eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Board of the UK Pension Protection Fund in Großbritannien ist. Am 1. August 2024 schloss der Vorstand des Pension Protection Fund ("PPF") den Verkauf seiner 100%igen Beteiligung an KAHL an KO Holdco Limited im Rahmen eines Aktienkaufvertrags ab.

Die Gesellschaft wurde am 18. Juli 2013 als 111616 Opco (Germany) GmbH, München, gegründet. Anschließend wurde der Sitz nach Stuttgart verlegt und die Firmierung in Kodak Alaris Germany GmbH geändert.

Am 3. September 2013 verkaufte die Eastman Kodak Company (Kodak) ihren Geschäftsbereich "Document Imaging" (DI), jetzt bekannt als Alaris, und ihren Geschäftsbereich "Personalized Imaging" (PI), jetzt bekannt als Kodak Moments, an die Treuhänder des Kodak Pension Plan (KPP). Der KPP war ein Pensionsplan für bestimmte britische Kodak-Alaris Mitarbeiter und Eigentümer der beiden traditionellen ehemaligen Kodak-Unternehmen. Der KPP war einer der größten Gläubiger von Kodak. Der Verkauf von DI ("Alaris") und PI ("Kodak Moments") sowie die gütliche Einigung mit dem KPP waren die Voraussetzungen, die das US-Insolvenzgericht für die Restrukturierung von Kodak vorgegeben hatte.

In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft zum 3. September 2013 diese beiden Geschäftsbereiche in Deutschland von der Kodak GmbH, Stuttgart, in Form eines Asset Deals übernommen und mit der operativen Tätigkeit begonnen.

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens: Segmente und Geschäftsbereiche

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023/2024 wie im Vorjahr in zwei Geschäftsbereichen tätig: Kodak Moments, zu dem die Film-Produktlinien gehören, und Alaris.

Im Segment der Konsumentenfotografie bleibt Kodak Moments einer der wichtigsten Anbieter von Fotodienstleistungen mit Fotokiosken. Die wichtigsten Vertriebskanäle sind die Drogeriemärkte vor dem Fotofachhandel und den Warenhäusern. Das Filmgeschäft ist einer der führenden Anbieter von Fotofilmen für private und professionelle Anwender sowie von Einwegkameras.

Der Geschäftsbereich Alaris vertreibt Lösungen, um Daten von digitalen oder Papierdokumenten zu erfassen, zu konsolidieren und automatisch wichtige Informationen aus dem Inhalt herauszufiltern und richtige Informationen den richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen. Die Lösungen können sich aus Dokumentenscannern, Erfassungssoftware und Lösungen für die Automatisierung zusammensetzen. Zusätzlich werden branchenführende Service- und Supportleistungen angeboten.

Die Gesellschaft arbeitet in wesentlichen inländischen Geschäftsbereichen in einem Low-Risk- Distributor-Modell mit der Kodak Alaris Ltd ("KAL"), Hemel Hempstead, Großbritannien zusammen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Produktentwicklung. Die Entwicklung neuer Produkte wird hauptsächlich von Kodak Alaris Inc., Vereinigte Staaten von Amerika, durchgeführt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (BMWK 13.12.2023). Im 1. Quartal 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis -, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken, im 2. Quartal 2023 unverändert geblieben, im 3. Quartal 2023 um 0,1 % und im 4. Quartal 2023 um 0,3 % gesunken (jeweils im Vergleich zum Vorquartal). Im Gesamtjahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % geringer als im Vorjahr; Deutschland befand sich in einer Rezession (Statista und tagesschau.de 30.1.2024). Im 1. Quartal 2024 ist das deutsche BIP gegenüber dem 4. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt- um 0,2 % gestiegen, im Vorjahresvergleich jedoch - preis- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gesunken (destatis 30.4.2024).

Demgegenüber ist nach ersten Schätzungen das reale BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU im Jahr 2023 um 0,5 % gestiegen (Eurostat 30.1.2024). Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 % geschätzt (statista 31.1.2024).

Die Inflation, die wegen hoher Energiepreise und Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen in 2022 sprunghaft gestiegen ist, war in Deutschland auch im Jahr 2023 mit 5,9 % hoch (Destatis 16.1.2024). Die in 2022 und 2023 ergriffenen Zinsmaßnahmen der Zentralbanken sollten die Inflationsraten senken, stellten aber auch ein Konjunkturrisiko dar.

Der US-Dollar ist im Jahr 2023 wieder unter die Parität des Eurokurses zum USD gesunken, nachdem es im Juli 2022 erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des EUR zu USD gekommen war (tagesschau.de 12.7.2022), was die in USD gehandelten Güter wie Energie und Rohstoffe erheblich verteuert hatte.

Branche

Kodak-Moments

Der Fotodruckmarkt in Deutschland wird voraussichtlich von 473 Mio. EUR im Jahr 2021 auf ca. 609 Mio. EUR im Jahr 2025 wachsen. Im Jahr 2022 ist der Markt um 20,2% gegenüber dem Vorjahr auf 569 Millionen EUR gewachsen ("Futuresource: Germany Photo Print Market Summary Dezember 2023"). Der Sofortbildmarkt ist nach wie vor einer der größten und wichtigsten Absatzkanäle des Marktes für Fotodruck in Deutschland und auch einer der wichtigsten Märkte in Westeuropa.

Es wird nach wie vor erwartet, dass der Sofortbildmarkt seinen Marktanteil in den kommenden Jahren halten oder leicht erhöhen wird. Deutschland wird von zwei großen Drogeriemarktketten dominiert. Beide haben überwiegend Selbstbedienungskioske, aber an vielen Standorten gibt es auch einen Serviceschalter, an dem Mitarbeiter Premiumprodukte herstellen.

Alaris

In der heutigen komplexen Datenumgebung ist es unerlässlich, eine integrierte Lösung für die Erfassung und Bearbeitung von Informationen zu finden. Die Systeme von Alaris kombinieren branchenführende Scanner mit Software und Dienstleistungen, die von einem Netzwerk zuverlässiger Partner unterstützt werden. Dies bietet die besten Informationsmanagement-Lösungen für Unternehmen, Behörden, öffentliche Einrichtungen und spezialisierte vertikale Märkte. Das kombinierte Angebot von Software, Dienstleistungen und Hardware bietet einen guten Ansatz zur Steigerung der Produktivität.

2.2 Geschäftsverlauf

Umsatz- und Ertragsentwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024

Die Umsatzerlöse des Unternehmens stiegen im Geschäftsjahr 2023/2024 ("2024") um knapp 14 % auf 114.296 TEUR gegenüber 100.592 TEUR im Vorjahr und lagen damit über der im Vorjahres- Lagebericht getroffenen Prognose ("geringfügig erhöhte Umsatzerlöse"). Der Jahresumsatz enthält auch eine Managementgebühr in Höhe von 1.906 TEUR (2023: 1.558 TEUR), die der Kodak Alaris Limited im Zusammenhang mit Gebühren für Dienstleistungen in Rechnung gestellt wurde, die das Unternehmen anderen Konzerngesellschaften angeboten hat.

Kodak Moments generierte seinen Umsatz mit den Kodak Kiosken. Der Umsatz in diesem Bereich belief sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 77.827 TEUR (2023: 67.853 TEUR) und stieg somit um 15% gegenüber dem Vorjahr. Dies ist hauptsächlich auf die höhere Nachfrage nach Sofortbildabzügen zurückzuführen, die zu einem höheren Absatz von Verbrauchsmaterial an die Hauptkunden führte.

Das Filmgeschäft, das 2021 erfolgreich in Kodak Moments integriert wurde, erzielte 2023/2024 Umsatzerlöse in Höhe von 14.643 TEUR und liegt damit weithgehend auf dem Niveau des Vorjahres (2023: 14.629 TEUR).

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Alaris stieg 2023/2024 um 20% auf 19.920 TEUR (2023: 16.552 TEUR), was hauptsächlich auf die Herausforderungen in der Lieferkette im Jahr 2023 aufgrund der geopolitischen Lage zurückzuführen ist, die sich im Jahr 2024 abschwächte.

Aufgrund der verbesserten Umsatzentwicklung und der Beibehaltung der Betriebskosten auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr stieg das Betriebsergebnis in 2024 um 62% auf 6.887 TEUR (2023: 4.252 TEUR). Der Jahresüberschuss 2024 sank gegenüber dem Vorjahr um 12% auf 5.620 TEUR (2023: 6.386 TEUR) aufgrund einmaliger höherer Zinserträge aus der Pensionsbewertung im Jahr 2023 und lag damit im Rahmen der im Vorjahres-Lagebericht gemachten Prognose ("deutlich geringerer Jahresüberschuss").

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024 als günstig.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl zum Stichtag 2024 betrug 112 Mitarbeiter (2023: 110 Mitarbeiter).

Umwelt- und Qualitätsstandards

Die Kodak Alaris Gruppe arbeitet mit einem integrierten Managementsystem zur Überwachung der Prozesse. Diese beinhaltet die Einhaltung der Normen nach ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement) und an einigen Standorten nach ISO 45001 (Arbeitsschutz- und betriebliches Gesundheitsmanagement). Externe Zertifizierungen werden jährlich geprüft und in Intervallen von drei Jahren rezertifiziert.

2.3 Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse des Unternehmens betragen im Geschäftsjahr 2023/2024 114.296 TEUR (2023: 100.592 TEUR). Der Leistungsanstieg von 13,6 % wurde hauptsächlich durch die höhere Nachfrage nach Fotodruckdienstleistungen und Filmprodukten getrieben.

Der Materialaufwand 2023/2024 beläuft sich auf insgesamt 85.528 TEUR (2023: 73.966 TEUR) und beinhaltet fast ausschließlich den Bezug von Waren von der Kodak Alaris Ltd.. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 15,6 % ist hauptsächlich auf den höheren Umsatz aufgrund der gestiegenen Verkaufsmengen im Laufe des Jahres zurückzuführen. Da der Materialaufwand überproportional zu dem Umsatzerlösen anstieg, erhöhte sich der Rohertrag 2023/2024 lediglich um 8,0% gegenüber dem Vorjahr auf 28.768 TEUR (2023: 26.626 TEUR).

Der Personalaufwand 2023/2024 beträgt 11.190 TEUR (2023: 12.480 TEUR) und damit 9,8% der Umsatzerlöse (2022: 12,4%). Der Rückgang um 10,3 % gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf den Rückgang der Pensionskosten um 1.935 TEUR infolge der Einführung der neuen HGB-Regelungen zur Neubewertung der Pensionen im Jahr 2023 zurückzuführen, der durch einen Anstieg der Gehälter, Steuern und Sozialleistungen um 645 TEUR aufgrund von Neueinstellungen und der jährlichen Gehaltsüberprüfung ausgeglichen wurde.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023/2024 erhöhten sich um 5,4% auf 10.689 TEUR (2023: 10.144 TEUR), gingen jedoch bezogen auf die Umsatzerlöse leicht zurück (2024: 9,8%; 2023: 10,1%). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die umsatzbedingt um 314 TEUR gestiegene Managementgebühr der Kodak Alaris Limited sowie auf die um 243 TEUR höheren Kosten für den Ersatz von Vorlaufgeräten aufgrund der Einführung neuer Drucker im laufenden Jahr zurückzuführen.

Unter weiterer Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 137 TEUR (2023: 357 TEUR), der Abschreibungen in Höhe von 138 TEUR (2023: 106 TEUR) sowie der Zinserträge und - aufwendungen in Höhe von 941 TEUR (2023: 3.925 TEUR) hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023/2024 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 7.828 TEUR (2023: 8.177 TEUR) erzielt.

Die Zinserträge 2024 betragen 1.238 TEUR (2023: 4.024 TEUR). Der deutliche Rückgang resultiert im Wesentlichen aus um 3.736 TEUR niedrigeren Pensionszinsen aus der zum 31. März 2023 durchgeführten Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf Basis des neu eingeführten Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021. Die Zinserträge aus konzerninternen Darlehen stiegen hingegen um 941 TEUR auf 1.195 TEUR (2023: 254 TEUR) aufgrund des höheren Zinssatzes und der höheren konzerninternen Darlehensforderungen an die Kodak Alaris Holding Limited.

Die Zinsaufwendungen 2024 belaufen sich auf 297 TEUR (2023: 99 TEUR). Der Anstieg ist auf höhere Factoring-Zinsen in Höhe von 155 TEUR (2023: 58 TEUR) zurückzuführen, die im Laufe des Jahres gezahlt wurden, da die Anzahl der beglichenen Forderungen gestiegen ist, aber auch auf 99 TEUR höhere Zinsaufwendungen für Pensionen.

Der Ertragsteueraufwand beläuft sich im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 2.208 TEUR (2023: 1.791 TEUR).

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein Jahresüberschuss von TEUR 5.620 (2023: TEUR 6.386).

b) Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagements der Gesellschaft sind die nachhaltige Sicherstellung der Liquidität sowie die Bereitstellung von ausreichenenden Finanzmitteln zur Erreichung der Unternehmensziele. Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist in dasjenige des Konzerns integriert.

Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt zum Bilanzstichtag 2023/2024 212 TEUR (2023: 1.162 TEUR). Der Rückgang des Barmittelbestandes ist hauptsächlich auf den Zeitpunkt der Cash-Pooling- Aktivitäten der Gruppe mit mehr Überweisungen an die Gruppe im Jahr 2024 zurückzuführen.

Zum 31. März 2024 finanziert sich das Unternehmen hauptsächlich aus Eigenkapital (33,1%; 2023: 38,6%), aus Pensionsrückstellungen (19,9%; 2023: 21,7%) und aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (25,9%; 2023: 20,3%).

Ein zentrales Cash-Pooling wurde bei der Muttergesellschaft in Großbritannien im Geschäftsjahr 2014 eingerichtet. Zum Stichtag besteht hieraus eine Forderung in Höhe von 28.052 TEUR (2023: 32.419 TEUR). Ein wesentlicher Grund für den Rückgang dieser Forderung war die im Februar 2024 durch Verrechnung mit dieser Forderung vollzogene Gewinnausschüttung in Höhe von 7.500 TEUR. Die Finanzlage der Gesellschaft war im Wesentlichen von dem operativen Geschäft abhängig.

Die Solvenz des Unternehmens ist während des gesamten Jahres gewährleistet, da die Muttergesellschaft in einer Unterstützungserklärung bestätigt hat, dass sie das Unternehmen weiterhin finanziell unterstützen wird, um es in die Lage zu versetzen, seine Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen, falls erforderlich, und zwar für einen Zeitraum von 12 Monaten ab dem Datum der Unterzeichnung des Jahresabschlusses zum 31. März 2024.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023/2024 um 4% (1.827 TEUR) auf 46.556 TEUR. Beim Vermögen ist der Anstieg fast ausschließlich auf die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zurückzuführen, während beim Kapital hauptsächlich die Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen sowie die sonstigen Rückstellungen zunahmen.

Das Sachanlagevermögen beträgt zum 31. März 2024 251 TEUR (2023: 229 TEUR) und betrifft Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Umlaufvermögen beläuft sich zum 31. März 2024 auf 42.314 TEUR (2023: 42.187 TEUR) und beträgt somit rund 91% (2023: 94 %) der Bilanzsumme. Innerhalb des Umlaufvermögens betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.034 TEUR (2023: 6.803 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich auf 28.307 TEUR (2023: 32.664 TEUR). Davon betreffen 28.052 TEUR (2023: 32.419 TEUR) Forderungen gegen die Gesellschafterin. Der Rückgang des Saldos gegen die Gesellschafterin ist hauptsächlich auf die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 7.500 TEUR zurückzuführen, die mit der zum Zeitpunkt der Ausschüttung bestehenden Darlehensforderung gegen die Gesellschafterin verrechnet wurde. Die Nettoforderung gegen Konzernunternehmen beträgt zum 31. März 2024 16.245 TEUR (2023: 23.593 TEUR).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt durch Zahlungen an Kunden für Möbelpauschalen 3.951 TEUR (2023: 2.283 TEUR). Diese Zahlungen amortisieren sich über eine Vertragslaufzeit von 4 Jahren. Der Restsaldo in Höhe von 41 TEUR (2023: 31 TEUR) betrifft zum Stichtag im Voraus gezahlte Dienstleistungen.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023/2024 um den erzielten Jahresüberschuss (5.620 TEUR) und verminderte sich um die Gewinnausschüttung (-7.500 TEUR) auf TEUR 15.391 (2023: 17.271 TEUR) und entspricht zum Bilanzstichtag 33,1 % (2023: 38,6 %) der Bilanzsumme. Es beinhaltet eine Kapitalrücklage in Höhe von 4.444 TEUR (2023: 4.444 TEUR), die aus der teilweisen Umwandlung des Gesellschafterdarlehens zur Finanzierung des im obigen Abschnitt "Grundlagen des Unternehmens" beschriebenen Asset Deals durch entsprechenden Gesellschafterbeschluss entstanden ist.

Die Rückstellungen zum 31. März 2024 betragen insgesamt 14.051 TEUR (2023: 12.785 TEUR) und decken alle zu erwartenden Verpflichtungen ab. Sie beinhalten im Wesentlichen im Rahmen des Asset Deals von der Kodak Alaris Germany GmbH übernommene Pensionsverpflichtungen und weitere Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Gemäß der seit 31. März 2023 durchgeführen Bewertung gemäß des IDW Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 sank die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023/2024 um 431 TEUR auf 9.276 TEUR (2023: 9.707 TEUR).

Die Steuerrückstellung erhöht sich zum 31. März 2024 um TEUR 259 auf TEUR 794 (2023: 536 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen stiegen in 2023/2024 auf 3.981 TEUR (2023: 2.542 TEUR). Dies liegt hauptsächlich an den um 731 TEUR höheren Rückstellungen für Rabatte, die infolge der Änderung der Geschäftsbedingungen mit den Hauptkunden gebildet wurden. Weiterhin sind um TEUR 354 höhere Rückstellungen für abgegrenzte Eingangsrechnungen sowie Rückstellungen für Abfindungen von 286 TEUR (2023: 0 TEUR) erfasst worden.

Es werden zum 31. März 2024 Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 12.748 TEUR (2023: 10.572 TEUR) ausgewiesen, von denen sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 12.062 TEUR (2023: 9.071 TEUR) belaufen. Dies ist in erster Linie auf den Anstieg der Anschaffungen von Warenbeständen von Kodak Alaris Limited zurückzuführen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten bezieht sich auf Vorauszahlungen von Kunden für laufende Serviceverträge und beläuft sich zum 31. März 2024 auf 4.366 TEUR (2023: 4.101 TEUR). Diese Zahlungen amortisieren sich über die entsprechenden Vertragslaufzeiten.

Insgesamt befindet sich die Gesellschaft zum 31. März 2024 in einer soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

2.4 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Steuerungsgrößen sind vor allem auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft im Vergleich zu den Planzahlen ausgerichtet. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind damit die Umsatzerlöse insgesamt sowie das Jahresergebnis nach HGB.

Die Kostenstruktur unterliegt einer ständigen Überwachung.

Als Entscheidungshilfe in Form nichtfinanzieller Leistungsindikatoren dienen der Geschäftsleitung auch Personal-, Umwelt- und Qualitätskennzahlen, die regelmäßig erhoben werden.

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:

01. April 2023-31. März 2024 01. April 2022-31. März 2023 01. April 2021-31. März 2022
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 114.296 100.592 98.911
Jahresergebnis 5.620 6.386 474
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 109 111 114

3. Nachtragsbericht

Am 1. August 2024 schloss der einzige Anteilseigner von Kodak Alaris Holdings Limited (KAHL), der Vorstand des Pension Protection Fund ("PPF"), den Verkauf seiner 100%igen Beteiligung an KAHL an KO Holdco Limited durch einen Aktienkaufvertrag mit Wirkung zum 1. August 2024 ab.

Nach der Übernahme von KAHL wurde die bestehende, nicht in Anspruch genommene Finanzierungsfazilität in Höhe von 50 Millionen US-Dollar, bei der das Unternehmen als Bürge fungierte, aufgelöst. Das Unternehmen wurde mit Wirkung vom 1. August 2024 eine der Darlehensparteien eines neuen 3-jährigen revolvierenden Kredit-, Forderungskauf-, Sicherungs- und Garantievertrags mit einer maximalen Kapazität und einem revolvierenden Vorschussbetrag von 80 Mio. USD.

4. Prognosebericht

Für die Weltwirtschaft wird 2024 und 2025 wie schon 2023 nur ein bescheidenes Wachstum von 3,2% bzw. 3,3% (OECD 4. Dezember 2024) und 2,6% (Sachverständigenrat 13. November 2024) erwartet. Noch schwächer soll das Wirtschaftswachstum 2024 in der EU mit 0,9% und in der Eurozone mit 0,8% bzw. 0,7% ausfallen. Für 2025 werden weder in der EU (+1,5%) noch in der Eurozone (+1,3%) nennenswerte Wachstumsimpulse prognostiziert (EU-Kommission 15. November 2024, Sachverständigenrat 13. November 2024, OECD 4. Dezember 2024).

Im Herbst 2024 gingen die aktualisierten Prognosen davon aus, dass das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach Ansicht der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und des Sachverständigenrates um 0,1 % und nach Ansicht der Bundesregierung um 0,2 % sinken würde (Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 9.10.2024). Der tatsächliche Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 wurde inzwischen mit -0,2 % ermittelt (destatis 15.1.2025). Für 2025 wird für Deutschland nur eine schwache Erholung mit einem Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von 0,3 % bis 0,7 % erwartet (Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 29.1.2025; OECD 4.12.2024, EU-Kommission 15.11.2024).

In Deutschland setzte sich die Inflation im Jahr 2024 fort, lag aber mit 2,2% deutlich niedriger als im Vorjahr (5,9%). Für die Eurozone wird eine Inflationsrate von 2,4% im Jahr 2024 und 2,1% im Jahr 2025 erwartet (destatis 16.1.2025, BMWK 29.1.2025, Sachverständigenrat 13.11.2024, EU-Kommission 15.11.2024).

Die schwache Wirtschaftsentwicklung belastet den Arbeitsmarkt. Zu Beginn der Sommerpause 2024 sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung stärker gestiegen als üblich. Die Arbeitslosenquote im Juli 2024 stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 %; gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die Quote um 0,3 Prozentpunkte erhöht (Bundesagentur für Arbeit 31.7.2024). Gleichzeitig verzeichnet man jedoch eine Verschärfung des Fachkräftemangels, welcher in weiteren Jahren als noch deutlich einschneidender befürchtet wird.

Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich zu Beginn des Jahres 2025 leicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex stieg im Januar 2025 auf 85,1 Punkte, nach 84,7 Punkten im Dezember 2024. Der Anstieg resultiert vor allem aus einer günstigeren Einschätzung der aktuellen Lage. Die Erwartungen sind dagegen erneut schlechter geworden. Die deutsche Wirtschaft bleibt pessimistisch. Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe hat sich erneut verschlechtert. Die Skepsis der Unternehmen mit Blick auf die kommenden Monate hat erneut zugenommen. Die aktuelle Geschäftslage wurde jedoch günstiger bewertet. Die Zahl der Auftragseingänge ist weiter rückläufig. Die Kapazitätsauslastung blieb mit 76,5 Prozent nahezu unverändert. Sie liegt damit immer noch deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 83,4 Prozent. Im Dienstleistungssektor ist der Index deutlich angestiegen. Die Unternehmen waren mit den laufenden Geschäften spürbar zufriedener. Auch die Erwartungen hellten sich auf, sind aber weiterhin von Skepsis geprägt. Bei den IT- Dienstleistern verbesserten sich die Aussichten deutlich. Im Einzelhandel blieb das Geschäftsklima unverändert. Die Einzelhändler bewerteten ihre aktuelle Lage als besser. Dies gilt insbesondere für den Großhandel. Allerdings waren die Erwartungen etwas pessimistischer, was auf den Einzelhandel zurückzuführen ist. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima erneut verschlechtert (ifo Institut 27.1.2025).

Der Umsatz von Kodak Moments, zu dem auch der Geschäftsbereich Film gehört, meldete für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2024/2025 einen Umsatzrückgang um 4 % auf TEUR 76.010 gegenüber TEUR 79.178 im gleichen Zeitraum des Geschäftsjahres 2023/2024.

Der Geschäftsbereich Kodak Moments ist nach wie vor einer der Marktführer auf dem Sofortbildmarkt in Deutschland. Die Nachfrage nach Filmen und Einwegkameras bleibt aufgrund des gestiegenen Interesses an der Filmfotografie sehr stark. Das Unternehmen plant, mit neuen Premiumprodukten und innovativen Zukunftsinitiativen fortzufahren, in der Erwartung, seinen strategischen Vorteil zu vergrößern und seinen Marktanteil zu halten.

Der Geschäftsbereich Alaris verzeichnete in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2024/2025 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 14.720, was weitgehend mit den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2023/2024 (TEUR 14.551) übereinstimmt. Derzeit gibt es einen stabilen Markt, der im Vergleich zum Vorjahr im Servicegeschäft leicht ansteigt, vor allem bei Verträgen und Teilen, die aus dem Tech-Refresh-Geschäft stammen, d. h. dem Ersatz von Altgeräten durch neue, moderne Technologie. Darüber hinaus sieht sich der Geschäftsbereich Alaris mit einer steigenden Nachfrage nach intelligenten Dokumentenverarbeitungslösungen (IDP) konfrontiert, die KI-Technologie zur Unterstützung automatisierter Arbeitsabläufe im öffentlichen Sektor und im Gesundheitswesen nutzen.

Für den Geschäftsbereich Alaris Professional Service erwartet das Unternehmen einen Umsatzanstieg aufgrund der stärkeren Fokussierung auf das Software- und Lösungsgeschäft.

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach intelligenten Dokumentenverarbeitungslösungen und -software erwartet der Geschäftsbereich Alaris für das Jahr 2024/2025 einen Umsatzanstieg um insgesamt 13 % auf 22.599 TEUR gegenüber 19.920 TEUR im Geschäftsjahr 2023/2024.

Insgesamt rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem leichten Anstieg des Umsatzes und einem leichten Rückgang des Reingewinns im Vergleich zum Vorjahr, bei einer ähnlichen Anzahl von Mitarbeitern wie im Geschäftsjahr 2023/2024.

5. Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft ist zu 100% in den weltweiten Kodak Alaris-Konzern eingebunden und als solche von den strategischen Entscheidungen und der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns abhängig.

5.1 Risikobericht

a) Branchenspezifische Risiken

Die Geschäftsleitung ist sich darüber im Klaren, dass die zukünftige Entwicklung in den nächsten Jahren einer Reihe von Risikofaktoren ausgesetzt ist. Darunter sehen wir im Einzelnen die Auswirkung von Aktivitäten und Preisstrategien des Wettbewerbs, die Fähigkeit, Möglichkeiten zur Kostenreduzierung zu erkennen und zu realisieren, die Anzeichen von technischen Wandlungen rechtzeitig zu erkennen und die Geschwindigkeit der Wandlungsprozesse richtig einzuschätzen. Zur Aufrechterhaltung unserer Wettbewerbsfähigkeit im technischen Kundendienst wurden in den vergangenen Jahren Kostensenkungsmaßnahmen umgesetzt. Die ergriffenen Maßnahmen werden die Fähigkeit des Unternehmens, ihre Produktstrategien umzusetzen und auf die Entwicklung der generellen Wirtschafts- und Branchenbedingungen entsprechend zu reagieren, weiter verbessern. Daher schätzen wir das Risiko einer spürbaren Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung derzeit als gering ein.

Für das Geschäft sind Informationssicherheits- und Datenschutzrisiken relevant und wichtig. Um diesen Risiken entgegenzuwirken und sie zu vermindern, werden unter anderem aktiv Programme zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, Vorfallsanalyse und zum Risiko-Management entwickelt. Es erfolgte die Verabschiedung wesentlicher Änderungen der Datenschutzrichtlinie und die Gründung eines Lenkungsausschusses Sicherheit aus Hauptentscheidungsträgern jedes Geschäftsbereichs sowie der betrieblichen Funktionsbereiche. Zudem hat die Gesellschaft eine risikoorientierte Überprüfung bestehender Richtlinien, Verfahrensweisen und Sicherheits-Protokolle in Übereinstimmung mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eingeführt. Demzufolge sind wir der Ansicht, dass wir einen vorsichtigen Ansatz verfolgen, um diese für das Geschäft kritischen Risiken zu minimieren.

b) Geopolitisches Risiko

Die geopolitische Instabilität stellt mehrdimensionale Herausforderungen dar, die sich nachteilig auf die Ergebnisse und Tätigkeiten des Unternehmens auswirken können. Es besteht die Möglichkeit einer Inflation und von Versorgungsunterbrechungen. Das Unternehmen profitiert von den Risikomanagementmaßnahmen der Muttergesellschaft, zu denen ein multifunktionales Team gehört, das regelmäßig Betriebs-, Lieferanten- und Kodak Alaris-Risikoüberprüfungen durchführt, ein Krisenmanagementteam zusammenstellt sowie Maßnahmen zur Preisgestaltung für Dienstleistungen und Produkte ergreift. Das Managementteam überprüft weiterhin die Geschäftsstrategie und die betriebliche Effizienz, um neue Prozesse zu entwickeln und bestehende Prozesse sowie betriebliche Pläne zu verbessern, um die Auswirkungen dieser Risiken angemessen zu mindern.

c) Ertragsorientierte Risiken

Konkrete Risiken sehen wir in einem möglichen sinkenden Absatzvolumen und Preisrückgängen insbesondere wegen der schwierigen Abschätzung der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft, der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Hauptabsatzmarkt Deutschland und deren Einfluss auf die Nachfrage unserer Produkte. Weitere Risiken ergeben sich aus der hohen Konzentration auf wenige Handelspartner innerhalb von Kodak Moments und einer hohen Wettbewerbsintensität in den Bereichen Kodak Moments und Alaris. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, ist es notwendig, die Anstrengungen und Investitionen sowohl innerhalb als auch außerhalb dieser Handelspartner auszuweiten. Wir gehen davon aus, mit diesen Maßnahmen unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Demzufolge schätzen wir das gesamte Risiko als gering an.

d) Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesellschaft hat für das am 31. März 2024 endende Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 5.620 TEUR (2023: 6.386 TEUR) erzielt, und zu diesem Zeitpunkt beliefen sich die liquiden Mittel, das Nettoumlaufvermögen (Umlaufvermögen abzüglich Vebindlichkeiten) und das Eigenkapital der Gesellschaft auf 212 TEUR, 29.566 TEUR bzw. 15.391 TEUR (2023: 1.162 TEUR, 31.614 TEUR und 17.271 TEUR).

In den kurzfristigen Vermögenswerten der Gesellschaft ist zum 31. März 2024 ein Betrag von 28.052 TEUR (2023: 32.419 TEUR) enthalten, der von der Muttergesellschaft Kodak Alaris Holdings Limited (KAHL) geschuldet wird. Die Aktiva und Passiva der Gesellschaft unterliegen auch den Sicherheitsvereinbarungen in Bezug auf die Finanzierung, die der Anteilseigner von KAHL, The Board of the Pension Protection Fund, für KAHL bereitstellt. Die nicht in Anspruch genommene Finanzierungsvereinbarung wurde nach der Übernahme am 1. August 2024 aufgehoben. Siehe Abschnitt "Nachtragsbericht" im Anhang.

KAHL hat eine Unterstützungserklärung abgegeben, in der es bestätigt, dass es das Unternehmen bei Bedarf finanziell unterstützen wird, damit das Unternehmen seine Verbindlichkeiten bei Fälligkeit während eines Zeitraums von 12 Monaten ab dem Datum der Unterzeichnung des Jahresabschlusses zum 31. März 2024 erfüllen kann.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung des Unternehmens sowie der Anschubfinanzierung durch die Muttergesellschaft sieht das Management derzeit kein Liquiditätsrisiko. Die Gesellschaft hat Zugang zum Cash-Pooling der Kodak Alaris Holdings Group.

Die Gesellschaft hat zum 31. März 2024 gegen die Kodak Alaris Holdings Limited eine Forderung in Höhe von 28.052 TEUR, die aus der Teilnahme am Cash-Pooling-Programm der Gruppe resultiert. Im Falle einer Insolvenz der Muttergesellschaft wäre diese Forderung uneinbringlich und würde wahrscheinlich auch zur Insolvenz der Gesellschaft führen.

Das Risiko von Kundenforderungsausfällen ist gering und das Risiko von Verlusten aus der Neubewertung von Vorräten ist minimal. Aufgrund der Rolle des Unternehmens als Low-Risk- Distributor für Produkte von Kodak Alaris Limited (KAL) in Deutschland werden die Risiken weitgehend von KAL getragen.

Die künftige Entwicklung der Wechselkurse von USD und GBP stellt ein Risiko dar, da sie die Kosten für die Vorräte bzw. Wareneinkäufe erhöhen könnte. Aufgrund der Rolle des Unternehmens als Low- Risk-Distributor für Konzernprodukte in Deutschland werden die Risiken jedoch weitgehend von der KAL getragen.

Die Liquiditätslage des Unternehmens ist unter Einbezug des Cash-Poolings zufriedenstellend, und die Geschäftsführung rechnet nicht mit einem Liquiditätsdefizit.

e) Risikomanagement

Das Unternehmen wendet wirksame Kontrollsysteme an, um Unternehmensrisiken zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Jede unserer Geschäftseinheiten verfügt über separate Finanzteams, und auch die Finanzberichterstattung für das Unternehmen wird von einer eigenen Ressource verwaltet. Das Management überprüft kontinuierlich die Kontrollen und Prozesse des Unternehmens sowie die Umsetzung konzernweit einheitlicher Richtlinien, den Einsatz zuverlässiger Software, die Auswahl und Schulung von qualifiziertem Personal und unterstützt die Unternehmenssicherung bei der Aufrechterhaltung der Kontrollen. Dies ermöglicht es dem Management, Risiken zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

5.2 Chancenbericht

Die Geschäftsleitung sieht für Kodak Moments in den kommenden Jahren weiterhin noch Chancen in der Smartphone-Fotografie. Mehr als 90 % aller Fotos und etwa 70 % aller gedruckten Fotos werden mit Smartphones aufgenommen. Wir entwickeln weiterhin Technologien, die es den Verbrauchern erleichtern, die Fotos von ihren Smartphones zu drucken. Der Markt für Premium-/Geschenkprodukte nimmt weiter zu, und um davon zu profitieren, erweitern wir unser Portfolio und versuchen, diese in unser Sofortdruckangebot aufzunehmen. "Click & Collect" ist eine weitere Wachstumschance, die in den USA und in Großbritannien bereits seit einigen Jahren besteht und in Deutschland allmählich an Boden gewinnt. Kodak Moments war der erste Fotoanbieter, der seit Juli/August 2020 diesen Bestellweg auf der DM Foto-Webseite angeboten hat. Die Gesellschaft erwartet Wachstum in diesem Bereich insbesondere durch die Aufnahme von Premiumprodukten in diesem Verkaufskanal. Wachstumschancen sieht das Management in den kommenden Jahren auch durch den neuen Little- Pix-Ansatz mit Abzügen im Miniformat (Mini-Retro-Stil) als Teil der Sofort-Premium-Produktstrategie.

Der Scannermarkt zeigt gute Wachstumsaussichten-das Management geht davon aus, dass der Geschäftsbereich Alaris mit dem bestehenden Portfolio weiterhin wettbewerbsfähig bleiben wird. Mit der Entwicklung neuer Produkte wird es möglich sein, weitere Marktanteile zu gewinnen. Gleichzeitig baut Alaris sein Softwareportfolio aus, um für alle digitalen Daten gerüstet zu sein, und wir erwarten einen Anstieg aufgrund des verstärkten Fokus auf das Software- und Lösungsgeschäft insbesondere aufgrund der Nachfrage im Rahmen des Intelligent Document Processing (IDP).

Die Gesamtposition des Unternehmens am Markt gibt uns die Chance, auf Aktivitäten und Preisstrategien des Wettbewerbs zu reagieren und Marktanteile hinzuzugewinnen.

5.3 Gesamtaussage

Aufgrund des schwierigen Wettbewerbsumfelds sehen wir Risiken für das zukünftige Wachstum voraus, jedoch keine, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sind wir der Meinung gut positioniert zu sein, um künftige Risiken zu bewältigen.

6. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Das Unternehmen hat seine Aktivitäten in der Vergangenheit durch seinen eigenen positiven Mittelzufluss finanziert und verfügt über konzerninterne Forderungen, die es in Anspruch nehmen kann. Zur Risikokonzentration bei der Forderung gegen die Gesellschafterin verweisen wir auf den Risikobericht (Punkt 5.1.d). Wenngleich verzinsliche Konzernforderungen bestehen, erscheint das Zinsänderungsrisiko überschaubar.

Der Liquiditätsbedarf des Unternehmens wird zentral von der Gruppe verwaltet. Die Finanzierungspolitik des Konzerns besteht darin, sicherzustellen, dass sie Zugang zu Liquidität hat und über geeignete Finanzierungsstrukturen verfügt. Die Gruppe verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem, um Risiken frühzeitig zu erkennen und etwaige Marktchancen zu nutzen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Derivative Finanzinstrumente werden auf Konzernebene behandelt. Zum 31. März 2024 bestanden keine derivativen Finanzinstrumente bei der Kodak Alaris Germany GmbH.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

 

Stuttgart, 18. März 2025

Markus Roland Fleischer

Helena Babic

Gabriele Ess

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kodak Alaris Germany GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kodak Alaris Germany GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kodak Alaris Germany GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 18. März 2025

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hämmerle, Wirtschaftsprüfer

Gohlke, Wirtschaftsprüfer

Die Gesellschafterversammlung der Kodak Alaris Germany GmbH hat den Jahresabschluss zum 31. März 2024 am 19. März 2025 festgestellt.

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