Mercedes-Benz Versicherung AG

Siemensstraße 7, 70469 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 751119
Vorher
MBV Projektmanagement AG
Eingetragen
18.12.2014
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem VersicherungsgeschäftTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklernTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der unmittelbare und mittelbare Betrieb der Schaden- und Unfallversicherung, insbesondere der Reparaturkostenversicherung und der Versicherung gegen finanzielle Verluste einschließlich der Garantieversicherung im In- und Ausland. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die Vermittlung von Erst- und Rückversicherungsverträgen im In- und Ausland, soweit die Versicherungsprodukte nicht in Konkurrenz zu denen der Gesellschaft stehen. Die Gesellschaft wird vornehmlich, aber nicht ausschließlich, Risiken der Mercedes-Benz Group AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen einschließlich ihrer Mitarbeiter versichern. Darüber hinaus versichert die Gesellschafit vornehmlich, aber nicht ausschließlich, Risiken von Kunden der Mercedes-Benz Group AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorsitzender des Vorstands

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mercedes-Benz Versicherung AG

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Inhalt

Bericht des Aufsichtsrats

Lagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2024

Automobilmärkte

Versicherungswirtschaft

Unternehmen

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Finanz- und Vermögenslage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Risiko- und Chancenbericht

Umsetzung der Anforderungen gemäß Solvency II

Risikomanagement Prozess

Chancen und Risiken aus dem Versicherungsgeschäft

Klassifizierung der Chancen und Risiken

Marktrisiko

Liquiditätsrisiko

Gegenparteiausfallrisiko

Operationelle Risiken

Strategische Risiken und Reputationsrisiken

Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage

Anforderungen an Qualifikation und Organisationsaufbau

Ausblick

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Mercedes-Benz Versicherung AG, Stuttgart Jahresabschluss

Bilanz zum 31.12.2024 - Aktivseite

Mercedes-Benz Versicherung AG, Stuttgart Jahresabschluss

Bilanz zum 31.12.2024 - Passivseite

Mercedes-Benz Versicherung AG, Stuttgart Jahresabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2024

Anhang

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bewertungsmethoden Aktiva

Bewertungsmethoden Passiva

Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten

Erläuterungen Aktiva

Erläuterungen Passiva

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Versicherungstechnische Rechnung

Nichtversicherungstechnische Rechnung

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer/innen

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

Konzernzugehörigkeit

Sonstige finanzielle Verpflichtungen & Haftungsverhältnisse

Abschlussprüferhonorar

Aufsichtsrat und Vorstand

Beziehungen zu nahestehenden Personen

und Unternehmen gemäß § 285 Nr. 21 HGB

Organmitglieder

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bericht des Aufsichtsrats

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäftsjahr 2024 in vier Sitzungen mit der Entwicklung der Mercedes-Benz Versicherung AG befasst. Anhand ausführlicher Erläuterungen zum Geschäftsverlauf sowie im Rahmen der Finanzberichterstattung hat der Vorstand den Aufsichtsrat in den Sitzungen über die Entwicklung der Mercedes-Benz Versicherung AG informiert. Unter anderem hat der Vorstand die Geschäfts- und Finanzlage, das Risikomanagement, die Personalsituation, den Geschäftsverlauf der Gesellschaft sowie Investitionsvorhaben und grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik thematisiert. Der Aufsichtsrat hat über alle Themen hinweg ausführlich mit dem Vorstand beraten.

In der Sitzung am 19. März 2024 wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand zu den Geschäftsjahreszahlen 2023 informiert. Des Weiteren genehmigte der Aufsichtsrat das Budget für die Abschlussprüfungsleistungen der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) für die Prüfung des Jahresabschlusses 2024. Innerhalb dieses Budgets wurden zusätzliche Prüfungsleistungen für die Etablierung des neuen Contract Management Systems (CMS) bei der MBV genehmigt. Zudem wurde ein Genehmigungsrahmen für Nichtprüfungsleistungen der PwC festgelegt. Der seit Januar 2023 gültige Mercedes-Benz Group- Dienstleistungskatalog wurde auch für die Mercedes- Benz Versicherung AG für 2024 übernommen. PwC wurde vorbehaltlich der Wahl in der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer für 2024 bestellt, und der Aufsichtsratsvorsitzende wurde zur alleinigen Unterzeichnung der Beauftragung ermächtigt. Schließlich wurde Herr Dr. Ingo Telschow als Stellvertreter des Aufsichtsrats für 2024 benannt.

Es wurde festgestellt, dass die aktuelle Strategie der Mercedes-Benz Versicherung AG zur Kenntnis genommen wurde. Dabei wurde besonders darauf hingewiesen, dass eine geringfügige Änderung der Geschäftsstrategie vorgenommen und ebenfalls berücksichtigt wurde.

Ebenfalls wurde das Vertriebsupdate 2024 inklusive BMF-Update berücksichtigt. Der Aufsichtsratsvorsitzende stellte fest, dass die Entwicklung der Risikosituation der MBV für das vierte Quartal 2023 sowie die aktuelle Risikosituation berücksichtigt wurden. Zudem bestätigte der MBV-Vorstand die Aktualisierung und Freigabe der Risikostrategie und des Risikotragfähigkeitskonzepts. Weiterhin wurden die Informationen zum Umsetzungsstand der Maßnahmen und das Update zur Informationssicherheit für Q4 2023 zur Kenntnis genommen.

In der Sitzung am 14. Mai 2024 erörterte der Aufsichtsrat den am 29. April 2024 aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023. Dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen hat der Aufsichtsrat keine Anhaltspunkte für Einwendungen gegen den Jahresabschluss gefunden und den Jahresabschluss 2023 gebilligt und damit festgestellt. Weiterhin wurde in dieser Sitzung der Aufsichtsrat über den Prüfungsbericht 2023 des Abschlussprüfers KPMG AG zum Jahresabschluss und Lagebericht sowie zu dem Geschäftsverlauf in 2024 informiert. Bei der Aufsichtsratssitzung am 14. Mai 2024 waren aufgrund der Übergabe an den Abschlussprüfer PwC die Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG und PwC anwesend. Ein Vertreter von KPMG gab einen Überblick über den Prüfungsauftrag, Zeitplan, die Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der KPMG. Er erläuterte die Prüfungsergebnisse und Feststellungen nach HGB und bestätigte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2023. Die Prüfungsschwerpunkte 2023 umfassten die Bewertung der Kapitalanlagen, Beitragsüberträge, IT-System-Funktionalität, Auslagerung und zugehörige Kontrollen sowie die Brutto-Beitragsüberträge Garantieversicherung. Der Vertreter präsentierte die Ergebnisse nach Solvency II und erläuterte Ermessenspielräume, Themen für Folgeprüfungen und Bewertungen der Prüfungsschwerpunkte. Die Informationen und Feststellungen der KPMG wurden zur Kenntnis genommen.

Darüber hinaus verabschiedete der Aufsichtsrat den Bericht des Aufsichtsrates für das Gesamtjahr 2023. Der Aufsichtsrat entschied in derselben Sitzung, der Hauptversammlung vorzuschlagen, Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen.

In der Sitzung am 27. Juni 2024 wurde der Aufsichtsrat neben den zum Zeitpunkt aktuellen Financials zu einem Update der MBV-Dienstleister sowie über den Beschwerdebericht 2023 der Mercedes-Benz Versicherung AG informiert. Des Weiteren erfolgte die Berichterstattung über aktuelle Prüfungsergebnisse der internen Revision sowie ein Update über Governance-Themen.

In der Sitzung am 15. Oktober 2024 wurde die neue Geschäftsordnung der Mercedes-Benz Versicherung AG vorgestellt. Der Hintergrund hierfür ist, dass bei der Mercedes-Benz Insurance Services GmbH (MBIS) im Jahr 2024 eine Geschäftsordnung eingeführt wurde. Diese verpflichtet die MBIS, auch in den Tochtergesellschaften eine Geschäftsordnung zu etablieren. Der Aufsichtsrat hat sich dieser Aufgabe angenommen und die Geschäftsordnung an die Bedürfnisse der MBV angepasst. Die MBV-Geschäftsordnung wurde dem Vorstand und den Aufsichtsratsmitgliedern am 15. September 2024 zur Kenntnisnahme zugesendet. Auf Antrag wurde die Verabschiedung der MBV- Geschäftsordnung zum 1. November 2024 beschlossen. Neben den zum Zeitpunkt aktuellen Financials wurde ebenfalls ein Business-Update gegeben und die Berichterstattung der internen Revision vorgestellt.

Des Weiteren wurde erläutert, dass die Aufsichtsratsmitglieder von einem Versicherungsunternehmen jährlich eine Selbsteinschätzung vornehmen und darauf ihren Entwicklungsplan aufbauen müssen. Beide Dokumente mussten bei der BaFin eingereicht werden. Es folgte ein Update zum Entwicklungsplan für 2024, basierend auf der Selbsteinschätzung von 2023, wobei der Stand der Präsentation aus August 2024 stammte. Zudem wurde die Zeitleiste für die Selbsteinschätzung und den Entwicklungsplan 2025 präsentiert.

Frau Dagmar Stelter hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt.

Gemäß Umlaufverfahren, hat der Aufsichtsrats einstimmig beschlossen, Frau Ulrike Eckel als Nachfolgerin für das Aufsichtsratsmandat von Frau Dagmar Stelter vorzuschlagen.

Vor diesem Hintergrund wurde eine außerordentliche Hauptversammlung am 5. Dezember 2024 einberufen. Frau Ulrike Eckel wurde als Aufsichtsratsmitglied der Mercedes-Benz Versicherung AG für die restliche Amtszeit, also bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2024 entscheidet, zur Nachfolge für das ausscheidende Mitglied Frau Dagmar Stelter vorgeschlagen und einstimmig zum Aufsichtsratsmitglied der Mercedes-Benz Versicherung AG ab dem 1. Januar 2025 gewählt.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich beraten und überwacht. Zustimmungsbedürftige Geschäfte und Maßnahmen wurden vom Aufsichtsrat geprüft und nach Erörterung mit dem Vorstand genehmigt. Auch außerhalb der Sitzungen haben die Mitglieder des Aufsichtsrates dem Vorstand beratend zur Verfügung gestanden und mit diesen besonderen Entwicklungen besprochen. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates in Einzelgesprächen und in Regelkommunikationen vom Vorstand unterrichten lassen. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat in Gesprächen mit Mitarbeitern und durch Teilnahmen an Komitees zu Underwriting, Kapitalanlage und Risikomanagement sich Einblicke in die Geschäftstätigkeit verschafft. Im Kontext der Abschlussprüfung hat sich der Aufsichtsrat in der Planungs-, Durchführungs- und Schlussphase jeweils mit dem Wirtschaftsprüfer ausgetauscht.

Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung für den hohen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2024.

 

Stuttgart, im März 2025.

Dr. Ingo Telschow, Vorsitzender

Lagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2024

Die MBV ist im Bereich des Garantiegeschäftes ausschließlich in Deutschland aktiv und im Rahmen der Mobilitätsgarantie in Europa. Da die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Einfluss auf Geschäftsgebiete haben können, werden in diesem Lagebericht sowohl die Weltwirtschaft als auch insbesondere die deutsche Wirtschaftslage erläutert.

Die Weltwirtschaft wuchs im Berichtsjahr um 3,2 % und lag dabei knapp unter dem langjährigen Durchschnitt. Der Welthandel legte ebenfalls mit 3,3 % Wachstum zu, und wird insbesondere durch den Dienstleistungssektor gestützt. Positiver Effekt war hier unter anderem die Lockerung der Geldpolitik vieler Notenbanken. Der weltweite Inflationsrückgang hat sich im Berichtsjahr verlangsamt und beträgt 4,6%.

Die Eurozone entwickelte sich im Gesamtjahr 2024 mit einem Plus von 0,7 % deutlich schlechter als die US- Wirtschaft. Nachdem die Wirtschaft der Eurozone in den ersten drei Quartalen 2024 noch ein kleines Wachstum verzeichnen konnte, verharrte die Wirtschaftsleistung von Oktober bis Dezember 2024 auf dem Niveau des Vorquartals. Im Sommerquartal gab es noch ein Wachstum von 0,4 %. Schwache Investitionen und zurückhaltende private Konsumausgaben belasteten das Wachstum in Europa. Die Inflationsrate in der Eurozone betrug im Jahresdurchschnitt 2,4 % und nähert sich dem Notenbankziel von 2 %.

Um der Konjunkturschwäche entgegenzuwirken, hat die EZB die Zinswende bereits im Juni 2024 eingeleitet und die Leitzinsen von 4,5 % auf 3,15 % gesenkt.

Die deutsche Wirtschaft ist im Berichtsjahr erneut das zweite Jahr in Folge in die Rezession gerutscht. Die Wirtschaftsleistung sank um -0,2 %. 2023 hatte es bereits einen Rückgang um -0,3 % gegeben. Neben hohen Energiekosten und einem erhöhten Zinsniveau haben auch die zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten sowie unsichere wirtschaftliche Aussichten eine Erholung verhindert. Hinzu kamen politische Unsicherheiten vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bis hin zu den haushaltspolitischen Turbulenzen in der Bundesregierung und dem Platzen der Ampel-Regierung.

Automobilmärkte

Die oben beschriebenen Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarkts im Berichtsjahr. Es zeichnete sich bei vielen Standorten im Jahresverlauf eine kontinuierlich schwächer werdende Marktnachfrage von Kundenseite ab.

Insgesamt bewegte sich der weltweite Automobilmarkt in diesem Umfeld deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Der Absatz von Mercedes-Benz Cars verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 3 %. Dabei ist in Europa (Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Schweiz und Norwegen) ein Rückgang um rund 3 % und in China um rund 7 % zu verzeichnen während in den übrigen großen Absatzmärkten vor allem Nordamerika (USA, Kanada und Mexiko) ein Absatzwachstum von bis zu 8 % zu verzeichnet ist. In Europa konnten 641.800 (2023: 659.600) Fahrzeuge abgesetzt werden. In Deutschland wurde ein Absatzrückgang von 9 % auf 213.500 (2023: 234.300) Einheiten verzeichnet.

Versicherungswirtschaft

Nach vorläufigen Berechnungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) sind die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherer in 2024 um 5,3 % auf 238,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 226,2 Milliarden Euro) über alle 3 Sparten hinweg gewachsen.

In dem für die Mercedes-Benz Versicherung AG relevanten Segment der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Beitragseinnahmen laut GDV um 7,8 % auf 92,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 85,5 Milliarden Euro).

Anders als im Vorjahr sind die versicherungstechnischen Leistungen langsamer gestiegen als die Beitragseinnahmen. Die versicherungstechnischen Leistungen stiegen um 6,4 % auf 70,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 66,0 Milliarden Euro). Die Schaden-Kosten- Quote verbesserte sich dadurch auf ca. 97,9 % (Vorjahr: 98,8 %).

Insgesamt verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis mit einem Gewinn von rund 1,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,5 Milliarden Euro).

Unternehmen

Die Mercedes-Benz Versicherung AG (MBV), Stuttgart, ist im Sinne des § 341a Abs. 1 S.1 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Schaden- und Unfallversicherung im In- und Ausland.

Der MBV wurde im Jahr 2015 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis zum Betrieb der Versicherungszweige "Garantieversicherung von Kraftfahrzeugen" sowie der "Reparaturkostenversicherung von Kraftwagen" erteilt.

Im Jahr 2018 hat die MBV ihre Geschäftstätigkeit um die Mobilitätsgarantie für das Mobilo-Programm PKW und das Mobilo-Programm Transporter der Mercedes-Benz AG erweitert. Das aktuelle versicherungstechnische Risiko der Gesellschaft besteht somit neben der Garantieversicherung von Kraftfahrzeugen der Marken Mercedes-Benz und smart in Deutschland auch aus der Absicherung des finanziellen Verlustes aus diesem Mobilitätsversprechen der Mercedes-Benz Group AG.

Die MBV versichert neben den Risiken der Mercedes-Benz Group AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen auch die zum Händlernetz gehörigen autorisierten Mercedes-Benz Partner.

Die Mercedes-Benz Group AG ist das Mutterunternehmen des Konzerns. Die Mercedes-Benz Group AG hält über die Mercedes-Benz Insurance Services GmbH, die Muttergesellschaft der MBV, an der Gesellschaft eine Beteiligung von 100,00 %.

Über einen Geschäftsbesorgungsvertrag werden die von der Mercedes-Benz Insurance Services GmbH zur Verfügung gestellten Kapazitäten in den Bereichen Corporate Compliance, Recht, Transaktionales Accounting, Kapitalanlagemanagement, Regulatorisches Reporting, Governance und Personalwesen geregelt.

Ein Funktionsausgliederungsvertrag bezüglich der Treasury-Aktivitäten besteht mit der Mercedes-Benz Bank AG.

Darüber hinaus bestand im Geschäftsjahr mit der Mercedes-Benz Re Insurance S.A. Luxembourg, ein Quoten-Rückversicherungsvertrag. Dieser Vertrag bezieht sich auf das Garantiegeschäft und weist eine Rückversicherungsquote von 65,00 % aus. Der Rückversicherungsvertrag für das Mobilo-Programm mit einer Rückversicherungsquote von 60,00 % wurde mit Wirkung zum Zeichnungsjahr 2022 gekündigt.

Mit Geschäftsgründung wurde ein Dienstleistungsvertrag mit der Car-Garantie GmbH, Freiburg, über die Vertrags- und Leistungsbearbeitung abgeschlossen. In 2021 ist die Leistungsbearbeitung auf die Mercedes-Benz Bank Service Center GmbH in Berlin übergegangen. Des Weiteren erfolgen durch die Car-Garantie GmbH und die Mercedes-Benz Bank AG eine Vertriebsunterstützung auf Basis von geschlossenen Versicherungsvermittlerverträgen.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Im Geschäftsjahr wurden durch die MBV 259.641 Versicherungsverträge (i. Vj. 228.436) abgeschlossen. Der Bestand aller im Portfolio vorhandenen Versicherungsverträge beträgt 451.291 (Vj. 422.615).

Die gebuchten Bruttobeiträge lagen mit 157.810.867,59 EUR (i. Vj. 133.325.234,59 EUR) über den Planungen für das Geschäftsjahr.

Der Absatzanstieg ist dabei auf die höhere Verfügbarkeit von zertifizierten Gebrauchtfahrzeugen auf dem deutschen Markt zurückzuführen. Der Anstieg der Bruttobeiträge resultiert aus der durchgeführten Prämienerhöhung in 2024 und dem Anstieg bei den abgeschlossenen Neuverträgen.

Die Entwicklung der Schadenkosten war wie im Vorjahr durch Inflationseffekte getrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung den Materialkosten und dem Anstieg der Arbeitslöhne hatten.

Der Anteil der Aufwendungen für Versicherungsfälle einschließlich der Regulierungskosten an den verdienten Beiträgen beträgt 83, 11 %. (i. Vj. 74,79 %). Zusätzlich wurden sonstige versicherungstechnische Rückstellungen sowie Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen berücksichtigt.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung belaufen sich auf 36.669.538,96 EUR (i. Vj. 31.004.630,09 EUR) und entfallen auf eine gestiegene Anzahl an gemeldeten Geschäftsjahresschäden von 106.892 (i. Vj. 93.585) und eine Anzahl an gemeldeten Vorjahresschäden von 1.186 (i. Vj. 10.728).

Schadenquoten der Mercedes-Benz Versicherung AG beginnend ab 2016

2024 2023 2022 2021 2020
Schadenquote 83,11 74,79% 67,38% 67,80% 61,80%
2019 2018 2017 2016
Schadenquote 64,00% 71,00% 85,24% 10.227,83%

Abwicklungsergebnisse der Mercedes-Benz Versicherung AG beginnend ab 2017

2024 2023 2022 2021
Abwicklungsergebnis 28,90% 20,25% 28,94% 24,00%
2020 2019 2018 2017
Abwicklungsergebnis 13,97% 9,12% 7,70% 19,00%

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betragen im aktuellen Geschäftsjahr 14.218.908,78 EUR (i. Vj. 13.644.471,75 EUR). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung beträgt 16.472.905,31EUR (i. Vj. 19.432.098,17 EUR). Der Rückgang ist auf die höheren Aufwendungen für Versicherungsfälle und die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zurückzuführen.

Das Kapitalanlageergebnis ist in 2024 durch ein höheres Anlagevolumen in Termingelder und dadurch höhere Zinserträge im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die Wertpapiere innerhalb des Spezial-AIF sind im Geschäftsjahr kontinuierlich gestiegen.

Aufgrund der Umstellung des Spezialfonds der MBV zu einem thesaurierenden Fonds im Jahr 2020, werden keine erfolgswirksamen Ausschüttungen mehr aus dem Spezialfonds der MBV erfasst und somit keine Erträge aus dem Spezialfonds erzielt.

Der aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinn beträgt 13.760.240,92 EUR (i. Vj. 28.789.774,05 EUR) und ist um 52,20 % geringer als im Vorjahr aufgrund der Zuschreibung des Spezialfonds in 2023.

Finanz- und Vermögenslage

Per 31.12.2024 beträgt das Eigenkapital, unverändert zum Vorjahr, 45.000.000,00 EUR.

Die Kapitalanlagen stehen jederzeit zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung.

Die Investitionsstrategie der MBV bezieht sich insgesamt auf Anlagen in Aktien, Renten, Derivate als Absicherungsinstrumente, Termineinlagen sowie Barmittelbestandteile. Im Anlagegeschäft erzielte die MBV in 2024 analog zum Vorjahr aufgrund steigender Zinsen und einem höheren Anlagevolumen ein Zinsergebnis in Höhe von 2.667.333,55 (i. Vj. 2.081.853,56 EUR).

Der Spezialfonds der MBV wird gemäß HGB nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Die fortgeführten Anschaffungskosten sind auf 148.126.739,09 EUR notiert. Es bestehen Bewertungsreserven des Spezialfonds der MBV zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 8.880.304,86 EUR (i. Vj. 1.676.748,51 EUR).

Die Termineinlage mit einer Laufzeit von 35 Tagen und einer im Geschäftsjahr durchschnittlichen Verzinsung von ca. 3,5 % bei der BGL BNP Paribas weist per 31. Dezember 2024 einen Buchwert von 7.158.688,29 EUR (Vorjahr: 6.912.863,53 EUR) aus.

Darüber hinaus besteht zum 31. Dezember 2024 eine Termingeldeinlagen bei der Credit Agricole Corporate and Investment Bank mit einer Laufzeit von 11 Monaten in einer Höhe von 15.000.000,00 EUR. Zudem bestehen zum Stichtag Termingeldeinlagen bei der Bayerischen Landesbank in einer Gesamthöhe von 30.000.000,00 EUR mit Laufzeiten von 10 bzw. 11 Monaten. Zusätzlich bestehen noch weitere Termingeldeinlagen bei der Commerzbank in Höhe von 40.000.000,00 EUR mit Laufzeiten von 2,5 bis 11 Monaten. Die Verzinsung lag zwischen 2,5 % bis 4,00 %.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren der Mercedes-Benz Versicherung AG umfassen den Stand der neu abgeschlossenen Versicherungsverträge sowie die gebuchten Bruttobeiträge.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die MBV schloss das Jahr 2024 trotz der zahlreichen geopolitischen Krisen und zunehmenden makroökonomischen Volatilitäten erfolgreich ab.

Belastend für die globalen Kapitalmärkte sind die anhaltenden geopolitischen Krisen sowie der russische Angriffskrieg in der Ukraine und der -trotz jüngst positiver Signale- nicht beigelegte Konflikt im Nahen Osten.

Insgesamt sind diese Unsicherheiten sehr hoch und bedingen hohe Volatilitäten an den Kapitalmärkten.

Die MBV erwartet aufgrund des guten Marktzinsumfelds ein Kapitalanlageergebnis für das kommende Jahr auf Berichtsjahresniveau.

Der Automobilmarkt in Deutschland für Pkw der Marken Mercedes-Benz und smart ist limitiert. Veränderungen im Neuwagenabsatz und des Fahrzeugabsatzes der zum Teil zertifizierten Gebrauchtfahrzeuge schlagen unmittelbar auf das erzielbare Prämienvolumen der MBV nieder

Der Vorstand bewertet die wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt weiterhin als zufriedenstellend und ist zuversichtlich für das Geschäftsjahr 2025. Neben unerwarteten makroökonomischen Entwicklungen und insbesondere neben geo- und handelspolitischen Ereignissen können Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und die Geschäftsentwicklung der MBV resultieren. Aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage und Fahrzeugverfügbarkeit im deutschen Markt im Neu- und Gebrauchtfahrzeuggeschäft wird mit stabilen bis leicht ansteigenden Neuvertragsabschlüssen in 2025 gerechnet. Die Planung für 2025 enthält Projektkosten und alle Verwaltungskosten für den operativen Betrieb der MBV, insbesondere die Kosten für Vertragsbearbeitung, Schadenregulierung und die Vertriebsaktivitäten sowie projektbezogene Kosten im Umfeld der DORA-Implementierung. Aufgrund des wachsenden Portfolios und des steigenden Haftungsgrades über den Planungszeitraum wird auch die absolute Kostenbelastung entsprechend steigen.

Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäfts- und Risikostrategie der MBV bilden den Rahmen für die Anforderungen an die Unternehmenspolitik sowie das Chancen- und Risikomanagement. Neben der Darstellung von Chancen und Potenzialen wird das gemeinsame Grundverständnis für das Eingehen, die Überwachung sowie die Steuerung von Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft definiert.

Die dauerhafte und nachhaltige Einhaltung der Solvenzkapitalanforderungen wird im Wesentlichen durch den nachfolgenden Regelprozess sichergestellt:

Umsetzung der Anforderungen gemäß Solvency II

Die Aufbau- und Ablauforganisation der MBV zielt auf die angemessene und wirksame Umsetzung der Solvency II Anforderungen ab. Grundsätzlich basieren die Solvency II Regelungen auf einem Drei-Säulen-Modell. Die folgenden Ausführungen stellen die Ausrichtung der MBV auf dieses Modell dar.

Die Anforderungen der Säule I umfassen im Wesentlichen Regelungen zur marktnahen Bewertung von Aktiva und Passiva. In diesem Zusammenhang ist die Ermittlung der regulatorischen Solvenzkapitalanforderung (Solvency Capital Requirement), basierend auf der Standardformel gemäß Solvency II, und die Bewertung der Risikotragfähigkeit ein wesentlicher Bestandteil.

Die Anforderungen der Säule II umfassen die Mindestvoraussetzungen an das Risikomanagement und das Governance System der Gesellschaft. Die aufsichtsrechtlich geforderten Schlüsselfunktionen unabhängige Risikomanagement Funktion, Compliance-Funktion, Funktion der internen Revision und versicherungsmathematische Funktion sind fester Bestandteil der Aufbau- und Ablauforganisation und damit wesentlicher Bestandteil des Governance-Systems. Die Erfüllung der Qualifikationsanforderungen an Schlüsselfunktionsinhaber und Vorstände ("fit and proper") ist durch entsprechend etablierter Prozesse gewährleistet.

Die Anforderungen der Säule III umfassen die Offenlegungspflichten gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie gegenüber der Öffentlichkeit. Zur Erfüllung dieser Offenlegungspflichten sind Prozesse, Richtlinien und Regelungen implementiert.

Ein wesentlicher Bestandteil der Offenlegungspflicht ist die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA - Own Risk and Solvency Assessment). Dieser Kernprozess dient der Beurteilung der relevanten und geschäftspolitischen Risiken und des sich daraus ergebenden Solvenzkapitalbedarfs, betrachtet innerhalb des operativen Planungshorizonts von drei Jahren. Die Kalkulation umfasst dabei als wesentliches Element auch die Berücksichtigung der vom Vorstand definierten Stresstest-Szenarien und deren Auswirkungen auf die Eigenmittel.

Risikomanagement Prozess

Das Risikomanagement umfasst alle Maßnahmen und Prozesse zur Risikoidentifikation, Bewertung, Überwachung, Steuerung und Berichterstattung im Unternehmen.

Das Interne Kontrollsystem (IKS) beschreibt alle Grundsätze, Kontrollen und Regelungen, die den ordnungsgemäßen Ablauf der Geschäftsprozesse unterstützen. Dabei zielen die operativen, internen Kontrollen insbesondere auf die Vermeidung bzw. Minderung inhärenter Risiken ab.

Innerhalb des Risikomanagement Prozesses werden die für die MBV wesentlichen Risiken, die grundsätzlich in allen betrieblichen Bereichen, Funktionen und Abläufen auftreten können, identifiziert. Alle nach Solvency II als wesentlich für die MBV definierten Ausgliederungen werden ebenfalls mittels dieser Prozesse betrachtet. In den Risikoberichten, der Risikoinventur und -überwachung, der Limitfestsetzung sowie dem ORSA-Bericht werden sie systematisiert und beurteilt. Die Quantifizierung erfasster Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage erfolgt einerseits mittels der Standardformel nach Solvency II und andererseits mittels des etablierten Risikomanagement Prozesses.

Die grundsätzliche Verantwortung für den unmittelbaren Umgang mit Risiken obliegt dem Vorstand. Die Risikomanagement Funktion unterstützt den Vorstand durch ein proaktives und operatives Risikomanagement. Zur Einschätzung der Risiko- und Chancensituation der MBV werden versicherungstechnische Risiken, die Markt-, Liquiditäts- und Ausfallrisiken, operationelle Risiken, strategische Risiken, Reputationsrisiken und Nachhaltigkeitsrisiken sowie realisierbare Chancen im Marktumfeld betrachtet. Die Nachhaltigkeitsrisiken bei der MBV wurden in das Risikomanagementsystem integriert, indem sie für jede bestehende Risikoart separat betrachtet und bewertet werden. Damit werden die Nachhaltigkeitsrisiken bei der MBV nicht als eine eigene Risikoart klassifiziert.

Die anhand dieses Verfahrens erkannten und untersuchten Risikopositionen werden aktiv gesteuert. Der Chief Risk Officer (CRO) ist für die ordnungsgemäße Durchführung und Ausgestaltung des Risikomanagement Prozesses und die laufende Risikoüberwachung sowie der Überwachung des Internen Kontrollsystems verantwortlich.

Durch regelmäßige Informationen und den Austausch mit den Fachbereichen wird zudem eine frühzeitige und nachhaltige Sensibilisierung innerhalb der gesamten Gesellschaft erreicht. Letztlich wird damit das Risikobewusstsein bereits in den operativen Geschäfts- und Entscheidungsprozessen integriert und nachhaltig gesteigert.

Zur Sicherstellung einer adäquaten Kommunikation durch das Risikomanagement an den Chief Risk Officer erfolgt, neben einem regelmäßigen Austausch im Risikomanagement Komitee, bei Bedarf eine ad hoc Mitteilung. Der Chief Risk Officer stellt zusammen mit der Risikomanagement Funktion Entscheidungen, welche der Zustimmung des Gesamtvorstandes bedürfen, regelmäßig in den Vorstandssitzungen der MBV vor. Damit ist sichergestellt, dass der Gesamtvorstand der Gesellschaft regelmäßig über die Risikosituation informiert ist. Die Wirksamkeit und Angemessenheit der ergriffenen Maßnahmen und des Risikomanagement Prozesses werden durch die Interne Revision überprüft und die Ergebnisse dem Vorstand präsentiert. Dadurch werden mögliche Defizite der Risikomanagement Organisation oder des Risikomanagement Prozesses frühzeitig erkannt und notwendige Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Chancen und Risiken aus dem Versicherungsgeschäft

Das Geschäftsmodell der MBV birgt selbstverständlich sowohl Chancen als auch Risiken. Nachfolgend werden die Risikoklassen inklusive der individuellen Ausprägung erläutert.

Die MBV bietet in Deutschland Garantieversicherungsprodukte exklusiv für PKW und Transporter der Marken Mercedes-Benz und smart an. Daneben wird die Absicherung des finanziellen Verlustes aus dem Mobilitätsversprechen der Mercedes-Benz AG in Europa angeboten (Mobilo).

Vor dem Hintergrund einer steigenden Komplexität am Markt legt die MBV Wert auf für ihre Kunden verständliche Produkte mit risikogerechten Preisen. Die MBV zielt darauf mittels Kundenorientierung, Flexibilität und entsprechenden Produkten auf die sich stetig wandelnden Bedürfnisse der Kunden und des Marktes adäquat zu reagieren.

Einen hohen Stellenwert nimmt für die MBV die kontinuierliche Beobachtung des Marktgeschehens rund um die Produkte der Mercedes-Benz AG ein. Hierzu zählt insbesondere die Analyse des Markt- und Wettbewerberverhaltens, des technischen und gesellschaftlichen Wandels sowie der Entwicklung der relevanten Rechtsprechung. Zweck dieser Beobachtungen und Analysen ist es, Trends und Innovationen rechtzeitig zu erkennen und bei Bedarf entsprechende Produktlösungen im Portfolio anzubieten. Damit sollen die Chancen im Bereich der Garantieversicherung, unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen, auch zukünftig wahrgenommen werden.

Neben Chancen steht die Identifikation und Analyse von Risiken im Mittelpunkt der operativen und strategischen Überlegungen der MBV. Das versicherungstechnische Risiko wird u.a. im Rahmen regelmäßiger Underwriting Komitees analysiert. Ein weiterer Prozess ist die regelmäßige Überwachung der Verkaufszahlen und der gebuchten Bruttobeiträge, um die Geschäftsplanerwartungen zu überwachen. Diese Überwachung ermöglicht den laufenden Soll-Ist-Vergleich zwischen der operativen Planung und den tatsächlichen Verkaufszahlen. Dem Risiko einer Unterschreitung der Planzahlen und damit den gebuchten Bruttobeiträgen kann so mittels entsprechender Vertriebsmaßnahmen frühzeitig entgegengewirkt werden.

Die MBV nutzt zum Risikotransfer eine passive Rückversicherungsvereinbarung, womit eine nachhaltige und konsequente Minderung des versicherungstechnischen Risikos erzielt wird. Der ungekündigte Rückversicherungsvertrag ist mit der Mercedes-Benz Reinsurance S.A. Luxembourg 1 geschlossen. Ebenso wird die Angemessenheit des Rückversicherungsschutzes regelmäßig überprüft. Der Rückversicherungsvertrag für das Mobilo-Programm mit Mercedes-Benz Reinsurance S.A. Luxembourg wurde bereits im Jahresverlauf 2021 zum 31.12.2021 gekündigt. Der Rückversicherungsvertrag bleibt in dem Sinne für die Zeichnungsjahre 2018, 2019, 2020 und 2021 inklusiv der Run-off Abwicklung, unberührt. Die Run-Off Abwicklung ist per 31.12.2024 final abgeschlossen.

Das Prämien-/Schadenrisiko ist in der Schadenversicherung als eines der wesentlichsten Risiken einzustufen. Hierzu zählt insbesondere eine mögliche Abweichung der tatsächlichen von den prognostizierten Schadenzahlungen. Diese Abweichungen könnten z.B. aus fehlerhaften Annahmen in der Tarifkalkulation resultieren. Da eine kurzfristige Anpassung der Beiträge und Versicherungsbedingungen innerhalb der vertraglichen Laufzeit nicht möglich ist, wäre in der Folge ein finanzieller Verlust möglich. Derartige Effekte können u.a. auch aus einer zufälligen Häufung von Schäden, aus neuen rechtlichen Rahmenbedingungen oder aus zufällig eintretenden, größeren Schadenereignissen resultieren.

Einen weiteren wesentlichen Risikofaktor bildet das Reserverisiko. Unter dem Reserverisiko wird das Risiko verstanden, dass die für in der Vergangenheit liegende Schadenfälle gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen nicht ausreichend sind. In den Folgejahren entstünden damit ggfs. Abwicklungsverluste. Diesen Risiken wird durch eine vorsichtige Tarifierung und angemessen gebildete Schadenrückstellungen begegnet.

Zur Quantifizierung und Steuerung der versicherungstechnischen Einzelrisiken werden versicherungsmathematische Modelle und Verfahren angewandt.

Klassifizierung der Chancen und Risiken

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist per Definition das Risiko eines Verlustes oder nachteiliger Veränderungen der Finanzlage, das sich direkt oder indirekt aus der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt. Die MBV orientiert sich bei der internen Definition der Untermodule zum Marktrisiko an den Risikomodulen der Standardformel nach Solvency II. Demnach bestehen folgende Marktrisiken im Zusammenhang mit Kapitalanlagen:

a)

Zinsrisiko aus der nachteiligen Veränderung der Werte zinssensitiver Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bedingt durch Schwankungen in der Höhe des risikofreien Basiszinssatzes bzw. der Marktzinsen,

b)

Aktienrisiko aus einem deutlichen Rückgang der Aktienkurse,

c)

Spreadrisiko aus der nachteiligen Veränderung der Werte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, bedingt durch die Änderung der Kredit-Spreads,

d)

Wechselkursrisiko aus der nachteiligen Veränderung der Werte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen (ungleich Euro),

e)

Konzentrationsrisiko aus der mangelhaften Diversifikation innerhalb der o.g. Risikokategorien, sowie der übermäßigen Risikoexponierung bei einer einzelnen Gegenpartei.

Die gesellschaftsindividuelle Risikoexponierung resultiert im Wesentlichen aus den Kapitalanlagen in einem Spezial-AIF. Im Folgenden wird die individuelle Ausprägung gemäß Risikoklasse, basierend auf dem Spezial-AIF, erläutert:

Zu a) Das Zinsrisiko resultiert für die Gesellschaft, bedingt durch die Asset Allokation, aus den im Spezial-AIF gehaltenen verzinslichen Wertpapieren. Zur Reduzierung des Zinsrisikos sowie aus Asset-Liability-Management (ALM)-Gesichtspunkten ist mitunter eine durchschnittliche (Maximal-)Duration von fünf Jahren definiert als auch nur Anlagen im "Investment Grade" Bereich erlaubt. Das Zinsrisiko wird innerhalb des Marktrisikos als bedeutend angesehen.

Zu b) Das Aktienrisiko resultiert für die Gesellschaft, bedingt durch die Asset Allokation aus den im Spezial-AIF gehaltenen Aktien. Zur Reduzierung des Aktienrisikos ist eine Obergrenze, bezogen auf den Gesamtwert des Spezial-AIF, von maximal 15,00 % definiert. Das Aktienrisiko wird innerhalb des Marktrisikos auch als bedeutend angesehen.

1 Die Gesellschaft Daimler Re Insurance S.A. Luxembourg, kurz: DRE, wurde mit Wirkung zum 13.06.2022 zur Mercedes-Benz Reinsurance S.A. Luxembourg, kurz: MBRE, umbenannt.

Zu c) Das Spreadrisiko resultiert für die Gesellschaft, bedingt durch die Asset Allokation aus den im Spezial-AIF gehaltenen verzinslichen Wertpapieren (insbesondere Unternehmensanleihen). Zur Reduzierung des Spreadrisikos sind grundsätzlich nur Anlagen im "Investment Grade" Bereich zulässig. Im Vergleich zu dem Zins- und Aktienrisiko ist das Spreadrisiko am Wesentlichsten innerhalb des Marktrisikos.

Zu d) Das Wechselkursrisiko resultiert für die Gesellschaft, bedingt durch die Asset Allokation, aus den im Spezial-AIF bestehenden Fremdwährungs-Beständen. Zur Reduzierung des Wechselkursrisikos wurden Währungsbeschränkungen vorgenommen. Zulässige Fremdwährungen sind der Schweizer Franken (CHF) und der US-Amerikanischer Dollar (USD), wobei diese max. 10,00 % des Fondsvermögens ausmachen dürfen. Insgesamt ist das Wechselkursrisiko unwesentlich für die MBV.

Zu e) Das Konzentrationsrisiko resultiert für die Gesellschaft, bedingt durch die Asset Allokation, aus Sicht- und Termineinlagen bei einzelnen Kontrahenten und den im Spezial-AIF gehaltenen verzinslichen Wertpapieren und Aktien eines Emittenten. Sofern eine Gegenpartei die definierten Konzentrationsschwellen überschreitet, ist von einer Konzentration zu sprechen. Insgesamt ist das Konzentrationsrisiko innerhalb des Spezial-AIF für die MBV als nicht wesentlich einzuschätzen. Diese Beurteilung basiert auf der quantitativen Betrachtungsweise des Konzentrationsrisikos gemäß Standardformel im Verhältnis zum gesamten Fondsvolumen. Im Bereich der Sicht- und Termineinlagen ist eine unter Beachtung des Proportionalitätssystems nicht wesentliche Konzentration vorhanden. Die Vermeidung einer übermäßigen Exponierung und daraus folgend eine Konzentration wird mittels eines Limitsystems gesteuert.

Die Steuerung der Asset-Klassen und die Beobachtung des Geld- und Kapitalmarktes obliegen der Verantwortung des Kapitalanlage Komitees unter dem Vorsitz des Chief Financial Officers (CFO). Die unterstützende, interne Quantifizierung des Marktrisikos erfolgt quartalsweise und basiert auf den Berechnungen zur Solvenzkapitalanforderung durch die Versicherungs mathematische Funktion gemäß der Standardformel nach Solvency II. Damit wird der regelmäßige Überwachungsprozess unterstützt. Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Information (mindestens zweimal jährlich) des Gesamtvorstandes durch den CFO.

Zu beachten ist, dass die Situation sowie die Erwartung an die Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt den grundsätzlichen Rahmen für die Kapitalanlage der Gesellschaft bilden. Dabei werden relevante Faktoren wie die Entwicklung der Aktienkurse, Veränderungen in der Zinspolitik und die Entwicklung der relevanten (Fremd-) Währungen berücksichtigt. Die Einschätzungen werden regelmäßig durch das Kapitalanlage Komitee überprüft und in die Anlageentscheidung einbezogen.

Die MBV handelt in ihrer Anlagestrategie stets nach dem Vorsichtsprinzip und wählt die Kapitalanlagen nach Liquidität, Qualität, Sicherheit, Rentabilität und Verfügbarkeit aus, wobei zusätzlich auch Nachhaltigkeitsrisiken beachtet werden. Aufgrund der Geschäftsgröße sind das Front Office und die Verwaltung des Spezial-AIF an Dienstleister ausgelagert. Die Dienstleister werden gemäß den Anforderungen der Allgemeinen Regelung zum Outsourcing Management überwacht.

Demzufolge sollen die Kapitalanlagen Folgendes anstreben:

Sicherstellung der ausreichenden Liquidität, um allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können,

Adäquates Rendite- und Risikoprofil,

Verlustausgleichsfähigkeit innerhalb der Asset Klassen, um kurzfristige Verluste ausgleichen zu können,

Einhaltung der rechtlichen Anforderungen.

Die kurz- und langfristigen Kapitalanlagen werden durch die beauftragten Dienstleister und Vermögensverwalter, entsprechend der jeweils geltenden Rahmenverträge und Service-Level-Vereinbarungen, ausgeführt bzw. verwaltet. Dabei ist zu unterscheiden zwischen den Tätigkeiten der Vermögensverwalter im Rahmen des Fondsmanagements durch die LBBW AM und den Dienstleistungen bei der operativen Ausführung der entsprechenden Kapitalanlagen durch die Mercedes-Benz Bank AG.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass Derivate ausschließlich innerhalb des Spezial-AIF unmittelbar als Absicherungsinstrument zum Einsatz kommen. Aus den Absicherungsbeziehungen sind zum aktuellen Zeitpunkt keine wesentlichen Risiken eingetreten.

Insgesamt erachtet die MBV im Rahmen des Proportionalitätsprinzips ihr Kapitalanlage-Exposure als diversifiziert. Das Rendite-Risikoprofil war im Geschäftsjahr 2024 trotz der unterjährig hohen Volatilitäten und Unsicherheiten am Kapitalmarkt zum Jahresende durch die Erholung der Kurse deutlich positiv, wenn auch stark durch die zahlreichen geopolitischen Krisen und makroökonomischen Volatilitäten geprägt. Die damit verbundenen großen Unsicherheiten werden sich vermutlich auch im kommenden Jahr fortsetzen und damit die globalen Kapitalmärkte weiterhin belasten sowie hohe Volatilitäten bedingen. Nichtsdestotrotz erwartet die MBV trotz eines sinkenden Marktzinsumfeldes aber aufgrund eines höheren absoluten Anlagevolumens ein stabiles Kapitalanlageergebnis für 2025 auf Niveau des Berichtjahres.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist per Definition das Risiko, dass Versicherungsunternehmen nicht in der Lage sind, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen.

Die kurzfristige Steuerung und Überwachung der Liquidität erfolgt für die Gesellschaft mittels des Asset- Liability-Managements (ALM). Dieses überwacht den Vertragsbestand der MBV mit den vereinnahmten Prämien auf der Aktivseite der Bilanz und stellt diesen die Beitragsüberträge und die aktuell anfallenden Schadenfälle auf der Passivseite gegenüber. Die operative Planung umfasst dabei ergänzend die mittel-/ langfristige Liquiditätsplanung mit geplanten Einnahmen und Ausgaben im Planungszeitraum. Die regelmäßige Vorstellung der Ergebnisse erfolgt im Kapitalanlage Komitee. Damit ist die jederzeitige Einhaltung der Liquiditätsanforderungen sichergestellt. Für das Geschäftsjahr 2024 kam es für die MBV zu keiner Zeit zu Liquiditätsengpässen.

Gegenparteiausfallrisiko

Das Gegenparteiausfallrisiko ist per Definition das Risiko eines Verlustes, resultierend aus der vollständigen oder teilweisen Nichterfüllung vertraglicher Zahlungsverpflichtungen einer Gegenpartei, bedingt durch negative Veränderungen der Bonität und Zahlungsfähigkeit.

Das Forderungsausfallrisiko, bezogen auf Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler, wird aufgrund keiner bisher eingetretenen Zahlungsausfälle als gering eingeschätzt. Im Rahmen des Forderungsmanagements wird bereits frühzeitig einem möglichen Forderungsausfall entgegengewirkt.

Die Forderungen gegen Versicherungsnehmer, deren Fälligkeiten am Bilanzstichtag mehr als 90 Tage zurückliegt, betragen 8.086,00 EUR (i. Vj. 8.086,00 EUR). In den vergangenen drei Jahren lag das durchschnittliche Ausfallrisiko bei 0,00 %.

Bei der Auswahl der Rückversicherer, mit denen die MBV zusammenarbeitet, achtet sie streng auf deren Bonität und behält deren Finanzsituation ständig im Blick. Aktuell platziert die MBV die Rückversicherung darüber hinaus ausschließlich innerhalb der Mercedes-Benz Group AG. Bei der Anlage der Sicht- und Spareinlagen erfolgt grundsätzlich eine Ausrichtung auf Gegenparteien mit einer Bonitätsstufe innerhalb des Bereichs "Investment Grade". Daher wird das Gegenparteiausfallrisiko auch in diesem Segment als nicht wesentlich eingestuft.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko ist per Definition das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern, Anwendungen, Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt.

Zur Steuerung und Überwachung des internen und externen operationellen Risikos sind Regelprozesse definiert, welche neben einer regelmäßigen Überwachung potenzieller Fehler auch die Kommunikation an die Geschäftsführung umfassen. Die MBV legt hierbei zunehmend den Fokus ebenfalls auf Risiken, die sich aus Cyberangriffen oder der IT ergeben können. Wesentliche Prozesse zur Minderung des operationellen Risikos sind z.B. das "Loss-Event-Management" sowie das Interne Kontrollsystem der Gesellschaft. Die von der MBV als wesentlich eingestuften Ausgliederungen sind ebenfalls in diese Prozesse inkludiert.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das Business Continuity Management der MBV, welches auf die Sicherstellung der jederzeitigen Erfüllbarkeit von Ansprüchen der Versicherungsnehmer für zeitkritische Geschäftsprozesse abzielt. Wesentlicher Bestandteil des Business Continuity Management sind Notfallpläne, welche bei Eintritt eines unvorhergesehenen Notfalls die Fortführung der Geschäftstätigkeit gewährleisten. Die wesentlichen ausgegliederten Funktionen und Tätigkeiten werden im Notfallmanagement der MBV ebenfalls berücksichtigt. Die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Notfallpläne werden jährlich überprüft. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Verfahrens-/ Verhaltensrichtlinien für die innere und äußere Sicherheit.

Des Weiteren unterstützt ein konzernweit gültiger Verhaltenskodex die MBV bzw. die internen Dienstleister, Risiken aus unzulässigem Mitarbeiterverhalten zu reduzieren. Daneben unterliegen alle Auszahlungen und Verpflichtungserklärungen strengen Berechtigungs- und Vollmachtserteilungen, sodass dolose Handlungen verhindert oder zumindest erschwert werden.

Weiterhin werden durch die Interne Revision Angemessenheit und Wirksamkeit u.a. des Internen Kontrollsystems planmäßig geprüft. Der Minimierung von Risiken aus fehlerhafter Bearbeitung dienen auch die stetige Automatisierung von Arbeitsabläufen und die regelmäßige Überprüfung des Kontrollumfelds.

Darüber hinaus wird im Bereich der Personalrisiken durch eine effiziente Stellenbesetzungs- und Nachfolgeplanung und die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern einem potentiellen Personalengpassrisiko und dem Risiko mangelnder Qualifikation vorgebeugt. Ergänzend wirken die Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Die personalwirtschaftliche Situation der MBV wird kontinuierlich überprüft, um Personalrisiken frühzeitig zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu entwickeln.

Potenzielle Risiken aus einer sich ändernden Rechtsprechung werden durch ständige Beobachtung unseres Branchenumfeldes frühzeitig identifiziert. Wesentlichen Risiken hieraus werden durch geeignete Risikominderungsmaßnahmen begegnet und diese werden im Rahmen des Risikomanagement Prozesses regelmäßig überwacht.

Darüber hinaus werden operationelle Risiken aus dem Einsatz von Informationstechnologie durch ein eigenes Informationssicherheits-Management-System (ISMS) überwacht und gesteuert. Die Ergebnisse und abgeleiteten Maßnahmen werden in den Risikomanagement Prozessen regelmäßig überwacht.

Strategische Risiken und Reputationsrisiken

Strategische Risiken resultieren grundsätzlich aus internen oder externen Einflussfaktoren. Zu den internen Einflussfaktoren zählen z.B. fehlerhafte oder nachteilige strategische Entscheidungen. Als wesentliche externe Einflussfaktoren können operationelle Risiken, wie eine Veränderung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, gesehen werden. Hierzu zählt z.B. die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage, Veränderungen im Käuferverhalten oder eine unvorhergesehene Änderung in der relevanten Gesetzgebung. In der Folge könnten die getroffenen strategischen Entscheidungen unter veränderten Bedingungen einen negativen/ nachteiligen Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben.

Diesem Risiko begegnet die MBV, indem sie strategische Entscheidungen unter Abwägung der aktuellen und zukünftig erkennbaren, wesentlichen Chancen und Risiken betrachtet. Die regelmäßige Überprüfung der getätigten Entscheidungen durch Soll-Ist-Analysen und deren Berücksichtigung im operativen Planungsprozess tragen zu einer hohen Transparenz bei. Letztlich werden strategische Entscheidungen grundsätzlich im Kontext der Konzernstrategie betrachtet und mögliche Synergieeffekte bereits vorab analysiert, auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Potenziell relevante Änderungen in der Rechtsprechung werden mittels einer kontinuierlichen und engen Abstimmung mit dem Bereich Legal und Compliance bereits frühzeitig analysiert und mögliche Auswirkungen bewertet.

Nicht zuletzt steuert die Gesellschaft strategische Risiken, indem der Gesamtmarkt für Versicherungen sowie Wettbewerber intensiv beobachtet und analysiert werden und Erkenntnisse daraus regelmäßig in die Gesamtplanung einfließen. Unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung sieht sich die MBV keinen strategischen Risiken ausgesetzt, die bestandsgefährdend sind oder nicht akzeptiert werden.

Das Reputationsrisiko für die MBV wird definiert als ein potenzieller finanzieller Verlust aufgrund einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage

Die Mercedes-Benz Versicherung AG (MBV) verfügt, als exklusiver Garantieversicherer und Anbieter der Absicherung des finanziellen Verlustes aus dem Mobilitätsversprechen innerhalb der Mercedes-Benz AG, über eine hohe strategische Relevanz. Mittels einer bedarfsgerechten und innovativen Produkt- und Preispolitik hat die MBV in den vergangenen sechs Geschäftsjahren jeweils ein positives Ergebnis erzielen können.

Weiterhin hohe geopolitische Risiken und Unsicherheiten über die weitere wirtschaftspolitische Entwicklung in vielen Regionen sind wesentliche Einflussfaktoren für das laufende Jahr 2025. Von besonderer Bedeutung sind die politischen Weichenstellungen in den USA, vor allem hinsichtlich der Handelspolitik. Sollten die neue US- Administration auf deutlich höhere Zölle setzen, werden sich globaler Handel und Wachstum verlangsamen.

Daneben bleiben als wichtige geopolitische Risikoszenarien der Konflikt zwischen China und Taiwan, der russische Angriffskrieg in der Ukraine und der - trotz jüngst positiverer Signale - nicht beigelegte Konflikt im Nahen Osten. Sollten hingegen die Spannungen im Nahen Osten zurückgehen oder der Krieg in der Ukraine enden, könnte dies insbesondere in Europa zu einer spürbaren Verbesserung der Stimmung bei Unternehmen und privaten Haushalten und damit zu höherem Wachstum führen.

Insgesamt sind die Unsicherheiten für den weltwirtschaftlichen Ausblick ausgesprochen hoch. Es überwiegen die Risiken gegenüber den Chancen. Die weltweiten Krisen und die damit verbundenen großen geo- und handelspolitischen Unsicherheiten werden sich vermutlich auch im kommenden Jahr fortsetzen und damit die globalen Kapitalmärkte weiterhin belasten sowie hohe Volatilitäten und sinkende Marktzinsen bedingen. Die Sorgen vor einem globalen Konjunkturabsturz sind zwar zurückgegangen, eine anhaltende Rezession in Deutschland oder nur ein sehr geringes Wachstum bleiben dennoch weiterhin realistisch. Daher bleibt die Wirtschaftsprognose der MBV auf einem niedrigen Niveau. Es wird von einem stabilen Niveau des Anlageergebnisses ausgegangen (ohne Berücksichtigung von Ab- bzw. Zuschreibungen des Spezial-AIF). Die oberste Maßgabe der Kapitalanlage liegt nach wie vor auf der Fähigkeit zur jederzeitigen Einhaltung der versicherungstechnischen Verpflichtungen. Die Gesellschaft hält an dem Ziel fest, auch künftig die sich am Markt bietenden Chancen konsequent und effizient, im Interesse ihrer Kunden, zu nutzen.

Des Weiteren ist zu erwähnen, dass zum Zeitpunkt der Berichterstattung Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine keine negativen Auswirkungen auf das Risikoprofil der MBV hat.

Zur erfolgreichen Weiterentwicklung hat sich die MBV strategische Eckpfeiler als mittelfristige Ziele für die kommenden Jahre gesetzt.

Der Fokus liegt dabei weiterhin auf der operativen Neuausrichtung (d.h. Implementierung eines neuen Vertrags- und Schadenverwaltungssystems (CMS)) inkl. der damit einhergehenden Digitalisierung, denn dies ist ein wichtiger Grundstein für die Umsetzung aller weiteren strategischen Vorhaben.

Mit dem Projekt New CMS at MBV plant die MBV AG ihr aktuelles Vertrags- und Schadenverwaltungssystem (OASIS) in 2025 abzulösen. Der Projektstart für die Phase 1 war dabei der 1. September 2022. Der Projektstart für die Phase 2 war 2024. Das Hauptziel bei der Einführung des neuen Vertrags- und Schadenverwaltungssystems ist es, Prozesse der Garantiebearbeitung im Markt Deutschland zu vereinheitlichen und zu automatisieren, sowie die Voraussetzungen für weitere strategische Entwicklungen zu schaffen. Dazu zählt auch die Erweiterung des Geschäftsfeldes auf das europäische Ausland sowie die Integration in digitale Angebotsstrecken.

Verbunden mit der Einführung des neuen CMS als führendes System sind auch neue digitale Vertragsabschlusstrecken, eine Ausweitung des Service- Angebot und erste Marktanalysen für Geschäftsfelder außerhalb Deutschlands geplant. Die weitere Integration in strategische MB Initiativen (wie bspw. Vertrieb der Zukunft) sind die wesentlichen strategischen Ausrichtungen in 2025 für die nächsten Jahre. Als einer der wesentlichen Grundsteine für die Erreichung der strategischen Ziele ist neben einer konsistenten Informations- und Kommunikationstechnologie- und Resilienzstrategie, Kontinuitätsstrategie und einer "High Performance Culture" auch das Thema Nachhaltigkeit und nachhaltige Compliance. Die nachhaltige Compliance sichert die regelmäßige Überprüfung und Umsetzung der regulatorischen Anforderungen im Bereich Governance wie bspw. DORA, BaFin-Schreiben zur Geschäftsorganisation, Geschäftsfortführung, Solvency II-Meldepflichten oder Ausgliederungsmanagement für IKT Dienstleister.

Das Zukunftsbild eines Spezialisten für Garantielösungen ist weiterhin der Rahmen aller strategischen Überlegungen zur MBV. Die MBV unterstützt dadurch den Fahrzeugabsatz, erhöht die Markenloyalität im Service und generiert Profit. Sie möchte ihren Kundinnen und Kunden integrierte und effiziente Multibrand-Garantieerlebnisse/-lösungen anbieten.

Das Risikomanagementsystem der MBV hat gezeigt, dass potenzielle Risiken, welche sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage auswirken könnten, frühzeitig erkannt und aktiv gemindert werden können. Eine systematische Erfassung von Veränderungen der Risikopositionen und/oder von neu auftretenden Risiken stärkt hierbei die fortlaufende Transparenz der Risikolandschaft. Den wesentlichen Risiken wird hierbei durch geeignete Minderungsmaßnahmen begegnet.

Die Vorschriften zur Solvabilität von Versicherungsunternehmen waren gemäß den Meldungen an die BaFin durch die MBV auch im Geschäftsjahr 2024 gegeben. Auch für das kommende Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft eine Übererfüllung der Mindestkapitalanforderung.

Anforderungen an Qualifikation und Organisationsaufbau

Die Anforderungen an Qualifikationen beziehen sich auf berufliche Erfahrung, fachliche Kenntnisse sowie persönliche Zuverlässigkeit von Personen, die das Unternehmen tatsächlich leiten oder eine Schlüsselfunktionen wahrnehmen. Der Organisationsaufbau ist so gestaltet, dass eine angemessene und transparente Organisationsstruktur vorliegt, die der Komplexität und Größe des Unternehmens entspricht.

Die Anforderungen an die Schlüsselfunktionen sowie die "fit and proper" Anforderungen an die Geschäftsleitung der MBV werden beim Organisationsaufbau sowie bei der Besetzung relevanter Funktionen (z.B. Vorstand, Schlüsselfunktionen) umfassend berücksichtigt und erfüllt.

Ausblick

Die Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Entwicklung der Automobilmärkte sind mit hoher Unsicherheit verbunden. Die Risiken und Chancen, die sich aus Abweichungen von den im Folgenden prognostizierten Entwicklungen der Wirtschaft und der Automobilmärkte ergeben können, sind im Risiko- und Chancenbericht beschrieben.

Die gesetzten Prämissen beziehen sich auf gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Automobilmärkte. Beides ist weiterhin von außergewöhnlicher Unsicherheit durch geopolitische und handelspolitische Ereignisse geprägt. Als Unsicherheitsfaktoren können hier der russische Angriffskrieg in der Ukraine und der - trotz jüngst positiverer Signale - nicht beigelegte Konflikt im Nahen Osten und mögliche regionale Krisen genannt werden. Zudem bestehen verschärft Spannungen zwischen den USA und China sowie eine weitergehende Eintrübung der politischen Beziehung zwischen der Europäischen Union und China.

Verzögerungen bei den Lieferketten und Verfügbarkeitsengpässe wesentlicher Komponenten bleiben als Risikofaktor für das kommende Geschäftsjahr bestehen. Die sehr hohen Energie- und Rohstoffpreise, moderate Inflationsraten und Zinsen, ungewisse Finanzmärkte, potentielle Handelszölle auf europäische Wirtschaftsprodukte sowie eine ausgeprägte Abschwächung des Wirtschaftswachstums können Einfluss auf die Entwicklung der Automobilmärkte nehmen.

Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte für das Jahr 2025 mit 2 bis 2,5% deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt liegen.

Für das Jahr 2025 gehen wir davon aus, dass die Wirtschaft in der Europäischen Union ihre Schwächephase zu Jahresbeginn trotz Rückgang der Inflationsraten fortsetzt und die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr nur geringfügig wachsen wird. Für die Industrie wird eine Verzögerung der Lieferketten erwartet. Eine schwächere Nachfrage aus dem Ausland und die zunehmende Konkurrenz auf wichtigen Absatzmärkten sowie geldpolitische Straffung der EZB dürften eine nennenswerte Wirtschaftsdynamik verhindern. Insgesamt erwarten wir ein Wirtschaftswachstum von etwa 0,8 % zum Vorjahr.

Der deutschen Wirtschaft wird ein nur leichtes Wirtschaftswachstum von 0,2% prognostiziert belastet durch hohe Energiepreise und schwindende internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Die angespannten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürfte die Nachfrageseite der Automobilmärkte im Jahr 2025 spürbar belasten. Von besonderer Bedeutung sind die politischen Weichenstellungen in den USA, vor allem hinsichtlich der Handelspolitik. Eine starke Erhöhung der Zölle gegenüber wichtigen Handelspartnern und Gegenreaktionen durch die betroffenen Länder könnte den globalen Handel und das globale Wachstum stark beeinträchtigen. Vor diesem Hintergrund ist für den weltweiten Pkw Markt im Vergleich zum Vorjahr nur mit einem leichten Rückgang zu rechnen. Für Europa ist für das laufende Jahr von einem Marktvolumen leicht über dem Niveau des Berichtsjahres auszugehen. Für die USA wird ein solides Wachstum über dem Niveau des Berichtsjahres erwartet.

Für das Jahr 2025 hat die MBV einen Geschäftsplan verabschiedet, der einen Absatz in Höhe von rund 250.000 Verträgen und ein Prämienvolumen von ca. 152 Millionen EUR vorsieht. Der Absatz von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen auf dem deutschen Markt für die Marken Mercedes-Benz und Smart hat insbesondere durch die gebündelten Produkte einen hohen Einfluss auf den Absatz der MBV. Aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage und Fahrzeugverfügbarkeit im deutschen Markt im Neu- und Gebrauchtfahrzeuggeschäft wird mit stabilen bis leicht steigenden Neuvertragsabschlüssen und damit einem leichten Anstieg des Portfolios in 2025 gerechnet.

Die Kosten- und Schadenquoten werden für das Jahr 2025 aufgrund des wachsenden Portfolios und des steigenden Haftungsgrades über den Planungszeitraum entsprechend ansteigen.

Die aktuelle Wirtschaftslage und die Kapitalmärkte sind geprägt von einer anhaltenden Unsicherheit und Volatilität auf den globalen Märkten. Trotz der Herausforderungen durch geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Instabilitäten zeigen sich einige positive Signale, wie eine leichte Erholung der Konsumausgaben und eine leichte Stabilisierung der Lieferketten. Nichtsdestotrotz sind die Sorgen über eine länger anhaltende Rezession noch nicht vollständig verschwunden. Zudem erwartet die MBV aufgrund des anhaltenden hohen Marktzinsumfelds weiterhin stabile Erträge aus dem Kapitalanlageergebnis im Jahr 2025.

Diese Entwicklungen könnten dazu beitragen, das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und die Nachfrage nach Neu- und Gebrauchtfahrzeugen zu unterstützen und dazu führen, das erzielte Ergebnis aus 2024 erneut zu erreichen.

Für das Geschäftsjahr 2025 ist keine weitere Eigenkapitalerhöhung in die Kapitalrücklage geplant.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Soweit in diesem Geschäftsbericht Prognosen oder Erwartungen oder Aussagen die Zukunft betreffend geäußert werden, sind diese mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Eventuelle Abweichungen können sich auch aus der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation ergeben. Sie können auch aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen und Stornoraten resultieren.

Bilanz zum 31.12.2024

- Aktivseite

2024 2023
TEuro TEuro TEuro TEuro
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45 78
II. Geleistete Anzahlungen 0 45 78
B. Kapitalanlagen
I. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 148.127 148.127
2. Einlagen bei Kreditinstituten 92.158 240.285 240.285 84.413
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 12.121 12.514
davon an verbundene Unternehmen 7.425 (Vj. 8.009) Tsd. Euro
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 0 62
davon an verbundene Unternehmen 0 (Vj. 62) Tsd. Euro
III. Sonstige Forderungen 37.367 49.488 27.076
davon an verbundene Unternehmen: 37.357 (Vj. 27.042) Tsd. Euro
D. Sonstige Vermögensgegenstände 0 0
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.431 1.157
F. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 16 17
Summe der Aktiva 291.265 273.444

- Passivseite

2024 2023
TEuro TEuro TEuro TEuro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.500 2.500
II. Kapitalrücklage 42.500 45.000 42.500
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 166.845 140.602
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft -88.602 78.242 -74.507
II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 23.741 21.040
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft -12.538 11.203 -11.718
III. Rückstellung für Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 2.277 1.960
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft -1.480 797 -1.274
IV. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 8.621 9.706
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft -5.526 3.095 93.337 -6.309
C. Andere Rückstellungen
I. Sonstige Rückstellungen 1.076 1.076 1.809
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 130.945 112.496
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 3.337
1. Versicherungsvermittlern 3.337 2.824
davon ggü. verbundenen Unternehmen 321 (Vj. 313) Tsd. Euro
II. Abrechnungsverbindlichkeiten Rückversicherungsgeschäft 283 769
davon ggü. verbundenen Unternehmen 283 (Vj. 769) Tsd. Euro
III. Sonstige Verbindlichkeiten 17.287 20.907 31.045
davon aus Steuern: 1.167 (Vj. 728) Tsd. Euro
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 (Vj. 0) Tsd. Euro
davon ggü. verbundenen Unternehmen: 14.359 (Vj. 30.063) Tsd. Euro
Summe der Passiva 291.265 273.444

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.1. bis 31.12.2024

2024 2023
TEuro TEuro TEuro TEuro
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 157.811 133.325
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -99.362 58.449 -82.937
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -26.243 -14.037
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 14.096 -12.147 46.302 6.697
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung -4.582 -104
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 762 0
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -90.345 -75.462
bb) Anteil der Rückversicherer 55.556 -34.789 46.353
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -2.701 -2.117
bb) Anteil der Rückversicherer 820 -1.881 -36.670 222
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen 302 302 -345
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für eigene Rechnung
a) Bruttobetrag -2.605 -1.962
b) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an der Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung 1.693 -912 1.275
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb -14.219 -13.644
b) davon ab:
erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 25.489 11.270 22.262
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 0 -94
9. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 16.473 19.432
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon: aus verbundenen Unternehmen 0 Tsd. Euro
aa) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 2.667 2.667 2.082
b) Erträge aus Zuschreibungen 0 0 8.883
c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 0 0 2.667 0
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen -103 -90
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 0 0
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 0 0 -103 -90
3. Sonstige Erträge 1.684 1.835
4. Sonstige Aufwendungen -6.961 -5.277 -3.446
5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 13.760 28.800
6. Sonstige Steuern 0 -1
7. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 13.760 28.799
8. Jahresüberschuss 0 0

Anhang

Die Mercedes-Benz Versicherung AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 751119 eingetragen und hat ihren Unternehmenssitz in der Siemensstraße 7, 70469 Stuttgart, Deutschland.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des HGB, des AktG, des VAG und der RechVersV erstellt.

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Formblättern der RechVersV. Eine Zusammenfassung von Posten entsprechend der Möglichkeit nach § 3 RechVersV wurde nicht wahrgenommen.

Die Mercedes-Benz Insurance Services GmbH hält zu 100,00 % die Anteile an der Mercedes-Benz Versicherung AG. Von der Mercedes-Benz Group AG bis zur Mercedes-Benz Versicherung AG besteht über die Mercedes-Benz Insurance Services GmbH eine ununterbrochene Kette von Ergebnisabführungsverträgen, die die jeweilige Obergesellschaft entsprechend § 302 AktG in seiner jeweils gültigen Fassung zur Verlustübernahme verpflichten. Es besteht weiterhin ein Organschaftsverhältnis für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie hinsichtlich der Umsatzsteuer.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bewertungsmethoden Aktiva

Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 1.000,00 Euro werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der aktivierten Vermögensgegenstände beträgt 5 Jahre.

Innerhalb der Immateriellen Vermögensgegenstände werden die Geleisteten Anzahlungen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Im Zeitpunkt der Anschaffung des Immateriellen Vermögensgegenstands sind die Anzahlungen auf die Immateriellen Vermögensgegenstände umzubuchen.

Die Anteile der MBV an Investmentvermögen werden nach den Regelungen des Umlaufvermögens bewertet. Bei Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens gilt das strenge Niederstwertprinzip.

Der Ansatz der Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, der Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft und der sonstigen Forderungen erfolgt mit den Nominalwerten.

Die Bilanzierung der Einlagen und laufenden Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt zum Nominalwert.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung: Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übriger Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen fälligen Verpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Die Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände erfolgt zum Zeitwert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden mit den Aufwendungen und Erträge der verrechneten Vermögensgegenstände im Finanzergebnis saldiert.

Bewertungsmethoden Passiva

Bei der Ermittlung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden die Bestimmungen der §§ 341e, 341g HGB und § 24 RechVersV berücksichtigt.

Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Geschäft werden nach § 24 RechVersV ermittelt.

Bereits mit dem Jahresabschluss 2016 wurde entschieden, eine nicht lineare Verteilung der Beitragsüberträge auf Basis der im BaFin-Antrag verwendeten Zielschadenquote von 72,25 % anzuwenden. Die Verwendung dieser Zielschadenquote wurde mit dem Vorsichtsprinzip und einer noch fehlenden Schadenhistorie begründet. Seit dem Abschluss zum 31.12.2018 wurde diese Zielschadenquote aufgrund einer exakteren Schadenhistorie auf 65,00 % angepasst. Da aber diese Methode den tatsächlichen Schadenverlauf nicht berücksichtigt und die tatsächliche Schadenhistorie von den angenommenen 65,00 % differiert, wurde zum Jahresabschluss 31.12.2021 die Methode geändert. Nach neuer Methode werden einmal jährlich zum 31.08. eines Geschäftsjahres Anpassungsfaktoren für aktive Verträge, die bereits im Risiko sind, für die Vertragslaufzeiten 12, 24 und 36 Monate ermittelt. Für die Vertragslaufzeiten von 48 und 60 Monaten wird vereinfacht dieselbe Ermittlung wie für die Vertragslaufzeit von 36 Monaten angewandt. Die Anpassungsfaktoren werden anhand der Relation der tatsächlichen prozentualen Verteilung der Schäden vom 01.01.2016 bis zum 31.08. des Geschäftsjahres zu der linearen Beitragsverteilung ermittelt. Diese Anpassungsfaktoren stellen eine Anpassung der Beitragsüberträge im Verhältnis der pro rata temporis- ermittelten Beitragsüberträge dar. Die Verteilung der Beitragsüberträge wird risikoadäquat vorgenommen. Hierbei kann auch eine Anpassung vorgenommen werden, die kleiner als eine lineare Anpassung wäre, sofern dies der risikoadäquaten Verteilung entspricht.

Die Ermittlung der Beitragsüberträge und somit auch der verdienten Prämien für das Mobilo-Programm erfolgt zeitanteilig unter der Annahme, dass alle Fahrzeuge Mitte des Monats verkauft werden. Daher wird für den ersten Monat die verdiente Prämie als 1/24 und für alle anderen Monate als 1/12 angesehen. Der Anteil des Rückversicherers wird analog zum Garantiegeschäft ermittelt.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für bekannte, noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie Spätschadenrückstellungen und Rückstellung für Schadenregulierungskosten. Die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle sowie die Rückstellung für externe Schadenregulierungskosten sind durch Einzelreservierung ermittelt worden. Die Berechnungen der Rückstellungen für unbekannte Schadenereignisse (Spätschadenrückstellungen) wurden auf Basis von Abwicklungsdreiecken ermittelt. Die Rückversicherungsanteile im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind jeweils entsprechend der vereinbarten Quote berechnet worden.

Für das Mobilo-Programm werden die Rückstellungen für jedes Programm (MB, Smart, DSB, DSB Van) separat auf Basis der verdienten Prämien und erwarteten Schäden für das jeweilige Programm berechnet. Hierfür ebenfalls zu berücksichtigen sind die bereits bezahlten Schäden (höher als der Selbstbehalt (Commitment). Dieser Selbstbehalt wird auf Basis des vereinbarten Selbstbehalts pro Fahrzeug multipliziert mit der Anzahl der Fahrzeuge berechnet.

Das Back-Testing der Zielschadenquote wird mindestens zweimal jährlich (zweites und viertes Quartal) mittels chain ladder und frequency-severity Methode durchgeführt. Eine Anpassung erfolgt nach einem konservativen Ansatz nicht, sofern die Ist-Schadenquote nach der Überprüfung niedriger ausfällt als die zu Beginn des Programms für das jeweilige Zeichnungsjahr festgelegte.

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung beinhaltet vertraglich vereinbarte Prämienrückvergütungen aus schadenarmen oder schadenfreien Versicherungsjahren, die nach einem mehrjährigen Beobachtungszeitraum im Geschäftsjahr fällig wurden.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Stornorückstellung und die Rückstellung für Beitragsrückerstattung für noch nicht fällige Prämienrückvergütungen für einen mehrjährigen Beobachtungszeitraum. Der Rückversicherungsanteil wurde entsprechend der vereinbarten Quote berechnet.

Die Pensionsrückstellungen wurden rückwirkend zum 01.01.2022 auf die Mercedes-Benz Mobility AG übertragen. Mit der Schuldbeitrittsvereinbarung hinsichtlich Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung (neue bAV) vom 16.12.2022 tritt die Mercedes-Benz Mobility AG den Versorgungsverpflichtungen auf Gewährung der Risikoleistung, die aus relevanten Direktzusagen resultieren, neben der MBV als weiterer Schuldner bei, und übernimmt die Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen im Innenverhältnis vollständig.

Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit den Richttafeln 2018 G von Heubeck und mit einem Rechnungszins von 1,96 % (i. Vj. 1,74 %). Es wurden auch Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit den Richttafeln 2018 G von Heubeck und mit einem Rechnungszins von 1,48 % (i. Vj. 1,03 %) berechnet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten werden sonstige Rückstellungen gebildet, deren Ansatz und Bewertung nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet wird.

Andere Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten

Erläuterungen Aktiva

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 44.593,00 EUR (i. Vj. 78.314,00 EUR) sind entgeltlich erworbene Rechte im Zusammenhang mit dem Vertragsverwaltungssystem und dem Finanzbuchhaltungssystem enthalten. Die planmäßigen Abschreibungen betragen 33.721,00 EUR (i. Vj. 33.721,24 EUR).

Die Kapitalanlagen setzen sich aus einem Spezial AIF mit festen Anlagebedingungen nach § 284 KAGB sowie Termingeldeinlagen zusammen. Der Buchwert der Kapitalanlagen entspricht 240.285.427,38 EUR (i. Vj. 232.539.602,62 EUR).

Primäres Ziel des Kapitalanlagemanagements ist es, die Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern zu jedem möglichen Zeitpunkt erfüllen zu können. Die MBV handelt in ihrer Anlagestrategie nach dem Vorsichtsprinzip gemäß den internen Vorgaben der Allgemeinen Regelung für Vermögensanlagen und wählt die Kapitalanlagen nach Liquidität, Qualität, Sicherheit, Rentabilität und Verfügbarkeit aus, wobei auch Nachhaltigkeitsrisiken beachtet werden. Aufgrund der Geschäftsgröße der MBV wird die Anlagetätigkeit und Verwaltung des Vermögens an Dienstleister ausgelagert. Die fortlaufende Überwachung und Entscheidungskompetenz obliegen dem Kapitalanlage Komitee.

Zum 31. Dezember 2024 beträgt der Buchwert des Investmentanteils 148.126.739,09 EUR (i. Vj. 148.126.739,09 EUR). Der Zeitwert des Investmentfonds beträgt 157.007.043,95 EUR (i. Vj. 149.809.568,26 EUR). Die LBBW als Kapitalanlagegesellschaft ermittelt börsentäglich für die von ihr aufgelegten Fonds den Rücknahmepreis.

Eine Beschränkung in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe besteht nicht.

Die sonstigen Forderungen an verbundene Unternehmen betreffen hauptsächlich das Cash Management mit der Mercedes-Benz Group AG in Höhe von 37.187.234,01 EUR (i. Vj. 26.190.561,82 EUR).

Unter dem aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird der Aktivwert einer Zeitkontenrückdeckungsversicherung für Langzeit-/5- Jahreskonten in Höhe von 168.345,99EUR (i. Vj. 124.648,71 EUR) mit dem Barwert der hierauf gerichteten Rückstellung in Höhe von 152.412,11 EUR (i. Vj. von 107.673,55 EUR) verrechnet. Mit Einführung einer zusätzlichen arbeitnehmerfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge wird der Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung für Zukunftskapital in Höhe von 13.642,67 EUR mit dem Barwert der hierauf gerichteten Rückstellung in Höhe von 13.642,67 EUR verrechnet. Die Aktivwerte entsprechen den fortgeführten Anschaffungskosten.

Entwicklung der Aktivposten A und B im Geschäftsjahr 2024:

in EUR Bilanzwerte Vorjahr Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen
Aktivposten
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbener Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 78.314,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe A. 78.314,00 0,00 0,00 0,00 0,00
B. Kapitalanlagen
I. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 148.126.739,09 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Einlagen bei Kreditinstituten 84.412.863,53 37.745.824,76 0,00 30.000.000,00 0,00
Summe B.I. 232.539.602,62 37.745.824,76 0,00 30.000.000,00 0,00
in EUR Abschreibungen Bilanzwerte Geschäftsjahr Zeitwerte Geschäftsjahr Stille Reserven Stille Lasten (-) Geschäftsjahr
Aktivposten
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 - -
2. entgeltlich erworbener Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.721,00 44.593,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 -
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe A. 33.721,00 44.593,00 - -
B. Kapitalanlagen
I. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 148.126.739,09 157.007.043,95 8.880.304,86
2. Einlagen bei Kreditinstituten 0,00 92.158.688,29 92.158.688,29 0,00
Summe B.I. 0,00 240.285.427,38 249.165.732,24 8.880.304,86

Erläuterungen Passiva

Das Grundkapital in Höhe von 2.500.000,00 EUR ist in 500.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit Gewinnberechtigung eingeteilt.

Das Grundkapital zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 2.500.000,00 EUR ist voll eingezahlt.

In der Kapitalrücklage werden zum Stand 31. Dezember 2024 42.500.000,00 EUR (i. Vj. 42.500.000,00 EUR) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde keine Erhöhung der Kapitalrücklagen durchgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.076.094,09 EUR (i. Vj. 1.809.357,89 EUR) beinhalten im Wesentlichen Personal- und Sozialrückstellungen in Höhe von 593.030,68 EUR (i. Vj. 565.073,09 EUR) und die Rückstellung für die Prüfungs- und Abschlusskosten in Höhe von 137.930,75 EUR (i. Vj. 221.790,72 EUR) sowie Rückstellung für die Aufbewahrung archivierungspflichtiger Unterlagen in Höhe von 276.773,64 EUR (i. Vj. 336.826,47 EUR). Für die Abzinsung der Rückstellung für die Aufbewahrung archivierungspflichtiger Unterlagen sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von 1.052,83 EUR (i. Vj. 3.525,30 EUR) generiert worden, da der Zinsänderungseffekt im Berichtsjahr den Zinsaufwand kompensierte.

Die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft betragen 130.944.773,90 EUR (i. Vj. 112.496.313,84 EUR) und werden vollständig gegenüber dem Rückversicherer, Mercedes-Benz Reinsurance S.A., Luxembourg, bilanziert.

Andere Verbindlichkeiten

in EUR 31.12.2024 31.12.2023
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber 3.337.362,48 2.824.080,49
1. Versicherungsnehmern 467,00 463,09
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 467,00 463,09
davon Restlaufzeit über 1 Jahr und bis zu 5 Jahren
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
2. Versicherungsvermittlern 3.336.895,48 2.823.617,40
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.336.895,48 2.823.617,40
davon Restlaufzeit über 1 Jahr und bis zu 5 Jahren
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem RV-Geschäft 283.001,48 768.538,65
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 283.001,48 768.538,65
davon Restlaufzeit über 1 Jahr und bis zu 5 Jahren
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
III. Sonstige Verbindlichkeiten 17.286.337,14 31.045.482,97
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 17.286.337,14 31.045.482,97
davon Restlaufzeit über 1 Jahr und bis zu 5 Jahren
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
20.906.701,10 34.638.102,11

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 14.359.471,74 EUR (i. Vj. 30.062.704,08 EUR) bestehen im Wesentlichen gegenüber der Mercedes-Benz Insurance Services GmbH aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages in Höhe von 13.760.240,92 EUR (i. Vj. 28.798.774,05 EUR), gegenüber der Mercedes- Benz Mobility AG überwiegend aus den Verpflichtungen des Schuldbeitritts zur Pensionsrückstellung in Höhe von 74.531,17 EUR (i. Vj. 65.633,75 EUR) sowie aus organschaftsteuerlichen Verpflichtungen in Höhe von 448.631,35 EUR (i. Vj. 247.260,06 EUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 1.167.217,32 EUR (i. Vj. 727.955,21 EUR) ist im Wesentlichen die abzuführende Versicherungssteuer ausgewiesen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Versicherungstechnische Rechnung

Das versicherungstechnische Ergebnis bezieht sich auf die beiden Versicherungszweige Garantieversicherung von Kraftfahrzeugen sowie die übrige und nicht aufgegliederte Vermögensschadenversicherung.

Die gebuchten Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts in Höhe von- 157.810.867,59 EUR (i. Vj. 133.325.234,59 EUR) teilen sich vollständig auf Deutschland auf.

sonstige Schadenversicherung Deutschland
2024 2023
Gebuchte Bruttobeiträge 152.862.470,18 127.625.904,07
Verdiente Bruttobeiträge 125.969.626,22 114.268.261,91
Verdiente Nettobeiträge 40.703.970,05 38.374.914,38
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle 91.443.079,19 76.343.295,95
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 14.143.181,87 13.540.761,34
Rückversicherungssaldo -2.164.144,40 -4.609.810,97
versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung 12.880.068,18 16.631.481,86
versicherungstechnische Bruttorückstellungen 194.762.985,09 166.531.448,75
davon Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 19.713.593,50 17.606.830,79
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge 451.290 422.614

Im versicherungstechnischen Ergebnis der sonstigen Sachversicherung sind sonstige versicherungstechnische Erträge in Höhe von 761.543,72 EUR (i. Vj. Aufwendungen in Höhe von 93.976,07 EUR) enthalten, die sich aus zeitversetzter Kreditorenbereinigung ergaben.

verschiedene finanzielle Verluste Deutschland
2024 2023
Gebuchte Bruttobeiträge 4.948.397,41 5.699.330,52
Verdiente Bruttobeiträge 5.598.136,58 5.020.402,18
Verdiente Nettobeiträge 5.598.136,58 4.673.513,12
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle 1.602.817,92 1.235.477,90
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 75.726,91 103.710,41
Rückversicherungssaldo 326.320,14 878.761,50
versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung 3.592.847,93 2.800.616,31
versicherungstechnische Bruttorückstellungen 6.720.828,57 6.776.077,07
davon Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 4.027.237,12 3.432.746,45
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge 1 1

Die unter dem Posten "Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb" ausgewiesenen Abschlussaufwendungen betragen 10.659.349,27 EUR (i. Vj. 9.882.920,43 EUR) und die Verwaltungsaufwendungen betragen 3.559.559,51 EUR (i. Vj. 3.761.551,32 EUR)

Nichtversicherungstechnische Rechnung

Sonstige Erträge

Unter den sonstigen Erträgen werden hauptsächlich die Kostenbeteiligung der MB AG an der Check-in Unterstützung der MBV sowie Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 593.168,98 EUR (i. Vj. 992.025,45 EUR) ausgewiesen. Periodenfremde Erträge bestehen in Höhe von 272.919,45 EUR (i. Vj. 292.697,77 EUR) aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen.

Sonstige Aufwendungen

Der Posten beinhaltet die Personal- und Sachaufwendungen, welche nicht den Funktionsbereichen zugeordnet werden können, in Höhe von 6.955.568,79 EUR (i. Vj. 3.349.589,91 EUR). Weiterhin werden die Weiterverrechnungen von Funktionsausgliederungen der Mercedes-Benz Insurance Services GmbH in Höhe von 1.046.577,80 EUR (i. Vj. 728.026,50 EUR), der Mercedes-Benz Mobility AG in Höhe von 2.403.553,80 EUR (i. Vj. 107.426,80 EUR) sowie die IT-Kosten in Höhe von 1.424.813,15 EUR (i. Vj. 1.378.666,94 EUR) und Lizenzgebühren in Höhe von 703.253,62 EUR (i. Vj. 630.572,06 EUR) ausgewiesen.

Personalaufwand

In den Personalaufwendungen der MBV sind weiterbelastete Aufwendungen aus dem Schuldbeitritt zur Pensionsrückstellung der Mercedes-Benz Mobility AG in Höhe von 74.531,17 EUR (i. Vj. 65.633,75 EUR) enthalten.

Ergebnisverwendung

Auf Grund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Mercedes-Benz Insurance Services GmbH, Stuttgart, wurde ein Gewinn in Höhe von 13.760.240,92 EUR (i. Vj. 28.798.774,05 EUR) abgeführt.

Nachtragsbericht

Am 20. Februar 2025 kündigte die Mercedes-Benz Group die bisher größte Produkt- und Technologieoffensive der Unternehmensgeschichte und ein umfassendes Programm zur Steigerung der Leistungsfähigkeit an. Um das Unternehmen auf ein noch dynamischeres geopolitisches Umfeld sowie herausfordernde Marktbedingungen vorzubereiten, werden Effizienzmaßnahmen flächendeckend intensiviert. Zusammen mit einer starken Produktsubstanz und der geplanten Produktoffensive, ist Mercedes-Benz gut aufgestellt, um den Herausforderungen der Automobilbranche zu begegnen und ein nachhaltiges profitables Wachstum sicherzustellen.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer/innen

Im Geschäftsjahr 2024 waren durchschnittlich 25 (i. Vj. 21) nichtleitende Angestellte beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren 26 (i. Vj. 23) nichtleitende Angestellte beschäftigt.

Die Gesellschaft beschäftigt keine leitenden Führungskräfte.

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

in EUR 2024 2023 2022
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 9.997.795,02 8.690.961,15 7.488.845,59
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 0,00 0,00 0,00
3. Löhne und Gehälter 2.435.643,64 1.923.652,47 1.789.699,50
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 379.655,86 289.353,17 266.186,76
5. Aufwendungen für Altersversorgung 87.989,76 66.102,75 634,99
6. Aufwendungen insgesamt 12.901.084,28 10.970.0069,54 9.545.366,84

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Mercedes-Benz Versicherung AG wird über die Alleingesellschafterin Mercedes-Benz Insurance Services GmbH, Stuttgart, in den Konzernabschluss der Mercedes Benz Group AG, Stuttgart, zum 31.12.2024 einbezogen. Der Konzernabschluss der Mercedes-Benz Group AG wird beim Unternehmensregister eingereicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen & Haftungsverhältnisse

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 12.944.139,72 EUR (i. Vj. 8.442.319,85 EUR), davon in Höhe 10.944.139,72 EUR (i. Vj. 4.442.319,85 EUR) gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verpflichtungen beinhalten Kosten aus der Auslagerung operativer Funktionen in Höhe von 7.971.453,79 EUR (i. Vj. 7.171.080,78 EUR), Verpflichtungen aus IT-Kosten in Höhe von 4.945.116,74 EUR (i. Vj. 1.246.808,00 EUR) und Verpflichtungen gegenüber den Gesellschaften des Konzerns aus Mietverträgen für Immobilien in Höhe von 27.569,19 EUR (i. Vj. 24.431,07 EUR).

Mit Wirkung zum 01.01.2016 bzw. 01.01.2022 ist die Mercedes-Benz Mobility AG, im Rahmen von Schuldbeitrittsvereinbarungen in die Rechte und Pflichten aus den Versorgungszusagen der MBV eingetreten und übernimmt die Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen im Innenverhältnis vollständig.

Die MBV hingegen ist verpflichtet, eine jährliche Kompensation in Höhe der nach IFRS berechneten Service Costs an die Mercedes-Benz Mobility AG zu entrichten, mit welcher die Mercedes-Benz Mobility AG das Planvermögen dotiert. In Bezug auf den zukünftigen Zinssatz unterliegen die Zahlungen erheblichen Unsicherheiten.

Das Risiko der Inanspruchnahme nach § 285 Abs. 27 HGB wird aufgrund des Konzernverbundes als sehr gering eingeschätzt.

Abschlussprüferhonorar

Hinsichtlich der Angabe des für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers nimmt die Mercedes-Benz Versicherung AG die Befreiungsmöglichkeit gemäß § 285 Nr. 17 Halbsatz 2 HGB in Anspruch.

Aufsichtsrat und Vorstand

Die Vorstände der Mercedes-Benz Versicherung AG werden über Drittanstellungsverträge von der Mercedes-Benz Insurance Services GmbH bzw. Mercedes-Benz Mobility AG angestellt. Die Konzernumlage für die Vergütung der Vorstände betrug im Geschäftsjahr 255.780,00 EUR (i. Vj. 255.780,00 EUR).

Im Geschäftsjahr gab es keine Bezüge von Mitgliedern des Aufsichtsrates.

Gegenüber den Mitgliedern des Aufsichtsrats sowie den Vorstandsmitgliedern bestanden keine Forderungen.

Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen gemäß § 285 Nr. 21 HGB

Es wurden keine Transaktionen zu marktunüblichen Bedingungen durchgeführt.

Organmitglieder

Der Aufsichtsrat

Dr. Ingo Telschow

Wohnhaft in Deidesheim

Geschäftsführer der Mercedes-Benz Insurance Services GmbH

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dagmar Stelter (bis 31.12.2024)

Wohnhaft in Ludwigsburg

Director Risk Governance

Mercedes-Benz Bank AG

Ulrike Eckel (ab 01.01.2025)

Wohnhaft in Berlin

Leiterin Global Credit Risk Management

Mercedes-Benz Mobility AG

Andreas Jörg

Wohnhaft in Grafenau

Leiter Service & Parts Business und Garantie & Kulanz MBC

Mercedes-Benz AG

Der Vorstand

Andreas Roth

Wohnhaft in Dreieich

Chief Executive Officer / Chief Underwriting Officer

Rebecca Schertle

Wohnhaft in Esslingen

Chief Operating Officer / Chief Risk Officer

Matthias Eberhardt

Wohnhaft in Öhringen

Chief Financial Officer

 

Stuttgart, den 18. März 2025

Der Vorstand

Andreas Roth

Rebecca Schertle

Matthias Eberhardt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mercedes-Benz Versicherung AG, Stuttgart

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mercedes-Benz Versicherung AG, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mercedes-Benz Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Bewertung der Bruttobeitragsüberträge

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

(1)

Sachverhalt und Problemstellung

(2)

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3)

Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

(1) Bewertung der Bruttobeitragsüberträge

(1)

Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Beitragsüberträge" (Bruttobetrag) sogenannte Bruttobeitragsüberträge in Höhe von T€ 166.845 (57,3% der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben Bruttobeitragsüberträge nach § 341e HGB i. V. m. § 24 RechVersV insoweit zu bilden, wie dies den Teil der gebuchten Bruttobeiträge, der als Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag dem folgenden Geschäftsjahr oder den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnen ist, umfasst. In der Garantieversicherung ist im Deckungszeitraum aufgrund des jährlich steigenden Schadenerwartungswerts eine zeitliche Proportionalität zwischen Risikoverlauf und Beitrag nicht gegeben, weshalb die Bruttobeitragsübertrage für die Garantieversicherung gemäß § 24 RechVersV anhand des Risikoverlaufs ermittelt werden. Den bei der Ermittlung der Höhe der Bruttobeitragsüberträge angewendeten Methoden sowie Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser versicherungstechnischen Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war die Bewertung der Bruttobeitragsüberträge im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2)

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Bruttobeitragsüberträge für die Vermögens - und Ertragslage der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von Bruttobeitragsüberträgen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Bruttobeitragsüberträge vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die zur Berechnung zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Darüber hinaus haben wir sichergestellt, dass die Bruttobeitragsüberträge unter Berücksichtigung aller relevanter Beitragsbestandteile, insbesondere die gezahlten Prämien ohne Versicherungssteuer, berechnet wurden. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Bruttobeitragsüberträge anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden überprüft. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern verwendete Methode sowie die dieser zugrundeliegenden Ermessensentscheidungen und Annahmen zur Bewertung der Bruttobeitragsüberträge begründet und hinreichend dokumentiert sind.

(3)

Die Angaben der Gesellschaft zu den Bruttobeitragsüberträge sind auf den Seiten 25f des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. August 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. Oktober 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2024 als Abschlussprüfer der Mercedes-Benz Versicherung AG, Stuttgart, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFERIN

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Christine Keller.

 

Stuttgart, den 18. März 2025

PricewaterhouseCoopers
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH

Christine Keller, Wirtschaftsprüferin

ppa. Marcel Brand, Wirtschaftsprüfer

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