Lindschulte Prüf- und Sachverständigen GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Sabelhaus seit 28.12.2022 | Prokura |
Marc-Christian Vrielink seit 19.9.2006 | Geschäftsführer |
Rainer Koopmann seit 19.9.2006 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbHNordhornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtA) Grundlagen des Unternehmens Die Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH in Nordhorn ist ein unabhängig beratendes Bauplanungsunternehmen in den Bereichen Infrastruktur und Umwelt, Brückenbau und Ingenieurbau, Hochbau und Industriebau, Energie und Netze sowie Technische Gebäudeplanung. Die 165 Mitarbeitenden der Gesellschaft (Stand: 31. Dezember 2022) projektieren, planen, entwerfen, überwachen und begleiten die Ausführung von Bauvorhaben und bieten eine Rundum-Betreuung des Bauherrn von der Bedarfsanalyse bis zur schlüsselfertigen Projektabwicklung. Als Generalplaner für Hochbauprojekte und Fachplaner in allen Infrastruktur-Disziplinen ist LINDSCHULTE seit über 50 Jahren ein gefragter Spezialist für die Kunden im deutschen Markt. Die Gesellschaft ist das Stammhaus der unter der LINDSCHULTE Ingenieur-Holding GmbH versammelten LINDSCHULTE-Gruppe, die mit rund 460 Mitarbeitenden an mehreren Standorten in Deutschland alle Ingenieur- und Architekturleistungen mit regionaler Präsenz aus einer Hand anbietet. Seit 2016 ist die Nordhorner Ingenieurgesellschaft nach Übernahme der LINDSCHULTE Ingenieur-Holding GmbH durch die BKW Engineering SE Teil des BKW (Berner Kraftwerk AG, Schweiz)-Engineering-Netzwerkes. B) Konjunkturelle Rahmenbedingungen 1) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2022 war geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, hier insbesondere in Form von Energiepreiserhöhungen und Material- und Lieferengpässen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamts dennoch preisbereinigt um 1,9 %. Dies bedeutet zwar ein um 0,7 %-Punkte geringeres Wachstum gegenüber dem Vorjahr, stellt aber gleichzeitig ein Signal einer weiteren Erholung nach dem tiefen Konjunktureinbruch im Corona-Jahr 2020 dar. Der Beschäftigungsstand (sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse) nahm im Berichtsjahr etwas zu, die Arbeitslosenquote sank von 5,7 % auf 5,3 %. Der Export konnte in 2022 mit 9,4 % gegenüber dem Vorjahr spürbar zulegen. Mit 7,9 % lag die Inflationsrate deutlich über dem Vorjahr (3,1 %), was auf den extremen Anstieg von Energie-, Rohstoff- und Lebensmittelpreisen zurückzuführen ist. Das Zinsniveau in Deutschland und Europa erhöhte sich im Vorjahresvergleich als Reaktion auf die hohe Inflationsrate stetig und lässt eine lange Phase niedriger Zinsen hinter sich. 2) Branchenentwicklung Nach den Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e. V. hat der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Jahr 2022 in allen Betrieben bei ca. 160,3 Mrd. Euro gelegen. Dies waren nominal 10,7 % mehr als in 2021, durch die stark gestiegenen Baumaterialpreise (+16,7 %) ergibt sich aber ein realer Umsatzrückgang von 5,1 %. Im Detail wird zu den einzelnen Segmenten ausgeführt: Der Wohnungsbau zeigte für 2022 ein nominales Umsatzwachstum von 10,7 % auf 61,3 Mrd. Euro, real ergab sich ein Minus von 4,7 %. Auch der Wirtschaftsbau wuchs zwar nominal um 11,7 % deutlich auf 56,9 Mrd. Euro, preisbereinigt schmolz der Umsatz aber um 4,4 % ab. Wie schon in 2021 hat die öffentliche Hand auch in 2022 verhaltener als in den Vorjahren nachgefragt. So wurde für 2022 im öffentlichen Bau ein Umsatz von 42 Mrd. Euro und damit ein Real-Minus von 6,2 % verzeichnet. C) Wirtschaftsbericht 1) Geschäftsverlauf Im Jahr 2022 dominierte nicht mehr die Corona-Pandemie die Konjunkturlage. Vielmehr löste der Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 die Pandemie als Haupttreiber bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Gleichwohl ist für 2022 festzuhalten, dass dieses Umfeld aber nur geringe negative Auswirkungen auf den Geschäftsgang der Gesellschaft hatte. Der Verlauf des Geschäftsjahres ist trotz der Abnahme des Betriebsergebnisses von 2.002 TEUR auf 1.125 TEUR als noch zufriedenstellend zu bezeichnen. Der Rückgang des Betriebsergebnisses ist zum Teil bedingt durch die Vorgaben der Rechnungslegung, nach der die completed-contract-Methode Anwendung findet und diese keine (Teil-)Gewinnrealisierung der in Arbeit befindlichen Aufträgen zulässt. Der Anstieg der in Arbeit befindlichen Aufträge und der Rückgang der Umsatzerlöse führen somit zu einem Rückgang der Gewinnmarge. Daneben haben aber auch Kostensteigerungen bei den Fremdleistungen, beim Personal sowie weiterbelastete Konzernumlagen das Betriebsergebnis belastet. Die Betriebsleistung konnte dagegen aufgrund der Bestandserhöhungen der in Arbeit befindlichen Aufträgen ein weiteres Mal gesteigert werden. Die sehr gute Positionierung der Gesellschaft als Anbieter nahezu aller Bau-Planungsleistungen aus einem Haus, generiert nach wie vor eine hohe Anfragefrequenz sowohl im privaten als auch öffentlichen Sektor. Der Auftragsbestand und die Auslastung aller Vertriebsbereiche konnten in den Bereichen Infrastruktur und Umwelt, Brücken- und Ingenieurbau, Hoch- und Industriebau sowie Energie und Netze so auf konstant hohem Niveau gehalten werden. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl wuchs in 2022 auf 160. Der Zuwachs in den letzten Monaten des Jahres zeigt, dass aktive Recruiting-Bemühungen zusammen mit glaubhaften Bindungselementen den Personalstand sichern können. Der moderne Stand der Kommunikationsmethoden und -mittel befähigte die Gesellschaft, die digitale Zusammenarbeit von Projektteams, mit Kunden, Konferenzteilnehmern und Mitarbeitenden weiter zu verbessern. Die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden unter dem Dach des neuen Bürogebäudes wirkt sich spürbar positiv auf die Zufriedenheit der Belegschaft und die Effizienz der Abläufe aus. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde mit der Muttergesellschaft ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Für 2022 besteht erstmals eine ertragsteuerliche Organschaft. Das Jahresergebnis beträgt daher 0 EUR. 2) Vermögens-, Finanz-, Ertragslage Ertragslage: Der Umsatz reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr durch geringere Schlussabrechnungen um 1.924 TEUR (-13,4 %) auf 12.465 TEUR, während die Gesamtleistung sich um 13,3 % auf 18.129 TEUR erhöhte. Die Steigerung der Gesamtleistungen ist auf den Aufbau bei in Arbeit befindlichen Projekten zurückzuführen. Alle Bereiche des Hauses steuerten einen positiven Beitrag zum Wachstum bei. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen durch vermehrten Einkauf von Fremdleistungsanteilen allgemein um 1.745 TEUR auf 3.311 TEUR. Die Materialaufwandsquote wuchs damit auf 17,5 % (VJ 9,5 %) an. Die Personalaufwendungen erhöhten sich insbesondere durch unterjährig höhere Personalzahlen, Gehaltsanpassungen sowie Aufbau von variablen Gehaltskomponenten um 1.197 TEUR von 9.196 TEUR auf 10.393 TEUR. Die Personalaufwandsquote ist in Relation zur Gesamtleistung von 56,1 % auf 55,0 % gesunken. Dies ist allerdings auf den höheren Fremdleistungsanteil zurückzuführen. Die Abschreibungen stiegen im Vorjahresvergleich um 103 TEUR, dieses resultierend aus erforderlichen Investitionen in Software und Betriebs- und Geschäftsausstattung für das neue Bürogebäude. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 344 TEUR auf 3.634 TEUR. Erreichte Minderungen bei den Aufwandspositionen wurden durch die Kostenumlage (Management Fee) der Konzern-Obergesellschaft überkompensiert. Das Betriebsergebnis reduziert sich mit 1.125 TEUR um 43,8 % gegenüber dem Vorjahreswert von 2.002 TEUR. Die Betriebsergebnis-Rendite im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich von 12,2 % auf 6,0 % vermindert. Folglich hat sich auch das Ergebnis vor Gewinnabführung (bzw. im Vorjahr vor Steuern) um 878 TEUR auf 1.124 TEUR verschlechtert. Der Jahresüberschuss beträgt wegen des Ergebnisabführungsvertrages 0 TEUR (VJ TEUR 1.422). Finanzlage: Die Finanzlage ist nachhaltig positiv. Das Unternehmen hat keine Darlehensverbindlichkeiten und benötigt keine Kontokorrentkredite. Die laufende Finanzierung der Projekte erfolgt über Abschlagszahlungen, die i. d. R. dem jeweiligen Projektleistungsstand entsprechen und in der Bilanz als erhaltene Anzahlungen offen von den Vorräten abgesetzt werden. Der im Jahr 2022 ausgewiesene Anzahlungsüberhang resultiert im Wesentlichen aus einem Einzelprojekt, bei dem der Auftraggeber in Vorleistung gegangen ist. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital einschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gedeckt. Die gute kurzfristige Liquiditätssituation zum Abschlussstichtag anhand folgender Kennzahlen darstellen:
Der Liquiditätsbestand ist von 2.691 TEUR auf 6.640 TEUR gestiegen, was im Wesentlichen durch den stark gestiegenen Cashflow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist. Dieser beträgt 5.816 TEUR (VJ: 1.553). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf -1.423 TEUR und resultiert aus Ausschüttungen von vororganschaftlichen Gewinnvorträgen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt -444 TEUR. Die Liquidität der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 war zu jeder Zeit gesichert. Vermögens- und Kapitalstruktur: Die Bilanzsumme stieg zum Abschlussstichtag um 4.154 TEUR auf 9.880 TEUR (VJ 5.726 TEUR), im Wesentlichen bedingt durch den Aufbau der flüssigen Mittel. Das Anlagevermögen erhöhte sich geringfügig um 5 TEUR auf 1.167 TEUR. Es wurde vornehmlich in Büro- und Geschäftsausstattung investiert. Der Bestand an teilfertigen Arbeiten ist im Vergleich zum Vorjahr um 1.604 TEUR gestiegen. Das Vorratsvermögen nach Absetzung der erhaltenen Anzahlungen beträgt 0 TEUR (VJ 22 TEUR). Es besteht ein Anzahlungsüberhang von 1.418 TEUR (VJ 0 TEUR). Der Kundenforderungsbestand baute sich zum Stichtag um 306 TEUR auf 1.439 TEUR (VJ 1.745 TEUR) ab. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen bedingt durch Steuererstattungsansprüche von 36 TEUR auf 567 TEUR angestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich im Wesentlichen bedingt durch Ausschüttungen und den Ergebnisabführungsvertrag einerseits sowie den signifikanten Aufbau der Bilanzsumme andererseits von 36,9% auf 7,0% reduziert. Die sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere durch im Vorjahresvergleich gestiegene Fremdleistungskosten und Personalrückstellungen um 1.815 TEUR auf 4.554 TEUR (VJ 2.739 TEUR) aufgebaut. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen) nahmen um 2.373 TEUR von 824 TEUR auf 3.196 TEUR zu. Dieses resultiert aus erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die aus dem Ergebnisabführungsvertrag resultieren, angestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gestiegenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten aufgrund von Anzahlungen. Gesamtlage: Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf 2022 insgesamt noch zufrieden. Sowohl die Vertriebs- als auch die Projekt-Umsetzungsprozesse der Gesellschaft zeigen nachhaltig eine hohe Stabilität auf. Das prognostizierte Jahresergebnis wurde zwar nicht erreicht, aber die Gesamtleistung wurde dagegen übertroffen. Die Zielverfehlung des Jahresergebnisses ist neben den Kostensteigerungen insbesondere auf die Bilanzierungsregeln (completed-contract-Methode) zurückzuführen und daher für die Beurteilung der Geschäftsführung nur von untergeordneter Bedeutung. Der Auftragsbestand ist stabil auf hohem Niveau. Trotz des spürbaren Fachkräftemangels konnte der Personalbestand gesichert werden. D) Chancen- und Risikobericht Die in den letzten Jahren gute Situation im Bausektor hat die Gesellschaft genutzt, um die Marktposition zu festigen und moderne Planungstechniken wie BIM und Lean-Construction-Management zu etablieren. Die Fähigkeiten zur digitalen Zusammenarbeit von Projektteams, mit Kunden, Konferenzteilnehmern und Mitarbeitenden durch moderne Kommunikationsmethoden sind sowohl technisch als auch organisatorisch auf hohem Niveau. Für 2023 ist kein Abbruch der positiven Grundausrichtung zu erwarten. Die Gesellschaft hat zu Jahresbeginn volle Auftragsbücher und wird auf dieser gesicherten Basis Optimierungen im Projektablauf anstreben, Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung intensivieren und die Ausrichtung auf weiteres Wachstum verstärken. Der Umzug in 2021 in das neue Bürogebäude gibt neue Impulse in der Art der Zusammenarbeit eines wachsenden Unternehmens. Diese neu erstellte Immobilie schafft Wachstumsmöglichkeiten und eine erheblich verbesserte Kommunikation der Mitarbeitenden in einem inspirierenden Umfeld. Risiken der zukünftigen Entwicklung bestehen in externen Störfaktoren wie der konjunkturellen Entwicklung, insbesondere der Investitionskonjunktur, oder z.B. verschuldungsbedingten Verwerfungen im internationalen Finanzsystem oder Handelskriege oder auch militärisch ausgetragene Konflikte in Europa. Bei einer nachhaltigen Verschlechterung solcher Rahmendaten und einer Erhöhung des Zinsniveaus kann dies zu einer geringeren Investitionsbereitschaft bei den Kunden führen und somit die Auftragslage bzw. die erzielbaren Renditen beeinträchtigen. Als Kernrisiko ist die nicht vertragskonforme Erfüllung von Aufträgen aufgrund von Qualitäts- und Kapazitätsdefiziten (wie z.B. Pönalisierung durch Terminüberschreitung), einschließlich dieser häufig nachfolgenden rechtlichen Auseinandersetzungen, zu identifizieren. Weitere Risikofaktoren der Gesellschaft stellen Ausfallrisiken der Kunden, Kostenüberschreitungsrisiken, Gewährleistungsrisiken sowie Personalrisiken (z.B. Fluktuation, Altersstruktur, fehlende Qualifikation oder Fachkräftemangel) dar. Den genannten Risiken begegnet die Gesellschaft durch permanente Beobachtung des Marktes, aktives Marketing und zielgerichteten Vertrieb. Insgesamt ist das Unternehmen gegen Marktschwächen sehr gut aufgestellt, weil ein ausgewogenes Verhältnis zwischen öffentlichen und privaten Auftraggebern gewahrt ist. Zudem bietet das Unternehmen in fünf Vertriebsbereichen mit unterschiedlichen Schwerpunkten seine Leistungen an und ist damit auch im Vergleich zu anderen Ingenieurgesellschaften sehr diversifiziert und im Bausektor breit aufgestellt. Als Teil des BKW-Engineering-Netzwerkes kann außerdem auf einen deutlich größeren Markt und auf weitere Kapazitäten zurückgegriffen werden. Die Gesellschaft steuert ihre Prozesse reproduzierbar und nachhaltig. Dieses wird dokumentiert durch die Zertifizierung des Qualitätsmanagement-Systems nach DIN EN ISO 9001:2015 sowie der Arbeitssicherheit-Zertifizierung nach SCCP:2001. Damit ist die Basis geschaffen, Risiken eines Geschäftsbetriebs zu minimieren und Fehlentwicklungen im Ablauf rechtzeitig zu entdecken und gegenzusteuern. Das Risikomanagement der Geschäftsführung wird zudem durch die umfängliche Risikoerfassung und Beschreibung von Gegensteuerungsmaßnahmen in einer Risikomatrix unterstützt. Ausfallrisiken der Kunden ebenso wie Vorfinanzierungsrisiken werden durch Abschlagszahlungen und Anzahlungen begrenzt. Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken unterliegt die Gesellschaft nicht. Mit dem etablierten ERP-System werden alle Prozesse von Angebotslegung bis zur Abwicklung detailliert darstellbar. Die Integration des Projektcontrollings über alle Leistungsstufen hinweg bis letztlich hin zum externen Rechnungswesen ermöglicht ein zeitnahes, detailbasiertes und zukunftsorientiertes Steuern der Gesellschaft. Auch hierdurch wird ein Beitrag zur Minimierung der Risiken im Projektgeschäft geleistet. Die Bindung, Gewinnung und Weiterbildung von Mitarbeitenden ist ein wesentliches Verantwortungsgebiet der Geschäftsführung. Die Gesellschaft hat verschiedene Maßnahmen zur Mitarbeiter-Bindung eingeführt und wird sich in Zukunft noch verstärkter um die jetzigen und zukünftigen Mitarbeitenden kümmern. Die Geschäftsentwicklung kann durch den Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe für Baumaterialien und Preisauftrieb für Rohstoffe leiden und in Folge durch zurückhaltende Investitionsentscheidungen zu Abschwächung der Bauwirtschaft und der Auftragssituation des Unternehmens führen. Derzeit sind keine dementsprechenden Auswirkungen auf die Unternehmenssituation erkennbar; die Auftragsbücher sind voll und die diversifizierte Angebots- und Kundenstruktur kann diese Risiken abfedern. Insgesamt trägt die gute Finanzlage der Gesellschaft im Übrigen dazu bei, die oben genannten Krisen ohne finanzielle Engpässe zu überstehen. Sofern die Situation es erfordert, können schnell entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden, um Kosten zu senken und finanzielle Schäden zu begrenzen (z.B. durch Beantragung von Kurzarbeit). Einzelne Risiken, die für sich genommen oder gemeinsam den Bestand der Gesellschaft gefährden können, existieren mit hinreichender Sicherheit derzeit nicht bzw. sind nicht erkennbar. In der Gesamtbetrachtung der Risikolage kommt die Geschäftsführung zu der Einschätzung, dass sich die Risikosituation der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr nicht verändert hat. E) Prognosebericht 1) Erwartete konjunkturelle Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft könnte nach Einschätzung des IWF (Internationaler Währungsfonds) in 2023 insgesamt um ca. 0,2% gegenüber dem Vorjahr wachsen. Insbesondere die Erhöhung der Leitzinsen der Zentralbanken zur Bekämpfung der Inflation verhindert nach Analyse des IWF bessere Wachstumsraten. Der IWF sieht nach aktuellen Gutachten die deutsche Wirtschaft unter Druck durch den schwachen Welthandel, der Deutschland als Exportnation besonders trifft. Zudem belasten hohe Energiepreise die Industrie, sodass für 2023 ein realer Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3% vorausgesagt wird. In der Konjunkturprognose des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) für 2023 wird ein nomineller Rückgang des Umsatzes um 2 % auf 155 Mrd. EUR erwartet. Bei der veranschlagten Preisentwicklung ist dieses ein realer Rückgang um 7 %. Der ZDB stellt fest, dass die Baukonjunktur an Schwung verliert. Die Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft haben sich aufgrund des Mixes aus steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten markant verschlechtert und trüben die Aussichten für die Baukonjunktur in den Bausektoren Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und Öffentlicher Bau für 2023 ein. 2) Prognose für das Unternehmen Die Folgen des Ukraine-Krieges müssen aufgrund verschiedener Faktoren in die Prognose-Wertung einbezogen werden: Baumaterialknappheit, steigende Bau-, Lebenshaltungs- und Energiepreise sowie das anziehende Zinsniveau behindern Investitionsentscheidungen und können in Folge Auswirkungen auf die Bauwirtschaft speziell und die Gesamtwirtschaft insgesamt haben. Diese können sich gegebenenfalls auch erst zeitverzögert in den Jahren 2023/2024 einstellen. Aufbauend auf dem hohen Auftragsbestand zu Jahresbeginn erwartet die Gesellschaft in 2023 noch ein Umsatz- und Gesamtleistungsniveau wie in 2022. Auf der Kostenseite sind Erhöhungen der Fremdleistungskosten, Personalkosten, Energiekosten und Management Fees eingeplant. Die Gesellschaft prognostiziert für 2023 - unter der Annahme, dass die Ukraine-Krise keine weiteren tiefgreifenden Erschütterungen in der Baubranche verursacht - ein Jahresergebnis leicht über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres, dieses auch unter Berücksichtigung von gesteigerten Kostenpositionen. Für diese Prognose ist allerdings anzumerken, dass das Projektgeschäft bereits rechnungslegungsseitig aufgrund der Anwendung der so genannten completed-contract-Methode immer Schwankungen unterliegt und dadurch Prognoseabweichungen verursacht werden können. Die Liquiditätsentwicklung bleibt stabil; die Gesellschaft erwartet im Folgejahr allerdings einen Rückgang des operativen Cashflows, der im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Vorleistungen eines Auftraggebers bei einem Einzelprojekt deutlich erhöht war.
Nordhorn, 24. August 2023 Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH, Nordhorn Gez. Thomas Garritsen, Geschäftsführer Gez. Reiner Koopmann, Geschäftsführer Gez. Marc-Christian Vrielink, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Nordhorn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück, Register-Nr. HRB 131052. Die Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Vorjahresbetrag der "Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht" von TEUR 24 wurde den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zugeordnet. Ab dem Geschäftsjahr 2022 liegt eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Lindschulte Ingenieur-Holding GmbH, Nordhorn, als Organträgerin vor. Mit der Lindschulte Ingenieur-Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und dem tatsächlichen Werteverzehr der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig als Zugang und Abgang im Anlagenspiegel erfasst. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen nur im Fall dauerhafter Wertminderungen. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. In Arbeit befindliche Aufträge (unfertige Leistungen) werden mit ihren individuellen Herstellungskosten bewertet, die neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen enthalten. Die Ermittlung erfolgt retrograd auf Basis der vereinbarten bzw. zu erwartenden Auftragserlöse im Verhältnis zum geschätzten Fertigstellungsgrad. Nicht aktivierungspflichtige und nicht aktivierungsfähige Kosten sowie erwartete Gewinne werden durch einen angemessenen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Soweit die bereits entstandenen und noch zu erwartenden Herstellungskosten die vereinbarten bzw. zu erwartenden Auftragserlöse überschreiten, werden entsprechende Wertabschläge auf die aktivierten Herstellungskosten vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden mit ihren Nominalwerten bewertet, soweit nicht im Einzelfall aufgrund konkreter Anhaltspunkte ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt und dabei mit ihrem Nominalbetrag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Nennwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB ausgewiesen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 300 und ist voll erbracht. Der Jahresüberschuss von TEUR 1.142 wird an die Lindschulte Ingenieur-Holding GmbH abgeführt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt, um alle am Abschlussstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitäquivalenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Der durchschnittliche Marktzins ist dabei als Sieben-Jahres-Durchschnitt ermittelt. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird nicht ausgeübt. Preis- und Kostensteigerungen werden in der Bewertung berücksichtigt, wenn diese ausreichend konkretisiert sind. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die auf Fremdwährungen lauten, werden mit den am Abschlussstichtag gültigen Devisenkassamittelkursen bewertet. Andere Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs des Erfassungszeitpunktes oder zum ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Umsatz- und damit die Gewinnrealisierung der Projekte erfolgt nach den Grundsätzen der Completed-contract-Methode. Als Zeitpunkt der Umsatzrealisierung wird entsprechend handelsrechtlicher Bilanzierungsgrundsätze das Datum der vertragsgemäßen oder konkludenten Abnahme der Planungsleistung durch den Auftraggeber gesehen. 3. Erläuterungen zum Jahresabschluss 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. 3.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 17) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. 3.3 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 4.554 betreffen mit TEUR 1.397 den Personalbereich, TEUR 2.743 für Nachunternehmerleistungen, TEUR 339 für Nachlaufkosten und Gewährleistungsverpflichtungen sowie TEUR 75 für weitere geschäftsübliche Verpflichtungen wie Jahresabschlusserstellung und -prüfung und Berufsgenossenschaftsbeiträge. 3.4 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.124 (Vorjahr TEUR 0) enthalten, welche aus Ergebnisabführungen sowie aus Lieferungen und Leistungen resultieren. 3.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 515 an die Konzern-Muttergesellschaft abzuführende Management Fees für bezogene Leistungen (Vorjahr TEUR 0) enthalten. 4. Sonstige Angaben 4.1 Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet für Verpflichtungen der Muttergesellschaft aus einem Avalkredit von TEUR 188. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist wegen der wirtschaftlichen Lage der Muttergesellschaft gering. 4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ab 2022 von insgesamt TEUR 5.618 (VJ 5.532) aus Miet- und Leasingverträgen. 4.3 Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 160 (Vorjahr: 157).
4.4 Geschäftsführung Hauptberufliche Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr: • Thomas Garritsen • Reiner Koopmann • Marc-Christian Vrielink Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 4.5 Angaben zur Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist eine 100%-Tochtergesellschaft der Lindschulte Ingenieur-Holding GmbH, Nordhorn. Diese wiederum ist 100%-Tochtergesellschaft der BKW Engineering SE (vormals BKW Deutschland GmbH), Berlin, deren Anteile zu 100 % von der BKW AG, Bern (Schweiz), gehalten werden. Die Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH, Nordhorn, ist somit ein verbundenes Unternehmen der BKW AG, Bern (Schweiz), und wird in den Konzernabschluss der BKW AG einbezogen. Der Konzernabschluss der BKW AG, Bern (Schweiz), umfasst gemäß § 285 Nr. 14 und 14a HGB den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen und ist auf der Homepage der Konzern-Muttergesellschaft veröffentlicht. 4.6 Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Die Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH hat mit der Lindschulte Ingenieur-Holding GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2022 geschlossen.
Nordhorn, 24. August 2023 Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH, Nordhorn Gez. Thomas Garritsen, Geschäftsführer Gez. Reiner Koopmann, Geschäftsführer Gez. Marc-Christian Vrielink, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.11.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkBei der Offenlegung des Jahresabschlusses werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 276, § 288 und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH, Nordhorn: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH, Nordhorn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage der Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Teil unseres Bestätigungsvermerks.
Nordhorn, den 24. August 2023 GB
Revision GmbH
Gez. Edwin Westkamp, Wirtschaftsprüfer ANLAGE ZUM BESTÄTIGUNGSVERMERK Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsWährend der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens, • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen (auch als "Aufsichtsorgan" bezeichnet) unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. |
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