Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 65260
Vorher
LPH Pharma GmbH
Eingetragen
11.3.2011
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und Desinfektionsmitteln
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von chemischen und pharmazeutischen Produkten, insbesondere Arzneimitteln und Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke (ergänzende bilanzierte Diäten) bzw. Nahrungsergänzungsmitteln.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sylke Wenzel
seit 4.4.2024
Prokura
Prokura
Christian Jaaks
seit 7.11.2019
Geschäftsführer
Björn Michael Dr. Uhr
seit 15.12.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert99.95% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Santo Holding AGCHE
84.96%
9.96%
5.03%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lindopharm GmbH

Hilden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Lindopharm GmbH, Hilden, ist ein mittelständisches pharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von apotheken- und rezeptpflichtigen generischen Human- und Veterinärarzneimitteln konzentriert. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Abfüllung von Vierrand-Siegelbeuteln (Sachets) sowie auf die Produktion von Spezialarzneimitteln auf der Basis hochaktiver Wirkstoffe, wie zum Beispiel Hormonpräparaten.

Die Gesellschaft ist nicht im Besitz eigener Zulassungen. Sie produziert daher als Lohnhersteller für andere, d. h. sie wird von Dritten mit der Produktion entsprechend der Rezeptur ebendieser beauftragt. Auftraggeber sind verschiedene namhafte Pharmafirmen aus Deutschland oder auch dem benachbarten europäischen Ausland.

Die Gesellschaft gehört zum Aristo Pharma GmbH Konzern und wird auch im Aristo Pharma Konzernabschluss konsolidiert. Die Aristo Pharma als mittelbare Muttergesellschaft oder andere Tochterunternehmen sind gleichzeitig Hautabnehmer der von der Gesellschaft hergestellten Arzneimittel.

1.2. Forschung & Entwicklung

Die Gesellschaft führt Entwicklungen grundsätzlich nur im Auftrag von Kunden und ohne eigenes Risiko durch. Die Lindopharm GmbH, Hilden, nutzt für diese meist galenischen Entwicklungen zu einem hohen Anteil eigene Kapazitäten. Um flexibel auf die jeweiligen Anforderungen reagieren zu können, nutzt die Gesellschaft für die Produktentwicklung nach Möglichkeit auch Ressourcen, die normalerweise für die kommerzielle Herstellung genutzt werden. Dadurch wird gleichzeitig sichergestellt, dass perspektivisch regelmäßig neue und interessante Produkte in die eigene Herstellung aufgenommen werden können. Da den damit zusammenhängenden Aufwendungen immer auch Erträge von den Auftraggebern gegenüberstehen, erübrigt sich ein quantitativer Ausweis.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Statistischem Bundesamt (Pressemitteilung vom 15. Januar 2019 - 018/19) war die konjunkturelle Lage in Deutschland durch Wachstum im neunten Jahr in Folge gekennzeichnet. Ausschlaggebend hierfür war die Binnennachfrage. Neben den privaten Konsumausgaben stiegen insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen deutlich. Der Markt für Arzneimittel und insbesondere der verschreibungspflichtigen gilt jedoch als konjunkturunabhängig, so dass für die Gesellschaft spezifische Entwicklungen der Branche eine größere Relevanz haben.

Der Kostendruck im deutschen Gesundheitssystem von Seiten der gesetzlichen Versicherer ist weiterhin zu spüren. Das Instrument der Verträge zwischen gesetzlichen Krankenkassen und Herstellern nach § 130 ff. SGB V hat sich etabliert und wird auf Seiten der ausschreibenden Krankenkassen nur noch in Nuancen verändert. Bei einem üblichen Ausschreibungszeitraum von zwei Jahren kann auch weiterhin davon ausgegangen werden, dass jegliche Produktivitätsgewinne auf Seiten der Hersteller mit dem neuen Ausschreibungszyklus an die Krankenkassen weitergegeben werden.

Die im Jahre 2014 eingeführte und seitdem regelmäßig erweiterte "Substitutionsausschlussliste" führte zu einem Rückgang der Ausschreibungsaktivität der Krankenkassen für die betroffenen Substanzen. Hintergrund ist hierbei, dass die Substitutionsausschlussliste die Rabattverträge bei der Abgabe in der Apotheke "schlägt". Somit ist der Apotheker verpflichtet, genau das Arzneimittel abzugeben, das auf dem Rezept angegeben ist und es ist ihm verboten dieses durch ein wirkstoffgleiches zu substituieren. Eine wesentliche Veränderung der Marktanteile einer für die Lindopharm GmbH, Hilden, relevanten Substanz konnte nicht festgestellt werden.

2.2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2018 konnte das hohe Auslastungsniveau des Vorjahres nicht gehalten werden. Insbesondere das Drittkundengeschäft mit dem Hauptkunden war deutlich rückläufig. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Kundenauftrag intensiv an der Entwicklung neuer Produkte gearbeitet, die sich - bei erfolgreichem Abschluss - jedoch erst in den Jahren 2019 und 2020 positiv auswirken werden.

Die Steuerung des Geschäftes erfolgt maßgeblich über das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen). Weitere finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden derzeit nicht erhoben.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse gingen im Jahr 2018 auf TEUR 18.304 (2017: TEUR 22.206) zurück. Somit konnte das hohe Niveau des Vorjahres nicht bestätigt werden. Weder auf Kunden- noch auf Produktseite gab es wesentliche Veränderungen, beim Hauptkunden jedoch einen teilweise starken Mengenrückgang.

Der Umsatz ist wie folgt nach Regionen gegliedert: Inland 87%, EG 11%, Drittländer 2% des Gesamtumsatzes im GJ 2018. Der Rückgang des Umsatzes ist hauptsächlich durch Rückgang des Umsatzes im Inland mit Drittkunden (-26% im GJ 2018) getrieben.

Das Rohergebnis beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 11.175 und ging damit auf Grund von positiven Bestandsveränderungen etwas schwächer als der Umsatz zurück (2017: TEUR 12.924).

Die Aufwendungen für Personal belaufen sich auf TEUR 4.528. Dies entspricht einer Senkung von 2% gegenüber dem Jahr 2017.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Jahr 2018 auf TEUR 1.647 (2017: TEUR 1.529). Die Steigerung resultiert aus dem gestiegenen Sachanlagevermögen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind leicht rückläufig zum Vorjahr (TEUR 3.900) bei TEUR 3.739 im Berichtsjahr. Hauptgrund ist der Rückgang der Aufwendungen für Leiharbeitnehmer infolge der geringeren Auslastung um TEUR -158.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres lag im Rahmen der Erwartungen.

Die Gesellschaft ist einen Ergebnisabführungsvertrag mit der herrschenden Gesellschaft Advance Pharma GmbH, Berlin, eingegangen, der am 14. April 2016 in das Handelsregister eingetragen worden ist. Dieser gilt ab dem Geschäftsjahr 2016. Hieraus resultiert eine Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.083 (2017: TEUR 2.762).

Die Gesellschaft bekommt regelmäßig rollierende Forecasts von Ihren Kunden. Auf dieser Basis ist wieder von einem deutlichen Anstieg bei einem Hauptkunden auszugehen. Allerdings ist zu beachten, dass verbindliche Bestellungen in der Regel nur für die nächsten 6 Monate platziert werden, wie es in dieser Industrie Standard ist.

2.3.2. Finanzlage

Die Gesellschaft wird vollständig durch Gesellschaftermittel finanziert und durch eine Cash-Pool-Vereinbarung mit der Muttergesellschaft Aristo Pharma GmbH, Berlin, verbunden. Dabei werden alle auf den einbezogenen Konten anfallenden Guthaben-Salden auf ein gesondertes Konto der Muttergesellschaft überwiesen. Im Falle eines Negativsaldos auf einem einbezogenen Konto werden zum Zwecke des Ausgleichs auf Null Beträge von der Muttergesellschaft überwiesen.

Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 338 im Berichtsjahr (2017: TEUR 769). Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die deutliche Reduzierung von Rückstellungen für Erlösschmälerungen gegenüber Kunden geprägt.

Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr änderte sich das Eigenkapital der Gesellschaft auf Grund des Ergebnisabführungsvertrages nicht.

Die liquiden Mittel beliefen sich bedingt durch das Cash-Pooling zum Bilanzstichtag auf TEUR 3 (2017: TEUR 2). Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Kreditlinien. Durch die Einbindung in die Aristo Gruppe und die damit verbundenen Gesellschafter-Finanzierung stehen dem Unternehmen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, um Zahlungsverpflichtungen stets erfüllen zu können.

2.3.3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen stieg durch getätigte Investitionen geringfügig auf TEUR 12.510 (2017: TEUR 11.924).

Durch Vorproduktion für Auslieferungen im Januar und eine Bevorratung mit Wirkstoffen für die Produktion stieg der Vorratsbestand von TEUR 3.178 in 2017 auf TEUR 4.554 zum Bilanzstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber Dritten gingen infolge geringerer Umsätze auf TEUR 2.549 (2017: TEUR 2.849) zurück.

3. Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres lagen nicht vor.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Die Lindopharm GmbH, Hilden, hat sich in den vergangenen Jahren auf ihre Kernkompetenzen in der Lohnherstellung und den angrenzenden Dienstleistungen konzentriert.

Der hohe Spezialisierungsgrad und das spezifische Know-how ermöglichen weiterhin eine wettbewerbsfähige Herstellung in Deutschland. Die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft kommt dabei z.B. dadurch zum Ausdruck, dass Rabattausschreibungen auch der großen Krankenkassen, bei denen der größte Preisdruck besteht, zusammen mit einem Vermarktungspartner erfolgreich gewonnen werden können.

Bei der weiteren Kundengewinnung wird die Geschäftsführung auf einen ausgewogenen Mix aus verschreibungs- und apothekenpflichtigen Arzneimitteln achten. Dies senkt die jeweilige Abhängigkeit von den spezifischen Marktsegmenten.

Um nicht allein im schwierigen Marktumfeld des deutschen Arzneimittelmarktes tätig zu sein, wird die Geschäftsführung die weitere Internationalisierung vorantreiben. Potenziale sind hier vor allem in Süd- und Nordeuropa sowie in den USA zu sehen.

Die Gesellschaft wird auch in Zukunft mit ausgewählten Partnern Entwicklungskooperationen eingehen, um Arzneimittel, die aus dem Patentschutz auslaufen, zeitgerecht auf den Markt zu bringen.

Mit diesen Rahmenbedingungen erwartet die Geschäftsführung eine deutliche Verbreiterung der Erlös- und Ertragsbasis, so dass Abhängigkeiten reduziert werden können.

Vor dem Hintergrund des erwarteten besseren Auftragseinganges rechnet die Geschäftsführung für 2019 mit einer deutlich verbesserten Erlös- und Ertragssituation.

4.2. Risikobericht

Im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit ist die Gesellschaft einer Reihe von üblichen Risiken ausgesetzt, wie sie jeder unternehmerischen Betätigung innewohnen, so in den Beständen an Vorräten und Forderungen, Änderungen der gesetzlichen Regularien, im Beschaffungsbereich und bei der Abhängigkeit von Kunden. Spezifische Risiken von größerer Bedeutung und Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, sind jedoch nicht erkennbar. Gegenüber dem Vorjahr ist keine wesentliche Veränderung der Risiken zu erkennen.

In der Lohnherstellung beschafft die Gesellschaft einige Wirkstoffe auf Basis des US Dollars. Die aktuelle Entwicklung der US Dollar / Euro-Relation führt zu steigenden Beschaffungskosten. Eine Steigerung der Beschaffungskosten kann die Gesellschaft nicht in vollem Umfang und auch nur mit einem zeitlichen Verzug auf die Kunden übertragen. Daher beobachtet die Gesellschaft die Devisenmärkte weiterhin äußerst aufmerksam. Bisher sieht die Gesellschaft von Kurssicherungsgeschäften ab.

Die Finanzierung des Gesundheitssystems ist in den meisten Volkswirtschaften eine Herausforderung. Der demographische Wandel und immer neue Möglichkeiten lassen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen jedes Jahr steigen. Um die Ausgaben aber dennoch nicht im Übermaße steigen zu lassen, versucht der Gesetzgeber hier lenkend einzugreifen. In diesem Sinne wird auch der Arzneimittelmarkt stark durch unterschiedliche Instrumentarien der Gesetzgebung beeinflusst. Die vielen Gesetzesänderungen der Vergangenheit wie das Wettbewerbsstärkungsgesetz oder das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes zeigen, wie stark und nachhaltig in den Markt der Arzneimittel eingegriffen wird. Somit besteht immer ein latentes Risiko, dass gesetzgeberische Eingriffe mittelbar die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen können.

Die Geschäftsführung beobachtet die jeweils aktuellen Änderungen auf dem Gesundheits- und Arzneimittelmarkt.

4.3. Chancenbericht

Die Geschäftsführung sieht die Chancen der Gesellschaft im weiteren Ausbau bei den Arzneiformen, die bereits erfolgreich in der Betriebsstätte hergestellt werden.

Insbesondere im Bereich Levothyroxin-haltiger Arzneiformen ergeben sich für die Gesellschaft große Chancen: die Herstellung dieser Präparate ist pharmazeutisch sehr anspruchsvoll; der Konkurrenzdruck im Lohnherstellungsbereich ist derzeit entsprechend limitiert, da viele Lohnhersteller eher auf risikoärmere Produktionen ausweichen. Da diese Präparate außerdem in den meisten entwickelten Ländern zu den meistverordneten Arzneimitteln gehören, ergeben sich auch für den Export der zugehörigen Eigenentwicklungen zahlreiche Chancen.

Weitere Potenziale sind in der aktiven Erweiterung der Produktportfolios zu sehen. Die Gesellschaft setzt außerdem auf eine kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung der bestehenden Produkte. Eine wesentliche Veränderung der Chancen im Vergleich zum Vorjahr liegt nicht vor.

 

Hilden, den 15. Juli 2019

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

EUR 31.12.2018 TEUR 31.12.2017
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.640.265,00 5.246
II. Sachanlagen 7.869.964,42 6.678
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte 4.554.381,17 3.178
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.739.848,73 4.351
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.064,92 2
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 15
  19.807.524,24 19.470

PASSIVA

   
EUR 31.12.2018 TEUR 31.12.2017
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 6.148.028,28 6.148
  6.173.028,28 6.173
B. RÜCKSTELLUNGEN 337.930,85 769
D. VERBINDLICHKEITEN 13.296.565,11 12.528
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 159,61 (Vj. TEUR 1)    
davon aus Steuern: EUR 62.269,52 (Vj. TEUR 70)    
  19.807.524,24 19.470

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

2018
EUR
2017
TEUR
1. Rohergebnis   11.174.642,08 12.923
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -3.750.827,46   73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -777.235,09   175
davon für Altersversorgung: EUR 45.147,30 (Vj. TEUR 48)      
    -4.528.062,55 248
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -1.646.591,47 -1.440
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   -3.738.753,16 -3.920
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 109.833,14 (Vj. TEUR 56)      
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   14.260,72 4
davon aus der Abzinsung: EUR: 14.260,72 (Vj. TEUR 17)      
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -192.326,59 -189
davon an verbundene Unternehmen: EUR 192.326,59 (Vj. TEUR 144)      
7. Ergebnis nach Steuern   1.083.169,03 7.626
8. sonstige Steuern   -65,00 0
9. aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne   -1.083.104,03 -4.428
10. Jahresüberschuss   0,00 0
11. Gewinnvortrag   6.148.028,28 6.148
12. Bilanzgewinn   6.148.028,28 6.148

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

I. Allgemeine Hinweise

Die Lindopharm GmbH, Hilden, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 65260 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den Vorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 HGB bezüglich der Pflichtangaben im Anhang wurden in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Erforderliche Abwertungen wegen Überlagerung wurden vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten entsprechend dem jeweiligen Fertigungsgrad. Die Fertigungserzeugnisse wurden ebenfalls zu Herstellungskosten bewertet.

Für die Bewertung wurde das FEFO-Prinzip angesetzt, welches der tatsächlich angewandten Verbrauchsreihenfolge entspricht. Im Zusammenhang mit der Chargenverwaltung ist sichergestellt, dass jeweils Produkte der ältesten Charge zuerst entnommen werden. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch notwendige und angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Die Vorräte werden grundsätzlich einzelwertberichtigt und gegebenenfalls werden Abschläge nach den Grundsätzen der verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und Drohverluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Nachteilige Kursveränderungen werden durch Umrechnung zum Stichtagskurs berücksichtigt. Kursveränderungen für Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden durch Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag berücksichtigt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Einzelposten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

In den immateriellen Vermögensgegenständen ist ein Firmenwert enthalten, der im Jahr 2011 im Zusammenhang mit dem variablen Kaufpreisbestandteil des Asset Deals entstanden ist. Dieser ermittelt sich in Abhängigkeit von den im Businessplan geplanten Umsatzerlösen für die Geschäftsjahre 2012 bis 2014. Die Abschreibung des Firmenwertes erfolgt über eine Abschreibungsdauer von 15 Jahren.

Die Errichtung einer neuen Produktionsstätte bedarf eines mehrjährigen Zeitraums, nach dessen Beendigung erst mit dem Aufbau von produktionstechnischem Spezial-Knowhow begonnen werden kann. Die Produktionsstätte verfügt über entsprechend tiefergehendes und am Markt nachgefragtes Fertigungs-Knowhow.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es besteht eine langfristige Kaution als Sicherheit für die Miete einer Halle TEUR 143 (Vj.: TEUR 143). Die restlichen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Das Stammkapital ist zum Nennbetrag von EUR 25.000,00 angesetzt und voll eingezahlt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 150 (im Vj.: TEUR 605) betreffend einen Liefervertrag in Höhe von TEUR 150 (Vj.: TEUR 300), noch offene Berufsgenossenschaftsbeiträge TEUR 16 (Vj.: TEUR 9), Personalaufwand (Urlaubs-, Mehrarbeit-, Abfindungen und Sonderzahlungen) in Höhe von TEUR 52 (Vj.: TEUR 63), Archivierungskosten in Höhe von TEUR 49 (Vj.: TEUR 45), Kosten für Jahresabschlussprüfung TEUR 16 (Vj.: TEUR 17), Versicherungen TEUR 3 (Vj.: TEUR 2) sowie für ausstehende Rechnungen bzw. Rückbau einer Halle TEUR 53 (Vj.: TEUR 19) gebildet.

Weiterhin besteht in 2018 keine Rückstellung aus Körperschaftssteuer (Vj.: TEUR 9).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Kfz, Kopierer und Gebäude sowie aus Dienstleistungs- bzw. Wartungsverträgen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 4.255. In diesen TEUR 4.255 sind TEUR 3.001 langfristige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen enthalten, die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. Von den gesamten finanziellen Verpflichtungen entfallen 29 Prozent auf verbundene Unternehmen. Die finanziellen Verpflichtungen entstehen aus betriebsnotwendigen Verträgen, um das Geschäft des Unternehmens fortführen zu können. Aus den genannten Verträgen ergeben sich Zahlungsverpflichtungen aufgrund der Nutzung der Vertragsgegenstände bzw. der Vorteile aus den Dienstleistungs- und Wartungsverträgen in den Jahren 2019 ff. Die externen finanziellen Verpflichtungen haben einen Anteil von TEUR 3.034 bzw. 71 Prozent an den gesamten Verpflichtungen. Insofern besteht ein Risiko.

Geschäftsführung

Im Berichtsjahr gehörten der Geschäftsführung an:

· Herr Anton Karremann, kaufmännischer Geschäftsführer, Berlin und

· Herr Dr. Guido Wilhelm Zimmermann, Doktor der Naturwissenschaften, Düsseldorf.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 107 (Vj. 109) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Mitarbeiter waren wie folgt auf die verschiedenen Gruppen verteilt:

Mitarbeiterzahl
Gruppen 2018 2017
Produktion 62 65
Qualitätswesen & Zulassung 36 36
Verwaltung 7 7
Marketing / Vertrieb 2 1
Total 107 109

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Aristo Pharma GmbH, Berlin, (kleinster Kreis) sowie in den Konzernabschluss der Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen, (größter Kreis) einbezogen. Diese werden im Bundesanzeiger offengelegt.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben über das Honorar des Abschlussprüfers sind in dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 der Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen, enthalten (§ 285 Nr. 17 HGB), in den die Lindopharm GmbH, Hilden, einbezogen wird.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss an die Gesellschafterin (Advance Pharma GmbH) abgeführt.

Nachtragsbericht

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu verzeichnen, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jahresabschlusses 2018 haben würden.

 

Hilden, den 15. Juli 2019

Lindopharm GmbH

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.830,32 0,00 0,00 0,00 24.830,32
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.075.000,00 0,00 0,00 0,00 9.075.000,00
  9.099.830,32 0,00 0,00 0,00 9.099.830,32
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.654.605,24 43.399,50 0,00 0,00 2.698.004,74
2. technische Anlagen und Maschinen 5.641.729,74 1.337.284,38 0,00 301.833,82 7.280.847,94
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.207.117,56 286.698,42 30.854,41 42.346,35 2.505.307,92
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 521.185,89 567.047,70 0,00 -344.180,17 744.053,42
  11.024.638,43 2.234.430,00 30.854,41 0,00 13.228.214,02
  20.124.468,75 2.234.430,00 30.854,41 0,00 22.328.044,34
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.716,32 1.182,00 0,00 22.898,32
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.831.667,00 605.000,00 0,00 4.436.667,00
  3.853.383,32 606.182,00 0,00 4.459.565,32
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 741.607,24 212.074,50 0,00 953.681,74
2. technische Anlagen und Maschinen 2.316.276,74 591.271,20 0,00 2.907.547,94
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.289.366,56 237.063,77 29.410,41 1.497.019,92
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.347.250,54 1.040.409,47 29.410,41 5.358.249,60
  8.200.633,86 1.646.591,47 29.410,41 9.817.814,92
Buchwerte
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.932,00 3.114,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.638.333,00 5.243.333,00
  4.640.265,00 5.246.447,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.744.323,00 1.912.998,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.373.300,00 3.325.453,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.008.288,00 917.751,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 744.053,42 521.185,89
  7.869.964,42 6.677.387,89
  12.510.229,42 11.923.834,89

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lindopharm GmbH, Hilden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lindopharm GmbH, Hilden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lindopharm GmbH, Hilden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass im Zeitpunkt der Beendigung der Abschlussprüfung die Erfüllung der Voraussetzung des § 285 Nr. 17 HGB (Angabe des Abschlussprüferhonorars im Konzernanhang) insofern nicht beurteilt werden konnte, als diese Voraussetzung ihrer Art nach erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllbar ist.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 15. Juli 2019

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Stahl, Wirtschaftsprüfer

Abel, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2018

In der Gesellschafterversammlung vom 20. September 2019 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 festgestellt.

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