KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbHLiquidiert
75177 Pforzheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbHHerrenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016der KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH1. Allgemeines Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer sehr guten Verfassung. Im Jahr 2016 ist das Bruttoinlandsprodukt um preisbereinigt 1,9 Prozent und damit so stark wie seit 2011 nicht mehr gestiegen. Die gute wirtschaftliche Lage wird sich auch 2017 fortsetzen. Die Bundesregierung erwartet eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,4 Prozent und damit eine Fortsetzung des Wachstumstrends. Die Entwicklung wurde rechnerisch von der Binnennachfrage getragen. Vor allem die staatlichen und privaten Konsumausgaben, aber auch die Bauinvestitionen legten kräftig zu. Die Investitionen in Ausrüstungen erhöhten sich ebenfalls, aber verhaltener. Mit der starken Binnennachfrage nahmen die Importe stärker zu als die Exporte, so dass der Wachstumsbeitrag des Außenhandels leicht negativ ausfiel. 2. Branchen- und Umsatzentwicklung Leider konnte unser Unternehmen von der stabilen wirtschaftlichen Lage in 2016 erneut nicht profitieren. Projektbedingt kam es zu einer Reduzierung des Umsatzes, welche durch Neuprojekte nicht kompensiert werden konnte. 2.1. Automobilzulieferbereich Der Umsatz mit Kommutatoren, Duroplast-Kunststoffprodukten und Sensorprodukten für Anwendungen in der Automobilindustrie verlief in 2016 auf einem reduzierten Niveau. Im Bereich Kommutator war die Reduzierung des Umsatzes auch verursacht durch Auslauf von Projekten. 2.2. Non - Automotivebereich Die Umsatzerlöse im Bereich der Kommutatoren für Elektrowerkzeuge sind auf einem leicht unter dem Vorjahr liegenden Niveau. 3. Entwicklung der Gesellschaft, Ertragslage, Liquidität und Finanzierung Der Mengenrückgang und die Kostensituation im Produktbereich Kommutator erfordern die Einstellung der Kommutatorfertigung am Standort Herrenberg. Für die Kosten dieser Maßnahme ist eine Rückstellung von T-EUR 1.450 gebildet. Um den Automotive Anforderungen unserer Kunden nachzukommen, ist die Verlagerung der Produktion an andere "Best Cost" Standorte innerhalb der Kolektor Gruppe zwingend notwendig. Aufgrund der im Jahr 2016 erfolgten Anpassungen im Personalbereich, konnte die Ertragslage im operativen Geschäft trotz des rückläufigen Umsatzes stabil gehalten werden. Die für das Jahr 2016 geplanten Umsatz- und Rentabilitätsziele konnten insoweit erreicht werden. Der Rohertrag beträgt EUR 8,8 Mio nach EUR 9,2 Mio im Vorjahr. Die Vorratsbestände konnten im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden. Die Liquiditätslage mit liquiden Mitteln von EUR 3,3 Mio kann als komfortabel eingestuft werden. Die Forderungsbestände sind gegenüber dem Vorjahr nur leicht gesunken. Insgesamt betrug das Umlaufvermögen rd. 76% der Bilanzsumme. Das Jahr 2016 schließt mit einem Fehlbetrag von T-EUR 1.239 ab, darin enthalten ist das positive operative Ergebnis von rd. T-EUR 211 und die außergewöhnlichen Aufwendungen für die geplante Restrukturierung von T-EUR 1.450. Die Eigenkapitalquote ist mit 67,2% weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt. Mit den finanzierenden Banken bestehen weiterhin Verträge, welche dem Unternehmen über 2016 hinaus eine gesicherte Finanzierungslage garantieren. Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen konnten weitgehend aus dem Cash Flow finanziert werden. Langfristige Bankdarlehen wurden planmäßig getilgt. 4. Forschung und Entwicklung Im Bereich Hybrid Produkte (Subsysteme aus Duroplast mit Metallkomponenten, Magneten und Elektronik) wurde weiter mit dem bestehenden Kundenstamm und mit Neukunden an einer Vielzahl von Neuentwicklungen gearbeitet. Wir sehen hier gute Zukunftschancen für das Unternehmen. Die strategische Ausrichtung im Entwicklungsbereich zielt weiterhin auf Duroplast Hybridsysteme mit dem Schwerpunkt Sensorik Automotiv ab. Im Bereich der mediendichten Umspritzung von Sensorelektronik konnten die vorhandenen Kapazitäten genutzt werden. Im Bereich der Sensorik/Aktorik wurden Neuentwicklungen erfolgreich in die Serienproduktion umgesetzt. Innerhalb der strategischen Projekte aus der Produktgruppe Kupplungskolben konnten weitere Projekte erfolgreich in die Serienphase überführt werden. Gemäß der strategischen Ausrichtung als Subsystemlieferant konnten Sensorelemente bei diesen Spritzguss - Produkten integriert werden. Erfolgsgarant ist hier zusätzlich zur Expertise im Duroplastbereich die vorhandene Kompetenz im Bereich der Prozessentwicklung, die eigenständige Herstellung und Entwicklung der Betriebsmittel sowie die Erweiterung des Produktportfolios auch durch Unternehmensaquisitionen der Kolektorgruppe. 5. Investitionstätigkeit Die Investitionstätigkeiten bewegten sich im Jahr 2016 mit einem Investitionsvolumen von T-EUR 205 auf einem geringeren Niveau wie im Vorjahr. 6. Sozial- und Personalbereich Aufgrund des Umsatzrückganges in den vergangenen beiden Jahren wurde im Fertigungsbereich die Mitarbeiterzahl in 2016 um 12 Mitarbeiter reduziert. Die beschlossene Einstellung der Kommutatorfertigung führt zu einem weiteren Abbau von bis zu 63 Arbeitsplätzen. Zur Abfederung der Auswirkungen wurde ein Sozialplan mit Interessensausgleich abgeschlossen. Qualitäts- und Umweltschutzpolitik 6.1. Qualitätssicherungsmaßnahmen KOLEKTOR KAUTT & BUX wurde im Rahmen eines Überwachungsaudits im Februar 2016 einer Begutachtung zur Systemförderung auf Basis ISO/TS 16949/1S09001:2000 durch Bureau Veritas unterzogen. Unser Unternehmen erbrachte den Nachweis, den Maximalanforderungen der Automobilindustrie ohne Einschränkung zu genügen. Eine Weiterentwicklung im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wurde bestätigt. Die Anzahl der Kundenreklamationen konnte in diesem Jahr auf dem stabilen Niveau der vergangenen Jahre gehalten werden. Ausschuss und Produktivität konnten ebenfalls auf einem sehr guten Niveau stabil gehalten werden. Weitere qualitätsrelevante Kennzahlen konnten auf ihrem hohen Niveau gehalten werden. Im Bereich der Kundenbewertungen wurden gewohnt überdurchschnittliche Resultate erzielt. 6.2. Energiemanagement, Umweltschutz und Arbeitssicherheit Umweltschutz, Energieeinsparung und Arbeitssicherheit stellen einen integrierten Bestandteil des Managementsystems dar. Die Auditierung haben wir mit dem Erhalt des Zertifikates nach 1S014001:2004 und ISO 50001 erfolgreich abgeschlossen. 7. Risikobericht und voraussichtliche Entwicklung Für die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens im kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont sind nach Meinung der Geschäftsführung insbesondere folgende Risiken von Bedeutung: Preisdruck von Kunden, Wettbewerb aus Niedriglohnländern, steigende und volatile Rohstoffpreise sowie konjunkturbedingte Umsatzänderungen. In der erarbeiteten Planung für das Geschäftsjahr 2017 wurden voraussehbare konjunkturelle Entwicklungen bereits berücksichtigt. Durch die eingeschlagene Diversifizierungsstrategie, die auf die Stärken unseres Unternehmens baut, sowie intensive Marktbeobachtung, pro-aktives Agieren sowie Ausnutzung von vorhandenen Potentialen in der KOLEKTOR Gruppe versucht unser Unternehmen, sich auf diese und neuere Entwicklungen einzustellen. Im Rahmen des Risikomanagements ist die Gesellschaft speziell in den Bereichen Rohstoffpreisanstieg sowie Zins- und Wechselkursschwankungen darum bemüht, durch entsprechende Preisvereinbarungen und gegebenenfalls durch Abschluss geeigneter Sicherungsgeschäfte die Auswirkungen zu kompensieren. Die beschriebene Restrukturierungsmaßnahme dient zur Fokussierung auf den Wachstumsmarkt Kunststoff - Hybrid Produkte und zur Abwendung bestandsgefährdender Risiken. Im Zusammenhang mit der Einstellung des Kommutatorbereichs werden wir auch Maschinenkapazitäten abbauen. Aufgrund der hierfür erzielbaren Erlöse ist jedoch nicht mit Abgangsverlusten zu rechnen. Die derzeitige Auftragslage entspricht unseren Erwartungen, liegt aber erneut unter dem Vorjahresniveau. Mit bereits in 2016 umgesetzten Kosteneinsparungen im Personalbereich ist geplant den noch zu erwartenden Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Bereich zu kompensieren. Wir erwarten auf dieser Basis für 2017 operativ ein vergleichbares Ergebnis wie in 2016, und damit einen leichten Jahresüberschuss. 8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres Vergleiche hierzu die Ausführungen im Anhang.
Herrenberg, den 11. April 2017 KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH Frank Stark, Geschäftsführer Bilanz auf den 31. Dezember 2016der KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH, HerrenbergAKTIVA:
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016der KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH, Herrenberg
Anhang für das Geschäftsjahr 2016der KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH, HerrenbergA. Allgemeines Der Jahresabschluss der KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH, Herrenberg, (Amtsgericht Stuttgart, Handelsregister B Nr. 243506) zum 31. Dezember 2016 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Änderungen aufgrund des BiIRUG kommen erstmals zur Anwendung. Die erstmalige Anwendung der Vorschriften des BiIRUG kann zu einer Einschränkung der Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr führen. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BiIRUG wurden, soweit erforderlich, die Vorjahreszahlen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Jahr 2016 ist in gesonderter Übersicht zum Anhang dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen werden für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen nach der linearen Methode vorgenommen. Finanzanlagen sind zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die in Insolvenz befindliche SWL GmbH i. I. Die Beteiligungsquote beträgt 66 %. Das gezeichnete Kapital beträgt T-EUR 200, das Eigenkapital T-EUR -482 It. letztem vorliegenden Jahresabschluss auf den 1. November 2013. Der Jahresfehlbetrag für die Zeit vom 2. November 2012 bis zum 1. November 2013 beläuft sich auf T-EUR 1. Das Vorratsvermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (Einzelkosten einschließlich angemessener Gemeinkostenanteile, entsprechend den Vorschriften des BilMoG) oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Abdeckung von Lagerrisiken wurden in angemessenem Umfang Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Neudefinition der Umsatzerlöse nach BiIRUG in der Gewinn- und Verlustrechnung hat im Berichtsjahr Umgliederungen aus den sonstigen Verbindlichkeiten in die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von EUR 59 zur Folge. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst (Umgliederung T-EUR 96). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung bilanziert. Die Neudefinition der Umsatzerlöse nach BiIRUG in der Gewinn- und Verlustrechnung hat im Berichtsjahr Umgliederungen aus den sonstigen Vermögensgeständen in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T-EUR 1 zur Folge. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst (Umgliederung ebenfalls T-EUR 1). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen T-EUR 52 Gesellschafter. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T-EUR 381 (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: T-EUR 229) beinhalten im Wesentlichen das Deckungskapital nichtverpfändeter Rückdeckungsversicherungen für Pensionsverpflichtungen mit T-EUR 229 und Steuererstattungsansprüche mit T-EUR 86. Der Bilanzgewinn auf den 31. Dezember 2016 ermittelt sich wie folgt:
Die handelsrechtlichen Vorschriften zur Bewertung von Pensionsrückstellungen wurden im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie vom 26. Februar 2016 geändert und gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB erstmals im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 angewendet. Anstelle des bisher geltenden 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes wurde nun ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz der Abzinsung zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Pensionen betreffen eine laufende Leistung und eine unverfallbare Anwartschaft eines ausgeschiedenen Anwärters. Die Pensionsrückstellungen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 67.909,00 (§ 253 Abs. 6 HGB). Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen zum 31. Dezember 2016 erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Verfahren "Projected Unit Credit" Methode auf Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck mit einem Rechnungszins von 4,01 % p. a., einer angenommenen Gehaltsanpassung von 0,00 % p. a. sowie einer angenommenen Rentenanpassung von 2,00 % p. a. Der Unterschiedsbetrag aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurde zum 1. Januar 2010 ermittelt (Rechnungszinssatz: 5,25 %) und beträgt EUR 83.594,00. Im Berichtsjahr wurde 1/15 des Unterschiedsbetrages erfolgswirksam erfasst. Der noch nicht erfolgswirksam erfasste Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2016 EUR 44.583,00. Von den Pensionsrückstellungen wurden folgende Verrechnungen von Vermögensgegenständen (verpfändete Rückdeckungsversicherungen) vorgenommen:
Die Rückstellungen für Pensionszusagen (unverfallbare Anwartschaften) an ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene (zuzüglich des Verteilungsbetrags gem. BilMoG und abzüglich verpfändete Rückdeckungsversicherung) beliefen sich am Geschäftsjahresende auf T-EUR 125. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen und verrechneten Vermögensgegenständen Erträge aus der Auflösung der Pensionsrückstellungen von T-EUR 15, Zinsaufwendungen von T-EUR 15 (Saldierter Betrag Zinserträge verrechneter Vermögensgegenstände und Zinsaufwand verrechneter Schulden) und sonstige betriebliche Aufwendungen von T-EUR 6 (davon aus Anpassung an Bewertung nach BilMoG: T-EUR 6) verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung eventueller Kostensteigerungen und Abzinsungen bewertet und berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Verbindlichkeiten sind wie folgt strukturiert:
Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Verbindlichkeiten sind teilweise durch Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Posten, die auf fremde Währung lauten, werden zu den jeweiligen Kursen des Entstehungstages umgerechnet. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr und sind zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Erträge aus der Währungsumrechnung werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen mit EUR 1.541,60 ausgewiesen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit EUR 1,92 ausgewiesen. Der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016 wurde erstmals das neue Gliederungsschema gem. § 275 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) zugrunde gelegt. In der neuen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach BiIRUG wurden der Posten "Außerordentliche Aufwendungen" sowie die Zwischenergebnisse "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" und "Außerordentliches Ergebnis" gestrichen. Stattdessen wurde ein neues Zwischenergebnis "Ergebnis nach Steuern" eingefügt. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Regelungen des BiIRUG wurden auch die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung unter Anwendung der Vorschriften des BilRUG ermittelt. Die Umsatzerlöse des Vorjahres, die sich aus der Anwendung von § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BiIRUG ergeben, betragen für 2015 T-EUR 155. Im Wesentlichen resultiert die Abweichung aus der Umgliederung von Kostenerstattungen. Aufgrund des Wegfalls der außerordentlichen Aufwendungen und entsprechend der geänderten Zwischenergebnisse im neuen Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung nach BiIRUG wurden folgende Umgliederungen der Vorjahresbeträge vorgenommen: Die außerordentlichen Aufwendungen des Vorjahres in Höhe von EUR 5.573,00 wurden in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von T-EUR 1.450 angefallen, die in den Personalkosten enthalten sind. Die außergewöhnlichen Aufwendungen stehen im Zusammenhang mit der vorgesehen Restrukturierung der Gesellschaft (Sozialplankosten). C. Sonstige Angaben Als Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2016 bestellt:
Die Gesellschaft hat einen Beirat mit folgenden Mitgliedern:
Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres (ohne Auszubildende) 86 gewerbliche Arbeitnehmer und 41 Angestellte beschäftigt. Die Zahl der Auszubildenden am Bilanzstichtag beträgt 11. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte bestanden am Bilanzstichtag wie folgt:
In den Folgejahren werden voraussichtlich Leasing/Mietverpflichtungen in ähnlicher Größenordnung fällig. Leasing- und Mietverträge wurden zur Vermeidung des sofortigen Abflusses liquider Mittel geschlossen. Dem Vorteil der Verbesserung der Liquiditätslage durch geringeren Mittelabfluss steht das Risiko der über die gesamte Nutzungsdauer insgesamt höheren Zahlungsmittelabflüsse entgegen. Für Dienstleistungen, die unsere Gesellschafterin KOLEKTOR GROUP d.o.o. an uns erbringt, werden wir derzeit mit rd. T-EUR 262 p. a. belastet. Ausschüttungssperre: Von der Summe aus frei verfügbaren Rücklagen sowie dem Bilanzverlust darf ein Teilbetrag von EUR 67.909,00 aufgrund des Unterschiedsbetrags zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre gemäß § 253 Abs.6 HGB nicht ausgeschüttet werden. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind: Im Zusammenhang mit der im abgelaufenen Geschäftsjahr beschlossenen Restrukturierung der Gesellschaft wurde am 24. März 2017 ein Sozialplan mit Interessenausgleich mit dem Betriebsrat der Gesellschaft vereinbart. Es ist eine Rückstellung von T-EUR 1.450 gebildet. Mutterunternehmen ist die KOLEKTOR GROUP d.o.o., Idrija, Slowenien, die 66,67 % der Anteile an der Gesellschaft hält. Diese Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss, in den unsere Gesellschaft einbezogen wird.
Herrenberg, den 11. April 2017 KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH Frank Stark, Geschäftsführer Anlagevermögen für das Geschäftsjahr 2016
BescheinigungDen vollständigen Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2016 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 der KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH, Herrenberg, haben wir geprüft. Für die Offenlegung nimmt die Gesellschaft die gemäß § 327 HGB eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch. Diesem einzureichenden Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2016 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 erteilen wir folgende Bescheinigung: In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir am 11. April 2017 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH, Herrenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2016 der KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH, Herrenberg, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Heidelberg, den 11. April 2017 FALK
GmbH & Co KG
Dr. Ziegler, Wirtschaftsprüfer Brinkmann, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlussesder KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH, HerrenbergDie Gesellschafterversammlung der KOLEKTOR KAUTT & BUX GmbH, Herrenberg, hat am 5. Mai 2017 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen