Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 26225 HB
Vorher
FMG Finanz-Holding GmbHFrans Maas Deutschland GmbH
Eingetragen
21.7.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Der Betrieb einer Spedition, die Durchführung von Transporten, der Betrieb einer Lagerei und einer Agentur sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die Übernahme von Beteiligungen aller Art, auch als persönlich haftende Gesellschafterin von Personenhandelsgesellschaften, der Abschluss von Interessengemeinschaftsund Kooperationsverträgen sind zugelassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Walke
seit 21.4.2026
Prokura
Ralf Többe
seit 1.9.2025
Geschäftsführer
Dominik Krins
seit 29.11.2023
Prokura
Maurice Cordes
seit 7.6.2022
Prokura
Kris Anné
seit 29.4.2014
Prokura
Michael Römer
seit 23.10.2013
Prokura
Nicolai Knudsen
seit 30.3.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DSV Road Holding A/SDNK
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DSV Road Holding A/S
Denmark
10.000.000 DM
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DSV Road GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Entwicklung des Anlagevermögens

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

In Deutschland ist die DSV Road in allen wichtigen Industriezentren vertreten. Über den IDS-Verbund mit seinen über 50 Standorten, der größten und ältesten Stückgutkooperation, erreichen wir eine bundesweite Abdeckung. Durch feste Routen, hohe Abfahrtsfrequenzen und kurze Laufzeiten sorgen wir mit standardisierten Prozessen für Verlässlichkeit und Effektivität. Im Bereich der Teil- und Komplettladung profitieren unsere Kunden von unserem unabhängigen und leistungsfähigen DSV Road Netzwerk und einer umfassenden Produktpalette mit täglichen Abfahrten. Zudem bieten wir umfassende B2C Lösungen an und mit unseren Express- und Garantieservices sowie individuellen Transportlösungen decken wir das gesamte Leistungsspektrum im Landverkehr ab.

Die wesentlichen Steuerungskennzahlen, die gruppenweit zur Steuerung herangezogen werden, sind die operativen Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, die Einbindung in das gruppenweite Cash-Pooling sowie durch ein Factoring-Programm mit der Skandinaviska Enskilda Banken, Dänemark.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hielt sich trotz Inflationsschock und massiver Straffung der Geldpolitik besser als erwartet und konnte um 3,1 % wachsen. 1 Das BIP im Euroraum und der EU ist nach ersten Schätzungen nur um 0,5 % gestiegen. 2 Hohe Lebenshaltungskosten, eine schwache Auslandsnachfrage sowie die Straffung der Geldpolitik haben dazu geführt, dass die europäische Wirtschaft im Jahr 2023 an Dynamik verloren hat. 3 Die Arbeitslosenquote im Euroraum sank auf einen Wert von 6,4 % (Vorjahr: 6,7 %). 4

1 https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/weltwirtschaft-im-winter-2023-konjunkturelle-dynamik-bleibt-vorerst-gering- 32318/, abgerufen am 05.03.2024.
2 https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/18507488/2-14022024-AP-EN.pdf/bd0e89a8-b0a6-0cb1-ec74- 0992ab92c470?version=2.0&t=1707907810744, abgerufen am 06.03.2024.
3 https://germany.representation.ec.europa.eu/news/herbstprognose-2023-leichte-erholung-nach-einem-schwierigenjahr-2023-11-15_de, abgerufen am 06.03.2024.
4 https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/18426688/3-01022024-BP-DE.pdf/cdc1947e-ac3d-4830-6e64- e74b97177d47, abgerufen am 06.03.2024.

Das Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland im Jahr 2023 preisbereinigt um -0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Die gesamtwirtschaftliche Lage war hierbei vom Ukraine-Krieg, den gestiegenen Energiepreisen und der Inflation geprägt, so dass es zu einer Rezession im Jahr 2023 kam. 5

Die Kaufzurückhaltung und der nachwirkende Kaufkraftverlust führten zu einem Rückgang des privaten Konsums. Ebenfalls rückläufig waren die staatlichen Konsumausgaben sowie die Bruttoanlageinvestitionen. Die schwache Nachfrage führte zu einem Rückgang der Importe (-3,0 %). Die Exporte nahmen um 1,8 % ab.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte hingegen, nahm gestützt durch gestiegene Arbeitnehmerentgelte sowie Unternehmens- und Vermögenseinkommen spürbar zu. Dazu trugen auch staatliche Entlastungsmaßnahmen wie die Energiepreisbremse, die Möglichkeit der steuerfreien Inflationsausgleichprämien und Erhöhung der Sozialleistungen bei. Ebenfalls positiv war der robuste Arbeitsmarkt. Die Erwerbstätigkeit erreicht trotz der konjunkturellen Schwächephase im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand. 6

II. Marktentwicklung

Die Logistik ist in Deutschland der drittgrößte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Erfolgreiche Logistiker müssen fundierte Prozesskenntnisse sowie Kenntnisse über die Versorgungsketten des Handels und der Industrie besitzen, um den zunehmend hohen und komplexen Anforderungen zu entgegnen. 7 Im Vergleich zum Jahr 2022 konnte die Branche in Deutschland um 2,5 % wachsen, wobei der Anstieg auch von steigenden Kosten entlang der Lieferketten getrieben ist. 8

Die für die DSV Road relevanten Märkte unterteilen sich in nationale und internationale Landverkehre jeweils mit den Bereichen Stückgut und Chartergeschäft für Teil- und Komplettladungen sowie Automobilverkehre.

5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/, abgerufen am 26.02.2024.
6 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html, abgerufen am 27.02.2024.
7 https://www.dslv.org/de/die-branche/logistikmarkt, abgerufen am 26.02.2024.
8 https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung# :~: text=Rund%20319%20Milliarden%20Euro%20Umsatz,Euro%20(2020), abgerufen am 04.03.2024.

Der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex bildet den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Aktivität und daraufhin benötigter Verkehrsleistung und zeichnet den Verlauf der Fahrleistung nach. Im Jahr 2023 ist ein Abwärtstrend der täglichen Fahrleistung zu erkennen, wobei der Indikator in der 1. Jahreshälfte über dem 24-Monatsdurchschnitt liegt und sich erst in der 2. Jahreshälfte umkehrte. 9 Die geopolitischen Turbulenzen sind im Straßengüterverkehr spürbar. 10 Unverändert befinden sich jedoch die Transportpreise auf einem hohen Niveau. 11

Der Güterkraftverkehr wird ferner durch das im Jahr 2022 in Kraft getretene EU-Mobilitätspaket II beeinflusst, welches unter anderem bestimmte Lkw-Rückkehrpflichten sowie Mindestlohnvorschriften umfasst. 12 Höhere Anforderungen an Technologie-, Umwelt- und Sicherheitsstandards halten die Kosten im Straßengüterverkehr hoch. 13 Zusätzlich wurde im Bundestag am 20. Oktober 2023 die Ausweitung der Mautpflicht ab 01. Dezember 2023 für Lastkraftwagen beschlossen, 14 wodurch die Gebühren für Lastkraftwagenfahrten deutlich steigen werden. 15

III. Geschäftsverlauf

1. Ertragslage

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.040 (Vorjahr Jahresfehlbetrag von TEUR - 6.477) abgeschlossen. Das Betriebsergebnis (vor Finanzergebnis und Steuern) hat sich von TEUR -6.321 im Vorjahr um TEUR 4.686 auf TEUR -1.635 erneut verbessert, ist aber weiterhin negativ.

Die Umsatzerlöse haben sich von TEUR 572.205 im Vorjahr um TEUR 39.571 auf TEUR 532.634 reduziert. Dies entspricht einem Rückgang von 6,9 %. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Bereich der Landverkehre erzielt. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die operativen Umsatzerlöse hier um 8,0 % von TEUR 520.561 auf TEUR 478.793 reduziert, insgesamt ist das Sendungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Der Materialaufwand reduzierte sich im Zuge des rückläufigen Umsatzes (-6,9 %) insgesamt um 9,9 % von TEUR 475.269 auf TEUR 428.372, so dass der Rohertrag von TEUR 96.936 im Vorjahr (= 16,9 % der Umsatzerlöse) auf TEUR 104.261 (= 19,6 % der Umsatzerlöse) angestiegen ist. Die Steigerung des Rohertrages resultiert aus dem reduzierten Einsatz von Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen sowie niedrigeren Speditionskosten.

9 Bundesamt für Logistik und Mobilität: Mautverkehr KOMPAKT, Jahresausgabe 2023, Seite 4.
10 https://www.dvz.de/unternehmen/strasse/detail/news/quartalscheck-landverkehr-kein-aufwaertstrend-in-sicht.html, abgerufen am 06.03.2024.
11 https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/transport-logistik/vr-index-so-haben-sich-die-transportpreise-im-zweiten-halbjahr-2023-entwickelt-3465075, abgerufen am 27.02.2024.
12 https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/mobilitaetspaket-teil-i-verbesserung-sozialvorschriften-berufskraftfahrerinnen.html, abgerufen am 15.02.2024.
13 DVZ Nr. 7 vom 15. Februar 2023, S.10.
14 https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2023/kw42-de-maut-971416, abgerufen am 26.02.2024.
15 https://trans.info/de/neue-mautgebuhren-fur-lkw-in-europa-ab-2024-375053, abgerufen am 07.03.2024.

Die Personalaufwendungen fielen mit TEUR 79.377 (Vorjahr: TEUR 77.976) und somit 1,8 % höher als im Vorjahr aus. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegene Anzahl der Mitarbeiter sowie gegenläufig auf reduzierte Ausgaben für die Altersversorgung zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 41.594 im Vorjahr auf TEUR 44.447 erhöht. Der Anstieg ist unter anderem auf gestiegene Raum- und Mietkosten (TEUR +1.927) sowie den Verschmelzungsverlust aus der Verschmelzung der Administration & Accounting Service GmbH (TEUR +1.246) bei gleichzeitig reduzierten Instandhaltungsaufwendungen (TEUR -273) zurückzuführen. Das EBITDA hat sich in dem Zusammenhang von TEUR -2.820 auf TEUR 863 deutlich verbessert.

Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 980 konnte im Vergleich zum Vorjahr (TEUR - 6.366) stark verbessert werden.

Zusammenfassend ergeben sich die folgenden Kenngrößen für das Berichtsjahr und das Vorjahr:

Werte in TEUR 2023 2022
Umsatzerlöse 532.634 572.205
davon operativ 478.793 520.561
Materialaufwand 428.372 475.269
Rohertrag 104.261 96.936
EBITDA 863 -2.820
Betriebsergebnis (vor Finanzergebnis, Steuern) -2.881 -6.321
Finanzergebnis 3.861 -45
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.040 -6.477

2. Vermögenslage

Werte in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen 21.770 24.658
Umlaufvermögen / Rechnungsabgrenzungsposten 179.407 187.566
Aktiva 201.177 212.224
Eigenkapital 69.827 68.787
Rückstellungen 79.180 83.866
Verbindlichkeiten 52.170 59.571
Passiva 201.177 212.224

Das Anlagevermögen mit einem Anteil am Gesamtvermögen von 10,8 % sank um TEUR -2.888 auf TEUR 21.770. Den planmäßigen Abschreibungen von TEUR 3.744 stehen im Geschäftsjahr Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 3.993 gegenüber. Ein Großteil der Zugänge entfiel auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 2.271) sowie Anlagen im Bau (TEUR 1.075).

Beim Umlaufvermögen / Rechnungsabgrenzungsposten ergab sich ein Rückgang von TEUR 8.159 auf TEUR 179.407. Der stichtagsbezogenen Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR - 6.816), der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR - 5.229) sowie des Kassenbestands / Bankguthabens (TEUR - 1.580) steht insbesondere eine Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR +5.446 aufgrund von höheren Steuerforderungen gegenüber.

Auf der Passivseite reduzierten sich die Rückstellungen von TEUR 83.866 auf TEUR 79.180. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Rückstellungen für ausstehende Speditionsrechnungen (TEUR -2.395) zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten sind insgesamt um TEUR -7.401 gesunken. Dabei sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 10.394 stichtagsbedingt weiter auf TEUR 7.327, sowie die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 6.396 auf TEUR 3.375 insbesondere durch den Umschlag von Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Umsatzsteuerforderungen gesunken.

Im Zuge der Verschmelzung der Administration & Accounting Service GmbH mit der DSV Road sind Verbindlichkeiten aus dem IHB Saldo (TEUR 3.407), Pensionsrückstellungen (TEUR 888) sowie sonstige Rückstellungen (TEUR 307) auf die DSV Road übergegangen.

Zum Geschäftsjahresende wird aufgrund des Jahresüberschuss von TEUR 1.040 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 69.827 (Vorjahr: TEUR 68.787) ausgewiesen. Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR -11.047 auf TEUR 201.177 gesunken. Die Eigenkapitalquote hat sich demzufolge von 32,4 % auf 34,7 % verbessert.

3. Finanzlage

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als gefestigt angesehen werden. Aus der konzerninternen Verrechnung und dem Cash-Pooling mit der DSV A/S, über welches die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt, wird eine Forderung ausgewiesen. Ferner besteht ein Factoring-Programm mit der Skandinaviska Enskilda Banken, Dänemark.

Der vereinfachte operative Cashflow ergibt sich wie folgt:

Werte in TEUR 2023 2022
Periodenergebnis 1.040 -6.477
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.744 3.500
Zunahme (+) / Abnahme (-) der langfristigen Rückstellungen 102 2.814
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 836 316
Cashflow 5.722 153

Der vereinfachte operative Cashflow hat sich um TEUR +5.569 auf TEUR 5.722 verbessert. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das positive Periodenergebnis zurückzuführen.

IV. Zusammenfassende Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und Lage

Der Wettbewerb auf den deutschen und europäischen Märkten war auch im Jahr 2023 weiterhin hoch. Aufgrund der Konsumzurückhaltung wurde das im Vorjahr für 2023 geplante operative Umsatzvolumen von rund EUR 560,9 Mio. mit EUR 478,8 Mio. um EUR 82,1 Mio. verfehlt. Das EBITDA war mit EUR 0,9 Mio. zwar positiv, lag aber dennoch deutlich unter dem budgetierten Wert von rund EUR 11,1 Mio. Dies ist unter anderem auf ausbleibende Sendungsmengen und Anlaufkosten für den neuen Standort Hamburg zurückzuführen. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung aufgrund der Steigerung des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr (EUR +3,7 Mio.) zufrieden.

V. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Indikatoren zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung spielen auch wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren eine Rolle.

Folgende Leitsätze prägen unser unternehmerisches Selbstverständnis:

Wir sind erfolgreich, wenn wir unsere Kunden nachhaltig begeistern.

Wir berücksichtigen alle Kunden-, Gesetzes-, Normen- und DSV-Anforderungen in einem integrierten Managementsystem.

Compliance, Quality, Environment, Energy, Health, Safety & Security sind wichtige Anforderungen für unseren Erfolg.

Wir setzen Dienstleister ein, die diese Anforderungen erfüllen.

Wir achten bei der Beschaffung auf Energieeinsatz, Energieverbrauch und Energieeffizienz.

Wir stellen alle notwendigen Ressourcen und Informationen bereit und setzen diese sparsam und umweltschonend ein.

Wir gehen zuverlässig und vertrauensvoll mit den uns anvertrauten Produkten um.

Wir messen unsere Leistungen und leiten daraus unsere Ziele ab.

Wir verbessern uns kontinuierlich.

Wir fördern und fordern die Qualifikationen unserer Mitarbeiter.

Wir handeln vorausschauend - die gesetzlichen Bestimmungen verstehen wir als Mindestanforderung.

Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter, Gesellschaft und Umwelt.

Das QEHS System ist ein wichtiger Bestandteil der DSV Compliance und wird im integrierten Ansatz jährlich weiterentwickelt.

QEHS steht für die zertifizierten Managementsysteme

ISO 9001 (Quality)

ISO 14001 (Environment)

ISO 50001 (Energy)

ISO 45001 (Health, Safety)

ISO 27001 (auf globaler Ebene)

Das damit verbundene Compliance Programm ist von der Geschäftsführung als Steuerungselement mit höchster Priorität eingestuft. Es ist vollständig in die Managementaufgaben und die operativen Strukturen integriert. Im Mittelpunkt des Programmes steht insbesondere die Vermeidung von Compliance-, Umwelt-, Arbeits- und Sicherheitsvorfällen. Ein Fokus liegt auf praxisgerechter Schulung und Unterweisung der Mitarbeiter und Kontraktoren in der gesamten Wertschöpfungskette. Die Basis dafür bildet ein engmaschiges Kontroll- und Reportingsystem.

Die Nachhaltigkeit ist ein weiteres Ziel, das bereits seit längerer Zeit auf der Agenda der DSV Group zu finden ist. Auch hier sieht die Geschäftsführung in der Kombination von verantwortungsvollen und gut ausgebildeten Mitarbeitern und der Nutzung von sicherer und umweltfreundlicher Technik einen zentralen Weg, um einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Umwelt zu leisten und gleichzeitig die ökonomische Effizienz zu steigern.

Gruppenweit wurde eine Initiative gestartet, die Treibhausgasemission bis zum Jahr 2030 um bis zu 40 % zu reduzieren.

Im Rahmen unseres "Green Logistics" Programms unterstützt DSV die Kunden in den Bereichen CO 2 Reporting, Lieferkettenoptimierung, Nachhaltiges Warehousing, Nachhaltige Antriebe und Carbon Offsetting. Innerhalb des Programms sind Pilotprojekte und Maßnahmen für eine stetige Verbesserung aufgesetzt und implementiert worden.

C. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Es gelten folgende, von Aufsichtsrat und Geschäftsführung der DSV Road GmbH beschlossene Zielsetzungen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, Vorstand sowie in der darunterliegenden Hierarchiestufe ab Geschäftsjahr 2023 für die nächsten fünf Jahre: 16

Quote Aufsichtsrat: mindestens 33,3 %
Quote Geschäftsführung: 0 %
Quote Hierarchieebene 1: mindestens 6,9 %

Mit der aktuellen Ist-Quote von 33,3 % für den Aufsichtsrat konnte die ursprünglich festgesetzte Zielgröße erfüllt werden.

Die bisherige Zielquote für die Geschäftsführung betrug 0 % und entspricht damit dem Ist-Zustand. Aktuell gibt es zwei männliche Geschäftsführer, eine Neubesetzung oder Erweiterung der Geschäftsführung ist derzeit nicht geplant. Im Übrigen entscheidet die fachliche Qualifikation vor dem Geschlecht. Um die Auswahlmöglichkeiten und Entscheidungen bei einer etwaigen Neubestellung nicht erheblich einzuschränken, bleibt es bei der bestehenden Zielquote von 0 % für die nächsten 5 Jahre.

Für die erste Führungsebene beträgt die für die nächsten 5 Jahre von der Geschäftsführung festgesetzte Zielquote 6,9 %. Die aktuelle Ist-Quote liegt bei 0 %. Ursächlich gibt es bei einer Gesamtfrauenquote von 3,1 % in Führungspositionen in unserer Gesellschaft gegenwärtig nicht genug weibliche Nachwuchsführungskräfte in der Logistikbranche.

Die festgelegten Zielgrößen werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Aktualität hinterfragt und gegebenenfalls neu definiert. Des Weiteren findet laufend eine Überprüfung der Zielerreichung statt.

16 Die Angaben sind jeweils gerundet auf ganze Personen.

D. Prognosebericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft wächst in 2024 trotz schwierigem Fahrwasser leicht. Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges sind vielfältig und lasten auf der starken Exportwirtschaft in Deutschland. Durch die hohe Inflation ist die Kaufkraft gesunken und die aufgrund hoher Zinsen getätigten Investitionen zurückgegangen. Für 2024 wird mit einem leichten Anstieg des BIP von +0,2 % gerechnet. Die Inflation wird sich voraussichtlich auf +2,8 % verringern. 17

Die EU-Kommission prognostiziert für den Euroraum einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 % für 2024. Die Konjunkturaussichten sind allerdings durch die geopolitischen Spannungen wie im Nahen Osten risikobehaftet. 18 In der EU wird die Inflation sich im Vergleich zu 2023 von 6,3 % auf 3,0 % halbieren. Der Konsum wird sich aufgrund der abflauenden Inflation sowie dem robusten Arbeitsmarkt erholen. Die Investitionen werden wieder zunehmen und der Außenhandel sich normalisieren. 19

Der Expertenkreis der Logistikweisen erwartet ein herausforderndes Jahr 2024, mit einem leichten nominalen Wachstum (+0,8 %) des Wirtschaftsbereichs Logistik. 20 Das Geschäftsklima der Verlader und Logistikdienstleister war Ende 2023 auf einem niedrigen Niveau, wobei sich die Erwartungen etwas aufhellen. 21 Für die Folgejahre wird für den Güterverkehr ein Wachstumskurs prognostiziert. Ebenfalls werden Verkehrsleistungssteigerungen im Straßengüterverkehr und dem kombinierten Verkehr sowie der Luftfracht erwartet. 22

II. Geschäftsverlauf

Für das Jahr 2024 wird eine erneute Ausweitung des Geschäftsvolumens geplant. Auf Basis eines operativen Umsatzbudgets von rd. EUR 529,8 Mio. wird ein positives EBITDA von EUR 9,3 Mio. erwartet. Das geplante Wachstum wird neben dem weiteren Ausbau der Vertriebsaktivitäten auch von der stärkeren Kooperation mit der Division Air & Sea sowie der engeren Zusammenarbeit mit den weltweiten DSV-Gesellschaften getragen.

17 https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/jahreswirtschafsbericht-2024-2261242, abgerufen am 22.02.2024.
18 https://www.zeit.de/wirtschaft/2024-02/eu-kommission-senkt-prognose-wirtschaftswachstum- 2024# :~: text=Die%20EU%2DKommission%20hat%20ihre,Steigerung%20von%201%2C2%20Prozent ., abgerufen am 22.02.2024.
19 https://germany.representation.ec.europa.eu/news/winterprognose-2024-wirtschaft-der-eu-wachst-langsamer-als erwartet-inflation-sinkt-schneller-2024-02-15_de, abgerufen am 26.02.2024.
20 http://logistikweisen.de/wAssets/Jahresbericht-Logistikweisen-2024_V16012024_Web.pdf,S. 7 u. S. 22, abgerufen am 22.02.2024.
21 https://www.dvz.de/konjunktur-und-maerkte/detail/news/logistik-indikator-dienstleister.html, abgerufen am 22.02.2024.
22 https://www.balm.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Presse/PM_als_PDF/2023/2023_11_29_PM_39-23_Wachstumsaussichten_im_Gueter-_und_Personenverkehr_in_den_Jahren_2024_und_2025.pdf ?_ blob=publicationFile&v=2, abgerufen am 26.02.2024.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist gesichert und erfolgt im Wesentlichen aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie durch die Einbindung in das gruppenweite Cash-Pooling.

Unser Fokus auf ein stringentes Kostenmanagement, eine starke Ausrichtung auf das Neukundengeschäft sowie auf die Erweiterung des internationalen Netzwerkes sollen dazu beitragen, die Unternehmensziele für das Jahr 2024 zu realisieren.

Auch die Stückgutkooperation IDS setzt im laufenden Jahr ihren Netzausbau fort und ist mit 54 Depots am Markt präsent. IDS arbeitet an Effizienz aber auch an IT-Sicherheits-Verbesserungen in den Prozessen. 23

Die EBITDA-Entwicklung in den ersten drei Monaten ist sehr zufriedenstellend. Aufgrund der derzeitigen Auftragssituation und der laufenden Aktivitäten wird das Erreichen unserer für 2024 gesetzten Ziele insgesamt als realistisch in der Erreichbarkeit eingeschätzt.

E. Chancen- und Risikobericht

I. Risikomanagement

Das bei unserer Gesellschaft angewandte Risikomanagementsystem basiert auf einer Risk-Map mit der systematischen Darstellung identifizierter Risiken. Weiterhin bestehen umfassende Controllinginstrumente, um die Geschäftsentwicklungen zeitnah zu überwachen und, sofern erforderlich, geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Ziel hierbei ist es, möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und ihre Ursachen zu erhalten und somit zeitnah unerwünschten Entwicklungen entgegenzuwirken. Regelmäßig werden innerhalb der Geschäftsleitung erkennbare Risiken diskutiert und bewertet sowie konkrete Handlungen auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen eingeleitet. Zudem ist unsere Gesellschaft in das monatliche Berichtswesen des Gesellschafters DSV A/S, Hedehusene, Dänemark einbezogen.

Wesentlichen potenziellen Risikofaktoren begegnen wir durch geeignete Sicherungsmaßnahmen. So erfolgt eine zeitnahe Überwachung der Altersstruktur der Forderungen und eine Überwachung des Cashflows mittels einer wöchentlichen Liquiditätsplanung.

Für mögliche Schadensfälle im Speditions- und Lagergeschäft haben wir zur Begrenzung finanzieller Risiken Versicherungen abgeschlossen.

23 https://www.ids-logistik.de/de/news-reader/das-beschaeftigt-ids, abgerufen am 06.03.2024.

Als Konzerngesellschaft der dänischen DSV-Gruppe ist die DSV Road GmbH in das dortige Risikomanagementsystem eingebunden.

1. Sonstige operative Risiken

Die zunehmende Konsolidierung des deutschen Marktes 24 mit wenigen, großen Anbietern und der daraus erwachsende Verdrängungswettbewerb werden weiterhin hohe Anforderungen an das Ertrags- und Kostenmanagement stellen.

Die Konsumzurückhaltung sowie die konjunkturelle Schwäche und dem damit verbundenen niedrigerem Transportvolumen stellen ein Risiko dar. Genauso stellen aufgrund von Lieferengpässen gedrosselte Produktionen weiterhin ein entsprechendes Risiko dar, welches sich negativ auf unser Ergebnis auswirken könnte.

Die derzeitige Situation auf dem Arbeitsmarkt, mit dem Fachkräftemangel, kann dazu führen, dass Arbeitsplätze nicht mehr adäquat besetzt werden können oder häufig nur verbunden mit höheren Lohn- und Gehaltskosten. Bedingt durch den Mangel an Lkw-Fahrern, welcher sich durch den Krieg in der Ukraine vergrößert hat, haben sich die Rahmenbedingungen in der Logistik verschärft. Aufgrund von Kapazitätsengpässen sowie höheren Treibstoff-, Maut- und Personalkosten liegen die Raten im Bereich der Landverkehre weiterhin auf einem hohen Niveau, was unser Ergebnis belasten könnte.

Auch ein möglicher Mangel an verfügbaren Grundstücken sowie eine fehlende flächendeckende Ladeinfrastruktur bzw. ein fehlendes leistungsstarkes Stromnetz stellen Risiken für die weitere erfolgreiche Entwicklung bzw. organisches Wachstum dar. Dies erschwert auch weiterhin das Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele, wie beispielsweise den vermehrten Einsatz und Betrieb von E-Lkws.

2. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände auf Managementebene betragen die Forderungsausfälle 0,01 % zum Umsatz.

Für eine weitere Reduzierung des Risikos wurden verschiedene Maßnahmen ausgebaut bzw. implementiert. Dazu gehören die Intensivierung des Kreditmanagements sowie die laufende Weiterentwicklung des Reportings. Des Weiteren besteht eine Warenkreditversicherung.

Aufgrund des andauernden Ukraine-Krieges und weiter hohen Energiekosten wird ein Anstieg des Ausfallrisikos aufgrund einer größeren Anzahl an Firmeninsolvenzen erwartet.

24 DVZ Brief Nr. 8 vom 22. Februar 2024, Seite 2.

3. Finanzierungsrisiken

Die gegenwärtige Unsicherheit an den weltweiten Kapitalmärkten kann zu einer allgemeinen Erhöhung der Risikoaufschläge führen. Daher kann eine weitere Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen für Unternehmen an den Fremdkapitalmärkten nicht ausgeschlossen werden. Dies könnte sich auch auf den Fremdkapitalzinssatz der Gesellschaft negativ auswirken und damit zu erhöhten Kosten für die Konzernfinanzierung führen.

4. Liquiditätsrisiko

Die Liquidität des Unternehmens wird durch das zentrale Cash Management sichergestellt und überwacht. Durch eine ebenfalls zentral erfolgende Investitionskontrolle und ein zentrales Kreditmanagement wird die rechtzeitige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen gesteuert und gewährleistet.

II. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Eingliederung in die dänische DSV-Gruppe kann durch deren erhöhten Bekanntheitsgrad in Deutschland kurz- und mittelfristig zu weiteren nachhaltigen Synergieeffekten führen, insbesondere vor dem Hintergrund der europaweit gegebenen Marktchancen. Dies, gepaart mit stringentem Fokus auf Kosten- und Margenmanagement kann in den Folgejahren profitables Wachstum sichern.

Eine wesentliche Chance sehen wir auch in der Etablierung einer einheitlichen skalierbaren DSV Road-Plattform in Europa, verbunden mit dem Ziel, eine standardisierte Basis von Dienstleistungen und Produkten für unsere Kunden - mit möglichst wenig lokalen Anpassungen - zu schaffen.

Gleichzeitig sehen wir große Chancen, durch weitere erfolgreiche Kooperationen - über Unternehmens- und Branchengrenzen - hinweg Lösungen zur Beschleunigung der Dekarbonisierung der Straßentransportaktivitäten zu entwickeln und somit die zentralen Herausforderungen der Transformation erfolgreich meistern zu können. So können wir dem Verlangen unserer Stakeholder, Kunden und Investoren, nach nachhaltigeren Logistikdienstleistungen bestmöglich begegnen.

Letztlich kann die weitere konjunkturelle und geopolitische Entwicklung der Weltwirtschaft sowie weiterhin noch mögliche Lieferengpässe bei Halbleitern, Chips und Kabelbäumen im Automobilbereich als für uns wichtiges Kundensegment, Einfluss auf unser zukünftiges Wachstum nehmen.

III. Gesamtbild der Risikolage

Von den operativen Risiken ist neben einem schwächelnden Konsum weiterhin der Mangel an Lkw-Fahrern bzw. insgesamt der Fachkräftemangel als wesentlich für die DSV Road einzustufen.

Darüber hinaus stellen gedrosselte Produktionen aufgrund von Lieferengpässen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und damit verbunden deutlich geringere Sendungszahlen als zuvor weiterhin bedeutende Risiken dar.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtrisikoposition vor dem Hintergrund der beschriebenen globalen bzw. geopolitischen Entwicklungen unverändert und weiterhin auf einem hohen beherrschbaren Niveau.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 383.371,94 418.487,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.221.570,00 17.137.062,71
15.604.941,94 17.555.550,48
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 968.860,94 1.158.818,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 578.177,96 600.657,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.570.162,05 1.429.569,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.079.475,77 4.176,40
5.196.676,72 3.193.221,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.098.000,00
2. Beteiligungen 968.547,46 811.284,46
968.547,46 3.909.284,46
21.770.166,12 24.658.056,77
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 485.119,86 573.524,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 52.353.836,03 59.169.451,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 112.797.967,64 118.027.276,78
3. Sonstige Vermögensgegenstände 13.035.661,18 7.589.399,53
178.187.464,85 184.786.127,77
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 485.169,04 2.065.340,75
179.157.753,75 187.424.993,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 249.176,58 141.358,74
201.177.096,45 212.224.408,96

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.112.918,81 5.112.918,81
II. Kapitalrücklage 63.674.223,58 70.151.258,98
III. Bilanzgewinn/ -verlust 1.040.316,75 -6.477.035,40
69.827.459,14 68.787.142,39
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 28.711.897,00 28.737.873,27
2. Sonstige Rückstellungen 50.467.866,29 55.128.357,11
79.179.763,29 83.866.230,38
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.789,06 71.653,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.412.095,34 42.709.341,76
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.326.931,20 10.394.131,31
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.204,42 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.374.854,00 6.395.909,45
(davon aus Steuern € 999.953,56; Vorjahr € 2.812.170,12)
52.169.874,02 59.571.036,19
201.177.096,45 212.224.408,96

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 532.633.712,66 572.204.687,82
2. Sonstige betriebliche Erträge 20.425.956,95 19.813.529,76
(davon aus der Währungsumrechnung € 199.511,55; Vorjahr € 1.975.278,40)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.746.779,90 5.190.535,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 425.625.647,45 470.078.067,32
428.372.427,35 475.268.602,73
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 68.273.301,58 63.916.920,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 11.103.686,78 14.059.321,64
(davon für Altersversorgung € 782.469,35; Vorjahr € 4.444.466,38)
79.376.988,36 77.976.242,16
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.744.398,82 3.500.341,77
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.447.068,97 41.593.652,00
(davon aus der Währungsumrechnung € 176.109,62; Vorjahr € 2.172.054,59)
7. Erträge aus Beteiligungen 1.288.718,21 344.525,74
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.395.776,13 151.687,55
(davon aus verbundenen Unternehmen € 3.357.636,02; Vorjahr € 134.461,39)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 823.387,46 541.475,68
(davon an verbundene Unternehmen € 142.108,47; Vorjahr € 66.760,30)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 596.817,72; Vorjahr € 451.658,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Ertrag, Vorjahr Aufwand) -225.097,00 67.030,07
11. Ergebnis nach Steuern 1.204.989,99 -6.432.913,54
12. Sonstige Steuern 164.673,24 44.552,18
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.040.316,75 -6.477.465,72
14. Verlustvortrag -6.477.035,40 -12.848.310,70
15. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 6.477.035,40 12.848.741,02
16. Bilanzgewinn/ -verlust 1.040.316,75 -6.477.035,40

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

(1) Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die DSV Road GmbH mit Sitz in Bremen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter der Nummer HRB 26225 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist nach den einschlägigen Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Durch einen Verschmelzungsvertrag vom 18. August 2023 wurde die Administration & Accounting Service GmbH, Bremen, auf die DSV Road GmbH verschmolzen (upstream-merger). Es wurde ein Nettovermögen von TEUR 1.852 an die DSV Road GmbH übertragen, was zu einem Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 1.246 führt.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Software und Lizenzen) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen werden in Anlehnung an die amtlichen Afa-Tabellen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens, abzüglich der Schulden, im Zeitpunkt der Übernahme und wird grundsätzlich planmäßig innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben. In begründeten Fällen erfolgt die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts über einen darüberhinausgehenden Zeitraum, maximal über eine Laufzeit von 15 Jahren. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Bestehen die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, wird der niedrigere Wertansatz eines entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts gemäß § 253 Abs. 5 Satz 2 HGB beibehalten.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet; abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Bauten auf fremden Grundstücken (Mietereinbauten) über die Restlaufzeit der Verträge, regelmäßig über 5 Jahre, die Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3 bis 10 Jahre. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgen zeitanteilig.

Ab dem 1. Juli 2023 wurde für Computerhardware und Software von einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von einem Jahr ausgegangen. Hierfür wurde ein IT-Pool gebildet und die Abschreibung im Anschaffungsjahr vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Vermögensgegenstände mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Falle dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten vermindert um notwendige Einzelwertberichtigungen ausgewiesen. Forderungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen werden grundsätzlich wertberichtigt.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Auszahlungen zu Nennwerten vor dem Bilanzstichtag soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen, wurden latente Steuern nach § 274 HGB ermittelt und saldiert dargestellt. Ein Überhang aktiver latenter Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Verlustvorträge werden bei einem Aktivübergang insoweit berücksichtigt, als sie innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar sind. Bei einem Passivüberhang werden die Verlustvorträge unabhängig von ihrer Realisierbarkeit berücksichtigt. Die Bewertung der Differenzen erfolgt mit einem Steuersatz von 31,02 %.

Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzansätzen bestehen bei den in der folgenden Tabelle aufgeführten Bilanzposten. In der Tabelle ist gekennzeichnet, inwieweit es sich um Differenzen handelt, die zu aktiven oder passiven Steuern führen können.

Bilanzposten Aktive latente Steuer Passive latente Steuer
Immaterielle Vermögensgegenstände X
Sachanlagen X
Finanzanlagen X
Forderungen X
Rückstellungen X
Verbindlichkeiten X

Insgesamt hat sich ein aktiver Saldo ergeben. Ein Ansatz von aktiven latenten Steuern erfolgt nicht, da das bestehende Aktivierungswahlrecht gem. § 274 HGB nicht ausgeübt wird.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Bilanzierung von Pensionsrückstellungen erfolgt nach den Vorschriften des HGB unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % (Vorjahr 1,79 %), eines Gehaltstrends von 3,00 % (Vorjahr 3,00 %) sowie eines Rententrends von 2,15 % (Vorjahr 2,15 %). Es liegen versicherungsmathematische Gutachten vor. Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrags angesetzt. Hierbei wird als Abzinsungszinssatz, der von der Bundesbank ermittelte und bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Bewertung berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewandt.

Für die versicherungsmathematische Ermittlung der Jubiläumsverpflichtungen wurden ebenfalls die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie ein Zinssatz in Höhe von 1,75% (Vorjahr 1,45 %) zugrunde gelegt. Als Gehaltstrend wurden analog zu den Rückstellungen für Pensionen 3,00 % p.a. (Vorjahr 3,00 %) angesetzt.

Die Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

(3) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. Dort sind die Posten des Anlagevermögens gesondert ausgewiesen.

Den wesentlichen Teil der immateriellen Vermögensgegenstände stellen die Firmenwerte dar. Für die in der Vergangenheit entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren in Anlehnung an die steuerrechtlichen Vorschriften des § 7 Abs. 1 Satz 3 EstG zu Grunde gelegt. Die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren liegt im Rahmen einer vertretbaren Nutzungsdauerschätzung, der keine besonderen Umstände entgegenstehen. Neue Erkenntnisse, welche zu einer Veränderung der Restnutzungsdauer führen würden, haben sich nicht ergeben.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz im Sinne von § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB:

Name/Sitz Anteil Eigenkapital Ergebnis
% EUR EUR
IDS Logistik GmbH, Kleinostheim 1) 23 11.588.389,74 1.407.834,67

1) Angaben per 31.12.2022

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus dem konzerninternen Finanzierungsverkehr (TEUR 106.855; Vorjahr TEUR 82.879) sowie solche aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 5.943; Vorjahr TEUR 35.148).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind als antizipative Posten größeren Umfangs Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 8.777 (Vorjahr TEUR 4.675) enthalten.

Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 5.112.918,81 (DM 10.000.000,00).

Die Kapitalrücklage beinhaltet, wie im Vorjahr, andere Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 6.477 aus der Kapitalrücklage aufgelöst, um den Verlustvortrag auszugleichen.

Pensionsrückstellungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 286 (Vorjahr TEUR 1.122) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Verrechnungen bei Vermögensgegenständen und Schulden vorgenommen, die sich wie folgt zusammensetzen:

Verrechnete Vermögensgegenstände Rückdeckungsversicherung
TEUR
Historische Anschaffungskosten 37
Beizulegender Zeitwert 38
Erträge aus dem Deckungsvermögen 1
Verrechnete Verpflichtungen Versorgungszusagen
TEUR
Erfüllungsbetrag 38
Aufwendungen in Form von Zinszuführungen zu den Altersversorgungsrückstellungen 1

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen wurden mit den Zinszuführungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 30.000; Vorjahr TEUR 31.691), für Risiken aus Schäden (TEUR 2.615; Vorjahr TEUR 2.664), Instandhaltungen und Rückbauverpflichtungen (TEUR 5.150; Vorjahr TEUR 4.864) sowie für diverse Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 6.093; Vorjahr TEUR 5.582).

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr TEUR 72) resultieren aus Factoring.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 7.327 (Vorjahr TEUR 3.258) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und im Vorjahr Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.465. Forderungen aus dem Verbundbereich in Höhe von TEUR 2.756 (Vorjahr TEUR 1.637) wurden im Berichtsjahr mit entsprechenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 92 (Vorjahr TEUR 38) gegenüber Gesellschaftern enthalten.

(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die überwiegend im Inland erzielten Umsatzerlöse beliefen sich insgesamt auf TEUR 532.633 (Vorjahr TEUR 572.205) und betreffen überwiegend Speditionsleistungen in Höhe von TEUR 478.793 (Vorjahr TEUR 520.561).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 670 (Vorjahr TEUR 331) sowie aus der Auflösung von Wertberichtungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 286 (Vorjahr TEUR 11). Des Weiteren sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr TEUR 1.975) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind der Verschmelzungsverlust von TEUR 1.246 aus der Verschmelzung der Administration & Accounting Service GmbH und periodenfremde Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

Der tatsächliche Steuerertrag beläuft sich auf TEUR 225 (Vorjahr Steueraufwand TEUR 67). Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz ergeben sich für die Gesellschaft nicht.

(5) Ergänzende Angaben

Finanzinstrumente, Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB (Eventualverbindlichkeiten aus Wechseln, Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen, Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten, u. a.) bestehen nicht.

Außerbilanzielle Geschäfte

Im Rahmen eines Factorings werden zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit zum Teil Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft, zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 544 (Vorjahr TEUR 1.375) verkauft, wovon TEUR 515 (Vorjahr TEUR 1.128) noch nicht fällig waren.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Immobilien, Fahrzeuge und Betriebsausstattung sowie Wartungsverträge von Hard- und Software in Höhe von TEUR 60.094 (Vorjahr TEUR 63.256) mit folgenden Restlaufzeiten:

bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mietverträge für Immobilien 15.143 33.842 8.933 57.918
Sonstige Wartungs- und Leasingverträge 1.109 1.067 0 2.176
16.252 34.909 8.933 60.094

Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres 2023 betrug 1.296 (Vorjahr 1.232). Diese setzten sich zusammen aus 389 (Vorjahr 369) gewerblich tätigen Mitarbeitern und 907 (Vorjahr 863) Angestellten.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es lagen im Geschäftsjahr 2023 keine Geschäfte vor, die der Angabepflicht des § 285 Nr. 21 HGB unterliegen würden.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr waren:

 

Peter Fog-Petersen, Chief Executive Officer, Hamburg

 

Nicolai Knudsen, Chief Financial Officer, Bremen

Hinsichtlich der Angabe zu den Bezügen der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 i.V.m. § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB Gebrauch gemacht.

Aufsichtsrat

Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat, der sich wie folgt zusammensetzt:

 

Jens Bjørn Andersen, Charlottenlund/Dänemark (Vorsitzender), ehemaliger CEO der DSV A/S, Hedehusene/Dänemark

 

Søren Schmidt, Rungsted/Dänemark (stellvertretender Vorsitzender), COO der DSV Road Holding A/S, Hedehusene/Dänemark

 

Angelika Galambosch, Aschaffenburg (Arbeitnehmervertreterin), Sachbearbeiterin Import der DSV Road GmbH, Bremen

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge erhalten.

Honorar des Abschlussprüfers

Für Prüfungsleistungen wurde vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 ein Honorar i.H.v. TEUR 36 (Vorjahr TEUR 36) berechnet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn von EUR 1.040.316,75 auf das nächste Jahr vorzutragen.

Konzerneinbezug und Befreiung Konzernabschluss

Die DSV Road GmbH ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der DSV Road Holding A/S, Hedehusene/Dänemark, die zu 100 % der obersten Muttergesellschaft des DSV Konzerns, der DSV A/S, Hedehusene/Dänemark, gehört.

Über diese Beteiligungsverhältnisse ist die DSV Road GmbH in den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der DSV A/S, Hedehusene/Dänemark als oberstes Mutterunternehmen einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der verbundenen Unternehmen erstellt. Dieser Konzernabschluss ist beim Aktieselskabsregisteret, Kampmannsgade 1, DK-1604 Kopenhagen V erhältlich. In andere Konzernabschlüsse wird die Gesellschaft nicht einbezogen.

Von der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB hinsichtlich der Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wird Gebrauch gemacht. Der befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde von der DSV A/S, Hedehusene/Dänemark nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Dieser Konzernabschluss wird in deutscher Sprache übersetzt und beim Unternehmensregister unter der DSV Solutions Group GmbH, Bremen, eingereicht.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Bremen, den 26. April 2024

DSV Road GmbH

Die Geschäftsführung

Peter Fog-Petersen

Nicolai Knudsen

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Verschmelzung Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.686.791,34 112.124,27 0,00 135.500,69 1.663.414,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 77.527.317,89 0,00 0,00 0,00 77.527.317,89
79.214.109,23 112.124,27 0,00 135.500,69 79.190.732,81
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.192.882,52 48.064,49 0,00 179.153,10 3.061.793,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.343.533,97 329.080,90 0,00 49.809,62 2.622.805,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.725.932,34 2.270.845,64 0,00 1.300.746,54 7.696.031,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.176,40 1.075.299,37 0,00 0,00 1.079.475,77
12.266.525,23 3.723.290,40 0,00 1.529.709,26 14.460.106,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.098.000,00 0,00 -3.098.000,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 919.605,86 157.263,00 0,00 0,00 1.076.868,86
4.017.605,86 157.263,00 -3.098.000,00 0,00 1.076.868,86
95.498.240,32 3.992.677,67 -3.098.000,00 1.665.209,95 94.727.708,04
Abschreibungen
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.268.303,57 145.982,11 134.242,70 1.280.042,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 60.390.255,18 1.915.492,71 0,00 62.305.747,89
61.658.558,75 2.061.474,82 134.242,70 63.585.790,87
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.034.064,07 234.968,50 176.099,60 2.092.932,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.742.876,31 340.865,03 39.114,05 2.044.627,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.296.363,02 1.107.090,47 1.277.584,10 5.125.869,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.073.303,40 1.682.924,00 1.492.797,75 9.263.429,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 108.321,40 0,00 0,00 108.321,40
108.321,40 0,00 0,00 108.321,40
70.840.183,55 3.744.398,82 1.627.040,45 72.957.541,92
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 383.371,94 418.487,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 15.221.570,00 17.137.062,71
15.604.941,94 17.555.550,48
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 968.860,94 1.158.818,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 578.177,96 600.657,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.570.162,05 1.429.569,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.079.475,77 4.176,40
5.196.676,72 3.193.221,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.098.000,00
2. Beteiligungen 968.547,46 811.284,46
968.547,46 3.909.284,46
21.770.166,12 24.658.056,77

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DSV Road GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DSV Road GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DSV Road GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 26. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Marc Neppert, Wirtschaftsprüfer

Beschluss des Aufsichtsrats / Resolution of the Board of Directors

Der Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres regelmäßig, vorwiegend durch mündliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung, sowie im Rahmen von zwei Sitzungen über die Lage und die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft unterrichtet. Im Berichtsjahr 2023 fanden zwei ordentliche Sitzungen statt.

The Board of Directors was regularly informed about the status and the business development by verbal and written reports of the executive management as well as during two meetings. During the year 2023 two ordinary meetings took place.

Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, prüfte den Jahresabschluss und den Lagebericht der DSV Road GmbH für das Geschäftsjahr 2023 und erteilte den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

The PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, audited the financial statements and the management report 2023 and issued an unlimited audit opinion.

Der Aufsichtsrat schließt sich den Prüfungsergebnissen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft an und billigt Jahresabschluss und Lagebericht der DSV Road GmbH für das Geschäftsjahr 2023.

The Board of Directors follows the results of the auditors and approve the financial statements and the management report 2023 of the DSV Road GmbH.

Gegen den Vorschlag der Geschäftsführung, den Jahresfehlbetrag mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und auf das nächste Geschäftsjahr vorzutragen, erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen.

The Board of Directors has no objections against the proposal of the executive management to settle the loss for the year with the profit carried forward and carry forward of the remaining accumulated loss.

 

Hedehusene, 15. August 2024 / 15th August 2024

Für DSV Road GmbH

Søren Schmidt, Chairman of the board

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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