HHS Verwaltungs GmbH
Hillerstraße 9, 70184 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans-Hermann Schaber seit 5.3.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HHS Verwaltungs GmbHStuttgartKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Konzernlagebericht1 Konzern-ÜberblickInnerhalb des HHS-Konzerns übernimmt die HHS Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mit der Komplementärin HHS Verwaltungs GmbH und dem Tochterunternehmen HHS Beteiligungsgesellschaft mbH (im Folgenden "HHS" genannt) die Funktion einer Dachgesellschaft. Darunter befinden sich zwei Sparten: Der DATAGROUP-Konzern mit der börsennotierten DATAGROUP SE und ihren Tochterunternehmen sowie die nicht börsennotierten Gesellschaften.
Organisatorische und rechtliche Struktur des DATAGROUP-TeilKonzernsDie DATAGROUP SE ist die Dachgesellschaft des deutschlandweit tätigen IT-Dienstleisters DATAGROUP. Zur DATAGROUP SE gehören im Wesentlichen die Beteiligungen, die in der obenstehenden Grafik dargestellt werden. Unter dem Dach der DATAGROUP SE sind die operativen Tochtergesellschaften in zwei Segmenten angeordnet: Services sowie Solutions und Consulting. Die zentralen Liefereinheiten DATAGROUP Operations, DATAGROUP Enterprise Services, DATAGROUP Service Desk und DATAGROUP Inshore Services sind spezialisierte Produktionseinheiten und erbringen als interne Kompetenz- und Leistungszentren im DATAGROUP-Konzern Dienstleistungen für die DATAGROUP Markteinheiten. Die im Segment "Services" zusammengefassten deutschlandweit vertretenen Markteinheiten betreuen unsere Kunden vor Ort. Innerhalb des DATAGROUP-Konzerns übernimmt die DATAGROUP SE die zentrale Controlling-, Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen. Darüber hinaus werden zentrale Dienste wie das Rechnungswesen, das Personalwesen und die zentralen IT-Services für die Konzerngesellschaften erbracht. Seit dem Börsengang 2006 hat die DATAGROUP SE 31 Unternehmen/Unternehmensgruppen erworben. Die Akquisitionsstrategie fokussiert sich vor allem auf IT-Services-Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland. Dabei verfolgt das Unternehmen über Unternehmensakquisitionen vier Wachstumsziele: Die Stärkung der regionalen Präsenz, die Erweiterung des Kundenportfolios, die Gewinnung von gefragten Fachkräften sowie die Erweiterung des Lösungsportfolios. Bei der Art der eingegliederten Unternehmen folgt DATAGROUP zwei strategischen Ausrichtungen: "buy and build" (d.h. die Unternehmen ergänzen oder verstärken das DATAGROUP-Leistungsportfolio) und "buy and turn around" (d.h. die erworbenen Unternehmen sind in Umbruchsituationen und benötigen eine strategische Neuausrichtung). Die DATAGROUP SE gliedert die übernommenen Unternehmen im Regelfall in den Konzern ein. Dabei bleiben die einzelnen Gesellschaften möglichst erhalten, um die Nähe zum Kunden zu halten und um die mittelständische Agilität und die teilweise jahrzehntelangen Kundenbeziehungen nicht zu gefährden. In der Regel werden die Gesellschaften unter der einheitlichen Marke DATAGROUP geführt und neu akquirierte Unternehmen nach einer Übergangsphase umbenannt. In diesem Geschäftsjahr ergänzte ein Unternehmen die DATAGROUP-Familie: DATAGROUP übernahm im April 2023 das Ulmer IT-Systemhaus systemzwo GmbH. Die systemzwo GmbH wurde 2007 gegründet und betreut mit rund 40 Mitarbeiter*innen mittelständische Unternehmen in Ulm. Ihr Kundenportfolio ergänzt den bestehenden Kundenstamm von DATAGROUP in der Region deutlich. Damit baut der IT-Dienstleister seine regionale Präsenz in der Metropolregion Ulm weiter aus und stärkt perspektivisch das Geschäft mit dem IT-Service-Portfolio CORBOX. Außerdem erhöhte DATAGROUP im April 2023 ihre Beteiligung an der URANO Informationssysteme GmbH von 70 % auf 100 %. Die Beteiligung an dem IT-Dienstleister aus Bad Kreuznach erfolgte erstmals im Mai 2021 und sah damals eine Kaufoption für die restlichen 30 % der Anteile nach zwei Jahren vor. Mit diesem nächsten Schritt fand die zweijährige Übergangsphase ihren Abschluss. Die URANO Informationssysteme GmbH wurde 1990 gegründet und erbringt mit rund 300 Mitarbeiter*innen IT-Services für Kunden aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor. DATAGROUP erwarb außerdem im Juli 2023 die Vermögenswerte der arago GmbH, allem voran die KI-Technologie HIRO. Diese trägt dazu bei, die CORBOX-IT-Serviceproduktion mit KI weiter zu automatisieren und damit das nächste Level des innovativen IT-Betriebs zu erreichen. Tätigkeitsschwerpunkte, Absatzmärkte und Wettbewerbsposition von DATAGROUPDATAGROUP gehört zu den führenden IT-Dienstleistungsunternehmen für den deutschen Mittelstand. Regelmäßig schneidet das Unternehmen in einschlägigen Studien unter den Top 10 ab, darunter die Studie von Lünendonk und Hossenfelder zum Markt für IT-Beratung und IT-Services in Deutschland, die Whitelane und Navisco Studie zur Kundenzufriedenheit im IT-Outsourcingumfeld in Deutschland sowie die Studie des Wirtschaftsmagazins brand eins in Kooperation mit Statista zu den besten IT-Dienstleistern in Deutschland. DATAGROUP arbeitet für Geschäftskunden mit einem Fokus auf überwiegend mittelständische und große Unternehmen sowie öffentliche Auftraggeber. Die persönliche Nähe und der Kontakt auf Augenhöhe zu den Kunden zeichnen DATAGROUP als IT-Partner aus. CORBOX: IT as a ServiceDie CORBOX (Corporate IT out of the box) bildet den Kern des DATAGROUP-Portfolios. Mit diesem Serviceportfolio ermöglicht DATAGROUP Kunden IT as a Service: Aus dem modular aufgebauten Angebot, welches das gesamte Spektrum der Unternehmens-IT abdeckt, wählen Kunden die Services aus, die zu ihrem Unternehmen passen: ob Security-Services, das Management unterschiedlichster Applikationen oder verschiedene Cloud-Betriebsmodelle, von hybrid bis zu Public. »IT's that simple.« ist das Motto, das DATAGROUP mit der CORBOX verfolgt. DATAGROUP kümmert sich um die IT der Kunden, damit diese sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Definierte Service Level Agreements garantieren dabei Leistungs- und Kostentransparenz. Die Sicherheit aller zentralisierten CORBOX-Services gewährleisten die nach ISO 27001-zertifizierten DATAGROUP Data Center (eingemietet in sogenannte Colocation Center) in Deutschland (Frankfurt am Main und Düsseldorf). Ein kontinuierliches Monitoring von Performance, Kapazitäten und Sicherheitsstatus stellt die hohe Verfügbarkeit der Services sicher. Zertifizierungen und TestierungenSeit September 2012 ist DATAGROUP kontinuierlich ISO 20000-zertifiziert - die höchstmögliche ISO-Zertifizierung für professionelles IT-Service-Management. DATAGROUP unterzieht sich regelmäßig dem aufwendigen Prüfverfahren, um ihre IT-Services nach industriellen Maßstäben zu gestalten und beständig zu verbessern. Hierfür wird das Management-System für den übergreifenden Geschäftsprozess »DATAGROUP IT Service Management« jährlich in internen und externen Audits gemäß dem internationalen Standard ISO 20000 überprüft. Beinhaltet sind alle wesentlichen Services im Service-Katalog mit sämtlichen Prozessen und Funktionen. Zuletzt wurde im Juli 2022 erfolgreich die Rezertifizierung mit der TÜV Süd Management Services GmbH durchgeführt. Alle CORBOX-Services basieren auf ISO 20000-zertifizierten Prozessen nach ITIL® und folgen den Gütekriterien industrieller Produktion. Damit profitieren Kunden von gleichbleibend hoher Prozessqualität, Servicequalität und Sicherheit, und die Unternehmens-IT wird zum zuverlässigen und leistungsfähigen Produktionsmittel für den Geschäftserfolg. Die Basis der CORBOX ist ein ganzheitliches IT-Service-Management, das im Kern ein zeitgemäßes Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) einschließt. Das DATAGROUP ISMS wird für ausgewählte DATAGROUP-Gesellschaften und -Services gemäß ISO/IEC 27001 zertifiziert und um die ISO/IEC 27018 mit Fokus auf den Schutz personenbezogener Daten in Cloud-Umgebungen erweitert. Die CORBOX-Services und das dafür notwendige IT Operations Management der DATAGROUP Operations GmbH sind zusätzlich gemäß ISO 27001 auf der Basis von IT-Grundschutz (BSI) zertifiziert und nach C5 testiert. Daneben ist DATAGROUP mit ausgewählten Tochtergesellschaften nach ISO 9001, ISO 14001, TISAX, TSI.Standard V4.1 Level 3 zertifiziert und nach IDW PS 951 und ISAE 3402 testiert. Die zentralen CORBOX Cloud-Plattformen werden in einem sogenannten Colocation-Modell in redundanten Rechenzentren in Frankfurt und Düsseldorf betrieben. Hier mietet DATAGROUP Flächen bei Rechenzentrumsbetreibern mit entsprechender Spezialkompetenz. Diese Rechenzentren verfügen über eine moderne Ausstattung in puncto Sicherheit, Gebäudetechnik, Zugangskontrolle, Brandschutz sowie Notstromversorgung und werden DATAGROUP als komplettes Servicepaket zur Verfügung gestellt. Dies vermindert die Kapitalintensität des Geschäfts bei gleichzeitig höchstmöglichem Standard bei der Basis-Infrastruktur der Data Center. DATAGROUP betreibt in diesen Rechenzentren die eigene Hard- und Software für die CORBOX-Cloud-Services. Organisatorische und rechtliche Struktur sowie Tätigkeitsschwerpunkte der übrigen KonzernunternehmenDie wesentliche Geschäftstätigkeit der HHS sowie der Muttergesellschaft HHS Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mit der Komplementärin HHS Verwaltungs GmbH besteht im Halten von Unternehmensbeteiligungen. Die HHS Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG übernimmt zentrale Finanzfunktionen für den HHS-Konzern, wie die Begleitung von weiteren Unternehmensakquisition und die Konzernabschlusserstellung. Die beiden anderen Unternehmen nehmen keine weiteren operative Aufgaben wahr. Die HHS hält direkt oder indirekt Gesellschaften, die in nachfolgenden Geschäftsfeldern tätig sind: - Entwicklung und Produktion von Hochleistungsscannern und Beleglesern (Geschäftsfeld "Data Capturing Solutions") - Fernmeldebau, Kommunikationstechnik und Kabelschachtbau (Geschäftsfeld "Communication Engineering and Technology") - Halten, Betreuung und Entwicklung von Immobilien (inklusive Bauträgergeschäft - Geschäftsfeld "Property Management") Im Geschäftsfeld "Communication Engineering and Technology" wurde nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022/2023 ein Teil der Unternehmen rechtlich umfirmiert, wie in der nachfolgenden Grafik ersichtlich ist:
Nach dem Bilanzstichtag wurden im Geschäftsbereich ,,Communication Engineering and Technoligy" folgende vier Akquisitionen getätigt: - Erwerb von 70% der Anteile an der Huwer Tiefbau GmbH (heutige DATABAU Nahe-Hünsrück GmbH) mit Kaufvertrag vom 20.12.2023 - Erwerb der ASsets der insolventen Lehmensiek Gruppe (Lehmensiek Tele-Technik GmbH, Lehmensiek Tiefbau GmbH; heutige DATABAU Lübeck GmbH) mit KAufvertrag vom 17.11.2023 - Erwerb der Assets der insolventen Connect Energie GmbH (heutige DATABAU Neuss GmbH) mit KAufvertrag vom 30.04.2024 - Erwerb von 60% der Anteile an der MBM Meyer Network Service GmbH mit Kuafvertrag vom 08.05.2024 2 RahmenbedingungenKonjunktur weiter gehemmtAuch im Jahr 2023 konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht maßgeblich erholen. Die Konjunkturprognosen des ifo Instituts rechnen mit einem preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt von -0,4 % für das Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr. Auch für die kommenden Jahre sind die Aussichten gedämpft. Das ifo Institut erwartet ein Wachstum von 1,4 % für 2024 und von 1,2 % für 2025. Die deutsche Wirtschaft wurde von der weiter hohen Inflationsrate gebremst, die die Kaufkraft der Verbraucher*innen erheblich beeinträchtigt hat. Auch der Anstieg der Leitzinsen durch die Zentralbanken weltweit wirkte sich negativ auf den Konsum sowie auf die Konjunktur aus, da die realen Haushaltseinkommen sanken und die Finanzierungskosten stiegen. Auch die deutsche Industrie spürte durch die Abkühlung der Weltkonjunktur eine reduzierte Nachfrage. Der ifo Geschäftsklimaindex spiegelt die pessimistische Stimmung in den Unternehmen in Deutschland im Lauf des Geschäftsjahres wider: So stieg der Index zunächst von 86,9 Punkten im November 2022 auf 93,2 Punkte im April 2023, fiel dann aber über alle Folgemonate kontinuierlich auf 85,8 Punkte im August 2023. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage erreichte entsprechend im September 2023 den niedrigsten Stand seit August 2020. Digitalbranche auf höherem Niveau als GesamtwirtschaftAuch das Geschäftsklima in der Digitalbranche verzeichnete laut Bitkom-info-Digitalindex bis April 2023 zunächst eine Verbesserung auf 25,3 Punkte, danach einen Abstieg auf 5,9 Punkte im September. Jedoch bleibt die ITK-Branche im Vergleich zur Gesamtwirtschaft auf einem deutlich höheren Niveau. Der Branchenverband Bitkom rechnet für 2023 erstmalig mit Umsätzen über 200 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sollen sie um 2,1 % auf voraussichtlich 213,2 Milliarden EUR wachsen. Das größte Wachstum soll das Segment Software mit 9,6 % auf 41,5 Milliarden EUR verzeichnen. Besonders deutliches Wachstum zeigen dabei Plattformen für Künstliche Intelligenz (41,8 % auf 1,1 Milliarden EUR), Collaborative Applications (15,6 % auf 1,6 Milliarden EUR) und Sicherheits-Software (11,4 % auf 3,3 Milliarden EUR). Auch die Ausgaben für IT-Services sollen steigen: um 5,3 % auf 49,4 Milliarden EUR. Digitalisierung entscheidend für WettbewerbsfähigkeitIn einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom gaben 60 % der Unternehmen an, dass Konkurrenten, die auf Digitalisierung setzen, ihnen voraus sind. Gleichzeitig sehen sich 64 % der Unternehmen als Nachzügler in der Digitalisierung. 53 % der Unternehmen möchten 2023 mehr in ihre Digitalisierung investieren. Die größten Hemmnisse für die Digitalisierung sind dabei Datenschutz, Fachkräftemangel, Anforderungen an IT-Sicherheit, begrenzte Zeit und finanzielle Mittel. Beispielsweise denken 72 % der Unternehmen, dass Künstliche Intelligenz für die Zukunft der deutschen Wirtschaft entscheidend ist, aber nur 15 % setzen KI tatsächlich ein. Baugewerbe und Kabelbau2023 wurde aufgrund von Baustoffmangel und hohen Baustoffpreisen bereits als durchwachsenes Jahr für die Baubranche prognostiziert. Darüber hinaus gab es weniger Aufträge und mehr Stornierungen vor allem im Wohnungsbau sowie einen Rückgang der Baugenehmigung um 28,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Positiv stimmt jedoch der Auftragseingang. Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres stieg der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im September 2023 um 2,3 %, im Tiefbau (ohne Straßenbau) gar um 18,8 %. Ein gegenteiliges Bild zeigt sich im Segment Glasfaserausbau. Im Jahr 2023 nutzen 4,3 Mio. von 41,3 Mio. Haushalten eine Glasfaseranbindung als Breitbandverbindung, was einer Quote von rund 11 % entspricht. Technisch könnten 15,1 Mio. eine Anbindung nutzen. Bei der Nutzungsrate bleibt Deutschland nach wie vor im Vergleich zum Durchschnitt der OECD Länder (42,45 %) deutlich zurück. Trotz gestiegener Kosten (analog Straßenbau) ist der Bedarf und die Nachfrage ungebrochen hoch. 3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des HHS-Konzerns3.1 ErtragslagePeriodenüberschuss sowie ErtragskennzahlenDer Periodenüberschuss betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 29.718 TEUR nach 20.689 TEUR im Vorjahr. Die Geschäftsführung schlägt vor, den nach HGB für den Einzelabschluss der HHS Verwaltungs GmbH angefallenen Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Der Vorjahresvergleich des Geschäftsjahres 2022/2023 zum Vorjahr 2021/2022 wird durch folgenden Sondereffekt erschwert: Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde Sarah Projektentwicklungsgesellschaft mbH zum 30.9.2023 erstkonsolidiert. Das EBT - Ergebnis vor Steuern - betrug in der Berichtsperiode 44.052 TEUR nach 37.063 TEUR im Vorjahr. Der Steueraufwand ist mit 14.334 TEUR bei einer Steuerquote von 32,5 % gegenüber dem Vorjahr um 11,6 % deutlich gesunken. Daneben war der hohe Steueraufwand des Geschäftsjahres 2022/2023 auch aus der Nichtaktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge beeinflusst. Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 -7.710 TEUR nach -10.458 TEUR im Vorjahr. Das Finanzergebnis 2021/2022 war belastet durch einmalige Sondereffekte in Höhe von 6,0 Mio. EUR aus Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen und Neubewertung von Kaufpreisverpflichtungen. Außerdem sind im Geschäftsjahr 2022/2023 die Darlehenszinsen um 3.247 TEUR auf 5.590 TEUR angestiegen. Das EBIT - Ergebnis vor Steuern und Finanzierung -betrug im Berichtszeitraum 51.762 TEUR gegenüber 47.522 TEUR im Vorjahr. Die Abschreibungen erhöhten sich von 42.658 TEUR im Vorjahr auf 43.376 TEUR im Geschäftsjahr 2022/2023. Die Abschreibungen auf Auftragsbestände und Kundenstämme und sonstige im Rahmen der Purchase Price Allocation aktivierten Vermögenswerte verminderten sich um 2.234 TEUR auf 7.659 TEUR. Die sonstigen Abschreibungen erhöhten sich um 3.434 TEUR auf 35.716 TEUR, unter anderem bedingt durch neue Investitionen. Abschreibungen auf Firmenwerte waren weder im Geschäftsjahr 2022/2023 noch in den Vorjahren notwendig. Der durchgeführte Goodwill-Impairment-Test ließ keinen Abschreibungsbedarf erkennen. Das EBITDA - Ergebnis vor Steuern, Finanzierung und Abschreibungen - betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 95.138 TEUR nach 90.179 TEUR im Vorjahr. Dies entspricht einer Erhöhung um 5,5 %. Umsatzerlöse und AufträgeUmsatzentwicklung von Sondereffekten belastet: HHS und DATAGROUP wachsen seit Jahren auf Grundlage der erklärten Strategie, die sich auf die Säulen Unternehmensakquisitionen und operatives Wachstum stützt. So konnte der HHS-Konzern in den vergangenen Jahren zum Teil erhebliche Umsatzsteigerungen vermelden: In den Geschäftsjahren 2006/2007 bis 2021/2022 haben sich die Umsatzerlöse durchschnittlich jedes Jahr um 18,2 % erhöht. Im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr stiegen die Umsatzerlöse um 54.026 TEUR oder 9,5 % auf 624.492 TEUR nach 570.466 TEUR im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2022/2023 stiegen die Umsatzerlöse der DATAGROUP leicht um 0,7 % auf 497.796 TEUR (im Vorjahr 493.950 TEUR). Die Veränderung in der Bilanzierungsmethode bezüglich des Lizenzgeschäfts führte für beide Geschäftsjahre zu einer Verringerung der Umsatzerlöse nach IFRS 15 (Principal Agent). Die Umsatzentwicklung wurde dabei im Wesentlichen durch umsatzreduzierende Sondereffekte beeinflusst, die durch organisches Wachstum im Kerngeschäft kompensiert wurden: Zum einen kam es zu einer vorzeitigen Abschwächung der im Vorjahresumsatz voll enthaltenen Corona-bedingten Sonderkonjunktur. So schlossen beispielsweise die Impfzentren früher, als zu Geschäftsjahresbeginn absehbar war, und somit endeten auch die damit verbundenen IT-Service-Leistungen von DATAGROUP früher. Des Weiteren sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Bestandsverträge aus früheren Akquisitionen außerhalb des CORBOX-Kerngeschäfts ausgelaufen. Auf Jahressicht führten diese Punkte zu negativen Umsatzeffekten in Höhe von ca. 40 Mio. EUR, die durch das Wachstum des CORBOX-Kerngeschäfts sowie durch das Geschäft mit Solutions kompensiert werden konnten. Dennoch zeigt sich in der Kompensation die Wachstumsstärke des Kerngeschäfts von DATAGROUP. Der Dienstleistungsanteil am Umsatz liegt bei der DATAGROUP im Geschäftsjahr bei 81,4 % (im Vorjahr 81,5%). Im vergangenen Geschäftsjahr konnten 20 neue CORBOX-Verträge hinzugewonnen werden, bei 24 Verträgen wurden Erweiterungen verzeichnet, 33 Bestandskunden verlängerten bzw. erneuerten ihre Verträge. Am 3. April 2023 wurden die restlichen 30 % der Anteile an der URANO Informationssysteme GmbH, Bad Kreuznach, erworben. Das Unternehmen war aufgrund der Mehrheitsbeteiligung bereits vorher im Konzernabschluss der HHS/ DATAGROUP vollkonsolidiert. Im April 2023 wurde zudem die systemzwo GmbH in Ulm übernommen und ist seit dem 1. April 2023 im DATAGROUP-Konzernabschluss vollkonsolidiert. Vor Berücksichtigung der notwendigen Anpassung der Umsatzerlöse aus Abbildung der Agententätigkeit aus Lizenzgeschäft lagen die Umsatzerlöse des Vorjahres bei 577.926 TEUR. Die Anpassung des Umsatzes und des Materialaufwandes aufgrund der Abbildung der Agententätigkeit aus Lizenzgeschäft hatte keine Auswirkungen auf das Periodenergebnis. In der im Dezember für den HHS-Konzern vorgelegten Lageberichterstattung zum 30.09.2022 wurde ohne Berücksichtigung von Akquisitionen und Unternehmensveräußerungen eine mittlere Steigerung der Umsatzerlöse prognostiziert. Diese Prognose wurde erfüllt. In den letzten Geschäftsjahren stand der Ausbau des Cloud- und Outsourcing-Geschäfts sowie des Kabelbaugeschäfts im Fokus. Der Dienst- und Bauleistungsanteil ist in der Berichtsperiode wie in der Vorperiode auf einem hohen Niveau. In der Berichtsperiode konnte ein leichter Anstieg von 82,1 % auf 83,4 % verzeichnet werden. Die Geschäftstätigkeit des HHS-Konzerns ist wie in den Vorjahren im Wesentlichen auf Deutschland fokussiert. Der Anteil des Auslandsgeschäftes belief sich im Geschäftsjahr 2022/2023, analog zu den Vorjahren, auf unter 5 %. Während der HHS-Konzern im Dienstleistungsgeschäft überwiegend mittel- und langfristige Vertragsbeziehungen mit entsprechend sehr gut planbaren Erlösen eingeht, beruht das Handelsgeschäft stärker auf kurzfristigen Vertragsverhältnissen und unterliegt dadurch größeren Schwankungen. Gleiches gilt für das Projekt- und insbesondere für das Bauleistungsgeschäft. RohertragDer Rohertrag stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % auf 429.315 TEUR. Die Rohertragsmarge reduzierte sich leicht von 72,5 % im Vorjahr auf 68,7 % im laufenden Geschäftsjahr. PersonalaufwandDie Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 296.499 TEUR nach 269.488 TEUR im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen akquisitionsbedingt begründet. 3.2 Finanz- und VermögenslageZiele des FinanzmanagementsEine geordnete Finanz- und Vermögenslage des HHS-Konzerns ist Grundbedingung für die Durchführbarkeit der erklärten Akquisitionsstrategie. Aus diesem Grund steht das Finanzmanagement im Fokus der HHS- und DATAGROUP-Unternehmenssteuerung. Ziel des Finanzmanagements ist es, die ständige Liquidität des Unternehmens zu sichern. Dazu wird wöchentlich der Liquiditätsstatus der einzelnen Konzernunternehmen sowie des Gesamtkonzerns untersucht und eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung erstellt. Mit Hilfe einer mittelfristigen Planung und Lenkung der Ergebnisse und der Liquiditätslage der Konzernunternehmen wird garantiert, dass die Finanzierung des HHS- und DATAGROUP-Konzerns auch langfristig gesichert ist. Die eingesetzten Finanzierungsmittel wie Aufnahme von Schuldscheindarlehen, Aufnahme und Verlängerung von Bankkrediten, Finance Leasing und Factoring werden ständig überprüft und soweit notwendig optimiert und angepasst. Darüber hinaus verfügt der HHS-Konzern zur Verkürzung der Debitorenreichweite und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen über ein straffes Debitorenmanagement. Im März 2023 wurde von der DATAGROUP ein neues Schuldscheindarlehen in Höhe von 30 Mio. EUR emittiert. Darüber hinaus sicherte sich DATAGROUP weitere 40 Mio. EUR Betriebsmittelinien. Die insgesamt 70 Mio. EUR neuen Finanzierungsmittel sollen für zukünftiges Wachstum und Akquisitionen verwendet werden. Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 % bzw. 9.723 TEUR verringert. Der erwirtschaftete Periodenüberschuss über 29.718 TEUR sowie das aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen resultierende sonstige Ergebnis in Höhe von 859 TEUR (nach Steuern) führen zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote des HHS-Konzerns von 24,2 % zum 30.09.2022 auf 26,7 % zum 30.09.2023. Der Geschäfts- oder Firmenwert erhöhte sich durch die im Geschäftsjahr 2022/2023 getätigten Unternehmensakquisitionen um 5.091 TEUR auf 173.520 TEUR. Die Quote Geschäfts- und Firmenwert zu Eigenkapital beträgt damit 101,8% nach 107,4 % zum 30.09.2022. Die übrigen immateriellen Vermögenswerte verringerten sich um 6.053 TEUR oder 10,8 % auf 49.930 TEUR. Die Anlagenintensität als Verhältnis des Anlagevermögens (ohne Geschäfts- und Firmenwert) zur Bilanzsumme erhöhte sich auf 35,23 % zum 30.09.2023; zum 30.09.2022 lag der Wert bei 33,9 %.Das Anlagevermögen betrifft neben den aus Unternehmenskäufen resultierenden Auftragsbeständen und Kundenbeziehungen hauptsächlich die DATAGROUP-Rechenzentren, die Betriebs- und Geschäftsausstattung der HHS- und DATAGROUP-Unternehmen, die Nutzungsrechte aus Gebäudemiet-, Kfz- und Maschinen-Leasingverträgen sowie die als Finanzvermögenswerte gehaltenen Immobilien. Das Vorratsvermögen verringerte sich um 3.659 TEUR bzw. 25,6 % auf 10.654 TEUR. Dem Bilanzposten "aktivierte Vertragskosten" wurden im Geschäftsjahr keine weiteren Vertragskosten zugeführt. Von den aktivierten Vertragskosten wurden als aufwandswirksam 4.086 TEUR (im Vorjahr 3.436 TEUR) zugeordnet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 4.742 TEUR auf 67.943 TEUR. Die Finanzverbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen - von 301.484 TEUR zum 30.09.2022 auf 286.584 TEUR zum Bilanzstichtag. Die Nettofinanzverschuldung ist angestiegen - von 208.261 TEUR zum 30.09.2022 auf 224.507 TEUR zum Bilanzstichtag. Die Rückstellungen sind um 11.479 TEUR auf 61.084 TEUR gesunken. Die Bilanzposition enthält insbesondere Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen über 35.884 TEUR nach 36.102 TEUR per 30.09.2022 sowie Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von 1.802 TEUR (im Vorjahr 12.180 TEUR) und Rückstellungen für sonstige Personalkosten in Höhe von 7.299 TEUR (im Vorjahr 10.643 TEUR) passiviert. LiquiditätsentwicklungDer Bestand an liquiden Mitteln des HHS-Konzerns ist in der Berichtsperiode deutlich um 29.313 TEUR gesunken. Der operative Cashflow belief sich auf 54.947 TEUR, das CAPEX (Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) betrug 18.818 TEUR nach 12.275 TEUR im Vorjahr. Bankdarlehen wurden in Höhe von 22.256 TEUR zurückgeführt sowie mit einem Betrag von 30.020 TEUR aufgenommen. GesamtaussageDie Profitabilität des HHS-Kerngeschäfts gibt der Gruppe auch weiterhin den notwendigen Spielraum für die nachhaltige Durchsetzung der langfristigen Unternehmensstrategie. Die Erfolgskennzahlen belegen dies: Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 95.138 TEUR (im Vorjahr 90.179 TEUR), der Periodenüberschuss erreichte 29.718 TEUR nach 20.689 TEUR im Vorjahr und die Umsatzerlöse beliefen sich auf 624.492 TEUR (im Vorjahr 570.466 TEUR). Auch zukünftig betrachtet, zeigt insbesondere die Fokussierung auf das Geschäft mit Outsourcing- und Cloud-Dienstleistungen sowie Kabelbauleistungen erhebliche Wachstumschancen auf. Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit beträgt in der Berichtsperiode 54.947 TEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 26,7 % (im Vorjahr 24,2 %). Die liquiden Mittel belaufen sich auf 34.237 TEUR. Die ermittelten Bilanzkennziffern zeigen auch nach den Sondereffekten im Geschäftsjahr eine ausreichend gute Vermögenslage auf. 4 Risiko- und ChancenberichtDie HHS unterhält ein konzernweites Risikomanagement zur frühzeitigen Erkennung von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken. Die Geschäftsführung der HHS sowie Vorstand und Aufsichtsrat der DATAGROUP SE werden regelmäßig und zeitnah über alle erkennbaren Risiken informiert. Die Risikobewertung basiert auf einheitlichen Risikokatalogen, die regelmäßige Risikokommunikation erfolgt durch Risikoberichte und schließt ab mit einer zentralen Risikosteuerung und -kontrolle. Das Risikomanagement umfasst Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen, um zeitnah Maßnahmen zur Risikoprävention und -handhabung einleiten zu können. Ziel des Risikomanagements ist, Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten, zu steuern und mit zielgerichteten Maßnahmen zu senken. Jede unternehmerische Entscheidung wird daher vor dem Hintergrund der damit verbundenen Risiken und Chancen getroffen. RisikomanagementsystemAufgabe des DATAGROUP Risikomanagements ist die systematische Risikobewertung anhand eines einheitlichen Risikokataloges, die regelmäßige Risikokommunikation durch Risikoberichte und schließlich die zentrale Risikosteuerung und -kontrolle. Das DATAGROUP Risikomanagement umfasst Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen, um zeitnah Maßnahmen zur Risikoprävention und -handhabung einleiten zu können. Ausgehend von standardisierten Frühwarnsystemen erstellen die operativ tätigen Konzerngesellschaften nach einheitlichen Risikokatalogen standardisierte halbjährliche Risikoberichte. Risiken werden anhand des Risikokatalogs identifiziert und nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Konsolidierung der Risikoberichte, die Bewertung der Risiken und die Entwicklung von Maßnahmen erfolgt zentral in der Konzernmuttergesellschaft. Die Frühwarnsysteme umfassen die Vertriebsplanung, die Liquiditätsplanung, die kurzfristige Erfolgsrechnung und ein qualitatives Management Summary. Den spezifischen Risiken aus Unternehmensakquisitionen wird durch eine separate Risikobewertung Rechnung getragen. Für die Umsetzung der im Rahmen der Bewertung dokumentierten Maßnahmen ist auf Ebene der Einzelgesellschaften die Geschäftsführung verantwortlich. Neben den im Abschnitt "Risiken" genannten Risikofaktoren könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. ChancenmanagementDas dynamische Marktumfeld der Informationstechnologie mit seinen neuen Trends und steten technologischen Innovationen bietet ständig neue Chancen. Diese Chancen wahrzunehmen und schließlich auch zu nutzen, ist Aufgabe des Chancenmanagements und bildet die Basis für den nachhaltigen Erfolg und das Wachstum des HHS-Konzerns. Chancen und Risiken sind eng miteinander verbunden und werden deshalb im Rahmen des Chancen- und Risikomanagements auch in einem ganzheitlichen, integrierten Ansatz betrachtet. Chancen und Risiken gehen sowohl in die Beurteilung von Marktchancen als auch in die Geschäftsplanungen angemessen ein. Im Rahmen des Chancenmanagements liegt der Fokus auf Markt- und Wettbewerbsanalysen und der Weiterentwicklung des Produktportfolios. Ziel des Chancenmanagements ist die Analyse von internen und externen Potenzialen, die eine nachhaltige positive Geschäftsentwicklung bewirken können. CHANCEN AUS DEM MARKTUMFELDDATAGROUP ist auf dem Markt für IT-Serviceleistungen aktiv. Das Unternehmen unterliegt damit wie die Wettbewerber den konjunkturellen Entwicklungen der Branche sowie des Gesamtmarktes. Bei einer allgemein positiven Wirtschaftsentwicklung ergeben sich Chancen für erfolgreiches Wachstum bei Umsatz und Ertrag. Aber auch von einer stagnierenden oder negativen Konjunkturentwicklung kann DATAGROUP profitieren - zum Beispiel über die Konsolidierung des Wettbewerbsumfelds. Die digitale Transformation treibt die Nachfrage nach IT im Allgemeinen, aber auch nach IT-Servicedienstleistungen im Besonderen an. Die starke nationale Präsenz in zwölf Bundesländern, das umfassende Lösungsangebot sowie die Diversität der Kunden sind eine gute Basis für die weitere Entwicklung von DATAGROUP und die vom Unternehmen adressierten Märkte bieten nach wie vor ein großes Wachstumspotenzial. Wachstumspotential ist zudem auch im Segment Glasfaserausbau zu erkennen. Im Jahr 2023 nutzen 4,3 Mio. von 41 Mio. Haushalten eine Glasfaseranbindung als Breitbandverbindung, was einer Quote von rund 11 % entspricht. Technisch könnten 15,1 Mio. Haushalte eine Anbindung nutzen. Bei der Nutzungsrate bleibt Deutschland nach wie vor im Vergleich zum Durchschnitt der OECD Länder (42,45 %) deutlich zurück. Trotz gestiegener Kosten sind der Bedarf und die Nachfrage ungebrochen hoch. CHANCEN AUS DER TECHNOLOGISCHEN ENTWICKLUNGAngesichts einer globalisierten Wirtschaft, die nach immer höherer Profitabilität und Prozesseffizienz verlangt, nimmt die allgemeine Bedeutung der Informationstechnologie weiter zu. IT ist essentieller Bestandteil der betrieblichen Wertschöpfung und in aller Regel auch ein bestimmender Erfolgsfaktor unternehmerischer Tätigkeit. Der IT-Markt ist dabei geprägt durch eine hohe Innovationsgeschwindigkeit und relativ kurze Produktzyklen. Die Komplexität der Produkte und der hohe Aufwand, der nötig ist, um die IT-Infrastruktur auf dem neusten Stand der Entwicklung zu halten, führt dazu, dass viele Unternehmen den Betrieb ihrer IT-Systeme ganz oder teilweise an kompetente Partner auslagern. Auch die Aufrechterhaltung des sicheren IT-Betriebs stellt insbesondere vor dem Hintergrund einer gestiegenen Cyber-Security-Bedrohungslage den von DATAGROUP adressierten Mittelstand vor Herausforderungen. Außerdem wird auch der in den kommenden Jahren zunehmende Fachkräftemangel in der IT den Trend und die Notwendigkeit zum Outsourcing verstärken und sich somit positiv auf das Geschäft von DATAGROUP und somit auf den HHS-Konzern auswirken. Mit dem modularen Serviceportfolio der CORBOX deckt DATAGROUP die gesamte Bandbreite der Unternehmens-IT ab. Dazu zählt neben hochwertigen Dienstleistungen wie Managed oder Cloud Services auch der Bereich IT-Sicherheit. Die Anzahl der Cyberangriffe auf Unternehmen und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung wächst seit Jahren und die Angriffe werden immer professioneller ausgeführt. Daher wurde das CORBOX Security-Serviceportfolio um vielfältige Informationssicherheitsdienstleistungen erweitert. Damit bieten die DATAGROUP IT Security Services zuverlässigen Schutz vor Bedrohungen durch moderne und wirksame Sicherheitskonzepte, die Angreifern immer einen Schritt voraus sind. CHANCEN DURCH NACHHALTIGKEITDie ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit sind groß. Sie reichen von Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes, der IT-Sicherheit und der Resilienz von Lieferketten bis hin zu Fragen der Corporate Governance. Als verantwortungsvoll agierendes Unternehmen nehmen wir diese Herausforderungen ernst und möchten mit unseren Bemühungen im Bereich Nachhaltigkeit einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Einen Überblick über diese Aktivitäten bietet der jährliche Nachhaltigkeitsbericht von DATAGROUP. DATAGROUP und DATABAU streben als Unternehmensgruppen langfristigen und nachhaltigen Erfolg an. Technologien und Dienstleistungen anzubieten, die die digitale und ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft unterstützen, bietet etwa DATAGROUP die Chance, sich langfristig als innovatives IT-Unternehmen zu positionieren. Das entspricht den Erwartungen unserer Kunden und ist auch für die Gewinnung und Bindung gerade von neuen Mitarbeiter*innen ein wichtiges Kriterium. Chancen aus der zunehmenden DigitalisierungChancen für HHS und DATAGROUP entstehen vor allem aus dem anhaltenden Trend zu Digitalisierung und Cloudifizierung der IT-Systeme. Durch die Corona-Pandemie ist mehr als je zuvor evident geworden, dass das dezentrale Arbeiten mit Hilfe von Cloud-basierten Kollaborationslösungen die Arbeits- und Lebensweise nachhaltig verändert hat. Diese veränderte Situation wird durch den anhaltenden Fachkräftemangel und die sich daraus ergebenden Digitalisierungs- und Automatisierungserfordernisse, insbesondere von Prozessen, weiter verstärkt. Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und die IT-gestützte Automatisierung von Prozessen und Arbeitsschritten entlasten Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Für Unternehmen bedeutet die Digitalisierung nicht zuletzt, auch international die Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhalten zu können. Der anhaltende Trend zu Digitalisierung und Cloudifizierung der IT-Systeme nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch in der öffentlichen Verwaltung bedeutet für DATAGROUP die Chance, bestehende Kunden mit zusätzlichen Services bedienen zu können oder neue Kunden für das umfassende CORBOX-Serviceportfolio zu gewinnen. Die DATAGROUP CORBOX-Services werden kontinuierlich angepasst, um die aktuellen Bedürfnisse der Kunden rund um IT bedienen zu können. Eines dieser Bedürfnisse ist es, der derzeitigen Bedrohungslage für IT-Systeme begegnen zu können. Diese Bedrohungen sind vielschichtig und werden immer komplexer. Daher wurde das CORBOX Security-Serviceportfolio um vielfältige Informationssicherheitsdienstleistungen erweitert. Damit bieten die DATAGROUP IT Security Services zuverlässigen Schutz vor Bedrohungen durch moderne und wirksame Sicherheitskonzepte, die Angreifern einen Schritt voraus sind. Darüber hinaus stellt die Aufrechterhaltung des sicheren IT-Betriebs insbesondere den von DATAGROUP adressierten Mittelstand vor Herausforderungen. Der in den kommenden Jahren zunehmende Fachkräftemangel in der IT wird den Trend und die Notwendigkeit zum Outsourcing verstärken und sich somit positiv auf das Geschäft der DATAGROUP auswirken. Chancen aus UnternehmensübernahmenNach wie vor ist der Markt für mittelständische IT-Services stark fragmentiert. Unternehmensinhaber*innen suchen Sicherheit und Stabilität und einen sicheren Hafen, in dem sich das Lebenswerk sinnvoll weiterentwickeln lässt. HHS und DATAGROUP können gerade mittelständischen IT- sowie Kabelbau-Unternehmer*innen eine nachhaltige Perspektive in einem starken Unternehmensverbund anbieten. HHS und DATAGROUP prüfen laufend Erwerbsangebote, die von M&A-Berater*innen oder aber von den Unternehmensinhaber*innen direkt an den Konzern herangetragen werden. Darüber hinaus spricht HHS/DATAGROUP auch gezielt Unternehmen an, die das Portfolio erweitern können. Geschäftsbezogene RisikenWirtschaftliches Handeln ist mit Risiken und Chancen verbunden. Die im Folgenden beschriebenen Risiken sind Gegenstand des Risikofrüherkennungssystems und werden regelmäßig überwacht und gesteuert. Markt- und WettbewerbsrisikenAuf dem Markt für Informationstechnologie herrscht seit Jahren eine Wettbewerbssituation, die sich möglicherweise in den nächsten Jahren weiter verschärfen könnte. Neben einer Vielzahl von regionalen oder deutschlandweit tätigen Unternehmen bieten auch internationale Großunternehmen Leistungen im Bereich IT-Services an. Eine Verschärfung des Wettbewerbsdrucks im IT-Markt kann zur Verdrängung von HHS/DATAGROUP durch Konkurrenten und damit zu Umsatzeinbußen führen. Die Stärkung der Kundenbindung und -zufriedenheit, erfolgreiche Vertriebsanstrengungen und hohe Qualitätsanforderungen an das eigene Leistungsportfolio sollen die Position von HHS und DATAGROUP im Markt sicherstellen. Insgesamt wird das Risiko aus der Wettbewerbssituation am IT-Markt als gering eingestuft. RISIKEN AUS DEM RUSSISCHEN ANGRIFFSKRIEG AUF DIE UKRAINE und weiterE geopolitische RisikenDer russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet weiterhin die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt insbesondere politische Unsicherheiten mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe könnten die Folge sein. In den Ländern der Europäischen Union könnte sich das Wirtschaftswachstum noch weiter abschwächen. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Nun verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen gegen Russland die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Zudem dürfte die hohe geopolitische Unsicherheit die Realwirtschaft und die Finanzmärkte weiter belasten. Die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen der geopolitisch angespannten Lage ist derzeit vor allem durch den andauernden Ukraine-Krieg und den Konflikt im Nahen Osten nach wie vor hoch. Die hohe Abhängigkeit Deutschlands von Energieimporten sowie von funktionierenden Lieferketten stellt, trotz getroffener Vorkehrungen durch die Politik, ein weiterhin zu beobachtendes Risiko dar. Dieses wird maßgeblich beeinflusst von den genannten Entwicklungen, der Wirkung von bereits bestehenden und möglichen weiteren Sanktionen sowie weiteren Faktoren, wie die Entwicklung der Rohstoffpreise und das Funktionieren von Lieferketten. Angesichts der aktuellen politischen Situation besteht für die vorliegende Prognose das Risiko, dass im Fall eines weiterhin schwierigen geopolitischen Umfeldes, wie einer Intensivierung der Spannungen zwischen dem Westen und Russland und einer Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten, die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen weiter zunehmen. Es besteht ein verstärktes Risiko anhaltend hoher Inflationsraten. Trotz der vergangenen geldpolitischen Reaktionen bleibt das Risiko bestehen, dass im Extremfall es zu einer Entkopplung der Inflationserwartungen kommt oder höhere Lohnpreissteigerungen zu starken Zweitrundeneffekten oder gar einer Lohn-Preis-Spirale führen. TECHNISCHE VERFÜGBARKEIT DES LEISTUNGSANGEBOTESDie Geschäftstätigkeit wird durch den Einsatz moderner Informationstechnologien unterstützt. Diese dienen als Maschinenraum für die betrieblichen Abläufe im eigenen Konzern, aber auch in den Kundensituationen. Insofern hat die Verfügbarkeit der IT-Systeme und des Leistungsangebotes für den HHS-Konzern als Anbieter von IT-Betriebsdienstleistungen eine besondere Bedeutung. Die Anfälligkeit oder der Ausfall von Infrastrukturkomponenten können die Arbeitsabläufe bei HHS, einer ihrer Tochtergesellschaften oder bei den Kunden im Extremfall zum Erliegen bringen. Sollte HHS in Zukunft ihren Lieferungs- oder Leistungsverpflichtungen nicht oder nur unzureichend nachkommen können, kann das Risiko von Schadensersatzverpflichtungen aus Gewährleistung und Haftung entstehen oder Strafzahlungen aus Vertragsverletzungen einsetzen. Die regelmäßige Überprüfung der Leistungsqualität und der ordnungsgemäßen Auftragsabwicklung erfolgt durch ein internes Projektcontrolling. Durch die stringente Organisation des Betriebes und die Nutzung geeigneter Architekturen wird ein Höchstmaß an Verfügbarkeit sichergestellt. HHS/DATAGROUP betreibt ein ganzheitliches IT-Service-Management, das im Kern ein zeitgemäßes Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) einschließt. Das DATAGROUP ISMS wird für ausgewählte DATAGROUP Gesellschaften und Services gemäß ISO/IEC 27001 zertifiziert und um die ISO/IEC 27018 mit Fokus auf den Schutz personenbezogener Daten in Cloud-Umgebungen erweitert. Das IT Operations Management der DATAGROUP Operations GmbH ist zusätzlich gemäß ISO 27001 auf der Basis von IT-Grundschutz (BSI) zertifiziert. Sämtliche zentralen IT-Plattformen werden in einem sogenannten Colocation-Modell in gespiegelten Rechenzentren in Frankfurt und Düsseldorf betrieben. Die Data Center in Frankfurt und Düsseldorf sowie alle DATAGROUP-Standorte im Scope werden jährlich nach dem international anerkannten Standard ISO 27001 auditiert. Das Management-System für den übergreifenden Geschäftsprozess »DATAGROUP IT Service Management« wird jährlich in internen und externen Audits gemäß dem internationalen Standard ISO 20000 überprüft. Beinhaltet sind alle Services im Service-Katalog mit sämtlichen Prozessen und Funktionen. Zuletzt wurde im September 2021 erfolgreich die Rezertifizierung mit der TÜV Süd Management Services GmbH durchgeführt. Zur weiteren Absicherung der Geschäftsrisiken besteht ein ausreichender Versicherungsschutz für Betriebsunterbrechungen im eigenen Unternehmen sowie bei Kunden, der turnusmäßig durch das Management auf seine Angemessenheit überprüft wird. IT-Sicherheit / Cyber securityAufgrund der erheblich gestiegenen Zahl an Cyberangriffen verstärkt HHS kontinuierlich ihre Anstrengungen zum Schutz ihrer Ressourcen, Systeme und Daten sowohl in Bezug auf die konzerneigene IT als auch auf die betriebenen Kundensysteme. Neben der regelmäßigen Durchführung von PEN-Tests wurde die IT-Service-Management-Struktur und die darin verankerten Sicherheitsmechanismen von HHS/DATAGROUP in den vergangenen Jahren erheblich erweitert. Eine betrügerisch motivierte oder arglistige IT-Sicherheitsgefährdung oder ein Cyber-Angriff auf die Systeme von HHS/DATAGROUP, eine ihrer Tochtergesellschaften oder der von DATAGROUP betreuten Kundensysteme kann dennoch nicht ausgeschlossen werden und könnte erhebliche negative Auswirkungen auf den HHS-Konzern und seine Kunden- und Leistungsbeziehungen sowie seine Reputation haben und große rechtliche und finanzielle Risiken nach sich ziehen. RISIKO AUS DEM TECHNOLOGISCHEN WANDELDas technologische Umfeld, in dem HHS/DATAGROUP aktiv ist, unterliegt permanenter Veränderung, insbesondere durch die Entwicklung neuer Technologien, wie beispielsweise der Bereitstellung von Infrastrukturdienstleistungen oder von Software mit Hilfe von Cloud-Technologien. Geschäftsanwendungen werden zunehmend mobilisiert und kommen auf verschiedenen Endgeräten zum Einsatz. Das Portfolio der durch Kunden eingesetzten Anwendungen und Lösungen vergrößert sich ständig. HHS/DATAGROUP arbeitet permanent daran, das Produktportfolio an die veränderten Bedürfnisse der Kunden zu adaptieren und die Qualifikationen der Mitarbeiter*innen entsprechend anzupassen. Das Risiko, dass es zu einer disruptiven Veränderung des technologischen Umfelds kommt, wird derzeit als gering eingeschätzt. Finanzwirtschaftliche RisikenZu den wesentlichen finanzwirtschaftlichen Risiken zählen Liquiditäts-, Kredit- sowie Zinsänderungsrisiken. Die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität sichert HHS und DATAGROUP durch Liquiditätsreserven in Form von Barmitteln und Kreditlinien. Eine regelmäßige Liquiditätsplanung stellt die ausreichende Ausstattung mit finanziellen Mitteln sicher. Alle Tochtergesellschaften sind Bestandteil einer zentralen Liquiditätsplanung, durch die die Zahlungsfähigkeit des einzelnen Unternehmens sowie des Konzerns sichergestellt wird. Die Liquiditätsrisiken werden als gering eingeschätzt. Zum Bilanzstichtag verfügt der HHS-Konzern über liquide Mittel in Höhe von 34.237 TEUR. Die Forderungsausfallrisiken des Konzerns werden von der Geschäftsführung als überschaubar eingeschätzt, insbesondere, weil ein Großteil der Umsätze mit öffentlichen Auftraggebern sowie mit anderen Auftraggebern abgewickelt wird, die von der Geschäftsführung als solide und solvent angesehen werden. Das Ausfallrisiko wird zudem durch Bonitätsprüfungsprogramme abgesichert. Die Kunden durchlaufen das Bonitätsprüfungsprogramm - als Ergebnis dieser Bemühungen bewegt sich die Forderungsausfallsumme auf einem niedrigen Niveau. Im Geschäftsjahr fielen Forderungsausfälle in Höhe von 226 TEUR an. Angesichts der letzten Zinssteigerungen durch die Notenbanken kann die Entwicklung des Zinsniveaus Einfluss auf die Finanzierungskosten des HHS-Konzerns haben. Zur Sicherung des bislang günstigen Zinsniveaus hat DATAGROUP bereits im April 2019 ein Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 69.000 TEUR platziert, das über eine Laufzeit von bis zu sieben Jahren und größtenteils über eine festgelegte Verzinsung verfügt. Die seit März 2023 bestehende Finanzierungsstruktur baut die bisherige um ein weiteres Schuldscheindarlehen über 30.000 TEUR und zusätzliche Betriebsmittelkreditlinien über 40.000 TEUR aus. Sie ist flexibel gestaltet und atmet mit den konkreten Liquiditätsbedarfen sowie schwankenden Zinsbewegungen. Dieses weitere Schuldscheindarlehen hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird variabel verzinst. Die Zuteilung erfolgte am unteren Ende der angebotenen Zinsspannen. Durch die Platzierung sichert sich DATAGROUP ein hohes Maß an Planungssicherheit und finanzieller Stabilität. Mit der neuen Finanzierungsstruktur schafft die DATAGROUP einen weiteren sehr flexiblen Spielraum für organisches Wachstum, Investitionen und Akquisitionen. Daneben steht DATAGROUP im regelmäßigen Austausch mit Finanzierungspartnern, um eine flexible und marktgerechte Reaktionsmöglichkeit mit möglichen Finanzierungsinstrumenten zu sichern. Die Finanzierungspartner äußern ausnahmslos ein hohes Interesse, das Wachstum von DATAGROUP mit weiteren attraktiven Finanzierungsmitteln begleiten zu wollen. Soweit die HHS, die DATAGROUP SE oder ihre Tochtergesellschaften auf nicht dem Euro zugehörigen Märkten tätig werden oder von Herstellern abhängig sein sollten, die auf solchen Märkten produzieren, bestehen Wechselkursrisiken. Der wichtigste Absatz- und Beschaffungsmarkt der HHS- und DATAGROUP-Gesellschaften ist jedoch der deutsche Markt, weshalb Risiken aus Wechselkursschwankungen für HHS und DATAGROUP von absolut untergeordneter Bedeutung sind. Sicherungsgeschäfte werden wegen dieser untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HHS-Konzerns nicht abgeschlossen. Die passivierten Pensionsverpflichtungen stellen eine langfristige Verpflichtung dar, die in zukünftigen Perioden zu einem erheblichen Zahlungsmittelabfluss führen wird. Der Konzern wird entsprechende liquide Mittel zum jeweiligen Zeitpunkt zur Verfügung stellen müssen. Die Bewertung der Verpflichtung unterliegt aufgrund der Langfristigkeit und der Komplexität der Bewertung einer Vielzahl von Schätzungen und Annahmen, hieraus entsteht das Risiko einer zukünftigen Erhöhung der Verpflichtung. Risiken aus der KundenstrukturHHS und DATAGROUP konnten in der Vergangenheit erfolgreich Geschäfte mit Großkunden abschließen. Ein Risiko besteht in der Abhängigkeit von wichtigen Großkunden und deren Geschäftsentwicklung. Diese Risiken bestehen insbesondere in den im Finanzdienstleistungssektor tätigen DATAGROUP-Gesellschaften. Die Risikosteuerung erfolgt durch eine spezialisierte Großkundenbetreuung, durch die negative Entwicklungen in der Kundenbeziehung frühzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Ferner wird durch eine zielgerichtete Marketingstrategie sowie durch die Markteinführung innovativer neuer Produkte und Dienstleistungen eine gezielte Verbreiterung der Kundenbasis verfolgt. Zusätzlich wird eine sehr heterogene Kundenstruktur über alle Branchen hinweg fokussiert. Durch die starke Expansion der DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbH sowie die Übernahme der DATAGROUP BIT Hamburg GmbH und der dna stieg der Umsatzanteil mit Kunden im Finanzdienstleistungsbereich von DATAGROUP im abgelaufenen Geschäftsjahr erheblich an. Im kommenden Geschäftsjahr wird ein Umsatzanteil von rund 20 % bei Kunden aus dem Bereich Finanzdienstleistungen erreicht werden. Diese Kunden werden vom Vorstand der DATAGROUP SE gemeinsam mit den Geschäftsleitungen der jeweiligen Tochtergesellschaften eng betreut und genauestens überwacht, um sich möglicherweise abzeichnende Risiken frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenwirken zu können. Dennoch könnte der Verlust eines oder mehrerer Top-Kunden die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns zumindest kurzfristig erheblich negativ beeinflussen. Auch können Risiken aus der Leistungserbringung, fehlerhafter Preiskalkulation sowie der Entwicklung der Personal- und Betriebskosten in diesen Kundensituationen zu einer negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Das Geschäftsmodell der DATABAU bedingt eine Konzentration der Auftraggeber auf wenige große Telekommunikations- und Stromanbieter (Carrier). Diese Kunden werden auf Geschäftsführungsebene eng betreut und genauestens überwacht, um sich möglicherweise abzeichnende Risiken frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenwirken zu können. Zudem gelingt es der DATABAU das Auftragsvolumen zunehmend auf weitere Auftraggeber zu verteilen und das Kundenrisiko so sukzessive zu verringern. LieferantenrisikoAls IT-Dienstleister und Anbieter von IT-Produkten arbeiten HHS und DATAGROUP mit Lieferanten für technische Komponenten und anderen Dienstleistungsunternehmen zusammen. Lieferrisiken, insbesondere Lieferengpässe, lassen sich vor dem Hintergrund der stellenweise weiterhin global beeinträchtigten Lieferketten nicht ausschließen. Derartige Lieferengpässe können die Lieferbarkeit von Hardwarekomponenten insgesamt negativ beeinträchtigen und zu längeren Lieferzeiten, Preiserhöhungen, Änderungen in der Produktstrategie oder anderen negativen Auswirkungen für HHS und DATAGROUP führen. Diesen begegnet das Tochterunternehmen DATAGROUP vor allem durch erhöhte Kapazitätsreserven der eingesetzten Hardware-Ressourcen. Lieferrisiken werden durch ein professionelles Beschaffungsmanagement und durch die vertragliche Absicherung der Lieferungs- und Leistungskette abgesichert. Negative Auswirkungen auf die Rentabilität der Tochtergesellschaften könnten sich ergeben, wenn die vorteilhaften Beschaffungskonditionen durch die Mitgliedschaft in der Einkaufsorganisation Computer Compass wegfallen. Derzeit gibt es hierfür keine Anhaltspunkte, so dass das Risiko - insbesondere auch vor dem Hintergrund des zunehmenden Dienstleistungsanteils im HHS-Konzern - als gering eingeschätzt werden kann. PERSONALWIRTSCHAFTLICHE RISIKENRisiken können aus der potenziellen Fluktuation von Mitarbeiter*innen und Manager*innen in Schlüsselpositionen entstehen. Das unerwünschte Ausscheiden von Führungskräften und Mitarbeiter*innen kann sich nachteilig auf HHS und DATAGROUP, eine ihrer Tochtergesellschaften oder auf Kundenbeziehungen auswirken, sofern es nicht gelingt, in angemessener Zeit und zu marktgerechten Konditionen qualifizierte und geeignete Kandidat*innen zu gewinnen. Mitarbeitermotivation, -bindung und -entwicklung ist daher ein wichtiges Ziel der Mitarbeiterführung und der Personalpolitik im HHS-Konzern. Das Risiko einer wesentlichen nachteiligen Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung durch den Verlust von Leistungsträger*innen wird aufgrund der hohen Mitarbeiterbindung und der geringen Personalfluktuation in den vergangenen Jahren derzeit als gering eingeschätzt. Weitere personalwirtschaftliche Risiken können sich aus dem Mangel an qualifiziertem Personal in der IT-Industrie und dadurch bedingt steigende Lohnkosten ergeben. Nach wie vor treibt die Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft und Verwaltung die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften. Nicht zuletzt besteht das Risiko, dass die zunehmend spürbaren Preissteigerungen und Inflationstendenzen zu einer allgemeinen Lohninflation führen. Mit Blick auf diese Entwicklungen unternehmen HHS und ihre Konzerngesellschaften weiterhin umfassende Anstrengungen zur langfristigen Bindung ihrer Mitarbeiter*innen und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Konzern. Hierfür wurde 2022 als Pilotprojekt bei der Datagroup die sogenannte DATAGROUP Career Box entwickelt. Sie fasst die Einstiegs- sowie Entwicklungs- und Karrierewege bei DATAGROUP zusammen und zeigt Weiterentwicklungsperspektiven für alle Mitarbeitenden auf. Dies ist ein elementarer Baustein für die Erhaltung und laufende Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit von DATAGROUP. RECHTLICHE RISIKENDie Gesellschaften des HHS-Konzerns müssen sich im Zuge ihres Geschäftsbetriebs mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Zurzeit sind keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren bekannt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten. Insgesamt werden die rechtlichen Risiken als gering eingestuft. RISIKEN AUS EINER GLOBALEN PANDEMIE sowie aus Sonstigen KrisenEine erneute Verschlechterung der Corona-Pandemie, das Auftreten neuer Varianten oder anderer Erreger birgt auch für HHS und DATAGROUP latent Risiken. Der HHS-Konzern hat im Verlauf der Corona-Pandemie zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Kunden, Mitarbeiter*innen und zur Aufrechterhaltung eines ungestörten Geschäftsbetriebs getroffen und diese regelmäßig dem jeweiligen Infektionsgeschehen adäquat angepasst. Durch den hohen Grad der Digitalisierung im Konzern konnte der Geschäftsbetrieb auch in Phasen eines Lockdowns ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Der überwiegende Teil der HHS/DATAGROUP Mitarbeiter*innen verfügt über die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten und seine Aufgaben unverändert auszuführen. Die ökonomischen Auswirkungen einer Pandemiewellen fallen demnach gering aus. Eine Destabilisierung der politischen Systeme sowie währungspolitische Veränderungen infolge einer Pandemie oder auch des Ukraine-Kriegs können potenziell zu negativen makroökonomischen Entwicklungen und damit zu einer verminderten Investitionstätigkeit führen, die sich nachteilig auf das Geschäft des HHS-Konzerns auswirken könnten. GESAMTBEURTEILUNG DER RISIKOSITUATIONIm Geschäftsjahr 2022/2023 bestanden für den HHS-Konzern keine bestandsgefährdenden Risiken. Auch für die Zukunft sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Konzerns gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinträchtigen könnten. 5 PrognoseberichtEntwicklung des gesamtwirtschaftlichen UmfeldesDer private Konsum dürfte sich den Expert*innen des ifo-Instituts zufolge im zweiten Halbjahr 2023 wieder allmählich erholen. Insbesondere wegen sinkender Gas- und Strompreise dürften die verfügbaren Haushaltseinkommen wieder steigen. Im Oktober 2023 betrug laut dem Statistischen Bundesamt die Preissteigerung für Waren insgesamt 3,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Oktober 2023 zum ersten Mal seit April 2023 gestiegen. Vor allem der Ausblick auf die kommenden Monate habe sich aufgehellt, so die Expert*innen. Die Industrie werde von den Terms-of-Trade-Gewinnen sowie dem Aufleben der Konsumkonjunktur profitieren und die Nachfrage nach deutschen Waren dürfte wieder zulegen, auch weil der globale Zinszyklus seinen Höhepunkt erreicht habe. Außerdem habe die Materialknappheit in der deutschen Industrie deutlich abgenommen. Im Oktober berichteten noch 18,2 % der befragten Firmen von Engpässen, nach 24,0 % im September. Vom Verarbeitenden Gewerbe dürften laut ifo-Institut zunächst allerdings keine konjunkturellen Impulse ausgehen. Die Nachfrage nach Industriewaren in wichtigen Absatzmärkten werde schwach bleiben und erst gegen Jahresende 2023 wieder anziehen. Die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern werde auch nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten. Gemäß der ifo Konjunkturprognose soll das Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0,4 % schrumpfen. Für das Jahr 2024 wird mit einem Anstieg um 1,4 % gerechnet. Die deutsche Bundesregierung erwartet ebenfalls einen Rückgang des BIP um 0,4 % in diesem und einen Anstieg um 1,3 % im nächsten Jahr. Die Preissteigerungen sollen weiter zurückgehen von durchschnittlich 6,0 % in diesem Jahr auf 2,6 % im kommenden und 2,0 % im Jahr 2025. Unternehmensentwicklung und StrategieHHS/DATAGROUP ist mit ihrem Full-Outsourcing-Angebot CORBOX und ihren Consulting- und Solutions- Spezialist*innen sehr gut aufgestellt, um weiterhin profitabel zu wachsen. DATAGROUP verbindet eine hochstandardisierte, nach ISO 20000 zertifizierte Serviceproduktion auf höchstem Qualitätsniveau mit der persönlichen Nähe und Verlässlichkeit eines großen Mittelständlers. Diese Kombination wird besonders von Kunden des gehobenen Mittelstandes geschätzt und resultiert in einer hohen Wettbewerbsfähigkeit. HHS/DATAGROUP wird auch im kommenden Geschäftsjahr ihre Ambition beibehalten, ihre Position als führender IT-Service-Provider für den deutschen Mittelstand mit der höchsten Kundenzufriedenheit weiter auszubauen. Der Konzern investiert weiterhin permanent in die Verbesserung der Angebote im CORBOX-Portfolio, beispielsweise um der Nachfrage nach datensouveränen und sicheren Cloud-Lösungen sowie nach Multi-Cloud-Modellen nachkommen zu können. Zudem baut HHS/DATAGROUP die eigenen Kompetenzen und Kapazitäten in den Bereichen KI, Cyber Security und Cloud weiter aus, um wachstumsfähig zu bleiben und sich strategische Wettbewerbsvorteile zu sichern. Künstliche Intelligenz soll unter anderem in der IT-Service-Produktion in Zukunft eine immer stärkere Rolle spielen, denn ihr Einsatz macht viele Prozesse effizienter und kann Mitarbeitende von Routinearbeiten entlasten. Das ist auch angesichts des Fachkräftemangels bedeutsam. Weil die Anzahl der Cyberangriffe auf Unternehmen weltweit stark zunimmt, kommt auch dem Thema IT-Sicherheit wachsende Bedeutung zu. DATAGROUP nutzt neue Technologien, um die CORBOX Security Services weiterzuentwickeln und für die Kunden so das Risiko von erfolgreichen Cyberattacken zu minimieren. HHS/DATAGROUP arbeitet darüber hinaus an verschiedenen Projekten zur Verbesserung der Produktivität. Durch die Zentralisierung und Vereinheitlichung der Produktionseinheiten und die weitere Digitalisierung von Geschäftsprozessen erwartet HHS/DATAGROUP Kosteneinsparungen sowie eine weitere Verbesserung und Harmonisierung der Produktionsabläufe. DATABAU bleibt darauf fokussiert, die möglichen exponentiellen Wachstumsraten aus dem Geschäft mit regionalen Versorgungsdienstleistern zum Ausbau von Breitband- und Stromnetzen abzuschöpfen. DATAWIN hat in den letzten Jahren seine Produktivität stark gesteigert und viele interne Prozesse optimiert. Damit kann der Produktionsoutput erhöht und das Mehr an Bestellungen bewältigt werden. DATAWIN blickt optimistisch in die Zukunft und erwartet in den nachfolgenden Geschäftsjahren, insbesondere durch die Platzierung des neuen Produkts SCAMAX 3x1, weiteres Umsatz-Wachstum. Der Immobilienmarkt in Kitzbühel/Österreich ist auf eine sehr spezielle Klientel zugeschnitten. Die derzeitigen Vorhaben befinden sich in der Projektierungsphase. HHS/DATAGROUP wird auch weiterhin selektiv Möglichkeiten zur Übernahme von Unternehmen prüfen. Im Fokus stehen hier insbesondere kleinere mittelständische Anbieter, die aufgrund ihrer lokalen Präsenz komplementär zum bestehenden Fußabdruck des Unternehmens sind oder das Kundenportfolio und das Leistungsangebot stärken. Auch sind Akquisitionen denkbar, die technologisch sinnvolle Ergänzungen zum bestehenden Leistungsangebot darstellen. Die Geschäftsführung von HHS und der Vorstand von DATAGROUP werden Übernahmemöglichkeiten mit der größten Sorgfalt prüfen. Finanzwirtschaftliche EntwicklungDie Geschäftsführung von HHS und der Vorstand von DATAGROUP blicken vorsichtig optimistisch in das neue Geschäftsjahr. Abgesehen von den vielfältigen Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den oben beschriebenen konjunkturellen Unsicherheitsfaktoren, wird die risikoaverse Aufstellung von HHS und DATAGROUP weiterhin ein kontinuierliches und profitables Wirtschaften ermöglichen. Langfristige Serviceverträge für den IT-Betrieb sind weiterhin eine der wesentlichen Strategien zur Verstetigung des Geschäfts von HHS und DATAGROUP: Risikobehaftetes, zyklisches Projektgeschäft sowie Klumpenrisiken in der Kundenstruktur werden vermieden. Die Aufstellung mit zahlreichen Regionalgesellschaften sichert HHS/DATAGROUP die Nähe zum Kunden. Der Fokus des Geschäfts liegt auf stetig wiederkehrenden IT-Betriebsservices mit soliden mittelständischen Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern in langfristigen Vertragsbeziehungen. Mit Investitionen in die Zukunftsfelder Künstliche Intelligenz, Cloud und Cyber Security will HHS/DATAGROUP ihr Dienstleistungsportfolio ausbauen und sieht darin Wachstumschancen für die Zukunft des Unternehmens. Auch wenn das makroökonomische Umfeld derzeit weiterhin mit Unsicherheiten belastet ist, geht das Management für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024 derzeit von einer Steigerung der Umsatzerlöse von 10-15% bei gleichzeitig leichter Verbesserung der absoluten Profitabilität und damit des EBITDA und des EBIT gegenüber dem Vorjahr aus. Historische PrognoseentwicklungDie HHS-Geschäftsführung sowie der DATAGROUP-Vorstand überwachen permanent den Fortgang der laufenden Geschäfte, beobachten insbesondere die Entwicklung im IT-Sektor sowie die allgemeine, gesamtwirtschaftliche Lage. Weiterer Bestandteil der Prognoseentwicklung ist die Würdigung der aktuell für das Unternehmen relevanten Chancen und Risiken. 6 Unternehmensintern eingesetztes SteuerungssystemDas zentrale Instrument zur Unternehmenssteuerung der gesamten Gruppe ist ein so genanntes "Rolling Forecast"-System zur Vertriebsplanung und Nachverfolgung der Umsätze und Deckungsbeiträge. Dieses System ermöglicht im Zusammenhang mit einer monatlichen Gewinn- und Verlustrechnung eine sehr genaue, ständig aktuelle Aussage über die Erlössituation. Auf Basis dieser monatlich ermittelten Daten werden laufende Kosten und Investitionen entsprechend justiert, um die geplanten Unternehmensergebnisse einhalten zu können. Eine wöchentlich bzw. monatlich konzernweit erstellte Liquiditätsplanung dient der Bestandsaufnahme der im HHS- und DATAGROUP-Konzern und bei den einzelnen Konzerngesellschaften festzustellenden Liquiditätsstände sowie der Steuerung der zu erwartenden Liquiditätsentwicklung. Die Liquiditätsplanung ist auf einen Planungshorizont von mindestens einem Monat ausgerichtet. Darüber hinaus gehende mittelfristig aufgesetzte Finanzmittelplanungen werden je nach Bedarf erstellt. 7 Sonstige AngabenMitarbeiter*innenIm Jahresdurchschnitt 2022/2023 waren 4.177 (im Vorjahr 2021/2022 3.814) Arbeitnehmer*innen im HHS-Konzern beschäftigt. Zum 30.09.2023 lag die Zahl der Beschäftigten bei 4.270 (zum 30.09.2022 3.997). Inklusive Geschäftsführung und Auszubildenden belief sich die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30.09.2023 auf 4.545 (zum 30.09.2022 3.943). HHS und DATAGROUP sind traditionell sehr engagiert in der Rekrutierung und Förderung von Nachwuchskräften. Zum 30.09.2023 waren insgesamt 158 Auszubildende und Dual Studierende (zum 30.09.2022 183) unter anderem in den Lehrberufen Fachinformatiker/-in für Systemintegration (m/w/d) und für Anwendungsentwicklung (m/w/d) sowie IT-Systemkauffrau/-mann (m/w/d), beschäftigt. Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenDie in Kundenprojekten und durch die aktive IT-Marktbeobachtung gewonnenen Erfahrungen und spezifischen Kenntnisse werden wertschöpfend in der Entwicklung eigener kundenorientierter Innovationen umgesetzt. HHS und DATAGROUP reagieren dabei sensibel auf neue Kunden- und Marktanforderungen. Zudem fallen bei der DATAWIN-Gruppe (Data Capturing Solutions) Forschungs- bzw. Entwicklungsaktivitäten an. Anpassung der KonzernstrukturIn der Berichtsperiode ist der Konsolidierungskreis durch die Akquisitionen der systemzwo-Gruppe sowie des Geschäftsbetriebs der arago GmbH weiter vergrößert worden. Mit Vertrag vom 05.04.2023 hat die DATAGROUP Ulm GmbH 100 % der Anteile an der systemzwo GmbH (systemzwo), Ulm, sowie der Tochtergesellschaft kraftwerk 3 IT GmbH, Ulm, erworben. Die DATAGROUP Ulm GmbH erlangte die Beherrschung über die Unternehmen mit Zahlung des Grundkaufpreises am 05.04.2023. Erstkonsolidierungsstichtag ist der 01.04.2023. Die systemzwo GmbH wurde 2007 gegründet und betreut mit rund 40 Mitarbeiter*innen mittelständische Unternehmen in Ulm und Umland. Das Kundenportfolio von systemzwo ergänzt den bestehenden Kundenstamm von DATAGROUP in der Region deutlich. DATAGROUP baut damit die regionale Präsenz in Ulm weiter aus. Die neu gegründete Almato AI GmbH hat mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 19.07.2023 von der insolventen arago GmbH im Wesentlichen die selbst entwickelte Software HIRO erworben. Die Arbeitsverhältnisse der zum Abschluss des Kaufvertrages noch verbliebenen Arbeitnehmer*innen der arago GmbH wurden von der Almato AI GmbH oder anderen DATAGROUP-Gesellschaften übernommen. Die erworbene Software-Lösung HIRO kombiniert eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Automation Engine mit einer auf Deep Learning basierender Knowledge-Management-Technologie, die einen Rahmen zur Formalisierung von Betriebswissen und zur Automatisierung von IT-Abläufen und Arbeitsprozessen bietet. Mit der erworbenen KI-Technologie lassen sich unstrukturierte Betriebsaufgaben in nicht-standardisierten Bereichen der betriebenen Systemlandschaften automatisieren und versprechen so erhebliche zusätzliche Effizienzsteigerungen im Betriebsalltag. Durch diese neue Technologie sollen IT-Betriebsprozesse über die klassische Kombination von Standardisierung und Automatisierung hinaus adressiert werden. Zielsetzung des Erwerbs ist die Nutzung Künstlicher Intelligenz für betriebsinterne Zwecke aber auch als zusätzliches Angebot für den Kunden. Übertragungsstichtag ist der 19.07.2023. Die Erstkonsolidierung erfolgte mit Stichtag 01.08.2023. Zum Stichtag 30.09.2023 wurde die Sarah Projektentwicklungsgesellschaft mbH erstmalig im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Im Bereich der DATAWIN GmbH und der DATABAU Holding SE gab es im Geschäftsjahr keine Änderungen in der Beteiligungsstruktur.
Stuttgart, den 15. November 2024 HHS Verwaltungs GmbH Die Geschäftsführung gez. Max H.-H. Schaber Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzernkapitalflussrechnung
Konzern-AnlagenspiegelEinen Überblick über die Wertentwicklung der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und Finanzanlagen gewährt die nachfolgende Tabelle:
Konzernanhang1 Grundlagen des Konzernabschlusses1.1 Allgemeine AngabenDie HHS Verwaltungs GmbH (im Folgenden auch HHS genannt) ist die Muttergesellschaft des HHS-Konzerns. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Hillerstrasse 9, D 70184 Stuttgart/Deutschland und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister unter HRB 768480 eingetragen. Die HHS Verwaltungs GmbH ist Komplementär der HHS Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG ist, die 100 % der Anteile an der HHS Beteiligungsgesellschaft mbH hält und somit die Beherrschung über den HHS-Konzern innehat. Daneben ist die HHS Verwaltungs GmbH auch Komplementär der HHS Vermietungs GmbH & Co. KG. Von besonderer Bedeutung für den HHS-Konzern ist der DATAGROUP-Teilkonzern mit der börsennotierten DATAGROUP SE. Die Geschäftstätigkeit des DATAGROUP-Konzerns umfasst den Betrieb von IT-Infrastrukturen, den Vertrieb und die Erbringung von IT-Services, Technologieberatung und die Entwicklung von IT-Lösungen. Die Konzerngesellschaften sind in zwei Segmente gruppiert: - Das Segment "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen. Zu diesen IT-Services gehören insbesondere die Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen (Auswahl und Beschaffung, Inbetriebnahme vor Ort, Austausch und Entsorgung von Altgeräten), Rechenzentrumsleistungen unserer zertifizierten DATAGROUP Data Center sowie Service Desk-Leistungen - die helfende Hand für alle IT-Probleme und -Fragen der Anwender. - Das Segment "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberatern sowie Software-Entwicklern besteht. Daneben ist bzw. war der HHS-Konzern in nachfolgenden Geschäftsfelder tätig: - Entwicklung und Produktion von Hochleistungsscannern und Beleglesern (Geschäftsfeld "Data Capturing Solutions") - Fernmeldebau, Kommunikationstechnik und Kabelschachtbau (Geschäftsfeld "Communication Engineering and Technology") - Halten von Immobilien (Geschäftsfeld "Property Management") Die gesellschaftlichen Strukturen im Geschäftsfeld "Data Capturing Solutions" wurde durch die Verschmelzung der InoTec GmbH auf die DATAWIN GmbH optimiert. 1.2 Rechnungslegung nach International Financial Reporting StandardsDer Konzernabschluss der HHS zum 30. September 2023 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. Die Anwendung der IFRS erfolgt freiwillig. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden ergänzend die Vorschriften des § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) beachtet. Alle am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS) sowie Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden angewandt. Der Konzernabschluss der HHS wurde unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften und in Euro (EUR) aufgestellt. Im Sinne einer besseren Lesbarkeit erfolgten teilweise gerundete Angaben auf Tausend Euro (TEUR) oder Millionen Euro (Mio. EUR). Die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgte dem Gesamtkostenverfahren. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind in den Anhang übernommen. Zu Details siehe Kapitel 1.4.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Neue RechnungslegungsvorschriftenEs werden alle zum Bilanzstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden IFRS und Interpretationen des IFRIC berücksichtigt, sofern diese für den HHS-Konzern von Bedeutung sind. Folgende Standards, Änderungen von Standards und Interpretationen, soweit sie für den DATAGROUP-Konzern grundsätzlich von Bedeutung sein können, sind im Geschäftsjahr 2022/2023 erstmalig anzuwenden:
Wesentliche Auswirkungen auf die Rechnungslegung des HHS-Konzerns hat die Erstanwendung dieser Standards nicht. Veröffentlichte, aber im laufenden Geschäftsjahr noch nicht anzuwendende RechnungslegungsvorschriftenDas International Accounting Standards Board (IASB) hat folgende neue Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, die noch nicht angewendet wurden:
Die Anwendung einiger Standards und Anpassung setzt deren Annahme im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens ("Endorsement") voraus. Alle neuen oder geänderten Standards werden erst angewendet, wenn die Anwendung verpflichtend ist und das Endorsement erfolgt ist. 1.3 Konsolidierungskreis1.3.1 Definition des KonsolidierungskreisesIn den Konzernabschluss werden Tochtergesellschaften einbezogen, auf die ein beherrschender Einfluss gemäß IFRS 10 ausgeübt werden kann. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft HHS Verwaltungs GmbH 44 weitere inländische sowie 8 ausländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
Folgende Gesellschaften werden trotz Beherrschung nach dem Wesentlichkeitsgrundsatz nicht nach der Vollkonsolidierungsmethode in den Konzernabschluss einbezogen:
Diese werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. 1.3.2 Veränderungen im KonsolidierungskreisIm Geschäftsjahr ergaben sich die folgenden Änderungen im Konsolidierungskreis: - Erwerb von 100% der Anteile an der systemzwo GmbH mit dem Tochterunternehmen kraftwerk 3 IT GmbH durch die DATAGROUP Ulm GmbH - Erwerb des Geschäftsbetriebs der arago GmbH im Rahmen eines Asset-Deals durch die im Vorfeld erworbene Blitz S23-155 GmbH (jetzt Almato AI GmbH) - Veräußerung von 100% der Anteile an der nicht konsolidierten Almato Medical Software S.L. durch die Almato Iberia S.L. - Verschmelzung der Hövermann ERP-Consulting GmbH und der Hövermann Rechenzentrum UG (haftungsbeschränkt) auf die Hövermann IT-Gruppe GmbH mit Wirkung ab dem 01.10.2022 - Ketteneinbringung der bisher durch die DATAGROUP SE gehaltenen DATAGROUP BIT Hamburg GmbH in die DATAGROUP Invest 5 GmbH und in einem zweiten Schritt von der DATAGROUP Invest 5 GmbH in die DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbH - Veräußerung der DATAGROUP Defense IT Services GmbH von der DATAGROUP Business Solutions GmbH an die DATAGROUP SE unter Umfirmierung in DATAGROUP Cyber Security GmbH - Erstkonsolidierung der Sarah Projektentwicklungsgesellschaft mbH Erstmalige Einbeziehung (Vollkonsolidierung) der systemzwo GmbH sowie der kraftwerk 3 IT GmbHMit Vertrag vom 05.04.2023 hat die DATAGROUP Ulm GmbH 100 % der Anteile an der systemzwo GmbH (systemzwo), Ulm, inklusive deren Tochtergesellschaft kraftwerk 3 IT GmbH, Ulm, erworben. Die systemzwo GmbH hält zudem 20,1 % der Geschäftsanteile der citysens GmbH, Ulm. Die DATAGROUP Ulm GmbH erlangte die Beherrschung über die Unternehmen mit Zahlung des Grundkaufpreises am 05.04.2023. Erstkonsolidierungsstichtag ist der 01.04.2023. Die systemzwo GmbH wurde 2007 gegründet und betreut mit rund 40 Mitarbeiter*innen mittelständische Unternehmen in Ulm und Umland. Das Kundenportfolio von systemzwo ergänzt den bestehenden Kundenstamm von DATAGROUP in der Region deutlich. DATAGROUP baut damit die regionale Präsenz in Ulm weiter aus. Erworbene Vermögenswerte und übernommene SchuldenDie beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des systemzwo-Teilkonzerns stellten sich zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 01.04.2023 wie folgt dar:
Nutzungsrechte wurden mit einem Wert von 279.971,50 EUR, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 596.984,94 EUR übernommen. Die Forderungsausfallrisiken werden als nicht wesentlich eingeschätzt. Eventualverbindlichkeiten waren zum 01.04.2023 nicht vorhanden. Gegenleistung sowie Geschäfts- und FirmenwertDer bereits entrichtete Initialkaufpreis beträgt 5.200.000,00 EUR. Die weiteren Kaufpreiskomponenten sind vom Ergebnis der Kalenderjahre 2023 und 2024 abhängig. Basierend auf der aktuellen Planung des erworbenen Unternehmens ergeben sich die Gegenleistung und Geschäfts- und Firmenwerte insgesamt wie folgt:
Der Gesamtkaufpreis ist auf 7.000.000,00 EUR begrenzt. Die Earn-Out-Zahlungen sind jeweils zehn Bankarbeitstage nach verbindlicher Feststellung fällig. Die Earn-Out-Ermittlung beruht auf einem jeweils zum Stichtag 31.12. erstellten geprüften Abschluss, die Einigung über die konkrete Höhe wird jeweils bis spätestens 31.08. des Folgejahres angestrebt. Der Geschäfts- und Firmenwert umfasst den Wert erwarteter Synergien aus dem Unternehmenserwerb. Er wird in voller Höhe der zahlungsmittelgenerierenden Einheit »Services« zugeordnet. Analyse des Zahlungsmittelabflusses aufgrund des UnternehmenserwerbsAus der Transaktion ergaben sich folgende Zahlungsströme:
Einfluss auf Umsatzerlöse und ergebnis vor steuernDie systemzwo GmbH hat mit dem Tochterunternehmen kraftwerk 3 IT GmbH in der abgelaufenen Berichtsperiode mit 6.391.235,38 EUR zu den Umsatzerlösen und mit 589.742,58 EUR zum Periodenergebnis des Konzerns (vor Steuern) beigetragen. Hätte der Zusammenschluss zu Geschäftsjahresbeginn stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf rund 12.500.000 EUR belaufen. Erwerb des Geschäftsbetriebs der arago GmbH im Rahmen eines Asset Deals durch die IM Vorfeld erworbene Blitz S23-155 GmbH (jetzt Almato AI GmbH)Im Vorfeld der Akquisition des Geschäftsbetriebs der arago GmbH wurden mit Vertrag vom 23.06.2023 durch die DATAGROUP-Gesellschaft Almato AG 100 % der Geschäftsanteile der Blitz S23-155 GmbH, jetzt umfirmiert in Almato AI GmbH, erworben. Übertragungsstichtag ist der 23.06.2023. Das voll eingezahlte Stammkapital sowie die erworbenen Barmittel beliefen sich auf jeweils 25.000,00 EUR, der Kaufpreis betrug 29.000,00 EUR. Der Kaufpreis übersteigt damit das identifizierte Nettovermögen um 4.000,00 EUR. Der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von eben 4.000,00 EUR wird der zahlungsmittelgenerierenden Einheit »Solutions und Consulting« zugeordnet. Die Almato AI GmbH hat mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 19.07.2023 diverse materielle oder vor allen Dingen immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen die Software HIRO, erworben. Die Arbeitsverhältnisse der zum Abschluss des Kaufvertrages noch verbliebenen Arbeitnehmer*innen der arago GmbH wurden von der Almato AI GmbH oder anderen DATAGROUP-Gesellschaften übernommen. Die erworbene Software-Lösung HIRO kombiniert eine auf Künstlicher Intelligenz basierende Automation Engine mit einer auf Deep Learning basierenden Knowledge-Management-Technologie, die einen Rahmen zur Formalisierung von Betriebswissen und zur Automatisierung von IT-Abläufen und Arbeitsprozessen bietet. Mit der erworbenen KI-Technologie lassen sich unstrukturierte Betriebsaufgaben in nicht-standardisierten Bereichen der betriebenen Systemlandschaften automatisieren und versprechen so erhebliche zusätzliche Effizienzsteigerungen im Betriebsalltag. Durch diese neue Technologie sollen IT-Betriebsprozesse über die klassische Kombination von Standardisierung und Automatisierung hinaus adressiert werden. Zielsetzung des Erwerbs ist die Nutzung Künstlicher Intelligenz für betriebsinterne Zwecke aber auch als zusätzliches Angebot für die Kunden. Die Transaktion wird als Erwerb eines Geschäftsbetriebs im Sinne des IFRS 3 eingestuft. Übertragungsstichtag ist der 19.07.2023. Die Erstkonsolidierung erfolgte mit Stichtag 01.08.2023. Erworbene Vermögenswerte und übernommene SchuldenDer beizulegende Zeitwert des übernommenen und identifizierbaren Vermögenswertes, nämlich der Software-Lösung HIRO, beträgt 880.000,00 EUR. Verträge mit Kunden und Lieferanten der Gesellschaft wurden grundsätzlich mitübertragen, aber unter Vorbehalt des Wunsches der Erwerberin Almato AI GmbH. Es ist unsicher, welche Kundenbeziehung mit welcher Ausgestaltung und Volumen in Zukunft fortgeführt werden kann und wird. Aus diesem Grunde ist eine Bewertung der Kundenbeziehung zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abschließend möglich. Die Kaufpreisallokation ist als vorläufig einzustufen. Gegenleistung sowie Geschäfts- und FirmenwertAuf Grundlage der abgeschlossenen Kaufvereinbarung wurden 1.500.000,00 EUR als Basiskaufpreis an die arago GmbH gezahlt. Darüber hinaus wurde eine bedingte Gegenleistung in Abhängigkeit vom Umsatz mit im Vertrag festgelegten Kunden innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten nach Übertragungsstichtag vereinbart (Earn Out). Der beizulegende Zeitwert dieser bedingten Gegenleistung belief sich - basierend auf den aktuellen Planungen des erworbenen Unternehmens - zum Zeitpunkt des Erwerbs auf 687.000,00 EUR. Unter Berücksichtigung des identifizierten Nettovermögens von 880.000,00 EUR ergibt sich somit ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1.307.000,00 EUR:
Der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1.307.000,00 EUR wird der zahlungsmittelgenerierenden Einheit »Services« zugeordnet. Analyse des Zahlungsmittelabflusses aufgrund des UnternehmenserwerbsAus der Transaktion ergaben sich folgende Zahlungsströme:
Einfluss auf Umsatzerlöse und ergebnis vor steuernDie Almato AI GmbH hat in der abgelaufenen Berichtsperiode mit 18.333,00 EUR zu den Umsatzerlösen und mit -1.111.670,87 EUR zum Periodenergebnis des Konzerns (vor Steuern) beigetragen. Veräußerung von 100 % der Anteile an der nicht konsolidierten Almato Medical Software S.L. durch die Almato Iberia S.L.Die am 26.04.2022 gegründete Gesellschaft Almato Medical Software S.L. wurde mit Vertrag vom 26.06.2023 zu einem Kaufpreis von 593.646,73 EUR veräußert. Das Veräußerungsergebnis belief sich auf 590.646,73 EUR. Übertragungsstichtag war der 01.07.2023. Schon bei Gründung der Gesellschaft bestand die Absicht, diese zu veräußern. Verschmelzung der Hövermann ERP-Consulting GmbH und der Hövermann Rechenzentrum UG (haftungsbeschränkt) auf die Hövermann IT-Gruppe GmbH mit Wirkung ab dem 01.10.2022Zwischen den Gesellschaften Hövermann Rechenzentrum UG als übertragender und der Hövermann IT-Gruppe GmbH als aufnehmender Gesellschaft wurde ein Verschmelzungsvertrag mit Datum vom 16.05.2023 geschlossen. In gleichem Zug ist zudem ein Verschmelzungsvertrag zwischen der Hövermann ERP-Consulting GmbH als übertragender und der Hövermann IT-Gruppe GmbH als aufnehmender Gesellschaft unterzeichnet worden. Verschmelzungsstichtag ist jeweils der 01.10.2022. Die Transaktionen dienen der Bereinigung und Verschlankung der Konzernstruktur. Eine Anpassung des Geschäfts- und Firmenwertes ergibt sich hieraus nicht. Ketteneinbringung der bisher durch die DATAGROUP SE gehaltenen DATAGROUP BIT Hamburg GmbH in die DATAGROUP Invest 5 GmbH und in einem zweiten Schritt von der DATAGROUP Invest 5 GmbH in die DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbHMit Vertrag und Wirkung vom 28.09.2023 wurde die DATAGROUP BIT Hamburg GmbH von der DATAGROUP SE im Rahmen einer Kapitalerhöhung in die Tochtergesellschaft DATAGROUP Invest 5 GmbH eingebracht. Daran anschließend ist die DATAGROUP BIT Hamburg GmbH von der DATAGROUP Invest 5 GmbH in deren Tochterunternehmen DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbH eingebracht worden (Ketteneinbringung). Die Geschäftsanteile der DATAGROUP BIT Hamburg GmbH befindet sich nunmehr zu 100 % im Eigentum der DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbH. Durch diese Maßnahme wird eine Bündelung des Geschäftsfeldes "Banking and Insurance (BIT)" sowie eine Stärkung des Eigenkapitals der DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbH erreicht. Eine Anpassung des Geschäfts- und Firmenwertes ergibt sich hieraus nicht. Veräußerung der DATAGROUP Defense IT Services GmbH von der DATAGROUP Business Solutions GmbH an die DATAGROUP SE unter Umfirmierung in DATAGROUP Cyber Security GmbHZudem hat die DATAGROUP Business Solutions GmbH 100 % der Anteile an der DATAGROUP Defense IT Services GmbH an die DATAGROUP SE veräußert - durch Vertrag und Wirkung vom 24.08.2023. Die Gesellschaft DATAGROUP Defense IT Services GmbH wurde zudem in DATAGROUP Cyber Security GmbH umfirmiert. Die Transaktion dient einer spezialisierten Positionierung für Cyber Security Solutions und Services. Eine Anpassung des Geschäfts- und Firmenwertes ergibt sich hieraus nicht. Erstkonsolidierung der Sarah Projektenwicklungsgesellschaft mbHDie Hacienda Immobilienverwaltung GmbH hat mit Urkunde vom 07.08.2020 die Sarah Projektentwicklung GmbH mit Sitz in Kitzbühel/Österreich gegründet und einen Anteil von 31.500,00 EUR oder 90 % am Stammkapital über insgesamt 35.000,00 EUR übernommen. Gegenstand des Unternehmens ist die Ausübung des Baumeister- und des Bauträgergewerbes. Die Beherrschung erlangte die Hacienda Immobilienverwaltung GmbH im August 2020. Auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wurde in den Jahren 2020 bis 2022 mangels Wesentlichkeit verzichtet. Die Gesellschaft wird mit Stichtag 30.09.2023 erstmalig in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am erstmals konsolidierten Nettovermögen beläuft sich auf 940.079,66 EUR. 1.4 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1.4.1 KonsolidierungsgrundsätzeDer Abschlussstichtag der in den Konsolidierungskreis einbezogenen vollkonsolidierten Tochterunternehmen entspricht dem Stichtag des Konzernabschlusses. Die Sarah Projektenwicklungsgesellschaft mbH und die neu erworbenen Gesellschaften Almato AI GmbH, systemzwo GmbH und kraftwerk 3 IT GmbH sowie die im Vorjahr erstmals einbezogene Cloudeteer GmbH hatten im Zuge der Integration in die DATAGROUP-Prozesse und -Strukturen ein Rumpfgeschäftsjahr mit Stichtag 30.09.2023. Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird hierbei auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten allokiert. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden zunächst in voller Höhe mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird anschließend als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen, der zu einem Abschreibungsbedarf führen kann. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen verrechnet. Die Zwischenergebniseliminierung wird auf konzerninterne Weiterveräußerungen von Anlagevermögen und Kundenaufträgen vorgenommen. Durch die Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. 1.4.2 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeIm Geschäftsjahr waren verschiedene Standards bzw. Anpassungen von Standards erstmals anzuwenden. Eine wesentliche Anpassung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergab sich daraus allerdings nicht. Schätzungen und AnnahmenBei der Aufstellung des Konzernabschlusses mussten Ermessensentscheidungen getroffen und zu einem gewissen Grad auf Schätzwerte zurückgegriffen werden. Diese Schätzungen und Annahmen hatten einen Einfluss auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten. Das Management geht davon aus, dass bestehende Risiken durch die getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen ausreichend abgedeckt sind. Die Schätzungen und Annahmen beruhen dabei auf Erfahrungswerten und anderen Informationsquellen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend beurteilt wurden. Die Schätzungen und Annahmen werden permanent überprüft. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von den genannten Schätzungen und Annahmen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Auf die Bilanzierung folgender Vermögenswerte und Schulden hatten die getroffenen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen eine besondere Auswirkung: - Immaterielle Vermögenswerte - Aktivierte Vertragskosten - Vertragsvermögenswerte - Forderungen aus Finanzierungsleasing - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Latente Steuern - Earn Out-Verpflichtungen sowie weitere variable Kaufpreiskomponenten - Rückstellungen - Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 Die im Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen anzuwendende Erwerbsmethode verwendet Schätzwerte bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte insbesondere von immateriellen Vermögenswerten wie Marken, Auftragsbeständen und Kundenbeziehungen und von Earn-Out-Verpflichtungen zum Erwerbsstichtag. Die Kaufverträge enthalten in einigen Fällen Earn-Out- oder vergleichbare Klauseln, wonach sich der Kaufpreis abhängig von der Erreichung festgelegter Ziele erhöht. Sowohl die erwartete Nutzungsdauer der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögenswerte als auch die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Einschätzungen der Unternehmensführung. Bei der Beurteilung der Zeitwerte von immateriellen Vermögenswerten und Earn-Out-Verpflichtungen spielen Schätzungen von künftigen Cashflows eine bedeutende Rolle. Die identifizierten immateriellen Vermögenswerte wurden in der Bilanz mit einem Buchwert in Höhe von 49.930,156,08 EUR (im Vorjahr 55.983.211,58 EUR) ausgewiesen, der Geschäfts- oder Firmenwert betrug zum 30.09.2023 173.520.016,33 EUR (im Vorjahr 168.429.328,91 EUR). Die Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwertes resultiert aus der Erstkonsolidierung der systemzwo-Gruppe mit 4.278.095,51 EUR, der Almato AI GmbH mit 1.307.000,00 EUR und der DATABAU Holding SE mit 2.625,00 EUR. Earn-Out-Verpflichtungen, also noch zu entrichtende Kaufpreiszahlungen, die vom Ergebnis des erworbenen Unternehmens abhängig sind, bestehen in Höhe von 10.830.719,00 EUR (im Vorjahr 54.529.391,99 EUR). In der Gesamtheit der Verträge im Rahmen des Erwerbs der Software HIRO sowie weiterer materieller und immaterieller Vermögenswerte sieht die HHS/ DATAGROUP, obwohl es sich nicht um einen Share-Deal handelt, den Erwerb eines Geschäftsbetriebs im Sinne des IFRS 3. Grundlage für diese Entscheidung war eine genaue Untersuchung des Sachverhalts vor dem Hintergrund der Anforderungen des IFRS 3 an die Definition eines Geschäftsbetriebs. Die Werthaltigkeit der aktivierten Vertragskosten wird regelmäßig, zuletzt zum 30.09.2023, überprüft und ist von den Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung der jeweiligen Verträge mit den Kunden abhängig. Diese Einschätzungen sind in hohem Maß von Schätzungen und Annahmen abhängig. Im Jahr 2020 wurde eine Abwertung auf aktivierte Vertragskosten in Höhe von 5.335.000,00 EUR vorgenommen. Eine weitere Umbewertung erfolgte nicht. Die Bilanzierung von nicht abgeschlossenen Projektaufträgen (zumeist als Werkverträge vertraglich vereinbart) erfolgt - sofern die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind - zeitraumbezogen. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrads erfolgt insbesondere auf Basis von Input-orientierten Methoden und ist mit einem gewissen Ermessensspielraum des Managements behaftet. Bei der Bilanzierung von Forderungen aus Finanzierungsleasing werden Annahmen über die Rentabilität der entsprechenden Verträge und der einzelnen Leistungsverpflichtungen getroffen. Dem Risiko von möglichen Verlusten aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen begegnet. Bei der Bildung der Wertberichtigungen wurde das Konzept der erwarteten Verluste (Expected Loss Model) gemäß IFRS 9 angewendet. Im Rahmen der Aktivierung der aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden Schätzungen und Annahmen insbesondere in Bezug auf die der Bewertung zu Grunde gelegten steuerlichen Unternehmensplanung getroffen. Als Rückstellung gilt eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines verpflichtenden Ereignisses in der Vergangenheit, die bezüglich Zeitpunktes und/oder Höhe des Ressourcenabflusses ungewiss ist. Für die Bilanzierung der Rückstellungen in Höhe von 61.083.850,59 EUR (im Vorjahr 72.562.959,71 EUR) mussten Annahmen und Schätzungen über die Höhe und die Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Ressourcenabflusses vom Management getroffen werden. Die Bewertung von Nutzungsrechten sowie der Leasingverbindlichkeiten aufgrund von Gebäudemietverträgen unterliegt Annahmen bezüglich der Vertragslaufzeiten und Kündigungs- sowie Verlängerungsoptionen. Alle oben genannten Schätzungen und Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung. Grundlagen der WährungsumrechnungDie Berichtswährung ist der Euro, welcher auch die funktionale Währung der Muttergesellschaft darstellt. Fremdwährungsgeschäfte werden mit den aktuellen Kursen zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. In der Bilanz werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in fremden Währungen unter Anwendung des Kurses zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Die aus der Umrechnung zu Stichtagskursen ermittelten Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden unter Anwendung der Stichtagskursmethode umgerechnet. Die Umrechnung von Eigenkapitaltransaktionen erfolgt mit den historischen Kursen zum Zeitpunkt der Transaktion. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden dagegen mit dem durchschnittlichen Umrechnungskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden im Ausgleichsposten für Währungsumrechnung im Eigenkapital ausgewiesen. Realisierung von Erträgen/UmsatzrealisationUmsatzerlöse werden dann erfasst, wenn ein Kunde Verfügungsgewalt über Güter oder Dienstleistungen erlangt. Die Erlangung der Verfügungsgewalt kann zeitpunkt- oder zeitraumbezogen erfolgen. Erlöse aus dem Verkauf von Waren werden zeitpunktbezogen verarbeitet. Die Rechnungsstellung erfolgt regelmäßig bei oder unmittelbar nach der Lieferung. HHS und DATAGROUP stellen manchen Kunden Vermögensgegenstände im Rahmen von Finance-Lease-Verträgen zur Verfügung. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen wird der Umsatz aus diesen Vereinbarungen regelmäßig zeitpunktbezogen realisiert, sobald die zur Verfügung gestellten Vermögensgegenstände beim Kunden einsatzbereit sind und vom Kunden abgenommen wurden. Bei der Überlassung von Software an die Kunden agiert die HHS/DATAGROUP regelmäßig als Principal. HHS/DATAGROUP tritt gegenüber dem Kunden als Ansprechpartner auf, trägt die wesentlichen technischen als auch wirtschaftlichen Risiken und verfügt über die Preissetzungskompetenz. In diesen Fall werden die dem Kunden verrechneten Beträge als Umsatzerlöse sowie die damit zusammenhängenden Einstandskosten als Materialaufwand realisiert. Soweit die Überlassung der Software durch HHS/DATAGROUP als Agent erfolgt, wird die Differenz aus den an die Kunden abgerechneten und vom Lieferanten in Rechnung gestellten Beträgen als Umsatzerlös (Provisionserlös) ausgewiesen. Bei der Erbringung von Dienstleistungen sowie Bauleistungen wird der Umsatz zeitraumbezogen realisiert, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung im jeweiligen Zeitraum zufließt. Die realisierten Umsatzerlöse aus Dienstleistungen basieren auf Aufträgen in Form von Werk- oder Dienstverträgen. Dienstleistungen auf Grundlage von Dienstverträgen werden in der Regel auf Grundlage von Stundenaufschrieben oder vereinbarten mengenabhängigen Dienstleistungspauschalen zum Monatsende im Nachhinein abgerechnet. Die Abrechnung für Leistungen aus Werkverträgen erfolgen nach (Teil-)Abnahme; Abschlagzahlungen sind üblich. Wartungs- und sonstige Pauschalen werden in der Regel monatlich oder auch quartalsweise im Vorhinein berechnet. Bei nicht abgeschlossenen Projektaufträgen auf der Grundlage von Werkverträgen erbringt HHS/DATAGROUP einen kundenspezifischen Vermögenswert ohne alternative Nutzungsmöglichkeit und verfügt über einen jederzeitigen Zahlungsanspruch. Somit erfolgt die Umsatzrealisierung nach IFRS 15.35c zeitraumbezogen. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt insbesondere auf Basis von Input-orientieren Methoden. In verschiedenen Vertragsgestaltungen führt HHS/DATAGROUP zu Projektbeginn Tätigkeiten durch, bei denen es sich nicht um die Erfüllung von Leistungsverpflichtungen im Sinne von IFRS 15 gegenüber dem Kunden handelt. Dies ist vor allem bei großen Umstellungsprojekten mit einer Transitionsphase der Fall. Deshalb wird bei diesen Vertragsgestaltungen zunächst kein Umsatz realisiert, die anfallenden Kosten werden als Vertragserfüllungskosten im Vorratsvermögen aktiviert. Die Umsatzrealisierung erfolgt erst mit der Erfüllung der Leistungsverpflichtung gegenüber dem Kunden in einer späteren Phase des jeweiligen Projekts. Gegebenenfalls vor der Leistungserbringung erhaltene Zahlungen vom Kunden werden als Vertragsverbindlichkeiten passiviert. Mehrkomponentenvereinbarungen, welche die Lieferung bzw. Erbringung von mehreren Produkten bzw. Dienstleistungen in einem ganzen Leistungsportfolio enthalten, sind in eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtungen zu trennen, wobei für jede Leistungsverpflichtung ein gesonderter Erlösbeitrag zu bestimmen und mit Erfüllung der Verpflichtung gegenüber dem Kunden als Erlös zu erfassen ist. Zinserträge wurden nach Zeitablauf unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung erfasst. Principal vs. Agent-Entscheidung im Zusammenhang mit der Realisierung von UmsatzerlösenDie Einschätzung, ob HHS und DATAGROUP bei bestimmten Absatzgeschäften als Prinzipal oder Agent auftreten, ist eine stark ermessenbehaftete Fragestellung. Deshalb haben sich HHS und DATAGROUP in der Vergangenheit bestimmte Regelungen (Bilanzierungsrichtlinie) zur Behandlung dieser Fragestellung gegeben. Diese Bilanzierungsrichtlinie wurde im Wirtschaftsjahr 2022/2023 nochmal überarbeitet und letztendlich angepasst. Wenn an der Bereitstellung einer Leistungsverpflichtung an einen Kunden mehr als eine Partei beteiligt ist, ist gemäß IFRS 15 durch Beurteilung der Art der Zusage gegenüber dem Kunden festzustellen, ob HHS/DATAGROUP in dieser Transaktion als Prinzipal oder als Agent handelt. Besteht die Leistung von HHS/DATAGROUP darin, die Verpflichtungen aus dem Vertrag selbst zu erfüllen, übernimmt sie die Rolle des Prinzipals. Andernfalls erhält HHS/DATAGROUP keine Verfügungsgewalt über das Gut oder die Dienstleistung und tritt somit als Agent auf. Insbesondere deuten die folgenden Indikatoren darauf hin, dass HHS/DATAGROUP als Prinzipal anzusehen ist: - HHS und DATAGROUP sind für die Erfüllung der Zusage, das spezifische Gut zu liefern oder die spezifische Dienstleistung zu erbringen, primär verantwortlich. - HHS und DATAGROUP tragen vor der Übertragung des spezifischen Guts oder der spezifischen Dienstleistung auf den Kunden oder nach Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden (z.B. wenn dieser ein Rückgaberecht hat) ein Bestandsrisiko. - HHS und DATAGROUP verfügen bei der Festlegung des Preises für das spezifische Gut oder die spezifische Dienstleistung über Ermessensspielraum. Die korrekte Identifizierung der zu liefernden Leistungskomponente ist ein wichtiger Schritt bei der Bestimmung, ob HHS/DATAGROUP in einer Transaktion als Prinzipal oder als Agent tätig ist. Bei zahlreichen Transaktionen, insbesondere solchen, die materielle Güter zum Gegenstand haben, ist die Identifizierung des spezifizierten Guts oder der spezifizierten Dienstleistung grundsätzlich eindeutig. Diese Beurteilung kann jedoch beträchtliches Maß an Ermessensausübung erfordern, z.B. wenn Leistungskomponenten in materiellen Gütern auch Leistungskomponenten in immateriellen Gütern beinhalten. Dabei spielt die Frage, welche Zusage der Kunde tatsächlich erwartet hat, eine entscheidende Rolle. Insbesondere dann, wenn die spezifizierte Leistungskomponente im Bündel unter der teilweisen Einbeziehung einer anderen Partei erbracht wird. Hierbei ist bei der Zuordnung der Verfügungsgewalt einer gebündelten Leistungskomponente ausschlaggebend, wer über die Leistungskomponenten vor dem Übergang auf den Kunden die Verfügungsgewalt im Wesentlichen hat. Kommt man nach Berücksichtigung der Vorschrift in IFRS 15.33 zu dem Schluss, dass die Verfügungsgewalt über die gebündelte Leistungskomponente nicht bei der anderen Partei liegt, bevor diese Leistungskomponente auf den Kunden übertragen wird, ist die Transaktion als Prinzipal zu werten. Ist dies nicht der Fall, liegt eine Transaktion als Agent vor. Wenn ein Unternehmen eine signifikante Integrationsleistung über die gebündelten Leistungskomponenten erbringt, um so die Erwartung des Kunden über die vertragliche Leistungszusage zu erfüllen, so besitzt das Unternehmen gemäß IFRS 15.B35A(c) die Verfügungsgewalt über die gebündelte Leistungskomponente, bevor dieses bzw. diese auf den Kunden übertragen wird. Denn das Unternehmen erlangt zunächst die Verfügungsgewalt über die einzelnen Leistungskomponenten von anderen Parteien (Integrationsleistungen Dritter), um darauffolgend das Bündel an Leistungskomponenten zu erstellen, das in einer vom Kunden erwarteten vertraglichen Leistungszusage besteht. Dabei ist zu berücksichtigen, welchen Umfang und welche Bedeutung die Integrationsleistungen Dritter bei der Bündelung der Leistungskomponenten haben. Vor dem Hintergrund der oben genannten Ausführungen haben HHS und DATAGROUP die folgenden Leistungsverpflichtungen identifiziert, die einer genaueren Untersuchung bezüglich der Rolle von HHS/DATAGROUP als Prinzipal oder Agent unterzogen wurden: - Bereitstellung von Gewährleistung, Wartung und Garantie für den Kunden - Bereitstellung von Standardsoftware für den Kunden Bereitstellung von Gewährleistung, Wartung und Garantie für den KundenSoweit es sich bei der Bereitstellung von Gewährleistung, Wartung oder Garantie um eine eigenständige Leistungsverpflichtung handelt, wird die Einschätzung der Rolle von HHS und DATAGROUP nach dem folgenden Kriterium vorgenommen: Immer dann, wenn die Leistung vollständig oder zu einem überwiegenden Anteil von HHS/DATAGROUP selbst durchgeführt wird, agiert HHS/DATAGROUP als Prinzipal. In allen anderen Fällen wird die Rolle von HHS/DATAGROUP als Agent angesehen. Bereitstellung von Standardsoftwarelizenzen für den KundenHHS und DATAGROUP erbringen in vielen Fällen ein Bündel von Dienstleistungen an ihre Kunden, in dem auch die Bereitstellung von immateriellen Gütern, insbesondere verschiedenen Softwarelizenzen, enthalten ist. Im Rahmen dieser Kundenverträge entsteht aus Sicht von HHS und DATAGROUP bei der Frage der Abgrenzung von Prinzipal und Agent die Notwendigkeit einer sehr ermessensbehafteten Bilanzierungsentscheidung. Dies besteht insbesondere bezüglich der Abgrenzung der Leistungsverpflichtungen sowie der Einschätzung von verschiedenen Integrationsleistungen, die HHS und DATAGROUP im Rahmen der Kundenverträge durchführt. Nach der im Geschäftsjahr 2022/2023 durchgeführten Überarbeitung der Bilanzierungsrichtlinie sieht sich HHS/DATAGROUP bei der Bereitstellung von Standardsoftwarelizenzen immer in der Rolle des Agenten, soweit sie keine signifikanten Veränderungen (Veredelungen) an der dem Kunden zur Verfügung gestellten Software vornimmt. Tritt HHS/DATAGROUP als Prinzipal auf, werden die Umsatzerlöse brutto (im Posten Umsatzerlöse, gegenübergestellt die Materialaufwendungen bzw. Aufwendungen für bezogene Leistungen) erfasst und HHS/DATAGROUP hat die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen, bevor diese an den Kunden übertragen werden. Tritt HHS/DATAGROUP als Agent auf, werden die Umsatzerlöse netto erfasst (nur die Gebühren bzw. Provisionen sind zu erfassen für die Vermittlung) und hat dafür Sorge zu tragen, dass die Güter oder Dienstleistungen durch ein anderes Unternehmen bereitgestellt werden. Wertminderungsmodell nach IFRS 9Die Finanzinstrumente werden wie folgt klassifiziert:
Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Finance-Lease-Verträgen mit Kunden resultieren insbesondere aus dem Projektgeschäft. Die erwarteten Verluste für diese Aktiva wurden anhand eines zweistufigen Modells ermittelt. Soweit für Kunden Ratings vorliegen, werden diese für die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten herangezogen (Schritt 1). Ist dies nicht der Fall, basiert die Kalkulation der erwarteten Verluste auf tatsächlichen Ausfällen der Vergangenheit (Schritt 2). In Schritt eins ergaben sich Ausfallwahrscheinlichkeiten von weniger als 0,01 Prozent. Aus den tatsächlichen Ausfällen der Vergangenheit ergab sich im zweiten Schritt keine Ausfallwahrscheinlichkeit für die verbleibenden Positionen. Insgesamt wurde deshalb aus Wesentlichkeitsgründen auf eine Wertberichtigung verzichtet. Die Ausfallwahrscheinlichkeit für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde anhand von historischen, tatsächlichen Ausfällen von Forderungen ermittelt. Die Ermittlung erfolgte auf Basis einzelner Gesellschaften, es ergaben sich keine Unterschiede zu den bisher ermittelten Abwertungen. Die erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit liegt insgesamt bei weniger als 0,1 %, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden um 500.596,89EUR (im Vorjahr 471.001,87 EUR) für zu erwartenden Verluste wertgemindert. Darüber hinaus hat der Konzern in der Berichtsperiode Wertminderungen in Höhe von -3.096.971,95EUR (im Vorjahr 3.837.303,43 EUR) für einzelne Sachverhalte vorgenommen, in denen die konkreten Umstände zu einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit des Ausfalls führen. Für die Zahlungsmittel und die sonstigen Vermögenswerte werden keine wesentlichen Wertminderungen gebildet. Die erwarteten Verluste bei den Zahlungsmitteln und sonstigen Vermögenswerten werden auf Grundlage von vorliegenden Ratings ermittelt. Liegen keine Ratings vor, so werden die erwarteten Verluste anhand von historischen Ausfällen verarbeitet. Für die Zahlungsmittel und sonstigen Vermögenswerte ergaben sich keine wesentlichen Ausfallwahrscheinlichkeiten, deshalb wurde auf eine Wertberichtigung verzichtet. Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder FirmenwertUnternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert, ein gegebenenfalls entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines Geschäfts- oder Firmenwertes bemessen sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und dem Wert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen einerseits über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des gekauften Unternehmens andererseits. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Liegt die Gesamtgegenleistung (Initialkaufpreis, Wert von Earn Out- und sonstigen Verpflichtungen) unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Eine Zuschreibung einmal vorgenommener Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt nicht. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich (zum 30.09. des Jahres) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hinweisen, dass der Wert gemindert sein könnte. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestimmt, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Wertminderungstests des Geschäfts- oder Firmenwertes und der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter NutzungsdauerDie im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet: - Die zahlungsmittelgenerierende dem DATAGROUP-Teilkonzern zuzurechnende Einheit "Services" beinhaltet alle Tochtergesellschaften, die primär IT-Dienstleistungen erbringen. - Die zahlungsmittelgenerierende dem DATAGROUP-Teilkonzern zuzurechnende Einheit "Solutions und Consulting" umfasst die Konzerngesellschaften, deren Leistungsangebot aus hoch qualifizierten und spezialisierten Technologie- und Lösungsberater*innen sowie Software-Entwickler*innen besteht. - Der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Data Capturing Solutions" gehören die Konzernunternehmen an, die auf die Entwicklung und Produktion von Hochleistungsscannern und Beleglesern fokussiert sind. - Der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Communication Engineering and Technology" gehören die Konzernunternehmen an, deren Geschäftsfeld den Fernmeldebau, die Kommunikationstechnik und den Kabelschachtbau umfasst. - Die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Property Management" betrifft ein Konzernunternehmen, das Immobilien hält und verwaltet. Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
Der erzielbare Betrag aller zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzgl. Veräußerungskosten (Fair Value less Cost to Sell) mit Hilfe eines Discounted Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die zugrunde gelegten Cashflows basieren auf einer vom Management verabschiedeten Budgetplanung. Zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen für zukünftige Jahre wurde auf eine Wachstumsrate von 1 % abgestellt. Diese Wachstumsrate entspricht der vom Management langfristig erwarteten Wachstumsrate für die IT-Services-Branche. In Folge dieser Analyse konnten keine Anzeichen einer Wertminderung festgestellt werden. Grundannahmen für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzgl. Veräußerungskosten beziehen sich auf die Abzinsungssätze und die Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen für die Mehrjahresplanung zugrunde gelegt wurde. AbzinsungssätzeDie risikoadjustierten Diskontierungszinssätze werden auf der Basis von Peergroup-Informationen für Beta-Faktoren, Fremdkapitalkosten sowie Verschuldungsgrad ermittelt. Der Abzinsungssatz berücksichtigt damit die Risiken des Konzerns und seiner Segmente und Gesellschaften, die sich für eine vergleichbare Anlage am Kapitalmarkt ergeben würden. Der verwendete Kapitalkostensatz (WACC) lag zum Bewertungsstichtag bei 8,55 % (im Vorjahr 6,63 %). Sensitivität der getroffenen AnnahmenIm Rahmen des Wertminderungstests wurden Szenario-Analysen mit abweichenden Annahmen erstellt. So wurden Vergleichsrechnungen mit einer Schwankung des Abzinsungssatzes um 100 Basispunkte sowie der Wachstumsrate um 1,0 % kalkuliert. Keines der für möglich gehaltenen Szenarien führte zu einem Übersteigen des Buchwerts über den beizulegenden Zeitwert. Übrige immaterielle VermögenswerteDie übrigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere Marken, Auftragsbestände, Kundenstämme, selbst erstellte und erworbene Software, Lizenzen sowie Wettbewerbsverbote. Erworbene immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmbaren Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und unter Berücksichtigung etwaiger außerplanmäßiger Wertminderungen bilanziert. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im HHS-Konzern zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Marken werden in Höhe des Nutzens angesetzt, der sich aus dem Markennamensrecht ergibt. In Zusammenhang mit der DATAGROUP-Dachmarkenstrategie wird in der Regel davon ausgegangen, dass erworbene Unternehmen mittelfristig die Firmenbezeichnung "DATAGROUP" erhalten. Aus diesem Grund wird für erworbene Marken von einer begrenzten Nutzungsdauer ausgegangen. Die Anschaffungskosten für die aktivierten Marken werden linear auf die ermittelte Nutzungsdauer abgeschrieben. Auftragsbestände und Kundenstämme sowie Wettbewerbsverbote werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Wertermittlung von in Zusammenhang mit Unternehmenserwerben entstandenen Auftragsbeständen und Kundenstämmen sowie Wettbewerbsverboten orientiert sich am Nutzen für das erwerbende Unternehmen. Es wird von Nutzungsdauern von eins bis neun Jahren ausgegangen. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38.57 erfüllt sind. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte mit einer zeitlich bestimmten Nutzungsdauer werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter linearer Abschreibungen und unter Berücksichtigung etwaiger außerplanmäßiger Wertminderungen bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert in einen betriebsbereiten, nutzungsfähigen Zustand zu versetzen. Aufwendungen für die Forschung werden in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im HHS-Konzern bei drei bis zehn Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode. Da immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben werden, wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich durch einen Werthaltigkeitstest nachgewiesen. Können den einzelnen Vermögenswerten keine eigenen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, so wird die Werthaltigkeit auf der Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten getestet. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung ganz oder teilweise entfallen sind, wird eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgswirksam verbucht. SachanlagenSachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Sachanlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt im HHS-Konzern im Regelfall zwischen einem und 15, in Einzelfällen auch bis zu 33 Jahren. Die Ermittlung der Abschreibungen erfolgt nach der linearen Methode. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung. Liegt dabei der erzielbare Betrag ("Recoverable Amount") unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sobald die Ursachen für die in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen nicht mehr gegeben sind, wird eine Zuschreibung höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Nach dem einheitlichen Leasingnehmerbilanzierungsmodell hat der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht (right of use asset) an dem Leasinggegenstand zu aktivieren und eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingzahlungen zu passivieren. Für die Bewertung des right of use asset sind die Anschaffungskosten bei Zugang maßgeblich. Die Anschaffungskosten bestehen aus dem Zugangswert der Leasingverbindlichkeit, den Leasingzahlungen, von denen die Anreizzahlungen abgezogen werden, und aus dem mit dem Erwerb des Leasinggegenstands verbundenen direkten Kosten. Die Leasingverbindlichkeit ergibt sich aus dem Barwert der Leasingzahlungen während der Vertragsdauer. Es handelt es sich im Wesentlichen um Immobilien- und Kfz-Leasingverhältnisse. Aktivierte VertragskostenUnter diesem Posten werden die in der Transitionsphase von Kundenverträgen angefallenen und über die Betriebsphase als Aufwand zu verteilenden Vertragserfüllungskosten ausgewiesen. Aktiviert werden ausschließlich aufgelaufene Kosten, eine (anteilige) Aktivierung von Deckungsbeiträgen erfolgt nicht. Die für die Transitionsphase dem Kunden in Rechnungen gestellten Beträge werden nicht in dieser Position verarbeitet, sondern als Vertragsverbindlichkeit passivisch abgegrenzt. Durch die Auflösung des passivischen Abgrenzungspostens entstehen Umsatzerlöse verteilt über die vertraglich vereinbarte Betriebsphase. Die aktivierten Vertragskosten werden regelmäßig einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Es kommt zu einem Wertminderungsaufwand, wenn die verbleibenden Teile der zu erhaltenden Gegenleistung die unmittelbar zuordenbaren Kosten übersteigen. Ein solcher Wertminderungstest wurde im Berichtsjahr im Zusammenhang mit einem Großprojekt aus dem Finanzdienstleistungsbereich durchgeführt, in dem die für zukünftige Perioden geplanten Kosten die zu erwartenden Gegenleistungen übersteigen. Im Jahr 2019/2020 wurden aktivierte Vertragskosten in Höhe von 5.335.000,00 EUR abgewertet. Sie betrafen das Segment Services. Forderungen aus FinanzierungsleasingIn dieser Position werden Forderungen gegenüber Kunden auf verkaufsseitigen Finanzierungsleasingverträgen ausgewiesen. Aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen wird der Umsatz aus diesen Vereinbarungen regelmäßig dann realisiert, wenn die zur Verfügung gestellten Vermögensgegenstände beim Kunden einsatzbereit sind und vom Kunden abgenommen wurden. Dies führt zur Aktivierung von entsprechenden Darlehensforderungen, die über die Laufzeit des zugrundeliegenden Vertrages zurückgeführt werden (Annuitätendarlehen). VorräteDie Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bestimmen sich auf der Basis der gewichteten Durchschnittskosten. Als Nettoveräußerungswerte werden dabei die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen wird in den Umsatzerlösen verarbeitet. VertragsvermögenswerteVertragsvermögenswerte sind dann anzusetzen, wenn aufgrund der Erfüllung einer vertraglichen Leistungsverpflichtung Erlöse erfasst worden sind, bevor der Kunde eine Zahlung geleistet hat bzw. bevor - unabhängig von der Fälligkeit - die Voraussetzungen für die Rechnungstellung und damit den Ansatz einer Forderung vorliegen. Soweit das Ergebnis eines Fertigungsauftrages verlässlich geschätzt werden kann und soweit die Voraussetzungen des IFRS 15.35c erfüllt sind (keine alternative Nutzungsmöglichkeit durch den Kunden, Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistung inklusive adäquater Gewinnmarge), werden die für den einzelnen Auftrag zu erwartenden Gesamterlöse entsprechend dem Leistungsfortschritt, also dem Verhältnis der bereits erbrachten zu den insgesamt zu erwartenden Gesamtkosten des einzelnen Projektes, aktiviert. Change Requests fließen in die Bewertung der aktivierten Fertigungsaufträge ein. Erkennbare Verluste werden sofort und in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt. Bereits erhaltene Anzahlungen werden von den Fertigungsaufträgen abgesetzt. Soweit keine verlässliche Schätzung des Ergebnisses möglich ist, werden die angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert. Ein zu erwartender Verlust wird als Aufwand berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Gesamterlöse werden neben ursprünglich im Vertrag vereinbarten Erlösen auch Zahlungen für Change Requests zugrunde gelegt. Als Finanzvermögenswerte gehaltene ImmobilienSoweit Immobilien nicht für den Geschäftsbetrieb des HHS-Konzerns genutzt, sondern zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden, werden diese zum beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet. Ausstattungsgegenstände, die integraler Bestandteil des Gebäudes sind, werden in die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes miteinbezogen. FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Zu den Finanzinstrumenten zählen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzschulden. Andererseits gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente wie Optionen, Termingeschäfte sowie Zins- und Währungsswaps. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden werden wie folgt kategorisiert: 1. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 2. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, erfolgswirksam bewertet zum beizulegenden Zeitwert 3. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, erfolgsneutral bewertet zum beizulegenden Zeitwert Beim erstmaligen Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, bei Kategorie 1 zuzüglich angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten der ersten Kategorie erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten oder unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt, deren Bildung und Auflösung erfolgswirksam erfolgt. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der zweiten Kategorie werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Marktwertschwankungen sind erfolgswirksam zu behandeln. Gemäß IFRS 7.25 ist für jede Kategorie an Finanzinstrumenten der beizulegende Zeitwert anzugeben. Die für jede einzelne Finanzinstrumente-Kategorie anzugebenden beizulegenden Zeitwerte entsprechen durchweg den Buchwerten. Dies gilt unmittelbar für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Kategorien 2 und 3 (Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden). Für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Kategorie 1 (Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden) ist der Buchwert als ein hinreichender Annäherungswert an den beizulegenden Zeitwert anzusehen. Zur Bestimmung der Effektivität für die Zeitwert-Angabe der Finanzinstrumente werden die folgenden drei Stufen unterschieden: Stufe 1: Die Bewertung beruht auf an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten unverändert übernommenen notierten Preisen. Stufe 2: Die Bewertung erfolgt anhand von Inputfaktoren, die sich für den Vermögenswert oder dieVerbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Stufe 3: Die Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten orientiert sich an nicht aufbeobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren. Derivative FinanzinstrumenteSowohl die erstmalige Bilanzierung als auch die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Änderung der beizulegenden Zeitwerte kann erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral durch eine Verrechnung im Eigenkapital - unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung - erfasst werden. Hierbei ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung eingebunden ist. Besteht zwischen dem Sicherungsgeschäft und dem gesicherten Grundgeschäft keine wirksame Sicherungsbeziehung (ineffektiver Teil), wird die Wertänderung der beizulegenden Zeitwerte grundsätzlich erfolgswirksam berücksichtigt. Sonstige VermögenswerteSonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Barwerten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Ausfallrisiko durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der Forderung. Rückstellungen für PensionenRückstellungen für leistungsorientierte Pläne werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren in Übereinstimmung mit IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer*innen" ermittelt. Die Versorgungsverpflichtung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und berücksichtigt dabei auch künftig wahrscheinliche Erhöhungen von Renten und Gehältern. Das Planvermögen wird zu Marktwerten mit der Versorgungsverpflichtung saldiert. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach Berücksichtigung von latenten Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital - unter Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung - erfasst. Sonstige RückstellungenRückstellungen werden für gegenwärtige, aufgrund eines vergangenen Ereignisses begründete ungewisse Verpflichtungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich zu einem zukünftigen Ressourcenabfluss führen werden. Der Betrag der Verpflichtung muss verlässlich ermittelbar sein und berücksichtigt alle erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgt mit der bestmöglichen Schätzung des Erfüllungsbetrages, wobei eventuell vorhandene Rückgriffsansprüche nicht verrechnet werden. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Effekt wesentlich ist, mit ihrem laufzeitadäquat abgezinsten Barwert angesetzt. Soweit eine zuverlässige Schätzung nicht möglich ist, wird keine Rückstellung bilanziert, sondern eine Eventualverbindlichkeit im Anhang angegeben. VertragsverbindlichkeitenEine Vertragsverbindlichkeit ist anzusetzen, sofern der Kunde eine Zahlung geleistet hat bzw. eine Forderung gegenüber dem Kunden fällig wird, bevor die zugrunde liegende vertragliche Leistungsverpflichtung erfüllt worden ist und damit Erlöse erfasst wurden. Unter den Vertragsverbindlichkeiten werden auch die in der Transitionsphase von Kundenverträgen angefallenen, für die Transitionsphase dem Kunden in Rechnung gestellten Beträge passiviert. Durch die Auflösung des passivischen Abgrenzungsposten entstehen Umsatzerlöse verteilt über die vertraglich vereinbarte Betriebsphase. Sonstige VerbindlichkeitenSonstige Verbindlichkeiten werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst und anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. SteuernDer tatsächliche Ertragsteueraufwand wird auf der Basis des zu versteuernden Einkommens und unter Heranziehung der für das einzelne Unternehmen anzuwendenden Steuersätze ermittelt. Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und tatsächliche Steuerverbindlichkeiten werden mit dem Betrag angesetzt, der zu erwarten ist. Latente Steuern werden nach IAS 12 "Ertragsteuern" unter Anwendung der bilanzorientierten Liability-Methode auf temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und in der Konzernbilanz errechnet. Ferner werden latente Steueransprüche auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen erwirtschaftet werden wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird der unternehmensindividuelle Steuersatz verwendet. Dieser Steuersatz entspricht dem erwarteten Steuersatz für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld beglichen wird. Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt nur insoweit, als dass eine Identität der Steuergläubiger besteht. Leasingverhältnisse, NutzungsrechteBei Leasingverhältnissen im Sinne des IFRS 16 setzt der Leasingnehmer zu Beginn der Laufzeit des Leasingvertrages Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe, nämlich zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes bzw. zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen an. In nachfolgenden Perioden werden für die Ermittlung des bilanzierten Darlehens die Leasingzahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil zerlegt. Die Finanzierungskosten sind so über die Laufzeit des Vertrages zu verteilen, dass ein konstanter Zinssatz auf die jeweils verbleibende Restschuld entsteht. Der Wert, mit dem der Vermögenswert zu Beginn aktiviert wird, wird, unter Berücksichtigung eines möglicherweise vereinbarten Restwertes linear über die Laufzeit des Vertrages abgeschrieben. Beim Leasinggeber wird zu Beginn des Leasingvertrages eine Forderung in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die eingehenden Leasingraten werden in gleicher Weise wie beim Leasingnehmer in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgesplittet. Der Leasingnehmer hat nach dem einheitlichen Leasingnehmerbilanzierungsmodell ein Nutzungsrecht ("right of use asset") an dem Leasinggegenstand zu aktivieren und eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingzahlungen zu passivieren. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Immobilien- und Kfz-Leasingverhältnisse sowie um Hard- und Software. Für die Bewertung des "right of use asset" sind die Anschaffungskosten bei Zugang maßgeblich. Die Anschaffungskosten entsprechen dem Zugangswert der Leasingverbindlichkeit. Die Leasingverbindlichkeit ergibt sich aus dem Barwert der Leasingzahlungen während der Vertragsdauer. Bei der Ermittlung der Leasingzahlungen sind feste Zahlungen einschließlich de facto Leasingzahlungen sowie variable Zahlungen, die durch einen Index oder Zinssatz beeinflusst werden, zu berücksichtigen. Vor dem Leasingverhältnis geleistete Zahlungen können nicht der Leasingverbindlichkeit zugeordnet werden, weil vorherige Zahlungen keine Verbindlichkeit begründen. Für die Diskontierung der Leasingzahlungen ist der Zinssatz anzuwenden, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt. Wenn der Zinssatz nicht bestimmt werden kann, ist der Grenzfremdkapitalzinssatz anzuwenden, der sich auf eine vergleichbare Finanzierung bezieht. Das Nutzungsrecht wird in der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dadurch sind planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen sowie auch Wertänderungen der Leasingverbindlichkeit zu beachten. Die Vertragsdauer des Leasingverhältnisses wird als unkündbarer Zeitraum definiert, der Verlängerungsoptionen, Kaufoptionen und Kündigungsrechte beinhalten kann. Damit diese Optionen bzw. Rechte bei der Ermittlung der Vertragsdauer berücksichtigt werden können, müssen sie mit hinreichender Sicherheit durch den Leasingnehmer ausgeübt bzw. nicht ausgeübt werden. Um die Wahrscheinlichkeit der Ausübung bzw. Nichtausübung beurteilen zu können, sind alle wichtigen Tatsachen und Umstände darauf zu untersuchen, ob sie beim Leasingnehmer einen wirtschaftlichen Anreiz auslösen. Eine Neubewertung der Vertragsdauer des Leasingverhältnisses ist immer dann erforderlich, wenn sich der unkündbare Zeitraum ändert. Relevante Ereignisse, die einen Einfluss auf die Ausübungswahrscheinlichkeit der Optionen haben, sind ebenfalls in die Neubewertung der Vertragsdauer einzubeziehen. Die Erleichterungen nach IFRS 16.5 für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie für geringwertige Vermögenswerte werden teilweise in Anspruch genommen. Als kurzfristig werden Leasingverhältnis mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr eingestuft, die Wertgrenze für die Einstufung als geringwertiger Vermögenswert beläuft sich auf 4.000 EUR. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden grundsätzlich in der Periode erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge erfasst, in der die Aufwendungen anfallen, für deren Kompensation die Zuwendungen bereitgestellt werden. Eine Erfassung als Ertrag unterbleibt, soweit nicht mit hinreichender Sicherheit gewährleistet werden kann, dass die für die Gewährung der Zuwendung zu erfüllenden Bedingungen auch erreicht werden können. 2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung2.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse des HHS-Konzerns sind um 9,5 % gestiegen (im Vorjahr um 7,7 %). Dieses Wachstum wurde organisch wie anorganisch erreicht. Den Großteil der Umsatzerlöse (83,4 %, im Vorjahr 82,1 %) erzielt HHS/DATAGROUP aus Dienstleistungs-, Bauleistungs- und Wartungsverträgen, was der strategischen Ausrichtung des Konzerns entspricht. Der Anteil der Handels- und Produktionserlöse vom Gesamtumsatz hat sich von 17,8 % im Vorjahr auf 16,55 % reduziert. Das Auslandsgeschäft spielt für den HHS-Konzern weiterhin eine untergeordnete Rolle. Weitere ausführliche Informationen zu der Entwicklung der Umsatzerlöse befinden sich im Lagebericht unter Abschnitt 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des HHS-Konzerns. 2.2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
2.3 Materialaufwand / Aufwand für bezogene LeistungenDer Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Die Erhöhung des Materialaufwands resultiert im Wesentlichen aus Neuakquisitionen sowie auch aus der Erhöhung der Handelsumsätze. 2.4 PersonalaufwandDer Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
2.5 AbschreibungenDie Abschreibungen beziehen sich auf nachfolgende Vermögenswerte:
Der Posten enthielt im Geschäftsjahr 2022/2023 außerordentliche Abschreibungen in Höhe von 508.714,36 EUR. Die Abschreibungen auf im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven und Lasten belaufen sich auf 7.659.020,02 EUR (Vorjahr 9.892.983,12 EUR). Auf Nutzungsrechte entfallen Abschreibungen über 19.920.304,95 EUR (Vorjahr 18.870.584,81 EUR). 2.6 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen folgendes Bild:
Die Raumkosten beinhalten im Wesentlichen Mietnebenkosten. Die Reise- und Fahrzeugkosten beinhalten unter anderem Nichtleasingkomponenten aus den Kfz-Leasingverträgen, z. B. Servicepauschalen. Die Reisekosten waren im Geschäftsjahr 2021/2022 zunächst noch coronabedingt beeinflusst. Der vollständige Wegfall von Coronamaßnahmen führte zu einem Wiederaufleben von Präsenzveranstaltungen und folglich zu einem deutlichen Anstieg der Aufwendungen im Geschäftsjahr 2022/2023. Durch vermehrte Präsenzveranstaltungen sind im Geschäftsjahr 2022/2023 analog ebenfalls die Werbekosten angestiegen. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind dem HHS-Konzern im Geschäftsjahr in überschaubarem Umfang entstanden. Hinsichtlich der Entwicklungsaktivitäten des HHS-Konzerns sei verwiesen auf die Ausführungen unter Konzernlagebericht Abschnitt 8. Sonstige Angaben - Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im Geschäftsjahr als Aufwand verbuchte, direkt zurechenbare Aufwendungen sind nicht entstanden. Die Position "Sonstige" enthält insbesondere Aufwendungen aus Anlagenabgängen, der Erhöhung von Garantierückstellungen und Einzelwertberichtigungen sowie Forderungsverluste. Aus Währungskursdifferenzen wurden 83.966,22 EUR (im Vorjahr 71.195,47 EUR) erfasst. 2.7 FinanzergebnisDas Finanzergebnis ergibt sich wie folgt:
2.8 ErtragsteuernAls Ertragsteuern werden neben den tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen:
In den latenten Steuern aus zeitlichen Bewertungsunterschieden sind Steuern, die auf Abschreibungen für im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierten Vermögensgegenständen entfallen, in Höhe von 2.249.086,00 EUR (im Vorjahr 2.880.092,80 EUR) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag werden von den HHS-/DATAGROUP-Unternehmen überwiegend in Deutschland gezahlt. Die individuellen Steuersätze liegen - abhängig von den gewerbesteuerlichen Hebesätzen der verschiedenen Gemeinden - zwischen 27,025 % und 34,025 % (Vorjahr 27,025 % und 33,850 %). Der konzerneinheitliche Steuersatz wurde, wie im Vorjahr als gewichteter Mittelwert mit 31,6 % ermittelt. Ausgehend von diesem konzerneinheitlichen Steuersatz kann der rechnerisch zu erwartende Steueraufwand auf das tatsächliche Steuerergebnis wie folgt übergeleitet werden:
Die tatsächliche Steuerquote beträgt im Geschäftsjahr 2022/2023 32,54 % (Vorjahr 44,18 %). Der Steueraufwand sowohl des Geschäftsjahres als auch des Vorjahres waren durch erhebliche Sondereffekte gekennzeichnet. Der hohe Steueraufwand resultiert aus der Nichtaktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge. Im Geschäftsjahr 2022/2023 konnten im Zusammenhang mit der Ketteneinbringung der DATAGROUP BIT Hamburg GmbH in die DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbH und dem anvisierten Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages zwischen beiden Gesellschaften latente Steuern auf Verlustvorträge, die bisher mit 0,00 EUR bewertet wurden, aktiviert werden. Die Höhe der nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge beträgt im Geschäftsjahr 6.700.000,00 EUR. 2.9 Sonstiges Ergebnis
Der positive Effekt aus der Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen betrifft die Bewertung der Pensionsrückstellungen (versicherungsmathematischer Gewinn) und resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der der Kalkulation der Rückstellung zugrundeliegenden Rechnungszinsen gegenüber dem 30.09.2022. 3 Erläuterungen zur Konzernbilanz3.1 Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- und Firmenwert hat sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert:
Der Zugang des Geschäfts- und Firmenwerts im Segment "Services" resultiert aus dem Zukauf der systemzwo-Gruppe (4.278.095,51 EUR) und der Almato AI GmbH (1.307.000,00 EUR). Zu Einzelheiten siehe Abschnitt 1.5.1. Definition des Konsolidierungskreises. 3.2 Übrige immaterielle VermögenswerteDie übrigen immateriellen Vermögenswerte setzen sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag wie folgt zusammen:
Für die aktivierten Auftragsbestände wurde eine wirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen zwei und fünf Jahren festgelegt, die Kundenbeziehungen unterliegen Nutzungsdauern von in der Regel drei bis neun Jahren, in Einzelfällen von bis zu fünfzehn Jahren. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden in der Regel innerhalb von drei bis fünf Jahren abgeschrieben, in Ausnahmefällen auch innerhalb von bis zu fünfzehn Jahren. Für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte gelten Nutzungsdauern zwischen drei und zehn Jahren. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind dem HHS-Konzern im Geschäftsjahr in überschaubarem Umfang entstanden. Hinsichtlich der Entwicklungsaktivitäten des HHS-Konzerns sei verwiesen auf die Ausführungen im Konzernlagebericht Abschnitt 7. Sonstige Angaben - Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im Geschäftsjahr als Aufwand verbuchte, direkt zurechenbare Aufwendungen sind nicht entstanden. 3.3 Sachanlagen
Unter den Sachanlagen werden gemäß IFRS 16 zu aktivierende Nutzungsrechte in folgendem Umfang bilanziert:
Die Sachanlagen unterliegen Nutzungsdauern zwischen einem und fünfzehn, in Einzelfällen auch bis zu 33 Jahren. 3.4 Als Finanzvermögenswerte gehaltene ImmobilienUnter den als Finanzvermögenswerte gehaltene Immobilien wird eine Immobilie, das Objekt Hacienda, ausgewiesen, die als Finanzanlage zur Erzielung von Mieterträgen und zur Wertsteigerung gehalten wird. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Da die Immobilie am 13.08.2020 erworben worden ist und sich keine Anhaltspunkte ergeben haben, dass sich der Zeitwert der Immobilie geändert haben könnte, wurde der erzielte Kaufpreis zuzüglich nachträglicher Anschaffungsnebenkosten der Bewertung zugrunde gelegt. Ein Gutachten wurde nicht eingeholt. Mit dem Objekt Hacienda wurden Mieterlöse über 650.094,19 EUR erzielt. Die Aufwendungen für den Betrieb beliefen sich auf 841.290,78 EUR (inklusive Abschreibungen). Das im Jahr 2021 erworbene, im Geschäftsjahr 2021/2022 erstmalig konsolidierte Objekt Hahnenhof befindet sich noch in der Projektierungsphase. Das im Jahr 2020 erworbene, im Geschäftsjahr erstmalig konsolidierte Objekt Sarah befindet sich noch in der Projektierungsphase. 3.5 Langfristige sowie kurzfristige FinanzvermögenswerteDie Finanzvermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere zwei Projektgesellschaften im Segment Bauträgergewerbe, die Beteiligungen ein Engagement in der Branche IT-Lösungen für das Gesundheitswesen (18,9 % an der Mesalvo-Gruppe) sowie eine neu gegründete Vorratsgesellschaft. 3.6 Aktivierte VertragskostenDie in der Transitionsphase angefallenen Vertragserfüllungskosten werden aktiviert und über die Betriebsphase als Aufwand verteilt. Die Veränderung der aktivierten Vertragskosten wird separat ausgewiesen - in einem eigenen Posten innerhalb der Gesamtleistung. Aktiviert werden ausschließlich aufgelaufene Kosten, eine (anteilige) Aktivierung von Deckungsbeiträgen erfolgt nicht. Die Werthaltigkeit der aktivierten Vertragskosten wird regelmäßig, zuletzt zum 30.09.2023, überprüft und ist von den Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung der jeweiligen Verträge mit dem Kunden abhängig. Die im Jahr 2020 vorgenommene Abwertung auf aktivierte Vertragskosten in Höhe von 5.335.000,00 EUR führt über die Folgejahre bis zum 30.09.2029 ratierlich zu einer Entlastung des Postens "Veränderung der aktivierten Vertragskosten". Eine weitere Umbewertung erfolgte nicht. Die aktivierten Vertragskosten betreffen im Wesentlichen mehrere Kundenprojekte im Bankenumfeld. Die für die Transitionsphase dem Kunden in Rechnungen gestellten Beträge werden nicht in dieser Position verarbeitet, sondern als Vertragsverbindlichkeit passivisch abgegrenzt. Durch die Auflösung des passivischen Abgrenzungsposten entstehen Umsatzerlöse verteilt über die Betriebsphase. 3.7 Langfristige sowie kurzfristige Forderungen aus FinanzierungsleasingDie Forderungen aus Finanzierungsleasing setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen aus Kunden-Leasing betreffen im Wesentlichen ein Groß-Projekt aus dem Finanzdienstleistungsbereich. Die angeschafften und dem Kunden bereitgestellten IT-Güter werden vorfinanziert und vom Kunden erst über die Laufzeit im Rahmen eines Managed Services beglichen. Der Finanzertrag aus Finanzierungsleasing betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 735.575,65 EUR (im Vorjahr 790.191,03 EUR). Erträge aus variablen Leasingzahlungen wurden nicht erzielt (im Vorjahr 0,00 EUR). 3.8 Übrige nicht-finanzielle Vermögenswerte
3.9 Latente Steuern
Die latenten Steuern auf Verlustvorträge unterliegen einer regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfung. Es wird untersucht, ob bzw. in welchem Umfang in den nächsten fünf Jahren damit zu rechnen ist, dass die bestehenden Verlustvorträge durch positive Ergebnisse der einzelnen Konzerngesellschaft in Anspruch genommen werden können. Derzeit werden ca. 7,1 Mio. Euro an latenten Steuern nicht genutzt. Die Bewertung von latenten Steuern auf Verlustvorträge führte zu einer deutlichen Verzerrung im Steuerergebnis mit einer Steuerquote von 44,2 % im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2022/2023 nährte sich die Steuerquote mit 32,5% wieder dem üblichen Niveau an. Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden 9.359.631,87 EUR (im Vorjahr 9.124.107,77 EUR) eigenkapitalmindernd erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu beeinflussen. Sie betreffen die Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen. 3.10 VorräteUnter den Vorräten werden folgende Vermögenswerte ausgewiesen:
Bei der Position "Fertige Erzeugnisse und Waren" handelt es sich im Wesentlichen um Hard- und Software. Von den Vorräten waren 550.611,73 EUR (im Vorjahr 807.153,06 EUR) als Sicherheit für Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verpfändet. Der diesbezügliche Kreditrahmen wurde zum 30.09.2023 wie auch im Vorjahr nicht in Anspruch genommen. 3.11 Vertragsvermögenswerte
3.12 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellten sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:
Das Factoringvolumen belief sich zum 30.09.2023 auf 13.018.413,62 EUR (im Vorjahr 12.271.635,09 EUR). Die Wertberichtigung hat sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt entwickelt:
Mit Ausnahme des geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalts - zum Teil im Handelsgeschäft vereinbart - sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht besichert. Damit unterliegt der HHS-Konzern dem Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen kann. Dem wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen sowie durch Verbuchung weiterer Abschläge zur Berücksichtigung darüber hinaus gehender erwarteter Wertminderungen Rechnung getragen. 3.13 Sonstige kurzfristige VermögenswerteDie sonstigen unter den kurzfristigen Aktiva ausgewiesenen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Position "Sonstige" betrifft im Wesentlichen im Voraus bezahlte Leistungen. 3.14 ZahlungsmittelDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten ausschließlich Sichtguthaben bei Banken und Kassenbestände:
3.15 EigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals kann aus den Übersichten der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 25.000 Anteile mit einem Nennwert von 1,00 EUR. Das gezeichnete Kapital beträgt 25.000,00 EUR und ist voll eingezahlt. KapitalrücklageIn die Kapitalrücklage der HHS Verwaltungs GmbH beträgt zum 30.09.2023 unverändert 10.000,00 EUR. Erwirtschaftetes KonzerneigenkapitalIn der Gesellschafterversammlung der HHS Verwaltungs GmbH vom 13.09.2024 wurde beschlossen, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022/2023 über 2.038,51 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. In der Gesellschafterversammlung der HHS Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG vom 13.09.2024 erfolgte der Beschluss, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 über 4.583.134,77 EUR auf die Gesellschafterkonten gutzuschreiben. In der Gesellschafterversammlung der HHS Vermietungs GmbH & Co. KG vom 13.09.2024 erfolgte der Beschluss, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 über 279.919,93 EUR auf das Gesellschafterkonto gutzuschreiben. Diese Gutschriften auf die Gesellschafterkonten betreffen die Mehrheitseigentümer des HHS-Konzerns; der Gesamtbetrag über 4.863.054,70 EUR wird als Ausschüttung an die Mehrheitsgesellschafter gezeigt. An Minderheitsaktionäre der DATAGROUP SE erfolgte im Geschäftsjahr eine Ausschüttung in Höhe von -4.253.855,10 EUR (im Vorjahr 3.867.141,00 EUR), an Minderheitsgesellschafter der DATAWIN GmbH in Höhe von 1.358.435,80 EUR (im Vorjahr 0,00 EUR). Kumuliertes sonstiges KonzernergebnisÜber den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss in Höhe von 29.718.489,56 EUR (im Vorjahr 20.688.801,51 EUR) hinaus wurden 859.268,85 EUR (im Vorjahr 20.071.810,70 EUR) an kumuliertem sonstigem Ergebnis erzielt. Das sonstige Ergebnis betrifft die versicherungsmathematischen Gewinne aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit 1.240.126,47 EUR, die durch darauf entfallende latente Steuern über 380.857,62 EUR gemindert werden. Die Minderheitengesellschafter sind am sonstigen Ergebnis mit 398.872,60 EUR (im Vorjahr 9.594.436,11 EUR) beteiligt, der auf die HHS entfallende Betrag über 460.396,25 EUR (im Vorjahr 10.477.374,59 EUR) wird dem kumulierten sonstigen Konzernergebnis zugerechnet. Ein weiterer Effekt resultiert aus der Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung von Fremdwährungsabschlüssen unter Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode in Höhe von -9.268,50 EUR (im Vorjahr -12.827,23 EUR). Hieran waren die Minderheiten mit 0,00 EUR beteiligt, der auf die HHS entfallenden Betrag über -9.268,50 EUR wird dem Ausgleichsposten für Währungsumrechnung zugerechnet. Aus folgendem Sachverhalt ergaben sich zudem erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals: - Erwerb von 80.000 Aktien der DATAGROUP SE durch die HHS Beteiligungsgesellschaft Durch einen Kauf von 80.000 Aktien der DATAGROUP SE durch die HHS Beteiligungsgesellschaft kommt es zu einer aus Konzernsicht erfolgsneutralen Eigenkapitaltransaktion. Der Aktienerwerb führte zu einem Zahlungsmittelabfluss von 5.624.000 EUR. MinderheitenanteileUnter den Minderheitenanteilen sind zum 30.09.2023 ausgewiesen: - 45,46 % des Eigenkapitals der DATAGROUP SE mit diversen Tochtergesellschaften (DATAGROUP-Teilkonzern) sowie zusätzlich indirekt 49,00 % des Eigenkapitals der Cloudeteer GmbH - 11,00 % des Eigenkapitals der ARUBA Holding GmbH - 28,03 % des Eigenkapitals des DATAWIN-Teilkonzerns (DATAWIN GmbH und deren Tochtergesellschaften) - 10,00, % der DATABAU Holding SE und deren Tochtergesellschaften (DATABAU-Teilkonzern) - 5,50 % des Eigenkapitals der Hacienda Immobilienverwaltung GmbH sowie zusätzlich indirekt 20,00 % des Eigenkapitals der Hahnenhof Projektentwicklung GmbH Im Laufe des Geschäftsjahres hat die HHS Beteiligungsgesellschaft mbH 0,96 % der Anteile der DATAGROUP SE erworben. Damit mindert sich der Minderheitenanteil an der DATAGROUP SE und ihrer konsolidierten Tochterunternehmen von 46,42 % auf 45,46 % zurück. 3.16 Langfristige sowie kurzfristige FinanzverbindlichkeitenDie nachfolgenden Tabellen zeigen die Zusammensetzung und Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten zum 30.09.2023 und zum 30.09.2022:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen die Eigentümerfamilie. 3.17 Langfristige sowie kurzfristige RückstellungenDie Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Rückstellungen für PensionenDie Rückstellungen für Pensionen werden zur Abdeckung von leistungsorientierten Versorgungszusagen gegenüber einzelnen - zum Teil ehemaligen - Mitarbeiter*innen der DATAGROUP BIT Hamburg GmbH, der DATAGROUP Enterprise Services GmbH, der DATAGROUP Business Solutions GmbH, der DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbH, der DATAGROUP Operations GmbH, der URANO Informationssysteme GmbH sowie der DATAGROUP Stuttgart GmbH gebildet. Die für die Abdeckung der Pensionsverpflichtungen der DATAGROUP Enterprise Services GmbH, der DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbH und der DATAGROUP Operations GmbH notwendigen finanziellen Mittel werden teilweise durch einen Treuhänder verwaltet, für weitere Pensionsverpflichtungen der DATAGROUP Enterprise Services GmbH, der DATAGROUP Business Solutions GmbH sowie der URANO Informationssysteme GmbH bestehen zum Teil Rückdeckungsversicherungen. Für die Pensionsverpflichtungen der DATAGROUP BIT Hamburg GmbH und der DATAGROUP Stuttgart GmbH bestehen keine Rückdeckungen. Die HHS-/DATAGROUP-Gesellschaften tragen sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen. Beitragsorientierte Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen nur im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Im HHS-Konzern wurden im Geschäftsjahr 2022/2023 rund 19.387.361,23 EUR (im Vorjahr ca. 19.200.000,00 EUR) an Rentenversicherungsbeiträgen als Arbeitgeberanteil entrichtet. Die leistungsorientierten Verpflichtungen beruhen auf einzelvertraglichen Versorgungszusagen, die zum Teil durch Betriebsübergang nach § 613a BGB erworben wurden. Es handelt sich durchweg um geschlossene Versorgungssysteme; es ist derzeit nicht vorgesehen, dass weitere aktive Mitarbeiter*innen Ansprüche erwerben können. Verpflichtungen bestehen gegenüber Beschäftigten, Versorgungsempfänger*innen und auch gegenüber einzelnen ausgeschiedenen Mitarbeiter*innen mit unverfallbaren Versorgungsansprüchen. Auf Grundlage der bestehenden Versorgungsordnungen werden Altersrenten, Invaliditätsrenten sowie Witwen- und Waisenrenten gewährt. Die Höhe der Versorgungsansprüche ist in der Regel abhängig von der Anzahl der zurückgelegten Dienstjahre und vom Gehalt der Anspruchsberechtigten. Für einen Teil der Versorgungszusagen wird eine einmalige Todesfall-Leistung gewährt, soweit der Todesfall noch vor dem Erreichen des Rentenalters eintritt. Im sogenannten Erlebensfall, also bei Erreichen des Rentenalters, kann der Versorgungsempfänger zwischen einer Rente und einer Kapitalzahlung wählen. Zur Abdeckung der Versorgungsverpflichtungen wurden zum Teil Treuhandvereinbarungen zur Sicherung des angesparten Treuhandvermögens sowie auch Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Das zum Bilanzstichtag vorhandene Treuhandvermögen wird in vollem Umfang mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Eine Saldierung der Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen erfolgt nur dann, wenn die Ansprüche an die Versorgungsberechtigten verpfändet worden sind. Die Rückstellung wird nach Maßgabe der Projected Unit Credit Method auf Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018 G unter Verwendung folgender Parameter berechnet:
Angesichts der abweichenden Bestandsstruktur wurden für die Erstellung der Gutachten der einzelnen Konzernunternehmen unterschiedliche Rechnungszinssätze gewählt. Während die DATAGROUP Enterprise Services GmbH, die DATAGROUP BIT Düsseldorf GmbH und die DATAGROUP Operations GmbH fast ausschließlich über einen aktiven Bestand verfügen, handelt es sich bei den übrigen DATAGROUP-Gesellschaften um Mischbestände. Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil nicht gehaltsabhängig. Die Anwartschaftsbarwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen und die beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens aus Treuhandvermögen und Rückdeckungsversicherungen lassen sich über die Jahre wie folgt überleiten:
Der Anwartschaftsbarwert für die Pensionsverpflichtungen hat sich im Laufe des Geschäftsjahres wie folgt entwickelt:
Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts stellte sich im Vorjahr wie folgt dar:
Die Anwartschaftsbarwerte betreffen die Anspruchsberechtigten wie folgt:
Im Vorjahr war die Aufteilung auf die Anspruchsberechtigten wie folgt:
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Die Entwicklung des Planvermögens stellte sich im Vorjahr wie folgt dar:
Das Planvermögen betrifft Treuhandvermögen und Ansprüche aus Versicherungsverträgen. In der Gewinn- und Verlustrechnung schlagen sich die Pensionsaufwendungen wie folgt nieder:
Im Sonstigen Ergebnis wird die Neubewertung aus leistungsorientierten Verpflichtungen mit 1.245.903,34 EUR (im Vorjahr 29.195.918,47 EUR) abgebildet. Der positive Effekt aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen resultiert aus einer Erhöhung des Rechnungszinses gegenüber dem 30.09.2022. Zur Verdeutlichung der möglichen Schwankungsbreite für die Höhe der Rückstellung, die sich aus einer Veränderung der der Berechnung zugrundeliegenden Parameter ergibt, wurde eine Sensitivitätsanalyse mit verschiedenen Szenarien durchgeführt. Hierbei wurden die wichtigsten Parameter für die Berechnung der Rückstellung jeweils in zwei Richtungen verändert. Es wurde bei jedem einzelnen Szenario jeweils nur ein Parameter angepasst, die übrigen blieben unverändert. Die Anpassung der wichtigsten Parameter führt zu nachfolgenden Ergebnissen:
Im nachfolgenden Geschäftsjahr ist mit folgenden Zahlungszuflüssen und -abflüssen für Pensionsverpflichtungen zu rechnen (- = Zuflüsse):
Die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtungen (Duration) beträgt rund zwölf Jahre. 3.18 VertragsverbindlichkeitenDie Vertragsverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Unter den Vertragsverbindlichkeiten werden die erhaltenen Anzahlungen sowie die passiven Rechnungsabgrenzungsposten, soweit diese aus Verträgen mit Kunden resultieren, ausgewiesen. Zudem werden in dieser Position - hier gezeigt als "Erhaltene Anzahlungen auf Transitionsprojekte" - die für die Transition dem Kunden in Rechnungen gestellten Beträge abgegrenzt. Durch die Auflösung des passivischen Abgrenzungspostens entstehen Umsatzerlöse verteilt über die vertraglich vereinbarte Betriebsphase. 3.19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe als kurzfristig einzustufen. Soweit die Verbindlichkeiten Lieferungen betreffen, unterliegen diese zum Teil branchenüblichen Eigentumsvorbehalten. 3.20 Übrige VerbindlichkeitenDie Übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
4 Ergänzende Angaben zu Finanzinstrumenten4.1.1 Klassifizierung der FinanzinstrumenteDie Finanzinstrumente des HHS-Konzerns lassen sich wie folgt den Kategorien gemäß IFRS 9 zuordnen:
Der nach IFRS 9 gebildeten Kategorie II "Bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" sind Anteile an verbundenen Unternehmen sowie auf den Inhaber lautende festverzinsliche Wertpapiere zugeordnet. Diese werden zum Zeitwert angesetzt. Da sämtliche Wertpapiere börsennotiert sind, entspricht der Zeitwert dem Börsenkurs am jeweiligen Bilanzstichtag (Stufe 1). Für die Anteile an verbundenen Unternehmen entspricht der Buchwert dem Zeitwert. Stille Reserven brauchen nicht aufgedeckt zu werden. Die Finanzinstrumente, die der nach IFRS 9 gebildeten Kategorie I zugeordnet worden sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Wertansatz ist als hinreichender Annäherungswert an den beizulegenden Zeitwert anzusehen (Stufe 3); eine Zeitwertangabe erübrigt sich entsprechend. Der Kategorie III "Bewertet erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" sind weder im Vorjahr noch im aktuellen Geschäftsjahr Finanzinstrumente zuzuordnen. Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
4.1.2 RisikomanagementDer HHS-Konzern unterliegt - bezogen auf die Finanzinstrumente - im Wesentlichen dem Ausfall-, Liquiditäts-, Zinsänderungsrisiko. Das Währungsrisiko spielt letztendlich keine Rolle, da praktisch sämtliche Unternehmen des Konzerns ihren Sitz in Deutschland haben und nur in zu vernachlässigendem Umfang aus Nicht-Euro-Ländern Waren und Dienstleistungen beziehen bzw. in Nicht-Euro-Länder Waren und Dienstleistungen liefern. Das zentrale Werkzeug zur Steuerung der finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken des HHS-Konzerns ist ein so genanntes "rolling forecast"-System zur Vertriebsplanung und Nachverfolgung der Umsätze und Deckungsbeiträge. Dieses System ermöglicht im Zusammenhang mit einer monatlichen Gewinn- und Verlustrechnung eine sehr genaue, ständig aktuelle Aussage über die Erlössituation. Auf Basis dieser monatlich ermittelten Daten werden laufende Kosten und Investitionen entsprechend justiert, um die geplanten Unternehmensergebnisse einhalten zu können. Zudem wird monatlich eine vereinfachte Konzernbilanz erstellt. Eine wöchentlich konzernweit durchgeführte Liquiditätsplanung dient der Bestandsaufnahme der im HHS- und DATAGROUP-Konzern und bei den einzelnen Konzerngesellschaften festzustellenden Liquiditätsständen sowie der Steuerung der zu erwartenden Liquiditätsentwicklung. Darüber hinaus gehende mittelfristig aufgesetzte Finanzmittelplanungen werden je nach Bedarf erstellt. Bezüglich einer umfassenderen Beschreibung der finanzwirtschaftlichen Risiken des HHS/DATAGROUP-Konzerns verweisen wir auf den Konzernlagebericht, Abschnitt 4. Risiko- und Chancenbericht. LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommen zu können bzw. benötigte Zahlungsmittel nicht beschaffen zu können. Die wichtigste Einflussgröße für die Minimierung des Liquiditätsrisikos ist die Ertragskraft des HHS-Konzerns, also die Fähigkeit, immer einen ausreichenden operativen Cashflow erwirtschaften zu können. Siehe hierzu die Konzern-Kapitalflussrechnung. Die Zahlungsüberschüsse aus dem Geschäftsbetrieb der HHS-Gesellschaften sind Grundlage für die Bedienung der in Zukunft zu erbringenden Zins- und Tilgungsleistungen insbesondere aus bestehenden Darlehens- und Finance Lease-Verträgen. Die Zins- und Tilgungsleistungen können zum Bilanzstichtag 30.09.2023 - auch im Vergleich zum Vorjahresstichtag 30.09.2022- wie folgt zusammengefasst werden:
Zinsänderungsrisiken Der HHS-Konzern unterliegt dem Risiko, bei steigendem Zinsniveau in Zukunft höhere Kapitalkosten für die Beschaffung der benötigten Darlehen aufbringen zu müssen. Der Finanzierungsbedarf des Konzerns entsteht sowohl aus laufendem Geschäft als auch aus der Akquisitionstätigkeit. Zur Minimierung des Risikos wird der mittelfristig zu erwartende Liquiditätsbedarf - nicht nur aus der Ausweitung des Konzernkreises - durch die Platzierung von Schuldscheindarlehen sowie durch den Abschluss mittelfristiger Darlehensverträge mit in der Regel verbindlich festgelegten Zinssätzen finanziert. Die derzeit insgesamt valutierenden Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 99.000.000,00 EUR verfügen über Laufzeiten zwischen bis zu sieben Jahren bei teils fester, teilweise variabler, an die Entwicklung des 6-Monats-Euribors anknüpfender Verzinsung. Daneben wurden im Geschäftsjahr weitere Darlehen über insgesamt 21,7 Mio. Euro aufgenommen. Bei einem Anstieg der Verzinsung um 100 Basispunkte hätte sich das Vorsteuerergebnis des HHS-Konzerns auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr verschlechtert. Im Vorjahr wurde Rechnung getragen, dass zum Stichtag bei zinssensitiven Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Floor-Regelung in Bezug auf den Referenzzinssatz 6-Monats-Euribor in Höhe von 0 % wirkt. Das Zinsergebnis wird deswegen erst dann negativ beeinflusst, wenn der Euribor Basiszinssatz die Nullschwelle überschreitet und positive Werte einnimmt. Die Floor-Regelungen führen außerdem dazu, dass ein weiter sinkendes Zinsniveau sich nicht positiv auf das Zinsergebnis von HHS/DATAGROUP auswirken würde, da bei negativen Euribor-Werten keine Zinssensitivität vorliegt. Bei dem aktuell vorliegenden Zinsniveau hat die Floor-Regelung an Bedeutung verloren. Deswegen hätte sich das Vorsteuerergebnis des HHS-Konzerns bei einer Verminderung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr verbessert. Zudem hat der HHS-Konzern das Risiko zu tragen, bei sinkendem Zinsniveau und damit abnehmenden Zinserträgen höheren Anspar-Anstrengungen zu unterliegen, um mittel- und langfristig anfallende Verpflichtungen auf Pensionszahlungen bedienen zu können. Diesem Risiko wird bilanziell durch eine Erhöhung der Pensionsrückstellung Rechnung getragen. Die rechnungszinsinduzierte Erhöhung der Pensionsrückstellung schlägt sich nicht im Finanzergebnis nieder, sondern führt über die Abbildung im sonstigen Ergebnis direkt zu einer Eigenkapital-Minderung. Weitere erfolgsneutrale Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich nicht. AusfallrisikenDer HHS-Konzern ist dem Risiko ausgesetzt, berechtigte Forderungen insbesondere aus dem operativen Geschäft nicht durchsetzen zu können. Das Risiko ist darin zu sehen, dass einzelne Kunden zahlungsunfähig werden könnten. Diesem Risiko wird durch eine breite Streuung des Kundenkreises sowie durch regelmäßig insbesondere bei Aufnahme des Geschäftes durchgeführte Bonitätsprüfungen Rechnung getragen. Für verschiedene Kundensituation bestehen Einzelwertberichtigungen über insgesamt 3.096.971,95 EUR (im Vorjahr 3.837.303,43 EUR). Darüber hinaus waren keine hohen Wertminderungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr vorzunehmen. Die Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Geschäftsjahr und Vorjahr wie folgt entwickelt:
Daneben erfolgt zur Verringerung des Ausfallrisikos auch das Factoring von Kundenforderungen. HHS/DATAGROUP haftet weiterhin für die Verität der Forderung, das Delkredererisiko geht aber mit dem Verkauf der Forderung auf die Factoring-Unternehmen über. 5 KapitalmanagementIm Rahmen des Kapitalmanagements verfolgt der HHS-Konzern vorrangig das Ziel, die bestehende Kapitalstruktur zu optimieren und eine ausreichende Liquidität sicherzustellen, um den notwendigen Spielraum für organisches Wachstum und für weitere Unternehmenskäufe sicherzustellen. Zudem ist der DATAGROUP-Konzern als Teil-Konzern des HHS-Konzerns im Zusammenhang mit der Aufnahme von Schuldscheindarlehen verpflichtet, die Bilanzkennzahl (Covenant) Nettofinanzverschuldung (Total Net Debt) zum EBITDA einzuhalten. Der Covenant liegt zum Bilanzstichtag unter den einzuhaltenden Vorgaben und wird damit eingehalten. Dem Vorstand wird regelmäßig über die Entwicklung unter anderem dieser Kennzahl Bericht erstattet. Weiteren externen Mindestkapitalanforderungen unterliegt der HHS-Konzern nicht. 6 Angaben zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Finanzmittelfonds) während der Berichtsperiode. Der Finanzmittelfonds umfasst Barmittel und Sichteinlagen sowie kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen. Eine Finanzinvestition wird nur dann dem Finanzmittelfonds zugerechnet, wenn eine Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten gegeben ist. Kontokorrentkredite, die auf Anforderung rückzahlbar sind und einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Unternehmens bilden, werden erstmals nicht mehr dem Finanzmittelfonds hinzugerechnet. Die Ermittlung der Cashflows erfolgt nach der indirekten Methode. Cashflow aus betrieblicher GeschäftstätigkeitDer Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 54.946.633,32 EUR (im Vorjahr 82.121.706,48 EUR), primär getrieben durch die Verminderung von Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Cashflow aus InvestitionstätigkeitIm Geschäftsjahr 2022/2023 sind aus dem Konzern liquide Mittel in Höhe von 68.391.034,32 EUR aus Investitionstätigkeit abgeflossen (im Vorjahr Abfluss in Höhe von 57.682.044,55 EUR). An Auszahlungen für Investitionen in vollkonsolidierte Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 51.228.301,90 EUR geleistet (im Vorjahr 38.363.184,73 EUR). Ursächlich für diese Entwicklung sind die unterjährigen Zukäufe der systemzwo GmbH und der arago GmbH sowie die Earn-Out-Zahlungen für die Hövermann IT-Gruppe GmbH sowie die URANO Informationssysteme GmbH. Das CAPEX (Auszahlung für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) erhöht sich von 12.274.672,17 EUR im Vorjahr auf 18.817.772,75 EUR. Die Investitionsquote (CAPEX zu Umsätzen) stieg von 2,1 % im Vorjahr auf 3,0 % im Geschäftsjahr 2022/2023. Cashflow aus FinanzierungstätigkeitIm Geschäftsjahr waren Netto-Mittelabflüsse von 15.868.143,29 EUR nach Mittelabflüssen in Höhe von 25.608.517,15 EUR im Vorjahr zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr wurden Darlehen über insgesamt 30.020.242.83 EUR (im Vorjahr 4.406.527,34 EUR) aufgenommen und andererseits Tilgungen von Bankdarlehen über 22.255.666,38 EUR (im Vorjahr 5.696.291,70 EUR) geleistet. Die Dividendenausschüttung belief sich im Berichtsjahr auf 10.475.345,60 EUR (im Vorjahr 6.934.316,19 EUR). Aus Finance Lease-Verträgen entstanden im Geschäftsjahr Netto-Zahlungsmittelabflüsse über 15.443.211,94 EUR (im Vorjahr 15.605.468,62 EUR). 7. NachtragsberichtEs sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten: Im Geschäftsfeld "Communication Engineering and Technology" wurde nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022/2023 ein Teil der Unternehmen rechtlich umfirmiert, wie in der nachfolgenden Grafik ersichtlich ist:
Nach dem Bilanzstichtag wurden folgende vier Akquisitionen getätigt: - Erwerb von 70% der Anteile an der Huwer Tiefbau GmbH (heutige DATABAU Nahe-Hunsrück GmbH) mit Kaufvertrag vom 20.12.2023 - Erwerb der Assets der insolventen Lehmensiek Gruppe (Lehmensiek Tele-Technik GmbH, Lehmensiek Tiefbau GmbH; heutige DATABAU Lübeck GmbH) mit Kaufvertrag vom 17.11.2023 - Erwerb von 100% der Anteile an der CONPLUS Gruppe, bestehend aus der CONSYS ERP-Verwaltungs GmbH, cplus Informationssysteme und -beratung GmbH, CONSYS ERP GmbH & Co. KG sowie CONPLUS Mittelstandslösungen GmbH mit Kaufvertrag vom 13.12.2023 - Erwerb von 100% der Anteile an der IT TOTAL AG mit Vertrag vom 19.12.2023 - Erwerb von 100% der Anteile an der ISC Innovative Systems Consulting AG mit Vertrag vom 21.03.2024 - Erwerb der Assets der insolventen Connect Energie GmbH (heutige DATABAU Neuss GmbH) mit Kaufvertrag vom 30.04.2024 - Erwerb von 60% der Anteile an der MBM Meyer Network Service GmbH mit Kaufvertrag vom 08.05.2024 8 Sonstige Angaben8.1 Arbeitnehmer*innenIm Jahresdurchschnitt 2022/2023 waren 4.177 (im Vorjahr 2021/2022 3.814) Arbeitnehmer*innen im HHS-Konzern beschäftigt. Zum 30.09.2023 lag die Zahl der Mitarbeiter*innen bei 4.270 (zum 30.09.2022 3.997). Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Geschäftsführer und der Auszubildenden betrug die Mitarbeiterzahl zum 30.09.2023 4.545. Zum 30.09.2023 waren im HHS-Konzern 158 Auszubildende angestellt. 8.2 GeschäftsführungGeschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Hans-Hermann Schaber, Dipl.-Ingenieur (FH). 8.3 An und von Mitgliedern der Geschäftsführung gewährte DarlehenDem Geschäftsführer wurde im Vorjahr von der HHS Beteiligungsgesellschaft mbH ein Darlehen gewährt, welches im Berichtsjahr zurückbezahlt wurde. Aus der Ausschüttung der HHS Beteiligungsgesellschaft mbH über 20.000.000,00 EUR vom 29.04.2020 entstand gegenüber dem Geschäftsführer eine Darlehensverbindlichkeit über 14.725.000,00 EUR. Zum Bilanzstichtag valutierte das Darlehen mit 13.743.833,81 EUR (im Vorjahr 14.773.130,86 EUR). Sämtliche Darlehen werden mit 3 % verzinst. 8.4 Geschäfte mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen bzw. PersonenAls verbundene und nahestehende Unternehmen bzw. Personen wurden die Vorstände und Geschäftsführer der einzelnen HHS-Konzerngesellschaften sowie deren nahe Familienangehörige sowie die Kommanditisten der HHS Grundstücks- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG identifiziert. Geschäfte mit verbundenen sowie nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen den Verrechnungsverkehr, Kontokorrent- und Darlehensbeziehungen sowie Dienstleistungsverträge. Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen. 8.5 LeasingverhältnisseDer HHS-Konzern tritt sowohl als Leasinggeber als auch als Leasingnehmer auf und hat auf der Absatzseite sowohl Operating Lease- als auch Finance Lease-Verträge abgeschlossen. Miet- und Leasingverträge haben die HHS-/DATAGROUP-Gesellschaften insbesondere für die Nutzung bzw. Finanzierung von Rechenzentren, für Hard- und Software sowie für Gebäude, Kraftfahrzeuge und Jobräder abgeschlossen. Verschiedene Unternehmen des HHS-Konzerns bieten zudem den Großkunden im Gesamtpaket mit Service- und Wartungsdienstleistungen auch Finanzierungslösungen für die Beschaffung ihrer IT-Infrastruktur an. Bei den Nutzungsrechten handelt es sich um Vermögenswerte, die aus Gebäudemietverträgen, Jobräder Kfz-oder Maschinen-Leasingverträgen resultieren:
Aufwendungen für Leasinggüter, die wegen ihrer Kurzfristigkeit (maximal zwölf Monate) oder wegen niedriger Anschaffungskosten (unter 4.000 EUR) unter der Aufgriffsgrenze liegen, sind HHS/DATAGROUP in unwesentlichem Umfang entstanden. Buchwerte = Barwerte sowie Mindestleasingzahlungen können wie folgt dargestellt werden:
Nicht garantierte Restwerte wurden in Verträgen mit Kunden (mit DATAGROUP-Gesellschaften als Leasinggeber) nicht vereinbart. Die Laufzeiten der Leasing-Verträge über Soft- und Hardware - sowohl mit DATAGROUP-Gesellschaften als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber - betragen zwischen 36 und 60 Monate, im Einzelfall bis zu 120 Monaten. Die den Leasingverhältnissen zugrundeliegenden Grenzfremdkapitalzinssätze betragen im Wesentlichen zwischen 1,5 % und 4,5 %. Bei Gebäudemietverträgen können die Laufzeiten bis zu 12 Jahre betragen. Die Laufzeit der Kfz- und Maschinen-Leasingverträge beträgt in der Regel drei bis vier Jahre, in Einzelfällen bis zu fünf Jahre, die der Jobräder bis zu drei Jahre. 8.6 Nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteNicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte wurden nicht betrieben. 8.7 Honorar des AbschlussprüfersMit der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes der HHS Verwaltungs GmbH wurde die BANSBACH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, (BANSBACH) beauftragt. Im Konzernabschluss sind die nachfolgenden Aufwendungen für Leistungen von BANSBACH enthalten:
Von diesem Aufwand waren zum Bilanzstichtag 862.001,50 EUR (im Vorjahr 842.350,00 EUR) zurückgestellt. Das Ergebnis aus der Abwicklung der im Vorjahr gebildeten Rückstellung betrug 49.418,14 EUR (im Vorjahr - 69.218,18 EUR). 8.8 Genehmigung zur Offenlegung des Vorjahres-KonzernabschlussesDie Genehmigung zur Offenlegung des Vorjahres-Konzernabschlusses der HHS Verwaltungs GmbH zum 30.09.2022 wurde durch die Geschäftsführung am 21.09.2024 erteilt. Die Offenlegung erfolgte im elektronischen Handelsregister am 17.10.2024
Stuttgart, den 15. November 2024 HHS Verwaltungs GmbH Die Geschäftsführung gez. Max H.-H. Schaber BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HHS Verwaltungs GmbH, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der HHS Verwaltungs GmbH, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HHS Verwaltungs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30.September2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 15. November 2024 BANSBACH
GmbH
Tiemann, Wirtschaftsprüfer Hus, Wirtschaftsprüfer Feststellung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 30. September 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15. November 2024 gebilligt worden. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
33 nahegelegene Organisationen
G33 Grundstücksverwaltungs KG
Selbe AdresseG33/H9 Grundstücksverwaltungs eGbR
Selbe AdresseARUBA Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
ISE Infrastruktur Service Europa GmbH
Selbe AdresseBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
HHS Vermietungs GmbH & Co. KG
Selbe AdresseEnergy Capital Invest Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
HHS Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
MOHSES Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
DATABAU Holding SE
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Betrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen