Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 12015
Eingetragen
7.11.2024
Branche
Effekten- und WarenterminhandelBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
Handel mit Finanzinstrumenten für eigene Rechnung sowie Erwerb von Beteiligungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Nils Meyer
seit 20.1.2025
Vorstandsmitglied
Ricky Koenig
seit 14.11.2024
Prokura
Roy Baranowski
seit 14.11.2024
Prokura
Wolfgang Burkhardt
seit 7.11.2024
Vorstandsmitglied
Roman Grodon
seit 7.11.2024
Vorstandsmitglied
Thomas König
seit 7.11.2024
Vorstandsmitglied
Christoph Dichtl
seit 7.11.2024
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
29.71%
Beate Ruhle-Burkhardt
29.69%
29.69%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

7 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 7 angezeigt

Beate Ruhle-Burkhardt
Pfaffenhofen
17.218 €
29.69%
Garmisch-Partenkirchen
17.218 €
29.69%
C********* P*****
4.571 €
7.88%
C******** D*****
875 €
1.51%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Orca Capital AG (vormals: Orca Capital GmbH)

Hettenshausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Orca Capital GmbH ist ein Finanzunternehmen im Sinne von § 1 Absatz 3 Kreditwesengesetz (KWG). Die Haupttätigkeiten der Orca Capital GmbH sind der Handel mit Finanzinstrumenten für eigene Rechnung (Eigenhandel) sowie der Erwerb und das Halten von Beteiligungen. Als Finanzunternehmen unternimmt die Orca Capital GmbH ausnahmslos erlaubnisfreie Tätigkeiten.

Im Geschäftsbereich Eigenhandel verfolgt die Orca Capital GmbH unverändert unterschiedlichste Handelsansätze, wie ins besonders Arbitrage, Swing-, Momentum-, News-, Tournaroundtrading, Blocktrading, sowie chartechnische Ansätze und fundamentale Handelsstrategien. Die Orca Capital GmbH strebt bei den von ihr praktizierten Handelsstrategien grundsätzlich eine sehr kurze Haltedauer von Finanzinstrumenten an. Der Aufbau von Positionen in einzelnen Finanzinstrumenten soll grundsätzlich vermieden werden. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die im Geschäftsjahr 2022 erkennbare Tendenz, dass in zunehmendem Maß Handelsstrategien praktiziert wurden, die mit dem Aufbau von Positionen in Finanzinstrumenten einhergingen, noch mal deutlich verfestigt. Diesen Handelsstrategien immanent ist eine längere Haltedauer des jeweiligen Bestandes.

Im Bereich der sog. Arbitrage verfolgt die Orca Capital GmbH in erster Linie alternative Arbitrage-Ansätze. Dabei werden Kursdifferenzen in Wertpapieren genutzt, die an unterschiedlichen Märkten notieren, die nicht gleichzeitig geöffnet haben. Anders als bei der Arbitrage im engeren bzw. klassischen Sinn, die nahezu keine Rolle mehr spielt, geht die Orca Capital GmbH hier - grundsätzlich kurzfristig - Positionen ein.

Beim News Trading geht es darum, Handelsentscheidungen auf der Grundlage aktuell bekannt gewordener beziehungsweise erwarteter Neuigkeiten zu treffen. Hier geht es darum, den Einfluss von Nachrichten auf Marktpreise einzuschätzen und entsprechend zu handeln.

Swingtrading beschreibt eine sich innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums vollziehende Handelstätigkeit (sog. Daytrading). Die Idee hinter dem Swingtrading besteht darin, dass mittel- und langfristige Kursbewegungen grundsätzlich aus so genannten Swings bestehen. Das heißt, dass ein Finanzinstrument, insbesonders eine Aktie, unabhängig von den unterschiedlichen Börsenphasen Hausse, Seitwärtsphase oder Baisse, niemals linear in eine Richtung läuft, sondern dies immer auch kurzfristigen Kursschwankungen (den sog. Swings) unterliegt.

Block Trades finden in der Regel bei Kapitalmaßnahmen von Unternehmen aber auch bei Umplatzierungen von Aktienpaketen im Aktionärskreis statt. Dabei kann es je nach Marktliquidität des betroffenen Finanzinstruments zu losgrößenabhängigen Zu- und Abschlägen bei Kauf bzw. Verkauf kommen. Dies gilt in besonderem Maße für Investments in sog. Mid-Caps und Small Caps, die den Schwerpunkt der Handelsaktivitäten der Orca Capital GmbH darstellen. Block Trades unterliegen einer besonderen Kurssensibilität, haben dafür aber auch erhebliche Ertragspotenziale.

Die Händler der Orca Capital GmbH praktizieren auch die als Relative-Stärke Theorie bezeichnete Momentum-Strategie, um neue Wertpapiertrends auszumachen. Zur Ermittlung des Momentums wird der aktuelle Kurswert ins Verhältnis zu einem durchschnittlichen Kursniveau der Vergangenheit gesetzt. Auf diese Weise sollen potentielle Trendwenden identifiziert und für den Handel genutzt werden.

Beim Tournaroundtrading geht es darum, Finanzinstrumente zu identifizieren, die Aufholpotenziale in sich tragen. Zu diesem Zweck müssen Kriterien definiert werden, anhand derer eine Bewertung des jeweils aktuellen Kursniveaus vorgenommen werden kann.

Sog. Leerverkäufe dienen der Orca Capital GmbH grundsätzlich nur als Mittel, um die vorstehend beschriebenen Handelsaktivitäten abzusichern (sog. "Hedge"). Isolierte und/oder langfristige Leerverkaufsstrategien verfolgt die Orca Capital GmbH nicht.

Der Handel in Währungen wird von der Orca Capital GmbH nur unternommen, um internationale Handelsaktivitäten abzusichern. Dieser stellt so keine eigenständige Handelsaktivität bzw. -strategie dar. Aktien, welche die Orca Capital GmbH beispielsweise in Australien kauft, werden in australischen Dollar abgerechnet. Werden diese anschließend an der Frankfurter Börse verkauft, erfolgt die Abrechnung in Euro. Um das daraus resultierende Währungsrisiko so gering wie möglich zu halten, wird versucht das Währungsrisiko jeweils so zeitnah wie möglich abzusichern.

Die Expertise der Orca Capital GmbH im weltweiten Handel mit Finanzinstrumenten wird durch ein, über lange Jahre aufgebautes und etabliertes, internationales Netzwerk von Handelspartnern, insbesondere Banken, Brokern und Unternehmen in den Schlüsselmärkten Australien, Europa, Kanada und den USA, unterstützt.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Am 31.12.2023 ging ein volatiles Börsenjahr zu Ende. In den einzelnen Anlageklassen gab es teils erhebliche Bewegungen. Das ist für sich genommen nicht unüblich. Es kann aber festgestellt werden, dass die Orte mit der größten Dynamik einem ständigen Wandel unterworfen sind.

In 2023 standen folgende Entwicklungen im Mittelpunkt.

Ein zentrales Thema im Jahr 2023 war wie im Vorjahr die hohe Inflation. Hinzu kam eine nachlassende gesamtwirtschaftliche Dynamik in vielen großen Volkswirtschaften. Neben den negativen Auswirkungen der hohen Teuerung auf die Konsum- und Investitionsbereitschaft von Verbraucherinnen, Verbrauchern und Unternehmen wirkte sich auch die Geldpolitik dämpfend auf die Konjunktur aus. So wurde in den USA und im Euroraum der Straffungskurs des Vorjahres fortgesetzt. Aufgrund des nachlassenden Inflationsdrucks fielen die Leitzinserhöhungen jedoch moderater als noch 2022 aus.

Die US-Notenbank (Fed) hatte ihren wichtigsten Leitzins, die Fed Funds Rate, im Jahresverlauf 2023 um insgesamt einen Prozentpunkt auf den Zielkorridor von 5,25 bis 5,50 Prozent angehoben. Der letzte Zinsschritt erfolgte im Juli. Im Vorjahr war der Zinssatz von 0,00 Prozent auf 4,25 bis 4,50 Prozent gestiegen. Im Euroraum wurde der wichtigste Leitzins, der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, im Jahr 2023 von 2,75 auf 4,75 Prozent nach oben geschraubt. Zuletzt hatte die Europäische Zentralbank (EZB) in 2023 im September an der Zinsschraube gedreht und in der Folge eine Auszeit eingelegt, nachdem der Inflationsdruck deutlicher nachgelassen hatte. Aber auch die konjunkturelle Eintrübung im Euroraum, insbesondere in Deutschland, dürfte die EZB zu einer Pause auf ihrem geldpolitischen Straffungskurs veranlasst haben. Der Zinserhöhungszyklus hatte sowohl in den USA als auch im Euroraum im Jahr 2023 seinen Höhepunkt erreicht. Bereits im Spätherbst 2023 hatte die Fed angedeutet, dass die Leitzinsen in den USA 2024 wieder sinken könnten. Auch im Euroraum mehrten sich in 2023 aufgrund der schwachen Konjunktur und des nachlassenden Inflationsdrucks die Hinweise auf Zinssenkungen auch, wenn die EZB zurückhaltender in ihren Mitteilungen war, als die Fed.

Die Erwartungen auf sinkende Zinsen spiegelten sich im vierten Quartal 2023 besonders deutlich an den europäischen und US-amerikanischen Rentenmärkten wider. Hier stiegen die Kurse der Anleihen in Erwartung fallender Zinsen.

Auch die deutschen und US-amerikanischen Aktienmärkte verzeichneten zum Jahresende Kursgewinne, besonders in zinssensitiven Sektoren wie Immobilien. Nachdem das steigende Zinsumfeld seit 2022 zu negativen Bewertungsanpassungen und damit zu deutlichen Kursverlusten geführt hatte, schlug das Pendel in Form einer Erholung in die andere Richtung aus. Beispiele hierfür sind die US-Branchenschwergewichte Prologis (Logistikimmobilien) und American Tower (Mobilfunkmasten). Unter den deutschen Titeln setzte der auf Wohnimmobilien spezialisierte DAX-Konzern Vonovia seine bereits im März 2023 begonnene Erholung fort. Immobilienfirmen sind stark von Fremdkapital wie Krediten und Anleihen abhängig. In einem steigenden Zinsumfeld leiden sie daher operativ unter verteuerten Refinanzierungskonditionen, was sich wiederum an der Börse in einem verschlechterten Sentiment und entsprechenden Bewertungsabschlägen niederschlägt. Der umgekehrte Effekt kann in einem fallenden Zinsumfeld eintreten.

Dieses Verhalten zinssensitiver Werte kann daher bei grundlegenden Veränderungen im Zinszyklus auch auf weniger zinssensitive Branchen durchschlagen und dafür sorgen, dass die Anlage in Aktien wieder deutlich attraktiver wird. Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung der US-Versorgeraktien, die in den ersten neun Monaten 2023 parallel zum starken Zinsanstieg in den USA einen Abwärtstrend aufwiesen. Viele Versorger sind auf Fremdkapital angewiesen, sodass sich mit dem Zinsanstieg die Refinanzierungsbedingungen verschlechtert haben. Zudem verlieren dividendenstarke Versorgeraktien in einem Umfeld steigender Zinsen gegenüber festverzinslichen Anlagen an Attraktivität, weil die Verzinsung von Anleihen vergleichsweise risikoärmer ist und sogar höher liegen kann. Die Dividendenrendite der Versorgeraktien im S&P 500 lag Ende Dezember im Schnitt bei rund 3,3 Prozent und damit unter der durchschnittlichen Rendite 2-jähriger US-Staatsanleihen von 4,2 Prozent. Beim nach Börsenkapitalisierung größten Branchenvertreter NextEra Energy betrug die Dividendenrendite 3,1 Prozent. Die Annahme, dass der Zinshöhepunkt in den USA erreicht war und die Leitzinsen bereits 2024 wieder sinken könnten, führte im Schlussquartal 2023 aber auch bei den Versorgern zu einer Erholung.

Einen Jahresendspurt gab es nicht nur bei Aktien aus zinssensitiven Branchen, sondern auf breiter Flur. Gemessen an der Gesamtperformance großer Indizes wie DAX, EURO STOXX 50, S&P 500 und NASDAQ 100 war das vergangene Börsenjahr positiv - auch wenn die Entwicklung aufgrund zwischenzeitlich größerer Korrekturen nicht geradlinig verlief. Der deutsche Leitindex gewann am Ende mehr als 20 Prozent. Der EURO STOXX 50 verbuchte ein Plus von 19,2 Prozent. Der S&P 500 legte mit rund 24 Prozent etwas stärker zu. Noch besser entwickelte sich der NASDAQ 100, der mit einem Anstieg von mehr als 50 Prozent seinen Vorjahresverlust von 33 Prozent mehr als wettmachte.

Trotz der positiven Entwicklung marktbreiter Indizes zeigte sich auch 2023, dass es nicht den einen Aktienmarkt gibt, in dem sich alle Werte in die gleiche Richtung bewegen, sondern einen Markt mit vielen Aktien, die unterschiedlich abschneiden. So zeigten am deutschen Aktienmarkt Einzelhandelswerte eine deutliche Schwäche, während Aktien aus den Sektoren Bau, Banken und Technologie überdurchschnittlich gut abschnitten. An den US-Börsen entwickelten sich im vergangenen Jahr neben den bereits erwähnten Versorgern auch Aktien aus den Bereichen Basiskonsumgüter und Energie unterdurchschnittlich. Dagegen trugen marktbestimmende Unternehmen wie Apple, Microsoft, Amazon, NVIDIA, Tesla,

Alphabet und Meta Platforms maßgeblich zur positiven Entwicklung der US-Indizes bei. Aufgrund ihrer starken Performance im Jahr 2023 werden sie auch als die glorreichen Sieben bezeichnet. Sie machen mittlerweile rund 30 Prozent des Gewichts im S&P 500 aus. Die Mega-Caps, die teilweise dem Technologiesektor zugerechnet werden, haben sich damit von den Verlusten des Vorjahres erholt. Einen stützenden Effekt hatte das große Thema künstliche Intelligenz. Die Fortschritte auf diesem Gebiet führten zu teils kräftigen Gewinnen bei einigen Einzelwerten. Dabei stachen Aktien von Unternehmen hervor, die mit ihrer Hard- und Software den Aufstieg der KI erst ermöglichen. Beispiele sind die Chiphersteller NVIDIA und AMD sowie die Anbieter von Cybersicherheitslösungen CrowdStrike Holdings und Palo Alto Networks. Allerdings zeigt ein Blick in die Historie, dass die Top-Performer des letzten Jahres nicht zwangsläufig ihre Rally im neuen Jahr fortsetzen müssen.

II. Geschäftsverlauf

Ungeachtet der freundlich tendierenden Aktienmärkte ist das Geschäftsjahr 2023 für die Orca Capital GmbH desaströs verlaufen. War die Bilanz der Orca Capital GmbH seit Gründung der Gesellschaft bis 2022 durchgehend positiv -in der Vergangenheit konnte in jedem Geschäftsjahr ein Gewinn erzielt werden- fiel der erstmalige Verlust in 2023 mit rund 7,8 Mio. EUR sehr hoch aus.

Ursächlich für dieses Ergebnis waren im Wesentlichen zwei Faktoren. Zum einen wurde das Ergebnis durch erhebliche Abschreibungen auf Bestandspositionen belastet, die in den Jahren 2021 und 2022 angeschafft wurden. Hinzu kamen Verluste, die darauf zurückzuführen waren, dass auch im klassischen Tagesgeschäft von Teilen der Händlerschaft Bestände aufgebaut und Verlustpositionen nicht konsequent geschlossen wurden.

Die in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022 erfolgreiche Strategie, auf Blocktrades und das Geschäft mit IPOs und Pre-IPOs, insbesonders in Kanada und den USA zu setzen, hatte in 2023 erhebliche Spätfolgen, weil es für die in Teilen erheblichen Bestände in marktengen Einzelpositionen keine Nachfrage mehr gab. Aufgrund der Illiquidität der Märkte in diesem Marktsegment konnten Positionen nicht mehr abverkauft werden und mussten zu einem erheblichen Teil abgeschrieben werden.

Die Verluste aus dem Tagesgeschäft resultierten aus einer Fehleinschätzung der Marktsituation in Bezug auf Einzel-Aktien, die in 2023 eine sehr positive, nach Meinung von Teilen der Händlerschaft, eine zu positive Kursentwicklung verzeichnen konnten.

Für 2024 wurde von der Geschäftsführung die Direktive ausgegeben, dass das Handelsverhalten wieder in zunehmendem Maße das klassische Trading in den Fokus nehmen muss. Zudem soll auf die Zeichnung von Pre-IPOs komplett verzichtet werden. Ein weiteres Kriterium wird sein, wie sehr es der Orca Capital GmbH gelingt, durch nachgeschärfte Regeln für das Handelsverhalten, Positionsgrößen zu limitieren, die Haltedauer von Beständen zu verringern und die Disziplin und Konsequenz beim Abschneiden von Verlustpositionen zu erhöhen.

Wollte man dem Geschäftsjahr 2023 einen positiven Aspekt abgewinnen, so kann festgestellt werden, dass die erzielten Verluste im Tagesgeschäft von einigen wenigen Händlern verursacht wurden, während das Gros der Händlerschaft positive Handelsergebnisse erwirtschaftet hat.

Für 2024 wird es deshalb darauf ankommen, klassische Handelsstrategien wieder konsequent zu verfolgen, das Prinzip der Kurzfristigkeit wieder in den Mittelpunkt der Handelstätigkeit zu stellen und sich bietende Chancen bestmöglich zu nutzen.

Die Geschäftsführung der Orca Capital GmbH ist zuversichtlich, dass unter Anlegung dieser Prämissen, das Geschäftsjahr 2024 positiv gestaltet werden kann. Für 2024 wird ein Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 angestrebt.

III. Lage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr von 2.962.138 TEUR um 1.184.600 TEUR auf 1.777.538 TEUR. Die Umsatzrendite reduzierte sich von 0,26% im Vorjahr auf -0,44%.

Die Materialaufwendungen betragen 1.767.068 TEUR (Vorjahr: 2.924.652 TEUR). Die Materialeinsatzquote ist mit 99,41% gegenüber dem Vorjahr, in dem sie bei 98,73% gelegen hat, leicht gestiegen.

Die Personalaufwendungen betragen 3.535 TEUR (Vorjahr: 9.682 TEUR). Die Quote des Personalaufwands im Verhältnis zum Rohergebnis beträgt 101,99% und ist gegenüber dem Vorjahr, in dem die Quote bei 35,47% lag, gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 4.918 TEUR: dies entspricht 141,90% des Rohergebnisses. Im Vorjahr beliefen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 4.543 TEUR; dies entsprach 16,64% vom Rohergebnis. Die Erhöhung der Quote ist vor allem auf die Minderung des Rohergebnisses zurückzuführen.

2. Finanzlage

a. Kapitalstruktur

Die Passivseite ist geprägt durch den Bestand an sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.293 TEUR (Vorjahr: 14.780 TEUR) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3.398 TEUR (Vorjahr: 5.173 TEUR). Diese setzen sich zu einem Großteil aus Darlehen von Dritten und Gesellschaftern, sowie Wertpapierleihen zusammen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 32.151 TEUR (Vorjahr: 55.335 TEUR). Ursächlich für die Verringerung ist im Wesentlichen der Umstand, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr einen Verlust von rund 7.800 TEUR erwirtschaftet hat.

b. Investitionen

Die Gesellschaft investierte im Geschäftsjahr 649 TEUR (Vorjahr: 188 TEUR) in das Anlagevermögen vorwiegend in die Entwicklung der Bestands- und Risikokontrollsoftware OrcaView und in die Entwicklung einer Software zur Automatisierung von Buchhaltungstätigkeiten.

c. Liquidität

Die liquiden Mittel der Gesellschaft betragen zum Bilanzstichtag 24.394 TEUR (Vorjahr: 47.211 TEUR). Die Reduktion ist auf den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Verlust zurück zu führen. Die Gesellschaft verfügt dessen ungeachtet über ausreichend Liquidität um ihr Geschäftsmodell, die vorwiegend kurzfristige Erzielung von Handelsgewinnen, fortzuentwickeln.

Die Liquidität 1. Grades (flüssige Mittel im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 181,92% auf 203,48%.

Die Liquidität 3. Grades (Umlaufvermögen im Verhältnis zu den kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 290,07% auf 315,76%.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von 81.288 TEUR um 37.145 TEUR auf 44.143 TEUR gesunken.

Es bestehen sonstige Wertpapiere in Höhe von 14.576 TEUR (Vorjahr: 26.243 TEUR), Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.618 TEUR (Vorjahr: 2.731 TEUR) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 1.051 TEUR (Vorjahr: 3.853 TEUR).

Die Umlaufintensität beträgt 96,66% (Vorjahr: 98,65%).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Folgenden sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren aufgeführt, die auch zur internen Steuerung des Unternehmens verwendet werden.

Jahresergebnis 2023
in TEUR
2022
TEUR
- 7.770 7.765

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 erstmals in ihrer Firmenhistorie einen Verlust erwirtschaftet.

EBIT 2023
in TEUR
2022
TEUR
- 7.864 8.272

Der EBIT (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern und Zinsaufwendungen) verminderte sich im Vorjahresvergleich um 195,07%.

Eigenkapitalrentabilität 2023
in %
2022
in %
-17,76% 15,09%

Die Eigenkapitalrentabilität war stark rückläufig. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 erstmals in ihrer Firmenhistorie einen Verlust hinnehmen musste.

5. Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren - Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterfluktuation

Die Mitarbeiter sind für den Erfolg der Orca Capital GmbH von immenser Bedeutung. Aus diesem Grund waren die Geschäftsführer auch im Geschäftsjahr 2023 in einem ständigen Austausch mit den Mitarbeitern.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden in einem halbjährlichen Abstand zwei Gespräche je Mitarbeiter durchgeführt. Zudem wurden vierteljährlich Besprechungen der Geschäftsführung mit den einzelnen Abteilungen abgehalten.

Auf die Abfrage der Mitarbeiterzufriedenheit im Rahmen einer anonymisierten Umfrage unter den Mitarbeitern wurde im Geschäftsjahr 2023 verzichtet.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Prognosebericht

Bezüglich der finanziellen Leistungsindikatoren rechnet die Geschäftsführung für 2023 mit folgenden Entwicklungen:

finanzielle Leistungsindikatoren Prognose 2024
Jahresüberschuss stark steigend
EBIT stark steigend
Eigenkapitalrentabilität stark steigend

Die Geschäftsstrategie der Orca Capital GmbH im Geschäftsjahr 2023 war dadurch geprägt, dass Bestände in illiquiden Positionen nicht mehr abverkauft werden konnten und von Teilen der Händlerschaft Bestände in Einzelpositionen aufgebaut wurden. Zeichneten sich die von dem Händlerteam der Orca Capital GmbH praktizierten unterschiedlichen Handelsstrategien in der Vergangenheit dadurch aus, dass Positionen in Finanzinstrumenten zum weit überwiegenden Teil kurzfristig (Haltedauer bis maximal fünf Tage) eingegangen wurden, hat sich in 2023 die sich bereits im Geschäftsjahr 2022 abzeichnende Tendenz verfestigt, Bestände -im Bereich der Pre-IPOs und IPOs gezwungenermaßen aufgrund der Illiquidität von Einzelpositionen- über sehr lange Zeiträume (> sechs Monate) gehalten wurden.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ist angesichts der von der Geschäftsführung eingeleiteten Maßnahmen positiv. Überdies ist die Geschäftsführung für das Börsenjahr 2024 optimistisch gestimmt. Eine sich zunehmend der von den Notenbanken angestrebten Marke von 2% annähernden Inflation und die von den Notenbanken in den USA und Europa für diesen Fall in Aussicht gestellten Zinssenkungen sollten für eine positive Grundstimmung an den internationalen Börsen sorgen. Dessen ungeachtet gilt es auch in 2024 den Einfluss geopolitischer Faktoren, wie den Ukrainekrieg im Auge zu behalten. Aber auch die Abhängigkeit gerade europäischer Unternehmen von China stellt nach Auffassung der Geschäftsführung der Orca Capital GmbH ein nicht unbeträchtliches Risiko für die Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten dar. Und selbstverständlich wird auch der Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Börsen haben.

Dies so unterstellt überwiegen nach Auffassung der Geschäftsführung der Orca Capital GmbH die günstigen Vorzeichen für das Börsenjahr 2024. Vor allem die prognostizierte Senkung der Leitzinsen durch die FED in den USA und die EZB in Europa sollte dafür sorgen, dass die Handelsvolumina in 2024 steigen und die Assetklasse "Aktien" wieder an Attraktivität gewinnt. Aufgrund der so erwarteten positiven Grundstimmung an den internationalen Börsen erwartet die Geschäftsführung eine Erhöhung der Aktienindizes gerade in den USA, aber auch der europäischen Börsen. An diese Einschätzung ist die Erwartung der Geschäftsführung der Orca Capital GmbH geknüpft, dass in 2024 die Anzahl der Börsengänge und Kapitalmaßnahmen, auch im Small- und Mid-Cap-segment wieder zunehmen wird.

Vor dem Hintergrund dieser günstigen Vorzeichen strebt die Geschäftsführung der Orca Capital GmbH für das Geschäftsjahr 2024 an, ein positives operatives Ergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 zu erzielen.

II. Risikobericht

Die von der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 identifizierten Risiken werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben.

Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Entwicklung an den internationalen Börsen in 2024 besonders von der Entwicklung der Leitzinsen abhängig. Angesichts der Entwicklung der Inflation in den USA aber auch in Europa, erwarten die Marktteilnehmer eine deutliche Reduzierung der Leitzinsen. Die Einschätzung geht dahin, dass die FED und die EZB die Leitzinsen in mehreren Schritten reduzieren werden. Die Geschäftsführung der Orca Capital GmbH meint, dass diese Erwartung ein nicht unerhebliches Risikopotential für die Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten beinhaltet. Das Ausbleiben von Zinssenkungen aus mehreren Gründen risikobehaftet: Zinsen haben maßgeblichen Einfluss auf die die Kapitalkosten; das Ausbleiben von Zinssenkungen kann dazu führen, dass Unternehmen geplante Investitionen zurückstellen. Zudem belasten Zinsen die Gewinnmargen von Unternehmen, welche wiederum erheblichen Einfluss auf deren Bewertung haben; prognostizierte künftige Gewinne von Unternehmen würden mit entsprechend größeren Zinsabschlägen diskontiert werden. Die Höhe des Zinsniveaus beeinflusst also den Unternehmenswert und damit den Aktienkurs negativ. Als besonders zinsabhängig gelten Aktien aus dem Wachstums- und Technologiesektor. Diese Unternehmen sind häufig darauf angewiesen, ihr Unternehmenswachstum über die Börse zu finanzieren. Durch das Zinsniveau belastete Unternehmensbewertungen führen dazu, dass Börsengänge für Unternehmen weniger attraktiv sind, dass über Kapitalmaßnahmen keine bzw. nur verhältnismäßig teuer Eigenkapital generiert werden kann. Dieser Umstand begründet für die Orca Capital GmbH das Risiko, dass sich nur in sehr begrenztem Maße Sondersituationen und darauf aufbauend, Handelsstrategien im Bereich der Arbitrage ergeben.

Aber auch geopolitische Umstände, insbesondere der Krieg in der Ukraine, die Entwicklung des Konflikts zwischen China und Taiwan und die damit verbundene Unsicherheit führen zu einer Belastung des Börsensentiments.

III. Chancenbericht

Chancen für die Orca Capital GmbH ergeben sich, wenn die Fokussierung auf das Kerngeschäft und die Umsetzung kurzfristiger Handelsstrategien durch den Einsatz automatisierter Suchmaschinen unterstützt werden kann.

Die Orca Capital GmbH hat ungeachtet des in 2023 erwirtschafteten Verlustes wieder erhebliche Anstrengungen unternommen, um die bestehenden Informationssysteme, auch mit Hilfe externer Entwickler, weiter zu verbessern und zu erweitern. Erhebliche Bedeutung kommt dabei der Entwicklung zusätzlicher Funktionalitäten des firmeneigenen Informations- und Bestandssystem OrcaView ("OV") zu. Der Nutzen von OrcaView erschöpft sich infolge der Weiterentwicklung nicht mehr in der reinen Information über Bestände, Bestandsveränderungen und die Bewertung der Bestände, also deren Kursentwicklung. Vielmehr wurde die automatisierte Kontrolle von vereinbarten Limits für Bestände in Finanzinstrumenten und von Stopp Loss-Orders auslösende Verlustobergrenzen weiter verfeinert. Hinzu kommen Investitionen in handelsunterstützende Programme mit dem Ziel, den Händlern für ihre Handelsstrategien relevante Informationen schneller zur Verfügung zu stellen.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Orca Capital GmbH die Lehren aus dem mit Abstand schlechtesten Geschäftsjahr der Firmengeschichte gezogen hat. Die Tätigkeit der Händler wird nun in einem noch stärkeren Maße als bisher überwacht, die Eingriffsschwellen wurden abgesenkt und die automatisierten die Handelstätigkeit begrenzenden Maßnahmen wurden verschärft. Gleichzeitig wurden erhebliche Investitionen in handelsunterstützende Programme getätigt, um die Kreativität der Händler bei der Umsetzung der verschiedenen Handelsstrategien zu unterstützen.

Die Geschäftsführung ist angesichts der von ihr eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen aber zuversichtlich, dass sich in guten Börsenjahren künftig Ergebnisse auf Basis des Geschäftsjahres 2022 werden wiederholen lassen.

IV. Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente

Optionsscheine werden in der Regel erworben, um Kursdifferenzen zu Aktien auszunutzen. Zudem verfolgt die Orca Capital GmbH zu einem geringen Teil in Optionsscheinen oder ähnlichen derivativen Finanzinstrumenten einen Arbitragehandelsansatz. Eine Absicherung des Währungsrisikos durch Optionen entfällt, da in der Regel täglich mehrmals eine Abstimmung und Ausgleich der Fremdwährungskonten erfolgt.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.425.845,27 1.067.574,70
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 460.014,43 382.142,75
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 411.069,00 368.663,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 48.942,43 13.476,75
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 3,00
II. Sachanlagen 725.183,00 660.431,31
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 670.983,00 645.935,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 54.200,00 14.496,31
III. Finanzanlagen 240.647,84 25.000,64
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,64 25.000,64
2. Beteiligungen 215.647,20
B. Umlaufvermögen 42.668.690,71 80.187.699,72
I. Vorräte 4.094,43
1. geleistete Anzahlungen 4.094,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.695.316,47 6.584.833,85
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.500,00 0,00
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.053,40
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.617.685,10 2.731.409,46
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.051.077,97 3.853.424,39
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 700.000,00 1.715.000,00
III. Wertpapiere 14.575.707,15 26.390.923,33
1. sonstige Wertpapiere 14.575.707,15 26.390.923,33
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 24.393.572,66 47.211.942,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.798,47 32.444,61
Aktiva 44.143.334,45 81.287.719,03

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 32.151.487,23 55.335.702,45
I. ausgegebenes Kapital 28.991,00 28.435,00
1. Gezeichnetes Kapital 29.000,00 29.000,00
2. eigene Anteile -9,00 -565,00
II. Kapitalrücklage 13.832,80 14.388,80
III. Gewinnvortrag 39.878.878,65 47.527.738,95
IV. Jahresfehlbetrag 7.770.215,22 -7.765.139,70
B. Rückstellungen 1.565.572,20 5.049.750,23
1. sonstige Rückstellungen 1.565.572,20 5.049.750,23
C. Verbindlichkeiten 10.422.675,03 20.902.266,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.398.005,70 5.173.695,68
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.110.176,50 4.892.890,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 287.829,20 280.804,85
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 473.212,56 662.277,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 473.212,56 662.277,89
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 258.786,07 285.401,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 258.786,07 285.401,67
4. sonstige Verbindlichkeiten 6.292.670,70 14.780.891,11
davon aus Steuern 182.948,51 154.518,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.592.670,70 14.380.891,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 700.000,00 400.000,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.599,99
Passiva 44.143.334,45 81.287.719,03

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 1.777.537.793,83 2.962.138.513,05
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 7.003.643,98 10.188.644,22
3. sonstige betriebliche Erträge 811.198,06 1.835.813,62
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 595.570,28 1.515.855,61
4. Materialaufwand 1.767.068.483,07 2.924.652.261,82
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.767.068.483,07 2.924.652.261,82
5. Personalaufwand 3.534.627,78 9.682.350,86
a) Löhne und Gehälter 2.918.151,52 9.127.005,37
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 616.476,26 555.345,49
davon für Altersversorgung 32.827,25 20.014,85
6. Abschreibungen 276.118,63 286.944,29
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 276.118,63 286.944,29
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.917.680,48 4.543.077,55
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 553.377,42 897.674,85
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.264.022,94 3.466.394,48
davon Erträge aus Abzinsung 4.198,90 1.247,01
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 3.418.634,69 8.374.952,75
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 147.870,05
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.062.318,77 1.549.823,59
davon an verbundene Unternehmen 32.144,64
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 98.972,65 395.047,37
12. Ergebnis nach Steuern -7.767.465,22 7.767.618,70
13. sonstige Steuern 2.750,00 2.479,00
14. Jahresfehlbetrag 7.770.215,22 -7.765.139,70

Anhang zur Bilanz auf den 31.12.2023 und zur Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

der Orca Capital GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hettenshausen und wird beim Amtsgericht in Ingolstadt unter der Registernummer HRB 4988 geführt

Der Jahresabschluss der Orca Capital GmbH wurden nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte zu Unternehmensfortführungswerten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 264 i.V.m. § 267 Abs. 3 HGB.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemein

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend dem tatsächlichen Werteverzehr linear vorgenommen.

Die Anschaffungskosten beweglicher Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden im Zugangsjahr als Aufwand behandelt, Sachanlagen zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde die Entwicklung von handelsunterstützenden Programmen (Algotrading) fortgeführt. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten hierfür betrug EUR 201.619,44. Davon entfielen auf aktivierte selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Entwicklung EUR 48.942,43. Es wurde das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB ausgeübt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Sofern sich eine dauerhafte Wertminderung ergab, wurden die Wertansätze auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Kurs zum Tag der Rechnungsstellung bzw. mit dem niedrigeren Stichtagskurs angesetzt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Ergab sich am Abschlussstichtag ein niedriger Börsenkurs so wurde auf diesen Wert abgeschrieben.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalwerten erfasst.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben gebildet, die erst in späteren Wirtschaftsjahren Aufwand darstellen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe ihres nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Für das selbst erstellte Bestands- und Informationssystem OrcaView wurde in 2021 das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB ausgeübt. Der Buchwert zum 31.12.2023 beträgt EUR 274.536,00.

Für die selbst erstellten handelsunterstützenden Programme (Algotrading) wurde das Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB ausgeübt. Der Buchwert zum 31.12.2023 beträgt EUR 136.533,00.

Die Orca Capital GmbH ist mit einem Anteil von 22,12 % an der D. Brown Technik AG, Sperlring 2, 85276 Hettenshausen beteiligt. Die Beteiligung an der D. Brown Technik AG wurde in 2019 auf EUR 0,00 abgeschrieben. Die D. Brown Technik AG erwirtschaftete in 2023 einen Verlust i. H. v. EUR 5.142,69.

Die Orca Capital GmbH ist mit EUR 25.000,00 an der Orca Venture GmbH, Sperlring 2, 85276 Hettenshausen beteiligt, dies entspricht einem Anteil von 100 % am 31.12.2023. Die Orca Venture GmbH erwirtschaftete im Jahr 2022 einen Verlust i.H.v. EUR 78.603,99. Am 31.12.2022 beträgt das Eigenkapital der Orca Venture GmbH ./. EUR 243.520,90. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschluss 2023 der Orca Capital GmbH liegt noch kein Jahresabschluss 2023 der Orca Venture GmbH vor.

Die Orca Capital GmbH ist mit CAD 1,00 an der Kaba Capital Investments Corp., 20th floor, 250 Howe Street Vancouver BC V6C 3R8 Canada beteiligt, dies entspricht einem Anteil von 100 % am 31.12.2023. Die Kaba Capital Investments Corp. erwirtschaftete in 2023 einen Verlust i.H.v. CAD 83.885,00. Am 31.12.2023 beträgt das Eigenkapital der Kaba Capital Investments Corp. CAD 412.615,00.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die ausgewiesenen Forderungen beinhalten Forderungen gegenüber der Orca Venture GmbH über EUR 2.617.685,10.

Wertpapiere

Die Anschaffungskosten der Wertpapiere wurden anhand des gewogenen Durchschnittskurses der Wertpapierkäufe errechnet.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben gebildet, die erst in späteren Wirtschaftsjahren Aufwand darstellen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Rückstellungen
in EUR
01.01.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2023
Rückstellung für Aufbewahrungspflicht 0,00 34.115,99 34.115,99
Sonstige Rückstellungen 779.295,00 76.251,19 28.348,81 42.980,00 717.675,00
Rückstellung für Personalkosten 4.180.455,23 3.865.300,44 39.458,46 431.918,70 707.615,03
Rückstellung für Abschluss und Prüfung 90.000,00 53.833,82 70.000,00 106.166,18
Gesamt: 5.049.750,23 3.995.385,45 67.807,27 579.014,69 1.565.572,20

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsfälle sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten, Rückstellungen aus Rückbauverpflichtungen sowie Beratungsgebühren aus Wertpapiergeschäften.

Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich zum Abschlussstichtag im Wesentlichen aus Darlehensverbindlichkeiten u.a. gegenüber den Gesellschaftern sowie Verbindlichkeiten aus Leerverkäufen von Wertpapieren und Wertpapierleihen zusammen.

Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 300.000,00.

in Anspruch davon Restlaufzeit
Verbindlichkeiten gegenüber genommener Betrag x 1 Jahr 1 Jahr < x 5 Jahre
Kreditinstituten 3.398.005,70 3.110.176,50 287.829,20
Verbindlichkeiten aus L/ L 473.212,56 473.212,56 0
Verbindlichkeiten ggü. verbund. Unternehmen 258.786,07 258.786,07 0
sonstige Verbindlichkeiten 6.292.670,70 5.592.670,70 700.000,00
10.422.675,03 9.434.845,83 987.829,20

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 595.570,28 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 553.377,42 enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum Herr Roman Grodon, Bankkaufmann, Herr Wolfgang Burkhardt, Bankkaufmann und Herr Thomas König, Wertpapierhändler.

Die Bezüge der Geschäftsführung für das abgelaufene Geschäftsjahr betrugen EUR 378.630,98.

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden neben den drei Geschäftsführern durchschnittlich 39,75 Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon waren 30,5 Mitarbeiter operativ und 9,25 Mitarbeiter in der Verwaltung tätig.

Finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen und Leasingverträgen für Bürogeräte in Höhe eines Gesamtbetrags von EUR 1.312.932,54.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
a b c d
x 1 Jahr 1 Jahre < x 5 Jahre x > 5 Jahre Betrag
I. Langfristige Miet- Pacht und Leasingverträge
a) Miet-/Pachtverträge:
- Bürogebäude 261.271,10 344.820,10 0,00 606.091,20
Gesamt (Ia) 261.271,10 344.820,10 0,00 606.091,20
b) Leasingverträge:
- Sonst. Bürogeräte 200.851,22 499.435,00 6.555,12 706.841,34
Gesamt (Ib) 200.851,22 499.435,00 6.555,12 706.841,34
Summe I 462.122,32 844.255,10 6.555,12 1.312.932,54

Abschlussprüferhonorar

Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar i. H. von EUR 70.000,00 berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen EUR 70.000,00, auf andere Bestätigungsleistungen EUR 0,00, auf Steuerberatungsleistungen EUR 0,00 und auf sonstige Leistungen EUR 0,00.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum 31.12.2023 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB ein Gesamtbetrag in Höhe von EUR 460.011,43 der Ausschüttungssperre. Der Betrag beinhaltet die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von EUR 411.069,00 (Vorjahr EUR 368.663,00) sowie die in der Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von EUR 48.942,43 (Vorjahr EUR 13.476,75).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der vorliegende Jahresabschluss wurde für das letzte volle Geschäftsjahr der "Orca Capital GmbH" erstellt. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 erfolgte ein Formwechsel der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft gemäß §§ 190 ff. UmwG. Dieser Formwechsel hat keine Auswirkungen auf die Bilanzierung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023, da dieser erst im Jahr 2024 wirksam wurde.

Gewinnverwendung

Die Gesellschafter schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 7.770.215,22 mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen.

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 470.634,74 139.200,26 13.476,75 623.311,75 101.971,74
In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 13.476,75 48.942,43 13.476,75- 48.942,43 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.569,39 67.569,39 67.566,39
Immaterielle Vermögensgegenstände 551.680,88 188.142,69 0,00 739.823,57 169.538,13
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.298.917,54 190.895,62 1.489.813,16 692.982,54
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.496,31 54.200,00 14.496,31 54.200,00 0,00
Sachanlagen 1.313.413,85 245.095,62 14.496,31 1.544.013,16 652.982,54
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,64 25.000,64 0,00
Beteiligungen 40.000,00 215.647,20 255.647,20 40.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 100.000,00 100.000,00 100.000,00
Finanzanlagen 165.000,64 215.647,20 380.647,84 140.000,00
2.030.095,37 648.885,51 14.496,31 0,00 2.664.484,57 962.520,67
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 110.271,01 212.242,75 411.069,00
In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 48.942,43
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.566,39 3,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 110.271,01 279.809,14 460.014,43
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 165.847,62 818.830,16 670.983,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 54.200,00
Sachanlagen 165.847,62 818.830,16 725.183,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,64
Beteiligungen 40.000,00 215.647,20
Wertpapiere des Anlagevermögens 100.000,00 0,00
Finanzanlagen 140.000,00 240.647,84
276.118,63 1.238.639,30 1.425.845,27

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hettenshausen, den 24.01.2025

gez. Roman Grodon

gez. Wolfgang Burkhardt

gez. Thomas König

gez. Christoph Dichtl

gez. Nils Meyer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2025 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Orca Capital GmbH, Hettenshausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Orca Capital GmbH, Hettenshausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Orca Capital GmbH, Hettenshausen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschäden) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende, wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 24. Januar 2025

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