Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 11242
Eingetragen
25.4.2003
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
der Handel und der Vertrieb von Bauteilen, insbesondere mit Blechen aller Art und Elementen in Sandwichbauweise; die Herstellung, der Vertrieb und die Montage von Hallen in Stahlbauweise sowie Stahlskelett- und Schweißkonstruktionen, Dach- und Wandsysteme. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens das Halten und die Führung von Beteiligungen an in- und ausländischen Gesellschaften, die auf dem Bauelemente-Markt tätig sind, die Koordination dieser Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Heinzel
seit 24.11.2025
Geschäftsführer
Thomas Flynn
seit 18.6.2025
Geschäftsführer
David Kasik
seit 21.3.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kingspan Holdings (Overseas) LimitedIRL
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kingspan Holding GmbH
Germany
25.565 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kingspan GmbH

Wesel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kingspan GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kingspan GmbH, Wesel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kingspan GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 11. August 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Forst, Wirtschaftsprüfer

Hufnagel, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.308,25 17.308,25 2.515,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.293.097,97 1.353.775,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.745.126,20 2.666.265,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 635.346,90 982.520,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 940.295,78 5.897,33
5.613.866,85 5.008.458,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.017.527,98 1.017.527,98
6.648.703,08 6.028.502,12
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.877.223,34 2.124.011,83
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.077.193,88 1.059.287,87
3. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.931.190,56 3.032.218,00
5.885.607,78 6.215.517,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.147.261,03 4.684.981,30
(sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.160.597,64 22.879.647,63
(davon gegen Gesellschafterin € 14.160.597,64; Vorjahr € 19.201.837,61)
(sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.582.527,55 2.652.830,26
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 517.842,75; Vj. EUR 588.145,56)
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 2.064.684,80; Vj. EUR 2.064.684,80)
21.890.386,22 30.217.459,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.856.100,64 1.759.689,52
37.632.094,64 38.192.666,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.270,16 35.897,98
44.285.067,88 44.257.066,51

Passiva

31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.565,00 25.565,00
II. Kapitalrücklage 15.180.277,42 15.180.277,42
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 29.142,65 29.142,65
15.234.985,07 15.234.985,07
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.374.103,00 12.267.317,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.490.262,73 6.520.429,72
16.864.365,73 18.787.746,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,01
(sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 343.085,70 0,00
(sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.234.484,84 1.392.912,84
(sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.310.861,96 7.363.034,45
(davon gegen Gesellschafterin € 8.310.861,96; Vorjahr € 3.047.877,70)
(sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.297.284,58 1.478.387,42
(sämtliche mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)
(davon aus Steuern € 976.494,55; Vorjahr € 809.311,85)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 304,82; Vorjahr € 951,15)
12.185.717,08 10.234.334,72
44.285.067,88 44.257.066,51

Gewinn- und Verlustrechnung für 2020

2019
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 119.687.596,48 91.195.457,36
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 17.905,80 888.519,29
3. Sonstige betriebliche Erträge 928.911,14 667.466,65
120.634.413,42 92.751.443,30
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -95.334.905,00 -74.447.372,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.130,18 -37.016,18
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.484.850,94 -5.050.920,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.082.464,16 -866.900,37
davon für Altersversorgung EUR 722.896,30 (Vj. TEUR 190)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -856.487,11 -585.882,24
b) auf Umlaufvermögen -90.017,84 0,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.666.980,91 -9.846.792,15
-118.526.836,14 -90.834.884,10
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -361.588,35 -292.797,29
-361.588,35 -292.797,29
10. Ergebnis nach Steuern 1.745.988,93 1.623.761,91
11. Sonstige Steuern -98.632,11 -61.745,49
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -1.647.356,82 -1.562.016,42
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Kingspan GmbH, Wesel

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

Die Kingspan GmbH hat ihren Sitz in Wesel und ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 S. 1 i.V.m Abs. 4 S. 1 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg (HRB 11242) eingetragen.

Die Hoesch Bausysteme GmbH mit Sitz in Kreuztal (Amtsgericht Siegen HRB 7893) und die Kingspan Property GmbH mit Sitz in Wesel (Amtsgericht Duisburg HRB 10670), beides Schwestergesellschaften der Kingspan GmbH, wurden aufgrund des Verschmelzungsvertrages zwischen der Hoesch Bausysteme GmbH, Kingspan Property GmbH und der im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 11242 eingetragenen Kingspan GmbH und nach Maßgabe der Beschlüsse der beteiligten Gesellschaften auf die Kingspan GmbH zum 30. Juni 2019 verschmolzen.

Zwischen der Muttergesellschaft Kingspan Holding GmbH, Wesel, und der Kingspan GmbH, Wesel, besteht zum 31. Dezember 2020 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Wegen Unwesentlichkeit des Tochterunternehmens Kingspan A/S, Stovring/Dänemark, unterbleibt nach § 296 Abs. 2 HGB die Aufstellung eines Konzernabschlusses der Kingspan GmbH. Die Kingspan GmbH und deren Tochtergesellschaft Kingspan A/S, Stovring/Dänemark, werden in den Konzernabschluss der Konzernmuttergesellschaft, der Kingspan Group plc., Kingscourt, Co. Cavan/Irland, die den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz der Muttergesellschaft offengelegt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (GKV) aufgestellt.

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

(1) Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern liegen zwischen 2 und 5 Jahren. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 20 - 40 Jahre, Grundstückseinrichtungen 5 - 20 Jahre, Betriebsvorrichtungen 10 - 25 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4 - 15 Jahre, andere Anlagen 3 - 25 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre.

Die planmäßigen Abschreibungen des abnutzbaren beweglichen Sachanlagevermögens werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.

In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren mit den Anschaffungskosten bewertet. Fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Allgemeine Verwaltungs- und Sozialkosten werden nicht in die Bewertung der Vorräte einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bewertet. Die Bewertung erfolgt wie im Vorjahr auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (i. Vj. "Richttafeln 2018 G") von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Berücksichtigung eines Rententrends von 1,5 % (i. Vj. 1,5 %). Am 26. Februar 2016 hat der Bundesrat das "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" gebilligt.

Die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt; dabei wird wie im Vorjahr der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Zinssatz (10-Jahres-Durchschnittssatz) in Höhe von 2,31 % (i. Vj. 2,71 %) verwendet.

Daraus ergeben sich zum 31. Dezember 2020 Rückstellungen für Pensionen von 12.374 Tsd €. Diese liegen um 1.061 Tsd € (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2020 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittssatzes ergeben hätte (13.435 Tsd €). Dieser Betrag ist zur Ausschüttung, nicht jedoch zur Gewinnabführung gesperrt.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen beträgt zum Stichtag 159 Tsd €. Für die Ermittlung wurde ein Rechnungszinssatz von 1,60 % zu Grunde gelegt sowie ein Gehaltstrend von 2,00 %.

In der Vergangenheit wurden die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und für Jubiläumsleistungen zusammen innerhalb der Position "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" in der Bilanz ausgewiesen. Ab dem Geschäftsjahr 2020 wird die Rückstellung für Jubiläumsleistungen (159 Tsd €) unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Für weitere Risiken wie Gewährleistungsverpflichtungen oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Restrukturierung, Altersteilzeitverpflichtungen und Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

(2) Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Tageskurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet.

(3) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist als Anlage beigefügt.

(4) Finanzanlagen

Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die nachfolgende Aufstellung enthält die Angaben zu Beteiligungsunternehmen gemäß § 285 Nr. 11 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB.

Gesellschaft, Sitz Währung Anteil am Kapital *** Eigenkapital Ergebnis
Kingspan A/S Stovring/Dänemark DKK 100% 18.903 1.286

* Stand 31.12.2020
** Geschäftsjahr 01.01.2020 bis 31.12.2020

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte haben sich zum 31.12.2020 um 462 Tsd. € auf 5.147 Tsd. € erhöht, was auf im Durchschnitt längere Zahlungsziele infolge der Verschmelzung der Hoesch Bausysteme GmbH zurückzuführen ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen mit 14.161 Tsd. € (Vorjahr: 22.880 Tsd. €) aus dem Cashpooling mit der Gesellschafterin Kingspan Holding GmbH.

(6) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind von 6.520 Tsd. € auf 4.490 Tsd. € gesunken. In der Position enthalten sind unter anderem die Reklamationsrückstellung mit 1.092 Tsd. EUR, die Abfindungsrückstellung mit 806 Tsd. EUR und die Kundenbonusrückstellung mit 670 Tsd. EUR sowie sonstige Rückstellungen mit 1.373 Tsd. EUR. Ursächlich für den Rückgang ist im Wesentlichen die Schließung der Fabrik in Kreuztal, da die damit in Verbindung stehende Abfindungsrückstellung aus dem Vorjahr zu einem großen Teil bereits in Anspruch genommen wurde.

(7) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr - abgesehen von branchenüblichen Eigentumsvorbehalten - unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 3.035 Tsd. € (Vorjahr: 3.213 Tsd. €) die Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling. Darüber hinaus enthält die Position Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Ergebnisabführungen mit 5.276 Tsd. € (Vorjahr: 3.048 Tsd. €). Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit weniger als 1 Jahr.

(8) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus dem Stammgeschäft teilen sich nach Absatzmärkten wie folgt auf:

Tsd. €
2020 Kingspan GmbH 2019 Kingspan GmbH
Deutschland 111.279 82.522
Übrige Länder 8.409 8.673
Insgesamt 119.688 91.195

(9) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 122 Tsd. € (i. Vj. 160 Tsd €) sowie Mieteinnahmen in Höhe von 571 Tsd. € (i. Vj. 0 Tsd. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung von 10 sd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €).

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen neben Vertriebsaufwendungen wie Verkaufsfrachten insbesondere auch Aufwendungen aus bestehenden Dienstleistungsverträgen sowie Gewährleistungs- und Instandhaltungsaufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen von 13 Tsd. € (Vorjahr: 1 Tsd. €).

(11) Zinsergebnis

Aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind Aufwendungen in Höhe von 114 Tsd. € (i. Vj. 279 Tsd. €) im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten. Die Aufwendungen entfallen sämtlich auf die im Rahmen der Verschmelzung übernommenen Rückstellungen der Hoesch Bausysteme GmbH.

(12) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des Bestehens der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Kingspan Holding GmbH als Organträgerin ist die Gesellschaft kein Steuersubjekt.

(13) 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mit verschiedenen Unternehmen Miet-, Wartungs- und Dienstleistungsverträge in geschäftsüblichem Umfang abgeschlossen. Es handelt sich insbesondere bei den Büromieten um gewöhnliche Mitverträge mit üblichen Kündigungszeiten im Rahmen der deutschlandweiten Vertriebs- und Verwaltungsaktivität. Das Leasing der Halle 1 und Halle 2 erfolgt bis März 2042 auf Basis eines Leasingplans.

(14) Mitarbeiter

Die Anzahl der im Berichtsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug:

Zahl der Arbeitnehmer
2020 Kingspan GmbH 2019 Kingspan GmbH
Arbeiter 34 81
Angestellte 92 118
Insgesamt 126 199

(15) Abschlussprüferhonorar

Im Geschäftsjahr 2021/2022 werden vom Abschlussprüfer voraussichtlich ein Gesamthonorar von 30 Tsd. € berechnet. Dies beinhaltet Leistungen im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung.

(16) Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2020 an:

Michael Rinsch, Kaufmann, Krefeld / Deutschland

David McMahon, Kaufmann, Kilkenny / Irland

David Kasik, Kaufmann, Ceska Skalice / Tschechische Republik

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur der im Inland ansässige Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezieht.

(17) Ergebnisverwendung

Das Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Kingspan Holding GmbH, Wesel, abgeführt.

(18) Konzernverhältnisse

Die Kingspan GmbH wird in den Konzernabschluss der Kingspan Group plc., Kingscourt / Irland, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss der Kingspan Group plc. ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich.

(19) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die seit Anfang 2020 die gesamte Weltwirtschaft betrifft, waren bis dato weniger umfangreich als erwartet. Gegenwärtig ist die Gesellschaft mit der Krise in dem Sinne konfrontiert, dass die Materialkosten in einigen Fällen zum Beispiel bei Stahl und Chemikalien um 30 bis 50 % gestiegen sind. Trotz des Anstiegs der Materialkosten befinden sich die Absatzzahlen der Kingspan GmbH jedoch auf dem gleichen Niveau, wie im Jahr 2020.

Im Jahr 2020 wurde ein Teil der Vermögenswerte-bestimmte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten in Höhe von € 2.931 Tsd. (Werk Kreuztal) als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umklassifiziert. Die Vermögenswerte wurden im April 2022 für einen Gesamtbetrag von € 8.700 Tsd. ohne MwSt. verkauft.

Aufgrund der aktuellen Situation in der Ukraine hat die Kingspan-Gruppe alle Aktivitäten in Russland am 31.03.2022 beendet. Mit Rücksicht darauf, dass der deutsche Teil der Gruppe und somit Kingspan GmbH in der Vergangenheit keinen Handel mit Russland betrieben hat, erwarten wir keine großen Auswirkungen auf unser Unternehmen. Andererseits sehen wir das Risiko steigender Energie- und Materialkosten durch diesen Konflikt.

 

Wesel, 18. Mai 2022

Kingspan GmbH

David McMahon

David Kasik

Michael Rinsch

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90.605,19 17.116,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.979.411,63 11.009,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.218.684,53 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.235.339,62 285.888,24
4. Geleistete Anzahlungen 2.018.591,15 901.518,78
29.452.026,93 1.198.416,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.017.527,98 0,00
30.560.160,10 1.215.533,37
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 107.721,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 -36.744,27 9.953.676,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 157.047,20 291.632,53 14.353.269,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.280,22 -287.767,93 3.192.179,71
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 32.879,67 2.952.989,60
198.327,42 0,00 30.452.116,13
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 1.017.527,98
198.327,42 0,00 31.577.366,05
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Zuschreibung
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.089,63 2.323,79 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.625.636,18 34.942,81 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.552.418,83 515.207,22 459.482,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.252.819,52 304.013,29 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 2.012.693,82 0,00 0,00
24.443.568,35 854.163,32 459.482,39
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
24.531.657,98 856.487,11 459.482,39
Kumulierte Abschreibungen
Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 90.413,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 8.660.578,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 11.608.143,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 2.556.832,81
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 2.012.693,82
0,00 0,00 24.838.249,28
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 24.928.662,70
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.308,52 2.515,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.293.097,97 1.353.775,45
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.745.126,20 2.666.265,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 635.346,90 982.520,10
4. Geleistete Anzahlungen 940.295,78 5.897,33
5.613.866,85 5.008.458,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.017.527,98 1.017.527,98
6.648.703,35 6.028.502,12

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar - 31. Dezember 2020

Präambel

Der folgende Lagebericht bezieht sich auf die Aktivitäten der Kingspan GmbH (im Folgenden "Kingspan" genannt), bestehend aus der Marke Kingspan und den Geschäften der Marke EMS mit der Produktionsstätte in Oldenburg.

Aufgrund der Verschmelzung im Jahr 2019 sind die 2020 GuV-Zahlen für die Kingspan GmbH nicht vollständig mit den Zahlen aus der GuV 2019 vergleichbar. Es fehlen die GuV-Werte der Hoesch Bausysteme GmbH und der Kingspan Property GmbH für das 1. Halbjahr 2019. Aus diesem Grund kommentieren wir beide Varianten in diesem Lagebericht.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen unserer Gesellschaft und der Kingspan Holding GmbH, Wesel.

Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens war vor den Verschmelzungen der Handel und der Vertrieb mit Blechen aller Art, insbesondere mit profilierten Blechen und Elementen in Sandwichbauweise (einschalig und zweischalig). Durch die Verschmelzungen sind nun außerdem die Herstellung, der Vertrieb und die Montage von Hallen in Stahlbauweise sowie Stahlskelett- und Schweißkonstruktionen, Dach- und Wandsysteme hinzugekommen. Der Verkauf wird weiterhin im Wesentlichen über Architekten, Investoren und Bauunternehmen realisiert. Die Umsatzerlöse werden mit rund 91% im Jahr 2020 überwiegend in Deutschland erzielt.

Die Kingspan GmbH hat infolge der Verschmelzung der Hoesch Bausysteme GmbH nun eine Produktionsstätte in Oldenburg. Aufgrund dessen wurden im Jahr 2020 21 % der verkauften Produkte in dem eigenen Werk hergestellt. Die restlichen Produkte wurden von den konzerninternen Kingspan-Produktionsstandorten in der Tschechischen Republik, Ungarn und Polen erworben.

Mitarbeiter des Unternehmens sind überwiegend Produktionsarbeiter, technisches und wirtschaftliches Personal sowie kaufmännische Mitarbeiter (Vertriebsmitarbeiter und Kundendienst). Die deutsche Niederlassung stellt auch den Kundendienst für andere Niederlassungen in der CEER (Central Europe, Eastern Europe and Russia)-Division sicher. Die Organisation deckt die Gebiete Zentral- und Osteuropa ab und der Kundendienst unterstützt insbesondere die Gebiete der Schweiz, Österreichs und von Hoesch Deutschland.

Zugleich gibt es ein zentrales Management in der Tschechischen Republik, das die Funktionen Controlling, Finanzen, den zentralen Kundendienst und die Planung verantwortet.

2. Forschung und Entwicklung

Der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten liegt auf den folgenden Bereichen:

EMS:

Linien-Test des neuen Aktivierungssystems zur Verbesserung der mechanischen Werte und Implementierung der QuadCore-Technologie

Verbesserung der Prozesssicherheit bei der QuadCore-Herstellung

Die Aktivitäten im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung sind teilweise intern in den Entwicklungszentren der Kingspan Group verwaltet und teilweise von Drittanbietern bereitgestellt. Eine Aktivierung von F&E-Aufwendungen in der Bilanz erfolgte wie im Vorjahr nicht.

Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2020 wurde die deutsche Wirtschaft nach zehnjähriger Wachstumsphase erneut von einer starken Rezession getroffen. Der Ausbruch der Corona-Pandemie und der damit einhergehende erste Lockdown im Frühjahr führten zusammen mit dem zweiten Lockdown im Zuge der zweiten Pandemiewelle zum Jahresende zu einem Rückgang des preisbereinigten BIP um 5,0 %. Ein Bereich konnte sich jedoch in der Krise behaupten, das Baugewerbe: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm hier im Vorjahresvergleich sogar um 1,4 % zu.

Auch der Dämmstoffmarkt in Deutschland ist im Jahr 2020 weitergewachsen. Während Handel und Dienstleistungen im laufenden Jahr als Maßnahme zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie für einige Wochen heruntergefahren wurden, gingen die Arbeiten auf den Baustellen nahezu unverändert weiter. In der Folge entwickelte sich auch das Geschäft mit Gebäudedämmstoffen konstant positiv. Laut den beiden aktuellen Marktstudien Branchenradar Dämmstoffe in Deutschland und Branchenradar Wärmedämm-Verbundsysteme in Deutschland rechnen die Hersteller am deutschen Markt für 2020 mit einem Umsatzplus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sollte die Branche mit Gebäudedämmstoffen und Fassadendämmungen knapp 3,5 Milliarden Euro umsetzen (Quelle: Branchenradar.com).

Das Projektvolumen für Gebäudehüllen aus isolierten Sandwich-Dach- und Wandelementen war auf einem konstant hohen Niveau, in etwa vergleichbar mit 2019. Auch die Anzahl der Wettbewerber auf dem deutschen Markt blieb konstant hoch und wurde zeitweilig sogar noch durch Lieferungen aus polnischen Werken erhöht. Durch diesen starken Wettbewerb waren die Margen weiterhin unter Druck. Die Erwartungen für die Gesamtwirtschaft im Jahr 2021 sind, genau wie für die Bauindustrie, maßgeblich durch die COVID-19-Pandemie geprägt und die Prognosen mit einer großen Unsicherheit behaftet. Während sich die kontaktintensiven Dienstleistungsbereiche kräftig von der Corona Krise erholen, schrumpft die Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe infolge von Lieferengpässen bei wichtigen industriellen Vorprodukten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Wirtschaftsleistung der deutschen Wirtschaft laut Herbstkonjunkturprognose des Ifo-Instituts für das Gesamtjahr 2021 um 2,5 % gestiegen. Im Jahr 2022 soll das Bruttoinlandsprodukt wieder um 5,1 % steigen.

2. Geschäftsverlauf

Erlös-/Absatz-/Umsatzentwicklung

Kingspan verkaufte 0,220 Mio. m 2 Profile (Vorjahr 0,205 Mio. m 2 , einschließlich fusionierter Unternehmen 0,952 Mio. m2) und 4,527 Mio. m 2 Platten (Vorjahr 3,213 Mio. m 2 , einschließlich fusionierter Unternehmen 4,316 Mio. m2).

Der Gesamtumsatz inklusive Zubehör belief sich auf 119,7 Mio. € (i. Vj. 91,2 Mio. inkl. verschmolzener Unternehmen 134,8 Mio.)

Die Umsatzerlöse erreichten 93,1 Mio. € (für Kingspan) und 26,6 Mio. € für das EMS-Geschäft. In den Lageberichten der Vorjahresabschlüsse wurde das Umsatzvolumen mit 101,4 Mio. (Kingspan) und 31,6 Mio. € (EMS) prognostiziert. Trotz der Tatsache, dass der Umsatz der Kingspan niedriger war als der FCST-Umsatz, war die Margenentwicklung sehr positiv und wir erwirtschafteten einen höheren Gewinn.

Die Kingspan GmbH erwirtschaftete einen Gewinn von 1,647 Mio. € (Vorjahr 1,562 Mio. €, inklusive verschmolzener Gesellschaften 1,814 Mio. €) vor Gewinnabführung. Trotz der Covid-19 Pandemie hat die Kingspan GmbH ein angemessenes Ergebnis erzielt.

Produktions- und Kostenentwicklung

Die Stahlpreise blieben im Laufe des Jahres auf dem Niveau des Vorjahres. Die Preise für die Schaumstoffkomponente "MDI" stiegen im Jahresverlauf leicht an. Anderseits sind die Preise für "Polyol" leicht gesunken.

3. Lage der Gesellschaft

Vermögens- und Finanzlage

31/12/2020 31/12/2019
EUR % EUR %
Vermögensstruktur
Anlagevermögen
Immaterielles Anlagevermögen 17.308,25 0% 2.515,56 0%
Sachanlagen 5.613.866,85 13% 5.008.458,58 11%
Finanzanlagen 1.017.527,98 2% 1.017.527,98 2%
Umlaufvermögen
Vorräte 5.885.607,78 13% 6.215.517,70 14%
Sonstiges Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten 21.894.656,38 49% 30.253.357,17 68%
Flüssige Mittel 9.856.100,64 22% 1.759.689,52 4%
Total 44.285.067,88 100% 44.257.066,51 100%
Kapitalstruktur
Eigenkapital 15.234.985,07 34% 15.234.985,07 34%
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen 12.532.874,81 28% 12.267.317,00 28%
Sonstige Rückstellungen 4.331.490,92 10% 6.520.429,72 15%
Verbindlichkeiten 12.185.717,08 28% 10.234.334,72 23%
Total 44.285.067,88 100% 44.257.066,51 100%

Es ist zu erkennen, dass die Bilanzsumme ähnlich ist wie im Vorjahr 2019. Die Sachanlagen stiegen um 0,6 Mio. € auf 5,6 Mio. €. Hauptgrund ist die Neuinvestition einer Quadcore-Linie im Werk Oldenburg in Höhe von 0,7 Mio. €. Bei den Finanzanlagen gab es keine Veränderung. Die Beteilung an der Kingspan A/S Stovring/ Dänemark wurde wie im Vorjahr mit 1 Mio. € bewertet. Die Anlagenintensität (= Anlagevermögen/ Gesamtvermögen) ist nur leicht im Gegensatz zum Vorjahr mit 14 % auf 15 % gestiegen.

Die Vorräte sind mit € 5,9 Millionen gegenüber dem Vorjahr mit € 6,2 Millionen gesunken. Der Hauptgrund dafür war ein geringerer Bestand an Stahl in Höhe von € 0,3 Millionen und ein geringerer Bestand an Chemikalien in Höhe von € 0,2 Millionen.

Die sonstigen Vermögenswerte sind um 8,3 Mio. € gesunken auf 21,9 Mio. €. Haupttreiber der Differenz ist der Gewinnausfall aus 2018 von Forderungen der Hoesch Bausysteme GmbH im Jahr 2019 in Höhe von 18,0 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund höherer Absatzzahlen im Dezember um 1,9 Mio. gestiegen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen um 8,1 Mio. €. Ursache hierfür, war der Verlustausgleiche 2019 für die Hoesch Bausysteme GmbH von der Kingspan-Gruppe in Höhe von 18,0 Mio. € (Teil sonstiges Umlaufvermögen).

Auf der Passivseite haben sich insbesondere folgende Veränderungen ergeben:

Auf Grund des Gewinnabführungsvertrages blieb das Eigenkapital im Jahr 2020 mit 15,2 Mio. € auf dem gleichen Niveau. Es wurden keine Einstellung in die gesetzlichen Rücklagen vorgenommen. Die Eigenkapitalquote (= Eigenkapital/ Gesamtkapital) hat sich zum Vorjahr nicht verändert und verbleibt bei 34 % zum 31. Dezember 2020.

Die Pensions- und Jubiläumsrückstellungen erhöhten sich um 0,1 Mio. € auf 12,4 Mio. € für Jubiläen, die mit der Schließung des Werkes der Hoesch Bausysteme GmbH - Kreuztal einhergehen. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um 2,0 Mio. € auf einen Endbestand von 4,5 Mio. €. Der Hauptgrund für diese Entwicklung sind die Restrukturierungsrückstellungen für das Werk in Kreuztal mit einem Restbetrag von 0,8 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 0,8 Mio. € auf 2,2 Mio. € aufgrund der höheren Produktion im Januar 2021, wofür vermehrt Materialien Ende 2020 gekauft wurden.

Ertragslage

Das wirtschaftliche Umfeld war im Geschäftsjahr 2020 angespannt. Trotz der Pandemie Covid-19 erzielte die Kingspan GmbH ein besseres Ergebnis als im Vorjahr.

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse zuzüglich der Erhöhung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen und sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich des Materialaufwands) stieg um 7,0 Mio. € auf 25,3 Mio. € (i. Vj. 18,3 Mio. €, einschließlich der verschmolzenen Gesellschaften 28,7 Mio. €).

Der Personalaufwand erhöhte sich um 0,7 Mio. € auf 6,6 Mio. € (i. Vj. 5,9 Mio. €, einschließlich der fusionierten Unternehmen 11,8 Mio. €). Hauptgrund ist die Schließung des Werkes in Kreuztal im Mai 2019 (Sozialplan).

Die Abschreibungen stiegen um 0,4 Mio. € auf 0,9 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €, inkl. verschmolzener Unternehmen 1,2 Mio. €). Hauptgrund ist die Schließung des Werkes in Kreuztal im Mai 2019. Die Abschreibungen für Anlagen und Maschinen wurden mit der Schließung der Produktion eingestellt.

Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 5,8 Mio. € auf 15,7 Mio. € (Vorjahr 9,8 Mio. €, inkl. verschmolzener Unternehmen 15,1 Mio. €).

Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Gewinnabführung) sowie das Ergebnis vor Gewinnabführung haben sich aus den oben genannten Gründen von 1,56 Mio. € auf 1,65 Mio. € erhöht.

Gesamtaussage

Die Entwicklung des Unternehmens im Allgemeinen und der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren (Absatz, Umsatz und Ergebnis nach Steuern) entsprach weitgehend den Prognosen. Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 verlief daher weitgehend günstig. Insbesondere die Margenverbesserung war signifikant.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikobericht

Neues wirtschaftliches Risiko seit Beginn des Geschäftsjahres 2020 ist die so genannte "Corona Krise", die die Wirtschaft weltweit beeinflusst hat. Wegen COVID-19 hat Kingspan GmbH ihre Einrichtungen für einen begrenzten Zeitraum schließen müssen und hierbei auf staatliche Unterstützungsmaßnahmen zurückgegriffen:

Das Verkaufsbüro in Wesel hatte für den April 2020 Kurzarbeit beantragt. Die überwiegende Mehrheit der Paneele wird bei der Schwestergesellschaft in der Tschechischen Republik hergestellt. Da diese nicht von Auswirkungen der Pandemie betroffen war, war es nicht erforderlich, die Kurzarbeit zu verlängern.

In der Produktionsstätte Oldenburg wurde das Kurzarbeiterprogramm von April bis Mai 2020 ausgenutzt. Die Produktion war in diesen Monaten um 30 % niedriger als üblich. Da wir im Mai neue Aufträge erhalten haben, wurde beschlossen, die Kurzarbeit Ende Mai wieder zu beenden.

Derzeit ist das Unternehmen in geringem Maße von dieser Krise betroffen und die wirtschaftlichen Ergebnisse sind noch auf einem guten Niveau.

Die nachfolgend aufgeführten Konjunktur-, Absatz- und Forderungsausfallrisiken sehen wir in der Reihenfolge ihrer Nennung als die bedeutsamsten Risiken für unser Unternehmen an:

Konjunkturrisiken:

Risiken sind weitgehend durch eine mögliche ungünstige Entwicklung der Baukonjunktur begründet, die insbesondere auf niedrigpreisige, qualitativ unseren Paneelen unterlegene Produkte setzt. Darüber hinaus steigt der Materialeinsatz. Aufgrund der Wirtschaftskrise im Jahr 2021 (Covid-19-Pandemie) und 2022 (Konflikt in der Ukraine) kam es zu einem deutlichen Anstieg des Materialeinsatzes und eines Preisanstiegs. Ein ähnlicher Trend wird auch für das dritte Quartal 2022 erwartet, daher müssen die Verkaufspreise angepasst werden.

Absatzrisiko:

Ein weiteres Branchenrisiko sehen wir in einer zusätzlichen Kapazitätserweiterung durch unsere Wettbewerber, insbesondere in Deutschland, unserem Hauptabsatzgebiet. Dies kann schwindende Marktanteile und Umsatzrückgänge zur Folge haben. Unser Markt zeichnet sich weiterhin durch harten Wettbewerb- und Preisdruck aus.

Forderungsausfallrisiken:

Ein weiteres finanzielles Risiko besteht im Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welcher sich negativ auf das Ergebnis auswirken kann. Dieses Risiko wird gesenkt durch bestehende Kreditversicherungen und ein aktives Forderungsmanagement.

Die vorgenannten Wirtschafts- und Absatzrisiken in Deutschland und in den relevanten Exportmärkten werden auch im Jahr 2021 und im Jahr 2022 weiter fortbestehen, da sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen kurzfristig nicht ändern werden. Nach unserer Überzeugung stellen die vorgenannten Risiken keine Gefahr für die Unternehmensfortführung dar.

Chancenbericht

Chancen ergeben sich aus unseren Marken, die für Qualität und Know-how in ihren jeweiligen Absatzmärkten stehen, mit dem Ergebnis, dass sich in den kommenden Jahren nachhaltig Chancen für den Gewinn an Marktanteilen sowie Verkaufsvolumen und Ergebnis ergeben können.

Auch für die Zukunft rechnen wir mit einer stabilen Entwicklung der Neubautätigkeit sowie des Sanierungsbaus, obwohl durch die COVID-19-Krise kurzzeitig die Nachfrage zurückgehen kann. Ferner gehen wir aufgrund des gestiegenen Umweltbewusstseins und der erhöhten energetischen Anforderungen einzelner Bauteile davon aus, dass der Bedarf unabhängig von der Marktentwicklung steigen wird.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnete die Kingspan GmbH ursprünglich mit einem Absatz von 4,196 Mio. m 2 an Plattenbauteilen und 0,200 Mio. m 2 an Profilbauteilen und einem Umsatz von rund 181,03 Mio. €.

Der Absatz von Paneelkomponenten war im Jahr 2021 (4,102 Mio. m 2 ), der Absatz von Profilen war (0,234 Mio. m 2 ) und wir haben höhere Umsatzerlöse (141,867 Mio. €) erwirtschaftet. Wir mussten bei den Verkaufspreisen eine deutliche Materialerhöhung berücksichtigen.

Die Auswirkungen der Pandemie waren bisher weniger stark als erwartet. Allerdings werden die Auswirkungen der Krise im Winter 2022/23 wieder deutlicher zu spüren sein. Die nächste Bedrohung könnte für uns der Konflikt in der Ukraine darstellen.

Aufgrund der hohen Unsicherheit über die Entwicklung der Pandemie und dem Konflikt in der Ukraine ist unsere Prognosefähigkeit stark eingeschränkt. Trotz dieser Herausforderungen sind wir zuversichtlich, dass wir mit der Innovation unseres leistungsstarken Angebots, unserer Bilanzstärke und unserer Zugehörigkeit zur Kingspan-Gruppe in der Lage sind, diese Herausforderung zu meistern und dass wir längerfristig gut aufgestellt sind.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Auswirkungen auf die Bauindustrie nur in begrenztem Maße sichtbar. Die Ereignisse können jedoch negative Auswirkungen auf unsere Märkte und Kunden haben. Wir beobachten daher die aktuellen Entwicklungen sehr genau und werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Es werden Notfallpläne entwickelt, überwacht und umgesetzt. Auf der Grundlage unseres derzeitigen Kenntnisstandes und der verfügbaren Informationen gehen wir nicht davon aus, dass COVID-19 und der Konflikt in der Ukraine unsere Fähigkeit zur Fortführung des Unternehmens in der Zukunft beeinträchtigen wird.

Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 und das Geschäftsjahr 2022 basiert auf der Annahme eines weiterhin hohen Marktvolumens im deutschen Markt für gedämmte Sandwich-Dach- und Wandelemente.

Die Aussichten für deutsche Investoren, Planungsbüros und Kunden sind durchaus positiv. Allerdings wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen, was auch zu einer Verschlechterung der Nachfrage im Industriebau führen könnte. Darüber hinaus könnte sich auch die instabilere Lage der Weltwirtschaft auf die Marktsituation auswirken.

Die Kingspan GmbH ist in das Risikomanagementsystem des Kingspan-Konzerns eingebunden. Das Risikomanagement von Kingspan ist darauf ausgerichtet, Risiken und Chancen für das Unternehmen aktiv und strukturiert zu identifizieren und zu steuern. Damit übernimmt das Unternehmen die Verantwortung, die Geschäftsrisiken so weit wie möglich zu begrenzen und gleichzeitig die Chancen optimal zu nutzen.

 

Wesel, 18. Mai 2022

Kingspan GmbH

Die Geschäftsführung

David McMahon

David Kasik

Michael Rinsch

Gesellschafterbeschluss der Kingspan GmbH

Die Kingspan Holding GmbH, Wesel, beschließt als alleinige Gesellschafterin der Kingspan GmbH, Kreuztal, unter Verzicht auf die Einhaltung von Form- und Fristvorschriften für die Einberufung und Bekanntmachung einer ordentlichen Gesellschafterversammlung im schriftlichen Verfahren Folgendes:

1.

Der Abschluss für das Geschäftsjahr zum 31.12.2020, besteht aus

a)

Der Bilanz, abschließend mit einer Bilanzsumme in Höhe von € 44.285k sowie

b)

Der Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2020 bis 31.12.2020 € + 1.647k

 

und

c)

dem Anhang

 

wird hiermit festgestellt.

2.

Den Mitgliedern der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr Entlastung erteilt.

3.

Die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wird zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 01.01.2020 bis 31.12.2020 gewählt.

 

Wesel, den 10.05.2022

Kingspan Holding GmbH

Michael Rinsch

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