ESE GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Kohnert seit 22.12.2009 | Geschäftsführer |
Roland Aschoff seit 12.12.2008 | Prokura |
Udo Fröhlingsdorf seit 30.7.2008 | Prokura |
Jochen Thormeyer seit 11.3.2005 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ESE Industrie GmbHNeuruppinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Lagebericht zum 31.12.20081. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1. Grundlage des Geschäfts Nach Übernahme der OTTO Kunststoffverarbeitung Crock GmbH (im Folgenden auch "OKC" genannt) im Wege der Verschmelzung bilden seit April 2007 folgende Bereiche die Grundlage unseres Geschäfts: Hauptsächlich werden in der ESE Industrie GmbH (im Folgenden auch "ESE" genannt) an den Werksstandorten Neuruppin und Crock 2- und 4-rädrige Müllgroßbehälter (nachfolgend auch "MGB" genannt) in unterschiedlichen Abmessungen im hochautomatisierten Spritzgussverfahren hergestellt. Am Standort Crock erfolgt vorrangig die Fertigung von Zulieferteilen für den Automotive- Hausgeräte- und Logistiksektor, ergänzend dazu Akquisitions-, Entwicklungs- und Inbetriebnahmeaufgaben. Insbesondere sind folgende Schwerpunkte zu nennen: - Weiterentwicklung von Produkten, Werkzeugen, Techniken und Technologien zur Sicherung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, - direkter Export von MGB in bestimmte Länder Ost- und Südosteuropas seit Mai 2006, - Versandorganisation im Auftrag der vorwiegend europäischen Vertriebsgesellschaften der konzernweiten ESE-Gruppe, Das Geschäft stützt sich auf enge Beziehungen mit leistungsfähigen, zuverlässigen Partnern im In- und Ausland. EDV-technisch unterstützt werden die Abläufe durch Einsatz von SAP; im September 2006 erfolgte die Umstellung auf mySAP ERP. Der ESE Industrie GmbH gehören die wesentlichen Ausrüstungen und Immobilien am Standort Neuruppin und Crock. Zum Teil werden Geschäftsräume und Ausrüstungen an Schwestergesellschaften vermietet. 1.2. Rahmenbedingungen · Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das Jahr 2008 war geprägt von einem außerordentlichen Anstieg der Rohstoffkosten. In unserer Branche führte dies zu einer sehr hohen Nachfrage nach Abfallbehältern zur Einsammlung der Wertstoffe (insbesondere Papier). Die Produktion des letzten Quartals 2008 war bereits Ende September durch Bestellungen gesichert, so dass die plötzliche Änderung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der beginnenden Kredit- und Wirtschaftskrise keine negative Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft mehr hatte. Auch unsere Branche ist seit Anfang 2009 von der allgemeinen Wirtschaftskrise betroffen, da infolge des Einbruchs bei der Industrieproduktion weniger Abfälle anfallen und damit auch weniger Abfallbehälter benötigt werden. Die Nachfrage der Automobilindustrie nach technischen Teilen aus Kunststoff ist aufgrund der Einführung der "Abwrackprämie" relativ stabil. · Einbindung in die Unternehmensgruppe / Zuständigkeiten und Aufgabenverteilung Die Environmental Solutions Deutschland Holding GmbH, Neuruppin ("ESDH") hält einen Geschäftsanteil von 87,7 % an der ESE Industrie GmbH. Weiterer Gesellschafter mit einen Anteil von 7,5 % sind die OTTO Industries Europe B.V., Maastricht/Niederlande, und die Environmental Solutions Europe B.V., Maastricht/Niederlande, mit 4,8 %. Der Mehrheitsgesellschafter ESDH ist eine Tochter der Environmental Solutions Europe Holding B.V. Maastricht/Niederlande ("ESEH"), unter der alle europäischen Beteiligungen an Unternehmen im Bereich Entsorgungsbehälter und -fahrzeuge zusammengefasst sind. Diese wiederum ist eine Tochtergesellschaft der OTTO Industries Europe B.V. ("OIE") mit Sitz in Maastricht/Niederlande. Die für die Unternehmensgruppe wesentlichen Richtungsentscheidungen werden in Maastricht getroffen. Die OIE-Gruppe ist mit Vertriebsgesellschaften und teilweise auch Produktionsstätten in Deutschland, Schweden, England, Benelux, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Tschechien, Polen und Ungarn vertreten. Darüber hinaus bestehen Handelsvertretungen in Ost- und Südosteuropa. · Standorte Die Geschäftsräume und Produktionshallen der ESE Industrie GmbH befinden sich in Neuruppin und sind Eigentum der Gesellschaft. Seit der Verschmelzung der früheren OTTO Kunststoffverarbeitung Crock GmbH ab April 2007 hat die ESE Industrie GmbH eine unselbstständige Zweigniederlassung oder Betriebsstätte in Crock. An diesem Standort befinden sich weitere Geschäftsräume und Produktionshallen. Die zugehörigen Grundstücke sind Eigentum der Gesellschaft. · Bezugsquellen Die ESE Industrie GmbH kauft ihre Produkte zunehmend international ein. · Absatzgebiete Für die Kernprodukte im Bereich "Container Systems", 2- und 4-rädrige Müllgroßbehälter, erfolgt der Absatz überwiegend über die weltweit aktiven ESE-Vertriebsgesellschaften und seit Mai 2006 zum Teil auch direkt an öffentliche und private Auftraggeber in bestimmten Ländern Ost- und Südosteuropas. Für das Ergänzungsgeschäft "Contract Moulding" bestehen Direktverträge zwischen der ESE Industrie GmbH mit ihren überwiegend privaten Kunden im Inland. Hiervon entfällt der größte Teil auf die Automobilindustrie. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1. Ertragslage
Absolut betrug der Umsatz TEUR 97.932. Gegenüber dem Vorjahr (TEUR 80.539) ist dies eine Steigerung von rd. 21,6 %. Die Umsatzsteigerung wurde im Wesentlichen im Bereich Produktion von Abfallbehältern erzielt (2008: TEUR 82.440; 2007: TEUR 65.941). Die Umsatzausweitung im Jahr 2008 ist wesentlich bedingt durch einen erheblichen Anstieg der Preise für Wertstoffe. Insbesondere die deutschen Endkunden haben daraufhin diese Chancen der Erhöhung ihrer Margen genutzt und demzufolge vermehrt Abfallbehälter insbesondere zur Einsammlung von Papier bestellt. Hierdurch ergab sich für die Gesellschaft ein außerordentlich hoher Umsatzanstieg. Auf den seit 2007 neu hinzugekommenen Bereich "Automotive" entfällt im Geschäftsjahr ein Umsatz in Höhe von TEUR 13.435 und auf den in 2007 neu hinzugekommenen Bereich "Werkzeugbau" ein Umsatz von TEUR 2.056. Das Rohergebnis liegt mit TEUR 25.066 über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr TEUR 23.317). Relativ zur Gesamtleistung ist das Rohergebnis aber auf Grund gestiegener Rohstoffkosten gegenüber dem Niveau des Vorjahres von 27,8 % auf 26,1 % deutlich gesunken, da die Kostensteigerungen nicht vollständig im Preis an unsere Kunden weitergegeben werden konnten. Die Bezugspreise für Rohstoffe haben sich gegen Ende des Geschäftsjahres wieder deutlich entspannt. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in "4. Risikobericht". Der Personalaufwand erhöhte sich nur leicht auf TEUR 10.680 (Vorjahr TEUR 10.406) bei deutlich höherem Umsatz. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.023 sind aufgrund der Investition in neue Werkzeuge, Kühlung, Maschinen und Software höher ausgefallen als im Vorjahr (TEUR 2.823). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 8.225 lagen analog zur Steigerung der Gesamtleistung über dem Vorjahresniveau (Vorjahr TEUR 6.945), sind jedoch in Relation zum Umsatz etwas niedriger ausgefallen. Das Betriebsergebnis (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen) konnte hauptsächlich aufgrund der deutlich gestiegenen Rohstoffpreise nur leicht auf TEUR +3.138 gesteigert werden (Vorjahr TEUR +3.143). Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses sowie der Steueraufwendungen hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR +2.478 (Vorjahr TEUR +2.248) erzielt. 2.2. Finanzlage Konzern-Cash-Pooling Seit 2005 wird das alleinige Geschäftskonto der ESE Industrie GmbH bei der Fortis Bank Deutschland, Köln, geführt. Im Rahmen des Konzern-Cash-Pooling werden täglich die auf diesem Konto bestehenden Guthabensalden auf das Konto der Environmental Solutions Europe Holding B.V. Maastricht, Niederlande, übertragen. Die Gesellschaft ist damit in die zentrale Finanzierung (Cash-Pooling) der OTTO-Gruppe eingebunden. Zum 31. Dezember 2008 betrugen die Forderungen aus dem Cashpool gegen die Environmental Solutions Europe Holding B.V., Maastricht/ Niederlande TEUR 10.068. Wir verweisen auf die weitere Darstellung und Stellungnahme unter 3. Finanzierung und Nachtragsbericht hinsichtlich der Liquiditätslage des Konzerns und der Fortbestehensprognose der Gesellschaft. 2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich auf TEUR 52.000 deutlich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 46.356) erhöht. Dies ist wesentlich bedingt durch Investitionen in das Anlagevermögen, sowie durch eine Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 16.207 (Vorjahr TEUR 13.290) ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss auf TEUR 21.700 erhöht (Vorjahr TEUR 19.222); die Eigenkapitalquote bleibt nahezu unverändert bei 41,7 %. 2.4. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2008 besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Environmental Solutions Deutschland Holding GmbH mit Sitz in Neuruppin, dem die Gesellschafterversammlung mit Beschluss vom 19. Dezember 2007 zugestimmt hat; die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 3. März 2008. Am 25. September 2008 und am 12. Dezember 2008 wurden Nachträge in das Handelsregister eingetragen. Die Gesellschafter haben am 29. Dezember 2008 auf etwaige bereits bestehende oder zukünftige Ansprüche auf Abführung von Jahresüberschüssen verzichtet. Daher hat die Gesellschaft den Jahresüberschuss von EUR 2.478.202,52 nicht an die Gesellschafter abgeführt. Im Mai 2009 wurde die Aufhebung des Vertrages mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 beschlossen. 2.5 Zusammenfassung zum Geschäftsverlauf Wirtschaftlich war das Geschäftsjahr 2008 erneut geprägt von größeren Preisschwankungen beim Einkauf unseres Hauptrohstoffes PE (Polyethylen), die bis November trotz kürzerer Einkaufszyklen ein höheres Preisniveau zur Folge hatten. Dieser Trend betraf auch andere Zulieferungen und Dienstleistungen. Da diese Preisentwicklung nicht in vollem Umfang auf die Kunden umgelegt werden konnte, wurden zur Kompensation zusätzliche Rationalisierungsmaßnahmen in der Fertigung umgesetzt. Am Ende des Geschäftsjahres trat eine deutliche Entspannung der Preissituation bei den Rohstoffen ein. Die Investition in eine neue Spritzgussmaschine, die im Januar 2009 in den Betrieb ging, trägt bei erheblicher Erweiterung der Produktionskapazitäten auch zur Kostenreduzierung bei. Es wurden neue Werkzeuge gekauft, die aus unserer Sicht zu einer weiteren Produktivitätssteigerung beitragen werden. Mit diesen Werkzeugen soll die Nachfrage nach neuen Produkten zeitgerecht befriedigt werden. Durch diese vorausschauenden Investitionen können wir den Vertriebsgesellschaften neue Produkte in hoher Qualität zur Verfügung stellen, mit denen insgesamt ein Beitrag zur Stärkung der Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe geleistet wird. Ergänzend und unterstützend haben wir die Qualitäts- und Umweltstandards weiter verbessert. Von der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage seit dem 4. Quartal 2008 waren wir im abgelaufenen Geschäftsjahr noch nicht betroffen, da die volle Auslastung bis zum Jahresende bereits durch vorher eingegangene Bestellungen gesichert war. 3. Finanzierung sowie Nachtragsbericht Die Gesellschaft ist durch den Cash-Pool bzw. durch die Zuweisung von Liquidität durch den Konzern und Transaktionen mit verbundenen Unternehmen (Wareneinkauf und -verkauf, Konzernumlagen und -verrechnungen) in die Gruppenfinanzierung eingebunden und war daher auch von der angespannten Liquiditätslage der OIE-Gruppe betroffen. Verbundene Unternehmen hatten am 9. Juni 2005 Kreditvereinbarungen mit Banken über eine maximale Darlehenssumme von EUR 225 Mio abgeschlossen. Am 23. Oktober 2008 wurden diese Vereinbarungen ergänzt und teilweise verändert, da die in den ursprünglich getroffenen Kreditvereinbarungen fixierten "Covenants" vom Konzern nicht eingehalten werden konnten. Die Laufzeit der geänderten Kreditvereinbarung wurde bis zum 31. Dezember 2009 verkürzt. Die Finanzierung der OIE-Gruppe kann dabei bis zum 31. Dezember 2009 unter gewissen Bedingungen ("Covenants") sichergestellt werden. Die in 2008 geschlossene Kreditvereinbarung sieht eine Reihe von Verpflichtungen seitens der OIE-Gruppe vor. Diese betreffen neben der Einhaltung von Finanzkennzahlen ("Financial Covenants") die Rückführung der Darlehen durch Verkauf von Vermögenswerten im Zeitraum Juni 2009 bis Juni 2010 sowie die umfangreiche Besicherung von Vermögenswerten. Am 17. April 2009 wurde der Fälligkeitstermin für die Rückzahlung eines Teils der zugesagten Darlehenssumme (EUR 100 Mio.) bis zum 30. Juni 2010 verlängert. Diese Vereinbarung ist an folgende Bedingungen geknüpft: · Die Otto Industries B.V. Maastricht/Niederlande, wird spätestens bis zum 31. März 2010 einen detaillierten Refinanzierungsplan für die Rückzahlung des Teilbetragsüber EUR 100 Mio. durch die Environmental Solutions Europe Holding B.V. Maastricht/Niederlande, vorlegen. · Die vorherige Zustimmung des "Credit Committees" des Darlehensgebers wird erteilt. · Eine adäquate Dokumentation wird erstellt, um die Details dieser Vereinbarung vom 17. April 2009 darzustellen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2008 waren maximal EUR 186 Mio. zugesagt. Davon wurden EUR 181 Mio. von verbundenen Unternehmen in Anspruch genommen. Infolgedessen ist der Fortbestand der Gesellschaft im Wesentlichen von der Aufrechterhaltung der Finanzierung des Konzerns durch konzernfremde Kreditgeber (Banken) sowie interne Finanzierungsmaßnahmen abhängig. Aus den getroffenen Vereinbarungen resultiert für die Gesellschaft eine gesamtschuldnerische (Mit)Haftung. Diese ist auf die sog. "Distributable Reserves" (= Vermögensgegenstände ("Assets"./. Schulden ("Liabilities") ./. Stammkapital von damals EUR 6,2 Mio. ("Registered Share Capital")) beschränkt. Die maximale Haftung am Stichtag beträgt somit TEUR 15.500. Gesellschafter und das Management der Environmental Solutions Europe Holding B.V., Maastricht, streben bis Ende 2009 eine Herauslösung aus der laufenden Finanzierungslinie mit der Otto Industries Europe B.V., Maastricht/Niederlande, an und führen entsprechende Verhandlungen. Angestrebt ist dabei eine eigenständige Finanzierungslinie auf Ebene der Environmental Solutions Europe Holding B.V. in der Größenordnung EUR 80 - 100 Mio. Obwohl die ESE Industrie GmbH in den ersten fünf Monaten 2009 einen leichten nachfragebedingten Rückgang des Umsatzes zu verzeichnen hatte, welcher unter den Erwartungen des Businessplans lag, lag die Ergebnisentwicklung deutlich über den Erwartungen. Die wesentliche Ursache hierfür waren die deutlich gesunkenen Rohstoffbezugskosten in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2009. Daher sind die Geschäftsführung der Gesellschaft sowie ihre Gesellschafter zuversichtlich, dass die in 2008 insgesamt auf Konzernebene neu vereinbarten "Financial Covenants" in Zukunft eingehalten werden können. Aufgrund der derzeit niedrigen Rohstoffbezugskosten, konnte demzufolge in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2009 eine über dem Budget liegende Margen- und Ergebnisverbesserung erzielt werden. Gestützt wird diese Erwartung zum einen durch inzwischen umgesetzte Restrukturierungsmaßnahmen im Konzern und ferner durch die positive Entwicklung des Bruttoergebnisses und des EBIT ("Earnings before interest and taxes") auf Ebene des Environmental Solutions Europe Holding B.V.- Teilkonzerns in den Monaten Januar bis Mai 2009. Anhaltspunkte, die einer Einhaltung der "Covenants" in 2009 auf Konzernebene entgegenstehen könnten, sind der Geschäftsführung aktuell nicht bekannt. Die Bewertung und Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2008 erfolgte daher unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Unsicherheiten könnten sich insbesondere dann ergeben, wenn die in der Vereinbarung vom 17. April 2009 festgelegten Bedingungen nicht eingehalten werden könnten. Darüber hinaus haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben. 4. Risikobericht Ein beträchtlicher Anteil der Kunststoffprodukte basiert auf dem Rohstoff Öl. Insofern ist eine direkte Abhängigkeit der Rohstoffkosten von der Ölpreisentwicklung gegeben. Kurzfristige Preiserhöhungen am Rohölmarkt, die sich in erhöhten Rohstoff- und Transportkosten widerspiegeln, können zeitverzögert im Preis der Produkte an den Abnehmerkreis weitergegeben werden. Gegenüber Wettbewerbern bedeutet dies jedoch aus unserer Sicht keinen Nachteil. Auch der Strommarkt unterliegt dynamischen Veränderungen mit erheblichen Preissteigerungen. Zur Kompensation werden weitere Kosteneinsparungsprogramme verfolgt. Insbesondere nutzen wir die Chancen der zunehmenden Globalisierung, um weitere Einsparungen beim (weltweiten) Einkauf von Material und Komponenten zu realisieren. Die Preisentwicklungen werden intensiv beobachtet, um Vorkehrungen auch für 2009/ 2010 treffen zu können. Gegen Ende des Geschäftsjahres hat sich die Lage am Rohstoffmarkt aufgrund des Rückganges des Ölpreises deutlich entspannt. Seitdem haben sich die Einstandskosten stark verringert und die Margen entsprechend verbessert. Die Geschäftsführung hat keine Hinweise dafür, dass sich diese Entwicklung in nächster Zeit zu unserem Nachteil verändern könnte. Die Gesellschaft hat bislang auf Sicherungsgeschäfte z.B. durch den Abschluss von Waren-, Zins-, Fremdwährungstermingeschäften verzichtet. Insgesamt gesehen befindet sich die ESE Industrie GmbH über die in verschiedenen Märkten agierenden Vertriebsgesellschaften in einem relativ stabilen Markt, so dass keine besonderen Risiken zu berücksichtigen sind. Hinsichtlich der sich abzeichnenden allgemeinen konjunkturellen Abschwächung im Jahr 2009 sehen wir nur geringe Prognoseunsicherheiten für unser Hauptgeschäft, da sich der Markt für Abfallentsorgung auch in den vergangenen Jahren durchgehend als stabil positiv entwickelt hat. Insgesamt ist jedoch mit einem leicht rückläufigen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr und mit einem deutlich positiven Ergebnis zu rechnen. Die Krise in der Automobilindustrie hat bisher wegen Einführung der "Abwrackprämie" kaum Auswirkungen auf unser Geschäft gehabt. Unabhängig hiervon haben wir in unserer Strategie für 2009 und 2010 risikobegrenzende Maßnahmen eingeleitet. Hierzu zählen die Beendigung von Automotive-Verträgen mit geringen Margen. Die hierdurch freiwerdenden Produktionskapazitäten werden für die Herstellung von Kunststoffbehältern genutzt. Instrumente und Maßnahmen zur Identifikation und Bekämpfung ertragsbelastender Risiken werden ständig fortentwickelt. Teil unseres Risikomanagementsystems ist das Debitorenmanagementsystem. Vor der Auftragsannahme von Kunden im privatwirtschaftlichen Bereich werden regelmäßig Kreditlimite überprüft. Die ESE Industrie GmbH greift hierfür auf Daten und Informationen der Creditrefom zurück. Außenstände werden zeitnah verfolgt. Ebenso Teil des Risikomanagementsystems ist das umfangreiche Berichtssystem an unsere Konzernobergesellschaft. Die Geschäftsführung der ESE Industrie GmbH ist aufgrund täglicher Aufbereitung von Erfolgskennziffern über den Geschäftsverlauf unterrichtet. An den Gesellschafter werden regelmäßig alle betriebswirtschaftlich relevanten Daten weitergeleitet. Außerdem werden zum Zwecke der Unternehmenssteuerung und Zielverfolgung insbesondere folgende Kennzahlen und Schlüsselinformationen ermittelt: Net sales (Netto-Umsatz) Gross margin (Rohertragsmarge) EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) DSO (Forderungsumschlag in Tagen) Working Capital (Gebundes Umlaufkapital) Neben diesen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen wir unser Geschäft steuern, sind für uns als wesentlicher nicht-finanzieller Leistungsindikator das fachliche know-how unserer Mitarbeiter wichtig. Die ESE Industrie GmbH erstellt eine Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung nach Sparten gegliedert für den abgelaufenen Monat. Gleichzeitig wird monatliche eine aktuelle Vorschau-Erfolgsrechnung für die nächsten 3 Monate erstellt. Die Steuerung erfolgt an Hand der vorgenannten Informationen ergänzt um Soll/Ist-Vergleiche und umfangreiche Kommentierungen von Abweichungen, Trends und Sondervorgängen. Die Gesellschaft ist zertifiziert nach ISO 9001, TS 16949 (Automotive) und ISO 14001 (Umwelt) und unterliegt daher einer laufenden Überprüfung der Betriebsabläufe. Weiterhin besteht am Standort Neuruppin ein Betriebsrat, der konstruktiv mit der Geschäftsleitung zusammenarbeitet. Zur Früherkennung und Begrenzung von Risiken werden Preis- und Kostenentwicklung vom Management laufend beobachtet, ausgewertet und entsprechende Korrekturmaßnahmen ergriffen. Hinsichtlich der Finanzierung verweisen wir auf die Darstellung in Abschnitt "3. Finanzierung sowie Nachtragsbericht". 5. Prognosebericht und Chancen Der erreichte hohe Qualitätsstandard, die schnelle Umsetzung von Innovationen und Produktverbesserungen sowie Flexibilität bei der Berücksichtigung spezifischer Anforderungen der Abnehmer und bedeutsame Kostenoptimierungen werden die Marktposition der Gesellschaft im Verbund mit den Vertriebsgesellschaften weiter festigen. Die Produktpalette wird ständig durch Entwicklung und Einführung neuer Erzeugnisse abgerundet. Die Wirtschaftlichkeit wird durch ein professionelles Produktions- und zunehmend inter-national arbeitendes Einkaufsteam gesichert. Durch Investitionen wird technisch und wirtschaftlich die Basis für den weiteren Geschäftserfolg gelegt. So wurde im Jahr 2008 eine neue Spritzgussmaschine in Betrieb genommen, die mit stark verkürzten Zykluszeiten die Produktionskapazität wesentlich erhöhen wird. Die osteuropäischen Aktivitäten sind in 2009 und in den Folgejahren weiterzuentwickeln durch Ausbau der Kooperationsbeziehungen und auch durch Gründung von Firmen in ausgewählten Ländern. Marktrecherchen zeigen insgesamt eine Zunahme des Behälterbedarfs. Wir hoffen, mit den neuen Investitionen und der geplanten Erhöhung der Verkaufspreise eine Verbesserung in der Erlös/Kostenrelation zu erreichen. Obwohl die Nachfrage in der Branche bedingt durch die Wirtschaftskrise erheblich zurückgegangen ist und sich voraussichtlich erst mit Abwendung der Krise vollständig erholen wird, wird die Geschäftsführung den bisher verfolgten Kurs fortsetzen und rechnet daher unter Berücksichtigung der gegebenen Einschränkungen für das Geschäftsjahr 2009 mit einer rückläufigen Umsatzentwicklung jedoch mit einem positiven Ergebnis. Unter der Bedingung, dass die Krise in 2009 überwunden wird, sind wir ab 2010 vorsichtig optimistisch wieder Umsatz- und Ergebnissteigerungen erzielen zu können.
Neuruppin, 22. Juni 2009 Die Geschäftsführung Jochen Thormeyer Frank Rosenboom Ipek Demirtas Bilanz zum 31.12.2008Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2008
Anhang zum 31.12.2008Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Die dem Jahresabschluss zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der Bewertung der Ersatzteile im Wesentlichen unverändert angewandt. Während die Bewertung der Ersatzteile im Vorjahr unter Anwendung eines pauschalen Abwertungssatzes von 15% erfolgte, wurden Ersatzteile zum 31. Dezember 2008 individuell in Abhängigkeit von ihrer Verwertbarkeit unter Zugrundelegung von Abwertungsprozentsätzen von 15%- 80% bewertet. Der Effekt (Aufwand) aus dieser Bewertungsänderung beträgt zum Bilanzstichtag ca. TEUR 100. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Hierzu verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Finanzierung sowie Nachtragsbericht". Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung bewertet. Als Nutzungsdauer werden für Software und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände drei bis zehn Jahre zugrunde gelegt. Der Geschäfts- und Firmenwert wird über fünf Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung nach der linearen Methode angesetzt. Bei in 2006 und 2007 neu angeschafften beweglichen Wirtschaftsgütern wurde die degressive Abschreibungsmethode angewendet. Erhaltene Investitionszulagen werden in der Regel von den Anschaffungskosten abgesetzt, lediglich für 2001 bis 2006 gewährte Investitionszulagen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz an das Werk in Crock wurde ein Sonderposten gebildet. Geringwertige Anlagegüter zwischen EUR 150,01 und EUR 1.000,00 werden zu einem Wirtschaftsgut ("Sammelposten") zusammengefasst, das über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben wird. Der Abschreibungsberechnung der Sachanlagen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Das Finanzanlagevermögen wird zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigen Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Bei Posten, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Forderungen in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs bewertet. Liquide Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen bilanziert. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs bewertet. Einzelangaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Im Geschäftsjahr wurden Investitionszulagen von TEUR 41 für 2007 bewilligt und von den Anschaffungskosten der geförderten Anlagegüter abgesetzt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 21.049; i. Vj. TEUR 18.358) sind TEUR 10.981 (i. Vj. TEUR 7.308) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Es bestehen Forderungen gegen die Minderheitsgesellschafterin (Environmental Solutions Europe B.V., Maastricht/Niederlande) aus dem Cash-Pooling sowie konzerninternen Abtretungen und Verrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 10.068 (i. Vj. TEUR 10.945). Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.656; i. Vj. TEUR 1.303) enthalten im Wesentlichen Ansprüche auf Umsatzsteuererstattungen von TEUR 997 (i. Vj. TEUR 1.046), Ansprüche aus Körperschaftsteuer- sowie Gewerbesteuererstattungen von TEUR 1.414 (i. Vj. TEUR 0). Sonderposten mit Rücklagenanteil Erhaltene Investitionszulagen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz werden von den Anschaffungskosten des erworbenen Anlagevermögens abgesetzt. Lediglich für die an die ehemalige OTTO Kunststoffverarbeitung Crock GmbH in 2001 bis 2006 gewährten Investitionszulagen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz wurde ein Sonderposten gebildet. Dieser wird über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Anlagevermögens, für die die Investitionszulagen gewährt wurden, erfolgswirksam aufgelöst. Die Auflösung im Geschäftsjahr betrug TEUR 85. Der verbleibende Sonderposten beträgt TEUR 256. Sicherheiten Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.096 (i. Vj. TEUR 6.743) durch Sicherungsübereignung der entsprechenden Werkzeuge, Maschinen und Software sowie eine Garantieerklärung der OTTO Industries Europe B.V., Maastricht/Niederlande besichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Unter Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 6.074; i. Vj. TEUR 4.606) werden TEUR 2.306 (i. Vj. TEUR 3.414) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.679 (i. Vj. TEUR 0) stammen aus einer kurzfristigen Ausleihung (Finanzierung) von einer Schwestergesellschaft. Gegenüber einem Minderheitsgesellschafter bestehen Verbindlichkeiten von TEUR 1.089 (i. Vj. TEUR 0). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: Nach geografisch bestimmten Märkten
Nach Segmenten:
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Periodenfremde Erträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen mit TEUR 542 (i. Vj. TEUR 195) enthalten und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 457 (i. Vj. TEUR 14) und die Auflösung des Sonderpostens in Höhe von TEUR 85 (i. Vj. TEUR 89). Die Auflösung der Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Auflösung in Höhe von TEUR 177 der im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung sowie mit TEUR 280 Auflösungen einer individuellen Gewährleistungsrückstellung. Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 45 (i. Vj. TEUR 16) sind Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen. Sonstige Angaben Gesellschafter Die Gesellschafter sind zum 31. Dezember 2008 die Environmental Solutions Deutschland Holding GmbH, Neuruppin, mit einer Stammeinlage von TEUR 5.880, die Environmental Solutions Europe B.V., Maastricht/Niederlande, mit einer Stammeinlage von TEUR 320 und die OTTO Industries Europe B.V., Maastricht/Niederlande, mit einer Stammeinlage von TEUR 500. Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr folgende Personen bestellt: Jochen Thormeyer, Dipl.-Ingenieur, Neuruppin Ipek Demirtas, Kauffrau, Köln, seit dem 29. Oktober 2008 Frank Rosenboom, Kaufmann, Hamburg, seit dem 14. Oktober 2008 Roland Aschoff, Kaufmann, Neuruppin, bis zum 29. Oktober 2008 Stefan Schweitzer, Kaufmann, Mönchengladbach, bis zum 14. Oktober 2008 Die Bezüge der Geschäftsführung im Jahr 2008 betrugen TEUR 311. Arbeitnehmer Die Gesellschaft hat in 2008 im Durchschnitt 336 Mitarbeiter (Vorjahr 308 Mitarbeiter) beschäftigt, davon 71 Angestellte und 265 gewerbliche Arbeitnehmer. Haftungsverhältnisse Verbundene Unternehmen hatten am 9. Juni 2005 Kreditvereinbarungen mit Banken über eine maximale Darlehenssumme von EUR 225 Mio abgeschlossen. Am 23. Oktober 2008 wurden diese Vereinbarungen ergänzt und teilweise verändert, da die in den ursprünglich getroffenen Kreditvereinbarungen fixierten "Covenants" (Finanzkennzahlen) vom Konzern nicht eingehalten werden konnten. Die Laufzeit der geänderten Kreditvereinbarung wurde bis zum 31. Dezember 2009 verkürzt. Am 17. April 2009 wurde der Fälligkeitstermin für die Rückzahlung eines Teils der zugesagten Darlehenssumme (EUR 100 Mio.) bis zum 30. Juni 2010 verlängert. Diese Vereinbarung ist an folgende Bedingungen geknüpft: Die Otto Industries B.V. Maastricht/Niederlande, wird spätestens bis zum 31. März 2010 einen detaillierten Refinanzierungsplan für die Rückzahlung des Teilbetrags über EUR 100 Mio. durch die Environmental Solutions Europe Holding B.V. Maastricht/Niederlande, vorlegen. Die vorherige Zustimmung des "credit committees" des Darlehensgebers wird erteilt. Eine adäquate Dokumentation wird erstellt, um die Details dieser Vereinbarung vom 17. April 2009 darzustellen. Zum Bilanzstichtag waren maximal EUR 186 Mio. zugesagt. Davon wurden EUR 181 Mio. von verbundenen Unternehmen in Anspruch genommen. Aus den getroffenen Vereinbarungen resultiert für die Gesellschaft eine gesamtschuldnerische (Mit)Haftung. Diese ist auf die sog. "Distributable Reserves" (= Vermögensgegenstände ("Assets"./. Schulden ("Liabilities") ./. Stammkapital von damals EUR 6,2 Mio. ("Registered Share Capital")) beschränkt. Die maximale Haftung am Stichtag beträgt somit TEUR 15.500. Für ein Darlehen von verbundenen Unternehmen wurden verschiedene Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 237 sicherungsübereignet. Die Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten belaufen sich daher auf TEUR 237. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 669 (i. Vj. TEUR 956). Die Laufzeit beträgt bis zu 4 Jahren. Angaben zum Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der OTTO Industries Europe B.V., Maastricht/Niederlande, einbezogen. Ort der Hinterlegung ist die Kamer van Koophandel Zuid-Limburg, Maastricht.
Neuruppin, 22. Juni 2009 Die Geschäftsführung Jochen Thormeyer Frank Rosenboom Ipek Demirtas Entwicklung des Anlagevermögens
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ESE Industrie GmbH, Neuruppin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ESE Industrie GmbH, Neuruppin. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt 3. "Finanzierung sowie Nachtragsbericht" im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass die Gesellschaft in die Finanzierung der Konzernobergesellschaft Otto Industries Europe B.V., Maastricht/Niederlande, eingebunden ist. Der Fortbestand der Gesellschaft ist demzufolge von der Aufrechterhaltung der Finanzierung des Konzerns durch konzernfremde Kreditgeber (Banken) sowie konzerninterne Finanzierungsmaßnahmen abhängig.
Düsseldorf, den 22. Juni 2009 KPMG
AG
Buchwald, Wirtschaftsprüfer Paus, Wirtschaftsprüfer |
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