MAGNUM Metallbearbeitung GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 17474
Eingetragen
21.1.1994
Branche
Herstellung von MetallkonstruktionenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
a) die Herstellung, die Verarbeitung und die Bearbeitung von Stahl- und Metallerzeugnissen, b) die Vornahme einschlägiger Handelsgeschäfte und Dienstleistungen, c) jede Betätigung, die unmittelbar oder mittelbar dem Gesellschaftszweck zu dienen bestimmt ist.

Historie

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Management

NameRolle
Hans-Peter Nissen
seit 1.4.2008
Geschäftsführer
Hartmut Budde
seit 8.5.2007
Prokura
Peter Schnittfeld
seit 3.11.2006
Geschäftsführer
Prokura
Alfred Bücker
seit 9.6.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
128.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

MAGNUM Metallbearbeitung GmbH

Osnabrück

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Lagebericht vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die konjunkturelle Wirtschaftslage war auch in 2006 wiederum günstig. So expandierte die Wachstumsrate der Weltwirtschaft mit rd. 3,9 % und fiel damit leicht höher aus als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf die recht lebhafte Entwicklung in den Schwellenländern sowie die erneute zweistellige Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes in China zurückzuführen. Aber auch der Euroraum und die Vereinigten Staaten trugen wesentlich zum weltwirtschaftlichen Wachstum bei. Der Euroraum belebte sich im Vergleich zu 2005 deutlich. Die Vereinigten Staaten von Amerika expandierten im ersten Quartal sehr stark, konnten dieses Niveau aufgrund der sich abschwächenden Konsumnachfrage jedoch nicht halten. Die japanische Wirtschaft expandierte seit Jahresbeginn mit zuletzt verhaltender Tendenz, was auf den starken Rückgang der privaten Konsumausgaben zurückzuführen ist. Positiv wirkten sich hingegen die anziehende Auslandsnachfrage und die Investitionstätigkeit aus.

Durch den weiter gestiegenen Ölpreis hat sich das Inflationsrisiko erhöht. Aufgrund der verstärkten Nachfrage, insbesondere aus dem asiatischen Raum und den Vereinigten Staaten, sowie der damit einhergehenden Verknappung erhöhte sich der durchschnittliche Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent um durchschnittlich 12 US-$ (22 %) in den ersten zehn Monaten des Jahres 2006 im Vergleich zu diesem Zeitraum in 2005. Die hohe Nachfrage aus den USA und aus Asien lässt auch in Zukunft keine Entspannung auf dem internationalen Ölmarkt erwarten, so dass weiterhin von einem hohen Ölpreis ausgegangen werden kann.

Die Konjunktur in den USA verlief zu Beginn des Jahres 2006 wiederum auf einem sehr hohen Niveau. Mit Beginn des zweiten Quartals führten die steigenden Energiepreise und die Zinserhöhungen zu einer deutlichen Konjunkturabschwächung. Ein wesentlicher Punkt dieser Schwäche ist in der sinkenden Konsumquote der privaten Haushalte zu sehen. Da von dem verfügbaren Einkommen ein höherer Teil für Energie aufgewendet werden musste, stand weniger Einkommen für den Konsum zur Verfügung. Stützende Impulse vom Immobilienmarkt, wie in den Vorjahren, blieben aus. Eine Stützung des Konsums erfolgte durch die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, die auf eine Erhöhung der Stundenlöhne im Vergleich zu den Vorjahren zurückzuführen ist. Die Sparquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiterhin verringert.

1 Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind im wesentlichen der ifo Konjunkturanalyse vom Dezember 2006; ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München, sowie dem Jahresgutachten 2006/07 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entnommen.

Das amerikanische Leistungsbilanzdefizit hat sich nochmals im Vergleich zum Vorjahr erhöht und erreichte mit 890 Mrd. US-Dollar einen neuen Rekordwert. Die Inflationsquote stieg in den USA über die 2,5%-Marke und liegt damit 0,5% über der von der amerikanischen Notenbank tolerierten Grenze, was auf den Anstieg der Stundenlöhne und der Lohnstückkosten zurückzuführen ist. Als Reaktion auf den anhaltenden Inflationsdruck setzte die amerikanische Notenbank den Kurs der schrittweisen Zinserhöhungen fort. So wurden die Zinsen in 2006 von 4,25% zu Jahresbeginn auf zuletzt 5,25% angehoben. Trotz der hohen Kosten für den Irak-Krieg und der Beseitigung der Hurrikan-Schäden, die zu einer Ausweitung der Ausgaben führten, war die Fiskalpolitik in 2006 restriktiv ausgerichtet. Durch höhere Steuereinnahmen und Ausgabenkürzungen im Sozialbereich konnte das Haushaltsdefizit verringert werden.

Für 2007 wird für die USA erwartet, dass der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes trotz der Eintrübung auf dem Immobilienmarkt immer noch schwungvoll bleibt. Es bleiben jedoch Unsicherheiten, da gewisse Wechselwirkungen zwischen den Immobilienpreisen und der Konjunktur vorhanden sind. Ein weiterer Unsicherheitspunkt bleibt die Entwicklung des Ölpreises. Bei einem weiteren Anstieg würde die Konjunktur wesentlich abflachen, insbesondere dann, wenn dies zu höheren Lohnsteigerungen und damit zu einer höheren Inflation führen würde.

Die deutsche Wirtschaft hat seit Anfang 2005 an Fahrt gewonnen und befindet sich Ende 2006 in einem soliden Aufschwung, dessen treibende Kraft weiterhin die hohe Auslandsnachfrage ist. Im Gegensatz zu 2005 wurde dieser Effekt noch durch die sich belebende Inlandsnachfrage verstärkt, was sowohl auf die Investitionen in Bauten und Ausrüstungen wie auch auf den verstärkten privaten Konsum zurückzuführen ist. Der private Konsum stieg erstmals wieder seit 2001 und stellte mit einem Anteil von 59% am nominalen Bruttoinlandsprodukt die bedeutendste Verwendungskomponente dar. Hier enthalten sind im zweiten Halbjahr jedoch auch Sondereinflüsse, wie konsumtive Vorzieheffekte aufgrund der Erhöhung der Umsatzsteuer um drei Prozentpunkte in 2007. Durch die konjunkturelle Belebung nahm das Steueraufkommen besonders bei den Ertragssteuern stark zu, was zu einer Entlastung der Öffentlichen Haushalte führte. So wird sich das Finanzierungsdefizit des Staates in 2006 auf rd. € 42 MRD. oder 1,8% des Bruttoinlandsprodukts belaufen, was seit 2001 erstmals wieder zu einer Unterschreitung des Finanzierungsdefizits von 3% des Bruttoinlandsprodukts führt.

Besonders erfreulich verlief in 2006 der Auftragseingang bei den Ausrüstungsinvestitionen, die sich gegenüber dem Vorjahr um 6,9% erhöhten. Während in 2005 die Investitionstätigkeit im wesentlichen durch exportorientierte Unternehmen angetrieben wurde, erstreckte diese sich in 2006 zunehmend auch auf die binnenwirtschaftlich ausgerichteten Unternehmen. Aufgrund der niedrigen Kapitalkosten sowie der guten Ertragslage war es den Unternehmen möglich die in der Vergangenheit zurückgestellten Investitionen nachzuholen. Die Trendwende ist besonders bei den Bauinvestitionen zu beobachten. Diese nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 2,5% zu. Aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergab sich beim gewerblichen Bau ein Zuwachs von 4,4%, während der Anstieg beim Wohnungsbau um 2,3% maßgeblich auf Sondereinflüssen beruht. So ist der Anstieg besonders durch die zu Beginn des Jahres 2006 abgeschaffte Eigenheimzulage zurückzuführen. Die bis Ende 2005 gestellten Bauanträge sind in 2006 nunmehr realisiert worden. Auch die Erhöhung der Umsatzsteuer hat so manchen Bauwilligen dazu bewogen, die Realisierung des Bauvorhabens vorzuziehen.

Mit der konjunkturellen Wende hat sich auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt entspannt. Im zweiten und dritten Quartal 2006 erhöhte sich die Zahl der saison- und kalenderbereinigten geleisteten Arbeitsstunden kräftig. Aufgrund der steigenden Kapazitätsauslastung wurden seit Jahresbeginn saisonbereinigt etwa 350.000 zusätzliche Stellen geschaffen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Oktober 2006 nach Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit bei 26,95 Mio., was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 392.000 Personen entspricht. In Westdeutschland betrug der Zuwachs von Oktober 2005 auf Oktober 2006 1,5% und in Ostdeutschland 1,4%. Ein kräftiger Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist mit 7% bei den unternehmensnahen Dienstleistungen, der wiederum zum größten Teil von Arbeitnehmerüberlassungen getragen wird, zu verzeichnen. Daneben gibt es nennenswerte Zuwächse vor allem bei Verkehrsbetrieben und der Nachrichtenübermittlung sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (+3,0%). Dem standen Beschäftigungsverluste insbesondere im Kredit- und Versicherungsgewerbe (-1%), in der öffentlichen Verwaltung (-0,5%) und im verarbeitenden Gewerbe (-0,2%) gegenüber. Im Baugewerbe scheint das Ende des Arbeitsplatzabbaus erreicht zu sein (+0,1%).

Die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft sind für das nächste Jahr weiterhin positiv zu beurteilen. Nach den Prognosen des ifo-lnstituts für Wirtschaftsforschung wird die Konjunktur durch die Steuererhöhungen zunächst gedämpft werden, der Aufschwung wird sich dann aber fortsetzen. So ist weiterhin von einer hohen Investitionsdynamik bei den Ausrüstungen und im Wirtschaftsbau auszugehen. Die negativen Effekte aufgrund der Umsatzsteuererhöhung dürften im weiteren Verlauf den Konsum nicht zu sehr belasten, so dass es im weiteren Verlauf des Jahres nicht zu einem absoluten Rückgang der Verbrauchsausgaben kommt. Beim privaten Konsum wird eine leichte Zunahme von 0,5% gegenüber 2006 erwartet. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich in 2007 um 1,9%, kalenderbereinigt um 2,0%, expandieren, was weiterhin zu einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt führen wird. Hier ist im Verlauf des Jahres von einem Rückgang von 200.000 Arbeitslosen auszugehen. Die Inflationsrate dürfte mit 2,3% um 0,6% merklich höher liegen als in 2006 mit 1,7%. Der Ölpreis wird im Jahresdurchschnitt rd. 60-65 US-Dollar pro Barrel betragen. Der Wechselkurs wird um 1,30 Dollar je Euro prognostiziert, im Jahr 2006 betrug dieser um 1,20 Dollar je Euro.

1.2. Entwicklung der Branche, Markt und Wettbewerb

Allgemeine Lage

Die Dynamik der Auftragsentwicklung in einzelnen Branchen ist nach wie vor ungebremst und kann bei unseren Kunden teilweise nur durch Probleme bei der Materialbeschaffung temporär verzögert werden. Für MAGNUM sind der Energiemaschinen-, allgemeiner Maschinenbau, die Grundstoffindustrie und Nuklearentsorgungsbehälter die tragenden Säulen des Geschäftes. Umsatzanteile der wichtigsten Branchen:

- Energiemaschinenbau ~ 38%
- Motorenbau ~ 17%
- Allg. Maschinenbau/Walzwerke ~ 30%
- Sonstige ~ 15%

Entwicklung der einzelnen Branchen

Energiemaschinenbau

Die Siemens PG AG und auch die übrigen Energiemaschinenhersteller buchen weiterhin Gas- und Dampfturbinen in einer Größenordnung, die zu Vollauslastungen der Schmieden, Gießereien, Stahlbauern und Lohnbearbeitern führen. MAGNUM profitiert nach wie vor insbesondere bei der Leitschaufel-, Turbinenwellen- und Gehäusefertigung von dieser Marktlage. Zusätzlich gelang MAGNUM der Einstieg in Komponenten von Großanlagen (Fa. Siemens PGI in Duisburg) für die Gewinnung von Restgasen bei der Ölförderung. Der Wettbewerber von SPGI, die Fa. MAN Turbo GmbH in Oberhausen, profitiert ebenfalls von dieser positiven Anlagenentwicklung.

Allgemeiner Maschinenbau/Röhrenwalzwerke

Durch den hohen Bedarf an nahtlos gewalzten Rohren werden verstärkt mehrteilige Zahnstangen von den Rohrwerken vergeben. Aus der Fertigung dieser Teile zieht MAGNUM nicht nur einen besonderen wirtschaftlichen Nutzen sondern lastet besonders die großen Bohr- und Fräswerke stark aus. Kunden: VOEST, Kindberg/A, Benteler usw.

Besonders zu erwähnen sind die Auftragsbuchungen von Großpressenteilen für die Umbauten der Bochumer Presse (Auftraggeber SMS Meer, Mönchengladbach), Schmiedepresse Gröditz und auch für Spindel/Mutter SMS Eumuco.

Motorenbau

Der langfristige Bedarf an Turboladern für stationäre Anlagen und im Großmotorenbau begründet die positive Mengenentwicklung für Turboladerwellen und -Scheiben in der Verbindung MAGNUM/ABB Turbo Systems, Baden/CH. Die Umsatzentwicklung kann mit der Menge aufgrund der Umstellung von Turboladerwellen auf -Scheiben nicht unbedingt Schritt halten. ABB ist aber weiterhin für MAGNUM ein sehr wichtiger Kunde.

Die Materialbeschaffung der Turboladerscheiben erfolgt ausschließlich über die Schmiedag (Schwesterunternehmen), die aus der Konstruktionsänderung ihren Nutzen zieht.

Gießerei- und Grundstoffindustrie

Der anhaltende große Bedarf an Mahlschüsseln für die Grundstoffindustrie (Fa. Loesche und FLSmidt) leistet einen erheblichen Anteil an der Grundauslastung der großen Karusselldrehmaschine. Die mechanischen Bearbeitungen für diese Teile werden von der Gießereiindustrie (FWH, Heidenheimer Gießerei, Siempelkamp) und nicht von den zuvor einleitend genannten Verbrauchern an MAGNUM vergeben.

Windkraftindustrie/Offshore/Schiffbau

Der Windkraftbereich ist aufgrund des auf diesem Markt herrschenden Preiskampfes für MAGNUM uninteressant. Die Bearbeitungen von Windkraftkomponenten werden von Unternehmen ausgeführt, die sich spezialisiert haben. Im Offshorebereich ist MAGNUM im Verbund mit der IAG in Georgsmarienhütte an der Herstellung von hydraulischen Hämmern für die Fa. Menck beteiligt. Weitere nennenswerte Komponenten sind auf dem Offshoresektor nicht vorhanden. Bei den Schiffbaukomponenten tragen der Rahmenvertrag mit Skoda, Pilsen, für die Bearbeitung von Propeller- und Zwischenwellen sowie die Fertigung von U-Boot-Ruderanlagen (S+C) zu Grundauslastungen bei.

Sonderschmiedestücke/Castorkomponenten

Hohe Auftragsbestände an Castoren (GNS, Essen) sorgen für einen Mengen- und Umsatzschub bei der Herstellung von Primär-, Sekundärdeckeln. Sonderschmiedestücke für Armaturen und Ventilen sind aufgrund nicht durchzuführender Materialbeschaffung zur Zeit für MAGNUM uninteressant.

1.3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

In dem Berichtsjahr 2006 konnte die MAGNUM weiter von der konjunkturellen Belebung und von der zusätzlich gesteigerten internen Produktivität profitieren. Der Jahresumsatz stieg von 15,1 Mio. Euro in 2005 auf nunmehr 16,5 Mio. Euro (+ 9,3%). Dabei teilt sich der Jahresumsatz auf in Lohnbearbeitung mit 10,2 Mio. Euro, in Schmiedestücke mit 3,5 Mio. Euro sowie in Nebengeschäften mit 2,8 Mio. Euro.

Parallel zum Umsatzwachstum zogen auch die Auftragseingänge an. Diese beliefen sich auf 16,4 Mio. Euro, wobei hier die allgemeinen Schmiedestücke (23%) erfreulich gesteigert werden konnten (Aufträge für Zahnstangen). Die kleinen Schmiedestücke (9%) waren hier rückläufig (insbesondere Turboladerwellen), das Kerngeschäft der Lohnbearbeitung (68%) weiter verbessert. Der Auftragsbestand per Ultimo betrug 7,7 Mio. Euro und liegt damit deutlich höher gegenüber den Jahresendwerten der vergangenen Geschäftsjahre (+3 Mio. Euro gg. Vorjahr).

1.4. Produktion und Entwicklung der Beschaffungspreise

Durch eine leicht erhöhte aktive Belegschaft sowie durch Leiharbeiter konnte die Produktivstundenzahl erneut gesteigert werden, und zwar von 117.000 Stunden in 2005 auf nunmehr 126.000 Stunden in 2006 (+ 7,5%).

Auf der Verkäuferseite konnte die MAGNUM bei den meisten Kunden die Erlöse steigern, da von der Einkaufsseite auch die MAGNUM nicht von Preiserhöhungen aus dem Bereich Energie und Hilfs-/Betriebsstoffen verschont wurde. Auch auftragsbezogene Schmiede- und Gussprodukte verteuerten sich merklich.

1.5. Investitionen und Finanzierung

Durch die positive Geschäftsentwicklung konnte die MAGNUM ihre Finanzkraft weiter stärken. Die verfügbare Liquidität konnte um rd. 1 Mio. Euro auf nunmehr 4,2 Mio. Euro bis Jahresende 2006 gesteigert werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von rd. 0,4 Mio. Euro getätigt. Dabei entfielen rund 95 % auf Maschinen und maschinelle Anlagen sowie rund 5% auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Durch die Anschaffung von zwei gebrauchten Dreh- und Bohrwerksmaschinen, welche von einer Schwestergesellschaft stammen, die mit zusätzlichen Aufrüstungen (z.B. neue Steuerung) auf dem neusten Stand gebracht wurden/werden, hat die MAGNUM weitere Bearbeitungskapazität geschaffen.

Somit lagen die Investitionsausgaben unter den Abschreibungen von 0,46 Mio. Euro, u.a. auch bedingt durch die erneute Verschiebung der EDV-Investition (ERP-Software).

1.6. Personal- und Sozialbereich

Zum 31. Dezember 2006 ergab sich folgender Personalstand:

  31.12.06 31.12.05
Lohnempfänger 103 99
Angestellte 35 38
  138 137

Die Zahl der Mitarbeiter (inkl. Altersteilzeit) war im Vergleich zum Vorjahr um 1 BLM gestiegen. Dabei wurde der altersbedingte Abgang von Lohnempfängern mit der Einstellung von befristeten Arbeitnehmern mehr als kompensiert. Im Angestelltenbereich waren nur altersbedingte Abgänge zu registrieren.

1.7. Forschung und Entwicklung

Wie in den Vorjahren beschränkt sich die Forschung und Entwicklung bei der MAGNUM in Versuchseinsätzen von neuentwickelten Bohr-, Fräs- und Drehmaschinenwerkzeugen.

1.8. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Durch den Ergebnisverlauf im Geschäftsjahr 2006 konnte die MAGNUM auch gegenüber ihrem Gesellschafter verdeutlichen, dass sie die Wettbewerbsfähigkeit in der mechanischen Bearbeitungsbranche erlangt und einen nachhaltigen Turn-around erreicht hat. Dies hat den Gesellschafter Georgsmarienhütte Holding GmbH dazu veranlasst, im letzten Quartal 2006 eine Pachtverlängerung auszuhandeln und zu unterzeichnen.

Zudem gab es in der Geschäftsführung einen Wechsel. Für Herrn Hardt, der zum 31.12.2006 aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, trat Herr Schnittfeld als technischer Geschäftsführer zum 01.10.2006 in das Unternehmen ein.

2. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.1. Ertragslage

Wie schon unter Punkt 1.3. erwähnt konnte der Umsatz um 1,4 Mio. Euro auf 16,5 Mio. Euro gesteigert werden. Davon entfielen rund 5,4 Mio. Euro auf den wichtigsten Kunden Siemens (mit mehreren Gesellschaften), danach folgten die Kunden ABB mit 2,3 Mio. Euro sowie die Voestalpine mit 1,0 Mio. Euro. Mit verbundenen Unternehmen konnte ein Umsatz von rund 4,5 Mio. Euro generiert werden.

Durch die sehr gute Auslastung nahm auch der Bestand an halbfertigen Produkten zu, u.a. hervorgerufen durch zugekaufte Schmiedestücke - insbesondere die Presseteile (SMS Meer). Die Bestandserhöhung betrug in Summe 0,5 Mio. Euro. Die aktivierten Eigenleistungen in Zusammenhang mit dem Kauf von gebrauchten Maschinen machten knapp 0,1 Mio. Euro aus. Somit konnte die Gesamtleistung 2006 gegenüber dem Vorjahr um rd. 15% gesteigert werden, und zwar von 14,9 Mio. Euro auf 17,1 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge (0,25 Mio. Euro) sind gut um die Hälfte zurückgegangen. Ursache hierfür war in erster Linie der in 2005 erhaltene Investitionszuschuss, der im Berichtsjahr 2006 nicht anfiel. Auch der Effekt aus Auflösung/Inanspruchnahme von Rückstellungen war rückläufig.

Der Materialaufwand hatte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 12% von 6,6 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro erhöht - korrespondierend zum Umsatzwachstum. Insbesondere die Mehraufwendungen für Energie (Erdgas und Strom) sind hier zu nennen.

Im Bereich Personalaufwand (7,8 Mio. Euro) haben sich ebenfalls Erhöhungen (8%) ergeben, u.a. begründet durch die angestiegene Belegschaftsstärke sowie der Sonderzahlungen und Rückstellungen für Personalangelegenheiten.

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2005 hatten sich die Abschreibungen in 2006 kaum verändert, sie betrugen knapp 0,5 Mio. Euro.

Auch im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergaben sich kaum Veränderungen zum Vorjahr (jeweils 0,9 Mio. Euro).

Somit konnte im Berichtsjahr 2006 ein Betriebsergebnis von rund +0,9 Mio. Euro erzielt werden (Vorjahr +0,4 Mio. Euro). Dieses entspricht mehr als einer Verdoppelung.

Da die Wärmebehandlung Osnabrück (MAGNUM ist hier mit 49% beteiligt) im Jahr 2006 eine Gewinnausschüttung vornahm, konnte das Finanzergebnis - auch durch die angestiegenen Kapitalmarktzinsen - ebenfalls verdreifacht werden (von 0,04 Mio. Euro auf 0,12 Mio. Euro).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug +1,0 Mio. Euro (Vorjahr +0,4 Mio. Euro). Diese Entwicklung war somit mehr als erfreulich und veranlasste den Gesellschafter den Pachtvertrag zu verlängern (siehe Punkt 1.8.). Durch die Betriebsprüfung 1999-2002 ergaben sich Steuernachzahlungen, so dass sich der Steueraufwand von 0,1 Mio. Euro auf 0,2 Mio. Euro erhöhte. Unter dem Strich konnte die MAGNUM in 2006 einen Jahresüberschuss von rund 0,85 Mio. Euro erzielen, nachdem schon im Vorjahr erstmals ein positives Ergebnis von 0,30 Mio. Euro ausgewiesen werden konnte.

2.2. Vermögenslage

Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände gab es im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderung. Die angedachte Investition in eine neue Betriebssoftware wurde in das letzte Quartal 2007 verschoben. Auch bei den Sachanlagen (2,2 Mio. Euro) gab es in Summe kaum eine Veränderung. Zugänge (siehe Punkt 1.5.) in Höhe von 0,4 Mio. Euro standen Abschreibungen in Höhe von 0,45 Mio. Euro gegenüber. Die Finanzanlagen des Anlagevermögens über 0,2 Mio. Euro - bestehend aus der Beteiligung an der WBO sowie aus Wertpapieren für die Altersteilzeitabsicherung -veränderten sich unwesentlich. Damit erreichte das Anlagevermögen einen Wert von knapp 2,5 Mio. Euro. Die Vorräte stiegen im Vergleich zum Vorjahr (siehe auch Punkt 2.1.) von 1,2 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind analog zur Umsatzausweitung leicht angestiegen. Der Bilanzwert erhöhte sich von 1,5 Mio. Euro per Ende 2005 auf 1,8 Mio. Euro per Bilanzstichtag. Neben dem positiven Jahresergebnis konnten auch vereinnahmte Anzahlungen, welche nicht mit Festgeld hinterlegt werden mussten, dazu beitragen, dass die Forderungen gegen Gesellschafter (Cash-Pool der GMH-Holding) von 2,4 Mio. Euro auf knapp 3,3 Mio. Euro anstiegen. Im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände gab es einen Anstieg durch die Aktivierung alter Körperschaftsteuerguthaben nach §37 Abs.5 KStG n.F. (0,05 Mio. Euro), bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gab es kaum eine Veränderung. Zum Bilanzstichtag verfügte die MAGNUM über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von rund 1,0 Mio. Euro, wovon 0,9 Mio. Euro als verpfändete Festgelder bei der Avalgebenden Bank angelegt waren. Das Umlaufvermögen machte somit zum 31.12.2006 einen Wert von 7,8 Mio. Euro aus.

Durch den Jahresüberschuss von 0,85 Mio. Euro erhöhte sich das Eigenkapital von 1,4 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote betrug demnach 21,8%. Im Rückstellungsbereich ergab sich eine Erhöhung von 0,2 Mio. Euro, und zwar von 5,4 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro. Der Anstieg war zur einen Hälfte begründet in den Pensionsrückstellungen und zur anderen Hälfte in den sonstigen Personalrückstellungen. Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich um knapp 0,5 Mio. Euro auf nunmehr 1,1 Mio. Euro. Diese sind für länger laufende Aufträge (Voestalpine und SMS Meer) erhalten worden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen um 0,5 Mio. Euro auf knapp 1,0 Mio. Euro. Die Erhöhung war insbesondere auf die Schmiedeteilanlieferungen der Schwestergesellschaften zum Jahresende zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich von 0,4 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro (wegen Fälligkeitsumstellung der SV-verbindlichkeiten). Somit betrugen die Verbindlichkeiten zum 31.12.2006 rund 2,4 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 8,3 Mio. Euro auf 10,3 Mio. Euro (+23,4%).

2.3. Finanzlage

Die verfügbare Liquidität betrug per Ende 2006 rund 3,3 Mio. Euro, davon entfallen 3,2 Mio. EUR auf den Finanzierungspool der GMH-Holding (Forderung an Gesellschafter) und 0,1 Mio. Euro auf Guthaben bei Kreditinstituten. Bei der Sparkasse Osnabrück wurde für die Ausstellung von drei Anzahlungsgarantien sowie einer Gewährleistungsgarantie eine verpfändete Festgeldanlage in Höhe von 0,9 Mio. Euro hinterlegt. Die gesamten Finanzmittel betrugen demnach 4,2 Mio. Euro. Avallinien wurden mit 0,9 Mio. Euro bei der Sparkasse Osnabrück sowie mit 0,4 Mio. Euro bei der Euler Hermes Kreditversicherung (über der Georgsmarienhütte Holding eingeräumte Linie) in Anspruch genommen

3. Nachtragsbericht

Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Tag der Fertigstellung des Lageberichts sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten, welche zu einer anderen Darstellung geführt hätten.

4. Risikomanagement

Zusammen mit den Verantwortlichen aus den Bereichen Produktion, Technik, Controlling sowie der Geschäftsführung wurden in einem wöchentlichen Rhythmus die in der Produktion befindlichen bzw. kurz davor stehenden Aufträge bezüglich Logistik, Planung, Fertigungsproblemen bzw. -alternativen begutachtet, um frühzeitig notwendige Maßnahmen einleiten zu können. Wichtiger Bestandteil ist die Auftragsbegleitung, mit derer der Verantwortliche Informationen bezüglich Fertigungsstatus (Plan- und aufgelaufene Ist-Stunden), Materialeinsatz, Werkzeugeinsatz sowie veränderte Fertigungsabläufe (z.B. Maschinenwechsel) tagtäglich überprüfte. Durch das monatliche Berichtswesen mit seinem ausführlichen Datenspektrum ließen sich Abweichungen erkennen, um frühzeitig geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Soweit Risiken versichert werden konnten, wurde von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Neben den vorstehend aufgeführten Maßnahmen ist das Unternehmen im Sinne des KonTraG zusätzlich im Rahmen des Prüfungsauftrages der Internen Revision in das übergreifende Risikomanagement-System der Georgsmarienhütte Holding GmbH eingebunden. Basierend auf dem Leitfaden "Risikomanagement" und dem dazugehörigen Handbuch mit seinen Grundsätzen, Strategien, Durchführungssystematiken und Risikokategorisierungen wurde quartalsweise eine Risikoinventur durchgeführt. Der bewertete Risikobestand wurde hausintern wie mit der Holding kommuniziert und entsprechende Handlungsweisen wurden festgelegt. Hierdurch konnte eine rechtzeitige Identifizierung, Bewertung, Kontrolle und Zusammenführung der Risiken, die sich auf den Fortbestand des Unternehmens auswirken, gewährleistet werden.

Zum Bilanzstichtag wurden folgende Risiken mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit benannt: IT-System mit dessen Stabilität, Kompatibilität und Zukunftssicherheit (250 TEUR), Wettbewerbsdruck der Konkurrenten (150 TEUR), Betriebsunterbrechungen durch Maschinenschaden (150 TEUR) sowie Qualität bzw. Know-how des Personals (100 TEUR). Auch wenn sich der Kundenstamm insbesondere auf die Konzerne Siemens und ABB konzentriert, wurde ein potentielles Risiko (750 TEUR) durch Wegbrechen eines Kunden als weniger wahrscheinlich eingestuft. Begründet ist diese Einschätzung durch den Brachentrend im Energiemaschinenmarkt, welcher sich weiter positiv entwickeln wird.

5. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die MAGNUM hatte sich im Laufe der letzten drei Jahre zu einem wettbewerbsfähigen und profitablen Dienstleister der mechanischen Bearbeitung entwickelt. Durch die Optimierung der innerbetrieblichen Fertigungsprozesse konnten Produktivitätssteigerungen, flankiert von einer guten Konjunkturlage, in sämtlichen Produktbereichen erreicht werden. In diesem Prozess wurden weitere Verbesserungspotentiale erkannt. Diese gilt es zu realisieren.

Das Ende September 2006 verabschiedete Budget 2007 sah eine unverändert gute Beschäftigungslage mit rund 124.000 Produktivstunden vor. Dieses Volumen soll mit einer leicht erhöhten Belegschaftsanzahl bewerkstelligt werden, wobei erstmals im Sommer 2007 mit der Ausbildung von jungen Fachkräften begonnen werden soll. Der Jahresumsatz soll planerisch leicht über dem Vorjahr liegen (rund 17 Mio. Euro). Trotz geplanten Mehraufwendungen im Material- und Personalbereich wurde ein Jahresüberschuss von knapp 1,1 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2007 budgetiert. Wie für das Jahr 2007 geht die MAGNUM auch für die nächsten Folgejahre von einer gut laufenden Konjunktur im Energiemaschinenbau, Motorenbau, allgemeinen Maschinenbau, der Nuklearentsorgung sowie im Offshorebereich aus. Die Unternehmensplanung 2007 basierte auf der seit Zugehörigkeit zur GMH-Unternehmensgruppe gelebten "Stand-alone"-Stellung.

Dieses Unternehmensmerkmal wurde zum Jahreswechsel 2006/07 vom Gesellschafter überdacht. Durch Verfolgung einer geänderten Strategie liegt der Beschluss vor, die Firma MAGNUM Metallbearbeitung GmbH mit der Schwestergesellschaft IAG Industrie-Anlagen-Bau Georgsmarienhütte GmbH am Standort Osnabrück zusammenzuführen. Da zum Zeitpunkt der Lageberichterstellung detaillierte Entscheidungen über die künftige Struktur noch nicht vorlagen, konnte an dieser Stelle nicht weiter auf das Vorhaben eingegangen werden.

Bilanz zum 31. Dezember 2006 für Offenlegungszwecke

(verkürzt nach § 327 HGB)

Aktiva

  31.12.2006
31.12.2005
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.791,00 8.725,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.473,00 87.197,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.086.418,99 2.132.905,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.775,00 89.000,00
  2.246.666,99 2.309.102,42
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.700,00 14.700,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 199.047,40 194.387,46
  213.747,40 209.087,46
  2.465.205,39 2.526.914,88
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 1.700.235,85 1.159.279,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.116.946,61 3.981.556,81
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 981.152,80 654.354,98
  7.798.335,26 5.795.190,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.279,98 11.948,89
  10.282.820,63 8.334.054,72

Passiva

   
  31.12.2006
31.12.2005
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 128.000,00 128.000,00
II. Kapitalrücklage 8.000.000,00 8.000.000,00
III. Bilanzverlust -5.885.268,70 -6.739.400,39
  2.242.731,30 1.388.599,61
B. Rückstellungen 5.629.809,00 5.401.192,13
C. Verbindlichkeiten 2.410.280,33 1.544.262,98
  10.282.820,63 8.334.054,72

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006

  2006
2005
1. Rohergebnis 9.998.443,85 8.893.951,24
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 6.133.034,17 5.578.344,83
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.646.847,97 1.596.054,99
(davon für Altersversorgung € 279.759,52; Vorjahr € 309.752,83)    
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 458.460,43 477.488,43
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 861.670,40 875.872,24
5. Erträge aus Beteiligungen 49.735,00 0,00
(davon aus verbundenen Unternehmen € 49.735,00; Vorjahr € 0,00)    
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5.960,84 5.167,93
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 104.553,28 50.773,00
(davon von Gesellschaftern € 90.760,54; Vorjahr € 44.774,24)    
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 9,46
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.551,17 15.533,61
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.020.128,83 406.588,61
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 107.654,46 46.500,00
12. Sonstige Steuern 58.342,68 59.177,22
13. Jahresüberschuss 854.131,69 300.911,39
14. Verlustvortrag 6.739.400,39 7.040.311,78
15. Bilanzverlust -5.885.268,70 -6.739.400,39

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2006
Zugang
Abgang
Umbuchungen
31.12.2006
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.720,77 0,00 370,69 0,00 73.350,08
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.673,00 0,00 0,00 0,00 109.673,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.583.766,74 370.456,00 2.550.115,31 0,00 21.404.107,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 713.500,21 21.709,00 77.374,68 0,00 657.834,53
  24.406.939,95 392.165,00 2.627.489,99 0,00 22.171.614,96
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.700,00 0,00 0,00 0,00 14.700,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 208.417,10 0,00 0,00 0,00 208.417,10
  223.117,10 0,00 0,00 0,00 223.117,10
  24.703.777,82 392.165,00 2.627.860,68 0,00 22.468.082,14
  Aufgelaufene Abschreibungen
  01.01.2006
Zuführung
Zuschreibung
Auflösung
31.12.2006
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.995,77 3.933,00 0,00 369,69 68.559,08
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.476,00 6.724,00 0,00 0,00 29.200,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.450.861,32 416.883,43 0,00 2.550.056,31 19.317.688,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 624.500,21 30.920,00 0,00 77.360,68 578.059,53
  22.097.837,53 454.527,43 0,00 2.627.416,99 19.924.947,97
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 14.029,64 0,00 -4.659,94 0,00 9.369,70
  14.029,64 0,00 -4.659,94 0,00 9.369,70
  22.176.862,94 458.460,43 -4.659,94 2.627.786,68 20.002.876,75
  Nettobuchwerte
  31.12.2006
31.12.2005
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.791,00 8.725,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.473,00 87.197,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.086.418,99 2.132.905,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.775,00 89.000,00
  2.246.666,99 2.309.102,42
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.700,00 14.700,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 199.047,40 194.387,46
  213.747,40 209.087,46
  2.465.205,39 2.526.914,88

Anhang für das Geschäftsjahr 2006

(verkürzt nach § 327 HGB)

1. Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die folgenden Erläuterungen umfassen die Angaben, die in den neben Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellenden Anhang aufzunehmen sind.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Von größenabhängigen Erleichterungen wurde Gebrauch gemacht.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach Maßgabe der steuerlich zulässigen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Für Neuinvestitionen ab dem 01.01.2004 wurde auf die degressive Abschreibungsmethode umgestellt. Die lineare Abschreibung gelangt zur Anwendung, wenn sie zu höheren periodischen Abschreibungsbeträgen führt.

b) Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Für ungängige Bestände wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse wurden entsprechend dem Grad der Fertigstellung mit den angefallenen Material- und Fertigungskosten bewertet. Das Material wird zu Einstandspreisen zuzüglich Fracht und Zoll, abzüglich Skonti und die Fertigungsleistung mit den aus der Kostenrechnung ermittelten Sätzen angesetzt. Kalkulatorische Abschreibungen, Zinsen und Steuern aus der Normalkostenrechnung wurden dabei an die Ist-Werte angepasst. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Die Bewertung der anderen Gegenstände des Umlaufvermögens erfolgt zum Nennwert unter Beachtung der gebotenen kaufmännischen Vorsicht. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Risiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungs- und Leistungsverkehr.

c) Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 % bilanziert. Dabei wurden die "Richttafeln 2005 G" (RT 2005 G) von Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

d) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungs- und Leistungsverkehr.

3. Angaben zu Posten der Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang ersichtlich.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 289.846,92 (Vorjahr € 173.327,75) sowie Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 3.270.292,24 (Vorjahr € 2.426.831,25). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

c) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten enthalten keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sie enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 496.889,01 (Vorjahr € 11.268,63).

d) Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB liegen nicht vor.

e) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3 HGB enthalten Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von T€ 311.

Das Bestellobligo für Investitionen und Großreparaturen beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 T€ 125.

Das bei der Sparkasse als Termingeld angelegte Guthaben in Höhe von T€ 920 gilt ferner als Sicherheit eines für die Anzahlung eines Kunden übernommenen Avalkredits.

4. Sonstige Angaben

a) Zahl der durchschnittlich beschäftigten aktiven Arbeitnehmer

  2006 2005
Angestellte 30 32
Gewerbliche Arbeitnehmer 94 93
  124 125

b) Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist zu 49 % an der Wärmebehandlung Osnabrück GmbH, Osnabrück, beteiligt. Der Jahresüberschuss 2006 beträgt bei dieser Gesellschaft T€ 326 und das Eigenkapital zum 31. Dezember 2006 T€ 510.

c) Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte, einbezogen.

d) Geschäftsführung

Herr Alfred Bücker, kaufmännischer Geschäftsführer

Herr Rainer Hardt, technischer Geschäftsführer, bis zum 31. Dezember 2006

Herr Peter Schnittfeld, technischer Geschäftsführer, ab dem 01. Oktober 2006

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Osnabrück, den 29. März 2007

MAGNUM Metallbearbeitung GmbH, Osnabrück

Alfred Bücker

Peter Schnittfeld

Bescheinigung

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir mit Datum vom 30. März 2007 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MAGNUM Metallbearbeitung GmbH, Osnabrück, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Osnabrück, den 30. März 2007

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

G. Stegemann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dr. G. Solfrian, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Niederschrift über schriftliche Beschlüsse der Gesellschafterinnen der Magnum Metallbearbeitung GmbH, Osnabrück - nachfolgend "Gesellschaft" genannt

An der Gesellschaft sind beteiligt:

Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte mit einer Festeinlage von 125.440,00 € 98,00 %
Bladenhorster Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Castrop Rauxel mit einer Festeinlage von 2.560,00 € 2,00 %

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006 liegen vor. Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Osnabrück als Abschlussprüfer der Gesellschaft hat ein uneingeschränktes Testat erteilt.

Die Gesellschafterinnen halten hiermit unter Verzicht auf alle gesetzlichen und gesellschaftsrechtlichen Formen und Fristen der Einberufung und Ankündigung eine ordentliche Gesellschafterversammlung ab und fassen folgende Beschlüsse:

1.

Der von der Geschäftsführung der Gesellschaft aufgestellte und von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Osnabrück als Abschlussprüfer geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 mit einer Bilanzsumme von 10.282,8 T€ wird hiermit festgestellt.

2.

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2006 Entlastung erteilt.

3.

Der ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von 854.131,69 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

4.

Zum Abschlussprüfer für das vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 laufende Geschäftsjahr wird die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Osnabrück bestellt.

 

Georgsmarienhütte, den 01. August 2007

GEORGSMARIENHÜTTE HOLDING GmbH

Oliver Greve

Peter van Hüllen

 

Bladenhorster Grundstücksverwaltungs GmbH

Oliver Greve

Dietmar Hemsath

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