Ulma Conveyor Components GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pasquale Briamonte seit 28.3.2024 | Prokura |
Thomas Fiebig seit 2.2.2018 | Prokura |
Rodolfo Carlos Muniz Urdampilleta seit 8.11.2016 | Geschäftsführer |
Christian Grams seit 7.10.2014 | Prokura |
Matthias Oeckel seit 7.10.2014 | Geschäftsführer |
Andreas Abdul seit 7.10.2014 | Prokura |
Alfonso Gomez Lopez seit 4.5.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ULMA Betonschalungen und Gerüste GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ULMA Construction GmbHRödermarkJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die ULMA Construction GmbH (im Folgenden kurz: ULMA) ist eine Tochter der weltweit agierenden spanischen ULMA C y E, S. Coop, Oñati (Spanien). Diese zählt weltweit zu den führenden Herstellern von Schalungen und Gerüsten. Die Schalungssysteme und deren optimale Einsatzplanung stehen für wirtschaftliche und flexible Bauabläufe. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der ULMA liegt in der Vermietung und dem Verkauf von Schalungsmaterial und -systemen für den Betonbau einschließlich technischen Supports. Weiterhin werden im Zusammenhang mit der Vermietungstätigkeit Dienstleistungen wie Transport, Reinigung und Reparatur sowie Sondermontagen ausgeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war ULMA hauptsächlich im Bereich Industrie- und Wohnungsbau tätig. Eine breit gefächerte Palette von marktüblichen Schalungssystemen mit einer guten Qualität der Geräte auf hohem technischem Niveau hat seit der Gründung im Jahr 2001 in den letzten Jahren für ein stetiges Wachstum in einem hart umkämpften Markt gesorgt. Eine gesunde Basis, auf die das Unternehmen auch in Zukunft setzt. Charakteristisch für diesen Markt bleibt der Bedarf an technischer Planungsdienstleistung sowie an schnellem Lieferservice. Das kann ULMA jederzeit sicherstellen. ULMA ist in der Lage, auch in Zukunft schnelle, gute technische und wirtschaftliche Lösungen zu bieten und sich damit Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. ULMA bezieht weiterhin von der Muttergesellschaft ULMA C y E, S. Coop den Großteil ihrer Produkte. Das Sortiment umfasst alle marktüblichen, für den Betonbau benötigten Schalungssysteme. In der Branche gehört ULMA zu den Vollsortimentsanbietern. ULMA unterhält insgesamt folgende fünf Standorte im Inland: - Zentrale Deutschland in Rödermark - Vertriebsbüro Süd in Göppingen - Vertriebsbüro Nord in Neuss - Vertriebsbüro Ost in Wandlitz - Vertriebsbüro Bayern in Augsburg. Die Strategie beruht weiterhin auf einem langsamen, stetigen Wachstum, welches stark von der Entwicklung des deutschen Bauhauptgewerbes abhängig ist. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das Jahresergebnis. 2. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung innovativer Lösungen ist ausschließlich Aufgabe der Muttergesellschaft, ULMA ist lediglich unterstützend tätig. Diese Unterstützung beschränkt sich im Wesentlichen auf Zertifizierungen und Zulassungen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2023 eine Stagnation bis hin zu einer leichten Rezession im 3. und 4. Quartal mit einem Rückgang des BIP um 0,1% verzeichnet. Gleichzeitig hat sich die Inflationsrate wieder im einigermaßen normalen Bereich eingependelt und lag zuletzt bei 3,2% bei einem weiteren Rückgang der Energiepreise um ca. 5%. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich schwach bis rückläufig und die Zahl der Insolvenzen stieg im Vorjahresvergleich um 26,7% an. Aufgrund der schwachen Entwicklung im Welthandel war die Industrieproduktion im 2. Halbjahr rückläufig. Leichte Aufhellungen gibt es zum Jahresende beim Stimmungsbarometer in der Wirtschaft sowie beim privaten Konsum. Für die deutsche Bauindustrie / das deutsche Baugewerbe hat das Jahr 2023 eine gravierende Wende eingeläutet, welche in eine handfeste Krise der Branche mündete, deren Ende und Auswirkungen nicht abzusehen sind. Die Ursachen dafür liegen ganz sicher im hohen Zinsniveau und den stark gestiegenen Baukosten (Preisanstieg +16,70% in 2022 und 9,0% in 2021), verbunden mit einer allgemeinen Unsicherheit, welche durch das Agieren der Bundesregierung eher noch bestärkt wird. Anstehende Projekte werden auf Eis gelegt oder komplett gestrichen. Der Auftragseingang der Bauindustrie verzeichnet bis November ein Minus von 4,7%. Besonders stark betroffen ist der Wohnungsbau mit einem Rückgang von über 20%. Aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks ist eine sinkende Tendenz der Angebotspreise zu beobachten, diese Tendenz wird sich im Jahre 2024 weiter fortsetzen. In der Schalungsbranche hat diese Entwicklung gravierende Auswirkungen. Bedingt durch den Aufbau hoher Kapazitäten an Material über die letzten Jahre mit einem Rekordniveau an Bauvolumen führt der sehr plötzliche Nachfragerückgang vor allem im 2. Halbjahr 2023 zu einem extremen Wettbewerb um neue Mietprojekte, verbunden mit einem bis dato nicht dagewesenen Preisrückgang um annähernd 50% der Vorjahrespreise. Kaufgeschäfte sind aufgrund der nicht mehr vorhandenen Investitionsbereitschaft fast gar nicht mehr zu verzeichnen. 2. Geschäftsverlauf ULMA startete mit einem befriedigenden Auftragsbestand in das Jahr 2023, in welchem allerdings wieder ein außerordentlich großes Projekt beinhaltet war, welches im ersten Halbjahr richtig angelaufen ist. Ab Februar kam es zu einem regelrechten Einbruch beim Auftragseingangs, auf Grund dessen sich die Auslastung des Mietparks bis zur Jahresmitte deutlich verschlechterte. Ab dem 2. Quartal konnten auf Grund von deutlichen Preissenkungen wieder Auftragsabschlüsse generiert werden, so dass sich die Geräteauslastung im 2. Halbjahr auf einem befriedigendem Niveau bewegte. Allerdings war ab dem 3. Quartal ein weiterer Einbruch beim Auftragseingang, verbunden mit erneut sinkenden Angebotspreisen zu verzeichnen. Somit konnte das geplante Umsatzziel wiederum nicht erreicht werden. Für einen gewissen Ausgleich sorgten einige erfolgreiche Gebrauchtmaterialverkäufe an Rohbauer oder Händler für den Auslandsexport, Durch eine zurückhaltende Investitionspolitik bei den Ausgaben konnten immerhin noch zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden. So wurde im gesamten Geschäftsjahr mit TEUR 716 ein nicht ganz so gutes Geschäftsergebnis erzielt, wie im Vorjahr mit TEUR 1.422. Die Umsatzentwicklung ist im Vergleich zu den Vorjahren aus den beschriebenen Gründen rückläufig:
Auch die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren hat ebenfalls einen positiven Verlauf. Die wesentlichen Kennzahlen für die ULMA haben sich wie folgt entwickelt:
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2023 86 (i. Vj. 83). Ulma verfolgte im Jahr 2023 mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr und 2025 eine antizyklische Geschäftspolitik mit einem Ausbau der Vertriebskapazitäten und intensivierten Marketing Maßnahmen, um die Präsenz unsere innovativen Produkte im Bereich Deckenschalungen am Markt zu erhöhen. Am 1. Januar 2024 eröffneten wir unser neues Vertriebsbüro mit 2 neuen Mitarbeitern in Hamburg. 3. Lage 3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 24.138 gestiegen. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr (TEUR 23.283) betrug mit Frachten und konzerninternen Umsätzen TEUR 855. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
ULMA hat trotz TEUR 855 mehr Umsatzerlöse die stark erhöhten Kosten nicht auffangen können und hat somit nur einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 716 gegenüber im Vorjahr von TEUR 1.422 erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalkosten um TEUR 600 auf TEUR 6.921 gestiegen. Dies ist vor allem in Gehaltserhöhungen begründet und in der Tatsache, dass im Durchschnitt 3 Arbeitnehmer mehr als im Vorjahr beschäftigt werden. Das Ergebnis wurde durch planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.493 (i. Vj. TEUR 4.432) beeinflusst. Die Mindestabschreibungsdauer beträgt weiterhin 1 Jahr und die Höchstabschreibungsdauer 14 Jahre. Die Beschaffungsmarktpreise und auch der Materialaufwand sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 5% angestiegen ULMA's Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, das Mietlager für die künftigen Anforderungen aufzustellen. Der Materialaufwand für bezogene Waren ist im Vergleich zum Vorjahr TEUR 290 etwas angestiegen und beträgt in 2023 TEUR 7.993. Die Erhöhung des Zinsaufwandes um TEUR 82 resultiert aus den steigenden Zinssätzen. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 715.907,66 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich um TEUR 1.737 auf TEUR 35.977. Die Aktivseite ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von ca. 77,6 % gekennzeichnet. Das Anlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.256 auf TEUR 27.902. Das Sachanlagevermögen verringerte sich um TEUR 2.265 auf TEUR 27.848. Es wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt TEUR 2.806 getätigt. Davon wurde Schalungsmaterial TEUR 2.640 investiert. Den Investitionen stehen Abgänge in Höhe von TEUR 5.919 (Bruttowerte) und planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.480 gegenüber. Der Abnutzungsgrad der Sachanlagen (kumulierte Abschreibungen auf Sachanlagen zu Anschaffungskosten der Sachanlagen) beträgt 48,4 % (i. Vj. 47,3 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 165 auf TEUR 1.631 (Vorjahr TEUR 1.466). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhen sich in Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.462 auf TEUR 1.670, Vorjahr TEUR 208. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die fast ausschließlich die Gesellschafterin betreffen, betragen 8,9 % der Bilanzsumme und 18,8 % der gesamten Verbindlichkeiten. Sie haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 104 auf TEUR 3.202 verringert. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Bilanzsumme) beträgt 52,7 % (i. Vj. 48,4 %). Die Eigenkapitalquote erhöht sich, aufgrund einer verringerten Bilanzsumme (TEUR 35.977, i. Vj. TEUR 37.714) und einen erzielten Jahresüberschuss von (TEUR 716, i. Vj. TEUR 1.421). 3.3 Finanzlage Der Finanzmittelbestand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr (i. Vj. TEUR 1.253) um TEUR 956 auf TEUR 297. Die umfangreichen Investitionen für den Mietpark werden noch überwiegend durch die Gesellschafterin in Form von zu verzinsenden Krediten finanziert. Das Schalungsmaterial wird zu rd. 60 % direkt von der Muttergesellschaft bezogen. Die Rückzahlungen dieser Investitionskredite an die Muttergesellschaft zuzüglich Zinsen erfolgen gemäß vereinbarter Liquiditätsplanung und den erzielten Liquiditätsüberschüssen. ULMA ist jederzeit in der Lage, alle ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen TEUR 12.436. ULMA plant im Jahr 2024 die Aufnahme von weiteren Darlehen in Höhe von TEUR 2.500. Die Tilgungen im Jahr 2024 betragen TEUR 4.564.
3.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der Unternehmenswert der ULMA wird außer von finanziellen auch von nicht finanziellen Faktoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehung des Unternehmens zu Mitarbeitern sowie Umweltbelange und Bildung. Diese Werte werden von der Muttergesellschaft vorgegeben und vorgelebt. 3.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung betrachtet die Geschäftsentwicklung 2023 zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Lageberichts unter den gegebenen Umständen als befriedigend. Das strategische Ziel der Steigerung des Anteils des Verkaufsumsatzes konnte zumindest teilweise erreicht werden. Produktseitig ist die Gesellschaft nach eigener Einschätzung so wettbewerbsfähig wie noch nie zuvor. Auch konnte für das kommende Geschäftsjahr trotz schwierigen Umfelds zusätzliches qualifiziertes Personal akquiriert werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts stimmten die Erwartungen aus der Planung mit der aktuellen Geschäftsentwicklung überein, obwohl die geplanten Verkaufsumsätze zu diesem frühen Zeitpunkt saisonal bedingt noch nicht in vollem Umfang realisiert werden konnten. C. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2024 ist unter dem Gesichtspunkt der Konsolidierung geplant. Ausgaben und Investments sollen auf einem möglichst niedrigen Niveau gehalten werden. Dies ist aufgrund der allgemeinen Marktentwicklung im Bausektor unabdingbar. Die derzeitige sehr negative Entwicklung verlangt eine permanente Aktualisierung in der Steuerung der Geschäftspolitik, um etwaigen Schwierigkeiten mit direkten Maßnahmen entgegen zu können. ULMA ist durch die moderne innovative Produktpalette, durch neue, effizientere Vertriebsstrukturen und einem verstärkten Marketing gut aufgestellt, um sich am Markt auch in schwierigen Zeiten zu behaupten. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das für das Jahr 2024 einen geplanten Umsatz von TEUR 22.005. Im Jahr 2023 betrug diese Planzahl TEUR 23.282 - erreicht wurden TEUR 24.138. Das Ergebnis für das Jahr 2024 wird mit einem Verlust von TEUR -1.284 geplant. In der Planung für 2023 betrug die Gewinnplanung TEUR 1.154, erreicht wurden TEUR 716. Die wirtschaftlichen Aussichten für 2024 sind bis auf weiteres ungünstig. Der Auftragseingang verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um über 20%. Zur Zeit mangelt es an neuen Ausschreibungen. Die wenigen Projekte sind hart umkämpft und werden zu unwirtschaftlichen Preisen abgeschlossen. Ziel ist es, sich nur so viel wie nötig auf diesen Wettbewerb einzulassen, mit einer mäßigen Geräteauslastung Kosten und Investments zu vermeiden und somit die schwierige Phase zu überstehen. Im Jahresverlauf erwarten wir eine Konsolidierung der Situation. Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren Bildung, Umwelt und Sicherung der Arbeitsplätze werden weiterhin von der Muttergesellschaft vorgegeben und vorgelebt. Diese Ansätze werden bei der Markenpräsentation inzwischen deutlich kommuniziert und tragen zur positiven Imagebildung von ULMA Construction bei. D. Risiken- und Chancenbericht 1. Risikobericht Zur Steuerung der Gesellschaft werden verschiedene Controlling-Instrumente eingesetzt, die zeitnahe Managementinformationen liefern. Von wesentlicher Bedeutung ist dabei ein permanentes Reporting auf Betriebs-/Verkaufsstellenebene, in das alle Führungskräfte und Entscheidungsträger eingebunden sind. Dieses Reporting-System wird als zentrale Managementaufgabe wahrgenommen und ist integrierter Bestandteil aller Geschäftsprozesse. Dadurch wird die Identifikationszeit von Risiken und Chancen des Unternehmens optimiert. Die latente Bedrohung durch Cyberkriminalität ist ein ernstzunehmender Risikofaktor für Unternehmen. ULMA hat in dem Bereich vor allem seit dem letzten Jahr verstärkte Vorkehrungen getroffen, wie Absicherung der Netzzugänge durch die IT Abteilung der Muttergesellschaft, permanente Meetings der Verantwortlichen, Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter usw. Zur Sicherung der Beschaffungsmarktrisiken werden keine längerfristigen Verträge abgeschlossen, so dass auf jeden Trend kurzfristig reagiert werden kann. Das Management der Preisrisiken und das Controlling liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung. Die Kunden der ULMA sind meist große Baukonzerne. Die Adressausfallrisiken sind folglich minimal - wie auch das daraus resultierende Liquiditätsrisiko, dem bei der ULMA zentral durch die Finanzabteilung entgegengesteuert wird. Die Liquiditätslage der ULMA wird sich im Vergleich zu den Vorjahren vorübergehend verschlechtern. Durch vorausschauende Liquiditätsplanung in Zusammenarbeit mit unserer Gesellschafterin sind jedoch keine Engpässe zu erwarten. Besorgniserregend ist die derzeitige Preisentwicklung, am Schalungsmarkt, wie bereits zuvor beschrieben. Hier hoffen wir auf eine Konsolidierung und Verbesserung durch einen zu erwartenden Rückbau der Kapazitäten am Markt, welcher bei anziehender Baukonjunktur zu einem Wiederanstieg der Marktpreise in der Schalungsindustrie führen sollte. Risiken für unsere Gesellschaft in den Bereichen Strategie, Standort, Personal bestehen aus heutiger Sicht nicht. Durch weiterhin konsequentes Kundenkreditmanagement konnte das Ergebnis im Bereich der Forderungsausfälle vom Vorjahr (TEUR 192) weiterhin auf niedriges Niveau gehalten werden, mit TEUR 287 sind die Forderungsausfälle im Geschäftsjahr 2023 im geplanten Bereich. 2. Chancenbericht Durch die beschriebenen Maßnahmen bei der Stärkung und Optimierung unserer Vertriebsstruktur und des Marketings rechnen wir bei Erholung des Marktes mit einer verbesserten Ausgangslage zur Verbreiterung unserer Markpräsenz. Weiterhin setzen wir hohe Erwartungen in eine mögliche Teilnahme an Messen, insbesondere der Bauma 2025. Die Entwicklung im Geschäftsbereich Ingenieurbau verläuft kontinuierlich positiv, so dass wir hier für die Zukunft entsprechendes Potential zur Diversifizierung sehen. Mit speziell für diesen Bereich geeigneten Produkten, die im letzten Jahr auf den Markt gebracht wurden, stärken wir unsere Marktposition insgesamt und verfügen über erweiterte Möglichkeiten.
Rödermark, den 23. Februar 2024 Die Geschäftsführung gez. Matthias Oeckel gez. Alfonso Gomez Lopez gez. Rodolfo Carlos Muñiz Urdampilleta BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Erläuterungen Die ULMA Construction GmbH, nachfolgend "Gesellschaft", hat ihren Sitz in Rödermark und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main (Reg.-Nr. HRB 34932) eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des deutschen Handelsgesetzbuchs und des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Gesellschaft ist wie im Vorjahr eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von größenabhängigen Erleichterungen i. S. d. § 288 (2) HGB wurde Gebrauch gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Software) werden zu Anschaffungskosten bewertet und maximal entsprechend ihrer Nutzungsdauer über fünf Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bei den Anschaffungskosten handelt es sich um die Einstandspreise. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit jeweiligen Anschaffungskosten bis zur Höhe von EUR 250,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwendungen gebucht. Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurden aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz im steuerlichen Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Technische Anlagen und Maschinen werden zwischen 7 und 14 Jahren, andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend zwischen drei und zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die sonstigen Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Umlaufvermögen Die Vorräte (Waren) wurden zu einer Gruppe zusammengefasst und mit dem gleitenden gewogenen Durchschnittswert angesetzt. Eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, sofern dieser niedriger ist als der gleitende gewogene Durchschnittswert. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Dem Ausfallrisiko wird durch Einzelwertberichtigungen und durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für das folgende Geschäftsjahr darstellen. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Zum Bilanzstichtag ergaben sich ausschließlich aktivische Steuerlatenzen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz latenter Steuern in der Bilanz unterbleibt. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und ist zum Nennbetrag angesetzt worden. Kapitalrücklage Die Rücklage ist zum Nennbetrag angesetzt worden. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Den bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung entstandenen oder erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen wird ausreichend Rechnung getragen. Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr: Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände Restlaufzeit größer als ein Jahr lautet TEUR 39 (VJ TEUR 40). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr hauptsächlich aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Forderungen aus noch nicht abgerechneten Leistungen. Eigenkapital Alleinige Gesellschafterin ist die ULMA C y E, S. Coop, Oñati, Spanien. Die Alleingesellschafterin hat z gunsten der ULMA Construction GmbH eine allgemeine Liquiditätszusage und eine allgemeine Eigenkapitalgarantie (Patronatserklärung) mit Datum vom 21. Dezember 2016 abgegeben. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Bürgschaften der Gesellschafterin besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 3.172 (i. Vj. TEUR 3.288) die Gesellschafterin. Es handelt sich wie im Vorjahr vor allem um verzinsliche Darlehensverbindlichkeiten. Die übrigen Verbindlichkeiten resultieren wie im Vorjahr aus dem Lieferverkehr. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Im Inland wurden TEUR 21.165 (i. VJ. TEUR 22.185) und im Ausland TEUR 2.973 (i. VJ. TEUR 1.098) erwirtschaftet. Die Auslandsumsätze wurden fast ausschließlich in Europa erzielt. Periodenfremdes Ergebnis Das periodenfremde Ergebnis beträgt TEUR -283 und setzt sich zusammen aus periodenfremden Erträgen (TEUR 11) und periodenfremden Aufwendungen (TEUR 294). Bei den periodenfremden Aufwendungen handelt es sich in Höhe von TEUR 279 um Forderungsverluste. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen für 2024 und 2025 in Höhe von TEUR 1.220. Geschäfte mit nahestehenden Personen Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor den sich aus Gewinnvortrag in Höhe von EUR 2.972.021,71 sowie dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 715.907,66 ergebenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.687.929,37 auf neue Rechnung vorzutragen. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 2023 86 (i. Vj. 83). Davon entfallen 72 (i. Vj. 70) auf Angestellte und 14 (i. Vj. 13) auf gewerbliche Arbeitnehmer. Auf den Bereich Technik entfallen 30 Mitarbeiter, auf Lager/ Logistik entfallen 24 Mitarbeiter, im Marketing/ Vertrieb/ Projektleitung sind 23 Mitarbeiter und übrige Bereiche 9 Mitarbeiter. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: • Rodolfo Carlos Muñiz Urdampilleta, Kaufmann, Area Manager Zentral-Ost-Europa der Ulma C y E. S. Coop, Oñati (Spanien) • Matthias Oeckel, Dipl.-Wirt.-Ing., Geschäftsführer Vertrieb, Königstein im Taunus • Alfonso Gomez Lopez, Kaufmann, Geschäftsführer Finanzen, Frankfurt am Main Alle Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Sie üben die Geschäftsführung hauptberuflich aus. Da lediglich 2 Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhalten machen wir zu den Angaben gemäß § 285 Nr. 9a und b HGB (Geschäftsführerbezüge) von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Konzernabschluss Der Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der ULMA Construction GmbH zum 31. Dezember 2023 einbezogen ist, wird von der ULMA C y E, S. Coop, Oñati, Spanien, für den größten und kleinsten Konzernkreis erstellt. Der Ort der Offenlegung ist Oñati, Spanien. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht eingetreten. Allerdings ist eine abschließende Beurteilung der materiellen Auswirkungen durch die Bau-Krise derzeit nicht möglich. Sollten die Auswirkungen der Bau-Krise stärker sein, muss davon ausgegangen werden, dass die gesetzten Budgetzahlen für das Jahr 2024 nicht erreicht werden könnten.
Rödermark, den 23. Februar 2023 Die Geschäftsführung gez. Matthias Oeckel gez. Alfonso Gomez Lopez gez. Rodolfo Carlos Muñiz Urdampilleta
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.10.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und unter Berücksichtigung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach §§ 276 und 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ULMA Construction GmbH, Rödermark Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ULMA Construction GmbH, Rödermark, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ULMA Construction GmbH, Rödermark, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümer ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 24. Februar 2024 ATCon
Aktiengesellschaft
gez. Prof. Dr. Manfred Lorch, Wirtschaftsprüfer gez. Franz-Josef Hans, Wirtschaftsprüfer |
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