Wurzener Wildspezialitäten GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Würzmitteln und Soßen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Rauchhaupt seit 21.9.2004 | Geschäftsführer |
Volkmar Rauchhaupt seit 7.6.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
M & H Handels-GmbHAufgelöst | 5.56% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rauchhaupt GmbHBennewitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2023 bis zum 31.01.2024Lagebericht 2022/2023der Rauchhaupt GmbHI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Als regionale Gebietszentrale des Service-Bund mit unserem Sitz in Altenbach bieten wir die Kompetenz eines Vollsortimenters in den Bereichen Food, Non-Food wie auch einer breiten Produktpalette an Tiefkühlprodukten. Somit können wir individuell auf Kundenwünsche eingehen und für jeden Kundentyp - vom Bistro über die Kantine, der Hotelgastronomie und bürgerlichen Restaurants, bis hin zur gehobenen Gastronomie - das optimale Angebot zusammenstellen. Als inhabergeführtes Unternehmen setzen wir auf Kontinuität, solide Partnerschaft und Stabilität. Wir wollen mit unseren Kunden zusammen langfristig und zielorientiert handeln. Somit versteht es sich von selbst, dass wir stets zur Stelle sind und flexibel sowie individuell auf unsere Kunden eingehen können. Als Mitglied im Service-Bund, einer der führenden Verbände des deutschen Lebensmittelgroßhandels, profitieren wir von den Vorteilen eines nationalen Einkaufs und sind in der Lage, unseren Kunden einzigartige Fachveranstaltungen und Angebote zu offerieren. Als Teil der Gruppe betreuen wir zudem nationale Großkunden, die in ganz Deutschland vom Service-Bund als starken Partner beliefert werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach der Überwindung der Pandemie und einem starken Start in das Jahr 2023 hat sich das wirtschaftliche Klima in Deutschland und Europa im Sommer deutlich verschlechtert. Das preisbereinigte BIP sank um 0,3 %. Damit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter von dem tiefen Einbruch im Pandemiejahr 2020 erholen. Im Jahr 2023 lag das preisbereinigte BIP um 0,7% höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung geriet jedoch in einem weiterhin krisenhaften Umfeld ins Stocken. Die Energiekrise und die geopolitischen Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren und Konsumenten. (DESTATIS Pressekonferenz am 15.01.2024) Der Welthandel verlor an Dynamik, was sich negativ auf die deutsche Exportwirtschaft auswirkte. Die Energiepreise, die 2022 infolge des Krieges in der Ukraine gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten vor allem die Industrie. Die gestiegenen Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was sich insbesondere auf die Bauwirtschaft ausgewirkt hat. Das trotz jüngster Rückgänge immer noch hohe Preisniveau wirkte sich auf allen Wirtschaftsstufen negativ auf die Konjunktur aus. Die Inflationsrate ging von 6,9% im Vorjahr auf 5,9% zurück. (DESTATIS Pressekonferenz am 15.01.2024) Das Gastgewerbe in Deutschland hat trotz gestiegener Umsätze in 2023 das Niveau vor der Corona-Pandemie noch nicht wieder erreicht. Laut Statistischem Bundesamt setzten die Hoteliers und Gastronomen real 11,3 %weniger um als 2019, obwohl der nominale Umsatz um 8,8%höher lag. Guido Zöllick vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) sieht die wirtschaftliche Lage als sehr angespannt mit erheblichen Einbußen vor allem in der Gastronomie. Insbesondere die seit 2022 deutlich gestiegenen Kosten für Personal, Lebensmittel und Energie belasten die Branche stark. (DEHOGA, Pressemitteilung (PM) vom 20.02.2024) Die Umsatzentwicklung nach Segmenten im Gastgewerbe zeigt dabei folgende Ergebnisse: Das Beherbergungsgewerbe verzeichnete einen Anstieg von 5,2% im Vergleich zum Vorjahr (bei einem nominalen Plus von 11,5%). Im Gaststättengewerbe gab es dagegen einen realen Rückgang von 1,5%, während die nominalen Umsätze um 6,1% anstiegen. Die Umsätze der Catering-Branche stiegen um 1,8% an (nominal 12,1%). Insgesamt stieg der Umsatz um 1,1% (nominal 8,5%). Der reale Umsatz ist immer noch in allen Segmenten niedriger als vor der Coronakrise. (DEHOGA-Zahlenspiegel IV 2023) 2. Geschäftsverlauf Da in den ersten zwei Monaten des Vorjahres noch Coronamaßnahmen das Gastgewerbe eingeschränkt haben, lagen die Umsätze im Januar und Februar deutlich über denen von 2022. Die Absätze und Umsätze konnten trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und einer sich im Jahresverlauf eintrübenden Konjunktur auf Jahressicht gesteigert werden. Sie übertrafen sowohl das Vorjahr als auch unsere Planungen. Eine besondere Herausforderung stellten die hohen Preisschwankungen bei den Erzeuger- und auch den Großhandelspreisen dar. Nach den starken Ausschlägen im Jahr 2022 beruhigten sich die Preisausschläge, allerdings weiterhin mit Schwankungen und erneuten Anstiegen in der zweiten Jahreshälfte. Die im Vorjahr stark erschwerte Verfügbarkeit von Lebensmitteln normalisierte sich weitgehend. Im Geschäftsjahr 2023/2024 lag der Umsatz mit 2.053 T€ (Vorjahr 17.449 T€) um 12% über dem Niveau des Vorjahres. Damit konnte unser Planwert von etwa 10% leicht übertroffen werden. Ein Vergleich der gelieferten Tonnage-Mengen zeigt, dass das Umsatzwachstum auch durch die höhere Inflationsrate beeinflusst wurde. Der Wunsch der Menschen nach Geselligkeit und Konsum sowie der weiterhin starke Binnentourismus in unserer Region waren zunächst deutlich spürbar. Im Laufe des Jahres wirkten sich jedoch die gestiegenen Preise negativ auf die Nachfrage aus. Die Rohgewinnmarge sank aufgrund der gestiegenen Einstandspreise im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte auf 28,3% (VJ 29,7%). Trotzdem konnten wir den Rohgewinn um 6,6% steigern, womit wir unseren Planwert (0% Veränderung) für das Geschäftsjahr übertroffen haben. Es konnte für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein Geschäftsergebnis (Jahresüberschuss) in Höhe von 934 T€ (VJ 807 T€) erzielt werden, was einem Anstieg von knapp 16% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt beurteilen wir, dass die Geschäftsentwicklung günstig verlaufen ist. 3. Lage 3.1 Vermögenslage Unsere Gesellschaft weist unverändert eine sehr solide Vermögens- und sichere Finanzlage auf. Die Sachanlagen stiegen um 28,6% auf 1.753 T€ (VJ 1.364 T€). Hier sind insbesondere die Investitionen in 3 neue LKWs sowie 2 PKWs zu erwähnen. Die Finanzanlagen haben sich um 8,9% auf 268 T€ (VJ 246 T€) erhöht und die Vorräte reduzierten sich um 8,2% auf x1.374 T€ (VJ 1.497 T€). Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gab es einen Anstieg von 6,4% auf 509 T€ (VJ 478 T€), genauso wie bei den Forderungen gegen den Service-Bund und Service-Bund National, die um 11,8% auf 530 T€ (VJ 474 T€) anstiegen. Die sonstigen Vermögengenstände stiegen um 224% auf 257 T€ (VJ 79 T€) an. Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich um 6,3% auf 8.803 T€ (VJ 9.400 T€) reduziert. Es bestehen zum Stichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Unser kurzfristiges Vermögen übersteigt unsere Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote hat sich auch aufgrund einer reduzierten Bilanzsumme um 4,5%-Punkte auf 82,3% (VJ 77,8%) erhöht. Die Rückstellungen sind in diesem Geschäftsjahr um 44,2% auf 442 T€ (VJ 791T€) zurückgegangen. Die Veränderung der Rückstellungen lassen sich im Wesentlichen durch den Rückgang der Steuerrückstellung erklären. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Service-Bund und Service-Bund National sind stichtagsbedingt um 13,8% auf 741 T€ (VJ 859 T€) gesunken, während die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um 5,4% auf 88 T€ (VJ 83 T€) gestiegen sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 19,2% auf 284 T€ (VJ 351 T€) gesunken. Insgesamt lässt sich festhalten, dass nach der deutlichen Veränderung im Vorjahr sich die Vermögenslage zum 31.01.2024 stabilisiert hat. 3.2 Finanzlage Die liquiden Mittel reduzierten sich um 22,1% auf 4.053 T€ (VJ 5.206 T€) gegenüber dem Vorjahr. Diese Veränderung unterteilt sich in den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 523 T€ (VJ 1.056 T€), Cashflow aus Investitionstätigkeit -674 T€ (VJ -397 T€) sowie Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.001 T€ (VJ -27 T€). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist insbesondere aufgrund der getätigten Ausschüttung in Höhe von 1.000 T€ im Geschäftsjahr außerordentlich belastet. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. Innerhalb der Sachanlagen wurden Investitionen in Höhe von 718 T€ (VJ 409 T€) getätigt. Diese Investitionen konnten vollständig mit Eigenmitteln finanziert werden. Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft ausreichende liquide Mittel. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2023/2024 jederzeit gegeben. Alle Verbindlichkeiten werden unter Abzug von Skonto fristgerecht bezahlt. Kontokorrentlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Die Finanzlage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. 3.3 Ertragslage Während die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum um 11,8% auf 19.502 T€ (VJ 17.449 T€) stiegen, ist auch der Materialaufwand überproportional um 13,9% auf 13.974 T€ (VJ 12.264 T€) gestiegen. Der Rohgewinn stieg dabei um 6,6% auf 5.528 T€ (VJ 5.185 T€), wobei sich die Rohgewinnmarge mit einem Rückgang von 1,4%-Punkten auf 28,3% (VJ 29,7%) gegenüber dem Vorjahr deutlich veränderte. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 15,0% auf 143 T€ (VJ 124 T€) gestiegen. Der Personalaufwand ist im Wesentlichen aufgrund von Gehaltserhöhungen um 6,5% auf 2.580 T€ (VJ 2.421 T€) gestiegen. Im Verhältnis zum Umsatz fielen die Personalkosten aufgrund des Umsatzanstiegs um 0,7%-Punkte auf 13,2% (VJ 13,9%).. Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um nur 0,5% geringer und bewegen sich mit 287 T€ (VJ 289 T€) weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 2,6% auf 1.518 T€ (VJ 1.480 T€) gestiegen und haben damit keine wesentliche Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis stieg um 108% von 24 T€ auf 49 T€ und ist wesentlich von der Ergebniszuweisung seitens der Service-Bund GmbH & Co. KG sowie Anlagezinsen geprägt. Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 15,8% auf 934 T€ (VJ 807 T€) erhöht. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Rohgewinnmarge und den Cashflow heran. Der Rohgewinn wird als Ergebnis aus Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand definiert. Für die Überwachung des Cashflows wird primär der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit herangezogen. Dessen Entwicklung wurde bereits unter Abschnitt "2. Finanzlage" erläutert. Die Rohgewinnmarge liegt, wie im Vorjahr weiterhin mit 28,3% (VJ 29,7%) über dem Niveau des Vor-Corona-Jahrs 2019/2020 in dem eine Rohgewinnmarge von 26,4% erzielt wurde. Die Rohgewinnmarge aus dem Vorjahr konnte aufgrund des starken Kostendrucks wie erwartet nicht gehalten werden. Der Umsatz pro Mitarbeiter konnte im Geschäftsjahr auf 315 T€ (VJ 268 T€) weiter verbessert werden. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. III. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft konnte im ersten Quartal des Jahres 2024 um 0,2% wachsen, nachdem sie zum Jahresende 2023 zurückgegangen war. Das Wachstum wurde von Anstiegen der Bauinvestitionen und der Exporte getragen. Dagegen gingen die privaten Konsumausgaben zurück. (DESTATIS PM Nr. 173 vom 30.04.2024) Laut der Konjunkturprognose des renommierten ifo Instituts vom 20. Juni 2024 arbeitet sich die deutsche Wirtschaft langsam aus der Krise heraus. Obwohl die Lage von den meisten Unternehmen weiterhin als schlecht bewertet wird, haben sich seit Jahresbeginn in allen Wirtschaftsbereichen die Erwartungen für die kommenden Monate verbessert. Ein wichtiger Konjunkturstützen für die Wirtschaft im Jahr 2024 ist die Industrie mit ihrem Exportgeschäft, während die volkswirtschaftlich bedeutende Baubranche vorerst ihren Abwärtstrend fortsetzen soll. Die Kaufkraft der privaten Haushalte dürfte weiter zunehmen, was zu einer langsamen Erholung der Nachfrage nach Dienstleistungen und Waren führen sollte. Auch die Zinsen sollten nach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank im Juni weiter sinken. Die kräftigen Einkommenszuwächse, der stabile Arbeitsmarkt und die gesunkenen Zinsen dürften sich positiv auf die für das Gastgewerbe wichtige Konsumkonjunktur auswirken und zudem zu einer allmählichen Erholung der Baubranche beitragen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll im Jahr 2024 um 0,4 % und im folgenden Jahr 2025 um 1,5 % wachsen. Die Inflationsrate soll von 5,9 % im Vorjahr auf deutlich niedrigere 2,2 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 sinken. (ifo Konjunkturprognose Sommer 2024 vom 20.06.2024) Die Umsatzentwicklung im Gastgewerbe ist stark vom Konsumklima im Land abhängig. Obwohl sich das Konsumklima im Vergleich zu 2023 etwas verbessert hat, bleibt es nach wie vor schlecht, wie der deutlich negative Wert des GFK-Konsumklimaindex von -21,6 Punkten für Juli 2024 zeigt (GFK, PM vom 24.07.2024). Seit Beginn der Coronakrise wurde der positive GFK-Konsumklimaindexwert von +10 Punkten aus dem Jahr 2019 nicht mehr erreicht (GFK, PM vom 29.05.2024). Das weiterhin ungünstige Konsumklima hat negative Auswirkungen auf den Umsatz im Gastgewerbe, der real immer noch unter dem Niveau vor der Pandemie liegt (DEHOGA-Zahlenspiegel IV/2023). Laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) ist die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe äußerst angespannt. Die Unternehmen sehen sich mit Umsatzeinbußen bei gleichzeitig hohem Kostendruck, durch gestiegene Personal-, Energie- und Nahrungsmittelkosten konfrontiert. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer zum 1. Januar 2024 für vor Ort verzehrte Speisen hat die bereits schwierige Situation im Gastgewerbe weiter verschärft. Viele Gastronomiebetriebe erleben eine zunehmende Preissensibilität und Konsumzurückhaltung ihrer Gäste (DEHOGA PM vom 24.04.2024). Der erhöhte Mehrwertsteuersatz ist bereits beim Umsatz spürbar. So war der Umsatz im Gastgewerbe im April 2024 real um 2,7 % niedriger als im April des Vorjahres (DESTATIS, PM Nr. 235 vom 19.06.2024). Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2024/2025 haben wir einen Betrieb in Burg/Spreewald im Rahmen eines Asset Deals (Kundenstamm, Vorräte, Anlagevermögen) mit einem Investitionsvolumen von ca. 750 T€ erworben und dort eine Niederlassung gegründet. Wir erwarten hierdurch unser Liefergebiet auszuweiten und unser Geschäftsvolumen wesentlich erhöhen zu können. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden sich ergeben und sind in den nachfolgend genannten Planzahlen berücksichtigt. Durch die Akquise der neuen Niederlassung in Burg konnten ca. 300 kaufende Kunden hinzugewonnen werden. Diese haben, aufgrund unserer guten Einkaufspreise, zu einer Spannenverbesserung beigetragen. Nichtsdestotrotz sind diese Kunden weit unter unserem üblichen Stopwert/Anlieferung (dadurch höherer Lieferkosten pro Kunde). Aktuelle Aufgabe ist es diese Kunden zu halten, mit unseren zusätzlichen Sortimenten den Stopwert zu erhöhen, um so das Investment und die Effektivität der Niederlassung Burg zu steigern. Der aktuelle Status dabei stimmt uns positiv dies auch zu erreichen. Das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres 2024/2025 hat gezeigt, dass das Umsatzniveau der Rauchhaupt GmbH trotz des schwierigen Umfeldes über dem des Vorjahres liegt. Der Zukauf des Neukundengeschäfts seit 04/2024 zeigt einen direkten Einfluss auf das Umsatzwachstum. Es zeichnet sich aber bereits ein enormer Kostendruck ab, weshalb weniger optimistisch, als es der Verlauf des ersten Quartals hergibt, auf das restliche Geschäftsjahr geblickt wird. Aufgrund eines extrem aggressiven Wettbewerbs und des Kostendruckes bei Gastronomen sind unsere Preise und damit die Spannen/Roherlöse in leichtem Abwärtstrend. Ebenso wie rückläufige Auslastung in der breiten Gastro (Verteuerung der Speisen= weniger Gäste, weniger Personal=kürzere Öffnungszeiten=weniger EK-Umsatz) einen negativen Umsatzeinfluss auf uns hat. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 planen wir auch aufgrund des Zukaufs des Neukundengeschäftes nach derzeitigem Stand mit einem Umsatzwachstum von ca. 13%. Durch die hohe Aggressivität der Wettbewerber und aufgrund des starken inneren Kostendrucks der Kunden rechnen wir mit einem Margenrückgang zwischen 0,5 bis 1,0% bei aktuellem Kundenbestand. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 sind neben dem oben genannten Asset Deal noch 3 PKWs mit einem Gesamtvolumen von ca. 200 T€ als Investitionen geplant. Die Investitionen sollen vollständig über Eigenmittel finanziert werden. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Der im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 real niedrigere Umsatz bei gleichzeitig gestiegenem Material, Energie- und Personalkosten belastet unsere Kunden in der Gastronomiebranche stark (DEHOGA PM vom 24.04.2024). Insbesondere, da die Preise für Nahrungsmittel und Energie stärker angestiegen sind als die Gesamtinflation (Destatis PM 266/24) Ebenfalls hat die Gastronomie-Branche Schwierigkeiten genügend Personal zu finden. So lag die Zahl der Beschäftigten in der Gastronomiebranche trotz Zuwachses im Jahr 2023 um 6,7% niedriger als im September des Vor-Corona-Jahres 2019 (Destatis PM 061/23). Aus der schwierigen Situation der Gastronomiebranche könnten für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Genauso wie unsere Kunden sind auch wir vom allgemeinen Fachkräftemangel (ifo Konjunkturumfrage vom 20.03.2024) in Deutschland betroffen. Für die Zukunft ist es eine wichtige Aufgabe qualifizierte Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen und zu binden. Wir versuchen dem gegenzusteuern, in dem wir seit Jahren in kaufmännischen und gewerblichen Bereichen erfolgreich ausbilden und unsere Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss übernehmen. Gerade im Bereich der Fahrer ist es sehr schwer geworden Mitarbeiter mit der notwendigen LKW-Fahrerlaubnis zu bekommen. Der Lebensmittelgroßhandel steht mittel- und langfristig vor enormen Herausforderungen. Traditionell niedrige Handelsmargen führen dazu, dass vorgelagerte Lieferanten sowie gewerbliche Abnehmer den Lebensmittelgroßhandel als zusätzliche Wertschöpfungsstufe zwischen Industrie und Konsumenten ausschalten möchten. Die Branche gerät zudem unter Druck durch spezialisierte Logistikdienstleister, die vermehrt typische Großhandelsfunktionen wie Transport oder Lagerung übernehmen. (Sparkassen Branchenreport 2023 für Großhandel mit Lebensmitteln WZ-Code 46.3) Bezüglich des weltpolitischen Geschehens, insbesondere den Spannungen zwischen den USA und China (tagesschau.de, Artikel vom 23.05.2024 "Säbelrasseln rund um Taiwan") und der angespannten Lage im Nahen Osten insbesondere nach dem Raketenangriff auf Israel (tagesschau.de Artikel vom 28.07.2024 "Im Libanon Wächst die Sorge vor Krieg mit Israel") ist es derzeit schwierig abzuschätzen, wie sich dies auf unseren zukünftigen Geschäftsverlauf auswirken wird. Wir können keine genaue Prognose erstellen und müssen die Entwicklungen genau beobachten. Ertragsorientierte Risiken: In den vergangenen Jahren erlebte der Markt teilweise eine herausfordernde Preisdynamik. Wir haben diesen Entwicklungen entgegengewirkt, indem wir auf Flexibilität, Service, Sortimentsausbau und Beratung gesetzt haben. Während der Pandemie spielte eine positive Lieferquote eine entscheidende Rolle für unseren Erfolg. Für die Zukunft sehen wir eine der größten Herausforderungen weiterhin im Beschaffungsmarkt und der zeitnahen, vollständigen Weitergabe der stark steigenden Einkaufspreise. Die Entwicklung der Personal- und Prozesskosten stellt ein weiteres Risiko dar. Um dieses zu minimieren, führen wir kontinuierliche Qualitätskontrollen und Restlaufzeitprüfungen unserer Vorräte durch. Eine Echtzeit-Fernüberwachung der Temperaturen ist ebenfalls Teil unserer Risikominimierung. Dank einer automatischen Alarmschaltung können wir bei Bedarf schnell reagieren. Um das Risiko eines Lieferausfalls zu minimieren, setzen wir auf moderne Lager- und Fuhrparktechnik, die wir regelmäßig warten. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich primär aus Eigenmitteln. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind mit beiden Hausbanken Kreditlinien vertraglich vereinbart. Währungsrisiken sind im Absatzbereich nicht vorhanden und im Kostenbereich von vernachlässigbarer Bedeutung. Die Liquiditätslage ist als sehr gut zu bezeichnen. 2. Chancenbericht Wir sehen mit dem Ende der Corona-Pandemie in 2022 und der erfolgten Normalisierung der Branche trotz der beschriebenen Herausforderungen gute Chancen, dass wir weiterhin positive Ergebnisse erzielen können. Aufgrund unseren guten Kundenbindungen, der geringen Mitarbeiterfluktuation und unser hohes Engagement in die aktive Marktgestaltung sind wir überzeugt, die stabile wirtschaftliche Entwicklung fortzusetzen. In Bezug auf die Lager- und Vertriebskapazitäten ist unser Unternehmen gut aufgestellt und in der Lage, das Geschäft auszuweiten. Durch unseren funktionierenden permanenten Verbesserungsprozess in allen Bereichen, sind wir in der Lage schnell und flexibel auf die Anforderungen des Marktes zu reagieren. Die persönliche Kompetenz und Beratung unserer Mitarbeiter, kombiniert mit unserer hohen Qualität und Zuverlässigkeit hilft uns dabei im Wettbewerb zu bestehen. Uns ist bewusst, dass unser Unternehmen eine große Verantwortung im sachgerechten Umgang mit abgepackten Lebensmitteln, insbesondere im Bereich der Lagerung und der Warenzustellung, hat. Aus diesem Grund setzen wir unsere hohen Qualitätsansprüche durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch. Zudem ist unser Unternehmen nach den internationalen Lebensmittelsicherheitsstandards IFS zertifiziert. Die Zertifizierung wird einmal jährlich durchgeführt und stellt eine tragende Säule im Qualitätsmanagement dar. Zusätzlich dazu findet von uns eine sorgfältige, fachmännische Auswahl von Produkten und Lieferanten aus. Zudem haben wir die Bio-Zertifizierung. Unsere Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Selbst in der vergangenen Zeit der Pandemie konnten wir durch unser hervorragendes Debitorenmanagement nahezu alle offenen Forderungen einbringen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wir sind uns bewusst, dass der Trend der Verlagerung von Handelsumsätzen aus dem C&C Geschäft in den Zustellhandel sich weiter fortsetzen wird. Durch unseren an den Marktbedürfnissen orientierten Webshop sind wir gut aufgestellt, um uns den Entwicklungen im Online-Handel anzupassen. Wir möchten uns von den Mitbewerbern abheben, indem wir unseren logistischen Zusatznutzen betonen und unsere wettbewerbsrelevanten Parameter stärker hervorheben, insbesondere die Regionalisierung der Sortimente. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Erhöhung der Kundenbindung, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Weiterhin setzten wir auf Weiterbildung unserer Mitarbeiter sowie verstärkter Ausbildung. 3. Gesamtaussage Aufgrund unserer guten Kundenbindung, geringer Mitarbeiterfluktuation und des hohen Engagements in die aktive Marktgestaltung sehen wir gute Chancen für eine positive Umsatzentwicklung und Ertragssituation in den kommenden Jahren. Trotzdem können wir Risiken, die sich negativ auf unser Geschäft auswirken, wie z.B. die Risiken des Ukraine-Krieges, eines geopolitischen Konfliktes mit China, anstehende Präsidentenwahl in USA oder eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, nicht ausschließen. Unsere Planungen für das 2. Halbjahr 2024/2025 basieren auf vorsichtigen, realistischen Erwartungen der Zukunft und Ist-Werten vergangener Geschäftsjahre. Für 2024/2025 wird, auch unter Berücksichtigung der sich in 2024/2025 verschlechterten wirtschaftlichen Lage, mit einem ähnlichen Niveau des Ergebnisses wie in 2023/2024 gerechnet. Uns ist hierbei wichtig anzumerken, dass eine zuverlässige Einschätzung des zukünftigen Wirtschaftsverlaufs aufgrund der beschriebenen wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten schwierig ist. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmitteln und Lieferantenkrediten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält neben dem Stammhaus in Bennewitz OT Altenbach eine Niederlassung in Berlin.
Bennewitz, den 30. April 2024 / 31. Juli 2024 gez. Sven Rauchhaupt gez. Volkmar Rauchhaupt BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Allgemeine Angaben Die Rauchhaupt GmbH hat ihren Sitz in 04828 Bennewitz . Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter der Registernummer HRB 1254 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde, wie bisher, das Gesamtkostenverfahren angewendet. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Zugänge im Geschäftsjahr zum Sachanlagevermögen wurden pro rata temporis nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde wie im Vorjahr von der Möglichkeit der sofortigen Abschreibung für Wirtschaftsgüter von netto EUR 250,01 bis netto EUR 800,00 Gebrauch gemacht. Es wurde deren Abgang im Jahr des Zugangs unterstellt. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Neben Einzelwertberichtigungen zu Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten bewertet. Die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im nachfolgenden Anlagespiegel gesondert dargestellt.
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten bzw. gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnissen, bestehen die branchenüblichen Sicherheiten in Form von Eigentumsvorbehalten. IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Zum 31.01.2024 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende finanziellen Verpflichtungen:
Die Mietverträge verlängern sich jeweils um 1 Jahr, wenn nicht mit einer Frist von 6 Monaten gekündigt wird. V. Sonstige Angaben Nachtragsbericht In 04/2024 hat die Gesellschaft einen Betrieb (Kundenstamm, Anlagevermögen, Vorratsvermögen) im Rahmen eines Asset-Deals erworben. Bezüglich weiterer Erläuterungen wird auf den Prognosebericht innerhalb des Lageberichts verwiesen. Mitarbeiterzahl Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/2024 durchschnittlich 62 Arbeitnehmer. Die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 2 HGB Organe Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens unverändert durch folgende Personen geführt: Sven Rauchhaupt, Kaufmann, verantwortlich für Vertrieb und Administration Volkmar Rauchhaupt, Kaufmann Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.
Bennewitz, den 30. April 2024 / 31. Juli 2024 gez. Sven Rauchhaupt gez. Volkmar Rauchhaupt sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.08.2024 festgestellt. Ergebnisverwendungsbeschluss:Der festgestellte Jahresüberschuss wird zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vorgetragen. Zusammen mit dem Gewinnvortrag ergibt sich zum 31.01.2024 ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.032.971,06. BestätigungsvermerkDer nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den geprüften und nicht auf den offengelegten verkürzten Jahresabschluss. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rauchhaupt GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rauchhaupt GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rauchhaupt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Januar 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 31. Juli 2024 HEIM
HONERMEIER GmbH
gez. Christian Wagner, Wirtschaftsprüfer |
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