PAHNKE Systems GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tanja geb. Datsenko Pahnke seit 20.12.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wepuko Pahnke GmbHMetzingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens a. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Wepuko Pahnke GmbH, Metzingen - im Folgenden Wepuko Pahnke genannt - ist ein weltweit agierendes Unternehmen im Bereich der Entwicklung, Konstruktion und Herstellung von Hochdruckpumpen sowie der Entwicklung hydraulischer Schmiedepressen mit dem Fokus auf die Hydraulik- und Steuerungssysteme. Das gesamte Produktprogramm von Wepuko Pahnke wird durch entsprechende Service-, Ersatzteil- und Reparaturdienstleistungen ergänzt. Unsere Kunden sind Unternehmen aus der Stahlindustrie, der Öl- und Gasindustrie, der chemischen Industrie, der Luft- und Raumfahrt und aus dem Kernkraftsektor. Die Produkte von Wepuko Pahnke bedienen folgende Marktsegmente: - Hochdruckpumpen - Hydraulische Schmiedepressen und - Service- und Reparaturdienstleistungen. b. Ziele und Strategien Wepuko Pahnke ist ein hochspezialisiertes Unternehmen, das nach Kundenwunsch die Produkte entwickelt, herstellt und beim Kunden umsetzt. Darüber hinaus wird der Kunde auch in der after-sale-Phase mit umfangreichen Service- und Reparaturdienstleistungen unterstützt. Der weltweite Vertrieb der Produkte erfolgt im europäischen Raum hauptsächlich direkt vom Firmensitz in Metzingen aus, während auf allen anderen Weltmärkten dies überwiegend über Vertretungen realisiert wird. Neben erfolgreichen Teilnahmen an internationalen Ausschreibungen schätzen viele unserer Bestandskunden die Qualität und den Nutzen unserer Produkte, so dass wir bei anstehenden Neu- und Reinvestitionen unsere Produkte ebenso gut plazieren können. Ende des Geschäftsjahres 2019 wurde eine 100%ige Tochtergesellschaft (Wepuko Pahnke s.r.o., Pilsen) gegründet, um mit Engineering- und Serviceleistungen die Weiterentwicklung unserer Produktbereiche zu unterstützen. Trotz weltweiter Pandemie und der angespannten geopolitischen Lage seit Jahresbeginn 2022 hat sich die Richtigkeit der Entscheidung für diesen Standort erwiesen, so dass wir unsere Ziele für die Gesellschaft weiter verfolgen. II. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Für das Jahr 2022 erwartete die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht eine Zunahme des BIP von 3,6 % unter der Annahme, dass nach Abebben der Pandemie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wieder an Dynamik gewinnt. Die Hoffnungen wurden jedoch durch den Krieg in der Ukraine, die dadurch ausgelösten Sanktionen, steigende Energiepreise und Zinsen, Lockdown-Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung vor allem in China und zunehmende Lieferkettenprobleme zunichte gemacht. Die Wachstumsprognosen wurden weltweit bei steigenden Inflationsraten zurückgenommen. Die deutsche Wirtschaft wuchs 2022 nur noch um 1,9 % bei einer Preissteigerungsrate von 6,9 %. Der dadurch begründete Anstieg der Zinsen war eine weitere Wachstumsbremse für die Investitionsgüterindustrie. Die Auftragseingänge im deutschen Maschinen- und Anlagenbau gingen 2022 um real 4 % zurück. Nur aufgrund hoher Auftragsbestände konnte noch ein minimaler Produktionsanstieg von 0,5 % realisiert werden. Bei Pumpen betrug das Minus bei den Auftragseingängen 2022 real 3 % und bei der Produktion 2 %. Dieser nationalen und internationalen Entwicklung in 2022 hat sich auch unser Unternehmen nicht entziehen können. Bedingt durch den Kriegsausbruch und den unmittelbaren Folgen für die Lieferketten haben auch die überproportional hohen Preissteigerungen im Materialbereich unsere Wertschöpfungskette belastet. Hilfreich waren unsere Erfahrungen und Lösungsansätze aus den vorherigen Pandemiejahren, so dass wir zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2022 wieder stabile Prozesse auf Ebene der Vorlieferanten herstellen konnten, mit der positiven Aussicht, den Auslieferungsstau der ersten acht Monate in 2022 im 4. Quartal 2022 abbauen zu können. Unsere unternehmerischen Aktivitäten wurden Mitte Oktober 2022 durch einen Brandunfall in unserem Versand- und Warenlagergebäude unterbrochen, da das Brandereignis nahezu unseren kompletten Lagerbestand an halbfertigen und fertigen Bauteilen für das Neumaschinen- und Servicegeschäft erfasst hatte. Da auch unser betriebseigener Prüfstand für technische Komponenten im Pumpensektor brandfolgenbedingt bis Ende März 2023 nicht nutzbar war, konnten wir bis zum Jahresende 2022 lediglich nachproduzierte bzw. im Zulauf befindliche Bauteile in geringem Umfang an unsere Kunden ausliefern. Inzwischen ist unser Prüfstand wieder in Betrieb gegangen und auch die Lagerhalle wird bis Mitte 2023 bautechnisch wieder instand gesetzt sein. Da wir unsere Produkte auf der Basis eines möglichst genauen Verständnisses der Bedürfnisse unserer Kunden entwickeln und anbieten, ist die unmittelbare Kundennähe immer unser Ziel. Dieses Vertrauen haben uns unsere Kunden auch nach dem Brandereignis eindrucksvoll entgegen gebracht, sodass wir mit der Kundenunterstützung, dem großen Engagement unserer Belegschaft, der Unterstützung unserer Hausbanken und unserem Versicherungsgeber die Herausforderungen insgesamt meistern konnten. Die bereits in 2020 in unserem Unternehmen eingerichtete Task Force hat hierbei sowohl die weltweiten Entwicklungen wie auch die Folgen des Brandunfalls für unser Unternehmen permanent verfolgt und mit Kunden, Lieferanten und unseren eigenen Mitarbeitern in Produktion und Entwicklung für viele Herausforderungen Lösungen gefunden. Von den Angeboten der Bundesregierung haben wir 2022 teilweise auf das Instrument der Kurzarbeit zurückgegriffen. Durch die weltweit schleppende Eindämmung der Pandemie begründete Liquiditätsengpässe in den ersten Monaten des Berichtsjahres haben wir mit Unterstützung unserer Hausbanken überwinden können. b. Geschäftsverlauf Aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2022 und durch das Brandereignis im Oktober des Berichtsjahres haben wir unser Wachstum in 2022 nicht wie geplant realisieren können. Die Unternehmensziele für 2022 waren aufgrund der pandemiebedingten Vorjahre auf die Stabilisierung unseres Unternehmens fokussiert. Unser realisiertes Rohergebnis ist jedoch durch die weltweiten Nachwirkungen der Pandemie, die Lieferkettenprobleme, die hohen Preissteigerungen, den Krieg in der Ukraine und den Embargos seit Jahresbeginn 2022 sowie durch den Brandunfall im letzten Quartal 2022 erheblich belastet worden und liegt rd. 32 % unter dem Vorjahreswert, da wir durch die Folgen der o.g. Einflüsse die zugesagten Liefertermine bei unseren Kunden nicht einhalten konnten. Demgegenüber konnten viele Vertriebsaktivitäten aus 2021 und 2022 erfolgreich realisiert werden, so dass der Auftragseingangswert in 2022 mit rd. EUR 25,0 Mio. um rd. 7 % über dem Vergleichswert des Vorjahres liegt. Aufgrund dieser positiven Entwicklung beurteilen wir auch unter Würdigung sämtlicher negativen Rahmenbedingungen in 2022 das Geschäftsjahr annähernd noch als zufriedenstellend. Die in den Vorjahren ergriffenen Maßnahmen in den organisatorischen Abläufen, den effizienten kundennahen Vertriebsstrukturen sowie unseren zusätzlichen Maßnahmen aus der Pandemiezeit haben es ermöglicht, trotz aller Widrigkeiten im laufenden Geschäftsjahr 2022 positiv in die Zukunft zu schauen, da das Jahresergebnis 2022 im Wesentlichen auf den Brandunfall und die dadurch im Jahresverlauf nicht mehr zu realisierenden Deckungsbeiträge zurückzuführen ist. Wepuko Pahnke macht seit 2015 von der Ausnahmeregelung des § 252 Abs. 2 HGB i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB derart Gebrauch, als für einzelne mehrjährige Fertigungsaufträge, bei denen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, eine Teilgewinnrealisierung (2022: TEUR 1.778, Vorjahr: TEUR 977) vorgenommen wird, da sich ohne Anwendung dieser Methode ein nicht den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der wirtschaftlichen Lage für das Berichtsjahr ergäbe. • Ertragslage Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 bei einem Rohergebnis von TEUR 11.863 ein Jahresergebnis von TEUR ./. 665 unter Berücksichtigung der o. g. Teilgewinnrealisierungen und Versicherungsentschädigungen, soweit diese zum Bilanzstichtag bereits verifizierbar waren . Ein Teil der pandemiebedingten Verschiebungen von Lieferterminen, Endmontagen und Inbetriebnahmen aus Vorjahren konnte abgearbeitet werden. Sehr positiv verlief die Entwicklung der Auftragseingänge in 2022 gegenüber dem Vorjahr, so dass der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag eine Reichweite bis ins Jahr 2024 aufweist. Dies ist nicht auf die durch das Brandereignis von 2022 nach 2023 verschobenen Liefertermine, sondern auf den erfreulich hohen Auftragseingang des Berichtsjahres zurückzuführen, und spiegelt sowohl die Akzeptanz des Marktes als auch das hohe Vertrauen unserer Kunden in unsere Produkte wieder. • Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens hat sich im ersten Halbjahr aufgrund weiterer Pandemiefolgen und dem Kriegsausbruch mit seinen politischen Restriktionen nicht wesentlich entspannen können, so dass mit Unterstützung unserer Hausbanken dem Unternehmen im Rahmen des Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Abfederung wirtschaftlicher Folgen aus der Corona-Krise ein KfW-Kredit in Höhe von TEUR 2.000 zur Verfügung gestellt wurde. Das Brandereignis im Oktober 2022 und die damit verbundene Unterbrechung der Wertschöpfung im IV. Quartal des Geschäftsjahres verhinderten eine weitere Entspannung bis zum Jahresende, so dass der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ggü. dem Vorjahr von TEUR 4.029 auf ./. TEUR 778 abgesunken ist. Der Cash-Flow entspricht in etwa dem Periodenergebnis, da sich Forderungen und Verbindlichkeiten gleichermaßen in der Berichtsperiode reduzierten, und der erwartete Anstieg der Forderungen im IV. Quartal durch die brandbedingten Ausfälle von Auslieferungen negativ beeinflusst bzw. verhindert wurde. Unser Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR ./. 14 betrifft im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt für das Berichtsjahr 2022 insgesamt TEUR 1.216. Mit Hilfe unserer Hausbanken konnten im 1. Halbjahr 2022 insbesondere offene Forderungen wie auch notwendige Vorfinanzierungen verzögerter Auftragsumsetzungen, die allesamt - bedingt durch die Pandemieverwerfungen - noch nicht final realisiert waren, durch die Inanspruchnahme eines Förderkredites der KfW-Bank aus dem Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise langfristig gesichert werden. Weitere Vorfinanzierungen werden durch entsprechende Kundenanzahlungen erzielt, die jedoch immer schwieriger zu realisieren sind. Die zum Bilanzstichtag nicht ausgeschöpfte Kontokorrentlinie hat sich ggü. dem Vorjahr von rd. TEUR 1,0 auf rd. EUR 1,8 Mio. verbessert. Die Avallinie ist aufgrund des Auftragsbestandes zum 31.12.2022 zu 66,0 % (Vorjahr: 56,7 %) beansprucht. • Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt TEUR 20.986 und liegt damit um TEUR 1.047 unter dem Vorjahreswert. Im Geschäftsjahr 2022 verminderte sich das kurzfristig gebundene Vermögen um TEUR 686, was im Wesentlichen auf die Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.918, einer Erhöhung der Vorräte um TEUR 802 und einer Brandschadenforderung an den Versicherungsgeber von TEUR 850 zurückzuführen ist. Das kurzfristige Fremdkapital verminderte sich um insgesamt TEUR 1.528. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus einer um TEUR 213 höheren Inanspruchnahme kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, einer Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.672, der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 318 sowie einer Erhöhung der Erhaltenen Anzahlungen um TEUR 1.355. Größere Sachinvestitionen fanden in diesem Geschäftsjahr nicht statt. Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres hatte mit TEUR 19 ein unterdurchschnittliches Niveau. Das Eigenkapital reduzierte sich durch das Jahresergebnis um TEUR 665 und beträgt zum Bilanzstichtag rd. TEUR 3.114. Die langfristigen Verbindlichkeiten setzen sich aus mehreren Bankdarlehen für die in Vorjahren realisierten Investitionen unserer Betriebsgebäude, für Innovationen und Betriebsmittel und der Inanspruchnahme eines Darlehens aus dem Corona-Maßnahmenpaket der Bundesregierung zusammen. Alle Darlehen des Unternehmens werden planmäßig bedient. Kurzfristige Verbindlichkeiten wurden zumeist unter Nutzung der eingeräumten Skonti beglichen. • Personal Im Jahresdurchschnitt hatte die Gesellschaft 102 (Vorjahr: 116) Beschäftigte, und damit insgesamt 14 Beschäftigte weniger als im Vorjahr. Betriebsbedingte Kündigungen konnten in 2022 - wie auch in den beiden Vorjahren - durch den Einsatz der Kurzarbeit vermieden werden. Um auch mittelfristig gut ausgebildete Beschäftigte zur Verfügung zu haben, wurden - wie in den Vorjahren - die ausgelernten Auszubildenden übernommen und neue eingestellt. Die Mitarbeiterfluktuation bei Wepuko Pahnke ist gering. Dies ist besonders auf das gute Betriebsklima, die anspruchsvollen Tätigkeiten sowie die hochwertigen Arbeitsmittel, die den Beschäftigten zur Verfügung stehen, zurückzuführen. Corporate Social Responsibility wird bei Wepuko Pahnke gelebt. Unsere Unternehmenskultur basiert auf einem offenen und fairen Miteinander, transparenten Entscheidungsstrukturen und individueller Förderung der Mitarbeitenden. Die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards ist uns auch gegenüber Kunden und Lieferanten eine Verpflichtung. • Managementsysteme Wir verfügen über ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Das letzte externe Überwachungsaudit erfolgte 2019. In 2023 wird wieder ein externes Überwachungsaudit stattfinden. In der Produktion von Wepuko Pahnke werden ressourcenschonende und umweltverträgliche Verfahren und Prozesse angewendet. Das Wohl unserer Mitarbeiter, unserer Kunden und unserer Umwelt ist ein wesentlicher Aspekt, den wir grundsätzlich bei unseren Tätigkeiten beachten. • Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung erfolgen sowohl im Zuge der auftragsbezogenen Konstruktionen und Fertigungen, aber auch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten. Die Schwerpunkte legen unsere Kunden insbesondere auf die Fertigungsabläufe beim Einsatz unserer Produkte. In diesem Zusammenhang haben wir auch in 2022 das Thema Industrie 4.0 für unsere Produkte ständig weiter entwickelt. Die Vorteile der Industrie-4.0-Technologien werden unternehmensweit genutzt und schaffen langfristig Wachstumschancen. Ebenso haben wir in 2022 unsere Produktentwicklungen weitergeführt. Nach den Schwerpunkten der Vorjahre mit dem Fokus, durch den Einsatz unserer Pumpentechnologie deutliche CO 2 -Reduzierungen bei der Herstellung von Metallen zu realisieren, haben wir 2021 und 2022 ein ganz neues Pumpenaggregat entwickelt, dessen Einsatz beim Kunden den dortigen Wertschöpfungsprozess ökonomisch und ökologisch deutlich verbessern. III. Prognose, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung a. Prognose Die aktuellen Prognosen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und weltweit sind derzeit noch mit hohen Unsicherheiten verbunden, insbesondere wegen des anhaltenden Krieges in der Ukraine, den geopolitischen Spannungen, Inflation und hohen Zinsen. Die Bundesregierung prognostiziert in ihrem Jahreswirtschaftsbericht nur ein minimales Wachstum des BIP von 0,2%, während die Inflationsrate nur leicht auf 6,0 % absinken soll. Auch der IWF schätzt die Perspektiven für das 2023 sehr verhalten ein und rechnet mit einem Anstieg des globalen Handels von nur noch 2,2 % sowie einem globalen Wachstum des realen BIP von 2,9 % - im Vergleich zu 6,1 % noch in 2021. Während das BIP 2023 in den Industrieländern durchschnittlich nur noch um 1,2 % zunehmen soll, wird für China ein Plus von 5,2 % und Indien ein Plus von 6,1 % prognostiziert. Damit würde 2023 mehr als 50 % des weltweiten Wirtschaftswachstums auf China und Indien entfallen. Auf beiden Märkten ist unser Unternehmen in der Vergangenheit sehr erfolgreich gewesen, so dass wir aus dieser Prognose gute Chancen für unsere weiteren Aktivitäten ableiten, zumal auch eine positive Entwicklung durch den Abbau von Lieferengpässen prognostiziert wird. Die steigenden Anfragen von potentiellen Kunden für unsere Produkte sowohl in den Segmenten "Hochdruckpumpen" als auch im Bereich der "Freiformschmiedetechnik" in diesen Ländern stützen unseren Optimismus. Die in unserer Branche üblichen und typischen langfristigen Vertragsakquisitionen sowie die teilweise ebenfalls langfristigen Auftragsabwicklungen können - auch jahresübergreifend in ein anderes Kalenderjahr - zu Schwankungen und Verschiebungen beim Auftragseingang, im Umsatz und im Ergebnis führen. Allerdings zeigen die Erfahrungen der Vergangenheit, dass diese Projekte nicht verloren, sondern lediglich auf dem Zeitstrahl verschoben wurden. Wir sind uns bewusst, dass auch 2023 wiederholt ein schwieriges Jahr wird. Diesen Unsicherheiten steht am Jahresende 2022 ein Auftragsbestand von ca. EUR 31,4 Mio. gegenüber. Auch wenn ein Teil dieser Aufträge langfristigen Charakter hat, und wir auch weiterhin die im abgelaufenen Kalenderjahr verfügbaren Aval- und Kreditlinien sowie unsere eigenen liquiden Mittel für die Auftragsfinanzierung beanspruchen, weist der Wirtschaftsplan 2023 und das Folgejahr gegenüber dem abgelaufenen Wirtschaftsjahr eine positive Unternehmensentwicklung aus. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass unser Unternehmen auch die Betriebsunterbrechung und anschließende Behinderungen aus dem Brandereignis im letzten Quartal 2022 inzwischen überwunden hat und unsere Kunden und Lieferanten uns auch in dieser Phase unterstützt haben. So erwarten wir für 2023 wieder einen positives Jahresergebnis. Diese Unternehmensentwicklung sehen wir auch aufgrund unserer sehr guten Produktqualitäten als möglich an, da sie sich im Vergleich zum Wettbewerb durch mehrere Alleinstellungskriterien auszeichnen. Darüber hinaus eröffnen sich für unsere Produkte neue Einsatzmöglichkeiten für die serienmäßige Herstellung neuer Materialien. b. Chancen und Risiken Klimaschutz, Dekarbonisierung, Nachhaltigkeit, Energie- und Ressourceneffizienz sind große Herausforderungen,, aber auch große Chancen für den Maschinen- und Anlagenbau. Mit seinen Innovationen ist die Branche ein wesentlicher Enabler für die grüne Transformation, die Energieeinsparung, den beschleunigten Umbau der Energieerzeugung und die Reduzierung der CO 2 -Emissionen durch die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien. Hier ist Wepuko Pahnke mit Innovationen im Bereich Wasserstoff und Energieeffizienz voll im Trend und kann sich neue erhebliche Marktpotenziale erschließen. Immer wieder versuchen Wettbewerber sich mit einer aggressiven Preispolitik auf dem Markt zu positionieren. Insbesondere die Konkurrenz aus China hat in den letzten Jahren im Pumpenbereich Boden gut gemacht. Im Einzelfall besteht in Folge dessen durchaus die Gefahr rückläufiger Preise und Margen, ggf. auch der Verlust eines möglichen Auftrags. Diesem begegnet Wepuko Pahnke nicht nur mit einem langjährigen know-how, sondern auch mit Produktinnovationen sowie weiteren Maßnahmen zur Kosteneffizienz, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Bereichsübergreifend optimieren wir unser Fehlermanagement weiter. Außerdem wird der gesamte Produktions- und Konstruktionsprozess weiter permanent auf Optimierungsmöglichkeiten beobachtet, so dass u. a. auch die Standardisierung einzelner Baugruppen weiter positiv beeinflusst wird. Darüber hinaus realisieren wir mit der konsequenten Umsetzung und Weiterentwicklung der Industrie-4.0-Technologien sowohl unternehmensintern bei der Konstruktion und Herstellung wie auch kundenseitig ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme bis zu Aufgaben der Instandhaltung spürbare wirtschaftliche Vorteile und Chancen. All diese Maßnahmen haben unsere Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und weiter verbessert. In diese Prozesse haben wir natürlich auch das betriebliche Vorschlagswesen unserer Mitarbeiter mit einbezogen. Der Auftragsbestand am Ende des Kalenderjahres umfasst auch größere Projekte, die aufgrund von hohen technischen Anforderungen des Kunden auch als risikobehaftet angesehen werden können. Wepuko Pahnke hat daher - für alle Aufträge gleichartig - ein umfassendes Projekt- und Qualitätsmanagement eingerichtet, um unerwartete Schwierigkeiten in der Umsetzung der Kundenwünsche und -anforderungen frühzeitig zu erkennen und entgegenzuwirken, und um Verschiebungen bei den Abnahme- und den Abrechnungszeitpunkten zu minimieren. Dies hat in der Vergangenheit derartige Risiken deutlich verringert. Bisher ist es unserem Unternehmen immer gelungen, termingerecht zu liefern. Dennoch können diese Risiken grundsätzlich nicht vollständig eliminiert werden. Mögliche Ausfallrisiken auf Seiten unserer Kunden sind durch entsprechende Bonitätsprüfungen und Warenkreditversicherungen abgesichert. Andere Finanzrisiken, die für unser Unternehmen entwicklungsbeeinträchtigend oder gar bestandsgefährdend sein könnten, versuchen wir durch eine frühzeitige Abstimmung mit unseren Hausbanken bereits vor Annahme jedes größeren Auftrages sowie vor größeren Investitionen auszuschließen. Aufgrund der langfristigen Auftragsfertigung sind wir auf die Vorfinanzierungen durch unsere Banken angewiesen. Insofern ist die Aufrechterhaltung der bestehenden Kreditlinien bzw. Finanzierungszusagen durch die Banken wesentliche Voraussetzung, um den Fortbestand unserer Gesellschaft zu gewährleisten. Reklamationen, Garantieansprüche, Ansprüche auf Schadensersatz und/ oder ähnliche Rechtsstreitigkeiten werden bilanziell durch Rückstellungen berücksichtigt, während weitere Risiken durch Versicherungen abgedeckt sind. Soweit sich die Prognosen von Bundesregierung und IWF nicht verschlechtern oder weitere geopolitische Verwerfungen eintreten, sehen wir keine weiteren negativen Auswirkungen auf unser Unternehmen in 2023 zukommen, zumal die Auftragsbestände sehr hoch sind. Bei stabiler Entwicklung der Weltwirtschaft gehen wir davon aus, mit unseren Produkten und Innovationen auf wichtigen Märkten weltweit erfolgreich bestehen zu können.
Metzingen, 12. Juli 2023 Wepuko Pahnke Pahnke GmbH Tanja Pahnke, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1 Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 361467 mit der Firma Wepuko Pahnke GmbH eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Metzingen. Der Jahresabschluss der Wepuko Pahnke GmbH, Metzingen, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren ausgewählt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach den Vorschriften der §§ 266 bzw. 275 HGB in der für große Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Form erstellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Gesellschaft. Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB, "Going Concern"). Hinsichtlich des Bestehens einer wesentlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die einzeln oder insgesamt bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, verweisen wir auf den Nachtragsbericht sowie auf die Ausführungen im Lagebericht zu den Risiken der zukünftigen Entwicklung. 1.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Als Nutzungsdauer werden drei Jahre zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände werden auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs-/Herstellungskosten bis 1.000,00 EUR netto wird ein Sammelposten gebildet. Für die maschinengebundenen Werkzeuge wurde ein Festwert ermittelt, da diese in Bestand, Wert und Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegen. Der Gesamtbetrag des Festwerts ist von untergeordneter Bedeutung. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen erfolgte die Bewertung entsprechend dem Fertigungsgrad zu Herstellungskosten einschließlich angemessener Zuschläge für Material- und Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. Von der Ausnahmeregelung des § 252 Abs. 2 HGB wird seit dem Geschäftsjahr 2015 insofern Gebrauch gemacht, als für einzelne mehrjährige Fertigungsaufträge eine Teilgewinnrealisierung nach Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen vorgenommen wird. Da sich der Gesamtbetrag der Teilgewinnrealisierung im Geschäftsjahr 2022 auf 1.778 TEUR (Vorjahr: 978 TEUR) beläuft, ergäbe sich ohne Anwendung dieser Methode ein nicht den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der wirtschaftlichen Lage (sondern ein Jahresfehlbetrag in Höhe von ca. 2,3 Mio EUR). Die teilrealisierten Umsätze betrugen im Geschäftsjahr 2022 3.035 TEUR (Vorjahr: 2.163 TEUR). Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % Rechnung getragen. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Zahlungen, die aufwandsmäßig den folgenden Jahren zuzuordnen sind. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Rückstellungen wurden nach der projizierten Einmalbeitragsmethode ermittelt. Pensionsverpflichtungen wurden entsprechend dem versicherungsmathematischen Gutachten unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G und einem Rechnungszins in Höhe von 1,87 v. H. sowie einem Dynamisierungssatz von 1,00 v. H. berechnet und mit dem Barwert von 3.157.133,00 EUR bilanziert. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zum 31.12.2022 beträgt 127.625,00 EUR. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Für Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte eine Abzinsung mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre. Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. 2. Bilanzerläuterungen 2.1 Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist als Anlage 1 zum Anhang wiedergegeben. In den immateriellen Wirtschaftsgütern sind selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aus anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 90.000,00 enthalten. Die Finanzanlagen betreffen die 100%ige Beteiligung an der Wepuko Pahnke s.r.o., Pilsen, Tschechien. Das Stammkapital beträgt 200.000 CZK. Der Jahresüberschuss beträgt 1.694 TCZK (Vorjahr: 1.336 TCZK). Der Umrechnungskurs der CZK (Tschechische Kronen) beträgt zum 31.12.2022 0,04 EUR. 2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betreffen in Höhe von EUR 6.078.857,08 (Vorjahr: EUR 8.177.962,69) Forderungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr. 2.3 Latente Steuern Für die sich aus der Anwendung der Teilgewinnrealisierung als Ausnahmeregelung des § 252 Abs. 2 HGB ergebenen Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen sind nach § 274 HGB passive latente Steuern mit einem unternehmensindividuellen Ertragsteuersatz von ca. 29,5% (ca. 1.068 TEUR) anzusetzen. Demgegenüber ergeben sich aus steuerlichen Verlustvorträgen (ca. 14.695 TEUR) in Verbindung mit der vorliegenden und extern bestätigten Unternehmensplanung und Bewertungsdifferenzen für Pensionsrückstellungen (ca. 1.041 TEUR) damit verrechenbare aktive latente Steuern (ca. 1.770 TEUR). Auf einen Ansatz des aktivischen Überhanges latenter Steuern wurde nach § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. 2.4 Eigenkapital Der Jahresüberschuss 2021 in Höhe von 22.816,81 EUR ist im Geschäftsjahr mit dem Verlustvortrag (460.553,77 EUR) verrechnet worden. 2.5 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen (die Angaben in Klammern betreffen das Vorjahr): - unterlassene Instandhaltung 135.000,00 EUR (0,00 EUR) - Provisionsansprüche 268.181,38 EUR (291.979,38 EUR) - Resturlaub, Gleitzeitguthaben und Tarifanpassungen 145.848,00 EUR (107.143,00 EUR) - noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen 0,00 EUR (454.150,00 EUR) Für Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte eine Abzinsung. 2.6 Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 2.884 TEUR durch Grundschulden besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten: - Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 831.880,09 EUR. (Vorjahr 812.970,49 EUR) 2.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden am Abschlussstichtag für Leasingverpflichtungen. Die Verpflichtungen haben eine Restlaufzeit zwischen 3 und 27 Monaten, betreffen im Wesentlichen Kraftfahrzeuge sowie Maschinen und betragen 105 TEUR. 3.1 Umsatzerlöse Zur Anwendung der Teilgewinnrealisierung für einzelne mehrjährige Fertigungsaufträge wird auf 1.2 (unfertige und fertige Erzeugnisse) verwiesen. Der Gesamtbetrag der teilrealisierten Umsätze betrug TEUR 7.869. 3.2 Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 60 TEUR enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (32 TEUR) und Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen von Forderungen (27 TEUR). 4. Sonstige Angaben 4.1 Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Nach der Berechnungsmethode des § 267 Absatz 5 HGB wurden im Berichtsjahr durchschnittlich beschäftigt (ohne Geschäftsführung, ohne Auszubildende):
4.2 Zusammensetzung der Organe und deren Gesamtbezüge Geschäftsführerin war im Berichtsjahr Frau Tanja Pahnke, Stuttgart. Die Geschäftsführerin ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführerin wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4.3 Nachtragsbericht Im Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresüberschuss erwartet. Die Liquidität kann demnach durch planmäßige Anzahlungen und/oder abrechenbare Teillieferungen für mehrjährige Fertigungsaufträge im Pressenbereich aufrechterhalten werden. Mit vertragsgerechter Realisierung dieser Aufträge wird auch in den Folgejahren ein Jahresüberschuss geplant. Demnach wird auch in 2023 mit der weiteren Inanspruchnahme der eingeräumten Kreditlinien durch die Banken gerechnet, so dass die Aufrechterhaltung der bestehenden Kreditrahmen der finanzierenden Kreditinstitute für den Fortbestand des Unternehmens benötigt wird. Dazu haben sich die beteiligten Kreditinstitute unter Einhaltung der Unternehmensplanung bereit erklärt. Ob und in welchem Maße die weitere Fortdauer der aktuellen geopolitischen Lage und die Folgen der Corona-Pandemie auf die zukünftige Entwicklung Einfluss nehmen, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden, negative Einflüsse sind naturgemäß nicht auszuschließen. Der materielle Brandschaden ist nahezu vollständig beseitigt. Restarbeiten zur Sanierung der Lager- und Versandhalle sowie einige Reparaturarbeiten, die den Wertschöpfungsprozess jedoch nur minimal beeinträchtigen werden, stehen aktuell noch aus. 4.4 ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Metzingen, den 12. Mai 2023 Wepuko Pahnke GmbH Tanja Pahnke, Geschäftsführerin Anlagenspiegel zum 31.12.2022
Verbindlichkeitenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.07.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wepuko Pahnke GmbH, Metzingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wepuko Pahnke GmbH, Metzingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wepuko Pahnke GmbH, Metzingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweise im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen zu den Risiken der zukünftigen Entwicklung in Abschnitt III. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aufgrund der langfristigen Auftragsfertigung auf die Vorfinanzierungen durch ihre Banken angewiesen ist. Insofern ist die Aufrechterhaltung der bestehenden Kreditlinien bzw. Finanzierungszusagen durch die Banken wesentliche Voraussetzung, um den Fortbestand der Gesellschaft zu gewährleisten. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 16. Juli 2023 BPG
Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH
Dr. Uwe Braun, Wirtschaftsprüfer Götz Löding-Hasenkamp, Wirtschaftsprüfer |
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