Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 5802 PI
Vorher
E.ON Hanse AG
Eingetragen
20.6.2006
Branche
Wärme- und KältehandelBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Die Erzeugung und Beschaffung sowie die Lieferung und Verteilung von Strom, Gas, Wärme und Wasser, die Aufgaben der Entsorgung von Abwasser und Abfall, die Telekommunikation und damit in Zusammenhang stehende Erschließungen sowie alle Geschäfte, welche mit diesem Zweck in Verbindung stehen, insbesondere auch energienahe Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Dr. Merkt
seit 11.9.2024
Vorstandsmitglied
Prokura
Prokura
Stephanie Ladwig
seit 4.7.2023
Vorstandsmitglied
Christian Fenger
seit 28.12.2022
Vorstandsmitglied
Prokura
Sebastian Dr. Goes
seit 7.2.2020
Prokura
Julia Wendel
seit 2.1.2018
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HanseWerk AG

Quickborn/Krs. Pinneberg

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Die HanseWerk AG

1.2. Strategie

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2. Energiepolitische und rechtliche Rahmenbedingungen

2.3. Geschäftsverlauf

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.5. Ertragslage

2.6. Vermögenslage

2.7. Finanzlage

2.8. Tochtergesellschaften

3. Mitarbeiter und Umwelt

4. Prognosebericht

5. Risikobericht

6. Chancenbericht

7. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB

8. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Die HanseWerk AG

Die HanseWerk AG (im Folgenden "HanseWerk" oder die Gesellschaft) und ihre Tochtergesellschaften bieten ihren Partnern kundenorientierte und zukunftsgerichtete Leistungen im Bereich Netzbetrieb, dezentrale Energielösungen (Kundenlösungen) sowie Kooperationen an. Die Gesellschaft betrieb im Geschäftsjahr 2023 über ihre Tochtergesellschaften Schleswig-Holstein Netz AG (im Folgenden "SH Netz"), HanseGas GmbH (im Folgenden "HanseGas") und ElbEnergie GmbH (im Folgenden "ElbEnergie") rund 50.000 Kilometer Strom- und 21.000 Kilometer Gasleitungen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie Nord-Niedersachsen und im Norden Brandenburgs. Über ihre Tochtergesellschaft HanseWerk Natur GmbH (im Folgenden "HanseWerk Natur") ist sie für zirka 130 Wärmenetze und rund 950 Energieumwandlungsanlagen verantwortlich.

Die HanseWerk-Gruppe ist ein wichtiger Arbeitgeber in Norddeutschland. In der Unternehmensgruppe, zu der neben dem Netzbetrieb unter anderem auch die Wärme- und Kälteversorgung, der Speicherbetrieb, kaufmännische und technische Dienstleistungen sowie Wasser, Abwasser und Abfall im kommunalen Umfeld zählen, sind durchschnittlich rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Als Unternehmen der E.ON-Gruppe können HanseWerk sowie ihre Beteiligungen auf einen weitreichenden Unternehmensverbund zurückgreifen und von dessen Kompetenzen, Synergien und Ressourcen profitieren.

In den elf schleswig-holsteinischen Kreisen, welche an HanseWerk zu einem guten Drittel beteiligt sind, ist die Gesellschaft regional stark verwurzelt. Die HanseWerk-Gruppe beschafft Material und Dienstleistungen möglichst in der Region, in der sie tätig ist. Aufgrund hoher Auftragsvolumina wird die HanseWerk-Gruppe auch künftig zu den wichtigen regionalen Auftraggebern zählen.

Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft unverändert 258.996 eigene Aktien. Von den ausgegebenen 2.414.575 Aktien entspricht eine Aktie einer Stimme. Die auf die Aktionäre entfallenden Gesellschaftsrechte haben sich im Berichtsjahr nicht verändert.

Aktionäre der HanseWerk 31.12.2023 31.12.2022
E.ON-Konzern 66,535 % 66,535 %
davon E.ON Beteiligungen GmbH 51,051 % 51,051 %
davon Bayernwerk AG 15,484 % 15,484 %
Kommunale Anteilseigner 33,465 % 33,465 %
Gesamt 100,000 % 100,000 %

Die HanseWerk-Gruppe engagiert sich im sozialen und kulturellen Bereich sowie in Sportprojekten. Dazu gehören neben Schulkooperationen, dem Obdachlosenprojekt "Hinz & Kunzt" sowie dem Schleswig-Holstein Musikfestival auch der Schleswig-Holstein Netz Cup in Rendsburg.

1.2. Strategie

Die erarbeitete Strategie der E.ON SE (im Folgenden "E.ON") setzt auf Energienetze und Kundenlösungen mit dem Fokus auf der Umsetzung der Energiewende und eine ökologische, nachhaltige Energieversorgung. Hiermit einher gehen umfangreiche Investitionen, hauptsächlich in die Netze sowie die Digitalisierung.

Die HanseWerk-Gruppe mit ihren Geschäftsfeldern ist ein wesentlicher regionaler Bestandteil der E.ON und fügt sich nahtlos in die Strategie ein. Mit ihren Netzgesellschaften, der HanseWerk Natur sowie der SERVICE plus GmbH (im Folgenden "SERVICE plus") leistet sie in Zusammenarbeit mit Kommunen, Wirtschaft und Politik einen entscheidenden Beitrag, die Energiewelt von morgen klimafreundlich zu gestalten.

Auch im Geschäftsjahr hat sich unsere Strategie bewährt. Unsere Vision ist:

EINE NACHHALTIGE ENERGIEWELT FÜR ALLE IM NORDEN!

Grundlage der wirtschaftlichen Tätigkeit der HanseWerk-Gruppe sind weiterhin der Bau und der Betrieb von Strom- und Gasnetzinfrastruktur. Mittels Effizienzverbesserungen, neuer Arbeitsweisen in Verbindung mit Digitalisierung und Innovationen wird ein Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Netzbetriebs geschaffen. Als Problemlöser für die anspruchsvollen Aufgaben zur Vernetzung von dezentraler Erzeugung aus erneuerbaren Energien und Verbrauchern, der Maßnahmen zur Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen und des verstärkten Einsatzes von Wasserstoff in der Energiebranche wird die HanseWerk-Gruppe als Dekarbonisierungspartner wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten. Zudem unterstützen wir die Kommunen in Norddeutschland bei ihren Bemühungen auf ihrem Weg in Richtung CO 2 -Neutralität. Neben der Umsetzung der Energiewende, deren Rückgrat unsere Strom- und Gasnetze bilden, ist die Versorgungssicherheit auch weiterhin der wichtigste Grundbaustein der Energiewelt. Durch die im Geschäftsjahr geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich der Handlungsfokus der HanseWerk-Gruppe hierauf verstärkt, um auch in kritischen Zeiten eine verlässliche Energieversorgung für die Kunden zu gewährleisten.

Die Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Wasserstoff sowie Erneuerbare Energien haben die HanseWerk und die AVACON AG, in der HAzwei GmbH gebündelt. So werden künftig die bei der HanseWerk begonnenen, aber auch neu entwickelte Wasserstoff-Projekte durch das Gemeinschaftsunternehmen weiter vorangetrieben.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Besonders die Energiekrise hat in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Seit Beginn des Ukraine-Krieges und dem damit verbundenen beschleunigten Anstieg der Energiepreise wurden zahlreiche Gesetze und Verordnungen verabschiedet, um das Funktionieren des Strom- und Gasmarktes sicherzustellen, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten sowie die Industrie und die Haushalte zu entlasten. Aus Sicht des Sachverständigenrates sollte das Bruttoinlandsprodukt um 1,7 % steigen. Trotz umfangreicher Maßnahmen wurde die deutsche Wirtschaft von den stark gestiegenen Energiepreisen und dem hohen Anteil der energieintensiven Industriezweige geschwächt. Zusätzlich beeinflussen die Inflation und die Zinserhöhungen die Wirtschaft. Für das Gesamtjahr 2023 wird laut Prognose des Sachverständigenrates ein Rückgang von 0,4 % erwartet, nach einem Anstieg von 1,8 % im Vorjahr. Die konjunkturelle Schwäche macht sich zunehmend auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Von Januar bis September 2023 meldeten die deutschen Amtsgerichte 24,7 % mehr Anträge für Unternehmensinsolvenzen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die ökonomischen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind zurückgegangen. Insbesondere haben sich die Lieferketten im Laufe des Berichtsjahres weitestgehend erholt.

Nachdem im letzten Jahr die Energiepreise - und hierbei insbesondere die Gaspreise - nahezu ungebremst stiegen, pendelten sie sich im Geschäftsjahr bei einem deutlich geringeren Niveau wieder ein. Zu Jahresbeginn 2023 kostete eine MWh Gas am Spotmarkt in Deutschland rund 63 €. Zum Ende des Geschäftsjahres pendelten sich die Preise bei zirka 44 € ein. Für Strom war die Entwicklung ähnlich. Zu Jahresbeginn kostete eine MWh Strom am Spotmarkt 90 €, zum Ende des Geschäftsjahres zirka 65 €. Damit liegt das Preisniveau insgesamt aktuell wieder unterhalb des Niveaus vor Beginn des Ukraine-Krieges, jedoch ist es immer noch etwa doppelt so hoch, wie im langfristigen Mittel vor Beginn der Energiekrise.

Über das ganze Geschäftsjahr hinweg war eine Teuerung der Nahrungsmittel spürbar. Die Energiekosten gingen hingegen deutlich zurück. Der Sachverständigenrat kam in seiner Novemberprognose für das Gesamtjahr 2023 auf eine durchschnittliche Inflationsrate von rund 6,1 % für Deutschland. Zum Ende des Berichtsjahres sank die Inflationsrate allerdings deutlich aufgrund des Rückgangs der Energiepreise und betrug im November nur noch 3,2 %. Weitere Gründe für die rückgängige Inflation sind die Geldpolitik und sinkende Rohstoffpreise. Die Europäische Zentralbank hat aufgrund der hohen Inflation die Leitzinsen auf 4,5 % angehoben. Infolgedessen sind die am Kapitalmarkt zu verzeichnenden Zinsen zur Fremdfinanzierung ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

2.2. Energiepolitische und rechtliche Rahmenbedingungen

Energiepolitische Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war von besonderer energiepolitischer Dynamik geprägt, die zum einen die Begrenzung der Auswirkungen geopolitischer Krisen auf europäische Energiemärkte und zum anderen die weitere Umsetzung der Klimaschutzziele zum Ziel hatte. In Fortsetzung der politischen Maßnahmen zur Bewältigung der Energiekrise wurden auf europäischer und nationaler Ebene Maßnahmen getroffen, um die Energiepreise zu stabilisieren und die unter anderem durch Energiepreise getriebene, Inflation zu begrenzen.

Um Verbraucher vor anhaltend bzw. nachlaufend hohen Energiepreisen zu schützen, wurden die Gesetze über nationale Preisbremsen für Strom, Gas und Fernwärme angepasst und die Instrumente jeweils bis Ende 2023 verlängert. Auch die Frage zusätzlicher Energiesubventionen für industrielle Großverbraucher ("Industriestrompreis") prägte die energiepolitische Debatte im Jahresverlauf. Diese Instrumente, aber auch weitere Förderprogramme im Umfeld der Klimapolitik, stehen zum Jahresende bzw. im ersten Quartal 2024 vor dem Aus, da das Bundesverfassungsgericht in einem weitreichenden Urteil der bisherigen Finanzierungspraxis der Regierungskoalition die Grundlage entzog.

Zur langfristigen Sicherung einer auf Erneuerbaren Energien basierenden Stromversorgung und zur Vermeidung neuer Abhängigkeiten hat das Bundeswirtschaftsministerium die Plattform klimaneutrales Stromsystem initiiert, die in verschiedenen Arbeitspaketen Voraussetzungen und Instrumente eines neuen Strommarktdesigns hervorbringen soll. Neben Kapazitätselementen und einem neuen EE-Förderrahmen spielt dabei insbesondere auch das Thema lokaler Preissignale eine große Rolle, um lastseitige Flexibilität zu aktivieren. Im Rahmen der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) wurde dieser Aspekt unter der Überschrift "Nutzen statt Abregeln" umgesetzt und muss jetzt durch weitergehende Verordnungen im Detail ausgestaltet werden.

Mit dem neuen EnWG wurden auch eine Vielzahl weiterer Regeln und Rahmenbedingungen insbesondere für Strom- und Gasnetzbetreiber angepasst. Unter anderem wurde eine Vorgabe des Europäischen Gerichtshofs umgesetzt, der Bundesnetzagentur größere Freiheiten zur Gestaltung des Regulierungsrahmens einzuräumen. Das neue EnWG enthält folglich eine Fülle von Festlegungsermächtigungen für die Regulierungsbehörde, sodass die die bisher geltenden Verordnungen zu Netzzugang, Netzentgelten und Anreizregulierung sukzessive abgelöst werden können. In einer zusätzlichen Festlegungsermächtigung erhielt die Bundesnetzagentur die Möglichkeit, Mehrkosten durch die Netzintegration Erneuerbarer Energien bundesweit umzulegen. In einem ersten Entwurf für eine solche Kostenumlage schlägt die Bundesnetzagentur signifikante Entlastungen für Netzkunden in Schleswig-Holstein und anderen betroffenen Regionen vor.

Mit dem neuen EnWG wird auch der Grundstein für den Aufbau eines Wasserstoffnetzes in Deutschland gelegt, das zunächst im Wesentlichen aus großen Transportleitungen zwischen Verbrauchs- und Erzeugungszentren bestehen wird. Ein erster Entwurf des sogenannten H2-Kernnetzes wurde 2023 zur Konsultation gestellt.

Durch weitere Anpassungen im EnWG, aber auch im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder im Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) soll der Hochlauf Erneuerbarer Energien und der dafür benötigten Stromverteilnetze weiter beschleunigt werden. So wurde der Abwägungsvorrang von Verteilnetzinfrastruktur durch die Festschreibung des "überragenden öffentlichen Interesses" gestärkt und die Regeln für den Rollout intelligenter Messsysteme geklärt. Gleichzeitig hat die EU-Kommission durch die Ankündigung eines neuen Grid Action Plan sowie die Verlängerung der Notverordnung zur beschleunigten Genehmigung der wachsenden Bedeutung der Strominfrastruktur für das Erreichen der ambitionierten Klimaziele Rechnung getragen.

Auch im Bereich der Wärmeversorgung wurden 2023 Grundsteine für eine schrittweise Dekarbonisierung gelegt. So werden durch ein neues Gesetz zur Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Fernwärme zum einen Regeln für die kommunale Wärmeplanung aufgestellt und zum anderen ein Transformationspfad für Nah- und Fernwärmenetze vorgegeben. Während bisher nur wenige Kommunen zur Aufstellung kommunaler Wärme- und Kältepläne verpflichtet sind, schreibt das Gesetz zur Wärmeplanung für alle Kommunen eine solche Planung vor. Die entsprechenden Details dazu müssen in einer nachgelagerten Landesgesetzgebung geregelt werden. Sobald die Kommunen auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben eine Wärmeplanung erstellt haben, greifen auch die Vorgaben des ebenfalls novellierten Gebäudeenergiegesetzes, dass dann grundsätzlich einen EE-Anteil von 65 % für Neuheizungen vorschreibt.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Für die Tochtergesellschaften SH Netz, HanseGas, ElbEnergie und NordNetz GmbH haben das Energiewirtschaftsgesetz, die verschiedenen energiewirtschaftlichen Verordnungen und die Festlegungen der zuständigen Regulierungsbehörde, der BNetzA hinsichtlich der Eigenkapitalverzinsung, des generellen sektoralen Produktivitätsfaktors (Xgen) sowie des netzbetreiberspezifischen Effizienzwerts eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. Der Europäische Gerichtshof hat die Bundesrepublik Deutschland dazu verurteilt, der BNetzA mehr Unabhängigkeit von allen öffentlichen Stellen der Exekutive und Legislative einzuräumen. Mit der am 22. November 2023 durch den Bundesrat erlassenen Novellierung des EnWG werden der BNetzA die notwendige Unabhängigkeit und entsprechenden Entscheidungskompetenzen eingeräumt. Die Auswirkungen des Urteils sowie der anstehenden Änderungen des Rechtsrahmens sind derzeit noch unsicher.

Die Eigenkapitalzinssätze für Netzbetreiber in der vierten Regulierungsperiode (5,07 % für Neu- und 3,51 % für Altanlagen) wurden im Oktober 2021 von der BNetzA veröffentlicht. Aus Sicht der Netzgesellschaften bieten die abgesenkten Eigenkapitalzinssätze für die vierte Regulierungsperiode keine ausreichende wirtschaftliche Grundlage für die zur Bewältigung der Energiewende notwendigen Investitionen.

Die BNetzA hat am 22. November 2023 einen Festlegungsentwurf für den Eigenkapitalzinssatz von Neuinvestitionen in Strom- und Gasnetze ab dem Jahr 2024 veröffentlicht, der auf einem am 7. Juni 2023 veröffentlichten Eckpunktepapier aufsetzt. Demnach kann die BNetzA ab dem Jahr 2024 jährlich den Eigenkapitalzinssatz für Neuinvestitionen anpassen. Die BNetzA trägt damit dem gestiegenen Zinsniveau Rechnung. Die Veröffentlichung der endgültigen Festlegung soll im Laufe des ersten Quartals 2024 erfolgen. Der vorläufig mitgeteilte Eigenkapitalzinssatz beträgt derzeit 7,09 % und würde auf Basis der aktuellen Umlaufrendite auf 6,74 % sinken. Die Festlegung wird sich jährlich ändern.

Gegen die durch die BNetzA am 14. August 2023 veröffentlichte Festlegung zum Fremdkapitalzinssatz für Neuinvestitionen ab 2024 haben die Tochtergesellschaften SH Netz, HanseGas, ElbEnergie und NordNetz Beschwerde eingelegt.

2.3. Geschäftsverlauf

Die HanseWerk ist der Partner für Energielösungen im Norden. Als Energiedienstleister mit den Schwerpunkten auf Netzbetrieb und dezentraler Energieerzeugung bildet HanseWerk die Holding einer diversifizierten Unternehmensgruppe. Dementsprechend verwaltet sie eigene Beteiligungen, ist selbst im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG in den Bereichen Elektrizitäts- und Gasverteilung durch die Erbringung von energiespezifischen Dienstleistungen an bestimmte Kunden sowie im Bereich der Gasspeicherung tätig. Die Verpachtung von technischen Anlagen ist ebenfalls der Gasverteilung zugeordnet. Daneben besitzt die HanseWerk eMobility-Ladesäulen und erbringt weitere energiespezifische Dienstleistungen im Strom- und Gasbereich, aber auch technische und kaufmännische Leistungen für kommunale und gewerbliche Kunden.

Das Geschäftsjahr war durch den Ukraine-Krieg geprägt. Dieser hatte zur Auswirkung, dass die Gasversorgung im Winter 2022/23 angespannt war und Versorgungsengpässe drohten. Durch zu Beginn des Winters hohe Speicherfüllstände, eine weitestgehend milde Witterung sowie Energieeinsparungen der Verbraucher konnte eine Gasmangellage abgewendet werden. Allerdings spiegelte sich die angespannte Versorgungssituation in den Gaspreisen des Winters 2022/23 wider, wobei festgestellt werden kann, dass sich die preisliche Situation an den Erdgasmärkten seit Jahresbeginn deutlich entspannt hat. Bereits im August konnten zudem Speicherfüllstände der Erdgasspeicher von über 90 % erreicht werden.

Herausforderndes Marktumfeld im Speichergeschäft

Infolge der Einführung von Mindestfüllständen für Erdgasspeicher im Zuge des Gasspeichergesetzes im April 2022 hat sich das Speichergeschäft von Erdgas solide entwickelt. Die Vermarktungssituation ist auf einem guten Niveau, wobei der Ausblick in die Zukunft weiterhin schwierig ist. Wie auch im letzten Jahr werden die bestehenden Speicherkapazitäten nahezu vollständig zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit genutzt, nachdem in Vorjahren wegen des kontinuierlichen Bezugs von russischem Erdgas noch Überkapazitäten im Speichermarkt zu verzeichnen waren. Ob die leicht positive Entwicklung des Speichermarktes nachhaltig ist, kann noch nicht abgeschätzt werden. Im Verlauf des Geschäftsjahres schwankten die Erdgaspreise wieder erheblich, wodurch auch die für die Vermarktung wichtige Handelsspanne zwischen den Sommer- und Winterpreisen nicht verlässlich prognostizierbar bleibt. Insbesondere die unregelmäßig eintreffenden LNG-Importe verstärken dies.

Sowohl für die Gasspeicherjahre 2022/23 als auch 2023/24 wurden jeweils 100 % der verfügbaren Speicherkapazitäten vermarktet. Bis zum Bilanzstichtag waren für das Speicherjahr 2024/25 rund 89 % der verfügbaren Speicherkapazitäten an Kunden vermarktet. Das in den Speichern gelagerte Erdgas gehört nicht der HanseWerk.

Erfolgreiche Projekte im Bereich der Netzlösungen

Zur Stärkung der Aktivitäten außerhalb des regulierten Netzgeschäftes wurden vertriebliche Aufgaben in der HanseWerk im Geschäftsbereich "Regionale Energielösungen" gebündelt. Durch diesen Zusammenschluss können dem Kunden ganzheitliche Lösungen angeboten und die regionalen Aktivitäten der Gesellschaften durch eine einheitliche Produktentwicklung sowie eine übergreifende Vertriebsentwicklung gestärkt werden.

Im Berichtsjahr konnten im Bereich von Planung, Bau und Betrieb von Transformatorstationen sowie Umspannwerken zahlreiche neue Aufträge in der HanseWerk-Gruppe gewonnen werden. Zudem konnten bei einer großen Ausschreibung für die Bereitstellung eines Schleswig-Holsteins weiten Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) Netzes acht von neun Losen gewonnen werden. Im Bereich der Netzdienstleistungen blicken wir daher auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück, in dem wir ein weiteres Mal mit unseren Kunden das Auftragsvolumen deutlich steigern und die ambitionierten Ziele für das Jahr 2023 übertreffen konnten.

Gesetzesänderung führt zur Aufgabe des Wettbewerblichen Messstellenbetriebs

Im Mai 2023 wurde ein neues Messstellenbetriebsgesetz verabschiedet, das die Rolle des grundzuständigen Messstellenbetreibers stärkt und die Marktrolle des wettbewerblichen Messstellenbetreibers obsolet macht. Aus diesem Grund sollen die seit 2017 gewonnenen Kunden auf den grundzuständigen Messstellenbetreiber überführt werden.

Beteiligungsstruktur an der SH Netz vereinfacht

Die HanseWerk war zum Geschäftsjahresbeginn direkt mit 62,00 % an der SH Netz beteiligt. Im Jahr 2023 wurden weitere Aktien an die berechtigten Kommunen entsprechend den Regelungen des Konsortialvertrags veräußert und von den Kommunen erworben.

Zum 1. Januar 2023 hielt die Neumünster Netz Beteiligungs-GmbH weitere 7,18 % der Aktien der SH Netz. Im Geschäftsjahr wurde diese Tochtergesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 unter Aufdeckung der in den Aktien der SH Netz liegenden stillen Reserven auf die Gesellschaft verschmolzen, die Aktien der SH Netz gingen auf die HanseWerk über.

Zum Bilanzstichtag hält die HanseWerk ausschließlich direkt 69,1 % der Aktien der SH Netz. Die übrigen Aktien gehören den 452 kommunalen Aktionären.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind im (Verteil-)Netzbetrieb von Strom und Gas tätig. Netzbetreiber unterliegen in Deutschland der staatlichen Regulierung seitens der BNetzA. Die Basis der Anreizregulierung stellen die Werte der Rechnungslegung nach deutschem Handelsgesetzbuch (im Folgenden HGB) dar. Dementsprechend wird jedes Unternehmen der HanseWerk-Gruppe und die HanseWerk selbst nach finanziellen Kennzahlen gesteuert, welche aus dem Rechenwerk nach HGB abgeleitet werden. Als zentrale finanzielle Leistungsindikatoren dienen dabei das Ergebnis vor Steuern, der Jahresüberschuss sowie der operative Cashflow.

Ausgehend von dem Ergebnis vor Steuern des Jahres 2022 in Höhe von 109,8 Mio. € wurde für 2023 ein deutlich steigendes Ergebnis vor Steuern prognostiziert. Entsprechend der Prognose verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern im Berichtsjahr um 62,5 Mio. € auf 172,3 Mio. €. Der Anstieg resultierte vor allem aus den insgesamt gestiegenen Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften sowie aus den Erträgen aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens. Ebenfalls wirkte sich der Gewinn aus der Verschmelzung der Neumünster Netz Beteiligungs-GmbH aus. Der Jahresüberschuss liegt entsprechend der Prognose mit 94,6 Mio. € (Vorjahr 61,7 Mio. €) deutlich oberhalb des Vorjahres.

Hinsichtlich des operativen Cashflows hat der Vorstand für das Berichtsjahr ein vergleichbares Niveau gegenüber dem Vorjahr prognostiziert, im Berichtsjahr erhöhte er sich um 6,3 Mio € auf - 3,3 Mio. €. Vor allem wegen des besseren Geschäftsverlaufs bei den erbrachten Dienstleistungen und der Bereitstellung der Speicher konnte die Prognose übertroffen werden. Der operative Cashflow ist weiterhin durch die überwiegende Tätigkeit als Beteiligungsholding gekennzeichnet.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist insgesamt geordnet und von dem Geschäftszweck einer Beteiligungsholding geprägt. Es wirkten sich die geänderten Rahmenbedingungen des Energiemarktes infolge des Ukraine-Krieges sowie die weiterhin belastende gesamtwirtschaftliche Entwicklung aus.

2.5. Ertragslage

Im Berichtsjahr sind die Umsatzerlöse der HanseWerk von 48,1 Mio. € auf 50,1 Mio. € gestiegen. Sie umfassen im Wesentlichen die Verpachtung von Gasverteilungsanlagen und Liegenschaften, Erlöse aus der Vermarktung von Speicherkapazitäten, die im Berichtsjahr aufgrund einer besseren Vermarktung leicht gestiegen sind, sowie Dienstleistungsentgelte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 12,7 Mio. € auf 31,5 Mio. € (Vorjahr 44,2 Mio. €) verringert. Wesentlicher Bestandteil im Geschäftsjahr ist der Gewinn aus der Verschmelzung der Anteile an der Neumünster Netz Beteiligungs-GmbH auf die Gesellschaft, wohingegen im Vorjahr erhebliche Erträge aus der Veräußerung von SH Netz-Aktien an Kommunen in Schleswig-Holstein vereinnahmt wurden. Zudem fielen in 2022 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, vor allem aus dem Bereich der Gasspeicherung, an.

Dem Rückgang der - um den Verschmelzungsgewinn und die Erträge aus dem Verkauf von Aktien der SH Netz bereinigten - Gesamtleistung (54,5 Mio. €) um 8,2 Mio. € steht der um 0,5 Mio. € auf 20,0 Mio. € (Vorjahr 19,5 Mio. €) gestiegene Materialaufwand gegenüber. Ursächlich hierfür sind ganz überwiegend die höheren Energiebezugskosten des Speichers. Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr um 2,4 Mio. € auf 17,2 Mio. € (Vorjahr 14,8 Mio. €) unter anderem durch Neueinstellungen und Tarifanpassungen sowie erhöhte Altersversorgungsaufwendungen gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Geschäftsjahr um 17,5 Mio. € auf 11,8 Mio. € (Vorjahr 29,3 Mio. €). Der Rückgang basiert vor allem auf Verpflichtungen zum Rückbau des Gasspeichers, die insbesondere in 2022 aufwandswirksam zu erfassen waren.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis hat sich von 84,3 Mio. € im Vorjahr auf 143,5 Mio. € erhöht. Maßgeblich wirkten sich die Werterholung der im Contractual Trust Arrangement (im Folgenden CTA) gebundenen Fondsanteile aus, die im Vorjahr infolge des Ukraine-Krieges und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung deutlich an Wert verloren hatten. Zudem war erstmals eine Umkehr des Bewertungszinssatzes für Pensionsverpflichtungen zu verzeichnen, so dass sich geringere Zinsaufwendungen im Geschäftsjahr anfielen. Insgesamt ergibt sich hieraus ein Ergebnisbeitrag von 5,6 Mio. €, nach einer Belastung von 18,3 Mio. € im Vorjahr. Zudem erhöhten sich die Gewinnabführungen der Netztochtergesellschaften um insgesamt 31,7 Mio. € sowie der SERVICE plus, durch den Verkauf einer Beteiligung, um 11,4 Mio. €, wohingegen der Ergebnisbeitrag der Hansewerk Natur um 14,3 Mio. € zurück ging.

Das Ergebnis vor Steuern liegt im Berichtsjahr mit 172,3 Mio. € um 62,5 Mio. € oberhalb des Vorjahreswertes (109,8 Mio. €). Der Steueraufwand beläuft sich in Summe auf 77,7 Mio. € (Vorjahr 48,1 Mio. €) und besteht im Wesentlichen aus Ertragsteuern. Der Anstieg beruht unter anderem auf den verbesserten operativen Ergebnissen der Tochtergesellschaften sowie der zeitlich abweichenden Berücksichtigung von Erträgen und Aufwendungen. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 94,6 Mio. € (Vorjahr 61,7 Mio. €). Bedingt durch die Einstellungen in die Gewinnrücklagen von 19,6 Mio. € ergibt sich für das Geschäftsjahr ein Bilanzgewinn in Höhe von 75,0 Mio. €. Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 90,0 Mio. € konnte nur durch die Entnahmen aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 28,3 Mio. € dargestellt werden.

Die Ertragslage ist geordnet. Sie ist geprägt durch die Erträge aus der Zeitwertbewertung des CTA-Deckungsvermögens, die insgesamt höheren Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften sowie geringeren Aufwendungen für den Rückbau der Speicher, die die gestiegenen Steuerbelastungen vollständig ausgleichen.

In der Gasverteilung, welche die Verpachtung von Gasinfrastruktur sowie die Erbringung energiespezifischer Dienstleistungen umfasst, hat sich der Jahresüberschuss um 0,8 Mio. € auf 3,6 Mio. € verringert. Das Ergebnis der Gasspeicherung ist mit 1,3 Mio. € im Geschäftsjahr positiv und durch die Vermarktung sowie den Verkauf von Kissengas geprägt. (Vorjahr - 8,1 Mio. €). Die Elektrizitätsverteilung betrifft energiespezifische Dienstleistungen und weist ein Ergebnis von 0,4 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €) aus.

2.6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 331,4 Mio. € auf 1.250,7 Mio. €. Im Wesentlichen durch Ausleihungen an die SH Netz sowie ElbEnergie, der Verschmelzung der Neumünster Netz Beteiligungs-GmbH zu Zeitwerten sowie das weitere Engagement an der HAzwei GmbH stieg der Buchwert der Finanzanlagen auf 830,3 Mio. € (Vorjahr 590,4 Mio. €).

Das Sachanlagevermögen betrifft dabei mit 31,2 % (Vorjahr 30,7 %) die Gasspeicherung, mit 27,2 % (Vorjahr 27,6 %) die Gasverteilung und mit 0,7 % die Elektrizitätsverteilung.

Im Geschäftsjahr 2023 stiegen die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände der Gesellschaft um 96,0 Mio. € auf 377,3 Mio. €. Ursächlich hierfür sind die insgesamt gestiegenen Forderungen aus dem konzerninternen Cash-Pool sowie aus den Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften.

Die Vermögensstruktur entspricht dem Geschäftsmodell der Gesellschaft.

2.7. Finanzlage

Die Finanzlage der HanseWerk ist geordnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Berichtsjahr leicht um 4,6 Mio. € auf 511,7 Mio. € gestiegen. Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zu 58,9 % (Vorjahr 80,1 %) ab. Daneben bestehen noch langfristige Darlehen in Höhe von 400,0 Mio. € (Vorjahr 200,0 Mio. €). Die bilanzielle Eigenkapitalquote verringerte sich gegenüber dem Vorjahr und beträgt 40,9 %, nach 55,2 % im Vorjahr.

Die Rückstellungen erhöhten sich um 51,7 Mio. € auf 199,5 Mio. € (Vorjahr 147,8 Mio. €). Maßgeblich hierfür sind die Steuerrückstellungen, unter anderem wegen der gestiegenen Jahresergebnisse der Tochtergesellschaften. Die Verbindlichkeiten stiegen auf 539,3 Mio. € (Vorjahr 264,3 Mio. €). Im Berichtsjahr wurde ein Darlehen zur Finanzierung von Investitionen in Höhe von 200,0 Mio. € aufgenommen, zudem erhöhten sich die konzerninternen Cash-Pool Salden.

Auf die Gasverteilung entfallen 1,2 % (Vorjahr 1,i7 %) der Bilanzsumme des Unternehmens. Während die Aktiva durch das verpachtete Sachanlagevermögen geprägt sind, stellen das zugeordnete Eigenkapital und die Rückstellungen die wesentlichen Passivposten dar. In der Gasspeicherung ist das zugeordnete Eigenkapital aufgezehrt, wesentliche Passiva bilden die Verbindlichkeiten und die Rückstellungen. Dieser Tätigkeit sind 1,2 % (Vorjahr 1,4 %) der Bilanzsumme zuzurechnen. Auf die Elektrizitätsverteilung entfallen 0,2 % (Vorjahr 0,2 %) der Bilanzsumme.

Der operative Cashflow verbesserte sich von - 9,6 Mio. € auf - 3,3 Mio. € und ist weiterhin von der Tätigkeit als Holdinggesellschaft geprägt. Der Anstieg resultiert unter anderem aus erbrachten Dienstleistungen und dem Speichergeschäft. Der investive Cashflow liegt mit - 107,9 Mio. € (Vorjahr 63,6 Mio. €) deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich hierfür sind insbesondere die Darlehensgewährungen an Tochtergesellschaften in Höhe von insgesamt 205,0 Mio. €. Der Cashflow ist darüber hinaus maßgeblich durch die höheren Einzahlungen aus den Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften für das Jahr 2022 geprägt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Berichtsjahr durch die Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von 200,0 Mio. € (Vorjahr 100,0 Mio. €) von 15,7 Mio. € im Vorjahr deutlich auf 114,3 Mio. € gestiegen. Die Auszahlungen betreffen vor allem die Dividendenzahlungen an die Aktionäre.

Im Geschäftsjahr war ein Mittelzufluss von 3,1 Mio. € (Vorjahr 69,8 Mio. €) zu verzeichnen. Die HanseWerk konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.

2.8. Tochtergesellschaften

Schleswig-Holstein Netz

Die Gesellschaft weist im Berichtsjahr mit 9.468,2 GWh eine um 3,5 % niedrigere Transportmenge Strom als im Vorjahr (9.811,1 GWh) aus. Der Rückgang bezieht sich auf alle Kundengruppen und liegt im Einklang mit einem bundesweit rückläufigen Stromverbrauch im Vergleich zum Vorjahr. Unter anderem haben die Abnehmer ihre dezentrale Stromerzeugung für Zwecke des Eigenverbrauchs, beispielsweise durch Balkonkraftwerke, deutlich erhöht, so dass das Stromnetz der SH Netz in einem geringeren Umfang genutzt wird. Die Transportmenge Erdgas sank im Berichtsjahr von 28.666,2 GWh im Jahr 2022 um 1,8 % auf 28.162,9 GWh. Ursächlich hierfür waren insbesondere die vergleichsweise milde Witterung und die Verbrauchseinsparungen unserer Kunden. Die Stromeinspeisung von dezentralen Erzeugungsanlagen verzeichnete im Berichtsjahr einen Anstieg von 18.228,4 GWh im Vorjahr auf 19.344,9 GWh im Jahr 2023. Das Netznutzungsentgelt für einen durchschnittlichen Haushaltskunden im Versorgungsgebiet der SH Netz stieg im Strombereich von netto 12,19 ct/kWh im Vorjahr auf 15,55 ct/kWh im Jahr 2023. Im Gasbereich erhöhten sich die durchschnittlichen Nettoentgelte von rund 1,57 ct/kWh auf 1,96 ct/kWh.

SH Netz weist ein erwirtschaftetes Ergebnis vor Ergebnisverwendung in Höhe von 213,6 Mio. € (Vorjahr 155,7 Mio. €) aus. Im Berichtsjahr wurden 100,7 Mio. € (Vorjahr 66,0 Mio. €) des Überschusses in die Gewinnrücklagen eingestellt. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags mit der HanseWerk ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 eine Abführung in Höhe von 112,9 Mio. € (Vorjahr 89,7 Mio. €). Der Anstieg des Gewinns resultiert im Wesentlichen aus preisbedingt höheren energiewirtschaftlichen Ergebnisbeiträgen, den Erträgen aus der Zeitwertbewertung des CTA-Deckungsvermögens sowie den geringeren Belastungen aus den Pensionsverpflichtungen. Demgegenüber stehen durch Einstellungen und Tarifanpassungen gestiegene Personalaufwendungen und geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Bilanz der SH Netz ist im Wesentlichen durch das Sachanlagevermögen (1.785,9 Mio. €) geprägt. Die Anlagenquote beträgt in Relation zur Bilanzsumme 82,9 % (Vorjahr 89,8 %) bei einer gesunkenen bilanziellen Eigenkapitalquote von 32,6 % (Vorjahr 33,7 %). Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus dem im Geschäftsjahr von der HanseWerk aufgenommenen Darlehen sowie den im Vorjahr thesaurierten Beträgen.

Die Vermögens- und Finanzlage der Tochtergesellschaft ist geordnet. Das Sachanlagevermögen ist durch das Eigenkapital, Ertragszuschüsse, Darlehen sowie durch die langfristigen Rückstellungen zu 89,9 % (Vorjahr 76,2 %) gedeckt.

Der operative Cashflow beträgt 254,9 Mio. €, nach 403,5 Mio. € im Vorjahr. Maßgeblich für den Rückgang sind die Auszahlungen an Anspruchsberechtigte aus Redispatcheinsätzen, deren Abrechnung mit dem Übertragungsnetzbetreiber bereits im Jahr 2022 erfolgte. Zudem war vor allem ein Anstieg der Liefer- und Leistungsforderungen im Geschäftsjahr zu verzeichnen, denen nicht im gleichen Umfang gestiegene Zahlungsverpflichtungen gegenüberstehen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich durch die Steigerung des Investitionsvolumens, im Wesentlichen in das Stromnetz, um 13,3 Mio. € auf - 262,1 Mio. € (Vorjahr - 248,8 Mio. €). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist durch Darlehensaufnahmen im Geschäftsjahr in Höhe von insgesamt 200,0 Mio. € beeinflusst. Wie im Jahr 2022 ist die Gewinnabführung weiterer bedeutender Bestandteil. Insgesamt war ein Mittelzufluss von 119,7 Mio. €, nach einem Mittelabfluss von 61,4 Mio. € dem Finanzierungsbereich zuzuordnen.

In Summe ergibt sich damit für das Berichtsjahr 2023 ein Mittelzufluss in Höhe von 112,5 Mio. € (Vorjahr 93,3 Mio. €).

Für das Jahr 2024 wird ein deutlich geringeres Ergebnis vor Ergebnisverwendung sowie eine Gewinnabführung deutlich unterhalb des Berichtsjahres. Ursächlich hierfür sind vor allem der durch die neue Regulierungsperiode bedingte Rückgang des Rohüberschusses im Strombereich sowie die Auswirkungen der Tarifanpassungen und Kostensteigerungen, die bei der Festlegung und Anpassung der Erlösobergrenzen nicht im vollen Umfang berücksichtigt werden. Beim operativen Cashflow rechnet der Vorstand für das Jahr 2024 mit einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr.

HanseGas

Die Gesellschaft weist mit 4.094,2 GWh eine um 4 % gegenüber dem Vorjahr (4.275,3 GWh) gesunkenen Transportmenge Gas auf. Ursächlich hierfür waren insbesondere die vergleichsweise milde Witterung und die Verbrauchseinsparungen unserer Kunden. Das Netznutzungsentgelt für einen durchschnittlichen Haushaltskunden im Versorgungsgebiet der HanseGas erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von netto 2,18 ct/kWh auf 2,47 ct/kWh.

Das Ergebnis nach Steuern lag mit 16,4 Mio. € um 7,5 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Die Ertragslage ist durch preisbedingt höhere energiewirtschaftliche Ergebnisbeiträge, die Erträge aus der Zeitwertbewertung des CTA-Deckungsvermögens sowie die geringeren Fremd- und Dienstleistungsaufwendungen geprägt. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der HanseWerk ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 eine Abführung in Höhe von 16,4 Mio. €, nach 8,9 Mio. € im Vorjahr.

Die Vermögens- und Finanzlage der HanseGas ist geordnet. Das Sachanlagevermögen ist durch das Eigenkapital, die Ertragszuschüsse sowie die langfristigen Rückstellungen wie im Vorjahr vollständig gedeckt.

Der operative Cashflow beträgt im Berichtsjahr 13,7 Mio. € und liegt damit 2,0 Mio. € unter dem des Vorjahres. Der investive Mittelabfluss erhöhte sich von 14,1 Mio. € auf 26,1 Mio. €. Neben den erhöhten Auszahlungen für die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände, unter anderem für den Netzanschluss von Biogas-Einspeiseanlagen, ist eine Darlehensgewährung bedeutender Bestandteil der Auszahlungen. Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 0,7 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €) ist durch die Einzahlungen von Ertragszuschüssen geprägt. In Summe ergibt sich damit für das Geschäftsjahr 2023 ein Mittelabfluss in Höhe von 11,5 Mio. €, nach einem Mittelzufluss von 2,4 Mio. € im Vorjahr.

Für das Jahr 2024 wird eine Gewinnabführung auf dem Niveau des Berichtsjahres. Ursächlich hierfür ist ein steigender Rohüberschuss im Gasbereich, der den Entfall von Einmaleffekten des Geschäftsjahres kompensiert. Betreffend den operativen Cashflow erwartet die Geschäftsführung für das Jahr 2024 einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Geschäftsjahr.

HanseWerk Natur

Die HanseWerk Natur weist im Geschäftsjahr mit 925 GWh einen um 8 % geringeren Wärmeabsatz (einschließlich Kälteabsatz) als im Vorjahr (1.004 GWh) aus. Ursächlich hierfür waren insbesondere die vergleichsweise milde Witterung und das anhaltend geänderte Verbrauchsverhalten der Kunden. Der Stromabsatz ist mit 270 GWh um 5 % gegenüber dem Vorjahr (258 GWh) gestiegen.

Die Umsatzerlöse haben sich von 258,8 Mio. € im Vorjahr auf 307,0 Mio. € erhöht. Ursächlich hierfür sind die deutlichen Preisanstiege infolge der Marktpreisentwicklung der Einsatzstoffe. Nachdem die Vorjahre bereits durch massive Steigerungen der Bezugskosten gekennzeichnet waren, stiegen diese auch im Jahr 2023 weiter. Insgesamt sank im Berichtsjahr der energiewirtschaftliche Ergebnisbeitrag, auch durch Abrechnungskorrekturen für Vorjahre durch das Energieeinsparverhalten der Kunden. Die Tochtergesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Verlust von 10,7 Mio. €, nach einem Gewinn von 3,5 Mio. € im Vorjahr, erzielt, der von der HanseWerk auszugleichen ist.

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist durch Eigenkapital, Sonderposten, die langfristigen Personalrückstellungen sowie konzerninterne Darlehensverbindlichkeiten überwiegend gedeckt. Der erhebliche Anstieg des operativen Cashflows auf 80,5 Mio. € (Vorjahr -24,0 Mio. €) ist maßgeblich auf staatliche Hilfen sowie die Erhöhung der erhaltenen Abschläge von Kunden zurückzuführen.

Die HanseWerk Natur erwartet für das Jahr durch steigende energiewirtschaftliche Ergebnisbeiträge ein deutlich verbessertes Ergebnis im zweistelligen Millionenbereich vor Gewinnabführung. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit soll deutlich wegen des Entfalls staatlicher Hilfen sinken.

SERVICE plus

Das Geschäftsjahr 2023 war neben dem laufenden Geschäft in den Geschäftsfeldern Dienstleistungen und Beteiligungen vor allem geprägt von der Akquisition neuer Aufträge von Bestands- und Neukunden und der Rekrutierung von Fachkräften für das Unternehmen. Auf der Ebene der Beteiligungen haben größere Auftragsvergaben und Aktivitäten für die Fortsetzung vorhandener Kooperationen eine große Rolle gespielt. Jedoch wurde auch eine energiewirtschaftliche Beteiligung im Geschäftsjahr veräußert. Der Hauptgesellschafter einer weiteren Minderheitsbeteiligung wird sämtliche Anteile in 2024 übernehmen.

Im Berichtsjahr wurde ein Jahresergebnis von 20,8 Mio. €, nach 9,4 Mio. € im Vorjahr erzielt, das an die HanseWerk abgeführt wird. Der Anstieg resultiert vor allem aus der Veräußerung einer Beteiligung.

Der einfache Cash-Flow vor Ergebnisabführung beträgt 16,9 Mio. € und liegt damit über dem Vorjahresniveau von 9,9 Mio. €.

Für das Jahr 2024 wird eine Ergebnisabführung von rund 7,2 Mio. € prognostiziert.

3. Mitarbeiter und Umwelt

Arbeitsplätze

Im Geschäftsjahr beschäftigte die HanseWerk durchschnittlich 58 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gegenüber dem Jahr 2022 stellt dies einen durchschnittlichen Anstieg von acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dar und unterstreicht insbesondere den Ausbau des Bereichs Regionale Energielösungen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HanseWerk AG

2023 2022
Arbeiterinnen und Arbeiter 5 5
Angestellte 53 45
Summe (ohne Vorstand) 58 50

Der Anteil der in Teilzeit angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steigt auf 19 %.

Gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind die Basis des Unternehmenserfolges der HanseWerk. Die hohe Mitarbeiterzufriedenheit drückt sich in der gesamten Unternehmensgruppe auch in einer sehr geringen Fluktuation sowie sehr guten Bewertungen in Online-Bewertungsplattformen aus.

Neben einer attraktiven, tarifgebundenen und leistungsorientierten Vergütung und damit verbundenen Sozialleistungen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung. Außerdem genießt die fachliche und persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine hohe Priorität. Auch eine gute Kultur der Zusammenarbeit und eine hohe Vereinbarkeit von Beruf und Familie - z.B. durch die flexible Arbeitszeit sowie die Möglichkeit des mobilen Arbeitens - tragen zur hohen Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei.

Arbeitssicherheit

Arbeitssicherheit ist neben den Themen Gesundheit und Umweltschutz fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie der HanseWerk. Daher gehört auch das nachhaltige Engagement für die Arbeitssicherheit der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Partnerfirmen zu unserem täglichen Handeln. Konkret wurde in 2023 der fachliche Austausch von Sicherheitsfachkräften unserer Partnerfirmen mit uns eingeführt. In diesem sog. Sicherheitsnetzwerk wollen die Beteiligten aktuelle Themen wie z. B. das Unfallgeschehen oder die Qualifikation von Mitarbeitern verbessern.

Auf Basis der Ergebnisse des Ende 2021 durchgeführten Quick Checks fanden in 2023 Gespräche mit den Schwestergesellschaften statt, die in einzelnen Kulturelementen besser abgeschnitten haben. Dabei wurden verschiedene Best Practice-Ansätze ausgetauscht, die aktuell bewertet werden.

Das Unfallgeschehen bei der HanseWerk wird durch die Kennzahl "Combined Total Recordable Incidents Frequency" (im Folgenden TRIF) ausgedrückt. Der TRIF erfasst neben den eigenen Arbeitsunfällen auch die Unfälle der Partnerfirmen und setzt die Gesamtzahl ins Verhältnis zu den geleisteten Arbeitsstunden. Weder Mitarbeiter von Partnerfirmen noch eigenes Personal hatten einen Arbeitsunfall.

Gesundheitsmanagement

Zur Förderung des Wohlbefindens und zur Gesunderhaltung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt und fördert HanseWerk einen aktiven und gesunden Lebensstil. Ziel der Gesundheitsförderungs- und Präventionsmaßnahmen ist neben dem Erhalt der Arbeits- und Leistungsfähigkeit auch die Früherkennung bzw. der Schutz vor Erkrankungen.

Der Betriebsarzt konnte im Geschäftsjahr an mehreren Standorten die Grippeimpfung anbieten. Zudem wurden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder die Möglichkeit gegeben, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz eine Blutspende abzugeben. Im digitalen Raum wurden wöchentlich 15- bis 20-minütigen Meditations- und Entspannungspausen angeboten. Außerdem hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, im Rahmen der Fokuswochen, die unter dem Motto "Zeit für mich - Gesund in allen Lebenslagen" standen, an virtuellen Impulsvorträgen und Workshops teilzunehmen. Zudem wurden verschiedene Special Days wie z.B. der "Tag des Schlafs" oder der "Tag der mentalen Gesundheit" mit verschiedenen virtuellen Angeboten begleitet. Quartalsweise wurden in Quickborn und Rendsburg die Gesundheitstage für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt. Im Rahmen dieser wurden Stressmessungen, Knochendichtemessungen sowie eine Analyse der Dysbalancen des eigenen Körpers durchgeführt. Für die Bereitschaftshabenden wurden Gesundheitsseminare durchgeführt. Dabei lernten die Teilnehmenden, wie sie ihre Gesundheit durch eigenes gesundheitsbewusstes Handeln stärken und positiv beeinflussen können.

Das richtige Gleichgewicht zwischen Beruf und Familie zu finden, ist für viele eine große Herausforderung. Seit 2006 besteht eine Betriebsvereinbarung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zu unseren Standardangeboten zählen zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit der Verlängerung der Elternzeit um ein Jahr sowie auch die Zusammenarbeit mit einem Familienservice. Im Berichtszeitraum wurde dieses weiter thematisiert. Als digitales Angebot hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit an zwölf verschiedenen Wissenswerkstätten zu den Themen Kindererziehung und Pflegeunterstützung teilzunehmen. Seit 2008 ist die HanseWerk-Gruppe von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung mit dem Zertifikat "Beruf und Familie" ausgezeichnet, welches in diesem Jahr durch eine Re-Auditierung für drei Jahre erfolgreich verlängert worden ist.

Umweltschutz

Der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die damit verbundene Schonung der Umwelt ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Durch vielfältige Maßnahmen, Projekte und Schulungen stellt die HanseWerk ihr Engagement in diesen Bereichen auf eine breite Basis.

Der betriebliche Umweltschutz bei der HanseWerk-Gruppe und den Gesellschaften wurde in Schulungen und HSE-Coachings sowie in Teamrunden von Projektleitern und Koordinatoren im Strom- und Gasbereich nähergebracht und aktuelle Themen vertieft. Begleitend wurden Umweltschutzbegehungen an den Standorten und Baustellen durchgeführt. Weiterhin wurden in Audits bei den Partnerfirmen die Umweltbelange überprüft.

Die Berücksichtigung der Umweltbelange im Partnerfirmenmanagement wurde weiter vorangetrieben. Bei den Bewertungen der Partnerfirmen-Audits wurden die Umweltbelange mit 25 % wesentlich stärker gewichtet. Die HSE-Mindestanforderungen mit den Checklisten für Angaben zu Umweltbelangen sind Vertragsbestandteil der Ausschreibung und Vergabe der Rahmenverträge von Dienstleistungen und werden regelmäßig aktualisiert.

Die Anforderungen der am 1. August 2023 in Kraft getretenen Mantelverordnung an den Bodenschutz und Ersatzbaustoffe wurden im konzernweiten Umweltnetzwerk durch aktive Mitarbeit in unterschiedlichen Arbeitsgruppen und Workshops erarbeitet und für die betrieblichen Belange konkretisiert. Die Anforderungen wurden in Teamrunden in der Technik, dem Einkauf sowie den Liegenschaften vermittelt. Bei den Partnerfirmentagen wurde dies ebenfalls thematisiert.

Zur Schaffung von Lebensräumen für Insekten werden zukünftig Mikrohabitate in Umspannwerken und Nektartankstellen im Bereich von Ladesäulen angelegt. Die Bedingungen für Standortauswahl, Planung und Umsetzung wurden mit der Technik erörtert. Als Pilotprojekte wurde mit dem Bau von zwei Mikrohabitaten in Umspannwerken und einer Nektartankstelle am Standort Quickborn begonnen.

Klimaschutz

Die HanseWerk-Gruppe hat sich das Ziel der Klimaneutralität gesetzt. Diese Zielsetzung umfasst alle Emissionen der Tochtergesellschaften als auch wesentliche Emissionen aus vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen.

Um klimaneutral zu werden, müssen ausgehend vom Basisjahr 2018 die Emissionen an CO 2 und weiteren Treibhausgasen gemäß Kyoto-Protokoll durch Energieeffizienzmaßnahmen reduziert, durch Bezug von grüner Energie substituiert und durch Zertifikate kompensiert werden. Dies umfasst für die HanseWerk-Gruppe Emissionen im Strom- und Gasnetz, der Wärmeversorgung, dem Fuhrpark und den Liegenschaften.

Seit 2022 ist das erste Zwischenziel erreicht: Alle Gebäude der HanseWerk-Gruppe sind klimaneutral. Weitere Informationen zum Status der Zielerreichung sind im aktuellen Klimabericht der HanseWerk zu finden.

4. Prognosebericht

Leichtes Wirtschaftswachstum für das Jahr 2024 erwartet

Geprägt durch die sinkende Inflation zum Jahresende erwartet der Sachverständigenrat im Jahr 2024 wieder einen Aufwärtstrend. In seinem Jahresgutachten wird insgesamt ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,7 % prognostiziert. Es ist laut Experten mit einem leichten Anstieg des privaten Konsums zu rechnen, die zu einer verhaltenden konjunkturellen Erholung führen wird.

Für das Jahr 2024 wird wegen der weiterhin hohen Energiepreise, aber auch der Auswirkungen der Energie- und Wärmewende, abermals ein Rückgang der Energieverbräuche prognostiziert. Der Druck der Regulierung auf die Netzentgelte der Verteilnetzebene wird, nicht zuletzt durch die hohen Energiepreise, nach Einschätzung der HanseWerk-Gruppe dabei weiterhin hoch bleiben.

Ergebnis deutlich unterhalb des Berichtsjahres erwartet

Der Vorstand erwartet für 2024 ein deutlich sinkendes Ergebnis vor Steuern. Die Gewinnabführung der SH Netz soll wegen der neuen Regulierungsperiode im Strombereich und trotz einer geringer geplanten Gewinnthesaurierung zurückgehen. Zudem war das Jahr 2023 durch den Verschmelzungsgewinn sowie die Erträge aus dem Verkauf einer Beteiligung durch die SERVICE plus beeinflusst. Der Ergebnisbeitrag der HanseWerk Natur wird bei einer stabilisierten Energiepreisentwicklung deutlich steigen. Die Prognose ist vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage sowie der Entwicklung des CTA-Deckungsvermögens mit erhöhten Risiken verbunden. Bei einem geringeren Steueraufwand wird ebenfalls ein deutlich sinkender Jahresüberschuss erwartet. Beim operativen Cashflow geht der Vorstand für das Jahr 2024 von einem zum Berichtsjahr vergleichbaren Niveau aus.

5. Risikobericht

Ziele, Methoden und organisatorische Verankerung

Im Rahmen der eigenen Tätigkeiten, als auch der Aktivitäten als Holding für regionale Energieinfrastrukturanbieter und Energiedienstleister, ist die HanseWerk über ihr Beteiligungsportfolio einer Reihe von unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Der künftige Erfolg ihres unternehmerischen Handelns hängt mithin vom adäquaten Umgang mit den Risiken ab. Das Risiko wird als Abweichung von einem geplanten Jahresergebnis im Mittelfristzeitraum von drei Jahren ermittelt.

HanseWerk hat auf Basis geltender Gesetze und Richtlinien mit entsprechenden Dokumentations- und Meldepflichten ein Risikomanagementsystem für sich und die wesentlichen Beteiligungen eingerichtet. Der Risikomanagement-Regelkreis, bestehend aus Risikoidentifikation, -analyse und -bewertung sowie Risikosteuerung und -überwachung, ist in die Aufbau- und Ablauforganisation der Unternehmensgruppe eingebettet und wird von einem Risikokomitee gesteuert. Das Risikokomitee, in dem alle relevanten Bereiche des Unternehmens sowie Vertreter der SH Netz, der HanseGas und der HanseWerk Natur vertreten sind, und der Risikobeauftragte stellen sicher, dass das Risikomanagement als kontinuierlicher Prozess im Unternehmen und den wesentlichen Beteiligungen verstanden und gelebt wird. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig und wenn notwendig auch ad hoc über die Risikolage. Weiterhin wird entsprechend der geltenden Konzernrichtlinie direkt an die E.ON SE berichtet.

Aktuelle Risikosituation

Die aktuelle Risikoberichterstattung lässt keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken erkennen. Das Gesamtrisikovolumen der HanseWerk-Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und bewegt sich weiterhin auf gut vertretbarem Niveau. Die Risikolage wird, in sinkender Bedeutung zum Gesamtrisiko, insbesondere von Risiken aus dem Marktumfeld eines Strom- und Gasnetzbetreibers sowie durch finanzmarktbezogene Risiken geprägt.

Die Gesellschaft geht grundlegend davon aus, dass die Risiken durch die Ergebnisbeiträge gedeckt werden können. Rund 75 % des Gesamtrisikovolumens der HanseWerk-Gruppe wird durch die Beteiligungen SH Netz, HanseGas, ElbEnergie und NordNetz begründet. Der Anteil der übrigen Beteiligungen beträgt rund 15 %. Die originären Risiken der HanseWerk betragen rund 10 % des Gesamtrisikovolumens und entwickeln sich im Vergleich zum Vorjahr sinkend.

Risiken bestehen unmittelbar innerhalb der HanseWerk und mittelbar über die Beteiligungen. Nennenswerte unmittelbare Risiken, denen die Gesellschaft entweder mit Risikokompensation, -reduzierung bzw. -vermeidung oder aber mit vertretbarer Risikoakzeptanz begegnen wird, stellen sich wie folgt dar:

Strategische Risiken

Die Nähe zu kommunalen Partnern und ihr Engagement in der dezentralen Erzeugung haben zu einem vielfältigen Beteiligungsengagement geführt. Im Zusammenhang mit den Beteiligungen bestehen Ertragsrisiken, die eventuell zu zurückgehenden Gewinnabführungen und, je nach Einschätzung der nachhaltigen Entwicklung, zu einem Wertberichtigungsbedarf führen könnten. So befinden sich die Ertragsrisiken der Beteiligung HanseWerk Natur vor dem Hintergrund der stark gestiegenen und volatileren Energiepreise sowie aktueller Energiepreisdiskussionen und Unsicherheiten bezüglich der staatlichen Förderung von Wärmeinvestitionen weiterhin auf einem erhöhten Niveau. Das Beteiligungsportfolio wird risikoorientiert gesteuert und regelmäßig auf Werthaltigkeit geprüft. Darüber hinaus bindet HanseWerk ihre wesentlichen Beteiligungen SH Netz, HanseGas, ElbEnergie, HanseWerk Natur sowie die SERVICE plus direkt in das Risikofrüherkennungssystem ein.

Die Konzessionsverträge der Netzgesellschaften bilden eine wesentliche Basis für die Erzielung von Umsatzerlösen bzw. Ergebnisbeiträgen. Der Wettbewerb um Konzessionen stellt ein finanzielles Risiko dar, da dem sofortigen Wegfall von Erlösen kein zeitgleicher und vollumfänglicher Rückgang der Kosten gegenübersteht. Das absolute Risikovolumen aufgrund auslaufender Konzessionen hat sich gegenüber der Vorjahresbetrachtung leicht erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr ist im Planungszeitraum von mehr auslaufenden Konzessionen auszugehen. Im Fall der Nicht-Verlängerung und dem Abgang des betreffenden Versorgungsnetzes werden jeweils ab dem Folgejahr Ergebnisrückgänge zu verzeichnen sein.

Die strategischen Risiken sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und stellen rund 60 % der unmittelbaren Risiken der HanseWerk dar (Vorjahr 60 %).

Marktrisiken

Unter den unmittelbaren Marktrisiken sind Risiken aus dem Dienstleistungsgeschäft und dem Speicherbetrieb sowie finanzmarktbezogene Risiken zu subsumieren. Zur Deckung ihrer Pensionsverpflichtungen hat HanseWerk dem Zweck entsprechende Finanzanlagen erworben und mit den jeweiligen Zeitwerten bilanziert. Zur Absicherung der Zahlungsverpflichtungen sind CTA-Treuhandverträge geschlossen worden. Es besteht ein Risiko, dass das Vermögen, das im CTA gebunden ist, einer dauerhaften Wertminderung unterliegen könnte. Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen durch die entsprechenden Fondsanlagen würde sich dadurch verringern. Dieses Wertpapierkursänderungsrisiko ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen und stellt eines der höheren Risiken der HanseWerk dar. Zudem bestehen Zinsänderungsrisiken in Bezug auf die Nettofinanzpositionen. Hier ist infolge der steigenden Zinssätze am Kapitalmarkt von einem höheren Risiko auszugehen, dem HanseWerk, wenn notwendig, mit einer proaktiven Steuerung von Laufzeiten und Tranchen begegnet. Der Anstieg dieses Risikos ergibt sich insbesondere aussteigenden Zinssätzen im Fall von ungeplanten Finanzierungsbedarfen. Neben den finanzmarktbezogenen Risiken besteht bei der HanseWerk ein leicht gestiegenes Risiko aus dem Dienstleistungsgeschäft mit Energielösungen und ein stark gesunkenes Risiko aus der Vermarktungssituation für Erdgasspeicherkapazitäten. Dieser Rückgang ist durch den Entfall eines Risikos im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Kissengas durch einen Speicherkunden bedingt. Vom Volumen der unmittelbaren Risiken entfallen rund 35 % auf die Marktrisiken, die sich im Vergleich zum Vorjahr (Anteil 25 %) deutlich erhöht haben.

Technologische Risiken

Der weitreichende Einsatz von komplexen technischen Anlagen im Gasspeicher als auch bei ihren Beteiligungen kann zu Betriebsstörungen und/oder Sicherheitsrisiken führen, welche die Vermögens- und Ertragslage beeinträchtigen. Diesem Umstand wird durch detaillierte Arbeits- und Verfahrensanweisungen, Weiterentwicklung von Technologien, regelmäßige Wartung, flächenorientierte Betriebsstrukturen sowie Schulungs- und Weiterbildungsprogramme Rechnung getragen. Soweit betriebswirtschaftlich sinnvoll, bestehen geeignete Versicherungen. Bedingt durch den Rückgang des Risikos im Zusammenhang mit der im Jahr 2023 begonnen Flutung einer Kaverne des Erdgasspeichers Kraak bewegen sich die unmittelbaren technologischen Risiken mit rund 15 % leicht unter dem Vorjahresniveau.

Operative Risiken

Im Zuge der sich ständig wandelnden Anforderungen an eine IT-Landschaft und der Digitalisierung der Energiewirtschaft führt der immer komplexere Einsatz von Informationstechnologie, neben Kostenrisiken in der Beschaffung auch zu einem generellen Risiko der Verfügbarkeit der IT-Systeme und der Sicherheit der betrieblichen Daten. Zudem können verändernde rechtliche Rahmenbedingungen das operative Geschäft und damit die Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Schließlich können sich in der Unternehmensgruppe Personalrisiken durch demographischen Wandel und fehlende Fachkräfte ergeben. Die unmittelbaren operativen Risiken sind unverändert und in Bezug auf das Gesamtrisiko vernachlässigbar.

6. Chancenbericht

Unternehmerische Chancen werden bei der HanseWerk hinsichtlich der Ziele, Methoden und organisatorischer Verankerung analog zu den Risiken behandelt. Insgesamt haben sich die Chancen gegenüber dem Vorjahr erhöht und sind in absteigender Bedeutung für die Gesellschaft dargestellt.

Ausgewählte Risiken im Zuge des Infrastrukturauftrages akzeptiert HanseWerk in dem Bewusstsein, dass mit den Risiken auch Chancen einhergehen. Diese sieht die Gesellschaft unter anderem in weiteren Effizienzsteigerungen, sowohl der eigenen als auch durch die Inanspruchnahme der Kompetenzen anderer Gesellschaften der HanseWerk-Gruppe bzw. des E.ON-Konzernverbundes.

Mit dem sogenannten Osterpaket der Bundesregierung wurden zahlreiche Gesetze und Verordnungen novelliert, um die Energiewende in Deutschland zu beschleunigen. Ein über die bisherigen Erwartungen deutlich hinausgehender Ausbau der erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein erfordert einen entsprechenden Ausbau der Stromverteilnetze und kann somit mittel- und langfristig erhebliche Wachstumsmöglichkeiten bieten. Weitere erhebliche Potenziale liegen in der mit der Energiewende eng verknüpften Wärmewende. Durch die Defossilisierung der Bestandsanlagen, den Umbau des Energiesystems in Deutschland, der Verknüpfung der verschiedenen Energiesektoren und der Stärkung unserer kommunalen Aktivitäten in der HanseWerk-Gruppe kann ein nachhaltiger positiver Beitrag zu dieser gesellschaftlichen Aufgabe erbracht werden und gleichzeitig die künftige Entwicklung der HanseWerk gestärkt werden.

Eine weitere Chance für die Gesellschaft liegt in einer deutschlandweit ausgewogenen Verteilung der durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien verursachten Netzkostensteigerungen. Die Bundesnetzagentur beabsichtigt, Netzbetreiber mit besonders hohen Kosten durch den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung zu entlasten und alle Stromverbraucher fairer an den Kosten zu beteiligen. Dies würde eine Entlastung der Stromnetzentgelte und damit der Netzkunden der SH Netz bedeuten.

Der fortschreitende Aufbau des Bereiches "Regionale Energielösungen" der HanseWerk zur Stärkung der wettbewerblichen Aktivitäten wird zusätzliche Produktentwicklungen und Kundenlösungen zur Marktreife führen. Darüber hinaus werden hierdurch auch neue Chancen für die HanseWerk-Gruppe entstehen.

Für den bis 2045 in der bestehenden Form auslaufenden Betrieb der Gasnetze ergeben sich Chancen aus der durch die BNetzA eingeleiteten Konsultation zur Verkürzung der Nutzungsdauern für bereits in Betrieb befindlichen Versorgungsanlagen im Rahmen der Kalkulation der Netznutzungsentgelte mit dem Ziel, die Investitionen vollständig bis zum Jahr 2045 berücksichtigen zu können.

Des Weiteren bietet ein kontinuierliches Innovationsmanagement unternehmerische Chancen. HanseWerk ist davon überzeugt, dass mit Blick auf die steigenden Anforderungen an eine ganzheitliche Betrachtung der Themen Klimaschutz und Energieversorgung neue Produkte notwendig sind. Diese gilt es zu entwickeln. Es bietet sich damit die Chance, das bestehende Geschäft sinnvoll zu erweitern und die Ertragslage entsprechend positiv zu beeinflussen.

7. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB

Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst aus dem Jahr 2015 sind in Deutschland Aktiengesellschaften verpflichtet, Zielgrößen für den Frauen- bzw. Männeranteil im Aufsichtsrat, Vorstand und den nachfolgenden zwei Führungsebenen festzulegen. Darüber hinaus ist zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauen- bzw. Männeranteil erreicht werden soll.

Mit einer Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 wurden in 2022 neue Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt. Für den Aufsichtsrat wurde ein Frauenanteil von 30 % und für den Vorstand von 33 % beschlossen, die am 31. Dezember 2023 mit 40 % bzw. 33 % bereits umgesetzt ist. Für die erste und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands wurde jeweils eine Ziel-Frauenquote von 50 % (Stand 31. Dezember 2023: 60 % bzw. 50 %) beschlossen.

HanseWerk setzt verschiedene Maßnahmen und Instrumente zur gezielten Förderung von Frauen zur Erreichung der Zielquoten ein. Hierzu zählen die Förderung von Familie und Beruf über Teilzeitregelungen, die gezielte Förderung in Talentprogrammen, Netzwerktreffen von weiblichen Fach- und Führungskräften der HanseWerk-Gruppe sowie die aktive Beteiligung an dem Female Mentoring Programm des E.ON-Konzerns. Unterstützt wird dies durch die Null-Toleranz-Politik bei Diskriminierung.

8. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG

Der gemäß § 312 AktG erstellte Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 enthält folgende Schlusserklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt ihrer Vornahme bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und wurde dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt."

 

Quickborn, 1. Februar 2024

Der Vorstand

Matthias Boxberger, Vorsitzender

Christian Fenger

Stephanie Ladwig

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz der HanseWerk AG

Gewinn- und Verlustrechnung der HanseWerk AG

Anhang der HanseWerk AG

Allgemeine Grundlagen

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Passiva

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Eigenkapital

Zuschüsse

Rückstellungen

Verbindlichkeiten

Derivative Finanzinstrumente

Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand

Personalaufwand

Abschreibungen

Finanz- und Beteiligungsergebnis

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Sonstige Angaben

Angaben nach Energiewirtschaftsgesetz

Durchschnittliche Beschäftigungszahl

Organe der Gesellschaft

Organbezüge

Honorar des Abschlussprüfers

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses

Entwicklung des Anlagevermögens

Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB

Nachtragsbericht

Bilanz

der HanseWerk AG

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen 869.119 632.964
Immaterielle Vermögensgegenstände 581 737
Sachanlagen 38.284 41.784
Finanzanlagen 830.254 590.443
Umlaufvermögen 378.997 285.996
Vorräte 1.654 1.880
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 377.343 281.250
Flüssige Mittel 0 2.866
Rechnungsabgrenzungsposten 453 374
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 2.129 -
Aktiva 1.250.698 919.334
Eigenkapital 511.732 507.109
Gezeichnetes Kapital 267.357 267.357
Rechnerischer Wert eigener Anteile -25.899 -25.899
Ausgegebenes Kapital 241.458 241.458
Kapitalrücklage 89.461 89.461
Gewinnrücklagen 105.813 86.190
Bilanzgewinn 75.000 90.000
Zuschüsse 123 152
Rückstellungen 199.516 147.753
Verbindlichkeiten 539.327 264.309
Rechnungsabgrenzungsposten - 11
Passiva 1.250.698 919.334

Gewinn- und Verlustrechnung

der HanseWerk AG

in T€ 2023 2022
Umsatzerlöse 50.090 48.143
Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -225 283
Sonstige betriebliche Erträge 31.523 44.226
Materialaufwand -19.951 -19.490
Personalaufwand -17.190 -14.821
Abschreibungen -3.740 -3.638
Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.766 -29.255
Finanz- und Beteiligungsergebnis 143.543 84.307
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -77.427 -47.774
Ergebnis nach Steuern 94.857 61.981
Sonstige Steuern -235 -309
Jahresüberschuss 94.622 61.672
Entnahmen aus Gewinnrücklagen - 28.328
aus anderen Gewinnrücklagen - 28.328
Einstellungen in Gewinnrücklagen -19.622 -
in andere Gewinnrücklagen -19.622 -
Bilanzgewinn 75.000 90.000

Anhang

der HanseWerk AG

Allgemeine Grundlagen

Die HanseWerk AG mit Sitz in Quickborn wird beim Amtsgericht Pinneberg unter der Nummer HRB 5802 PI im Handelsregister geführt.

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem Aktiengesetz (AktG) sowie des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) aufgestellt.

Die HanseWerk AG ist eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben. Abgerundete Beträge kleiner 1 T€ werden dabei mit 0 T€ und Nullwerte mit - T€ angegeben.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die HanseWerk AG ist Bestandteil einer Gruppe von Unternehmen, die gemäß § 3 Nr. 38 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen gilt, und fällt damit unter § 6b EnWG.

Gemäß § 291 HGB ist die HanseWerk AG von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen, befreit. Die HanseWerk AG wird in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196), einbezogen.

Die E.ON SE, Essen, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die E.ON SE, Essen, stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS).

Die Neumünster Netz Beteiligungs-GmbH, Neumünster, wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2023 auf die HanseWerk AG, Quickborn, verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung erfolgte am 04.07.2023 im Handelsregister. Im Rahmen der Verschmelzung hat die übernehmende Gesellschaft sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden der übertragenden Gesellschaft zu Zeitwerten gemäß § 24 Umwandlungsgesetz (UmwG) übernommen. Aus der Differenz des übernommenen Reinvermögens (67.955 T€) und des Buchwertes der untergehenden Anteile an der verschmolzenen Gesellschaft (41.776 T€) hat sich ein Verschmelzungsgewinn (26.179 T€) ergeben, der für die Gesellschaft von außergewöhnlicher Größenordnung ist.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Für Sachanlagen, die vor dem 1. Januar 2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wurde das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt und die degressive Abschreibung fortgeführt. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 werden ausschließlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Bei Leasinggeschäften, bei denen der Leasingnehmer wirtschaftlicher Eigentümer wird, wird der Leasinggegenstand in Höhe der Anschaffungskosten zzgl. etwaiger Nebenkosten in den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 33 Jahre
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 10 bis 35 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs‐ und Geschäftsausstattung 1 bis 19 Jahre

Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € und bis zu 800 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt. Bei der Abschreibungsdauer wird grundsätzlich auf die Nutzungsdauer des wirtschaftlichen Werteverzehrs abgestellt. Zu deren Ermittlung werden die steuerlichen Abschreibungstabellen herangezogen, soweit die dort genannten Nutzungsdauern innerhalb der Bandbreite handelsrechtlich zulässiger Nutzungsdauern liegen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren Nennwerten, langfristige unverzinsliche und unterverzinsliche Ausleihungen mit ihren Barwerten bilanziert.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten unfertiger Leistungen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Flüssige Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen gebildet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 29,5 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht und auf die Aktivierung der aktiven latenten Steuer verzichtet. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen sowie in Festgeldern angelegt. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e.V., Essen, treuhänderisch für die HanseWerk AG verwaltet.

Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen teilt sich auf in am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 62,0 %) und nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 38,0 %). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, werden die Werte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft, respektive die dort beauftragten Gutachter, legen die Bewertungsannahmen, wie Zinssätze, fest.

Die betreffenden Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Die Gesellschaft hielt in Vorjahren Anteile an den Sondervermögen "EPS1", "EPS2" und "VKEW-Fonds". Die beiden Sondervermögen "EPS1" und "VKEW-Fonds" wurden in 2012 gemäß § 40 InvG i.V.m. § 95 InvG in der vor dem 1. Juli 2011 geltenden Fassung auf den Fonds "EPS2" zu Buchwerten verschmolzen. Die Anschaffungskosten zur Ermittlung des ausschüttungs- bzw. abführungsgesperrten Betrags des Sondervermögens gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB ergeben sich als Summe der historischen Anschaffungskosten der Anteile an den Sondervermögen "EPS1", "VKEW-Fonds" und "EPS2". Am 30. November 2015 wurde ein Formwechsel des luxemburgischen Spezialfonds EPF A in den EPF A SCS nach luxemburgischen Recht durchgeführt. Die neuen Anteile wurden nach allgemeinen Tauschgrundsätzen zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Transaktion gemäß § 252 Absatz 1 Satz 4 HGB bewertet. Gegebenenfalls bestehende (historische) Ausschüttungssperren in Bezug auf den EPF A bestehen nicht mehr, da die Zeitwerte zum Zeitpunkt des Formwechsels die neuen Anschaffungskosten des Deckungsvermögen darstellen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Erhaltene Investitionszuschüsse sind zu Nennbeträgen bewertet und werden ab dem Fertigstellungszeitpunkt entsprechend der jeweils vorgesehenen Nutzungsdauer der Anlagengegenstände zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

Ertragszuschüsse beinhalten die vereinnahmten Baukostenzuschüsse. Die Auflösung der Baukostenzuschüsse erfolgt linear über eine Gesamtdauer von grundsätzlich 20 Jahren zugunsten der Umsatzerlöse.

Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen.Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Bewertung der Pensionen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Die Bewertung der vergleichbar langfristig fälligen sonstigen Rückstellungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends. Zur Diskontierung der Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungensowie für Sterbegeldverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Zur Abzinsung der Verpflichtungen aus Vorruhestandsvereinbarungen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgeleitet.

Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Altersteilzeit- oder Vorruhestandsvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Der Rückstellungsbewertung liegen folgende Annahmen zugrunde:

31.12.2023 31.12.2022
Gehalts-/Karrieretrend 2,95 % p.a. 2,75 % p.a.
Rentendynamik - gesetzliche Garantieanpassung 1,00 % p.a. 1,00 % p.a.
Rentendynamik - andere Anspruchsberechtigte, die nicht einer vereinbarten Garantieanpassung unterliegen 2,40 % p.a. 2,00 % p.a.
Rechnungszins Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1,82 % p.a. 1,78 % p.a.
Rechnungszins Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungen sowie Sterbegeldverpflichtungen 1,74 % p.a. 1,44 % p.a.
Rechnungszins Altersteilzeitverpflichtungen 1,08 % p.a. 0,59 % p.a.

Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen im Rahmen des Mitarbeiterwechsels im E.ON-Konzern bestehen Freistellungsansprüche gegenüber der E.ON SE, Essen. Bis zum 28. August 2023 bestanden diese Freistellungsansprüche gegenüber der MEON Pensions GmbH & Co. KG, Essen, (MEON). Das Gesellschaftsvermögen der MEON Pensions GmbH & Co. KG, Essen, ist am 28. August 2023 im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge auf die E.ON SE, Essen, angewachsen. Die Bewertung der Freistellungsforderung erfolgt analog der Bewertung der zugrundeliegenden Versorgungsverpflichtung.

Die Freistellungsforderung wird unter den Ausleihungen im Finanzanlagevermögen ausgewiesen.

Erträge und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie aus Änderungen der Zinssätze werden gesondert unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Ergibt sich aus der Verrechnung der Aufwendungen aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) von den Pensionsrückstellungen und den weiteren langfristigen Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und dem zu verrechnenden Deckungsvermögen ein Nettoertrag, so wird dieser in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen. Im Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind die Aufwendungen für langfristige Rückstellungen enthalten.

Zur Abzinsung der sonstigen Rückstellungen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung - Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der HanseWerk AG ist in einer gesonderten Aufstellung - Anteilsbesitzliste - ersichtlich, die integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Im Rahmen der Verschmelzung der Neumünster Netz Beteiligungs-GmbH, Neumünster, auf die HanseWerk AG, Quickborn, wurden Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 26.155 T€ zu Zeitwerten übernommen.

Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen im Rahmen des Mitarbeiterwechsels im E.ON-Konzern besteht ein Freistellungsanspruch gegen die E.ON SE, Essen (bis 28. August 2023: MEON Pensions GmbH & Co. KG, Essen), als Gesamtrechtsnachfolgerin der MEON Pensions GmbH & Co. KG, Essen, in Höhe von 500 T€ (Vorjahr 482 T€).

Umlaufvermögen

Vorräte

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.654 1.880
1.654 1.880

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Gesamtbetrag davon > 1 Jahr Gesamtbetrag davon > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.414 - 476 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 334.855 - 254.090 -
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.977 - 3.480 -
davon aus Ergebnisabführungsverträgen 138.938 - 103.401 -
davon aus Darlehen 2.433 - - -
davon aus Verrechnungs- und Finanzverkehr 190.507 - 147.179 -
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 388 - 2.678 -
davon aus Lieferungen und Leistungen 388 - 379 -
davon aus Verrechnungs- und Finanzverkehr - - 2.299 -
Sonstige Vermögensgegenstände 38.686 - 24.006 18
377.343 - 281.250 18

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten noch nicht abziehbare Vorsteueransprüche in Höhe von 1.615 T€ (Vorjahr 989 T€).

Die Gesellschaft hat zum 30. Dezember 2023 als Mitgliedsunternehmen ihren Austritt aus der Versorgungskasse Energie VVaG i. L., Hannover, erklärt. Mit Ablauf des 30. Dezember 2023 entstand ertragswirksam ein Anspruch auf Auszahlung der anteiligen Verlustrücklage der Versorgungskasse Energie VVaG i. L., Hannover, in Höhe von 712 T€.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel enthalten ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aus der Verrechnung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzt:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
Erfüllungsbetrag -16.844 -17.004
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 18.973 16.860
davon Fondsanteile 18.972 16.859
davon liquide Mittel 1 1
2.129 -

Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen 19.225 T€ (Vorjahr 19.318 T€).

Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen beziehungsweise allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie z.B. Discounted Cash Flow Verfahren bei Immobilien, zum Abschlussstichtag abgeleitet.

Eigenkapital

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 241.458 241.458
Kapitalrücklage 89.461 89.461
davon nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 18.643 18.643
davon nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB 70.818 70.818
Gewinnrücklagen 105.813 86.190
davon gesetzliche Rücklage 9.000 9.000
davon andere Gewinnrücklagen 96.813 77.190
Bilanzgewinn 75.000 90.000
511.732 507.109

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 267.357 T€ und ist eingeteilt in 2.673.571 vinkulierte Namensaktien. Es ergibt sich ein rechnerischer Wert in Höhe von 100 € pro Namensaktie. Die E.ON Beteiligungen GmbH hat gemäß § 20 AktG mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung von rund 66,5 % an der HanseWerk AG gehört.

Zum Bilanzstichtag werden insgesamt 258.996 eigene Aktien, welche einen Anteil von 9,69 % bzw. 25.899.600 € vom Grundkapital betreffen und von diesem abgesetzt wurden, gehalten.

Die Kapitalrücklage enthält Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von 18.643 T€ (Vorjahr 18.643 T€) und Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von 70.818 T€ (Vorjahr 70.818 T€). Zum Stichtag weist die Gesellschaft Gewinnrücklagen in Höhe von 105.813 T€ (Vorjahr 86.190 T€) aus.

Ausschüttungsgesperrte Beträge resultieren gemäß § 268 Abs. 8 HGB aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert sowie gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 % p.a.) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p.a.).

Die Ausschüttungssperre ermittelt sich wie folgt:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Bilanzgewinn 75.000 90.000
Kapitalrücklage (nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) 70.818 70.818
Frei verfügbare Gewinnrücklagen 97.720 78.097
Maximaler Ausschüttungsbetrag 243.538 238.915
Beträge aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert i.S.d. § 268 Abs. 8 S. 3 HGB 20.359 29.794
davon i.S.d. § 253 Abs. 6 HGB 1.998 10.315
Verfügbarer Betrag 221.181 198.807

Zuschüsse

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Investitionszuschüsse 8 12
Ertragszuschüsse 115 140
123 152

Rückstellungen

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen 56.693 54.258
abzüglich Freistellungsanspruch gegenüber MEON -500 -500
Steuerrückstellungen 98.246 46.397
Sonstige Rückstellungen 45.077 47.598
199.516 147.753

Die Rückstellungen für Pensionen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
Erfüllungsbetrag 16.844 17.004
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -18.973 -16.860
davon Fondsanteile -18.972 16.859
davon liquide Mittel -1 1
Nettowert - 144
Versorgungsverpflichtungen, die nicht durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
Erfüllungsbetrag 210.443 212.309
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -154.250 -158.551
davon Fondsanteile -154.149 -158.540
davon liquide Mittel -101 -11
Nettowert 56.193 53.758
56.193 53.902

Die Anschaffungskosten der Fondsanteile für das Deckungsvermögen der Versorgungsverpflichtungen, die nicht durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind, betragen 133.790T€ (Vorjahr 128.901 T€). Der beizulegende Zeitwert der liquiden Mittel stimmt mit den Anschaffungskosten überein.

Das Deckungsvermögen ist im Rahmen des CTA Treuhandvertrags "Past Service" beim E.ON Pension Trust e.V., Essen, in Fondsvermögen angelegt. Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen 19.225 T€ (Vorjahr 19.320 T€). Im Jahr 2023 ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 2.129 T€.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen neben Verpflichtungen aus dem Bereich Personal, Ansammlungsrückstellungen für Rückbauverpflichtungen, Verpflichtungen zur Herstellung der Speicherintegrität, Verpflichtungen aufgrund gesetzlicher Vorgaben sowie ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2023
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag ≤ 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 823 823 - -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.243 1.243 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.732 2.732 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 523.440 323.440 200.000 -
davon aus Lieferungen und Leistungen 6.018 6.018 - -
davon aus Verlustübernahmen 10.738 10.738 - -
davon aus Verrechnungs- und Finanzverkehr 87.962 87.962 - -
davon aus Darlehen inklusive Zinsabgrenzung 400.651 200.651 200.000 -
davon sonstige Verbindlichkeiten 18.071 18.071 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 1 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 11.088 11.088 - -
davon aus Steuern 1.315 1.315 - -
539.327 339.327 200.000 -
in T€ 31.12.2022
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag ≤ 1 Jahr > 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - -
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 694 694 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 259.400 59.400 200.000
davon aus Lieferungen und Leistungen 10.943 10.943 -
davon aus Verlustübernahmen 27 27 -
davon aus Verrechnungs- und Finanzverkehr 29.725 29.725 -
davon aus Darlehen inklusive Zinsabgrenzung - - -
davon sonstige Verbindlichkeiten - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 125 125 -
Sonstige Verbindlichkeiten 4.090 4.090 -
davon aus Steuern 203 203 -
264.309 64.309 200.000

Derivative Finanzinstrumente

Im Rahmen des im Jahr 2010 umgesetzten Strukturprojekts "hanse.11" wurden Optionsvereinbarungen betreffend den Verkauf und Rückkauf von Aktien der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, getroffen.

Call-Option erwerbsberechtigter Kommunen auf Aktien der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn

Die HanseWerk AG, Quickborn, hat mit der Unterbreitung der Beteiligungsangebote vom 28. Juli 2010 (und den Nachträgen Nr. 1 vom 20. Oktober 2012 und Nr. 2 vom 27. Mai 2014) sowie vom 1. April 2016 (und den Nachträgen Nr. 1 vom 1. August 2018 und Nr. 2 vom 8. Dezember 2020) einem gewissen Kreis erwerbsberechtigter Kommunen eine Call-Option auf Aktien der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, eingeräumt. Die HanseWerk AG, Quickborn, fungiert als Stillhalter der Option. Als erwerbsberechtigt gelten Kommunen, die einen wirksamen und ungekündigten Wegenutzungsvertrag im Sinne der §§ 46, 48 EnWG mit der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, abgeschlossen haben sowie dem Konsortialvertrag aller Aktionäre der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, in der jeweils gültigen Fassung (aktuell vom 8. Dezember 2020) beigetreten sind. Der Erwerb der Aktien erfolgt gegen Zahlung eines Kaufpreises. Die jeweilige Höhe des Kaufpreises kann sich verändern, wobei der Mechanismus der Kaufpreisanpassung im Konsortialvertrag geregelt ist. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Option ist wegen fehlender Marktgängigkeit der zugrunde liegenden Anteile sowie der Ausübungsbedingungen nicht möglich.

Put-Option der kommunalen Aktionäre der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn

Die kommunalen Aktionäre der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, können die Aktien zum übernächsten Veräußerungsstichtag nach einer Mindesthaltefrist von fünf Jahren verkaufen. Als Käufer tritt die HanseWerk AG, Quickborn, auf. Die Höhe des Rückkaufpreises ist im Konsortialvertrag der Aktionäre der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, geregelt und soll die wirtschaftlichen Risiken der kommunalen Aktionäre bei einem Verkauf zu einem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt (Kapitalgarantie im Jahr 2024) begrenzen. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Option, bei der die HanseWerk AG, Quickborn, als Stillhalter fungiert, ist wegen fehlender Marktgängigkeit der zugrunde liegenden Anteile sowie der Ausübungsbedingungen nicht möglich.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag sind Bürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 9.812 T€ vorhanden.

Für im Jahr 2017 im Rahmen der Ausgliederungen auf die HanseGas GmbH, Quickborn, übertragene Verpflichtungen ergeben sich allgemeine gesamtschuldnerische Haftungsverhältnisse nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes. Die Verpflichtungen wurden in der zugrunde gelegten Schlussbilanz mit 24.893 T€ bewertet. Für im Rahmen der Ausgliederungen auf die Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, (2012 und 2014) und die Hamburg Netz GmbH, Hamburg, (2012) sowie die HanseGas GmbH, Quickborn, (2017) übergegangenen Versorgungsverpflichtungen ergeben sich ebenfalls gemeinschaftliche Haftungsverpflichtungen gemäß des Umwandlungsgesetzes. Die Versorgungsverpflichtungen wurden in den zugrunde gelegten Schlussbilanzen für die jeweiligen Ausgliederungszeitpunkte insgesamt mit 495.405 T€ bewertet.

Infolge des Betriebsübergangs von Mitarbeitern nach § 613a BGB auf die Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, zum 1. Dezember 2017 und zum 1. September 2020, sowie auf die Hamburg Netz GmbH, Hamburg, zum 1. Dezember 2017 besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für alle gegenüber den Arbeitnehmern bis zum Übergangszeitpunkt entstandenen Verpflichtungen. Die Verpflichtungen wurden in der zugrunde gelegten Bilanz für die jeweiligen Übertragungszeitpunkte mit 105.757 € bewertet.

Die HanseWerk AG, Quickborn, hat im Berichtsjahr eine Patronatserklärung gegenüber der HAzwei 1. Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover zur Absicherung der Planung und Umsetzung des Projektes "Norddeutsches Reallabor (NRL)" in Höhe von 26.200 T€ abgegeben.

Das Risiko einer Inanspruchnahme für sämtliche Haftungsverhältnisse wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von 442.048 T€, davon 29.816 T€ gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Rahmen des in 2016 und in 2020 überarbeiteten Angebotes an die Kommunen zum Erwerb von Aktien der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, hat die HanseWerk AG, Quickborn, den Aktionären eine Rückkaufoption zu einem festen Preis angeboten. In Höhe von 408.041 T€ bestehen entsprechende potentielle Zahlungsverpflichtungen. Die HanseWerk AG, Quickborn, hat gegenüber der HAzwei GmbH, Hannover, eine Zusage zur Kapitalausstattung bis zu einer Höhe von 2.550 T€ gegeben.

Im Kaufvertrag mit der Tochtergesellschaft der Freien und Hansestadt Hamburg über den Erwerb der Anteile an der Hamburg Netz GmbH, Hamburg, (74,9 %) zum 1. Januar 2018 wurden verschiedene Garantien gegeben, aus denen sich sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben könnten.

Die Gesellschaft verpflichtete sich im Rahmen des Treuhandvertrags Past Service gegenüber dem E.ON Pension Trust e.V. fortlaufend genügend Treuhandvermögen zur Sicherung der Versorgungsverpflichtungen zu übertragen. Sofern keine ausreichende Sicherung vorliegt, hat der E.ON Pension Trust e.V. einen Anspruch auf Übertragung von Treuhandvermögen gegenüber der Gesellschaft.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

in T€ 2023 2022
Speichergeschäft 12.461 9.874
Pachten 16.737 17.166
Dienstleistungsentgelte 14.793 16.561
Sonstige Umsatzerlöse 6.099 4.542
50.090 48.143

Die Umsätze werden ausschließlich im Inland erzielt.

In den sonstigen Umsatzerlösen sind auch die Auflösungen der Baukostenzuschüsse in Höhe von 16 T€ (Vorjahr 16 T€) ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Erlöse für Mieteinnahmen und Betriebsführungs- und Dienstleistungsentgelte in Höhe von 724 T€.

Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2023 2022
Erträge aus Verschmelzungen 26.179 -
Erträge aus Verkauf von Projektrechten 289 -
Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen 12 12
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 249 13.869
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 3.661 29.825
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen - 38
Übrige Erträge 1.133 482
31.523 44.226

Die Gesellschaft hat zum 30. Dezember 2023 als Mitgliedsunternehmen ihren Austritt aus der Versorgungskasse Energie VVaG i. L., Hannover, erklärt. Mit Ablauf des 30. Dezember 2023 entstand ertragswirksam ein Anspruch auf Auszahlung der anteiligen Verlustrücklage der Versorgungskasse Energie VVaG i. L., Hannover, in Höhe von 712 T€.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 4.146 T€ periodenfremde Erträge. Diese setzen sich vor allem aus Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie dem Entfall von Verpflichtungsgrundlagen zusammen.

Materialaufwand

in T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.572 4.599
Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.379 14.891
19.951 19.490

Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 8.506 7.216
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.684 7.605
davon für Altersversorgung 7.582 6.789
17.190 14.821

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen ergeben; diese sind im Zinsergebnis ausgewiesen.

Abschreibungen

Die Abschreibungen entfallen ausschließlich auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen.

Aufgrund steuerrechtlicher Abschreibungen liegt das ausgewiesene Jahresergebnis um 0,3 % (Vorjahr: 0,2 %) über dem ansonsten auszuweisenden Betrag.

Finanz- und Beteiligungsergebnis

in T€ 2023 2022
Erträge aus Beteiligungen 3.023 3.001
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 140.369 97.318
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.352 3.534
davon aus verbundenen Unternehmen 4.295 3.465
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.798 2.328
davon aus verbundenen Unternehmen 6.181 891
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 827 39
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.237 -21.843
davon an verbundene Unternehmen -7.613 -2.025
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen -456 -18.592
Aufwendungen aus Verlustübernahmen -10.762 -31
143.543 84.307

Im den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ist auch der Nettoertrag von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von -5.684 T€ enthalten. Im Vorjahr wurde ein Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen als Nettoaufwand in Höhe von 17.990 T€ gezeigt. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 2023 2022
Aufwendungen aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) -2.837 -6.484
Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen - -11.506
Erträge aus dem Deckungsvermögen 8.521 -
5.684 -17.990

In den Aufwendungen aus der Aufzinsung sind neben Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von 3.988 T€ (Vorjahr 4.175 T€) auch Erträge aus Zinssatzänderungen in Höhe von 1.151 T€ (Vorjahr Zinsaufwand 2.309 T€) enthalten. Die Erträge im Zusammenhang mit dem Deckungsvermögen unterteilen sich in sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 51 T€ (Vorjahr 1.437 T€), sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 486 T€ (Vorjahr 38 T€), Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 70 T€ (Vorjahr 756 T€) und der Zeitwertbewertung in Höhe von 8.886 T€ (Vorjahr -13.661 T€).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Grundlage eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 29,5 %. Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten.

Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen des Deckungsvermögens. Aus den Pensionsverpflichtungen vor Saldierung mit Deckungsvermögen ergibt sich aufgrund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz. Weitere aktive Latenzen resultieren aus für steuerliche Zwecke nicht oder nur zum Teil ansetzbare Rückstellungen u.a. für Rückbauverpflichtungen sowie sonstige Personalverpflichtungen. Insgesamt werden die passiven latenten Steuern durch aktive Steuerlatenzen bei Weitem überkompensiert. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde für den Überhang aktiver Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert.

Sonstige Angaben

Angaben nach Energiewirtschaftsgesetz

Es bestanden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen bzw. assoziierten Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG:

Im Geschäftsjahr wurden für die Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, (2.423 T€), für die HanseWerk Natur GmbH, Quickborn (vormals Hamburg), (517 T€), für die HanseGas GmbH, Quickborn, (371 T€) sowie für die ElbEnergie GmbH, Seevetal, (142 T€) Dienstleistungen erbracht. Von der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, und der HanseGas GmbH, Quickborn, wurden bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren Dienstleistungsverträge für die Sparte Strom und Gas übertragen. Daraus wurden Dienstleistungen, u.a., für die Energie und Wasser Wahlstedt/Bad Segeberg GmbH & Co. KG (ews), Bad Segeberg, (144 T€), für die Gasversorgung Wismar Land GmbH, Wismar, (513 T€), für die TraveNetz GmbH, Lübeck, (216 T€), für die Stadtwerke Nordfriesland GmbH, Niebüll, (1.131 T€) sowie für die Stadtwerke Geesthacht GmbH, Geesthacht, (741 T€) erbracht. Darüber hinaus erzielte die HanseWerk AG, Quickborn, Pachtentgelte für Leitungen von der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, (2.735 T€) und Pachtentgelte in Höhe von 619 T€ für Anlagengüter der Prozesssteuerung, Prozessüberwachung und Betriebskommunikation. Zudem wurden im Berichtsjahr Erträge in Höhe von 2.437 T€ aus dem Verkauf einer Kompensationsspule und 319 T€ aus dem Verkauf von Ladeinfrastruktur erzielt.

Von der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, wurden Dienstleistungen in Höhe von 10.601 T€ für die Gesellschaft bezogen. Darüber hinaus wurden von der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, mobile Ortsnetzstationen in Höhe von 177 T€ erworben.

Für die in 2020 von der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, erworbenen Dienstleistungsverträge für die Sparte Strom, hat die Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, einen endgültigen Kaufpreis in Höhe von 450 T€ erhalten.

Mit der E.ON SE, Essen, (Zinsergebnis -1.255 T€), der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, (Zinsergebnis 3.848 T€), der HanseGas GmbH, Quickborn, (Zinsergebnis -450 T€) und der HanseWerk Natur GmbH, Quickborn (vormals Hamburg), (Zinsergebnis 1.735 T€) bestehen Finanzclearingverträge zu marktüblichen Konditionen. Die Forderungen (+) bzw. Verbindlichkeiten (-) aus dem Finanzclearing betragen am 31.12.2023 gegenüber der E.ON SE, Essen, +189.466 T€, gegenüber der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, -40.283 T€, gegenüber der HanseGas GmbH, Quickborn, +1.041 T€, gegenüber der ElbEnergie GmbH, Seevetal, -3.043 T€ und gegenüber der HanseWerk Natur GmbH, Quickborn (vormals Hamburg), -4.048 T€.

Mit Vertrag zur Übertragung kaufte die HanseWerk AG, Quickborn, in 2019 die gegen die ElbEnergie GmbH, Seevetal, bestehende Darlehensforderung zum Nominalbetrag von 8.800 T€ von der Schleswig-Holstein Netz GmbH, Quickborn,. Diese besteht zum 31.12.2023, in Höhe von 2.300 T€ unverändert zum Vorjahr fort. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr ein weiteres Darlehen in Höhe von 5.000 T€ gewährt. Hieraus resultieren Zinserträge in Höhe von 61 T€.

Der HanseWerk AG, Quickborn, wurden Darlehen in Höhe von jeweils 100.000 T€ von der E.ON SE, Essen, und der E.ON International Finance B.V., 's-Hertogenbosch (NL), gewährt. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr ein weiteres Darlehen von der E.ON SE, Essen, in Höhe von 200.000 T€ gewährt. Hieraus resultieren Zinsaufwendungen in Höhe von 5.391 T€.

Der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, wurde ein langfristiges Darlehen in Summe in Höhe von 200.000 T€ von der HanseWerk AG, Quickborn, gewährt. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr ein weiteres langfristiges Darlehen von der HanseWerk AG, Quickborn, in Höhe von 200.000 T€ gewährt. Hieraus resultieren Zinserträge in Höhe von 3.838 T€.

Der HanseWerk AG, Quickborn, wurde ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 14.000 T€ von der HanseGas GmbH, Quickborn, gewährt, das mit der Ergebnisabführung verrechnet wurde. Für diese Darlehen wurde ein marktüblicher Zinssatz von 4,6 % vereinbart (52 T€).

Durchschnittliche Beschäftigungszahl

in Personen 2023 2022
Arbeiter 5 5
Angestellte 47 40
Leitende Angestellte 6 5
Gesamt 58 50

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der HanseWerk AG setzt sich wie folgt zusammen:

HARALD HEß,

Vorsitzender Senior Vice President Energy Networks Technology & Innovation E.ON SE

PETER GRAU * ,

1. stellvertretender Vorsitzender

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates

der HanseWerk AG Vorsitzender des Betriebsrates Schuby der Schleswig-Holstein Netz AG

DR. WOLFGANG BUSCHMANN,

2. stellvertretender Vorsitzender

Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg

ANDRA AHLBORN

Leiterin Kommerzielle Netzbewirtschaftung Westnetz GmbH Ab 03.05.2023

BIRGIT BIRKENSTOCK

HR Director COO-Networks E.ON SE

MARTEN BUNNEMANN,

Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der Avacon AG

DR. LISBETH BUSCHKÜHL,

Chief Procurement Officer

E.ON SE

HEIKO FROMM *

Bereichsleiter Materialwirtschaft der Schleswig-Holstein Netz AG

DR. HENNING GÖRTZ,

Landrat des Kreises Stormarn

KARINA HANSEN * ,

stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrates Schuby der Schleswig-Holstein Netz AG

ELFI HEESCH,

Landrätin des Kreises Pinneberg Ab 03.05.2023

BERITH JORDAN * ,

Pensionärin ver.di Bezirk Lübeck/Ostholstein Bis 03.05.2023

MARIO KLEPP * ,

Landesfachbereichsleiter ver.di Landesbezirk Nord

BJÖRN KRINGS * ,

Gewerkschaftssekretär ver.di Hamburg Bis 03.05.2023

FLORIAN LORENZEN,

Landrat des Kreises Nordfriesland Ab 03.05.2023

DR. CHRISTOPH MAGER,

Landrat des Kreises

Herzogtum Lauenburg Bis 03.05.2023

DIANA MARKIWITZ *

Stellv. Landesbezirksleiterin ver.di Landesbezirk Nord Ab 03.05.2023

STEFAN MOHRDIECK,

Landrat des Kreises Dithmarschen Ab 03.05.2023

MARTINA NEAS * ,

Vorsitzende des Betriebsrates Rendsburg der Schleswig-Holstein Netz AG

DENNIS RECHNER * ,

Koordinator Netzsteuerung Strom Schleswig-Holstein Netz AG

REINHARD SAGER,

Landrat des Kreises Ostholstein Bis 03.05.2023

JAN PETER SCHRÖDER,

Landrat des Kreises Segeberg Bis 03.05.2023

CORNELIA TÖPFER *

Gewerkschaftssekretärin ver.di Nord Ab 03.05.2023

SÖNKE VONSIEN * ,

1. stellvertretender Vorsitzender

des Gesamtbetriebsrates

der HanseWerk AG Vorsitzender des Betriebsrates Quickborn der Schleswig-Holstein Netz AG

THORSTEN WEBER * ,

2. stellvertretender Vorsitzender

des Gesamtbetriebsrates

der HanseWerk AG Vorsitzender des Betriebsrates Ahrensburg der Schleswig-Holstein Netz AG

* Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer

Beirat:

ANDRA AHLBORN

Leiterin Kommerzielle Netzbewirtschaftung Westnetz GmbH Ab 03.05.2023

BIRGIT BIRKENSTOCK,

HR Director COO-Networks E.ON SE

MARTEN BUNNEMANN,

Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der Avacon AG

DR. LISBETH BUSCHKÜHL,

Chief Procurement Officer

E.ON SE

DR. WOLFGANG BUSCHMANN,

Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg

BJÖRN DEMMIN,

Landrat des Kreises Plön Ab 01.06.2023

TIMO GAARTZ

Landrat des Kreises Ostholstein Ab 01.07.2023

DR. HENNING GÖRTZ,

Landrat des Kreises Stormarn

ELFI HEESCH,

Landrätin des Kreises Pinneberg

HARALD HEß,

Senior Vice President Energy Networks Technology & Innovation E.ON SE

STEPHANIE LADWIG,

ehemalige Landrätin des Kreises Plön Bis 31.05.2023

FLORIAN LORENZEN,

Landrat des Kreises Nordfriesland

DR. CHRISTOPH MAGER,

Landrat des Kreises

Herzogtum Lauenburg

STEFAN MOHRDIECK,

Landrat des Kreises Dithmarschen

REINHARD SAGER,

Landrat des Kreises Ostholstein Bis 30.06.2023

JAN PETER SCHRÖDER,

Landrat des Kreises Segeberg

DR. SÖNKE E. SCHULZ,

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des

Schleswig-Holsteinischen Landkreistages

DR. ROLF-OLIVER SCHWEMER,

Landrat des Kreises

Rendsburg-Eckernförde

DR. HEINZ SEPPMANN

stv. Landrat des Kreises Steinburg

Bis 03.05.2023

CLAUDIUS TESKE

Landrat des Kreises Steinburg Ab 03.05.2023

Vorstand

Der Vorstand der HanseWerk AG setzt sich wie folgt zusammen:

MATTHIAS BOXBERGER,

Vorstandsvorsitzender und Vorstand Technik

CHRISTIAN FENGER,

Vorstand Finanzen und Markt

STEPHANIE LADWIG,

Vorstand Personal/Arbeitsdirektorin seit 01.06.2023

DR. JÖRN KLIMANT,

Vorstand Personal/Arbeitsdirektor

bis 31.05.2023

Organbezüge

Aufsichtsratsbezüge

Insgesamt wurden dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 252 T€ und dem Beirat 98 T€ Bezüge gewährt.

Vorstandsbezüge

Die Gesamtvergütung des Vorstands der HanseWerk AG beläuft sich im Jahr 2023 auf insgesamt 1.379 T€. In den Bezügen sind 199 T€ aktienbasierte Vergütungen (beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung) enthalten. Diese beinhalten 21.356 Stück zu einem Stückpreis von 9,32 € im Jahr 2023 eingeräumte virtuelle Aktien aus dem E.ON Performance Plan. Frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen bezogen 2.488 T€. Für diesen Personenkreis waren am Bilanzstichtag insgesamt 19.931 T€ Pensionsrückstellungen gebildet.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE enthalten.

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den aus dem Geschäftsjahr zur Verfügung stehenden Bilanzgewinn von 75.000 T€ zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 75.000 T€ zu verwenden.

Entwicklung des Anlagevermögens

in T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.351 167 -2.278 - 12.240
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.351 167 -2.278 - 12.240
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 91.727 60 - 107 91.894
Technische Anlagen und Maschinen 355.304 316 -5.503 618 350.735
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.450 25 -10 267 10.732
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.234 880 -1.048 -992 74
Sachanlagen 458.715 1.281 -6.561 - 453.435
Anteile an verbundenen Unternehmen 359.107 35.380 -120 - 394.367
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 218.332 205.018 - - 423.350
Beteiligungen 9.631 900 - - 10.531
Sonstige Ausleihungen 4.808 135 -1.502 - 3.441
Finanzanlagen 591.878 241.433 -1.622 - 831.689
Anlagevermögen 1.064.944 242.881 -10.461 - 1.297.364
in T€ Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -13.614 -313 2.268 -11.659 581 737
Immaterielle Vermögensgegenstände -13.614 -313 2.268 -11.659 581 737
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -71.709 -1.027 - -72.736 19.158 20.018
Technische Anlagen und Maschinen -336.672 -1.963 5.198 -333.437 17.298 18.632
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -8.550 -437 9 -8.978 1.754 1.900
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - 74 1.234
Sachanlagen -416.931 -3.427 5.207 -415.151 38.284 41.784
Anteile an verbundenen Unternehmen -607 - - -607 393.760 358.500
Ausleihungen an verbundene Unternehmen -550 - - -550 422.800 217.782
Beteiligungen -278 - - -278 10.253 9.353
Sonstige Ausleihungen - - - - 3.441 4.808
Finanzanlagen -1.435 - - -1.435 830.254 590.443
Anlagevermögen -431.980 -3.740 7.475 -428.245 869.119 632.964

Angaben zum Beteiligungsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB

Gesellschaft Fußnote Anteil
%
Eigenkapital per 31.12.2022
T€
Ergebnis 2022
T€
SERVICE plus GmbH, Neumünster 1, 3, 18 100,00 32.164 20.840
SERVICE plus Recycling GmbH, Neumünster 2, 4, 6, 7, 19 100,00 57 0
ESN EnergieSystemeNord GmbH, Schwentinental 2, 4, 7 55,00 3.737 1.495
ESN Sicherheit und Zertifizierung GmbH, Schwentinental 2, 3, 4, 7 100,00 500 1.486
IPP ESN Power Engineering GmbH, Kiel 2, 4, 7 51,00 903 616
NIS Norddeutsche Informations-Systeme Gesellschaft mbH, Schwentinental 2, 3, 4, 7 100,00 2.248 164
ews Verwaltungsgesellschaft mbH, Bad Segeberg 2, 4, 7 50,20 46 1
Energie und Wasser Wahlstedt/Bad Segeberg GmbH & Co. KG (ews), Bad Segeberg 2, 4, 7 50,10 10.450 1.270
ews-Netz GmbH, Bad Segeberg 2, 3, 4, 7 100,00 8.000 113
Stadtwerke Husum GmbH, Husum 2, 4, 7 49,90 18.669 1.717
Stadtwerke Husum Netz GmbH, Husum 2, 3, 4, 7 100,00 10.683 1.448
Nordfriesland Energie Verwaltungsgesellschaft mbH, Bredstedt 2, 4, 7 50,00 30 1
Nordfriesland Energie GmbH & Co. KG, Bredstedt 2, 4, 7 50,00 5.170 865
Windpark Husum GmbH & Co. KG , Südermarsch 2, 4, 7 20,00 420 1.776
Stadtwerke Nordfriesland GmbH, Niebüll 2, 4, 7 49,90 16.825 3.505
Nordfriesland Energie Verwaltungsgesellschaft mbH, Bredstedt 2, 4, 7 50,00 30 1
Nordfriesland Energie GmbH & Co. KG, Bredstedt 2, 4, 7 50,00 5.170 865
Stadtwerke Nordfriesland-Netz GmbH, Niebüll 2, 3, 4, 7 100,00 74 -1.562
Stadtwerke Nordfriesland Erlebnisbad GmbH , Leck 2, 3, 4, 7 100,00 25 -708
Abfallwirtschaft Dithmarschen GmbH, Heide 2, 4, 7 49,00 1.803 756
Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde GmbH, Borgstedt 2, 4, 7 49,00 19.867 5.169
AWR BioEnergie GmbH , Borgstedt 2, 4, 7 73,00 1.982 1.482
Abfallwirtschaft Schleswig - Flensburg GmbH, Schleswig 2, 4, 7 49,00 9.649 1.321
AWR BioEnergie GmbH , Borgstedt 2, 4, 7 27,00 1.982 1.482
ASF Logistik GmbH, Schleswig 2, 4, 7 100,00 2.260 110
Abfallwirtschaft Südholstein GmbH - AWSH, Elmenhorst 2, 4, 7 49,00 14.601 3.859
Energie Vorpommern GmbH, Trassenheide 2, 4, 7 49,00 15.076 2.902
Gasversorgung Vorpommern Netz GmbH, Trassenheide 2, 3, 4, 7 100,00 18.669 1.317
Gasversorgung Wismar Land GmbH, Lübow 2, 4, 7 49,00 3.793 284
Stadtwerke Tornesch GmbH, Tornesch 2, 4, 7 49,00 7.374 869
Stadtwerke Tornesch-Netz GmbH, Tornesch 2, 3, 4, 7 100,00 5.151 -455
Wärmeversorgung Schenefeld GmbH, Schenefeld 2, 4, 7 40,00 1.487 64
Stadtwerke Bad Bramstedt GmbH, Bad Bramstedt 2, 3, 4, 7 36,00 2.153 1.468
Stadtwerke Bad Bramstedt Netz GmbH, Bad Bramstedt 2, 3, 4, 7 100,00 50 -592
SPIE Energy Solutions Harburg GmbH, Hamburg 2, 4, 7 35,00 2.077 683
SWG Glasfaser Netz GmbH, Geesthacht 2, 4, 7 33,43 1.092 91
Stadtwerke Parchim GmbH, Parchim 2, 4, 7 25,20 12.287 3.286
Stadtwerke Lübz GmbH, Lübz 2, 4, 7 25,00 3.369 432
Stadtwerke Geesthacht GmbH, Geesthacht 2, 3, 4, 7 24,90 27.036 7.030
SWG Glasfaser Netz GmbH, Geesthacht 2, 4, 7 66,57 1.092 91
Stadtwerke Wittenberge GmbH, Wittenberge 2, 4, 7 22,70 10.890 2.247
Bützower Wärme GmbH, Bützow 2, 4, 7 20,00 6.783 597
ocean5 Business Software GmbH, Kiel 2, 4, 5, 7, 21 50,20 158 -265
HanseWerk Natur GmbH, Quickborn 1, 3, 18 100,00 59.029 -10.738
Gottburg Verwaltungs GmbH, Leck 2, 4, 5, 13, 22 49,90 29 0
Gottburg Energie- und Wärmetechnik GmbH & Co. KG, Leck 2, 4, 5, 13, 22 49,90 750 114
NORD-direkt GmbH, Neumünster 1 100,00 6.902 125
Abwasserbeseitigung Nortorf-Land GmbH, Nortorf 2, 4, 8 49,00 51 0
Abwasserentsorgung Albersdorf GmbH, Albersdorf 2, 4, 8 49,00 54 3
Abwasserentsorgung Amt Achterwehr GmbH, Achterwehr 2, 4, 8 49,00 51 0
Abwasserentsorgung Brunsbüttel GmbH (ABG), Brunsbüttel 2, 4, 8 49,00 109 7
Abwasserentsorgung Friedrichskoog GmbH, Friedrichskoog 2, 4, 8 49,00 54 3
Abwasserentsorgung Marne-Land GmbH, Diekhusen-Fahrstedt 2, 4, 8 49,00 27 2
Abwasserentsorgung Uetersen GmbH, Uetersen 2, 4, 8 49,00 28 2
Abwasser und Service Burg, Hochdonn GmbH, Burg 2, 4, 8 39,00 55 3
Abwasser und Service Mittelangeln GmbH, Mittelangeln 2, 4, 8 33,33 54 3
Abwasserentsorgung Bargteheide GmbH, Bargteheide 2, 4, 8 27,00 109 7
Abwasserentsorgung Kappeln GmbH, Kappeln 2, 4, 8 25,00 55 3
Abwasserentsorgung Kropp GmbH, Kropp 2, 4, 8 20,00 28 2
Abwasserentsorgung Tellingstedt GmbH, Tellingstedt 2, 4, 8 25,00 27 2
HanseGas GmbH, Quickborn 1, 3, 18 100,00 66.064 16.433
SPIE HanseGas GmbH, Bützow 2, 4, 11, 15, 23 24,90 50 -
ElbEnergie GmbH, Seevetal 1, 3, 18 100,00 8.149 5.154
HAW 1. Beteiligungsgesellschaft mbH, Quickborn 1, 3, 18 100,00 25 -2
Infrastrukturgesellschaft Nord GmbH 1, 3, 17, 18 100,00 5.000 -24
WINDENERGIEPARK WESTKÜSTE GmbH, Kaiser-Wilhelm-Koog 1 80,00 4.828 1.308
Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn 1, 3, 18 69,10 731.984 213.640
NordNetz GmbH, Quickborn 2, 4, 3, 10 100,00 200 714
TraveNetz GmbH, Lübeck 2, 4, 3, 10 25,10 117.539 19.455
Holsteiner Wasser GmbH, Neumünster 1 50,00 12.175 3.461
SCHLESWAG Abwasser GmbH, Neumünster 2, 4, 3, 9 100,00 52 1.160
HAzwei GmbH, Hannover 1 50,00 5.056 -1.486
HAzwei 1. Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover 2, 4, 12, 16 100,00 16 -10
HAzwei 2. Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover 2, 4, 12, 16 100,00 24 -2
HAzwei 3. Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover 2, 4, 12, 16 100,00 24 -1
Versorgungsbetriebe Helgoland GmbH, Helgoland 1 49,00 1.354 295
Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH, Kiel 1 33,33 7.225 -3.364
Hypion GmbH, Heide 1 25,00 0 26
E.ON Grid Solutions GmbH, Hamburg 1 13,82 64.140 -4.319
Breitbandnetz GmbH & Co. KG, Breklum 1 13,02 12.505 -117

1) Die HanseWerk AG besitzt unmittelbar Anteile an dem Unternehmen

2) Die HanseWerk AG besitzt mittelbar Anteile an dem Unternehmen

3) Ergebnisabführungsvertrag, Ergebnis vor Ergebnisabführung

4) Bei den mittelbaren Beteiligungen gibt der Prozentwert den Anteil der jeweiligen Muttergesellschaft und nicht den Anteil der HanseWerk AG an

5) Gesellschaft befindet sich in Liquidation

6) Gesellschaft ruht

7) wird über die SERVICE plus GMBH, Neumünster, gehalten

8) wird über die NORD-direkt GmbH, Neumünster, gehalten

9) über Holsteiner Wasser GmbH, Neumünster

10) über Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn

11) über HanseGas GmbH, Quickborn

12) über HAzwei GmbH, Hannover

13) über HanseWerk Natur GmbH, Quickborn

14) über Hypion GmbH, Heide

15) Beteiligt seit 2023 (Neugründung)

16) Gegründet 2022, Geschäftsaufnahme in 2023

17) vormals HAW 2. Beteiligungsgesellschaft mbH, Quickborn

18) Eigenkapital und Ergebnis 31.12.2023

19) Eigenkapital und Ergebnis 31.12.2021

20) Eigenkapital und Ergebnis 31.12.2019

21) Eigenkapital und Ergebnis 31.12.2018

22) Eigenkapital und Ergebnis 31.12.2017

23) Die Angabe des Eigenkapitals bezieht sich auf das Stammkapital zum Ausgliederungszeitpunkt am 12.04.2023

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 liegen nicht vor.

 

Quickborn, den 1. Februar 2024

HanseWerk AG

Der Vorstand

Matthias Boxberger, Vorsitzender

Christian Fenger

Stephanie Ladwig

TÄTIGKEITENABSCHLUSS DER HANSEWERK AG FÜR DIE TÄTIGKEIT ELEKTRIZITÄTSVERTEILUNG

A Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung für das Geschäftsjahr 2023

B Anlagespiegel des Tätigkeitsbereiches Elektrizitätsverteilung für das Geschäftsjahr 2023

C Erläuterungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der gemäß § 6b EnWG abzubildenden Tätigkeit Elektrizitätsverteilung der HanseWerk AG, Quickborn, für 2023

A 1 Bilanz der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung zum 31.12.2023

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43,70 25,56
43,70 25,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 463,22 491,19
2. technische Anlagen und Maschinen 283.741,93 70,31
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84,95 88,98
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 298.608,47
284.290,10 299.258,95
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 159,52 110,44
159,52 110,44
284.493,32 299.394,95
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 660.196,03 757.280,62
660.196,03 757.280,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 502.170,90 152.923,61
2. sonstige Vermögensgegenstände 98.747,92 335.400,19
600.918,82 488.323,80
1.261.114,85 1.245.604,42
C. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 180,09 0,00
D. FORDERUNGEN AUS DEM KAPITALAUSGLEICH 1.366.697,42 659.355,82
2.912.485,68 2.204.355,19
31.12.2023
31.12.2022
A. ZUGEORDNETES EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
Eigene Anteile -1.558,18 -1.558,18
II. Kapitalrücklage 1.600,00 1.600,00
III. Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 900,00 900,00
andere Gewinnrücklagen 79.231,67 0,00
80.131,67 900,00
IV. Bilanzgewinn 302.835,14 1.249.480,23
408.008,63 1.275.422,05
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.752,86 2.323,81
2. Steuerrückstellungen 395.727,53 812.431,82
3. sonstige Rückstellungen 4.836,55 3.170,35
405.316,94 817.925,98
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.679.236,04 49.895,81
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 283.819,50 390,54
3. sonstige Verbindlichkeiten 136.104,57 60.720,81
davon aus Steuern 132.102 €
Vorjahr 128 €
2.099.160,11 111.007,16
2.912.485,68 2.204.355,19

A 2 Gewinn- und Verlustrechnung der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 5.957.310,52 6.303.923,74
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 97.084,59 -441.135,81
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.143,29 430,19
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.550.106,03 375.390,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.226.528,15 3.140.548,01
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.533,96 76.610,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen 1.325,27 20.187,25
davon für Altersversorgung 845 € Vorjahr 6.367 €
5.859,23 96.797,34
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 15.012,11 62,31
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 409.945,01 160.609,05
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40.036,47 2.998,94
davon aus aus der Abzinsung von Rückstellungen 515 € Vorjahr 6 €
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7,84 2.149,74
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 8 € Vorjahr 797 €
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 311.868,48 841.041,22
11. Ergebnis nach Steuern 382.078,84 1.249.618,60
12. Sonstige Steuern 12,03 138,37
13. Jahresüberschuss 382.066,81 1.249.480,23
14. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -79.231,67 0,00
15. Bilanzgewinn 302.835,14 1.249.480,23

B Anlagespiegel des Tätigkeitsbereiches Elektrizitätsverteilung für das Geschäftsjahr 2023

in € Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Schlüsselveränderung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.848,45 1.354,55 187,12 3.015,88
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.848,45 1.354,55 - 187,12 - 3.015,88
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.326,02 1.326,02
Technische Anlagen und Maschinen 83,26 - 0,39 - 298.608,47 298.692,12
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.320,38 757,97 2,50 26,58 2.107,43
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 298.608,47 26,58 - - - 298.635,05 -
Sachanlagen 301.338,13 784,55 2,89 - - 302.125,57
Sonstige Ausleihungen 110,44 80,98 - 31,90 - 159,52
Finanzanlagen 110,44 80,98 - 31,90 - 159,52
Anlagevermögen 303.297,02 2.220,08 2,89 219,02 - 305.300,97
in € Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Schlüsselveränderung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.822,89 1.336,06 0,35 187,12 2.972,18
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.822,89 1.336,06 0,35 187,12 - 2.972,18
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 834,83 27,97 862,80
Technische Anlagen und Maschinen 12,95 - 14.937,24 - - 14.950,19
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.231,40 744,53 46,55 2.022,48
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
Sachanlagen 2.079,18 744,53 15.011,76 - - 17.835,47
Sonstige Ausleihungen - - - - - -
Finanzanlagen - - - - - -
Anlagevermögen 3.902,07 2.080,59 15.012,11 187,12 - 20.807,65
in € Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43,70 25,56
Immaterielle Vermögensgegenstände 43,70 25,56
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 463,22 491,19
Technische Anlagen und Maschinen 283.741,93 70,31
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84,95 88,98
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 298.608,47
Sachanlagen 284.290,10 299.258,95
Sonstige Ausleihungen 159,52 110,44
Finanzanlagen 159,52 110,44
Anlagevermögen 284.493,32 299.394,95

C Erläuterungen der gemäß § 6b EnWG abzubildenden Tätigkeit Elektrizitätsverteilung der HanseWerk AG für 2023

1. Grundlage

Nach § 6b Abs. 3 EnWG haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten zu führen. In den nachfolgend aufgeführten Bereichen erfolgt die Kontenführung so, wie es erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen erbracht würden:

Elektrizitätsübertragung

Elektrizitätsverteilung

Gasfernleitung

Gasverteilung

Gasspeicherung

Betrieb von LNG-Anlagen

Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG

Als Betreiberin eines Gasspeichers, als Verpächterin von Gasverteilungsanlagen sowie als Erbringerin von energiespezifischen Dienstleistungen an verbundene und assoziierte Unternehmen in den Bereichen Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung führt die HanseWerk AG gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 und Satz 2 EnWG von den genannten Tätigkeiten die Elektrizitätsverteilung, die Gasverteilung und die Gasspeicherung durch.

Für die weiteren Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors, einschließlich der energiespezifischen Dienstleistungen an nicht verbundene und assoziierte Unternehmen, sind ausschließlich getrennte Konten zu führen. Innerhalb dieser Sparten wird dann wiederum nach den oben aufgeführten Tätigkeiten unterschieden.

Der Tätigkeitenabschluss wurde wie der Jahresabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Insofern verweisen wir hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Abschreibungsregeln auf Abschnitt B des Anhangs für das Geschäftsjahr 2023.

Die in Zusammenhang mit der Verpachtung stehenden Maßnahmen zum Betrieb und Erhalt werden auch weiterhin vollständig durch die Pächter und auf deren Rechnung erbracht. Somit werden im Rahmen der Tätigkeit der Gasverteilung lediglich verwaltende Aktivitäten im technischen und kaufmännischen Bereich wahrgenommen.

Die Systematik zur Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz für die Elektrizitätsverteilung ist im Folgenden erläutert. Vorangestellt an die Erläuterungen findet sich eine Darstellung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Anlagenspiegels.

2. Grundsätze der Zuordnung in den Tätigkeitenabschlüssen

2.1. Erläuterungen der Bilanz

Die Posten der Bilanz wurden weitestgehend direkt den Tätigkeiten zugeordnet. War eine eindeutige Zuordnung nicht möglich, wurden die Positionen jeweils mit einem geeigneten Schlüssel verteilt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden, soweit möglich, der Tätigkeit direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

2. Sachanlagen

Die Sachanlagen wurden, soweit möglich, der Tätigkeit direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

3. Finanzanlagen

Die sonstigen Ausleihungen betreffen ausschließlich Mitarbeiterdarlehen und wurden über einen Mitarbeiterschlüssel zugeordnet.

4. Vorräte

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden direkt zugeordnet.

5. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden direkt oder mit Hilfe von Ergebnis- und Mitarbeiterschlüsseln zugeordnet.

6. Gezeichnetes Kapital

Bei dem gezeichneten Kapital wurde eine direkte Zuordnung vorgenommen.

7. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage wurde direkt zugeordnet.

8. Gewinnrücklagen

Die Zuordnung der gesetzlichen und anderen Gewinnrücklagen erfolgte auf Basis der Vorjahre. Die gesetzliche Rücklage wurde im Verhältnis des zugeordneten gezeichneten Kapitals ausgewiesen.

9. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach einem Pensionsschlüssel verteilt. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem entsprechend zugeordneten Deckungsvermögen verrechnet.

Die Zuordnung der Steuerrückstellungen erfolgte mittels eines Ergebnisschlüssels.

Die sonstigen Rückstellungen wurden, soweit möglich, direkt zugeordnet. Eine Verteilung mit Hilfe eines Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssels erfolgte bei den personalrelevanten Rückstellungen. Die Zuordnung der nicht direkt zugordneten und nicht personalrelevanten Rückstellungen erfolgte mit einem Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssel.

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

Die Verteilung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurde direkt oder mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels vorgenommen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden direkt oder durch Mitarbeiter- und Steuerschlüssel zugeordnet.

2.2. Angabe gem. § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG

1. Rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehende Forderungen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind 0 € nicht abzugsfähige Vorsteuererstattungsansprüche enthalten (Vorjahr 97,08 €), die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

2. Rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehende Verbindlichkeiten

Es bestehen keine rechtlich erst nach dem Stichtag entstehenden Verbindlichkeiten.

3. Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr

Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

4. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr

31.12.2023
31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.679.236,04 49.895,81
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 283.819,50 390,54
sonstige Verbindlichkeiten 136.104,57 60.720,81
2.099.160,11 111.007,16

2.3. Gewinn- und Verlustrechnung

2.3.1. Vorbemerkung

Ausgangspunkt für die Erstellung der Tätigkeiten - Gewinn- und Verlustrechnung bildet der Jahresabschluss der HanseWerk AG.

Die Schlüsselung der Erträge und Aufwendungen wird auf Ebene von Profitcentern der Geschäftsbereiche durchgeführt. Sofern durch betriebliche Notwendigkeiten bzw. regionale Zuordnung der Profitcenter bereits eine eindeutige Einordnung möglich war, so sind diese vollständig den Tätigkeiten zugeordnet worden.

Die Mitarbeiterschlüssel wurden auch in diesem Jahr aktualisiert und an die im Geschäftsjahr vorhandenen Aufgaben und ersichtlichen Strukturen angepasst.

Je Profitcenter wurden Schlüssel verwendet, die für die Verteilung der technischen und kaufmännischen Querschnittsfunktionen bei der HanseWerk AG maßgeblich waren.

Des Weiteren wurden Erträge und Aufwendungen auftragsbezogen den relevanten Tätigkeiten zugeordnet.

Die Schlüsselung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres erfolgt, nach Bereinigung steuerlich nicht wirksamer Geschäftsvorfälle, entsprechend der Verteilung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Für Aufwendungen der Vorjahre wird ein auf historischen Daten ermittelter Verteilungsmaßstab genutzt.

2.3.2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge und Aufwendungen der Tätigkeit werden, soweit möglich, über die Sachkonten, Profitcenter oder über Einzelaufträge direkt zugeordnet. War eine eindeutige Zuordnung nicht möglich, so werden die verbleibenden Erträge und Aufwendungen mit Hilfe von sachgerechten Schlüsseln auf die Tätigkeit verteilt.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden direkt der Tätigkeit zugeordnet. Die nicht direkt zugeordneten Beträge wurden mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

2. Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen

Eine direkte Zuordnung erfolgte bei der Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die Verteilung der sonstigen betrieblichen Erträge erfolgte überwiegend direkt über Profitcenter bzw. Einzelbuchungen. War dies nicht möglich, erfolgte eine Verteilung über die Profitcenter mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels. Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen wurden überwiegend historische Verteilungsmaßstäbe angewandt.

4. Materialaufwand

Die Zuordnung des Materialaufwands erfolgte, soweit möglich, direkt. Bei nicht möglicher direkter Zuordnung wurde mittels eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

5. Personalaufwand

Die Zuordnung des Personalaufwands erfolgte, soweit möglich, direkt. War dies nicht möglich, wurden die Beträge mit Hilfe eines Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssels zugeordnet.

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden entsprechend der Zuordnung des Anlagevermögens ermittelt. Das nicht direkt zugeordnete Anlagevermögen wurde mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Verteilung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde, soweit möglich, direkt vorgenommen. War eine direkte Zuordnung über die Einzelaufträge nicht möglich, erfolgte eine Verteilung der Aufwendungen mit Hilfe eines Pensions- oder Mitarbeiterschlüssels.

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge folgen der Zuordnung der entsprechenden Bilanzposten. Die Zinsen aus dem internen Finanzausgleich wurden direkt zugeordnet.

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen folgen in der Zuordnung den entsprechenden Bilanzposten. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung sowie der Zinssatzänderung der Pensionsrückstellungen und der Erträge bzw. Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen wurden anhand des Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssels verteilt. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung weiterer langfristiger Mitarbeiterverpflichtungen erfolgte auf Grundlage des Mitarbeiterschlüssels.

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag folgen in der Zuordnung dem positiven Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

11. Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern wurden mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

 

Quickborn, 1. Februar 2024

Der Vorstand

Matthias Boxberger, Vorsitzender

Christian Fenger

Stephanie Ladwig

TÄTIGKEITENABSCHLUSS DER HANSEWERK AG FÜR DIE TÄTIGKEIT GASVERTEILUNG

A Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Tätigkeit Gasverteilung für das Geschäftsjahr 2023

B Anlagespiegel des Tätigkeitsbereiches Gasverteilung für das Geschäftsjahr 2023

C Erläuterungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der gemäß § 6b EnWG abzubildenden Tätigkeit Gasverteilung der HanseWerk AG, Quickborn, für 2023

A 1 Bilanz der Tätigkeit Gasverteilung zum 31.12.2023

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.174,31 13.002,49
10.174,31 13.002,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2.755.986,94 2.763.645,96
2. technische Anlagen und Maschinen 7.637.141,02 8.346.168,45
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 991,91 733,19
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.208,81 413.948,74
10.400.328,68 11.524.496,34
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 1.441,85 1.012,36
1.441,85 1.012,36
10.411.944,84 11.538.511,19
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 480.151,73 263.203,16
480.151,73 263.203,16
II. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 620.641,56 90.057,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 478,76 -
3. sonstige Vermögensgegenstände 941.654,15 1.194.007,29
1.562.774,47 1.284.065,28
2.042.926,20 1.547.268,44
C. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 1.631,35 0,00
D. FORDERUNGEN AUS DEM KAPITALAUSGLEICH 2.364.157,64 2.188.811,97
14.820.660,03 15.274.591,60
31.12.2023
31.12.2022
A. ZUGEORDNETES EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 4.498.116,68 4.498.116,68
Eigene Anteile -280.513,15 -280.513,15
4.217.603,53 4.217.603,53
II. Kapitalrücklage 287.879,47 287.879,47
III. Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 161.932,20 161.932,20
andere Gewinnrücklagen 3.009.512,39 2.254.007,39
3.171.444,59 2.415.939,59
IV. Bilanzgewinn 2.887.651,72 5.272.307,80
10.564.579,31 12.193.730,39
B. ERTRAGSZUSCHÜSSE 64.182,48 80.149,81
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 43.054,98 21.044,20
2. Steuerrückstellungen 3.773.428,10 2.890.278,41
3. sonstige Rückstellungen 45.427,21 33.476,79
3.861.910,29 2.944.799,40
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 166,49 50.349,19
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 914,68 4.513,81
3. sonstige Verbindlichkeiten 328.906,78 1.049,00
davon aus Steuern 320.742 € Vorjahr 1.132 €
329.987,95 55.912,00
14.820.660,03 15.274.591,60

A 2 Gewinn- und Verlustrechnung der Tätigkeit Gasverteilung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 14.400.916,98 16.458.623,59
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen 216.948,57 162.550,58
3. sonstige betriebliche Erträge 17.306,83 2.982,69
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2,50 38,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.520.761,02 6.551.756,39
6.520.763,52 6.551.795,36
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 35.225,32 50.512,72
b) soziale Abgaben und Aufwendungen 10.758,40 14.039,78
davon für Altersversorgung 7.367 € Vorjahr 6.414 €
45.983,72 64.552,50
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.323.288,28 1.324.144,65
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 221.466,98 1.263.008,02
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 93.479,96 19.886,30
davon aus aus der Abzinsung von Rückstellungen 4.668 € Vorjahr 53 €
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70,85 7.799,98
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 71 € Vorjahr 7.216 €
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.973.796,81 2.986.378,21
11. Ergebnis nach Steuern 3.643.282,18 4.446.364,44
12. Sonstige Steuern 125,46 1.258,22
13. Jahresüberschuss 3.643.156,72 4.445.106,22
14. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 827.201,58
15. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -755.505,00 0,00
16. Bilanzgewinn 2.887.651,72 5.272.307,80

B Anlagespiegel des Tätigkeitsbereiches Gasverteilung für das Geschäftsjahr 2023

in € Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Schlüsselveränderung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.313.064,47 12.011,77 6.804,24 7.318.272,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.313.064,47 12.011,77 - 6.804,24 - 7.318.272,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
11.404.407,10 5.304,06 59.458,35 107.303,85 11.576.473,36
Technische Anlagen und Maschinen 183.452.656,05 333,05 128.589,74 - 306.648,95 183.888.227,79
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
177.354,86 7.865,59 30,04 319,00 185.569,49
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 413.948,74 323,06 6.208,81 -414.271,80 6.208,81
Sachanlagen 195.448.366,75 13.825,76 194.286,94 - - 195.656.479,45
Sonstige Ausleihungen 1.012,36 717,86 - 288,37 - 1.441,85
Finanzanlagen 1.012,36 717,86 - 288,37 - 1.441,85
Anlagevermögen 202.762.443,58 26.555,39 194.286,94 7.092,61 - 202.976.193,30
in € Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Schlüsselveränderung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.300.061,98 11.846,48 1.862,90 5.673,67 7.308.097,69
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.300.061,98 11.846,48 1.862,90 5.673,67 7.308.097,69
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.640.761,14 3.339,30 176.385,98 8.820.486,42
Technische Anlagen und Maschinen 175.106.487,60 51,81 1.144.547,36 - - 176.251.086,77
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 176.621,67 7.463,87 492,04 184.577,58
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Sachanlagen 183.923.870,41 10.854,98 1.321.425,38 - - 185.256.150,77
Sonstige Ausleihungen - - - - - -
Finanzanlagen - - - - - -
Anlagevermögen 191.223.932,39 22.701,46 1.323.288,28 5.673,67 - 192.564.248,46
in € Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.174,31 13.002,49
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.174,31 13.002,49
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.755.986,94 2.763.645,96
Technische Anlagen und Maschinen 7.637.141,02 8.346.168,45
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 991,91 733,19
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.208,81 413.948,74
Sachanlagen 10.400.328,68 11.524.496,34
Sonstige Ausleihungen 1.441,85 1.012,36
Finanzanlagen 1.441,85 1.012,36
Anlagevermögen 10.411.944,84 11.538.511,19

C Erläuterungen der gemäß § 6b EnWG abzubildenden Tätigkeit Gasverteilung der HanseWerk AG für 2023

1. Grundlage

Nach § 6b Abs. 3 EnWG haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten zu führen. In den nachfolgend aufgeführten Bereichen erfolgt die Kontenführung so, wie es erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen erbracht würden:

Elektrizitätsübertragung

Elektrizitätsverteilung

Gasfernleitung

Gasverteilung

Gasspeicherung

Betrieb von LNG-Anlagen

Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG

Als Betreiberin eines Gasspeichers, als Verpächterin von Gasverteilungsanlagen sowie als Erbringerin von energiespezifischen Dienstleistungen an verbundene und assoziierte Unternehmen in den Bereichen Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung führt die HanseWerk AG gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 und Satz 2 EnWG von den genannten Tätigkeiten die Elektrizitätsverteilung, die Gasverteilung und die Gasspeicherung durch.

Für die weiteren Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors, einschließlich der energiespezifischen Dienstleistungen an nicht verbundene und assoziierte Unternehmen, sind ausschließlich getrennte Konten zu führen. Innerhalb dieser Sparten wird dann wiederum nach den oben aufgeführten Tätigkeiten unterschieden.

Der Tätigkeitenabschluss wurde wie der Jahresabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Insofern verweisen wir hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Abschreibungsregeln auf Abschnitt B des Anhangs für das Geschäftsjahr 2023.

Die in Zusammenhang mit der Verpachtung stehenden Maßnahmen zum Betrieb und Erhalt werden auch weiterhin vollständig durch die Pächter und auf deren Rechnung erbracht. Somit werden im Rahmen der Tätigkeit der Gasverteilung lediglich verwaltende Aktivitäten im technischen und kaufmännischen Bereich wahrgenommen.

Die Systematik zur Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz für die Gasverteilung ist im Folgenden erläutert. Vorangestellt an die Erläuterungen findet sich eine Darstellung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Anlagenspiegels.

2. Grundsätze der Zuordnung in den Tätigkeitenabschlüssen

2.1. Erläuterungen der Bilanz

Die Posten der Bilanz wurden weitestgehend direkt den Tätigkeiten zugeordnet. War eine eindeutige Zuordnung nicht möglich, wurden die Positionen jeweils mit einem geeigneten Schlüssel verteilt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden, soweit möglich, der Tätigkeit direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

2. Sachanlagen

Die Sachanlagen wurden, soweit möglich, der Tätigkeit direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

3. Finanzanlagen

Die sonstigen Ausleihungen betreffen ausschließlich Mitarbeiterdarlehen und wurden über einen Mitarbeiterschlüssel zugeordnet.

4. Vorräte

Die unfertigen Leistungen wurden direkt zugeordnet.

5. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden direkt oder mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels zugeordnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden direkt oder mit Hilfe von Ergebnis- und Mitarbeiterschlüsseln zugeordnet.

6. Gezeichnetes Kapital

Bei dem gezeichneten Kapital wurde eine direkte Zuordnung vorgenommen.

7. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage wurde direkt zugeordnet.

8. Gewinnrücklagen

Die Zuordnung der gesetzlichen und anderen Gewinnrücklagen erfolgte auf Basis der Vorjahre. Die gesetzliche Rücklage wurde im Verhältnis des zugeordneten gezeichneten Kapitals ausgewiesen.

9. Ertragszuschüsse

Die Ertragszuschüsse wurden direkt zugeordnet.

10. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach einem Pensionsschlüssel verteilt. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem entsprechend zugeordneten Deckungsvermögen verrechnet.

Die Zuordnung der Steuerrückstellungen erfolgte mittels eines Ergebnisschlüssels.

Die sonstigen Rückstellungen wurden, soweit möglich, direkt zugeordnet. Eine Verteilung mit Hilfe eines Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssels erfolgte bei den personalrelevanten Rückstellungen. Die Zuordnung der nicht direkt zugordneten und nicht personalrelevanten Rückstellungen erfolgte mit einem Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssel.

11. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

Die Verteilung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurde direkt oder mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels vorgenommen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden direkt oder durch Mitarbeiter- und Steuerschlüssel zugeordnet.

2.2. Angabe gem. § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG

1. Rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehende Forderungen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind 0 € nicht abzugsfähige Vorsteuererstattungsansprüche enthalten (Vorjahr 879,17€), die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

2. Rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehende Verbindlichkeiten

Es bestehen keine rechtlich erst nach dem Stichtag entstehenden Verbindlichkeiten.

3. Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr

Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

4. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr

31.12.2023
31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 166,49 50.349,19
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 914,68 4.513,81
sonstige Verbindlichkeiten 328.906,78 1.049,00
329.987,95 55.912,00

5. Haftungsverhältnisse

Für im Jahr 2017 im Rahmen der Ausgliederungen auf die HanseGas GmbH, Quickborn, übertragene Verpflichtungen ergeben sich allgemeine gesamtschuldnerische Haftungsverhältnisse nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes. Für im Rahmen der Ausgliederungen auf die Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, (2010, 2012 und 2014) und die Hamburg Netz GmbH, Hamburg, (2010 und 2012) sowie die HanseGas GmbH, Quickborn, (2017) übergegangenen Versorgungsverpflichtungen ergeben sich ebenfalls gemeinschaftliche Haftungsverpflichtungen gemäß des Umwandlungsgesetzes.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre.

2.3. Gewinn- und Verlustrechnung

2.3.1. Vorbemerkung

Ausgangspunkt für die Erstellung der Tätigkeiten - Gewinn- und Verlustrechnung bildet der Jahresabschluss der HanseWerk AG.

Die Schlüsselung der Erträge und Aufwendungen wird auf Ebene von Profitcentern der Geschäftsbereiche durchgeführt. Sofern durch betriebliche Notwendigkeiten bzw. regionale Zuordnung der Profitcenter bereits eine eindeutige Einordnung möglich war, so sind diese vollständig den Tätigkeiten zugeordnet worden.

Die Mitarbeiterschlüssel wurden auch in diesem Jahr aktualisiert und an die im Geschäftsjahr vorhandenen Aufgaben und ersichtlichen Strukturen angepasst.

Je Profitcenter wurden Schlüssel verwendet, die für die Verteilung der technischen und kaufmännischen Querschnittsfunktionen bei der HanseWerk AG maßgeblich waren.

Des Weiteren wurden Erträge und Aufwendungen auftragsbezogen den relevanten Tätigkeiten zugeordnet.

Die Schlüsselung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres erfolgt, nach Bereinigung steuerlich nicht wirksamer Geschäftsvorfälle, entsprechend der Verteilung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Für Aufwendungen der Vorjahre wird ein auf historischen Daten ermittelter Verteilungsmaßstab genutzt.

2.3.2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge und Aufwendungen der Tätigkeit werden, soweit möglich, über die Sachkonten direkt oder über Einzelaufträge zugeordnet. War eine eindeutige Zuordnung nicht möglich, so werden die verbleibenden Erträge und Aufwendungen mit Hilfe von sachgerechten Schlüsseln auf die Tätigkeit verteilt.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden direkt der Tätigkeit zugeordnet. Die nicht direkt zugeordneten Beträge wurden mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

2. Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen

Eine direkte Zuordnung erfolgte bei der Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die Verteilung der sonstigen betrieblichen Erträge erfolgte überwiegend direkt über Profitcenter bzw. Einzelbuchungen. War dies nicht möglich, erfolgte eine Verteilung über die Profitcenter mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels. Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen wurden überwiegend historische Verteilungsmaßstäbe angewandt.

4. Materialaufwand

Die Zuordnung des Materialaufwands erfolgte, soweit möglich, direkt. Bei nicht möglicher direkter Zuordnung wurde mittels eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

5. Personalaufwand

Die Zuordnung des Personalaufwands erfolgte, soweit möglich, direkt. War dies nicht möglich, wurden die Beträge mit Hilfe eines Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssels zugeordnet.

6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden entsprechend der Zuordnung des Anlagevermögens ermittelt. Das nicht direkt zugeordnete Anlagevermögen wurde mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Verteilung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde, soweit möglich, direkt vorgenommen. War eine direkte Zuordnung über die Profitcenter nicht möglich, erfolgte eine Verteilung der Aufwendungen mit Hilfe eines Pensions- oder Mitarbeiterschlüssels.

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge folgen der Zuordnung der entsprechenden Bilanzposten. Die Zinsen aus dem internen Finanzausgleich wurden direkt zugeordnet.

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen folgen in der Zuordnung den entsprechenden Bilanzposten. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung sowie der Zinssatzänderung der Pensionsrückstellungen und der Erträge bzw. Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen wurden anhand des Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssels verteilt. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung weiterer langfristiger Mitarbeiterverpflichtungen erfolgte auf Grundlage des Mitarbeiterschlüssels. Bei nicht möglicher direkter Zuordnung wurde mittels eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag folgen in der Zuordnung dem positiven Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

11. Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern wurden mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

 

Quickborn, 1. Februar 2024

Der Vorstand

Matthias Boxberger, Vorsitzender

Christian Fenger

Stephanie Ladwig

TÄTIGKEITENABSCHLUSS DER HANSEWERK AG FÜR DIE TÄTIGKEIT GASSPEICHERUNG

A Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der Tätigkeit Gasspeicherung für das Geschäftsjahr 2023

B Anlagespiegel des Tätigkeitsbereiches Gasspeicherung für das Geschäftsjahr 2023

C Erläuterungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der gemäß § 6b EnWG abzubildenden Tätigkeit Gasspeicherung der HanseWerk AG, Quickborn, für 2023

A1 Bilanz der Tätigkeit Gasspeicherung zum 31.12.2023

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.963,30 9.985,60
9.963,30 9.985,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 4.215.604,72 4.277.286,34
2. technische Anlagen und Maschinen 7.716.503,63 8.523.991,27
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.757,28 32.422,33
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 356,68
11.957.865,63 12.834.056,62
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 36.368,18 43.200,06
36.368,18 43.200,06
12.004.197,11 12.887.242,28
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 978.161,66 15.472,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.044,02 253,50
3. sonstige Vermögensgegenstände 363.905,97 147.358,02
1.354.111,65 163.084,11
C. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 41.052,63 0,00
D. NICHT DURCH ZUGEORDNETES EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 132.075.194,61 133.407.167,24
E. FORDERUNGEN AUS DEM KAPITALAUSGLEICH - -
145.474.555,00 146.457.493,63
31.12.2023
31.12.2022
A. ZUGEORDNETES EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 4.400.000,00 4.400.000,00
Eigene Anteile -274.238,91 -274.238,91
4.125.761,09 4.125.761,09
II. Kapitalrücklage 281.600,00 281.600,00
III. Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 158.400,00 158.400,00
andere Gewinnrücklagen 3.490.220,31 3.214.000,52
3.648.620,31 3.372.400,52
IV. Bilanzverlust -140.131.175,99 -141.186.928,84
V. Nicht durch zugeordnetes Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 132.075.194,59 133.407.167,23
0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.083.471,80 895.901,27
2. Steuerrückstellungen 1.389.675,72 0,00
3. sonstige Rückstellungen 38.241.025,45 40.213.570,60
40.714.172,97 41.109.471,87
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 585.025,89 423.580,94
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 287.206,38 769.107,54
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.208.421,16 58.681,71
davon aus Steuern 324.418 € Vorjahr 47.647 €
2.080.653,43 1.251.370,19
D. VERBINDLICHKEITEN AUS KAPITALAUSGLEICH 102.679.729,60 104.096.651,57
145.474.556,00 146.457.493,63

A 2 Gewinn- und Verlustrechnung der Tätigkeit Gasspeicherung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 12.468.978,97 9.873.679,62
2. sonstige betriebliche Erträge 2.119.452,91 7.894.519,51
3. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.684.620,23 3.293.572,42
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.506.692,93 1.231.634,71
4.191.313,16 4.525.207,13
4. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 1.648.957,87 1.642.186,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen 385.603,31 350.403,63
davon für Altersversorgung 185.501 € Vorjahr 163.919 €
2.034.561,18 1.992.590,58
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 552.704,35 564.301,43
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.690.349,52 17.403.003,30
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 777.460,88 2.275,64
davon aus aus der Abzinsung von Rückstellungen 668.007 €
Vorjahr 2.276 €
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.460.030,87 1.360.654,17
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 426.551 € Vorjahr 588.872 €
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.095.188,01 0,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.341.745,67 -8.075.281,84
11. Sonstige Steuern 9.773,03 54.936,90
12. Jahresüberschuss 1.331.972,64 -8.130.218,74
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -141.186.928,84 -134.236.221,01
14. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 1.179.510,90
15. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -276.219,79 0,00
16. Bilanzverlust -140.131.175,99 -141.186.928,84

B Anlagespiegel des Tätigkeitsbereiches Gasspeicherung für das Geschäftsjahr 2023

in € Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Schlüsselveränderung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 747.948,42 7.334,60 42.660,66 712.622,36
Immaterielle Vermögensgegenstände 747.948,42 7.334,60 42.660,66 712.622,36
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.893.961,68 -57.018,69 10.836.942,99
Technische Anlagen und Maschinen 150.171.879,26 -3.580,32 119,72 5.503.454,17 313,11 144.665.277,60
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
572.629,93 -8.195,85 773,50 8.214,33 573.421,91
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 356,68 8.170,76 -8.527,44
Sachanlagen 161.638.827,55 -60.624,10 893,22 5.503.454,17 - 156.075.642,50
Sonstige Ausleihungen 43.200,06 441,76 - 7.273,64 - 36.368,18
Finanzanlagen 43.200,06 441,76 - 7.273,64 - 36.368,18
Anlagevermögen 162.429.976,03 -52.847,74 893,22 5.553.388,47 - 156.824.633,04
in € Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Schlüsselveränderung Zugänge Abgänge
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 737.962,82 7.248,80 108,10 42.660,66
Immaterielle Vermögensgegenstände 737.962,82 7.248,80 108,10 42.660,66
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.616.675,34 -35.897,55 40.560,48
Technische Anlagen und Maschinen 141.647.887,99 -557,00 499.347,83 5.197.904,85
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
540.207,60 -5.230,91 12.687,94
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Sachanlagen 148.804.770,93 -41.685,46 552.596,25 5.197.904,85
Sonstige Ausleihungen - - - -
Finanzanlagen - - - -
Anlagevermögen 149.542.733,75 -34.436,66 552.704,35 5.240.565,51
in € Kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 702.659,06
Immaterielle Vermögensgegenstände 702.659,06
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.621.338,27
Technische Anlagen und Maschinen - 136.948.773,97
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
547.664,63
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Sachanlagen - 144.117.776,87
Sonstige Ausleihungen - -
Finanzanlagen - -
Anlagevermögen - 144.820.435,93
in € Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.963,30 9.985,60
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.963,30 9.985,60
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.215.604,72 4.277.286,34
Technische Anlagen und Maschinen 7.716.503,63 8.523.991,27
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.757,28 32.422,33
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 356,68
Sachanlagen 11.957.865,63 12.834.056,62
Sonstige Ausleihungen 36.368,18 43.200,06
Finanzanlagen 36.368,18 43.200,06
Anlagevermögen 12.004.197,11 12.887.242,28

C Erläuterungen der gemäß § 6b EnWG abzubildenden Tätigkeit Gasspeicherung der HanseWerk AG für 2023

1. Grundlage

Nach § 6b Abs. 3 EnWG haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten zu führen. In den nachfolgend aufgeführten Bereichen erfolgt die Kontenführung so, wie es erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbstständigen Unternehmen erbracht würden:

Elektrizitätsübertragung

Elektrizitätsverteilung

Gasfernleitung

Gasverteilung

Gasspeicherung

Betrieb von LNG-Anlagen

Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG

Als Betreiberin eines Gasspeichers, als Verpächterin von Gasverteilungsanlagen sowie als Erbringerin von energiespezifischen Dienstleistungen an verbundene und assoziierte Unternehmen in den Bereichen Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung führt die HanseWerk AG gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 und Satz 2 EnWG von den genannten Tätigkeiten die Elektrizitätsverteilung, die Gasverteilung und die Gasspeicherung durch.

Für die weiteren Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors, einschließlich der energiespezifischen Dienstleistungen an nicht verbundene und assoziierte Unternehmen, sind ausschließlich getrennte Konten zu führen. Innerhalb dieser Sparten wird dann wiederum nach den oben aufgeführten Tätigkeiten unterschieden.

Der Tätigkeitenabschluss wurde wie der Jahresabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Insofern verweisen wir hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Abschreibungsregeln auf Abschnitt B des Anhangs für das Geschäftsjahr 2023.

Die Systematik zur Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz für die Gasspeicherung ist im Folgenden erläutert. Vorangestellt an die Erläuterungen findet sich eine Darstellung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Anlagenspiegels.

2. Grundsätze der Zuordnung in den Tätigkeitenabschlüssen

2.1. Erläuterungen der Bilanz

Die Posten der Bilanz wurden weitestgehend direkt den Tätigkeiten zugeordnet. War eine eindeutige Zuordnung nicht möglich, wurden die Positionen jeweils mit einem geeigneten Schlüssel verteilt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden, soweit möglich, der Tätigkeit direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

2. Sachanlagen

Die Sachanlagen wurden, soweit möglich, der Tätigkeit direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

3. Finanzanlagen

Die sonstigen Ausleihungen betreffen ausschließlich Mitarbeiterdarlehen und wurden über einen Mitarbeiterschlüssel zugeordnet.

4. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden, soweit möglich, direkt zugeordnet. War dies nicht möglich, erfolgte eine Zuordnung mit einem Mitarbeiterschlüssel.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels zugeordnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden direkt oder mit Hilfe von Ergebnis- und Mitarbeiterschlüsseln zugeordnet.

5. Gezeichnetes Kapital

Bei dem gezeichneten Kapital wurde eine direkte Zuordnung vorgenommen.

6. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage wurde direkt zugeordnet.

7. Gewinnrücklagen

Die Zuordnung der gesetzlichen und anderen Gewinnrücklagen erfolgte auf Basis der Vorjahre. Die gesetzliche Rücklage wurde im Verhältnis des zugeordneten gezeichneten Kapitals ausgewiesen.

8. Nicht durch zugeordnetes Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Aufgrund der notwendigen Wertanpassungen auf das Sachanlagevermögen ist in den vergangenen Jahren ein nicht durch zugeordnetes Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag entstanden.

9. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach einem Pensionsschlüssel verteilt. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem entsprechend zugeordneten Deckungsvermögen verrechnet.

Die Zuordnung der Steuerrückstellungen erfolgte mittels eines Ergebnisschlüssels.

Die sonstigen Rückstellungen wurden, soweit möglich, direkt zugeordnet. Eine Verteilung mit Hilfe eines Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssels erfolgte bei den personalrelevanten Rückstellungen. Die Zuordnung der nicht direkt zugordneten und nicht personalrelevanten Rückstellungen erfolgte mit Mitarbeiter- oder Pensionsschlüsseln.

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden direkt oder mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels zugeordnet.

Die Verteilung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurde direkt oder mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels vorgenommen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden direkt oder durch Mitarbeiter- und Steuerschlüssel zugeordnet.

2.2. Angabe gem. § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG

1. Rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehende Forderungen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind 17.318,99 € nicht abzugsfähige Vorsteuererstattungsansprüche enthalten (Vorjahr 128.724,15 €), die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

2. Rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehende Verbindlichkeiten

Es bestehen keine rechtlich erst nach dem Stichtag entstehenden Verbindlichkeiten.

3. Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr

Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

4. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr

31.12.2023
31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.679.236,04 49.895,81
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 283.819,50 390,54
sonstige Verbindlichkeiten 136.104,57 60.720,81
2.099.160,11 111.007,16

2.3. Gewinn- und Verlustrechnung

2.3.1. Vorbemerkung

Ausgangspunkt für die Erstellung der Tätigkeiten - Gewinn- und Verlustrechnung bildet der Jahresabschluss der HanseWerk AG.

Die Schlüsselung der Erträge und Aufwendungen wird auf Ebene von Profitcentern der Geschäftsbereiche durchgeführt. Sofern durch betriebliche Notwendigkeiten bzw. regionale Zuordnung der Profitcenter bereits eine eindeutige Einordnung möglich war, so sind diese vollständig den Tätigkeiten zugeordnet worden.

Die Mitarbeiterschlüssel wurden auch in diesem Jahr aktualisiert und an die im Geschäftsjahr vorhandenen Aufgaben und ersichtlichen Strukturen angepasst.

Je Profitcenter wurden Schlüssel verwendet, die für die Verteilung der technischen und kaufmännischen Querschnittsfunktionen bei der HanseWerk AG maßgeblich waren.

Des Weiteren wurden Erträge und Aufwendungen auftragsbezogen den relevanten Tätigkeiten zugeordnet.

Die Schlüsselung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres erfolgt, nach Bereinigung steuerlich nicht wirksamer Geschäftsvorfälle, entsprechend der Verteilung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Für Aufwendungen der Vorjahre wird ein auf historischen Daten ermittelter Verteilungsmaßstab genutzt.

2.3.2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge und Aufwendungen der Tätigkeit werden, soweit möglich, über die Sachkonten, die Profitcenter oder über Einzelaufträge direkt zugeordnet. War eine eindeutige Zuordnung nicht möglich, so werden die verbleibenden Erträge und Aufwendungen mit Hilfe von sachgerechten Schlüsseln auf die Tätigkeit verteilt.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden direkt der Tätigkeit zugeordnet. Die nicht direkt zugeordneten Beträge wurden mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die Verteilung der sonstigen betrieblichen Erträge erfolgte überwiegend direkt über Profitcenter bzw. Einzelbuchungen. War dies nicht möglich, erfolgte eine Verteilung über die Profitcenter mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels. Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen wurden überwiegend historische Verteilungsmaßstäbe angewandt.

3. Materialaufwand

Die Zuordnung des Materialaufwands erfolgte, soweit möglich, direkt. Bei nicht möglicher direkter Zuordnung wurde mittels eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

4. Personalaufwand

Die Zuordnung des Personalaufwands erfolgte, soweit möglich, direkt. War dies nicht möglich, wurden die Beträge mit Hilfe eines Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssels zugeordnet.

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden entsprechend der Zuordnung des Anlagevermögens ermittelt. Das nicht direkt zugeordnete Anlagevermögen wurde mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Verteilung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurde, soweit möglich, direkt vorgenommen. War eine direkte Zuordnung über die Profitcenter und Aufträge nicht möglich, erfolgte eine Verteilung der Aufwendungen mit Hilfe eines Pensions- oder Mitarbeiterschlüssels.

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Verteilung der Zinsen und ähnlichen Erträge erfolgte mit Hilfe eines Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssels.

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen folgen in der Zuordnung den entsprechenden Bilanzposten. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung sowie der Zinssatzänderung der Pensionsrückstellungen und der Erträge bzw. Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen wurden anhand des Mitarbeiter- oder Pensionsschlüssels verteilt. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung weiterer langfristiger Mitarbeiterverpflichtungen erfolgte auf Grundlage des Mitarbeiterschlüssels. Bei nicht möglicher direkter Zuordnung wurde mittels eines Mitarbeiterschlüssels verteilt. Die Zinsen aus dem internen Finanzausgleich wurden direkt zugeordnet.

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag folgen in der Zuordnung dem positiven Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

10. Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern wurden teilweise direkt zugeordnet. Die nicht direkt zugeordneten Beträge wurden mit Hilfe eines Mitarbeiterschlüssels verteilt.

 

Quickborn, 1. Februar 2024

Der Vorstand

Matthias Boxberger, Vorsitzender

Christian Fenger

Stephanie Ladwig

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HanseWerk AG, Quickborn

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HanseWerk AG, Quickborn‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HanseWerk AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 7 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 7 des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie Gasspeicherung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG‌ zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Hamburg, den 2. Februar 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Müllensiefen, Wirtschaftsprüfer

Sieprath, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats 2023

der HanseWerk AG

Der Aufsichtsrat hat sich während des vergangenen Geschäftsjahres durch den Vorstand eingehend schriftlich und mündlich über die Lage der Gesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften und den Gang der Geschäfte berichten lassen, darüber mit dem Vorstand beraten sowie dessen Geschäftsführung überwacht. Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung und wesentliche Geschäftsvorfälle hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand erörtert und - soweit nach Gesetz oder Satzung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war - hierüber beschlossen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand im Übrigen in regelmäßigem Austausch mit dem Vorsitzenden des Vorstands.

Gegenstand von Berichterstattung und Beratung waren dabei insbesondere Informationen über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der Gesellschaft. Dabei sind auch die Ist-Ergebnisse den budgetierten Zahlen gegenübergestellt und Abweichungen analysiert worden. Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres in vier Sitzungen und einer schriftlichen Beschlussfassung mit wesentlichen Fragen der Unternehmensentwicklung und -planung, einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements, des Internen Kontrollsystems sowie des Compliance-Systems, befasst.

Dazu zählten u. a. die Wettbewerbssituation im Bereich Konzessionen, die Perspektive des Speichers Kraak, die Ergebnisse der unabhängigen Untersuchungen und Prüfungen der Internen Revision, die zu erwartenden regulatorischen Rahmenbedingungen in der vierten Regulierungsperiode, die Begleitung der Kommunen bei der Wärmewende sowie die Auswirkungen der Energieeinsparungen der Kunden und die Entwicklung der Beschaffungs- und Absatzpreise der HanseWerk Natur GmbH auf das Jahresergebnis. Darüber hinaus wurde die Verschmelzung der Neumünster Netz Beteiligungs-GmbH auf die HanseWerk AG beschlossen. Um die Ausbauanforderungen zum Anschluss von EEG-Leistung zu erfüllen und insbesondere rechtzeitige Komponentenbestellungen und Beauftragungen von Dienstleistern tätigen zu können, hat der Aufsichtsrat in der zweiten Jahreshälfte gebilligt, dass der Vorstand bereits jetzt über 75 Prozent des Investitionsbudgets der Jahre 2025 und 2026 verfügen kann. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat zu Gesundheits- und Arbeitssicherheitsthemen regelmäßig informiert. Die Themen mit überwiegend kaufmännischem Schwerpunkt wurden in zwei Sitzungen des Bilanz- und Finanzausschusses detailliert besprochen und für die Aufsichtsratssitzungen vorbereitet.

Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen im Aufsichtsrat lag in der künftigen Finanzierungsstruktur der HanseWerk-Gruppe. Dazu zählt insbesondere die Identifikation des Finanzierungsbedarfs für die Energie- und Wärmewende. In einem Strategieworkshop mit dem Vorstand wurden mögliche Optionen diskutiert, um die Finanzierungsstruktur der HAW-Gruppe nachhaltig aufzustellen. Als eine Maßnahme daraus wurde der Aufbau der Infrastrukturgesellschaft Nord GmbH beschlossen. Im Jahr 2024 soll die Ausgliederung einer Netz-Tochtergesellschaft bei der Schleswig-Holstein Netz AG erfolgen.

Das Aufsichtsratspräsidium tagte im Geschäftsjahr 2023 zweimal. Es befasste sich dabei im Wesentlichen gemäß den Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsbezüge mit der Höhe der Vorstandsbezüge und dem Vergütungssystem. Außerdem bereitete es Besetzungs- und Vergütungsentscheidungen für den Vorstand durch den Aufsichtsrat vor und war für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig.

Der Aufsichtsrat hat sich mit der Erteilung des Auftrags an den Abschlussprüfer befasst und hierüber den erforderlichen Beschluss gefasst. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 und den Lagebericht der Gesellschaft aufgrund der vorgelegten Unterlagen ausführlich erörtert und geprüft sowie sich hierzu auch ergänzende Erläuterungen geben lassen. In der vorbereitenden Sitzung des Bilanz- und Finanzausschusses und der Sitzung des Aufsichtsrates hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet sowie ergänzende Fragen, auch zur Unabhängigkeit und Qualität der Prüfung beantwortet.

Der von der Hauptversammlung am 03.05.2023 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, Niederlassung Hamburg, hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 und den Lagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hat allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsbericht und dem Ergebnis der Abschlussprüfung Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats sind Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht durch den Aufsichtsrat nicht zu erheben. Demgemäß hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Ferner hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht") geprüft und mit dem Vorstand sowie dem Prüfer des Abhängigkeitsberichts erörtert. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk zum Abhängigkeitsbericht erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Nach Prüfung des Abhängigkeitsberichts erklärt der Aufsichtsrat, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Ende des Abhängigkeitsberichts erhoben werden.

Frau Stephanie Ladwig hat ihre Tätigkeit als Personalvorständin und Arbeitsdirektorin bei der HanseWerk AG zum 01.06.2023 aufgenommen. Sie verantwortet die Bereiche Personal sowie Recht und Services und folgt Herrn Dr. Jörn Klimant, der nach fünfjähriger Amtszeit den Ruhestand zum 31.05.2023 angetreten hat. Der Aufsichtsrat spricht Herrn Dr. Klimant seinen Dank für seine herausragende Tätigkeit aus und wünscht ihm viel Glück und Gesundheit für seine Zukunft.

Am 03.05.2023 endete mit der Entlastung des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung die fünfjährige Amtszeit des Aufsichtsrats. Der neue Aufsichtsrat hat sich am selben Tag konstituiert und die Vorsitzenden des Gremiums sowie die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats für die neue Amtsperiode gewählt. Der Aufsichtsrat spricht den ausgeschiedenen Mitgliedern des Gremiums für ihre fachliche Unterstützung und ihr besonderes Engagement seine Anerkennung aus.

Der Aufsichtsrat spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der HAW-Gruppe, den Betriebsräten sowie dem Vorstand Dank und Anerkennung für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit aus. Die gesamte Belegschaft hat sich auch in diesem Jahr sehr engagiert für die Aufrechterhaltung einer sicheren Energieversorgung eingesetzt.

 

Quickborn, im März 2024

Der Aufsichtsrat

Harald Heß, Aufsichtsratsvorsitzender

Verwendung des Bilanzgewinns aus dem Geschäftsjahr 2003

Der Aufsichtsrat hat über diesen Punkt in seiner Sitzung am 04.03.2024 beraten. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen der Hauptversammlung, wie folgt zu beschließen:

Die Hauptversammlung beschließt, den Bilanzgewinn in Höhe von 75.000.000,00 € zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 75.000.000,00 € zu verwenden.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 25. April 2024 festgestellt.

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