Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 735882
Eingetragen
10.7.2003
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.Geld- und Wertdienste
Gegenstand
Die Vermittlung von Produkten aller Art aus dem Bereich Finanzdienstleistungen und die zugehörige fachliche Beratung sowie die Anlageberatung, die Anlage- und Abschlussvermittlung, die Finanzportfolioverwaltung und das Eigengeschäft gemäß der Erlaubnis nach § 32 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 KWG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerald Rosenkranz
seit 2.3.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Gerald Rosenkranz
Königsbach-Stein
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pecunia GmbH

Kämpfelbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

der Pecunia GmbH

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Unser Unternehmen ist ein Wertpapierinstitut i.S.d. § 2 Abs. 1 WpIG. Die erforderlichen Erlaubnisse gem. § 15 WpIG wurde uns durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilt. Damit unterliegen wir der Aufsicht der BaFin sowie der Deutschen Bundesbank und der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zugeordnet.

Unsere Erlaubnis zur Erbringung von Wertpapierdienstleistungen umfasst folgende Tatbestände:

Anlagevermittlung

Anlageberatung

Abschlussvermittlung

Finanzportfolioverwaltung

Eigengeschäft

Unsere Erlaubnisse sind dahingehend beschränkt, dass wir nicht befugt sind, uns bei der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Weiterhin sind sie mit der Auflage verbunden, dass wir nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln dürfen. Wir sind aber berechtigt, Finanzinstrumente für eigene Rechnung anzuschaffen oder zu veräußern, ohne dass die Voraussetzungen für den Eigenhandel erfüllt sind (Eigengeschäft).

Die Gesellschaft erwirtschaftet ihre Erträge aus den Einnahmen der Vermögensverwaltung sowie den Vergütungen der entsprechenden Anlagegesellschaften.

Als unabhängiger Vermögensverwalter haben wir uns auf die Betreuung von vermögenden Privatkunden sowie kleinen mittelständischen Unternehmen spezialisiert.

Die Gesellschaft ist ein inhabergeführtes Unternehmen.

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Kämpfelbach-Bilfingen.

2. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

(Quellen: U.S. Bureau of Economic Analysis / Statistisches Bundesamt / Institut der deutschen Wirtschaft)

Das Jahr 2023 war geprägt von bemerkenswerten Entwicklungen und Herausforderungen, die sowohl die globalen Finanzmärkte als auch die geopolitische Landschaft nachhaltig beeinflusst haben.

Zu Beginn des Jahres 2023 herrschte an den Aktienmärkten große Unsicherheit, geprägt von den Nachwirkungen des turbulenten Börsenjahres 2022. Diese Unsicherheit wurde durch verschiedene Faktoren hervorgerufen: anhaltend hohe Inflationsraten, aggressive Zinserhöhungen der Zentralbanken, geopolitische Spannungen und zunehmende Rezessionsängste.

Der positive Start ins Jahr war für manche Marktteilnehmende insofern überraschend, da nach wie vor das Damoklesschwert "Inflation" über allen schwebte. Sowohl in Deutschland als auch den USA war die Inflationsrate mit 8,70 % bzw. 6,40 % nahe ihren Höchstständen aus dem vergangenen Jahr.

Doch im Laufe des Jahres 2023 ging die Inflation in vielen Ländern zurück, was hauptsächlich auf eine Kombination aus geldpolitischen Maßnahmen und veränderten wirtschaftlichen Bedingungen zurückzuführen war. Die Zentralbanken weltweit, insbesondere die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB), reagierten auf die hohe Inflation mit einer Reihe von Zinserhöhungen, um die Geldmenge zu verknappen und die Nachfrage zu dämpfen. Gleichzeitig begannen sich die Preise einiger wichtiger Inflationskomponenten wie Energie und Rohstoffe zu stabilisieren oder sogar zu sinken. Diese Faktoren trugen zusammen mit den Auswirkungen staatlicher Entlastungsmaßnahmen und einer allmählichen Normalisierung der globalen Lieferketten dazu bei, den anhaltenden Preisauftrieb zu dämpfen und die Inflationsraten allmählich zu senken.

Entscheidend für die Entwicklung an den Finanzmärkten waren auch die bereits erwähnten Zinserhöhungen. Aufgrund der hohen Inflation sahen sich viele Zentralbanken gezwungen, den sogenannten Leitzins anzuheben. Die Fed, die bereits 2022 mit Zinserhöhungen begonnen hatte, um die Inflation in den USA zu bekämpfen, setzte diesen Trend 2023 fort, da die Inflationsraten weiterhin deutlich über ihrem Zielwert von 2,00 % lagen. Auch die EZB, die im Euroraum vor einer ähnlichen Herausforderung stand, erhöhte die Zinsen, um den Preisauftrieb und die konjunkturelle Überhitzung einzudämmen. Ende November lag der Leitzins in den USA in einer Bandbreite von 5,25 % bis 5,50 %. Im Euroraum lag der Leitzins zuletzt bei 4,50 %.

Auch im Jahr 2023 sorgte der Krieg in der Ukraine für Unsicherheit auf den Weltmärkten. So führten die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen und die politische Instabilität in der Region weiterhin zu einer Beeinträchtigung der Versorgungssicherheit, insbesondere bei wichtigen Rohstoffen wie Gas und Öl, was sich weltweit auf die Energiepreise auswirkte. Darüber hinaus hat die durch den Konflikt ausgelöste humanitäre Krise zu erheblichen Migrationsbewegungen und sozialen Unruhen geführt, die die geopolitischen Spannungen weiter verschärft haben. All diese Faktoren trugen dazu bei, dass Investierende und Unternehmen vorsichtiger agierten, was wiederum zu Volatilität und Verunsicherung auf den Finanzmärkten führte.

Im Laufe des Jahres rückte der Krieg zwischen Russland und der Ukraine jedoch immer mehr in den Hintergrund, vor allem als die Terrororganisation Hamas am 7. Oktober Israel angriff, über tausend Zivilisten tötete und Hunderte entführte. Der brutale Anschlag sorgte auch an den Finanzmärkten für Verunsicherung. Der Ölpreis reagierte prompt und vermeintlich sichere Häfen wie Gold waren gefragt. Aber auch die Aktienmärkte zeigten sich nach den Anschlägen volatiler und gaben teilweise nach. Grund dafür war die Befürchtung, dass sich der Konflikt ausweiten und Länder wie Iran, Saudi-Arabien und am Ende sogar die USA mit hineingezogen werden könnten.

Inflation, Zinserhöhungen und geopolitische Entwicklungen hinterließen ihre Spuren in der Weltwirtschaft. Während sich die US-Wirtschaft überraschend stabil zeigte, durchlief die deutsche Wirtschaft eine Phase der Stagnation und Schwäche. Nach einer leicht rezessiven Entwicklung im Winterhalbjahr 2022/23 stagnierte die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr und schrumpfte im dritten Quartal. Während der private Konsum stabilisierend wirkte, dämpfte das schwache außenwirtschaftliche Umfeld die Produktions- und Exportentwicklung. Die Industrieproduktion war insbesondere in Schlüsselbranchen wie der Automobilindustrie und dem Baugewerbe rückläufig.

Geschäftsverlauf - Wesentliche Entwicklungen und Ereignisse

Das Geschäftsjahr 2023 war bedingt durch das schwierige Marktumfeld ein Jahr der Konsolidierung. Die fokussierte Fortführung der strategischen Ausrichtung auf die Finanzportfolioverwaltung und das Fonds-Advisoring haben im Wesentlichen zur Stabilisierung der Erträge beigetragen.

Die Anzahl der Vermögensverwaltungsmandate reduzierte sich von 388 im Vorjahr auf 374 Mandate zum 31.12.2023 (-4%). Das verwaltete Vermögen im Bereich der Finanzportfolioverwaltung sank, bedingt durch Kapitalabflüsse, um ca. 10%.

Auch im Fonds-Advisoring reduzierte sich das beratene Volumen um 12%. Hierfür sind im Wesentlichen Kapitalabflüsse verantwortlich, die jedoch durch die erfolgreichen Investments zum Teil kompensiert wurden.

Das Volumen in der nicht unabhängigen Honorar-Anlageberatung veränderte sich nicht.

Im Umfeld dieser schwierigen Marktbedingungen reduzierten sich die gesamten Honorar-Erträge des Unternehmens um 15% und liegen somit deutlich unter den Erwartungen, sowohl in Bezug auf die Ertrags- als auch auf die Ergebnisentwicklung der Vorjahresprognose.

Auf Grund der reduzierten Honoraraufwendungen (-18,9%) konnte dennoch ein Jahresüberschuss, nach Einstellung von 25 TEUR in den Fonds für allgemeine Bankrisiken, von 27,6 TEUR erzielt werden.

3. Lage des Unternehmens

Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist weitestgehend stabil im Vergleich zum Vorjahr. Das langfristig gebundene Vermögen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, das kurzfristig gebundenen Vermögens leicht gesunken.

Die Eigenkapitalrendite beträgt 8,0% (Vorjahr 13,9%). Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen wurden zum Stichtag erfüllt.

Die Gesellschaft unterhält ein Fondsdepot bei unserer depotführenden Bank, welches sich im Geschäftsjahr 2023 aufgrund von Kurskorrekturen positiv entwickelte. Der Depotwert zum 01.01.2023 betrug nach Abzug des Effektenkredites 420 TEUR, der Depotwert zum 31.12.2023 nach Abzug des Effektenkredits betrug 545 TEUR (Veränderung: +29,8%). Die Performance beträgt 11,8% bei einem durchschnittlich eigesetzten Kapital von 490 TEUR.

Wir legen großen Wert auf eine intensive Kundenbeziehung. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind daher die Kundenzufriedenheit und eine möglichst geringe Kundenfluktuation in unserem Hause. Letztere ist unserer Meinung nach unterdurchschnittlich.

Gesamtaussage

Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

Finanzlage

Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden.

Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über die laufenden Einnahmen.

Aufgrund der strategischen Ausrichtung haben sich unsere Einnahmen im Verhältnis zu den Kosten weiter stabilisiert.

Zurzeit stehen keine größeren außergewöhnlichen Investitionen an. Die Gesellschaft hat in 2023 die Digitalisierung der Verwaltung fortgeführt. Die entstanden und zukünftige Kosten bestreitet die Gesellschaft aus den laufenden Einnahmen. Weitere Rationalisierungsmaßnahmen wurden nur bezüglich der Vereinfachung interner Abwicklungsabläufe durchgeführt.

Unsere Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt 42,64% und erhöhte sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahresergebnisses (37,5%). Die Rücklage im 'Fonds für allgemeine Bankrisiken', die aufsichtsrechtlich als Eigenmittel zu qualifizieren sind, wurde von 200 TEUR auf 225 TEUR erhöht.

Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 18,9% bezogen auf die Bilanzsumme (2022: 24,0%), Rückstellungen in Höhe von 10,86% (2022: 14,7%). Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Stichtagbezogen bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 44 TEUR, diese sind innerhalb eines Jahres fällig.

Der Bestand an liquiden Mitteln liegt inkl. des Wertpapierbestandes bei 594 TEUR und beträgt damit 73,7% der Bilanzsumme. Kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von bis zu einem Jahr können damit gedeckt werden.

Liquiditätsengpässe sind nicht erkennbar.

Ertragslage

Die Provisionserträge haben sich im Vorjahresvergleich verringert und belaufen sich auf ca. 1.344 TEUR (Vorjahr 1.586 TEUR). Die Reduzierung (-15,3%) resultiert hauptsächlich aus dem Fonds-Advisoring (-18,2%) und ist den schwierigen Marktbedingungen geschuldet.

Auf Grund der gesunkenen Erträge im Fonds-Advisoring sanken auch die Provisionsaufwendungen aus Vertriebsprovisionen in Höhe von 307 TEUR (Vorjahr: 378 TEUR) im gleichen Verhältnis (-18,9%).

Die Personalaufwendungen sowie Bonuszahlungen haben sich hauptsächlich durch die Aufstockung des Personals bzw. Arbeitszeitaufstockung von 673 TEUR auf 725 TEUR gegenüber dem Vorjahr erhöht (+7,7%).

Die sonstigen Verwaltungskosten haben sich im Verhältnis zu den Provisionserträgen um ca. 48 TEUR reduziert, das Verhältnis zum Umsatz ist mit 21,9% gleichgeblieben (Vorjahr: 21,6%).

Die Gesellschaft weist ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen bzw. Zuschreibungen und vor Einstellung in den Sonderposten von 54 TEUR (Vorjahr: 221 TEUR) aus. Insgesamt ergibt sich für das Berichtsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von 27,6 TEUR (Vorjahr 43,9 TEUR).

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Voraussichtliche Entwicklung

Die geopolitischen Ereignisse aus dem vergangenen Jahr werden auch in 2024 von wichtiger Bedeutung für die Kapitalmärkte sein und Einfluss auf die Wirtschaft nehmen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2024 ein globales Wachstum von 2,9%. Dieses moderate Wachstum könnte zu einer Steigerung der Unternehmensgewinne führen, was wiederum die Aktienkurse stützen oder erhöhen könnte. Allerdings hängt die genaue Auswirkung auf die Aktienmärkte von weiteren Faktoren wie der Zinspolitik der Zentralbanken, geopolitischen Entwicklungen und Markterwartungen ab.

Der Ukraine-Krieg wird auch 2024 einer der wichtigsten geopolitischen Faktoren sein, der die Weltwirtschaft 2024 beeinflussen wird. Die finanzielle Unterstützung der USA für die Ukraine und deren zukünftige Entwicklung sinkt. Die USA sind zunehmend weniger bereit, die Ukraine-Krise finanziell zu unterstützen. Ein militärischer Erfolg der Ukraine erscheint zunehmend unwahrscheinlich. Die Kosten des Konflikts sind sowohl auf menschlicher als auch auf wirtschaftlicher Seite enorm. Die Wahrscheinlichkeit einer diplomatischen Lösung der Ukraine-Krise scheint zu wachsen, vor allem aufgrund der äußerst verfahrenen militärischen Situation. Diese würde die geopolitischen Risiken des Konflikts enorm reduzieren und somit einen positiven Effekt auf das Wachstum der Weltwirtschaft haben. Im besonderen Europa könnte von einer Beendigung des Krieges profitieren.

Asien wird voraussichtlich das Epizentrum des globalen Wachstums mit einer Rate von fast 5% bleiben. Faktoren wie Fleiß, Bildungsbemühungen und effiziente Wirtschaftspolitik tragen zu diesem Wachstum bei. Großangelegte Infrastrukturprojekte, wie Chinas "Belt and Road Initiative", tragen zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum regionalen Handel bei. Asien profitiert von starken regionalen Handelsabkommen und Netzwerken. Die Teilnahme an globalen Handelsketten, insbesondere in der Fertigungs- und Technologieindustrie, unterstützt das Wachstum.

Die Wachstumsprognose in den USA ist 2024 etwas niedriger als 2023, beeinflusst durch Zinserhöhungen und das bevorstehende Wahljahr. Das wirtschaftliche Wachstum wird weiterhin als solide eingeschätzt. Im zweiten Halbjahr rücken zunehmend die Präsidentschaftswahlen im November in den Fokus.

Europa ist 2024 konfrontiert mit strategischen Nachteilen, insbesondere in der Energieversorgung und -preisgestaltung. Im Vergleich zu anderen Regionen wird Europa als wirtschaftlich benachteiligt angesehen. Das prognostizierte Wachstum Deutschlands ist sogar negativ und liegt bei -0,5% und ist damit Schlusslicht innerhalb der Eurozone. Auch auf EU-Ebene liegt Deutschland am unteren Ende. Einzig Schweden prognostiziert weniger Wirtschaftswachstum. Als größte Volkswirtschaft in Europa zieht dies das Wachstum im gesamten Kontinent nach unten.

Vor diesem Hintergrund könnten die Aktienmärkte im Jahr 2024 eine neutrale bis leicht positive Entwicklung vollziehen.

Die Entwicklung des verwalteten Vermögens im Bereich der Vermögensverwaltung seit Jahresbeginn von 13% wird sich voraussichtlich fortsetzen. Bis zur Berichtserstellung verzeichneten wir bereits einen Wertzuwachs durch eine positive Performance von ca. 10% und Kapitalzuflüssen von ca. 3%. Daher erwarten wir für 2024 in diesem Bereich ein moderates bis durchschnittliches positives Ergebnis.

Im Gegensatz dazu kam es im April 2024 zu Mittelabflüssen beim Fonds-Advisory von ca. 30%. Unter Berücksichtigung von eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduzierung und einer positiven Performance des Vermögens erwarten wir in dem Bereich Fonds-Advisory dennoch ein neutrales Ergebnis.

In der Summe gehen wir von leicht steigenden Provisionserträgen im Vorjahresvergleich und einem im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen bzw. Zuschreibungen und vor Einstellung in den Sonderposten im mittleren fünfstelligen Bereich aus.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Chancen

Die Pecunia GmbH ist durch ihre Vermögensverwalterzulassung für ihre Kunden aus unserer Sicht ein idealer Partner für die Zusammenarbeit im Geldanlagesegment. Durch unsere individuelle Betreuung haben wir die Möglichkeit, den Mandanten das optimale Portfolio zur Verfügung zu stellen. Somit sehen wir große Chancen für zukünftiges Wachstum, um weitere Marktanteile zu generieren.

Die größten Chancen sehen wir, wie schon erwähnt, in unseren Kerngeschäftsfeldern, der Vermögenverwaltung und dem Fonds-Advisoring.

Risikobericht

Wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung der Pecunia GmbH bestehen hauptsächlich in Ertrags- und Liquiditätsrisiken und dem damit verbundenen Risiko sinkender Provisionserträge.

Gründe für sinkende Provisionserträge könnten resultieren aus:

Kundenabgängen oder -verlusten

negativer Entwicklung des betreuten Kundenvermögens durch negative Kapitalmarktentwicklung

Reputationsverlust

Ausfall von Mitarbeitern durch Austritt oder Krankheit sowie

Mangel an qualifizierten und motivierten Fachkräften zu tragbaren Konditionen aufgrund der Arbeitsmarktsituation.

Ertrags- und Liquiditätsrisiken können im Geschäftsmodell (Geschäftsstrategie) oder im laufenden Geschäftsbetrieb begründet sein und entsprechen dem allgemeinen Unternehmensrisiko. Sie stellen somit nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf das Institut ein wesentliches Risiko dar.

Zur Steuerung haben wir folgende Maßnahmen getroffen:

Aufgrund unserer breit aufgestellten Kundenstruktur ist ein gleichzeitiger Verlust einer Vielzahl von Kunden unwahrscheinlich. Dennoch wird jeder Kundenverlust als Indiz bewertet und genau analysiert, um im Fall von Missständen Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Durch unsere Spezialisierung auf die Vermögensverwaltung können wir mit unseren personellen und fachlichen Ressourcen unsere Dienstleistungen qualitativ optimieren. Unser Controlling ist darauf ausgerichtet, negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und ihnen mit geeigneten Maßnahmen (z.B. Strategieänderung, Kostenreduzierung) entgegenzuwirken. Diesem Ziel dienen insbesondere permanentes Kostencontrolling und regelmäßige Gegenüberstellung mit den zu erwartenden Honorar-Erträgen. Wir finanzieren uns überwiegend aus eigenen liquiden Mitteln. Kapitaldienst zur Rückzahlung von Fremdmitteln hat unser Institut nicht zu leisten. Somit ist das Liquiditätsrisiko begrenzt.

Wir halten einen sicheren, angemessen hohen Eigenkapitalbestand vor. Dieser gewährleistet im Fall eines Ertragsrückgangs die Risikotragfähigkeit über eine ausreichend lange Zeit, sodass wir mit strategischen Gegenmaßnahmen auf Ursachen der Ertragsschwäche reagieren könnten.

Wir halten die dargestellten Maßnahmen zur Risikosteuerung für angemessen und wirksam, um die Risiken in effektiver Weise zu begrenzen. Bestandsgefährdende Risiken bestehen aus unserer Sicht nicht.

 

Kämpfelbach, 30. April 2024

Gerald Rosenkranz, Geschäftsführer

Gerd Tuping, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Barreserve 514,05 273,10
a) Kassenbestand 514,05 273,10
3. Forderungen an Kreditinstitute 31.932,68 63.337,75
a) täglich fällig 31.932,68 63.337,75
4. Forderungen an Kunden 142.437,01 221.028,30
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 561.606,95 460.576,62
7. Beteiligungen 3,00 4.477,00
11. Immaterielle Anlagewerte 19.608,00 31.843,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.608,00 31.843,00
12. Sachanlagen 33.317,00 43.720,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 8.993,98 668,00
15. Rechnungsabgrenzungsposten 7.282,00 16.242,36
Summe der Aktiva 805.694,67 842.166,13

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.223,98 45.589,73
a) täglich fällig 44.223,98 45.589,73
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 107.928,58 156.697,55
7. Rückstellungen 85.112,68 124.044,00
b) Steuerrückstellungen 26.208,68 49.116,00
c) andere Rückstellungen 58.904,00 74.928,00
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 225.000,00 200.000,00
12. Eigenkapital 343.429,43 315.834,85
a) Eingefordertes Kapital 25.000,00 25.000,00
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
c) Gewinnrücklagen 50.000,00 50.000,00
d) Bilanzgewinn 268.429,43 240.834,85
Summe der Passiva 805.694,67 842.166,13

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge 71,90 0,00
a) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 71,90 0,00
2. Zinsaufwendungen 907,12 868,19
Ergebnis 1. - 2. -835,22 -868,19
3. Laufende Erträge 7.383,47 6.589,42
a) aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 7.383,47 6.589,42
5. Provisionserträge 1.344.184,87 1.586.378,35
6. Provisionsaufwendungen 306.726,85 378.208,60
Ergebnis 5. - 6. 1.037.458,02 1.208.169,75
8. Sonstige betriebliche Erträge 28.413,75 25.548,60
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.017.471,30 1.015.487,51
a) Personalaufwand 722.622,09 672.523,34
aa) Löhne und Gehälter 621.544,41 592.038,32
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 101.077,68 80.485,02
darunter: für Altersversorgung 1.752,00 1.752,00
b) andere Verwaltungsaufwendungen 294.849,21 342.964,17
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 30.173,20 36.129,69
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 151,00 1.268,10
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 4.474,00 0,00
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 30.875,62 -60.196,87
Ergebnis -15. + 16. 26.401,62 -60.196,87
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 51.026,14 126.357,41
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.827,44 29.796,76
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 1.259,00 2.638,79
Ergebnis 23. + 24. -1.568,44 32.435,55
24a. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 25.000,00 50.000,00
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 240.834,85 196.912,99
Ergebnis 27. bis 28b. 268.429,43 240.834,85
Ergebnis 27. bis 29. 268.429,43 240.834,85
Ergebnis 27. bis 30. 268.429,43 240.834,85
Ergebnis 27. bis 31. 268.429,43 240.834,85
Ergebnis 27. bis 32. 268.429,43 240.834,85
34. Bilanzgewinn 268.429,43 240.834,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Pecunia GmbH, Kämpfelbach

I. Allgemeine Angaben

Die Pecunia GmbH hat ihren Sitz in Kämpfelbach und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 735882 eingetragen.

II. Grundlagen der Rechnungslegung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Des Weiteren waren die erweiterten Bestimmungen für Wertpapierinstitute zu berücksichtigen.

Die Gesellschaft ist ein Wertpapierinstitut i.S.d. § 2 Abs. 1 WpIG und hat gem. § 340 Abs. 4a HGB die Vorschriften zur Rechnungslegung von Kreditinstituten anzuwenden. Unabhängig von Größe und Rechtsform haben Rechnungslegung und Jahresabschluss den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu entsprechen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrunds ätze

Bilanzierung und Bewertung erfolgten gem. §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie 340 ff. HGB i.V.m. Abschnitt 2 bis 4 RechKredV.

Der Kassenbestand sowie Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Soweit erforderlich werden Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Finanzanlagen (Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Beteiligungen) wurden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren, beizulegenden Wert angesetzt. Von dem Wahlrecht, der Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert auch bei nicht dauernder Wertminderung, wird Gebrauch gemacht.

Erworbene Immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 werden im Jahr des Zugangs aktiviert und voll abgeschrieben.

Die sonstigen Verm ögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Zahlungen im Geschäftsjahr, die wirtschaftlich das Folgejahr betreffen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bzw. notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die R ückstellungen beinhalten sämtliche, nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken. Die Rückstellungen wurden mit dem voraussichtlichen Betrag der Inanspruchnahme angesetzt.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Es ist in voller Höhe eingezahlt.

IV. Erl äuterungen zur Bilanz, zu den Bilanzvermerken und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Anlageverm ögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres entsprechen den Zugängen der aufgelaufenen Abschreibungen (§ 268 Abs. 2 Satz 3 HGB).

In den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind börsenfähige Wertpapiere in Höhe von TEUR 562 (Vorjahr: TEUR 461) enthalten, die in vollem Umfang börsennotiert sind. Sie sind in Höhe von Euro 44.224 als Sicherheit für ein Verrechnungskonto verpfändet.

Die ausgewiesenen Beteiligungen sind nicht börsenfähig. Sie befinden sich größtenteils in Abwicklung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von Euro 4.474 vorgenommen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
1. Aktien und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 608.198,82 70.154,71 0,00 678.353,53
2. Beteiligungen 78.912,89 0,00 0,00 78.912,89
3. Immaterielle Anlagenwerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.645,00 0,00 0,00 48.645,00
4. Sachanlagen 138.732,50 7.535,20 4.454,21 141.813,49
874.489,21 77.689,91 4.454,21 947.724,91

1. Aktien und andere nicht verzinsliche Wertpapiere

2. Beteiligungen

3. Immaterielle Anlagenwerte

a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

4. Sachanlagen

Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
1. Aktien und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 147.622,20 1.733,12 32.608,74 116.746,58
2. Beteiligungen 74.435,89 4.474,00 0,00 78.909,89
3. Immaterielle Anlagenwerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.802,00 12.235,00 0,00 29.037,00
4. Sachanlagen 95.012,50 17.938,20 4.454,21 108.496,49
333.872,59 36.380,32 37.062,95 333.189,96
Buchwerte
Bilanz zum 31.12.2023
EUR
Bilanz zum 31.12.2022
EUR
1. Aktien und andere nicht verzinsliche Wertpapiere 561.606,95 460.576,62
2. Beteiligungen 3,00 4.477,00
3. Immaterielle Anlagenwerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.608,00 31.843,00
4. Sachanlagen 33.317,00 43.720,00
614.534,95 540.616,62

Forderungen und sonstige Verm ögensgegenstände

Die Forderungen an Kunden sind in Höhe von 1.959,93 (Euro (Vorjahr: 1.827,31 Euro) von unbestimmter Dauer. Sie bestehen aus einer Stornoreserve aus dem Versicherungsgeschäft.

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 140.477,08 Euro (Vorjahr: 219.200,99 Euro) haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle innerhalb eines Jahres fällig und setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Überzahlung Vermittler 2.073,98 0,00
Steuerforderungen 6.920,00 668,00
8.993,98 668,00

R ückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen, die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie Kosten für ausstehende Eingangsrechnungen. Die Rückstellungen haben bis auf die Rückstellungen für Aufbewahrungsverpflichtungen (Euro 3.300) wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt fällig:

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
täglich fällig 44.223,98 45.589,73
mit einer Restlaufzeit bis drei Monate 0,00 0,00
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 0,00
mit einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren 0,00 0,00
44.223,98 45.589,73

Die Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 44.223,98 sind in voller Höhe durch die Depotbestände gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig und setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
Verbindlichkeiten aus Steuern 26.905,95 43.544,47
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 0,00 61,38
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 80.727,09 105.191,20
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 295,54 0,00
Verbindlichkeiten aus Stornoreserven 0,00 7.900,50
107.928,58 156.697,55

Eigenkapital

Die Gesellschaft hat den Fonds für allgemeine Bankenrisiken nach § 340g HGB gebildet. Im Berichtsjahr wurden Zuführungen in Höhe von Euro 25.000 vorgenommen. Nach aufsichtsrechtlichen Regelungen ist dieser wirtschaftlich dem Eigenkapital zuzurechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 18 jährlich und betrifft den Mietvertrag für die Geschäftsräume sowie KfZ-Leasing und Leasing der Büroeinrichtung.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegen über Gesellschaftern

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 295,54 (Vorjahr: Euro 0,00).

Als Aufwand erfasstes Honorar des Abschlusspr üfers nach § 285 Nr. 17 HGB

TEUR
Abschlussprüfung: 9
Andere Bestätigungsleistungen: 4
Gesamthonorar 13

Laufende Ertr äge aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren

Die laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren resultieren ausschließlich aus laufenden Erträgen. Veräußerungen wurden nicht vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von Euro 1.733,12 und Zuschreibungen aufgrund von Kurserholungen in Höhe von Euro 32.608,74 vorgenommen.

Periodenfremde Ertr äge und Aufwendungen

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 16.804 (Vorjahr: Euro 0,00) enthalten.

Angaben zu den latenten Steuern nach § 285 Nr. 29 HGB

Es ergeben sich aktive latente Steuern vor allem auf Grund des Bilanzansatzes Fonds für allgemeine Bankrisiken. Von der Möglichkeit einen Aktivposten für latente Steuern zu bilden wurde kein Gebrauch gemacht.

V. Sonstige Angaben

Personalstand

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich ohne Geschäftsführer 10 Mitarbeiter beschäftigt, davon 6 in Vollzeit .und 4 in Teilzeit. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

Gesch äftsführung

Während des Geschäftsjahres waren die Herren Gerald Rosenkranz, Fonds- und Portfoliomanager, und Herr Gerd Tuping, Fonds- und Portfoliomanager, mit der Geschäftsführung betraut. Beide sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Rosenkranz ist darüber hinaus von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von EUR 27.594,58 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die sich auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich auswirken.

 

Kämpfelbach, 8. Mai 2024

Gerald Rosenkranz, Geschäftsführer

Gerd Tuping, Geschäftsführer

Beschlüsse

Der Jahresabschluss wurde am 6. Juni 2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABH ÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Pecunia GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pecunia GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pecunia GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Bad Hersfeld, 4. Juni 2024

B + H Deutsche Revisionsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Johanna Bolender, Wirtschaftsprüferin

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