Hammerl GmbH
Selbe AdresseErrichtung von Fertigteilbauten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco Brehm seit 23.6.2025 | Prokura |
Denis Paul Kenny seit 19.4.2023 | Geschäftsführer |
Seamus Cussen seit 11.12.2019 | Geschäftsführer |
Markus Bergmann seit 30.9.2019 | Prokura |
Stefan Klaus seit 30.9.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kingspan Holdings (Overseas) Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kingspan Access Floors GmbHHaibachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020(Amtsgericht Aschaffenburg; HRB 15092)Zur Einreichung zum BundesanzeigerJahresabschluss und Lagebericht 31. Dezember 2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020I GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT 1. Geschäftsmodell Die Geschäftstätigkeit der Kingspan Access Floors GmbH ("Kingspan") umfasst die Produktion von und den Handel mit Doppelböden nebst Zubehör am Hauptsitz in Haibach, Bayern, mit Produktion, Verkauf, Entwicklung und Verwaltung. Dazu gehört eine Betriebsstätte in Parchim, Mecklenburg- Vorpommern, ebenso mit Produktion und Verkauf. Die Gesellschaft erzielt den Großteil ihrer Umsatzerlöse mit Kunden aus Deutschland, ist aber auch im europäischen Raum tätig, v.a. in Österreich, Schweiz und Belgien. 2. Personal- und Sozialwesen Zum 31. Dezember 2020 beschäftigte die Kingspan Access Floors GmbH 56 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Vorjahr: 53), davon eine Auszubildende im kaufmännischen Bereich (Vorjahr: 1). Weiterbildungen und Schulungen werden sowohl für den gewerblichen Bereich als auch für die kaufmännischen Angestellten bedarfsorientiert durchgeführt. Das Thema Arbeitssicherheit ist vor allem in der Produktion ein zentrales Thema. Auch zur Sicherstellung aller gesetzlichen Anforderungen arbeitet die Firma mit einem externen Anbieter zusammen, der regelmäßige Sicherheitsunterweisungen und Begehungen durchführt. Zudem ist die Einführung der ISO 45001 bis Herbst 2022 geplant. 3. Forschung und Entwicklung Die Kingspan Access Floors GmbH betreibt Forschung und Entwicklung, jedoch unter Nutzung der Synergien des Mutterkonzerns. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Verbesserungen der Produkte und der Prozesse. Eine separate Abteilung innerhalb der Kingspan Access Floors GmbH gibt es nicht, allerdings werden geringfügige Kosten durch Produkt- und Prozessverbesserungen lokal ausgewiesen. II WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Allgemeine Entwicklung und Branchenentwicklung Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch eine deutliche Ausweitung des Angebots gekennzeichnet. Die Gesellschaft begegnet dieser Entwicklung durch innovative Produkte, ein hohes Maß an Flexibilität und Qualität. Gemäß Statistischem Bundesamt schrumpfte die deutsche Wirtschaft für das Berichtsjahr um 4,8 % gegenüber dem Vorjahr. Hauptgründe für die negative Entwicklung waren die Rückgänge bei den privaten Konsumausgaben um 3,1% sowie im Exportbereich um 4,4%. Der Zuwachs der realen Bruttoanlageninvestitionen in dem für Kingspan wichtigen Nichtwohnungsbau schwächte sich gegenüber dem Vorjahr auf nun 0,9% ab. Die Branche ist geprägt durch eine oligopolistische Anbieter- und Kundenstruktur. Darauf basieren stabile und langjährige Geschäftsbeziehungen. Hohe Markteintrittsbarrieren für neue Anbieter bestehen hinsichtlich der Regularien für Statik, Brandschutz und Schall aufgrund aufwendiger Zertifizierungsvorgaben. Preissteigerungen können und werden an die Kunden weitergegeben. 2. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft zieht für ihre interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz und EBIT heran. Für die Steuerung der Gesellschaft werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren herangezogen. 3. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft kann insgesamt auf ein umsatzstarkes und erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die Belastungen der Covid 19 Pandemie konnten gut aufgefangen werden indem kurzfristige Preiserhöhungen weitgehend weitergeben werden konnten. Im Vergleich zum Prognosebericht 2019 konnten die Erwartungen erfüllt werden. Insbesondere konnte das Ziel des moderaten Umsatzwachstums erreicht werden. Die Gesellschaft konnte die Umsatzerlöse im Vergleich zum Branchentrend überproportional um knapp 5,0% gegenüber dem Vorjahr steigern. Dies lag an einer sehr guten Auftragslage. Dies trifft auch auf das Ergebnis zu, das durch überproportionales Umsatzwachstum im Verhältnis zur Kostenentwicklung einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Die Marge im Geschäftsjahr 2020 betrug 21,9 %. Die Marge im Vorjahr betrug 18,8%. Unter anderem war die positive Entwicklung des Datacenter Marktes sehr förderlich für unsere Marge. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend in den Folgejahren fortsetzt. Der Umsatz betrug im Zeitraum TEUR 29.622, das operative Ergebnis TEUR 2.721. 4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage a. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 29.622, was einer Erhöhung um 5,0% bzw. TEUR 1.401 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies ist auf einen gestiegenen Absatz zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert aus Lieferantenboni. Die Materialaufwendungen haben sich um TEUR 1.407 zum Vergleichszeitraum erhöht. Die Reduzierung des Personalaufwandes um TEUR 150 bzw. 5,6% ist im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen für Abfindung eines leitenden Angestellten zurückzuführen. Folgende Effekte haben zur Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 514 bzw. 22,0% geführt: gestiegene Aufwendungen für Gebäudemiete (TEUR +134). Dem gegenüber stehen niedrigere Kosten für Gewährleistungen (TEUR -269) und Verpackungsmaterial (TEUR -113). Durch den Wegfall der körperschaftsteuerlichen Organschaft im Jahr 2019 sind die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag auf TEUR 294 gesunken. Es ergibt sich ein Gewinn vor Steuern in Höhe von TEUR 2.721 (Vorjahr: TEUR 1.321) sowie nach Steuern in Höhe von TEUR 2.427 (Vorjahr: TEUR 546). Aufgrund einer unterjährigen Gewinnabführung (TEUR 1.127) im Zusammenhang mit der Übertragung der Anteile an der Gesellschaft, wurde letztes Jahr ein Jahresfehlbetrag erzielt. In diesem Jahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.423 (Vorjahr: TEUR -583) erzielt. b. Vermögenslage Im Geschäftsjahr erhöhte sich die Bilanzsumme der Gesellschaft um TEUR 1.176 was einem Anstieg von 14,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung basiert hauptsächlich auf dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR +996). Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 6 auf TEUR 63 reduziert. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 40 auf TEUR 944. Das Umlaufvermögen hat einen Anteil von 88,7% und das Anlagevermögen von 10,9% am Gesamtvermögen. Die im Umlaufvermögen enthaltenen Vorräte betrugen TEUR 3.895 (Vorjahr TEUR 3.630). Diese sind unterteilt in fertige Erzeugnisse und Waren (TEUR 3.375; Vorjahr TEUR 3.403) sowie unfertige Erzeugnisse (TEUR 519; Vorjahr TEUR 227). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen TEUR 2.377 (Vorjahr TEUR 1.381). Der Anstieg resultiert aus dem positiven Cash pool Bestand. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 1.133 (Vorjahr TEUR 529). Die Erhöhung ist hauptsächlich durch die debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 141 sowie durch die Lieferantenboni in Höhe von TEUR 506 begründet. Schwächere Umsatzerlöse zum Ende des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr haben einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 707 zur Folge. Die Gesellschaft finanziert sich langfristig über das Eigenkapital in Höhe von TEUR 5.612 (Vorjahr TEUR 3.189). Die Eigenkapitalquote beträgt 60,7% (Vorjahr: 39,5%). c. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich neben der verbesserten Eigenkapitalausstattung aus unternehmenseigenen Mitteln. Die Kingspan Access Floors GmbH in Haibach ist in das Cashpooling der Kingspan Gruppe eingebunden. Dadurch ist die Zahlungsfähigkeit generell jederzeit gewährleistet. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr dadurch jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen wie bereits im Vorjahr nicht vor. Das Finanzmanagement ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung die Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft als gut. Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist positiv. In 2021 liegt ein vorläufiger Umsatz von TEUR 34.302 vor. In Bezug auf den Jahresüberschuss vor Steuern hat sich die Vorjahresprognose mit einem deutlichen Anstieg auf ein vorläufiges Ergebnis in Höhe von TEUR 3.202 bewahrheitet. Nach dem Verkauf im Geschäftsjahr 2019 hat sich das Umfeld als sehr stabil und ausbaufähig erwiesen. Dies hat sich auch in den darauffolgenden Geschäftsjahren bestätigt und deckt somit unsere eigenen Erwartungen. III Risikomanagement und Risiken Unternehmerische Risiken sollen grundsätzlich nur dann eingegangen werden, wenn die damit verbundenen Chancen eine angemessene Umsatz- und Ertragssteigerung für das Unternehmen erwarten lassen und die Risiken als beherrschbar angesehen werden. Aufgrund der flachen Organisationsstrukturen sollen eine zeitnahe Berichterstattung und schnelle Reaktionsfähigkeit sichergestellt werden. Die Kingspan Access Floors GmbH ist auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Das Unternehmen ergreift Maßnahmen, um alle Risiken, die sich negativ auf die Entwicklung des Geschäftsbetriebs auswirken könnten, zu erkennen und zu lokalisieren. Die Gesellschaft ist in das Kingspan Group Risk Management Framework integriert, das ein Bestandteil des Planungs-, Managements- und Reportingprozesses ist. Durch zeitnahes und regelmäßiges Reporting auf Monats- bzw. Wochenebene werden Abweichungen zur internen Planung sichtbar gemacht. Damit wird die Geschäftsführung in die Lage versetzt, Risiken zu identifizieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Neu auftretende Chancen und Risiken werden regelmäßig in die Prognosen eingearbeitet. Außerdem ist geplant, die ISO 9001-Norm einzuführen. Dies führt zu einer Standardisierung der Prozesse und dient der Effizienzsteigerung und der Vereinfachung bereits bestehender Prozesse. Dies soll ab Herbst 2022 erfolgen. Um für einen strukturierten Einführungsprozess zu sorgen, wurde ein neuer Mitarbeiter Anfang 2022 eingestellt. 1. Künftige Chancen und Risiken Obwohl die bisher bestehende Niedrigzinspolitik der EZB sich langsam ändert, könnte sich die europäische Baukonjunktur weiter fortsetzen. Dies wird die Kundennachfrage weiterhin positiv beeinflussen. Daraus können erhebliche Umsatz- und Ergebnischancen entstehen. Durch die langfristige Planung der Bauträger erwarten wir kurz- und mittelfristig keine negativen Folgen. a) Gesamtwirtschaftliche Risiken Bei einer andauernden Finanzkrise mit niedrigem oder negativem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Wesentlichen bedingt durch die noch anhaltende Coronapandemie besteht die Gefahr eines starken Nachfragerückgangs, wenn es nicht gelingt diese Krise aus eigener Kraft oder durch finanzielle Unterstützung zu überwinden. Aufgrund der Corona-Einschränkungen besteht zudem die Gefahr von Lieferantenausfällen, falls diese Betriebe vorübergehend geschlossen werden (Lockdown). Aufgrund ausreichender Sicherheitsmaßnahmen auf Lieferantenseite hatte die Gesellschaft bisher noch keine Lieferantenausfälle aufgrund des Lockdowns zu verzeichnen. Zusätzlich erschwert die Corona-Pandemie weiterhin die Vertriebsaktivitäten der Gesellschaft. Ebenso ist es nicht auszuschließen, dass aufgrund von Quarantäneregeln die Verwaltung der Gesellschaft beeinträchtigt wird, so dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ausfallen könnten oder im Home Office tätig sein müssten. Weiterhin birgt der Ukraine Konflikt Risiken für das Unternehmen aufgrund von Verzögerungen und Einschränkungen hinsichtlich der Warenlieferungsketten. Dies ist begründet durch die Bezugsquellen unserer Lieferanten. Wir begegnen dem durch eine Ausweitung der Lieferanten aus anderen Quellen. Weiterhin sehen wir einen Preisanstieg auf dem Markt, v.a. hinsichtlich des Stahles. Wir sind versucht diese höheren Preise auch an unsere Kunden weiterzugeben. Hinsichtlich des Absatzmarktes erwarten wir keine Effekte. Wie oben schon in Abschnitt "Geschäftsverlauf" ausgeführt, bedeutet das erwartete Wachstum im Datacenter Markt eine große Chance für uns, um sich Marktanteile an diesem Zukunftsmarkt zu sichern. Durch die Nähe zu Frankfurt am Main sehen wir hier auch aufgrund der kurzen Distanz und somit der Transportwege sehr gute Wachstumschancen. Hieraus ergibt sich ein gemeinsamer Marktauftritt mit der Schwestergesellschaft Tate, zum Beispiel durch gemeinsame Messeauftritte. Auch die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Kingspan Gesellschaften eröffnet hier große Marktchancen. Falls es zu Marktverschiebungen kommen sollte, ist die Kingspan Group immer in der Lage, darauf flexibel zu reagieren. Dies schließt auch eventuelle M&A Aktivitäten im europäischen Raum ein. Vor allem in der Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft in Belgien sehen wir, zum Beispiel im Einkaufswesen, großes Synergiepotenzial. b) Preisänderungsrisiken Risiken aus kurzfristigen Preisanpassungen von Lieferanten aufgrund gestiegener Rohstoff- oder Personalkosten sowie ihrer Marktstellung werden möglichst durch längerfristige Vereinbarungen mit fixierten Laufzeiten und Einkaufspreisen abgemildert. Allerdings kann es durch Rohstoffverknappungen weiterhin zu kurzfristigen Preiserhöhungen kommen, die die Gesellschaft aber an die Kunden weiterreicht und so die Verkaufsmarge stabil hält. c) Zinsänderungsrisiken Zinsaufwendungen fallen im Wesentlichen für Cash Pooling Salden an, wobei der Zinssatz von der Gruppe festgelegt wird. Verzinsliche Darlehen ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht eingegangen. Zinsänderungsrisiken sind demnach nicht zu erwarten. d) Liquiditätsrisiken Wesentliche Elemente, die der Gesellschaft zur Steuerung des Liquiditätsrisikos zur Verfügung stehen, sind eine gründliche Finanzplanung sowie Zugriffsmöglichkeiten auf liquide Mittel durch das Cashpooling. e) Währungsrisiken Ein Währungsrisiko besteht nicht, da die bezogenen Güter und Dienstleistungen in Euro fakturiert werden. Der Absatzmarkt umfasst ausschließlich Länder des Euroraumes. f) Ausfallrisiken Durch ein straffes und zeitnahes Mahnwesen können Forderungsausfälle niedrig gehalten werden. Zudem werden Kreditlimits regelmäßig nur im Rahmen der gewährten Deckung durch die Warenkreditversicherung oder bei weiteren Sicherheiten eingeräumt. Die Einzelwertberichtigungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 198 (Vorjahr TEUR 35). g) Einkaufsrisiken / Lieferantenkonzentration Das Unternehmen hängt in größerem Umfang von einem Lieferanten ab, der momentan nicht substituierbar ist. Um das Risiko einer Nichtbelieferung zu minimieren, wurde mit diesem Lieferanten im Berichtsjahr eine Belieferungsabsicht über eine definierte Mindestmenge fixiert, die über das Berichtsjahr hinausreicht. Lieferausfälle aller anderen Lieferanten sind durch eine Second Source Strategie kurzfristig kompensierbar. h) Absatzrisiken Bedingt durch die Marktgröße ist die Anzahl der Kunden limitiert. Zu diesen bestehen langjährige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen, die mit jährlichen Bonusverträgen unterlegt werden. Gesamtbeurteilung der Risikolage Weitere Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind der Geschäftsführung nicht bekannt. In der Gesamtsicht ergeben sich keine Risiken, die die Fortführung des Unternehmens gefährden. Die Chancen liegen weiterhin in der dennoch guten Markt- und Auftragslage. 2. Prognosebericht Die von uns getroffenen Annahmen für das Geschäftsjahr 2021 wurden übertroffen. Wir konnten den vorläufigen Umsatz um 15,8% auf TEUR 34.302 steigern. Das Umsatzwachstum in Verbindung mit einem nur leichten Anstieg der Kosten wird demzufolge im Jahr 2021 zu einem Anstieg des Jahresüberschusses vor Steuern führen. Der vorläufige Jahresüberschuss vor Steuern beträgt TEUR 3.202. Für das gesamte Geschäftsjahr 2022 wird ein Umsatz von TEUR 35.277 und ein Jahresüberschuss von TEUR 3.219 erwartet. Im Geschäftsjahr 2023 planen wir, ausgehend von den aktuellen Zahlen 2022, auch einen Anstieg des Umsatzes auf insgesamt TEUR 36.541. Es wird im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis von TEUR 3.548 angestrebt. Die stabile Entwicklung im Doppelbodenbereich wird sich auch in den Folgejahren fortsetzen und wird verstärkt durch die Entwicklung im Bereich Datacenter. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit den Konzerngesellschaften in UK und Belgien weiter intensiviert bzw. optimiert, wodurch die Geschäftsführung von einer Steigerung der Umsatz- und Ertragslage gegenüber 2019 ausgeht. Bedingt durch die Coronapandemie besteht die Gefahr eines starken Nachfragerückgangs. Dieses kann durch unsere Kundenstruktur aufgefangen werden. Weiterhin kann es durch den Ukraine Konflikt zu Lieferengpässen kommen. Unsere Lieferanten sind hier jedoch nur indirekt betroffen. Somit erwarten wir hier keine signifikanten Probleme. 3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Bezüglich eingetretener Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Angaben im Anhang.
Haibach, den 17. Juni 2022 Seamus Cussen Marco Brehm Howard Taylor Anhang für das Geschäftsjahr 20201. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Kingspan Access Floors GmbH, Haibach (Amtsgericht Aschaffenburg; HRB 15092) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: AKTIVA Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von max. EUR 250,--, welche im Zeitraum 01.01.2020 - 31.12.2020 erworben wurden, wurden im Zugangsjahr vollabgeschrieben. Für Anlagegüter von EUR 250,-- bis max. EUR 1.000, die nach dem 31.12.2019 angeschafft wurden, abnutzbar, beweglich und selbständig bewertbar sind, wurde ein Sammelposten gebildet, der im Geschäftsjahr und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit 20 % abgeschrieben wird. Vorräte werden grundsätzlich im Standardkosten Verfahren gemäß § 255 Abs. 1 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden ebenfalls zu Standartkosten bewertet. Für erhaltene Lieferantenboni wurde ein pauschaler Abschlag zur Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen vorgenommen. Komponenten werden mit dem Wert aus durchschnittlichem Anschaffungswert zum Zeitpunkt der Bearbeitung zuzüglich der Bearbeitungskosten (bspw. Beschneiden) zum Anschaffungspreis bewertet. Für Handelswaren mit eingeschränkter Verwertbarkeit wurden Abschläge vorgenommen. Berechnungsbasis ist der letzte Bezug einer Ware gemäß den Konzernvorgaben der Kingspan Gruppe. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestände sind zum Nominalwert bilanziert. Aufgrund eines Cash-Pooling-Vertrags mit der Kingspan Holding GmbH, Wesel, hat die Kingspan Access Floors GmbH nur liquide Mittel aus Kassenbestand. Im Vorjahr bestand ebenso ein Cash-Pooling Vertrag mit dem ehemaligen Mutterunternehmen Wego Systembaustoffe GmbH, Hanau. PASSIVA Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen angesetzt. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen wurden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich auf TEUR 4.307 (Vorjahr: TEUR 3.414). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.377 (Vorjahr: TEUR 1.381) bestehen gegen die Kingspan Holding GmbH und resultieren aus dem Cash Pooling. Die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 1.133 (Vorjahr: TEUR 529) betreffen im Wesentlichen Ansprüche auf Lieferantenboni in Höhe von TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 403) und Forderungen an das Finanzamt aus Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 351 (Vorjahr: TEUR 77). Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 50) sind vorausbezahlte Aufwendungen enthalten. Im Wesentlichen sind dies abgegrenzte Wartungskosten für das ERP System. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 53. Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert ausschließlich aus dem Jahresergebnis des aktuellen Geschäftsjahres. Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 480 wurden für Verpflichtungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuer gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 239), Mitarbeiterverpflichtungen (Abfindung, Tantieme, Urlaub, Überstunden) TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 302), Rückbauverpflichtung TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 179), Kosten des Jahresabschlusses TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 133) sowie Gewährleistungsverpflichtungen TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 301) gebildet. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 aufgrund des Verkaufs der Kingspan Access Floors GmbH an die Kingspan Holding Netherlands B.V. gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 26 bestehen gegenüber Tate, plc, Dublin, Irland und resultieren aus Lieferungen und Leistungen, welche aus dem originären Gewerbebetrieb entstammen. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich aus dem nunmehr positiven Cashpool. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u.a. die Umsatzsteuer 16% in Höhe von TEUR 280, welche resultierend aus dem Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zu Geschäftsjahr 2019 gestiegen ist. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sämtliche Umsatzerlöse werden im Tätigkeitsbereich der Produktion und des Handels mit Bodensystemen erwirtschaftet und wurden im Inland sowie im europäischen Ausland erzielt. Diese belaufen sich in 2020 auf TEUR 29.622 (Vorjahr: TEUR 28.220). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 19 auf TEUR 669 in 2020 gestiegen. Sie beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus Lieferantenboni. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.823 (Vorjahr: TEUR 2.337) beinhalten hauptsächlich Aufwendungen für Miet- und Nebenkostenzahlungen TEUR 780 (Vorjahr: TEUR 646), Zeitpersonal/Zeitarbeiter TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 152), Verwaltungskosten TEUR 119 (Vorjahr: 68), Jahresabschlusskosten TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 133), Reparaturkosten von Maschinen und BGA TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 71), Kfz-Kosten TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 141), Verpackungsmaterialien inklusive Entsorgung TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 143) sowie Gewährleistung TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 285). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsaufwendungen lagen im Wirtschaftsjahr 2020 nicht vor. Dies liegt daran, dass die Gesellschaft nunmehr eine Forderung aus dem Cashpool gegenüber dem Cashpoolträger hat. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Aufwendungen für Körperschafts- und Gewerbesteuer betragen im Geschäftsjahr TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 684). 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag, wie im Vorjahr, nicht eingegangen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Vorteile für die Kingspan Access Floors GmbH ergeben sich durch die geringe Kapitalbindung. Hierdurch entsteht jedoch das Risiko, dass durch die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen auch der Vermieter jederzeit das Recht hat die Verträge zu kündigen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es erfolgten keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht marktüblichen Bedingungen unterliegen. Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis Als Geschäftsführer waren im Jahr 2020 bestellt: Herr Marco Brehm, Industriekaufmann, Haibach Herr Seamus Cussen, Master in Business Studies, Dublin, Irland Herr Howard Taylor, Master of Business Administration (MBA), Hale/Altrincham, Großbritannien, seit 13. August 2019 Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder einem Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Zusätzlich sind die Geschäftsführer Herr Seamus Cussen und Herr Howard Taylor jeweils einzelvertretungsberechtigt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft macht bezüglich der Angabe der Organbezüge von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf diese Angaben, da nur ein Geschäftsführer Bezüge erhalten hat. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen:
Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis 2020 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernverhältnisse Die Geschäftsanteile der Gesellschaft werden zu 100% von der Kingspan Holding GmbH, Wesel, Deutschland gehalten. Der Jahresabschluss des Unternehmens ist in dem Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen der Kingspan Group PLC, Kingscourt, Irland enthalten. Dieser ist am eingetragenen Sitz dieses Unternehmens erhältlich. Nachtragsbericht Bedingt durch die Coronapandemie besteht die Gefahr eines starken Nachfragerückgangs. Dieses kann durch unsere Kundenstruktur aufgefangen werden. Weiterhin kann es durch den Ukraine Konflikt zu Lieferengpässen kommen. Unsere Lieferanten sind hier jedoch nur indirekt betroffen. Somit erwarten wir hier keine signifikanten Probleme. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Ergänzend verweisen wir auf unsere Angaben im Lagebericht.
Haibach, den 17. Juni 2022 Seamus Cussen Marco Brehm Howard Taylor Bilanz zum 31. Dezember 2020A k t i v a
P a s s i v a
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Auftragsbedingungen, Haftung und VerwendungsvorbehaltWir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungs-gemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Kingspan Access Floors GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kingspan Access Floors GmbH, Haibach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kingspan Access Floors GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 24. Juni 2022 Ernst
& Young GmbH
Knappe
Rücker
Bilanz zum 31. Dezember 2020A k t i v a
P a s s i v a
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 20201. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Kingspan Access Floors GmbH, Haibach (Amtsgericht Aschaffenburg; HRB 15092) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: AKTIVA Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von max. EUR 250,--, welche im Zeitraum 01.01.2020 - 31.12.2020 erworben wurden, wurden im Zugangsjahr vollabgeschrieben. Für Anlagegüter von EUR 250,-- bis max. EUR 1.000, die nach dem 31.12.2019 angeschafft wurden, abnutzbar, beweglich und selbständig bewertbar sind, wurde ein Sammelposten gebildet, der im Geschäftsjahr und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit 20 % abgeschrieben wird. Vorräte werden grundsätzlich im Standardkosten Verfahren gemäß § 255 Abs. 1 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden ebenfalls zu Standartkosten bewertet. Für erhaltene Lieferantenboni wurde ein pauschaler Abschlag zur Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen vorgenommen. Komponenten werden mit dem Wert aus durchschnittlichem Anschaffungswert zum Zeitpunkt der Bearbeitung zuzüglich der Bearbeitungskosten (bspw. Beschneiden) zum Anschaffungspreis bewertet. Für Handelswaren mit eingeschränkter Verwertbarkeit wurden Abschläge vorgenommen. Berechnungsbasis ist der letzte Bezug einer Ware gemäß den Konzernvorgaben der Kingspan Gruppe. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestände sind zum Nominalwert bilanziert. Aufgrund eines Cash-Pooling-Vertrags mit der Kingspan Holding GmbH, Wesel, hat die Kingspan Access Floors GmbH nur liquide Mittel aus Kassenbestand. Im Vorjahr bestand ebenso ein Cash-Pooling Vertrag mit dem ehemaligen Mutterunternehmen Wego Systembaustoffe GmbH, Hanau. PASSIVA Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen angesetzt. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen wurden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich auf TEUR 4.307 (Vorjahr: TEUR 3.414). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.377 (Vorjahr: TEUR 1.381) bestehen gegen die Kingspan Holding GmbH und resultieren aus dem Cash Pooling. Die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 1.133 (Vorjahr: TEUR 529) betreffen im Wesentlichen Ansprüche auf Lieferantenboni in Höhe von TEUR 506 (Vorjahr: TEUR 403) und Forderungen an das Finanzamt aus Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 351 (Vorjahr: TEUR 77). Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 50) sind vorausbezahlte Aufwendungen enthalten. Im Wesentlichen sind dies abgegrenzte Wartungskosten für das ERP System. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 53. Die Veränderung des Eigenkapitals resultiert ausschließlich aus dem Jahresergebnis des aktuellen Geschäftsjahres. Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 480 wurden für Verpflichtungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuer gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 239), Mitarbeiterverpflichtungen (Abfindung, Tantieme, Urlaub, Überstunden) TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 302), Rückbauverpflichtung TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 179), Kosten des Jahresabschlusses TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 133) sowie Gewährleistungsverpflichtungen TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 301) gebildet. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 aufgrund des Verkaufs der Kingspan Access Floors GmbH an die Kingspan Holding Netherlands B.V. gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 26 bestehen gegenüber Tate, plc, Dublin, Irland und resultieren aus Lieferungen und Leistungen, welche aus dem originären Gewerbebetrieb entstammen. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich aus dem nunmehr positiven Cashpool. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u.a. die Umsatzsteuer 16% in Höhe von TEUR 280, welche resultierend aus dem Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zu Geschäftsjahr 2019 gestiegen ist. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sämtliche Umsatzerlöse werden im Tätigkeitsbereich der Produktion und des Handels mit Bodensystemen erwirtschaftet und wurden im Inland sowie im europäischen Ausland erzielt. Diese belaufen sich in 2020 auf TEUR 29.622 (Vorjahr: TEUR 28.220). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 19 auf TEUR 669 in 2020 gestiegen. Sie beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus Lieferantenboni. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.823 (Vorjahr: TEUR 2.337) beinhalten hauptsächlich Aufwendungen für Miet- und Nebenkostenzahlungen TEUR 780 (Vorjahr: TEUR 646), Zeitpersonal/Zeitarbeiter TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 152), Verwaltungskosten TEUR 119 (Vorjahr: 68), Jahresabschlusskosten TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 133), Reparaturkosten von Maschinen und BGA TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 71), Kfz-Kosten TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 141), Verpackungsmaterialien inklusive Entsorgung TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 143) sowie Gewährleistung TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 285). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Zinsaufwendungen lagen im Wirtschaftsjahr 2020 nicht vor. Dies liegt daran, dass die Gesellschaft nunmehr eine Forderung aus dem Cashpool gegenüber dem Cashpoolträger hat. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Aufwendungen für Körperschafts- und Gewerbesteuer betragen im Geschäftsjahr TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 684). 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag, wie im Vorjahr, nicht eingegangen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Vorteile für die Kingspan Access Floors GmbH ergeben sich durch die geringe Kapitalbindung. Hierdurch entsteht jedoch das Risiko, dass durch die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen auch der Vermieter jederzeit das Recht hat die Verträge zu kündigen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es erfolgten keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht marktüblichen Bedingungen unterliegen. Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis Als Geschäftsführer waren im Jahr 2020 bestellt: Herr Marco Brehm, Industriekaufmann, Haibach Herr Seamus Cussen, Master in Business Studies, Dublin, Irland Herr Howard Taylor, Master of Business Administration (MBA), Hale/Altrincham, Großbritannien Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder einem Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Zusätzlich sind die Geschäftsführer Herr Seamus Cussen und Herr Howard Taylor jeweils einzelvertretungsberechtigt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesellschaft macht bezüglich der Angabe der Organbezüge von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf diese Angaben, da nur ein Geschäftsführer Bezüge erhalten hat. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen:
Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis 2020 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernverhältnisse Die Geschäftsanteile der Gesellschaft werden zu 100% von der Kingspan Holding GmbH, Wesel, Deutschland gehalten. Der Jahresabschluss des Unternehmens ist in dem Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen der Kingspan Group PLC, Kingscourt, Irland enthalten. Dieser ist am eingetragenen Sitz dieses Unternehmens erhältlich. Nachtragsbericht Bedingt durch die Coronapandemie besteht die Gefahr eines starken Nachfragerückgangs. Dieses kann durch unsere Kundenstruktur aufgefangen werden. Weiterhin kann es durch den Ukraine Konflikt zu Lieferengpässen kommen. Unsere Lieferanten sind hier jedoch nur indirekt betroffen. Somit erwarten wir hier keine signifikanten Probleme. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Ergänzend verweisen wir auf unsere Angaben im Lagebericht.
Haibach, den 17. Juni 2022 Seamus Cussen Marco Brehm Howard Taylor Anlage zum Anhang Entwicklung des Anlagevermögens 2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020I GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT 1. Geschäftsmodell Die Geschäftstätigkeit der Kingspan Access Floors GmbH ("Kingspan") umfasst die Produktion von und den Handel mit Doppelböden nebst Zubehör am Hauptsitz in Haibach, Bayern, mit Produktion, Verkauf, Entwicklung und Verwaltung. Dazu gehört eine Betriebsstätte in Parchim, Mecklenburg- Vorpommern, ebenso mit Produktion und Verkauf. Die Gesellschaft erzielt den Großteil ihrer Umsatzerlöse mit Kunden aus Deutschland, ist aber auch im europäischen Raum tätig, v.a. in Österreich, Schweiz und Belgien. 2. Personal- und Sozialwesen Zum 31. Dezember 2020 beschäftigte die Kingspan Access Floors GmbH 56 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Vorjahr: 53), davon eine Auszubildende im kaufmännischen Bereich (Vorjahr: 1). Weiterbildungen und Schulungen werden sowohl für den gewerblichen Bereich als auch für die kaufmännischen Angestellten bedarfsorientiert durchgeführt. Das Thema Arbeitssicherheit ist vor allem in der Produktion ein zentrales Thema. Auch zur Sicherstellung aller gesetzlichen Anforderungen arbeitet die Firma mit einem externen Anbieter zusammen, der regelmäßige Sicherheitsunterweisungen und Begehungen durchführt. Zudem ist die Einführung der ISO 45001 bis Herbst 2022 geplant. 3. Forschung und Entwicklung Die Kingspan Access Floors GmbH betreibt Forschung und Entwicklung, jedoch unter Nutzung der Synergien des Mutterkonzerns. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Verbesserungen der Produkte und der Prozesse. Eine separate Abteilung innerhalb der Kingspan Access Floors GmbH gibt es nicht, allerdings werden geringfügige Kosten durch Produkt- und Prozessverbesserungen lokal ausgewiesen. II WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Allgemeine Entwicklung und Branchenentwicklung Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch eine deutliche Ausweitung des Angebots gekennzeichnet. Die Gesellschaft begegnet dieser Entwicklung durch innovative Produkte, ein hohes Maß an Flexibilität und Qualität. Gemäß Statistischem Bundesamt schrumpfte die deutsche Wirtschaft für das Berichtsjahr um 4,8 % gegenüber dem Vorjahr. Hauptgründe für die negative Entwicklung waren die Rückgänge bei den privaten Konsumausgaben um 3,1% sowie im Exportbereich um 4,4%. Der Zuwachs der realen Bruttoanlageninvestitionen in dem für Kingspan wichtigen Nichtwohnungsbau schwächte sich gegenüber dem Vorjahr auf nun 0,9% ab. Die Branche ist geprägt durch eine oligopolistische Anbieter- und Kundenstruktur. Darauf basieren stabile und langjährige Geschäftsbeziehungen. Hohe Markteintrittsbarrieren für neue Anbieter bestehen hinsichtlich der Regularien für Statik, Brandschutz und Schall aufgrund aufwendiger Zertifizierungsvorgaben. Preissteigerungen können und werden an die Kunden weitergegeben. 2. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft zieht für ihre interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz und EBIT heran. Für die Steuerung der Gesellschaft werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren herangezogen. 3. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft kann insgesamt auf ein umsatzstarkes und erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die Belastungen der Covid 19 Pandemie konnten gut aufgefangen werden indem kurzfristige Preiserhöhungen weitgehend weitergeben werden konnten. Im Vergleich zum Prognosebericht 2019 konnten die Erwartungen erfüllt werden. Insbesondere konnte das Ziel des moderaten Umsatzwachstums erreicht werden. Die Gesellschaft konnte die Umsatzerlöse im Vergleich zum Branchentrend überproportional um knapp 5,0% gegenüber dem Vorjahr steigern. Dies lag an einer sehr guten Auftragslage. Dies trifft auch auf das Ergebnis zu, das durch überproportionales Umsatzwachstum im Verhältnis zur Kostenentwicklung einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Die Marge im Geschäftsjahr 2020 betrug 21,9 %. Die Marge im Vorjahr betrug 18,8%. Unter anderem war die positive Entwicklung des Datacenter Marktes sehr förderlich für unsere Marge. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend in den Folgejahren fortsetzt. Der Umsatz betrug im Zeitraum TEUR 29.622, das operative Ergebnis TEUR 2.721. 4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage a. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 29.622, was einer Erhöhung um 5,0% bzw. TEUR 1.401 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies ist auf einen gestiegenen Absatz zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert aus Lieferantenboni. Die Materialaufwendungen haben sich um TEUR 1.407 zum Vergleichszeitraum erhöht. Die Reduzierung des Personalaufwandes um TEUR 150 bzw. 5,6% ist im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen für Abfindung eines leitenden Angestellten zurückzuführen. Folgende Effekte haben zur Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 514 bzw. 22,0% geführt: gestiegene Aufwendungen für Gebäudemiete (TEUR +134). Dem gegenüber stehen niedrigere Kosten für Gewährleistungen (TEUR -269) und Verpackungsmaterial (TEUR -113). Durch den Wegfall der körperschaftsteuerlichen Organschaft im Jahr 2019 sind die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag auf TEUR 294 gesunken. Es ergibt sich ein Gewinn vor Steuern in Höhe von TEUR 2.721 (Vorjahr: TEUR 1.321) sowie nach Steuern in Höhe von TEUR 2.427 (Vorjahr: TEUR 546). Aufgrund einer unterjährigen Gewinnabführung (TEUR 1.127) im Zusammenhang mit der Übertragung der Anteile an der Gesellschaft, wurde letztes Jahr ein Jahresfehlbetrag erzielt. In diesem Jahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.423 (Vorjahr: TEUR -583) erzielt. b. Vermögenslage Im Geschäftsjahr erhöhte sich die Bilanzsumme der Gesellschaft um TEUR 1.176 was einem Anstieg von 14,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung basiert hauptsächlich auf dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR +996). Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um TEUR 6 auf TEUR 63 reduziert. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 40 auf TEUR 944. Das Umlaufvermögen hat einen Anteil von 88,7% und das Anlagevermögen von 10,9% am Gesamtvermögen. Die im Umlaufvermögen enthaltenen Vorräte betrugen TEUR 3.895 (Vorjahr TEUR 3.630). Diese sind unterteilt in fertige Erzeugnisse und Waren (TEUR 3.375; Vorjahr TEUR 3.403) sowie unfertige Erzeugnisse (TEUR 519; Vorjahr TEUR 227). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen TEUR 2.377 (Vorjahr TEUR 1.381). Der Anstieg resultiert aus dem positiven Cash pool Bestand. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 1.133 (Vorjahr TEUR 529). Die Erhöhung ist hauptsächlich durch die debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 141 sowie durch die Lieferantenboni in Höhe von TEUR 506 begründet. Schwächere Umsatzerlöse zum Ende des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr haben einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 707 zur Folge. Die Gesellschaft finanziert sich langfristig über das Eigenkapital in Höhe von TEUR 5.612 (Vorjahr TEUR 3.189). Die Eigenkapitalquote beträgt 60,7% (Vorjahr: 39,5%). c. Finanzlage Die Gesellschaft finanziert sich neben der verbesserten Eigenkapitalausstattung aus unternehmenseigenen Mitteln. Die Kingspan Access Floors GmbH in Haibach ist in das Cashpooling der Kingspan Gruppe eingebunden. Dadurch ist die Zahlungsfähigkeit generell jederzeit gewährleistet. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr dadurch jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen wie bereits im Vorjahr nicht vor. Das Finanzmanagement ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung die Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft als gut. Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist positiv. In 2021 liegt ein vorläufiger Umsatz von TEUR 34.302 vor. In Bezug auf den Jahresüberschuss vor Steuern hat sich die Vorjahresprognose mit einem deutlichen Anstieg auf ein vorläufiges Ergebnis in Höhe von TEUR 3.202 bewahrheitet. Nach dem Verkauf im Geschäftsjahr 2019 hat sich das Umfeld als sehr stabil und ausbaufähig erwiesen. Dies hat sich auch in den darauffolgenden Geschäftsjahren bestätigt und deckt somit unsere eigenen Erwartungen. III Risikomanagement und Risiken Unternehmerische Risiken sollen grundsätzlich nur dann eingegangen werden, wenn die damit verbundenen Chancen eine angemessene Umsatz- und Ertragssteigerung für das Unternehmen erwarten lassen und die Risiken als beherrschbar angesehen werden. Aufgrund der flachen Organisationsstrukturen sollen eine zeitnahe Berichterstattung und schnelle Reaktionsfähigkeit sichergestellt werden. Die Kingspan Access Floors GmbH ist auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Das Unternehmen ergreift Maßnahmen, um alle Risiken, die sich negativ auf die Entwicklung des Geschäftsbetriebs auswirken könnten, zu erkennen und zu lokalisieren. Die Gesellschaft ist in das Kingspan Group Risk Management Framework integriert, das ein Bestandteil des Planungs-, Managements- und Reportingprozesses ist. Durch zeitnahes und regelmäßiges Reporting auf Monats- bzw. Wochenebene werden Abweichungen zur internen Planung sichtbar gemacht. Damit wird die Geschäftsführung in die Lage versetzt, Risiken zu identifizieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Neu auftretende Chancen und Risiken werden regelmäßig in die Prognosen eingearbeitet. Außerdem ist geplant, die ISO 9001-Norm einzuführen. Dies führt zu einer Standardisierung der Prozesse und dient der Effizienzsteigerung und der Vereinfachung bereits bestehender Prozesse. Dies soll ab Herbst 2022 erfolgen. Um für einen strukturierten Einführungsprozess zu sorgen, wurde ein neuer Mitarbeiter Anfang 2022 eingestellt. 1. Künftige Chancen und Risiken Obwohl die bisher bestehende Niedrigzinspolitik der EZB sich langsam ändert, könnte sich die europäische Baukonjunktur weiter fortsetzen. Dies wird die Kundennachfrage weiterhin positiv beeinflussen. Daraus können erhebliche Umsatz- und Ergebnischancen entstehen. Durch die langfristige Planung der Bauträger erwarten wir kurz- und mittelfristig keine negativen Folgen. a) Gesamtwirtschaftliche Risiken Bei einer andauernden Finanzkrise mit niedrigem oder negativem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Wesentlichen bedingt durch die noch anhaltende Coronapandemie besteht die Gefahr eines starken Nachfragerückgangs, wenn es nicht gelingt diese Krise aus eigener Kraft oder durch finanzielle Unterstützung zu überwinden. Aufgrund der Corona-Einschränkungen besteht zudem die Gefahr von Lieferantenausfällen, falls diese Betriebe vorübergehend geschlossen werden (Lockdown). Aufgrund ausreichender Sicherheitsmaßnahmen auf Lieferantenseite hatte die Gesellschaft bisher noch keine Lieferantenausfälle aufgrund des Lockdowns zu verzeichnen. Zusätzlich erschwert die Corona-Pandemie weiterhin die Vertriebsaktivitäten der Gesellschaft. Ebenso ist es nicht auszuschließen, dass aufgrund von Quarantäneregeln die Verwaltung der Gesellschaft beeinträchtigt wird, so dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ausfallen könnten oder im Home Office tätig sein müssten. Weiterhin birgt der Ukraine Konflikt Risiken für das Unternehmen aufgrund von Verzögerungen und Einschränkungen hinsichtlich der Warenlieferungsketten. Dies ist begründet durch die Bezugsquellen unserer Lieferanten. Wir begegnen dem durch eine Ausweitung der Lieferanten aus anderen Quellen. Weiterhin sehen wir einen Preisanstieg auf dem Markt, v.a. hinsichtlich des Stahles. Wir sind versucht diese höheren Preise auch an unsere Kunden weiterzugeben. Hinsichtlich des Absatzmarktes erwarten wir keine Effekte. Wie oben schon in Abschnitt "Geschäftsverlauf" ausgeführt, bedeutet das erwartete Wachstum im Datacenter Markt eine große Chance für uns, um sich Marktanteile an diesem Zukunftsmarkt zu sichern. Durch die Nähe zu Frankfurt am Main sehen wir hier auch aufgrund der kurzen Distanz und somit der Transportwege sehr gute Wachstumschancen. Hieraus ergibt sich ein gemeinsamer Marktauftritt mit der Schwestergesellschaft Tate, zum Beispiel durch gemeinsame Messeauftritte. Auch die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Kingspan Gesellschaften eröffnet hier große Marktchancen. Falls es zu Marktverschiebungen kommen sollte, ist die Kingspan Group immer in der Lage, darauf flexibel zu reagieren. Dies schließt auch eventuelle M&A Aktivitäten im europäischen Raum ein. Vor allem in der Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft in Belgien sehen wir, zum Beispiel im Einkaufswesen, großes Synergiepotenzial. b) Preisänderungsrisiken Risiken aus kurzfristigen Preisanpassungen von Lieferanten aufgrund gestiegener Rohstoff- oder Personalkosten sowie ihrer Marktstellung werden möglichst durch längerfristige Vereinbarungen mit fixierten Laufzeiten und Einkaufspreisen abgemildert. Allerdings kann es durch Rohstoffverknappungen weiterhin zu kurzfristigen Preiserhöhungen kommen, die die Gesellschaft aber an die Kunden weiterreicht und so die Verkaufsmarge stabil hält. c) Zinsänderungsrisiken Zinsaufwendungen fallen im Wesentlichen für Cash Pooling Salden an, wobei der Zinssatz von der Gruppe festgelegt wird. Verzinsliche Darlehen ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht eingegangen. Zinsänderungsrisiken sind demnach nicht zu erwarten. d) Liquiditätsrisiken Wesentliche Elemente, die der Gesellschaft zur Steuerung des Liquiditätsrisikos zur Verfügung stehen, sind eine gründliche Finanzplanung sowie Zugriffsmöglichkeiten auf liquide Mittel durch das Cashpooling. e) Währungsrisiken Ein Währungsrisiko besteht nicht, da die bezogenen Güter und Dienstleistungen in Euro fakturiert werden. Der Absatzmarkt umfasst ausschließlich Länder des Euroraumes. f) Ausfallrisiken Durch ein straffes und zeitnahes Mahnwesen können Forderungsausfälle niedrig gehalten werden. Zudem werden Kreditlimits regelmäßig nur im Rahmen der gewährten Deckung durch die Warenkreditversicherung oder bei weiteren Sicherheiten eingeräumt. Die Einzelwertberichtigungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 198 (Vorjahr TEUR 35). g) Einkaufsrisiken / Lieferantenkonzentration Das Unternehmen hängt in größerem Umfang von einem Lieferanten ab, der momentan nicht substituierbar ist. Um das Risiko einer Nichtbelieferung zu minimieren, wurde mit diesem Lieferanten im Berichtsjahr eine Belieferungsabsicht über eine definierte Mindestmenge fixiert, die über das Berichtsjahr hinausreicht. Lieferausfälle aller anderen Lieferanten sind durch eine Second Source Strategie kurzfristig kompensierbar. h) Absatzrisiken Bedingt durch die Marktgröße ist die Anzahl der Kunden limitiert. Zu diesen bestehen langjährige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen, die mit jährlichen Bonusverträgen unterlegt werden. Gesamtbeurteilung der Risikolage Weitere Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind der Geschäftsführung nicht bekannt. In der Gesamtsicht ergeben sich keine Risiken, die die Fortführung des Unternehmens gefährden. Die Chancen liegen weiterhin in der dennoch guten Markt- und Auftragslage. 2. Prognosebericht Die von uns getroffenen Annahmen für das Geschäftsjahr 2021 wurden übertroffen. Wir konnten den vorläufigen Umsatz um 15,8% auf TEUR 34.302 steigern. Das Umsatzwachstum in Verbindung mit einem nur leichten Anstieg der Kosten wird demzufolge im Jahr 2021 zu einem Anstieg des Jahresüberschusses vor Steuern führen. Der vorläufige Jahresüberschuss vor Steuern beträgt TEUR 3.202. Für das gesamte Geschäftsjahr 2022 wird ein Umsatz von TEUR 35.277 und ein Jahresüberschuss von TEUR 3.219 erwartet. Im Geschäftsjahr 2023 planen wir, ausgehend von den aktuellen Zahlen 2022, auch einen Anstieg des Umsatzes auf insgesamt TEUR 36.541. Es wird im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis von TEUR 3.548 angestrebt. Die stabile Entwicklung im Doppelbodenbereich wird sich auch in den Folgejahren fortsetzen und wird verstärkt durch die Entwicklung im Bereich Datacenter. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit den Konzerngesellschaften in UK und Belgien weiter intensiviert bzw. optimiert, wodurch die Geschäftsführung von einer Steigerung der Umsatz- und Ertragslage gegenüber 2019 ausgeht. Bedingt durch die Coronapandemie besteht die Gefahr eines starken Nachfragerückgangs. Dieses kann durch unsere Kundenstruktur aufgefangen werden. Weiterhin kann es durch den Ukraine Konflikt zu Lieferengpässen kommen. Unsere Lieferanten sind hier jedoch nur indirekt betroffen. Somit erwarten wir hier keine signifikanten Probleme. 3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Bezüglich eingetretener Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Angaben im Anhang.
Haibach, den 17. Juni 2022 Seamus Cussen Marco Brehm Howard Taylor |
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