MRH applications GmbHLiquidiert

Holzmarktstraße 63, 10179 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 148397
Eingetragen
12.3.2013
Branche
Entwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Software sowie Erbringung von Kontoinformationsdiensten.

Finanzübersicht

Historie

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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MRH applications GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

MRH applications GmbH, Berlin

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
aus sonstigen Tätigkeien
täglich fällig 310.476,70 239.104,95
2. Forderungen an Kunden
a) aus Zahlungsdiensten
aus Provisionen 5.922,35 3.849,68
b) aus sonstigen Tätigkeiten 24.821,92 15.739,71
30.744,27 19.589,39
3. Sachanlagen
aus sonstigen Tätigkeiten 847,00 971,00
5. Rechnungsabgrenzungsposten
a) aus Zahlungsdiensten 540,83 856,88
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
540,83 856,88
342.608,80 260.522,22

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten
a) aus Zahlungsdiensten 54,68 54,68
b) aus sonstigen Tätigkeiten 4.695,77 3.480,35
4.750,45 3.535,03
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen
aus sonstigen Tätigkeiten 14.507,85 12.458,88
b) andere Rückstellungen
aus Zahlungsdiensten 8.300,00 7.700,00
22.807,85 20.158,88
3. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Bilanzgewinn 290.050,50 211.828,31
315.050,50 236.828,31
342.608,80 260.522,22

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2023

der MRH applications GmbH, Berlin

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus sonstigen Tätigkeiten
aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 539,27 0,50
2. Provisionserträge
a) aus Zahlungsdiensten 40.955,82 30.655,98
b) aus sonstigen Tätigkeiten 159.995,75 132.548,36
200.951,57 163.204,34
3. Provisionsaufwendungen aus sonstigen Tätigkeiten 5.000,00 6.250,00
4. Sonstige betriebliche Erträge
a) aus Zahlungsdiensten 560,00 195,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,13 300,16
560,13 495,16
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten
andere Verwaltungsaufwendungen 13.207,16 12.596,55
b) aus sonstigen Tätigkeiten
aa) Personalaufwand
aaa) Löhne und Gehälter 66.364,80 66.022,20
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.883,59 1.691,62
68.248,39 67.713,82
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 2.980,45 4.283,21
71.228,84 71.997,03
84.436,00 84.593,58
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
aus sonstigen Tätigkeiten 593,75 1.109,11
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,05 2,00
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
a) aus Zahlungsdiensten 28.308,66 18.254,43
b) aus sonstigen Tätigkeiten 83.712,51 60.851,49
112.021,17 79.105,92
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) aus Zahlungsdiensten 8.541,32 1.326,65
b) aus sonstigen Tätigkeiten 25.257,66 20.312,18
33.798,98 21.638,83
10. Jahresüberschuss
a) aus Zahlungsdiensten 19.767,34 16.927,78
b) aus sonstigen Tätigkeiten 58.454,85 33.178,70
78.222,19 50.106,48
11. Gewinnvortrag
a) aus Zahlungsdiensten 3.071,80 -13.855,98
b) aus sonstigen Tätigkeiten 208.756,51 175.577,81
211.828,31 161.721,83
12. Bilanzgewinn 290.050,50 211.828,31

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

der MRH applications GmbH, Berlin

1. Allgemeine Erläuterungen

Die MRH applications GmbH (im Folgenden kurz "die Gesellschaft") ist im Handelsregister des Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 138397 B eingetragen.

Die Gesellschaft hat im Mai 2019 eine Registrierung als Zahlungsinstitut erlangt und darf Kontoinformationsdienste nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG erbringen. Aufgrund § 340 Abs. 5 HGB sind daher die Rechnungslegungs- und Prüfungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Formblätter 1 und 2 aus der RechZahlV verwendet. Leere Positionen wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht aufgeführt. Die Positionen werden entsprechend ihrer Herkunft wie folgt unterteilt:

a) aus Zahlungsdiensten: alle dem PSD2-Kontoinformationsdienst zuordenbaren Geschäftsvorfälle

b) sonstige Tätigkeiten: alle dem FinTS/HBCI-Kundenprodukt zuordenbaren Geschäftsvorfälle.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen, im Zugangsjahr pro rata temporis.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Der Wertansatz der Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Es bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen an Kreditinstitute aus laufenden Guthaben.

Forderungen an Kunden

Es handelt sich bei diesem Posten um ausstehende Rechnungen gegenüber Vertragspartnern. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Immaterielle Anlagewerte

Auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurde unter Anwendung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB verzichtet.

Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

eIDAS-Signaturzertifikate werden periodengerecht abgegrenzt.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Lohnsteuer- und Umsatzsteuerzahlungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Rückstellungen

Dieser Posten setzt sich aus Rückstellungen für Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, im Folgejahr fälliger Umsatzsteuer und Rückstellungen für das Abschlussprüferhonorar zusammen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist in voller Höhe eingezahlt.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge

Es handelt sich um Zinsen auf Tagesgeldguthaben in Deutschland.

Provisionserträge

Erträge wurden aus dem Lizenzverkauf des FinTS/HBCI-Kundenprodukts und der Erbringung von PSD2-Kontoinformationsdienstleistungen erzielt.

Die Gliederung nach geographischen Märkten stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr Vorjahr
Deutschland 197.119,40 € 159.206,57 €
Europäischer Wirtschaftsraum 3.296,88 € 3.436,18 €
Rest der Welt 535,29 € 561,59 €

Provisionsaufwendungen

Es handelt sich um Fremdleistungen, die für die Entwicklung des FinTS/HBCI-Kundenprodukts erbracht wurden.

Sonstige betriebliche Erträge

Es handelt sich um periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen setzen sich aus den Aufwendungen für Personal und den Aufwendungen sachlicher Art zusammen, unter anderem für Server-Hosting, eIDAS-Signaturzertifikate, Berufshaftpflichtversicherung und Wirtschaftsprüfung.

5. Sonstige Angaben

Zahlungsvorgänge und Zahlungsvolumen

Es wurden keine Zahlungsvorgänge i.S.d. § 1 Abs. 1 Satz 2 ZAG ausgeführt.

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war Michael Haller. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsbefugt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurde neben dem Geschäftsführer 1 weiterer Mitarbeiter beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Es wurden Honorare für Abschlussprüfungsleistungen i.H.v. EUR 8.300 vereinbart.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 10. Januar 2024

gez. Michael Haller

ANLAGENSPIEGEL für das Geschäftsjahr 2023

der MRH applications GmbH, Berlin

EUR EUR EUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode 2.208,72
Zugänge 469,75
Abgänge 0,00
Umbuchungen 0,00
2.678,47
Kumulierte Abschreibungen
Kumulierte Abschreibungen zum Anfang der Periode 1.237,72
Abschreibungen der Periode 593,75
Zugänge 0,00
Abgänge 0,00
Umbuchungen 0,00
1.831,47
Zuschreibungen 0,00
847,00

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Gesellschaft entwickelt die Multibanking-App "MoneyMoney" als FinTS/HBCI-Kundenprodukt und betreibt dazu ergänzend einen PSD2-Kontoinformationsdienst.

Der Funktionsumfang der MoneyMoney-App wurde im Geschäftsjahr weiter ausgebaut, es wurden Schnittstellenanpassungen zu den Banken vorgenommen und die Kompatibilität zu neuen Betriebssystemversionen hergestellt.

Die Anzahl der vom Kontoinformationsdienst ansteuerbaren PSD2-Schnittstellen, d.h. unterstützten Banken, wurde von 83 auf 118 erhöht.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Erlöse aus dem Lizenzverkauf der MoneyMoney-App stiegen im Geschäftsjahr um TEUR 27 auf TEUR 160 (Vorjahr TEUR 133). Ein dafür mitentscheidender Faktor dürfte sein, dass ein Konkurrent sein Produkt vom Markt zurückgezogen hatte.

Die Provisionserträge aus dem Kontoinformationsdienst stiegen um TEUR 10 auf TEUR 41 (Vorjahr TEUR 31). Demzufolge ist der Gewinn im Geschäftsjahr um TEUR 28 auf TEUR 78 gestiegen (Vorjahr TEUR 50). Die Bilanzsumme beläuft sich auf TEUR 343 (Vorjahr TEUR 261).

Das Vermögen besteht zu 91 % (Vorjahr 92 %) aus liquiden Mitteln und zu 9 % (Vorjahr 8 %) aus kurzfristigen Forderungen, Sachanlagen und Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Kapitalstruktur setzt sich zu 92 % (Vorjahr 91 %) aus Eigenkapital und zu 8 % (Vorjahr 9 %) aus kurzfristigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen zusammen.

Die Liquidität war jederzeit gegeben.

3. Wesentliche Chancen und Risiken

Der Betrieb eines Onlinedienstes bringt inhärente IT-Risiken mit sich. Diese werden durch die Umsetzung einer IT-Sicherheitsstrategie minimiert.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestanden nicht.

Die Gesellschaft darf Kontoinformationsdienste im gesamten Gebiet des Europäischen Wirtschaftsraums erbringen und hat dadurch die Chance, international tätig zu werden.

4. Voraussichtliche Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2024 sind wiederkehrende Provisionserträge aus dem Kontoinformationsdienst zu erwarten. Es wird mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis gerechnet.

5. Sonstige Angaben

Es bestanden keine Zweigniederlassungen.

 

Berlin, 10. Januar 2024

gez. Michael Haller

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteil

Ich habe den Jahresabschluss der MRH applications GmbH, Berlin - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -, der eine Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden enthält, unter Einbeziehung der Buchführung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Der Jahresabschluss und Lagebericht zusammen werden nachfolgend Abschluss genannt.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlussprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen.

Aussagen zum Jahresabschluss

Meine nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften.

Aussagen zum Lagebericht

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse wurden die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts beachtet. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der internationalen Prüfungsstandards (ISA) des IAASB ergänzt um das wp-net-Fachgutachten 2018 von wp.net und dem Prüfungshinweis 2020 zum Lagebericht vorgenommen. Meine Verantwortlichkeiten sind weiter ausgeführt im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts". Ich bin unabhängig von der geprüften Gesellschaft in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen und ich habe meine weiteren berufsethischen Verantwortlichkeiten als Voraussetzung zur Durchführung einer Abschlussprüfung erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und der für die Aufstellung und Überwachung der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Verantwortlichen

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter für notwendig erachten, um eine Aufstellung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, sofern zutreffend, zur Angabe weiterer Sachverhalte zur Beurteilung der Fortführungsannahme sowie zur Aufstellung des Jahresabschlusses unter Annahme der Fortführung des Unternehmens, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen entweder die Auflösung der Gesellschaft oder die Einstellung der Geschäfte oder es besteht dazu keine realistische Alternative.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Die mit der Überwachung der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht betrauten Personen sind dafür verantwortlich, den gesamten Prozess der Abschlussaufstellung zu überwachen.

Verantwortung des Abschussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage meiner Prüfung mit hinreichender Sicherheit

ein Urteil abzugeben zu diesem Jahresabschluss, dass dieser Jahresabschluss und der Lagebericht frei sind von wesentlichen, beabsichtigten oder unbeabsichtigten, falschen Darstellungen,

ein Urteil abzugeben, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt und

einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil enthält.

Hinreichende Sicherheit bedeutet ein hohes Maß an Sicherheit, stellt aber keine Garantie dafür dar, dass eine Prüfung nach internationalen Standards (ISA) immer alle wesentlichen falschen Darstellungen aufdeckt, sofern diese vorhanden sind. Falsche Darstellungen können bewusst oder durch Fehler entstehen und werden als wesentlich eingestuft, wenn diese allein oder im Ganzen wirtschaftliche Entscheidungen der Adressaten dieses Abschlusses beeinflussen könnten, die aufgrund dieses Abschlusses getätigt wurden. Der Lagebericht ist dahingehend zu beurteilen, dass er im Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Als Teil meiner Prüfung in Übereinstimmung mit ISA, dem wp-net-Fachgutachten 2018 und dem wp-net-Prüfungshinweis 2020 zum Lagebericht übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Außerdem besteht meine Prüfung darin:

Die Risiken wesentlicher unzutreffender Angaben zu identifizieren und einzuschätzen, seien sie durch Verstöße oder Unrichtigkeiten entstanden; Prüfungsverfahren zu entwerfen und durchzuführen, die auf solche Risiken ausgerichtet sind; Prüfungsnachweise zu erlangen, die eine ausreichende und angemessene Grundlage für mein Prüfungsurteil darstellen. Das Risiko, dass eine aus einem Verstoß resultierende unzutreffende Angabe nicht aufgedeckt wird, ist höher als bei einer unbeabsichtigten wesentlichen falschen Angabe, weil Verstöße mit betrügerischen Absprachen, Fälschungen, vorsätzlichen Auslassungen, Falschdarstellungen oder dem Umgehen von internen Kontrollen einhergehen können.

Ein Verständnis von den prüfungsrelevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen zu erlangen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Urteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Unternehmens zu fällen.

Die Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten Schätzwerte in der Rechnungslegung zu beurteilen.

Ich beurteile den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

Eine Schlussfolgerung in Bezug auf die Angemessenheit der Anwendung der Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung durch die gesetzlichen Vertreter zu ziehen und, ausgehend von den erlangten Prüfungsnachweisen, eine Schlussfolgerung darüber zu ziehen, ob eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich Ereignissen und/oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnte. Komme ich zu der Schlussfolgerung, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, in meinem Bestätigungsvermerk auf die betreffenden Angaben im Abschluss aufmerksam zu machen oder, sofern diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Meine Schlussfolgerungen basieren auf den bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweisen. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch bewirken, dass die Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit nicht mehr gegeben ist.

Ich erörtere mit den gesetzlichen Vertretern unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Abschlussprüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen und bedeutsame Mängel bei internen Kontrollen, die ich während meiner Abschlussprüfung feststellte.

 

München, den 12. Februar 2024

Michael Böllner, Wirtschaftsprüfer

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