Engel Oberflächentechnik GmbH

Siemensstraße 12, 35415 Pohlheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 2687
Eingetragen
31.7.1995
Branche
Beschichten von MetallenHerstellung von pulvermetallurgischen ErzeugnissenVeredlung von Holzwaren
Gegenstand
Die Pulverbeschichtung von Metall- und sonstigen Teilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Stefan Engel
seit 30.3.2007
Geschäftsführer
Thilo Engel
seit 29.9.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Engel Oberflächentechnik GmbH

Pohlheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Engel Oberflächentechnik GmbH wurde 1995 gegründet und ist ein verlässlicher Partner im Bereich der Beschichtung verschiedenster Metallteile. Über 100 Mitarbeiter kümmern sich mittlerweile um die modernen Fertigungsanlagen, auf denen jährlich über 785.000 m 2 Aluminium und Stahl beschichtet werden. Dabei geben wir Bauteilen eine funktionelle und optisch anspruchsvolle Oberfläche.

A. Geschäftsmodell

Unsere Kunden kommen aus der Medizintechnik, dem Fahrzeugbau, Fassaden- und Maschinenbau, dem Innenausbau ebenso wie aus den Bereichen Bauschlosserei und Metallbau. Für jeden dieser Bereiche bieten wir die optimale Oberfläche. Die unterschiedlichsten Werkstoffe werden durch eine Oberflächenbehandlung veredelt, seien es große Bauteile für Fassaden oder Maschinenbau, seien es kleinste Teile für beispielsweise Medizininstrumente. Große Bauteile können bis zu 4 Tonnen schwer, 12 Meter lang und 2,5 Meter breit sein. Lange Bauteile können 18 Meter in der Länge erreichen.

Je früher die Oberflächenbeschaffenheit und ihre Funktion in der Planung eines Produktes berücksichtigt werden, desto effizienter werden funktionsgerechte und wettbewerbsfähige Produkte geschaffen.

Durch die Verfahrenstechniken zur Oberflächenveredelung von Bauteilen aus Aluminium und Stahl gewährleisten wir einen sehr guten Korrosionsschutz, hoch abriebfeste, mechanisch belastbare Oberflächen und einen guten Isolationswert. In dem umweltverträglichen Verfahren ohne Lösungsmittel und Schwermetalle ermöglicht die unbegrenzte Farbvielfalt eine hervorragende optische Wirkung der pulverbeschichteten Metalloberflächen.

Neben der hervorragenden Qualität unserer Leistungen steht eine kurze Lieferzeit von 7 bis 14 Tagen im Fokus unseres Handelns.

B. Organisatorische Struktur

Die Engel Oberflächentechnik GmbH besticht durch ihre flachen Hierarchien und ihre kundenorientierte Auftragsabwicklung. Neben dem Produktionsstandort in Pohlheim ist das Unternehmen eingebunden in das Netzwerk der Unternehmen der ENGEL Gruppe. Hierdurch können den Kunden weitere Verfahren der Oberflächenbehandlung und Vorbehandlung angeboten und die Wertschöpfungskette verbreitert und vertieft werden.

Durch diese Synergien ergeben sich einerseits für unsere Kunden weitere Lösungskonzepte und andererseits auch gruppenübergreifende organisatorische Synergien.

So bietet die Engel Oberflächentechnik die EDV-Dienstleistung (Netzwerk, Systeme, Kommunikation und Software) gruppenübergreifend für alle Unternehmen an. Ebenso ist in der Engel Oberflächentechnik die kaufmännische Verwaltung mit der zentralen Buchhaltung und Lohnbuchhaltung angesiedelt. EDV und Buchhaltung werden dabei als Dienstleistung für die anderen Unternehmen der ENGEL Gruppe erbracht.

C. Rechtliche Struktur

Der Sitz der Engel Oberflächentechnik GmbH ist in Pohlheim.

D. Forschung und Entwicklung

Die Engel Oberflächentechnik betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland war 2023 weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Zwar sank die Inflation im Jahresverlauf spürbar, jedoch belasteten hohe Energiepreise, anhaltend hohe Finanzierungskosten und ein schwacher Wohnungsbau die konjunkturelle Entwicklung. Die deutsche Wirtschaft stagnierte und zeigte nur geringe Wachstumsimpulse. Laut dem Statistischen Bundesamt setzte sich besonders im Bauhauptgewerbe die Abkühlung fort, was sich in rückläufigen Baugenehmigungen und einer schwachen Nachfrage nach Bauleistungen äußerte.

Dennoch zeigte sich der Dienstleistungssektor robuster, und durch Stabilisierungstendenzen bei Lieferketten sowie rückläufigen Rohstoffkosten gab es vereinzelt positive Impulse. Der Rückgang der Inflationsrate im Jahresverlauf auf etwa 5,9% führte zu ersten Signalen einer geldpolitischen Entspannung, wenngleich sich diese noch nicht in einer spürbaren Erholung des Bausektors widerspiegelte.

Ein großer Teil unserer Umsätze sind von der konjunkturellen Entwicklung des Bauhauptgewerbes beeinflusst. In 2023 ergab sich für die Unternehmen im deutschen Bauhauptgewerbe ein preisbereinigtes Umsatzminus von 5 Prozent. Der Bedarf an Bauleistungen ist ungebrochen hoch, aber weiter wie schon im Jahr zuvor belasten die starken Materialpreissteigerungen die nominal schwachen Umsatzzuwächse. Neue Aufträge blieben überwiegend aus. Laut dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. wurde für das Gesamtjahr 2023 ein realer Orderrückgang von 4,4 Prozent gemeldet.

B. Geschäftsverlauf und Lage

1. Ertragslage

Umsatz und Auftragsentwicklung

Auch in 2023 konnte die Engel Oberflächentechnik GmbH von dem deutlichen Rückgang im Bauhauptgewerbe leicht absetzen. Der Umsatz betrug 11.523 TEuro und sank damit um -2,9 % gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsjahr gab es einen Rückgang bei der Nachfrage nach Beschichtungsdienstleistungen. Die Beschichtungsleistung sank dabei auf 784.000 m 2 (-6,7 %).

Als Dienstleister haben wir sehr kurze Auftragsdurchlaufzeiten von zwei bis drei Wochen. Aus diesem Grund entsprechen der Auftragseingang bzw. die Auftragseingangsentwicklung weitestgehend dem Umsatz.

Der Jahresüberschuss in 2023 beträgt 1.343 TEuro und stieg damit um 4,2 % gegenüber dem Vorjahr. Der Rohgewinn beträgt im Geschäftsjahr 2023 10.527 TEuro (10.044 TEuro im Vorjahr).

Beschaffung und Einkauf

Bedingt durch Versorgungsengpässe und die seit 2021 einsetzende Preiserhöhung auf den Beschaffungsmärkten sind die Energiekosten und Einkaufspreise zum Teil deutlich gestiegen. Ein Teil der Preise konnte durch Teuerungszuschläge auf der Marktseite weitergegeben werden. Da die Engel Oberflächentechnik GmbH als Dienstleister Fremdmaterial beschichtet, betreffen Preisentwicklungen vorgelagerte Materialbehandlungen, die chemische Vorbehandlung, den Pulvereinkauf und Energie. In 2023 kam es zu einer leichten Erholung bei den Energiepreisen. Diese Preisentwicklung führte dazu, dass die Rohertragsmarge im Geschäftsjahr um 4,3 Prozentpunkte gestiegen ist.

Personal

Im Jahresmittel 2023 beschäftigte die Engel Oberflächentechnik durchschnittlich 101 Arbeitnehmer (im Vorjahr 104,5). Davon entfallen 9,1 auf allgemeine Verwaltung, 2,8 auf Betriebswirtschaft, 5,9 auf den eigenen Fuhrpark und 83,2 auf die Fertigung. Neben den festangestellten Arbeitnehmern werden auch Leiharbeitnehmer beschäftigt, um kurzfristige Auftragsschwankungen auszugleichen.

Die Personalkosten sind von 2022 auf 2023 deutlich um 9,4 % gestiegen. Maßgeblich für diesen deutlichen Anstieg sind die Mindestlohnanpassungen Ende 2022 um 15 %, die sich auf das komplette Gehaltsgefüge ausgewirkt haben.

2. Finanzlage

Investitionen

Die Engel Oberflächentechnik hält ihre Fertigungsanlagen stets auf dem technisch aktuellsten Stand. Dies geschieht durch permanente vorbeugende Wartung und regelmäßige Modernisierung der technischen Anlagen Im Geschäftsjahr wurden Investitionen im Gesamtwert von 82,9 TEuro durchgeführt. Die Investitionen wurden durch den eigenen operativen Cash-Flow finanziert.

Kapitalstruktur

Die in den Vortrag gestellten Jahresüberschüsse der Vorjahre sowie das Ergebnis 2023 haben dazu geführt, dass das Unternehmen zum 31.12.2023 eine Eigenkapitalquote von 58,2 % aufweisen kann und seitens Verbindlichkeiten und Fremdkapital ohne langfristige Fremdfinanzierungsmittel auskommt. Über Darlehen an andere Unternehmen in der Engel Gruppe (2.350 TEuro um 31.12.2023) trägt das Unternehmen auch zu positiven Entwicklung der gesamten Engel Gruppe bei.

Liquidität

Die Engel Oberflächentechnik verfügt am Ende des Geschäftsjahres über ausreichend Liquidität, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen bzw. die operative Geschäftstätigkeit zu finanzieren.

3. Vermögenslage

Da das Unternehmen als Beschichtungsdienstleister arbeitet und einen dementsprechend geringen Materialeinsatz hat, ist der Anteil der Forderungen an Kunden und der Vorratsbestand (Working Kapital) und damit auch die kurzfristige Kapitalbindung gemessen an der Bilanzsumme mit 9,1 % zum Jahresende 2023 verhältnismäßig gering (im Vorjahr 16,9 %).

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt in 2023 30,0 % (im Vorjahr 31,3 %).

C. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die EBIT-Marge konnte aufgrund des leichten Umsatzrückganges und des deutlichen Anstieges der Personalkosten nicht auf dem guten Niveau des Vorjahres gehalten werden. Sie sank leicht auf 17,1 % (im Vorjahr 18,49 %).

Die Eigenkapitalrentabilität (EBIT / Eigenkapital) beträgt in 2023 33,7 % (im Vorjahr 48,7 %) und die Gesamtkapitalrentabilität (EBIT / Gesamtkapital) liegt in 2023 bei 19,6 % (2022: 25,8 %).

D. Gesamtaussage

Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen konnte die Engel Oberflächentechnik in 2023 den Umsatz nicht mehr verbessern. Insbesondere der Anstieg der Personalkosten, verursacht durch den deutlichen Anstieg beim Mindestlohn haben zu einem Rückgang der Ergebnisse geführt. Die Performance-Indikatoren wie EBIT-Marge oder Kapitalrentabilität konnten im Berichtsjahr nicht auf dem guten Niveau des Vorjahres gehalten werden. Liquidität und Zahlungsfähigkeit war dennoch zu jedem Zeitpunkt im Berichtszeitraum gesichert.

III. Prognosebericht

Als Lohnbeschichter mit hohen Qualitätsansprüchen unterliegt die Engel Oberflächentechnik zu einem großen Teil den Preiseinflüssen und des Marktes. Zwar sank die Inflationsrate gegenüber der Entwicklung des Vorjahres auf 5,9%, dafür aber kamen in diesem Jahr die hohen Gehaltsanpassungen zum Tragen. In 2024 wird sich die Inflationsentwicklung weiter abmildern und sich dadurch die Finanzierungskosten im Markt wieder verbessern. Hinsichtlich der Personalkosten erwarten wir für das Jahr 2024 einen leichten Rückgang auf 5.99 Mio. EUR. Der Mindestlohn wird ab dem 1.1.2024 um 3,4% angepasst.

Die konjunkturelle Situation in unseren Kundenbranchen wird in 2024 zu einem Seitwärtstrend beim der Nachfrage nach Beschichtungsdienstleistungen führen. Gleichzeitig sinkt der hohe Kostendruck ein wenig seitens Personal- und Beschaffungskosten.

Trotz dieser angespannten Faktoren wird das Unternehmen in 2024 ein Ergebnis von knapp 1.75 Mio. EUR erzielen. Das Ergebnis wird damit um 28% steigen im Vergleich zu 2023. Dies ist besonders auf die gesunkenen Personalkosten und auf die wieder günstigeren Materialkosten zurückzuführen.

Dieses Ergebniswachstum wird erreicht werden können, trotz eines Rückganges des Umsatzerlöses. Auch dies liegt an den gesunkenen Material und Personalkosten in 2024 im Vergleich zu 2023.

IV. Chancen- und Risikobericht

A. Chancenbericht

Die in 2021 und 2022 deutlich gestiegenen Preise für Strom und Gas sind im Jahr 2023 wieder leicht gesunken. Der Anteil der Energiekosten am Umsatz in 2024 beträgt 3,8 % und liegt damit immer noch deutlich über den Werten wie vor der Energiekrise in 2020 mit 2,5 %. Die Engel Oberflächentechnik arbeitet schon seit mehreren Jahren an Energieeinsparungsprojekten, Energieeffizienz und Umstellung auf erneuerbare Energiequellen. Diese sind im Wesentlichen Kraftwärmekopplung und Photovoltaik. So lag die in 2023 durch KWK und Photovoltaik erzeugte Strommenge bereits bei 59 % der Eigenverbrauchsstrommenge. Das Unternehmen ist bestrebt, diesen Anteil in Zukunft weiter auszubauen und damit eine gewisse Unabhängigkeit von Preisschwankungen auf der Beschaffungsseite zu erreichen.

Im Gesamtjahr 2023 lag die Inflationsrate noch bei 5,9 %, wobei im Jahresverlauf ein deutlicher Rückgang der monatlichen Preissteigerungsrate von 8,7 % im Januar auf 3,7 % im Dezember stand. Seit Jahresbeginn 2024 entwickelt sich die Inflation überraschend positiv. Im März hatte sich die monatlich Rate mit 2,2 % schon stark der Zielmarke der EZB von 2,0 % angenähert. Leider hat das aktuell noch keine positive Auswirkung auf das Bauhauptgewerbe. Die Zahl der Baugenehmigungen liegt im Februar 2024 gut 18 % unter dem Vorjahresmonat. Als Ursache werden vor allem hohe Finanzierungszinsen und Materialpreise genannt. Wir gehen dennoch davon aus, dass durch den Rückgang der Inflation auch die Finanzierungszinsen sinken werden und die Bauindustrie kurz vor einer Wende steht.

B. Risikobericht

Unser Anspruch an Qualität und Kundenzufriedenheit war in der Vergangenheit unser Erfolgskonzept. Wir gehen davon aus, dass Qualität, Lieferfähigkeit und kurze Lieferzeiten weiterhin unsere Wettbewerbsvorteile bleiben. Jedoch ist der Preis dafür insbesondere für das Jahr 2024 und möglicherweise auch nachfolgende Jahre teuer. Die notwendigen Preisanpassungen wirken sich auch zeitversetzt auf die Nachfrage nach Beschichtungsdienstleistungen aus. Mit dem Rückgang der Verteuerungsquoten sehen wir hier ein eher geringes Risiko. Problematisch ist die nun schon lange anhaltende Rezession der deutschen Wirtschaft und insbesondere im Bausektor.

Unser Kreditmanagementprozess legt den Fokus auf die Vermeidung von Forderungsausfallrisiken sowie auf die frühzeitige Identifizierung von Forderungsausfallrisiken. Durch die sehr gute Zahlungsmoral unserer Kunden und die Begleichung der Forderungen innerhalb der Zahlungsziele sehen wir hier keine erhöhten Risiken. Zudem kann mit dem sehr breiten Kundenportfolio (über 400 verschiedene Kunden) und keinem Kunden über 20 % Umsatzanteil das Einzelrisiko eines Forderungsausfalls sehr gering gehalten werden. Diese Situation kann sich u.U. mit anziehender Konjunktur verschlechtern. Dies beobachten wir und leiten frühzeitig entsprechende Maßnahmen ein.

Die Finanzierung von Investitionen und der Kapitalbedarf für das Working Kapital werden komplett aus der Innenfinanzierung abgedeckt. Der Einsatz von Finanzinstrumenten ist daher nicht notwendig. Es wird darauf geachtet, dass weiterhin Liquiditätsreserven aufgebaut werden.

C. Gesamtaussage

Die Engel Oberflächentechnik ist für die Herausforderung der Zukunft gewappnet. Äußere Einflussfaktoren, wie zum Beispiel Lieferengpässe, Inflation, steigende Personalkosten bedingen höhere Aufwendungen, sorgen aber nicht für existenzielle Bedrohungen. Die Chancen, die sich durch verändernde Rahmenbedingungen ergeben, nehmen wir in unseren strategischen Überlegungen auf. Die Chancen mit den damit einhergehenden Ertragsaussichten stehen den Risiken mit ihren möglichen negativen Auswirkungen relativ ausgewogen gegenüber.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

 

Pohlheim, 30.04.2025

gez. Stefan Engel

gez. Thilo Engel

gez. Thomas Engel

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.022.317,50 2.662.993,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.635,50 1.025,50
II. Sachanlagen 1.918.682,00 1.661.967,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.231,50 9.482,50
2. technische Anlagen und Maschinen 843.445,50 898.630,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.071.005,00 753.854,50
III. Finanzanlagen 1.100.000,00 1.000.000,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 700.000,00 600.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 400.000,00 400.000,00
B. Umlaufvermögen 7.037.215,20 5.852.916,22
I. Vorräte 153.492,52 170.155,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.608.462,27 2.894.610,56
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.649.702,75 1.406.625,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 958.759,52 1.487.985,56
III. Wertpapiere 484.719,11 441.478,45
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.790.541,30 2.346.671,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.500,00 3.818,41
Summe Aktiva 10.062.032,70 8.519.727,63

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.851.080,52 4.507.931,63
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Gewinnvortrag 4.455.931,63 3.166.559,78
III. Jahresüberschuss 1.343.148,89 1.289.371,85
B. Rückstellungen 3.054.805,96 3.002.764,86
C. Verbindlichkeiten 1.155.896,22 1.009.031,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 355.216,75 570.486,72
2. sonstige Verbindlichkeiten 800.679,47 438.544,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 250,00
Summe Passiva 10.062.032,70 8.519.727,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.526.516,09 10.044.142,39
2. Personalaufwand 6.179.004,01 5.648.084,06
a) Löhne und Gehälter 5.046.922,66 4.633.824,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.132.081,35 1.014.260,00
davon für Altersversorgung 186.941,08 222.229,29
3. Abschreibungen 416.126,04 329.646,51
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 416.126,04 329.646,51
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.055.104,75 1.856.803,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 103.176,83 52.806,64
davon aus verbundenen Unternehmen 35.779,57 27.139,59
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 60.611,88
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 184.615,58 288.924,51
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 74.939,00 73.815,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 444.647,65 616.889,22
9. Ergebnis nach Steuern 1.350.194,89 1.295.989,85
10. sonstige Steuern 7.046,00 6.618,00
11. Jahresüberschuss 1.343.148,89 1.289.371,85

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Auf die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Engel Oberflächentechnik GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Pohlheim
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Gießen
Register-Nr.: 2687

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelwerten bis zu 800,00 € wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte und die sonstigen Wertpapiere wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 1.928,03 TEuro.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für Warenverbindlichkeiten bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. Fremdwährungsrisiken bestehen nicht.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Einkünfte für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 307 TEuro (Vorjahr: 307 TEuro).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,83 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Prof. Klaus Heubeck 2018 G

Der Erfüllungsbetrag für Pensionsverpflichtungen wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum 31.12.2023 mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens verrechnet. Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:

Pensionsverpflichtung Stichtag 4.402.420,00 Euro
Zeitwert Deckungsvermögen 2.474.390,18 Euro
Anschaffungskosten Deckungsvermögen 2.497.955,78 Euro
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Stichtag 1.928.029,82 Euro

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag i.H.v. 28 TEuro (Vorjahr 148 TEuro). Dieser Unterschiedsbetrag ist für eine Ausschüttung gesperrt.

Angaben und Erläuterungen zu sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gewährleistungen, Personal und Jahresabschlusskosten.

Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 31.12.2022
Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit Restlaufzeit
2023
TEuro
bis 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
bis 1 J.
TEuro
größer 1J.
TEuro
aus Lieferung und Leistungen 256,2 256,2 0,0 0,0 244,6 0,0
ggü. verbund. Unternehmen 355,2 355,2 0,0 0,0 570,5 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 544,5 544,5 0,0 0,0 193,9 0,0
Summe 1.155,9 1.155,9 0,0 0,0 1.009,0 0,0

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 355 TEuro (Vorjahr: 570 TEuro).

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der Ertragsteuersatz der Gesellschaft in Höhe von 30,0 % zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % den Gewerbesteuersatz in Höhe von 14,2 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs.1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Aktive Unterschiedsbeträge ergeben sich zum Abschlussstichtag insbesondere aus Bewertungsunterschieden bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.665 TEuro sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Pacht für Grundstücke und Gebäude sowie für bewegliche Wirtschaftsgüter.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Allg. Verwaltung 9,00
Betriebswirtschaft 3,00
Fuhrpark 6,00
Fertigung 83,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 101,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Thomas Engel Geschäftsführer, Dipl. Ing. (FH)
Thilo Engel Geschäftsführer, Betriebswirt
Stefan Engel Geschäftsführer, Metallbauermeister

Gewährte Gesamtbezüge der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Die gewährten Kredite an Geschäftsführer betragen 400 TEuro zum Bilanzstichtag. Im Geschäftsjahr wurden diese um 0 TEuro erhöht. Die Forderungen werden mit 0,5 % bzw. 1 % verzinst.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Die Geschäftsführung schlägt den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Pohlheim, den 30.04.2025

gez. Stefan Engel

gez. Thilo Engel

gez. Thomas Engel

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Engel Oberflächentechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Engel Oberflächentechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Engel Oberflächentechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gießen, den 30.04.2025

BINGMANN PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Florian Bingmann, Wirtschaftsprüfer

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