Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 253567
Eingetragen
17.12.2019
Branche
BeteiligungsgesellschaftenVerlegen von ComputerspielenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Software- und Hardware Produkten, Produktlizenzen, Services, Daten und Schutzrechten für PC-, Fernseh- und Internetbenutzer als Endkunden sowie Beteiligung an anderen Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Gesellschaftszweck im In- und Ausland, Gründung solcher Unternehmen und Erwerb von sämtlichen oder einzelnen Wirtschaftsgütern, unabhängig davon, ob materiell oder immateriell, oder Teilbetriebe von solchen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Roland Stritt
seit 25.6.2025
Geschäftsführer
Samir Fadlallah
seit 22.4.2025
Geschäftsführer
Jörg Adelstein
seit 17.12.2019
Geschäftsführer
Stefanie Beate Körner
seit 17.12.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
PetaTopCo ABSWE
96.15%
PetaMIP GmbH & Co. KG
3.85%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Peta AcquiCo GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FAST LTA GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

FAST LTA GMBH, MÜNCHEN

1. Wirtschaftsbericht

1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Die Inflation sank auf weiterhin hohe 5,9 %, was zu einem Anstieg der Zinssätze führte, um die Inflation zu bekämpfen. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 %.

(1) https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Tabellen/bip-bubbles.html

(2) https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html

(3) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/ :~:text=Im%20Jahr%202023%20betrug%20die,Vormonat%20um%20rund%208.400%20Personen.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die IT-Branche wuchs 2023 um 2,2 %. Die Storage-Branche kühlte sich 2023 leicht um 2,3 % ab. Die Ausgaben für Cybersicherheit stiegen 2023 um 13 % auf über EUR 9 Milliarden.

(4) https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt _

(5) https://www.idc.com/promo/enterprise-storage-systems

(6) https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Markt-IT-Sicherheit-waechst-mehr-9-Milliarden-Euro

Die Lieferengpässe, die 2022 die IT-Branche belastet haben, setzten sich 2023 fort. Der Fachkräftemangel in der IT-Branche verschärfte sich 2023. Die geopolitischen Risiken, wie der Krieg in der Ukraine, belasteten die IT-Branche 2023.

(7) https://www.vdi-nachrichten.com/technik/elektronik/bitkom-die-chipkrise-in-deutschland-ist-noch-nicht-vorbei-weitere-lieferengpaesse-erwartet/

(8) https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Rekord-Fachkraeftemangel-Deutschland-IT-Jobs-unbesetzt.

(9) https://www.hagel-it.de/it-insights/geopolitische-risiken-und-ihre-bedeutung-fuer-die-it-sicherheit-handlungsempfehlungen-fuer-geschaeftsfuehrer.html

Die Digitalisierung stagnierte 2023. Die Nachfrage nach nachhaltigen IT-Lösungen stieg 2023. Künstliche Intelligenz (KI) spielte 2023 eine immer wichtigere Rolle in der IT-Branche.

(10) https://www.de.digital/DIGITAL/Navigation/DE/Lagebild/Digitalisierungsindex/digitalisierungsindex.html

(11) https://www.it-business.de/it-nachhaltigkeit-in-deutschland-2023-a-19f79496f15a26f6a3f933df08bc73bf/

(12) https://www.presseportal.de/pm/15936/5654290

1.2 Strategie der FAST LTA

Die FAST LTA verfolgt als mittelständisches IT-Unternehmen eine nachhaltige und wertorientierte Unternehmensstrategie. Vier Kriterien sind für das Management handlungsleitend:

kontinuierliche Verbesserung des Produktportfolios,

stabile Finanz- und Vermögensstruktur,

Optimierung der operativen Prozesse und

qualitatives Wachstum.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die in den Jahren zuvor begonnenen Neuentwicklungen vorangetrieben und konkretisiert. Auf Basis der neuen Plattform werden 2024 neue Produkte zur Marktreife gebracht.

1.3 Steuerung der Gesellschaft und Geschäftsverlauf

Die operative Steuerung basiert auf der Aufstellung und Verabschiedung des Budgets und der laufenden, monatlichen Analyse der Ergebnis- und Finanzkennzahlen sowie qualitativer Faktoren in den Unternehmensbereichen

Vertrieb,

Marketing,

Beschaffung und Logistik,

Investitionen,

Forschung und Entwicklung.

Im Berichtsjahr hat sich die FAST LTA erneut besser als erwartet entwickelt. Grundlage dafür waren die drei wesentlichen Produkt- bzw. Entwicklungslinien:

a) Silent Cubes / Silent Cube DS

Auch im vergangenen Geschäftsjahr konnte der positive Trend vom Vorjahr fortgesetzt werden. Es konnten mehr Silent Cubes Systeme verkauft werden als in den Jahren zuvor. Das WORM-Speichersystem etabliert sich weiterhin als Defacto-Standard für die revisionssichere Archivierung. Auch 2023 konnten bestehende Wartungsverträge um fünf oder zehn Jahre verlängert werden und garantieren konstanten, planbaren Umsatz. Der Aufwand für Service-Einsätze im Zusammenhang mit den bestehenden Wartungsverträgen lag im Verhältnis zur Anzahl der Kunden auch im aktuellen Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau.

b) Silent Bricks

Trotz des für IT langen Marktbestehens von fast 10 Jahren blieb der Umsatz mit Silent Bricks im abgelaufenen Geschäftsjahr konstant. Dabei zeichnet sich ein Trend zu größeren Systemen ab. Weiterhin stärkstes Argument für ein Silent Brick System zur Datensicherung ist die Möglichkeit des physischen Air Gap. Da auch 2023 wieder im Fokus von Cyber-Attacken stand, sind die unterschiedlichen Möglichkeiten, Daten per Immutability vor Manipulation zu schützen, sehr gefragt.

c) Neue Produktentwicklungen

2023 wurde die Entwicklung einer neuen Storage-Plattform weiter vorangetrieben. Produkte, die auf dieser Plattform basieren, werden voraussichtlich 2024 marktreif, allen voran Silent Brick Pro und Controller Pro mit NVMe- (statt SATA-) Speicher und rechnerisch bis zu zehnfacher Performance gegenüber dem Silent Brick System. Auch die Software-Plattform "SCALE", die mehrere Silent Brick Controller (G5x und Pro) verbindet und damit zum Scale-Out-Storage konvertiert, wird 2024 vorgestellt werden. Diese Plattformen sind auch für weitere Produkte gut geeignet, die vom enormen internen Datendurchsatz profitieren. Die lokale KI-Appliance, Projektname "Delphi", wird voraussichtlich im 4. Quartal an erste Pilotkunden verkauft werden. Ein Multi-Node S3-Storage ist ebenso denkbar aber noch nicht konkret.

1.4 Vertriebs- und Marktentwicklung

Erneut war das Bestandskundengeschäft größter Umsatztreiber. Das modulare Produktkonzept erlaubt es Kunden, mit minimalem Investment zu starten und die Kapazität je nach Bedarf zu erweitern. Dies nehmen Kunden aus den Bereichen Healthcare, kommunale Verwaltung, Forschung & Entwicklung und Industrie gut an. Durch eine Listung beim Beschaffungsamt konnten erste Projekte mit Bundesbehörden realisiert werden. Der Trend zu insgesamt größeren Projekten bestätigt sich auch im abgelaufenen Jahr.

Durch die stetig steigende Komplexität der durch Cyber-Attacken aufwändiger gewordenen Datensicherung muss die Gesellschaft verstärkt Beratungskompetenz aufbauen und bereitstellen. Die übrigen Vertriebstätigkeiten verteilen sich wie in den letzten Jahren auf drei Bereiche:

Betreuung der Software-Partner und deren Vertriebskanäle im Bereich der revisionssicheren Archivierung,

Ausbau und Betreuung des Vertriebsnetzes mit "Authorized Partnern" in den Bereichen Datensicherung und VTL-Archivierung,

Direkte Akquise und Betreuung von Key Accounts und Bundesbehörden.

Neben den stetig steigenden Datenmengen stellt die permanente Bedrohung durch Cyber-Attacken die größte Herausforderung für die IT-Infrastruktur von Unternehmen und Behörden dar. Die immanente Gefahr von Betriebsausfall, Datenmissbrauch und anderen Schädigungen zwingt Unternehmen und Behörden dazu, ihre Strategien zur Sicherung und zum Schutz der Daten zu überdenken, was zum steigenden Umsatz der Gesellschaft maßgeblich beiträgt.

1.5 Marketing

Nach dem Ende der Corona-Pandemie normalisiert sich die Lage im Veranstaltungsbereich zusehends. Dennoch werden im Vergleich zu Vor-Pandemie-Zeiten reine Online-Veranstaltungen immer wichtiger und erfolgreicher. Vor allem Kongresse, bei denen Vorträge (statt Produktausstellungen) im Vordergrund stehen, erfordern meist keine physische Präsenz mehr. Onlineveranstaltungen steigern im Vergleich zu Präsenzveranstaltungen zwar die Anzahl der Leads (eine Teilnahme ist meist an die Herausgabe von Kontaktdaten geknüpft) reduzieren aber gleichzeitig die Qualität der Leads (qualifizierende Gespräche finden in der Regel nicht statt).

Mit der Einführung des neuen, firmenweit verknüpften CRM-Systems Dynamics 365 soll im Marketing verstärkt die Qualifizierung der Leads verbessert werden. Durch Automatisierung und Lead Scoring werden einkommende Leads schrittweise so weit verbessert, bis sie als sales-qualified an den Vertrieb zur persönlichen Nachverfolgung übergeben werden können.

Die Anzahl der Leads, die im vergangenen Jahr durch Präsenzveranstaltungen generiert werden konnte, bewegte sich auf ähnlichem Niveau wie 2022, wobei der Anteil der neuen Interessenten um rund 10 % erhöht werden konnte.

Auch der Online-Bereich bewegt sich im Jahr 2023 auf konstant hohem Niveau des Jahres 2022. Themen wie Cybersecurity und gestiegene Komplexität sind weiterhin die stärksten Zugpferde. Die FAST LTA etabliert sich nach Einschätzung der Geschäftsführung hier zunehmend als Expertin, was sich auch an Einladungen von Redaktionen zu entsprechenden Veranstaltungen, bei denen Expertenmeinungen (Webinar, Expertenrunde, Themen-Kongress) gefragt sind, zeigt.

Erste Erfolge konnten auch der Ausbau des Bereichs Channel Marketings erzielen. Die Betreuung des Verkaufskanals zusammen mit dem Vertrieb kommt bei Vertriebspartnern gut an.

1.6 Beschaffung/Logistik

Im Berichtsjahr haben sich die Lieferzeiten für Zulieferkomponenten im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas entspannt, daher wurde die Materialdisposition überwiegend auf 12 Monate angepasst.

Lagermengen werden kontinuierlich angepasst, um immer sichermindestens neun Monate Supply gewährleisten zu können. Nach wie vor soll eine Auslieferung nach Bestelleingang innerhalb von drei Wochen erfolgen können. Die Lieferfähigkeit der Lieferanten und die zugesicherten Lieferzeiten waren während des gesamten Berichtsjahres gegeben.

1.7 Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen in Höhe von TEUR 894 für selbst erstellte Software aktiviert. Hinzu kommen Investitionen in Software und Lizenzen in Höhe von TEUR 182. Bei der Software erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 230, da sich eine erworbene Software als nicht zweckdienlich erwies.

Darüber hinaus erfolgten Anschaffungen in Höhe von TEUR 298 für technische Anlagen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 325.

1.8 Forschung und Entwicklung

Die Umsatzerlöse, die mit der Silent Cube Produktlinie erzielt wurden, konnten in 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Ursächlich hierfür war insbesondere die Erneuerung der Hardware und der Software-Plattform bei Bestandskunden. Die Produkte zur revisionssicheren Archivierung basieren nun erneut auf hochmodernen Technologien und Prozessen, behalten aber die volle Rückwärtskompatibilität mit der vorherigen Produktgeneration. Dies führt zu einer in der IT-Branche höchst ungewöhnlichen langen Lebensdauer der Systeme und ermöglicht den Anwendern hohe Planungssicherheit.

Komponenten konnten über die Produktlinien hinweg standardisiert werden, was die Fehleranfälligkeit reduziert und die Testbarkeit verbessert hat und zu Kosteneinsparungen beitragen konnte. Kerntechnologien, die die besondere Position der Gesellschaft mit Fokus auf Datensicherheit begründen, sind weiterhin durch die enge Verknüpfung eigener Hardware- und Software-Entwicklungen geschützt.

Diese Entwicklungen werden mit der neuen Plattform für 2024 und danach noch verstärkt. Ganz bewusst entscheidet sich die Gesellschaft, weder im Rennen um die höchste Performance noch im Wettbewerb um die günstigste Lösung teilzuhaben. Höchste Priorität hat weiterhin der Schutz vor Datenverlust und -manipulation.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Investitionen in die Entwicklung in Höhe von selbst erstellter Software von TEUR 894 gleichzeitig betrugen die Abschreibungen auf die selbst erstellte Software TEUR 381. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr 2023 Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.143 an.

1.9 Personal

Die FAST LTA beschäftigte zum Ende des Berichtsjahres 100 Mitarbeiter (Vorjahr: 90 Mitarbeiter).

1.10 Organisation

FAST LTA verfügt über eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 (zuletzt erneuert im Jahr 2023).

1.11 Wirtschaftliche Lage der FAST LTA

1.11.1 Ertragslage

Im Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von TEUR 25.036 (Vorjahr: TEUR 22.841). Dies entspricht einem Zuwachs von 10 %.

Die Umsatzerlöse setzten sich zusammen aus Erlösen aus Produktverkauf und Dienstleistungen in Höhe von TEUR 13.125 (Vorjahr: TEUR 12.392), Erlöse aus Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 11.105 (Vorjahr: TEUR 9.948) sowie sonstigen Erlösen in Höhe von TEUR 806 (Vorjahr: TEUR 501).

Der Materialaufwand zuzüglich der Bestandsveränderungen belief sich auf TEUR 5.571 (Vorjahr: TEUR 5.046). Der Anteil, bezogen auf den Gesamtumsatz, beträgt 22 % (Vorjahr: 22 %) und liegt somit auf Vorjahresniveau.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen für selbst erstellte Software beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 894 (Vorjahr: TEUR 889) und betreffen im Wesentlichen die Entwicklung einer neuen Storage-Plattform (Vorjahr: Silent Cube DS).

Der Personalaufwand summierte sich auf TEUR 6.728 (Vorjahr: TEUR 6.664). Ein Anstieg um TEUR 65 (+ 1 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 6.127 (Vorjahr: TEUR 5.200). Dies entspricht einem Zuwachs von 18 %. Wesentliche Ursache für den Zuwachs war vor allem eine Erhöhung der Fremdleistungen um TEUR 428, der Marketingausgaben um TEUR 162, der Lizenz- und Nutzungsgebühren um TEUR 150 sowie der Mieten um TEUR 94. Die Eingangsfrachten sind dagegen um TEUR 73 gesunken.

Im Berichtsjahr lag das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) bei TEUR 7.572 (Vorjahr: TEUR 6.880) und damit rund 10 % über dem des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg um 6 % von TEUR 6.079 auf TEUR 6.468. Als Hauptgrund für die Verbesserung der Ergebnissituation ist die Steigerung des Umsatzes bzw. des Betriebsergebnis zu nennen.

Insgesamt konnte die Gesellschaft bei den Umsatzerlösen und beim Jahresergebnis sowohl die Vorjahres- als auch die Planwerte übertreffen.

Die in den Vorjahren bestehenden Verlustvorträge konnten in 2023 vollständig aufgebraucht werden, sodass im Geschäftsjahr 2023 eine höhere Steuerquote zum Tragen kam. Dies führte dazu, dass sich der Jahresüberschuss trotz eines höheren Vorsteuerergebnisses um 18 % verminderte, von TEUR 5.531 im Vorjahr auf TEUR 4.532 im Jahr 2023.

1.11.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft lag zum Stichtag bei TEUR 34.611 (Vorjahr: TEUR 25.946) und ist im Vergleich zum Vorjahr um 33% angestiegen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben sich um TEUR 595 erhöht. Investitionen von TEUR 1.699 standen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.104 gegenüber.

Die Vorräte standen bei TEUR 5.479 und lagen damit um TEUR 1.051 über dem Bestand des Vorjahres von TEUR 4.428. Die Bestandserhöhung ist insbesondere eine Maßnahme gegen mögliche Lieferengpässe bzw. verlängerte Lieferzeiten, bei gleichzeitig vergrößerten Produktportfolio.

Aufgrund der gestiegenen Umsätze liegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 3.118 um TEUR 576 über dem Vorjahreswert.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund von Darlehensauszahlungen sowie für das Geschäftsjahr angefallenen Zinsen von TEUR 9.308 zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 19.822 angestiegen.

Die Steuerrückstellungen sind - insbesondere aufgrund der für das Jahr 2023 gebildeten Rückstellung - um TEUR 1.255 auf TEUR 2.488 angestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 374 um TEUR 54 auf TEUR 428 gestiegen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten belief sich auf TEUR 10.186 (Vorjahr: TEUR 8.335) und betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Wartungserlöse.

Die Eigenkapitalquote ist zum Stichtag auf 55,3 % (Vorjahr: 56,3 %) zurückgegangen.

1.11.3 Finanzlage

Im Berichtszeitraum war die FAST LTA jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag TEUR 2.221 (Vorjahr: TEUR 6.188).

Der Rückgang der liquiden Mittel resultiert im Wesentlichen aus der Ausreichung von Darlehen an das Mutterunternehmen in Höhe von TEUR 10.200. Gegenläufig wirkten insbesondere Zahlungseingänge im Zusammenhang mit dem erzielten positiven operativen Ergebnis.

Mit liquiden Mitteln in Höhe von EUR 2,2 Mio. am Stichtag und voraussichtlichen Zahlungseingängen in den kommenden Jahren aus vertraglich gesicherten zukünftigen Wartungsumsätzen in Höhe von EUR 21,4 Mio. ist die Gesellschaft solide aufgestellt, um auch unerwartete Umsatzeinbrüche oder andere ungünstige Einflussfaktoren überstehen zu können. Weiterhin kann die FAST LTA auf eine nicht genutzte Kreditlinie in Höhe TEUR 500 zurückgreifen.

1.11.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich weiterhin verbessert und ist als überaus positiv anzusehen. Die Erwartungen hinsichtlich des operativen Ergebnisses und der Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr übererfüllt. Die wirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr stellt eine gute Grundlage für ein weiteres Wachstum dar.

2. Chancen- und Risikobericht

2.1 Konjunkturentwicklung

Die Auswirkungen der Kriege in Nahost und in der Ukraine, der unsicheren Haushaltslage des Bundes sowie der weiter schwankenden Energiepreise sind weiterhin kaum prognostizierbar. Auch Fachkräftemangel und eventuelle Verschärfungen der Liefersituationen durch Konflikte in Fernost beeinflussen die zu erwartende Konjunktur weiterhin stark.

(13) https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt

(14) https://www.zeit.de/news/2024-02/15/eu-kommission-senkt-konjunkturprognose-erneut

Davon unbeeindruckt steigen die Ausgaben für IT und speziell IT-Sicherheit weiter beständig an. Die bandenmäßige Cyber-Kriminalität erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren vorläufigen Höhepunkt.

(15) https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Markt-IT-Sicherheit-waechst-mehr-9-Milliarden-Euro

(16) https://www.blackfog.com/2023-ransomware-attack-report/

Da auch prominente Cloud-Dienstleister wie Microsoft unter den Opfern zu finden waren, nahm das Vertrauen in rein Cloud-basierte Speicherumgebungen weiter ab. Zudem stellen Unternehmen vermehrt fest, dass "aaS"-Dienste nur in Ausnahmefällen günstiger und einfacher sind als lokale Installationen.

(17) https://www.heise.de/news/Neue-Erkenntnisse-Microsofts-Cloud-Luecken-viel-groesser-als-angenommen-9224640.html

(18) https://world.hey.com/dhh/the-price-of-managed-cloud-services-4f33d67e

(19) https://www.crn.com/news/storage/2024/arcserve-makes-sudden-cloud-services-exit-leaves-msps-scrambling

Die Positionierung der Gesellschaft als sichere Off-Cloud-Alternative für sensible Daten passt deshalb weiterhin gut zum Trend. Zudem genießt die Gesellschaft im deutschen und europäischen Wirtschaftsraum den Vorteil eines lokalen Unternehmens mit kurzen Kommunikationswegen ohne Zeitverschiebung und ohne zwischengeschaltete Call Center. All dies trägt zunehmend zum hohen Vertrauen der Kunden in Produkte und Dienstleistungen der FAST LTA bei. Da laut BSI auch und gerade in Deutschland das Thema Cyber-Security beherrschend in der IT sein wird, sieht sich die Gesellschaft weiterhin gut aufgestellt.

(20) https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Publikationen/Lagebericht/lagebericht_node.html

2.2 Wettbewerb und Marktentwicklungen

Die FAST LTA sieht sich einem direktem und indirektem Wettbewerb ausgesetzt.

Direkter Wettbewerb besteht weiterhin seitens - meist deutlich größerer - Anbieter ähnlicher Speicherlösungen. Neben den Platzhirschen NetApp, Dell/EMC und HPE sind dies Spezialanbieter (z. B. iTernity im Archivbereich) und Backup-Anbieter mit eigenen Appliances. Kleinere Unternehmen setzen häufig Standard-NAS zur Datensicherung ein (Synology, QNAP).

Die Gesellschaft operierte im vergangenen Jahr erfolgreicher als viele direkte Konkurrenten. Selbst Vorzeige-Unternehmen wie NetApp mussten im Geschäftsjahr 2023 teils zurückgehende Umsätze verkraften, während die Gesellschaft überdurchschnittlich wachsen konnte. Im Vergleich der Bilanzen wird dennoch der Größenunterschied deutlich. Als Spezialanbieter für sichere Sekundärspeicher befindet sich FAST LTA oft innerhalb einer Nische, die für viele große Storage- und IT-Generalisten zu klein erscheint.

(21) https://www.storagenewsletter.com/2023/06/01/netapp-fiscal-4fq23-financial-results/

Die zunehmende Bedrohung durch Cyber-Angriffe und die damit verbundene gestiegene Komplexität des Themas Datensicherung führt dazu, dass Vertrauen in Lösungen wichtiger ist als bestimmte Technologien. Hohe Kundenzufriedenheit und langfristige Kundenbeziehungen zeugen von hohem Vertrauen in die Gesellschaft. Als deutsches Unternehmen profitiert die Gesellschaft zudem davon, als lokaler Ansprechpartner mit direkter Kommunikation agieren zu können.

Indirekte Konkurrenz entsteht hauptsächlich durch Auslagerung der IT der Kunden in "aaS"-Bereiche, also Software as a Service, Storage as a Service, Desaster Recovery as a Service, etc. Unternehmen, die sich für eine Cloud-basierte IT-Umgebung entschieden haben, halten den vor-Ort-Anteil an IT möglichst gering.

Im Bereich der Archivierung, sei es aus regulatorischen Gründen oder aus Eigeninteresse, werden die großen Konkurrenztechnologien Tape und Cloud zunehmend kritisch gesehen. Daten auf Offline-Bändern sind nicht zugänglich, was perspektivisch für lokale KI-Anwendungen als notwendig erachtet wird. Werden Daten zu Public-Cloud-Diensten ausgelagert, erfolgt ein Kontrollverlust, der in Zeiten von bandenmäßigen Cyber-Attacken ebenso kritisch gesehen wird. Zudem ist das Rückholen von Daten von Cloud-Anbietern - anders als das Einlagern - kostenpflichtig, was die Kostenunsicherheit erhöht. All dies trägt dazu bei, dass Off-Cloud-Lösungen wie die Produkte der Gesellschaft weiter Bestand haben.

2.3 Technologische Herausforderungen

SATA-Medien im 2,5-Zoll-Format werden innerhalb der nächsten 12-24 Monate weitgehend vom Markt verschwinden und durch NVMe-Technologien abgelöst. Im vergangenen Jahr hatte dies aber noch keine Auswirkungen auf die Produkte. Die Gesellschaft ist durch langfristige Orders auch hinsichtlich der Ersatzteilversorgung gut aufgestellt. Mit der neuen Plattform wird 2024 dieser Entwicklung auch im Produktportfolio der FAST LTA Rechnung getragen. Auch für steigende Netzwerkgeschwindigkeiten, höhere Leistungsreserven und bessere Skalierbarkeit ist die Einführung von neuen Produkten im Bereich der Datensicherung (Silent Bricks) notwendig. Da die Hoch-Kapazitäts-Speicher Silent Cubes und Silent Brick DS auf 3,5-Zoll-Festplatten basieren, hat dies hierfür keine Auswirkungen.

Im Bereich der Datensicherung verstärkt sich der Trend zum S3-Protokoll als universelle Schnittstelle zwischen Backup-Software und Speicherlösungen. Dies erfordert hohe, skalierbare Performance (Scale-Out), da statt vollständiger Dateien sehr viele kleine Objekte hin- und herkopiert werden müssen - ein Merkmal, dem wir ab 2024 mit den neuen Hardware- und Software-Plattformen entgegenkommen.

Gerade im Umfeld kleinerer Firmen und Behörden stellen wir zudem eine Zunahme der Verunsicherung als Folge der steigenden Komplexität in der Datensicherung fest. Drohenden Folgen nach einer Cyber-Attacke versuchen Anwender, aber auch Software- und Speicher-Anbieter durch das Konzept der Immutability entgegenzuwirken. Dabei werden Teile der Daten für bestimmte Zeiten unveränderbar gesichert, um einer Manipulation vorzubeugen. Dieses Vorgehen erfordert jedoch eine genauere Analyse und individuelle Konfiguration für die unterschiedlichen Datenbereiche, um zu stark steigende Datenmengen und damit Kosten zu verhindern. Dieser Entwicklung zu immer komplexeren Konzepten der Datensicherung, die gerade für kleinere Unternehmen sehr beratungsintensiv ist, kann die Gesellschaft durch die Kombination aus WORM-Archiv und Datensicherung deutlich einfachere und dennoch sicherere Lösungen entgegenstellen. Hier bewähren sich erneut der Fokus auf höchste Sicherheit, das stark modulare Konzept der Produkte, die räumliche Nähe zu den Kunden sowie die angebotenen praxisnahen Beratungsleistungen.

2.4 Finanzierung

Der notwendige Finanzbedarf der Gruppe insgesamt, die aus der Gesellschaft selbst sowie ihrem Mutterunternehmen besteht, ebenso wie der Finanzbedarf der FAST LTA wird regelmäßig auf Basis einer Umsatz-, Ertrags- und Cashflow-Planung ermittelt. Die Umsatz- und Kostenplanung erfolgt als rollierende Zwölf-Monatsplanung. Dies gewährleistet eine fundierte Risikoabschätzung und stellt sicher, dass Entwicklungen früh erkannt und eingeschätzt werden bzw. frühzeitig notwendige Maßnahmen ergriffen werden können.

Basierend auf der Liquidität und der bestehenden Auftragslage zum 31. Dezember 2023 sowie den angenommenen Planungsprämissen für das Jahr 2024 halten wir die Finanzierung der Gesellschaft für angemessen.

2.5 Fazit und Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Gesellschaftliche und globale Entwicklungen haben weit größeren Einfluss auf den IT-Markt als technologische Entwicklungen. Gerade in Zeiten von Krisen (Krieg, Energie, Inflation, Cyber-Sicherheit) entscheiden sich viele Unternehmen für eher traditionelle IT-Konzepte. Davon profitiert auch FAST LTA als Anbieter von Speichersystemen, die eine Lösung basierend auf Hardware und Software sind. Der Gesetzgeber tut sein Übriges, die Hürden für eine komplette Auslagerung von Daten weiter zu erhöhen. Da die Ausgaben für IT und insbesondere IT-Sicherheit weiter steigen, ergibt sich hier eine starke Marktposition der Gesellschaft.

Vertrauen in die Kompetenz und Integrität wiegt oft stärker als technologischer Vorsprung. Dennoch muss die Gesellschaft der Entwicklung hin zu hybriden Speichermodellen Rechnung tragen. Angebote, die zumindest eine teilweise Auslagerung von Daten in lokale oder regionale Rechenzentren ermöglichen, werden in Zukunft Standard sein. Diesem Umstand werden wir einerseits durch die Weiterentwicklung der bestehenden als auch andererseits durch die kommenden Neuentwicklungen gerecht.

Als Spezialanbieter ist die Gesellschaft nach Einschätzung der Geschäftsführung gut positioniert. Vor allem im (deutschsprachigen) Archivbereich genießen wir nach unserer Einschätzung eine hohe Reputation und haben wenige Mitbewerber. Die aus unserer Sicht gute Positionierung, verbunden mit der Einzigartigkeit unserer Lösungen und einem guten Service, gibt uns hier einen strategischen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb und bildet die Grundlage für den Erfolg kommender Produktlinien.

Insgesamt haben sich im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen bei den Chancen und Risiken ergeben.

3. Prognosebericht

Große, disruptive Innovationen sind im Bereich der Speichertechnologien derzeit nicht zu erwarten. Eher führen Entwicklungen wie Cyber-Bedrohung, Preisdruck und gesetzliche Auflagen dazu, dass sich vor allem in Deutschland der Markt weit weniger stark und schnell verändert als oft prognostiziert.

Dennoch erfordern technologische Entwicklungen ständige Anpassungen im Produktportfolio. Auch der grundsätzliche Trend, IT und Datenspeicherung auszulagern, hält weiter an, auch wenn einer kompletten Migration zu einem Public-Cloud-Anbieter hohe Hürden entgegenstehen. Eine hybride Variante mit lokalen und regionalen Dienstleistern gilt als wahrscheinlicher.

Neben On-Premise-Speichern muss FAST LTA also auf diese Veränderungen reagieren und verstärkt auf die Entwicklung von Infrastruktur-tauglichen Systemen setzen. Die Stärken bestehender Systeme - Sicherheit, Zuverlässigkeit, geringer Wartungsaufwand und hohe Energieeffizienz - sind aber in mindestens demselben Maße auch für Rechenzentren relevant und ausschlaggebend für den Erfolg.

Die Gesellschaft erwartet für das laufende Jahr Umsatzerlöse, die etwa 13 % über dem Niveau des Berichtsjahres liegen, und ein operatives Ergebnis, das deutlich über dem Niveau des Berichtsjahres liegt.

 

München, den 24. März 2024

Die Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

FAST LTA GMBH, MÜNCHEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.669.735,65 3.075.899,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.699.834,47 2.303.243,11
- davon selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte: EUR 2.391.613,47 (Vorjahr: EUR 1.877.976,11)
II. Sachanlagen 969.901,18 772.656,28
1. Technische Anlagen und Maschinen 472.003,28 378.022,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497.897,90 394.633,55
B. UMLAUFVERMÖGEN 30.785.531,84 22.735.643,50
I. Vorräte 5.478.847,41 4.428.101,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.086.007,51 12.119.251,77
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen: EUR 19.822.188,86 (Vorjahr: EUR 9.308.376,28)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.220.676,92 6.188.290,20
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 156.158,33 134.466,97
34.611.425,82 25.946.009,86

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 19.132.506,19 14.601.117,08
I. Gezeichnetes Kapital 330.866,00 330.866,00
II. Kapitalrücklage 11.263.984,00 11.263.984,00
III. Bilanzgewinn 7.537.656,19 3.006.267,08
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.988.975,45 1.953.310,72
C. VERBINDLICHKEITEN 1.515.035,55 896.304,40
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 428.285,27 (Vorjahr: EUR 374.108,82)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 10.186.274,09 8.334.769,25
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 788.634,54 160.508,41
34.611.425,82 25.946.009,86

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 20.427.272,69 18.744.019,69
2. Personalaufwand -6.728.439,27 -6.663.799,17
a) Löhne und Gehälter -5.707.140,94 -5.693.307,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.021.298,33 -970.492,17
3. Abschreibungen -1.103.951,86 -801.192,15
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.103.951,86 -801.192,15
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.126.843,90 -5.199.770,63
- davon Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung: EUR 29.500,96 (Vorjahr: EUR 43.898,75)
5. Betriebsergebnis 6.468.037,66 6.079.257,74
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 300.371,00 254.833,33
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 298.521,00 (Vorjahr: EUR 254.804,33)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.393,58 0,00
8. Finanzergebnis 298.977,42 254.833,33
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.235.625,97 -803.411,77
- davon Aufwand aus latenten Steuern: EUR 628.126,13 (Vorjahr: EUR 160.508,41)
10. Ergebnis nach Steuern 4.531.389,11 5.530.679,30
11. Jahresüberschuss 4.531.389,11 5.530.679,30
12. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 3.006.267,08 -2.524.412,22
13. Bilanzgewinn 7.537.656,19 3.006.267,08

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

FAST LTA GMBH, MÜNCHEN

1. Allgemeine Angaben

Die FAST LTA GmbH hat ihren Sitz in der Rüdesheimer Straße 11, 80686 München, und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 253567).

Der Jahresabschluss der FAST LTA GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es handelt sich nach § 267 Abs. 2 HGB um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Währungsumrechnung

Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme des Going Concern. Die Gesellschaft kann per 31. Dezember 2023 auf einen gesicherten Umsatz aus bestehenden Wartungsverträgen in Höhe von ca. EUR 31,56 Mio., verteilt auf die nächsten fünf Jahre (in Einzelfällen zehn Jahre), zurückgreifen. Selbst unter der Annahme eines erheblichen Produktumsatzrückganges ist der Fortbestand der Gesellschaft auch weit über 2024 hinaus gesichert.

Die Gesellschaft hat wie im Vorjahr das Wahlrecht in Anspruch genommen, Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände zu aktivieren. Die Aktivierung erfolgt zu Herstellungskosten. Hierin enthalten sind die Entwicklungskosten eigener Mitarbeiter, die als andere aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen sind. Sie werden entsprechend der geschätzten Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Der aktivierte Betrag in Höhe von TEUR 2.392 (Vorjahr: TEUR 1.878) ist nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrt. Gegenläufig wirken die auf diesen Betrag gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 789 (Vorjahr: TEUR 619).

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer (drei bis zehn Jahre) um planmäßige Abschreibungen unter Anwendung der linearen Methode vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden - sofern erforderlich - vorgenommen. Für angeschaffte Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250, aber nicht EUR 1.000 übersteigen, wird analog zur steuerrechtlichen Regelung ein Sammelposten gebildet und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und falls erforderlich außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwei bis 13 Jahre) nach der linearen Methode errechnet. Für angeschaffte Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 250, aber nicht EUR 1.000 übersteigen, wird analog zur steuerrechtlichen Regelung ein Sammelposten gebildet und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren mit den Preisen der letzten Eingangsrechnungen bzw. mit den niedrigeren Durchschnittspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse werden auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten sowie Fertigungslöhnen auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen, Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, sind in ausreichendem Umfang vorgenommen worden. Insgesamt sind die Vorräte verlustfrei bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Markzinssatz abgezinst.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres sowie der Vorjahre.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Es handelt sich im Wesentlichen um die periodengerechte Zuordnung von Wartungserlösen.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Aufgrund von Abweichungen zwischen Handels- und Steuerrecht sowie aus den im Vorjahr bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen ergeben sich latente Steuern. Diese resultieren sowohl aus permanenten als auch temporären Differenzen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 33 %, wovon 16 % auf Körperschaftsteuer und 17 % auf Gewerbesteuer entfallen. Beim Ausweis von latenten Steuern wählt die FAST LTA GmbH nach § 274 Abs. 1 HGB den saldierten Ausweis ohne den Ausweis von Aktivüberhängen. Zum 31. Dezember 2023 betragen die auf steuerliche Verlustvorträge abgegrenzten latenten Steuern TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 459), nachdem im Jahr 2023 alle steuerlichen Verlustvorträge aufgebraucht wurden.

3. Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang ersichtlich. Sofern nichts anderes vermerkt wird, handelt es sich bei den ausgewiesenen Abschreibungen um planmäßige Abschreibungen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Aufwendungen in Höhe von TEUR 894 für selbst erstellte Software aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr 2023 Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.143 an. Der fertiggestellte Teil der selbst erstellten Software wird entsprechend der geschätzten Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 19.807 (Vorjahr: EUR 9.308) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 19.807 (Vorjahr: TEUR 9.308) und in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 0) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen gleichzeitig Forderungen gegen Gesellschafter dar.

Eigenkapital

Das Stammkapital der FAST LTA GmbH beträgt EUR 330.866,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
gesamt
[EUR]
bis 1 Jahr
[EUR]
über 1 Jahr
[EUR]
1 -5 Jahre
[EUR]
über 5 Jahre
[EUR]
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2023 428.285,17 428.285,27 0,00 0,00 0,00
2022 374.108,82 374.108,82 0,00 0,00 0,00
Übrige Verbindlichkeiten 2023 1.086.750,28 1.086.750,28 0,00 0,00 0,00
2022 522.195,58 522.195,58 0,00 0,00 0,00
Gesamt 2023 1.515.035,55 1.515.035,55 0,00 0,00 0,00
2022 896.304,40 896.304,40 0,00 0,00 0,00

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Passive latente Steuern

Die gebildeten latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen und Verlustvorträgen zum Stichtag (in TEUR):

AKTIVA

Unterschiedsbetrag 31.12.2023
(TEUR)
latente Steuern 31.12.2023
(TEUR)
Unterschiedsbetrag 31.12.2022
(TEUR)
latente Steuern 31.12.2022
(TEUR)
Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 2.392 789 1.878 619
VERLUSTVORTRÄGE
Körperschaftsteuer 0 0 -2.037 -322
Gewerbesteuer 0 0 -795 -136
Zum Stichtag angesetzte passive latente Steuern 789 161

Die Fortentwicklung der passiven latenten Steuern führte im Geschäftsjahr 2023 insgesamt zu einem Steueraufwand in Höhe von TEUR 628. Die zum 31. Dezember 2022 noch vorliegenden steuerlichen Verlustvorträge wurden im Geschäftsjahr 2023 aufgebraucht.

4. Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Andere aktivierte Eigenleistungen

Im Geschäftsjahr wurde selbst erstellte Software in Höhe TEUR 894 (Vorjahr: TEUR 889) aktiviert.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 17) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 28).

Abschreibungen

Es bestehen außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 44) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 18).

5. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 92 Mitarbeiter (Vorjahr: 86 Mitarbeiter).

Auschüttungssperre

Zum 31. Dezember 2023 beträgt der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag TEUR 1.603 Der vorstehende Betrag entfällt auf die zum 31. Dezember 2023 aktivierten selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte einschließlich der darauf entfallenden passiven latenten Steuern.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten 2023 folgende Mitglieder an:

- Jörg Adelstein, Entwicklungsleiter, München

- Reiner Bielmeier, Wirtschaftsingenieur, Geretsried

- Stefanie Körner, Journalistin, München

- Bernhard von Mellenthin, Unternehmensberater, Inning a. A.

Die Geschäftsführung erhält ihre Vergütung auf Ebene des Mutterunternehmens.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.157 (Vorjahr: TEUR 2.558) betreffen ausschließlich Miet-, Pacht- bzw. Leasingverträge. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben mit TEUR 555 (Vorjahr: TEUR 549) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und mit TEUR 1.602 (Vorjahr: TEUR 2.008) eine Restlaufzeit von einem bis vier Jahre (im Vorjahr von einem bis fünf Jahre).

Konzernverhältnisse

Die FAST LTA GmbH wird in den Konzernabschluss der AF Byte GmbH, Rüdesheimer Straße 11, 80686 München, einbezogen.

Der Konzernabschluss stellt sowohl den kleinsten als auch den größten Kreis der Unternehmen dar.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.531 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

München, 24. März 2024

FAST LTA GmbH

Stefanie Körner, Geschäftsführerin

Jörg Adelstein, Geschäftsführer

Reiner Bielmeier, Geschäftsführer

Bernhard v. Mellenthin, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 3.004.306,69 1.075.950,12 230.000,00 3.850.256,81
- davon Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.346.654,72 894.390,12 0,00 3.241.044,84
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.388.993,33 298.243,78 0,00 1.687.237,11
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.321.207,34 325.075,22 90.048,91 1.556.233,65
2.710.200,67 623.319,00 90.048,91 3.243.470,76
5.714.507,36 1.699.269,12 320.048,91 7.093.727,57
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 701.063,58 679.358,76 230.000,00 1.150.422,34
- davon Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 468.678,61 380.752,76 0,00 849.431,37
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.010.970,60 204.263,23 0,00 1.215.233,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 926.573,79 220.329,87 88.567,91 1.058.335,75
1.937.544,39 424.593,10 88.567,91 2.273.569,58
2.638.607,97 1.103.951,86 318.567,91 3.423.991,92
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 2.699.834,47 2.303.243,11
- davon Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.391.613,47 1.877.976,11
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 472.003,28 378.022,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497.897,90 394.633,55
969.901,18 772.656,28
3.669.735,65 3.075.899,39

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FAST LTA GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FAST LTA GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FAST LTA GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 24. März 2024

DR. KLEEBERG & PARTNER GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

ppa. König, Wirtschaftsprüferin

Prof. Dr. Zwirner, Wirtschaftsprüfer

Feststellung Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 30. Juni 2024 festgestellt.

Die am 30. Juni 2024 beschlossene Ergebnisverwendung entspricht dem Ergebnisverwendungsvorschlag.

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