Verwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
MYMORIA GmbH
Hannoversche Straße 9, 10115 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Felix Maßheimer seit 28.5.2019 | Geschäftsführer |
Björn Wolff seit 9.7.2018 | Geschäftsführer |
Björn Krämer seit 25.1.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (13)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 1.30% | |
| 0.74% | |
| 0.37% |
Ungelöste Beteiligungen (11)
| Name | Anteil |
|---|---|
crossventures GmbHEigenbeteiligung | 0.01% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
12 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 12 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MYMORIA GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 1. Bilanz zum 31. Dezember 2022 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022 Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022mymoria GmbHBerlin1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die mymoria GmbH ist ein modernes Bestattungsunternehmen, welches durch innovative Prozesse die Abwicklung von Bestattungen vereinfacht und sicherstellt, dass die Kunden einen reibungslosen Ablauf in dieser schweren Zeit erleben. Die Gesellschaft verfügt über ein Online- Portal mit zugehörigen Services zur Umsetzung von Bestattungen sowie ein Netzwerk aus 31 Filial-Standorten. Dieser Omni-Channel Ansatz ermöglicht den Kunden eine selbstbestimmte Planung der Bestattung mit maximalem Komfort. 1.2 Forschung und Entwicklung Die mymoria GmbH fördert kontinuierlich die Innovation und Weiterentwicklung der digitalen Plattform und der Geschäftsprozesse. Im Geschäftsjahr 2022 investierte die Gesellschaft EUR 33.876,59 (Vorjahr: EUR 33.839,67) in Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Die Entwicklungskosten des Geschäftsjahres wurden teilweise aktiviert. Der wichtigste Treiber unserer Innovationskraft ist unser Team hoch-qualifizierter Mitarbeiter in verschiedensten Bereichen wie Product Management, IT Development, Data Science, aber auch Marketing. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In 2022 ist die deutsche Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 1,9% gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Bedingt durch den Krieg in der Ukraine und dem damit einhergehenden Anstieg der Energiepreise fiel der Anstieg geringer aus als im Vorjahr. Material- und Lieferengpässe gepaart mit einem Fach- und Arbeitskräftemangel erschwerten die Lage in Deutschland weiter. Die Corona-Maßnahmen sind im Jahr 2022 ausgelaufen und führten zu einem Erholungseffekt für die Wirtschaft. 1 Die Sterbezahlen in Deutschland stiegen im Jahr 2022 um 4% gegenüber dem Vorjahr an. 2 Zu Jahresbeginn hatten sich die Sterbefallzahlen nach den hohen Werten im Q4 2021 zunächst normalisiert. Der sehr warme Sommer und eine Grippewelle im Herbst trugen zum Anstieg im Jahresverlauf bei. Insbesondere im Sommer und im Herbst lagen die Sterbefallzahlen im Jahr 2022 über dem Median der Jahre 2018 bis 2021. 3
1
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
2.1 Geschäftsverlauf 2.1.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Die mymoria GmbH bemisst und beurteilt die finanzielle Leistung eines Wirtschaftsjahres an den Kennzahlen Umsatzerlöse, Rohertrag und EBITDA, wobei sich der Rohertrag als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwendungen und das EBITDA als Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen definiert. Im Geschäftsjahr hat die mymoria GmbH Umsatzerlöse von EUR 8.215.018,17 erzielt. Das entspricht einem Anstieg um EUR 1.092.397,08 bzw. 15,3% gegenüber 2021. Der Rohertrag ist um 9,4% von EUR 4.788.422,07 auf EUR 5.237.583,92 angestiegen. Der Anstieg ist primär durch proportional stärker gestiegene Umsatzerlöse zurückzuführen. Das EBITDA ist im Geschäftsjahr um EUR 3.387.775,34 auf EUR -6.125.242,87 zurückgegangen. Der Rückgang ist auf höhere Rechtsanwaltskosten sowie einen Anstieg des Mietaufwands zurückzuführen. 2.1.2 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr von EUR 7.122.621,09 um 15,3% auf 8.215.018,17 angestiegen. Der Anstieg steht in Zusammenhang mit einem höheren Volumen an Aufträgen zum Teil bedingt durch die weitere Akquisition sowie die Eröffnung von weiteren Standorten. Der Anstieg der Umsatzerlöse bewegt sich mit 15,3% deutlich über dem Anstieg der Sterbefallzahlen in Deutschland. 4 Der Materialaufwand ist auf EUR 2.977.434,25 (Vorjahr: EUR 2.334.199,02) angestiegen. Der Materialaufwand setzt sich aus Fremdleistungen und Warenkäufen zusammen. Der Anteil des Materialaufwands an den Umsatzerlösen ist gegenüber dem Vorjahr von 32,8% auf 36,2% angestiegen. Die Erhöhung steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Anstieg der Umsatzerlöse. Höhere Kosten für Kremationen sowie Kosten für sonstige Dienstleistungen im Zusammenhang mit Beisetzungen ließen den Materialaufwand überproportional ansteigen. Der Personalaufwand ist um EUR 2.061.857,03 angestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren 155 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 108 Mitarbeiter). Der Anstieg liegt in der Einstellung von Fachkräften (unter anderem für Überführungen), dem Zukauf von Unternehmen und der Erweiterung der Geschäftsleitung begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um EUR 1.731.225,86 gestiegen. Ursächlich ist vor allem ein Anstieg der Mietaufwendungen. Aufgrund neu eröffneter Standorte, auch im Vorjahr, sind Mietaufwendungen für einige Standorte erstmals ganzjährig im Aufwand enthalten. Zudem sind die Rechtsanwaltskosten aufgrund der weiteren in 2022 durchgeführten Transaktionen gestiegenen. Höhere Kosten sind auch durch den Einsatz von externen Spezialisten und mehr Lizenzkosten entstanden. Fahrzeugkosten und Marketingaufwendungen sind in Zusammenhang mit einer Erhöhung der Umsatzerlöse angestiegen. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR -134.523,79 auf EUR -31.225,47 verbessert. Ursächlich hierfür war der im Jahr 2021 angefallene Zinsaufwand für ein Wandeldarlehen. Welches Anfang 2022 in Eigenkapital gewandelt wurde. Der Jahresfehlbetrag liegt bei EUR 6.872.845,83 und ist um EUR 3.301.562,41 angestiegen. 2.1.3 Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquidität ist um EUR 5.321.951,58 auf EUR 871.367,39 zurückgegangen. Ursächlich ist hierfür im Wesentlichen der erwirtschaftete Jahresfehlbetrag. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 2.1.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist um EUR 4.839.114,07 auf EUR 7.360.952,83 zurückgegangen. Auf der Aktivseite der Bilanz ist das im Wesentlichen auf den Rückgang der Liquidität im Zusammenhang mit dem operativen Verlust zurückzuführen. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 3.352.389,00 resultiert aus der Differenz von Kaufpreisen und Vermögenswerten abzüglich Verbindlichkeiten der übernommenen Bestattungshäuser und entspricht 45,5% der Bilanzsumme. Im Geschäftsjahr ist der Geschäfts- oder Firmenwert um EUR 928.918,00 angewachsen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um EUR 249.422,04 auf EUR 736.342,48 zurückgegangen. Der Rückgang steht in Zusammenhang mit Fortschritten im Forderungsmanagement. Die Gesellschaft hat eine Eigenkapitalquote von 66,0% und liegt damit unter dem Vorjahr (77,9%). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 837.005,83 (Vorjahr: EUR 976.598,58) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus zusätzlichen Kaufpreisen. Passiviert sind die zu erwartenden Werte. 2.1.5 Gesamtbeurteilung der Vermögens-Finanz- und Ertragslage Die mymoria GmbH liegt hinsichtlich des Umsatzes im Geschäftsjahr innerhalb der Erwartungen des Vorjahres (erwartet wurde ein Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich). Die Prognose hinsichtlich des EBITDA wurde nicht erreicht (erwartet wurde ein operativer Verlust auf Vorjahresniveau). Insgesamt ist die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens dennoch aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Umstände als zufriedenstellend zu bezeichnen. 3. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir, in einem schwierigen Marktumfeld, Umsatzerlöse und Rohertrag auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 zu erreichen. Das EBITDA erwarten wir aufgrund von Kosteneinsparungen deutlich über dem Vorjahresniveau. In unseren Prognosen für 2023 sind die derzeit erkennbaren potenziellen Einflüsse aus dem Konflikt in der Ukraine, der gestiegenen Inflation sowie aus dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der Umsatz- und Ertragsentwicklung des Jahres 2023, gehen wir davon aus, dass diese Faktoren keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung haben werden. 4. Chancen- und Risikobericht Der Chancen- und Risikobericht betrachteten die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023 und teilweise des Geschäftsjahres 2024. 4.1 Risikobericht 4.1.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken Das ifo Institut geht derzeit davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,4% gegenüber dem Vorjahr schrumpfen wird. 3 Aufgrund der gestiegenen Zinsen sowie gleichzeitig anhaltend hohen Inflation von erwarteten 5,8% und der schrumpfenden Wirtschaftsleistung in Deutschland sinkt der Privatkonsum in Deutschland im Jahr 2023. 5 Auch unsere Einkaufspreise können kurzfristig steigen. Insgesamt sind die deutschen Verbraucher verunsichert. 4.1.2 Branchenspezifische Risiken Die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und deren Kaufkraft wird grundsätzlich neutral bewertet. Eine hohe Inflation trübt die Kaufkraft aller Kunden. Die Bestattungsbranche und die besondere Situation in der sich Hinterbliebene befinden, wenn Sie unsere Dienste in Anspruch nehmen sind vom Preisänderungsrisiko weniger stark betroffen als beispielsweise Konsumgüterhersteller. Allerdings bemerkt man auch in der Bestattungsbranche die niedrigere Kaufkraft der Kunden, welche gegenüber Vorjahren öfter auf verzichtbare Güter einer Bestattung verzichten. Dies beeinträchtigt den mittleren Warenkorb einer Bestattung. Das Preisänderungsrisiko als Ertragsrisiko ist für mymoria von Bedeutung. Risiken werden mit besonderen Zielen und Methoden gesteuert. Das Ziel beim Management in Bezug auf das Preisänderungsrisiko ist der Erhalt der angestrebten Marge. Das Risiko wird fortwährend durch ein entsprechendes Team überwacht. Es werden Marktanalysen sowohl in Bezug auf das eigene Warenangebot als auch in Bezug auf das Angebot von Wettbewerbern durchgeführt. Wir sind darüber hinaus durch unser Onlineangebot stark aufgestellt, um auch in Zeiten wie der CORONA Pandemie für alle Kunden erreichbar zu sein. Unsere Online-Plattform lässt Kunden im Bedarfsfall eine Bestattung ohne persönlichen Kontakt zu unseren Mitarbeitern planen. 4.1.3 Ertragsorientierte Risiken Grundsätzlich besteht das Risiko im Wettbewerb unter Druck zu geraten. Durch die in ganz Deutschland verteilten verschiedenen Standorte und unser Online-Angebot sind wir gut aufgestellt, um temporäre Umsatzrückgänge an einem Standort zu kompensieren. Dem Risiko wird eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen. 4.1.4 Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft befand sich in 2022 in einer angespannten Liquiditätssituation. Auf Basis der Unternehmensplanung, die eine Ertrags-, Vermögens- und Liquiditätsplanung bis zum 31. Dezember 2025 umfasst sowie ein in 2023 erhaltendes Wandeldarlehen in Höhe von € 5 Mio. ist ein Liquiditätsrisiko nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken sind für die mymoria GmbH nicht relevant. Das Ziel beim Liquiditätsmanagement ist die Sicherstellung der Fähigkeit, alle Verbindlichkeiten der Gesellschaft jederzeit und fristgerecht bedienen zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, erfolgt ein wöchentliches Cash Reporting der Vergangenheit sowie eine Cashflow-Prognose. Zudem werden die Kundentransaktionen und Zahlungseingänge mit unterschiedlichen Kennzahlen analysiert und gesteuert. Dem Risiko wird eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen. 4.2 Chancenbericht Die Deutschen werden statistisch im Altersdurchschnitt immer älter. 6 Daraus abgeleitet steigt die jährliche Sterbequote in der Zukunft an. Gleichzeitig beobachten wir eine vermehrte Hinwendung der Kunden vom stationären Angebot zu Onlineangeboten. Dies wurde durch die COVID-19-Pandemie weiter verstärkt. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch ein hohes Maß an Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit, Kundenorientierung und Qualität begegnen. Insgesamt gehen wir davon aus, von diesen Entwicklungen zu profitieren und unseren Marktanteil weiterhin ausbauen zu können. 4.3 Gesamtrisikolage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld sowie möglichen steigenden Preisen unserer Dienstleister und von Waren. Wir sehen uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Für den aktuellen Prognosezeitraum 2023 haben wir keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Berlin, 5. Dezember 2023 Björn Wolff, Geschäftsführer Felix Maßheimer, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die mymoria GmbH hat Ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter HRB 173757 eingetragen. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes angewendet. Bei der mymoria GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 276 HGB und § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt worden. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, soweit abnutzbar vermindert um lineare Abschreibungen. Die bei der Abschreibungsberechnung zugrunde gelegten Abschreibungssätze berücksichtigen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, welche zwischen 3 bis 8 Jahre betragen. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Waren werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Das Eigenkapital wird zu Nennwerten angesetzt. Rückstellungen wurden mit dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die zugrunde liegenden Verpflichtungen zu erfüllen. Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Zum 31. Dezember 2022 resultiert der Geschäfts- oder Firmenwert aus nachfolgenden aufgeführten Käufen. Da wir planen, die erworbenen Firmen und deren Marken langfristig zu nutzen, nehmen wir für alle bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte eine betriebliche Nutzungsdauer von zehn Jahren an.
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 und seine Aufgliederung ist im Anlagespiegel, welcher als Anlage zu diesem Anhang beigefügt ist, dargestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Vermögensgegenstände aus Umsatz- und Ertragsteuern in Höhe von EUR 603.852,99 (Vorjahr EUR 378.464,39) und Kautionen in Höhe von EUR 136.933,09 (Vorjahr EUR 59.368,47), die Kautionen haben eine Laufzeit von über einem Jahr. Der Anstieg der Kautionen ist auf die Akquisition von drei Bestattungshäusern sowie die Eröffnung von drei weiteren Bestattungsboutiquen zurückzuführen. Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 2.220.262,69 erhöht. Grund hierfür waren Einzahlungen der vereinbarten 2. Tranche hinsichtlich der im Vorjahr beschlossenen Kapitalerhöhung. Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 228.354,92 (Vorjahr EUR 225.492,91). Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von EUR 97.009,15 (Vorjahr EUR 53.190,00) sowie Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von EUR 76.000,00 (Vorjahr EUR 40.000,00). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 825.737,34 (Vorjahr EUR 657.131,44). Der Betrag der Verbindlichkeiten aus dem Darlehen gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt zum Bilanzstichtag EUR 585.000,00 (Vorjahr EUR 765.000,00). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 837.006,07 (Vorjahr EUR 976.598,58) beinhalten Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Kauf von Bestattungsinstituten in Höhe von EUR 681.529,80 (Vorjahr EUR 646.085,60). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 63.507,32 (Vorjahr EUR 230.199,86). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 33,73 (Vorjahr EUR 0,00). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, welche im Rohertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt werden, enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 63,57 (Vorjahr EUR 0,53). Sonstige Angaben Im August 2022 wurde die Tochtergesellschaften Feldmann Bestattungen GmbH & Co. KG mit steuerlicher Rückwirkung zum 31. Dezember 2021 und handelsrechtlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2022 auf die mymoria GmbH als aufnehmendem Rechtsträger verschmolzen. Für die Feldmann Bestattungen GmbH & Co. KG erfolgte der Ansatz im Rahmen der Verschmelzung zu gemeinen Werten. In diesem Zuge wurde für Feldmann Bestattungen ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 395.080,00 aktiviert und im Jahresverlauf planmäßig abgeschrieben. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 155 Arbeitnehmer (Vorjahr 108 Arbeitnehmer). Diese sind in folgende Arbeitnehmer-Gruppen aufgeteilt:
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt EUR 2.440.063,98 (Vorjahr EUR 1.027.984,52) und resultiert aus künftigen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen unter Berücksichtigung der bestehenden Kündigungsfristen bis teilweise Ende 2027. Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt: Björn Wolff; Geschäftsführer Geschäftsentwicklung, Onlineverkauf und Personal Felix Maßheimer; Geschäftsführer Produktentwicklung & Marketing Die Geschäftsführer übten ihre Tätigkeiten im Berichtsjahr hauptberuflich aus. Gemäß Gesellschaftsvertrag hat die mymoria GmbH einen Beirat. Dem Beirat gehören an: David Zimmer, Geschäftsführer Kalodion GmbH Nikolaus Zwick, Geschäftsführer EGORA Holding GmbH Fabian von Trotha, Geschäftsführer Dieter von Holtzbrinck Ventures GmbH Rayk Reitenbach, Investment Director IBB Beteiligungsgesellschaft mbH Peter Kautz, Director Portfolio FLEX Capital Management GmbH Die Angabe der gewährten Bezüge im Geschäftsjahr nach § 285 S. 1 Nr. 9 HGB ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Nachtragsbericht Die Gesellschaft hat im Juli 2023 ein Wandeldarlehen in Höhe von € 5 Mio. erhalten.
Berlin, 5. Dezember 2023 Björn Wolff, Geschäftsführer Felix Maßheimer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die mymoria GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der mymoria GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mymoria GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 21. Dezember 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Axel Steffen, Wirtschaftsprüfer ppa. Andre Kaszas, Wirtschaftsprüfer |
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