Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 173757
Vorher
MEMORIA GmbHMemoria GmbH
Eingetragen
25.1.2016
Branche
Friedhöfe und KrematorienBestattungsinstituteBetrieb von Baumschulen
Gegenstand
Der Betrieb eines Bestattungsunternehmens in allen seinen Ausprägungen. Dies umfasst insbesondere die Entwicklung und den Betrieb einer Internetplattform und anderer digitaler Medien zum Anbieten von Dienstleistungen, insbesondere im Bereich von Bestattungen, Bestattungsvorsorge und bestattungsnahen Dienstleistungen sowie die Vermittlung von Versicherungen. Ferner der Betrieb von lokalen Bestattungsinstituten, Boutiquen und eines Überführungsservices, der Betrieb von Blumen- und Gärtnereien und Krematorien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Felix Maßheimer
seit 28.5.2019
Geschäftsführer
Björn Wolff
seit 9.7.2018
Geschäftsführer
Björn Krämer
seit 25.1.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (13)

Ungelöste Beteiligungen (11)

NameAnteil
crossventures GmbHEigenbeteiligung
0.01%

Gesellschafter
Beta

12 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 12 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kalodion Fonds IX (mymoria) GmbH & Co. KG
Germany
956.845 €
43.80%
EGOra Ventures AG
Germany
928.553 €
42.50%
VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin GmbH
Germany
136.489 €
6.20%
Dieter von Holtzbrinck Ventures Fonds III GmbH
Germany
62.747 €
2.90%
Vealo Ventures GmbH
Germany
28.949 €
1.30%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MYMORIA GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

1. Bilanz zum 31. Dezember 2022

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

mymoria GmbH

Berlin

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die mymoria GmbH ist ein modernes Bestattungsunternehmen, welches durch innovative Prozesse die Abwicklung von Bestattungen vereinfacht und sicherstellt, dass die Kunden einen reibungslosen Ablauf in dieser schweren Zeit erleben. Die Gesellschaft verfügt über ein Online- Portal mit zugehörigen Services zur Umsetzung von Bestattungen sowie ein Netzwerk aus 31 Filial-Standorten. Dieser Omni-Channel Ansatz ermöglicht den Kunden eine selbstbestimmte Planung der Bestattung mit maximalem Komfort.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die mymoria GmbH fördert kontinuierlich die Innovation und Weiterentwicklung der digitalen Plattform und der Geschäftsprozesse. Im Geschäftsjahr 2022 investierte die Gesellschaft EUR 33.876,59 (Vorjahr: EUR 33.839,67) in Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Die Entwicklungskosten des Geschäftsjahres wurden teilweise aktiviert. Der wichtigste Treiber unserer Innovationskraft ist unser Team hoch-qualifizierter Mitarbeiter in verschiedensten Bereichen wie Product Management, IT Development, Data Science, aber auch Marketing.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In 2022 ist die deutsche Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 1,9% gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Bedingt durch den Krieg in der Ukraine und dem damit einhergehenden Anstieg der Energiepreise fiel der Anstieg geringer aus als im Vorjahr. Material- und Lieferengpässe gepaart mit einem Fach- und Arbeitskräftemangel erschwerten die Lage in Deutschland weiter. Die Corona-Maßnahmen sind im Jahr 2022 ausgelaufen und führten zu einem Erholungseffekt für die Wirtschaft. 1

Die Sterbezahlen in Deutschland stiegen im Jahr 2022 um 4% gegenüber dem Vorjahr an. 2 Zu Jahresbeginn hatten sich die Sterbefallzahlen nach den hohen Werten im Q4 2021 zunächst normalisiert. Der sehr warme Sommer und eine Grippewelle im Herbst trugen zum Anstieg im Jahresverlauf bei. Insbesondere im Sommer und im Herbst lagen die Sterbefallzahlen im Jahr 2022 über dem Median der Jahre 2018 bis 2021. 3

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156902/umfrage/sterbefaelle-in-deutschland/
3 https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html#636714

2.1 Geschäftsverlauf

2.1.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die mymoria GmbH bemisst und beurteilt die finanzielle Leistung eines Wirtschaftsjahres an den Kennzahlen Umsatzerlöse, Rohertrag und EBITDA, wobei sich der Rohertrag als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwendungen und das EBITDA als Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen definiert.

Im Geschäftsjahr hat die mymoria GmbH Umsatzerlöse von EUR 8.215.018,17 erzielt. Das entspricht einem Anstieg um EUR 1.092.397,08 bzw. 15,3% gegenüber 2021. Der Rohertrag ist um 9,4% von EUR 4.788.422,07 auf EUR 5.237.583,92 angestiegen. Der Anstieg ist primär durch proportional stärker gestiegene Umsatzerlöse zurückzuführen.

Das EBITDA ist im Geschäftsjahr um EUR 3.387.775,34 auf EUR -6.125.242,87 zurückgegangen. Der Rückgang ist auf höhere Rechtsanwaltskosten sowie einen Anstieg des Mietaufwands zurückzuführen.

2.1.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr von EUR 7.122.621,09 um 15,3% auf 8.215.018,17 angestiegen. Der Anstieg steht in Zusammenhang mit einem höheren Volumen an Aufträgen zum Teil bedingt durch die weitere Akquisition sowie die Eröffnung von weiteren Standorten. Der Anstieg der Umsatzerlöse bewegt sich mit 15,3% deutlich über dem Anstieg der Sterbefallzahlen in Deutschland. 4

Der Materialaufwand ist auf EUR 2.977.434,25 (Vorjahr: EUR 2.334.199,02) angestiegen. Der Materialaufwand setzt sich aus Fremdleistungen und Warenkäufen zusammen. Der Anteil des Materialaufwands an den Umsatzerlösen ist gegenüber dem Vorjahr von 32,8% auf 36,2% angestiegen. Die Erhöhung steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Anstieg der Umsatzerlöse. Höhere Kosten für Kremationen sowie Kosten für sonstige Dienstleistungen im Zusammenhang mit Beisetzungen ließen den Materialaufwand überproportional ansteigen.

Der Personalaufwand ist um EUR 2.061.857,03 angestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren 155 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 108 Mitarbeiter). Der Anstieg liegt in der Einstellung von Fachkräften (unter anderem für Überführungen), dem Zukauf von Unternehmen und der Erweiterung der Geschäftsleitung begründet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um EUR 1.731.225,86 gestiegen. Ursächlich ist vor allem ein Anstieg der Mietaufwendungen. Aufgrund neu eröffneter Standorte, auch im Vorjahr, sind Mietaufwendungen für einige Standorte erstmals ganzjährig im Aufwand enthalten. Zudem sind die Rechtsanwaltskosten aufgrund der weiteren in 2022 durchgeführten Transaktionen gestiegenen. Höhere Kosten sind auch durch den Einsatz von externen Spezialisten und mehr Lizenzkosten entstanden. Fahrzeugkosten und Marketingaufwendungen sind in Zusammenhang mit einer Erhöhung der Umsatzerlöse angestiegen.

4 https://www.destatis.de/DE/Methoden/WISTA-Wirtschaft-und-Statistik/2023/01/uebersterblichkeit-durchcorona-012023.pdf?__ blob=publicationFile

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR -134.523,79 auf EUR -31.225,47 verbessert. Ursächlich hierfür war der im Jahr 2021 angefallene Zinsaufwand für ein Wandeldarlehen. Welches Anfang 2022 in Eigenkapital gewandelt wurde.

Der Jahresfehlbetrag liegt bei EUR 6.872.845,83 und ist um EUR 3.301.562,41 angestiegen.

2.1.3 Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Liquidität ist um EUR 5.321.951,58 auf EUR 871.367,39 zurückgegangen. Ursächlich ist hierfür im Wesentlichen der erwirtschaftete Jahresfehlbetrag.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.1.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um EUR 4.839.114,07 auf EUR 7.360.952,83 zurückgegangen. Auf der Aktivseite der Bilanz ist das im Wesentlichen auf den Rückgang der Liquidität im Zusammenhang mit dem operativen Verlust zurückzuführen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 3.352.389,00 resultiert aus der Differenz von Kaufpreisen und Vermögenswerten abzüglich Verbindlichkeiten der übernommenen Bestattungshäuser und entspricht 45,5% der Bilanzsumme. Im Geschäftsjahr ist der Geschäfts- oder Firmenwert um EUR 928.918,00 angewachsen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um EUR 249.422,04 auf EUR 736.342,48 zurückgegangen. Der Rückgang steht in Zusammenhang mit Fortschritten im Forderungsmanagement.

Die Gesellschaft hat eine Eigenkapitalquote von 66,0% und liegt damit unter dem Vorjahr (77,9%).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 837.005,83 (Vorjahr: EUR 976.598,58) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus zusätzlichen Kaufpreisen. Passiviert sind die zu erwartenden Werte.

2.1.5 Gesamtbeurteilung der Vermögens-Finanz- und Ertragslage

Die mymoria GmbH liegt hinsichtlich des Umsatzes im Geschäftsjahr innerhalb der Erwartungen des Vorjahres (erwartet wurde ein Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich). Die Prognose hinsichtlich des EBITDA wurde nicht erreicht (erwartet wurde ein operativer Verlust auf Vorjahresniveau).

Insgesamt ist die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens dennoch aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Umstände als zufriedenstellend zu bezeichnen.

3. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir, in einem schwierigen Marktumfeld, Umsatzerlöse und Rohertrag auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 zu erreichen. Das EBITDA erwarten wir aufgrund von Kosteneinsparungen deutlich über dem Vorjahresniveau.

In unseren Prognosen für 2023 sind die derzeit erkennbaren potenziellen Einflüsse aus dem Konflikt in der Ukraine, der gestiegenen Inflation sowie aus dem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der Umsatz- und Ertragsentwicklung des Jahres 2023, gehen wir davon aus, dass diese Faktoren keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung haben werden.

4. Chancen- und Risikobericht

Der Chancen- und Risikobericht betrachteten die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2023 und teilweise des Geschäftsjahres 2024.

4.1 Risikobericht

4.1.1 Gesamtwirtschaftliche Risiken

Das ifo Institut geht derzeit davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 0,4% gegenüber dem Vorjahr schrumpfen wird. 3 Aufgrund der gestiegenen Zinsen sowie gleichzeitig anhaltend hohen Inflation von erwarteten 5,8% und der schrumpfenden Wirtschaftsleistung in Deutschland sinkt der Privatkonsum in Deutschland im Jahr 2023. 5 Auch unsere Einkaufspreise können kurzfristig steigen. Insgesamt sind die deutschen Verbraucher verunsichert.

4.1.2 Branchenspezifische Risiken

Die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und deren Kaufkraft wird grundsätzlich neutral bewertet. Eine hohe Inflation trübt die Kaufkraft aller Kunden. Die Bestattungsbranche und die besondere Situation in der sich Hinterbliebene befinden, wenn Sie unsere Dienste in Anspruch nehmen sind vom Preisänderungsrisiko weniger stark betroffen als beispielsweise Konsumgüterhersteller. Allerdings bemerkt man auch in der Bestattungsbranche die niedrigere Kaufkraft der Kunden, welche gegenüber Vorjahren öfter auf verzichtbare Güter einer Bestattung verzichten. Dies beeinträchtigt den mittleren Warenkorb einer Bestattung.

Das Preisänderungsrisiko als Ertragsrisiko ist für mymoria von Bedeutung. Risiken werden mit besonderen Zielen und Methoden gesteuert. Das Ziel beim Management in Bezug auf das Preisänderungsrisiko ist der Erhalt der angestrebten Marge. Das Risiko wird fortwährend durch ein entsprechendes Team überwacht. Es werden Marktanalysen sowohl in Bezug auf das eigene Warenangebot als auch in Bezug auf das Angebot von Wettbewerbern durchgeführt.

5 https://www.ifo.de/pressemitteilung/2023-06-21/ifo-konjunkturprognose-sommer-2023-deutsche-wirtschaftschrumpft-2023

Wir sind darüber hinaus durch unser Onlineangebot stark aufgestellt, um auch in Zeiten wie der CORONA Pandemie für alle Kunden erreichbar zu sein. Unsere Online-Plattform lässt Kunden im Bedarfsfall eine Bestattung ohne persönlichen Kontakt zu unseren Mitarbeitern planen.

4.1.3 Ertragsorientierte Risiken

Grundsätzlich besteht das Risiko im Wettbewerb unter Druck zu geraten. Durch die in ganz Deutschland verteilten verschiedenen Standorte und unser Online-Angebot sind wir gut aufgestellt, um temporäre Umsatzrückgänge an einem Standort zu kompensieren. Dem Risiko wird eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen.

4.1.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesellschaft befand sich in 2022 in einer angespannten Liquiditätssituation. Auf Basis der Unternehmensplanung, die eine Ertrags-, Vermögens- und Liquiditätsplanung bis zum 31. Dezember 2025 umfasst sowie ein in 2023 erhaltendes Wandeldarlehen in Höhe von € 5 Mio. ist ein Liquiditätsrisiko nicht erkennbar. Potenzielle Währungsrisiken sind für die mymoria GmbH nicht relevant. Das Ziel beim Liquiditätsmanagement ist die Sicherstellung der Fähigkeit, alle Verbindlichkeiten der Gesellschaft jederzeit und fristgerecht bedienen zu können. Um dieses Ziel zu erreichen, erfolgt ein wöchentliches Cash Reporting der Vergangenheit sowie eine Cashflow-Prognose. Zudem werden die Kundentransaktionen und Zahlungseingänge mit unterschiedlichen Kennzahlen analysiert und gesteuert. Dem Risiko wird eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen.

4.2 Chancenbericht

Die Deutschen werden statistisch im Altersdurchschnitt immer älter. 6 Daraus abgeleitet steigt die jährliche Sterbequote in der Zukunft an. Gleichzeitig beobachten wir eine vermehrte Hinwendung der Kunden vom stationären Angebot zu Onlineangeboten. Dies wurde durch die COVID-19-Pandemie weiter verstärkt.

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch ein hohes Maß an Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit, Kundenorientierung und Qualität begegnen. Insgesamt gehen wir davon aus, von diesen Entwicklungen zu profitieren und unseren Marktanteil weiterhin ausbauen zu können.

6 https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Aeltere-Menschen/anstieg-aeltere.html

4.3 Gesamtrisikolage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld sowie möglichen steigenden Preisen unserer Dienstleister und von Waren.

Wir sehen uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Für den aktuellen Prognosezeitraum 2023 haben wir keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Berlin, 5. Dezember 2023

Björn Wolff, Geschäftsführer

Felix Maßheimer, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 83.530,00 103.369,67
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.865,92 31.051,92
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.352.389,00 2.423.471,00
4. geleistete Anzahlungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 402.175,55
3.463.784,92 2.960.068,14
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.448,00 28.062,00
2. technische Anlagen und Maschinen 11.184,00 16.270,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 654.538,84 571.352,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 494.422,43
701.170,84 1.110.106,65
4.164.955,76 4.070.174,79
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 1.340,50
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 156.891,00 0,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 179.120,65 200.017,29
4. geleistete Anzahlungen 0,00 14.466,05
336.011,65 215.823,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 736.342,48 985.764,52
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.183.596,92 644.213,30
1.919.939,40 1.629.977,82
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 871.367,39 6.193.318,97
3.127.318,44 8.039.120,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 68.678,63 90.771,48
7.360.952,83 12.200.066,90

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 291.036,20 291.036,00
Eigene Anteile -4.415,00 -4.415,00
Ausgegebens Kapital 286.621,20 286.621,00
II. Kapitalrücklage 22.509.195,00 20.288.932,31
III. Verlustvortrag -11.066.779,32 -7.495.495,90
IV. Jahresfehlbetrag -6.872.845,83 -3.571.283,42
4.856.191,05 9.508.773,99
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 228.354,92 225.492,91
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 585.000,00 765.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.663,45 67.069,98
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 825.737,34 657.131,44
4. sonstige Verbindlichkeiten 837.006,07 976.598,58
- davon aus Steuern EUR 63.872,36 (Vorjahr EUR 230.199,86)
2.276.406,86 2.465.800,00
7.360.952,83 12.200.066,90

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
1. Rohergebnis 5.377.431,06 4.972.123,51
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.008.247,70 3.194.445,01
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 982.998,55 734.944,21
davon für Altersversorgung € 7.357,77 (Vorjahr € 34.751,42)
5.991.246,25 3.929.389,22
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 712.402,08 700.895,49
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.511.427,68 3.780.201,82
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 63,57 (Vorjahr € 0,53)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.951,78 4.428,42
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 34.177,25 138.952,21
7. Steuern von Einkommen und vom Ertrag -6.937,16 -6.429,26
8. Ergebnis nach Steuern -6.861.933,26 -3.566.457,55
9. sonstige Steuern 10.912,57 4.825,87
10. Jahresfehlbetrag -6.872.845,83 -3.571.283,42

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die mymoria GmbH hat Ihren Sitz in Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter HRB 173757 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes angewendet.

Bei der mymoria GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 276 HGB und § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, soweit abnutzbar vermindert um lineare Abschreibungen. Die bei der Abschreibungsberechnung zugrunde gelegten Abschreibungssätze berücksichtigen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, welche zwischen 3 bis 8 Jahre betragen.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Waren werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Eigenkapital wird zu Nennwerten angesetzt.

Rückstellungen wurden mit dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die zugrunde liegenden Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Zum 31. Dezember 2022 resultiert der Geschäfts- oder Firmenwert aus nachfolgenden aufgeführten Käufen. Da wir planen, die erworbenen Firmen und deren Marken langfristig zu nutzen, nehmen wir für alle bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte eine betriebliche Nutzungsdauer von zehn Jahren an.

Buchwert 31.12.2022 Nutzungsdauer
GoF Erbacher Bestattungen 170.148,00 10
GoF Beerdigungsinstitut Echter 119.418,84 10
GoF Feuerbestattungen Kaufbeuren 1,00 -
GoF Bestattungen Jehle 15.603,00 10
GoF Bestattungsdienst Füssen 99.769,16 10
GoF Bestattungen D. Schulz 880.330,00 10
GoF Bestattungen Wimmer 847.214,00 10
GoF K&P Bestattungen 407.429,00 10
GoF Großkopf Bestattungen 417.396,00 10
GoF Feldmann Bestattungen 395.080,00 10
3.352.389,000

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 und seine Aufgliederung ist im Anlagespiegel, welcher als Anlage zu diesem Anhang beigefügt ist, dargestellt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Vermögensgegenstände aus Umsatz- und Ertragsteuern in Höhe von EUR 603.852,99 (Vorjahr EUR 378.464,39) und Kautionen in Höhe von EUR 136.933,09 (Vorjahr EUR 59.368,47), die Kautionen haben eine Laufzeit von über einem Jahr. Der Anstieg der Kautionen ist auf die Akquisition von drei Bestattungshäusern sowie die Eröffnung von drei weiteren Bestattungsboutiquen zurückzuführen.

Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 2.220.262,69 erhöht. Grund hierfür waren Einzahlungen der vereinbarten 2. Tranche hinsichtlich der im Vorjahr beschlossenen Kapitalerhöhung.

Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 228.354,92 (Vorjahr EUR 225.492,91). Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von EUR 97.009,15 (Vorjahr EUR 53.190,00) sowie Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von EUR 76.000,00 (Vorjahr EUR 40.000,00).

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 825.737,34 (Vorjahr EUR 657.131,44).

Der Betrag der Verbindlichkeiten aus dem Darlehen gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt zum Bilanzstichtag EUR 585.000,00 (Vorjahr EUR 765.000,00).

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 837.006,07 (Vorjahr EUR 976.598,58) beinhalten Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Kauf von Bestattungsinstituten in Höhe von EUR 681.529,80 (Vorjahr EUR 646.085,60). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 63.507,32 (Vorjahr EUR 230.199,86). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 33,73 (Vorjahr EUR 0,00).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, welche im Rohertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt werden, enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 63,57 (Vorjahr EUR 0,53).

Sonstige Angaben

Im August 2022 wurde die Tochtergesellschaften Feldmann Bestattungen GmbH & Co. KG mit steuerlicher Rückwirkung zum 31. Dezember 2021 und handelsrechtlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2022 auf die mymoria GmbH als aufnehmendem Rechtsträger verschmolzen. Für die Feldmann Bestattungen GmbH & Co. KG erfolgte der Ansatz im Rahmen der Verschmelzung zu gemeinen Werten. In diesem Zuge wurde für Feldmann Bestattungen ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 395.080,00 aktiviert und im Jahresverlauf planmäßig abgeschrieben.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 155 Arbeitnehmer (Vorjahr 108 Arbeitnehmer). Diese sind in folgende Arbeitnehmer-Gruppen aufgeteilt:

Arbeitnehmergruppen Zahl Zahl (Vorjahr)
Geschäftsleitung 4 2
Teamleiter 7 6
Arbeitnehmer 115 86
Mini-Jobber 29 14

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt EUR 2.440.063,98 (Vorjahr EUR 1.027.984,52) und resultiert aus künftigen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen unter Berücksichtigung der bestehenden Kündigungsfristen bis teilweise Ende 2027.

Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind bestellt:

Björn Wolff; Geschäftsführer Geschäftsentwicklung, Onlineverkauf und Personal

Felix Maßheimer; Geschäftsführer Produktentwicklung & Marketing

Die Geschäftsführer übten ihre Tätigkeiten im Berichtsjahr hauptberuflich aus.

Gemäß Gesellschaftsvertrag hat die mymoria GmbH einen Beirat.

Dem Beirat gehören an:

David Zimmer, Geschäftsführer Kalodion GmbH

Nikolaus Zwick, Geschäftsführer EGORA Holding GmbH

Fabian von Trotha, Geschäftsführer Dieter von Holtzbrinck Ventures GmbH

Rayk Reitenbach, Investment Director IBB Beteiligungsgesellschaft mbH

Peter Kautz, Director Portfolio FLEX Capital Management GmbH

Die Angabe der gewährten Bezüge im Geschäftsjahr nach § 285 S. 1 Nr. 9 HGB ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Nachtragsbericht

Die Gesellschaft hat im Juli 2023 ein Wandeldarlehen in Höhe von € 5 Mio. erhalten.

 

Berlin, 5. Dezember 2023

Björn Wolff, Geschäftsführer

Felix Maßheimer, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 701.712,81 33.876,59 0,00 0,00 735.589,40
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.753,98 0,00 0,00 0,00 48.753,98
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.972.008,38 569.048,45 0,00 786.406,48 4.327.463,31
4. geleistete Anzahlungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 402.175,55 0,00 0,00 -402.175,55 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.124.650,72 602.925,04 0,00 384.230,93 5.111.806,69
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.752,09 19.247,25 2.913,00 3.116,00 87.202,34
2. technische Anlagen und Maschinen 70.290,04 0,00 0,00 0,00 70.290,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.484.867,19 269.921,97 75.594,95 107.075,50 1.786.269,71
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 494.422,43 0,00 0,00 -494.422,43 0,00
Summe Sachanlagen 2.117.331,75 289.169,22 78.507,95 -384.230,93 1.943.762,09
Summe Anlagevermögen 6.241.982,47 892.094,26 78.507,95 0,00 7.055.568,78
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 598.343,14 53.716,26 652.059,40
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.634,24 3.253,82 20.888,06
3. Geschäfts- oder Firmenwert 548.537,38 426.536,93 975.074,31
4. geleistete Anzahlungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.164.514,76 483.507,01 1.648.021,77
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 43.934,17 7.820,17 51.754,34
2. technische Anlagen und Maschinen 56.247,04 2.859,00 59.106,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 913.514,97 218.215,90 1.131.730,87
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.013.696,18 228.895,07 1.242.591,25
Summe Anlagevermögen 2.178.210,94 712.402,08 2.890.613,02
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 83.530,00 103.369,67
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.865,92 31.051,92
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.352.389,00 2.423.471,00
4. geleistete Anzahlungen auf Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 402.175,55
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.463.784,92 2.960.068,14
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.448,00 28.062,00
2. technische Anlagen und Maschinen 11.184,00 16.270,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 654.538,84 571.352,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 494.422,43
Summe Sachanlagen 701.170,84 1.110.106,65
Summe Anlagevermögen 4.164.955,76 4.070.174,79

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die mymoria GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der mymoria GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mymoria GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 21. Dezember 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Axel Steffen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andre Kaszas, Wirtschaftsprüfer

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