SAV Sterbeanzeigen Verlag GmbH
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martina Brunn seit 21.6.2005 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kempen Krause Ingenieure GmbHAachenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Kempen Krause Unternehmensgruppe besteht neben der Kempen Krause Ingenieure GmbH aus den operativen Gesellschaften Kempen Krause Beratende Ingenieure GmbH in Köln, Kempen Krause Hartmann Ingenieurgesellschaft in Düsseldorf, Kempen Krause Sachverständige GmbH in Düsseldorf, Kempen Krause Sachverständige GmbH, Aachen, Kempen Krause Sachverständige GmbH, Köln, und der zum Jahresende 2017 gegründeten Doser Kempen Krause Ingenieure GmbH, Aachen, die jeweils als wirtschaftlich selbständige Gesellschaften geführt werden. Unselbständige Niederlassungen der Kempen Krause Ingenieure GmbH werden geführt in Köln, Düsseldorf, Euskirchen, Essen, Berlin, Hamburg und Bremen. Damit bietet die Unternehmensgruppe eine gute regionale Präsenz und eine räumliche Nähe zu Auftraggebern im gesamten Bundesgebiet. Alle Gesellschaften und Niederlassungen sind digital vernetzt und nutzen die gleichen technischen, kaufmännischen und organisatorischen Softwarelösungen. Die Kempen Krause Ingenieure GmbH ist ein Tochterunternehmen der KK Holding GmbH, Aachen, und ist selbst Mutterunternehmen der Kempen Krause Beratende Ingenieure GmbH, Köln. Die Wurzeln der Kempen Krause Ingenieure GmbH reichen bis 1909 zurück. In dritter Generation führen Prof. Dipl.-Ing. Thomas Kempen und Dr.-Ing. Hans-Jürgen Krause das von Prof. Dr.-Ing. Pirlet gegründete und 1962 von Dipl.-Ing. Matthias Kempen übernommene Büro fort. Neben den Gesellschaftern der Kempen Krause Gruppe, Prof. Dipl.-Ing. Thomas Kempen und Dr.-Ing. Hans-Jürgen Krause, sind Dipl.-Ing. Gerd Esselborn und Dipl.-Ing. Architekt Norbert Zimmerman als weitere Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Zehn Prokuristen ergänzen das Führungsteam; fünf Prokuren wurden dabei im Kalenderjahr 2019 erteilt. Mit der Vergrößerung des Führungsteams wird neben der operativen Stärkung des Unternehmens auch die Neuverteilung organisatorischer Aufgaben im Zusammenhang mit dem krankheitsbedingten Ausscheiden des Geschäftsführenden Gesellschafters Prof. Dipl.-Ing. Thomas Kempen im Kalenderjahr 2020 vorbereitet. Die Kempen Krause Ingenieure GmbH ist eine fachübergreifend tätige Ingenieurgesellschaft planender und beratender Ingenieure mit synergetischer Kompetenz in vielen Fachdisziplinen des Bauwesens. Die einzelnen Fachbereiche arbeiten mit dem Anspruch des höchsten Leistungsniveaus und bieten gleichzeitig den Mehrwert des integrativen Planungsansatzes. Folgerichtig steht das Unternehmen für hohe Prozesssicherheit in der Projektabwicklung und höchste Bearbeitungsqualität. Unsere Kernkompetenzen sind in nachfolgender Übersicht dargestellt: In der Unternehmensgruppe waren im Kalenderjahr 2019 im Jahresdurchschnitt 226 (Vorjahr 196) Mitarbeiter (ohne Werksstudenten und geringfügig Beschäftigte) in Vollzeit bzw. Teilzeit beschäftigt, davon 194 Mitarbeiter bei der Kempen Krause Ingenieure GmbH. Damit ergibt sich in der Unternehmensgruppe ein Vollzeitäquivalent von 218 Mitarbeitern bzw. für die Kempen Krause Ingenieure alleine von 179 Mitarbeitern; die Teilzeitquote in 2019 beträgt rund 20%. 1.2 Forschung und Entwicklung Der Erfolg der planenden und beratenden Ingenieure im Bauwesen ist immer stärker abhängig von der intensiven Nutzung modernster IT-Technologie. Kempen Krause hat sich deren Vorteile bereits früh zu Eigen gemacht. Bereits seit 1991 werden CAD-Experten-Systeme bei der Planung verwendet. Für spezielle Aufgabenstellungen wurden seitdem immer wieder, z. B. in der Baudynamik, auch eigene Softwarelösungen entwickelt, die in kontinuierlich aktualisierter Form weiterhin zum Einsatz kommen. Entsprechende Aufwendungen sind in Relation zur Ertragslage der Gesellschaft allerdings von untergeordneter Bedeutung. Auf eine Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird verzichtet. Bereits seit 2012 nutzt die Unternehmensgruppe zunächst im Fachbereich Tragwerksplanung die Vorteile des Building Information Modeling (BIM) bei der Planung von Großprojekten. Die Kempen Krause Ingenieure GmbH ist in diesem Bereich einer der Anwendungspioniere und hat mittlerweile die technische Bearbeitung in diesem Fachbereich vollständig auf diese Arbeitsweise umgestellt. Im Kalenderjahr 2018 wurde diese Arbeitsmethodik ebenso im Fachbereich "Integrale Planung" eingeführt und erstmals die Planung für ein Industrie-Großprojekt mittels eines von allen Fachbereichen bearbeiteten Zentralmodells erstellt. Zudem wurden Arbeitsgruppen gebildet, die neben den Modellierungsvorgaben den BIM-Abwicklungsplan erarbeiten und Vorgaben für die notwendigen Kollisionsprüfungen definieren. Zudem ist eine weitere Arbeitsgruppe damit beschäftigt, geeignete Software (z. B. decide MD) zu detektieren, mit der Attribute zu BIM-Modellen hinzugefügt werden können, ohne die Modellierungssoftware erlernen zu müssen; dies ist z. B. für die Fachbereiche unseres Hauses bedeutsam, die dem Modell nur qualitative Information hinzufügen (Brandschutz, Bauphysik). Auch im Geschäftsjahr 2019 wurden kontinuierlich weitere Arbeitsplätze hardware- und softwareseitig BIM-gerecht ausgestattet und weitere Mitarbeiter als BIM-Professionals ausgebildet und zertifiziert. Die konsequente Ausrichtung auf diese Arbeitsweise führte unter anderem auch zur Beauftragung der Generalplanung für das BIM-Pilotprojekt des BLB. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist auch im Kalenderjahr 2019 wiederum leicht gewachsen. Das statistische Bundesamt vermeldet eine Steigerung des Brutto-Inlandsproduktes um 0,6 % gegenüber 2018. Das Baugewerbe hat mit rund 166 Mrd. € einen Anteil von 6 % am BIP. Die Baubranche erwies sich dabei in nahezu allen Bereichen nicht zuletzt wegen des günstigen Zinsniveaus als Wachstumsmotor für das BIP. Der baugewerbliche Umsatz stieg 2019 um 6,7 %. Insgesamt kam der Wohnungsbau auf ein Plus von 5,1 %, der Wirtschaftsbau auf 9,0 % und der Öffentliche Bau auf 5,8 % Umsatzsteigerung. Aus der Konjunkturumfrage 2020 des Verbandes der Beratenden Ingenieure (VBI) ergibt sich bei 41 % der 688 befragten Unternehmen ein Anstieg des Umsatzes im Jahr 2019 im Vergleich zu 2018. Der durchschnittliche Auftragsbestand wird in dieser Umfrage mit 10,5 Monaten ausgewiesen. Bei der Personalentwicklung geben mittlerweile 74 % der Unternehmen an, dass vakante Ingenieurstellen nicht schnell und qualifiziert besetzt werden können. Der Fachkräftemangel bestimmt insbesondere auch bei den Ingenieurdienstleistungsunternehmen das bei den konjunkturellen Randbedingungen mögliche Wachstum. Gleichwohl schätzen 95% der befragten Ingenieurdienstleister ihre wirtschaftliche Situation als "sehr gut" oder "gut" ein. Die unverändert starke Nachfrage im Bereich der Öffentlichen Bauten und der Gewerbeimmobilien sowie im Wohnungsbau lassen vermuten, dass das Niveau des Vorjahres auch in 2020 gehalten werden kann. Diese Einschätzung lässt sich auch aus der VBI-Konjunkturumfrage 2020 des VBI ableiten, nach der der überwiegende Teil der befragten Unternehmen mindestens den gleichen Jahresumsatz für 2020 erwarten. Zum Jahresbeginn 2020 nahm die Corona-Pandemie ihren Beginn und führte zum ersten Lockdown im März 2020, bei dem der überwiegende Teil der Mitarbeiter vom Homeoffice aus arbeitete. Unsere hausinterne IT-Abteilung ermöglichte jedem Mitarbeiter umgehend einen VPN-Zugang, so dass auch vom Homeoffice Zugriff auf die gesamte Projektstruktur und alle Bemessungsprogramme bestand. Die planerischen und beratenden Dienstleistungen konnten nicht zuletzt durch den Einsatz von Videokonferenzen trotz Lockdown effektiv erbracht werden. Die Effizienzverluste im Homeoffice wurden durch den Entfall von Reisezeiten nahezu kompensiert. Mit Urteil C-377/17 vom 04.07.2020 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die Bundesrepublik Deutschland gegen europarechtliche Vorgaben aus der Dienstleistungsrichtlinie verstoßen hat, in dem in der Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI) verbindliche Mindest- und Höchstsätze für Planungsleistungen vorgegeben waren. Die HOAI am 8. Dezember 2020 bekanntgegebenen Fassung sieht daher ab 2021 nicht mehr eine Verbindlichkeit von Mindest- und Höchstsätzen vor. Offen bleibt die Frage, ob bis zur gesetzlichen Neuregelung die HOAI in der alten Fassung anwendbar bleibt. Die Frage wurde durch Beschluss des BGH vom 14. Mai 2020 dem EuGH zur Entscheidung vorgelegt. Der BGH tendiert dazu, keine unmittelbare Wirkung der Dienstleistungsrichtlinie anzunehmen. 2.2 Personal Seit mehr als sechs Jahrzehnten gehören die Kempen Krause Ingenieure zu den Innovationsträgern im Bauplanungsbereich. Heute sind wir ein wegweisendes Unternehmen in Deutschland und ein führender Anbieter für Ingenieurleistungen im Bauwesen. Diesen Erfolg verdanken wir der Qualifikation, dem Engagement und der Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unsere Hierarchien sind flach und durchlässig, sodass bei entsprechender Leistung jederzeit Aufstiegsmöglichkeiten gegeben sind. Trotz unseres immer noch sehr männlich geprägten Berufsbildes haben wir mit 36 % einen vergleichsweise hohen Frauenanteil quer durch alle Hierarchieebenen. Dabei gilt für uns natürlich das Prinzip "Total Equality" - gleiche Bezahlung und gleiche Förderung von Begabungen, Potenzialen und Kompetenzen. Bei uns wird das Miteinander sehr groß geschrieben. Daher bieten wir regelmäßige Mitarbeiterveranstaltungen sowie gesundheitlich und sportlich orientierte Unternehmungen an. Wir sind davon überzeugt, dass die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseren wirtschaftlichen Erfolg zentral bestimmt. Die Gewinnung hoch qualifizierter Fach- und Führungskräfte wird aufgrund der guten Auftragslage auch zukünftig wettbewerbsbestimmend sein. Da wir den Nachwuchsmangel schon länger vorausgesehen haben, wurde frühzeitig begonnen, dem entgegenzuwirken und studentische Mitarbeiter in großer Zahl zu beschäftigen und zu fördern. Derzeit arbeiten bei der Kempen Krause Ingenieure GmbH mehr als 66 studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Kempen Krause Ingenieure GmbH ist Stipendiengeber für 2 Studenten des Bauingenieurwesens an der RWTH Aachen. Unsere Tochterunternehmen Kempen Krause Beratende Ingenieure unterstützt im Rahmen des Deutschlandstipendiums einen Stipendiaten an der TH Köln. Durch die Gestaltung zahlreicher verschiedener Arbeitszeitmodelle setzen wir uns für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Auch 2019 war es uns eine Freude, immer wieder Jubiläen langjähriger Mitarbeiter in unserer Unternehmensgruppe zu feiern. Als wichtiges Wissens- und Kommunikationswerkzeug wurde das firmeneigene Intranet weiter ausgebaut, das inzwischen zu einem festen Bestandteil des Arbeitslebens geworden ist. Hier finden sich alle für das tägliche Arbeitsleben relevanten Informationen zur Administration, zum Ablauf der Projekte, zu den Arbeitshilfen (Checklisten etc.) zu den Mitarbeitern, zur Fortbildung, zum Wissensmanagement usw. Der ständige Ausbau dieses Intranets bedeutet für uns ebenfalls eine Verbesserung der Arbeitsqualität und dient der Mitarbeiterbindung. Seit 2009 wurden und werden alle Arbeitsverträge der Mitarbeiter um eine Fortbildungsvereinbarung ergänzt, in der wir uns gegenseitig zu einem weit über dem Durchschnitt liegenden Fortbildungsvolumen verpflichten, sodass wir für unsere Auftraggeber jederzeit Planungen auf dem aktuellsten Stand der Technik erstellen können. In der Kempen Krause Gruppe werden mittlerweile insgesamt rd. 135 Zertifikate, wie z. B. staatliche Anerkennungen und Zertifizierungen der verschiedensten Bauplanungs-Fachrichtungen (vgl. nachstehende Auflistung) vorgehalten. Diese Fortbildungsverpflichtung kommt dem Unternehmen auch bei der Rekrutierung des Personals in besonderer Weise zugute. Wir stellen fest, dass die Nachfrage nach Arbeitsplätzen, bei denen eine regelmäßige Aus-, Fort- und Weiterbildung garantiert ist, ständig zunimmt. Staatlich anerkannte Sachverständige, zertifizierte Planer und promovierte Ingenieure der verschiedensten Fachrichtungen, die für Kempen Krause tätig sind, sind das Ergebnis dieser Bemühungen. Das geballte praxisorientierte Fachwissen geben wir regelmäßig durch Veröffentlichungen, anerkannte Seminare und Lehraufträge weiter. Sachverständige und zertifizierte Planer in der KEMPEN KRAUSE Unternehmensgruppe
2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Die Kempen Krause Ingenieure GmbH blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2019 zurück. Die Umsatzerlöse konnten um 19.716 T€ bzw. 120,4 % von 16.369 T€ auf 36.085 T€ gesteigert werden. Unter Einbezug der Bestandsveränderung der zu Herstellungskosten bewerteten unfertigen Leistungen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2019 eine Gesamtleistung von 24.663 T€ (2018: 21.473 T€) und damit eine Steigerung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 um 3.190 T€ bzw. 14,9 %. Die überproportionale Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr beruht einerseits darauf, dass erstmalig in diesem Geschäftsjahr vollständig abgeschlossene aber noch nicht schlussgerechnete Projekte in Höhe von 14.297 T€ direkt als Umsatzerlöse und nicht mehr als Vorräte ausgewiesen wurden, andererseits durch die deutliche Steigerung der Gesamtleistung. Gleichzeitig wurde der Anteil eingebundener Subunternehmer geringfügig reduziert, wodurch sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 149 T€ auf 5.056 T€ verminderten. Die eigenen personellen Ressourcen der Kempen Krause Ingenieure GmbH haben sich nur unwesentlich verändert. Die nach wie vor angestrengte Personalsituation in der Branche führt zu deutlichen Gehaltssteigerungen, die zum Anstieg der Personalkosten geführt haben. Dadurch erhöhte sich der Personalaufwand um 1.541 T€ bzw. 13,5 % auf 12.998 T€. Die gesamten Material- und Personalaufwendungen in Relation zur Gesamtleistung belaufen sich auf 73,2 % nach 77,6 % im Geschäftsjahr 2018 und spiegeln somit eine eindeutige Verbesserung der relevanten Aufwandsquote wieder. Dieser positive Effekt, bei gleichzeitiger Ausdehnung der erbrachten Leistungen, führt zu einem Vorsteuerergebnis von 3.138 T€ für das Geschäftsjahr 2019 (2018: 1.940 T€) und mündet in einen Jahresüberschuss von 2.141 T€ (2018: 1.288 T€). 2.3.2 Finanzlage Das Ziel unseres Unternehmens im internen Finanzmanagement ist die Sicherung einer kontinuierlich stabilen Liquidität. Die Auswertungen unseres Projektcontrollings geben uns die Möglichkeit einer zeitnahen kostenorientierten Rechnungslegung, sodass sich eine stabile und nachhaltige Finanzlage ergibt. Auf die Inanspruchnahme von Bankkrediten konnte im Jahr 2019 erneut verzichtet werden. Der Bestand an liquiden Mitteln liegt zum Jahresende mit 5.746 T€ wieder über dem Wert des Vorjahres (4.840 T€). Der Finanzmittelbestand spiegelt entsprechend den Abdeckungsgrad der unfertigen Leistungen durch erhaltene Anzahlungen wieder (108,5 %, Vorjahr 106,8%). Die Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet; die jederzeitige Zahlungsfähigkeit gewährleistet. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 8.878 T€ auf 9.710 T€ erhöht. Davon beträgt das langfristig gebundene Vermögen rd. 7,4 %, während das kurzfristiggebundene Vermögen in Form von unfertigen Leistungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den liquiden Mitteln und Rechnungsabgrenzungsposten rd. 92,6 % ausmacht. Die Deckung des Anlagevermögens durch das Eigenkapital beträgt 109,9 %. Das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft übersteigt das langfristig gebundene Vermögen. Die Eigenkapitalquote ist zum 31.12.2019 mit 8,17 % im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2018: 13,2%) etwas gesunken. Zusammengefasst ergibt sich für die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (KPI's) der Kempen Krause Ingenieure GmbH:
3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikobericht Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sind wir einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln untrennbar verbunden sind. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und ihnen konsequent entgegenzuwirken, arbeitet die Gesellschaft mit einem Projekt-Controlling-System, das eine detaillierte zeitnahe Überwachung der Projekte erlaubt. Das Controlling-System begegnet damit der Schnelllebigkeit der Projekte, in dem es die erfassten Daten unmittelbar ausgewertet zur Verfügung stellt. Erfasst werden Honorare, Fremdleistungen, geleistete Stunden sowie den Projekten unmittelbar zuzuordnende Nebenkosten. Auf diese Weise wird der Projektbearbeitungsverlauf in wirtschaftlicher Hinsicht durch die Projektleiter und die Fachbereichsleiter beurteilt. Dies erlaubt, negativen Entwicklungstendenzen in den Projekten rechtzeitig gegensteuern zu können. Wir realisieren anhand von Kennzahlen die Ertrags-Kosten und die Personalsituation der Projekte und Fachbereiche. Dies erlaubt, Fehlentwicklungen kurzfristig entgegenzuwirken. Die Personalplanung wird in den Fachbereichen wöchentlich vorgenommen und abgestimmt. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungsinstrumente werden fortlaufend weiterentwickelt und an sich verändernde Informationsbedürfnisse angepasst. Risiken werden in den regelmäßigen wöchentlichen Sitzungen der Gesellschafter besprochen und gezielte Maßnahmen ergriffen. Nachfolgend werden die Risiken in absteigender Rangfolge ihrer Bedeutung angegeben: Branchenrisiken / Strategische Risiken Unser Erfolg steht in direktem Zusammenhang mit den ökonomischen Trends und Konjunkturzyklen in der Bauwirtschaft. Veränderungen in der Nachfrage und Investitionsvolumina können langfristig die Wachstumsperspektiven der Gesellschaft reduzieren und/oder die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinträchtigen. Das Markt-/Branchenumfeld ist entsprechend als bedeutsames Risiko einzustufen. Auf Grundlage der aktuell verfügbaren Prognosen sehen wir für unsere Gesellschaft nicht zuletzt wegen der europäischen Zinspolitik und der damit verbundenen Investitionsbereitschaft derzeit keine signifikanten Marktrisiken und schätzen daher das Risiko als gering ein. Auf der Ertragsseite werden kurzfristig Einbußen entstehen, weil der Europäische Gerichtshof die Mindestsätze der HOAI für unzulässig erklärt hat. Durch die Anpassung der Leistungsbilder und die BIM-Arbeitsweise erwarten wir hier jedoch eine teilweise Kompensation dieses Effektes. Das Wachstum der Beratungsunternehmen im Bauwesen wird sich auch in Zukunft daran festmachen, in welcher Weise das Unternehmen in der Lage ist, strategische Partnerschaften einzugehen. Solche Partnerschaften sind notwendig, um neue Fachbereiche aufzubauen oder um mangelnden Personalressourcen zu begegnen. Risiken ergeben sich dabei durch möglicherweise nicht eingehaltene Zielvereinbarungen. Wir begegnen diesen Risiken, in dem die Gesellschafter unseres Unternehmens sich stets mehrheitlich an solchen strategischen Partnerschaften beteiligen. Die Vergabe von Generalplanungsleistungen durch unsere Auftraggeber hat in 2019 zugenommen und wird nach Einschätzung der Geschäftsführung auch weiterhin zunehmen. Um die in diesem Zusammenhang mit der Leistungserbringung verbundenen Risiken zu minimieren, werden externe Partner in strategischen Allianzen gebunden, für die das Qualitätsmanagement der Kempen Krause Ingenieure in gleicher Weise gilt. Risiken aus der Corona-Pandemie Die Corona-Pandemie stellt ein weiteres Risiko dar, das sich auf die Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens auswirken kann. Neben einer Zunahme der Ausfallzeiten unserer Mitarbeiter durch Krankheit bzw. Quarantäne mögen sich die Projektbearbeitungszeiten verlängern, wenn die öffentliche Verwaltung im Homeoffice arbeiten soll oder bauausführende Firmen Corona bedingte Mitarbeiterausfälle zu verzeichnen haben. Projektentwicklungen für Corona sensitive Branchen werden zukünftig als mögliche Aufträge für unser Unternehmen wegfallen. Haftungsrisiken Bedingt durch die gesamtschuldnerische Haftung der Planer im Bauwesen an der Realisierung der Bauvorhaben, kann es zur Inanspruchnahme bei Schäden und Mängeln kommen, die jedoch nicht durch den Planer, sondern durch die ausführenden Unternehmen verursacht wurden. Das Wachstum eines Ingenieurunternehmens bedingt die gezielte und ständige Einarbeitung der Mitarbeiter in die Ausführungsprozesse der Bauplanung. Eine mangelnde Sicherheit in den Planungsprozessen führt zu Planungsmängeln und -fehlern, die sich im Bauprozess in der Regel nur kostenintensiv beheben lassen. Wir begegnen diesem Risiko durch die Projektbearbeitung im Team, die zum einen Informationsverluste minimiert und zum anderen eine gute Kontrolle der Bearbeitungsergebnisse ermöglicht. Dem Haftungsrisiko wird weiterhin durch eine ausreichende Versicherungssumme mit entsprechenden Deckungssummen für Personen- und Sachschäden Rechnung getragen. Insgesamt schätzen wir daher das Risiko als gering ein. Rechtliche Risiken Eine wesentliche Strategie unseres Unternehmens ist die Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten, soweit dies irgendwie möglich ist. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Rechtsstreitigkeiten, insbesondere wenn es um Honorare geht, langwierig und in der Regel finanziell nicht zielführend sind. Für Rechtsstreitigkeiten bilden wir Rückstellungen, sofern es nach unserer Einschätzung wahrscheinlich ist, dass Restrisiken bestehen, die nicht durch die Versicherungen abgedeckt sind. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwarten wir aus Rechtsstreitigkeiten und Verfahren keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Finanzwirtschaftliche Risiken Dem Risiko von Honorarausfällen durch Insolvenzen von Auftraggebern wird durch eine zeitnahe und regelmäßige Rechnungsstellung und eine ständige Überwachung der Zahlungseingänge entgegengewirkt. In der Vergangenheit lagen keine bedeutsamen Zahlungsausfälle vor. Entsprechend schätzen wir das Risiko insgesamt als gering ein. Personalrisiken Unser Unternehmen folgt seit Jahrzehnten der Philosophie, um die Köpfe unserer Mitarbeiter herum zu wachsen. Wir verfolgen eine langfristige Personalstrategie, um die Fluktuationsrate niedrig zu halten. Eine starke Mitarbeiterbindung durch die Gestaltung attraktiver Arbeitsplätze, durch transparente Hierarchie-Strukturen mit konkreten Aufstiegsangeboten, durch unsere Fortbildungsverpflichtung sowie das "Social Life", das sich in zahlreichen Veranstaltungen manifestiert, begegnen diesem Risiko. Gleichwohl stellen wir einen zunehmenden Wunsch nach Elternzeit und Teilzeitarbeitsmodellen fest, was den internen Koordinationsaufwand erhöht. Nach unserer derzeitigen Einschätzung stufen wir mögliche Personalrisiken als aktuell gering ein, mittelfristig wird das Risiko leicht ansteigen. Der sehr gute Arbeitsmarkt für Ingenieure führt zwangsläufig zu signifikanten Lohnsteigerungen. Kompensieren werden wir dies durch die Implementierung eines agilen Projektmanagements zur Optimierung der Projektbearbeitung in unseren Bearbeitungsteams. Informationstechnische Risiken Risiken im IT-Bereich ergeben sich insbesondere durch potentielle unautorisierte Zugriffe auf unsere Server-Welt. Unser Unternehmen betreibt ein eigenes IT-Managementsystem, in dem alle kritischen Datenbestände täglich gesichert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeit von Rechner- und Serversystemen wird durch die regelmäßige Wartung der unternehmenseigenen IT-Dienstleister erheblich reduziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr mussten wir keinerlei Ausfallzeiten der zentralen IT-Systeme verzeichnen. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Sicherheitsvorfalls aufgrund der ergriffenen Maßnahmen trotz der generellen Risikolage insgesamt als gering ein. Mit Einführung der DSGVO ergibt sich die Notwendigkeit, den Umgang mit persönlichen Daten in den Arbeitsabläufen unseres Unternehmens kritisch zu hinterfragen und erforderliche Anpassungen vorzunehmen. Zusammen mit unserem externen Datenschutzbeauftragten und einem Anwalt für Informationstechnologierecht erarbeitet eine Arbeitsgruppe die erforderlichen Maßnahmen. Das Risiko schätzen wir wegen der schon strukturierten Abläufe und gewisser Sofortmaßnahmen als gering ein. Imagerisiken Als bundesweit tätiges Unternehmen sind wir ständig dem Risiko ausgesetzt, dass eine negative mediale Berichterstattung unser Image beschädigt. Dies würde möglicherweise zu Auftragseinbußen führen. Diesem Risiko wird durch eine ständige imagefördernde Kommunikationsarbeit, die Bereithaltung einer modernen Webpage sowie durch ein umfangreiches ehrenamtliches Engagement begegnet. Unser Unternehmen unterhält eine Kommunikations- und Marketingabteilung, die die Vergabeverfahren unterstützt, die Internet- und Intranet-Seiten pflegt und ausbaut, Teambuilding-Veranstaltungen vorbereitet und durchführt sowie sämtliche Akzidenzdrucke bearbeitet. Gesamtbeurteilung der Risikolage und -einschätzung Die Gesamtrisikolage hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Insgesamt sind nach Einschätzung der Geschäftsführung die möglichen finanziellen Auswirkungen der Risiken bzw. die Gesamtrisikolage überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht ersichtlich. 3.2 Chancenbericht Als Konsequenz der nun fast 10 Jahre bestehenden Fortbildungsverpflichtung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in unserem Unternehmen und durch den Aufbau einer hohen Prozesssicherheit in der Abwicklung der Projekte als eine Kernkompetenz, verbunden mit der Etablierung einer stabilen zweiten Führungsebene ergeben sich durch die damit einhergehende Steigerung der Akquisetätigkeit große Chancen für die Auftragsbearbeitung der in unserem Unternehmen abgebildeten Planungsdisziplinen insbesondere bei Großprojekten. Die Konzentration auf Großprojekte mit einem Bauvolumen von mehr als 5 Mio. € bedeutet für uns eine zukunftssichere Ausrichtung des Unternehmens im Hinblick auf die bei diesen Projekten zu erwartende Ertragslage. Durch die Stärkung der Niederlassungsleitungen und die Ausgründung weiterer Gesellschaften ergeben sich Chancen zu einer verbesserten Durchdringung der regionalen Märkte. 3.3 Prognosebericht Die nominell vergrößerte Geschäftsleitung fokussiert sich weiterhin darauf, vorhandene Geschäftsbeziehungen zu intensivieren und Neukunden im öffentlichen sowie im privatwirtschaftlichen Sektor zu akquirieren. Das laufende Geschäftsjahr 2020 hat sich seit Jahresbeginn mit Blick auf unser Controllingsystem hinsichtlich des Gesamtumsatzes positiv entwickelt. Das günstige Investitionsumfeld sowie die gute Marktpositionierung bescheren der Gesellschaft weiterhin einen hohen Auftragseingang. Davon partizipieren im Wesentlichen alle Fachbereiche der Gesellschaft. Hinsichtlich der zu erwartenden Umsatzrendite ist jedoch davon auszugehen, dass diese mit zunehmendem Kostendruck wegen steigender Gehälter und dem Wegfall der Mindestsätze nach HOAI tendenziell geringer ausfallen wird. Auch die Corona-Pandemie wird sich auf das Jahresergebnis nicht zuletzt wegen der Zusatzinvestitionen in Schutzmaßnahmen auswirken. Wegen des bestehenden Arbeitsvorrates von über 10 Monatsleistungen ist zwar keine Kurzarbeit zu erwarten, dennoch führt die Umstellung auf Homeofficearbeit zu anfänglichen Effizienzverlusten. Die konsequente Ausrichtung der Fachbereiche auf den teilweise sehr unterschiedlichen jeweiligen Bedarf in den Bauplanungsprojekten kennzeichnet auch in 2020 das Handeln der Geschäftsleitung. Die Stärkung vorhandener Geschäftsfelder, hier insbesondere der integralen Planung von Industrie- und Bestandsbauten können dazu beitragen, dem Unternehmen insgesamt positive Wachstumsanreize zu liefern. Die erfolgreiche Akquisition des BIM-Pilotprojektes des Bau- und Liegenschaftsbetriebes NRW für eine polizeiliche Liegenschaft belegt die Richtigkeit dieser Strategie. Die Optimierung von Prozessen und Strukturen zur Bewältigung der Anforderungen von Generalplanungsleistungen sowie die Positionierung des Fachbereiches Projektmanagement machen einen weiteren Fokus der Geschäftsprozesse aus. Die Implementation der BIM-Methodik in die Planungs-Fachbereiche unseres Hauses stellt einen weiteren Schwerpunkt dar. Die Qualitätssicherung bei der Vergabe von Subunternehmerleistungen und die Verpflichtung von Subunternehmern auf den Qualitätsstandard unseres Unternehmens müssen fortlaufend sichergestellt werden. Wir investieren unverändert in die Personalentwicklung. Die gegenseitige Verpflichtung zur Fort-, Aus- und Weiterbildung zwischen Mitarbeitern und Arbeitgebern hat sich als der richtige Weg erwiesen, um qualifizierte Kräfte für unser Unternehmen zu gewinnen und an dieses zu binden. Auf diesem Wege werden wir fortfahren, denn die Sicherung qualifizierten Personals ist die beste Zukunftssicherung für Planungsunternehmen im Bauwesen. Das bisherige Kalenderjahr ist nicht zuletzt auch vom Ausscheiden und vom Tod des Gründungsgesellschafter Prof. Dipl.-Ing. Thomas Kempen geprägt. Die bereits vorbereitete Übertragung seiner Geschäftsanteile an den Mitgesellschafter Dr.-Ing. Hans-Jürgen Krause hat nominell zum Ende des ersten Quartals stattgefunden. Die operativen und emotionalen Auswirkungen konnten durch eine frühzeitige Verteilung der Aufgaben und durch die kontinuierliche Information unserer Mitarbeiter begrenzt werden. In Summe erwarten wir dennoch eine weiterhin positive Entwicklung des Unternehmens. Die Gesamtleistung in den ersten zehn Monaten des Jahres 2020 hat sich um rund 1,04 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2020 eine Eigenkapitalquote auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2019 und in etwa gleich bleibende der Gesamtleistung in der Gesamtjahresbetrachtung. Der Gesamtanteil der Fremdleistungen in 2020 ist leicht gestiegen. Bei einem für 2020 im Vergleich zu 2019 marktüblichen Anstieg der gesamten Personalkosten wird sich somit im Hinblick auf das Vorsteuerergebnis voraussichtlich ein leichter Rückgang des hohen Vorsteuerergebnisses im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 ergeben.
Aachen, 11. Dezember 2020 Prof. Dipl.-Ing. Thomas Kempen Dr.-Ing. Hans-Jürgen Krause Dipl.-Ing. Gerd Esselborn Dipl.-Ing. Norbert Zimmermann BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Kempen Krause Ingenieure GmbH Aachen Firmensitz laut Registergericht: Aachen Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Aachen Register-Nr.: 18178 Die Kempen Krause Ingenieure GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden bei der Erstellung des Anhangs teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert zwischen 250,00 EUR und 800,00 EUR (in den Vorjahren zwischen 150,00 EUR und 410,00 EUR) wurden im Jahre des Zugangs (ab 2016) voll abgeschrieben. Ihr gleichzeitiger Abgang aus dem Betriebsvermögen wird unterstellt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 250,00 EUR nicht überschreiten, werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um den darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als 150,00 EUR und nicht mehr als 1.000,00 EUR betrugen, wurde bis 2015 ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. In den Finanzanlagen wurden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Im Berichtszeitraum ist die Gesellschaft an folgenden Unternehmen beteiligt:
Die Vorräte (unfertigen Leistungen) wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde vorsichtig bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Das Wahlrecht des § 286 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde insoweit ausgeübt, als die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen auf der Aktivseite von den unfertigen Leistungen abgesetzt wurden. Der übersteigende Betrag der erhaltenen Anzahlungen über die unfertigen Leistungen wurde gem. § 286 Abs. 5 S. 2 HGB auf der Passivseite ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Einzelwertberichtigungen wurden bei der Bewertung der Forderungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für einen Zeitraum nach dem Stichtag darstellen. Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungswert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Garantie- bzw. Gewährleistungsrückstellungen wurden zum voraussichtlichen Erfüllungswert gebildet. Die Grundlage für die Ermittlung bildeten Schätzungen auf Basis von Erfahrungswerte. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Ergebnisse aus Zinsänderungen sind im operativen Ergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet wurden. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erstmalig im Geschäftsjahr wurden vollständig abgeschlossene und noch nicht schlussgerechnete Projekte in Höhe von TEuro 14.297, welche wiederrum vollständig mit Honoraransprüchen in gleicher Höhe untersetzt sind, als Umsatzerlöse ausgewiesen. Entsprechend wurde ein Abgang im Vorratsvermögen vorgenommen. Erträge aus abgeschlossenen und nicht schlussgerechneten Projekten wurden in den Vorjahren als Bestandsveränderung ausgewiesen. Auswirkungen auf die unter Posten 3 der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Gesamtleistungen sowie auf den Jahresüberschuss ergeben sich hierdurch nicht. Auswirkungen auf die Bilanzsumme, unter Berücksichtigung des ausgeübten Wahlrechtes nach § 268 Abs. 5 HGB ergeben sich nicht. Darüber hinaus konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto)Anlagespiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Angaben zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEuro 0,0 (Vorjahr: TEuro 1,5). Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 160,7 (Vorjahr TEuro 271,5) stellen in Höhe von TEuro 0,0 Forderungen gegen Gesellschafter dar (Vorjahr TEuro 0,0). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Darlehensforderungen gegen Mitglieder der Geschäftsführung in Höhe von TEuro 95,8 (Vorjahr TEuro 104,3) enthalten, welche mit 2,5 % verzinst werden. Die Aufstellung der Bilanz erfolgte unter teilweiser Ergebnisverwendung. Die Überleitung auf den Bilanzgewinn erfolgt durch eine entsprechende Verlängerung der Gewinn- und Verlustrechnung. Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellung für erfolgsabhängige Mitarbeitervergütungen (TEuro 257,0; Vorjahr TEuro 268,5); Urlaubs- und Überstundenentgelte (TEuro 897,1 Vorjahr TEuro 602,9), Rentenversicherungsbeiträge (TEuro 160; Vorjahr TEuro 131,0), Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen (TEuro 86,7, Vorjahr TEuro 86,1), Gewährleistungen (TEuro 50,0; Vorjahr TEuro 50,0), Jubiläumsverpflichtungen (TEuro 40,2 Vorjahr TEuro 30,4); Abschluss- und Prüfungskosten (TEuro 40,0 Vorjahr TEuro 34,5); ausstehende Rechnungen/Abfindungen (TEuro 87,5; Vorjahr TEuro 10,0). Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern mit TEuro 899,2 (Vorjahr TEuro 828,9) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit mit TEuro 54,8 (Vorjahr TEuro 51,2) enthalten. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEuro 633,3 (Vorjahr TEuro 927,8) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr, in Höhe von TEuro 1.585,0 (Vorjahr TEuro 467,5) gegenüber Gesellschaftern aus Gewinnausschüttungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erträge oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung liegen nicht vor. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEuro 180,8 (TEuro 135,6) resultieren aus Gewinnausschüttungen unserer Tochtergesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Miet-, Verwaltungs-, Versicherungs- und Fortbildungsaufwendungen und Forderungsverluste. Aufwendungen aus Währungsumrechnungen sind in Höhe von TEuro 0,0 (Vorjahr TEuro 0,1) enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2019 der im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 254 (Vorjahr: 219). Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2019 an: Prof. Dipl.-Ing. Thomas Kempen, Geschäftsführer, Aachen Dr.-Ing. Hans-Jürgen Krause, Geschäftsführer, Aachen Dipl.-Ing. Gerd Esselborn, Geschäftsführer, Aachen Dipl.-Ing. Norbert Zimmermann, Geschäftsführer, Stolberg Vergütungen der Geschäftsführer Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden TEuro 1.120,5 (Vorjahr TEuro 1.066,7) gewährt. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:
Die Kredite werden mit 2,5 % verzinst. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstige finanziellen Verpflichtungen werden im Folgenden dargestellt:
Die Gesellschaft nutzt Miet-/Pachtverträge für Büroräume bzw. Operating Leasing für Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Dies trägt zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Verpächter bzw. Leasinggeber. Die Vereinbarungen haben unterschiedliche Laufzeiten. Das daraus resultierende Laufzeitrisiko wird als gering eingeschätzt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben. Unbeschränkt haftender Gesellschafter Die Gesellschaft ist persönlich haftender (Mit-)Gesellschafter der ARGE blass Architekten - Möller+Meyer - Kempen, Krause, Euskirchen, welche einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts nachgebildet ist. Ereignisse, die zu einer persönlichen Haftung führen könnten, sind bis zum heutigen Tage nicht bekannt geworden. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Auf Grund der Corona-Pandemie ab März 2020 wird zeitweilig mit einem Rückgang der Auftragslage gerechnet. Durch die solide Kapitalstruktur wird jedoch mit geringen Auswirkungen auf die Vermögenslage gerechnet. Es wird insoweit auf die im Risikobericht des Lageberichts dargestellten Ausführungen verwiesen. Bestandsgefährdende Risiken werden nicht gesehen. ErgebnisverwendungsvorschlagIn den Gesellschafterversammlungen in 2019 und Anfang 2020 wurden Vorabausschüttungen auf das Ergebnis 2019 in Höhe von TEUR 1.718,1 beschlossen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den über die Vorabausschüttungen hinausgehenden Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 von TEuro 423 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Aachen, 11. Dezember 2020 Prof. Dipl.-Ing. Thomas Kempen Dr.-Ing. Hans-Jürgen Krause Dipl.-Ing. Gerd Esselborn Dipl.-Ing. Norbert Zimmermann
Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern1.1.2019 - 31.12.2019Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 95.769,83 EUR. 1.1.2018 - 31.12.2018Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 104.282,61 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.11.2020 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kempen Krause Ingenieure GmbH, Aachen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kempen Krause Ingenieure GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kempen Krause Ingenieure GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreterfür den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aachen, 11. Dezember 2020 FIDAIX
SCHULER & KOLLEGEN GmbH
Dipl.-Kffr. Brigitte Schuler, Wirtschaftsprüferin Dipl-Betriebsw. FH Roy-Arne Hecht, Wirtschaftsprüfer |
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