Plastic Logic GmbHLiquidiert

Zwickauer Straße 46, 01069 Dresden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 25364
Eingetragen
1.3.2007
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung von elektronischen Erzeugnissen.

Historie

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Management

NameRolle
Timothy Michael Burne
seit 16.3.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
PLASTIC LOGIC LUXEMBOURG S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PLASTIC LOGIC LUXEMBOURG S.à r.l.
Luxembourg
100.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Plastic Logic GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht zum 31. Dezember 2015

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Plastic Logic GmbH ist im Bereich der industriellen Fertigung und des Vertriebs von Aktivmatrixdisplays sowie der Erforschung neuer Produkte und Prozesse im selben Geschäftsbereich tätig. Um der zukünftigen Marktdynamik für flexible Displayanwendungen noch besser gerecht zu werden, wird die Plastic Logic GmbH auch weiterhin die industriell gefertigten, flexiblen, organischen Displays auf Basis einer Modul-Plattform Kunden direkt zugänglich machen.

Der Trend im Displaymarkt geht klar in Richtung unzerbrechlich, formbar und flexibel. Alle großen Display Produzenten haben diesen Trend erkannt und arbeiten daran. Einige Geräte mit geschwungenen Displays sind bereits im Markt. Die Plastic Logic Technologie hat gegenüber diesen ersten Anwendungen einen noch konsequenteren Flexibilitäts-Vorsprung. Einzig die Plastic Logic Displays sind dauerhaft flexibel und werden in der weltweit ersten Fabrik flexibler organischer Transistoren auf polymerer Basis gefertigt.

Die Plastic Logic GmbH (PLG) wurde im Februar 2007 gegründet und ist eine 100% Beteiligung der Plastic Logic ZAO (PLZ).

2. Entwicklung und Produktion

Unsere Geschäftstätigkeit dient der Verbesserung der Produktionsprozesse sowie der Einzel- und Gesamtprozess-Qualifikation für verschiedene Anwendungsgebiete der organischen Transistortechnologie (oTFT). Nach einer Verringerung der Produktionskapazität im letzten Jahr hat unser Unternehmen hart an der Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten gearbeitet. Im Jahre 2015 begannen diese Bemühungen Früchte zu tragen. Während des Geschäftsjahres 2015 bot unser Unternehmen eine breite Palette von Display-Produkten der Größe 1,1" bis 10,7" an, die auf verschiedene Marktnischen ausgerichtet waren. Die im Jahre 2015 erzielten Umsätze stammen im Wesentlichen aus Verkaufserlösen für Kundenentwicklungsprojekte. Hierzu gehören insbesondere der Verkauf von Referenzprodukten, Treiberelektronik sowie Aufwandsentschädigungen für die Vorbereitung der Massenproduktion.

Neben dieser Produktion stellen die Aktivitäten zur Weiterentwicklung des Produktionsprozesses nach wie vor einen zentralen Schwerpunkt der Tätigkeit der Gesellschaft dar. Die Gesamtaufwendungen für den Entwicklungsbereich betrugen im Geschäftsjahr 2015 ca. € 14 Mio (Vorjahr € 16 Mio).

3. Beschaffung

Zur Fertigung und Montage ihrer Produkte ist die Gesellschaft nach wie vor auf die Zulieferung von Rohmaterialien, elektronischen Komponenten und Ersatzteilen angewiesen. Die Preise in diesem Bereich sind im Geschäftsjahr annähernd gleichgeblieben. Einige Edelgase haben sich im Jahresverlauf verteuert und waren aufgrund veränderter Marktbedingungen schwieriger zu beschaffen.

4. Investitionen

Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von T€ 93 getätigt. Diesen Investitionen stehen reguläre Abschreibungen in Höhe von € 13,9 Mio. gegenüber.

In den Jahren 2007 bis 2015 haben wir insgesamt Sachinvestitionen im Umfang von mehr als € 120 Mio. durchgeführt.

5. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Finanzierung des Geschäftsbetriebes und der Investitionen erfolgte zum großen Teil durch Mittel der Muttergesellschaft PLZ, die in Form von Einlagen in das Eigenkapital bzw. Darlehen zur Verfügung gestellt wurden.

6. Personal- und Sozialbereich

Im Vorjahresvergleich hat sich die durchschnittliche Zahl unserer Mitarbeiter von 121 auf 87 verringert. Der Personalaufwand sank hierdurch um ca. € 2,3 Mio.

Es sind weiterhin überwiegend hochqualifizierte Mitarbeiter bei der Plastic Logic GmbH beschäftigt.

Das Thema Arbeitssicherheit hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert und wird durch eine geringe Unfallquote von ~2% belegt (alles Arbeitswegeunfälle).

7. Umweltschutz

Umfassender Umweltschutz und hohe Sicherheitsstandards haben für unser Unternehmen hohe Priorität.

Im Folgenden sollen alle wesentlichen Auswirkungen unserer Unternehmenstätigkeit auf die Umwelt gelistet werden bzw. die auf deren Management gerichteten Arbeitsbereiche:

Verbrauch von Ressourcen, Wasser-, Energie- und Materialverbrauch,

Bestandsmengen an Gefahrstoffen im Sinne von Gefahrstoffverordnung (BGBl. I 1993, S. 1782) und Chemikaliengesetz (BGBl. I 1994, S. 1963),

Entsorgung von Abfällen, Sonderabfällen und Abwasser,

Ordnungsgemäße Verwertung von Produktionsabfällen und Entsorgung der Restabfälle,

Emissionen (Verunreinigung von Luft und Wasser).

Die für das Unternehmen geltenden Rechtsvorschriften zum Umweltschutz wurden eingehalten und deren Einhaltung durch ständige Kontrollen gewährleistet.

Haftungsgefahren oder Schadensersatzansprüche für selbst verschuldete Umweltschäden sind nicht zu erwarten.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögenslage

Unser Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 137,2 Mio. bzw. 69,9 % verringert. Hauptgrund hierfür ist die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Februar 2015 im Rahmen des Neuaufbaus der Plastic Logic Gruppenstruktur und der Ausgliederung und Umbenennung der britischen Schwestergesellschaft. Hierdurch sind die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um € 121,4 Mio gesunken. Sie haben jetzt nur noch einen Anteil von 64,1 % an der Bilanzsumme (Vorjahr 81,2 %).

Darüber hinaus bildet das Anlagevermögen mit 28,9 % einen wesentlichen Teil der Bilanzsumme. Dieses ist jedoch im Jahresverlauf um € 14,5 Mio. zurückgegangen, da den regulären Abschreibungen von € 13,9 Mio. und den Anlagenabgängen von € 0,7 Mio lediglich Investitionen von T€ 93 gegenüberstehen.

2. Finanzlage

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr um € 17,1 Mio. auf € 7,3 Mio. verringert. Dies ist auf ein negatives Ergebnis in Höhe von € 23,3 Mio. sowie Einlagen in Höhe von € 6,2 Mio. in die Kapitalrücklage zurückzuführen. Das vom Mutterunternehmen bzw. im Konzernverbund in Form von Eigen- und Fremdkapital zur Verfügung gestellte Kapital umfasst insgesamt 88,3 % der Bilanzsumme.

Dem Unternehmen standen im Berichtszeitraum ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Liquidität wurde im Geschäftsjahr vor allem durch Einzahlungen von Finanzmitteln in die Kapitalrücklage gesichert.

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die Bereitstellung möglicherweise zusätzlich benötigter Finanzmittel soll auch weiterhin durch die Gesellschafter sichergestellt werden.

3. Ertragslage

Als Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2015 wird ein Verlust in Höhe von € 23,3 Mio. ausgewiesen; im Vorjahr hatte sich ein Verlust von € 5,2 Mio. ergeben (Ergebnisveränderung Mio. 18,1 €). Die Veränderung des Jahresergebnisses ist im Westlichen auf die Restrukturierung der Gruppe zurückzuführen, die mit der Auflösung von wechselseitigen Liefer- und Leistungsbeziehungen im November 2014 einherging. Bereits im Vorjahr war die Plastic Logic GmbH von hohen Anlaufverlusten für die Geschäftsanbahnung und die weitere Produktentwicklung in den Jahren 2015 und 2016 ausgegangen. Die Erträge und Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich wie geplant deutlich zurückgegangen. Im Einzelnen bedeutet das:

Ergebnismindernd: Durch den Wegfall des Verkaufs von Displays an verbundene Unternehmen verringerten sich die Umsatzerlöse um ca. € 6,1 Mio. auf € 1,5 Mio. Diese Umsatzerlöse wurden nahezu vollständig mit Kunden außerhalb der Plastic Logic Gruppe erzielt, während die externen Umsätze im Vorjahr nur € 0,1 Mio betrugen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um € 37,3 Mio gegenüber dem Vorjahr, hiervon € 16,6 Mio durch den Wegfall der Weiterberechnung von Entwicklungsaufwendungen an andere Konzerngesellschaften sowie € 20,1 Mio durch geringere Erträge aus Währungsumrechnung.

Ergebniserhöhend: Wie geplant konnte der betriebliche Aufwand gegenüber dem Vorjahr reduziert werden, davon € 2,3 Mio Personalaufwand und € 1,7 Mio an Abschreibungen. Der sonstige betriebliche Aufwand sank um € 19,3 Mio, hiervon € 18,2 Mio aus Währungsumrechnung und € 1,1 Mio sonstiger Aufwand. Das Zinsergebnis verbesserte sich um € 1,8 Mio gegenüber dem Vorjahr, was in einer besseren Verzinsung der vorhandenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen begründet liegt.

C. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Mit Ausnahme der im Folgenden genannten Faktoren sind keine den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken, welche über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, erkennbar.

Die eingesetzte Technologie gehört zum Gebiet der organischen Elektronik - einem relativ neuen Wirtschaftszweig, für den jedoch für die kommenden Jahre überdurchschnittliche Wachstumsraten prognostiziert sind. Da es sich um eine relativ neuartige Technologie handelt, kann derzeit allerdings noch nicht mit den in der Halbleiter- bzw. Displayindustrie durch jahrzehntelange Entwicklung erreichten Materialausbeuten gerechnet werden. Auf diesem Gebiet, genau wie auf dem Gebiet der Qualitätsanalysen, ist in den nächsten Jahren noch Entwicklungsarbeit zu leisten.

Der Fortbestand der Gesellschaft ist von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Plastic Logic Gruppe abhängig. Der Fortbestand der Plastic Logic Gruppe wiederum ist abhängig von der Fortsetzung der Kapitalmaßnahmen durch den russischen Staatsfonds Rusnano. Nach deren Plänen ist die Finanzierung der Gesellschaft für mindestens weitere 12 Monate sichergestellt.

Die Plastic Logic GmbH befindet sich im engen Kontakt mit den Fördergebern des Freistaates Sachsen, um mit einer veränderten strategischen Ausrichtung auch weiterhin alle Förderauflagen zu erfüllen und finanzielle Risiken hieraus auszuschließen.

Die Gesellschaft hat in größerem Umfang länger laufende Fremdwährungsverbindlichkeiten resultierend aus der Anschaffung von Maschinen und Anlagen sowie aus der Gewährung von Darlehen durch andere Konzerngesellschaften. Die Währungsverbindlichkeiten bestehen vor allem in russischen Rubel und US-Dollar. Die größten Schwankungsrisiken werden seit dem Geschäftsjahr 2012 durch die vertragliche Weiterberechnung der Währungsgewinne und -verluste an eine andere Konzerngesellschaft minimiert.

D. Vorgänge nach dem Bilanzstichtag

Im Rahmen der Umstrukturierung des Unternehmens ist Herr Torsten Kolibal mit Wirkung ab 29. Januar 2016 als Geschäftsführer der Plastic Logic GmbH ausgeschieden.

E. Ausblick

Die Gesellschaft wird ihre Tätigkeiten für die Entwicklung neuartiger Produkte und Produktionsverfahren auf Basis der vorhandenen Display-Technologie weiter fortsetzen. Aus den aktuellen Vertriebsaktivitäten und Projekten sowie weiteren vorvertraglichen Vereinbarungen mit potentiellen Kunden ergeben sich weitreichende Absatzchancen, die eine adäquate Steigerung der Produktion in Dresden in den nächsten Jahren erfordern. Die im Jahr 2016 eingegangenen Aufträge und die weiteren vorvertraglichen Gespräche stimmen diesbezüglich zuversichtlich. Der bereits vorhandene Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2016 lag bei etwa € 7 Mio.

Für das Jahr 2016 ist jedoch noch einmal mit hohen Anlaufverlusten zu rechnen, die signifikant über denen des Jahres 2015 (EBITDA € -10,2 Mio) liegen, da den gestiegenen Kosten für das Hochfahren der Produktion noch keine erheblich höheren Umsatzerlöse gegenüberstehen werden. Nach ersten eigenen abgeschlossenen Business Development Aktivitäten in 2015 und 2016 rechnen wir in 2017 mit dem Break-Even auf Ebene des EBITDA.

 

Dresden, 20. Dezember 2016

Timothy Burne, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

31.12.2015
31.12.2014
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 6.564,56 14.378,65
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 6.581.245,00 9.587.184,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.150.991,86 21.496.918,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.398,27 278.925,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.123,37 220.979,78
  17.050.758,50 31.584.007,43
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
  17.057.324,06 31.598.387,08
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.736.015,02 1.509.858,90
2. Unfertige Erzeugnisse 4.520,16 0,00
3. Fertige Erzeugnisse 385.508,78 128.315,32
4. Geleistete Anzahlungen 18.104,45 38.308,22
  2.144.148,41 1.676.482,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 388.807,85 28.385,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 37.865.563,22 159.293.967,39
3. Sonstige Vermögensgegenstände 192.854,73 611.328,95
  38.447.225,80 159.933.681,42
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 687.123,12 2.297.930,27
  41.278.497,33 163.908.094,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 714.327,79 782.713,62
  59.050.149,18 196.289.194,83

Passiva

   
  31.12.2015
31.12.2014
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 29.139.283,07 22.893.652,70
III. Gewinnrücklagen    
Rücklagen für eigene Anteile 0,00 1,00
IV. Gewinnvortrag 1.362.337,64 6.556.310,71
V. Jahresfehlbetrag -23.306.209,56 -5.193.974,07
  7.295.411,15 24.355.990,34
B. Sonderposten für Investitionszulagen 1.504.845,41 2.225.349,69
C. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 1.913.695,89 1.763.427,51
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.738.104,18 1.036.203,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.820.216,34 165.394.101,24
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.777.876,21 1.514.122,06
  48.336.196,73 167.944.427,29
  59.050.149,18 196.289.194,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2015
2014
1. Umsatzerlöse 1.517.045,27 7.638.169,23
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 261.713,62 69.855,60
3. Sonstige betriebliche Erträge 9.215.675,51 46.508.226,81
  10.994.434,40 54.216.251,64
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.831.523,16 1.880.673,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 164.492,66 220.825,36
  1.996.015,82 2.101.499,33
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 4.662.652,17 6.563.855,62
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 775.916,28 1.156.128,43
(davon für Altersversorgung € 25.663,82; Vorjahr € 50.013,17)    
  5.438.568,45 7.719.984,05
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.899.659,47 15.549.911,10
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.726.621,89 33.040.218,80
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.984.320,02 4.328.614,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.220.726,31 5.326.891,85
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -23.302.837,52 -5.193.639,49
11. Sonstige Steuern 3.372,04 334,58
12. Jahresfehlbetrag -23.306.209,56 -5.193.974,07

Anhang für das Geschäftsjahr VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kaufleute (§§ 238 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte in Ausübung des Wahlrechtes in § 275 Abs. 1 HGB eine Umstellung vom Umsatzkosten- zum Gesamtkostenverfahren, da eine Darstellung nach dem Umsatzkostenverfahren wegen der geringeren Höhe der Umsatzerlöse als nicht mehr sachgerecht erscheint. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Im Interesse der Klarheit und besseren Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke sowie die Vermerke der Restlaufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten weitgehend im Anhang aufgeführt.

Das Unternehmen weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, ggf. gekürzt um erhaltene Investitionszuschüsse (GA-Mittel) und vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Diese betragen für die Gebäude-Teile zwischen zehn und 25 Jahren und für die übrigen Anlagengegenstände zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die Anlagegüter werden ausschließlich linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Bewegliche Sachanlagen mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden ab dem Jahr 2008 als Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt linear über diesen Zeitraum.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Investitionszulagen werden in einen Sonderposten auf der Passivseite der Bilanz eingestellt. Eine Auflösung des Sonderpostens erfolgte entsprechend der Abschreibung der korrespondierenden Vermögenswerte zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge.

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Leasingverträgen wurden entsprechende Rückstellungen unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse gebildet. Bei der Bewertung der Rückstellungen wurden die Restlaufzeit des Leasingvertrags und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2,5 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, wie er von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger), liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen sowie kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

A nlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem angefügten Anlagespiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Im Rahmen des Neuaufbaus der Plastic Logic Gruppenstruktur und der Ausgliederung und Umbenennung der britischen Schwestergesellschaft im Februar 2015 erfolgte eine Aufrechnung von gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten. Hierdurch haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 159.294 in 2014 auf T€ 37.866 in 2015 verringert. Die verbleibenden Forderungen bestehen ausschließlich gegenüber der Plastic Logic SARL (Luxembourg).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerforderungen in Höhe von T€ 170.

Guthaben bei Kreditinstituten

Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind T€ 390 (Vorjahr: T€ 390) langfristig als Sicherheiten verpfändet und daher nicht frei verfügbar.

Rechnungsabgrenzungsposten

Diese Position enthält im Wesentlichen die an den Leasinggeber überwiesenen Sonderzahlungen T€ 620 (Vorjahr: T€ 670), welche über die Gesamtmietzeit amortisiert werden.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückbauverpflichtungen T€ 1.341 (Vorjahr: T€ 1.033), Bonuszahlungen T€ 349 (Vorjahr: T€ 324), Urlaubsansprüche T€ 118 (Vorjahr: T€ 264), Buchführungs-, Prüfungs- und Beratungskosten T€ 55 (Vorjahr: T€ 57), Beiträge zur Berufsgenossenschaft und T€ 36 (Vorjahr: T€ 63) und Beiträge Schwerbehindertenabgabe T€ 15 (Vorjahr: T€ 22).

Vebindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 44.820 (Vorjahr: T€ 164.728) sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehen (davon T€ 44.517, Vorjahr T€ 49.075 vom Gesellschafter) und im Übrigen Lieferungen und Leistungen. Der deutliche Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steht im Zusammenhang mit der Aufrechnung von gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten im Februar 2015 im Rahmen des Neuaufbaus der Plastic Logic Gruppenstruktur und der Ausgliederung und Umbenennung der britischen Schwestergesellschaft.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten eine Verbindlichkeit gegenüber der Sächsischen Aufbaubank SAB in Höhe von T€ 1.490, welche aus einem im Juni 2015 ergangen Rückzahlungsbescheid resultiert. Des Weiteren sind erhaltene Vorauszahlungen für ein EU Forschungs- und Entwicklungsprojekt in Höhe von T€ 187 sowie Verbindlichkeiten aus Steuern mit einem Betrag von T€ 74 (Vorjahr: T€ 61) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit einem Betrag von T€ 1 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Plastic Logic GmbH erzielte 2015 Umsätze in Höhe von T€ 1.517 (Vorjahr T€ 7.638). Die Reduktion des Umsatzes ist eine Folge der geänderten Unternehmensstruktur und der damit einhergehenden Auflösung der wechselseitigen Liefer- und Leistungsbeziehungen im November 2014. Die im Jahre 2015 erzielten Umsätze stammen im Wesentlichen aus Verkaufserlösen für Kundenentwicklungsprojekte. Hierzu gehören insbesondere der Verkauf von Referenzprodukten, Treiberelektronik sowie Aufwandsentschädigungen für die Vorbereitung der Massenproduktion.

Sonstige betriebliche Erträge

Bis November 2014 hat die Plastic Logic GmbH Leistungen insbesondere im Bereich von Forschung und Entwicklung an eine andere Konzerngesellschaft zuzüglich eines Gewinnzuschlags weiterberechnet (2014: T€ 16.704). Nach Auflösung der wechselseitigen Liefer- und Leistungsbeziehungen im November 2014 werden hierdurch keine sonstigen betrieblichen Erträge mehr generiert.

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich im Jahre 2015 Erträge in Höhe von T€ 8.333 (Vorjahr T€ 28.412).

Darüber hinaus stammen sonstigen betrieblichen Erträge insbesondere aus der Auflösung der Sonderposten für Investitionszulagen T€ 721 (Vorjahr: T€ 835), einer Rückerstattung von Grunderwerbsteuer T€ 20, aus dem Verkauf eines Anlagegutes T€ 32, aus Subventionen für FuE-Projekte T€ 43 (Vorjahr T€ 355) und aus sonstigen Aufwandszuschüssen T€ 30 (Vorjahr: T€ 27). Des Weiteren ist Kurzarbeitergeld T€ 35 (Vorjahr T€ 175) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 361 (Vorjahr T€ 511). Darüber hinaus enthält der Posten mit T€ 7.222 (Vorjahr T€ 25.248) Weiterberechnungen von Erträgen aus der Währungsumrechnung eines Gesellschafterdarlehens, welche auf der Grundlage einer mit einer Konzerngesellschaft geschlossenen Vereinbarung an diese weitergegeben werden.

Des Weiteren wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 141 wertberichtigt.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen T€ 3.972 (Vorjahr: T€ 4.325) verbundene Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen T€ 2.811 (Vorjahr: T€ 4.890) verbundene Unternehmen sowie T€ 149 (Vorjahr: T€ 84) die Aufzinsung von Rückstellungen.

V. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet-, Pacht-, Leasing- und Serviceverträge: 31.12.201 5
T€
Innerhalb eines Jahres 728
Zwischen 2 und 5 Jahren 2.863
Über 5 Jahren 5.070
  8.661

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 87 (Vorjahr: 121). Es handelt sich ausschließlich um Angestellte.

Gesellschafter

Alleiniger Gesellschafter ist Closed Joint-Stock Company Plastic Logic, Zelenograd, Russland. Diese ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Open Joint-Stock Company RUSNANO, Moskau, Russland, die einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser ist an deren Geschäftssitz erhältlich.

Geschäftsführer

Geschäftsführer im Berichtszeitraum waren

 

Herr Torsten Kolibal, Petershagen (ausgeschieden am 29.01.2016)

 

Herr Timothy Burne, London, Geschäftsführer der Plastic Logic GmbH sowie Chairman of the Board der Plastic Logic ZAO, Zelenograd, Russland

Auf eine Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Dresden, den 20. Dezember 2016

Plastic Logic GmbH

Timothy Burne, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2015
Zugänge
Abgänge
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 963.207,24 0,00 0,00 963.207,24
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 22.359.693,59 7.280,00 605.282,60 21.761.690,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 87.475.239,82 43.475,38 0,00 87.518.715,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.182.555,55 42.177,51 790,45 2.223.942,61
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 220.979,78 0,00 128.856,41 92.123,37
  112.238.468,74 92.932,89 734.929,46 111.596.472,17
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00 0,00 1,00
  113.201.676,98 92.932,89 734.929,46 112.559.680,41
Abschreibungen
01.01.2015
Zugänge
Abgänge
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 948.828,59 7.814,09 0,00 956.642,68
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 12.772.509,02 2.407.936,97 0,00 15.180.445,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 65.978.321,82 11.389.401,52 0,00 77.367.723,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.903.630,47 94.506,89 593,02 1.997.544,34
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  80.654.461,31 13.891.845,38 593,02 94.545.713,67
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  81.603.289,90 13.899.659,47 593,02 95.502.356,35
Buchwerte
31.12.2015
31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 6.564,56 14.378,65
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 6.581.245,00 9.587.184,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.150.991,86 21.496.918,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.398,27 278.925,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.123,37 220.979,78
  17.050.758,50 31.584.007,43
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
  17.057.324,06 31.598.387,08

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Plastic Logic GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Pflichtgemäß weisen darauf hin, dass der Fortbestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die in Abschnitt "C. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung" des Lageberichts dargestellt sind. Dort ist ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Plastic Logic Gruppe abhängig ist. Der Fortbestand der Plastic Logic Gruppe wiederum ist abhängig von der Fortsetzung der Kapitalmaßnahmen durch den russischen Staatsfonds Rusnano.

 

Leipzig, den 23. Dezember 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rainer Altvater, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andi Müller, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde noch nicht festgestellt.

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