Zeasy GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philip Stefan Zeisler seit 2.7.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Zeisler GmbHWaiblingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden D. Erläuterungen zur Bilanz E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung F. Sonstige Angaben G. Anlagenspiegel A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Autohaus Zeisler GmbH hat ihren Sitz in Waiblingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HR B 260934 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittleren Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 I HGB auf. B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt, (§§ 265 I 2, 266 ff HGB). Hiervon wurde bei folgendem Sachverhalt abgewichen. Die im Namen und für Rechnung des Herstellers veräußerten Fahrzeuge wurden bislang als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die vom Hersteller angelieferten Fahrzeuge als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, da die finanzielle Abwicklung dieser Vorgänge im Rahmen des Inkassos in der Finanzbuchhaltung abgewickelt werden müssen. Von diesem Ausweis wurde zum Abschlussstichtag in der Weise abgewichen, dass die Forderungen und Verbindlichkeiten in Folge der Abwicklung des Inkassos saldiert wurden. Der Saldo am Abschlussstichtag ist der noch nicht vom Hersteller eingezogene Betrag für die ausgelieferten Fahrzeuge in Höhe von T€ 1.381. Bei dem angepassten Vorjahressaldo handelt es sich um eine Forderung von T€ 701 und betrifft sowohl bereits ausgelieferte als auch noch nicht ausgelieferte Fahrzeuge. Die Verbesserung der Vermögenslage ist in einer Verminderung der Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.718 (Vorjahr T€ 209) und einer Verminderung der Forderungen um T€ 2.337 (Vorjahr T€ 910) zu sehen. Eine Auswirkung auf die Ertragslage liegt nicht vor. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden nach §§ 246 ff, §§ 252 ff HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften nach §§ 264 ff HGB aufgestellt. C. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Über die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird wie folgt berichtet: 1. Anlagevermögen Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer, geschätzt anhand der steuerlichen AfA-Tabellen, des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Die neu zugegangenen beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 II EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und der Abgang der im Anlagegitter dargestellten Anschaffungskosten des Geschäftsjahrs im gleichen Geschäftsjahr unterstellt. 2. Umlaufvermögen Der Bestand an neuen BMW und MINI wurde zu Anschaffungskosten bewertet (§253 I HGB). Bei den Vorführfahrzeugen erfolgte eine Minderung der Anschaffungskosten anhand der geschätzten Nutzungsdauer pro rata temporis. Darüber hinaus wurden die Vorführfahrzeuge und die übrigen Gebrauchtfahrzeuge anhand der bis zum Abschluss der Bilanzerstellungsarbeiten erfolgten Verkäufe verlustfrei bewertet (§ 252 I Nr. 4 HGB). Dabei wurden die erzielten beziehungsweise geschätzten Verkaufspreise um die noch anfallenden Vertriebskosten gemindert. Sofern sich keine Verluste abzeichnen, sind die restlichen Fahrzeuge zu Anschaffungskosten bewertet. Die mit rund T€ 89 (Vorjahr T€ 81) in den Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesenen BMW- und MINI-Teile wurden zu Durchschnittspreisen bewertet. Hierauf wurde wegen Ungängigkeit und Überbeständen eine angemessene Wertberichtigung vorgenommen. Die übrigen Stoffe mit rund T€ 51 (Vorjahr T€ 43) setzen sich im Wesentlichen aus Teile für Fremdfabrikate, Schmierstoffen, Werkstattmaterial und anderer Stoffe zusammen. Diese Gegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden von den Vorräten abgesetzt (§ 268 V 2 HGB). Die Forderungen sind zum Nominalwert bewertet. Davon wurden für die dubiosen Forderungen die im Vorjahr gebildeten Einzelwertberichtigungen zum Teil verbraucht und aufgelöst und für die Forderungen zum 31.12., bei denen mit einem Geldeingang nicht mehr zu rechnen ist, neue Einzelwertberichtigungen gebildet. Darüber hinaus wurden die Forderungen anhand der Umschlagshäufigkeit abgezinst. Ferner wurden Risiken im Forderungsbestand durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bewertet. 3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten umfasst den Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag eines Darlehens und dem Auszahlungsbetrag (§ 250 III HGB). 4. Aktiv latente Steuern Aktive latente Steuern bestehen aufgrund von Bilanzdifferenzen bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Die Geschäftsführung übt das Wahlrecht auf Aktivierung nicht aus. 5. Rückstellungen / Schulden Bei der Altersversorgung handelt es sich um eine rückgedeckte Direktzusage. Da die Zahlungsströme (Versicherungsleistung / Zahlung an den Versorgungsberechtigten) der Höhe und dem Zeitpunkt nach übereinstimmen, handelt es sich um eine Nicht-Versicherungsgebundene leistungskongruente rückgedeckte Altersvorsorgezusage im Sinne von IDW RH FAB 1.021, Tz. 5 lit. d. Deshalb hat eine übereinstimmende Bewertung des Rückversicherungsanspruchs und der Pensionsrückstellung zu erfolgen, IDW RH FAB 1.021, Tz. 3. Die Rückstellungen für Pensionen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Hierzu wurde als Bewertungsmethode der versicherungsmathematische Barwert nach der PUC-Methode ermittelt. Bei der Berechnung wurden folgende Annahmen berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Der Unterschiedsbetrag durch Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren gegenüber 7 Jahren beläuft sich auf T€ 1 (Vorjahr T€ 3). Dieser Betrag ist zur Ausschüttung gesperrt (§ 253 VI HGB). Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB). D. Erläuterungen zur Bilanz Zur Ausschüttung gesperrt ist der Unterschiedsbetrag aus der Änderung des durchschnittlichen Zinsbetrachtungszeitraums bei Pensionsrückstellungen in Höhe von € 638. 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens in Form des Anlagenspiegels ist nachfolgend auf Blatt 6 dargestellt (§ 284 III HGB). 2. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Das unter dieser Position ausgewiesene Disagio, das bei einer Darlehensauszahlung angefallen ist, wurde planmäßig entsprechend der Darlehenslaufzeit abgeschrieben. 3. Rückstellungen Unter dem Posten "Rückstellungen für Pensionen" wurde zur Abdeckung der Verpflichtung aus der Pensionszusage mit einem Erfüllungsbetrag zum 31.12.2023 in Höhe von € 567.838 im November 2014 eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Die Anschaffungskosten für diese Versicherung belaufen sich auf € 637.498. Die Beitragszahlung wurde aus der Auszahlung von zwei in 2013 und 2014 fälligen Rückdeckungsversicherungen finanziert. Der beizulegende Zeitwert am Stichtag beträgt € 474.492. Von dem Versicherungsunternehmen wurde dieser Wert aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital abgeleitet. Die Rückdeckungsversicherung wurde an den Berechtigten verpfändet. Die dadurch vorzunehmende Saldierung mündet in den unter dieser Position ausgewiesenen Rückstellungsbetrag. 4. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt (§ 285 Nr. 2 HGB): Die Besicherung der Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 1b HGB) gegenüber Kreditinstituten erfolgte gegenüber der BMW Financial Services durch Sicherungsübereignung der Fahrzeuge und Waren in Höhe von T€ 7.205. Gegenüber der finanzierenden Bank durch eine Bürgschaft des Gesellschafters in Höhe von T€ 900 und der verbleibende Betrag mit T€ 439 durch die Sicherungsübereignung des Kfz-Lagers und Forderungsabtretung. Von den Sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 1.381 durch Eigentumsvorbehalte gesichert, wie auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch die üblichen Eigentumsvorbehalte in Höhe von 493 T€ besichert sind. Der Restbetrag der Verbindlichkeiten mit T€ 959 ist ungesichert. 5. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse bestehen aufgrund einer Bürgschaftsübernahme für fremde Verbindlichkeiten. Das Risiko der Inanspruchnahme ist gering, da die Schuldnerin bislang stets ihre Verpflichtung erfüllte und ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage befriedigend ist. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Jahresbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, i.S.v. § 285 Nr. 3a HGB, setzt sich wie folgt zusammen:
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Im Rahmen der Verrechnung von Planvermögen sind Zinserträge in Höhe von T€ 18 und Zinsaufwendungen für die Altersversorgungsverpflichtung in Höhe von T€ 20 angefallen (§ 285 Nr. 25 HGB). F. Sonstige Angaben Die nach § 267 V HBG berechnete durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten 66 Arbeitnehmer verteilen sich auf folgende Abteilungen:
Einzeln vertretungsberechtigter Geschäftsführer war im Berichtsjahr Herr Philip Zeisler, Dipl. Betriebswirt. Von den Erleichterungen des § 286 IV HGB und § 288 II HGB wurde Gebrauch gemacht. Der ausgeübte Beruf des Geschäftsführers entspricht der Organstellung.
Waiblingen, den 31. März 2024 Philip Zeisler, Geschäftsführer In der Gesellschafterversammlung vom 21. Juni 2024 wurde der Jahresabschluss festgestellt und beschlossen das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagenspiegel 31.12.2023
Lagebericht zum 31.12.2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Autohaus Zeisler GmbH übt folgende Geschäftstätigkeiten aus:
Es bestehen Händlerverträge mit den Marken BMW und MINI. Es existiert ein Standort im Schüttelgrabenring 9, 71332 Waiblingen, an dem der Neuwagenverkauf und das Aftersalesgeschäft betrieben werden. Der Gebrauchtwagenverkauf befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft am Standort Schüttelgrabenring 23. Zur Expansion des Aftersalesgeschäfts wurden zudem Kapazitäten am Standort Schüttelgrabenring 13 angemietet. Die Marktstellung der Autohaus Zeisler GmbH ist seit vielen Jahren beeinflusst durch die Position als Vertragshändler der BMW Group für die Marken BMW und MINI mit festem Marktbeobachtungsgebiet im Raum Waiblingen, Weinstadt, Kernen, Korb und Fellbach. Unser Kerngebiet im Großraum Waiblingen zeichnet sich durch eine dichte Bevölkerungsstruktur aus. Am Standort sind zahlreiche mittelständische Unternehmen angesiedelt. Nach wie vor gute Kaufkraft und stabil niedrige Arbeitslosigkeit prägen das Umfeld. Im Kerngebiet sind alle im Wettbewerb stehenden Mitbewerber am Markt vertreten. Der Absatz an Privat- und Gewerbekunden im Neuwagenverkauf wird fast ausschließlich im eigenen Marktbeobachtungsgebiet generiert. Das Großkundengeschäft wird auf nationaler Ebene betrieben. Der Gebrauchtwagenmarkt wird über das Internet zum Großteil auch überregional bedient. 2. Zweigniederlassungsbericht Es existieren keine Zweigniederlassungen 3. Forschung und Entwicklung Eigene Forschung und Entwicklung wird nicht betrieben II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Es bestanden folgende Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit Die Branchenkonjunktur des Geschäftsjahr 2023 stand zunehmend unter dem Einfluss der stabilen Wirtschaftslage in Deutschland. Jedoch hat die Kostensteigerung in der Energieversorgung, der Ukrainekrieg und die steigenden Zinsen zu einem Konsumrückgang geführt. Unsicherheit bei der finanziellen Planbarkeit bei den Kunden sorgte für spürbare Zurückhaltung in allen Geschäftsbereichen. Der fortschreitende Trend hin zur Digitalisierung hat auch die Automobilbranche erfasst und gliedert sich in drei Dimensionen auf. "Digitalisierung der Kundeninteraktion", "Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen" sowie "Digitalisierung der Leistungserstellung". Bei der Wettbewerbssituation konnte die BMW Group in 2023 laut Kraftfahrtbundesamt 278.098 Neufahrzeuge zulassen. Die Kernmarke BMW verzeichnete eine Steigerung von +11,2% und MINI von +14,4%. Im direkten Wettbewerbsumfeld konnte BMW die Spitzenposition gegenüber Mercedes (277.352) und Audi (246.880) behalten. Vor allem im Bereich der Elektrofahrzeuge konnten Zuwächse generiert werden, was nicht zuletzt der staatlichen Förderung und dem weiterhin herrschenden politischen Druck zuzuschreiben war. Deutlich zu spüren war eine beginnende Zurückhaltung der Käufer in der zweiten Jahreshälfte, was den steigenden Zinsen und Auswirkungen der gestiegenen Inflation geschuldet war. 2. Geschäftsverlauf Entwicklungen und Ereignisse die für den Geschäftsverlauf ursächlich waren: Externe Einflussfaktoren für das Geschäft sind weiterhin die Folgen des Ukraine-Konflikts vor allem durch die herrschenden Russland-Sanktionen, politische Entscheidungen wie der Ausbau der Elektromobilität, die Produkt- und Preisstrategie des Herstellers, die Preisentwicklung auf dem Neu- und Gebrauchtwagenmarkt, Wettbewerberaktivitäten und Veränderungen am Arbeitsmarkt. Auch im Geschäftsjahr 2023 war unser Geschäft geprägt durch die Zurückhaltung der Kunden bzgl. der zinsbedingten Steigerungen bei Leasing- und Finanzierungsraten. Durch unsere flexibel ausgerichtete Handlungsweise und Geschäftspolitik, der starken Kundenorientierung, mit den Vorteilen eines Familienunternehmens, welches langjährige und tragfähige Kundenbeziehungen pflegt, sind wir im Umfeld der großen Handelsketten von unseren Kunden gut akzeptiert und konnten so die Folgen der Energiepreissteigerung und Inflation gut kompensieren und unsere Marktposition ausbauen. Die mit der BMW AG vereinbarten Verkaufsziele konnten zum Jahresende mit unseren Kundenzulassungen und den Erwartungen an den Standort Waiblingen übertroffen werden. Der Absatz an Neufahrzeugen konnte deutlich gesteigert werden, so konnten gesamthaft 750 neue Fahrzeuge (709 ggü. VJ.) ausgeliefert werden. Dies konnte maßgeblich durch einen Ausbau des Großkunden-Geschäfts erreicht werden. Die Umsatzentwicklung ist aus der Analyse und Beurteilung der Ertragslage detailliert ersichtlich. Neue Modelle wie der BMW i5, der iX1 und der überarbeitete BMW X2 sorgten für neue Impulse in der Produktpalette. Da im Detailgeschäft an Endkunden jedoch weit weniger Fahrzeuge abgesetzt wurde, ist der Umsatz vor allem bei BMW stark zurückgegangen. Der Absatz im Gebrauchtwagenbereich war durchaus als stabil zu bezeichnen. So konnten 574 Fahrzeugen (VJ 570) abgesetzt werden. Unser Bestand an Gebrauchtfahrzeugen hat sich durch die gestiegene Anzahl von zurückgenommenen Leasingrückläufern deutlich erhöht. Die Markt- und Bestandsentwicklung hat dazu geführt, dass eine stärkere bilanzielle Abwertung notwendig war, was sich negativ auf die Ergebnissituation auswirkte. Der Umsatz im Aftersales-Bereich konnte durch einige zusätzliche Umsatzquellen aber auch aufgrund des wieder ansteigenden Wartungs- und Servicebedarf im Vgl. zum Vorjahr gesteigert werden. Steigende Fahrleistung auch durch ein Zurückfahren der Home-Office-Tätigkeit der Kunden sorgten dafür, dass wieder mehr Unfallschäden repariert werden mussten. Auch die normalen Verschleißreparaturen wurden häufiger fällig. Die Bedeutung für das Unternehmen Diese Entwicklungen und Ereignisse waren wesentliche Einflussfaktoren für das gute wirtschaftliche Ergebnis. Vor Allem das Großkundengeschäft konnte weiter ausgebaut werden, was zu einer deutlichen Ertragssteigerung führte. 3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a. Analyse und Beurteilung der Vermögenslage
Das Anlagevermögen und Teile des kurzfristigen Vermögens sind durch das Eigenkapital finanziert. Die Veränderung der Vermögenslage unserer Gesellschaft beruht im Wesentlichen auf der Steigerung der Fahrzeugbestände und der Forderungen. Damit ging eine Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 2.532 einher. b. Analyse und Beurteilung der Finanzlage Die Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:
Zur Fälligkeitsstruktur verweisen wir auf die "davon Vermerke" in der Bilanz und im Anhang. Für die Darlehen mit insgesamt €8,871 Mio. ist eine kurzfristige Zinsfestschreibung vereinbart. Die Zinskonditionen der übrigen Bankverbindlichkeiten sind festgeschrieben. Mit der Kreditlinie, welche am Stichtag zu 72,2% ausgeschöpft war, ist es der Gesellschaft möglich, kurzfristigen Liquiditätsanforderungen nachzukommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen betragen zum Stichtag 2,95% der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen möglichst innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. c. Analyse und Beurteilung der Ertragslage Der Gesamtumsatz war im Geschäftsjahr deutlich rückläufig. Die Reduzierung ist mit niedrigeren Neufahrzeug- und Gebrauchtfahrzeug-Umsätzen zu erklären. Der Aftersales-Umsatz konnte hingegen gesteigert werden. Wir berichten wie folgt:
Neben dem gestiegenen Nachlassniveau auf Neu- und Gebrauchtwagen waren erneut die Tariferhöhungen, Inflationsausgleichsprämien und durch zusätzliches Personal gestiegenen Personalkosten Gründe für die verschlechterte Ertragslage. Ergebnisquellen Aus unserer Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung, Position 10, kann das Betriebsergebnis und seine Komponenten detailliert entnommen werden. Es hat sich um 919TEUR verringert. Dies resultiert vor allem aus der rückläufigen Ertragslage aber auch der Kostensteigerung.
4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Umsatzrendite in Höhe von 0,9% (VJ 2,6%) ermittelt sich wie folgt: Jahresüberschuss / Gesamtumsatz x 100 Die Eigenkapitalrendite, bezogen auf das Kapital zu Beginn des Geschäftsjahres beträgt 7,8% (VJ 31,7) und ermittelt sich wie folgt: Jahresüberschuss / Eigenkapital am 1.1. x 100 Die Rohergebnisrendite in Höhe von 17,4% (VJ 17,1%) ermittelt sich wie folgt: Rohergebnis / Umsatzerlöse x 100 Als Basis für strategische und operative Entscheidungen wird der monatlich aktualisierte Händlerbetriebsvergleich genutzt. Dieser beinhaltet wesentliche betriebswirtschaftliche Kennzahlen aus allen Abteilungen sowie Gruppenvergleichswerte anderer BMW Händler. Der Kundenzufriedenheitsindikator sowie Gespräche mit den Führungskräften bezüglich Handlungsbedarfe und ein daraus resultierendes Mitarbeitergesprächswesen, werden als weitere Steuerungsinstrumente angewendet. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt verstärkt, was auf die Wettbewerbssituation zwischen Handel und Industrie, aber auch mit den direkten Konkurrenten zurückzuführen ist. Hier ist es z.B. die nahegelegene Industrie mit Mercedes-Benz, AMG und Porsche, welche immer wieder Fachkräfte abzieht. 5. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Die Umsatzerwartungen wurden wie prognostiziert nicht erreicht. Die Ergebnisentwicklung liegt unter dem erwarteten Niveau. Sie ist in Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Lage als gut zu betrachten. III. Prognosebericht Das Unternehmen ist eine inhabergeführte Gesellschaft. Unsere Marktposition betrachten wir nach über 25 Jahren erfolgreicher Geschäftstätigkeit am Standort als gefestigt. Die Händlerverträge sind bis Oktober 2023 vereinbart. Ein neuer Händlervertrag für BMW und MINI wurde unterschrieben und der darauf folgende Agenturvertrag wurde schriftlich angekündigt. Die Unternehmensnachfolge ist aufgrund des Alters des geschäftsführenden Gesellschafters noch nicht zu regeln. Auch in der Belegschaft sind keine größeren Veränderungen geplant. Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Für 2024 erwarten wir angesichts der noch nicht überstandenen Unsicherheit auf dem Energiemarkt, sowie dem weiterhin herrschenden Ukraine-Konflikt, für die für uns relevanten Märkte gesamthaft einen nach wie vor herausfordernden Geschäftsverlauf. Wir planen aufgrund dieser Vorzeichen und des zu erwartenden Preiskampf ein etwas niedrigeres Umsatz- und Ertragsniveau. Um Steigerungen des Personalaufwands entgegen zu wirken, werden die Service-Verrechnungssätze dem Marktniveau angepasst. Die Preisentwicklung auch durch die hohe Bestandsituation auf dem Gebrauchtwagenmarkt wird für deutlich sinkende Erträge sorgen. Modellneuheiten wie der neue, vollelektrische BMW iX2 oder der neue BMW 5er Touring werden für Interesse im Verkauf sorgen. Bei MINI startet die neue Modellgeneration mit dem MINI Cabrio, einer überarbeiteten Version des MINI Countryman und dem neuen MINI 3-Türer. Größere Investitionen sind für das Jahr 2024 nicht eingeplant. Wir erwarten, dass trotz schwierigem Umfeld die sehr gute Akzeptanz von BMW und MINI vorhält und wir in Verbindung mit unserem professionellen Aftersales-Geschäft und gesteigerter Effizienz zu einem positiven Jahresergebnis in deutlich geringerer Höhe kommen werden. Wir gehen von einer gesicherten Finanzlage aus und werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Bei unserer Planung gehen wir davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen langsam erholen und keine weiteren negativen Einflüsse vom Arbeitsmarkt, den Finanzmärkten und durch restriktive Maßnahmen des Gesetzgebers im Zusammenhang mit der Zinspolitik oder dem Ukraine-Konflikt ausgehen werden. IV. Chancen- und Risikobericht Als Risiko sehen wir weiterhin die Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Insbesondere der Schwierigkeiten, die aus den Sanktionen gegen Russland entstanden sind. Durch steigende Zinsen und Lebenshaltungskosten rechnen wir mit einer weiter anhaltenden Konsumzurückhaltung. Zudem kommt der wieder vorherrschende Preisdruck durch Wettbewerber, vor allem durch die großen Handelsketten. Wir versuchen dies durch individuelle Kundenberatung, vorausschauendes Handeln und bestens geschultes Personal abzumildern. Ferner spielt in der Risikobetrachtung das Gebrauchtwagengeschäft eine wichtige Rolle. Der hohe Gebrauchtwagenbestand und die Kaufzurückhaltung bei gebrauchten Elektrofahrzeugen wird uns zu Preisanpassungen veranlassen. Vorsorglich planen wir deshalb bereits im laufenden Geschäftsjahr einen entsprechenden Abwertungsbedarf. Professionelle Hereinnahmepolitik, sowie permanente Bestandskontrolle und Marktbeobachtung mindern dieses Risiko. Für Leasingrückläufer besteht mit BMW Financial Services und der Alphabet eine Vereinbarung zur Übernahme der Vertragsware. Dies birgt sowohl Veräußerungsrisiken als auch -chancen. In den vergangenen Jahren konnten die Chancen sehr gut genutzt werden. Wir sehen deshalb für die Zukunft ein kalkulierbares Risiko. Die Verunsicherung aus den Weltnachrichten und die Zinspolitik werden das Geschäft weiterhin negativ beeinflussen. Derzeit herrscht beim Kauf von Fahrzeugen ein nach wie vor anhaltende Zurückhaltung, welcher dem Zinsanstieg geschuldet ist. Für uns gilt es die Wettbewerbssituation am Kfz-Markt genau zu beobachten und zu analysieren und entsprechende Aktionen zu kreieren. Dies gibt uns die Chance, schnell auf Wettbewerberangebote zu reagieren. Als Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage erwarten wir für 2024 für die europäischen Märkte leicht rückläufigen Verlauf, sofern sich die Situation durch die Ukraine-Krise und das Zinsniveau nicht wieder verbessert. Andernfalls wird dies für negative Auswirkungen im gesamten Euro-Raum sorgen. BMW hat mit der Entwicklung von elektrifizierten Fahrzeugen eine Spitzenstellung im Premium-Segment erlangt. Dennoch kommt man an Verkaufszahlen wie bei Tesla nicht heran und auch neue chinesische Marktteilnehmer wie BYD, Nio und MG holen sich einen spürbaren Marktanteil. Trotzdem hat BMW auch nach wie vor eine gute Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren. Die BMW Group wird in den kommenden Jahren in das Agenturmodell wechseln. Beginnend mit MINI ab 10/2024 und folgend BMW im Jahr 2026. Dies wird zu grundlegenden Veränderungen unseres Geschäfts führen und auch einige Investitionen verlangen. Jedoch kann hier noch keine konkrete Aussage dazu gemacht werden, da uns noch keine Verträge oder Ausführungsbestimmungen bekannt sind. Die Fortführung im Agenturmodell wurde uns von der BMW Group für beide Marken schriftlich bestätigt. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Beim Einsatz der Finanzinstrumente verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Deshalb setzt die Gesellschaft folgende Zahlungskonditionen ein.
Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Es besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Inkassobüro. Als weiteres Finanzierungsinstrument bestehen im Wesentlichen kurzfristige Bankkredite. Diese werden bei einer regionalen Geschäftsbank und der Bank des Herstellers aufgenommen. Zu allen Instituten bestehen langjährige ungekündigte Geschäftsbeziehungen. Lieferantenverbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele, immer unter Ausnutzung von Skonto, bezahlt. Zur Sicherung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Gleichzeitig stehen wir in einem ständigen Dialog mit unseren Hausbanken, mit denen wir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen. Die Liquiditätslage ist sehr gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. Alle Ein- und Verkäufe werden in Euro fakturiert. Daher bestehen keine Währungsrisiken.
Waiblingen, 31.03.2024 Autohaus Zeisler GmbH Philip Zeisler, Geschäftsführer Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autohaus Zeisler GmbH, Waiblingen Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Autohaus Zeisler GmbH, Waiblingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Autohaus Zeisler GmbH, Waiblingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt habe, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren habe sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet habe, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weiter-gehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.
Stuttgart, den 18. Juni 2024 Gerhard Kübler, Vereidigter Buchprüfer |
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