Luxaviation Germany GmbH

Lindberghring 6A, 33142 Büren, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 9625
Vorher
Flugbetriebsgesellschaft Dix mbHFairjets GmbH
Eingetragen
8.6.2000
Branche
Betrieb von Flughäfen und Landeplätzen für LuftfahrzeugeErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.Reparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und Raumfahrzeugen
Gegenstand
Der Luftverkehr allein oder in Verbindung mit jeder sonstigen Form des gewerblichen und nicht gewerblichen Betriebs von Luftfahrzeugen, einschließlich des Managements, der Instandsetzung und Wartung von Luftfahrzeugen sowie Training und die Ausbildung von Luftfahrzeugführern und alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Heiko Bernhardt
seit 27.1.2026
Prokura
Izidor Ciglar
seit 12.2.2025
Geschäftsführer
Joachim K.H. Krueger
seit 22.2.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
LH WING Holding S.A.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Luxaviation Germany GmbH

Büren

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

I. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

Die Luxaviation Germany GmbH ist als 100%ige Tochter der Luxemburger Luxaviation Holding Company S.A. vollständig in die Konzernstruktur integriert. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen für Besitzer von Privatjets und Geschäftsflugzeugen an. Die zentrale Dienstleistung betrifft die vollständige Betreuung und das Management des Flugzeuges sowie die Durchführung von Charterflügen. Die technische Überwachung (CAMO) der Flugzeuge sowie deren Versicherung, das Crewing und sämtliche direkt mit einem Flug verbundenen Leistungen (Start- und Landeerlaubnisse, Überfluggenehmigungen, Betankung etc.) gehören zu den Kernaufgaben der Gesellschaft. Die Luxaviation Germany GmbH verchartert die freien Jetkapazitäten am Markt sowohl innerhalb der Luxaviation-Gruppe als auch direkt an Broker und Endkunden.

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Der Markt steht weiterhin unter einem hohen Preisdruck, der auch durch die EU-Sanktionen gegen Russland verursacht ist. Die Folgen der Corona-Restriktionen stellten die Branche vor weitere Schwierigkeiten.

Aufgrund der Größe und weltweiter Tätigkeit der Luxaviation-Gruppe konnte sich die Gesellschaft gut behaupten und hat sich 2022 trotz der Flottenreduzierung im Vorjahr grundsätzlich als resilient gegenüber den aktuellen Herausforderungen der Branche, unter anderem bedingt durch den Russland-Ukraine Krieg, bewiesen.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz ist, verglichen mit dem Vorjahr, mit TEUR 30.539 (i. Vj. TEUR 12.595) um ca. 142 % gestiegen.

Durch die zurückgegangenen Corona-Restriktionen und einen Flottenzugang von zwei neuen Flugzeugen konnten die Flugstunden im Vergleich zum Vorjahr um rund 73 % erhöht werden. Auch die verkauften Subcharter-Flugstunden konnten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden.

3. Geschäftsergebnis

Das Jahresergebnis ist von einem Verlust von TEUR -988 im Vorjahr auf einen Verlust von TEUR -306 im aktuellen Jahr gestiegen. Aufgrund der weiterhin bestehenden Gruppenumlagen ist das Ergebnis allerdings weiterhin negativ.

Durch eine größere Flotte, stark steigende Flugstunden, aber auch ein weiterhin striktes Kostenmanagement sowie verminderte Abschreibungen auf Forderungen (-TEUR 183) konnte das Ergebnis trotz verminderter Erträge aus Corona-Überbrückungshilfen III (-TEUR 633) im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden. Im Vorjahr waren zudem die Personalaufwendungen durch die Regelungen zum Kurzarbeitergeld positiv beeinflusst, woraus sich im Wesentlichen der Anstieg der Personalaufwendungen erklärt (+TEUR 482).

Zusätzlich wirken sich die Restrukturierungsmaßnahmen der Vorjahre, die vollständige Integration in den Konzern sowie wie auch im Vorjahr die Kostenumlage an die Schwestergesellschaften Luxaviation S.A., Execujet Europe GmbH, FJA Berlin und FJA München aus. Durch zwei neue Flugzeuge sowie stark gestiegene Flugstunden ist der Umsatz mit EUR 30,5 Mio. um rund 142 % höher als im Vorjahr.

Diese beiden Größen stellen die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar.

4. Beschaffung

Grundsätzlich teilt die Luxaviation Germany GmbH ihren Kunden die bezogenen Leistungen mit und handelt diese ohne wesentlichen Aufschlag für die eigene Dienstleistung weiter. Das zentrale Einkaufmanagement der Gruppe verschafft aufgrund des großen Konzernvolumens dem Unternehmen und damit seinen Kunden in diesem Bereich Kostenvorteile.

Eine positive Marge erzielt die Luxaviation Germany GmbH aus der pauschalen Vergütung für die von ihr gemanagten Flugzeuge sowie aus der direkten Vermarktung freier Jetkapazitäten.

5. Investitionen

Wesentliche Investitionen ins Anlagevermögen sind nicht getätigt worden.

6. Personal- und Sozialbereich

Die Luxaviation Germany GmbH beschäftigt Mitarbeiter mit hoher Branchenkenntnis und Erfahrung sowohl in der eigenen Ground Operation als auch im Flugbetrieb. Dazu zählen neben Dispatchern auch Qualitätsmanager sowie Piloten und Kabinenbesatzungen. Das Personal der Luxaviation Germany GmbH operiert falls notwendig im Schicht- bzw. 24-Stunden-Dienst, um den Wünschen der internationalen Kundschaft gerecht zu werden.

II. DARSTELLUNG DER LAGE

1. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 68 auf TEUR 99 im Wesentlichen durch Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände erhöht. Seit dem 22. Juli 2022 besitzt die Luxaviation Germany GmbH 50 % der Anteile an der New GAT Berlin GmbH, welche für die Entwicklung des General Aviation Terminals des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) verantwortlich ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf Grund erhöhter Flugstunden und damit einhergehender erhöhter Umsätze um 16,10 % von TEUR 3.171 auf TEUR 3.682 gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind, ebenfalls auf Grund erhöhter Flugstunden, um 52,15 % von TEUR 914 auf TEUR 1.391 gestiegen.

Zum 31. März 2022 fand eine Verrechnung der Forderung und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Luxaviation Holding Company S.A. sowie den Konzernunternehmen Luxaviation S.A. und C4IP IP Holding 1 S.A. statt, die zuvor im Geschäftsjahr 2022 durch Abtretungs- und Verrechnungsvereinbarungen zusammengefasst wurden.

Somit sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 5.986 auf TEUR 2.101 und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 6.242 auf TEUR 3.218 gesunken.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich aufgrund erhaltener Rechnungen das Vorjahr betreffend um TEUR 101 verringert.

Bedingt durch das Jahresergebnis von TEUR -306 weist die Luxaviation Germany GmbH zum 31. Dezember 2022 ein gegenüber dem Vorjahr reduziertes Eigenkapital in Höhe von TEUR 381 aus. Die Eigenkapitalquote liegt bei 5,49 % (i. Vj. 5,59 %). Seitens der Muttergesellschaft wurde erneut eine harte Patronatserklärung zugunsten der Luxaviation Germany GmbH bis zum 31. Dezember 2024 abgegeben. Die Kapitalversorgung der Tochtergesellschaften im Konzern folgt dem unmittelbaren Bedarf. Das Unternehmen hat im Jahr 2022 seine Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt.

2. Ertragslage

Der Umsatz ist aufgrund einer größeren Flotte sowie stark gestiegener Flugstunden mit TEUR 30.539 höher als im Vorjahr mit TEUR 12.595. Dies entspricht einem sehr starken Anstieg von 142,47 % und übertrifft damit auch die Vorjahresprognose ("leicht erhöhter Umsatz") deutlich. Analog sind auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen mit TEUR 27.432 um 145,05 % im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 11.195) stark gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind, insbesondere bedingt durch geringere Erträge aus den Corona-Überbrückungshilfen III und III Plus in Höhe von TEUR 370 (i. Vj. TEUR 1.033), um TEUR 196 auf TEUR 1.290 gesunken.

Die Personalaufwandsquote ist im Geschäftsjahr 2022 aufgrund des stark gestiegenen Umsatzes bei einem gegenüber dem Vorjahr höheren Personalaufwand und einer geringeren Inanspruchnahme der durch die Regelungen des Kurzarbeitergeldes ermöglichten Arbeitszeitreduktion insgesamt von 12,81 % auf 6,86 % gesunken.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind aufgrund sehr niedriger Aktivierungen und Abschreibungen neuer Vermögensgegenstände mit TEUR 6 im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben.

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens resultierten im Vorjahr aus einer Abschreibung von Forderungen Höhe von TEUR 183.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind exklusive der Fremdwährungseffekte um 35,77 % auf TEUR 2.270 gestiegen. Der Anstieg um TEUR 598 ist unter anderem auf erhöhte Gruppenumlagen (+TEUR 277) sowie erhöhte Aufwendungen aus der Umlage der Schwestergesellschaft Luxaviation S.A. (+TEUR 276) zurückzuführen.

Das Jahresergebnis konnte von einem Verlust von TEUR 988 im Vorjahr auf einen Verlust von TEUR 306 im Jahr 2022 gesteigert werden und liegt damit deutlich über der Vorjahresprognose, die einen ähnlichen Jahresfehlbetrag wie im Vorjahr (2021) vorsah.

III. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT HINWEISEN AUF WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

1. Voraussichtliche Entwicklung

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2023 geplanten Flottenbereinigung wird mit einem deutlich geringeren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr geplant.

Das Geschäftsmodell hat sich grundsätzlich als resilient gegenüber den aktuellen Herausforderungen der Branche, unter anderem bedingt durch die Corona-Pandemie, gezeigt. Aufgrund der durchgeführten Flottenbereinigung wird mit einem deutlich negativen Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2023 gerechnet. Durch diese Maßnahme soll die Profitabilität in den Folgejahren nachhaltig gesteigert werden.

Nach einem pandemiebedingten Einbruch ist der Bedarf an Business Aviation weiterhin hoch. Auch die Zulassungen neuer Jets erreichen Vorkrisenniveau. Die Luxaviation Gruppe und damit die in diese integrierte Luxaviation Germany GmbH verfügen über eine leistungsfähige internationale Infrastruktur und ein skalierbares Businessmodell, sodass wir auch aufgrund der Größe des Konzerns davon ausgehen, trotz äußerer Einflüsse unseren Markanteil und Umsatz steigern zu können.

2. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken und Chancen werden in Bezug auf ihre Bedeutung nachfolgend in absteigender Reihenfolge dargestellt.

Durch den derzeitigen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine kommt es zu Sperrungen von Lufträumen und somit zur Beeinträchtigung des Luftverkehrs. Auch unkontrollierbare Sanktionen, sowie eventuelle Gegenmaßnahmen stellen ein Risiko für die Luftfahrtbranche und somit für die Luxaviation Germany GmbH dar.

Diese politische Lage hat die bisher bereits angespannten oder zusammengebrochenen Lieferketten weiterhin verschärft und kann somit zu einem Stillstand eines Flugzeuges in den Werften führen. Weiterhin sind auch die Beschaffungskosten für Ersatzteile, Treibstoff sowie die Personalkosten gestiegen.

Zunehmend gefährliche und unvorhersehbare Aktionen von Klima-Aktivisten stellen eine neue Bedrohung der Sicherheit im Luftverkehr dar und resultieren in erhöhtem Sicherheitsaufwand und damit verbundenen Aufwendungen.

Die Geschäftsführung plant für den Prognosezeitraum mit Liquiditätslücken. Demgemäß ist die Gesellschaft auch künftig auf die Aufrechterhaltung der Finanzierung durch die Gesellschafterin Luxaviation Holding Company S.A., Luxemburg oder andere Konzernunternehmen angewiesen. Die Gesellschafterin hat sich daher mit Schreiben vom 16. Juni 2023 verpflichtet, die Finanzierung der Gesellschaft zumindest bis zum 31. Dezember 2024 aufrecht zu erhalten. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Rechtliche Neuregelungen und Umsetzungen des harmonisierten EASA-Luftrechts stellen das Unternehmen vor Herausforderungen und müssen aufgrund der kurzfristigen Handlungen seitens der Aufsichtsbehörden grundsätzlich zwar als Risiko eingestuft werden; sie stellen jedoch auch eine immer größer werdende Chance dar, da kleinere Wettbewerber immer größere Schwierigkeiten haben, alle Vorschriften und Neuregelungen betriebswirtschaftlich vertretbar umzusetzen. Der Konzern hat hierzu seine Zusammenarbeit mit der EASA und anderen Behörden deutlich intensiviert und bereits als erstes Unternehmen der Business Aviation eine eigene EASA AOC Lizenz erworben. Dies ist Ausdruck unserer Fachkompetenz und stellt einen weiteren Wettbewerbsvorteil des Konzerns dar.

Das Risiko ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu rekrutieren hat sich durch die Pandemie für die Gesellschaft nicht weiter verstärkt. Der Konzern wirkt dem darüber hinaus durch seine eigene Academy bereits entgegen und wird sein Profil als Preferred Employer weiter ausbauen.

 

Büren, den 28. Juli 2023

LUXAVIATION GERMANY GMBH

Joachim Krüger

Dr. Dirk Bruse

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 99.405,72 67.569,81
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.205,95 36.895,04
II. Sachanlagen 24.699,77 30.674,77
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.699,77 30.674,77
III. Finanzanlagen 12.500,00
1. Beteiligungen 12.500,00
B. Umlaufvermögen 6.856.595,98 12.137.615,49
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.202.777,60 11.707.525,51
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.101.494,59 8.087.890,10
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 152.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.949.283,01 3.619.635,41
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 653.818,38 430.089,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.314,32 129.680,68
Aktiva 6.971.316,02 12.334.865,98

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 381.479,67 687.798,24
I. Gezeichnetes Kapital 12.000.000,00 12.000.000,00
II. Kapitalrücklage 8.000.000,00 8.000.000,00
III. Verlustvortrag 19.312.201,76 18.324.570,75
IV. Jahresfehlbetrag 306.318,57 987.631,01
B. Rückstellungen 602.371,82 703.319,61
C. Verbindlichkeiten 5.701.935,90 10.764.473,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.991,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.217.938,28 9.459.637,78
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.483.997,62 1.275.844,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 285.528,63 179.275,13
Passiva 6.971.316,02 12.334.865,98

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 4.396.028,91 2.888.140,96
2. Personalaufwand 2.095.372,20 1.613.389,14
a) Löhne und Gehälter 1.821.999,92 1.450.447,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 273.372,28 162.942,05
3. Abschreibungen 6.201,05 6.314,60
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.201,05 6.314,60
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.486.091,83 2.119.992,21
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.636,98
davon aus verbundenen Unternehmen 6.004,92
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 122.319,38 136.076,02
davon an verbundene Unternehmen 117.832,33 129.637,32
7. Ergebnis nach Steuern -306.318,57 -987.631,01
8. Jahresfehlbetrag 306.318,57 987.631,01

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben

Nachstehender Anhang zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung per 31. Dezember 2022 wurde als Bestandteil des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB unter Berücksichtigung der maßgeblichen Vorschriften des HGB, des GmbHG sowie des EGHGB erstellt.

Die Luxaviation Germany GmbH mit Sitz in Büren ist in das Handelsregister B des Amtsgerichts Paderborn unter der Nummer HRB 9625 eingetragen.

Entsprechend handelsrechtlicher Vorschriften besteht die Möglichkeit, bestimmte Angaben zu Einzelposten wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorzunehmen. Bei der Ausübung dieses Wahlrechtes wurde einer Erläuterung im Anhang der Vorzug gegeben.

Sämtliche Angaben im Jahresabschluss (Bilanz, GuV, Anhang) erfolgten in EUR bzw. TEUR. Die Angaben der Vorjahreswerte erfolgten ebenfalls in EUR bzw. TEUR.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bezüglich der Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB und den Ereignissen und Gegebenheiten, die zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt, wird auf den Lagebericht (Abschnitt III Punkt 2. "Hinweise auf Chancen- und Risiken der künftigen Entwicklung") verwiesen.

Nutzungsrechte und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bemessen. Die Abschreibungen wurden unverändert nach der linearen Abschreibungsmethode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um die Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden unverändert nach der linearen Abschreibungsmethode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Posten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung der jeweiligen Risiken und möglichen Verpflichtungen erforderlich sein wird. Die Bewertung erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Das Wahlrecht zur Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite wurden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Posten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und angesetzt.

Latente Steuern wurden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Von dem Wahlrecht, den Überhang aktiver latenter Steuern in der Bilanz anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Zusammensetzung und der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

Die Aufgliederung der Finanzanlagevermögens und die Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 sind dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungsanteil Eigenkapital zum Eigenkapital Jahresergebnis
New GAT Berlin GmbH, Schönefeld 50 % 31.12.2022 25 TEUR 0 TEUR

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bis auf ein Darlehen an die Gesellschafterin Luxaviation Holding Company S.A. über TEUR 1.420 (i. Vj. TEUR 0) haben alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 681 (i. Vj. TEUR 88) aus Lieferungen und Leistungen.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen war im Vorjahr eine Forderung gegen die Gesellschafterin Luxaviation Holding Company S.A., Luxemburg, aus einer Erhöhung der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 8.000 enthalten.

Eigenkapital

Zum 31. März 2022 fand eine Verrechnung der Forderung in Höhe von TEUR 8.000 aus Bildung einer Kapitalrücklage mit Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Luxaviation Holding Company S.A. sowie den Konzernunternehmen Luxaviation S.A. und C4IP IP Holding 1 S.A. statt, die zuvor im Geschäftsjahr 2022 durch Abtretungs- und Verrechnungsvereinbarungen zusammengefasst wurden.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen aus Prozessrisiken bzw. Rechtsstreitigkeiten in Höhe von TEUR 160 (i. Vj. TEUR 160) und ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 442 (i. Vj. TEUR 543).

Verbindlichkeiten

1. Die Restlaufzeit der unter den Verbindlichkeiten aufgeführten Posten ergibt sich aus nachstehender Aufstellung:

Laufzeit
Bezeichnung < 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
> 5 Jahre
EUR
Summe
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 28.991,22 (sämtlich < 1 Jahr)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.391.383,79 0,00 0,00 1.391.383,79 914.475,05 (sämtlich < 1 Jahr)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.114.536,12 1.103.402,16 0,00 3.217.938,28 9.459.637,78 (3.942.822,84 < 1 Jahr; Rest 1 bis 5 Jahre)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.073.923,66 0,00 0,00 1.073.923,66 328.001,20 (sämtlich < 1 Jahr)
4.579.843,57 1.103.402,16 0,00 5.683.245,73 10.731.105,25

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 2.437 (i. Vj. TEUR 6.058) aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 781 (i. Vj. TEUR 3.401) aus Darlehen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Luxaviation Holding Company S.A. in Höhe von TEUR 3.263 enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Kautionen in Höhe von TEUR 370 (i. Vj. TEUR 240) enthalten.

Die Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktiv- und Passivseite zum 31. Dezember 2022 enthalten insbesondere geleistete und erhaltene Zahlungen im Zusammenhang mit (Sub-) Chartergeschäften, die Flüge im Geschäftsjahr 2023 betreffen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 285 (i. Vj. TEUR 186) enthalten.

Personalaufwand

Die im Zusammenhang mit der Zahlung von Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit dem Arbeitgeber nach § 2 Kurzarbeitergeldverordnung gewährten Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen stellen einen unmittelbaren Anspruch des Arbeitgebers gegen die Agentur für Arbeit dar. Bei diesem Erstattungsanspruch handelt es sich um eine nicht rückzahlbare Zuwendung, die im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 50 (i. Vj. TEUR 137) erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Kürzung der Personalaufwendungen erfasst wurde.

Abschreibungen

In den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens waren im Vorjahr Aufwendungen aus Abschreibungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 183 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 216 (i. Vj. TEUR 262) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 36 (i. Vj. TEUR 35) p. a. für die Geschäftsräume.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zum 31. März 2023 wurden Kredite in Höhe von TEUR 4.168 zwei Related Parties aufgenommen. Gleichzeitig sind die Forderungen aus Darlehen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 4.212 gestiegen.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

1. Die Geschäftsführung im Berichtsjahr bestand aus:

- Herrn Dr.-Ing. Dirk H. Bruse

- Herrn Joachim K. H. Krüger

Herr Dr. Bruse ist Flugzeugingenieur und Pilot. Herr Krüger ist Kaufmann.

Der Beirat besteht aus den Mitgliedern Patrick Hansen, Robert Fisch und Dr.-Ing. Dirk Bruse.

Angaben zu den Arbeitnehmern

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer betrug im Berichtsjahr 21 (i Vj. 25) aufgeteilt in die Bereiche Administration (12) und Operation (9).

Es wurden ausschließlich Angestellte beschäftigt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 350.316,24 0,00 350.316,24
2. Geleistete Anzahlungen 36.895,04 25.310,91 62.205,95
387.211,28 25.310,91 412.522,19
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 100.344,45 225,05 100.569,50
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 12.500,00 12.500,00
487.555,73 38.035,96 525.591,69
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 350.316,24 0,00 350.316,24
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
350.316,24 0,00 350.316,24
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.668,68 6.201,05 75.869,73
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
419.984,92 6.201,05 426.185,97
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 62.205,95 36.895,04
62.205,95 36.895,04
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.699,77 30.675,77
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 12.500,00 0,00
99.405,72 67.570,81

sonstige Berichtsbestandteile

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den nach IFRS erstellten Konzernabschluss der Luxaviation Holding Company S.A., Luxemburg, einbezogen. Dieser ist auf der Internetseite des Registre de Commerce et des Sociétés (RCS) abrufbar.

 

Büren, den 28. Juli 2023

Luxaviation Germany GmbH

Dr. Bruse, Geschäftsführer

Krüger, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Luxaviation Germany GmbH, Büren

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Luxaviation Germany GmbH, Büren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Luxaviation Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

1. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt 2. des Anhangs ("Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden") sowie die Angaben in Abschnitt III. Punkt 2. des Lageberichts ("Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung"), in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sie für den Prognosezeitraum mit Liquiditätslücken planen. Demgemäß ist die Gesellschaft auch künftig auf die Aufrechterhaltung der Finanzierung durch die Gesellschafterin Luxaviation Holding Company S.A., Luxemburg oder andere Konzernunternehmen angewiesen. Die Gesellschafterin hat sich daher mit Schreiben vom 16. Juni 2023 verpflichtet, die Finanzierung der Gesellschaft zumindest bis zum 31. Dezember 2024 aufrecht zu erhalten. Diese im Anhang und im Lagebericht dargelegten Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen- falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

1. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 13. September 2023

KPMG AG
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