G. Adolf Lemp GmbH
Dreherstraße 24, 42899 Remscheid, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Hopfstock seit 19.2.2019 | Prokura |
Thomas Bühner seit 5.9.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
G. Adolf Lemp GmbHRemscheidJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die G. Adolf Lemp GmbH ist ein metallverarbeitendes, gesellschaftergeführtes Unternehmen, das sich auf die Herstellung von runden Stahlscheiben spezialisiert hat. Dazu zählen insbesondere Kreissägeblätter, Stammblätter, Kreismesser sowie verwandte Produkte. Die Geschäftstätigkeit der G. Adolf Lemp GmbH gliedert sich in zwei Hauptbereiche: Produktion und Handel. • Produktion: Hierbei handelt es sich um Produkte, die vollständig in den eigenen Produktionsstätten gefertigt werden. • Handel: Dieser Bereich umfasst die Beschaffung und den Wiederverkauf von Stahl- und Edelstahlrohprodukten (z. B. Bleche) sowie Fertigprodukten (z. B. Sägen). Zusätzlich werden Halb- und Fertigprodukte (z. B. Ronden und Sägen) beschafft und durch qualitative Veredelung weiterbearbeitet. Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt global, ohne spezifische Fokussierung auf Kernmärkte. Neben unserem Hauptsitz in Remscheid betreiben wir ein Zweigwerk in Radevormwald, das ausschließlich als Produktionsstandort dient. In Radevormwald sind insgesamt acht Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2023 lag unser Fokus auf der Optimierung der Produktionsprozesse sowie der Anpassung der Produktionskapazitäten über alle Produktgruppen hinweg, mit besonderem Schwerpunkt auf Kreismessern. 2. Forschung und Entwicklung Die G. Adolf Lemp GmbH betreibt keine eigenständigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wirtschaftsjahr 2023 war weiterhin von den Nachwirkungen globaler Krisen geprägt. Während die direkten ökonomischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weiter abnahmen, blieben die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten durch den anhaltenden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ein dominierender Faktor. Die Energiepreise stabilisierten sich im Vergleich zu den Höchstständen des Vorjahres, blieben jedoch auf einem historisch hohen Niveau. Dies führte in energieintensiven Branchen wie der Stahlverarbeitung weiterhin zu erheblichen Belastungen. Gleichzeitig stellte die Umstellung auf alternative Energieträger Unternehmen vor strategische und finanzielle Herausforderungen, da diese oft mit hohen Investitionskosten und Unsicherheiten einherging. Die Inflation sank im Jahresverlauf von zweistelligen Werten zu Beginn des Jahres auf moderatere Werte. Dennoch blieb sie 2023 über dem langjährigen Durchschnitt, was zu Kaufkraftverlusten und anhaltender Unsicherheit bei Investitionen führte. Das Bruttoinlandsprodukt entwickelte sich im Jahr 2023 leicht negativ: Nach einem Rückgang Ende 2022 setzte sich die Abschwächung in den ersten Quartalen 2023 fort, was zu einem preisbereinigten Rückgang des BIP um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr führte. Belastende Faktoren wie die Energiekrise, hohe Inflation und unsichere globale Rahmenbedingungen bremsten die wirtschaftliche Erholung. Die Zentralbanken behielten ihre restriktive Geldpolitik bei, um die Inflation weiter einzudämmen. Obwohl die Leitzinsen nur noch moderat erhöht wurden, blieben die Kapitalkosten auf einem hohen, aber stabileren Niveau. Dies verlangsamte Investitionen in energieeffiziente und emissionsarme Produktionsprozesse, da sich Unternehmen mit erhöhten Finanzierungskosten konfrontiert sahen. Die Sanktionen gegen Russland wirkten auch 2023 fort und beeinflussten die globalen Lieferketten nachhaltig. Viele Unternehmen intensivierten ihre Bemühungen, ihre Wertschöpfungsketten zu diversifizieren und regionaler auszurichten, um sich widerstandsfähiger gegenüber geopolitischen Risiken zu aufzustellen. Die Erzeugerpreise stiegen 2023 weniger stark als im Vorjahr, blieben jedoch weiterhin ein bedeutender Kostenfaktor. Viele Unternehmen waren auch 2023 nicht in der Lage, die gestiegenen Kosten vollständig an ihre Kunden weiterzugeben. In der Stahlverarbeitung setzte sich der Trend rückläufiger Produktionsmengen fort, jedoch mit einer leichten Stabilisierung gegen Jahresende. Konkret lag die Stahlproduktion im Dezember 2023 um 12,8 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats, was die anhaltende Anspannung auf dem Markt verdeutlicht. Trotz dieser Stabilisierung bleibt die Branche weiterhin mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die G. Adolf Lemp GmbH blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr zurück, das maßgeblich von schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt war. Im Vergleich zum Vorjahr konnten zentrale Leistungsindikatoren, wie Umsatz- und Produktionsvolumen, aufgrund anhaltender externer Belastungsfaktoren nicht erreicht werden. Zu den wesentlichen Einflussgrößen zählten die weiterhin hohen Energie- und Rohstoffkosten, volatile Lieferketten und eine insgesamt verhaltene Marktnachfrage. Trotz dieser Herausforderungen hat das Unternehmen kontinuierlich daran gearbeitet, durch Effizienzsteigerungen und Anpassungen in den internen Prozessen gegen die schwierigen Marktbedingungen anzukämpfen. Dennoch spiegeln die Ergebnisse die anhaltend belastenden Rahmenbedingungen wider, die sich signifikant auf die Geschäftsentwicklung der G. Adolf Lemp GmbH ausgewirkt haben. a) Ertragslage
Die G. Adolf Lemp GmbH erwirtschaftete eine um 20,8% niedrigere Gesamtleistung als im Vorjahr. Das Ergebnis entspricht in etwa dem Ergebnis 2021 und resultiert im Wesentlichen aus der gesunkenen Nachfragetätigkeit nach einigen unserer Kernprodukte, vornehmlich Diamantsägen für die Bauindustrie. Die Produktionskapazitäten konnten nicht ausgelastet werden. Das Umsatzrückgang entspricht dem Branchendurchschnitt. Im Berichtsjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 317,7 zurückgeführt. b) Finanzlage Die Finanzlage wird als ausreichend eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (EBITDA) beträgt im Berichtsjahr T€ 684. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Unsere Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in der Euro-Währung. Währungsrisiken bestehen somit nicht. Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um T€ 466 reduziert. c) Vermögenslage
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 627 gesunken. Dabei stehen den Investitionen in Sachanlagen in Höhe von T€ 12 andererseits Abgänge in Höhe von T€ 243 sowie Abschreibungen in Höhe von T€ 396 gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um rd. 26% auf T€ 918 gesunken. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden. Die durchschnittliche Debitorenlaufzeit konnte durch den gezielten Einsatz von Factoring um 45 % auf etwa 26 Tage verkürzt werden, was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr darstellt Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 3.772. Die Eigenkapitalquote liegt bei 36 % und somit über den Größenordnungen vergleichbarer Unternehmen der Branche. Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, weitgehend beansprucht, im Wesentlichen um kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu reduzieren. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. In den langfristigen Verbindlichkeiten sind Rückstellungen für Pensionen enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr trotz der Geschäftsvolumenentwicklung um T€ 466 auf T€ 2.281 reduziert. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt T€ 222 p.a. und ist damit um T€ 35 gesunken. Dennoch ist die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 18,1% gestiegen. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist verbesserungswürdig, primär augrund des zu leistenden Kapitaldienstes für die fremdfinanzierten Investitionen in Sachanlagen in den vergangenen Jahren. Die Umsatzentwicklung ist analog zum allgemeinen Trend im verarbeitenden Gewerbe rückläufig. Das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück, im Wesentlichen aufgrund gestiegener Kapitaldienstleistungen, höherer Energiekosten, höherer Personalaufwandsquote, sowie reduzierter Produktivität je Mitarbeiter. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. III. Prognosebericht Der Fortgang des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage haben. Die anhaltende Unsicherheit auf den globalen Märkten, die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit infolge gestiegener Energiekosten sowie der allgemeinen Produktionskosten, verbunden mit einem sinkenden Vertrauen in die Wirtschaftspolitik, führen zu einer verstärkten Unsicherheit in nahezu allen Branchen. Insbesondere die Sanktionen gegen Russland, die hohe Inflation, Herausforderungen in der Bauwirtschaft sowie die insgesamt unklare konjunkturelle Entwicklung und schwierige Rahmenbedingungen dämpfen unsere Umsatzerwartungen. Zusätzlich rechnen wir mit weiter steigenden Rohstoff- und Energiekosten, was zu einer Erhöhung der Produktionskosten führen wird. Die zukünftige Ertragslage wird maßgeblich davon abhängen, in welchem Umfang es gelingt, diese gestiegenen Kosten an unsere Kunden weiterzugeben und wie erfolgreich wir uns gegen preisgünstigere Wettbewerber, insbesondere aus Asien, behaupten können. Wir beobachten die Entwicklungen kontinuierlich und werden erforderliche Maßnahmen, wie etwa Preisanpassungen, frühzeitig umsetzen, um auf veränderte Rahmenbedingungen flexibel reagieren zu können. IV. Chancen- und Risikobericht Chancen Die G. Adolf Lemp GmbH setzt auch 2023 auf ihre bewährten Stärken: die hohe Qualität der Produkte, die breite Produktpalette und die Fähigkeit, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren. Diese Eigenschaften sind in einem zunehmend volatilen wirtschaftlichen Umfeld ein entscheidender Vorteil. Die weltweite Geschäftstätigkeit des Unternehmens sorgt dafür, dass Schwankungen in einzelnen Märkten oder Produktbereichen abgefedert werden können. Besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten ist dies ein wichtiger Stabilitätsfaktor. Die langjährigen und vertrauensvollen Beziehungen zu den meisten Kunden bilden eine solide Grundlage für eine stabile Auftragslage. Darüber hinaus bieten die Marktverschiebungen im Zuge geopolitischer Entwicklungen neue Chancen. Die Stärkung regionaler Lieferketten und die Sicherung von Produktionskapazitäten in Europa könnten der G. Adolf Lemp GmbH Vorteile gegenüber internationalen Mitbewerbern verschaffen. Risiken Hohe Fertigungskosten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die hohen Produktionskosten in Deutschland bleiben eine erhebliche Belastung für die Wettbewerbsfähigkeit. Insbesondere die Energiepreise und die allgemeinen Rohstoffkosten haben sich im internationalen Vergleich zu einem Standortnachteil entwickelt. Deutsche Hersteller stehen damit unter erheblichem Wettbewerbsdruck, vor allem durch asiatische Produzenten mit deutlich niedrigeren Kostenstrukturen. Nachfragerückgang durch reduzierte Bautätigkeit Die Bauwirtschaft, eine Schlüsselbranche für die Stahlverarbeitung, zeigt 2023 eine deutlich reduzierte Dynamik. Hohe Zinsen und Unsicherheiten bei Investitionen führen zu einem Rückgang der Bautätigkeit, insbesondere im Wohnungsbau. Dieser Nachfragerückgang wirkt sich direkt auf die Absatzmärkte der G. Adolf Lemp GmbH aus und stellt ein wesentliches Risiko für das Geschäft dar. Preisdruck durch asiatische Mitbewerber Die starke Marktpräsenz asiatischer Anbieter erhöht den Preisdruck auf dem europäischen Markt. Asiatische Wettbewerber können ihre Produkte oft zu deutlich niedrigeren Preisen anbieten, was die Margen der G. Adolf Lemp GmbH belastet. Es bleibt eine Herausforderung, die höheren Produktionskosten in Deutschland durch strategische Maßnahmen und Marktnähe auszugleichen. Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken Die anhaltend hohe Zinslandschaft infolge der restriktiven Geldpolitik der EZB führt zu höheren Finanzierungskosten für kurzfristige Betriebsmittel. Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfordert ein engmaschiges Monitoring der Liquidität und der Debitoren. Die bestehenden Kreditlinien bieten Stabilität, könnten jedoch bei weiter steigenden Zinsen zu Belastungen führen. Rohstoff- und Lieferantenrisiken Die weiterhin hohen Materialkosten, insbesondere im Bereich Stahl, stellen ein wesentliches Risiko dar. Trotz langfristiger Lieferverträge und einer strategisch ausgerichteten Beschaffungspolitik können plötzliche Preisschwankungen nicht vollständig vermieden werden. Die anhaltende Volatilität der Rohstoffmärkte erfordert eine dynamische Anpassung der Einkaufsstrategien sowie eine proaktive und effiziente Lagerhaltung. Aktuell verfügen die Lieferanten über hohe Lagerbestände, die auf eine rückläufige Nachfrage treffen. Dies birgt die Gefahr, dass Kunden mit verpflichtenden Abnahmeforderungen konfrontiert werden, ohne dass entsprechende Aufträge vorliegen. Eine sorgfältige Planung und enge Kommunikation mit den Lieferanten sind essenziell, um potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Marktrisiken durch Konsolidierung der Kundenseite Die fortschreitende Konsolidierung in der Kundschaft, vor allem in Skandinavien und Nordamerika, verändert die Marktstruktur. Kleinere Einzelunternehmen werden zunehmend von größeren Firmenverbünden übernommen, die eine stärkere Verhandlungsposition besitzen. Diese Entwicklung erhöht den Druck auf die G. Adolf Lemp GmbH, ihre Marktstellung durch Qualität, Zuverlässigkeit und Flexibilität zu behaupten. Einschätzung Die dargestellten Risiken weisen zumindest kumuliert einen potenziell bestandsgefährdenden Charakter auf, nicht nur für die G. Adolf Lemp GmbH, sondern für das produzierende Gewerbe in Deutschland insgesamt. Die Geschäftsführung bewertet die Lage jedoch differenziert und sieht das Unternehmen gut aufgestellt, um die bestehenden Herausforderungen zu bewältigen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die strategische Stärke der G. Adolf Lemp GmbH liegt in ihrem breiten Produktspektrum, den stabilen Lieferantenbeziehungen sowie der engen und langjährigen Kundenbindung. Diese Faktoren bilden ein belastbares Fundament für die Geschäftsentwicklung. Ein zusätzlicher positiver Impuls ergibt sich durch die Gewinnung eines neuen Großkunden zum Jahresende, der signifikant zur Auslastung der Produktionskapazitäten beitragen wird. Dies bietet dem Unternehmen zusätzliche Planungssicherheit und stärkt die Auftragslage. Gleichzeitig bleiben die Herausforderungen erheblich. Hohe Fertigungskosten, Unsicherheiten in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, steigende Erzeugerpreise und der anhaltende Preisdruck durch asiatische Wettbewerber erfordern eine entschlossene und strategische Vorgehensweise. Die Geschäftsführung setzt auf eine aktive Anpassung an diese Rahmenbedingungen und fokussiert sich auf die Optimierung der Kostenstrukturen, die Erschließung neuer Märkte sowie die gezielte Weiterentwicklung des Leistungsportfolios. Dabei soll insbesondere der Bereich Innovation vorangetrieben werden, um sich im anspruchsvollen Marktumfeld zu behaupten. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die langfristige Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der G. Adolf Lemp GmbH zu sichern. Trotz der bestehenden Risiken bleibt die Geschäftsführung optimistisch, dass das Unternehmen auch in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld erfolgreich agieren kann.
Remscheid, den 18.09.2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Anhangsangaben Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen € 344.446,00. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt.
Zur Bestimmung des Zeitwertes mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt: - Barwert - Rechnungszins 1,81 % - Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB) Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 676.850,10 wurden die Kaufpreisforderung für die Immobilie Hohenhagen in Höhe von 660.000,00 €, Mietrückstände und die Forderung für Stromsteuer erfasst. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Pensionsrückstellungen Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von € 925,00. Angaben und Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen gem. § 285 Nr. 12 HGB
Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt € 0,00 (Vorjahr: € 75.851,39). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 134.784,87 € sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Gesonderter Ausweis zusätzlicher Posten Die nachfolgenden Angaben vervollständigen die in der Form der kleinen Kapitalgesellschaft erstellte Bilanz. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,00 € vorgenommen. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um: Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um: Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Thomas Bühner, Geschäftsführung Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. sonstige Berichtsbestandteile
Thomas Bühner, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 29.01.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die G. A. Lemp GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der G. A. Lemp GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der G. A. Lemp GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Wuppertal, 29.01.2025 Volmer
Treuhand GmbH
Lutz Volmer, Wirtschaftsprüfer |
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