SPIE Fleischhauer GmbHLiquidiert

Oldenburger Allee 36, 30659 Hannover, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 96330
Eingetragen
28.7.2015
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Gegenstand
Umfassende Betätigung auf den Gebieten der Informations- und Kommunikationstechnik und der Gebäudetechnik, hier insbesondere, jedoch ohne darauf beschränkt zu sein, in den Bereichen der Sicherheits-, Medien- und Elektrotechnik, in Form von Beratung, Planung, Projektabwicklung, Service, Wartung, Handel und Vermietung sowie allen weiteren mit diesen Gebieten in mitteloder unmittelbarem Zusammenhang stehenden Aktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Fromme
seit 2.2.2022
Prokura
Prokura
Erik Holtmann
seit 2.2.2022
Prokura
Markus Holzke
seit 2.2.2022
Prokura
Wolfgang Gallin
seit 2.2.2022
Prokura
Holger Kramer
seit 2.2.2022
Prokura
Daniel Gallin
seit 2.2.2022
Prokura
Michael Hartung
seit 2.2.2022
Geschäftsführer
Matthias Menzel
seit 2.2.2022
Prokura
Michael Brase
seit 2.2.2022
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPIE Fleischhauer GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche

1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft fiel im Zuge der Corona-Pandemie im Frühjahr in eine beispiellose Rezession. So bewegten sich die weltweite Industrieproduktion als auch der Weltwarenhandel im Schatten der Pandemie. Nach einem historischen Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal befindet sich die Konjunktur auf Erholungspfad. 2 Insgesamt drückte die durch teils rigorose Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens verursachte Verunsicherung von Haushalten und Unternehmen jedoch auf die Konsum- und Investitionsneigung. 3

Auch die europäische Wirtschaftsleistung ging im Zuge der Corona-Pandemie und der Eindämmungsmaßnahmen massiv zurück. Eine nachlassende Investitionstätigkeit sowie die erhebliche Zurückhaltung im privaten Konsum schlugen negativ zu Buche. Bedingt durch die gesunkenen Ein- und Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen fiel der Außenhandelsbeitrag insgesamt negativ aus. Die übergreifende Lockerung der Lockdown-Maßnahmen in den einzelnen Mitgliedsstaaten führte im dritten Quartal für den Euroraum jedoch zu einer kräftigen Erholung der Wirtschaftsleistung. 4 Das vierte Quartal wiederum ist durch erneut deutlich ansteigenden Infektionszahlen und Lockdown-Maßnahmen in nahezu allen Ländern Europas geprägt. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und einzelnen Branchen lassen sich noch nicht abschließend beurteilen.

Auch die deutsche Volkswirtschaft durchlebte im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie eine schwere Rezession: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Jahr 2020 insgesamt erstmalig um -5,0 % zurück, nachdem es zehn Jahre lang zuvor Jahr für Jahr zunahm. 5 Der konjunkturelle Verlauf zeigt ein zweigeteiltes Bild: Der Dienstleistungssektor ist von den Einschränkungen der Pandemie stärker betroffen, während sich die Industrie weiter robust entwickelt. So ist ein Anstieg der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe und der Industrieproduktion zu vermerken. Ebenso legte der Warenhandel wieder zu. Auch der Arbeitsmarkt erweist sich als recht widerstandsfähig, insbesondere aufgrund staatlicher Unterstützungsmaßnahmen (z.B. Kurzarbeit). 6

2 Vgl. BMWI (2020a), Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Dezember 2020, S. 66.
3 Vgl. DIW (2020), Wochenbericht Nr. 37/2020, S. 642.
4 Vgl. BMWI (2020a), Schlaglichter der Wirtschaftspolitik Dezember 2020, S. 68.
5 Vgl. DESTATIS (2021), Bruttoinlandsprodukt für Deutschland 2020 - Begleitmaterial zur Pressekonferenz 14. Januar 2021, S. 7.
6 Vgl. BMWI (2021), Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2021, o.S.

1.2 Entwicklung der Branche

Die SPIE Fleischhauer GmbH verfügt über ein breit gefächertes Angebotsspektrum im Bereich der Gebäudetechnik mit ausgeprägten Schwerpunkten in der Informations-, Sicherheits-, und Medientechnik. Um die Entwicklungen in den einzelnen Marktsegmenten darzustellen, sind spezifische Erhebungen heranzuziehen.

Die weltweite Corona-Pandemie hat die Wirtschaft im Jahr 2020 auf den Kopf gestellt. Die Umsatzentwicklung deutscher Unternehmen hat sich von den Prognosen des Vorjahres entkoppelt. So haben manche Branchen die Krise deutlich und mitunter existenziell bedrohend zu spüren bekommen, während andere Branchen Stabilität zeigen oder gar gestärkt aus der Krise hervorzugehen scheinen.

Das Marktvolumen für Informations- und Telekommunikationstechnik in Deutschland betrug im Jahr 2020 Mrd. EUR 169,8 und ist Corona-bedingt um 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 7 Die Corona-Krise zeigte die starke Abhängigkeit der Gesellschaft von digitalen Infrastrukturen und wird zugleich Treiber für den Digitalisierungsprozess in den Arbeitsprozessen. Der Digitalisierungsindex zeigt, dass 55 % der Unternehmen Homeoffice und mobiles Arbeiten neueinführten oder ihr Angebot ausweiteten. 8 34 % der befragten Unternehmen haben wichtige Prozesse in 2020 weiter digitalisiert und die Digitalisierung somit weiter voran getrieben. 5

Laut dem Bundesverband für Sicherheitstechnik stieg der Umsatz der Anbieter elektronischer Sicherungstechnik im Vor-Corona-Jahr 2019 in Deutschland um 4,6 % auf knapp Mrd. EUR 4,6. Im Allgemeinen ist die Stimmung in der Branche gut, allerdings wurde auch sie in 2020 von der Corona-Krise beeinflusst. Doch auch die Unternehmen welche Umsatzrückgänge verzeichneten, gehen nahezu alle davon aus, diese künftig wieder aufholen zu können. Keine Entspannung gab es beim Fachkräftemangel in der Branche, da die Nachfrage nach geschultem Personal in der Corona-Krise nicht sank, sondern durch neue Tätigkeitsfelder wie Zutrittssteuerungssysteme wuchs. 9

7 Vgl. Bitkom (2020a): IKT-Marktzahlen, https://www.bitkom.org/sites/default/files/2021-01/bitkom_itk_marktzahlen_januar_2021.pdf
8 Vgl. Deutsche Telekom (2020): Digitalisierungsindex Mittelstand 2020/2021
9 Vgl. BHE (2020a): Elektronische Sicherheitstechnik in 2019 mit deutlichem Umsatz Plus, https://www.bhe.de/der-bhe/aktuelles/elektronische-sicherheitstechnik-in-2019-mit-deutlichem-umsatz-plus

2. Darstellung der Gesellschaft

2.1 Aufstellung SPIE Fleischauer GmbH

Die SPIE Fleischhauer GmbH mit Sitz in Hannover ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Unternehmensgruppe die größte operative Gesellschaft innerhalb des Geschäftsbereichs Information & Communication Services (ICS), in dem die Kompetenzen in den Leistungsfeldern der Informations- und Kommunikationstechnik gebündelt werden. Neben der SPIE Information & Communication Services GmbH, Ratingen, werden auch die SPIE Fleischhauer GmbH, die SPIE COMNET GmbH, Düsseldorf, sowie die SPIE TELBA Group GmbH, Düsseldorf, und ihre zwei Tochtergesellschaften im Geschäftsbereich ICS geführt.

Die SPIE Fleischhauer GmbH ist deutschlandweit gegenwärtig mit 15 Niederlassungen vertreten.

2.2 Entwicklung der Gesellschaft

a. Marktpositionierung

Das Geschäftsmodell der SPIE Fleischhauer GmbH ist die Erbringung von Dienstleistungen entlang des Lebenszyklus informations-, sicherheits- und medientechnischer Anlagen. Von der Beratung über die Planung, die Projektrealisierung bis hin zu umfassenden Service- und Wartungsdienstleistungen geschieht dies auf der Basis von Projekt-, Rahmenabruf-, Service- und Wartungsaufträgen.

Regionale Nähe und Bindung zu den Kunden sind dabei wichtige Elemente. Mit insgesamt 15 Niederlassungen und jeweiligen Betreuungsradien von 50-100 km bietet die Gesellschaft ihre Dienstleistungen nahezu flächendeckend in der Bundesrepublik an. Sie kann damit auch überregional tätige Kunden mit qualitativ und prozessual identischen Vor-Ort-Services optimal bedienen.

So verfügt die Gesellschaft über eine sehr breite, branchenübergreifende Kundenbasis mit vielen langjährigen Kundenbeziehungen. Zudem wird in den oben genannten Technologien in Zeiten kontinuierlich stattfindender Prozessoptimierungen, steigender Sicherheitsbedürfnisse und wachsenden Energie- und Umweltbewusstseins nahezu konjunkturunabhängig investiert.

b. Vernetzung innerhalb des SPIE-Konzerns

Die SPIE Fleischhauer GmbH ist umfangreich in die Prozesse der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Unternehmensgruppe integriert und profitiert davon z.B. im Rahmen zentraler interner Dienstleistungen nicht unerheblich.

Auch operativ ergeben sich vielfältige Geschäftsmöglichkeiten aus der Zusammenarbeit mit den Einheiten der anderen Geschäftsbereiche. Dem ONE-SPIE-Ansatz - Multitechnikdienstleistungen aus einer Hand - folgend, konnten bereits zahlreiche Projekt-, Service- und Wartungsaufträge durch gemeinsames Auftreten bei SPIE-Bestandskunden durch die Gesellschaft akquiriert werden. In Kooperation mit SPIE-Gesellschaften in Frankreich und den Niederlanden werden zudem Aufträge für international agierende Kunden erfolgreich durchgeführt.

3. Entwicklung von Leistung und Auftragseingang

Die Leistung einschließlich der Bestandserhöhung im Geschäftsjahr 2020 betrug Mio. EUR 87,5 (Vorjahr: Mio. EUR 98,0).

Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr 2020 Mio. EUR 87,4 (Vorjahr: Mio. EUR 95,3).

4. Personalentwicklung

Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter der SPIE Fleischhauer GmbH belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2020 auf 788 (31. Dezember 2019: 783 Mitarbeiter).

5. Struktur der Gesellschaft

Die Gesellschaft betreibt folgende Niederlassungen:

Niederlassung Aachen, Zedernweg 7, 52076 Aachen

Niederlassung Berlin, Siemensdamm 62, 13627 Berlin

Niederlassung Bremen, Hinterm Sielhof 4-5, 28277 Bremen

Niederlassung Dessau, Kreuzbergstraße 31, 06849 Dessau-Roßlau

Niederlassung Dresden, Schnorrstraße 70, 01069 Dresden

Niederlassung Essen, Im Teelbruch 100, 45219 Essen

Niederlassung Frankfurt a.M., Kurhessenstraße 11, 64546 Mörfelden-Walldorf

Niederlassung Hannover, Oldenburger Allee 36, 30659 Hannover

Niederlassung Hannover/Medientechnik, Oldenburger Allee 8, 30659 Hannover

Niederlassung Karlsruhe, Ruschgraben 135, 76139 Karlsruhe

Niederlassung Kassel, An den Lindenbäumen 19-25, 34277 Fuldabrück-Bergshausen

Niederlassung Leipzig, Mommsenstraße 1, 04329 Leipzig

Niederlassung Magdeburg, Wasserkunststraße 100, 39124 Magdeburg

Niederlassung Stuttgart, Zettachring 2a, 70567 Stuttgart

Niederlassung Wolfsburg, Benzstraße 12, 38446 Wolfsburg

II. Wirtschaftsbericht

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Leistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Working Capital und

Liquiditätsentwicklung.

Bei folgenden Kennzahlen ergeben sich Änderungen zum Vorjahr:

Im Bereich des Working Capital wurden folgende Änderungen in der Berechnungsgrundlage vorgenommen: Hinzunahme der kurzfristigen Rückstellungen sowie Herausnahme des aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungspostens.

Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Bilanz gegeben.

1.1 Auftragseingang

Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr insgesamt Mio. EUR 87,4 (Vorjahreswert: Mio. EUR 95,3) und liegt damit unter dem Planwert für 2020 aufgrund einer pandemiebedingt geringeren Nachfrage nach Medientechnik, nach Dienstleistungen im Messebereich sowie geringerer Rahmenvertragsabrufe in der fertigenden Industrie.

1.2 Leistung

Die Leistung im Geschäftsjahr 2020 liegt mit Mio. EUR 87,5 (Vorjahreswert: Mio. EUR 98,0) unterhalb des Planwertes für 2020 was ebenfalls aus den zuvor genannten Gründen resultiert.

1.3 EBIT

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt Mio. EUR 5,3 (Vorjahreswert: Mio. EUR 7,1) und liegt damit unter dem Planwert für 2020, aufgrund der geringeren Leistung.

1.4 Working Capital

Das Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne liquide Mittel), kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, ist mit Mio. EUR 5,8 im Vergleich zu Mio. 5,0 im Vorjahr leicht gestiegen. Bereinigt um die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung (Mio. EUR 5,0) und die Cash-Pool-Forderung (Mio. EUR 15,4) hat sich das Working Capital auf Mio. EUR -4,6 verändert (Vorjahr: Mio. EUR -6,6). Für das Berichtsjahr war eine moderate Verringerung des Working Capital angestrebt. Die eingetretene Erhöhung des Working Capital geht im Wesentlichen auf den Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten (Mio. EUR -2,4) und kurzfristigen Rückstellungen (Mio. EUR -1,8) bei gleichzeitig verringerten kurzfristigen Forderungen (Mio. EUR -3,7) zurück.

1.5 Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme von Mio. EUR 33,3 um Mio. EUR 3,6 auf Mio. EUR 29,7 gesunken. Diese Entwicklung geht insbesondere auf eine Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurück, die von Mio. EUR 5,3 im Vorjahr auf Mio. EUR 2,9 im Berichtsjahr reduziert werden konnten. Auf der Passivseite verringerten sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von Mio. EUR 8,7 im Vorjahr auf Mio. EUR 6,4 im Berichtsjahr sowie die sonstigen Rückstellungen von Mio. EUR 8,3 im Vorjahr auf Mio. EUR 6,5 im Berichtsjahr.

Das Anlagevermögen ist wie im Vorjahr zu über 100 % durch Eigenkapital gedeckt und finanziert.

Aufgrund der Verringerung der Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 18,6 % im Vorjahr auf 23,6 % im Berichtsjahr erhöht.

1.6 Finanzlage

Die Stichtagsliquidität aus Bankguthaben, Kassenbeständen und Cash-Pool-Positionen der SPIE Fleischhauer GmbH beträgt Mio. EUR 15,7 und liegt damit um Mio. EUR 3,0 unter dem Stand zum 31. Dezember 2019 (Mio. EUR 18,7). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die den Jahresüberschuss des Berichtsjahres um Mio. EUR 1,9 übersteigende Abführung des Vorjahresüberschusses sowie auf die Erhöhung des bereinigten Working Capital zurückzuführen. Die angestrebte moderate Erhöhung der Stichtagsliquidität wurde damit verfehlt.

Im Rahmen des Factorings wurden zum Bilanzstichtag Forderungen mit Nennwert in Höhe von Mio. EUR 1,7 verkauft.

2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Betriebszugehörigkeit

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter ist mit 10,8 Jahren auf Vorjahresniveau (10,9 Jahre). Die Fluktuation (Verhältnis der Austritte zum Personalanfangsbestand des Jahres) ist minimal von 9,6 % im Vorjahr auf 9,5 % in 2020 gesunken.

2.2 Weiterbildung

Die SPIE Fleischhauer GmbH hat in 2020 über die SPIE Akademie am regelmäßigen Weiterbildungsprogramm mit fachlichen und überfachlichen Seminaren teilgenommen, welches auf spezifische Bedarfe der Mitarbeiter ausgerichtet war. Nach Fach- und Führungstrainings lagen weitere Trainingsschwerpunkte auf Methoden- und Sozialkompetenz. Die Schulungs- und Trainingsmaßnahmen sind für verschiedene Karrierestufen von Ausbildungs-Workshops bis zu modularen Führungskräfteprogrammen konzeptioniert und dienen der Verbesserung der persönlichen und arbeitsplatzbezogenen Kompetenzen. Sie orientieren sich an Funktionen, Tätigkeiten und Verantwortungsbereichen. Ziel ist es, Nachbesetzungen wie z.B. Experten- oder Führungspositionen weitestgehend aus den eigenen Reihen vorzunehmen.

Im Jahr 2020 haben wir uns aufgrund der Corona-Pandemie darauf konzentriert, nur die absolut notwendigen geschäftskritischen Weiterbildungsmaßnahmen durchzuführen.

Im Geschäftsjahr 2020 fanden in der SPIE Fleischhauer GmbH dementsprechend 763 Trainingstage statt. Im Geschäftsjahr 2019 waren es 1.622 Trainingstage.

2.3 Ausbildung

Zum Stichtag 31. Dezember 2020 beschäftigt die Gesellschaft 101 Auszubildende (zum Vorjahresstichtag: 91 Auszubildende) und erreicht damit einen Auszubildendenanteil von 12,8 % an der Gesamtbelegschaft (Vorjahresstichtag: 11,6 %).

2.4 Arbeitssicherheit

Als Messgröße für die Arbeitssicherheit wird die Ereignishäufigkeitsrate (TRCFR = Total Recordable Cases Frequency Rate) herangezogen. Die Kennzahl errechnet sich aus der Summe der Ereignisse "Medical Treatments" und "Lost Time Incidents" bezogen auf eine Millionen Arbeitsstunden aller Mitarbeitenden - d.h. aller Mitarbeitenden der SPIE Fleischhauer GmbH und aller Mitarbeitenden, die im Zuge von Arbeitnehmerüberlassungen für die SPIE Fleischhauer GmbH tätig sind.

Der sich in den letzten Jahren kontinuierlich rückläufige TRCFR Wert konnte dieses Jahr nicht bestätigt werden und befindet sich bei 18,26 (Vorjahr: 8,53).

Die Herausforderung in 2020 war es, die Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus in die bestehenden Arbeitsschutzmaßnahmen und Prozesse zu integrieren.

Konzeptionell wurden technische Neuerungen zum Teil selbst entwickelt oder über Marktrecherchen geeignete technische oder persönliche Schutzmaßnahmen identifiziert. Über Feldversuche wurden diese in den operativen Bereichen eingeführt.

Ein wichtiges Instrument waren die Hilfestellungen, welche über eine arbeitstäglich 12-stündig erreichbare Beratungshotline sowie eine Vielzahl von remote Schulungen und Regelbesprechungen erfolgten.

Wie in den Vorjahren wurde zur Kulturverbesserung die konsequente Führung des Themas auf allen Führungsebenen weiterentwickelt. Die entwickelten und durchgeführten Maßnahmen orientieren sich an den Grundzügen der sog. Bradley Kurve und lassen sich grob in drei Kategorien einteilen:

Technische Maßnahmen

Managementsysteme und Führung

Bewusstseinsstärkung

Um die HSEQ Themen innerhalb des Unternehmens zu etablieren, lag der Fokus auf dem Trainieren der Führungskräfte, um diese zu befähigen, alle HSE-relevanten Maßnahmen zu entwickeln und in dem jeweiligen Verantwortungsbereich zu implementieren und zu führen. Mit einer Zweitagesveranstaltung wird das Know-How innerhalb der Organisation etabliert. Es wurden 3 Veranstaltungen bis Februar 2020 in Präsenz durchgeführt. Neben dieser Veranstaltungsreihe wurden in 2020 mehrere Webschulungen für Führungskräfte der mittleren und unteren Führungsebene zur Pandemieprävention durchgeführt.

Mit Beginn der Corona-Pandemie ist die HSEQ Abteilung dem dynamischen Veränderungsprozess der Pandemie mit schneller Erarbeitung und Prozessanpassung begegnet. Durch ein gezieltes Kommunikationskonzept konnten der Lage angepasste Präventivmaßnahmen und Handlungsinformationen individuell und bedarfsgerecht für verschiedene Tätigkeitsfelder und Anforderungen im Unternehmen etabliert werden.

III. Prognose, Chancen- und Risikobericht

1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld

1.1 Erwartete weltwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der SPIE sollten sich 2021 wieder zum Positiven wenden. Für das weltweite BIP wird ein Wachstum von rund 4,2 % prognostiziert. Für den Euro-Raum wird eine Erholung um 3,6 % erwartet. Der weitere Pandemieverlauf bleibt aber ein Risiko. 10

Die Regierungen aller Länder im Verantwortungsbereich von SPIE Deutschland & Zentraleuropa unternehmen auch weiterhin umfangreiche Anstrengungen, um den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Gleichwohl ist die Corona-Pandemie noch nicht überwunden, wie insbesondere die verstärkten Einschränkungen zum Jahresende 2020 und zu Beginns des Jahres 2021 zeigen. Insofern ist die Prognose der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung von Volatilität und Unsicherheit geprägt. In Deutschland rechnet man mit einem Wachstum von 2,8 % und in Österreich mit 1,4 %. 11

10 Vgl. OECD (2020), OECD Economic Outlook, Volume 2020 Issue 2, o.S.
11 Vgl. OECD (2020), OECD Economic Outlook, Volume 2020 Issue 2, o.S.

1.2 Erwartete Entwicklung der Branche

In dem für die SPIE Fleischhauer GmbH relevanten Markt für Gebäudetechnik mit ausgeprägten Schwerpunkten in der Informations-, Sicherheits- und Medientechnik bieten sich vielfältige Chancen zum organischen und anorganischen Wachstum.

Generell ist die ITK-Branche gut durch die Corona-Krise gekommen, auch wenn Umsatzrückgänge zu betrachten waren. Für das Jahr 2021 wird für den ITK-Gesamtmarkt trotz des Corona-Schocks wieder ein Wachstum von 2,7 % auf Mrd. EUR 174,4 erwartet. Für weiteres Wachstum fordert Bitkom in 2021 eine neue digitalpolitische Agenda mit den Schwerpunkten digitale Teilhabe, digitale Souveränität, digitale Nachhaltigkeit und digitale Resilienz. Die Digitalisierung ist in diesem Zusammenhang der entscheidende Wachstumstreiber. 12 Der branchenübergreifende Megatrend zur Digitalisierung und damit einhergehenden Anforderungen zur Vernetzung im Internet der Dinge, die Bereitstellung smarter Lösungen und die notwendige Bereitstellung von hohen Datenübertragungsraten führen zu einer starken Belebung in der ITK-Branche.

In der Sicherheitstechnik wird die Branchenentwicklung positiv bewertet. Auch wenn im 2. Halbjahr 2020 die Situation aufgrund der Corona-Pandemie angespannt war, zeigte sich dort bereits im Vergleich zum Frühjahr eine deutliche Verbesserung. Die Geschäftslage hat sich etwas erholt und die wirtschaftliche Situation wird im Herbst 2020 wieder als gut eingeschätzt. Für 2021 ist die Prognose zwar optimistisch, allerdings deutlich zurückhaltender als in den Jahren zuvor. 13

Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE Fleischhauer GmbH adressierten Märkte als attraktiv dar und weisen für die Zukunft ein großes Potenzial auf. Zwar wurden aufgrund von Corona Umsatzrückgänge verzeichnet, diese sollten allerdings nur temporär gesehen werden und die Zukunftsperspektiven nicht mindern.

12 Vgl. Bitkom (2020b): https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Bitkom-Branche-wieder-auf-Wachstumskurs
13 Vgl. BHE (2020b): Geschäftslage weiterhin angespannt, https://www.bhe.de/der-bhe/aktuelles/geschaeftslage-der-sicherheits-fachfirmen-weiterhin-angespannt

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.1 Auftragseingang

Für das Geschäftsjahr 2021 wird eine moderate Steigerung des Auftragseingangs gegenüber dem Berichtsjahr erwartet, welcher vor allem durch Geschäftsentwicklungsziele im Bereich der Sicherheitstechnik und im Bereich Informationstechnik erreicht werden soll.

2.2 Leistung

Ausgehend von der zuvor dargestellten Erwartung für den Auftragseingang wird auch in der Leistung eine moderate Steigerung angestrebt.

2.3 EBIT

Auf der Grundlage einer erwarteten Leistungssteigerung wird für das Geschäftsjahr 2021 ebenfalls eine moderate Steigerung im EBIT angestrebt.

2.4 Working Capital

Durch konsequentes Faktura- und Forderungsmanagement wird im Geschäftsjahr 2021 eine Verminderung des Working Capital angestrebt.

2.5 Liquiditäts-Entwicklung

Die Planung der Cash-Entwicklung basiert auf der ausgeführten positiven Ertragsentwicklung und einer weiteren Optimierung des Working Capital. Insgesamt wird eine Erhöhung der Liquidität (einschl. Cash-Pooling-Forderungen) für 2021 erwartet.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3.1 Betriebszugehörigkeit

Die SPIE Fleischhauer GmbH verfolgt auch in den aktuell durch die Corona-Pandemie geprägten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Ziel, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und diese auch langfristig an das Unternehmen zu binden. Durch Mitarbeiterneueinstellungen kann die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in 2021 leicht sinken. Dies insbesondere auch deshalb, da in den nächsten fünf Jahren eine Reihe an Mitarbeitern in den Ruhestand wechseln.

3.2 Weiterbildung

Aufgrund der vermehrten Durchführung von Online-Trainings werden für das Jahr 2021 leicht erhöhte Weiterbildungskennzahlen erwartet.

3.3 Ausbildung

Auch im Jahr 2021 soll die Ausbildungsquote wie auch in den Vorjahren weiter steigen.

3.4 Arbeitssicherheit

Fortlaufendes Ziel ist eine stetige Reduzierung der Ereignishäufigkeitsrate und damit der absoluten Anzahl der Ereignisse (MT und LTI). Um dieses Ziel zu erreichen, werden die bereits eingeführten Maßnahmen weitergeführt, sowie weitere Maßnahmen und Arbeitsmittel implementiert, die das Bewusstsein erhöhen und damit eine Arbeitssicherheitskultur fördern.

Durch Schulungen, wie z.B. dem zentralen HSEQ-Führungskräfteseminar, regelmäßigen Begehungen der Arbeitsbereiche und Auditierungen der Managementsysteme sollen die Unfälle im Geschäftsbereich weiter reduziert werden.

4. Effiziente Organisation des Risikomanagements

Die Risikopolitik der SPIE Fleischhauer GmbH ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe und ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern.

Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich:

Risikotransparenz (Erkennen - Dokumentieren - Steuern),

Standardisierung und Beschreibung von Prozessen,

Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) und

Qualitätssicherung von Kundenaufträgen inkl. Projektaudits.

Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernführung kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet.

Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement.

Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird. Die Gesellschaft ist konzeptionell in das Risikomanagementsystem des SPIE-Konzerns eingebunden.

Risiken, die aus der aktuellen Pandemielage (COVID-19) entstehen, werden im Rahmen des Business Continuity Managements der SPIE Deutschland & Zentraleuropa (SPIE) berücksichtigt. Seit Beginn der Corona-Pandemie werden die sich aus der Pandemie für die Unternehmensgruppe ergebenden Risiken fortlaufend analysiert, bewertet und angepasst, sofern dies aufgrund der sich verändernden Situation notwendig ist. Dabei werden insbesondere das Infektionsgeschehen und die geltenden behördlichen Auflagen vor dem Hintergrund der jeweiligen Geschäftsaktivitäten berücksichtigt und geeignete Maßnahmen für die Unternehmensgruppe abgeleitet. Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden alle geschäftskritischen Prozesse betrachtet, konsequent Präventivmaßnahmen implementiert und ein regelmäßig tagender Corona-Krisenstab eingeführt. Im Fokus unserer Maßnahmen stehen dabei der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeitenden und Kunden sowie die Sicherstellung von Unternehmensorganisation und Auftragsdurchführung. Der dynamischen Veränderung der Pandemielage begegnet SPIE zudem mit einem umfassenden Kommunikationskonzept.

5. Erklärung zur Unternehmensführung

In der außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 15. Dezember 2016 wurde der Beschluss gefasst, die Zielgrößen zum 14. Dezember 2021 für den Mindestfrauenanteil im Aufsichtsrat und für die Geschäftsführung auf 0 % festzulegen. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 betrug der Frauenanteil in beiden Organen jeweils 0 %.

Am 27. September 2016 hat die Geschäftsführung der SPIE Fleischhauer GmbH für den Mindestfrauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 0 % sowie für den Mindestfrauenanteil in der zweiten Führungsebene einen Zielwert von 25 % festgelegt. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 hat die Gesellschaft folgende Werte erreicht: in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 0 %, in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 17 %.

6. Chancen und Risiken zur künftigen Entwicklung

Aus der zuvor dargestellten, für das Jahr 2021 erwarteten Branchenentwicklung ergeben sich für die SPIE Fleischhauer GmbH Chancen aus dem angestammten Markt- und Kundenumfeld sowie auch bei Neukunden.

Darüber hinaus werden sich durch die vertriebliche Verzahnung mit den Einheiten der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Unternehmensgruppe, den Schwestergesellschaften im Geschäftsbereich ICS sowie den anderen Landesgesellschaften des SPIE-Konzerns vielfältige Möglichkeiten zu organischem Wachstum ergeben.

SPIE wirkt der Corona-Pandemie auch weiterhin durch ein umfassendes Maßnahmenpaket entgegen. Im Vordergrund steht hier der höchstmögliche Schutz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Kunden im Arbeitsalltag, um Arbeits- und Leistungsfähigkeit gegenüber unseren Kunden und Geschäftspartnern sicherzustellen. Im Hinblick auf ein zielgerichtetes Vorgehen wurden nationale und internationale Krisenstäbe in der SPIE DZE Gruppe eingerichtet, die auch weiterhin intensiv arbeiten. Dies sichert eine schnelle firmeninterne Abstimmung sowie zügige Entscheidungswege, um auf veränderte Rahmenbedingungen unmittelbar zu reagieren.

Das für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtende Maßnahmenpaket umfasst z.B. den Umgang mit Verdachts- und Erkrankungsfällen im geschäftlichen und persönlichen Umfeld sowie den dann einzuhaltenden Meldeweg. Dienstreisen wurden auf das notwendige Maß reduziert, eine Vielzahl von größeren Tagungen abgesagt bzw. auf Video-, WebEx- bzw. Telefonkonferenzen umgestellt. Geschäftsreisen in Corona-Krisengebiete sind untersagt. Zur Sicherstellung von kritischen Prozessen im Unternehmen erfolgte eine räumliche Trennung der betreffenden Abteilungen. Wo möglich wurde außerdem das mobile Arbeiten erweitert. Bezogen auf das operative Geschäft werden Business Continuity Pläne erstellt bzw. aktualisiert.

Im Hinblick auf die negativen Einflüsse hat die Sicherung der Liquidität oberste Priorität. Die im Vorjahr initiierten Programme zur Liquiditätssicherung waren erfolgreich, die Sicherung der Liquidität steht weiterhin im Fokus.

Ein Risiko für die nachhaltige Entwicklung ergibt sich durch den Fachkräftemangel und die daraus entstehenden Schwierigkeiten, die anstehenden Renteneintritte sowie die natürlichen Fluktuationen durch Neueinstellungen hinreichend zu kompensieren.

 

Hannover, den 12. April 2021

gez. Michael Hartung, Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 101.812,84 22.719,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.012.530,08 1.149.346,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.426.160,60 1.623.927,88
3. Anlagen im Bau 4.369,00 10.679,35
2.443.059,68 2.783.953,31
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 49.600,00 49.600,00
2.594.472,52 2.856.273,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.767.809,75 1.734.302,26
2. Unfertige Leistungen 10.994.130,85 12.077.664,81
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -9.253.890,12 -11.069.262,08
4. Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen 149.054,49 504.187,84
3.657.104,97 3.246.892,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.925.065,54 5.284.855,12
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.010.154,86 18.880.966,85
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.270.636,62 1.777.488,40
22.205.857,02 25.943.310,37
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 250.278,69 217.227,33
26.113.240,68 29.407.430,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 965.258,44 1.049.127,45
29.672.971,64 33.312.830,98

Passiva

31.12.2020
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 6.500.000,00 5.649.471,60
III. Gewinnvortrag 0,00 38.800,93
7.000.000,00 6.188.272,53
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.543.747,00 1.471.151,00
2. Sonstige Rückstellungen 6.525.107,99 8.273.756,75
8.068.854,99 9.744.907,75
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.946.959,33 5.230.525,70
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.420.493,14 8.652.037,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.424.678,84 2.266.146,57
davon aus Steuern: EUR 903.253,20 (Vorjahr: TEUR 477)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 72.855,46 (Vorjahr: TEUR 62)
13.792.131,31 16.148.709,66
D. Rechnungsabgrenzungsposten 811.985,34 1.230.941,04
29.672.971,64 33.312.830,98

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 88.572.769,91 96.568.766,88
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen 1.083.535,96 1.459.200,98
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 445,73 279,65
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.007.292,57 2.584.277,76
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.575.943,65 32.882.582,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.376.445,21 10.051.954,04
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 33.572.188,63 33.403.602,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.702.839,71 6.658.006,81
davon für Altersversorgung: EUR 69.182,61 (Vorjahr: TEUR 51)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 681.953,93 764.779,25
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.226.631,26 9.649.571,11
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 418,06 4.317,92
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 213.369,79 157.455,82
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -1.684,78
12. Ergebnis nach Steuern 5.148.018,13 7.050.576,04
13. Sonstige Steuern 108.041,90 71.125,93
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn (-) -5.039.976,23 -6.979.450,11
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

Allgemeine Angaben

Sitz der SPIE Fleischhauer GmbH ist Hannover, das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Hannover. Die Handelsregisternummer lautet HRB 212724.

Der Jahresabschluss der SPIE Fleischhauer GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt.

Aufgrund des Spaltungsplans vom 20. November 2020 (UR.-Nr. 2311/2020 B des Notars Dr. Jens Bormann, Ratingen) wurden die bislang von der SPIE GmbH, Ratingen, gehaltenen Geschäftsanteile an der Gesellschaft auf die neu gegründete SPIE Information & Communication Services GmbH, Ratingen, (im Folgenden auch SPIE ICS GmbH genannt) übertragen. Des Weiteren wurden der mit der SPIE GmbH bestehende Beherrschungs- sowie ein Gewinnabführungsvertrag auf die SPIE ICS GmbH übertragen.

In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende "Davon"-Vermerke sind teilweise in den Anhang übernommen worden.

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und beträgt für Mietereinbauten ein bis 15 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ein bis 18 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Beschaffungspreisen. Es werden Gängigkeitsabwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Gemeinkostenzuschlag. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet, Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 0,5 % für das allgemeine Kreditrisiko und mit 1 % für Unverzinslichkeit auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet.

Liquide Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurden als Rechnungszins 2,31 % p.a. (Vorjahr 2,71 % p.a.) gemäß RückAbzinsV, für künftige Gehaltssteigerungen 2,75 % p.a. (Vorjahr 2,75 %), ein Rententrend von 1,75 % p.a. (Vorjahr 1,75 %), sowie unverändert zum Vorjahr für die Fluktuation -5,0 % p.a. sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Dem Zins wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz (1,60 %; Vorjahr 1,97 %) beträgt für Pensionsverpflichtungen TEUR 186. Die für diesen Unterschiedsbetrag in § 253 Abs. 6 HGB kodifizierte Ausschüttungssperre ist nach Auffassung des Bundesministeriums für Finanzen auf Gewinnabführungen im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags nicht einschlägig, so dass die SPIE Fleischhauer GmbH den gesamten im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 ausgewiesenen Gewinn an die Muttergesellschaft SPIE ICS GmbH abführt.

Ergebniseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Zinsergebnis gezeigt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Finanzergebnis ausgewiesen wurden.

Ergebniseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes sowie aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeiten werden im Zinsergebnis gezeigt.

Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Absatz 2 HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorausempfangene Beträge gebildet, die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorab geleistete Zahlungen gebildet. Beide Posten werden planmäßig aufgelöst.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Vorräte

In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind lagermäßig geführte Ersatzteile zum Bilanzstichtag enthalten.

Die Unfertigen Leistungen beinhalten ausschließlich unverrechnete Lieferungen und Leistungen aus Kundenaufträgen.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag TEUR 17.010 (Vorjahr: TEUR 18.881), davon entfallen auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr TEUR 753 (Vorjahr: TEUR 359) sowie aus Cash-Pooling TEUR 15.406 (Vorjahr: TEUR 18.522). Gegenüber der alleinigen Gesellschafterin SPIE ICS GmbH, Ratingen, bestanden sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 851 (Vorjahr: TEUR 0).

In den bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungsverkäufe in Höhe von TEUR 1.702 (Vorjahr: TEUR 1.899) in Abzug gebracht worden. Von der Factoring-Gesellschaft einbehalten wurde eine Reserveposition in Höhe von TEUR 472 (Vorjahr: TEUR 472). Die Ansprüche aus den veräußerten Kundenforderungen wurde an den Factorer verpfändet.

(4) Latente Steuern

Die Bildung erfolgt beim Organträger, der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen.

(5) Eigenkapital

Zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung hat die Gesellschafterin eine freiwillige Einlage in Höhe von TEUR 851 in die freie Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gewährt.

Der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 39 wurde im Geschäftsjahr 2020 aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses an die Gesellschafterin ausgeschüttet.

(6) Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen sind überwiegend durch Vermögensgegenstände abgedeckt, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen).

Von den vorhandenen Pensionsverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 1.953 wurde der Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 409 abgesetzt. Der bilanzierte Wert für die Pensionsverpflichtungen beläuft sich somit auf TEUR 1.544. Im Berichtsjahr wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 143 mit Erträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 10 saldiert.

(7) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten

31.12.2020
TEUR
Vorjahr
TEUR
Personalaufwendungen 3.378 3.852
Erlösschmälerung 0 270
Gewährleistung 70 70
Drohende Verluste 332 20
Noch auszuführende Arbeiten 2.227 3.539
Jahresabschlusskosten 22 75
Übrige sonstige Rückstellungen 496 448
6.525 8.274

Bei der SPIE Fleischhauer GmbH wurden keine sonstigen Rückstellungen mit mehrjährigen Laufzeiten gebildet, sodass keine Abzinsung erforderlich war.

(8) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag TEUR 6.420 (Vorjahr: TEUR 8.652). Sie teilen sich auf in Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 1.673) und sonstige Verbindlichkeiten mit TEUR 1.318. Gegenüber der alleinigen Gesellschafterin SPIE ICS GmbH, Ratingen bestanden sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 5.069.

Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

(9) Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden in den Bereichen Informations-, Sicherheits-, Medien- und Elektrotechnik überwiegend im Inland erzielt.

Die Aufteilung nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:

2020
TEUR
Vorjahr
TEUR
Fremde 85.053 93.456
Verbundene Unternehmen SPIE 3.520 3.113
88.573 96.569

(11) Periodenfremde Erträge

Im laufenden Abschluss sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 189 enthalten.

(12) Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Im Geschäftsjahr 2020 fielen keine außergewöhnlichen Erträge oder Aufwendungen an.

Sonstige Angaben

(13) Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2020 zählte die Belegschaft durchschnittlich 697 Arbeitnehmer und 89 Auszubildende.

2020 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 428 437
Angestellte 269 253
697 690
Auszubildende 89 75
786 765

(14) Geschäftsführer

Herr Michael Hartung, Wedemark, Leiter des Geschäftsbereichs Information & Communication Services (ICS) der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe.

(15) Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans

Bezüglich der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird von § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht.

(16) Aufsichtsrat

Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat. Die Mitglieder im Geschäftsjahr 2020 waren:

Herr Markus Holzke (Vorsitzender),

Alleiniger Geschäftsführer der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH

Herr Peter Antic,

 

1 CFO/ Kaufmännischer Leiter der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH (bis 28.08.2020)

Herr Andreas Frey,

Leiter Recht, Compliance, Versicherungen, Real Estate & Datenschutz der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH ab 28.08.2020

Herr Lars Nahme,

 

2 Mitglied des Betriebsrates der SPIE Fleischhauer GmbH

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit keine Vergütung.

(17) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen belaufen sich aus längerfristigen Büroraummietverträgen auf TEUR 1.530 und aus Pkw-Leasingverträgen auf TEUR 1.887.

(18) Gesamthonorare des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug nach Tätigkeiten aufgeschlüsselt:

TEUR
Gesamthonorar Abschlussprüfer
Abschlussprüfungsleistungen 68
68

(19) Weitere Angaben

Alleinige Gesellschafterin ist die SPIE Information & Communication Services GmbH, Ratingen.

(20) Konzernzugehörigkeit

Die SPIE Fleischhauer GmbH wird in den Konzernabschluss der SPIE SA, Cergy/Frankreich, einbezogen. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger unter der Firma der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen, veröffentlicht.

(21) Nachtragsberichterstattung

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.

 

Hannover, den 12. April 2021

SPIE Fleischhauer GmbH

gez. Michael Hartung, Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 828.265,81 106.819,92 0,00 1.923,55 933.162,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.997.000,44 7.442,45 10.679,35 0,00 5.015.122,24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.528.064,44 302.422,51 0,00 91.816,56 7.738.670,39
3. Anlagen im Bau 10.679,35 4.369,00 -10.679,35 0,00 4.369,00
12.535.744,23 314.233,96 0,00 91.816,56 12.758.161,63
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 49.600,00 0,00 0,00 0,00 49.600,00
13.413.610,04 421.053,88 0,00 93.740,11 13.740.923,81
Abschreibungen
Stand 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 805.546,12 27.722,77 1.919,55 831.349,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.847.654,36 154.937,80 0,00 4.002.592,16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.904.136,56 499.293,36 90.920,13 6.312.509,79
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.751.790,92 654.231,16 90.920,13 10.315.101,95
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
10.557.337,04 681.953,93 92.839,68 11.146.451,29
Restbuchwerte
Stand 31.12.2020
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 101.812,84 22.719,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.012.530,08 1.149.346,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.426.160,60 1.623.927,88
3. Anlagen im Bau 4.369,00 10.679,35
2.443.059,68 2.783.953,31
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 49.600,00 49.600,00
2.594.472,52 2.856.273,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SPIE Fleischhauer GmbH, Hannover

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPIE Fleischhauer GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE Fleischhauer GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den Bericht des Aufsichtsrats,

die in Abschnitt III. 5. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote),

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 12. April 2021

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

André Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer

Thomas Neu, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der SPIE Fleischhauer GmbH gemäß 171 Abs. 2 Sao 1 AktG i.V.m. 1 Abs. I Nr. 3 DrittelbG

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2020 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Die Geschäftsführung unterrichtete ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung der Gesellschaft, die vorgesehene Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, das Risikomanagement sowie über bedeutende Einzelvorgänge. Der Aufsichtsrat hat diese Berichte in zwei Sitzungen ausführlich erörtert und mit der Geschäftsführung beraten sowie die erforderlichen Entscheidungen getroffen. Zu Maßnahmen gemäß S 111 Abs. 2 Satz 1 AktG (zum Beispiel Einsicht in Bücher und Schriften der Gesellschaft) bestand keine Veranlassung.

In den Aufsichtsratssitzungen wurden die Auftrags- und Ergebnisentwicklung sowie die Finanzlage in den einzelnen Unternehmensbereichen und Niederlassungen der Gesellschaft ausführlich behandelt. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat von der Geschäftsführung im Einzelnen erläutert. Der Aufsichtsrat hat sich insbesondere mit den Folgen der Corona-Pandemie auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft und deren Auswirkung auf einzelne Kundenprojekte befasst. In diesem Zusammenhang kamen insbesondere das eingerichtete Corona-Krisenmanagement sowie die eingeleiteten Gegenmaßnahmen zur Bewältigung der pandemiebedingten Folgen zur Sprache.

Gegenstand der Erörterungen im Aufsichtsrat waren auch aktuelle Vertriebsprojekte, die Chancenauswertung bei der Angebotslegung sowie die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit.

Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat mit der Unternehmensstrategie befasst.

Besonderes Augenmerk richtete der Aufsichtsrat im Personalbereich auf die Beschäftigungssituation, insbesondere die Einstellung als auch eigene Ausbildung von qualifizierten Mitarbeitern, um dem allgemein auf dem Markt erkennbaren Personalmangel an technischen Mitarbeitern wirksam entgegenzutreten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit der Geschäftsführung und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren.

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss (Bilanz zum 31. Dezember 2020 und Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020) sowie der Lagebericht der SPIE Fleischhauer GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Gesellschafterversammlung gewählten und durch die Geschäftsführung beauftragten Abschlussprüfer, der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Bericht des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 22. April 2021 ausgehändigt worden, Diese Vorlagen sind in der Bilanzsitzung von der Geschäftsführung mündlich erläutert worden. Der Wirtschaftsprüfer, der den Prüfungsbericht mit unterzeichnet hat, hat an der Beratung des Aufsichtsrats über die Vorlagen teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts durch den Abschlussprüfer zugestimmt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss und den Lagebericht und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresabschluss der Gesellschaft festzustellen.

Herr Perica Antic ist im Geschäftsjahr 2020 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. An seine Stelle hat die Gesellschafterversammlung mit Wirkung zum 28. August 2020 Herrn Andreas Frey zum Mitglied des Aufsichtsrates bestellt. In seiner Sitzung vom 23. November 2020 hat der Aufsichtsrat sodann Herrn Frey zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seine besondere Anerkennung für ihr hohes Engagement und die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 erfolgreich geleistete Arbeit aus.

 

Ratingen, den 22. April 2021

Der Aufsichtsrat

Markus Holzke, Vorsitzender

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