Teleste Systems GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Fromme seit 2.2.2022 | Prokura |
Hans-Günther Martin seit 2.2.2022 | Prokura |
Erik Holtmann seit 2.2.2022 | Prokura |
Markus Holzke seit 2.2.2022 | Prokura |
Wolfgang Gallin seit 2.2.2022 | Prokura |
Holger Kramer seit 2.2.2022 | Prokura |
Daniel Gallin seit 2.2.2022 | Prokura |
Michael Hartung seit 2.2.2022 | Geschäftsführer |
Matthias Menzel seit 2.2.2022 | Prokura |
Michael Brase seit 2.2.2022 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SPIE Fleischhauer GmbHHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020I. Darstellung des Geschäftsverlaufes1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche1.1 Ökonomische Rahmenbedingungen und weltwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft fiel im Zuge der Corona-Pandemie im Frühjahr in eine beispiellose Rezession. So bewegten sich die weltweite Industrieproduktion als auch der Weltwarenhandel im Schatten der Pandemie. Nach einem historischen Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal befindet sich die Konjunktur auf Erholungspfad. 2 Insgesamt drückte die durch teils rigorose Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens verursachte Verunsicherung von Haushalten und Unternehmen jedoch auf die Konsum- und Investitionsneigung. 3 Auch die europäische Wirtschaftsleistung ging im Zuge der Corona-Pandemie und der Eindämmungsmaßnahmen massiv zurück. Eine nachlassende Investitionstätigkeit sowie die erhebliche Zurückhaltung im privaten Konsum schlugen negativ zu Buche. Bedingt durch die gesunkenen Ein- und Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen fiel der Außenhandelsbeitrag insgesamt negativ aus. Die übergreifende Lockerung der Lockdown-Maßnahmen in den einzelnen Mitgliedsstaaten führte im dritten Quartal für den Euroraum jedoch zu einer kräftigen Erholung der Wirtschaftsleistung. 4 Das vierte Quartal wiederum ist durch erneut deutlich ansteigenden Infektionszahlen und Lockdown-Maßnahmen in nahezu allen Ländern Europas geprägt. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und einzelnen Branchen lassen sich noch nicht abschließend beurteilen. Auch die deutsche Volkswirtschaft durchlebte im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie eine schwere Rezession: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Jahr 2020 insgesamt erstmalig um -5,0 % zurück, nachdem es zehn Jahre lang zuvor Jahr für Jahr zunahm. 5 Der konjunkturelle Verlauf zeigt ein zweigeteiltes Bild: Der Dienstleistungssektor ist von den Einschränkungen der Pandemie stärker betroffen, während sich die Industrie weiter robust entwickelt. So ist ein Anstieg der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe und der Industrieproduktion zu vermerken. Ebenso legte der Warenhandel wieder zu. Auch der Arbeitsmarkt erweist sich als recht widerstandsfähig, insbesondere aufgrund staatlicher Unterstützungsmaßnahmen (z.B. Kurzarbeit). 6
2 Vgl. BMWI (2020a), Schlaglichter der
Wirtschaftspolitik Dezember 2020, S. 66.
1.2 Entwicklung der BrancheDie SPIE Fleischhauer GmbH verfügt über ein breit gefächertes Angebotsspektrum im Bereich der Gebäudetechnik mit ausgeprägten Schwerpunkten in der Informations-, Sicherheits-, und Medientechnik. Um die Entwicklungen in den einzelnen Marktsegmenten darzustellen, sind spezifische Erhebungen heranzuziehen. Die weltweite Corona-Pandemie hat die Wirtschaft im Jahr 2020 auf den Kopf gestellt. Die Umsatzentwicklung deutscher Unternehmen hat sich von den Prognosen des Vorjahres entkoppelt. So haben manche Branchen die Krise deutlich und mitunter existenziell bedrohend zu spüren bekommen, während andere Branchen Stabilität zeigen oder gar gestärkt aus der Krise hervorzugehen scheinen. Das Marktvolumen für Informations- und Telekommunikationstechnik in Deutschland betrug im Jahr 2020 Mrd. EUR 169,8 und ist Corona-bedingt um 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 7 Die Corona-Krise zeigte die starke Abhängigkeit der Gesellschaft von digitalen Infrastrukturen und wird zugleich Treiber für den Digitalisierungsprozess in den Arbeitsprozessen. Der Digitalisierungsindex zeigt, dass 55 % der Unternehmen Homeoffice und mobiles Arbeiten neueinführten oder ihr Angebot ausweiteten. 8 34 % der befragten Unternehmen haben wichtige Prozesse in 2020 weiter digitalisiert und die Digitalisierung somit weiter voran getrieben. 5 Laut dem Bundesverband für Sicherheitstechnik stieg der Umsatz der Anbieter elektronischer Sicherungstechnik im Vor-Corona-Jahr 2019 in Deutschland um 4,6 % auf knapp Mrd. EUR 4,6. Im Allgemeinen ist die Stimmung in der Branche gut, allerdings wurde auch sie in 2020 von der Corona-Krise beeinflusst. Doch auch die Unternehmen welche Umsatzrückgänge verzeichneten, gehen nahezu alle davon aus, diese künftig wieder aufholen zu können. Keine Entspannung gab es beim Fachkräftemangel in der Branche, da die Nachfrage nach geschultem Personal in der Corona-Krise nicht sank, sondern durch neue Tätigkeitsfelder wie Zutrittssteuerungssysteme wuchs. 9
7 Vgl. Bitkom (2020a): IKT-Marktzahlen,
https://www.bitkom.org/sites/default/files/2021-01/bitkom_itk_marktzahlen_januar_2021.pdf
2. Darstellung der Gesellschaft2.1 Aufstellung SPIE Fleischauer GmbHDie SPIE Fleischhauer GmbH mit Sitz in Hannover ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Unternehmensgruppe die größte operative Gesellschaft innerhalb des Geschäftsbereichs Information & Communication Services (ICS), in dem die Kompetenzen in den Leistungsfeldern der Informations- und Kommunikationstechnik gebündelt werden. Neben der SPIE Information & Communication Services GmbH, Ratingen, werden auch die SPIE Fleischhauer GmbH, die SPIE COMNET GmbH, Düsseldorf, sowie die SPIE TELBA Group GmbH, Düsseldorf, und ihre zwei Tochtergesellschaften im Geschäftsbereich ICS geführt. Die SPIE Fleischhauer GmbH ist deutschlandweit gegenwärtig mit 15 Niederlassungen vertreten. 2.2 Entwicklung der Gesellschafta. MarktpositionierungDas Geschäftsmodell der SPIE Fleischhauer GmbH ist die Erbringung von Dienstleistungen entlang des Lebenszyklus informations-, sicherheits- und medientechnischer Anlagen. Von der Beratung über die Planung, die Projektrealisierung bis hin zu umfassenden Service- und Wartungsdienstleistungen geschieht dies auf der Basis von Projekt-, Rahmenabruf-, Service- und Wartungsaufträgen. Regionale Nähe und Bindung zu den Kunden sind dabei wichtige Elemente. Mit insgesamt 15 Niederlassungen und jeweiligen Betreuungsradien von 50-100 km bietet die Gesellschaft ihre Dienstleistungen nahezu flächendeckend in der Bundesrepublik an. Sie kann damit auch überregional tätige Kunden mit qualitativ und prozessual identischen Vor-Ort-Services optimal bedienen. So verfügt die Gesellschaft über eine sehr breite, branchenübergreifende Kundenbasis mit vielen langjährigen Kundenbeziehungen. Zudem wird in den oben genannten Technologien in Zeiten kontinuierlich stattfindender Prozessoptimierungen, steigender Sicherheitsbedürfnisse und wachsenden Energie- und Umweltbewusstseins nahezu konjunkturunabhängig investiert. b. Vernetzung innerhalb des SPIE-KonzernsDie SPIE Fleischhauer GmbH ist umfangreich in die Prozesse der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Unternehmensgruppe integriert und profitiert davon z.B. im Rahmen zentraler interner Dienstleistungen nicht unerheblich. Auch operativ ergeben sich vielfältige Geschäftsmöglichkeiten aus der Zusammenarbeit mit den Einheiten der anderen Geschäftsbereiche. Dem ONE-SPIE-Ansatz - Multitechnikdienstleistungen aus einer Hand - folgend, konnten bereits zahlreiche Projekt-, Service- und Wartungsaufträge durch gemeinsames Auftreten bei SPIE-Bestandskunden durch die Gesellschaft akquiriert werden. In Kooperation mit SPIE-Gesellschaften in Frankreich und den Niederlanden werden zudem Aufträge für international agierende Kunden erfolgreich durchgeführt. 3. Entwicklung von Leistung und AuftragseingangDie Leistung einschließlich der Bestandserhöhung im Geschäftsjahr 2020 betrug Mio. EUR 87,5 (Vorjahr: Mio. EUR 98,0). Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr 2020 Mio. EUR 87,4 (Vorjahr: Mio. EUR 95,3). 4. PersonalentwicklungDie Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter der SPIE Fleischhauer GmbH belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2020 auf 788 (31. Dezember 2019: 783 Mitarbeiter). 5. Struktur der GesellschaftDie Gesellschaft betreibt folgende Niederlassungen: Niederlassung Aachen, Zedernweg 7, 52076 Aachen Niederlassung Berlin, Siemensdamm 62, 13627 Berlin Niederlassung Bremen, Hinterm Sielhof 4-5, 28277 Bremen Niederlassung Dessau, Kreuzbergstraße 31, 06849 Dessau-Roßlau Niederlassung Dresden, Schnorrstraße 70, 01069 Dresden Niederlassung Essen, Im Teelbruch 100, 45219 Essen Niederlassung Frankfurt a.M., Kurhessenstraße 11, 64546 Mörfelden-Walldorf Niederlassung Hannover, Oldenburger Allee 36, 30659 Hannover Niederlassung Hannover/Medientechnik, Oldenburger Allee 8, 30659 Hannover Niederlassung Karlsruhe, Ruschgraben 135, 76139 Karlsruhe Niederlassung Kassel, An den Lindenbäumen 19-25, 34277 Fuldabrück-Bergshausen Niederlassung Leipzig, Mommsenstraße 1, 04329 Leipzig Niederlassung Magdeburg, Wasserkunststraße 100, 39124 Magdeburg Niederlassung Stuttgart, Zettachring 2a, 70567 Stuttgart Niederlassung Wolfsburg, Benzstraße 12, 38446 Wolfsburg II. Wirtschaftsbericht1. Finanzielle LeistungsindikatorenDie Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Auftragseingang, Leistung, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Working Capital und Liquiditätsentwicklung. Bei folgenden Kennzahlen ergeben sich Änderungen zum Vorjahr: Im Bereich des Working Capital wurden folgende Änderungen in der Berechnungsgrundlage vorgenommen: Hinzunahme der kurzfristigen Rückstellungen sowie Herausnahme des aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungspostens. Im Folgenden werden diese wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren näher ausgeführt sowie weitere inhaltliche Erläuterungen zur Bilanz gegeben. 1.1 AuftragseingangDer Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr insgesamt Mio. EUR 87,4 (Vorjahreswert: Mio. EUR 95,3) und liegt damit unter dem Planwert für 2020 aufgrund einer pandemiebedingt geringeren Nachfrage nach Medientechnik, nach Dienstleistungen im Messebereich sowie geringerer Rahmenvertragsabrufe in der fertigenden Industrie. 1.2 LeistungDie Leistung im Geschäftsjahr 2020 liegt mit Mio. EUR 87,5 (Vorjahreswert: Mio. EUR 98,0) unterhalb des Planwertes für 2020 was ebenfalls aus den zuvor genannten Gründen resultiert. 1.3 EBITDas Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt Mio. EUR 5,3 (Vorjahreswert: Mio. EUR 7,1) und liegt damit unter dem Planwert für 2020, aufgrund der geringeren Leistung. 1.4 Working CapitalDas Working Capital, ermittelt als Saldo von Umlaufvermögen (ohne liquide Mittel), kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, ist mit Mio. EUR 5,8 im Vergleich zu Mio. 5,0 im Vorjahr leicht gestiegen. Bereinigt um die Verbindlichkeit aus Gewinnabführung (Mio. EUR 5,0) und die Cash-Pool-Forderung (Mio. EUR 15,4) hat sich das Working Capital auf Mio. EUR -4,6 verändert (Vorjahr: Mio. EUR -6,6). Für das Berichtsjahr war eine moderate Verringerung des Working Capital angestrebt. Die eingetretene Erhöhung des Working Capital geht im Wesentlichen auf den Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten (Mio. EUR -2,4) und kurzfristigen Rückstellungen (Mio. EUR -1,8) bei gleichzeitig verringerten kurzfristigen Forderungen (Mio. EUR -3,7) zurück. 1.5 VermögenslageIm Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme von Mio. EUR 33,3 um Mio. EUR 3,6 auf Mio. EUR 29,7 gesunken. Diese Entwicklung geht insbesondere auf eine Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurück, die von Mio. EUR 5,3 im Vorjahr auf Mio. EUR 2,9 im Berichtsjahr reduziert werden konnten. Auf der Passivseite verringerten sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von Mio. EUR 8,7 im Vorjahr auf Mio. EUR 6,4 im Berichtsjahr sowie die sonstigen Rückstellungen von Mio. EUR 8,3 im Vorjahr auf Mio. EUR 6,5 im Berichtsjahr. Das Anlagevermögen ist wie im Vorjahr zu über 100 % durch Eigenkapital gedeckt und finanziert. Aufgrund der Verringerung der Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 18,6 % im Vorjahr auf 23,6 % im Berichtsjahr erhöht. 1.6 FinanzlageDie Stichtagsliquidität aus Bankguthaben, Kassenbeständen und Cash-Pool-Positionen der SPIE Fleischhauer GmbH beträgt Mio. EUR 15,7 und liegt damit um Mio. EUR 3,0 unter dem Stand zum 31. Dezember 2019 (Mio. EUR 18,7). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die den Jahresüberschuss des Berichtsjahres um Mio. EUR 1,9 übersteigende Abführung des Vorjahresüberschusses sowie auf die Erhöhung des bereinigten Working Capital zurückzuführen. Die angestrebte moderate Erhöhung der Stichtagsliquidität wurde damit verfehlt. Im Rahmen des Factorings wurden zum Bilanzstichtag Forderungen mit Nennwert in Höhe von Mio. EUR 1,7 verkauft. 2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren2.1 BetriebszugehörigkeitDie durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter ist mit 10,8 Jahren auf Vorjahresniveau (10,9 Jahre). Die Fluktuation (Verhältnis der Austritte zum Personalanfangsbestand des Jahres) ist minimal von 9,6 % im Vorjahr auf 9,5 % in 2020 gesunken. 2.2 WeiterbildungDie SPIE Fleischhauer GmbH hat in 2020 über die SPIE Akademie am regelmäßigen Weiterbildungsprogramm mit fachlichen und überfachlichen Seminaren teilgenommen, welches auf spezifische Bedarfe der Mitarbeiter ausgerichtet war. Nach Fach- und Führungstrainings lagen weitere Trainingsschwerpunkte auf Methoden- und Sozialkompetenz. Die Schulungs- und Trainingsmaßnahmen sind für verschiedene Karrierestufen von Ausbildungs-Workshops bis zu modularen Führungskräfteprogrammen konzeptioniert und dienen der Verbesserung der persönlichen und arbeitsplatzbezogenen Kompetenzen. Sie orientieren sich an Funktionen, Tätigkeiten und Verantwortungsbereichen. Ziel ist es, Nachbesetzungen wie z.B. Experten- oder Führungspositionen weitestgehend aus den eigenen Reihen vorzunehmen. Im Jahr 2020 haben wir uns aufgrund der Corona-Pandemie darauf konzentriert, nur die absolut notwendigen geschäftskritischen Weiterbildungsmaßnahmen durchzuführen. Im Geschäftsjahr 2020 fanden in der SPIE Fleischhauer GmbH dementsprechend 763 Trainingstage statt. Im Geschäftsjahr 2019 waren es 1.622 Trainingstage. 2.3 AusbildungZum Stichtag 31. Dezember 2020 beschäftigt die Gesellschaft 101 Auszubildende (zum Vorjahresstichtag: 91 Auszubildende) und erreicht damit einen Auszubildendenanteil von 12,8 % an der Gesamtbelegschaft (Vorjahresstichtag: 11,6 %). 2.4 ArbeitssicherheitAls Messgröße für die Arbeitssicherheit wird die Ereignishäufigkeitsrate (TRCFR = Total Recordable Cases Frequency Rate) herangezogen. Die Kennzahl errechnet sich aus der Summe der Ereignisse "Medical Treatments" und "Lost Time Incidents" bezogen auf eine Millionen Arbeitsstunden aller Mitarbeitenden - d.h. aller Mitarbeitenden der SPIE Fleischhauer GmbH und aller Mitarbeitenden, die im Zuge von Arbeitnehmerüberlassungen für die SPIE Fleischhauer GmbH tätig sind. Der sich in den letzten Jahren kontinuierlich rückläufige TRCFR Wert konnte dieses Jahr nicht bestätigt werden und befindet sich bei 18,26 (Vorjahr: 8,53). Die Herausforderung in 2020 war es, die Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus in die bestehenden Arbeitsschutzmaßnahmen und Prozesse zu integrieren. Konzeptionell wurden technische Neuerungen zum Teil selbst entwickelt oder über Marktrecherchen geeignete technische oder persönliche Schutzmaßnahmen identifiziert. Über Feldversuche wurden diese in den operativen Bereichen eingeführt. Ein wichtiges Instrument waren die Hilfestellungen, welche über eine arbeitstäglich 12-stündig erreichbare Beratungshotline sowie eine Vielzahl von remote Schulungen und Regelbesprechungen erfolgten. Wie in den Vorjahren wurde zur Kulturverbesserung die konsequente Führung des Themas auf allen Führungsebenen weiterentwickelt. Die entwickelten und durchgeführten Maßnahmen orientieren sich an den Grundzügen der sog. Bradley Kurve und lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Technische Maßnahmen Managementsysteme und Führung Bewusstseinsstärkung Um die HSEQ Themen innerhalb des Unternehmens zu etablieren, lag der Fokus auf dem Trainieren der Führungskräfte, um diese zu befähigen, alle HSE-relevanten Maßnahmen zu entwickeln und in dem jeweiligen Verantwortungsbereich zu implementieren und zu führen. Mit einer Zweitagesveranstaltung wird das Know-How innerhalb der Organisation etabliert. Es wurden 3 Veranstaltungen bis Februar 2020 in Präsenz durchgeführt. Neben dieser Veranstaltungsreihe wurden in 2020 mehrere Webschulungen für Führungskräfte der mittleren und unteren Führungsebene zur Pandemieprävention durchgeführt. Mit Beginn der Corona-Pandemie ist die HSEQ Abteilung dem dynamischen Veränderungsprozess der Pandemie mit schneller Erarbeitung und Prozessanpassung begegnet. Durch ein gezieltes Kommunikationskonzept konnten der Lage angepasste Präventivmaßnahmen und Handlungsinformationen individuell und bedarfsgerecht für verschiedene Tätigkeitsfelder und Anforderungen im Unternehmen etabliert werden. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht1. Erwartetes wirtschaftliches Umfeld1.1 Erwartete weltwirtschaftliche EntwicklungDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der SPIE sollten sich 2021 wieder zum Positiven wenden. Für das weltweite BIP wird ein Wachstum von rund 4,2 % prognostiziert. Für den Euro-Raum wird eine Erholung um 3,6 % erwartet. Der weitere Pandemieverlauf bleibt aber ein Risiko. 10 Die Regierungen aller Länder im Verantwortungsbereich von SPIE Deutschland & Zentraleuropa unternehmen auch weiterhin umfangreiche Anstrengungen, um den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Gleichwohl ist die Corona-Pandemie noch nicht überwunden, wie insbesondere die verstärkten Einschränkungen zum Jahresende 2020 und zu Beginns des Jahres 2021 zeigen. Insofern ist die Prognose der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung von Volatilität und Unsicherheit geprägt. In Deutschland rechnet man mit einem Wachstum von 2,8 % und in Österreich mit 1,4 %. 11
10 Vgl. OECD (2020), OECD Economic Outlook,
Volume 2020 Issue 2, o.S.
1.2 Erwartete Entwicklung der BrancheIn dem für die SPIE Fleischhauer GmbH relevanten Markt für Gebäudetechnik mit ausgeprägten Schwerpunkten in der Informations-, Sicherheits- und Medientechnik bieten sich vielfältige Chancen zum organischen und anorganischen Wachstum. Generell ist die ITK-Branche gut durch die Corona-Krise gekommen, auch wenn Umsatzrückgänge zu betrachten waren. Für das Jahr 2021 wird für den ITK-Gesamtmarkt trotz des Corona-Schocks wieder ein Wachstum von 2,7 % auf Mrd. EUR 174,4 erwartet. Für weiteres Wachstum fordert Bitkom in 2021 eine neue digitalpolitische Agenda mit den Schwerpunkten digitale Teilhabe, digitale Souveränität, digitale Nachhaltigkeit und digitale Resilienz. Die Digitalisierung ist in diesem Zusammenhang der entscheidende Wachstumstreiber. 12 Der branchenübergreifende Megatrend zur Digitalisierung und damit einhergehenden Anforderungen zur Vernetzung im Internet der Dinge, die Bereitstellung smarter Lösungen und die notwendige Bereitstellung von hohen Datenübertragungsraten führen zu einer starken Belebung in der ITK-Branche. In der Sicherheitstechnik wird die Branchenentwicklung positiv bewertet. Auch wenn im 2. Halbjahr 2020 die Situation aufgrund der Corona-Pandemie angespannt war, zeigte sich dort bereits im Vergleich zum Frühjahr eine deutliche Verbesserung. Die Geschäftslage hat sich etwas erholt und die wirtschaftliche Situation wird im Herbst 2020 wieder als gut eingeschätzt. Für 2021 ist die Prognose zwar optimistisch, allerdings deutlich zurückhaltender als in den Jahren zuvor. 13 Zusammenfassend stellen sich die von der SPIE Fleischhauer GmbH adressierten Märkte als attraktiv dar und weisen für die Zukunft ein großes Potenzial auf. Zwar wurden aufgrund von Corona Umsatzrückgänge verzeichnet, diese sollten allerdings nur temporär gesehen werden und die Zukunftsperspektiven nicht mindern.
12 Vgl. Bitkom (2020b):
https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Bitkom-Branche-wieder-auf-Wachstumskurs
2. Finanzielle Leistungsindikatoren2.1 AuftragseingangFür das Geschäftsjahr 2021 wird eine moderate Steigerung des Auftragseingangs gegenüber dem Berichtsjahr erwartet, welcher vor allem durch Geschäftsentwicklungsziele im Bereich der Sicherheitstechnik und im Bereich Informationstechnik erreicht werden soll. 2.2 LeistungAusgehend von der zuvor dargestellten Erwartung für den Auftragseingang wird auch in der Leistung eine moderate Steigerung angestrebt. 2.3 EBITAuf der Grundlage einer erwarteten Leistungssteigerung wird für das Geschäftsjahr 2021 ebenfalls eine moderate Steigerung im EBIT angestrebt. 2.4 Working CapitalDurch konsequentes Faktura- und Forderungsmanagement wird im Geschäftsjahr 2021 eine Verminderung des Working Capital angestrebt. 2.5 Liquiditäts-EntwicklungDie Planung der Cash-Entwicklung basiert auf der ausgeführten positiven Ertragsentwicklung und einer weiteren Optimierung des Working Capital. Insgesamt wird eine Erhöhung der Liquidität (einschl. Cash-Pooling-Forderungen) für 2021 erwartet. 3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren3.1 BetriebszugehörigkeitDie SPIE Fleischhauer GmbH verfolgt auch in den aktuell durch die Corona-Pandemie geprägten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Ziel, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und diese auch langfristig an das Unternehmen zu binden. Durch Mitarbeiterneueinstellungen kann die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in 2021 leicht sinken. Dies insbesondere auch deshalb, da in den nächsten fünf Jahren eine Reihe an Mitarbeitern in den Ruhestand wechseln. 3.2 WeiterbildungAufgrund der vermehrten Durchführung von Online-Trainings werden für das Jahr 2021 leicht erhöhte Weiterbildungskennzahlen erwartet. 3.3 AusbildungAuch im Jahr 2021 soll die Ausbildungsquote wie auch in den Vorjahren weiter steigen. 3.4 ArbeitssicherheitFortlaufendes Ziel ist eine stetige Reduzierung der Ereignishäufigkeitsrate und damit der absoluten Anzahl der Ereignisse (MT und LTI). Um dieses Ziel zu erreichen, werden die bereits eingeführten Maßnahmen weitergeführt, sowie weitere Maßnahmen und Arbeitsmittel implementiert, die das Bewusstsein erhöhen und damit eine Arbeitssicherheitskultur fördern. Durch Schulungen, wie z.B. dem zentralen HSEQ-Führungskräfteseminar, regelmäßigen Begehungen der Arbeitsbereiche und Auditierungen der Managementsysteme sollen die Unfälle im Geschäftsbereich weiter reduziert werden. 4. Effiziente Organisation des RisikomanagementsDie Risikopolitik der SPIE Fleischhauer GmbH ist eingebettet in die SPIE Deutschland & Zentraleuropa Gruppe und ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern und den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Für das Risikomanagement ist innerhalb der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH die Abteilung Risikomanagement mit folgenden wesentlichen Aufgaben verantwortlich: Risikotransparenz (Erkennen - Dokumentieren - Steuern), Standardisierung und Beschreibung von Prozessen, Kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) und Qualitätssicherung von Kundenaufträgen inkl. Projektaudits. Wesentlich für die Erreichung dieses Ziels ist die Steuerung der identifizierten Auftrags- und Absatzrisiken durch unternehmensinterne Standards und Freigabeprozesse. Die vereinheitlichten Freigabeprozesse und -grenzen werden in Abstimmung mit der Konzernführung kontinuierlich überprüft und nach Bedarf angepasst. Diese Anpassungen werden von der Abteilung "Risikomanagement" durch Schulungen in allen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften begleitet. Kunden- und Marktrisiken begegnen wir durch eine differenzierte Produkt- und Kundenstruktur sowie durch sorgfältige Kundenauswahl, kontinuierliche Überprüfungen der Bonität unserer Kunden und Lieferanten sowie durch effektives Debitoren- und Kreditorenmanagement. Die hohe Wettbewerbsintensität führt zu einem anhaltend hohen Margendruck, dem z.B. durch Realisierung von Synergieeffekten innerhalb des SPIE-Konzerns sowie eine konsequente Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette als Multitechnik-Anbieter begegnet wird. Die Gesellschaft ist konzeptionell in das Risikomanagementsystem des SPIE-Konzerns eingebunden. Risiken, die aus der aktuellen Pandemielage (COVID-19) entstehen, werden im Rahmen des Business Continuity Managements der SPIE Deutschland & Zentraleuropa (SPIE) berücksichtigt. Seit Beginn der Corona-Pandemie werden die sich aus der Pandemie für die Unternehmensgruppe ergebenden Risiken fortlaufend analysiert, bewertet und angepasst, sofern dies aufgrund der sich verändernden Situation notwendig ist. Dabei werden insbesondere das Infektionsgeschehen und die geltenden behördlichen Auflagen vor dem Hintergrund der jeweiligen Geschäftsaktivitäten berücksichtigt und geeignete Maßnahmen für die Unternehmensgruppe abgeleitet. Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden alle geschäftskritischen Prozesse betrachtet, konsequent Präventivmaßnahmen implementiert und ein regelmäßig tagender Corona-Krisenstab eingeführt. Im Fokus unserer Maßnahmen stehen dabei der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeitenden und Kunden sowie die Sicherstellung von Unternehmensorganisation und Auftragsdurchführung. Der dynamischen Veränderung der Pandemielage begegnet SPIE zudem mit einem umfassenden Kommunikationskonzept. 5. Erklärung zur UnternehmensführungIn der außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 15. Dezember 2016 wurde der Beschluss gefasst, die Zielgrößen zum 14. Dezember 2021 für den Mindestfrauenanteil im Aufsichtsrat und für die Geschäftsführung auf 0 % festzulegen. Zum Stichtag 31. Dezember 2020 betrug der Frauenanteil in beiden Organen jeweils 0 %. Am 27. September 2016 hat die Geschäftsführung der SPIE Fleischhauer GmbH für den Mindestfrauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 0 % sowie für den Mindestfrauenanteil in der zweiten Führungsebene einen Zielwert von 25 % festgelegt. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 hat die Gesellschaft folgende Werte erreicht: in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 0 %, in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung 17 %. 6. Chancen und Risiken zur künftigen EntwicklungAus der zuvor dargestellten, für das Jahr 2021 erwarteten Branchenentwicklung ergeben sich für die SPIE Fleischhauer GmbH Chancen aus dem angestammten Markt- und Kundenumfeld sowie auch bei Neukunden. Darüber hinaus werden sich durch die vertriebliche Verzahnung mit den Einheiten der SPIE Deutschland & Zentraleuropa Unternehmensgruppe, den Schwestergesellschaften im Geschäftsbereich ICS sowie den anderen Landesgesellschaften des SPIE-Konzerns vielfältige Möglichkeiten zu organischem Wachstum ergeben. SPIE wirkt der Corona-Pandemie auch weiterhin durch ein umfassendes Maßnahmenpaket entgegen. Im Vordergrund steht hier der höchstmögliche Schutz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Kunden im Arbeitsalltag, um Arbeits- und Leistungsfähigkeit gegenüber unseren Kunden und Geschäftspartnern sicherzustellen. Im Hinblick auf ein zielgerichtetes Vorgehen wurden nationale und internationale Krisenstäbe in der SPIE DZE Gruppe eingerichtet, die auch weiterhin intensiv arbeiten. Dies sichert eine schnelle firmeninterne Abstimmung sowie zügige Entscheidungswege, um auf veränderte Rahmenbedingungen unmittelbar zu reagieren. Das für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtende Maßnahmenpaket umfasst z.B. den Umgang mit Verdachts- und Erkrankungsfällen im geschäftlichen und persönlichen Umfeld sowie den dann einzuhaltenden Meldeweg. Dienstreisen wurden auf das notwendige Maß reduziert, eine Vielzahl von größeren Tagungen abgesagt bzw. auf Video-, WebEx- bzw. Telefonkonferenzen umgestellt. Geschäftsreisen in Corona-Krisengebiete sind untersagt. Zur Sicherstellung von kritischen Prozessen im Unternehmen erfolgte eine räumliche Trennung der betreffenden Abteilungen. Wo möglich wurde außerdem das mobile Arbeiten erweitert. Bezogen auf das operative Geschäft werden Business Continuity Pläne erstellt bzw. aktualisiert. Im Hinblick auf die negativen Einflüsse hat die Sicherung der Liquidität oberste Priorität. Die im Vorjahr initiierten Programme zur Liquiditätssicherung waren erfolgreich, die Sicherung der Liquidität steht weiterhin im Fokus. Ein Risiko für die nachhaltige Entwicklung ergibt sich durch den Fachkräftemangel und die daraus entstehenden Schwierigkeiten, die anstehenden Renteneintritte sowie die natürlichen Fluktuationen durch Neueinstellungen hinreichend zu kompensieren.
Hannover, den 12. April 2021 gez. Michael Hartung, Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr 2020Allgemeine AngabenSitz der SPIE Fleischhauer GmbH ist Hannover, das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Hannover. Die Handelsregisternummer lautet HRB 212724. Der Jahresabschluss der SPIE Fleischhauer GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt. Aufgrund des Spaltungsplans vom 20. November 2020 (UR.-Nr. 2311/2020 B des Notars Dr. Jens Bormann, Ratingen) wurden die bislang von der SPIE GmbH, Ratingen, gehaltenen Geschäftsanteile an der Gesellschaft auf die neu gegründete SPIE Information & Communication Services GmbH, Ratingen, (im Folgenden auch SPIE ICS GmbH genannt) übertragen. Des Weiteren wurden der mit der SPIE GmbH bestehende Beherrschungs- sowie ein Gewinnabführungsvertrag auf die SPIE ICS GmbH übertragen. In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzugebende "Davon"-Vermerke sind teilweise in den Anhang übernommen worden. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Ansatz planmäßiger Abschreibungen über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und beträgt für Mietereinbauten ein bis 15 Jahre und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ein bis 18 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den durchschnittlichen Beschaffungspreisen. Es werden Gängigkeitsabwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen Material-, Konstruktions- und Montagekosten und einen Gemeinkostenzuschlag. Finanzierungskosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet, Pauschalwertberichtigungen werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 0,5 % für das allgemeine Kreditrisiko und mit 1 % für Unverzinslichkeit auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand gebildet. Liquide Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurden als Rechnungszins 2,31 % p.a. (Vorjahr 2,71 % p.a.) gemäß RückAbzinsV, für künftige Gehaltssteigerungen 2,75 % p.a. (Vorjahr 2,75 %), ein Rententrend von 1,75 % p.a. (Vorjahr 1,75 %), sowie unverändert zum Vorjahr für die Fluktuation -5,0 % p.a. sowie die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Dem Zins wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz (1,60 %; Vorjahr 1,97 %) beträgt für Pensionsverpflichtungen TEUR 186. Die für diesen Unterschiedsbetrag in § 253 Abs. 6 HGB kodifizierte Ausschüttungssperre ist nach Auffassung des Bundesministeriums für Finanzen auf Gewinnabführungen im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags nicht einschlägig, so dass die SPIE Fleischhauer GmbH den gesamten im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 ausgewiesenen Gewinn an die Muttergesellschaft SPIE ICS GmbH abführt. Ergebniseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Zinsergebnis gezeigt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, wobei Effekte aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes im Finanzergebnis ausgewiesen wurden. Ergebniseffekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes sowie aus einer geänderten Schätzung der Restlaufzeiten werden im Zinsergebnis gezeigt. Die Abzinsung der langfristigen Rückstellungen erfolgt gemäß § 253 Absatz 2 HGB nach laufzeitadäquaten Abzinsungssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorausempfangene Beträge gebildet, die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für vorab geleistete Zahlungen gebildet. Beide Posten werden planmäßig aufgelöst. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) VorräteIn den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind lagermäßig geführte Ersatzteile zum Bilanzstichtag enthalten. Die Unfertigen Leistungen beinhalten ausschließlich unverrechnete Lieferungen und Leistungen aus Kundenaufträgen. (3) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag TEUR 17.010 (Vorjahr: TEUR 18.881), davon entfallen auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr TEUR 753 (Vorjahr: TEUR 359) sowie aus Cash-Pooling TEUR 15.406 (Vorjahr: TEUR 18.522). Gegenüber der alleinigen Gesellschafterin SPIE ICS GmbH, Ratingen, bestanden sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 851 (Vorjahr: TEUR 0). In den bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungsverkäufe in Höhe von TEUR 1.702 (Vorjahr: TEUR 1.899) in Abzug gebracht worden. Von der Factoring-Gesellschaft einbehalten wurde eine Reserveposition in Höhe von TEUR 472 (Vorjahr: TEUR 472). Die Ansprüche aus den veräußerten Kundenforderungen wurde an den Factorer verpfändet. (4) Latente SteuernDie Bildung erfolgt beim Organträger, der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen. (5) EigenkapitalZur Stärkung der Eigenkapitalausstattung hat die Gesellschafterin eine freiwillige Einlage in Höhe von TEUR 851 in die freie Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gewährt. Der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 39 wurde im Geschäftsjahr 2020 aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses an die Gesellschafterin ausgeschüttet. (6) Verrechnung von Vermögensgegenständen und SchuldenDie Verpflichtungen aus Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen sind überwiegend durch Vermögensgegenstände abgedeckt, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen). Von den vorhandenen Pensionsverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 1.953 wurde der Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 409 abgesetzt. Der bilanzierte Wert für die Pensionsverpflichtungen beläuft sich somit auf TEUR 1.544. Im Berichtsjahr wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 143 mit Erträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 10 saldiert. (7) RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten
Bei der SPIE Fleischhauer GmbH wurden keine sonstigen Rückstellungen mit mehrjährigen Laufzeiten gebildet, sodass keine Abzinsung erforderlich war. (8) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag TEUR 6.420 (Vorjahr: TEUR 8.652). Sie teilen sich auf in Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 1.673) und sonstige Verbindlichkeiten mit TEUR 1.318. Gegenüber der alleinigen Gesellschafterin SPIE ICS GmbH, Ratingen bestanden sonstige Verbindlichkeiten von TEUR 5.069. Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. (9) HaftungsverhältnisseEs bestehen keine Haftungsverhältnisse. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(10) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse wurden in den Bereichen Informations-, Sicherheits-, Medien- und Elektrotechnik überwiegend im Inland erzielt. Die Aufteilung nach Kundengruppen stellt sich wie folgt dar:
(11) Periodenfremde ErträgeIm laufenden Abschluss sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 189 enthalten. (12) Außergewöhnliche Erträge und AufwendungenIm Geschäftsjahr 2020 fielen keine außergewöhnlichen Erträge oder Aufwendungen an. Sonstige Angaben(13) MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2020 zählte die Belegschaft durchschnittlich 697 Arbeitnehmer und 89 Auszubildende.
(14) GeschäftsführerHerr Michael Hartung, Wedemark, Leiter des Geschäftsbereichs Information & Communication Services (ICS) der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH Gruppe. (15) Gesamtbezüge des GeschäftsführungsorgansBezüglich der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird von § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht. (16) AufsichtsratDie Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat. Die Mitglieder im Geschäftsjahr 2020 waren:
Alleiniger Geschäftsführer der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH
Leiter Recht, Compliance, Versicherungen, Real Estate & Datenschutz der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH ab 28.08.2020
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr für ihre Tätigkeit keine Vergütung. (17) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie finanziellen Verpflichtungen belaufen sich aus längerfristigen Büroraummietverträgen auf TEUR 1.530 und aus Pkw-Leasingverträgen auf TEUR 1.887. (18) Gesamthonorare des AbschlussprüfersDas vom Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug nach Tätigkeiten aufgeschlüsselt:
(19) Weitere AngabenAlleinige Gesellschafterin ist die SPIE Information & Communication Services GmbH, Ratingen. (20) KonzernzugehörigkeitDie SPIE Fleischhauer GmbH wird in den Konzernabschluss der SPIE SA, Cergy/Frankreich, einbezogen. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt, ist die SPIE SA. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger unter der Firma der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, Ratingen, veröffentlicht. (21) NachtragsberichterstattungVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.
Hannover, den 12. April 2021 SPIE Fleischhauer GmbH gez. Michael Hartung, Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SPIE Fleischhauer GmbH, Hannover PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der SPIE Fleischhauer GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPIE Fleischhauer GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 12. April 2021 Deloitte
GmbH
André Bedenbecker, Wirtschaftsprüfer Thomas Neu, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratsder SPIE Fleischhauer GmbH gemäß 171 Abs. 2 Sao 1 AktG i.V.m. 1 Abs. I Nr. 3 DrittelbGDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2020 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Die Geschäftsführung unterrichtete ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung der Gesellschaft, die vorgesehene Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, das Risikomanagement sowie über bedeutende Einzelvorgänge. Der Aufsichtsrat hat diese Berichte in zwei Sitzungen ausführlich erörtert und mit der Geschäftsführung beraten sowie die erforderlichen Entscheidungen getroffen. Zu Maßnahmen gemäß S 111 Abs. 2 Satz 1 AktG (zum Beispiel Einsicht in Bücher und Schriften der Gesellschaft) bestand keine Veranlassung. In den Aufsichtsratssitzungen wurden die Auftrags- und Ergebnisentwicklung sowie die Finanzlage in den einzelnen Unternehmensbereichen und Niederlassungen der Gesellschaft ausführlich behandelt. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat von der Geschäftsführung im Einzelnen erläutert. Der Aufsichtsrat hat sich insbesondere mit den Folgen der Corona-Pandemie auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft und deren Auswirkung auf einzelne Kundenprojekte befasst. In diesem Zusammenhang kamen insbesondere das eingerichtete Corona-Krisenmanagement sowie die eingeleiteten Gegenmaßnahmen zur Bewältigung der pandemiebedingten Folgen zur Sprache. Gegenstand der Erörterungen im Aufsichtsrat waren auch aktuelle Vertriebsprojekte, die Chancenauswertung bei der Angebotslegung sowie die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat mit der Unternehmensstrategie befasst. Besonderes Augenmerk richtete der Aufsichtsrat im Personalbereich auf die Beschäftigungssituation, insbesondere die Einstellung als auch eigene Ausbildung von qualifizierten Mitarbeitern, um dem allgemein auf dem Markt erkennbaren Personalmangel an technischen Mitarbeitern wirksam entgegenzutreten. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit der Geschäftsführung und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss (Bilanz zum 31. Dezember 2020 und Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020) sowie der Lagebericht der SPIE Fleischhauer GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Gesellschafterversammlung gewählten und durch die Geschäftsführung beauftragten Abschlussprüfer, der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss nebst Lagebericht und der Bericht des Abschlussprüfers sind allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 22. April 2021 ausgehändigt worden, Diese Vorlagen sind in der Bilanzsitzung von der Geschäftsführung mündlich erläutert worden. Der Wirtschaftsprüfer, der den Prüfungsbericht mit unterzeichnet hat, hat an der Beratung des Aufsichtsrats über die Vorlagen teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss und den Lagebericht und schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresabschluss der Gesellschaft festzustellen. Herr Perica Antic ist im Geschäftsjahr 2020 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. An seine Stelle hat die Gesellschafterversammlung mit Wirkung zum 28. August 2020 Herrn Andreas Frey zum Mitglied des Aufsichtsrates bestellt. In seiner Sitzung vom 23. November 2020 hat der Aufsichtsrat sodann Herrn Frey zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seine besondere Anerkennung für ihr hohes Engagement und die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 erfolgreich geleistete Arbeit aus.
Ratingen, den 22. April 2021 Der Aufsichtsrat Markus Holzke, Vorsitzender |
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