Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 8633
Eingetragen
21.11.2005
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Herstellung industrieller Produkte auf dem Gebiet der Mess- und Regeltechnik, insbesondere für alle Arten von Gas, sowie alle damit mittelbar oder unmittelbar zusammenhängenden Geschäfte einschließlich Verkauf, Import, Export, Reparatur und Herstellung technischer Erzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Matthias Wolfgang Jost
seit 29.12.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GWF AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
GWF AG
Switzerland
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GMT GmbH

Fürstenwalde/Spree

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2022 bis zum 30.11.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft mit Sitz in Fürstenwalde/Spree und Produktionsstätte in Groß-Gerau entwickelt, produziert und vertreibt industrielle Produkte auf dem Gebiet der Mess- und Regeltechnik für Gase, insbesondere für die Erdgasversorgung.

1.2. Forschung und Entwicklung

In Groß-Gerau sind Mitarbeiter*innen der Entwicklungsabteilung mit der Produktentwicklung und -optimierung beschäftigt; Leistungen Dritter werden hierfür zurzeit nicht in Anspruch genommen.

Mit stetigen Produktergänzungen und Produktspezifikationserweiterungen für die Produktbereiche der Haus- und Mitteldruckregelgeräte wurden auch in 2023 weitere Markt- und spezifische Kundenanforderungen erfüllt.

Geplante Projekte für das Geschäftsjahr 2024 und 2025 beziehen sich, wie auch im Geschäftsjahr 2022/2023, auf Produktverbesserungen und Produktveränderungen an der vorhandenen Produktpalette im Bereich der Gasdruckregelung. Der Hauptfokus dieser geplanten Weiterentwicklungen liegt hierbei auf der Herstellkostenreduzierung und weiteren Automatisierungsmöglichkeiten innerhalb der Regelgeräteproduktion. Des Weiteren steht die Reduzierung des vorhandenen Materialmix und somit der Lagerbevorratung durch Produktgleichheit im Entwicklungsfokus.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 1

Gemäß Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber des Vorjahresvergleichs. Im Vorjahresvergleich war das BIP im 4. Quartal 2023 preisbereinigt 0,4 % niedriger als im 4. Quartal 2022. Preis- und kalenderbereinigt war der Anstieg mit -0,2 % höher, da ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als ein Jahr zuvor.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html

Wie das statistische Bundesamt mitteilte, stagnierte in den ersten drei Quartalen das BIP noch weitestgehend, begleitet von anhaltenden schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte. Das preisbereinigte BIP ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 % gesunken, preis- und kalenderbereinigt ist es um 0,2 % gesunken.

Im 4. Quartal 2023 ging die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung um 0,4 % im Vorquartalsvergleich zurück, nachdem sie in den beiden Quartalen zuvor stagniert hatten. Die stärksten Rückgänge waren im Baugewerbe (-2,6 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %) zu verzeichnen. Während die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen zunahm, hatten viele andere Branchen wie der Maschinenbau, der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie von Metallerzeugnissen und die chemische Industrie Einbußen zu verzeichnen. Die Bruttowertschöpfung in der Energieversorgung konnte im Vorquartalsvergleich dagegen kräftig zulegen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie bei den sonstigen Dienstleistern kam es preis-, saison- und kalenderbereinigt zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um jeweils 0,9 %, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Bereichen im 2. Und 3. Quartal 2023 noch Zuwächse verzeichnet hatte. Leichte Anstiege verzeichneten im 4. Quartal 2023 die Unternehmensdienstleister und der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit.

2.2 Wirtschaftliche Einschätzung Marktsituation 2

Der Bedarf der deutschen Netzbetreiber an Gasdruckregelgeräten minimierte sich im Jahr 2023 gegenüber 2022, jedoch konnten wir im Produktbereich HAR Hausanschlussregelgeräte eine Absatzerhöhung erzielen; im Produktbereich MKR Mitteldruckregelgeräte hatten wir dagegen eine Absatzminimierung. Das gesetzte Produktionsziel konnte im Jahr 2023 nicht erreicht werden.

2 https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/a_Gasversorgung_2022/start.html

Das Preisniveau für Gasdruckregelgeräte konnte in allen Produktgruppen erhöht werden. Im Bereich der Balgen-, Gewerbe- und Industriegaszähler ist das Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahr um 3,3 % gesunken. Der Anteil der Balgengaszähler am Gesamtumsatz beträgt somit 20 %.

In der Produktsparte Gasdruckregelgeräte ist im Geschäftsjahr 2023 eine Umsatzminimierung zu verzeichnen.

2.3. Geschäftsverlauf und Lage

Im Bereich der Gasdruckregelgeräte, die in Groß-Gerau produziert werden, war im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzrückgang in Höhe von 8,68 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt damit 73,5%.

Dieser Umsatzrückgang und die damit einhergehende Absatzreduzierung in den Produktbereichen der Hausdruckregelgeräte HAR und der Mitteldruckregelgeräte MKR125/525, spiegelt, die durch den Russischen Angriffskrieg ausgelöste Energiekrise und das hierdurch negativ besetzte Image der gesamten Erdgasbranche, die nach wie vor zu zahlreichen Aussetzungen von geplanten Projekten der Energieversorger führte.

Dadurch ist im Bereich der Balgen-, Gewerbe- und Industriegaszähler das Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr weiterhin um 3,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt somit 21,16 %.

Weitere Umsätze in Höhe von 5,31 % wurden mit Handelswaren, Reparaturen, Dienstleistungen und Schulungen erzielt.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde ein negatives Ergebnis in Höhe von 210 TEURO erwirtschaftet.

Die im Vorjahr erstellte Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022/2023 konnte nicht erreicht werden.

Wie auch im Vorjahr sind hierfür maßgeblich die nicht zeitlich und vollständig eingetretenen Modernisierungs-Renovierungs- und Umstrukturierungsarbeiten in der Produktionsstätte in Groß-Gerau, des Weiteren das hohe Preisniveau seit dem vorherigen Geschäftsjahr im Materialbereich seitens unserer Lieferanten, sowie auch für die Beschaffung der Materialien im Bereich Energie und Logistik.

Wie auch im Vorjahr (-398 TEUR) war es erneut nicht möglich einen Jahresüberschuss zu erzielen. Unser Ergebnis in 2022/2023 entspricht einer Umsatzrendite in Höhe von -2,1 % (i.Vj. -3,8 %). Die Geschäftsführung sieht diese Entwicklung als einen kritischen Faktor an. Konsequent gezielte weitere Kostenreduzierungsmaßnahmen müssen stringent umgesetzt werden, einhergehend mit dem Abbau von Lagerbeständen.

2.3.1. Ertragslage

Die GMT GmbH schließt das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis 30. November 2023 mit einem negativen Ergebnis von -210 TEUR (i. Vj. -398 TEUR) ab.

Das, um periodenfremde und einmalige Effekte bereinigte Jahresergebnis, beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf -221 TEUR (i.Vj. -400 TEUR).

Aufgrund des negativen Ergebnisses ist im Geschäftsjahr 2022/2023 kein Steueraufwand gebucht worden, wie es bereits im Vorjahr aufgrund des negativen Jahresergebnisses praktiziert wurde.

Bei dem weiterhin gedämpften Investitionsverhalten des Gesamtmarktes verzeichnet die Gesellschaft einen gesunkenen Umsatz in Höhe von 9.582 TEUR (i.Vj. 10.222 TEUR). Der Personalaufwand in Höhe von 2.494 TEUR (i.Vj. 2.631 TEUR) ist prozentual von 25,7 % im Vorjahr auf 26,1 % der Gesamtleistung in 2022/2023 gestiegen. Ursächlich ist vor allem der deutlich geringe Umsatz und die somit niedrigere Gesamtleistung.

Die Materialaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 68,8 % auf 65,7% gesunken. Die gesunkenen Kosten resultieren unter Anderem aus den vorjährig umgesetzten Kostenreduktionen im Bereich Materialbeschaffung. Zudem konnten die Kosten im Gegensatz zum vorherigen Jahr auch an die Kunden weitergegeben werden.

Der Rohertrag zum Bilanzstichtag (berechnet als Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) beträgt 3.281 TEUR (i.Vj. 3.186 TEUR).

Die Rohertragsmarge in Höhe von 34,3% ist im Vergleich zum Vorjahr (31,2%) im Wesentlichen aufgrund des veränderten abgesetzten Produktmixes gestiegen.

Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag, mit einer Reichweite für die nächsten 6 Monate, zeigt eine Fortführung dieses negativen Produktmix-Effekts für das folgende Geschäftsjahr 2024.

2.3.2. Personal

Die Gesellschaft ist nicht tarifgebunden. Der Personalbestand zum Anfang des Geschäftsjahres am 1. Dezember 2022 betrug 62 Mitarbeiter*innen und zum Ende des Geschäftsjahres per 30. November 2023 54 Mitarbeiter*innen (davon 17 Angestellte, 34 Arbeiter*innen und 3 geringfügig Beschäftigte).

Am Firmensitz in Fürstenwalde/Spree sind zum Stichtag 30. November 2023 3 Mitarbeiterinnen beschäftigt gewesen (3 zum 30. November 2022), in Groß-Gerau 51 Mitarbeiter*innen (59 zum 30. November 2022).

Im Jahresdurchschnitt waren 18 Angestellte und 37 gewerbliche Mitarbeiter*innen und 5 geringfügig Beschäftigte bei der Gesellschaft tätig (in Vorjahr: 19/41/3).

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von 6.418 TEUR auf 5.837 TEUR verringert. Das Anlagevermögen ist aufgrund von Investitionstätigkeiten um 12 TEUR und Abschreibungen von 301 TEUR auf 2.441 TEUR gesunken und die Vorräte sind stichtagsbedingt um insgesamt 789 TEUR auf 1.950 TEUR gesunken.

Hingegen sind die liquiden Mittel aufgrund der Einsparungsmaßnahmen um 316 TEUR auf 382 TEUR angestiegen.

Auf der Passivseite ist stichtagsbedingt eine Abnahme der Verbindlichkeiten um 310 TEUR auf 319 TEUR zu verzeichnen.

Die Rückstellungen betragen 198 TEUR (i.Vj 224 TEUR) davon Rückstellungen für Ertragssteuern in Höhe von 0 TEUR (i.Vj 18 TEUR). Der Rückgang ist vor allem aufgrund der rückläufigen Mitarbeiteranzahl zum Vorjahr auf niedrigere personalbezogene Rückstellungen zurückzuführen.

Zum Bilanzstichtag beträgt der Anteil des Anlagevermögens 42,62 % und ist voll durch das Eigenkapital gedeckt.

Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des Jahresergebnisses und der gesunkenen Bilanzsumme von 86,4 % auf 91,14 % angestiegen.

2.3.4. Finanzlage

Die Finanzierung ist durch ausreichende eigene Mittel gewährleistet, so dass die Inanspruchnahme der eingeräumten Kreditlinie aktuell weiterhin nicht benötigt wird. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar und Zahlungsverpflichtungen konnten jederzeit fristgerecht erfüllt werden.

Der positive Finanzmittelbestand ist im Vergleich zum Vorjahr von 66 TEUR auf 382 TEUR angestiegen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 343 TEUR.

Nach Mittelabflüssen aus der Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit in Höhe von 12 TEUR ergab sich eine Erhöhung der liquiden Mittel auf 382 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat sich die Gesellschaft ausschließlich aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert. Die Gesellschaft geht davon aus, sich zukünftig auch weiterhin aus eigenen Mitteln und unter Inanspruchnahme der eingeräumten Kreditlinie weiterhin finanzieren zu können. Unser stringent gesteuertes internes Finanzmanagement legt jederzeit unsere Finanzlage dar.

2.3.5. Investitionstätigkeit

Die Zugänge zum Anlagevermögen (inklusive geleistete Anzahlungen) in Höhe von 12 TEUR betreffen sonstige Betriebs-u. Geschäftsausstattungen, Werkzeuge, EDV-Hardware, produktionsspezifische Maschinen und immaterielle Vermögensgegenstände.

Die Investitionstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr erheblich gesunken.

Auch im neuen Geschäftsjahr werden sich die Investitionstätigkeiten nicht maßgeblich erhöhen.

Die geplanten Gesamtinvestitionen belaufen sich auf eine Summe von ca. 75 TEUR. Ersatzinvestitionen aus Eigenmitteln erfolgten kontinuierlich nach Investitionsplan.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet die GMT die Umsatzrentabilität berechnet als Ergebnis nach Ertragssteuern, dividiert durch die Gesamtleistung. Die Kennziffer hat sich verbessert von -3,8 % im Geschäftsjahr 2021/2022 auf -2,2 % im Geschäftsjahr 2022/2023.

Dies ist vor allem bedingt durch den Abbau vorhandener Materialbestände bei gleichzeitig geringeren Umsatzerlösen, wobei die sonstigen betrieblichen Aufwendungen minimal gestiegen sind zum Vorjahr.

Positive Auswirkungen hat die gesunkene Materialaufwandsquote von 68,8 % im Vj. zu 65,7 % im Geschäftsjahr 2022/2023. Damit liegt die Umsatzrentabilität über den Erwartungen. In Anbetracht der Marktsituation und den geopolitischen Rahmenbedingungen beurteilt die Geschäftsführung den Verlauf des Geschäftsjahres als zufriedenstellend.

3. Zweigniederlassungsbericht

Produktion und wesentliche weitere Geschäftsfunktionen sind in der Niederlassung Groß-Gerau konzentriert, wo auch der überwiegende Teil der Mitarbeiter*innen beschäftigt ist.

4. Prognosebericht

Im Zusammenhang mit den immer noch vorhandenen Auswirkungen des Ukraine-Krieges bestehen keine wesentlichen Einzelrisiken oder bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft. Die bereits definierten wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren (Punkt 2.4) werden laufend überwacht.

Durch die konsequente Umsetzung des neuen EEG 2023 seit dem 01.01.2023, wird erstmals stringent das Erreichen des 1,5-Grad-Pfades nach dem Pariser Klimaschutzabkommen umgesetzt.

Erneuerbare Energien sind eine zentrale Säule der Energiewende. Unsere Energieversorgung soll durch den Ausbau der Erneuerbaren klimaverträglicher und unabhängiger von fossilen Energieimporten werden. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ist dies ein wesentlicher Punkt. Die Blockaden, die die Energie- und Klimawende jahrelang ausgebremst haben, werden gelöst, die erneuerbaren Energien und die nötigen Übertragungsnetze viel schneller ausgebaut als bisher.

Die GMT GmbH prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 ein negatives betriebliches Gesamtergebnis und eine geringere Umsatzrentabilität als im aktuellen Berichtsjahr. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit rund 75 TEUR veranschlagt und bewegen sich somit auf höherem Niveau als in den Vorjahren. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit ist hierbei die Bereinigung der Produktpalette und die damit einhergehenden Einsparmöglichkeiten im Bereich der Material- und Herstellkosten. Zusätzlich werden, in Bezugnahme auf die Novellierung des EEG und des damit verbundenen Umdenkens im Bereich der Gasversorgung, Investitionen im Bereich der Testung, der kompletten Produktpalette der Gasdruckregelgeräte, auf 100% Wasserstoffverträglichkeit eingeplant. Die Deckung des Kapitalbedarfes für die geplanten Investitionen wird durch eigene Mittel und eine etablierte Kreditlinie sichergestellt.

Für das Jahr 2023/2024 rechnen wir mit einer Umsatzrendite von -5,2 %. Dies resultiert aus den derzeitigen Erwartungen der Gesellschaft, das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem negativen Ergebnis abzuschließen. Diese Prognose erfolgt, aufgrund der vorgenannten negativen Einflüsse, sowie einer notwendigen Anpassung und eines Updates des vorhandenen ERP-Systems (Infor), so dass für das Jahr 2023/2024 insgesamt ein negatives Ergebnis in Höhe von -472 TEUR erwartet wird.

Weitere noch nicht absehbare Preissteigerungen in Bezug auf Personal-, Material-, Energie- und Transportkosten müssen insgesamt fortlaufend evaluiert werden und können einen negativen Einfluss auf die Prognose für das Geschäftsjahr 2023/2024 haben.

Wirtschaftliche Prognose zur Ukraine-Kriegslage in Bezug auf Rohstoff-und Materialpreise

Der Ukraine-Krieg, die wirtschaftlichen Sanktionen und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen, können in der weiteren Entwicklung dazu führen, dass diese Einflüsse negative Effekte auf die Prognose und/oder Ziele des Unternehmens für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 haben.

Norwegen, die Niederlande und Belgien liefern den Großteil des in Deutschland verbrauchten Erdgases. Kurzfristig ausfallende Lieferungen stellen keine Herausforderung mehr dar, da die Versorgung für Deutschland gesichert ist. Unabdingbares Ziel ist es weiterhin, mit ausreichend gefüllten Gasspeichern in den nächsten Winter zu gehen und dies auch weiterhin nachhaltig sicherzustellen. Insgesamt werden mittelfristig vor allem der massive Ausbau erneuerbarer Energien, eine diversere Beschaffungsstruktur und der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft bedeutsam für eine auf diversifizierten Energieströmen basierende Versorgungssicherheit sein, um unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden. Die bisher durchgeführten Maßnahmen führten bereits dazu, dass insgesamt rund 469 TWh weniger Gas importiert worden ist. Weiterhin wird die Energiewirtschaft eine treibende Rolle spielen. Dies betrifft, als Zulieferer von Gasdruckregelgeräten und Gaszählern in der DACH-Region, direkt die Produktpalette der Gesellschaft. Die notwendigen Auswertungen, Tests und Analysen, der 100%igen Wasserstoffbeständigkeit aller Produkte, muss kurzfristig umgesetzt werden, um ein wettbewerbsfähiger Player auf dem Gasmarkt zu bleiben. Dies ist kurz- und mittelfristig für die Gesellschaft mit zusätzlichen, noch nicht abschätzbaren Kosten, verbunden.

Das Jahr 2023 war bereits das dritte Jahr infolge, das durchgehend von der Corona-Krise und den damit verbundenen Angebotsengpässen bei zahlreichen Rohstoffen geprägt war. Vor allem bei der Förderung von Industriemetallen und von Rohöl. Die Experten rechnen zwar nicht mit einem weiteren Kursanstieg von Industriemetallen und sagen ein Ende des extremen Preisanstieges voraus, doch die bereits seit Ende 2021 und durch den Ukraine-Krieg noch forcierten Preissteigerungen auf den Gussmarkt, haben auch weiterhin einen negativen Effekt auf die Erwartungen und/oder Ziele für das Geschäftsjahr 2023/2024. Preissteigerungen in Höhe von bis zu 25% und auch mehr im Gussgehäusesegment sind und waren teilweise nicht abwendbar.

Die Gesellschaft ist bestrebt diesen negativen Effekt, durch die Umsetzung von Preissteigerungen im kompletten Produktsegment und somit durch eine Margenerhöhung zu kompensieren, um die angestrebten Ziele für das Geschäftsjahr 2023/2024 zu erreichen.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1. Chancenbericht

In der Konsolidierung unserer Geschäftstätigkeit sowie durch die bereits eingeleiteten und zukünftig einzuleitenden Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen, sehen wir eine Chance für die Entwicklung unseres Unternehmens. Hierzu bereits umgesetzte Maßnahmen, wie eine wachsende Produktionsautomatisierung und die dazugehörige Produktpalettenbereinigung, zeigen weitere positive wirtschaftliche Effekte.

Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren immer wieder Investitionen getätigt, um ihre Leistungsfähigkeit stetig zu verbessern und zu rationalisieren. Durch die gezielte Erweiterung der bestehenden Produktpalette sind wir auch zukünftig in der Lage, unsere Marktstellung kontinuierlich auszubauen.

Zusammen mit den Mitarbeiter*innen werden wir weiterhin eine hohe Akzeptanz bei den Kunden anstreben. Durch systematische Aus- und Fortbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter*innen sind wir in der Lage das Wissen und die Produktivität der Gesellschaft zu sichern.

Basierend auf der positiven Geschäftsentwicklung der letzten Jahre und der stabilen Liquiditätslage, schätzen wir die Chancen für die zukünftige Entwicklung, auch in den Folgejahren, als durchaus positiv ein. Diese Entwicklung planen wir fortzusetzen.

5.2. Risikobericht

Krieg in der Ukraine/Auswirkungen und Sanktionen im Bereich der Erdgasversorgung

Je länger der Krieg in der Ukraine dauert, umso stärker wird der Druck, die Sanktionen zu verstärken. Da ein wichtiger Teil des russischen Staatshaushalts aus den Einnahmen des Öl-, Gas- und Kohlegeschäfts stammt, gibt es die Hoffnung, dass es beim Wegbrechen dieser Einnahmen für die russische Führung auf lange Sicht schwierig wird, den Krieg fortzusetzen. Deutschland ist zu einem hohen Grad auf die fossilen Brennstoffe aus Russland angewiesen. Ziel der EU-Regierungen ist es, kurz- und langfristig auf Öl, Kohle und Gas aus Russland 100%ig zu verzichten. Welche Konsequenzen dies für den kompletten Zweig der Erdgasversorgung haben wird, kann zurzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Erste Maßnahmen zur Gegensteuerung des Zusammenbruchs eines Teils dieses Wirtschaftszweiges, sind die technischen Vorbereitungen im Bereich des "grünen Wasserstoffs".

Produktion

Um profitable Margen zu erreichen, muss die Produktion effizient gestaltet und ständig überwacht werden. Die Gesellschaft hat Verfahrensanweisungen etabliert, die die Produktionseffektivität ständig überwachen und sicherstellen, sodass auftretende Probleme in kürzester Zeit erkannt werden.

Grundsätzlich besteht in unserer Branche das Risiko, dass aufgrund der Materialpreisunsicherheiten bei Messing, Guss und Kunststoff keine kostendeckenden Margen erzielt werden können. Insgesamt hat sich die Risikolage zum Vorjahr leicht gesenkt.

Markt

Nur leicht ansteigende oder gar stagnierende Preise bei Gasdruckregelgeräten und sinkende Preise bei Balgengaszählern sind als verbleibendes Risiko für die Gesellschaft im deutschen Marktumfeld anzusehen. Ein weiteres Risiko sehen wir in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld im Bereich der Balgengaszähler, auch stetig steigende Materialkosten (Rohmaterial für Gaszähler und Gussteile) können die Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich weiter einschränken.

Für das Jahr 2024 zeichnet sich erneut eine weitere leichte Reduzierung im Investitionsverhalten der Netzbetreiber ab.

Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2023/2024, in Abhängigkeit von der Marktentwicklung, ein reduziertes Umsatzniveau. Für den Produktbereich der Gasdruckregelgeräte strebt die Gesellschaft weiterhin einen kontinuierlichen Ausbau der Marktanteile an. Für den Produktbereich der Balgengaszähler ist das Ziel, die gewonnen Marktanteile zu stabilisieren und/oder weiter auszubauen.

Qualität

Die Produkte, die die Gesellschaft herstellt, unterliegen sehr hohen Sicherheitsanforderungen. Diesbezüglich müssen die Qualitätskontrollen sehr strikt durchgeführt werden. Das Management der Gesellschaft stellt entsprechende Qualitätsstandards sicher. Die Einhaltung und Überwachung wird entsprechend sichergestellt und unterliegt ständigen Aktualisierungen.

Für den Fall, dass ein fehlerhaftes Produkt ausgeliefert werden sollte, sind Rückrufverfahrensanweisungen in der Gesellschaft ausgearbeitet worden.

Gleichzeitig wird solchen Risiken, durch die Bildung von Rückstellungen im Jahresabschluss angemessen Rechnung getragen.

Forderungsmanagement

Auch besondere Ereignisse im Rahmen der Forderungen oder auch hinsichtlich eines Gewährleistungsfalls können ein weiteres Risiko darstellen. Durch ein engmaschiges und gezieltes Forderungsmanagement wird diesem Risiko gegengesteuert.

Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft ausgerichtete Prognosen, die auf der Annahme der Geschäftsführung beruhen. Verschiedene bekannte und auch unbekannte Risiken können dazu führen, dass das tatsächliche Ergebnis der GMT GmbH gegenüber dem prognostizierten Ergebnis für 2024 und den hier gegebenen Einschätzungen abweicht, aber vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität unseres Unternehmens, sehen wir uns den zukünftigen Risiken gegenüber gut gerüstet.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung stellt die aktuelle wirtschaftliche Lage eine schwierige Situation aufgrund der Konkurrenz im Zielmarkt, sowie der anhaltenden Verunsicherung potenzieller Kunden im Hinblick die zukünftige Verwendung von Gas als Energielieferant dar.

Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit bereits mit entsprechender Kostenreduktion, sowie der Ergänzung und Optimierung der Produkte reagiert. Durch diese Maßnahmen sehen wir zukünftig eine leichte Verbesserung der Jahresergebnisse. Die aktuell unsichere Umgebung in der sich die Gesellschaft bewegt, kann zukünftig weitere Risiken für die GMT entwickeln. Dies hängt maßgeblich von den zukünftigen mittelfristigen politischen und marktwirtschaftlichen Entscheidungen im Erdgassektor ab. Die Entwicklung dieser wird durch die Geschäftsführung konstant beobachtet. Kurzfristig wird kein Risiko des Fortbestands der Gesellschaft gesehen.

 

Fürstenwalde/Spree, den 15.01.2025

Bärbel Geretschläger, Geschäftsführerin

Bilanz zum 30. November 2023

Aktiva

30.11.2023 30.11.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software u.a. 47.202,60 2.409,69
2. geleistete Anzahlg. "Infor" 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 913.926,17 932.084,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 979.381,44 438.345,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 230.195,13 245.251,50
4. Geleistete Anzahlungen 317.179,63 1.158.906,90
2.440.682,37 2.774.587,87
2.487.884,97 2.776.997,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.673.278,57 2.435.399,77
2. Unfertige Erzeugnisse 138.696,05 238.416,61
3. Fertige Erzeugnisse 137.817,77 65.198,85
1.949.792,39 2.739.015,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 958.333,82 762.108,76
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.210,28 11.407,59
3. Sonstige Vermögensgegenstände 31.657,77 52.563,86
1.009.201,87 826.080,21
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 381.909,21 66.433,73
3.340.903,47 3.631.529,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.645,27 9.491,34
5.837.433,71 6.418.018,07

Passiva

30.11.2023 30.11.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 1.513.170,53 1.513.170,53
III. Bilanzgewinn 3.755.775,04 3.980.825,37
IV. Jahresüberschuss
5.320.074,76 5.545.125,09
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 17.707,80
2. Sonstige Rückstellungen 197.839,16 226.180,63
197.839,16 243.888,43
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 262.959,54 583.659,04
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 476.851,01 (Vj. EUR 348.597,94 )
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 56.560,25 45.345,51
- davon aus Steuern EUR 20.221,80 (Vj. EUR 22.010,31)
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 56.560,25 (Vj. EUR 45.345,51)
319.519,79 629.004,55
5.837.433,71 6.418.018,07

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2022 bis 30. November 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 9.581.724,63 10.222.352,76
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -27.101,64 -2.390,57
3. Sonstige betriebliche Erträge 63.298,26 67.650,80
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.199.070,44 6.937.337,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 74.202,73 96.828,92
6.273.273,17 7.034.166,40
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.080.641,35 2.220.151,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstütztung 413.337,62 410.613,09
2.493.978,97 2.630.764,67
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 301.102,42 283.977,78
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 751.018,14 727.222,27
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32,69 2.351,90
9. Steuern vom Einkommen u.vom Ertrag -3,37 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -201.480,77 -390.870,03
11. Sonstige Steuern 8.569,56 6.951,73
12. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -210.050,33 -397.821,76
13. Bilanzgewinn aus dem Vorjahr 3.980.825,37 4.378.647,13
14. Ausschüttung -15.000,00 0,00
15. Bilanzgewinn 3.755.775,04 3.980.825,37

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.12.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 30.11.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 234.107,12 4.152,50 46.786,50 7.109,50 277.936,62
234.107,12 4.152,50 46.786,50 7.109,50 277.936,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.357.684,50 2.357.684,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.011.920,88 450,00 734.165,51 3.746.536,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.792.140,30 9.469,47 58.693,12 1.477,46 1.858.825,43
4. Anlagen im Bau befindl. 1.158.906,90 650,00 -839.645,13 2.732,14 317.179,63
8.320.652,58 10.569,47 0,00 4.209,60 8.327.012,45
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 501.433,75 0,00 0,00 501.433,75
501.433,75 0,00 0,00 0,00 501.433,75
9.056.193,45 14.721,97 0,00 11.319,10 9.059.596,32
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.12.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 30.11.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 231.697,43 6.146,09 7.109,50 230.734,02
231.697,43 6.146,09 7.109,50 230.734,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.425.600,08 18.158,25 0,00 1.443.758,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.573.575,83 193.579,12 0,00 2.767.154,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.546.888,80 83.218,96 1.477,46 1.628.630,30
4. Anlagen im Bau befindl. 0,00 0,00
5.546.064,71 294.956,33 1.477,46 5.839.543,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 501.433,75 0,00 501.433,75
501.433,75 0,00 0,00 501.433,75
6.279.195,89 301.102,42 8.586,96 6.571.711,35
Buchwerte
Stand 30.11.2023 Stand 30.11.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software, Lizenzen 47.202,60 2.409,69
47.202,60 2.409,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 913.926,17 932.084,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 979.381,44 438.345,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 230.195,13 245.251,50
4. Anlagen im Bau befindl. 317.179,63 1.158.906,90
2.440.682,37 2.774.587,87
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
0,00 0,00
2.487.884,97 2.776.997,56

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Allgemeine Angaben

Die GMT ("Gesellschaft") hat ihren Sitz in Fürstenwalde/Spree und ist im Handelsregister beim Amtsgericht in Frankfurt (Oder) Abteilung B unter HRB Nr. 8633 FF eingetragen.

Der Jahresabschluss der GMT GmbH zum 30. November 2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267, Ab. 2 HGB auf.

Die größenabhängigen Aufstellungserleichterungen wurden (teilweise) in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Anlagevermögen

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet, die um planmäßige betriebsgewöhnliche Abschreibungen vermindert wurden.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt.

Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird.

Die Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände wird, soweit handelsrechtlich zulässig, anhand der steuerlichen Abschreibungssätze festgelegt, wobei jeweils möglichst kurze zulässige Nutzungsdauern gewählt wurden. Die planmäßigen Abschreibungen werden zeitanteilig nach der linearen Methode vorgenommen.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei immateriellen Vermögensgegenständen 3 Jahre oder länger je nach Zulassungsgültigkeit, bei Gebäuden 50 Jahre, bei den Maschinen 5 bis 8 Jahre (eine Ausnahme hier ist die Prüfbank in Groß-Gerau - hier richtet sich die Nutzungsdauer nach der Zulassungsgültigkeit gemäß Prüfschein vom Mess- u. Eichwesen Baden-Württemberg; hier wird von einer Nutzungsdauer von 8 Jahren ausgegangen) und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu den Anschaffungskosten. Wegen der kontinuierlichen Wiederbeschaffung werden gewogene Durchschnittspreise zu Grunde gelegt; das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegendem Stichtagswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Einzelkosten sowie die notwendigen Gemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % (i. Vj. 1,0 %) auf Forderungen Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Flüssige Mittel

Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sind mit dem Nominalwert bewertet.

Eigenkapital

Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgt zum Nennbetrag. Das Stammkapital besteht in Höhe von EUR 51.129,19 (DM 100.000,00) und ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Bei der Bildung der übrigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Die Bewertung erfolgte mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung von zukünftigen Kostensteigerungen sowie der Laufzeit. Langfristige Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst, bestanden zum Bilanzstichtag aber nicht.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 nicht zur Anwendung gekommen. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger, berücksichtigt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil des Anhangs ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.

Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen i.H.v. TEUR 19 (i.Vj. TEUR 11).

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind nach § 250 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgt zum Nennbetrag. Das Stammkapital besteht in Höhe von EUR 51.129,19 (DM 100.000,00). Die Veränderung des Bilanzgewinns ergibt sich aus dem Jahresergebnis des aktuellen Geschäftsjahres.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (Urlaub, Überstunden sowie Berufsgenossenschaft) mit TEUR 129 (i. Vj. TEUR 157) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit TEUR 32 (i. Vj. TEUR 33) sowie Abschluss- und Prüfungskosten im Rahmen des Jahresabschluss TEUR 37 (i. Vj. TEUR 36).

Verbindlichkeiten

Erhaltene Anzahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) wurden mit EUR 8,734 Mio. (i. Vj. EUR 9,583 Mio.) im Inland und mit EUR 0,872 Mio. (i. Vj. EUR 0,761 Mio.) im Ausland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 120 (i. Vj. TEUR 128) Kosten der Warenabgabe, die damit den höchsten Betrag in dieser Position darstellen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen aufgrund des negativen Ergebnisses im aktuellen Geschäftsjahr.

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden per 30. November 2023 in Höhe von

EUR
bis 1 Jahr 116.411,39
mehr als 1 Jahr, weniger als 5 Jahre 342.526,73
größer 5 Jahre 105.300,00
Gesamt 564.238,12

Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2022/2023:

Bärbel Geretschläger, Geschäftsführerin der GMT GmbH, Butzbach/Hoch-Weisel bestellt.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 (4) HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB.

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 60 Mitarbeiter (Vorjahr: 62), davon 18 Angestellte (Vorjahr: 19), 37 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 41) und 5 geringfügig Beschäftigte (Vorjahr: 3).

Die Gesellschaft hält Anteile an:

Letzter verfügbarer Abschluss vom 31.07.2009
Anteil am Eigenkapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis der Gesellschaft
% TEUR TEUR
MGMT Nagykanizsa (Ungarn) 99,998 0,2 -73

Mit Beschluss vom 28. August 2009 erfolgte die Schließung des Standortes in Ungarn zum 01. September 2009. Die Gesellschaft ist nicht mehr aktiv tätig, jedoch noch nicht aufgelöst. Zurzeit gibt es kurz-/mittelfristig keine Planungen zur Wiedereröffnung des Standortes in Ungarn.

Konzernzugehörigkeit

Die GMT GmbH wird über ihre Konzernmuttergesellschaft, die Proclad Group Limited, Dubai, UAE. (kleinster Konsolidierungskreis), in den Konzernabschluss der National Industries Group - S.A.K. Incorporated, Safat, Kuwait (größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind am jeweiligen Sitz der Gesellschaften erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den erzielten Jahresverlust in Höhe von EUR -210.050,33 mit dem bestehenden Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge besonderer Natur nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.

 

Fürstenwalde/Spree, den 15. Januar 2025

Bärbel Geretschläger, Geschäftsführerin

SHAREHOLDER'S RESOLUTION GESELLSCHAFTERBESCHLUSS
Being the sole shareholder of Als alleinige Gesellschafterin der
GMT GmbH (the "Company") GMT GmbH (die "Gesellschaft")
registered in the Commercial Register Of the Magistrate ́s Court in Frankfurt (Oder), under No. HRB 8633 FF,
we, BI Gas GmbH, Fürstenwalde, herewith hold under waiver of all from and notice requirements as prescribed by law and By-laws a
eingetragen im Handelsregister des Amtgerichtes Frankfurt (Oder) unter HRB 8633 FF,
halten wir, die BI GAS GmbH, Fürstenwalde, hiermit unter Verzicht auf alle durch Gesetz und Gesellschaftsvertrag vorgeschriebenen Formen und Fristen eine
Shareholders ́ Meeting Gesellschaftsversammlung
and resolve as follows: ab und beschließen:
1. The annual accounts of the Company for the fiscal year ending November 30 th, 2023 signed by the Managing Director on January 15 th., 2025 is hereby approved. 1. Der von der Geschäftsführerin am 15. Januar 2025 unterschriebene Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30. November 2023 wird hiermit festgestellt.
2. The annual loss in the amount of EUR 210.050,33 as shown in the annual statements for the fiscal year ended November 30, 2023 shall be carried forward to the following year. 2. Der im Jahresabschluss 2023 ausgewiesene Jahresverlust von EUR 210.050,33 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
3. The activities of the company ́s management are hereby approved for the fiscal year ending November 30, 2023. 3. Der Geschäftsführung wird für das am 30. November 2023 beendete Geschäftsjahr Entlastung erteilt.

 

Groß-Gerau, 16. Januar 2025

BI GAS GmbH

Bärbel Geretschläger, Managing Director

Inhalt

1. Prüfungsauftrag

2. Grundsätzliche Feststellungen

2.1. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der Geschäftsführung

2.2. Falsche Darstellung und Verstöße

2.2.1. Sonstige Unregelmäßigkeiten

3. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

4. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

4.1. Gegenstand der Prüfung

4.2. Art und Umfang der Prüfung

5. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

5.1.2. Jahresabschluss

5.1.3. Lagebericht

5.2. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.1. Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.2. Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

6. Schlussbemerkungen

Anlagen

Anlagenverzeichnis

Bilanz zum 30. November 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Dezember 2022 bis zum 30. November 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017

Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung gerundeter Beträge und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Rundungsdifferenzen auftreten können.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GMT GmbH, Fürstenwalde/Spree

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GMT GmbH, Fürstenwalde/Spree, - bestehend aus der Bilanz zum 30. November 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.Dezember 2022 bis zum 30. November 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.11. 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.12.2022 bis zum 30.11. 2023.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen ) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko , dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem , um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 15. Januar 2025

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sabine Bracher, Wirtschaftsprüfer

Arndt F. Krüger, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.